Zümrüt Gülbay-Peischard

 3,8 Sterne bei 4 Bewertungen
Autor*in von Akadämlich.

Lebenslauf

Zümrüt Gülbay-Peischard kam mit zwei Jahren als Tochter türkischer Gastarbeiter nach Westberlin. Sie wuchs im Wedding auf, der in Medien oft als »Problembezirk« bezeichnet wird. Sie legte ihr Abitur als Jahrgangsbeste ab, studierte Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft, promovierte mit 25 zum europäischen Wettbewerbsrecht. Sie arbeitete als Rechtsanwältin sowie als Dozentin an unterschiedlichen Hochschulen. Sie war Mitglied der Islamkonferenz und im Beraterkreis von Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück. Mit Altkanzlerin Angela Merkel sprach sie über Frauen in Führungspositionen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Zümrüt Gülbay-Peischard

Cover des Buches Akadämlich (ISBN: 9783869951546)

Akadämlich

(4)
Erschienen am 28.03.2025

Neue Rezensionen zu Zümrüt Gülbay-Peischard

Cover des Buches Akadämlich (ISBN: 9783869951546)
Silberhauch04s avatar

Rezension zu "Akadämlich" von Zümrüt Gülbay-Peischard

Silberhauch04
Ein kontroverses Buch

Da ich selbst einen Studierenden zu Hause habe und einiges aus dem Uni-Alltag mitbekomme, war ich sehr neugierig auf das Buch. Es gab immer mal wieder Punkte, denen ich zustimmen konnte, aber anderen musste ich deutlich widersprechen. Es wurde geschrieben, dass Politische Informiertheit und Wissen über aktuelle Entwicklungen bei den Studierenden rudimentär wäre. Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Es wird zwar nicht mehr die Tagesschau um 20 Uhr im Fernsehen geschaut, sondern auf Instagram, aber mein Kind und auch das gesamte studentische Umfeld sind immer auf den aktuellen Stand und es kommt häufig zu Diskussionen der politischen Lage. Ich hatte damals in dem Alter weniger politisches Interesse. Dann wurde behauptet, dass die Professoren zu einem großen Teil engagierte und anspruchsvolle Vorlesungen bieten und dann an dem Niveau der Studierenden scheitern. Es mag solche Professoren geben. Aber wenn man Vorlesungen einfach nur abliest und es anschließend auf YouTube einstellt, da wundert es mich nicht, dass die Studierenden lustlos reagieren. So die Realität an unserer Uni. Und so hätte ich die ganze Zeit dagegen argumentieren können.


Dieses Buch sollte Diskussionen auslösen. Allerdings fand ich viele Aussagen abwertend. Warum darf es keine mittelmäßigen Akademiker geben? Nicht jeder möchte später eine Führungsposition einnehmen. Die brillanten Akademiker werden nach wie vor ihren Weg gehen. Es wird ständig über die GenZ hergezogen. Aber wie bei allen Menschen, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Egal welche Generation, die älteren Semester ärgern sich über die jungen Leute. Auch die GenZ wird ihren Weg finden und man sollte nicht alles abwerten und schwarz malen. 


Fazit:

In einigen Punkten stimme ich zu, aber in den meisten Fällen halte ich dagegen. 

Cover des Buches Akadämlich (ISBN: 9783869951546)
Elenas-ZeilenZaubers avatar

Rezension zu "Akadämlich" von Zümrüt Gülbay-Peischard

Elenas-ZeilenZauber
Akadämlich - Warum die angebliche Bildungselite unsere Zukunft verspielt

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Jede Generation wird mit Klischees bedacht und wie immer steckt zumindest ein Fünkchen Wahrheit darin.
Gülbay-Zümrüt schreibt selber: Ich schreibe nicht als frustrierte Mittfünfzigerin mit Sendungsbewusstsein. Doch an manchen Stellen wirkt es für mich genau so.
Wenn man sich die Anzahl der Kommilitonen an der Hochschule anschaut, liegt der Fokus einmal mehr auf der Minderheit, statt auf der Mehrheit.
Ja, ich unterschreibe, dass „Bitte“ und „Danke“ immer seltener verwendet werden. Aber das ist kein Phänomen der Gen Z, sondern ein Spiegel der gesamten Gesellschaft. Unhöflichkeit und Egoismus sind nicht an bestimmtes Geburtsjahr gebunden und man kann man es jungen Menschen nicht ankreiden, dass sie das Verhalten übernehmen, das ihnen Zuhause vorgelebt wurde.
Ja, es nervt, wenn Menschen nur fordern und haben wollen, ohne zuvor etwas beizutragen und erst mal zu zeigen, was sie können, um anschließend in den Dialog zu treten.
Ja, es nervt, dass Einzelne erwarten, dass eine ganze Gruppe sich ihren Befindlichkeiten unterordnet und die Wünsche und Bedürfnisse des Gegenübers nicht wahrgenommen werden.
Aber Hand auf Herz, das ist momentan über alle Altersstufen hinweg total „en vogue“ und sich für inadäquates Verhalten zu entschuldigen, gehört heute nicht mehr zum guten Ton.
Dabei sind es nur einige Wenige, die sich so verhalten – und wieder einmal bleibt die Mehrheit, die sich zu benehmen weiß und den Begriff „Knigge“ noch einordnen kann, unsichtbar.
Ein Punkt hat mich irritiert:
Es ist nachgewiesen, dass Kinder aus Akademiker-Haushalten mit höherer Wahrscheinlichkeit studieren. Dies hat sich nach Studien seit 20 Jahren nicht verändert. Aber wie passt dann die Aussage „aktuell wechseln fast dreimal so viele Schulabgänger an die Hochschulen“ dazu? Für mich ergibt das keinen Sinn. Denn wenn deutlich mehr junge Menschen studieren, müsste sich doch gerade die Bildungsbeteiligung aus Nicht-Akademiker-Haushalten erhöht haben - und damit die beschriebene Wahrscheinlichkeit.
Sei’s drum.
Einerseits gebe ich der Autorin Recht, gutes Benehmen und soziale Kompetenz sollten wieder stärker in den Fokus rücken. Andererseits ist es nicht nur die Gen Z, die da Nachholbedarf besitzt, sondern die Gesellschaft an sich.
 Natürlich erlebt Gülbay-Peischard diese Auswirkungen intensiv an der Hochschule und das ist nun mal vor allem die Gen Z; aber es ist schon alles arg schwarz-weiß dargestellt. Deshalb gibt es auch nur 4 akademische Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘

 Kaum ein Satz ohne Rechtschreibfehler, aber am liebsten morgen schon einen gut bezahlten Job in der freien Wirtschaft. Zu jedem Thema eine Meinung, aber Kritik an sich selbst als Majestätsbeleidigung verstehen. Junge Menschen aus wohlstandsverwöhnten Generationen erwarten, dass ihnen alles auf dem Silbertablett serviert wird: von Leistungs- und Leidensbereitschaft haben sie nie etwas gehört. Deshalb haben sie sogar das Lernen verlernt oder gar nicht erst gelernt. Zümrüt Gülbay-Peischard entlarvt die Ursachen der Bildungsmisere an deutschen Hochschulen und zeigt ihre Folgen: Hochschulen sind immer weniger in der Lage, die dringend benötigten Topkräfte für den Arbeitsmarkt auszubilden. Die Autorin geht mit der Generation Z hart ins Gericht, die Ignoranz und Lethargie der Studierenden empfindet sie als geradezu unanständig.

Cover des Buches Akadämlich (ISBN: 9783869951546)
Rallewus avatar

Rezension zu "Akadämlich" von Zümrüt Gülbay-Peischard

Rallewu
Schonungslos ehrliche Analyse

Danke, Zümrüt Gülbay-Peischard! Wirklich von Herzen tiefempfundener Dank an die Autorin für dieses ehrliche und schonungslose Buch über das Versagen der deutschen Studenten und Eltern in Deutschland, die sich des Privilegs einer nahezu kostenlosen, hochqualifizierenden Ausbildungsmöglichkeit in diesem Land nicht bewußt sind und es in keinster Weise zu schätzen wissen.
Die Autorin erlebt als Universitätsprofessorin, die sich über Jahre hinweg diese Position durch harte Arbeit erarbeitet hat, dass die überwiegende Zahl der heutigen Studenten - trotz Abitur - nicht hochschultauglich ist, und dass sie dieses System, das darauf baut, für Arbeit, Einsatz und gute Leistungen einen qualifizierten Abschluss zu erlangen, nur egozentriert, faul und auf dem Weg des geringsten Widerstands ausnutzen. Die überwiegende Zahl der heutigen Studenten der Generation "Helikopter-" oder "Bulldozer-Eltern" sieht die Universität (wie im Übrigen auch die Schule!) als reine Dienstleistungseinrichtung an, die gefälligst keine Ansprüche stellen und das Privatleben des Studierenden nicht stören, und dafür gefälligst die Einsen in Abschlussprüfungen im Akkord ohne Gegenleistung des Prüflings ausspucken soll. Dieses Anspruchsdenken ist durch die nicht mehr im geringsten wertschätzende Einstellung, die die Eltern ihren KIndern vorleben, vorprogrammiert.
Das vielleicht ehrlichste und wichtigste Buch zur Bildungsmisere in Deutschland, das endlich mal die echten Schuldigen in den Vordergrund rückt - die verwöhnten Schüler und die nicht zu angemessener Erziehung zu Respekt fähigen Eltern.

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