Da ich selbst einen Studierenden zu Hause habe und einiges aus dem Uni-Alltag mitbekomme, war ich sehr neugierig auf das Buch. Es gab immer mal wieder Punkte, denen ich zustimmen konnte, aber anderen musste ich deutlich widersprechen. Es wurde geschrieben, dass Politische Informiertheit und Wissen über aktuelle Entwicklungen bei den Studierenden rudimentär wäre. Das kann ich überhaupt nicht bestätigen. Es wird zwar nicht mehr die Tagesschau um 20 Uhr im Fernsehen geschaut, sondern auf Instagram, aber mein Kind und auch das gesamte studentische Umfeld sind immer auf den aktuellen Stand und es kommt häufig zu Diskussionen der politischen Lage. Ich hatte damals in dem Alter weniger politisches Interesse. Dann wurde behauptet, dass die Professoren zu einem großen Teil engagierte und anspruchsvolle Vorlesungen bieten und dann an dem Niveau der Studierenden scheitern. Es mag solche Professoren geben. Aber wenn man Vorlesungen einfach nur abliest und es anschließend auf YouTube einstellt, da wundert es mich nicht, dass die Studierenden lustlos reagieren. So die Realität an unserer Uni. Und so hätte ich die ganze Zeit dagegen argumentieren können.
Dieses Buch sollte Diskussionen auslösen. Allerdings fand ich viele Aussagen abwertend. Warum darf es keine mittelmäßigen Akademiker geben? Nicht jeder möchte später eine Führungsposition einnehmen. Die brillanten Akademiker werden nach wie vor ihren Weg gehen. Es wird ständig über die GenZ hergezogen. Aber wie bei allen Menschen, man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Egal welche Generation, die älteren Semester ärgern sich über die jungen Leute. Auch die GenZ wird ihren Weg finden und man sollte nicht alles abwerten und schwarz malen.
Fazit:
In einigen Punkten stimme ich zu, aber in den meisten Fällen halte ich dagegen.







