Zadie Smith Swing Time

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Inhaltsangabe zu „Swing Time“ von Zadie Smith

Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either... Dazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and stubborn roots, about how we are shaped by these things and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.

Jedes Kapitel, jede Szene ist ein Kunstwerk in sich. Ich bin voller Bewunderung für diese Autorin. Der Roman lebt, fesselt und überrascht.

— KarinEger
KarinEger

Man muss den Stil von Zadie Smith mögen. Mein Fall ist es gar nicht.

— Helles_Leuchten
Helles_Leuchten

Zadie Smith in gewohnter Klasse!

— banshee
banshee

Interessante Themen, doch schwer durchzukommen

— Lupina15
Lupina15

Ein Buch in dem es angeblich um Tanz und Musik gehen soll... angeblich.

— meliP85
meliP85

Vielschichtiges Buch über eine Mädchenfreundschaft zweier halbjamaikanischer Mädchen im London der 80er und 90er, mit viel Tanz und Musik!

— blaustrumpfine
blaustrumpfine

Verstrickt, reizvoll, klug!

— Helentonia
Helentonia

Entourage eines Popstars. Lesenswert. Aber kein Roman mit großer Identifikationsmöglichkeit.

— wandablue
wandablue

sprachlich sehr gut, der Aufbau ist sehr gut konstruiert, streckenweise etwas plakativ & auch etwas langatmig.

— Gwendolina
Gwendolina

Wunderbare Sprache, langweiliger Plot.

— Galladan
Galladan

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  • Mein neuer Favorit von Zadie Smith.

    Swing Time
    KarinEger

    KarinEger

    24. April 2017 um 03:52

    Zadie Smith schreckt wie immer vor einem Überangebot an Erzählsträngen und Charakteren nicht zurück. Die Geschichte ist mit zahlreichen Nebenfiguren aufgebaut, aber sie macht das geschickt und zeichnet die Persönlichkeiten in lockerem Plauderton aber scharf und immer leicht zynisch. Wer in einem Buch gerne schnell vorwärts kommt, findet hier nicht seinen Stoff. Man muss sich Zeit nehmen und das Verweilen in einer gewissen Zeit und Situation genießen, denn kein einziges Mal wird man um den tiefen Sinn und schließlich den spitzen und klärenden Höhepunkt einer Szene betrogen. Jede Szene hat ihren Platz im Gesamtbild, wenn sich dieses auch sehr lebensnah, sprich eher chaotisch, aufbaut. Diesem Prozess muss man vertrauen und sich dann einfach reinfallen lassen – mit viel Zeit und Neugierde. Die letzten zwanzig bis dreißig Seiten nerven regelrecht in ihrer blanken Ehrlichkeit. Die Wut beider Freundinnen auf das Leben und aufeinander wird gnadenlos auf die Spitze getrieben. Wirklich schön: es wird eine Versöhnung angedeutet, die man doch trotz aller Widrigkeiten so herbeigesehnt hat. Und diese Versöhnung hat mit der Faszination für Musik und Tanz zu tun, mit einer gemeinsamen Leidenschaft, die alle Kleinheit menschlicher Rivalität und alle Feindlichkeit unbedeutend dastehen lässt. 

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  • Viele Denkanstöße, aber nicht durchweg fesselnd

    Swing Time
    anushka

    anushka

    26. January 2017 um 21:59

    Bereits im Klappentext wird die Protagonistin nur als "the other" bezeichnet. Diese bis zum Schluss namenlose junge Frau erzählt ihre Geschichte, die in einem Problemviertel in London beginnt und sie über die USA bis nach Afrika führen wird. Während der Grundschulzeit lernt die gemischtrassige Erzählerin die ebenfalls gemischtrassige Tracey kennen und beginnt mit ihr gemeinsam den Tanzunterricht. Allerdings ist nur Tracey darin wirklich begabt. Traceys Wahrheiten und Stimmungen bestimmen das Leben der Anderen. Doch mit dem jungen Erwachsenenalter ist plötzlich Schluss mit dieser Freundschaft und nur langsam wird aufgedeckt warum."Swing Time" ist sehr schwer einzuordnen. Es ist kein Buch nur über Freundschaft. Auch stehen Musik und Tanz nicht dauerhaft im Fokus. Unter anderem geht es auch um Identität, Herkunft und Wurzeln, Rasse, das Pop-Business, falsch verstandene Wohltätigkeit, Familie und Verantwortung. Es geht auch um manipulative Menschen und solche, die sich ausnutzen lassen. Das eigentliche, zentrale Thema lässt sich schwer einfangen. Viel zu viele Themen werden dafür angerissen und auch kaum eines abschließend zuende gebracht. Das Ende ist sehr offen für Interpretationen.Stilistisch ist das Buch anspruchsvoll, aber nicht immer packend. Es ist vielschichtig und nicht immer einfach. Einiges an Sozialkritik lässt einen zustimmend nicken, an anderen Stellen hat man als weiße Leserin vielleicht nicht so umfangreiche Vorkenntnisse. Das Buch bietet an diesen Stellen gute Einblicke und Denkanstöße. Auf jeden Fall ist "Swing Time" keine herkömmliche Freundschaftsgeschichte und keine seichte Unterhaltung.Die Protagonistin ist wie ein blanker Spiegel für die anderen Figuren des Romans. Sie selbst vertritt keine eigenen Interessen und begnügt sich damit, Spielball ihrer Umgebung zu sein. Das ist beim Lesen manchmal frustrierend, da diese namenlose Figur genauso wie ihr nicht vorhandener Name ungreifbar bleibt und somit wenig Identifikationsfläche bietet. Vielmehr erlebt der Leser seine Empörung dadurch noch potenziert, dass die Protagonistin sich nie zur Wehr setzt und der ewige "Sidekick" bleibt. So endet das Buch auch für sie profillos und für mich leicht enttäuschend, da sie für mich am Ende letztlich verschwand und förmlich mit dem Hintergrund verschmolz, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass daraus etwas Großes entstanden sei. Insgesamt ist das Buch trotzdem aufgrund seiner vielen Anregungen und denkwürdigen Themen empfehlenswert, gerade auch, weil Zadie Smith schon eine der Großen der Gegenwartsliteratur ist,was sie auch hier wieder beweist.

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  • lesenswert, aber eine Vielfalt an Themen, aus meiner Sicht zu viele

    Swing Time
    Gwendolina

    Gwendolina

    20. January 2017 um 11:36

    Da mir eine Inhaltsangabe hier äußerst schwer fällt, mache ich es mir ausnahmsweise leicht und zitiere den Klappentext: „Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either... Dazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and stubborn roots, about how we are shaped by these things and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.” Swing Music ist mein erstes Buch von Zadie Smith, aber sicher nicht mein letztes. Auch wenn mich der Roman nicht zu 100% überzeugt hat, werde ich mir On Beauty und White Teeth vornehmen. Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine sehr homogene, unaufgeregte und angenehme Sprache, die den Lesefluss konstant hält. Auch gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Geschichte aufgebaut hat. Der Prolog, ein kurzer Blick in die Zukunft, der kaum etwas verrät, vielmehr erst einmal eine Stimmung transportiert und Fragen aufwirft. Dann geht die Autorin weit zurück in die Kindheit der namenlosen Ich-Erzählerin. Wir erfahren alles nur aus ihrer Perspektive, dies muss man sich immer wieder vor Augen führen und beizeiten hinterlässt dies einen etwas monotonen Eindruck und löst häufig Unverständnis für die Hauptfigur aus, bei mir zumindest. Im Laufe des Buches springt Smith in der Zeit hin und her und schließt am Ende den Kreis. Swing Time regt zum Nachdenken an, der Roman ist nur auf den ersten Blick eine Hommage an das Tanzen und die Musik, in ihm stecken sehr viele sowohl alltägliche als auch weitreichende tiefgründige Themen wie unter anderem Familie, die eigenen Wurzeln, Freundschaft, Diskriminierung, zweifelhafte Entwicklungsprojekte in Afrika, der Ausbruch aus dem eigenen Sozialgefüge, Kultstatus und Popszene und last but not least die Suche nach sich selbst. Wie bereits erwähnt, regt der Roman zur Diskussion an, aber Smith hat so viele Themen verarbeitet, so dass ich mir gewünscht hätte, sie hätte sich auf weniger konzentriert, sich dafür mit diesen aber tiefergehend beschäftigt und etwas weniger plakativ positioniert. In jedem Fall ist Swing Time eine äußerst lesenswerte Lektüre, die mich noch länger beschäftigen wird.

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    • 2
  • Leserunde zu "Swing Time" von Zadie Smith

    Swing Time
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Lieber Leser,Das Buch des Monats im November ist Zadie Smiths neuer Roman Swing Time.Am 10. November bekommt Zadie den „Welt“-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk in Berlin und wir könnten stolzer nicht sein. In weniger als zwei Wochen startet auch unsere Postkartenkampagne in deutschen Universitäten, also haltet die Augen auf!DAS BUCHDazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and true identity, how they shape us and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either...DIE AUTORINZadie Smith is the author of the novels White Teeth, The Autograph Man, On Beauty and NW, as well as The Embassy of Cambodia and a collection of essays, Changing My Mind. She is a fellow of the Royal Society of Literature and has twice been listed as one of Granta's 20 Best Young British Novelists. She has won the Orange Prize for Fiction, the Whitbread First Novel Award and the Guardian First Book Award among many others, and been shortlisted for the Man Booker Prize and the Baileys Women's Prize for Fiction. Zadie Smith lives in London and New York with her husband and two children. Swing Time is her fifth novel.HIER GEHT'S ZUR LESEPROBEIch verlose 25 Exemplare und gewinnen kann jeder der mir folgende Frage beantwortet:Bei welchem noch unveröffentlichten Buch könnt ihr es kaum erwarten bis es endlich erscheint? Viel Glück und liebe Grüße,Svenja

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    • 480
  • Let's Read in English 2017

    LovelyBooks Spezial
    TanjaMaFi

    TanjaMaFi

    Love English, Love Reading? Join Let's Read in English 2017 Are you looking for a way to show your love for English books? An opportunity to meet other English readers? And a chance to discuss your latest read before its publication in Germany? Wonderful, you have come to the right place because the Let's Read in English Challenge is back for another round!In 2017, we are making a few changes to the Let's Read in English Challenge. Most importantly, there will not be a monthly challenge with novels published by Penguin Random House. However,  you can still discuss your favorite books with other readers, improve your English by reading and discover exciting new books. For these purposes the Let's Read in English Challenge 2017 introduces the "LRIEC Book Club" where we will pick and present a book each month that we can read and discuss together. If you'd like to suggest a book for discussion, please feel free to contact me.Furthermore, you can earn points for every review of an English book you are reading throughout the year and thus win a surprise book package at the end of the year. As in the previous year, there are no restrictions as to the authors, genres, publishers or publishing date of the books you choose. So you can indulge in one of Jane Austen's works, discover non-fiction on methods of training your dog, or enjoy the latest novel by your favorite author.To enter the raffle and to win the surprise book package at the end of the year, you have to collect lottery tickets. You receive one lottery ticket for every 10 reviews that you write. This means, of course, that you have to review a minimum of 10 books over the duration of the challenge. The more lottery tickets you collect, the higher the chances to win – so it's worth writing as many reviews as you can. Your reviews can be in either German or English!Remember: It's completely up to you which books you'd like to review, but you are also welcome to participate in the book club and review the books discussed there.  Please post all of your reviews in the Review subtopic so we can find them easily and can give you the correct amount of lottery tickets.To make this a little more interesting, we will also introduce some special yearly challenges as well as quarterly challenges which can only be completed within 3 months. There you will be able to collect additional lottery tickets.You can enter the challenge by posting a short comment below to let us know that you are stoked for another year of English books!Finally, have a great reading year with many amazing and wonderful English reads :)PS: This is my first year organizing the challenge. So if you have any suggestions for improvements, please send them my way :)

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    • 484
  • Eine preisgekrönte Autorin ist kein Garant für ein tolles Buch...

    Swing Time
    Helles_Leuchten

    Helles_Leuchten

    02. January 2017 um 16:24

    Ich hatte das Glück "Swing Time" von Zadie Smith in einer Leserunde zu gewinnen und mich sehr über ein Buch mit dem Schwerpunkt Musik+Tanz gefreut. So war es zumindest angekündigt. Wer die Bücher von Zadie Smith kennt, mag mich jetzt vielleicht für etwas naiv halten...Leider hat mich das Buch von Beginn an einfach überhaupt nicht tangiert. Das Tanzen spielt lediglich eine untergeordnete Rolle in einer Geschichte, die dahin plätschert, jedoch keinerlei Höhen und Tiefen erkennen lässt und mit Protagonisten aufwartet, die alle so eigen sind, dass es mir schwer fiel, sich auch nur annähend mit ihnen zu identifizieren. Ich habe immer wieder an meinen eigenen Ehrgeiz appellieren müssen, um den Roman zu Ende zu lesen. Wäre es nicht um eine Leserunde gegangen, ich hätte das Buch mit gutem Gewissen schon nach den ersten Kapiteln zur Seite gelegt.Zadie Smith wird "gehypt"... Bin ich also zu einfältig, um die Kunst ihres Schreibens, den Anspruch und die Themen zu verstehen? Mag sein. Für mich war es das erste und vermutlich auch letzte Buch von ihr. Ich will nicht behaupten, dass Zadie Smith keine gute Autorin ist. Sie besitzt tatsächlich die Fähigkeit, Details einzufangen und daraus eine Geschichte zu weben. Allerdings verharrt sie in Details, bei denen es sich oftmals um Belanglosigkeiten handelt, während essentielle Geschehnisse nur am Rande erwähnt werden. Dadurch geht Spannung verloren. Wenn dann auch die Geschichte selbst wenig spektakulär, ja beinahe schon langweilig ist..., nun, dann fällt das Lesen nicht mehr ganz so leicht.Gleichwohl hatte ich das Gefühl, die Autorin ist auf dem Weg, die Welt zu missionieren. Sie baut ihren Roman um zahlreiche Stereotype herum auf bzw. Vorurteile in diesen hinein, thematisiert Rasse, Religion, Geschlecht, soziale Schicht usw.. Sicher hängt das eine mit dem anderen zusammen, dennoch war mir das zu "überladen."Ich denke - nun auch mal ganz stereotypisch - man kann Zadie Smith entweder mögen oder nicht. Ein Dazwischen kann ich mir kaum vorstellen.

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  • Ein toller, anspruchsvoller Roman

    Swing Time
    banshee

    banshee

    31. December 2016 um 10:26

    In Swing Time beweist Zadie Smith ihr schriftstellerisches Talent in gewohnter Klasse. Beim Lesen haben mich vor allem die interessanten, komplexen und teilweise ungewöhlichen Charaktere mit all ihren Problemen und Konflikten begeistert. Der Roman liest sich zwar nicht einfach mal so weg und ist schon etwas anspruchsvoller, aber gerade weil er so zum Nachdenken und zum zweiten Lesen einlädt, hat er mir auch gefallen. Die Geschichte lässt einen auf jeden Fall nicht unberührt! Empfehlenswerte Lektüre.

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  • Swing Time

    Swing Time
    Lupina15

    Lupina15

    30. December 2016 um 22:01

    Klappentext:Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either... Dazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and stubborn roots, about how we are shaped by these things and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.Meine Meinung:Ausgehend von dem Klappentext hatte ich völlig andere Erwartungshaltungen an das Buch- es hat mich überrascht, um was es tatsächlich ging. Und das nicht unbedingt negativ.Die Erzählerin im Buch war weder Tracey noch Aimee- sie war ein nichts, und doch greifbar, da wir alles durch ihre Augen erleben.Smiths Erzählstil ist teilweise blumig, teilweise schnörkellos- aber auch oft so verworren, dass man nicht hinter die Zeilen blicken kann,sondern das Gefühl hat, ausgesperrt zu sein.Die Story kann teilweise überzeugen. Der Prolog macht neugierig. Man wird ans Ende geworfen und steht dann doch am Anfang. Ich muss sagen, der Prolog versprach viel... doch der Beginn der Chapters war dann etwas flach.Man fand nie wirklich in die Geschichte. Viele Türen blieben verschlossen.Und dennoch berührt die Story. Sie erzählt von Farbigen, vom ausgeschlossen sein, von Freundschaft, vom Finden und Verlieren, von Familie und Zugehörigkeit, von Neid und schönem Schein, von Liebe und Abneigung, Verständnis und Unverständnis.Die Story lässt niemanden kalt, auch wenn man nicht ganz warm damit wird.Meine Meinung ist daher zwiegespalten. Man kann diesem Roman auf jeden Fall eine Chance geben.

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  • Lesechallenge im Dezember: Ein Monat voller Rezensionen und Lesestunden - der LoReSchreMa

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Lesechallenge im Dezember: Ein Monat voller Rezensionen und Lesestunden - der LoReSchreMa! Zum Ende des Jahres widmen wir uns dieses Mal bei der LovelyBooks Lesechallenge nicht einem einzelnen Buch, sondern drehen die Spieß um und schreiben selber! Rezensionen nämlich! Nachdem wir das ganze Jahr über so viel gelesen haben, nutzen wir die besinnliche Zeit, um all die Rezensionen zu schreiben, die während des Jahres liegengeblieben sind!Beim großen LovelyBooks-Rezensions-Schreib-Marathon wollen wir dafür sorgen, dass der Stapel der unrezensierten Bücher schrumpft und wir frisch und fröhlich ins neue Jahr starten können! Macht mit, rezensiert, was das Zeug hält und gewinnt mit etwas Glück großartige Buchpakete mit neuen Büchern, die auf eure Rezensionen warten!Vom 08.12.2016 bis zum 01.01.2017 dreht sich beim LoReSchreMa alles um eure Rezensionen bei LovelyBooks. Wir wollen mit euch Tipps und Tricks zum Schreiben von Rezensionen austauschen, darüber sprechen, wie man Kritik in Rezensionen gut verpackt und selbstverständlich durch all die vielen Rezensionen stöbern, die ihr im letzten Jahr gelesen habt!Als großartiges Finale gibt es zum Ende des LoReSchreMa einen Lesemarathon vom 27.12. bis 01.01.2017, mit dem wir das Jahr gebührend ausklingen lassen! Schließlich wollen wir dann direkt mit neuen Rezensionsstoff ins neue Jahr einsteigen!Was ist ein LoReSchreMa?LoReSchreMa steht für "LovelyBooks-Rezensions-Schreib-Marathon". Vom 08.12.2016 bis zum 01.01.2017 möchten wir uns Zeit dafür nehmen, das vergangene Lesejahr Revue passieren zu lassen und all die Rezensionen zu schreiben, die bisher auf der Strecke geblieben sind. Natürlich müsst ihr nicht die gesamte Zeit über Rezensionen schreiben, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns darüber austauschen können, welche Rezensionen wir geschrieben haben.Wie kann man mitmachen?Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres LoReSchreMa begleiten möchte. Dasselbe gilt natürlich auch für den Lesemarathon am Ende der Aktion. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier während der Aktion kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Rezensionen zu lesen und dadurch vielleicht das ein oder andere Buch zu entdecken. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #loreschrema - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden.Zu gewinnen gibt es auch etwas! Unter allen Usern, die hier ihre neu erstellten Rezensionen mit uns teilen, verlosen wir 5 Buchpakete von LovelyBooks mit neuem Lesestoff für euch! Wir freuen uns schon sehr auf den LoReSchreMa und sind gespannt, welche Rezensionen in dieser Zeit entstehen!

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    • 2165
  • Schwarz und Weiß

    Swing Time
    Petris

    Petris

    27. December 2016 um 14:46

    Klappentext und Beschreibung des Buches hatten mich sofort angesprochen, ein Buch, das mich neugierig machte und das ich unbedingt lesen musste. Rein optisch wäre ich wohl nicht darauf gestoßen, aber nachdem ich in erster Linie nach Autoren, Verlagen und Beschreibungen gehe, war das nebensächlich.Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein, fand sie spannend, auch die Zeitsprünge mochte ich. Interessant fand ich, wie sie das Rassenthema neben vielen anderen Themen, wie Tanz, das Privileg der Reichen Gutes zu tun, die Schwierigkeiten von Entwicklungsprojekten in Afrika und einfach die Vielfalt menschlicher Charaktere. Alles wurde sprachlich wunderschön und schlüssig erzählt. Ich hatte das Gefühl, gut unterhalten zu werden und auch viel Neues zu erfahren, genau das, was ich an einem Buch liebe. Doch dann, gegen Ende, hatte ich irgendwann das Gefühl, dass es etwas zu viele Handlungsstränge und Charaktere waren und bei manchen ein wenig der Faden verloren ging. Für mich brach die Geschichte auseinander und verlor an Intensität. Vielleicht auch, weil ich die Erklärung zu Traceys Verhalten, die ehemals beste Freundin der Protagonistin, bzw. die Hilflosigkeit der Mutter der Protagonistin überhaupt nicht verstehen konnte, für mich passte das nicht zu den Personen, wie sie zuvor geschildert worden waren. Auch nicht der letzte Wunsch der Mutter. Ein für mich enttäuschendes Ende!Dennoch ein Buch, das mir gut gefallen hat und das ich weiterempfehlen kann. Auflösungen sind halt ganz stark Geschmackssache!

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  • Nein nein nein

    Swing Time
    meliP85

    meliP85

    25. December 2016 um 12:25

    Ich habe das Buch in einer Lesechallenge lesen dürfen (vielen Dank dafür), auf die ich mich aufgrund der Kurzbeschreibung des Buches beworben habe. Ich dachte es ginge um zwei Mischlingsmädchen (das ging es tatsächlich) und um viel Musik und Tanz. Tja dem war nicht soIch bin irgendwie enttäuscht und musste mich durch das Buch quälen. Die 350 Seiten zwischen dem Anfang, wo man noch nicht genau weiß, was auf einen zu kommt und dem Ende, das meiner Meinung nach die einzigen spannenden 50 Seiten sind, vergingen quälend langsam.Dieses Buch ist meiner Meinung nach kein Tanz- und Musikbuch, ganz hintergründig wird das Tanzen und Singen angedeutet, aber das ist definitiv kein Hauptaugenmerk der Autorin.Es werden meines Erachtens zu viele Themen nur angeschnitten und oberflächlich abgehandelt, sei es das Thema Freundschaft, Erwachsenwerden/Identitätsfindung, Rassismus, Abhängigkeit, Familiendramas...Die Geschichte plätschert ohne Spannungsbogen und ohne Höhen und Tiefen daher und reißt mich nicht wirklich vom Hocker. Mir fehlen liebenswerte Charaktere mit denen ich mitfiebern und vor allem mitsympathisieren kann. Keine der Personen hat mich auch nur ansatzweise überzeugt und sich als strahlend hervorgehoben. Im Gegenteil, alle Charaktere haben mich irgendwann so genervt, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte. Erst auf den letzten 50 Seiten erlebte die Protagonistin eine Art "Aha"-Effekt und scheint aufzuwachen. Ein schwacher Trost für die vorherigen Seiten.Die Sprache ist einfach gehalten und am Besten haben mir die Beschreibungen des afrikanischen Dorfes gefallen, die langatmigen Passage und das Anschneiden tausender Themen (ohne in die Tiefe zu gehen) hätte gerne fehlen dürfen.Ich würde einfach sagen, dass ich etwas anderes erwartet habe, nicht in den Lesefluss rein kam und mich die Charaktere überhaupt nicht mitgerissen haben (kein Einziger). Für mich also definitiv keine  2 Sterne wert.

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    • 3
  • Around the World with Zadie Smith

    Swing Time
    blaustrumpfine

    blaustrumpfine

    21. December 2016 um 22:28

    Zadie Smith nimmt uns in Swing Time mit auf eine Reise zurück ins London der 80er und 90er Jahre, die Zeit vor E-Mail und mit Videokassetten und von London aus nach Gambia und New York. Sie erzählt die Geschichte einer Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher halbjamaikanischer Mädchen in Nordwestlondon, die jedoch ihre Liebe zum Tanzen eng verbindet. Beide nehmen Tanzstunden und sind fasziniert von Stepptanz- und anderen Musikvideos, von Fred Astaire über Jeni LeGon bis hin zu Michael Jackson. Beide wollen Tänzerinnen werden, aber nur eine hat das Zeug dazu. Die andere wird persönliche Assistentin eines weiblichen Überpopstars, einer weltweiten Berühmtheit, die bald ihr Leben einnimmt und überschattet, bis es beinahe zu verschwinden droht. Diese unterschiedlichen Lebensentwürfe - obwohl es weniger Entwürfe als teilweise zufällige Entwicklungen zu sein scheinen - werden kunstvoll durch verschiedene Orts- und Zeitebenen miteinander verwoben. Aimee, der Megastar, will sich in Gambia wohltätig engagieren, und so reist die Erzählerin mit einem ganzen Tross von Leuten regelmäßig nach Westafrika, um die dortigen Bedingungen kennenzulernen. Dort werden eindrucksvolle lokale Tanztraditionen geschildert und die Situation des armen Landes in wirkungsvollen Kontrast gesetzt zum überreichen Leben eines westlichen Popstars. Auch die sich verändernden Beziehungen der beiden Mädchen zu ihren Müttern und Vätern werden detailliert und facettenreich beschrieben, ebenso wie das damalige Zeitgefühl und die Welt des Musikbusiness.Ein Buch voller Rhythmus, Schwung und Musik - toll geschrieben und sehr lesenswert!

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  • Gewinnt die 16 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2016!

    Vom Ende der Einsamkeit
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Zum Ende des Jahres lassen auch wir hier im LovelyBooks-Team die vergangenen Monate Revue passieren und freuen uns über den ein oder anderen Buchschatz, den wir 2016 entdeckt haben. Wie auch schon in den vergangenen Jahren, möchten wir euch an dieser Stelle einige ganz besondere Buchperlen ans Herz legen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, welches alle 16 Bücher enthält, glücklich machen! Als quasi Gemeinschaftstipp aus dem Team haben wir uns für "Vom Ende der Einsamkeit" von Benedict Wells entschieden, weil wir den sympathischen Autor (der übrigens vorzüglich Kicker spielen kann!) seit unserer Livestream-Lesung alle ins Herz geschlossen haben.  Unsere Buchempfehlungen: 1. Jacky_Jolly empfiehlt "Die Launenhaftigkeit der Liebe" von Hannah RothschildMich faszinieren immer wundersame Titel und ein interessantes Cover, und wenn dann noch die Geschichte stimmt, habe ich "mein" Buch gefunden. "Die Launenhaftigkeit der Liebe" erzählt gleich mehrere Geschichten auf einmal: die des gleichnamigen Bildes, die der Köchin Annie, welche das Bild durch Zufall kauft und die des fiktiven, angesehenen Kunsthändlers Memling Winkelman, der ein dunkles Geheimnis hütet. Und irgendwie hängt alles zusammen ... Die Kombination aus Liebesgeschichte, Krimi, Historie, Kunst, skurrilen und liebenswerten Figuren hat den Roman für mich zu einem wahren Leseerlebnis gemacht. Besonderer Clou: selbst aus der Perspektive des Bildes erlebt der Leser die Geschichte...2. kultfigur empfiehlt "Metro 2033" von Dmitry GlukhovskyDie Reihe steht schon sehr lange auf meinem Wunschzettel und vor kurzem habe ich endlich damit begonnen mich ins Dunkle der Metro zu wagen. Vielleicht war ja die Livestream-Lesung mit Dmitry Glukhovsky Schuld. Auf jeden Fall habe ich mich in den Tunneln verirrt und solange es noch Lesestoff gibt, der mich weiter treibt, werde ich auch nicht mehr herausfinden. Für mich ist Metro (zumindest der erste Teil) ein wahres Meisterwerk - und nicht nur für SciFi-Fans ein absolutes Lesehighlight.3. Kathycaughtfire empfiehlt "Der Fall Jane Eyre" von Jasper Fforde"Der Fall Jane Eyre" von Jasper Fforde war eines meiner absoluten Highlights 2016. Der erste Band der Reihe um Agentin Thursday Next entführt den Leser in eine Alternativrealität der britischen 1980er Jahre. Dort tummeln sich jede Menge Literaturverbrecher, die es darauf abgesehen haben, Chaos in der Bücherwelt zu verbreiten. Und so bleibt Ermittlerin Thursday nichts anderes übrig, als sich höchstpersönlich in Charlotte Brontës berühmtesten Roman zu stürzen, um Schlimmeres zu verhindern. Eine skurrile Geschichte mit grandiosen Charakteren (und Dodos!) und unzähligen liebevollen und lustigen Details – jetzt möchte ich am liebsten selbst LiteraTec-Agentin werden!4. markusros empfiehlt "Wolfsschlucht" von Andreas FöhrWarum nicht mal einen Krimi mit Handlung direkt vor der eigenen Haustüre lesen? Nach den mysteriösen Morden am Tegernsee und der Mangfall wandert bei mir nun etwas die Angst mit, wenn wir in der Gegend auf Familienausflug sind. Kommissar Wallner löst zum Glück auch diese Fälle mit Humor. Andreas Föhr ist es bei „Wolfsschlucht“ sehr gut gelungen, die Spannung bis zum Schluss hochzuhalten und trotzdem immer wieder Ur-bayrische Traditionen aufs Korn zu nehmen und die Leser zum Schmunzeln zu bringen. Das ganze Buch ist leicht zu lesen, für mich idealer Lesestoff für einige Fahrten im Zug auf dem Weg ins LovelyBooks Büro. Lesenswert nicht nur für Bayern.5. aylareadsbooks empfiehlt "Nachts" von Mercedes LauensteinNacht für Nacht streift eine junge Frau durch die menschenleeren Straßen der Stadt auf der Suche nach den letzten erleuchteten Fenstern. In kurzen Episoden lernen wir an der Seite der namenlosen Protagonistin gleichgesinnte Schlaflose und Nachtschwärmer kennen, erfahren von ihren Geschichten, Sehnsüchten und Ängsten. Eine Hymne an die Nacht, ein Plädoyer für das Anderssein und ein wunderbar melancholisches Buch, das ich gleich zweimal dieses Jahr gelesen habe!6. nordbreze empfiehlt "Fallensteller" von  Saša StanišićNachdem ich "Vor dem Fest" nicht 2016 gelesen habe, kann ich es leider nur schlecht in diese Buchtipps reinschmuggeln. Glücklicherweise hat Saša Stanišić mein Fangirl-Herz beglückt und 2016 den Erzählband "Fallensteller" herausgebracht, indem er auf wohlbekannte Art und Weise seine Leser verzaubert. In jeder der Geschichten erzählt der Sprachdompteur von außergewöhnlichen Erlebnissen, herzigen Personen und dem großen Etwas, das sich Leben nennt. Lieblingsgeschichte: Die titelgebende Erzählung "Fallensteller", in der die Geschichte von "Vor dem Fest" weitererzählt wird und wir auf alte Bekannte treffen. Nach dem Fest. 7. TanjaMaFi empfiehlt "Couchsurfing im Iran" von Stephan OrthStephan Orth nimmt uns mit auf eine ungewöhnliche Reise in den Iran. Er reist nicht von Hotel zu Hotel, sondern als Couchsurfer – was im Iran eigentlich verboten ist. Auf seinem Weg besucht er beeindruckende Orte und trifft faszinierende Menschen, die zeigen, dass der Iran bunt und vielfältig ist, und dass hinter verschlossenen Türen ein Bild entsteht, das ganz anders ist, als wir denken.8. Sharyssima empfiehlt "Die kleine Bäckerei am Strandweg" von Jenny ColganDieser leichte und humorvolle Roman hat mich im Sommer absolut begeistert! Polly ist die sympathische Protagonistin, der man bei einem Neuanfang auf einer Insel in Cornwall über die Schulter schaut. Dieser fällt, vor allem zu Beginn, nicht leicht, doch als die Bäckerei endlich in Gang ist und Polly sich in die Herzen der Insulaner gebacken hat, kann sie sich endlich heimisch fühlen. Wenn da nur nicht die Sache mit der Liebe wäre … Ich freue mich auf die Fortsetzung im neuen Jahr und vor allem auf ein Wiedersehen mit dem Papageientaucher Neil!9. LaLeser empfiehlt "Geister" von Nathan HillIch habe lange überlegt, ob ich ein Buch empfehlen soll, über das in diesem Jahr schon so viel gesprochen wurde. Aber Nathan Hills Debütroman „Geister“ hat mich einfach komplett überzeugt! Auf fast 900 Seiten entspannt sich eine tiefgründige und psychologisch ausgefeilte Geschichte, die anhand von Einzelschicksalen gesellschaftliche Probleme der Gegenwart thematisiert. Das Ganze ist erzählerisch grandios umgesetzt: Ein rasanter und spielerischer Wechsel zwischen verschiedenen Perspektiven und Erzählstilen.„Geister“ hat mich nachdenklich gestimmt, zum Lachen gebracht und immer wieder von Neuem überrascht. Genau das erwarte ich von einem guten Buch! 10. aba empfiehlt "Euphoria" von Lily KingNur ein Lieblingsbuch des Jahres 2016 zu nennen, ist alles andere als einfach. Dieses Jahr habe ich mein Herz allein entscheiden lassen.Als ich mein Lesejahr 2016 im Gedanken durchgegangen bin, hat mein Herz für ein Buch höher geschlagen, das ich ziemlich früh im Jahr gelesen habe: "Euphoria" von Lily King.Weil dessen Inhalt und Protagonisten mich inspiriert haben - insbesondere der unbeholfene Engländer Andrew Bankson -, ist "Euphoria" definitiv mein Lieblingsbuch des Jahres 2016!11. TinaLiest empfiehlt "Blauschmuck" von Katharina WinklerEs ist schwer in Worte zu fassen, was „Blauschmuck“ auslöst, die richtigen Worte dafür zu finden. Auch Monate nach der Lektüre bin ich immer noch beeindruckt von der Sprache, schockiert von der grausamen Geschichte. "Blauschmuck" ist keine leichte Lektüre, man bleibt bedrückt und sprachlos zurück, doch genau diese Gefühle, die ausgelöst werden, sind es, die das Buch in meinen Augen zu etwas Besonderem machen. 12. Daniliesing empfiehlt "Hausbesuche" von Stephanie QuiettererDas Leben in der Großstadt kann ganz schön anonym sein. In "Hausbesuche" begibt sich Stephanie Quitterer deshalb in ein spannendes Experiment. Sie möchte mehr über die Menschen in ihrer Nachbarschaft erfahren und so backt sie bis zum Ende ihrer Elternzeit jeden Tag einen Kuchen, klingelt an irgendeiner Tür und hofft hereingelassen zu werden. Das ganze Unternehmen beschreibt sie mit viel Humor und Ehrlichkeit, sodass man selbst schon bald Lust bekommt, auch einfach mal bei den unbekannten Nachbarn zu klingeln und fremde Wohnungen sowie Menschen kennen lernen zu dürfen. Ein Buch voller interessanter Menschen und Begegnungen, das Mut macht, sich aus seiner eigenen Komfortzone zu wagen und zeigt, wie unbegründet unsere Vorurteile gegenüber unseren Mitmenschen oft sind.13. HannaBuecherwurm empfiehlt "Apocalypse Now Now" von Charlie HumanIch habe lange überlegt, welches Buch ich 2016 empfehlen könnte und habe mich letztendlich dazu entschieden „Apocalypse Now Now“ zu wählen. Dieses Buch kommt an Abgedrehtheit nicht annähernd an irgendein anderes Buch heran, das ich bisher gelesen habe. Es ist von vorne bis hinten völlig skurril und jedes Mal, wenn man denkt, dass jetzt das Absurdeste, was ein menschliches Hirn sich ausdenken kann, abgearbeitet wurde, kommt es noch dicker. Und genau deswegen liebe ich dieses Buch. Im heutigen Kapstadt muss sich der 16-jährige Baxter durch eine Schattenwelt voller Ungeheuer und Magie schlagen, um seine entführte Freundin Esmé zu retten. Reale Ereignisse der Geschichte Südafrikas und alte Sagen werden mit frei Erfundenem gemixt und heraus kommt einer der verrücktesten Debütromane aller Zeiten.14. Alexloveslife empfiehlt "Der Winterkaiser" von Katherine Addison"Der Winterkaiser" ist ein Fantasyroman, der irgendwie ganz anders ist und mir deswegen besonders gut gefallen hat. Hier werden keine großen Schlachten ausgefochten, es gibt keine Helden mit besonderen Fähigkeiten, die sich aufmachen, um die Welt zu retten. Im Gegenteil: Die Handlung ist eher ruhig, aber trotzdem unheimlich spannend. Wie geht man damit um, wenn man plötzlich ungeahnt Kaiser des Elfenreiches wird und so gar keine Ahnung von politischen Beziehungen hat? Ein Roman voller Intrigen, Machtspielchen und interessanter Charaktere – ich hab's ganz und gar verschlungen. 15. Malista empfiehlt "Das Rosie-Projekt" von Graeme SimsionMenschliche Beziehungen sind kompliziert und verwirrend. Dies denkt Don Tillmann, der in der Welt der Emotionen nicht wirklich 'Zuhause' ist Gleichzeitig zeigt er uns eine andere Welt, geprägt von Logik und einem Leben strukturiert als Projekt.Eines dieser Bücher, welches einen schmunzelnd und nachdenklich zurück lässt und den Blick auf das gesellschaftliche Miteinander so manches Mal in ein neues Licht rückt. Sehr lesenswert! Na, haben euch unsere Empfehlungen neugierig gemacht? Dann habt ihr bis einschließlich 08. Januar Zeit, bei unserer Verlosung ein tolles Buchpaket mit allen 16 hier vorgestellten Büchern zu gewinnen. Mitmachen ist ganz einfach:Bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und verratet uns euren absoluten Buchgeschenketipp des Jahres!Wir wünschen euch an dieser Stelle ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr! Vielen lieben Dank, dass ihr alle gemeinsam LovelyBooks zu einem lebendiger Ort voller Buchliebhaber macht! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen.

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  • Moderne und äußerst kluge Literatur

    Swing Time
    Helentonia

    Helentonia

    16. December 2016 um 20:46

    "Poverty is not just a headline, my love, it's a lived reality, on the ground - and education is at the heart of it." (S.153) Tracey und die namenlose Erzählerin wachsen in derselben Nachbarschaft auf und erkennen bei ihrer ersten Begegnung eine Verbindung, aus der sich bald eine besondere Freundschaft entwickeln wird: beide sind braun und beide lieben das Tanzen. Doch nur Tracey besitzt Talent dafür... In Zadie Smiths Swing Time erleben wir mit der Erzählerin mehrere Etappen ihres Lebens, immer auf der Suche nach Heimat, Identität und Zugehörigkeit. Man erfährt über ihre Freundschaften und ihre Arbeit, ihre Beziehungen und ihre Gedanken. Hochaktuelle Themen wie Rassismus, Vorurteile und Radikalisierung werden angesprochen, die kalte Welt sozialkritisch betrachtet. Inhaltlich bietet das Buch also viel, ohne je einen eindeutigen Fokus zu legen. Toll und klug wird sich in kleinen Erzählungen mit vielen Details den "großen" Themen gewidmet, man erfährt viel und will gleichzeitig immer mehr. Der Inhalt reizt mit seinen verschiedenen Themenfeldern enorm. Auch die Protagonisten faszinieren durch ihre Komplexität. Man erkennt an ihnen mit der Zeit mehr und mehr Facetten, die die Protagonisten mit ihren einzigartigen Lebenseinstellungen ausmachen. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere auf das Leben erweisen sich dabei alle als nachvollziehbar und bewegend zugleich. Die Erzählerin, die namenlos bleibt, bleibt auch von ihren Handlungen her blass. Sehr passiv und mit wenig Eigeninitiative geht sie durch ihr Leben, gelenkt und dominiert von anderen, sehr starken Figuren wie ihrer Mutter, ihrer Arbeitgeberin und ihrer Freundin Tracey. Die Sprache in Swing Time besitzt ihren Reiz. Zadie Smith beeindruckt mit ihrer detailreichen, fantastischen Art der Schilderung. Die Tanzszenen, die für die Protagonistin hohen Wert haben, werden großartig beschrieben. Das Leben der Erzählerin wird nicht-linear erzählt - erst am Ende fügen sich die verschiedenen, verstrickten Zeitebenen zu einem großen Bild zusammen. Dies geschieht mit einer genialen Komposition, die beim Lesen große Freude bereitet. Die Zeitsprünge lassen den Leser lange im Dunkeln tappen, erzeugen Spannung und sorgen für anhaltendes Interesse. Das Buch bietet weiterhin kluge, wunderschöne Sätze und Wahrheiten, die zum Nachdenken anregen und auch nach Lesen des Buches noch hängenbleiben. Ich kann das Buch, das durch seine aktuellen Themen, die detailreiche Sprache und seine komplexe Figuren überzeugt, an alle empfehlen, die ein intelligentes und sozialkritisches Buch suchen und Freude an Komplexität und Verstrickungen haben.

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  • Entourage eines Popstars.

    Swing Time
    wandablue

    wandablue

    15. December 2016 um 23:44

    Entourage eines Popstars. In den ärmeren Vierteln Londons wachsen zwei gleichaltrige farbige Mädchen auf, Tracey und die namenlos bleibende Erzählerin. Während sich viele Menschen in ihrer Umgebung resigniert in ihr Schicksal von Bildungsferne, Benachteiligung, Chancenlosigkeit, etc. ergeben, versuchen diese beiden, einen Kampf gegen die scheinbar vorprogrammierte Niederlage zu führen. Das emotionale Band zwischen ihnen, verliert über die Jahre hinweg nichts an seiner Festigkeit. Tracey, die als Kapital die Fähigkeit zum klassischen Tanz mitbringt, wird zuhause verhätschelt, aber auch allein gelassen mit den ernsten Problemen des Lebens, die Erzählerin wird auf rationale Weise gefördert, Bildung ist das nachhaltige Mittel auszubrechen, vermittelt ihre politisch wache Mutter und sorgt für eine Universitätsausbildung. Dennoch wird gerade die Erzählerin eine Sklavin moderner Arbeitsverhältnisse, sie arbeitet als Personal Assistant für einen Popstar und wird psychisch und physisch ausgenutzt. Die Globalisierung der Welt ist von Smith anhand des Popstarlebens als Arbeitgeber der Erzählerin breit aufgefächert, da ist alles drin. Ähnlichkeiten zu Madonnas Leben drängen sich auf! Sämtliche Protagonisten, und von denen gibt es viele, sind facettenreich, gut vorstellbar, realistisch. „Swing Time“ streift fast alle relevanten Problemfelder unserer Zeit: Rassismus, Identitätsfindung, Entwurzelung, Sozialkritik des Kapitalismus, Mentalitätsprobleme, Nachwirkungen des Imperialismus und Kolonialismus, Globalisierung, Religion, Radikalisierung. Alles kommt vor und zeigt die Komplexität der Zusammenhänge. Das ist einer der Vorzüge dieses Romans. Es ist aber auch seine Schwäche, wenn man so will, denn es gibt keinen eindeutigen Fokus, so dass eine vertiefende emotionale Anbindung des Lesers an die Protagonisten ausbleibt. So könnte mancher Leser diesen Roman als einen kühlen Roman empfinden. Ein anderer Vorzug des Buches ist seine geniale Komposition. Es dauert, bis jedes Puzzle an seinem Platz ist und es dauert, bis der Leser die Positionen der Handelnden durchdacht hat, aber dann fängt es einen ein. Zadie Smith spielt mit Klischees und den Vorurteilen, die wir alle in unseren Köpfen spazierentragen. Welche sind davon berechtigt? Welche Sicht ist die richtige? Gibt es überhaupt eine richtige? Alle von Smith ins Rennen geworfenen Figuren haben eine voneinander abweichende Meinung über das Leben und über die Dinge, die passieren, und jede Meinung ist absolut plausibel. Das ist die eigentliche Stärke von Zadie Smith Erzählung, die eine kalte Welt abbildet. „Money makes problems go away.“ Läuft es darauf hinaus? Fazit: „Swing Time“ ist originell in seinem Setting rund um einen Popstar, klug und sozialkritisch insgesamt, die Geschichte stellt dar, was ist, nicht, was sein könnte, nämlich das, wovon man in der Zeitung liest. Lesenswert! Kategorie: gute Unterhaltung Verlag: Penguin, 2016

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