Zadie Smith Swing Time

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 20 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 1 Leser
  • 22 Rezensionen
(9)
(8)
(4)
(0)
(3)

Inhaltsangabe zu „Swing Time“ von Zadie Smith

Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either... Dazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and stubborn roots, about how we are shaped by these things and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.

Große Themen, die oberflächlich abgehandelt werden. Leider viel Potential verschenkt, daher nur bedingt lesenswert.

— SamiraBubble
SamiraBubble

Ein Buch über Träume die nicht wahr werden

— buchernarr
buchernarr

Ich muss sagen, ich habe abgebrochen, da es meines Erachtens ziemlich zusammenhanglos geschrieben ist. Mich hat es leider nicht gepackt.

— Biggi16
Biggi16

Jedes Kapitel, jede Szene ist ein Kunstwerk in sich. Ich bin voller Bewunderung für diese Autorin. Der Roman lebt, fesselt und überrascht.

— KarinEger
KarinEger

Man muss den Stil von Zadie Smith mögen. Mein Fall ist es gar nicht.

— Helles_Leuchten
Helles_Leuchten

Zadie Smith in gewohnter Klasse!

— banshee
banshee

Interessante Themen, doch schwer durchzukommen

— Lupina15
Lupina15

Ein Buch in dem es angeblich um Tanz und Musik gehen soll... angeblich.

— meliP85
meliP85

Vielschichtiges Buch über eine Mädchenfreundschaft zweier halbjamaikanischer Mädchen im London der 80er und 90er, mit viel Tanz und Musik!

— blaustrumpfine
blaustrumpfine

Verstrickt, reizvoll, klug!

— Helentonia
Helentonia

Stöbern in Romane

Der Vater, der vom Himmel fiel

Eine wunderbare Familiengeschichte mit witzigen Dialogen und warmherzig-schrägen Charakteren.

sunlight

Die Geschichte der getrennten Wege

Der Schreibstil ist erklassig, die Handlung aber erwartbar und die Entwicklung zunehmend unsympathisch.

MrsAmy

Töte mich

Ein herrlicher Spaß mit subtilen Anspielungen.

miss_mesmerized

Kraft

Auf der Longlist... Mir erschließt sich nicht wirklich weshalb...

Bibliomania

Das Glück meines Bruders

Vergangenheitsbewältigung auf verschiedene Arten

locke61

Sieh mich an

Ich weiß, dass dieses Buch viele begeisterte Leser hat, doch mich konnte es leider nicht überzeugen.

loverosie1111

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Vollgepackt an vielen Themen, weniger ist mehr

    Swing Time
    SamiraBubble

    SamiraBubble

    30. July 2017 um 21:12

    Zadie Smiths „Swing Time“ ist vollgepackt mit den verschiedensten Themen. Vordergründig soll es um eine Freundschaft zwischen zwei jungen Mädchen gehen, die während der 80er in einem ärmlichen Londoner Stadtteil zusammen aufwachsen. Beide hegen große Träume, wollen Tanzen und auf die großen Bühnen der Welt, doch nur eine der beiden hat wirklich Talent, die andere verfolgt nicht wirklich etwas zielstrebig und stellt auch nie etwas eigenständig auf die Beine, sondern lässt sich vielmehr nur mitziehen. Neben Musik und Tanz werden also auch die Punkte Rivalität, Siegen und Scheitern angeschnitten.  Gleichzeitig behandelt Smith „große“ Diskurse wie Race/Gender/Identity, Rassismus, Diskriminierung, Politik sowie Familie und Frauenfiguren. Smith scheint nichts auszulassen und bringt alles irgendwie zur Sprache. Aber eben nur irgendwie. Sie bemüht sich die unterschiedlichen Themen gut auszubalancieren und hüpft immer mal wieder vom einen zum anderen. Doch sie nimmt sich nie einem bestimmten Thema genauer an, um es intensiver zu betrachten, wie es dem Thema vielleicht gerecht wäre. Alles tummelt sich im selben Wasser, wo es miteinander verschwimmt. In der Folge kann Smith gar nicht anders als in einem Modus zu kommen, in dem sie eher schwafelt, als festzustellen. Trotz manch klugen, zitatwürdigen Aussagen bleibt so manches leider an der Oberfläche hängen. Reduktion ist hier das Zauberwort.  Trotz allem habe ich das Buch überwiegend gerne gelesen und gerade die Passagen über Tracy und der Ich-Erzählerin genossen, weil es diese Kapitel waren, in denen die für mich wirklich interessanten Themen und Fragen angesprochen wurden, während ich mit den Berichten von und über Aimee nichts anfangen konnte.

    Mehr
  • Ein Buch über viele Themen

    Swing Time
    Nela77

    Nela77

    18. July 2017 um 20:55

    Zwei junge Mädchen teilen die Leidenschaft für das Tanzen und eine etwas dunklere Hautfarbe. Sie werden Freundinnen, doch nur eine von ihnen kann ihren großen Traum, Tänzerin zu werden, in die Tat umsetzen. Die Andere wird Assistentin einer berühmten Sängerin und reist in deren Auftrag nach Afrika. Sehr interessant fand ich die geschilderte Erfahrung, mit einem hellen und einem dunklen Elternteil in England als dunkelhäutig, in Afrika jedoch als hellhäutig zu gelten. Im Prinzip wird die Protagonistin in beiden Welten dadurch ausgegrenzt.Alle Themen aufzuführen, die in diesem über 600 Seiten starken Werk angesprochen werden, ist mir nicht möglich. Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt. Die Themen hätten problemlos Stoff für mehrere durchschnittlich dicke Bücher geliefert und es hätte die Möglichkeit bestanden, diese etwas intensiver aufzuarbeiten. Was ich noch anmerken möchte, weil ich es einfach grandios finde, ist die „papego“-Option, die dieses Buch mitbringt. Diese ermöglicht es, das Buch in Papierform zu lesen, mittels einer App die aktuelle Buchseite zu scannen und bis zu 25% des Buches mobil weiter zu lesen. Ich habe diese Funktion nicht genutzt, finde das Angebot aber hervorragend und auch an dieser Stelle bemerkenswert.Fazit: Auch wenn die Protagonistin etwas unnahbar bleibt, hat mir das Buch gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. 

    Mehr
  • Ein Buch über Träume die nicht wahr werden

    Swing Time
    buchernarr

    buchernarr

    07. July 2017 um 21:46

    Swing Time ist mit Sicherheit kein einfaches Buch das nur mit seinem Volumen beeindruckt. Es ist eine (autobiographische?) Lebensgeschichte zweier Freundinnen, die sich im Tanzunterricht kennenlernen. Und obwohl die Ich-Erzählerin den Traum zur Tänzerin hatte, reicht ihr Talent nicht aus und sie bleibt dem Rampenlicht fern. Doch auch ihr Charakter ist weniger für den großen Ruhm geeignet, da sie mehr im Hintergrund steht, hinter der begabten Freundin und später hinter der Pop Sängerin Aimee, für welche sie als Assistentin arbeitet. Als Letzere in einem Dorf in Ghana eine Mädchenschule eröffnen will findet sich die Protagonistin zwischen zwei Welten. Tiefgründig und eindrucksvoll berichtet die Autorin neben der Lebensgeschichten über aktuelle Thematiken der Gesellschaft, wie Rassismus, Idealismus und die Suche nach dem eigenen Ich. Der Schreibstil hat mich sehr angesprochen und obwohl er nicht immer leicht verständlich und einfach zu lesen ist, würde ich das Buch wärmstens jedem empfehlen der ein wenig in die Welt der zwei zum Teil farbigen Mädchen tauchen will und sich selbst vielleicht am Ende etwas näherkommen möchte.

    Mehr
  • Mein neuer Favorit von Zadie Smith.

    Swing Time
    KarinEger

    KarinEger

    24. April 2017 um 03:52

    Zadie Smith schreckt wie immer vor einem Überangebot an Erzählsträngen und Charakteren nicht zurück. Die Geschichte ist mit zahlreichen Nebenfiguren aufgebaut, aber sie macht das geschickt und zeichnet die Persönlichkeiten in lockerem Plauderton aber scharf und immer leicht zynisch. Wer in einem Buch gerne schnell vorwärts kommt, findet hier nicht seinen Stoff. Man muss sich Zeit nehmen und das Verweilen in einer gewissen Zeit und Situation genießen, denn kein einziges Mal wird man um den tiefen Sinn und schließlich den spitzen und klärenden Höhepunkt einer Szene betrogen. Jede Szene hat ihren Platz im Gesamtbild, wenn sich dieses auch sehr lebensnah, sprich eher chaotisch, aufbaut. Diesem Prozess muss man vertrauen und sich dann einfach reinfallen lassen – mit viel Zeit und Neugierde. Die letzten zwanzig bis dreißig Seiten nerven regelrecht in ihrer blanken Ehrlichkeit. Die Wut beider Freundinnen auf das Leben und aufeinander wird gnadenlos auf die Spitze getrieben. Wirklich schön: es wird eine Versöhnung angedeutet, die man doch trotz aller Widrigkeiten so herbeigesehnt hat. Und diese Versöhnung hat mit der Faszination für Musik und Tanz zu tun, mit einer gemeinsamen Leidenschaft, die alle Kleinheit menschlicher Rivalität und alle Feindlichkeit unbedeutend dastehen lässt. 

    Mehr
    • 2
  • Viele Denkanstöße, aber nicht durchweg fesselnd

    Swing Time
    anushka

    anushka

    26. January 2017 um 21:59

    Bereits im Klappentext wird die Protagonistin nur als "the other" bezeichnet. Diese bis zum Schluss namenlose junge Frau erzählt ihre Geschichte, die in einem Problemviertel in London beginnt und sie über die USA bis nach Afrika führen wird. Während der Grundschulzeit lernt die gemischtrassige Erzählerin die ebenfalls gemischtrassige Tracey kennen und beginnt mit ihr gemeinsam den Tanzunterricht. Allerdings ist nur Tracey darin wirklich begabt. Traceys Wahrheiten und Stimmungen bestimmen das Leben der Anderen. Doch mit dem jungen Erwachsenenalter ist plötzlich Schluss mit dieser Freundschaft und nur langsam wird aufgedeckt warum."Swing Time" ist sehr schwer einzuordnen. Es ist kein Buch nur über Freundschaft. Auch stehen Musik und Tanz nicht dauerhaft im Fokus. Unter anderem geht es auch um Identität, Herkunft und Wurzeln, Rasse, das Pop-Business, falsch verstandene Wohltätigkeit, Familie und Verantwortung. Es geht auch um manipulative Menschen und solche, die sich ausnutzen lassen. Das eigentliche, zentrale Thema lässt sich schwer einfangen. Viel zu viele Themen werden dafür angerissen und auch kaum eines abschließend zuende gebracht. Das Ende ist sehr offen für Interpretationen.Stilistisch ist das Buch anspruchsvoll, aber nicht immer packend. Es ist vielschichtig und nicht immer einfach. Einiges an Sozialkritik lässt einen zustimmend nicken, an anderen Stellen hat man als weiße Leserin vielleicht nicht so umfangreiche Vorkenntnisse. Das Buch bietet an diesen Stellen gute Einblicke und Denkanstöße. Auf jeden Fall ist "Swing Time" keine herkömmliche Freundschaftsgeschichte und keine seichte Unterhaltung.Die Protagonistin ist wie ein blanker Spiegel für die anderen Figuren des Romans. Sie selbst vertritt keine eigenen Interessen und begnügt sich damit, Spielball ihrer Umgebung zu sein. Das ist beim Lesen manchmal frustrierend, da diese namenlose Figur genauso wie ihr nicht vorhandener Name ungreifbar bleibt und somit wenig Identifikationsfläche bietet. Vielmehr erlebt der Leser seine Empörung dadurch noch potenziert, dass die Protagonistin sich nie zur Wehr setzt und der ewige "Sidekick" bleibt. So endet das Buch auch für sie profillos und für mich leicht enttäuschend, da sie für mich am Ende letztlich verschwand und förmlich mit dem Hintergrund verschmolz, ohne dass ich das Gefühl hatte, dass daraus etwas Großes entstanden sei. Insgesamt ist das Buch trotzdem aufgrund seiner vielen Anregungen und denkwürdigen Themen empfehlenswert, gerade auch, weil Zadie Smith schon eine der Großen der Gegenwartsliteratur ist,was sie auch hier wieder beweist.

    Mehr
    • 3
  • lesenswert, aber eine Vielfalt an Themen, aus meiner Sicht zu viele

    Swing Time
    Gwendolina

    Gwendolina

    20. January 2017 um 11:36

    Da mir eine Inhaltsangabe hier äußerst schwer fällt, mache ich es mir ausnahmsweise leicht und zitiere den Klappentext: „Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either... Dazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and stubborn roots, about how we are shaped by these things and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.” Swing Music ist mein erstes Buch von Zadie Smith, aber sicher nicht mein letztes. Auch wenn mich der Roman nicht zu 100% überzeugt hat, werde ich mir On Beauty und White Teeth vornehmen. Sprachlich hat mir das Buch sehr gut gefallen, eine sehr homogene, unaufgeregte und angenehme Sprache, die den Lesefluss konstant hält. Auch gut gefallen hat mir, wie die Autorin die Geschichte aufgebaut hat. Der Prolog, ein kurzer Blick in die Zukunft, der kaum etwas verrät, vielmehr erst einmal eine Stimmung transportiert und Fragen aufwirft. Dann geht die Autorin weit zurück in die Kindheit der namenlosen Ich-Erzählerin. Wir erfahren alles nur aus ihrer Perspektive, dies muss man sich immer wieder vor Augen führen und beizeiten hinterlässt dies einen etwas monotonen Eindruck und löst häufig Unverständnis für die Hauptfigur aus, bei mir zumindest. Im Laufe des Buches springt Smith in der Zeit hin und her und schließt am Ende den Kreis. Swing Time regt zum Nachdenken an, der Roman ist nur auf den ersten Blick eine Hommage an das Tanzen und die Musik, in ihm stecken sehr viele sowohl alltägliche als auch weitreichende tiefgründige Themen wie unter anderem Familie, die eigenen Wurzeln, Freundschaft, Diskriminierung, zweifelhafte Entwicklungsprojekte in Afrika, der Ausbruch aus dem eigenen Sozialgefüge, Kultstatus und Popszene und last but not least die Suche nach sich selbst. Wie bereits erwähnt, regt der Roman zur Diskussion an, aber Smith hat so viele Themen verarbeitet, so dass ich mir gewünscht hätte, sie hätte sich auf weniger konzentriert, sich dafür mit diesen aber tiefergehend beschäftigt und etwas weniger plakativ positioniert. In jedem Fall ist Swing Time eine äußerst lesenswerte Lektüre, die mich noch länger beschäftigen wird.

    Mehr
    • 2
  • Leserunde zu "Swing Time" von Zadie Smith

    Swing Time
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Lieber Leser,Das Buch des Monats im November ist Zadie Smiths neuer Roman Swing Time.Am 10. November bekommt Zadie den „Welt“-Literaturpreis für ihr Gesamtwerk in Berlin und wir könnten stolzer nicht sein. In weniger als zwei Wochen startet auch unsere Postkartenkampagne in deutschen Universitäten, also haltet die Augen auf!DAS BUCHDazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and true identity, how they shape us and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either...DIE AUTORINZadie Smith is the author of the novels White Teeth, The Autograph Man, On Beauty and NW, as well as The Embassy of Cambodia and a collection of essays, Changing My Mind. She is a fellow of the Royal Society of Literature and has twice been listed as one of Granta's 20 Best Young British Novelists. She has won the Orange Prize for Fiction, the Whitbread First Novel Award and the Guardian First Book Award among many others, and been shortlisted for the Man Booker Prize and the Baileys Women's Prize for Fiction. Zadie Smith lives in London and New York with her husband and two children. Swing Time is her fifth novel.HIER GEHT'S ZUR LESEPROBEIch verlose 25 Exemplare und gewinnen kann jeder der mir folgende Frage beantwortet:Bei welchem noch unveröffentlichten Buch könnt ihr es kaum erwarten bis es endlich erscheint? Viel Glück und liebe Grüße,Svenja

    Mehr
    • 480
  • Eine preisgekrönte Autorin ist kein Garant für ein tolles Buch...

    Swing Time
    Helles_Leuchten

    Helles_Leuchten

    02. January 2017 um 16:24

    Ich hatte das Glück "Swing Time" von Zadie Smith in einer Leserunde zu gewinnen und mich sehr über ein Buch mit dem Schwerpunkt Musik+Tanz gefreut. So war es zumindest angekündigt. Wer die Bücher von Zadie Smith kennt, mag mich jetzt vielleicht für etwas naiv halten...Leider hat mich das Buch von Beginn an einfach überhaupt nicht tangiert. Das Tanzen spielt lediglich eine untergeordnete Rolle in einer Geschichte, die dahin plätschert, jedoch keinerlei Höhen und Tiefen erkennen lässt und mit Protagonisten aufwartet, die alle so eigen sind, dass es mir schwer fiel, sich auch nur annähend mit ihnen zu identifizieren. Ich habe immer wieder an meinen eigenen Ehrgeiz appellieren müssen, um den Roman zu Ende zu lesen. Wäre es nicht um eine Leserunde gegangen, ich hätte das Buch mit gutem Gewissen schon nach den ersten Kapiteln zur Seite gelegt.Zadie Smith wird "gehypt"... Bin ich also zu einfältig, um die Kunst ihres Schreibens, den Anspruch und die Themen zu verstehen? Mag sein. Für mich war es das erste und vermutlich auch letzte Buch von ihr. Ich will nicht behaupten, dass Zadie Smith keine gute Autorin ist. Sie besitzt tatsächlich die Fähigkeit, Details einzufangen und daraus eine Geschichte zu weben. Allerdings verharrt sie in Details, bei denen es sich oftmals um Belanglosigkeiten handelt, während essentielle Geschehnisse nur am Rande erwähnt werden. Dadurch geht Spannung verloren. Wenn dann auch die Geschichte selbst wenig spektakulär, ja beinahe schon langweilig ist..., nun, dann fällt das Lesen nicht mehr ganz so leicht.Gleichwohl hatte ich das Gefühl, die Autorin ist auf dem Weg, die Welt zu missionieren. Sie baut ihren Roman um zahlreiche Stereotype herum auf bzw. Vorurteile in diesen hinein, thematisiert Rasse, Religion, Geschlecht, soziale Schicht usw.. Sicher hängt das eine mit dem anderen zusammen, dennoch war mir das zu "überladen."Ich denke - nun auch mal ganz stereotypisch - man kann Zadie Smith entweder mögen oder nicht. Ein Dazwischen kann ich mir kaum vorstellen.

    Mehr
  • Ein toller, anspruchsvoller Roman

    Swing Time
    banshee

    banshee

    31. December 2016 um 10:26

    In Swing Time beweist Zadie Smith ihr schriftstellerisches Talent in gewohnter Klasse. Beim Lesen haben mich vor allem die interessanten, komplexen und teilweise ungewöhlichen Charaktere mit all ihren Problemen und Konflikten begeistert. Der Roman liest sich zwar nicht einfach mal so weg und ist schon etwas anspruchsvoller, aber gerade weil er so zum Nachdenken und zum zweiten Lesen einlädt, hat er mir auch gefallen. Die Geschichte lässt einen auf jeden Fall nicht unberührt! Empfehlenswerte Lektüre.

    Mehr
  • Swing Time

    Swing Time
    Lupina15

    Lupina15

    30. December 2016 um 22:01

    Klappentext:Two brown girls dream of being dancers - but only one, Tracey, has talent. The other has ideas: about rhythm and time, about black bodies and black music, what constitutes a tribe, or makes a person truly free. It's a close but complicated childhood friendship that ends abruptly in their early twenties, never to be revisited, but never quite forgotten, either... Dazzlingly energetic and deeply human, Swing Time is a story about friendship and music and stubborn roots, about how we are shaped by these things and how we can survive them. Moving from north-west London to West Africa, it is an exuberant dance to the music of time.Meine Meinung:Ausgehend von dem Klappentext hatte ich völlig andere Erwartungshaltungen an das Buch- es hat mich überrascht, um was es tatsächlich ging. Und das nicht unbedingt negativ.Die Erzählerin im Buch war weder Tracey noch Aimee- sie war ein nichts, und doch greifbar, da wir alles durch ihre Augen erleben.Smiths Erzählstil ist teilweise blumig, teilweise schnörkellos- aber auch oft so verworren, dass man nicht hinter die Zeilen blicken kann,sondern das Gefühl hat, ausgesperrt zu sein.Die Story kann teilweise überzeugen. Der Prolog macht neugierig. Man wird ans Ende geworfen und steht dann doch am Anfang. Ich muss sagen, der Prolog versprach viel... doch der Beginn der Chapters war dann etwas flach.Man fand nie wirklich in die Geschichte. Viele Türen blieben verschlossen.Und dennoch berührt die Story. Sie erzählt von Farbigen, vom ausgeschlossen sein, von Freundschaft, vom Finden und Verlieren, von Familie und Zugehörigkeit, von Neid und schönem Schein, von Liebe und Abneigung, Verständnis und Unverständnis.Die Story lässt niemanden kalt, auch wenn man nicht ganz warm damit wird.Meine Meinung ist daher zwiegespalten. Man kann diesem Roman auf jeden Fall eine Chance geben.

    Mehr
  • Schwarz und Weiß

    Swing Time
    Petris

    Petris

    27. December 2016 um 14:46

    Klappentext und Beschreibung des Buches hatten mich sofort angesprochen, ein Buch, das mich neugierig machte und das ich unbedingt lesen musste. Rein optisch wäre ich wohl nicht darauf gestoßen, aber nachdem ich in erster Linie nach Autoren, Verlagen und Beschreibungen gehe, war das nebensächlich.Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein, fand sie spannend, auch die Zeitsprünge mochte ich. Interessant fand ich, wie sie das Rassenthema neben vielen anderen Themen, wie Tanz, das Privileg der Reichen Gutes zu tun, die Schwierigkeiten von Entwicklungsprojekten in Afrika und einfach die Vielfalt menschlicher Charaktere einfließen lässt. Alles wurde sprachlich wunderschön und schlüssig erzählt. Ich hatte das Gefühl, gut unterhalten zu werden und auch viel Neues zu erfahren, genau das, was ich an einem Buch liebe. Doch dann, gegen Ende, hatte ich irgendwann das Gefühl, dass es etwas zu viele Handlungsstränge und Charaktere waren und bei manchen ein wenig der Faden verloren ging. Für mich brach die Geschichte auseinander und verlor an Intensität. Vielleicht auch, weil ich die Erklärung zu Traceys Verhalten, die ehemals beste Freundin der Protagonistin, bzw. die Hilflosigkeit der Mutter der Protagonistin überhaupt nicht verstehen konnte, für mich passte das nicht zu den Personen, wie sie zuvor geschildert worden waren. Auch nicht der letzte Wunsch der Mutter. Ein für mich enttäuschendes Ende!Dennoch ein Buch, das mir gut gefallen hat und das ich weiterempfehlen kann. Auflösungen sind halt ganz stark Geschmackssache!

    Mehr
  • Nein nein nein

    Swing Time
    meliP85

    meliP85

    25. December 2016 um 12:25

    Ich habe das Buch in einer Lesechallenge lesen dürfen (vielen Dank dafür), auf die ich mich aufgrund der Kurzbeschreibung des Buches beworben habe. Ich dachte es ginge um zwei Mischlingsmädchen (das ging es tatsächlich) und um viel Musik und Tanz. Tja dem war nicht soIch bin irgendwie enttäuscht und musste mich durch das Buch quälen. Die 350 Seiten zwischen dem Anfang, wo man noch nicht genau weiß, was auf einen zu kommt und dem Ende, das meiner Meinung nach die einzigen spannenden 50 Seiten sind, vergingen quälend langsam.Dieses Buch ist meiner Meinung nach kein Tanz- und Musikbuch, ganz hintergründig wird das Tanzen und Singen angedeutet, aber das ist definitiv kein Hauptaugenmerk der Autorin.Es werden meines Erachtens zu viele Themen nur angeschnitten und oberflächlich abgehandelt, sei es das Thema Freundschaft, Erwachsenwerden/Identitätsfindung, Rassismus, Abhängigkeit, Familiendramas...Die Geschichte plätschert ohne Spannungsbogen und ohne Höhen und Tiefen daher und reißt mich nicht wirklich vom Hocker. Mir fehlen liebenswerte Charaktere mit denen ich mitfiebern und vor allem mitsympathisieren kann. Keine der Personen hat mich auch nur ansatzweise überzeugt und sich als strahlend hervorgehoben. Im Gegenteil, alle Charaktere haben mich irgendwann so genervt, dass ich nicht mehr weiterlesen wollte. Erst auf den letzten 50 Seiten erlebte die Protagonistin eine Art "Aha"-Effekt und scheint aufzuwachen. Ein schwacher Trost für die vorherigen Seiten.Die Sprache ist einfach gehalten und am Besten haben mir die Beschreibungen des afrikanischen Dorfes gefallen, die langatmigen Passage und das Anschneiden tausender Themen (ohne in die Tiefe zu gehen) hätte gerne fehlen dürfen.Ich würde einfach sagen, dass ich etwas anderes erwartet habe, nicht in den Lesefluss rein kam und mich die Charaktere überhaupt nicht mitgerissen haben (kein Einziger). Für mich also definitiv keine  2 Sterne wert.

    Mehr
    • 3
  • Around the World with Zadie Smith

    Swing Time
    blaustrumpfine

    blaustrumpfine

    21. December 2016 um 22:28

    Zadie Smith nimmt uns in Swing Time mit auf eine Reise zurück ins London der 80er und 90er Jahre, die Zeit vor E-Mail und mit Videokassetten und von London aus nach Gambia und New York. Sie erzählt die Geschichte einer Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher halbjamaikanischer Mädchen in Nordwestlondon, die jedoch ihre Liebe zum Tanzen eng verbindet. Beide nehmen Tanzstunden und sind fasziniert von Stepptanz- und anderen Musikvideos, von Fred Astaire über Jeni LeGon bis hin zu Michael Jackson. Beide wollen Tänzerinnen werden, aber nur eine hat das Zeug dazu. Die andere wird persönliche Assistentin eines weiblichen Überpopstars, einer weltweiten Berühmtheit, die bald ihr Leben einnimmt und überschattet, bis es beinahe zu verschwinden droht. Diese unterschiedlichen Lebensentwürfe - obwohl es weniger Entwürfe als teilweise zufällige Entwicklungen zu sein scheinen - werden kunstvoll durch verschiedene Orts- und Zeitebenen miteinander verwoben. Aimee, der Megastar, will sich in Gambia wohltätig engagieren, und so reist die Erzählerin mit einem ganzen Tross von Leuten regelmäßig nach Westafrika, um die dortigen Bedingungen kennenzulernen. Dort werden eindrucksvolle lokale Tanztraditionen geschildert und die Situation des armen Landes in wirkungsvollen Kontrast gesetzt zum überreichen Leben eines westlichen Popstars. Auch die sich verändernden Beziehungen der beiden Mädchen zu ihren Müttern und Vätern werden detailliert und facettenreich beschrieben, ebenso wie das damalige Zeitgefühl und die Welt des Musikbusiness.Ein Buch voller Rhythmus, Schwung und Musik - toll geschrieben und sehr lesenswert!

    Mehr
  • Moderne und äußerst kluge Literatur

    Swing Time
    Helentonia

    Helentonia

    16. December 2016 um 20:46

    "Poverty is not just a headline, my love, it's a lived reality, on the ground - and education is at the heart of it." (S.153) Tracey und die namenlose Erzählerin wachsen in derselben Nachbarschaft auf und erkennen bei ihrer ersten Begegnung eine Verbindung, aus der sich bald eine besondere Freundschaft entwickeln wird: beide sind braun und beide lieben das Tanzen. Doch nur Tracey besitzt Talent dafür... In Zadie Smiths Swing Time erleben wir mit der Erzählerin mehrere Etappen ihres Lebens, immer auf der Suche nach Heimat, Identität und Zugehörigkeit. Man erfährt über ihre Freundschaften und ihre Arbeit, ihre Beziehungen und ihre Gedanken. Hochaktuelle Themen wie Rassismus, Vorurteile und Radikalisierung werden angesprochen, die kalte Welt sozialkritisch betrachtet. Inhaltlich bietet das Buch also viel, ohne je einen eindeutigen Fokus zu legen. Toll und klug wird sich in kleinen Erzählungen mit vielen Details den "großen" Themen gewidmet, man erfährt viel und will gleichzeitig immer mehr. Der Inhalt reizt mit seinen verschiedenen Themenfeldern enorm. Auch die Protagonisten faszinieren durch ihre Komplexität. Man erkennt an ihnen mit der Zeit mehr und mehr Facetten, die die Protagonisten mit ihren einzigartigen Lebenseinstellungen ausmachen. Die unterschiedlichen Sichtweisen der Charaktere auf das Leben erweisen sich dabei alle als nachvollziehbar und bewegend zugleich. Die Erzählerin, die namenlos bleibt, bleibt auch von ihren Handlungen her blass. Sehr passiv und mit wenig Eigeninitiative geht sie durch ihr Leben, gelenkt und dominiert von anderen, sehr starken Figuren wie ihrer Mutter, ihrer Arbeitgeberin und ihrer Freundin Tracey. Die Sprache in Swing Time besitzt ihren Reiz. Zadie Smith beeindruckt mit ihrer detailreichen, fantastischen Art der Schilderung. Die Tanzszenen, die für die Protagonistin hohen Wert haben, werden großartig beschrieben. Das Leben der Erzählerin wird nicht-linear erzählt - erst am Ende fügen sich die verschiedenen, verstrickten Zeitebenen zu einem großen Bild zusammen. Dies geschieht mit einer genialen Komposition, die beim Lesen große Freude bereitet. Die Zeitsprünge lassen den Leser lange im Dunkeln tappen, erzeugen Spannung und sorgen für anhaltendes Interesse. Das Buch bietet weiterhin kluge, wunderschöne Sätze und Wahrheiten, die zum Nachdenken anregen und auch nach Lesen des Buches noch hängenbleiben. Ich kann das Buch, das durch seine aktuellen Themen, die detailreiche Sprache und seine komplexe Figuren überzeugt, an alle empfehlen, die ein intelligentes und sozialkritisches Buch suchen und Freude an Komplexität und Verstrickungen haben.

    Mehr
  • Entourage eines Popstars.

    Swing Time
    wandablue

    wandablue

    15. December 2016 um 23:44

    Entourage eines Popstars. In den ärmeren Vierteln Londons wachsen zwei gleichaltrige farbige Mädchen auf, Tracey und die namenlos bleibende Erzählerin. Während sich viele Menschen in ihrer Umgebung resigniert in ihr Schicksal von Bildungsferne, Benachteiligung, Chancenlosigkeit, etc. ergeben, versuchen diese beiden, einen Kampf gegen die scheinbar vorprogrammierte Niederlage zu führen. Das emotionale Band zwischen ihnen, verliert über die Jahre hinweg nichts an seiner Festigkeit. Tracey, die als Kapital die Fähigkeit zum klassischen Tanz mitbringt, wird zuhause verhätschelt, aber auch allein gelassen mit den ernsten Problemen des Lebens, die Erzählerin wird auf rationale Weise gefördert, Bildung ist das nachhaltige Mittel auszubrechen, vermittelt ihre politisch wache Mutter und sorgt für eine Universitätsausbildung. Dennoch wird gerade die Erzählerin eine Sklavin moderner Arbeitsverhältnisse, sie arbeitet als Personal Assistant für einen Popstar und wird psychisch und physisch ausgenutzt. Die Globalisierung der Welt ist von Smith anhand des Popstarlebens als Arbeitgeber der Erzählerin breit aufgefächert, da ist alles drin. Ähnlichkeiten zu Madonnas Leben drängen sich auf! Sämtliche Protagonisten, und von denen gibt es viele, sind facettenreich, gut vorstellbar, realistisch. „Swing Time“ streift fast alle relevanten Problemfelder unserer Zeit: Rassismus, Identitätsfindung, Entwurzelung, Sozialkritik des Kapitalismus, Mentalitätsprobleme, Nachwirkungen des Imperialismus und Kolonialismus, Globalisierung, Religion, Radikalisierung. Alles kommt vor und zeigt die Komplexität der Zusammenhänge. Das ist einer der Vorzüge dieses Romans. Es ist aber auch seine Schwäche, wenn man so will, denn es gibt keinen eindeutigen Fokus, so dass eine vertiefende emotionale Anbindung des Lesers an die Protagonisten ausbleibt. So könnte mancher Leser diesen Roman als einen kühlen Roman empfinden. Ein anderer Vorzug des Buches ist seine geniale Komposition. Es dauert, bis jedes Puzzle an seinem Platz ist und es dauert, bis der Leser die Positionen der Handelnden durchdacht hat, aber dann fängt es einen ein. Zadie Smith spielt mit Klischees und den Vorurteilen, die wir alle in unseren Köpfen spazierentragen. Welche sind davon berechtigt? Welche Sicht ist die richtige? Gibt es überhaupt eine richtige? Alle von Smith ins Rennen geworfenen Figuren haben eine voneinander abweichende Meinung über das Leben und über die Dinge, die passieren, und jede Meinung ist absolut plausibel. Das ist die eigentliche Stärke von Zadie Smith Erzählung, die eine kalte Welt abbildet. „Money makes problems go away.“ Läuft es darauf hinaus? Fazit: „Swing Time“ ist originell in seinem Setting rund um einen Popstar, klug und sozialkritisch insgesamt, die Geschichte stellt dar, was ist, nicht, was sein könnte, nämlich das, wovon man in der Zeitung liest. Lesenswert! Kategorie: gute Unterhaltung Verlag: Penguin, 2016

    Mehr
    • 4
  • weitere