Zana Muhsen

 4.3 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Noch einmal meine Mutter sehen, Verschleppt im Jemen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Zana Muhsen

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Cover des Buches Noch einmal meine Mutter sehen (ISBN:9783453869356)

Noch einmal meine Mutter sehen

 (41)
Erschienen am 01.05.2003
Cover des Buches Verschleppt im Jemen (ISBN:9783453645004)

Verschleppt im Jemen

 (14)
Erschienen am 01.04.2005
Cover des Buches Noch einmal meine Mutter sehen (ISBN:9783732551774)

Noch einmal meine Mutter sehen

 (0)
Erschienen am 12.12.2017
Cover des Buches Verschleppt im Jemen (ISBN:9783732551781)

Verschleppt im Jemen

 (0)
Erschienen am 12.12.2017
Cover des Buches Noch einmal meine Mutter sehen, (ISBN:B001Z3QADM)

Noch einmal meine Mutter sehen,

 (2)
Erschienen am 01.01.1991

Neue Rezensionen zu Zana Muhsen

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Rezension zu "Noch einmal meine Mutter sehen" von Zana Muhsen

Ein Blick hinter den Schleier!
Daniela_Leinwebervor einem Monat

Ich war tief erschüttert vom Schicksal der beiden Mädchen und habe nach dem Lesen im Internet weitergesucht, was es denn Neues gibt. Davon aber später mehr. Das Buch an sich ist fesselnd, wobei es nicht das literarische Talent der Autorin ist, das es zu dem macht, was es ist, sondern einfach die schlimmen Jahre, die die Mädchen im Jemen zu erleben hatten. Auch die Stärke, nicht aufzugeben, obwohl einem eigentlich nur die Hoffnungslosigkeit geboten wird, finde ich berührend und bewundernswert. Zana legte eine ungeheuerliche Kraft an den Tag um für ihre Freiheit, die sie schließlich auch erlangte, zu kämpfen.

 

Als westliche Frau schreit natürlich alles in mir auf, wenn ich lese, wie wenig Rechte und noch mehr wie wenig Wert Frauen in vielen Ländern der Erde sind. Ich finde es toll, was wir hier in den letzten 100, 150 Jahren erreicht haben, was das Thema Emanzipation betrifft, dennoch denke ich, dass es noch viel länger her ist, dass wir so dermaßen unter Wert „verkauft“ wurden. Diese Unantastbarkeit des Vaters ist für mich schwer vorstellbar, doch erlebe ich es auch bei meinem Bezugskind. Der Vater scheint für eine Teenagertochter das Wichtigste im Leben zu sein. Er entscheidet über Ausbildung, über Lebenssituation und über die Zukunft eines Mädchens.

 

Im Internet war dann auf der englischsprachigen Wikipedia-Seite zu lesen, dass ihr die Integration in England nicht leicht viel, sie war doch schon zu einer Frau aus dem Jemen geworden. Ich denke, dass man sich wohl immer den äußerlichen Lebensumständen anpasst, auch wenn man es innerlich gar nicht will. Anfangs wollte Zana sogar zurück in den Jemen - hat sie dann aber nicht getan. Sie schrieb ihr Buch, das zu einem Bestseller wurde und schrieb danach ein weiteres, in dem sie ihren Kampf, auch die Schwester aus dem Jemen zu holen, beschrieb.


Eine Empfehlung gibt es auf jeden Fall, denn das Buch ist fesselnd, die Kraft der Autorin sichtbar und das Schicksal insgesamt ein Gräuel. Hoffentlich wird auch in Ländern wie dem Jemen bald Gleichberechtigung herrschen!

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Rezension zu "Noch einmal meine Mutter sehen" von Zana Muhsen

Bewegende Biografie
Sonne63vor 2 Monaten

Inhalt (Lovelybooks):
Die Schwestern Zana und Nadja werden für ein Brautgeld von 1300 Pfund in den Jemen verkauft. Dort erwartet sie ein trostloses Leben in harter Arbeit und Isolation. Erst nach acht Jahren gelingt es ihrer Mutter, Zana zu befreien, doch deren Sohn sowie Nadja bleiben zurück…

Meinung:
Ein sehr bewegendes Buch. Für uns Westeuropäer nahezu unvorstellbar, welche Erlebnisse die Autorin hatte. Sie erzählt ihre Gesschichte sehr sachlich, beschreibt die Umstände, wie alles so passiereen konnte. Trotzdem kann man sich sehr gut ihre Angst, ihre Emotionen nachvollziehen. Man fühlt mit ihr und ist fassungslos, das so etwas auch heute noch jederzeit passiert.

Fazit:
Ein Schicksal, das unter die Haut geht. Dieses Buch gibt Einblicke in eine Welt, die wir uns nicht vorstellen können oder teilweise auch nicht vorstellen wollen. Und das Schlimme daran: Es handelt sich nicht nur um einen Einzelfall.

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Rezension zu "Noch einmal meine Mutter sehen" von Zana Muhsen

Noch einmal meine Mutter sehen
Gelindevor 3 Jahren

Noch einmal meine Mutter sehen, von Zana Muhsen

Cover:
Es zeigt schon die Unterdrückung und ich finde man kann die Angst in den Augen lesen.

Inhalt:
Die 15jährige Zana und ihre 14jährige Schwester Nadja werden heimlich von ihrem Vater in den Jemen verkauft und dort gegen ihren Willen verheiratet.
Unter dem Vorwand einer Urlaubsreise, in das Heimatland ihres Vaters, werden sie dorthin gelockt.

Doch dann beginnt ein Albtraum:
Unter Zwang und mit Gewalt werden sie zum Vollzug der Ehe und zu schwerer Arbeit in einem abgelegenen jemenitischen Bergdorf ohne elektrischen Strom und fließendes Wasser gefangen gehalten. Unter Menschen deren Sprache sie nicht verstehen.

Meine Meinung:
Einfach unglaublich was die beiden Schwestern da aushalten müssen. Sie sind einer Willkür und unglaublicher Gewalt ausgesetzt, die unvorstellbar ist.
Und das mit 15 bzw. 14 Jahren. Es ist einfach erschütternd, Zustände schlimmer als im Mittelalter, die Hitze, körperliche Arbeit bis an die Belastungsgrenze und darüber hinaus, keine medizinische Versorgung, sexuelle Gewalt!

Die Erzählweise, bzw. der Schreibstil ist mir für diesen Horror, fast zu unspektakulär (aber jeder muss das vermutlich anders verarbeiten), aber zwischen den Zeilen und manchmal auch so, klingt der ganze Albtraum durch.
Teilweise war es für mich verwirrend und schwierig dem Ganzen zu folgen, da es nicht immer chronologisch geschrieben ist.
Außerdem ist es eine ganz andere Welt mit anscheinend eigenen Gesetzmäßigkeiten und Handlungsweisen die ich oft überhaupt nicht nachvollziehen oder verstehen konnte.
Zana handelt oft (wer mag es ihr verdenken) naiv, spontan oder unüberlegt, aber wer weiß, vielleicht war das genau das richtige in dem Moment.
Sie ist zweifellos eine überdurchschnittlich starke Frau.

Autorin:
Zana Muhsen, als Tochter jemenitischer Eltern in England geboren und aufgewachsen, lebt nach achtjähriger Zwangsehe im Jemen, heute mit ihrem britischen Ehemann und drei Kindern in England und arbeitet in der Gemeindefürsorge.

Mein Fazit:
Ein unglaubliches Martyrium, und das in unserer Zeit (1980 und Folgejahre).
Unvorstellbar!
Beim Lesen hab ich mehr als einmal eine Gänsehaut.
Dieses Buch finde ich, kann man nicht mit Sternen werten, da ich es aber trotzdem angeben muss werde ich 5 Sterne anklicken.

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