Touristenfrühstück

von Zaza Burchuladze 
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Touristenfrühstück
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Doppelporträt Berlin - Tbilisi. Und dazwischen ein Mann, hin- und hergerissen zwischen Damals und Heute. Interessant, intelligent, witzig.

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Inhaltsangabe zu "Touristenfrühstück"

Touristenfrühstück erzählt von einem Mann, einer Frau und einem Neugeborenen auf der Suche nach einem Zuhause. , Es ist zugleich die älteste Geschichte und ein Journal unserer Tage. Es ist ein Flaneurroman im schwerelosen Raum zwischen Berlin und Tbilissi, Gegenwart und Erinnerung, Geborgenheit und Fremde.

„Mit Zazas Worten begann ich meinen eigenen Boden zu ertasten, mich zu fragen, ob er denn fester ist als seiner, ob unsere beiden Brücken nicht bloß Hängebrücken wären und nicht aus Beton und Stahl, wie wir dies zuweilen anzunehmen hofften.
Ob die pointierten Passagen über den Berliner Alltag oder die Erinnerungen an eine Welt, die es so nicht mehr gibt, die Tage, Wochen und Jahre durchquerend, sie alle führten zu der unweigerlichen Frage, die er sich selbst zu fragen schien und die ich mich als Leserin ebenfalls zu stellen gezwungen sah: Was bedeutet Identität, der wir uns meist so sicher sind, woraus setzt sie sich zusammen, und aus welchen Erfahrungen, Bildern, Gerüchen, Erinnerungen, Auseinandersetzungen, Verletzungen, aus welchen Worten ist sie gestrickt?“ NINO HARATISCHWILI

»Ich hatte lange Angst, Berlin wird zu gemütlich. Zaza Burchuladze wird das verhindern.« BOV BJERG

»Touristenfrühstück beschreibt, wie Nostalgie in
der heutigen Zeit ihre Bedeutung verlieren kann
und wie dann scheinbar bedeutungslose Dinge
wieder zum Kern der Nostalgie zurückführen.
Die Erinnerungen und gegenwärtigen Eindrücke
schwirren als polyphone Zeilen umher, klanglos,
in der Hoffnung, die einst begrabene Musik zu
wecken.« KHATIA BUNIATISHVILI

»Was soll man über Berlin schon Neues sagen?
Alles wurde schon tausend Mal gesagt. Doch
plötzlich kommt da so ein frecher Georgier daher
und eröffnet einem diese unglaubliche Stadt
noch einmal ganz neu.« MICHAIL SCHISCHKIN

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783351050368
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:Blumenbar
Erscheinungsdatum:17.02.2017

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    Schmiesens avatar
    Schmiesenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Doppelporträt Berlin - Tbilisi. Und dazwischen ein Mann, hin- und hergerissen zwischen Damals und Heute. Interessant, intelligent, witzig.
    Irgendwo zwischen Berlin und Tbilisi

    Inhalt:
    Seit Jahren schon lebt er in Berlin. Dort bekommt er Medikamente gegen seine Hepatitis-C-Erkrankung, hat Frau und Kind, kann seine Bücher ungehindert veröffentlichen. Doch gedanklich trägt es ihn immer wieder zurück in seine alte Heimat Georgien, genauer gesagt in die Hauptstadt Tbilisi. Ein Mann auf der Suche nach einem Zuhause, zerrissen zwischen zwei Welten. Und wer ist dieser mysteriöse "Er"? Wohl niemand Geringeres als der Autor selbst.


    Meine Meinung:
    In kurzen Episoden gewährt uns Zaza Burchuladze Einblicke in seine Gedankenwelt. Er durchwandert Berlin und wird dabei an Tbilisi erinnert. So entsteht eine Verbindung zwischen Damals und Heute, zwischen alter und neuer Heimat, und nicht zuletzt zwischen Ost und West. 


    Zaza beschränkt sich dabei nicht nur auf persönliche Anekdoten. Auch politische und philosophische Ausführungen kommen nicht zu kurz. Manchmal ist es nicht ganz einfach zu folgen. Doch immer wird man entlohnt: Es gibt einiges zu lachen bei diesem Buch.


    Ich habe "Touristenfrühstück" am Tag vor meiner Abreise nach Tbilisi begonnen und im Flugzeug zu Ende gelesen. Und tatsächlich hat es mich ein wenig auf diese chaotische Stadt vorbereitet. Beispielsweise konnten mich die allabendlichen Feuerwerke (zu welchem Zweck?!) nicht überraschen. Das Buch enthält also viel Wahres und Erfahrbares.


    Fazit:
    Ein Gedankenstück zu innerer und äußerer Emmigration, eine Verbindungslinie zwischen Deutschland und Georgien, ein sprachlich anspruchsvoller und gleichzeitig erheiternder Roman von einem der in Georgien umstrittensten Autoren der Gegenwart. 5 von 5 Sternchen und eine Leseempfehlung, insbesondere da Georgien 2018 Gastland bei der Frankfurter Buchmesse sein wird.

    Kommentare: 3
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    beates avatar
    beatevor 4 Monaten
    Ronnes avatar
    Ronnevor 2 Jahren

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