Interessant aber etwas zu kompliziert geschrieben!
Zecharia Sitchin
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Zecharia Sitchin
Der zwölfte Planet
Der kosmische Code
Auf den Spuren der Anunnaki
Das verschollene Buch Enki
Versunkene Reiche
Auf den Spuren alter Mythen
Die Kriege der Menschen und Götter
Als es auf der Erde Riesen gab...
Neue Rezensionen zu Zecharia Sitchin
Zecharia Sitchin ist einer der führenden Köpfe der so genannten Prä-Astronautik, die behauptet, dass intelligente Außerirdische uns vor langer Zeit besucht und mit Technologie beglückt haben. Man kann das weder beweisen noch widerlegen, auch wenn nach unserem heutigen, sicher sehr begrenzten Wissen ein solcher Besuch nicht wahrscheinlich ist. Behauptungen dieser Art haben es schwer, denn so lange kein wirklicher Beweis für sie vorliegt, kann man sie entweder glauben oder es lassen.
Sitchin begründet seine Theorie allein durch Funde, die, nach wissenschaftlichen Methoden analysiert, ein bestimmtes Alter aufweisen, aber nicht in die Welt (oder was wir dafür halten) jener Zeit passen. Daneben stellt er noch einige Behauptungen auf, die man sofort beweisen oder widerlegen könnte, wenn man es darauf ankommen lassen würde. Mir ist die Kompetenz dazu allerdings nicht gegegeben.
Eine solche Behauptung fasst er unter der Überschrift "Der große Pyramiden-Schwindel" zusammen. Dort kommt er zu der Annahme, dass die Große Pyramide von Gizeh, für deren Erbauer man heute den Pharao Cheops (Khufu) hält, keineswegs so entstanden ist. Vielmehr, so jedenfalls Sitchin, hätten dies die Anunnaki von Nibiru viel früher getan. Nibiru bewegt sich als angeblich unbekannter zwölfter Planet unseres Sonnensystems in einer riesigen elliptischen Bahn um unsere Sonne. Die Anunnaki waren es auch einst, die uns durch genetische Manipulationen erschaffen hätten, behauptet jedenfalls Sitchin in früheren Werken.
Nun könnte man das Alter der Cheops-Pyramide durchaus feststellen. Auch Sitchins Behauptung, dass eine Inschrift innerhalb dieses Bauwerkes im 19. Jahrhundert dort hinein gefälscht wurde, wäre überprüfbar. Doch niemand macht sich diese Mühe, klagt Sitchin. Als der Verfasser mit einem Bekannten selbst zur Tat schreiten wollte, wurde er angeblich schwer am Kopf getroffen und musste Ägypten nach eigener Auffassung sofort verlassen. Auch seinem Begleiter gelang es nicht, eine Farbprobe der fraglichen Inschrift zu nehmen.
In weiteren Abschnitten dieses Buches geht es in ähnlicher Weise um die Auslegung anderer Artefakte für Sitchins Theorie. Dabei muss auch Ötzi als Indiz für Sitchins Theorie herhalten. Warum, so fragt der Autor, befinden sich auch heute noch einige Völker im Grunde in der Steinzeit, während andere es bis auf den Mond geschafft haben. Oder anders: Wieso war Ötzi so rückständig, wenn zur selben Zeit einige tausend Kilometer südlich eine Hochkultur herrschte, über die wir heute noch staunen? Das kann nur an äußerer Einmischung liegen, meint der Autor.
Doch das ist viel weniger verwunderlich als Sitchin denkt. Auch nachdem die Außerirdischen angeblich die Erde verlassen hatten, führten verschiedene historische Prozesse im damals rückständigen Europa zu ganz unterschiedlich erfolgreichen Kulturen. Mit äußerer Einmischung hat das wohl weniger zu tun.
Sitchin legt auch in diesem Buch, das nicht viel Neues enthält und mehr oder weniger eine Zusammenfassung der Erlebnisse seiner organisierten Gruppenreisen darstellt, einige Fakten vor, die rätselhaft sind, wie zum Beispiel die riesigen nur aus der Luft zu erkennenden Bilder auf den Hochebenen von Peru oder ein sehr altes technisches Wunderwerk zur Beschreibung astronomischer Vorgänge. Wir wissen nicht, wie diese nicht in ihre Zeit passenden Dinge entstanden sind. Deshalb ist es legitim, verschiedene Hypothesen aufzustellen. Welche von ihnen am Ende der Wahrheit nahe kommt, wird sich jedoch erst noch zeigen müssen.
Fazit.
Dieses Buch ist weniger unterhaltsam als seine Vorgänger, weil es im Grunde nicht viel Neues enthält, aber Sitchins These stützen soll, über deren Sinn oder Unsinn ich nicht richten möchte. Die Gedanken sind frei, auch wenn einige der hier geäußerten doch recht abenteuerlich sind.
Neben Erich von Däniken ist der Autor die zweite Lichtgestalt der so genannten Prä-Astronautik. In seinem Buch "Der zwölfte Planet" (1976) stellt Sitchin die These auf, dass es einen bisher unbekannten Planeten in unserem Sonnensystem gibt, der auf einer sehr weiten elliptischen Umlaufbahn um die Sonne kreist und nur im Abstand von einigen tausend Jahren der Sonne näher kommt. Von diesem Planeten (Nibiru) kamen die Anunnaki vor 432000 Jahren auf die Erde um die Menschen zu versklaven und Gold abbauen zu lassen, das sie brauchten, um die Umweltprobleme auf ihrem Planeten zu lösen.
Ich möchte mich an der schon lange anhaltenden Diskussion über diese und andere Thesen Sitchins nicht weiter beteiligen, wenngleich ich nicht verhehlen will, dass sie mir aus vielerlei physikalischen und biologischen Gründen als doch etwas weit hergeholt erscheinen. Wer sich für Gegenargumente interessiert, kann unter [...] genügend davon finden.
Im vorliegenden Buch berichtet Sitchin über seine Reisen zu verschiedenen Ausgrabungsstellen und historischen Plätzen. Immer besteht sein Ziel darin, Beweise für den Besuch von Außerirdischen auf der Erde zu finden. Im Wesentlichen sind das erstens direkte Hinweise, die er auf alten Zeichnungen und Darstellungen gefunden haben will. Dort sieht man seiner Meinung nach Ausrüstungen von Astronauten oder deren Flugobjekte. Zweitens meint er eine Reihe von Hinweisen gefunden zu haben, die auf kulturelle Gemeinsamkeiten von Völkern des Mittelmeerraumes und Zentralamerikas hindeuten, die schon bestanden haben sollen, als eine Verbindung zwischen diesen Völkern nach der gängigen Lehre nicht möglich war. Das interpretiert Sitchin als indirekte Beweise, weil sie auf eine Reisetätigkeit hindeuten, die damals nur mit Hilfe von Außerirdischen gelingen konnte.
Natürlich kann der gewöhnliche Leser nicht überprüfen, ob Sitchin nun Recht hat oder nicht. Ich verstehe zwar die Aufregung der Sitchin-Gegner, möchte mich ihr aber nicht anschließen. Man kann Sitchins Bücher doch einfach als eine Art Science-Fiction-Literatur auffassen. Dann lesen sie sich wirklich gut und man kann sich in eine Was-wäre-wenn-Welt hineinträumen.
Fazit.
Wer Sitchins Thesen für wahr hält, wird von diesem Buch begeistert sein. Wer nicht unbedingt glaubt, was der Meister behauptet, muss es ja nicht kaufen. Es bietet auf jeden Fall genug Stoff zum Phantasieren oder Träumen. Gut geschrieben ist es allemal. In diesem Sinne die vier Sterne.
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