Zelda Fitzgerald

 3.8 Sterne bei 39 Bewertungen
Autorin von Himbeeren mit Sahne im Ritz, Ein Walzer für mich und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Zelda Fitzgerald

Die US-amerikanische Schriftstellerin Zelda Fitzgerald wurde am 24.07.1900 in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama als Zelda Sayre geboren. 1920 heiratete sie den Schriftsteller F. Scott Fitzgerald und lebte von da an gemeinsam mit ihm nach New York. 1921 kam die gemeinsame Tochter Scottie zur Welt, mit der das Ehepaar in den folgenden Jahren viele Reisen unternahm, die sie u.a. nach Frankreich, Italien und in die Schweiz führten. Während ihrer Zeit in Paris nahm Zelda Fitzgerald Ballettunterricht bei einer Tänzerin des Djagilew-Balletts. 1930 erlitt sie einen ersten Nervenzusammenbruch, infolgedessen sie in eine Nervenheilanstalt eingewiesen wurde. 1948, acht Jahre nach dem Tod ihres Mannes, starb sie bei einem Brand im Highland Mental Hospital in Asheville im US-Bundesstaat North Carolina.

Alle Bücher von Zelda Fitzgerald

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Zelda FitzgeraldHimbeeren mit Sahne im Ritz
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Himbeeren mit Sahne im Ritz
Himbeeren mit Sahne im Ritz
 (28)
Erschienen am 11.02.2019
Zelda FitzgeraldEin Walzer für mich
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Ein Walzer für mich
Ein Walzer für mich
 (11)
Erschienen am 24.10.2011
Zelda FitzgeraldScandalabra
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Scandalabra
Scandalabra
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Erschienen am 01.06.1980
Zelda FitzgeraldThe Collected Writings
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The Collected Writings
The Collected Writings
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Erschienen am 01.07.1991
Zelda FitzgeraldZelda an Illustrated Life
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Zelda an Illustrated Life
Zelda an Illustrated Life
 (0)
Erschienen am 01.04.1996
Zelda FitzgeraldPizcas de paraiso / Bits of paradise
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Pizcas de paraiso / Bits of paradise
Pizcas de paraiso / Bits of paradise
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Erschienen am 30.06.2007
Zelda FitzgeraldDarf ich um den Walzer bitten
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Darf ich um den Walzer bitten
Darf ich um den Walzer bitten
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Erschienen am 01.07.1974
Zelda FitzgeraldDarf ich um den Walzer bitten
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Darf ich um den Walzer bitten
Darf ich um den Walzer bitten
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Erschienen am 01.12.1984

Neue Rezensionen zu Zelda Fitzgerald

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Sidnys avatar

Rezension zu "Himbeeren mit Sahne im Ritz" von Zelda Fitzgerald

Einblick in eine längst vergangene Ära
Sidnyvor 10 Monaten

In diesem Kurzgeschichtenband gibt es elf Episoden, in denen verschiedenste Frauen im Mittelpunkt stehen. Mal ist es eine Revuetänzerin, mal eine Leinwandkönigin oder eine Ballerina, und trotz ihres unterschiedlichen Hintergrundes und Lebenslaufs sind es in der Regel typische "Flapper". Also Frauen, die sich nicht um überholte Konventionen scheren, die unabhängig und selbstbestimmt durchs Leben gehen, aber trotzdem auf der Suche nach der großen Liebe sind.

 

Die 20er Jahre sind meine absolute Lieblingsdekade des 20. Jahrhunderts, denn sind wir mal ehrlich, die erste Hälfte war, von diesen zehn Jahren einmal abgesehen, keine Epoche in der man gerne gelebt hätte. Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Zweiter Weltkrieg - alles in allem eine traurige Bilanz für ein halbes Jahrhundert. Nur in den 20ern hatten die Menschen die Gelegenheit, das Leben in vollen Zügen zu genießen, und unter dem Eindruck des gerade beendeten Krieges haben sie das auch getan, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten.

Aus diesem Grund lese ich gerne Romane, die in dieser Zeit angesiedelt sind, aber in der Regel sind das dann natürlich historische Romane. In diesem Fall ist die Autorin aber Zelda Fitzgerald, die berüchtigte Ehefrau des Schriftstellers F. Scott Fitzgerald, und die Ikone (heutzutage würde man wahrscheinlich sagen: das "It-Girl") ihrer Ära. Das macht diese Anthologie zu etwas besonderem, denn sie ist ein Zeitzeugnis, geschrieben von einer Schriftstellerin, an der sich eine ganze amerikanische Frauengeneration gemessen hat.

 

Die Geschichten selbst sind sehr unterschiedlich, die Protagonistinnen kommen mal aus einfachsten Verhältnissen, mal sind sie reiche Erbinnen oder auch Ehefrauen. Aus heutiger Sicht wirkt das Lebensgefühl der 20er oft sehr oberflächlich und ichbezogen, denn es ging ja hauptsächlich darum, sich zu amüsieren und das Leben zu genießen, und sich selbst - vor allem als Frau - richtig in Szene zu setzen, um ein möglichst geheimnisvolles und anrüchiges Image zu kreieren. Zelda Fitzgerald lüftet den Schleier für den Leser und lässt ihn in diesen ganz und gar nicht oberflächlichen Geschichten hinter die perfekt inszenierten Fassaden blicken.

 

Besonders gut hat mir ihr Stil gefallen, am Anfang ungewohnt, doch Geschichte für Geschichte vertrauter und ansprechender. Obwohl in Kurzgeschichten eigentlich wenig Platz dafür ist, werden Schauplätze und ihre Atmosphäre auf sehr besondere und plastische Art zum Leben erweckt. Manche Geschichten haben einen traurigen oder melancholischen Hintergrund ("Miss Ella" oder "Zwei Verrückte"), aber es gibt auch heitere, die mit feiner Ironie zeigen, dass Zelda Fitzgerald ihre Generation selbst nicht immer völlig ernst nahm ("Unsere Leinwandkönigin" oder "Ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen").

 

Dass in allen Geschichten ausschließlich die weibliche Sicht auf die Welt zum Tragen kommt, macht das Buch in meinen Augen außergewöhnlich, denn die meisten zeitgenössischen Werke wurden ja immer noch von Männern geschrieben. In Zelda Fitzgeralds Geschichten sind die männlichen Figuren bestenfalls Staffage, was bei einer Autorin, die bezüglich ihres Schaffens zeitlebens im Schatten ihres berühmten Ehemannes stand, nicht weiter verwundert.

"Himbeeren mit Sahne im Ritz" ist ein literarisches Denkmal für die erste Generation von Frauen, die das althergebrachte Rollenbild in Frage stellten und bewiesen haben, dass Frauen nicht zwangsläufig ihre Erfüllung als Ehefrau und Mutter finden, sondern genauso wie die Männer nach den Sternen greifen dürfen.

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Bris avatar

Rezension zu "Himbeeren mit Sahne im Ritz" von Zelda Fitzgerald

Das fehlende Sahnehäubchen
Brivor 2 Jahren

Zelda Fitzgerald erging es lange wie vielen Frauen vor ihr: Zunächst als schmückendes Beiwerk des großen F. Scott Fitzgerald, dann als dessen Klotz am Bein und Auslöser seiner Trunksucht und bis hin zur "Kreativitätsbremse" betrachtet, billigte man ihr kaum eigene ernstzunehmende Kreativität zu. Sicher, eine schillernde Persönlichkeit. Anmut und Charme wurden ihr bescheinigt. Mit Kunst erfolgreich zu sein eher nicht. Und das obwohl sie das war, was man damals,einen Flapper nannte. Und genau diese Diskrepanz scheint sie - zu ihrer eigenen seelisch meist nicht ausgeglichenen Lage - so sehr beschäftigt zu haben, dass sie es in diversen Kurzgeschichten verarbeiten musste.

Kurzgeschichten, deren Hauptfiguren - zumindest was die in dem wunderschön gestalteten Band Himbeeren mit Sahne im Ritz angeht - immer Frauen sind, die neben dem Hang sich zu nehmen, was sie möchten, auch unter einem enormen Druck stehen. Unter dem Druck, den Frauen seit Jahrhunderten kennen: Perfektionismus, dem Drang zu gefallen und dem Wunsch dabei als intellektuelles Wesen wahrgenommen zu werden. Ganz ehrlich: Welche Frau erkennt diese Muster, zumindest nicht ab und an, auch bei sich selbst?

Da wegen des aufwändigen Lebensstils der Fitzgeralds - wie gewonnen, so zerronnen - ein kontinuierlicher Geldfluss vonnöten war, Zeldas Geschichten aber, weil sie von Zelda und nicht von Scott stammten, keine größeren Beträge erzielt hätten, erschienen sie teilweise unter dem Namen des Meisters der Roaring Twenties. Weshalb nicht auffiel, dass die Geschichten nicht von ihm stammten, ist mir ein kleines Rätsel. Denn auch wenn beider Erzählungen viel Menschliches zum Inhalt haben, so ist sprachlich und konzeptionell doch ein Unterschied zu vermerken. Während bei Scotts Kurzgeschichten (ich gebe zu, ich bin eine glühende Verehrerin) alles leicht und trotzdem mit Tiefe hingeworfen, die Konzeption perfekt durchdacht scheint, weisen Zeldas Geschichten Schwächen auf. Sicher, sie war keine solch professionelle Autorin, wie ihr Mann. Sie war interessiert an vielen Dingen und meist wird Scott für ihren kürzeren Atem an gewissen Projekten festzuhalten die Schuld gegeben. Aber eben das gehört zu einer Meisterschaft dazu: das Durchhalten, das immer von Neuem Anfangen und Weitermachen. Im besten Fall mit einer positiven Weiterentwicklung.

Himbeeren mit Sahne im Ritz versammelt elf Erzählungen Zelda Fitzgeralds, die durchaus ihre funkelnden Momente besitzen. Es finden sich großartige Sätze darin

„Sie gönnte sich Masseure, die sie jeden Morgen behandelten, zu viele Sidecars vor dem Mittagessen und Unterwäsche, in der man tot aufgefunden werden wollte.“

und doch stellt sich keine wirkliche Verbindung zwischen Text und LeserIn ein. Zumindest erging es mir an manchen Stellen so. Vielleicht liegt das nicht so sehr an der handwerklichen Fähigkeit der Zelda Fitzgerald, der man durchaus Talent attestieren kann, sondern an der Umsetzung der eigenen Wünsche und Träume, die eben nicht ohne das auskommt, was sie gleichzeitig als erdrückend empfindet: Männer und deren Einfluss. Letztendlich gelingt es keiner ihrer Protagonistinnen, die sehr wohl talentiert, jung und gut aussehend sind, ihr Glück ohne einen Mann und dessen Erfolg, respektive Geld, zu finden. Tragische Heldinnen sind es, fast wie bei Scott, dessen Helden ja auch meist tragisch sind. Doch hier ist es wie im Leben: Tragische Helden vermögen es manchmal sogar im Untergang zu erstrahlen, während ihre weiblichen Pendants sich ihrer Pflicht bewusst sind und sich fügen.

Hervorzuheben sind - neben der sehr schönen Gestaltung des Bandes - die wunderbare Übertragung in die deutsche Sprache, für die Eva Bonné verantwortlich zeichnet und das kluge und einfühlsame Nachwort von Felicitas von Lovenberg.

Zelda selbst wollte oder / und konnte sich nicht fügen. Immer auf der Suche nach etwas, das sie selbst ausmachte, verlor sie sich letztendlich. Und ich frage mich, ob ihre Texte mich so kalt lassen, weil sie eben Zelda Fitzgerald war. Ganz genau werde ich das nie sagen können - und so bleibt bezüglich meines Leseeindrucks ein unentschiedenes Gefühl: Für mich waren es Himbeeren, aber ohne Sahnehäubchen und das schon gar nicht im Ritz.

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F

Rezension zu "Himbeeren mit Sahne im Ritz" von Zelda Fitzgerald

Wunderschönes Buch mit sehr viel Eleganz.
FairytaleLivresvor 2 Jahren

Das Cover passt natürlich perfekt in das Zeitalter in der die Geschichten spielt. Ich finde es ist passend, aber nicht großartig auffällig. Trotzdem sehr schön.

Bei dem Buch handelt es sich um eine Ansammlung von Kurzgeschichten. Insgesamt elf Stück lassen uns in einer Welt voller Glamour und Glitzer eintauchen. Bei den Protagonisten handelt es sich meistens um junge Frauen, die ihre Träume verwirklichen wollen. Nach außen hin elegante, starke Damen, die im inneren doch nicht mehr so stark sind wie sie wirken und für ihre Träume alles geben würden.

Die ganze Atmosphäre gefällt mir unglaublich gut. Es fühlt sich an, als wäre man selbst dabei. Man atmet beim Lesen einen Hauch der Flapper-Ära ein und wird vollkommen in sie gefangen. Alles wirkt einfach unglaublich authentisch.

Der Schreibstil von Zelda gefällt mir wirklich gut. Sehr elegant und schön. Man fühlt die Energie, die in den einzelnen Geschichten steckt. Alles wird sehr Detailreich beschrieben. Durch diese Art zu schreiben, kann man sich besonders gut in die Protagonisten einfühlen. Man fiebert und fühlt mit den Damen. Bekommt all ihr Emotionen genau mit. Es scheint als wäre man selbst dabei und ein Teil ihrer Welt.

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Zelda Fitzgerald wurde am 23. Juli 1900 in Montgomery, Alabama (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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