Zelda la Grange Good Morning, Mr. Mandela

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Inhaltsangabe zu „Good Morning, Mr. Mandela“ von Zelda la Grange

Zelda La Grange war fast zwanzig Jahre lang die persönliche Assistentin von Nelson Mandela. Eine junge weiße Frau, geprägt von der rassistischen Politik des südafrikanischen Apartheidregimes. Die zunächst als Sekretärin für Mandela arbeitete und schließlich zu einer der engsten Vertrauten jenes Mannes wurde, der ihr jahrzehntelang als Feindbild gegolten hatte. Aus der Schreibkraft wurde eine Frau, die mit Nelson Mandela um die Welt reiste, bei Treffen mit Bill Clinton, Johannes Paul II, Yassar Arafat, Morgan Freeman und Gaddafi dabei war und die ihn bis zu seinem Tod begleitete. Und die wie keine andere den wahren Nelson Mandela kennenlernte. Jene Persönlichkeit, die niemanden unbeeindruckt ließ und zugleich überraschend humorvoll war. Ein ganz persönlicher Blick auf einen der außergewöhnlichsten Menschen unserer Zeit.

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  • Berührende Hommage, allerdings mit einigen Schwächen

    Good Morning, Mr. Mandela
    BlueSunset

    BlueSunset

    10. December 2015 um 14:20

    Meine Meinung „Good Morning, Mr. Mandela“ ist keine Biografie des ehemaligen Präsidenten, sondern die seiner Assistentin Zelda La Grange. Eindrücklich und offen erzählt sie über ihre Kindheit als weißes Mädchen in einem von der Apartheid bestimmten Südafrika. Sie berichtet, wie ihre Vorurteile sie zunächst in ihrer Arbeit eingeschränkt haben, als sie anfing als Schreibkraft für Nelson Mandela zu arbeiten. Doch dieser hat einen Zugang zu ihr gefunden und seit dem nachhaltig ihr Leben verändert und beeinflusst. Mit Humor und Respekt erzählt sie von der Zeit, die sie mit Nelson Mandela verbracht hat. Sie schmückt ihre Berichte mit Anekdoten über sich, als auch den ehemaligen Präsidenten aus. Ebenso zeigt sie aber auch den Mann, der Freiheit und eine bessere Welt für alle anstrebte. Liebevoll beschreibt sie seine Reden, Gesten und Gedanken, zeigt aber auch, dass Nelson Mandela ein strenger Mann mit vielen Prinzipien war. Sie zeigt einen menschlichen und nicht unfehlbaren Mann, der viel Verantwortung und Macht hatte. Die vielen Details, mit denen Zelda La Grange ihr Leben beschreibt, ist Fluch und Segen des Buches. Einerseits ist es spannend, mehr über das Leben des Nelson Mandela zu erfahren, egal wie klein und unwichtig die Details wirken, doch ab der Hälfte des Buches wiederholen sich einige Passagen. Zwar erzählt sie nie von gleichen Ereignissen, doch einige Anekdoten sind dem Leser bekannt und müssten nicht immer wiederholt werden (wie zum Beispiel Nelson Mandelas Unkenntnis von bekannten Sängern und Schauspielern). Auch die vielen Reisen verschwimmen zu einer reinen Aufzählung. Oftmals fragte ich mich, warum Zelda La Grange diesen oder jenen Abstecher in die eine oder andere Stadt eingebracht hat, da dort nichts Wichtiges passierte. Deshalb fiel es mir in zweiten Hälfte des Buches zunehmend schwerer, Interesse für den Fortgang der Geschichte aufzubringen. Dies ist schade, da die zweite Hälfte die letzten Jahre Nelson Mandelas enthält, die traurig und berührend sind und für sich selbst stehen sollten. Durch die scheinbaren Wiederholungen nimmt die Autorin ihrer Biografie eine gewisse Tiefe. Was mir beim Lesen allerdings die größten Schwierigkeiten machte, war, dass die Autorin immer wieder Zeitsprünge macht, die nicht immer als solche erkennbar sind. Natürlich ist es beizeiten sinnvoll, eine Geschichte zu Ende zu erzählen, obwohl die Biographie noch nicht soweit in der Zeit ist, doch ich hätte mir für das Verständnis gewünscht, dass solche Passagen, bzw. die Rückkehr zur eigentlichen Zeitlinie deutlicher als solche erkennbar wären. Sprache Mir sind einige Formulierungen im Buch etwas seltsam vorgekommen, wobei ich nicht direkt sagen kann, ob es an der Übersetzung oder am Original liegt. Dies fällt zwar auf, stört beim Lesen aber nicht weiter. Fazit 3 Sterne Trotz des interessanten Themas und der eindrücklich beschrieben Wandlung von La Granges Weltsicht und ihrer Beziehung zu Nelson Mandela, bleibt das Buch eher mittelmäßig. Berührend stellt sie Nelson Mandela als Mensch dar, der nicht fehlerfrei war, aber an seine Ziele geglaubt hat. Leider durchziehen das Buch zu viele nebensächliche Dinge, von denen mir nicht immer klar war, weshalb die Autorin dies erzählen wollte. Ich bin der Meinung, dass das Thema und Zelda La Granges Geschichte spannender und interessanter zu lesen wären, hätte sie auf die vielen ähnlichen Situationen, die nicht zwingend für das Verständnis relevant waren, verzichtet. Dieses Buch ist trotzdem einen Blick wert, da man in diesem Buch einen etwas anderen Blickwinkel auf die beindruckende Person, die Nelson Mandela war bekommt. Nach dieser Biografie bin ich nun sehr gespannt auf Nelson Mandelas eigene Werke. (Besucht mich auch gerne auf meinem Buchblog TinyHedgehog)

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  • Rezension: "Good Morning, Mr. Mandela" (Z. la Grange)

    Good Morning, Mr. Mandela
    Anchesenamun

    Anchesenamun

    24. October 2015 um 13:38

    4,5 von 5 Sternen Zum Inhalt: Als weiße Afrikaanerin wächst Zelda la Grange unter dem Apartheid-Regime in Südafrika auf. Für sie ist es selbstverständlich, dass Weiße und Schwarze unterschiedliche Stellenwerte in der Gesellschaft haben. Der inhaftierte und später freigelassene Nelson Mandela gilt in ihrer Familie als Terrorist. Doch dann wird Mandela zum ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas gewählt, und Zelda, die mittlerweile als Sekretärin für die Regierung arbeitet, kommt mit diesem faszinierenden Mann erstmals in Berührung. Anfänglich noch voller Scheu und Scham, lernt sie ihren Präsidenten zu schätzen und zu lieben. Allmählich wird sie zu einer seiner engsten Vertrauten und weicht fortan als persönliche Assistentin bis zu Mandelas Tod 2013 nicht mehr von seiner Seite. Meine Meinung: In ihrer Autobiographie erzählt Zelda la Grange nicht nur ihre Geschichte, sondern auch die des berühmten und auf aller Welt verehrten Nelson Mandela, dessen Präsenz ihr eigenes Leben so stark geprägt hat. Liebevoll nennt sie ihn Madiba (sein Clanname), Khulu ("Großvater") oder Tata ("Vater"), wie es auch Millionen andere Afrikaner tun. La Grange ist noch sehr jung, als sie den Präsidenten kennenlernt, und der Großteil ihres Lebens wird von ihrer Arbeit für ihn bestimmt. Ihr Lebenssinn ist es, für ihn da zu sein, sie ist fast ständig auf Reisen und stellt die Belange des Präsidenten über ihre eigene. Mr. Mandela fordert Zeldas Dienste Tag und Nacht, doch für die Autorin ist dies in Ordnung, denn ihre Liebe für diesen Mann ist wirklich grenzenlos und wird mit jedem Wort deutlich, das sie niedergeschrieben hat. >>> Ganz egal, wie schwierig die Dinge auch wurden, unter wie viel Druck wir standen oder wie müde ich war, der Anblick seines Gesichts und seines Lächelns, die den Raum zum Strahlen brachten, war ein Höhepunkt an jedem Tag meines Lebens. Später konnte ich nicht anders, sondern lächelte einfach, wann immer ich ihn erblickte. Wenn man eng mit jemandem zusammenarbeitet, beginnt man zwangsläufig, die Gefühle und Stimmungen des anderen zu deuten. Doch selbst während der schwierigsten Zeiten war das Lächeln nie weit von meinem Gesicht, manchmal auf mein Herz beschränkt. <<< (S. 133) Im Mittelpunkt dieses Buches steht ganz klar Nelson Mandela, eine der größten Persönlichkeiten unserer Zeit, die auch noch nach ihrem Tod von vielen Menschen - nicht nur Afrikanern - verehrt wird. Die Autorin nimmt sich selbst zurück, wie sie es auch zu Lebzeiten Mandelas getan hat. Da ich vorher kaum etwas über Nelson Mandela als Politiker und Privatmensch wusste, waren la Granges Erzählungen für mich sehr interessant, und ich habe viel über Südafrika gelernt, wenngleich "Good Morning, Mr. Mandela" kein Geschichtsbuch ist und man sich viele Hintergrundinformationen zu Geschichte und Politik dieses Landes anderweitig anlesen sollte. Das Buch ist in vier Zeitabschnitte eingeteilt: 1970-1994 (Zeldas Kindheit und beruflicher Werdegang), 1994-1999 (Präsidentschaft Mandelas), 1999-2008 (persönliche Assistenz von Ex-Präsident Mandela) und 2009-2013 (Krankheit und Tod Mandelas). Dennoch fehlte mir ein roter Faden, denn innerhalb dieser Kapitel waren la Granges Erzählungen doch ziemlich ungeordnet und sprangen hin und her. Mir kam es eher vor wie eine sehr lange Aneinanderreihung von kurzen Anekdoten. Sie beginnt z. B. von einer Reise zu erzählen, macht dann aber plötzlich mit einer anderen Reise wieder weiter, die ihr in diesem Zusammenhang einfällt. Die Zeitsprünge innerhalb der Kapiteleinteilungen waren deshalb für mich etwas unübersichtlich. Ich glaube ehrlich gesagt, mit etwas mehr Struktur hätte man das fast 500 Seiten starke Buch etwas straffen können, ohne dass etwas gefehlt hätte. Neben Mandelas politischer Tätigkeit werden auch viele Anekdoten von Reisen und Treffen mit Prominenten erzählt. Auch die Fehler Nelson Mandelas werden nicht verschwiegen. Er war stur, vereinnahmte Zelda ohne Rücksicht auf ihr Privatleben und hatte verschiedene Ticks (z. B. weigerte er sich, Zeitungen zu lesen, die schon einmal aufgeschlagen waren). Dennoch bestätigt die Autorin das positive Bild, das die Welt von Mandela hat, und es bleibt als Leser nichts Anderes übrig, als ihren Respekt und ihre Liebe zu diesem faszinierenden Menschen zu teilen. "Good Morning, Mr. Mandela" ist eine liebe- und respektvolle Hommage an Nelson Mandela von einer Frau, die den Großteil ihres Lebens in dessen Diensten stand und sein Vermächtnis auch weiterhin fortbestehen lassen möchte. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, egal, ob er bereits ein Anhänger Mandelas ist oder noch nicht viel über ihn weiß.

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  • Ein tiefer Einblick in das Leben dieser einzigartigen Frau an der Seite dieses herausragenden Mannes

    Good Morning, Mr. Mandela
    Franzis2110

    Franzis2110

    20. June 2015 um 22:04

    Zelda la Grange war die persönliche Assistentin von Nelson Mandela. Und das fast 20 Jahre lang. Sie ist als junge, weiße Frau geprägt durch die rassistische Politik des südafrikanischen Apartheidregimes aufgewachsen. Zunächst startet sie als Sekretärin für Mandela bis sie schließlich zu seiner engsten Vertrauten wird. Der engsten Vertrauten jenes Mannes, der ihr jahrzehntelang als Feindbild gegolten hat. „Wir werden ihn in jedem Sonnenuntergang und jedem Sonnenaufgang sehen. Wir müssen weiter nach ihm Ausschau halten. Wenn wir seine Lektionen im Gedächtnis behalten, wird er auf uns achten. […] Was auch immer jetzt kommen mag, ich weiß, wir haben unser Bestes gegeben.“ (S. 467) Zelda la Garnge, Zeldine, wie sie von Mr. Mandela genannt wird, bereist mit ihm die Welt in politischen Angelegenheiten. Sie war dabei als er sich mit Bill Clinton, Johannes Paul II., Jassir Arafat, Morgan Freeman und vielen weiteren bekannten geschichtlichen, politischen und berühmten Persönlichkeiten trifft. Sie war bis zu seinem Tod rund um die Uhr, jeden Tag der Woche für ihn da, wusste, was seine Wünsche sind, wie er seinen Tag am liebsten hat, was er gern ist und wann es ihm nicht gut ging. Sie schafft es mit ‚Good Morning, Mr.  Mandela‘ uns tiefgehende, persönliche und sehr bewegende Einblicke in das Leben von Mr. Mandela zu geben, die dennoch im Rahmen sind und keine skandalösen Dinge aufdecken, sondern unterstreichen, was für eine herausragende Persönlichkeit Nelson Mandela war und was er einen Großteil seines Lebens für Südafrika, die Welt, die Menschheit getan hat. Gleichzeitig hat sie uns Einblick in Nelson Mandelas und ihren eigenen erfrischenden, wenn auch eigenwilligen Humor gegeben, was das Buch stellenweise auch sehr unterhaltsam machte. Später wird es ergreifender und etwas bedrückender, als sie uns Einblicke in seine letzten, von Krankheit gezeichneten Jahre gibt. „Ich werde jedes Lächeln wertschätzen, die schönen, aber auch die schwierigen Zeiten, und besonders die privaten Momente. Tot weersiens Khulu (bis wir uns widersehen, Großvater)!! Ich werde sie jeden Tag lieben, für den Rest meines Lebens.“ Das Buch ist aber ebenso ein Offenlegung ihrer eigenen Gedanken und Gefühle und ganz besonders ihrer tiefgehenden Liebe zu Nelson Mandela, den sie liebevoll Khulu (Großvater) nannte,  für den sie sich aufopferte. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für Nelson Mandela interessiert und mehr über diese erstaunlichen Jahre in seinem Leben erfahren will. Ein wundervolles Vermächtnis für einen herausragenden Mann, der einzigartiges geleistet hat. „Er hat nicht nur mein Leben verändert, sondern Millionen andere. Er hat viel mehr getan, als von einem einzigen Menschen erwartet werden kann, und vielleicht hat er es dafür doch verdient, als Heiliger gepriesen zu werden.“ (S. 10)

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