Zeruya Shalev

 4 Sterne bei 476 Bewertungen
Autorin von Liebesleben, Mann und Frau und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Zeruya Shalev

Zeruya Shalev kam am 13.04.1959 im Kibbuz Kinneret am See Genezaretz in Galiläa zur Welt. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie in Jerusalem. Berühmt wurde sie mit ihren zwei internationalen Bestsellern Liebesleben und Mann und Frau. Späte Familie bildet den Abschluss der Trilogie über die moderne Liebe. Im Januar 2004 wurde Zeruya Shalev unweit ihres Hauses durch ein Selbstmordattentat schwer verletzt, als ein voll beladener Bus neben ihr explodierte und neun Menschen ums Leben kamen. Im September 2015 kommt ihr aktuelles Werk "Schmerz" auf den deutschssprachigen Buchmarkt.

Alle Bücher von Zeruya Shalev

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Liebesleben

Liebesleben

 (244)
Erschienen am 11.06.2013
Mann und Frau

Mann und Frau

 (101)
Erschienen am 11.09.2010
Späte Familie

Späte Familie

 (57)
Erschienen am 11.09.2010
Schmerz

Schmerz

 (43)
Erschienen am 02.11.2016
Für den Rest des Lebens

Für den Rest des Lebens

 (21)
Erschienen am 16.04.2013
Mamas liebster Junge

Mamas liebster Junge

 (1)
Erschienen am 15.02.2006
Für den Rest des Lebens

Für den Rest des Lebens

 (6)
Erschienen am 13.02.2012

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Rezension zu "Schmerz" von Zeruya Shalev

Schmeckt eine aufgewärmte Jugendliebe?
otegamivor 5 Monaten

Von den Folgen eines Selbstmord-Attentats vor 10 Jahren hatte sich Iris nie richtig erholt: sie übte wohl ihre Arbeit als Schuldirektorin aus und kümmerte sich um ihre Familie, aber dies alles geschah mehr mechanisch. Die Familie ist geprägt von Schuldgefühlen: ob Ehemann oder die Kinder (inzwischen 21 und 17 Jahre alt), jeder denkt, es lag an ihm, dass Iris am Tag des Selbstmord-Attentats zu dieser Zeit an diesem Ort war.

Und dann überschlägt sich alles: bei einem Krankenhausbesuch aufgrund ihrer großen Schmerzen trifft sie wieder auf ihre Jugendliebe Eitan, der sie vor 30 Jahren verlassen hatte.

Kann es einen Neuanfang geben, auch wenn dies für Iris bedeutet, die Familie zurückzulassen, die nötiger denn je ihrer Hilfe bedarf?!

Auch wenn ich die Verhaltensweisen und Gedankengänge von Iris oft nicht nachvollziehen konnte, auch Schwierigkeiten hatte, diese mit ihrem Beruf als Schuldirektorin und einer gestandenen Frau, die die Mitte Vierzig überschritten hat, in Verbindung zu bringen, bereitete mir das Lesen doch viel Freude.

Die Schreibweise von Zeruya Shalev – ohne erkennbare wörtliche Rede und lange Sätze – kannte ich schon aus ihren früheren Büchern und hatte mich schnell wieder daran gewöhnt. Äußerst interessant fand ich außerdem die Beschreibung des täglichen Lebens in Israel mit seinen Besonderheiten und die Intensität der Gefühle.



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Rezension zu "Schmerz" von Zeruya Shalev

Leben ist Schmerz
leseleavor einem Jahr

Iris Leben besteht auf das Aufeinanderfolgen von Schmerzen: ihr Vater stirbt früh und lässt sie als Halbwaise bei ihrer distanzierten Mutter zurück, ihre große Liebe Eitan verlässt sie und stößt sie in eine Depression, Jahre später wird sie Opfer eines Terroranschlags, durch den nicht mehr nur ihre Seele, sondern auch ihr Körper unumkehrbar verletzt ist. Sie hat sich eingerichtet in diesem leidvollen Leben – mit einem Mann, den sie nicht mehr wirklich liebt, mit Kindern, zu denen sie keine Nähe mehr verspürt, mit einem Job, dem sie alles opfert, umso wenig wie möglich zu spüren. Doch dann trifft sie Eitan wieder und die erzwungene Ruhe ist dahin. Sie stürzt sich in eine Affäre mit ihm, verstrickt sich in Lügen und bricht ihre eigenen Regeln – bis ihre Tochter in Not ist und Iris sich zwischen der Verpflichtung gegenüber ihrer Familie und dem Wunsch nach einer zweiten Chance entscheiden muss…

Zeruya Shalevs Roman Schmerz hat mich einst beim Stöbern in der Verlagsvorschau direkt angesprochen: Der Klappentext versprach eine aktuelle Geschichte über Terror in Israel und die Auswirkungen desselben auf eine Familie, eine Erzählungen über Schmerzen und Wunden, die nicht nur den Körper, sondern auch das Innenleben einer Figur bestimmen. Ich erhoffte mir einen komplexen Roman, in dem das individuelle Schicksal eines Einzelnen mit dem eines ganzen Landes verbunden wird und in dem alle Facetten des menschlichen Leids erfahrbar werden. Leider muss ich nach der Lektüre der knapp 380 Seiten sagen, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden konnten: Zwar bemüht sich Zeruya Shalev, den Bogen zu schlagen zwischen den Wunden eines Landes und den Wunden einer Frau, zwischen den Schmerzen eines versehrtes Körpers und denen eines gebrochenen Herzen, doch es wirkt leider genau so: nach Mühe! Denn ihre Erzählung hat nicht genug Kraft, diese Zusammenhänge aus sich heraus deutlich zu, sondern bedarf ständig erläuternde und erklärende Sätze der Autorin, die selten zur rechten Zeit kommen und dabei stets zu gezwungen wirken. Sie werden außerdem in eine Story gezwungen, die sich selbst von Seite zu Seite mehr verliert, keinem roten Faden folgt, von der Ehebruchsgeschichte zum anmutenden Schicksal der Tochter springt und sich thematische Abzweigungen erlaubt, die nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben.

Dies gepaart mit einer unsympathischen Protagonistin, die alle – auch den Leser – auf Distanz hält, lässt den Roman über viele Strecken zäh, zum Ende hin auch wirr erscheinen. Die immer wieder gelungenen Passagen, in der ehrlich und authentisch über die Liebe und die Ehe reflektiert werden, die Spannung, die sich im Schicksal um die Tochter langsam aufbaut, und die wirklich gelungene Sprache Shalevs, die frei von Schnörkeln und zugleich eindringlich erzählt, sorgen zwar immer wieder auch für positive Leseerlebnisse, insgesamt können sie die Schwächen des Romans jedoch nicht ausreichend überdecken, sodass Schmerz ein Buch bleibt, das mich weder überzeugen noch mitreißen konnte. 3 Sterne, insbesondere aufgrund der gelungenen Sprache, jedoch keine zwingende Leseempfehlung. Da kann die Lesezeit durchaus für lohnenswertere Bücher genutzt werden.

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Rezension zu "Für den Rest des Lebens" von Zeruya Shalev

Ein Teil der Familie entzweit sich, der andere rückt zusammen.
Briggsvor einem Jahr

Alle drei Hauptpersonen faszinieren, und bei jedem verändert sich gerade das Leben: Die Mutter liegt im Sterben (von ihr erfahren wir Lebensgeschichte und wie es ihr mit ihrem schwindenden Leben ergeht), der Bruder kann seine Ehe nicht mehr ertragen und entdeckt das durch seine unerwiderten Gefühle zu einer anderen Frau, die Schwester versteift sich in die Idee, ein kleines Kind zu adoptieren, auch gegen den Widerstand ihrer Tochter und ihres Ehemanns.

Man braucht einige Konzentration, und Schraders Stimme ist wie die Geschichte selbst - undramatisch, aber eingehend.

Ich werde das ganz bestimmt nochmal hören, denn es ist intensiv, manchmal hielt ich den Atem an oder hielt im Rühren inne (Ich höre so gern beim Kochen).

Höchst begeisternd!

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Zusätzliche Informationen

Zeruya Shalev wurde am 13. April 1959 in Kibbuz Kinneret (Israel) geboren.

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