Zeruya Shalev Liebesleben

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Inhaltsangabe zu „Liebesleben“ von Zeruya Shalev

Die Begegnung mit Arie, einem alten Freund ihres Vaters, wirft das Leben der Ich-Erzählerin Ja’ara aus der Bahn. Vom ersten Moment an verfällt sie der erotischen Anziehungskraft des ebenso rätselhaften wie tyrannischen Egozentrikers. Ja’ara erlebt eine bedingungslose, obsessive und demütigende Liebesbeziehung, die sie dazu bringt, auf alles zu verzichten, was ihr Leben bisher ausgemacht hat: ihre Ehe, ihre Karriere, ihre Vorstellungen von Treue und Anstand.

Habe es abgebrochen. Fande die Charaktere einfach schrecklich.

— sophiekatrin
sophiekatrin

Schöner emotionaler Schreibstil. Inhaltlich eine verworrene, erotische Obsession, welche sich durch das ganze Buch zieht.

— LadyRilke
LadyRilke

Abgründiges Buch über Liebe, Begehren und Einsamkeit. Fesselnd und beeindruckend geschrieben. Ein Meisterwerk!

— LaLeser
LaLeser

Shalev begleitet den Leser in jeder Lebensphase...Liebesleben wirkt am meisten gelesen mit 25-40...naja, so circa... :-)

— KasiaJaeckel
KasiaJaeckel

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  • Ich hasse es, einer Rezension einen Titel zu geben. Ich bin doch kein Romancier....!!!

    Liebesleben
    katermurr

    katermurr

    13. January 2017 um 15:08

    Ich hab das Buch geschätzt vor 5 Jahren gelesen und fand es ganz gut. Ich werds aber nicht nochmal lesen, um mich dann an mehr zu erinnern - oder vielleicht doch, aber dann erst in einigen Jahren...

  • Wenn frau zu sehr liebt

    Liebesleben
    rumble-bee

    rumble-bee

    08. July 2015 um 18:12

    Dieses Buch zählt für mich schlechthin zu den Klassikern der erotischen Weltliteratur, obwohl es noch nicht sehr alt ist. Denn es vollbringt ein wahres Kunststück: auf hohem Niveau die Geschichte einer fatalen Obsession zu erzählen, erotisch zu sein, und auch noch tiefsinnige Reflexionen über Glück, Liebe und Leben anzustellen. Und zu guter Letzt wird quasi nebenbei auch noch ein Familiengeheimnis aufgedeckt... Damit ist schon alles gesagt, und doch wieder nichts. Man wird diesem Werk einfach nicht gerecht, wenn man es auf seinen Plot reduziert, oder auf die Themen. Überaus bestechend war für mich vor allem die Sprache. Die Autorin erschafft Sätze, die sich auch schon mal über eine halbe Seite hinziehen, die sich um sich selber drehen. Die aber gerade deshalb die innere Zerrissenheit der Heldin perfekt zum Ausdruck bringen! Schon allein unter diesem Aspekt verbietet es sich also, das Buch zu "verschlingen". Doch es verdient jede, wirklich jede, Sekunde Aufmerksamkeit! Die Heldin, Ja'ara, ist eine junge Frau Anfang 30, eine wissenschaftliche Assistentin an der Universität von Tel Aviv. Sie entbrennt in plötzlicher, fataler, unkontrollierbarer Leidenschaft zu einem alten Jugendfreund ihres Vaters. Obwohl sie selber verheiratet ist! Die Autorin begeht nun nicht den Fehler, wie am Schnürchen jedes einzelne Treffen der Beiden zu beschreiben. Sie springt auch schon einmal durch die Wochen und Monate, und wirft Schlaglichter auf die extremen Situationen, in die sich Ja'ara so bringt. Alles steigert sich in seiner verqueren Verfahrenheit, bis, ja bis Ja'ara für sich am Ende einen Ausweg finden muss, damit sie nicht völlig zugrunde geht... Hierbei möchte ich es in meiner Rezension belassen. Jedes weitere Wort wäre zu viel. Für mich ist das Buch völlig zu Recht schon in diversen Leselisten, und sogar im "Buch der 1000 Bücher", gelandet. Für mich steht es gleichberechtigt auf einer Stufe mit (mindestens) Anais Nin und Henry Miller. Ich würde es wieder und wieder lesen!

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  • Leider selbst zerrissen...

    Liebesleben
    rkuehne

    rkuehne

    06. April 2015 um 20:18

    Ganze drei Monate, und damit um ein Vielfaches länger als nötig, hab ich an diesem eigentlich guten Buch gelesen und wie man sich denken kann, ist dadurch die Geschichte in Bruchstücke zerrissen, ihre Gesamtheit letztendlich zerstört, ihr Wirken verfallen. Man kann der Geschichte um Ja’ara, einer jungen Frau die Hals über Kopf aus ihrer Ehe ausbricht, fasziniert von einem deutlich älteren Mann, also nur Unrecht tun, wenn ich sie jetzt nach meinem Empfinden bewerte. Ich vermute, man kann aus Zeruya Shalevs Roman viel Lebensweisheit ziehen, oder zumindest Beziehungsweisheiten, aber dann sollte man es sich nicht selbst so zerreißen. Ich gelobe Besserung.

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  • Tanz auf dünnem Eis

    Liebesleben
    Monsignore

    Monsignore

    09. March 2014 um 15:41

    Leise und unendlich schön wird diese Geschichte erzählt, die Geschichte einer jungen, gut situierten, verheirateten Frau, die obsessiv einem Mann verfällt. Sie gibt alles auf, was ihr Leben ausmacht, verfällt in geradezu demütigender Weise einem älteren Liebhaber, der sich nicht nur in ihr Leben einmischt, nein, der es geradezu beherrscht. Dabei ist der Text weit davon entfernt, irgendwelche moralischen Maßstäbe anzulegen, nach Verantwortung zu fragen oder gar zu werten (... und das, obwohl die Autortin Bibelwissenschaften studiert hat). Sprachlich geschliffen und an vielen Stellen unter die Haut gehend, mit einer überzeugenden Handlung, die vielschichtig ausgebreitetet wird und mit psychologisch gut ausgeleuchteten Charakteren stellt dieses Buch eine wohltuende Ausnahme der "Amour fou"-Romane dar.

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  • Themen-Challenge 2014 - übersetzte Bücher, aber nicht aus dem Englischen oder Französischen

    Daniliesing

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 15 austauschen!

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  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    Skrutten

    Skrutten

    20. January 2013 um 20:53

    Diesen ersten Teil der Shalev-Trilogie habe ich ganz zum Schluss gelesen. Außerdem konnte ich mich vage an die Verfilmung erinnern. Das tat aber dem Lesegenuss keinen Abbruch! Sicher - Mensch braucht etliche Seiten, um im Stil hineinzukommen - aber die Vorbereitung hatte ich ja durch die beiden anderen Bücher. Erzählt wird in der Ichform vom Ausbrechen einer jungen Frau aus einer Beziehung und der sexuelle Kontakt zu einem viel älteren Mann, den überdies eine langjährige Freundschaft mit den Eltern der Protagonistin verband. Ein sehr gelungenes Buch! Der dichte Stil schildert die Gedanken und Gefühle der Hauptpersonen fast lückenlos und sehr gut nachvollziehbar - im Augenblick meine Nummer eins unter den Autoren!

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  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    A_Eyre

    A_Eyre

    06. February 2012 um 18:57

    In Liebesleben wird die Geschichte der jungen Ja’ara erzählt, deren Leben in recht geregelten Bahnen verläuft. Eigentlich. Als allerdings der viel ältere Arie, ein ehemaliger Freund ihres Vaters, in ihr Leben tritt, wird ziemlich schnell klar, dass weder ihre eigentlich funktionierende Ehe noch ihr eigentlich intaktes Elternhaus wirklich so stabil sind wie es zunächst den Anschein hat. Ja’ara fühlt sich geradezu magisch von Arie angezogen; eine Anziehung, die für sie immer mehr zur absolut alles-bestimmenden Obsession wird. Ihr Leben gerät völlig durcheinander... Zeruya Shalevs Roman beschreibt eine emotionale Extremsituation, in der niemand, aber auch niemand ungeschoren davonkommt: ein lange totgeschwiegenes Familientrauma wird aufgedeckt; eine Ehe gefährdet, gerettet und wieder gefährdet; eine junge Frau trifft Entscheidungen, revidiert sie, drückt sich um sie, zweifelt, verzweifelt. Es wird geliebt, gehasst, gequält, gefeiert, erniedrigt, zerstört. Aber ist diese Geschichte so ungewöhnlich? Eigentlich nicht wirklich, zumindest zum Teil. Denn neben der speziellen Situation der Protagonistin werden auch Phänomene beschrieben, wie sie tagtäglich in zwischenmenschlichen Beziehungen rund um den Globus passieren: die winzigen alltäglichen Grausamkeiten, die sich Menschen gegenseitig zufügen und die meist nur in unscheinbaren Bewegungen, flüchtigen Blicken oder kurz, aber präzise gesetzten Worten bestehen, dafür aber umso tiefer treffen. Oder die Gedankenspiele, die einen im Laufe eines Tages so beschäftigen können: die Möglichkeiten eines alternativen Lebens, das Verhasste an geliebten Menschen, das Geliebte an verhassten Menschen... und die Frage, wie weit man für eine fixe Idee gehen kann, will – oder vielleicht sogar sollte? Am Ende dieser absolut schonungslosen Reise durch die menschliche Psyche bleibt der Leser atemlos, fast schon im wörtlichen Sinne schweißgebadet zurück. Und voller Bewunderung für die Autorin, die es so meisterhaft versteht, mit ihrer blumigen, poetischen, überraschenden, leidenschaftlichen Sprache so vieles auf den Punkt zu bringen, von dem man geglaubt hatte, man könne es mit Sprache nicht ausdrücken. Eigentlich.

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  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    tulpenbaum

    tulpenbaum

    11. July 2011 um 22:37

    „Ich sah vor mir seine Knöpfe, die einer nach dem anderen aufgingen, bis er das Hemd ausgezogen hatte, wobei ein scharfer Geruch von seinen glatten Achselhöhlen ausging.“ Ja´ara, eine junge Akademikerin in Jerusalem liebt Arie, alternd, eloquent, mit aalglatter, brauner Haut, dessen Frau im Sterben liegt. Und doch ist es nicht die altbekannte Geschichte einer romantischen Liebe. Das wäre zu ertragen. Vielmehr legt sich der scharfe Geruch seiner glatten alternden Achselhöhlen auf jede Seite. Als ob der Gestank einem das eigene reingeglaubte Schlafzimmer verpesten möchte - mit jeder Begegnung, in der Ja´ara tiefer in den Abgrund einer obsessiven, erniedrigenden und demütigenden Liebe fällt, ja mehr noch aktiv hinuntersteigt, eintaucht, flieht. Flieht vor ihrer kleinbürgerlichen Ehe, einzig dem Versprechen des „Ewig Geliebt Werdens“ geschuldet. Stürzt, um das Rätsel, die Suche nach ihrer familiären Herkunft, ihres Abgestoßen sein zu ergründen. Um Ihre Lebenswahrheit letztendlich in der Abhängigkeit zu Arie und dessen Verstrickungen zu ihren Eltern als ihren persönlichen heiligen Gral zu bergen. Zeruya Shalevs Sprache zwang mich jede einzelne Seite in mich reinzustopfen, trotz des Ekels vor seinem scharfen Geruch, der sexuellen Erniedrigung. Shalevs Worte, die Klarheit in der eigenen Abgründigkeit zu ergründen vermögen, setzten sich mit ihren detailreichen Bildern in meinem Kopf fest. Sie fesselten mich, entblößten, liesen mich Ja´aras wahnhaften innere Monologe, Erinnerungen und die Suche nach ihrem Lebensgeheimnis aushalten, durchstehen, um zu Ende die Verwandlung der Befreiung miterleben zu dürfen.

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  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    Elocin

    Elocin

    08. January 2011 um 20:59

    Ja'ara, eine junge Dozentin an der Universität von Jerusalem begegnet Arie, einem nach langen Jahren im Ausland nach Israel zurückgekehrten Freund ihres Vaters. Vom ersten Moment an verfällt sie diesem Mann.

    Dieses Buch habe ich nach ca. 1/3 weggelegt, weil ich die Szenen widerlich fand und es einfach nur noch genervt hat. Die Geschichte ist absolut nicht nachvollziehbar und vollkommen daneben.

  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    Bella5

    Bella5

    20. October 2010 um 23:06

    Ja'ara lebt mit ihrem Mann Joni zusammen und bastelt an ihrer wissenschaftlichen Karriere -beim Dekan hat sie einen "Stein im Brett". Eines Tages lernt sie den alternden Arie kennen, und sie lässt sich auf eine amour fou ein....an diesem Buch hat mich vor allem die tolle Sprache begeistert. Ferner ist der Roman wie eine russische Matroschka - Liebesroman,Familiengeschichte, Psychogramm...das Buch ist so viel mehr als ein Liebesroman. Shalev versteht es meisterhaft, menschliche Befindlichkeiten abzubilden.

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  • Liebe Lesende, bei welchen Klassikern bzw. Bestsellern könnt ihr ...

    DaniM

    DaniM

    Liebe Lesende, bei welchen Klassikern bzw. Bestsellern könnt ihr nicht nachvollziehen, warum sie zu solchen geworden sind?

    • 17
  • Liebe Lesende, was ist für euch interessanter an einem Buch: die ...

    DaniM

    DaniM

    Liebe Lesende,
    was ist für euch interessanter an einem Buch: die Geschichte, oder die Sprache? Oder ist es eine Symbiose mit völlig gleichwertigen Partnern?

    • 10
  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    DaniM

    DaniM

    30. April 2010 um 13:11

    Liebesleben. Und was für eines! Ein Buch mit leidenschaftlicher Sprache und Erzählweise, die ihres gleichen suchen. Die Geschichte fesselt und zieht den Leser in ihren Bann. Lebensnäher kann man Liebe mit ihren hellen und dunklen Seiten kaum erzählen.

  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    10. March 2010 um 21:40

    Studentin Ja’ara lernt im Haus ihrer Eltern eines Tages den ehemaligen Studienfreund ihres Vaters kennen. Eine schicksalhafte Begegnung für Ja’ara, denn von dieser Minute an ist sie hoffnungslos verloren. Arie Even ist ein älterer Herr, weitgereist, weltoffen und gutsituiert, verheiratet, charismatisch. Er wird zur wahrhaften Obsession für Ja’ara. Unwirklich und doch unwiderstehlich treibt es sie wie eine Besessene durch die Tage immer hin zu ihm. Schicksalhafte Ereignisse deuten auf das bevorstehende Unheil hin und plötzlich erscheint Ja’ara den Kontakt zur Realität, zu ihrer Umwelt total zu verlieren. Sie taumelt zwischen Liebe und Abneigung, Bewunderung und Abscheu, kann selbst aus diesem Sog nicht entkommen. Dass sie dabei ihren Mann, ihre Freundin, ihr Studium, ihre Arbeit, ihr Heim und sich selbst vernachlässigt, ja teilweise regelrecht vergisst macht die Situation nur noch auswegloser. Zeruya Shalev lässt Ja’ara in schier endlos erscheinenden Sätzen erzählen. Sie erzählt und denkt, zweifelt und spekuliert, sie interpretiert und recherchiert, der Leser darf ihr dabei über die Schulter sehen, manchmal auch durch ihre Augen. Ihre Zerrissenheit wird nur allzu deutlich, wenn sie sich im einen Moment beinahe nach Arie verzehrt und im anderen Moment enttäuscht und gebrochen versucht zu entkommen. Arie ist nämlich nicht überwältigt von Liebe zu dieser jungen attraktiven Studentin, die nichts anderes mehr als ihn und seinen Körper im Kopf zu haben scheint. Er benutzt sie nur, lässt sie Dinge tun, die Ja’ara nur abwerten, degradieren zu einer Sklavin. Für ihn ist sie Gespielin in einem grausamen Spiel, mehr nicht. Die Situation spitzt sich zu, als Aries Frau stirbt und Ja’ara hofft ihren Platz einnehmen zu können. Aries Anruf wertet sie als Liebesbeweis, als Einladung in Heim und Bett. Für den Leser gerät alles zur Farce, man möchte Ja’ara da heraus holen, sie befreien, sie mit kaltem Wasser überschütten und wachrütteln. Viel zu lange erscheint die Phase der Erkenntnis über Aries wahre Beweggründe zu dauern, jedoch gibt es auch viel zu entdecken und Stück für Stück entblättert sich die Fassade um Ja’aras bisheriges Leben. Arie ist der Schlüssel zu vielen Ereignissen aus der Vergangenheit. Erschreckend ist die Teilnahmslosigkeit von Ja’aras Umwelt, Ja’ara erscheint isoliert, der Leser wird quasi zu ihrem Vertrauten. Ja’aras Geschichte ist schonungslos aber respektvoll erzählt. Shalev geht mit dem Thema sexueller Obsession und Verblendung sehr offen um und nimmt kein Blatt vor den Mund.

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  • Rezension zu "Liebesleben" von Zeruya Shalev

    Liebesleben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. February 2010 um 21:20

    Es ist einige Jahre her, dass ich das Buch "Liebesleben" von Zeruya Shalev gelesen habe. Ich erinnere mich daran, dass es eine atemberaubende Lektüre war, die kein Ende nahm, getreu den langen atemlosen Sätzen, denen ich atemlos folgen sollte, so sehr zogen sie mich in ihren Bann. Der Stil Shalevs ist imponierend; die Wirkung grandios. Selten habe ich es erlebt, dass die Sprache unmittelbar wirkt und mich auf eine innere Hetzjagd bringt, die ich von allein nicht gegangen wäre. Am Ende einer durchlesenen Nacht blieb noch lange nachdenklich und wach. Sehr lesenswert!

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