Mann und Frau

von Zeruya Shalev 
4,1 Sterne bei100 Bewertungen
Mann und Frau
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Sancandelas avatar

Davon hab ich viel erwartet, wurde jedoch ein bisschen enttäuscht. Hab's als langatmig empfunden.

AngiBinzs avatar

Bedrückend gut.

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Inhaltsangabe zu "Mann und Frau"

Udis und Na'amas Ehe ist in eine Sackgasse geraten. Udi reagiert darauf mit den unterschiedlichsten Symptomen: einmal ist er für zwei Tage gelähmt, ein anderes Mal für kurze Zeit blind. Kurzum: Mann und Frau sind vor allem damit beschäftigt, sich zu zermürben. Na'ama bring ihren Mann zu einer jungen Heilerin, die erkennt, dass sich die ganze Familie einem kathartischen Prozess unterziehen muss. Das Ergebnis: Udi zieht zu der Ärztin, Na'ama beginnt eine intensive Affäre mit einem Architekten. Und doch finden am Ende Na'ama und Udi wieder zueinander, auf dem weiten Feld der ehelichen Zweisamkeit.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783833302695
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Berlin Verlag Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2002
Das aktuelle Hörbuch ist bei DHV Der HörVerlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    AngiBinzs avatar
    AngiBinzvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Bedrückend gut.
    Bedrückend gut.

    Die Beziehungsromane von Zeruya Shalev sind wohl auch deshalb so brillant, weil sie so düster und wahr sind. "Mann und Frau" ist nichts für Leute, denen der Sinn nach guten Gefühlen und Happy Ends steht. Dafür durchaus was für an tieferen psychologischen Auseinandersetzungen und sehr realistischen Geschichten interessierten Leser.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 6 Jahren
    Rezension zu "Mann und Frau"

    'denn in jedem Verlust liegt auch eine Erleichterung'

    Inhalt:
    Na'ama und Udi sind seit beinahe 25 Jahren, seit ihrem 12. Lebensjahr, ein Paar, haben ein gemeinsames Kind, die fast 10-jährige Noga, doch nun droht ihre Ehe zu zerbrechen. Sie sind gefangen in einem Teufelskreis aus Beschuldigungen, Schuldgefühlen und Kritik. Udi reagiert auf ihre Partnerschaftsprobleme mit einer Konversionsstörung - an einem Tag ist er plötzlich gelähmt, an einem anderen blind. Als Na'ama eine junge Heilerin um Hilfe bittet, entwickelt sich die Beziehung schließlich in eine ungeahnte und unerhoffte Richtung.

    Meine Meinung:
    Ich habe 'Mann und Frau' bereits vor 10 Jahren gelesen, mir hat die Lektüre damals zwar gut gefallen, mich aber nicht so sehr berührt und bewegt wie 'Liebesleben'. Nun habe ich 'Mann und Frau' erneut gelesen und bin begeistert.

    Zeruya Shalev ist eine begnadete Beobachterin, der es gelingt, Personen, Handlungen, Situationen, Erinnerungen und Gefühle so detailliert, lebendig und realistisch zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, selbst emotional involviert zu sein. Der Roman hat mich stellenweise so mitgerissen, dass ich mich wie die Protagonistin Na'ama gefühlt habe, die gefangen ist in ihrer Beziehung und die nicht weiß, wie sie sich verhalten soll, was sie fühlt, wie sie den Teufelskreis aus Beschuldigungen und Verletzungen durchbrechen kann. Diese Fähigkeit Shalevs beeindruckte mich bereits bei 'Liebesleben' und führt dazu, dass man sich voll und ganz mit ihren Protagonisten identifizieren kann und muss - ob man will oder nicht.

    Mein Resümee:
    Neben 'Liebesleben' ein weiterer großartiger Roman der israelischen Autorin. 'Späte Familie' und 'Für den Rest des Lebens' stehen bereits in meinem Regal, und ich freue mich sehr auf diese und weitere Romane Shalevs.

    '[...] natürlich ist es eine Chance, denn in jedem Verlust liegt auch eine Erleichterung, stell dir vor, du kommst eines Tages nach Hause, und alles ist gestohlen, buchstäblich alles, du besitzt nichts mehr, es lohnt sich noch nicht einmal, aufzuzählen, was du nicht mehr hast. Ganz plötzlich werden deine Gedanken ruhig, du spürst eine tiefe Gelassenheit, fast so etwas wie Gnade, und du verstehst auf einmal, daß es keinen Kampf mehr gibt, weil es sinnlos geworden ist, zu kämpfen, daß du nachgeben mußt, weil du keine Wahl hast, du verlierst alles, aber du gewinnst eine tiefe Gelassenheit.'

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    Buecherbaers avatar
    Buecherbaervor 6 Jahren
    Rezension zu "Mann und Frau" von Zeruya Shalev

    Ein Buch über Mann und Frau ' und das wirklich im wortwörtlichen Sinne. Zeruya Shalev beschreibt die Situation einer Frau, die seit ihrer Kindheit mit ein und demselben Mann zusammen ist und sich kein Leben ohne ihn vorstellen kann. Doch die Beziehung läuft nicht mehr. Der Mann bildet sich plötzlich Krankheiten ein und verlässt das Bett nicht mehr. Und am meisten leidet darunter deren 10-jährige Tochter.

    Nach den ersten 20 Seiten habe ich überlegt das Buch abzubrechen. Die Autorin hat einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Endlos lange Sätze, keine wörtliche Rede und alle Gedanken sind zusammengewürfelt, sodass man manchmal raten muss, wer nun was gesagt oder gedacht hat. Doch hat man sich erstmal daran gewöhnt, ist es gar nicht mehr so schlimm.
    Die Geschichte an sich ist eher unspektakulär. Der Leser erfährt die ganzen Geschehnisse aus Sicht von Na'ama. Wie sie versucht sich selbst, ihre Ehe und ihre Tochter zu retten und dabei kläglich scheitert. Es passiert nicht wirklich viel und immer wieder hätte ich dieser naiven, klagenden Frau gerne eine reingehauen. Überhaupt erscheinen die Personen alle ziemlich unsympathisch. Dennoch bereue ich nicht, das Buch gelesen zu haben. Es ist auf jeden Fall mal etwas anderes.

    Fazit: Ein Buch, bei dem man Geduld benötigt. Doch auch ein Buch, bei dem sich jeder bestimmt auch mal selbst wiederfindet, denn es geht um Egoismus, Ängste, Hoffnung und um das Leben.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 9 Jahren
    Rezension zu "Mann und Frau" von Zeruya Shalev

    Mann und Frau war mein zweites Buch von Zeruya Shalev. Und obwohl mir "Liebesleben" besser gefallen hat, hat dieses Buch etwas, was mir besonders gut daran gefällt: Nämlich dass jeder Mensch sich darin wiederfindet. Egal, ob er/sie Single, verheiratet, verlobt, geschieden, verlassen, mit oder ohne Kinder ist. Es ist eine Gradwanderung zwischen dem Ich und dem Wir. Ich habe es verschlungen und mich sehr darüber gefreut, dass Zeruya Shalev es geschafft hat, Gefühle, die schwer zu beschreiben sind, auf Papier zu bringen.

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    buecherfanvor 11 Jahren
    Rezension zu "Mann und Frau"

    Zeruya Shalev beschreibt in Ihrem Roman die leidenschaftliche, besessene Liebe von Na´ama zu Udin. Ebenso wie wie ihre Tochter versucht sie die ganze Aufmerksamkeit von Udin zu erreichen, um sich über ihn zu definieren. Der Leser wird in einem Feuerwerk von Gefühlen mit brillianten Formulierungen durch die sich überschlagenden Erreignisse geführt und kann sich als Betrachter von psychologischen Studien der Autorin sehr gut in die Romanfiguren hineinversetzen. Um bildlich zu bleiben, wird der Leser auch außer Atem sein, wenn Na´ama versucht ihre Identität zu finden. Hierzu benötigt sie immer wieder das andere Geschlecht. Ich kann das Buch für jeden Leser und Bücherfan empfehlen, der gerne über sich und andere reflektiert. Die volle Punktzahl konnte ich nicht geben, da mir einige Stellen doch zu kompliziert geschrieben waren, um den Faden zu behalten. Ein Innehalten und Nachdenken an manchen Stellen ist jedoch auch hilfreich für Menschen, die sich in ähnlichen Lebenssituationen befinden.

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    Franzis avatar
    Franzivor 11 Jahren
    Rezension zu "Mann und Frau" von Zeruya Shalev

    Vorgänger war besser

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 11 Jahren
    Rezension zu "Mann und Frau" von Zeruya Shalev

    Tolle Geschichte über eine ganz "normale" Trennung und gerade deshalb so authentisch und nachfühlsam. Hab ich genau zum richtigen Zeitpunkt gelesen und zählt deshalb zu meinen absoluten Favorits.

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    Sancandelas avatar
    Sancandelavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Davon hab ich viel erwartet, wurde jedoch ein bisschen enttäuscht. Hab's als langatmig empfunden.
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    lisa_tannigelvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Liebevoller kann man nicht erschüttert werden..
    radieschens avatar
    radieschenvor 9 Jahren
    Kurzmeinung: so unglaublich treffend geschrieben, daß man über die letztliche Wendung nur froh sein kann

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