Zeruya Shalev Schmerz

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Inhaltsangabe zu „Schmerz“ von Zeruya Shalev

Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Anschlag schwer verletzt worden. Zwar ist sie in ihr altes Leben zurückgekehrt, doch quälen sie Tag für Tag Schmerzen. Als sie Eitan wiederbegegnet, der Liebe ihrer Jugend, der sie vor Jahren abrupt verlassen hat, wirft sie das völlig aus der Bahn. Die Wunde, die er ihr zufügte, ist nicht weniger tief als die, die der Selbstmordattentäter, der sich neben ihr in die Luft sprengte, riss. Und doch fühlt sich Iris jäh, voller Staunen, erneut zu ihm hingezogen.
Wie in »Liebesleben« lotet Shalev die Untiefen der Liebe, die Fährnisse einer fatalen Anziehung aus. Die erotische Spannung, die Wucht der unerwartet wieder aufflammenden Leidenschaft sind kompromisslos, ehrlich und tief bewegend erzählt. »Schmerz« ist ihr persönlichstes Buch, eine emotionale Grenzerfahrung.

Mir ging die Protagonistin, die sich passiv und voller Selbstmitleid durch d. Leben treiben lässt, den halben Roman lang auf die Nerven...

— wortkulisse

Ein Buch über körperlichen und seelischen Schmerz, die Liebe und das Glück. Hat mir unerwartet gut gefallen!

— MissRichardParker

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  • Schmerz - Zeruya Shalev

    Schmerz

    wortkulisse

    22. July 2017 um 15:12

    Zeruya Shalevs Roman „Schmerz“ war die Empfehlung einer Buchhändlerin und da ich noch nie ein Buch gelesen habe, das in Israel spielt und mich die Idee hinter dem Buch neugierig gemacht hat, habe ich es mir kurzerhand gekauft. Überzeugen konnte mich „Schmerz“ aber schließlich nicht.Iris ist Mitte 40, hat einen Ehemann, eine schöne Wohnung, zwei fast erwachsene Kinder und einen angesehenen Beruf als Schuldirektorin. Ihr Leben könnte perfekt sein, wenn da diese eine Sache nicht wäre: Vor mehr als zehn Jahren wurde sie Opfer eines Terroranschlags, bei dem ihre Hüfte zertrümmert wurde. Nicht nur sie leidet seitdem unter den körperlichen Schmerzen, sondern ihre ganze Familie. Ihr Ehemann und sie haben sich nichts mehr zu sagen, ihre Tochter hat sich von ihr entfernt und ihr Sohn lebt sein eigenes Leben. Als sie wegen anhaltender Schmerzen wieder ins Krankenhaus geht, trifft sie unerwartet auf Eitan, ihren Exfreund, der sich als sie 17 war schlagartig von ihr trennte, und fühlt sich erneut zu ihm hingezogen.WIR BETRÜGEN MIT WORTEN, VIELLEICHT IST DAS SCHLIMMER ALS BETRUG, WIR BETRÜGEN MIT WORTEN UND SIE STRAFEN UNS. – S. 95Der Roman wird aus der Sicht von Iris erzählt und spielt in gewisser Weise auf drei Ebenen: Die Gegenwart, in der sie Eitan wieder trifft, ihre Zeit als sie 17 war und sich dieser von ihr das erste Mal trennte und der Tag des Attentats. Dabei zeigt Zeruya Shalev, dass Schmerz viele Gesichter haben kann. Er kann physisch sein, psychisch, gegenwärtig oder vergangen. Und sie zeigt, dass der Schmerz des einen auch der Schmerz des anderen sein kann. Die Auseinandersetzung mit der Vielschichtigkeit eines Gefühls ist in meinen Augen eine wirklich gute Idee. Und durch die Einbindung eines Terroranschlags in die Handlung, ist das Buch auch in Europa aktuell.Shalevs Umsetzung dieser Idee ist in meinen Augen aber schlichtweg schlecht. Ich hatte einen Roman erwartet, in dem der Terroranschlag eines Selbstmordattentäters und dessen Folgen für die Protagonistin und deren Familie, den Alltag im Fokus steht. Tatsächlich ist es aber ein schlecht geschriebener gefühlsdusliger Liebesroman, in dem sich die Protagonistin Iris passiv durch das Leben treiben lässt. Diese Passivität ist aber keinesfalls eine Folge des Anschlages, sondern einer ihrer Charakterzüge, wie die Rückblicke des Romanes zeigen. Bereits in ihrer Jugend war sie ein unglaublich passiver Mensch. Zudem schwimmt sie durchweg im Selbstmitleid, weil sie aus ihrer unglücklichen Lebenssituation nicht herauskommt. Wie denn auch, wenn sie nicht aktiv handelt?SIE WIRD HIER BEI IHNEN BLEIBEN, SIE WIRD DEN SCHEIN WAHREN, ABER SIE WIRD MANCHMAL HEIMLICH IN IHR ANDERES LEBEN VERSCHWINDEN, MAN KANN DAS NOCH NICHT EINMAL DOPPELLEBEN NENNEN, DENN ES GIBT KEINERLEI VERDOPPLUNGEN. DORT IST SIE EINE FRAU UND HIER IST SIE MUTTER, DAS SIND ZWEIDINGE, DIE ZUSAMMEN EINE EINHEIT BILDEN, UND DAS IST DIE LÖSUNG, DIE SICH FAST NATÜRLICH AUS IHREM LEBENSLAUF ERGIBT. – S. 162.Erträglicher wurde der Roman erst als der Fokus von Iris weg auf die Probleme ihrer Tochter gerichtet wurde. Diese hatte sich, wie sich später herausstellte, einer Sekte angeschlossen und sich dadurch sowohl äußerlich als auch charakterlich stark verändert. Die Art, wie sich Iris schließlich für ihre Tochter einsetzt und wie sie versucht wieder Nähe zu ihr aufzubauen, hat mich positiv beeindruckt. An dieser Stelle bricht sie endlich aus ihrer Passivität aus und beginnt aktiv zu handeln. Leider beschränkt sich dieser Teil der Geschichte aber auf das letzte Drittel des Buches.Obwohl ich die Idee des Romans interessant finde, konnte mich Zeruya Shalevs Umsetzung nicht überzeugen. Die Protagonistin ging mir beim Lesen unheimlich auf den Keks und erst im letzten Drittel des Romans, als sich der Fokus der Geschichte auf die Tochter von Iris legt, beginnt die Handlung ein wenig Schwung aufzunehmen. An der Stelle hatte mich Zeruya Shalev aber schon verloren. Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, überzeugen konnten mich aber weder die Charaktere noch die Handlung oder der Schreibstil der Autorin.Weitere Rezensionen von mir findest du auf Wortkulisse.net

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  • Wenn der Schmerz übermächtig wird...

    Schmerz

    MissRichardParker

    11. November 2016 um 15:46

    Was Iris für Verluste in Ihrem Leben hinnehmen muss ist schon allein sehr schmerzhaft. Dass Sie noch bei einem Attentat schwer verletzt wurde und an heftigen Schmerzen leidet setzt ihrem Leiden noch eins drauf. Doch Iris hat sich trotz allem ein Leben aufgebaut und das gerät völlig aus den Fugen als sie Ihre Jugendliebe wieder trifft und alles was in ihrem bisherigen Leben hinterfragt... Eine sehr schmerzvolle Geschichte über die Liebe, die Familie und das Glück, über den Schmerz und das "was wäre wenn...?". Für mich war dieses Buch mal etwas ganz anderes als ich bisher kannte. Auch wenn nichts hochspannendes passiert, hat mich die Geschichte trotzdem sehr gefesselt und ich habe mit Iris und ihrer Familie mitgelitten. Denn die drückende, gestellte Stimmung kommt beim Leser extrem gut rüber und ich habe mich fast etwas darin verloren. "Schmerz" ist ganz bestimmt kein Buch für jedermann. Allerdings lohnt es sich, es zu lesen oder zumindest mal reinzuschnuppern.

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  • Wenn der Schmerz das Herz blockiert!

    Schmerz

    kassandra1010

    29. September 2016 um 22:49

    Eine ganz gewöhnliche Familie in Israel. Als sich die älteste Tochter Alma nach dem Wehrdienst auf dem Selbstfindungstripp befindet, trifft ihre Mutter Iris seit über dreißig Jahren ihre erste Liebe wieder und ihr Ehemann trägt daran die Schuld.   Iris kann nunmehr von Eilan nicht mehr loslassen und beginnt, immer öfter Kontakt mit ihm aufzunehmen bis es schließlich in einer Affäre endet.   Iris, bei einem Bombenattentat vor langer Zeit schwer verletzt begibt sich immer mehr in die Hände ihrer wiederkehrenden Schmerzen und lässt sich von ihnen ihr Leben diktieren, einzig die Affäre scheint ihr den Ausweg aufzuzeigen….   Ein Roman über Familie, Liebe, Erziehung und einer vom Schmerz geplagten Überlebensstrategie, die wahrscheinlich nur in einem Land wie Israel machbar ist.  

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  • Zweite Chance

    Schmerz

    walli007

    07. August 2016 um 10:48

    Vor zehn Jahren ist Iris bei einem Anschlag schwer verletzt worden. Sie hatte das Trauma überwunden geglaubt. Man könnte beinahe sagen zum Jahrestag kommen die Schmerzen zurück. Iris verliert sich in Erinnerungen. Was wäre gewesen wenn, wenn ihr Mann nicht früher aus dem Haus gemusst hätte, wenn ihre erste große Liebe sie nicht verlassen hätte, wenn ihr Vater nicht gestorben wäre. In der Schmerztherapiepraxis trifft sie auf einen Arzt, in dem sie ihre erste große Liebe wieder erkennt. Er war die ganzen Jahre nicht weit weg. Und in Iris werden alle unerfüllten Wünsche wach. Sie beginnt, ihr Ehe zu überdenken, ihr Leben. Wie wird man von einschneidenden Erlebnissen geprägt, bleibt man geprägt für den Rest des Lebens. Insgeheim hat Iris ihrem Jugendfreund Eithan immer nachgetrauert. Möglicherweise hat sie sich nicht hundertprozentig auf ihre neue Liebe eingelassen, sich ihre Kinde anders gewünscht. Doch soll sie nun diese zweite Chance ergreifen? Alles aufgeben für einen Traum, von dem sie nicht weiß, in was für einer Realität er münden wird? Wird sie damit ihren Schmerz stillen können? Wird sie schwach oder stark? Was ist der Ausdruck von Schwäche oder Stärke? Sie muss wissen, um Entscheidungen treffen zu können. Doch welche Entscheidung wird sich ergeben? Ein schmerzvolles Leben beschreibt Zeruya Shalev in diesem Roman. Schon früh muss Iris mit Verlusten fertig werden, mit seelischen Schmerzen und nach dem Anschlag auch mit physischen. Hat sie nicht ein wenig Glück verdient? Doch als was könnte sich das Glück entpuppen? Kann sie mit dem leben, was sie ihrer Familie antun müsste, sollte sie wirklich gehen. Ein Tal der Schmerzen und auch der schmerzlichen Erkenntnisse durchwandert Iris. Man fühlt sich in ihre Welt, in ihre Gedanken und Gefühle hineingezogen und empfindet großes Verständnis für ihr Handeln oder auch nicht Handeln. Man fühlt das langsame Reifen der Entscheidung. Wenn die Autorin ihrer Heldin manchmal etwas zu viel aufbürdet, um sie auf ihren Weg zu lenken, so hat sie doch einen packenden Entwicklungsroman geschaffen, in dem man sich als Leser wiederfindet.

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    • 2
  • Der Schmerz in jeglicher Form ist das Thema

    Schmerz

    Waschbaerin

    Um es vorweg zu sagen, es ist ein sehr eigenartiges Buch, das aber trotzdem seinen Reiz hat. Es dauerte etliche Seiten, bis ich mich in der Geschichte zurecht gefunden habe. Anfangs ging es nur um den körperlichen Schmerz, der die Protagonistin seit einem Terroranschlag tagtäglich begleitet. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, dann geht es auch um die Schmerzen in ihrem Gemüt. Dabei drückt die Schreibweise der Autorin die niegergeschlagene Stimmung von Iris genau aus. Die depressive Stimmung der Protagonistin überkommt auch den Leser. Zwischendrin fragte ich mich öfters, wie die Familie nur diese gedrückte Stimmung von Iris auf Dauer aushält. Zwischen der eigentlichen Geschichte im Jetzt, kommen unendlich viele Zeitsprünge zu einzelnen Episoden, die schon lange zurück liegen - was mitunter verwirrend ist. Es ist ein Buch, bei dem man sich während des Lesens sehr konzentrieren muss. Die Geschichte nimmt von dem Moment an Fahrt auf, als Iris im Krankenhaus, in das ihr Mann sie fährt, durch Zufall wieder ihrer Jugendliebe begegnet, der sie als junge Frau verlassen hat. Bei ihrer Begegnung erkennen sie, dass sie sich nach wie vor lieben und beginnen ein heimliches Verhältnis. Sie wird die Ehebrecherin, die sie nie sein wollte. Neben diesem Erzählstrang kommt auch das seltsame Leben ihrer Tochter Alma zum Tragen. Alma, eine jugen Frau nach dem Militärdienst, jobbt als Bedienung in einer Bar. Doch es ist keine normale Arbeit. Sie hat sich freiwillig in eine Abhängigkeit zu ihrem Chef Boa begeben, der sie ausnützt. Das ganze Buch ist sehr verwirrend. Schmerzen in jeglicher Form begleiten einen von der ersten bis zur letzten Seite. Und trotzdem schafft es die Autorin, den Leser zu fesseln. Allerdings, man muss schon ein geübter Leser sein, wenn man bis zum Ende durchhalten will.

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    • 2
  • Zeruya Shalev - Schmerz

    Schmerz

    miss_mesmerized

    Zehn Jahre ist das Selbstmordattentat inzwischen her und dennoch wird Iris täglich an den Tag erinnert, der ihr Leben veränderte. Nicht nur ihr Körper, mühevoll wieder zusammengeflickt, leidet nach wie vor unter Schmerzen. Auch ihre Familie wurde durch das Ereignis nachhaltig verändert. Ihrem Mann Micki hat sie kaum mehr was zu sagen, ihre erwachsene Tochter Alma hat sich völlig von ihr entfremdet und ihr Sohn Omer geht ebenfalls seines Weges. Als sie ihrer Jugendliebe Eitan zufällig begegnet, scheint dies das Ende der Familie zu sein. Schon bei früheren Büchern der Autorin war das Lesen über weite Strecken eine Quälerei. Nun ein weiterer Versuch, da die Feuilletons sich beinahe überschlagen haben vor Lob. Doch weshalb? Hatte ich erwartet, dass dieses Attentat im Zentrum steht mit seinen Folgen auf die betroffene Frau und die Familie, so wurden diese Erwartungen völlig enttäuscht. Was man bekommt ist eine zermürbte, vom Leben und den Männern enttäuschte Frau, die sich relativ passiv ihrem Schicksal hingibt und sich selbst bemitleidet. Darüber vergisst sie die Menschen um sich rum – insbesondere ihre Kinder – und ist dann wütend, wenn diese sich mehr und mehr abwenden. Das Selbstmitleid der Protagonistin ist schwer zu ertragen, der Titel ist Programm, vor allem ihre Ignoranz über die eigene Mitschuld. Erst als mehr und mehr die Tochter in den Fokus der Handlung gerät, wird der Roman erträglich und gewinnt an Profil. Für mich jetzt definitiv das letzte Werk von Zeruya Shalev. 

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    • 3
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Aussergewöhnlicher Schreibstil!

    Schmerz

    Igela

    20. January 2016 um 14:03

    Iris wird seit 10 Jahren geplagt von Schmerzen....damals wollte sie ihre beiden Kinder Omer und Alma zur Schule bringen und wurde das Opfer eines Terroranschlages.Seither ist nichts mehr wie es war,Iris versucht mit den Schmerzen ihren anspruchsvollen Job als Schuldirektorin und ihre Familie zu managen. Als sich der Verdacht, dass Ehemann Micki fremd geht bei ihr einschleicht ist sie erschüttert. Kurz darauf trifft sie Eitan , ihre grosse Jugendliebe wieder und sie lässt sich erneut mit ihm ein. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich aussergewöhnlich. Die sehr langen Sätze,setzen intensives ,konzentriertes Lesen voraus.Wo andere Autoren 3 Sätze aus einem gemacht hätten, bedient sich Zeruya Shalev vieler Kommas um ihre langen , verschachtelten Sätze zu schreiben. Die direkte Rede wird sehr knapp eingesetzt, so hat die ganze Story etwas von einer Erzählung. Die Hauptperson Iris hat es mir nicht einfach gemacht , sie zu mögen. Zu Beginn erschien sie mir sehr kalt und abgeklärt, bis ich realisiert habe, dass sie aus Selbstschutz vor dem Schmerz und der Gleichgültigkeit ihres Mannes, schroffe Reaktionen zeigt. Von da an empfand ich Mitleid mit ihr . Dieses Buch lebt nicht von grosser Handlung, diese ist sehr minim gehalten. Dafür rückt Zwischenmenschliches und intensive Gefühle in den Vordergrund. Seitenweise war mir das leider etwas zu langatmig und langweilig. Gefallen hat mir, dass die Autorin immer wieder Rückblick in die Vergangenheit nimmt und ,dass man so nach und nach die ganze Geschichte um Ethan und Iris besser versteht. Ein Buch, dass mich als Leser herausgefordert hat...durch das ich mich seitenweise beissen musste.

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  • Wenn Vergangenheit und Gegenwart sich treffen

    Schmerz

    SophiaLaGrande

    19. January 2016 um 16:54

    Iris lebt mit ihrem Schmerz. Der Schmerz ist ihr Alltag. Sie kann vor Schmerzen das Leben nicht mehr erkennen. Arztbesuche und Tablettenkonsum prägen ihre Freizeit. Als Schuldirektorin hat sie viele Aufgaben und Verpflichtungen. Ein stark strukturiertes Leben, welches vom Schmerz beeinträchtigt wird. Bis der Schmerz ein anders Gesicht annimmt. Das Gesicht ihrer ersten grossen Jugendliebe: Eitan. Der Schmerz, den Iris seit einem Terroranschlag mit sich trägt, bringt sie zu einem Spezialisten im Spital, welcher sich als ihre Jugendliebe herausstellt. Das Leben von Iris entgleist und die Strukturierung erhält Risse. Wir befinden uns in der Gegenwart, doch die Vergangenheit holt Iris und ihre Familie schleichend ein. Entscheidungen müssen getroffen werden und nach 10 Jahren Schmerz muss Iris endlich ihre Vergangenheit als vorbei anerkennen, damit eine Zukunft überhaupt möglich wird. 

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  • Versäumtes Leben

    Schmerz

    Alira

    Die 45jährige Iris, die immer noch an den Folgen der Verletzungen eines lange zurückliegenden Selbstmordanschlags in Jerusalem leidet, begegnet anlässlich eines Spitalaufenthalts zufällig ihrer großen Jugendliebe Eitan – ein Treffen, das ihre Existenz ins Wanken bringt. Innerhalb weniger Wochen überprüft Iris ihr bisheriges Leben: Hat ihre Tochter zu wenig Zuwendung bekommen, weil ihr Sohn so viel Aufmerksamkeit gebraucht hat? Hat Iris wegen ihrer Karriere als Schuldirektorin die eigenen Kinder vernachlässigt? War ihr Mann und der Vater ihrer Kinder immer nur (schlechter) Ersatz für Eitan, der sie als 17jährige plötzlich verlassen hat und diesen Fehler jetzt ehrlich bereut? Darf sie so egoistisch sein und alles hinter sich lassen, um endlich mit dem Mann zu leben, wegen dem sie damals fast gestorben wäre, an den sie all die Jahre immer wieder gedacht hat? Eine beeindruckende Biografie über eine beeindruckende Frau, eine Auseinandersetzung mit Schuld, mit Familien- und Beziehungskonflikten sowie mit Traumata, die über Generationen bestehen. (Ein paar kitschige Ausrutscher und Redundanzen seien der Autorin verziehen, sie schmälern das Werk nicht.)

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    • 2
  • 'und plötzlich hatte sie nichts außer sich selbst, nichts außer ihm, außer dem Schmerz'

    Schmerz

    sabatayn76

    Inhalt: Iris kennt den Schmerz: körperlichen Schmerz, der sie nach einer schweren Verletzung bei einem Terroranschlag seit 10 Jahren tagtäglich begleitet, und seelischen Schmerz, dem sie seit fast 30 Jahren ausgesetzt ist, nachdem ihre große Liebe Eitan sie verlassen hat. Nun führt ausgerechnet der körperliche Schmerz dazu, dass sie Eitan nach all den Jahren wiedersieht, denn er arbeitet als Schmerzspezialist. Nach dieser Begegnung gerät Iris' Leben durcheinander, sie stellt ihre Partnerschaft, ihre Familie und die letzten Jahrzehnte in Frage, genießt das Gefühl, ihre große und einzige Liebe wiedergefunden zu haben, und steht kurz davor, alles für Eitan aufzugeben. Mein Eindruck: Ich kenne 'Liebesleben' und 'Mann und Frau' von Zeruya Shalev, habe beide Bücher mehrmals und mit großer Begeisterung gelesen. Auch 'Schmerz' hat mir sehr gut gefallen, ist ein beeindruckendes und mitreißendes Buch, kann dem Vergleich mit den ersten beiden Romanen der Autorin meiner Meinung nach jedoch nicht ganz standhalten. In langen Sätzen, ohne gekennzeichnete wörtliche Rede und mit anspruchsvoller Sprache gelingt es Zeruya Shalev, ein zwischenmenschliches Szenario aufzubauen, das die Dynamik in den Beziehungen zwischen den Protagonisten zeigt und das es dem Leser ermöglicht, an den Gefühlen der Figuren direkt teilzuhaben. Man muss 'Schmerz' aufmerksam lesen, damit einem nichts entgeht, und es lohnt sich, den Roman langsam und sorgfältig zu lesen, weil er sowohl sprachlich als auch psychologisch gelungen ist. Zeruya Shalev ist eine Meisterin im Beobachten und Beschreiben von Emotionen. Auch 'Schmerz' ist geprägt von realistischen und detailgenauen Schilderungen, die dafür sorgen, dass man sich als Leser mit vielen Äußerungen und Situationen identifizieren kann. Gerade zu Beginn des Romans empfand ich das bedrückende Gefühl von Schuld und die gegenseitigen Schuldzuweisungen als meisterhaft und überzeugend beschrieben. Auch die detailreiche Schilderung des Attentats fand ich beeindruckend, obgleich befremdlich. Beim Lesen dieser Passage habe ich mich gefragt, wie stark der autobiografische Anteil des Romans ist, da Zeruya Shalev - wie die Hauptprotagonistin - vor nunmehr 11 Jahren bei einem Selbstmordanschlag verletzt wurde. Mein Resümee: Ein Roman, der zeigt, wie abrupt sich das Leben ändern kann. Sehr empfehlenswert.

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    • 2
  • Bildkräftig und intensiv

    Schmerz

    michael_lehmann-pape

    08. October 2015 um 15:04

    Bildkräftig und intensiv IN einer überaus dichten Sprache, voller Bilder, Assoziationen, mit Sätzen, die beim Leser umgehend Emotionen wecken und ihn mitten hinein nehmen in diese schmerzliche Liebesgeschichte, fasziniert Shalev von Beginn an mit ihrem neuen Roman. „Sie wir das Haus verlassen, sie wird zum Auto gehen, sie wird zur Schule fahren…..sie wird dableiben und kontrollieren, was im Hort passiert……und erst am Nachmittag, auf dem Rückweg, wenn sie mit vor Schmerz zusammengepressten Lippen im Auto sitzt, wird sie darüber nachdenken…….“ Jeder Schritt ein Schmerz. Ein Schmerz, den Iris nicht selbst verschuldet hat. Sie war vor einem Jahrzehnt in unmittelbarer Nähe eines Selbstmordanschlages und gehörte zu den Opfern. Sie hat überlebt, aber schwer verletzt mit einem harten Weg zurück wieder ins Leben versehen. Gut, dass ihr Mann ihr eine Stütze war und ist. Wichtig, dass sie Verantwortung für ihre beiden Kinder trägt. Beides hat sie aufrecht gehalten und hält sie weiterhin aufrecht. Aber kann das sein, dass eine Frau in ihrer Situation eben nicht nur dankbar, nicht nur begeistert, nicht nur hingezogen zu ihrem Mann sich fühlt? Dass da, trotz aller Hilfestellung und angewiesen sein das Innerste nicht wirklich aufgeht in der Ehe? Dass Sehnsüchte und Träume vorhanden sind, die den sicheren Rahmen sprengen würden? Dass da eine leere Stelle in ihrem Inneren offen schwärt, eine verlorene Liebe, die sie bis heute nicht überwunden hat? Und die, unverhofft, vielleicht, ganz anders eine zweite Chance erhalten könnte? Denn jenen Mann, der sie verlassen hat, ohne Erklärung, der sie mit wahrhaft zerbrochenem Herzen zurückgelassen hat, jenen Mann trifft sie wieder. Als einen, der nunmehr als Mediziner ihrer beider Schmerzzentren behandeln könnte, den körperlichen Schmerz als Palliativmediziner, ihren seelischen Schmerz als wieder aufflammende Liebe, zumindest aber mit einer Erklärung, einem Verstehen dessen, warum er damals einfach verschwunden ist. Doch nicht nur Iris ist es, die für sich alleine sich nur um sich selbst drehen könnte. Ihr Mann, ihre beiden Kinder, der Arzt Eitan, alle diese Personen haben ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Stärken und Schwächen und Tiefen, die Shalev in dieser besonderen, intensiven Sprache auslotet. Lebensgeschichten und Verbindungen zwischen den Personen, die starke Bindungen ergeben, die ein hin- und hergerissen sein jener Iris überaus realistisch anmuten lassen und für den Leser die Frage in den Raum setzt, was das ist, dieses Leben, wie sehr das Gefühl der Liebe den Lebensrahmen beeinflussen, erweitern, beeinträchtigen darf, ohne dass die eigene Person zwischen den eigenen Gefühlen zerrieben wird und andere mit hinunter reißt. Und kann man überhaupt „die Zeit zurückdrehen“, so tun, als wäre all das Leben nicht geschehen von der Jugend an? Wie weit lässt sich das gelebte Leben und der aktuelle Alltag zur Seite scheiben? Gewinnt die Leidenschaft oder siegt das Leben, wie es nun einmal geworden ist? Eine intensive Erzählung, ein intensives Psychogramm des Inneren einer Frau, die leidet und liebt, eine offene Frage des Bewertens, des Resümee auch beim Leser, wo man steht, warum man da steht und ob es das ist, was die eigene Sehnsucht an Weg weist. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre

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