Zhilad Ključanin Wasserhochzeit

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Inhaltsangabe zu „Wasserhochzeit“ von Zhilad Ključanin

In diesem Roman erzählt Zilhad Kljucanin die Geschichte der wunderschönen Ezi und des Dichters Zeri, der nach Ezis Entjungferung das weiße Laken mit einer Rosenknospe in der Mitte in den Fluß wirft. Doch Ezi ist dabei, ihre bosnische Heimat zu verlassen, nach Paris zu gehen und im "Crazy Horse" als Tänzerin zu arbeiten. Als sie unterwegs das Fenster des Zuges öffnet, sieht sie das Laken auf dem Fluß treiben. Fünfzehn Jahre später begibt sich Ezi auf die Suche nach ihrem Vater, gelangt nach Marseille, wo sie in einem Rosengarten auf einen alten Mann trifft, der an einem Wörterbuch der vom Verschweigen bedrohten Wörter schreibt. Der Taxifahrer, in den Ezi sich verliebt, lernt ihre Muttersprache. Bis wieder ein Krieg kommt. "Ich schreibe gern mit Vergnügen. Ich schreibe leicht, ohne Mühe, wenn es mir auch nur die geringste Mühe bereitete, würde ich gar nicht schreiben. Ich 'spiele mit dem Text', und dieses 'Spielen' resultiert aus meiner Freude am Schreiben." Zilhad Kljucanin, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Bosniens, erzählt von der Liebe und der Sehnsucht der Menschen nach ihren Wurzeln, ihrem Verhältnis zum Fluß, einer Metapher der Zeit, die kreist und in den Biographien verschiedener Generationen wiederkehrt - das Wasser führt Menschen zusammen und trennt sie. Als die Brücke im Ort fehlt, kann niemand mehr fliehen und fast alle Einwohner fallen den Soldaten zum Opfer. Die Herausgabe dieses Werks wurde gefördert durch TRADUKI, ein literarisches Netzwerk, das das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten der Republik Österreich, das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland, die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, KulturKontakt Austria, das Goethe-Institut und die S. Fischer Stiftung gemeinsam initiiert haben.

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  • Rezension zu "Wasserhochzeit" von Zilhad Kljucanin

    Wasserhochzeit
    Hallogen

    Hallogen

    05. December 2010 um 11:00

    Trotz der unzugänglichen Form, die fast eine Zumutung, von vielen Wiederholungen, Auslassungen und zunächst unverständlichen Äußerungen und Handlungen geprägt ist, ein gutes bis sehr gutes Buch, das von großer Meisterschaft, totaler Kontrolle über den Inhalt und großem Wissen des Autors zeugt sowie Tabuthemen (z. B. den Partisanenmythos) anspricht bzw. andeutet. In diesem sperrigen Buch geht es um eine bosnische Kleinstadt (wohl Sanski Most) und ihr Verhältnis zum Fluss und die Idee einer Brücke über diesen, um Dinge die im Abstand von je zirka 15 Jahren (1945, 1963, 1978, 1993) ab dem Zweiten Weltkrieg passieren. Wer Andric' "Die Brücke über die Drina" kennt, wird leicht die Parodie auf dieses Werk erkennen. Daneben gibt es aber auch viele schöne (d. h. gelungene) Bilder, ja eine regelrechte Liebeserklärung an die Altstadt von Marseille.

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