Zidrou

 4,2 Sterne bei 35 Bewertungen
Autor von Die Adoption. Band 1, Die Adoption. Band 2 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Zidrou

Zidrou, alias Benoît Drousie, geboren 1962 in Brüssel, war ursprünglich Lehrer und schrieb Geschichten und Lieder für Kinder. Er begann seine Karriere als Comiczeichner 1991 mit Illustrationen für das Magazin "Spirou". Inzwischen hat er dort unzählige Comics veröffentlicht und bei verschiedenen Verlagen rund 50 Alben publiziert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Zidrou

Cover des Buches Die Adoption. Band 1 (ISBN: 9783958395299)

Die Adoption. Band 1

 (8)
Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Die Adoption. Band 2 (ISBN: 9783958395305)

Die Adoption. Band 2

 (6)
Erschienen am 20.04.2018
Cover des Buches Das unabwendbare Altern der Gefühle (ISBN: 9783962192693)

Das unabwendbare Altern der Gefühle

 (3)
Erschienen am 12.12.2018
Cover des Buches Glatzköpfchen (ISBN: 9783741617874)

Glatzköpfchen

 (2)
Erschienen am 21.04.2020
Cover des Buches SHI. Band 1 (ISBN: 9783958395251)

SHI. Band 1

 (2)
Erschienen am 01.10.2017
Cover des Buches Marsupilami: Die Bestie (ISBN: 9783551785107)

Marsupilami: Die Bestie

 (2)
Erschienen am 29.06.2021
Cover des Buches Merci (ISBN: 9783741602498)

Merci

 (2)
Erschienen am 27.03.2017
Cover des Buches Lydie (ISBN: 9783899085907)

Lydie

 (2)
Erschienen am 01.06.2015

Neue Rezensionen zu Zidrou

Cover des Buches Marsupilami: Die Bestie (ISBN: 9783551785107)GetReadys avatar

Rezension zu "Marsupilami: Die Bestie" von Zidrou

Das Marsupilami als geschundene Kreatur, tolle Modernisierung mit eigener Geschichte.
GetReadyvor einem Jahr

Auch hier bedarf es einiger persönlicher Worte vorab, die eigentliche Rezi wird mit ****** gekennzeichnet.

Ich bin zeitweise gefühlt weltgrößter Marsupilami-Fan gewesen. Nicht als Kind, weil mir Comics weitgehend verboten waren, sondern als junge Frau. Mein Freundeskreis war ebenfalls infiziert: Es wurde sich mit "Hubba Hop" begrüßt, wir malten Shirts mit ihm drauf, Freunde schenkten mir eine schwarzes-Marsupilamikind-Fotostrecke zum Geburtstag, mein Vater setzte mir am Morgen vor den ersten Diplomprüfungen   ein Quietsche-Marsupilami als Glücksbringer in die Tasche.

Wobei meine Begeisterung für die Spirou & Fantasio-Serie nachließ, als Franquin mit ihr aufhörte. Danach fehlte mir die gekonnte Absurdität und die gelegentliche Schärfe des Humors. Und trotz der Liebe zum Tier, konnte ich mich auch nicht für die eigene Marsupilami-Serie erwärmen. Es war mir zu harmlos und zu lieblich, Doppelbödigkeiten fehlten.

Um so schockverliebter war ich, als mir „Die Bestie“ im Comicladen ins Auge fiel, sie musste unbedingt mit.

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Das Buch ist auf hochwertigem, schweren Papier gedruckt, auch die Druckqualität ist gut.

Die Geschichte spielt 1955 in Belgien, die Gesellschaft und das Leben sind immer noch vom Krieg geprägt. Die allgemeinen Ansichten sind bigott und spießig, Kinder deutscher Soldaten werden gemobbt, Erziehung hat strikt zu sein. Tiere werden als Sachen und Ausstellungstücke behandelt, deren Wert lediglich durch ihre Seltenheit bestimmt wird.
Anhand dieser Konfliktlinien wird die Geschichte des wilden, misshandelten Marsupilamis und François, dem Kind eines deutschen Soldaten erzählt.

Der Band hat einen Prolog, der mich fast zu Tränen gerührt hat und zeichnerisch genial ist. In fast schwarzen Panels, die nur mit wenigen beige- braun Tönen ergänzt werden, wird auf wenigen Seiten die Geschichte eines missglückten Tiertransportes per Schiff geschildert.
Beindruckend!

Leider vermasselt Carlsen oder auch schon der Originalverlag diesen tollen Eindruck dann kurz. Denn auf den stilistischen Vorgeschmack folgen ein doppelseitiges Titelblatt und die weiße Impressumseite, mit einer Schrift, die zum ganzen Rest nicht passt und auch noch zusätzliche Eigenwerbung enthält. Diese Seite hätte für eine konsistente Gestaltung entweder ans Buchende oder aber auf die Rückseite des Vorsatzes oder als Extraseite ganz an den Anfang gehört. Sie konterkariert die gestalterische Liebe und hochwertige Ausstattung des Buches.
Glücklicherweise enthält die erste Seite der Geschichte nur ein Bild und man kann schnell umblättern. Die Farbgestaltung bleibt gedeckt, auch wenn nun mehr Farben ins Spiel kommen. Der Eindruck von nachträglich kolorierten Fotos entsteht. Zeichnerisch würde ich es als einen modernen frankobelgischen Stil bezeichnen, wobei mir, vor allem wegen der teilweisen Härte der Story, etwas zu viel Kindchenschema verwendet wird.
Nach einer Weile hatte ich mich auch an die „Niedlichkeit“ fieser Kinder gewöhnt und bin insgesamt hellauf begeistert.
Das Marsupilami ist zwar wild und struppig, zeigt, aber schnelle einige typische Charaktereigenschaften. Auch die grundsätzliche Idee, auf gesellschaftliche Missstände hinzuweisen bleibt erhalten. Dies geschieht nicht durch so viele absurde Zuspitzungen, sondern eher durch die „realistischere“ Einbindung in die Geschichte. Diese Geschichte ist bisher definitiv nicht ausgelassen albern, lässt aber Humor und Absurdität auch nicht außen vor.
Hier wurde behutsam mit existierenden Figuren/Motiven umgegangen und trotzdem wird ein eigener Ton gesetzt: sowohl zeichnerisch, als auch erzählerisch, ohne die Vorbilder zu verleugnen. Großartig.
Einziges Manko: Die Geschichte ist nicht abgeschlossen und endet mit einem Cliffhanger. Nun heißt es bis zum nächsten Jahr warten.

Dieser Comic hat eine absolute Empfehlung verdient.

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Cover des Buches Marsupilami: Die Bestie (ISBN: 9783551785107)D

Rezension zu "Marsupilami: Die Bestie" von Zidrou

Ungewohnt düster
Drongovor einem Jahr

Wie jemand wohl auf die Idee gekommen ist die Geschichte dieses lustigen kleinen Kerlchens so radikal düster neu zu erzählen? Es ist auch nicht so, dass nach zehn Seiten die Originstory erzählt ist und das Tier dann so lustig rumspringt wie wir es können. Nein, hier wird wirklich glaubhaft erzählt wie es für eine solche Kreatur wäre, wenn es plötzlich aus dem gewohnten Umfeld in unsere Industriewelt verpflanzt wird. Ich bin gespannt was die Leute noch aus dem Stoff machen. Das Ende kommt recht plötzlich, etwas schade, das Buch sollte wirklich nur lesen wer sich auch den zweiten Teil besorgen möchte.

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Cover des Buches Glatzköpfchen (ISBN: 9783741617874)gedankenchaotiins avatar

Rezension zu "Glatzköpfchen" von Zidrou

Ein Buch, das ans Herz geht.
gedankenchaotiinvor 2 Jahren

Zita ist ein junges Mädchen, das schon seit Jahren das Krankenhaus als ihr Zuhause erlebt. Sie hat eine seltene Form der Leukämie und kennt fast nichts anderes, als das Krankenhaus.
Aufgrund ihres Haarausfall nennt sie sich selbst liebevoll Glatzköpfchen.
Die Graphic Novel hat mir unglaublich gut gefallen. Obwohl sie gerade mal 48 Seiten umfasst, beinhaltet sie soviel, was so manchen von uns vielleicht manchmal abhanden kommt.
Witz und Humor, eine Spur Sarkasmus und unglaublich viel Gefühl.
Freundschaft, Selbstliebe, Vertrauen oder einfach nur Glücklich sein.
Obwohl Zita schwer krank ist und seit neun Jahren im Krankenhaus ist, verliert sie ihren Lebensmut nur manchmal. Und jetzt feiert sie immerhin schon ihren 13. Geburtstag. Der muss natürlich gefeiert werden und sie lädt all die Leute an, die tagtäglich an ihrer Seite sind.
Alle Patienten, die ihre Freunde geworden sind. Pfleger, die ihr ans Herz gewachsen sind. Und ihre Mutter, die ihr das Herz bricht, indem sie absagt.
Wird Zita doch noch einen Geburtstag feiern, der ihren Wünschen entspricht oder fällt alles ins Wasser? Und was ist eigentlich mit diesen msyteriösen Ohnmachtsanfällen, die sie in den unmöglichsten Situationen erleidet?
Zidrou ist eine kleine süße Novel gelungen, die ans Herz geht.
Und die ich euch nur ans Herz legen kann.


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