Die Adoption. Band 2

von Zidrou 
4,5 Sterne bei4 Bewertungen
Die Adoption. Band 2
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Vaniis avatar

Ein Graphic Novel der mich mehr als alles andere bewegt hat. Wow

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Es sollte klar sein, dass diese Art von Graphic Novel einen jeden Leser zu erreichen vermag, der auf emotionaler Ebene berührt werden möchte

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Inhaltsangabe zu "Die Adoption. Band 2"

Wozu Weihnachten, wenn man kein Kind hat, mit dem zusammen man dieses Familienfest schlechthin feiern könnte? Für Lynette und Alain, Mitte vierzig, gehört diese Frage der Vergangenheit an. Nach einem verheerenden Erdbeben in Peru hoffen zahllose Waisen auf ein neues Zuhause, und das bis dahin kinderlose Paar adoptiert die kleine Qinaya. Die Ankunft der aufgeweckten Vierjährigen mit den großen, staunenden Augen wirbelt natürlich sofort das Leben aller Beteiligter durcheinander. Aber während sich einige mit Begeisterung in ihre neuen Rollen als Eltern oder Großmutter stürzen, erweckt bei Gabriel der Umstand, plötzlich Opa zu sein, allenfalls gemischte Gefühle. Ob es daran liegt, dass er nie die Zeit gefunden hatte, ein richtiger Vater zu sein? Die liebevoll erzählte und illustrierte Geschichte einer allmählichen Annäherung zweier Charaktere, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, und eines alten Griesgrams an sich selbst.

Eine Geschichte voller überraschender Momente, die unweigerlich berühren.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958395305
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:72 Seiten
Verlag:Splitter-Verlag
Erscheinungsdatum:20.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    monerls avatar
    monerlvor 3 Monaten
    Noch besser und emotionaler als Band 1!

    Meine Meinung: VORSICHT SPOILER AUS BAND 1!
    Der zweite Teil fängt ca. 1,5 Jahre nach dem ersten an. Qinaya ist in ihre Heimat zu ihrer leiblichen Mutter zurückgekehrt. Doch Gabriel will sie nicht gehen lassen. Er hat eine Weile gebraucht, um mit ihr warm zu werden und anzunehmen, dass er von jetzt auf nachher Adoptiv-Opa geworden war. Doch kaum war der Funke übergesprungen, ging er voll in seiner Funktion auf.

    Mutig wagt er sich in ein ihm unbekanntes Land und sucht Qinaya. Doch er muss feststellen, dass 1,5 Jahre für so einen kleinen Menschen viel Zeit bedeuten. Geknickt akzeptiert er, dass Qinaya nicht mehr zu seiner Familie gehört bzw. er nicht mehr zu ihr und ihrer Familie gehört. In all seiner Trauer begegnet er einem anderen Vater, der seine Tochter bei dem Erdbebenunglück (aus Band 1) verloren hat und nun darauf wartet, dass sie genetisch identifiziert wird, damit er sie nach Hause überführen kann. Die beiden Männer kommen sich näher und nutzen die Wartezeit um Sightseeing in Peru zu machen. Durch die Gespräche mit dem anderen Vater wird Gabriel gezwungen an seinen eigenen Sohn zu denken, der im Gefängnis ist und zu dem er den Kontakt abgebrochen hat.

    Dieser zweite Teil ist traurig und voller Schmerz. Viele Verluste müssen bewältigt und verarbeitet werden. Monin schafft es aber ganz wundervoll diese Trauer und Düsternis in die Bilder einzuarbeiten. Sein Zeichenstil ist sehr speziell, intensiv und detailgetreu. Beim Betrachten der Gesichtszüge kann jede Emotion abgelesen werden. So gelingt es Zidrou und Monin die gewollten Emotionen beim Leser zu wecken. Der Autor behält auch in diesem Teil einen ganz bestimmten Galgenhumor bei, der die Geschichte aufzulockern vermag.

    Fazit
    Eine Geschichte, die mehrfach tief unter die Haut geht. Der Fokus auf die Familie, die Liebe von Eltern zu Kindern (und umgekehrt) im Alter ist auf wenige Seiten faszinierend transportiert und umgesetzt. Die Worte und insbesondere die Bilder berühren und bringen einen zum Nachdenken. Eine sehr lesenswerte Geschichte, die wichtige Themen auf eine ganz spezielle Art darstellt.

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    Flaventuss avatar
    Flaventusvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Es sollte klar sein, dass diese Art von Graphic Novel einen jeden Leser zu erreichen vermag, der auf emotionaler Ebene berührt werden möchte
    Ganz großes Kino

    Der erste Teil von Die Adoption. Band 1: Qinaya konnte mich als Leser schon voll und ganz überzeugen, denn er schaffte es auf seine ganz eigene Art, Emotionen zu wecken. Mit dem hier vorgestellten zweiten Band steigern sich Autor und Zeichner nochmals, was einfach nur phänomenal ist.


    Focusänderung

    Der Fokus der Geschichte hat sich im zweiten Band deutlich geändert. Im ersten Band wird in vielerlei Hinsicht auf gesellschaftliche Aspekte eingegangen, die nun weitestgehend in den Hintergrund rücken. Nun ist das Buch gespickt von Verlust, Trauer und Verzweiflung. Allerdings nicht, ohne doch ein Fünkchen Hoffnung zu schüren und ohne den unverwechselbaren Humor zu nutzen, der auch im ersten Band allgegenwärtig gewesen ist.

    Mit der Einführung eines neuen Charakters kommt der Leser nicht umhin, zu beiden Protagonisten eine Beziehung aufzubauen und mit ihnen zu leiden und zu fühlen. Der Leser wird im passenden Moment abgeholt und muss sich ebenso den Realitäten stellen, wie alle Figuren der Graphic Novel.

     

    Ohne Worte

    Im richtigen Moment auf Worte verzichten, das ist eine ganz große Kunst, die in dieser Graphic Novel gezeigt wird. Die Geschichte erreicht genau in dem Moment seinen Höhepunkt, in dem auf jedes Wort verzichtet wird und zeigt eindrücklich, wie sich eine wahre Vater-Sohn-Beziehung äußern kann. Im passenden Moment kam mir ein Gedanke in den Sinn: Genau so sind Männer!

    Die Zeichnungen sind dabei über jeden Zweifel erhaben, auch in den Momenten, in denen die Erzählung in den Vordergrund rückt. Mit einigen stilistischen Kniffen wird zudem die Stimmung der Protagonisten sehr gut transportiert.

    Hin und wieder drängt das Team den Leser zum Weiterlesen, wenn als letztes Bild auf einer Seite schon eine neue Szene eingeleitet wird. Ein kluger Kniff, um den Leser zum sprichwörtlichen „Pageturner“ werden zu lassen.

     

    Fazit

    Mit diesem zweiten (und letzten) Band von „Die Adoption“ wird eine sowieso schon emotional erzählte Geschichte, nochmals ergreifend und kann sich im Vergleich zum schon sehr guten ersten Band steigern.

    Die beiden Protagonisten sind durch und durch sympathisch und versprühen nicht diese Griesgrämigkeit wie Gabriel im ersten Teil. Damit sollte klar sein, dass der erste Band bekannt sein sollte, um die Motivation des Opas zu verstehen. Für das Verständnis der Geschichte ist der Band hingegen gar nicht mal zwingend notwendig.

    Es sollte klar sein, dass diese Art von Graphic Novel einen jeden Leser zu erreichen vermag, der auf emotionaler Ebene berührt werden möchte.


    Diese Buchbesprechung findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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    Vaniis avatar
    Vaniivor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Graphic Novel der mich mehr als alles andere bewegt hat. Wow
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    Readrats avatar
    Readratvor 4 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

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