Zoë Beck

 4 Sterne bei 231 Bewertungen
Autor von Die Lieferantin, Brixton Hill und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Zoë Beck

Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Paradise City

Erscheint am 21.06.2020 als Taschenbuch bei Suhrkamp.

Alle Bücher von Zoë Beck

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Buchformat:
Cover des Buches Die Lieferantin9783518467756

Die Lieferantin

 (98)
Erschienen am 10.07.2017
Cover des Buches Brixton Hill9783453410428

Brixton Hill

 (85)
Erschienen am 09.12.2013
Cover des Buches Schwarzblende9783453410435

Schwarzblende

 (30)
Erschienen am 09.03.2015
Cover des Buches Ein zufriedener Mann. Erzählungen9783944818368

Ein zufriedener Mann. Erzählungen

 (7)
Erschienen am 31.07.2014
Cover des Buches Rot wie Schnee9783426431344

Rot wie Schnee

 (4)
Erschienen am 26.09.2013
Cover des Buches Das alte KindB004ROT9KW

Das alte Kind

 (4)
Erschienen am 26.06.2010
Cover des Buches November - Remember, remember9783426432822

November - Remember, remember

 (1)
Erschienen am 03.11.2014
Cover des Buches Der frühe Tod: Psychothriller9783838704869

Der frühe Tod: Psychothriller

 (1)
Erschienen am 22.07.2011

Neue Rezensionen zu Zoë Beck

Neu

Rezension zu "Brixton Hill" von Zoë Beck

Nicht so spannend wie erhofft
buchversunkenvor einem Monat

Dieser Thriller konnte mich persönlich leider nicht überzeugen. Die Idee fand ich wirklich gut, aber die Umsetzung war mir nicht spannend genug. Sprachlich gut geschrieben, aber die Personen hatten mir nicht genug Tiefe.
Das Ende war dann recht schnell abgehandelt, mir zu schnell und zu unspektakulär.

Schade, die Idee war wirklich mein Fall. Da der Thriller aber flüssig zu lesen war, gibt es von mir 3 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Die Lieferantin" von Zoë Beck

Tolle Charaktere zum Mitfiebern
Thoronrisvor einem Jahr

Endlich wieder ein klassischer Schreibstil

Eines der ersten Dinge, die mir an diesem Buch positiv aufgefallen ist, war, dass die Autorin offensichtlich den Mut besitzt, auf ganz herkömmliche Art und Weise zu erzählen: Dritte Person, Vergangenheit, wenige wechselnde Perspektiven. Es betrübt mich als Anhängerin dieses Stils, dass das heutzutage eine Seltenheit ist. Genau dieser Schreibstil ermöglicht es mir nämlich, in eine Geschichte abzutauchen und dabei zu vergessen, dass ich lese. Er ist unauffällig, lässt mich nicht stolpern und bringt auf eloquente Weise die Personen zum Leben.

Wie in einem Thriller üblich, haben wir hier Szenen aus verschiedenen Genre gemischt: mal spannend, mal actiongeladen, mal einfach nur Informationslieferanten. Sogar romantische Anklänge finden sich, wenn auch eher als Rückblick und nicht für den eigentlichen Plot relevant. Das alles bringt dieser Schreibstil gekonnt an den Leser, ohne dass sich der Stil jemals ändern muss. Es ist ein Fluss, eine runde Sache.



Spannende Charaktere, denen man Erfolg wünscht

Das Buch ist hochaktuell und entsprechend liest man eine politische Botschaft deutlich heraus. Die wichtigsten Personen sind Frauen, die durch Intelligenz und Stärke auffallen, ohne dabei ihre Weiblichkeit zu verlieren. Am Rande streifen wir die Problematik der Hautfarbe, denn in dem politischen Klima nach dem Brexit scheinen die Engländer in diesem Buch Menschen mit nicht weißer Hautfarbe sehr negativ gegenüber eingestellt zu sein. Eine erschreckend realistische Entwicklung, wie man auch nach den jüngsten Wahlen in Deutschland feststellen muss.

Die Männer, die zumeist in der Rolle der Antagonisten oder Bösewichte auftreten, hängen noch alten Rollenbildern an, mit all den Vorurteilen. Dass hinter dem geschlechtslosen Pseudonym "TheSupplier" eine Frau steckt, kommt ihnen lange nicht in den Sinn, ebenso wie sogar ein eiskalter Drogenboss kurzes Zögern zeigt, ehe er den Mord an einer Frau in Auftrag gibt.

Ellie, die hinter der Lieferantin steckt, sowie ihre Anwältin und ihre engste Mitarbeiterin sind mir von Anfang an sympathisch. Wir haben es hier mit echten Menschen zu tun, die zwar zusammen arbeiten und an dieselbe Sache glauben, sich aber dennoch deutlich voneinander unterscheiden und kontrovers über Mittel und Zweck diskutieren. Sie alle haben ihre Probleme, ihre löchrigen Lebensläufe, aber die tragischen Vorgeschichten wirken nicht, wie leider so oft, aufgesetzt, sondern als realistische Motivationen für ihre Handlungen. Genau deswegen ist das Buch auch tatsächlich spannend: Man weiß, dass alle Welt, insbesondere die Männer aus Drogenbanden und Politik, gegen die Frauen arbeiten, sie tot sehen wollen, und man weiß nicht, ob diese Frauen am Ende gewinnen. Ihr Wohlergehen liegt mir als Leserin sehr am Herzen.



Ein holpriger Plot

Die Geschichte selbst ist ebenfalls interessant und spannend, aber nicht ganz so gradlinig erzählt, wie ich es mir wünschen würde. Wie bei "Der Informant" haben wir es auch hier mit Szenen verschiedener Figuren zu tun, doch relativ schnell kann man stets einordnen, wer das ist und warum das wichtig für den Plot ist. Jede Szene ergänzt auf ihre Art ein kleines Puzzlestück, um sich zu einem großen Ganzen zusammenzufügen.

Leider ist dieses große Ganze in meinen Augen ein wenig zu groß. Die Brexit-Diskussion, der Kampf um Drogenlegalisierung, die rechtsgesinnten Nationalen - all das ist ein politischer Mix, der zwar hochinteressant ist, aber ein klein wenig zu viel. Für einen Roman, der in einer sehr nahen Zukunft spielt und städtische Probleme einfangen soll, sind natürlich Probleme um Hautfarbe, Drogenmissbrauch und wirtschaftlicher Absturz wichtig. Trotzdem gehen einige Figuren in dieser Masse manchmal unter und wir müssen viele Seiten Hintergrundinformationen lesen, die zwar von Charakteren geliefert werden, aber trotzdem etwas ungelenk wirken. Ein wenig mehr Konzentration auf einige wenige Problematiken hätte eventuell die Spannung noch erhöht. 



Fazit:

Der Thriller "Die Lieferantin" von Zoë Beck ist eine spannende Reise durch die Welt von Drongenbanden, Bestechung und politisch aufgeheizten Zeiten in Englands Metropole. Die Frauen rund um Hauptperson Ellie sind authentische Menschen, mit denen man mitfiebert, um die man Angst hat, für die man hofft. Die vielen politischen Probleme, die der Roman anspricht, sind zwar durchaus interessant dargestellt, lassen aber leider manchmal den eigentlichen Plot und die Hauptpersonen so stark in den Hintergrund rücken, dass man sich als Leser etwas verloren fühlt. Dennoch ist dieser Thriller ein Genuss, er liest sich flott und weiß, Spannung aufzubauen. Jedem Fan des Genres kann ich den Kauf nur empfehlen!

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Rezension zu "Schwarzblende" von Zoë Beck

Die westliche Welt nach 9/11
Ignovor einem Jahr

Niall wird in London zufällig Zeuge eines Terroranschlags. Als Dokumentarfilmer erkundet er gerade einen zukünftigen Drehort, als zwei junge Männer mit Macheten durch die Stadt laufen. Er folgt ihnen und filmt sie später, als sie einen jungen Briten grausam umbringen. Mit ihnen wird er unter Terrorverdacht verhaftet, seine Unschuld steht aber bald fest. Durch seinen Vater, einen bekannten Kriegsfotografen, bekommt er die Chance, einen Dokumentarfilm über die Hintergründe der Tat zu drehen. Bald gerät sein Leben aus den Fugen und auch der Anschlag an sich wird immer mysteriöser.

Schwarzblende ist 2015 bei Heyne erschienen, hat an Aktualität aber nicht verloren. Auf 416 Seiten zeichnet Zoë Beck eine komplexe Geschichte, die mit der öffentlichen Hinrichtung eines britischen Soldaten in einem Londoner Park beginnt, sich aber weit über diesen Fall hinaus erstreckt.

Die Fülle der übergeordneten Themen, die Beck in ihren Thriller einfließen lässt, zu erfassen, fällt mir fast schwer, so viele sind es. Zumal ich an der Stelle nicht zu viel spoilern will, denn Beck hat sich große Mühe gegeben, die Geschichte schwer vorhersehbar zu schreiben. Ich lese üblicherweise keine Klappentexte, bevor ich das Buch gelesen habe, daher ist das, was ich im Laufe der Lektüre von der weiteren Handlung erwartete, mindestens zweimal radikal umgeschlagen. Das alleine war schon ziemlich stark.

Thematisch bewegt sich Schwarzblende in den großen Feldern Daesh, Terrorismus, Rassismus, Journalismus und allgemein der konservativen, britischen Politik inkl. der Ermittlungsbehörden. Innerhalb dieser Bereiche zeichnet Beck zunächst um Niall, später um sein kleines Dokumentarfilmteam eine packende Story im heutigen London. Sie befasst sich intensiv mit dem Leben von Moslems im aufgeheizten gesellschaftlichen Klima spätestens seit 9/11. Dazu gibt sie tiefe Einblicke in den Radikalisierungsprozess und die Propagandamechanismen im Umfeld von Daesh. Auch der Nahostkonflikt fließt in die Geschichte ein, allerdings weniger intensiv. Daneben Politik und Ermittlungsbehörden im Zeitalter von Antiterrorgesetzgebung und den Gefahren, die sich daraus ergeben. Das alles findet eingebettet in den Alltag beim Dreh eines Dokumentarfilms statt.

Ihre Charaktere füllt Beck überwiegend mit Tiefe, jedenfalls die Protagonisten. Einige Nebencharaktere bleiben etwas blass. In diesen Eindruck spielt allerdings auch hinein, dass es durch die radikalen Wendungen lange nicht ganz leicht fällt, abgesehen von Niall überhaupt auszumachen, welche Charaktere in das Feld der Protagonisten gezählt werden können. Dramaturgisch ist der Thriller wirklich sehr gut aufgebaut. Ich schreibe die Inhaltsangabe normalerweise recht früh beim Lesen, um nachher nicht versehentlich zu spoilern, und bessere sie am Ende nur noch nach. Diesmal musste ich sie komplett neu schreiben, weil das Buch schon relativ früh eine klare Richtung zu haben scheint, dann aber das erste Mal komplett umbricht. Den Bruch hätte mir der Klappentext zwar noch genommen, im Nachhinein betrachtet fand ich ihn so aber deutlich spannender.

Hervorzuheben ist für mich die Figur Leonard Huffman, mit dem Beck ein Plädoyer gegen den Krieg im Allgemeinen hält. Der Kriegsfotograf, der seine Pflicht und Berufung darin gefunden hat, den Menschen zu zeigen, welche Grausamkeiten sie ihren Mitmenschen antun. Wirklich stark. Die Figur ist in jeder Hinsicht rund, mit all ihren eigentümlichen, manchmal scheinbar egoistischen Entscheidungen.

Thematisch hervorheben möchte ich noch das Spannungsfeld, in dem sich Freiheit und Sicherheit im Zeitalter nach 9/11 befinden. Beck spielt das am Eindrücklichsten an Niall durch. Dabei lässt sie ihn dieses Gleichgewicht, das seit langem in Schieflage ist, mehrfach aufgrund persönlicher Betroffenheit weiter in Richtung Sicherheit wünschen. Allerdings lässt sie ihn sich sofort reflektieren und demonstriert so eindrücklich, wie schnell man durch Betroffenheit bereit ist, Menschenrechtseinschränkungen vor allem für andere zu legitimieren.

Schwarzblende ist stark. Es ist fesselnd geschrieben, mit einer einen fast erschlagenden thematischen Breite – wohlgemerkt nur fast. Für Freunde von Gegenwartsthrillern auf jeden Fall einen Blick wert.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Brixton Hillundefined
Bücher, die ich gerne gelesen habe, empfehle ich oft weiter. Wieso also auch nicht Exemplare von meinen Lieblingsbüchern verlosen?
Den Startschuss für diese Aktion auf meinem Blog www.buchelefanten.de bildet der Thriller “Brixton Hill” von Zoë Beck, die mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen gehört. Sie kann es einfach. :)

Klappentext:
"Wir finden dich. Halte dich bereit! London, in einem der Luxushochhäuser von Canary Wharf: Erst fällt die Klimaanlage aus, dann der Strom. Sämtliche Ausgänge sind verriegelt, und Rauch strömt aus den Belüftungsschächten. Em muss hilflos zusehen, wie ihre Freundin im 15. Stock ein Fenster zertrümmert und panisch hinausspringt. Kurz darauf wird Em verhaftet. Sie soll sich in die Gebäudetechnik eingehackt und die Katastrophe ausgelöst haben. Ein falsches Spiel um Macht und düstere Geheimnisse beginnt. Ebenso die Jagd auf Em – im Netz und in der Realität …"

Wenn ihr aus Deutschland, Österreich und der Schweiz seid und dazu auch noch gerne Thriller und Krimis lest, könnt ihr ganz einfach mitmachen: Entweder unter dem Beitrag auf meinem Blog einen Kommentar hinterlassen, unter entsprechendem Post auf meiner Facebookseite oder gleich hier auf Lovelybooks – und schon seid ihr im Lostopf. Auch würde mich interessieren, ob ihr bereits andere Bücher der Autorin gelesen habt und wie ihr sie fandet.

Das Gewinnspiel beginnt heute und endet am Sonntag, den 15.06.2014 um Mitternacht. Der/die Gewinner/in wird am Tag darauf bekannt gegeben.

Viel Glück! 🐘


63 BeiträgeVerlosung beendet
N
Letzter Beitrag von  NiWavor 6 Jahren
Herzlichen Glückwunsch!

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