Zoë Beck , Max Annas Berlin Noir

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Inhaltsangabe zu „Berlin Noir“ von Zoë Beck

»Wozu die deutsche Kriminalliteratur in der Lage ist, zeigt der fantastische Band ›Berlin Noir‹. Besser kann man sich nicht durch Berlin führen lassen.« Thekla Dannenberg, Perlentaucher

Eine tiefschwarze Liebeserklärung an Berlin.

13 Kurzgeschichten, 13 Blickwinkel, 13 Stadtviertel – und 13 faszinierende Teile eines größeren Puzzles. Ein spannendes literarisches Städteporträt aus extra für diese Anthologie geschriebenen Originalgeschichten etablierter Top-Autor/innen und aufregender Newcomer.

Das Buch
Berlin ist eine Metropole in ständigem Wandel. Chaotisch, bunt, zersplittert und vielschichtig. Die Stadt hat kein Zentrum, aber unendliche viele Soziotope, Lebensstile und Mentalitäten. Arm trifft auf Reich, Spießer auf Künstler, Aufsteiger auf Abgestürzte.

Eine junge Frau aus gutbürgerlichem Zuhause endet in der Obdachlosenszene um den Bahnhof Zoo; eine Schießerei zwischen einem Ex-Bullen und einem Kleinganoven endet tödlich; ein Historiker recherchiert ein Verbrechen, dessen Ursprung in den Wirren der Nachkriegsjahre liegt; die zarte Liebesgeschichte zwischen einer Boutiquebesitzerin und einem ehemaligen Kindersoldaten wird durch einen notwendigen Mord gestört – und wer weiß, was es mit der Leiche auf sich hat, die ein Barmann in der Kühltruhe einer Absturzkneipe findet …

»Berlin Noir« entschlüsselt den Quellcode der Stadt. Das Verbrechen zieht seine blutige Spur vom schicken Dahlem bis in den tiefsten Wedding, vom beschaulichen Alt-Glienicke bis ins bunte Kreuzberg, spürt den blutigen Spuren der Geschichte nach und setzt die Gegenwart als dunkel schimmerndes Kaleidoskop neu zusammen. Eine tiefschwarze Liebeserklärung an eine Stadt, die vor allem eines ist: keine Sekunde langweilig.

Warum es uns gefällt
»Berlin Noir« – so vielfältig wie die Stadt. Unberechenbar, überraschend, tragisch und komisch. Ein substanzieller Baustein der Berlin-Literatur. Aktuell und originell, wie Berlin selbst.

Der Herausgeber
Thomas Wörtche, geboren 1954, Publizist, Literaturwissenschaftler, Kritiker, Herausgeber. Heute setzt der Erfinder der Krimireihe metro (Unionsverlag) seine Arbeit als Krimi-Herausgeber beim Suhrkamp Verlag fort.

CulturBooks-Noir-Reihe mit internationalen Top-Autorinnen und -Autoren
»Berlin Noir« ist der zweite Teil unserer Noir-Reihe. Jedes Buch besteht aus exklusiv für die Reihe geschriebenen Storys namhafter Autorinnen und Autoren und talentierter Newcomer. Jede Geschichte spielt in einem anderen Viertel einer Stadt – oder Gegend eines Landes. So entstehen packende literarische und geografische Porträts mit ungewöhnlichen, breit gefächerten Einblicken.

Bisher erschienen:
Aurélien Massons PARIS NOIR. Storys. Zwölf exklusive Geschichten der besten Pariser Noir-Autoren. Mit Salim Bachi, Didier Daeninckx, DOA, Jérôme Leroy, Dominique Mainard, Laurent Martin, Christoph Mercier, Patrick Pécherot, Chantal Pelletier, Jean-Bernard Pouy, Hervé Prudon und Mark Villard. Herausgegeben von Aurélien Masson. Übersetzt von Zoë Beck, Jan Karsten, Martin Spieß und Karen Gerwig. Paperback. Oktober 2017. 344 Seiten. 15,00 Euro (D), 15,40 Euro (A). ISBN 978-3-95988-024-4. eBook: 9,99 Euro

Der nächste Band der Reihe:
Herbst 2018: »USA Noir«. Herausgegeben von Johnny Temple. Mit exklusiven Storys von Jerome Charyn, Michael Connelly, Lee Child, Jeffrey Deaver, Jonathan Safran Foer, Dennis Lehane, Laura Lippman, Joyce Carol Oates, Don Winslow u. a.

Stöbern in Krimi & Thriller

Das Ende

Für einen Laymon eher schwach... Lässt sich schnell lesen, doch ich hatte andere Erwartungen

Sakle88

Immer wenn du tötest

Uhi uhi uhi.. Tolles Buch! Aber trotzdem hatte ich erst Teil 1 lesen sollen! Wird nun nachgeholt!

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Das Grab unter Zedern

tolles Buch, absolute Empfehlung

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Die Brut - Das Ende naht

Gut, aber nicht überragend! Die Geschichte ist erzähltund Fragen wurden geklärt.

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Der Wille zum Bösen

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Faltine

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  • Voll Atmosphäre, Stimmung, Melancholie, Freude und auch Spannung

    Berlin Noir

    michael_lehmann-pape

    12. March 2018 um 13:14

    Voll Atmosphäre, Stimmung, Melancholie, Freude und auch Spannung   Wenn da ein Journalist unter äußerem Druck steht (Trennung, Ex-Frau will mit neuem Partner, aber auch mit dem gemeinsamen Kind) die Stadt wechseln, dann sucht der Kopf schon Ablenkung. Da passt es, wenn der Fall eines verschwundenen Mädchens im Raum steht und man sich dieser Recherche widmen kann.   „Zugegeben, mein Engagement war ungewöhnlich, da ich üblicherweise für den Kulturteil unserer Zeitung schreibe“.   Wenn dann aber bei einer der Szenen am Tatort und danach der Leser eine deutliche Assoziation zu Antonionis „Blow“ erhält. Wenn einige Seiten weiter sehr deutlich dann „Shining“ aus den Tiefen der Geschichte auftaucht und auch „The sixth sense“ noch in tragender Rolle im Raum steht, dann ahnt der Leser, dass hier nicht alles so ist, wie es scheint. Dass man sich vielleicht eher im Kopf eines mental überlasteten Mannes befindet, mit dem man auch die dunklen Seiten Moabits besuchen werden wird.   Etwas zu direkt in den Anspielungen, aber sehr flüssig zu lesen, die Geschichte von Ulrich Woelk im Buch.   Demgegenüber Max Annas im Hauptteil „Berliner Milieus“ eher geradeheraus (und doch mit überraschenden Wendungen versehen), „Neukölln“ dunkel-düster-gewalttätig in den Raum stellt. Oben, hinter dem Gebüsch, 40 Meter von der S-Bahn Brücke entfernt.   Was eigentlich ein einsamer Platz sei sollte (und für das Vorhaben der zunächst zwei jungen Männer, dann vier anwesenden Personen (nicht mitgezählt das Bündel auf dem Boden)) auch genau deswegen ausgewählt wurde für ihr Vorhaben. Pech, dass hier zur fast Nachtzeit gruppenweise Menschen vorbeikommen (gut aber, wie Anna jede und jeden der Passanten nutzt, klare Zeichen für das Leben im Kiez vor Augen zu führen).   Und auch wenn „man den Falschen hat“, so richtig falsch kann das in diesem Teil der Stadt gar nicht sein zwischen Menschen mit Migrationshintergrund und handfesten „Nazis“, zwischen denen es Tag und Nacht hoch her geht und Gnade wenig gezeigt wird. Auch wenn des ein oder des anderen Gewissen noch dazwischenfunken könnte.   Berlin aus Innensicht. Nicht als „alternativer Stadtführer für Touristen“, sondern aus den Augen von vielfach schrägen Typen und Lebensweisen her, mit Dreck versehen, ohne Frage, gerade aber auch die vielfachen Atmosphären der Stadt je prägnant beschreiben, emotional den Leser mit mitten hinein stellen in die Kneipen, auf die Straßen, in das Denken, die Umgangsformen untereinander und in jenes Erleben, dass bei manchen der Kieze andersartige, neue und dennoch festgefügte „Familienbande“ entstehen lässt.   Was in kaum einer der anderen Geschichte so eindrücklich und innerlich den Leser mitnehmend gesetzt wird, wie im „Heinrichplatz-Blues“. Kneipen, Einrichtungen, der „Bingo-Sonntag“. Wo es heißt: „Das Flirten bitte einstellen“, wenn die Kugeln anfangen, sich zu mischen.   Der Ort, an dem Nick, gefühlt „immer schon“, die herausragende Gestalt ist. Nicht nur ob seiner Massagekünste, nicht nur fast schon als „Teilzeit-Ehemann“.   „Besitzansprüche an Nick zu stellen bringt überhaupt nichts, dann kriegt er diesen Blick“.   Kunstvoll vernetzt Johannes Groschupf in seinem Teil im Buch die genauen Portraits des ein ums anderen „Kiez-Originals“, bringt Getränke, Stimmung untereinander, die Wichtigkeit füreinander, die Sorge umeinander, aber auch die Melancholie des Lebens dort und das am Ende alle Beziehungen eher auch losen Fäden gleichen wunderbar auf den Punkt.   Ein Werk voller Erzählungen, das Berlin aus vielfachen Sichten zeigt, den Punkt trifft, Atmosphären erzeugt und, als Geschichten an sich, jede für sich lesenswert ist.

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