Zoë Beck Die Lieferantin

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Inhaltsangabe zu „Die Lieferantin“ von Zoë Beck

London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert. Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.

Nicht schlecht, aber ein Thriller???

— hans-bubi

Spannender vielschichtiger Krimi um Drogenhandel, Bandenkrieg und bewegende Einzelschicksale

— Tuzzi

Interessantes Thema, spannend umgesetzt.

— Malajube

Sehr spannender Thriller mit Zukunftsvisionen.

— Aqua__

nach anfänglicher Skepsis hat mich dieses Buch doch gepackt - gerade wg. des Themas, was sich in der Zukunft hoffentlich nicht so ereignet.

— Ekcnew

Zoë Beck hat einen interessanten politischen Kriminalroman geschrieben, den ich gerne gelesen habe.

— klaraelisa

Spannend und absolut nichts für schwache Nerven!

— Thala

Spannender Post-Brexit-Thriller

— lizlemon

Sehr gesellschaftskritischer und spannender Krimi, der auch einen Ausblick auf eine vielleicht (hoffentlich nicht) allzu ferne Zukunft zeigt

— Xirxe

Sehr spannend, schwächelt aber an manchen Stellen

— derbuecherwald-blog

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  • eher ein Krimi

    Die Lieferantin

    lucyca

    31. October 2017 um 09:09

    Mit Mini-Drohnen die Auslieferungen von Drogen auszuführen, eine Versandart der Zukunft? Für die Lieferantin und ihre Crew jedoch ein sehr lukratives Geschäft. Doch die Konkurrenz bleibt nicht untätig und setzt alles daran, Ellie zu schaden. Ein wichtiger Geldeintreiber des einen Familien-Clans verschwindet eines Tages. Der Boss will natürlich wissen, warum sein loyaler Mitarbeiter verschwunden ist und wo er jetzt ist. Zum gleichen Zeitpunkt wird ein Drogenhändler tot in Themse aufgefunden.Ellie hat natürlich ihre Gründe, warum sie dieses Geschäft aufgebaut hat, nämlich Rache. Nachdem ich die LP gelesen habe, erwartete ich hier einen spannenden und nervenverbrauchenden Thriller zu lesen. Leider haben sich meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Für mich ist dies eher ein Krimi, der hauptsächlich in der Unterwelt des Drogenhandels spielt. Zoe Beck hat einen angenehmen und teilweise fast zu temporeichen Schreibstil. Die Kapitel sind kurz. Ab und zu fehlte mir manchmal der richtige Zusammenhang. Fazit: Ein Krimi dem die Spannung etwas fehlte, sonst ok.

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  • Spannender Krimi - London in nicht allzu ferner Zukunft

    Die Lieferantin

    Tuzzi

    09. October 2017 um 22:20

    Die Lieferantin von Zoe Beck, Suhrkamp Verlag - ISBN: 978-3-518-46775-6“London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, ausgeliefert werden sie von Drohnen.“Die erzählte Geschichte könnte sich sicherlich schon bald abspielen. Die Autorin versteht es die Charaktere sehr plastisch zu beschreiben und die Spannung lässt während des Lesens nicht nach. Man kann sich in die meisten Protagonisten durchaus rein versetzen. Eigentlich ist niemand nur gut oder schlecht, sondern jeder auch irgendwie ein “Produkt“ der Umstände und der Umgebung. Es fiel mir zuerst nicht leicht, die einzelnen Namen den jeweiligen Personen zuzuordnen. Manchmal habe ich zurück geblättert.Ein sehr guter spannender Krimi, der den Leser nachdenklich macht. Ein tolles Cover in orange-blau mit gelber Schrift.Von mir eine klare Leseempfehlung. Ich würde auch weitere Bücher von Zoe Beck lesen.

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  • Dem Brexit folgt ein Drexit

    Die Lieferantin

    TochterAlice

    08. October 2017 um 21:59

              Wenn auch erst nach etlichen Jahren, denn Zoe Becks neuester Thriller spielt in der Zukunft. Die Bewohner der Britischen Insel rüsten sich - in wahrstem Sinne des Wortes - zu einer fundamentalen Abstimmung über Drogen.Wie ist das möglich - Drogen und ihre Händler haben mehr oder weniger Besitz von der ganzen Insel ergriffen und lenken ihre ganzen Geschicke. Allen voran Ellie, deren überaus florierendes Unternehmen über Drohnen läuft. Mit dessen Hilfe will sie Rache üben am Tod ihres Bruders. Doch sie ist lange nicht die einzige Akteurin in diesem Spiel des Verderbens, das allerdings aus meiner Sicht eigentlich kein Thriller ist. Wenn man so will, will Zoe Beck höher hinaus, sie zieht die ganze British Society durch den Kakao - durch ihre ureigene, kein bisschen süße und warme Brühe. Es ist also ein Gesellschaftsroman, der hier entstanden ist und wenn man ihn als solches liest, läuft es dabei kalt über den Rücken, so realistisch ist es. Ja, so könnte es wirklich aussehen in ein paar Jahren und der Blick ist wenig einladend!Ein wenig zu zerfasert und zu reich an Akteuren war mir dieser ansonsten sehr treffende Blick auf die künftige Welt, dessen Lektüre ich nichtsdestotrotz weiter empfehle.       

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  • Grandios geschrieben

    Die Lieferantin

    Gise

    06. October 2017 um 12:03

    Als ein Schutzgelderpresser unmäßig gierig wird, kommt Gastwirt Leigh nicht mehr drumherum, ihn zu ermorden. Damit aber ist der erste Mosaikstein gesetzt für eine Erschütterung, die London in allen Bereichen erfasst: von der Unterwelt bis in die Ministerien hinein. Es betrifft auch die Lieferantin, die sich gerade ein Start-Up-Unternehmen aufgebaut hatte, das Drogen schnell, unkompliziert und in höchster Qualität liefert. Nun aber wird sie selbst bedroht und muss sehen, wie sie mit heiler Haut davonkommt.Autorin Zoë Beck schildert in einem äußerst flüssigen Schreibstil ein „Was wäre, wenn…“, das sich wie eine Verkettung unglücklicher Umstände verselbständigt. Mit viel humorigem Hintersinn verknüpft die Autorin die verschiedensten Themen miteinander, Drogenhandel, Drogenpolitik, Schutzgelderpressung, Bandenkrieg, Rassismus, und karikiert sie gnadenlos. Wer ist gut, wer ist böse in diesem Buch, wer hat Dreck am Stecken, gibt es überhaupt jemand, der wirklich „sauber“ ist? Gekonnt spielt die Autorin die verschiedenen Gruppierungen gegeneinander aus, und immer wieder kommt eine überraschende Wendung hinzu. Es werden einige Köpfe fallen in diesem Buch, und zum Schluss wird es sicher nicht die Falschen treffen - mehr möchte ich nicht verraten, ohne zu spoilern…Die Gesellschaftskritik schimmert durch jede Zeile dieses Buches hindurch.Zoë Beck steht schon seit einer Weile auf der Liste der Autoren, deren Bücher ich lesen möchte. Nach diesem Buch bin ich sicher, dass dies garantiert nicht das Letzte von ihr gewesen ist. Eine unbedingte Leseempfehlung von mir und alle 5 möglichen Sterne!

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  • Komplexer Thriller

    Die Lieferantin

    Aqua__

    15. September 2017 um 15:12

    In "Die Lieferantin" von Zoe Beck geht es um den Drogenmarkt der Zukunft. Ellie Johnson ist die neue Lieferantin im Drogenmarkt, doch keiner weiß wer sie ist. Eine Bedrohung für die Drogenbosse in London, die beseitigt werden muss. Der Thriller ist spielt im Jahr 2018, in dem der Drexit in Großbritannien die Menschen in zwei Lager spaltet. Das eine Lager ist dafür die drogen zu legalisieren, dass andere nicht. Jedes Kapitel wird aus einer anderen Perspektive erzählt. Am Anfang ist einem noch nicht klar, wie alles zusammenhängt, aber mit der Zeit kommt raus, wie alle Figuren irgendwie miteinander zusammenhängen. Der schreibstil ist gut. Es wird nicht zuviel drumherum erzählt und man kann der Story gut folgen. Ein großes Plus ist auch das schöne Buchcover. Die Farben und das Motiv ist super und spricht einen an. Wem das in einer Buchhandlung nicht auffällt, dann weiß ich auch nicht! :)

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  • sehr aktuell - das Erschreckende: es könnte sich tatsächlich so ereignen

    Die Lieferantin

    Ekcnew

    04. September 2017 um 21:27

    Ich war zunächst skeptisch, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr froh, dass ich es gelesen habe. Es stimmt mich doch sehr nachdenklich und macht mir auch Angst. Denn das was dort beschrieben ist, basiert zwar nicht auf Tatsachen, aber es könnte auch tatsächlich so passieren. Der Text ist sehr verständlich geschrieben und es wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Das hat es für mich sehr interessant und spannend gemacht. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, wer wohl einen entscheidenen Fehler macht, aber das Ende war für mich nicht vorhersehbar. So blieb es auch bis zum Schluss noch spannend. Zum Inhalt: Dieser Thriller spielt in London. Der Brexit ist vollzogen und negative Auswirkungen sind überall zu spüren. Als nächstes soll es ein Referendum zum Druxit geben: Die Regierung möchte Drogen verbieten und Abhängige sollen ihre bürgerlichen Rechte verlieren. Es tut sich viel in dieser neuen Zeit und im Drogenmilieu macht "die Neue" sich nicht gerade beliebt. Über "Die Lieferantin" werden Drogen online bestellt und über eine Drohne ausgeliefert. Das funktioniert einwandfrei, der Abnehmer erhält schnell und im Verhältnis auch noch günstig seine Ware, sehr zum Unmut der traditionellen Drogenbosse. Die Lieferantin hat ihr Netzwerk, was nur aus Frauen besteht, bis ins Kleinste durchorganisiert. Wie das alles ineinander greift und funktioniert, das hat mich schon fasziniert. Insgesamt haben mir die handelnden Personen sehr gut gefallen. Sie sind gut beschrieben und es führt insgesamt zu einem fesselnden Leseerlebnis. Der Leser muss sich aber schon auf diese Zukunftsvision einlassen.

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  • Spannend von der ersten bis zur letzten Seite ...

    Die Lieferantin

    goat

    02. September 2017 um 23:03

    London in der Zukunft. Der Brexit ist bereits vollzogen. Ellie Johnson hat ihren Bruder durch illegale, nicht saubere Drogen verloren. Sie wählt einen etwas ungewöhnlichen Weg, um andere junge Leute davor zu schützen: Sie verkauft selber Drogen über das Darknet, allerdings nur saubere Ware und diese wird durch Drohnen ausgeliefert. Mit dieser neuen Art des Drogenverkaufs macht sie sich unter den alten Hasen keine Freunde und es dauert nicht allzu lange, bis auf sie ein Kopfgeld ausgesetzt ist …Zoe Beck hat zugegebenermaßen einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Die ganzen unterschiedlichen Figuren haben mich zunächst noch etwas verwirrt. Zumal sie augenscheinlich alle nichts miteinander zu tun haben. Es hat etwas gedauert, bis ich alles durchblickt habe. Doch nach und nach konnte ich immer weiter in die Geschichte eintauchen. Drogen, Macht und Korruption. Die Autorin versteht zu fesseln. Besonders interessant fand ich die detaillierte Beschreibung der Drohnentechnik und dass es sich hier um Drohnen handelt, die eigentlich für den Krieg konzipiert sind. Ich bin mir nicht sicher, wie viel von dem, was Zoe Beck zu ihrem Thema gemacht hat, tatsächlich schon so eingetreten ist. Weit davon entfernt sind wir in der heutigen Zeit mit Sicherheit nicht und das finde ich schon sehr beängstigend.„Die Lieferantin“ ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Dies war zwar mein erstes aber sicherlich nicht mein letztes Buch von Zoe Beck. Von mir gibt es vier Sterne.

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  • Die Lieferantin

    Die Lieferantin

    maren78

    01. September 2017 um 23:01

    Ich fand das Buch plätscherte über weite Strecken leider nur so dahin. Mir fehlte die gewisse Spannung zu einem Thriller.Die Geschichte wird aus Sicht verschiedener Personen erzählt, was die Sache nicht gerade einfacher machte.Es geht um Schutzgelderpressung, Drogen, Bandenkrieg und Rassismus. Elli, die ihren Bruder durch Drogen verloren hat, baut ein Netzwerkhandel mit Drohnen auf.Was auf den ersten Blick als komplex und gut durchdacht erscheint, wird später ein heilloses Durcheinander und das nicht erst als die erste Leiche auftaucht.Ich weiß nicht ob es am Thema lag, was ja durchaus aktuell ist oder einfach an der Art und Weise des Buches.Bisher haben mich die Bücher von Zoe Beck immer überzeugen können, das kann ich in diesem Fall leider nicht behaupten.

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  • Spannende Drohnenapp, die funktioniert

    Die Lieferantin

    trollchen

    31. August 2017 um 09:06

    Die LieferantinHerausgeber ist Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (10. Juli 2017) und hat 324 Seiten.Kurzinhalt: London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert.Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.Meine Meinung: Ich habe jetzt schon länger kein Buch mehr von der Autorin gelesen und muss sagen,iich bin wieder auf den Geschmack gekommen. Das einzige, was diesmal nicht so in die Tiefe ging, war die Thematik, denn ich hätte gern mehr über die Drohnen, die Technik erfahren. Aber auch so, war das Buch sehr spannend, über kuriose Namen, die ich immer erst einordnen musste und über tolle Charaktere. Irgendwie ist ja jeder involiert und jeder hält sich so im Bild, wie er es grad kann. Manchmal fand ich die Protagonistin Ellie ein wenig naiv, sicherlich hat sie immer andere Handys und Nummern, aber in manchen Dingen war sie einfach naiv, das hätte ich anders erwartet von solchen Leuten. London ist der Hauptschauplatz und ich finde auch die die Idee mit dem Brexit und dem Druxit sehr gelungen, auch die Demonstrationen fand ich sehr passend. Auch die App, über die man Drogen bestellen kann, finde ich, passt hervorragend in unsere Zeit und ich glaube, das wird gar nicht mehr solange dauern, bis so was wirklich boomt. Natürlich ist dies auch beängstigend! Und dann natürlich der Bandenkrieg um den besten Absatz von Drogen, der im Untergrund boomt. Die Spannung ist von Anfang an da, dazwischen wird der Leser immer wieder zu interessanten Menschen gebracht, die alle irgendwie überleben müssen mit oder ohne Drogen. Perfekte Sprache, kurze Kapitel und viel Kopfkino. Das einzige, was mich ein wenig stört, ich würde es als Krimi durchgehen lassen, aber nicht als Thriller!Mein Fazit: Ein lohnenswerter politischer Krimi, der viel zu bieten hat. Spannung garantiert. Ich vergebe 5 Sterne.

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  • Nur Downer, keine Upper.

    Die Lieferantin

    Gulan

    28. August 2017 um 18:26

    Declan klickte sich im Shop von TheSupplier durch die Heroin-Angebote. Rein und unverschnitten, wurde versichert. Direkt aus der Türkei. Topqualität, hergestellt aus afghanischem Opium. […] The Supplier hatte noch Morphium und Opium im Angebot. Keine Pillen. Kein Crack. Kein Crystal Meth. Kein Koks. Nicht mal LSD. Nur Downer, keine Upper.Clever, dachte Declan. Ein gutes Konzept. Die Nation betäubte sich. Die Zeiten, in denen alle wach sein wollten, waren vorbei. (S.51-52) Die Londoner Unterwelt ist in Aufruhr. Ein neuer Player mischt den sorgsam aufgeteilten Drogenmarkt auf: Über eine neue App kann in Windeseile neuester Stoff bestellt werden, der dann per Drohne ausgeliefert wird. Das können die alteingessenen Bosse nicht auf sich beruhen lassen. Zeitgleich wird im Königreich noch ein anderer Kampf ausgetragen. Ein Referendum über die Legalisierung oder die Verschärfung der Drogenpolitik steht an und wie sich bald herausstellt, hat das eine durchaus mit dem anderen zu tun. Denn Ellie Johnson, „Die Lieferantin“, hat durchaus persönliche Gründe für ihren Geschäftszweig, mit dem sie insgeheim die Drogenlegalisierungskampagne unterstützt. Doch die konservative Regierung und die konservativen Drogenbosse setzen (in gegenseitigem Einvernehmen) eher auf Verschärfung des Status Quo. Derweil plagt Restaurantbesitzer Leigh, ein alter Freund von Ellie, ein ganz anderes Problem: Er hat sich mehr oder weniger aus Versehen eines Schutzgelderpressers entledigt und stirbt nun tausend Tode aus Angst vor Entdeckung. Allerdings verschärft Leigh ohne es ahnen mit dem Tod des Gangsters die Gesamtsituation. Autorin Zoë Beck ist ein Multitalent im literarischen Betrieb. Verlegerin (Culturbooks), Übersetzerin, Synchronregisseurin und erfolgreiche Autorin. Ihr letzter Roman „Schwarzblende“ war einer der drei Gewinner des Deutschen Krimi Preises national 2016. Für ihr neuestes Werk ist sie ein wenig in die Zukunft gesprungen. Aber wirklich nur ein wenig, denn so futuristisch ist es nicht. Vielmehr wurden ein paar sich abzeichnende Entwicklungen vorweggenommen: Lieferdrohnen, E-Auto-Shuttles, Abspaltung Schottlands vom Vereinigten Königreich. Gleichzeitig scheint nach dem vollzogenen Brexit die nationale Orientierung fortzuschreiten: Marodierende Gangs machen unter dem Motto 'rot-weiß-blau' die Nachbarschaft unsicher und bedrohen Minderheiten. Das ist zum einen das große Plus dieses Romans. Er ist keine Dystopie und kann nicht so einfach als Zukunfts-Schwarzmalerei abgetan werden, sondern er greift aktuelle gesellschaftliche und technische Tendenzen auf und zeigt eine Bild einer allzu nahen Zukunft, als hätte man mal kurz auf Vorspulen gedrückt. Beck erzählt die Geschichte aus wechselnden Perspektiven in kurzen Kapitel, sehr flüssig und souverän vorgetragen. Auch erfreulich ist die leichte Unschärfe in Bezug auf Gut und Böse. Zugegeben die Bösen sind auch wirklich richtig unangenehm, aber auch die vermeintlich Guten bleiben moralisch alles andere als unbefleckt. Ein Kritikpunkt meinerseits: Aus den Figuren hätte man mehr herausholen können, gerade die vermeintliche Hauptfigur Ellie Johnson, bleibt für mich über lange Strecken blass. Auch Declan Boyle, der Sohn des Unterweltbosses, der seinen Vater zunächst nur widerwillig beerben und später beeindrucken will, ist für mich eine unterdurchschnittliche Variante dieses altbekannten Themas. Zudem hätte das Buch vielleicht an der einen oder anderen Stelle noch mehr Thrill vertragen können, manchmal war Balance zwischen Thrill und politischer Thematik nicht immer gewahrt. Exemplarisch sei das Gespräch zwischen Ellie und dem schottischen Gangsterboss genannt, das stellenweise zu einer Vorlesung in die Geschichte der Opiate wird. Dennoch überwiegt für mich letztendlich schon das Positive. „Die Lieferantin“ ist ein flotter Kriminalroman mit einigen guten Einfällen, politischer Note und auch schwarzem Humor (Der Running Gag mit der Leiche unterm Fußboden ist nicht schlecht).

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    • 7
  • Drogenkrieg in England

    Die Lieferantin

    klaraelisa

    26. August 2017 um 18:19

    Zoë Beck hat ihren neuen Kriminalroman "Die Lieferantin" in London angesiedelt, und ihr Ausblick in die Zukunft ist düster. Nach dem Brexit haben sich die Fronten verhärtet. Beim nächsten Referendum will die konservative Regierung durch Volksentscheid über eine Verschärfung der Drogengesetze abstimmen lassen. Danach würden Drogenabhängige jegliche staatliche Unterstützung verlieren, sie wären nicht mehr versichert und würden obdachlos werden. Die schärfste Druxit-Gegnerin ist Catherine Wiltshire, eine Freundin von Ellie Johnson. Ellie unterstützt Catherines Kampagne mit dem Geld, das sie durch den Verkauf von erstklassigem Heroin übers Internet verdient. Ihr Geschäftsmodell ist gut. Über ihre App bestellt man die Drogen, geliefert wird mit Hightech-Drohnen, die eine enorme Reichweite haben. Das ist effizient, anonym und hervorragend organisiert, bis Ellies Lieferant stirbt, der für den Tod des Schutzgelderpressers Gonzo verantwortlich gemacht wird. Dass der Restaurantbesitzer Leigh Sorsby, der durch die Schutzgelderpressungen kurz vor dem Ruin steht, im wahrsten Sinne des Worte eine Leiche im Keller hat, erfährt der Leser gleich zu Beginn des Romans. Gefährliche Verwicklungen zeichnen sich ab, und auch Ellie muss um ihr Leben fürchten. Zoë Beck hat einen interessanten politischen Kriminalroman geschrieben, den ich gerne gelesen habe.   

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  • mittelmäßig

    Die Lieferantin

    Tara01092012

    24. August 2017 um 13:05

    Irgendwie hatte ich hier etwas vollkommen anderes erwartet. Es kam irgendwie keine Spannung auf, wie ich sie bei einem Thriller erwartet hätte...Der Grundgedanke, dass es eine App gibt, über die man Drogen bestellen kann und die per Drohnen ausgeliefert werden, fand ich wirklich interessant und es ist etwas das ich so noch nicht gelesen habe... daher war der Ansatz wirklich interessant für mich.Die Charaktere fand ich aber irgendwie nicht spannend. Keine Person hat mich irgendwie überzeugen können...Auch die Spannung ließ zu wünschen übrig.Alles in allem mittelmäßig und wenn ich ehrlich bin, dafür dass es in das Genre Thriller fällt, dann auch noch ein wenig unter Mittelmaß...Leider nichts für mich.

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  • Außergewöhnlich

    Die Lieferantin

    echidna

    18. August 2017 um 21:45

    London in der nahen Zukunft: seit dem Brexit geht es bergab für Großbritannien. Nun steht ein neues Referendum an: der Druxit, der jegliche Drogen abschaffen soll. In dieser schwierigen Zeit hat Ellie sich mit dem besten Drogenhandel im Darknet selbstständig gemacht. Sie selber hat ihren Bruder durch eine Überdosis verloren, daher möchte sie eine sichere und anonyme Quelle für Abhängige bieten. Sie hat alles perfekt organisiert: die Drogen kommen werden innerhalb kürzester Zeit per Drohne geliefert. Damit ist sie den anderen Drogenhändlern natürlich ein Dorn im Auge, die schon bald ein Kopfgeld auf sie aussetzen.Ich fand das Buch wahnsinnig gut geschrieben. Es gibt mehrere Hauptcharaktere, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird. Die Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln ist so gut gemacht, dass eins in das andere über zu fließen scheint. So gut hab ich das selten bei einem Buch erlebt. Meist ist es ja so, dass man sich oft erst mal wieder in den nächsten Charakter einfinden muss. Hier ist das super gelöst.Die Charaktere sind außergewöhnlich und durchweg sympathisch und nachvollziehbar (sogar die "Bösewichte"). Jeder Charakter hat eine tiefgehende Vorgeschichte, die sein Handeln in der Gegenwart beeinflusst. Es ist außerdem sehr interessant zu sehen, wie das Großbritannien der Zukunft aussehen könnte. Der Brexit ist sicher, die Zeiten ungewiss und es könnte vielleicht wirklich sein, dass es so kommt wie in diesem Buch beschrieben. Das Buch bietet eine völlig neue Sichtweise auf den Brexit und damit verbundene Konsequenzen. Die Autorin scheint sehr gut recherchiert ihre Idee sehr ausführlich ausgearbeitet zu haben, bevor sie sich auf dieses Projekt eingelassen hat.Mich hat das Buch durchweg begeistert. Auch wenn ich es nicht unbedingt als "Thriller" bezeichnen würde. Es ist zwar spannend, aber nicht thrillermäßig, womit ich mehr psychischen Nervenkitzel verbinden würde. Es ist trotzdem spannend, interessant und auf jeden Fall lesenswert.

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  • Eine beklemmende, nicht allzu weit entfernte Zukunft

    Die Lieferantin

    yesterday

    18. August 2017 um 01:18

    Ein „Was wäre, wenn….“ der besonderen Art bietet dieser Thriller von Zoё Beck. Für ein packendes Buch genau das richtige, hoffe ich dennoch nicht, dass die Entwicklungen so vorangehen wie hier. Was wäre, wenn Großbritannien letztendlich aus der EU ausgetreten ist, sich dann den Baustellen im Inland widmet und dabei ein verschärftes Drogengesetz beschlossen werden soll, das Konsumenten wie Suchgiftgegner auf die Straßen treibt und die halbe Unterwelt Londons auf den Plan ruft? Letztere befürchten massive Verdiensteinbußen und wissen sich nur auf „ihre Art“ zu wehren. Dazu gesellen sich Nationalisten, die den harten Regierungskurs nicht hart genug finden und alles „nicht-britische“ loswerden wollen, notfalls ebenso mit Gewalt. Zwischen die Fronten geraten dabei naturgemäß auch Unschuldige. Und solche, die es gerne von sich glauben wollen. Wie Ellie, die mit ihrem unkonventionellen Drogen-Onlineshop auch die höchsten Kreise Londons beliefert. Eine perfekte Ausgangsbasis für eine Art britischen Mafia-Krimi, wobei aufgrund der Spannung sogar der so wunderbare schwarze Humor eigentlich zu kurz kommt. Mehr sei nicht verraten, ich kann jedem Fan der Spannungsliteratur raten, sich selbst von der eigenartig beklemmend-faszinierenden, aufgewiegelten „After-Brexit-Stimmung“ gefangennehmen zu lassen. Und als man gegen Ende schon dem erwarteten Knalleffekt entgegenfiebert und dann doch (fast) alles anders kommt, schwingt die Autorin ebenso überraschend die „Moralkeule“. Hochmut kommt vor dem Fall - eindrucksvoll zeichnet Beck das Bild eines Menschen, der immer stärker seine Prinzipien verrät, schändliche Taten mit abstrusen Theorien rechtfertigt und schließlich die unausweichliche Bruchlandung begeht. Alles Fiktion? Hoffentlich.

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  • Gesellschaftskritischer Krimi aus der nahen Zukunft

    Die Lieferantin

    Xirxe

    16. August 2017 um 22:09

    London nach dem Brexit: Die Zeiten sind rauer geworden, die neuen Rechten gewinnen die Oberhand, rigorose Überwachung, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gehören zum Alltag. Statt sich aufzuputschen nehmen die Menschen Drogen, um der grauen Wirklichkeit zu entfliehen. Elliot Johnson hat dafür eine perfekte Dienstleistung entwickelt: Ihre Website informiert detailliert und ansprechend über das Angebot, das über eine komfortable App bestellt werden kann. Die Lieferung kommt umgehend per Drohne, ohne dass jedoch Rückschlüsse auf den Absender gezogen werden können. Ihre Konkurrenten, drei alt eingesessene Unterweltchefs, reagieren sauer: So schnell lassen sie sich keine Marktanteile abjagen. Die Jagd auf die Neue beginnt ...Dieses Buch ist nicht nur ein Krimi, der im Drogenmilieu spielt, sondern auch eine deutliche Abrechnung mit einer Politik, die Populismus schürt und die Schwachen zugunsten der Starken weiter schwächt. Auch wenn es ein Zukunftsszenario darstellt: Die von Zoë Beck beschriebenen Zustände sind bereits jetzt in Ansätzen erkennbar und ohne Gegensteuern wird es sich wohl weiter in diese Richtung entwickeln.Doch zurück zum Krimi: Durch verschiedene Perspektiven erhält man Einblick in die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereiche und wie diese trotz ihrer recht großen Unterschiede dennoch zusammenhängen. Ein Kneipenwirt bringt ungeplant einen Schutzgelderpresser um, worauf dessen Chefs erst einmal ein Komplott vermuten. Als Folge wird ein Drogenlieferant ermordet und durch ein einziges Wort, das bis zum Schluss nicht wirklich überzeugend bestätigt wird, gerät ein jahrelang mühsam austariertes Gleichgewicht in der Londoner Unterwelt ins Wanken. Es ist ein geniales Konstrukt, das die Autorin hier aufgebaut hat, denn irgendwie hängt Alles mit Jedem und Allem zusammen. Einiges mag vielleicht etwas zu plakativ sein (die Erklärung für Elliots Handeln oder die Verbindungen der Unterwelt mit der Politik), aber es fügt sich Alles wunderbar wie ein Puzzle zusammen und so manches Teil ist eine wirkliche Überraschung.Auch wenn es ein bisschen viel an Gesellschaftsthemen sind, die Zoë Beck in diesem Buch anspricht (Rassismus, Überwachung, Gesundheitsversorgung, Zero-Tolerance bei Drogen - auch Nikotin, Alkohol usw.): Durch die schnellen Perspektivwechsel und die Unterschiedlichkeit der Personen wirkt der Krimi nicht überfrachtet, und ich war wirklich gefesselt von dieser spannenden Geschichte in einer Gesellschaft, die ich hoffentlich nie kennenlernen muss.

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