Die Lieferantin

von Zoë Beck 
4,0 Sterne bei86 Bewertungen
Die Lieferantin
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Positiv (66):
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Brexit, Nationalismus, Drogenpolitik - spannender Krimi, der auch gesellschaftliche Problemfelder aufzeigt - Lesenswert!

Kritisch (7):
J

Drogenhandel als zukunftiges Unternehmensmodell

Alle 86 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Lieferantin"

London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert. Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518467756
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:324 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:10.07.2017

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 4 Monaten
    Und was passiert nach dem Brexit?

    Der Anfang: »Rotweißblau waren nicht ihre Farben. Morayo Humphries war schwarz.«

    Wir befinden uns in der Zukunft, ein paar Jahre voraus, der Brexit ist Normalität. Leigh, ein Restaurantbesitzer ist es leid, an die Mafia Schutzgeld zu zahlen. Die Einnahmen im Restaurant sinken, der Kassierer namens Gonzo verlangt immer höhere Beträge. Leigh will nur mit ihm reden, die Rate senken. Alles geht schief ... keine Absicht. Doch nun gilt es, die Leiche von Gonzo verschwinden zu lassen.

    »... die sich dahin verpissen sollen, woher sie gekommen sind.«

    Die Nationalisten, die »Rotweißblauen«, sind in der Mehrheit, zumindest verbal und in Präsenz, Rassismus steht auf der Tagesordnung. Großbritannien geht es wirtschaftlich schlecht, im sozialen Bereich wird an allen Ecken gekürzt. Das Drogengeschäft floriert. Gonzo ist verschwunden. Seinem Chef, dem Drogen- und Mafiaboss Boyd ist klar, wer Gonzo entführt hat: die Drogen-Konkurrenz. Er will Rache. Nun verselbstständigt sich der Stein, der ins Rollen geraten war ... Will jemand dem Boyd-Clan ins Geschäft pfuschen? Zusätzlich macht die Lieferantin dem Boyd-Clan Sorgen. Ihr Marktanteil steigt. Doch wer ist diese Frau? Sie verkauft ihre kleinen Päckchen nicht auf der Straße wie sie.

    Morayo Humphries, genannt Mo, ist gebildet, sie hat Privatschulen besucht, hat einen Studienabschluss, aber sie ist farbig, einer von denen, die dorthin gehen solle, wo herkommen ... So verdient sie sich ihr Geld mit Drogen. Dazu muss sie nicht auf die Straße gehen. Sie liefert über Bestellungen aus dem Darknet per Drohne. Mo gehört zu einem Dealerring, den Ellie Johnson aufgebaut hat. Ihr Bruder ist an gestreckten Drogen verreckt. Darum gibt es bei ihr nur hochwertige Ware, ungestreckt, mit genauer Gebrauchsanweisung. Ihre Dealer kennen sie nicht. Ellie stellt die Drohnen und den Stoff zu Verfügung, wählt sich ihre Dealer genau aus. Die Drohnen sind hoch technisiert, lenkbar mit Kamerasystem ausgestattet. Elli ist aber keine Frau, die sich an Drogen bereichern will, sie setzt ihren Gewinn für die »Anti-Druxit-Kampagne« ein. Die Regierung hat ein neues Referendum geplant, der Besitz von Drogen soll absolut unter Strafe gestellt werden, sämtliche Therapiemöglichkeiten, ärztliche Betreuung und alles, was damit zusammenhängt, soll aus dem Staatshaushalt gestrichen werden. Alles läuft rund, bis der Boyd-Clan eine von Ellies Drohnen abfängt.

    Zoë Beck hat in dieses Szenario brisante Gedankengänge hineingepackt. Die Geschichte wird multiperspektiv erzählt, es gibt eine Reihe von Protagonisten, alle grob gezeichnet, schlüssig. Die Erzählhaltung ist sehr distanziert. Das ist gut gewählt, denn alle Handelnden haben im Grunde persönlich nichts miteinander zu tun. Die Figuren sind hier nicht wichtig, sondern das Drumherum. Neben einer guten Portion Humor hat die Autorin eine düstere Zukunft für Little Britain aufgezeigt. Die Schotten haben sich abgetrennt, gehören zur EU, London-City wird durch Chinesen und Russen aufgekauft, die Immobilienpreise steigen. Einkommen sinken, Armut macht sich breit, was wieder Kürzungen der sozialen Bereiche nach sich zieht, radikaler Nationalismus, Fremdenhass, Ausgrenzung von Minderheiten, Kriminalität lohnt sich wieder.

    Die möglichen Auswirkungen des Brexits sind sehr glaubhaft dargestellt – leider. Ich hoffe, dass Zoë Beck nicht Recht behält. Durch Elli und die »Anti-Druxit-Kampagne« nimmt die Autorin ein anderes Thema auf: die Legalisierung von Drogen. Weniger Kriminalität, weniger Kranke und Tote, so das Argument. Die baseballschwingenden »Rotweißblauen« erinnern an die prügelnden Nationalsozialisten des 3. Reichs. Bei der Lektüre läuft ein Schauern über den Rücken. Auch technisch hat sich die Autorin interessante Gedanken gemacht. Drogenlieferung per Drohne, vielleicht wird es schon praktiziert? Über das Darknet bestellt, per Briefpost geliefert, das ist heute schon gängige Praxis. Die Geschäftsabwicklung scheint zunächst völlig anonym zu laufen, zumindest glauben die Kunden das. Doch Elli hat es faustdick hinter den Ohren. Big sister is watching you ...

    Ein gesellschaftskritischer Thriller der feinen Art. Verschiedene Aspekte einer Zukunft nach den Brexit wird ausgelotet, konservative, rechtslastige Formierungen sind auf dem Vormarsch, technische Möglichkeiten der Bespitzelung lassen sich wunderbar geschäftlich verwenden, KI auf dem Vormarsch, freier Verkauf von Drogen. Armut, Fremdenhass, Ausgrenzung niemand gönnt dem anderen die Butter auf dem Brot. Das alles passt zusammen in einem exakt ausgeloteten Plot. Ich habe schon ein paarmal gehört, das sei doch gar kein Thriller! Aber selbstverständlich ist das ein Thriller! Thriller bedeutet nicht, im Affentempo durch das Buch zu hetzen, zu meucheln, zu schockieren ... Was man unter man schockieren versteht, ist ein persönliches Gefühl. Hackebeilchen z. B. schockieren mich nicht, doch aber ein solches Szenario, wie in diesem Thriller beschrieben. Ein Krimi braucht einen Ermittler, der ein bereits geschehenes Verbrechen aufklärt. Ein Thriller beschreibt ein bedrohliches Szenario, das über der ganzen Story schwebt, der Thriller fragt, was kommen wird, bzw. sind wir noch zu retten? Dieser Thriller ist politisch aktuell, er stellt Fragen, zeigt auf, was auf uns zukommen könnte. Die Aussicht ist ein wenig finster. Aber wir haben es jetzt in der Hand, nicht in dieses Messer zu laufen! 

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    L
    lucycavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Lieferantin und ihr erfolgreicher Drogenvertrieb, das die Konkurrenz jedoch so nicht tolerieren will.
    eher ein Krimi

    Mit Mini-Drohnen die Auslieferungen von Drogen auszuführen, eine Versandart der Zukunft? Für die Lieferantin und ihre Crew jedoch ein sehr lukratives Geschäft. Doch die Konkurrenz bleibt nicht untätig und setzt alles daran, Ellie zu schaden.
    Ein wichtiger Geldeintreiber des einen Familien-Clans verschwindet eines Tages. Der Boss will natürlich wissen, warum sein loyaler Mitarbeiter verschwunden ist und wo er jetzt ist. Zum gleichen Zeitpunkt wird ein Drogenhändler tot in Themse aufgefunden.
    Ellie hat natürlich ihre Gründe, warum sie dieses Geschäft aufgebaut hat, nämlich Rache.
    Nachdem ich die LP gelesen habe, erwartete ich hier einen spannenden und nervenverbrauchenden Thriller zu lesen. Leider haben sich meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Für mich ist dies eher ein Krimi, der hauptsächlich in der Unterwelt des Drogenhandels spielt. Zoe Beck hat einen angenehmen und teilweise fast zu temporeichen Schreibstil. Die Kapitel sind kurz. Ab und zu fehlte mir manchmal der richtige Zusammenhang.

    Fazit: Ein Krimi dem die Spannung etwas fehlte, sonst ok.

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    Tuzzis avatar
    Tuzzivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannender vielschichtiger Krimi um Drogenhandel, Bandenkrieg und bewegende Einzelschicksale
    Spannender Krimi - London in nicht allzu ferner Zukunft

    Die Lieferantin von Zoe Beck, Suhrkamp Verlag - ISBN: 978-3-518-46775-6“London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, ausgeliefert werden sie von Drohnen.“Die erzählte Geschichte könnte sich sicherlich schon bald abspielen. Die Autorin versteht es die Charaktere sehr plastisch zu beschreiben und die Spannung lässt während des Lesens nicht nach. Man kann sich in die meisten Protagonisten durchaus rein versetzen. Eigentlich ist niemand nur gut oder schlecht, sondern jeder auch irgendwie ein “Produkt“ der Umstände und der Umgebung. Es fiel mir zuerst nicht leicht, die einzelnen Namen den jeweiligen Personen zuzuordnen. Manchmal habe ich zurück geblättert.Ein sehr guter spannender Krimi, der den Leser nachdenklich macht. Ein tolles Cover in orange-blau mit gelber Schrift.Von mir eine klare Leseempfehlung. Ich würde auch weitere Bücher von Zoe Beck lesen.

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor einem Jahr
    Dem Brexit folgt ein Drexit

              Wenn auch erst nach etlichen Jahren, denn Zoe Becks neuester Thriller spielt in der Zukunft. Die Bewohner der Britischen Insel rüsten sich - in wahrstem Sinne des Wortes - zu einer fundamentalen Abstimmung über Drogen.

    Wie ist das möglich - Drogen und ihre Händler haben mehr oder weniger Besitz von der ganzen Insel ergriffen und lenken ihre ganzen Geschicke. Allen voran Ellie, deren überaus florierendes Unternehmen über Drohnen läuft.

    Mit dessen Hilfe will sie Rache üben am Tod ihres Bruders. Doch sie ist lange nicht die einzige Akteurin in diesem Spiel des Verderbens, das allerdings aus meiner Sicht eigentlich kein Thriller ist. Wenn man so will, will Zoe Beck höher hinaus, sie zieht die ganze British Society durch den Kakao - durch ihre ureigene, kein bisschen süße und warme Brühe. Es ist also ein Gesellschaftsroman, der hier entstanden ist und wenn man ihn als solches liest, läuft es dabei kalt über den Rücken, so realistisch ist es. Ja, so könnte es wirklich aussehen in ein paar Jahren und der Blick ist wenig einladend!

    Ein wenig zu zerfasert und zu reich an Akteuren war mir dieser ansonsten sehr treffende Blick auf die künftige Welt, dessen Lektüre ich nichtsdestotrotz weiter empfehle.
           

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    G
    Gisevor einem Jahr
    Grandios geschrieben

    Als ein Schutzgelderpresser unmäßig gierig wird, kommt Gastwirt Leigh nicht mehr drumherum, ihn zu ermorden. Damit aber ist der erste Mosaikstein gesetzt für eine Erschütterung, die London in allen Bereichen erfasst: von der Unterwelt bis in die Ministerien hinein. Es betrifft auch die Lieferantin, die sich gerade ein Start-Up-Unternehmen aufgebaut hatte, das Drogen schnell, unkompliziert und in höchster Qualität liefert. Nun aber wird sie selbst bedroht und muss sehen, wie sie mit heiler Haut davonkommt.

    Autorin Zoë Beck schildert in einem äußerst flüssigen Schreibstil ein „Was wäre, wenn…“, das sich wie eine Verkettung unglücklicher Umstände verselbständigt. Mit viel humorigem Hintersinn verknüpft die Autorin die verschiedensten Themen miteinander, Drogenhandel, Drogenpolitik, Schutzgelderpressung, Bandenkrieg, Rassismus, und karikiert sie gnadenlos. Wer ist gut, wer ist böse in diesem Buch, wer hat Dreck am Stecken, gibt es überhaupt jemand, der wirklich „sauber“ ist? Gekonnt spielt die Autorin die verschiedenen Gruppierungen gegeneinander aus, und immer wieder kommt eine überraschende Wendung hinzu. Es werden einige Köpfe fallen in diesem Buch, und zum Schluss wird es sicher nicht die Falschen treffen - mehr möchte ich nicht verraten, ohne zu spoilern…Die Gesellschaftskritik schimmert durch jede Zeile dieses Buches hindurch.

    Zoë Beck steht schon seit einer Weile auf der Liste der Autoren, deren Bücher ich lesen möchte. Nach diesem Buch bin ich sicher, dass dies garantiert nicht das Letzte von ihr gewesen ist. Eine unbedingte Leseempfehlung von mir und alle 5 möglichen Sterne!

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    Aqua__s avatar
    Aqua__vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr spannender Thriller mit Zukunftsvisionen.
    Komplexer Thriller

    In "Die Lieferantin" von Zoe Beck geht es um den Drogenmarkt der Zukunft. Ellie Johnson ist die neue Lieferantin im Drogenmarkt, doch keiner weiß wer sie ist. Eine Bedrohung für die Drogenbosse in London, die beseitigt werden muss.
    Der Thriller ist spielt im Jahr 2018, in dem der Drexit in Großbritannien die Menschen in zwei Lager spaltet. Das eine Lager ist dafür die drogen zu legalisieren, dass andere nicht.
    Jedes Kapitel wird aus einer anderen Perspektive erzählt. Am Anfang ist einem noch nicht klar, wie alles zusammenhängt, aber mit der Zeit kommt raus, wie alle Figuren irgendwie miteinander zusammenhängen.
    Der schreibstil ist gut. Es wird nicht zuviel drumherum erzählt und man kann der Story gut folgen.
    Ein großes Plus ist auch das schöne Buchcover. Die Farben und das Motiv ist super und spricht einen an. Wem das in einer Buchhandlung nicht auffällt, dann weiß ich auch nicht! :)

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    Ekcnews avatar
    Ekcnewvor einem Jahr
    Kurzmeinung: nach anfänglicher Skepsis hat mich dieses Buch doch gepackt - gerade wg. des Themas, was sich in der Zukunft hoffentlich nicht so ereignet.
    sehr aktuell - das Erschreckende: es könnte sich tatsächlich so ereignen

    Ich war zunächst skeptisch, ob dieses Buch etwas für mich ist. Aber nachdem ich es gelesen habe, bin ich sehr froh, dass ich es gelesen habe. Es stimmt mich doch sehr nachdenklich und macht mir auch Angst. Denn das was dort beschrieben ist, basiert zwar nicht auf Tatsachen, aber es könnte auch tatsächlich so passieren. 

    Der Text ist sehr verständlich geschrieben und es wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Das hat es für mich sehr interessant und spannend gemacht. Immer wieder habe ich mir die Frage gestellt, wer wohl einen entscheidenen Fehler macht, aber das Ende war für mich nicht vorhersehbar. So blieb es auch bis zum Schluss noch spannend. 

    Zum Inhalt: 

    Dieser Thriller spielt in London. Der Brexit ist vollzogen und negative Auswirkungen sind überall zu spüren. Als nächstes soll es ein Referendum zum Druxit geben: Die Regierung möchte Drogen verbieten und Abhängige sollen ihre bürgerlichen Rechte verlieren. 

    Es tut sich viel in dieser neuen Zeit und im Drogenmilieu macht "die Neue" sich nicht gerade beliebt. Über "Die Lieferantin" werden Drogen online bestellt und über eine Drohne ausgeliefert. Das funktioniert einwandfrei, der Abnehmer erhält schnell und im Verhältnis auch noch günstig seine Ware, sehr zum Unmut der traditionellen Drogenbosse. 

    Die Lieferantin hat ihr Netzwerk, was nur aus Frauen besteht, bis ins Kleinste durchorganisiert. Wie das alles ineinander greift und funktioniert, das hat mich schon fasziniert. 

    Insgesamt haben mir die handelnden Personen sehr gut gefallen. Sie sind gut beschrieben und es führt insgesamt zu einem fesselnden Leseerlebnis. 

    Der Leser muss sich aber schon auf diese Zukunftsvision einlassen.

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    goats avatar
    goatvor einem Jahr
    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite ...

    London in der Zukunft. Der Brexit ist bereits vollzogen. Ellie Johnson hat ihren Bruder durch illegale, nicht saubere Drogen verloren. Sie wählt einen etwas ungewöhnlichen Weg, um andere junge Leute davor zu schützen: Sie verkauft selber Drogen über das Darknet, allerdings nur saubere Ware und diese wird durch Drohnen ausgeliefert. Mit dieser neuen Art des Drogenverkaufs macht sie sich unter den alten Hasen keine Freunde und es dauert nicht allzu lange, bis auf sie ein Kopfgeld ausgesetzt ist …

    Zoe Beck hat zugegebenermaßen einen sehr gewöhnungsbedürftigen Schreibstil. Die ganzen unterschiedlichen Figuren haben mich zunächst noch etwas verwirrt. Zumal sie augenscheinlich alle nichts miteinander zu tun haben. Es hat etwas gedauert, bis ich alles durchblickt habe. Doch nach und nach konnte ich immer weiter in die Geschichte eintauchen. Drogen, Macht und Korruption. Die Autorin versteht zu fesseln. Besonders interessant fand ich die detaillierte Beschreibung der Drohnentechnik und dass es sich hier um Drohnen handelt, die eigentlich für den Krieg konzipiert sind. Ich bin mir nicht sicher, wie viel von dem, was Zoe Beck zu ihrem Thema gemacht hat, tatsächlich schon so eingetreten ist. Weit davon entfernt sind wir in der heutigen Zeit mit Sicherheit nicht und das finde ich schon sehr beängstigend.

    „Die Lieferantin“ ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Dies war zwar mein erstes aber sicherlich nicht mein letztes Buch von Zoe Beck. Von mir gibt es vier Sterne.

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    M
    maren78vor einem Jahr
    Die Lieferantin

    Ich fand das Buch plätscherte über weite Strecken leider nur so dahin. Mir fehlte die gewisse Spannung zu einem Thriller.
    Die Geschichte wird aus Sicht verschiedener Personen erzählt, was die Sache nicht gerade einfacher machte.
    Es geht um Schutzgelderpressung, Drogen, Bandenkrieg und Rassismus.
    Elli, die ihren Bruder durch Drogen verloren hat, baut ein Netzwerkhandel mit Drohnen auf.
    Was auf den ersten Blick als komplex und gut durchdacht erscheint, wird später ein heilloses Durcheinander und das nicht erst als die erste Leiche auftaucht.
    Ich weiß nicht ob es am Thema lag, was ja durchaus aktuell ist oder einfach an der Art und Weise des Buches.
    Bisher haben mich die Bücher von Zoe Beck immer überzeugen können, das kann ich in diesem Fall leider nicht behaupten.

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    trollchens avatar
    trollchenvor einem Jahr
    Spannende Drohnenapp, die funktioniert

    Die Lieferantin
    Herausgeber ist Suhrkamp Verlag; Auflage: Originalausgabe (10. Juli 2017) und hat 324 Seiten.
    Kurzinhalt: London, in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Ein Drogenhändler treibt tot in der Themse, ein Schutzgelderpresser verschwindet spurlos. Ellie Johnson weiß, dass auch sie in Gefahr ist – sie leitet das heißeste Start-up Londons und zugleich das illegalste: Über ihre App bestellt man Drogen in höchster Qualität, und sie werden von Drohnen geliefert. Anonym, sicher, perfekt organisiert.
    Die Sache hat nur einen Haken – die gesamte Londoner Unterwelt fühlt sich von ihrem Geschäftsmodell bedroht und will ›Die Lieferantin‹ tot sehen. Ein Kopfgeld wird auf sie ausgesetzt. Ellie beschließt zu kämpfen – ihre Gegner sind mächtig, und sie lauern an jeder Straßenecke.
    Meine Meinung: Ich habe jetzt schon länger kein Buch mehr von der Autorin gelesen und muss sagen,iich bin wieder auf den Geschmack gekommen. Das einzige, was diesmal nicht so in die Tiefe ging, war die Thematik, denn ich hätte gern mehr über die Drohnen, die Technik erfahren. Aber auch so, war das Buch sehr spannend, über kuriose Namen, die ich immer erst einordnen musste und über tolle Charaktere. Irgendwie ist ja jeder involiert und jeder hält sich so im Bild, wie er es grad kann. Manchmal fand ich die Protagonistin Ellie ein wenig naiv, sicherlich hat sie immer andere Handys und Nummern, aber in manchen Dingen war sie einfach naiv, das hätte ich anders erwartet von solchen Leuten. London ist der Hauptschauplatz und ich finde auch die die Idee mit dem Brexit und dem Druxit sehr gelungen, auch die Demonstrationen fand ich sehr passend. Auch die App, über die man Drogen bestellen kann, finde ich, passt hervorragend in unsere Zeit und ich glaube, das wird gar nicht mehr solange dauern, bis so was wirklich boomt. Natürlich ist dies auch beängstigend! Und dann natürlich der Bandenkrieg um den besten Absatz von Drogen, der im Untergrund boomt.
    Die Spannung ist von Anfang an da, dazwischen wird der Leser immer wieder zu interessanten Menschen gebracht, die alle irgendwie überleben müssen mit oder ohne Drogen. Perfekte Sprache, kurze Kapitel und viel Kopfkino. Das einzige, was mich ein wenig stört, ich würde es als Krimi durchgehen lassen, aber nicht als Thriller!
    Mein Fazit: Ein lohnenswerter politischer Krimi, der viel zu bieten hat. Spannung garantiert. Ich vergebe 5 Sterne.

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