Zoe Ferraris Die letzte Sure

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Inhaltsangabe zu „Die letzte Sure“ von Zoe Ferraris

Flirrend vor Hitze, poetisch wie eine Sure, spannend bis zur letzten Seite Der Beginn einer außergewöhnlichen Krimiserie mit dem ungleichen Ermittlergespann aus einem strenggläubigen Wüstenführer und einer fortschrittlichen Rechtsmedizinerin. Die junge Nouf, Tochter aus gutem Hause, ist tot. Ertrunken. Mitten im endlosen Sandmeer der saudi-arabischen Wüste. In einem Wadi, der schon seit Monaten kein Wasser mehr geführt hat. Der Wüstenführer Nayir soll im Auftrag der Familie diskret die Umstände von Noufs Tod ermitteln. Schon bald stellt sich heraus, dass das Mädchen schwanger war - ein Skandal in einer Welt voller Tabus. Und eine Herausforderung für Nayir, der bei seinen Nachforschungen stets wieder an die Grenzen seiner strenggläubigen Kultur stößt...

Für kulturell Interessierte und Orientliebhaber ein lesenswerter Kriminalroman.

— Simone Paulyn
Simone Paulyn

Hier geht es nicht nur um einen Todesfall, sondern auch um Land und Leute, die Welt vor und hinter dem Schleier.

— Nightflower
Nightflower

andere Länder, andere Sitten - kurzweilig und nett geschrieben

— Rasterlockerl
Rasterlockerl

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  • Kriminalroman in Saudi Arabien

    Die letzte Sure
    Simone Paulyn

    Simone Paulyn

    07. August 2016 um 14:43

    Ferraris, Zoe: Die letzte SureGoldmann Verlag, ISBN 978-3-442-46698 6, 411 SeitenNouf Shrawi ist die Tochter einer einflussreichen Familie in Saudi Arabien. Kurz vor ihrer Hochzeit wird sie ertrunken in der Wüste aufgefunden. Ist sie wirklich davon gelaufen, hat ihr Kamel verloren und ist bei einsetzendem Regen ertrunken, weil sie sich bei einem Sturz den Kopf angeschlagen hat? Obwohl die Familie Shrawi einen möglichen Mord zu vertuschen sucht, ermitteln der konservative Wüstenführer Nayir und die moderne Laborantin Katya, die Verlobte des Bruders der Toten. Beide kommen, durch ihre Kultur gehindert, immer wieder an ihre Grenzen, schaffen es aber gemeinsam, den Mord aufzuklären.Die Autorin lebte ein Jahr im streng gläubigen Dschidda in Saudi Arabien. Wer Krimis mag, sich für die arabische Kultur und dafür, wie der Islam in Saudi Arabien gelebt wird, interessiert, wird dieses Buch mögen. Der Spannungsfaktor ist mittelmäßig. Das Buch liest sich schnell und ist sehr gut geschrieben.Um dem Leser ein wenig mehr den Orient zu vermitteln, verwendet die Autorin teilweise arabische Ausdrücke oder Aussprüche. Hier vermisse ich am Ende des Buches ein Glossar, denn nicht alle sind im Text erklärt oder erschließen sich aus dem Kontext.

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  • Ungewöhnlicher Krimi

    Die letzte Sure
    Jisbon

    Jisbon

    20. May 2016 um 22:37

    Zoë Ferraris erzählt hier einen eher ungewöhnlichen Krimi. Er spielt in Saudi-Arabien, einem Land, in dem die Regeln des Koran sehr streng eingehalten werden, in dem es absolute Geschlechtertrennung gibt - und in dem sich doch nach und nach Tradition und Moderne vermischen. Die Ermittlungen sind spannend aufgebaut. Da es zunächst keinerlei Anhaltspunkte zu geben scheint, wer Nouf getötet haben könnte und wie sie überhaupt das Haus verlassen konnte, beginnen Nayir und Katya bei Null und müssen jede noch so kleine Spur verfolgen. Dabei entsteht nach und nach ein Bild, das immer mehr erweitert wird, bis es am Ende glasklar vor ihnen liegt. Die Auflösung des Falles empfand ich als sehr gelungen - ungewöhnlich, auch mutig und überraschend, aber es hätte sich durchaus so zugetragen haben können, alles passt zusammen. Allerdings legt die Autorin es im ganzen Buch nicht darauf an, große Gemetzel oder Schießereien zu inszenieren, das hätte auch gar nicht zu der Kulisse gepasst. Der Krimi ist eher ruhig, es geht viel darum, Puzzleteilchen zusammen zu setzen und sich in Nouf hineinzuversetzen. Dabei kommt den "Ermittlern" manchmal ein Zufall zu Hilfe, aber kein zu großer - nichts wirkt konstruiert. Besonders interessant fand ich hierbei, wie ein Freund Nayirs, ein Fährtenleser, in der Lage war, Fußspuren sehr exakt zu deuten. Leider konnte ich über google nicht viel dazu finden, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein geübter Spurenleser dazu in der Lage ist, sehr viel anhand eines Fußabdruckes zu erkennen. Neben den Mordermittlungen hat mir auch sehr gut gefallen, wie die Autorin Saudi-Arabien darstellt. Man bekommt einen richtigen Einblick in das Leben dort, wie der Glauben das Leben bestimmt und welche Probleme sich aus der strikten Geschlechtertrennung für beide Geschlechter ergeben. Wie Zoë Ferraris in ihrem Interview sagt: "Gleichzeitig habe ich in Dschidda gesehen, wie sehr auch die Männer mit der Geschlechtertrennung zu kämpfen haben." Die Autorin zeigt, dass die Geschlechtertrennung für beide Seiten problematisch sein kann (beispielsweise wird Nayir in seinen Ermittlungen dadurch behindert, dass er sich nicht alleine mit einer Frau sehen lassen kann, mit der er nicht verheiratet ist, und dass er nicht mit ihnen sprechen darf). Sie zeigt Männer und Frauen, die mit ihren Rollen in der Gesellschaft sehr zufrieden sind und die Regeln akzeptieren, aber auch Frauen wie Katya, die die Regeln nicht brechen, aber dennoch offener sind und auch einmal nach ihrem eigenen Willen handeln, und Männer, die ihren Platz in der Gesellschaft nicht finden können. Insgesamt habe ich nun auch das Gefühl, mehr von dieser Religion und dem Land zu verstehen. Manche Dinge - wie die Geschlechtertrennung beim Zoobesuch - werden wir wohl nie wirklich nachvollziehen können, aber die Autorin hat es meiner Meinung nach geschafft, diese fremde Kultur sehr respektvoll und authentisch darzustellen. Das hat mir wirklich gut gefallen, denn viele Bücher äußern nur Kritik an dieser Kultur und der Religion. Die Charaktere fand ich ebenfalls stimmig. Sie sind keine Stereotypen, sondern interessante, vielschichtige Figuren. Nayir war mir sehr sympathisch und Ferraris hat es geschafft, seine extreme Zurückhaltung Frauen gegenüber glaubhaft zu erklären und nicht störend, sondern fast liebenswert darzustellen. Es passt einfach zu dem Charakter, den sie hier entworfen hat - aber auch, wie er sich über das Buch entwickelt, fand ich nachvollziehbar. Katya ist ebenfalls eine sympathische Protagonistin. Wir erfahren, genau wie bei Nayir, viel über ihren familiären Hintergrund und bekommen einen guten Einblick in ihr Fühlen und Handeln. Die beiden bilden auch ein sehr gutes Team - nur die Richtung, die die Beziehung zwischen ihnen einschlagen wird, hat mich ein wenig gestört, weil ich das fast schon zu klischeehaft finde. Aber vielleicht wird die Autorin es schaffen, diesen Aspekt im zweiten Band so gut zu schildern, dass ich davon überzeugt werde. Auch die Nebenfiguren sind interessant und die, die häufiger auftreten, haben auch markante Eigenschaften, an denen man sie wieder erkennen kann - auch wenn sie im Vergleich zu den Hauptpersonen blass bleiben. Das hat aber für die Handlung keinen Belang und hat mich deshalb nicht gestört. Insgesamt hat mir "Die letzte Sure" gut gefallen. Saudi-Arabien und die für uns fremdartige Kultur mit einem spannenden Kriminalfall zu verknüpfen war eine gute Idee und auch die Umsetzung hat gut geklappt. Ich habe das Gefühl, mehr über den Islam zu wissen und ihn ein wenig mehr zu verstehen und auch der Mordfall wurde befriedigend aufgeklärt.

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  • Ein Blick hinter den Schleier

    Die letzte Sure
    Finnja

    Finnja

    30. April 2014 um 20:44

    Die letzte Sure von Zoe Ferraris Taschenbuch erschienen 2009 im Goldmann Verlag 411 Seiten unterteilt in 29 Kapitel Inhalt laut Buch: Die junge Nouf, Tochter aus gutem Hause, ist tot. Ertrunken. Mitten im endlosen Sandmeer der saudi-arabischen Wüste. In einem Wadi, das schon seit Monaten kein Wasser mehr geführt hat. Der Wüstenführer Nayir soll im Auftrag der Familie diskret die Umstände von Noufs skandalumwittertem Tod ermitteln. Eine Herausforderung für Nayir, der bei seinemn Nachforschungen stets wieder an die Grenzen seiner strenggläubigen Kultur stößt...   Meine Meinung: Die letzte Sure ist ein Krimi, aber eigentlich auch viel mehr als das. Das Buch erzählt auch die Geschichte des strenggläubigen Nayir, der nirgends richtig hingehört und der sich selbst manchmal im Weg steht, der seinen Weg zwischen seinen Wünschen und Träumen von einer Ehefrau und einer Familie, und den strengen Sittenwächtern des Islam finden will. Ich fand es sehr spannend zu lesen wie er sich, nachdem er Katya, eine zwar gläubige, aber doch auch etwas moderner eingestellte junge Frau kennenlernt, verändert. Wie er die Rolle der Frau im Isalm auch mal aus deren Blickwinkel betrachtet. Die Geschichte ist, obwohl sie völlig ohne Verfolgungsjagden und wilde Schießereien auskommt, sehr spannend geschrieben und legt dabei auch immer viel Wert auf die einzelnen Beziehungen der Protagonisten untereinander. Das einzige was ich wirklich vermisst habe, war ein Glossar, um die einzelnen arabischen Begriffe und Aussprüche zu verstehen. Ansonsten wurde ich wirklich sehr gut unterhalten und freue mich schon auf einen weiteren Band von Zoe Ferraris und auf ein Wiedersehen mit Nayir und Katya.

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  • Rezension zu "Die letzte Sure" von Zoe Ferraris

    Die letzte Sure
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. March 2009 um 11:23

    Saudi-Arabien ist als Schauplatz für einen Krimi auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich. Das Buch lebt von den Gegensätzen zwischen Mann und Frau und den strengen religiösen Regeln. Spannend und lesenswert.

  • Rezension zu "Die letzte Sure" von Zoe Ferraris

    Die letzte Sure
    beowulf

    beowulf

    29. September 2007 um 19:19

    Ein Lokalkrimi der besonderen Art. Ein Mädchen verschwindet- kurz vor der Hochzeit und ein Freund der Familie soll sie suchen. Das ganze spielt in Saudi- Arabien und beschreibt sehr gut und präzise die Probleme einer Gesellschaft, in der die Beziehungen zwischen den Geschlectern praktisch verboten sind. Der bloße Blick auf die Verlobte des Freundes, selbst wenn diese tief verschleiert ist, geht gegen alle Traditionen. In solch einer Atmosphäre den Mord an einer Frau, der längst als Unglück von der Polizei zu den Akten gelegt wurde zu untersuchen bedeutet ganz andere Herausforderungen und ruft ganz andere Notwendigkeiten hervor als im dem Leser gewohnten europäischen Umfeld- auch wenn im modernen Arabien DNA- Analysen zum Handwerkszeug gehören oder Jeeps und Motorräder. Ein sehr empfehlenswertes Buch- gibt es doch nicht nur einen bis zuletzt spannenden Krimplot, sondern sehr viel Einblick in eine weitgehend unbekannte Kulturwelt.

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