Die Frauen von Long Island

von Zoe Fishman 
4,0 Sterne bei35 Bewertungen
Die Frauen von Long Island
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schnaeppchenjaegerins avatar

Zu oberflächlich - blieb hinter meinen Erwartungen an einen Roman über eine besondere Frauenfreundschaft zurück

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Für Zwischendurch, man sollte aber keine allzugrosse Erwartung haben!

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Inhaltsangabe zu "Die Frauen von Long Island"

Der Sommer der Frauen.
Maggie hat alle Mühe, für sich und ihre kleine Tochter zu sorgen. Dann erbt sie ein Strandhaus in den Hamptons und könnte auf einen Schlag alle Probleme los sein – sofern sie sich um die darin lebende 82-jährige Edith kümmert, die an Alzheimer erkrankt ist. Doch Edith hat überhaupt keine Lust, ihr Heim mit einer schlechtgekleideten Fremden und einem trotzigen Kleinkind zu teilen. Aber dann verschlimmert sich ihr Zustand, und in ihrer Not, ihre Erinnerung zu verlieren, lässt sie es zu, dass Maggie ihr hilft, ein Geheimnis ihrer Vergangenheit zu lüften. Und so erleben die so unterschiedlichen Frauen einen einzigartigen Sommer der Neuanfänge.
“Ein tragikomischer Lesegenuss und eine köstliche literarische Hühnersuppe für die Seele.“ Mary Kay Andrews.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746633879
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:13.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Zu oberflächlich - blieb hinter meinen Erwartungen an einen Roman über eine besondere Frauenfreundschaft zurück
    Zu oberflächlich - blieb hinter meinen Erwartungen zurück

    Maggie ist alleinerziehende Mutter einer zweijährigen Tochter und arbeitet als Putzfrau in New York. Überraschend hat sie ein Haus in Sag Harbor, in den Hamptons, von ihrer Freundin Liza geerbt, zu der sie nach einem Streit seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Das Haus wird noch von Lizas Mutter, der 82-jährigen Edith bewohnt, die an Alzheimer erkrankt ist.
    Maggie zieht mit Töchterchen Lucy bei ihr ein und nach anfänglichen Startschwierigkeiten nähern sich die beiden Frauen, die den Suizid der manisch-depressiven Liza noch nicht begreifen können, an und helfen einander, unausgeräumte Konflikte zu bewältigen und ihre jeweilige Vergangenheit aufzuarbeiten.

    Zu Beginn war die Abneigung Ediths gegenüber Maggie sehr deutlich zu spüren. Als diese jedoch stürzt und verletzt auf Hilfe angewiesen ist, arrangieren die beiden sich sehr schnell miteinander und vertrauen der jeweils anderen ihre Probleme der Vergangenheit an, über die sie sonst mit noch niemandem gesprochen haben. Mir ging diese Öffnung zu schnell und auch die Konflikte, die seit Jahren bestanden, wurden sehr schnell als gelöst abgewickelt. Beide suchen die Nähe zu Personen, von denen sie meinen, etwas schuldig zu sein und erleichtern sich ihre Gewissen. Ich vermisste einen intensiveren Diskurs mit den Geistern ihrer Vergangenheit und eine emotionale Tiefe bei ihrer Auseinandersetzung.
    Darüber hinaus empfand ich das Geplapper der kleinen Lucy sehr anstrengend. Statt viele Worte mit den Zwischenrufen der sehr reif wirkenden Zweijährigen zu verschwenden, hätte ich mir mehr Raum für den Rest der Geschichte gewünscht. So war der eigentlich malerische Ort in den Hamptons nicht spürbar von Belang und auch die Alzheimererkrankung von Edith nur eine Randnotiz. Auch der Selbstmord von Liza blieb bis zum Ende rätselhaft. Selbst wenn man ihre Depressionen als Grund heranzieht, hätte mich interessiert, warum sie ausgerechnet zum gegenwärtigen Zeitpunkt ihrem Leben ein Ende setzte.

    Der Roman hat sein Potenzial für mich nicht ausgeschöpft und blieb hinter meinen Erwartungen an einen Roman über eine besondere Frauenfreundschaft vor einem tragischen Hintergrund zurück.

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 2 Monaten
    Die perfekte Unterhaltungslektüre

    "Die Frauen von Long Island" ist der erste Roman, den ich von der Autorin Zoe Fishman gelesen. Die Autorin nimmt aus auf eine interessante und unterhaltsame Reise nach Long Island mit. Hier lernen wir die unterschiedlichsten Menschen und ihr Leben kennen.

    Der Inhalt: Maggie, die eigentlich einen Uni-Abschluss hat, arbeitet als Putzfrau. Hier verdient sie genug um sich und ihre zweijährige Tochter über Wasser zu halten. Doch dann erbt sie überraschend in den Hamptons ein Strandhaus. Eigentlich könnte sie auf einen Schlag all ihre Probleme los sein. Doch mit der Erbschaft ist eine Bedingung verknüpft. Sie muss sich um die 82-jährige Edith, die in dem Haus lebt, kümmern. Edith ist an Alzheimer erkrankt. Außerdem hat sie überhaupt keine Lust ihr Haus mit einer schlechtgekleideten Fremden und einem trotzigen Kleinkind zu teilen. Aber ihr Zustand verschlimmert sich von Tag zu Tag. Und in ihrer Not und ihrer Angst, die Erinnerung vollständig zu verlieren, teilt sie mit Maggie ein Geheimnis aus ihrer Vergangenheit. Ein unglaublicher Sommer beginnt.

    Eine außergewöhnliche und berührende Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt. Viele unterschiedliche Menschen, deren Charaktere die Autorin wunderbar beschrieben hat. Man kann sich wirklich jeden Einzelnen von ihnen gut vorstellen. Und dann erst dieses Standhaus in den Hamptons, wer würde sich hier nicht pudelwohl fühlen. Ich sehe diese zauberhafte Haus, den herrlichen Garten, den Pool vor mir und bin begeistert. Was für eine Überraschung für Maggie als sie von Liza, einer Autorin, bei der sie einmal geputzt hat und mit der sie aber nach einem Streit, seit Jahren keinen Kontakt hatte, dieses wunderbare Anwesen geeerbt hat. Wenn man die Geschichte gelesen hat, versteht man auch vielleicht warum. Aber dann ist da die egozentrische 82-jährige Edith, hinter deren harter Schale sich doch eine außergewöhnliche Frau verbirgt, die in ihrem Leben einige Schicksalschläge und schwerwiegende Entsheidungen durchstehen mußte. Außerdem kämpft sie schwer mit ihrer Erkrankung. Ich finde es schön, dass sich Maggie und Edith immer besser verstehen. Und dann ist das der Sonnenschein Lucy, die alle ganz schön auf Trab hält. Ihre Trotzphasen bringen ihre Mutter ganz schön zum Verzweifeln. Lucy ist ein starkes Persönchen, das die Herzen aller - sogar das von Edith - im Sturm erobert. Ein tolles Beispiel für ein "Mehrgenerationenhaus". Nach einigen Anfangsschwierigkeiten funktioniert alles ganz gut. Und auch Maggie blüht wieder auf und findet zu ihren alten Wünschen und Träumen zurück. Einfach klasse!

    Eine wunderbare unterhaltsame Geschichte - ein tolles Lesevergnügen, das mir wunderbare Lesestunden beschert hat. Gerne vergebe ich für diese perfekte Sommerlektüre 5 Sterne und freue mich auf den nächsten Roman der Autorin.

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    bookgirls avatar
    bookgirlvor 2 Monaten
    Sommer der Neuanfänge

    Inhalt
    Maggie kommt mit ihrer kleinen Tochter in New York gerade so über die Runden, als sie ein Strandhaus in den Hamptons erbt. Auf einen Schlag könnte sie ihre Probleme loswerden, wenn es dort nicht die 82jährige Edith gäbe, die an Alzheimer erkrankt ist und um die sie sich fortan kümmern soll. Edith ist alles andere als begeistert, aber als sich ihr Zustand verschlechtert, lässt sie zu, dass Maggie ihr hilft. Und so erleben die beiden so unterschiedlichen Frauen einen Sommer der Neuanfänge.

    Meine Meinung
    "Die Frauen von Long Island" ist ein Roman, der zwei Frauen zusammenbringt, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Maggie lebt in New York, ist alleinerziehende Mutter der zweijährigen Lucy und Putzfrau. Edith hat früher am Broadway gearbeitet, lebt nun in den Hamptons, leidet an Alzheimer und bleibt alleine zurück, als ihre Tochter Liza stirbt. Liza vermacht Maggie das Haus, in dem Edith lebt und in dem fortan zwei Welten aufeinander prallen. Denn Edith ist alles andere als begeistert, dass Maggie mit ihrer Tochter bei ihr einzieht und so ist es nicht verwunderlich, dass es eine gewisse Zeit benötigt, bis die zwei Frauen einander näher kommen.

    Leider ist dies auch der größte Schwachpunkt in der Geschichte, da die Handlung lange vor sich hinplätschert. Es ist zwar ein gut und flüssig geschriebener Roman, aber mir hat es an Charme gefehlt, um das Buch wirklich genießen zu können.

    Gefallen hat mir, dass die Erkrankung Alzheimer zwar Bestandteil der Geschichte ist, aber nicht zu viel Raum einnimmt, so dass auch andere Themen ihren Platz finden. So erfahren wir als Leser auch viel aus der Sicht von Maggie, die sich in einer völlig neuen Umgebung einfinden und auch noch mit der nicht ganz einfachen Edith zurechtkommen muss.

    Authentisch ist der Roman, aber leider bleibt er für mich zu sehr an der Oberfläche und die Handlung selber wirkt dadurch wenig lebendig.

    Fazit
    "Die Frauen von Long Island" ist leichte Sommerlektüre, die ihre unterhaltsamen, nachdenklich machenden Momente hat, aber leider auch immer mal wieder vor sich hinplätschert.

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    B
    Bibi1999vor 3 Monaten
    Die Frauen von Long Island

    Maggie arbeitet als Putzfrau, um sich und ihre kleine Tochter Lucy zu versorgen. Da erbt sie ein Haus in den Hamptons und ihr Leben ändert sich schlagartig. Sie muss sich jedoch um die 82-jährige Edith kümmern, die im Anfangsstadium von Alzheimer ist. Edith und Maggie geraten öfters aneinander, bis Edith Maggie bittet, ein Buch über ihre Vergangenheit zu schreiben. 


    Das Buch umfasst 391 Seiten und 24 Kapitel. Die Hauptperson ist Maggie, die alleinerziehend ist und eine zweieinhalb jährige Tochter hat. Sie erbt das Haus einer ehemaligen Freundin, muss sich dafür aber um Edith kümmern. Edith kommt jeodch zu Beginn mit Maggie nicht gut klar und sie geraten öfters aneinander. Nach und nach freunden sie sich jedoch an, gerade als Edith Maggies Hilfe braucht, um ihre Vergangenheit zu lüften. 

    Besonders gefallen hat mir, dass nicht sofort alles reibungsfrei geklappt hat und das Ediths Alzheimer Krankheit gut geschildert wurde und nicht beschönigt wurde. Mir war dagegen das Ende zu offen. Es gab von meiner Seite noch einige offene Fragen, die nicht geklärt worden sind.

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    Mira20s avatar
    Mira20vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Für Zwischendurch, man sollte aber keine allzugrosse Erwartung haben!
    Sommerlektüre mit ernstem Thema!

    Ich würde ja gerne von einer leichten Sommerlektüre reden, aber die Themenwahl war dann doch etwas zu ernst. Total enttäuscht hat mich das Buch aber auch nicht.


    Zwei sehr unterschiedliche Frauen mit ganz unterschiedlichen Biografien treffen aufeinander. Maggie – alleinerziehende Mutter der kleinen Lucy – kommt gerade so über die Runden. Sie erbt ein Haus in Long Island. Einzige Bedingung – die an Alzheimer erkrankte Mutter der Verstorbene hat Wohnrecht auf Lebzeiten!

    Besonders gefallen hat mir der Schreibstil der Autorin. Das Buch liest sich ohne Anstrengung und ist sehr bilderreich geschrieben. Ich konnte mir die einzelnen Szenen gut vorstellen.
    Der Roman kommt mit einer geringen Anzahl Protagonisten aus. Grundsätzlich hätte mir das gefallen, allerdings blieb sie auch bei den wenigen Personen sehr an der Oberfläche. Da hätte ich mir doch etwas mehr Tiefe und Charakter gewünscht.
    Natürlich und authentisch sollen die Lebenssituationen sein. Ja, das hat die Autorin geschafft. Sie waren so echt, dass mir manchmal dann doch das Leseerlebnis fehlte. Es darf in einem Roman auch etwas mehr sein. Manches hätte sie noch etwas pointierter ausarbeiten können.
    Sehr schade fand ich aber, dass die interessante Ausgangslage so sehr an der Oberfläche blieb. Leider vertieft die Autorin nichts so richtig. So viele Themen spricht sie an und wirklich richtig führt sie keines zu Ende. 

    Das Buch ist sehr lebensnah und hat einige gute Ansätze. Für ein richtig gutes Buch hat mir aber das konsequente Durchziehen des Themas gefehlt. Ein Buch für Zwischendurch ohne grosse Nachhaltigkeit! 

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 3 Monaten
    Ein aufschlussreiches Buch voller Hoffnung, herzerwärmend, amüsant und aufrichtig

    Zitate Spoiler

    In New York lebt die alleinerziehende  Maggie Sheets mit ihrer etwas über zwei Jahre alten Tochter Lucy..  Zu Lucys Vater hat sie keinen Kontakt mehr, denn dieser wollte ein eigenes Leben führen. Und so hat er nie erfahren, dass er Vater einer Tochter ist. Der Zeitpunkt für ein Kind war ideal, zwar nicht geplant, doch Maggies biologische Uhr tickte. Die 38jährige Maggie erfährt, dass sie ein Haus in Sag Harborg geerbt hat; inclusive Inhalt und Bewohnerin. Das ist Edith, die 83jährige Mutter der verstorbenen. Bei dieser war gerade vor einigen Monaten Alzheimer festgestellt. Ihre verstorbene Tochter Liza, eine weltberühmte Autorin, hatte verfügt, dsas Maggie das Haus erbt und finanziell abgesichert ist. Das bedeutete für Maggies Tochter Lucy Sicherheit. Strand und Meer, es könnte so schön sein. Vor zehn Jahren hatte Maggie durch ihren Job als Reinigungskraft einer Firma, die für reiche Leute arbeitete, kennengelernt. Über die Jahre freundeten sie sich an. Maggie vertraute Liza irgendwann und gab ihr ein unveröffentlichtes Manuskript. Doch vor vier Jahren kam es zum Bruch.War diese Erbschaft eine Wiedergutmachung, weil Maggie Liza mit der Tatsache konfrontiert hatte, sie hätte die Idee für ihren neuen Roman abgekupfert?
    Obwohl Liza Maggie immer wieder während der gemeinsamen Zeit aufforderte, ihr Schreiben nicht aufzugeben, es zu verbessern, fühlte diese sich irgendwann zu sehr von Liza vereinnahmt.
    Schreiben war für Maggie nur ein Hobby.
    Schreiben sei für Maggie einfach nur therapeutisch (Zitat S. 129)
    Und so verblasste ihre Freundschaft wie ein Polaroid in der Sonne (Zitat S. 129)

    Nun also wohnte Maggie in Lizas Haus und betreute Edith. Keine leichte Aufgabe. Doch die beiden Frauen gewöhnen sich so langsam aneinander, das auch dank Esther, Ediths Freundin. Denn Edith leidet sehr darunter, dass sie ihr Gedächtnis verliert. So kommt es, dass Maggie für Edith deren Erinnerungen aufschreibt und diese viele Dinge anspricht, die zuvor noch keiner kannte.
    Man muss nicht unendlich über diesen Roman schreiben - man sollte ihn lesen.
    Zoe Fishman bringt vieles zur Sprache, im Vordergrund halt die schleichtende Demenz. Edith nennt es "wenn das Gehirn zu Brei wird".

    Die Protagonisten sind authentisch aufgestellt. Auch der Blick auf die verstorbene Liza zeigt auf, es ist nicht immer alles Gold was glänzt. Seelische Krankheiten, Depressionen, das Mutter-Kind-Verhältnis, es wird nicht nur für Edith eine Reise der Erinnerungen, es hilft auch Maggie über Vergangenes nachzudenken.
    "Die Frauen von Long Island", eine ruhige, anrührend geschriebene Geschichte, versetzt mit einer Prise Humor, lockert es das Geschehen auf. Es ist ein Buch der Hoffnung. Und -  dieses Buch berührt das Herz♥
    Allerdings habe ich einen Kritikpunkt im Buch  - Übersetzung.
    Zitat S. 65
    "Mein Gott, du bist ja nervös! Das sind doch nur eine junge Frau und ihre zweijährige Tochter - nicht die Gestapo, um Himmels willen. Nun sei mal nicht so verspannt."

    Wieso Esther hier das Wort Gestapo benutzt, insgeheim habe ich während des weiteren Lesens immer auf eine Auflösung gewartet.

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    eulenmatzs avatar
    eulenmatzvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle Geschichte, deren Charaktere mir sehr ans Herz gewachsen sind.
    Einfühlsame, kurzweilige Geschichte

    MEINUNG:

    Die Frauen von Long Island könnte als Titel nicht besser passen, denn die Hauptrolle in diesem Roman spielen Edith, Maggie und ihre kleine Tochter Lucy. Maggie erbt das Haus von ihrer Freundin und ehemaliger Auftraggeberin Liza. Der Haken daran ist nur, dass sie quasi auch die in dem Haus lebenden Mutter von Liza, Edith, gleich „miterbt“. Maggies Zukunftsaussichten sind nicht besonders rosig, also nimmt sie das Erbe an.

    Anfangs empfindet Edith Maggie und Lucy verständlicherweise als Eindringlinge. Das Arrangement, dass durch Lizas Tod entstanden ist, ist natürlich sehr fragwürdig, wenn auch durchdacht, denn Edith hat Alzheimer. Die Autorin zeigt hier die das frühe Stadium der Erkrankung auf, aber immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass es mit dieser Erkrankung leider keine Verbesserung mehr geben wird. Auch wenn Edith es sich noch nicht eingestehen will, aber sie braucht Hilfe. Das ist der Punkt, wo Maggie und sie sich dann langsam annähern. Edith wirkt anfangs sehr griesgrämig und in sich gekehrt, aber ich fand sie zu keinem Zeitpunkt unsympathisch. Ich mochte ihre erfrischende Ehrlichkeit, die manchmal über das Ziel hinaus ging. Edith ist eine Frau mit Geheimnissen, die nach und nach ans Licht kommen, besonders als Edith bewusst wird, dass die vielleicht ihre bald letzten lichten Momente sein werden.

    Maggie und Edith verbindet der Tod von Liza. Auch wenn beide damit unterschiedlich umgehen, merkt man den Verlust doch bei beiden sehr, was vor allem an der Art des Todes liegt. Liza war gefeierte Autorin und manisch-depressiv. Die Beziehung zwischen Liza und Edith war nicht immer einfach. Im Verlauf der Geschichte wird klar, dass beide Geheimnisse voreinander hatten, die nun erst ans Tageslicht kommen. Die Autorin geht grundsätzlich sehr gefühlvoll auf die Bewältigung der Vergangenheit und Trauer ein, die auch ein Stück des neuen Weges ist, denn Maggie und Edith zusammen beschreiten. Nach Beendigung des Romans blieb ich zufrieden zurück, obwohl die Aussicht für Edith nicht die beste ist.

    FAZIT:

    Ein Roman durch den ich quasi durchgeflogen ist. Ein Roman, der trotz seiner doch vielen schweren Themen nie an Leichtigkeit verliert. Es fehlte lediglich so ein wenig der roten Faden, der dafür sorgt, dass sich das Buch auch dauerhaft im Kopf bleibt. Die Frauen von Long Island lebt von seinen tollen weiblichen Charakteren.

    Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    nellsches avatar
    nellschevor 4 Monaten
    Die Frauen von Long Island

    Die alleinerziehende Maggie kann es kaum fassen: Sie erbt von ihrer Freundin ein Strandhaus in den Hamptons. Allerdings ist eine Bedingung an dieses Erbe geknüpft, denn sie soll sich um die darin lebende 82-jährige Edith kümmern, die an Alzheimer erkrankt ist. Edith ist gar nicht begeistert davon, dass Maggie mit ihrer zweijährigen Tochter Lucy bei ihr einzieht. Dieses nicht ganz freiwillige Arrangement führt schon bald zu einer ungewöhnlichen Freundschaft, so dass Edith es zulässt, dass Maggie mit ihr in ihre Vergangenheit eintaucht und ein Geheimnis lüftet.

    Mir hat dieser Roman gut gefallen. Ich hatte schöne, entspannte Lesestunden und konnte prima in die Geschichte eintauchen.
    Der Schreibstil ist leicht verständlich und bildhaft und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
    Die Charaktere sind anschaulich beschrieben und haben so ihre Eigenarten, die sie besonders und menschlich machen. Ich mochte sie alle sehr gerne und habe es genossen, sie zu begleitet und alles mit ihnen zusammen zu erleben. Eine unterhaltsame Rolle nahm Ediths Freundin Esther ein, die eine gute Portion Leben und Humor in die Geschichte brachte.
    Dieses Buch war für mich ein ruhiges Wohlfühlbuch, das nicht viel von mir abverlangte, sondern das ich einfach gemütlich weg lesen und genießen konnte. Manchmal wurde es zwar etwas langatmig und auch große Spannung gab es nicht, was mich insgesamt allerdings auch nicht besonders gestört hat. Zwischendurch darf es gerne mal solch eine leichte Lektüre sein.

    Insgesamt ist dies ein entspannter Roman ohne besonderen Anspruch, den ich dennoch gerne gelesen habe. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Angenehm zu lesende Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft ohne großen Anspruch oder Nachhaltigkeit.
    Ungewöhnliche Frauenfreundschaft ohne besonderen Tiefgang

    Die Schriftstellerin Liza hinterlässt nach ihrem Selbstmord ihrer Freundin, der alleinerziehenden Maggie, völlig überraschend ein Strandhaus auf Long Island. Doch mit dem Erbe verbunden ist die Bedingung, dass sie sich um die 80-jährige Edith, Lizas Mutter,  kümmern muss, die in diesem Haus lebt und bei der Alzheimer diagnostiziert wurde. Nun leben drei Generationen, nicht ganz freiwillig unter einem Dach. Doch mit der Zeit entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Frauen. Gemeinsam begeben sie sich in Ediths Erinnerungen und lüpften ein Geheimnis aus Ediths bewegter Vergangenheit.

    Das Buch schneidet einige Themen an, Schwierigkeiten einer Alleinerzieherin, Alzheimer du die Angst um den Verlust der Erinnerungen, Depressionen und Suizid. Und dennoch lässt sich das Buch leicht lesen, Long Island wirkt doch auch sehr nach heiler schöner Welt, die Handlung plätschert vor sich hin, es gibt sogar ein bisschen Romantik. Was mich genervt hat, waren die Dialoge in Babysprache, die mit Lucy, der zweijährigen Tochter Maggies, geführt wurden.

    Die Figuren sind allesamt einnehmend. Besonders angetan hat es mir Esther, die schrille reiche Freundin Ediths, die ganz schön Schwung in die Bude bringt

    Ich kann mir die Geschichte gut verfilmt vorstellen, als leichte Tragikomödie. (am liebsten mit Bette Midler als Esther). Als Wohlfühlbuch für den Urlaub ist das Buch ohne besonderen Anspruch auf Nachhaltigkeit bestens geeignet.

     

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    Diana182s avatar
    Diana182vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die perfekte Sommerlektüre, wenn man abschalten und die Seele baumeln lassen möchte!
    Die Frauen von Long Island

    Das Cover zeigt eine Frau, welche in einem Schwimmring durch das Wasser gleitet. Dieses Bild passt nun ideal in den tropischen Sommer und sprach mich direkt an. Direkt spürt man die Erfrischung auf der Haut und freut sich auf einen Sommerroman.


    Die Buchbeschreibung erzählt nun jedoch von einer anderen Geschichte, welche auf Anhieb nicht so ganz zum Cover passen mag. Dennoch weckte sie meine Neugier und ich begann zu lesen…


    Der Einstig gelingt recht schnell und nach und nach lernt man die einzelnen Charaktere kennen. Jedoch werden nur einige tief gezeichnet. Andere hingegen wirken leider bis zu Letzt sehr blass und unnahbar. So konnte ich nur teilweise eine Beziehung zur Geschichte aufbauen.


    Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und lässt den erhitzten Leser nur so durch die Seiten gleiten. So gesehen ist es ideal für den Sommer, denn man kann beim Lesen abschalten und muss sich nur bedingt Gedanken um den Inhalt machen.

    Angesprochene Geheimnisse werden schnell gelüftet und wirken letztendlich nur noch wenig überraschend.


    Dennoch hat es mir Spaß gemacht, in die New Yorker Villa einzuziehen und die 82. jährige Edith kennen zu lernen. Sie gab dem Roman das gewisse etwas und konnte mich sehr gut vom Alltag ablenken

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    aufbauverlags avatar
    Autoren oder Titel-Cover
    Der Sommer der Frauen.

    Maggie hat alle Mühe, für sich und ihre kleine Tochter zu sorgen. Dann erbt sie ein Strandhaus in den Hamptons und könnte auf einen Schlag alle Probleme los sein – sofern sie sich um die darin lebende 82-jährige Edith kümmert, die an Alzheimer erkrankt ist. Doch Edith hat überhaupt keine Lust, ihr Heim mit einer schlechtgekleideten Fremden und einem trotzigen Kleinkind zu teilen. Aber dann verschlimmert sich ihr Zustand, und in ihrer Not, ihre Erinnerung zu verlieren, lässt sie es zu, dass Maggie ihr hilft, ein Geheimnis ihrer Vergangenheit zu lüften. Und so erleben die so unterschiedlichen Frauen einen einzigartigen Sommer der Neuanfänge. 

    Hier zur Leseprobe:  http://www.aufbau-verlag.de/media/Upload/leseproben/9783746633879.pdf

    Über Zoe Fishman

    Zoe Fishman arbeitete jahrelang in der New Yorker Verlagswelt, bevor sie mit ihrer Familie nach Atlanta zog und zu schreiben begann. Ihre Vorgängerromane wurden hochgelobt und vielfach ausgezeichnet. Zurzeit lehrt sie Kreatives Schreiben und schreibt ihren nächsten Roman. 

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