Zoe Zander Geraubte Seele

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Inhaltsangabe zu „Geraubte Seele“ von Zoe Zander

Ein Roman, der mich sprachlos zurück lässt. Eine Welt, die mich erschüttert. Eine Protagonistin, die einen gewagtes Ziel verfolgt!

— Floh
Floh

Lesenswert

— sunflower130280
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Grau in Grau wie die tiefen der Menschlichen Seele. EIn knallharter Rache Roman mit Anspruch und mut zum übertreten von Grenzen

— sadako
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  • Geraubte Seele, Raubbau am eigenen Körper, das Spiel einer Raubkatze...

    Geraubte Seele
    Floh

    Floh

    20. January 2014 um 04:21

    Dieses Buch ist nun mein drittes Buch aus dem Hause "Verlag 3.0 Zsolt Majsai". Und ich muss auch nach diesem Roman wieder einmal sagen: wer an seine Lesegrenzen stoßen will, sollte unbedingt auf der Seite des Verlags nach neuen Werken suchen. Hier gibt es die ultimativen Leseherausforderungen. Das Lesen hat mich herausgefordert und diese Rezension tut es ebenfalls.  Zum Inhalt: Eine naive und junge 16-jährige, blind vor Liebe und bereit IHM alles zu geben. ER nimmt sich alles, beraubt sie ihrem Körper, ihrer Seele und lässt sie anschließend allein. ER hat ihr die große Liebe versprochen.  Sie verspricht sich nur noch eines: RACHE! "Geraubte Seele" des Pseudonyms Zoe Zander war eine Empfehlung des Verlages. Zum Glück, meine Neugierde war schnell geweckt und das Buch konnte nicht lange liegen gelassen werden, es musste einfach gelesen werden.  Zur Autorin: (diesen Part finde ich sehr wichtig zu lesen, bevor man sich für dieses Buch entscheidet) "DIE FRAU HINTER ZOE ZANDER: Zoe Zander und mich verbindet ein tragisches Ereignis. Während mein kleiner Sohn von uns ging und mit ihm auch mein Glaube an die Gerechtigkeit und den Sinn des Lebens, holte ich Zoe in mein Leben. In dieser schwierigen Zeit brach ich mit vielen Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, alten Gewohnheiten und auch Tabus. Im gleichen Zuge machte ich die Erfahrung, dass es in der heutigen Gesellschaft auch für eine verwaiste Mutter unbeschriebene Verhaltensregeln gibt, an die ich mich, um Ausgrenzung zu vermeiden, halten sollte. Ich passte mich an - bedingt - denn um mich nicht selbst zu verleugnen, erschuf ich Zoe Zander. Mit ihrer Hilfe bringe ich nun die selbstzerstörerischen Gedanken, tabuisierte Phantasien und paranormale Ideen zur Papier, mit denen ich bei vielen Menschen auf Ablehnung stieß, weil sie jenseits der Grenze ihrer Wertvorstellungen liegen. Zoe ist eine belesene Frau. Thriller, Krimis und Psychologie gehören jedoch nicht nur zu ihrer bevorzugten Literatur, sondern auch zu ihren eigenen Werken. Trotz der Wut und Enttäuschung, die ich ihr mit auf den Weg gab, bewahrte sie sich tief in ihrem Herzen die Hoffnung auf eine bessere Welt, wo die Gleichberechtigung Gang und Gäbe ist, die Menschenrechte bewahrt werden und der Frieden herrscht. Zoe gibt sich nicht mit Alltäglichkeiten zufrieden. Auf der Suche nach ständig neuen Herausforderungen lässt sie sich von Menschen inspirieren, die sie bewundert. Von Personen, die trotz widriger Umstände ihren Lebensmut nicht verlieren und trotz Niederlagen und Rückschlägen ihre Ziele erreichen. Das spiegelt sich auch in ihren Werken wieder. Ihre Heldinnen und Helden sind Menschen, die uns täglich auf der Straße begegnen. Doch wie Clark Kent gehen auch sie abseits der Blicke der anderen ihren ganz persönlichen Weg. Nicht immer ist ihr Ziel, Verrat und Missgunst aus der Welt zu schaffen, Kriege zu beenden und das Gleichgewicht zwischen der Unterwelt und den Elementen des Lichts wieder herzustellen. Manchmal liegt die größte Herausforderung darin, sich in all den Erwartungen der anderen selbst zu finden. Zoe treibt ihre Heldinnen bis zur Selbstaufgabe, nur um wieder einen Sinn in ihrem Leben zu finden, oder sie lässt sie ihre Moral über Bord werfen, um sich als Frau wieder zu erleben. Wissen Sie, ob Ihre Ärztin nicht in ihrer Freizeit intergalaktische Kriege führt, um eine ihr unbekannte Welt zu retten? Oder ob Ihre Kollegin nicht nachts Dämonen zur Strecke bringt, um einen uralten Fluch zu brechen? Oder ihre Lieblingsautorin, die von rosa Plüsch und Lagunenromanzen schreibt, sich nicht insgeheim nach Dominanz sehnt? Fragten Sie sich etwa nie, ob Ihre zielstrebige Mitstudentin nicht schon mal am Abgrund stand und springen wollte? Sie denken nach? Dann werde ich Ihnen nun das Motto von Zoe Zander verraten... Immer zweimal hingucken. Denn: Nicht alles ist so, wie es uns erscheint." Charaktere: Alex, Edelhure, zu allem fähig, spielt ihre Rollen, lässt die Fantasien der Männer auf ihrem Körper ausleben, geht an Grenzen und darüber hinaus, wandelt beinahe auf der Schwelle der Selbstzertörung. Ihre Seele ist beraubt, ihr innerstes kaputt, ihren Körper nutzt sie nun um einen Plan zu verfolgen: Rache an dem Mann, der sie als 16 jähriges Mädchen zerstört hat und im Stich gelassen wurde. Sie wurde ins Bordell abgeschoben und allein gelassen. Obwohl Zoe Zander darauf verzichtet, die Gefühle der Protagonistin zu stark zu beschreiben, bekommt der Leser einen guten Eindruck davon, wie sie sich bei ihrer Arbeit fühlt.  Zoe Zander beschreibt schonungslos zu Gelüste und Fantasien der Männerwelt. Erschreckend und krass zeigt sie die Gedankenwelt der Kunden und nimmt wahrhaftig kein Blatt vor dem Mund.  Nebencharakter ist Alexs´Mitbewohner Alexander, dieser Part bietet dem Leser etwas Normalität und erdet die heftigen Leseeindrücke. Ein gelungener literarischer Schachzug, den Zoe Zander hier bedient, um ihr Buch nicht abgedroschen erscheinen zu lassen.  Schreibstil: Durch die leicht distanzierte Schreibweise kann Zoe Zander etwas Abstand zu den meist perfiden Aufträgen schaffen, die Edelhure Alex für ihren Rachefeldzug erfüllt. Statt die "Lust" des Schmerzes erlebt der Leser hier eher den seelischen Schmerz, der hinter Alex kalte Fassade steckt. Dies ist kein lustvoller Erotikroman, nein, dieser Roman zielt in eine ganz andere Richtung!  Die Protagonistin scheint einzig und allein für ihre Rache zu leben.  Zum Ende / Botschaft des Buches: Das Ende birgt dann auch noch einige kleine Überraschungen und ließ mich überrascht und zufrieden zurück. Ein Ende, das Platz für Überlegungen lässt. Dieses Ende hallt lange nach und regt zum Sinnieren an.  Fazit: Ein Buch, was sprachlos macht, was knallhart und schonungslos auf den Leser zugeht. Man muss es mögen und man muss seine eigenen Grenzen eventuell neu stecken. Es fasziniert, es ist anders, es ist verstört, jedoch ist es eine absolute Leseempfehlung!!!!! Kleines Bon Bon in dem Buch ist die Lyrik als Einstieg und das Glossar am Ende des Buches. Beides ist aus dem Buch nicht wegzudenken!

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  • Leserunde zu "Geraubte Seele" von Zoe Zander

    Geraubte Seele
    Verlag30

    Verlag30

    Informationen zur Leserunde: Nur wer es wagt Grenzen zu überschreiten, kann über sich hinauswachsen. (Ralph Waldo Emerson) Edgar Allen Poe schieb einst: Die Grenze ist überschritten. Der Spiegel ist zerbrochen. Aber es reflektieren die Scherben. Was sehen wir, wenn wir uns mit diesen Reflexionen auseinandersetzen? Was, wenn wir die Möglichkeit erhalten, jenen, die am Zerbrechen des Spiegels die Verantwortung tragen, diese Schuld zurückzuzahlen? Wie weit würdet ihr gehen? Was würdet ihr tun? Würdet ihr die Scherben ignorieren und zugrunde gehen? Oder seit ihr bereit, aufzustehen, und die Scherben Stück für Stück wieder zusammenzusetzen, während ihr eure Rache verfolgt? In Geraubte Seele erhaltet ihr die Chance jemanden auf eben dieser Reise zu begleiten. Eine junge Frau, die vor den Scherben ihres Daseins gestanden, sich aber entschlossen hat, zu kämpfen. Eine düstere Reise, die in die Facetten der menschlichen Psyche eintaucht und diese mit Lust und Schmerz verbindet. Eine liebende Frau ist eine Sklavin, die ihren Herren in Ketten legt. (G.D. Shaw) Start der Leserunde ist der 15.11.2013. In den nächsten beiden Wochen bietet sich euch somit die Möglichkeit, eines von 10 signierten Exemplaren zu gewinnen. Hierfür müsst ihr lediglich unsere Gewinnspielfrage beantworten. Für alle, die nicht zu den glücklichen Gewinnern zählen, gibt es die Möglichkeit das Buch oder für die Liebhaber der elektronischen Bücher, das E-Book zu kaufen. Für die Printausgabe: http://verlag-shop.com/1-geraubte-seele-9783943138153.html Für das Ebook: http://verlag-shop.com/14-geraubte-seele-epub-9783943138139.html Natürlich wird auch die Autorin an dieser Leserunde teilnehmen. Wir freuen uns auf eure Teilnahme und den Austausch mit euch. Buchvorstellung All die Schläge, Erniedrigungen, Demütigungen und Qualen waren unbedeutend im Vergleich mit dem Ziel, dem einzigen Ziel, das ich dabei verfolgte. Diesen Mann zerstören, ihn seiner Freiheit berauben, sein Ansehen ruinieren. Das war das Einzige, worauf es in meinem Leben noch ankam. Ihn seiner Seele berauben, so wie er es mit mir getan hatte. Worte einer Rezensentin: … Missbrauchte Liebe, Raub der Gefühle in Form des Unterdrückens. Beides zusammen? Eine sich und durch andere beraubte Seele, welche sich frei kämpft aus all den Zwängen der Gesellschaft, sich verziert und verkleidet, vulgäre Sprachweise auffährt, um dem Leser sich der Realität und seiner Umwelt bewusst zu werden, was es bedeutet – beraubt zu werden, missbraucht zu werden, dass es nicht nur Triebe sind, welche die Menschen steuern. Alexandra Gerin – eine Figur, erschaffen zur Macht, zur Verwirklichung vieler Sexfantasien, welche sich durch die SM / BDSM Szene von einem zum nächsten Auftrag hangelt, authentisch, real und klar. Unverblümte Schreibweise, vulgäre Sprache. Nahegehend. Zoe Zander stellt sich vor: Zoe Zander und mich verbindet ein tragisches Ereignis. Während mein kleiner Sohn von uns ging und mit ihm auch mein Glaube an die Gerechtigkeit und den Sinn des Lebens, holte ich Zoe in mein Leben. In dieser schwierigen Zeit brach ich mit vielen Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, alten Gewohnheiten und auch Tabus. Im gleichen Zuge machte ich die Erfahrung, dass es in der heutigen Gesellschaft auch für eine verwaiste Mutter unbeschriebene Verhaltensregeln gibt, an die ich mich, um Ausgrenzung zu vermeiden, halten sollte. Ich passte mich an – bedingt – denn um mich nicht selbst zu verleugnen, erschuf ich Zoe Zander. Mit ihrer Hilfe bringe ich nun die selbstzerstörerischen Gedanken, tabuisierte Phantasien und paranormale Ideen zur Papier, mit denen ich bei vielen Menschen auf Ablehnung stieß, weil sie jenseits der Grenze ihrer Wertvorstellungen liegen ... Gewinnspiel: Welchen Sinn hat die "Verkehrsampel" bzw. ihre Farben im BDSM-Bereich? Bitte teilt uns eure Antwort bis zum 12.11.2013 in der Kategorie: Bewerbung Gewinnspiel / Ich möchte mitlesen mit, damit wir die Gelegenheit haben, den Gewinnern die Exemplare rechtzeitig zukommen zu lassen.

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  • Geraubte Seele

    Geraubte Seele
    Blaustern

    Blaustern

    11. January 2014 um 18:14

    Als Alex sechzehn war, verliebte sie sich in einen älteren Mann. Ihre große Liebe versprach ihr, sie zu heiraten. Doch was machte er? Er setzte sie in einem Bordell ab. In Alex reift ein Racheplan. Nun ist sie Edelhure und das nur aus einem Grund, sie wird sich an ihm rächen, denn dieser Mann hat ihre Seele geraubt. Nun ist er dran. Der Roman ist aus dem BDSM-Bereich und ziemlich hart. Es wird zwar alles distanziert geschrieben, doch spürt man jeden Schmerz in Alex’ Innerem. Sie tut einem schrecklich Leid, und man fragt sich immer wieder, ob das alles Not tut, sich all das anzutun, nur der Rache wegen. Aber genau das begreift Alex später selbst noch. Sie braucht die Rache nicht mehr. Doch dann schlägt sie zu. Schön, dass Alex in ihrem Mitbewohner eine nette Unterstützung hat. Das Ende finde ich in Ordnung. Es passt gut, und man kann es mit seinen eigenen Gedanken fortführen.

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  • Leider überhaupt nicht mein Fall!

    Geraubte Seele
    sonjastevens

    sonjastevens

    18. December 2013 um 06:31

    Das Buch wird als BDSM-ErotikBuch, bzw. Erotik-Psychobuch verkauft und lenkt damit die Erwartungen  des Lesers vollkommen in die falsche Richtigung! Die Protagonistin arbeitet als devote Hure, die von Männern beim Sex auf verschiedenste Weise misshandelt wird. Nach den Sitzungen geht es ihr so schlecht, dass sie sich tagelang kaum bewegen kann und übergeben muss, obwohl sie vorher ein paar Tage keine Nahrung zu sich genommen hat! Ich frage mich, was das alles mit Erotik zu tun hat? Das wichtigste an Erotik für mich, ist das alle Partner am Sex Spaß haben, ob nun im  SM-Bereich oder lieber Blümchensex. Ich kam mir daher sehr verarscht vor, und um meine kostbare Lesezeit betrogen. Wenn man das Buch nur von der Nicht-erotischen-Seite sieht, also, was die Protagnisten dazu bebracht hat, ihr Geld als Edelhure zu verdienen, welche Beweggründe sie immer und immer wieder antreiben, dann wäre das Buch vielleicht auch ein Tick besser, jedoch muss ich da leider sagen, dass mir dann die Sexszenen zu ausführlich waren und der psychologische Anteil, wie es in der Protagonisten zu aussieht  mir viel zu flach ist. Leider kann ich nicht besser über das Buch urteilen, ich kann es auch wirklich nicht weiter empfehlen, nur darauf hinweisen, dass das Buch auch viele tolle Bewertungen bekommen hat.

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  • Rezension zu "Geraubte Seele" von Zoe Zander

    Geraubte Seele
    Rosen-Rot

    Rosen-Rot

    17. December 2013 um 10:18

    Alex wurde einst von ihrer großen Liebe bitter enttäuscht. Er ließ sie fallen, und schob sie ab in ein Bordell. Damit nahm er ihr auch ihre Seele. Viele Jahre später will Alex nur eins: Rache. Das Buch erzählt die Geschichte der Edelhure Alex. Sie arbeitet als Sklavin und bedient die Fantasien reicher Männer. Dabei muss sie einiges erdulden und überschreitet immer wieder ihre eigenen Grenzen. Sehr detailreich beschreibt die Autorin die einzelnen Sessions, in denen Alex viele Schmerzen, Qualen und Demütigungen erleiden muss. Doch die ganze Geschichte ist eigentlich nur auf Alex Rachepläne ausgelegt. Das Buch ist durchaus interessant, dennoch ist es nicht ganz einfach zu lesen, weil man als Leser schon einiges ertragen muss. Man wird von der Autorin in die Abgründe der menschlichen Seele geführt, und viele Schilderungen sind sehr hart und grausam.

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  • Dieses Buch über BDSM beinhaltet was neues, aber dennoch auch Gutes!

    Geraubte Seele
    serpina

    serpina

    05. December 2013 um 14:26

    KURZBESCHREIBUNG LAUT AMAZON: Es begann vor 16 Jahren, als sie sich zwischen der Mutter und dem Mann, den sie liebte, entscheiden musste. Von der Mutter fallengelassen und von ihrer Liebe nach einiger Zeit abgeschoben in ein Bordell, um seine Schulden abzuarbeiten, dort geschlagen, gedemütigt, gefangen gehalten, erstarrt sie in ihrem Schicksal, als ER sie zurückließ und dabei ihre Seele stahl. Endlich frei hatte sie nur ein Ziel: Rache! Um dieses Ziel zu erreichen entschied sie sich für das gleiche Spiel allerdings nach ihren Regeln. Kurz vor ihrem Ziel stellt sie auf einmal fest, dass es nicht mehr ihre Regeln zu sein scheinen. Zoe Zander verzichtet gewollt auf die Beschreibung persönlicher Attribute, die in den Tiefen der Seele so unbedeutend sind. Den erstarrten Schmerz stellt sie durch teilweise sehr detaillierte Schilderungen ihrer Aufträge als Sklavin dar, und lediglich anhand ihrer (gewollt hervorgehobenen) Gedanken gelingt es dem Leser, sich ihrer Seele und ihrer Persönlichkeit zu nähern. Zoe gelingt mit ihrem ersten veröffentlichten Werk ein sanftes Aufbrechen der Tabus rund um das Thema SM/BDSM. Ein Glossar rundet ihr Werk ab. ÜBER DIE AUTORIN: DIE FRAU HINTER ZOE ZANDER: Zoe Zander und mich verbindet ein tragisches Ereignis. Während mein kleiner Sohn von uns ging und mit ihm auch mein Glaube an die Gerechtigkeit und den Sinn des Lebens, holte ich Zoe in mein Leben. In dieser schwierigen Zeit brach ich mit vielen Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, alten Gewohnheiten und auch Tabus. Im gleichen Zuge machte ich die Erfahrung, dass es in der heutigen Gesellschaft auch für eine verwaiste Mutter unbeschriebene Verhaltensregeln gibt, an die ich mich, um Ausgrenzung zu vermeiden, halten sollte. Ich passte mich an - bedingt - denn um mich nicht selbst zu verleugnen, erschuf ich Zoe Zander. Mit ihrer Hilfe bringe ich nun die selbstzerstörerischen Gedanken, tabuisierte Phantasien und paranormale Ideen zur Papier, mit denen ich bei vielen Menschen auf Ablehnung stieß, weil sie jenseits der Grenze ihrer Wertvorstellungen liegen. Zoe ist eine belesene Frau. Thriller, Krimis und Psychologie gehören jedoch nicht nur zu ihrer bevorzugten Literatur, sondern auch zu ihren eigenen Werken. Trotz der Wut und Enttäuschung, die ich ihr mit auf den Weg gab, bewahrte sie sich tief in ihrem Herzen die Hoffnung auf eine bessere Welt, wo die Gleichberechtigung Gang und Gäbe ist, die Menschenrechte bewahrt werden und der Frieden herrscht. Zoe gibt sich nicht mit Alltäglichkeiten zufrieden. Auf der Suche nach ständig neuen Herausforderungen lässt sie sich von Menschen inspirieren, die sie bewundert. Von Personen, die trotz widriger Umstände ihren Lebensmut nicht verlieren und trotz Niederlagen und Rückschlägen ihre Ziele erreichen. Das spiegelt sich auch in ihren Werken wieder. Ihre Heldinnen und Helden sind Menschen, die uns täglich auf der Straße begegnen. Doch wie Clark Kent gehen auch sie abseits der Blicke der anderen ihren ganz persönlichen Weg. Nicht immer ist ihr Ziel, Verrat und Missgunst aus der Welt zu schaffen, Kriege zu beenden und das Gleichgewicht zwischen der Unterwelt und den Elementen des Lichts wieder herzustellen. Manchmal liegt die größte Herausforderung darin, sich in all den Erwartungen der anderen selbst zu finden. Zoe treibt ihre Heldinnen bis zur Selbstaufgabe, nur um wieder einen Sinn in ihrem Leben zu finden, oder sie lässt sie ihre Moral über Bord werfen, um sich als Frau wieder zu erleben. Wissen Sie, ob Ihre Ärztin nicht in ihrer Freizeit intergalaktische Kriege führt, um eine ihr unbekannte Welt zu retten? Oder ob Ihre Kollegin nicht nachts Dämonen zur Strecke bringt, um einen uralten Fluch zu brechen? Oder ihre Lieblingsautorin, die von rosa Plüsch und Lagunenromanzen schreibt, sich nicht insgeheim nach Dominanz sehnt? Fragten Sie sich etwa nie, ob Ihre zielstrebige Mitstudentin nicht schon mal am Abgrund stand und springen wollte? Sie denken nach? Dann werde ich Ihnen nun das Motto von Zoe Zander verraten... Immer zweimal hingucken. Denn: Nicht alles ist so, wie es uns erscheint. . REZENSION - MEINE MEINUNG: „Geraubte Seele“ ist kein normaler BDSM-Roman, wie es schon genügend auf dem Markt gibt. In der Leserunde auf Lovelybooks hat Zoe dies zu ihrem Werk gesagt: „Meine größte Ambition war - eine (Lebens-)Geschichte zu schreiben. Es ist bestimmt keine typische BDSM-Geschichte. Aber das sind die, die man üblicherweise zu lesen bekommt auch nicht. Meine Geschichte sollte sich von den anderen deutlich unterscheiden, ohne, dass ihre Glaubwürdigkeit in Frage gestellt wird. BDSM spielt nach wie vor eine sehr große Rolle in meinem Leben. Ich - als Mensch - entwickle mich ständig weiter und das spiegelt sich ebenfalls in meinen BDSM-Wünschen wieder. Ich lebe es vielleicht nicht mehr so häufig aus, wie früher, dennoch anders und trotzdem intensiv - aktiv. Nicht nur in der Phantasie oder in Form von Büchern.“ In dem Buch geht es um Alex. Sie ist eine Edelhure, die ihre Dienste als „Sklavin“ anbietet. Sie macht dies allerdings nicht, weil sie den Lustschmerz liebt, sondern sie macht es aus Rache. Das Drama begann vor 16 Jahren, als sie sich in den Falschen verliebte und dieser sie nicht zu würdigen wusste. Er hat dafür gesorgt, das sie das Geld für ihn „anschafft“, in dem sie sich verkauft. Er hat sie einfach fallen lassen und ihre Seele mitgenommen... Alex versucht durch verschiedene Aufträge immer näher an ihr „Opfer“ ran zukommen. Um dies schaffen zu können, muss sie allerdings sehr, sehr viele Demütigungen, Erniedrigungen, Schläge, Schmerzen und Qualen über sich ergehen lassen. Diese werden in diesem Buch angeschnitten. Zoe beschreibt sie absichtlich nicht zu genau, so dass das Kopfkino vom Leser nur angeregt wird und er/sie sich selbst Gedanken machen kann. Es wird hier sehr gut beschrieben, dass das Ende auch zu gleich ein neuer Anfang ist... Am Ende des Buches gibt es noch ein kleines BDSM-Glossar. FAZIT: Dieses Buch über BDSM beinhaltet was neues, aber dennoch auch Gutes!

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  • kein liebes roman...es geht hart her...

    Geraubte Seele
    fladdy

    fladdy

    02. December 2013 um 21:27

    Alex verliebte sich als 16.jährige in einen älteren mann...der ihr eine heirat versprach und sie mit nahm...doch das geschah nie. er setzte sie irgendwann in einem bordelle aus. nach einigen jahren...alex wird zur selbständigen edelhure...trifft sie ihn wieder und schwört sich an ihm zu rächen. sie geht ihren weg weiter, welche nicht immer leicht ist. In diesem Buch werden keine liebesszenen beschrieben...es wird offen mit dem thema bondage und demütigung, umgegangen,  um nur wenige bdsm-kategorien zunennen. In ein Genre lässt sich das buch von zoe zander schlecht einordnen..es ist keine liebe dabei, es hat nichts mit pornografie zu tun...die szenen werden eher dezent angedeutet...man aber immer noch genug überblick hat, was passiert. ich finde so was auch nicht wichtig. hauptsache ist ...das buch ist wirklich sehr gut und interessant geschrieben. ich kann es nur empfehlen.

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  • Ihr halbes Leben lang...

    Geraubte Seele
    EBarvar

    EBarvar

    29. November 2013 um 15:09

    Ihr halbes Leben... Handlung Alex wurde als junges Mädchen zur Prostitution getrieben. Inzwischen ist sie eine Edelhure, die nicht jeden Auftrag annimmt, denn ihre Aufträge sind speziell, sehr speziell sogar. Sie selbst betreibt dies jedoch nur, um Rache zu nehmen an dem Mann, den sie einst liebte und der ihre Seele raubte, als er sie bei dem Zuhälter zurück ließ. Meine Meinung Je weiter ich in dem Buch las, desto geschockter war ich, wie wenig einem Menschen doch das eigene Leben wert sein kann und wie weit dieser Mensch bereit ist zu gehen, um die ersehnte Rache zu bekommen. Doch dann änderte sich nahezu unmerklich etwas. Alex findet Menschen, die sie so mögen, wie sie ist. Sie findet für sich selbst heraus, dass sie diese Rache, nach der sie so lange strebte, gar nicht mehr benötigt. Und das Erstaunliche daran ist, in dem Moment, in dem sie die Rache aufgibt, erhält sie diese doch noch. Geschrieben ist dieses Buch meiner Meinung nach hart, geht bis an die Grenzen des guten Geschmacks und vielleicht sogar darüber hinaus, wenn es auch eigentlich nie richtig vulgär wird. Die Autorin schafft es, durch ihren ansprechenden Schreibstil, den Leser die ganzen knapp 100 Seiten zu fesseln. Obwohl dies mein erstes Buch aus diesem Genre ist und ich zu Beginn doch etwas entsetzt war, hatte mich der Schreibstil der Autorin nach den ersten 30 Seiten gefesselt. Außerdem musste ich unbedingt erfahren, was aus Alex wird. Ich denke, dies ist ein Buch welches Leser aus dem BDSM-Bereich sicherlich sehr anspricht. Deshalb, wegen der feinfühligen Art, mit der die Autorin uns Leser ein Stück durch Alex Leben führt und weil mir gerade das Ende des Romans so gut gefallen hat, gebe ich eine Leseempfehlung und alle 5 Sterne.

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  • Rezension zu "Geraubte Seele" von Zoe Zander

    Geraubte Seele
    Tigerlili

    Tigerlili

    25. November 2013 um 10:24

    Inhalt: das Buch "Geraubte Seele" von Zoe Zander handelt von einer jungen Frau namens Alex, welche sich auf einem Rachefeldzug befindet. Ihr einzigster Wunsch ist es, Rache an einem Mann zu verüben der ihr Leben nachhaltig negativ geprägt hat. Dazu ist sie sogar bereit, ihren Körper zu verkaufen. Auf Grund dessen enthält das Buch auch einge Szenen, welche dem Erotikbereich - oder BDSM-Bereich zuzuordnen sind. Meinung: Das Buch hat mir vor allem so gut gefallen, da ich an vielen Stellen ins Nachdenken gekommen bin. Die Protagonistin lässt den Leser an ihrer inneren Welt teilhaben und zeigt den Bondagebereich unverblümt - ohne diesen positiv oder negativ zu bewerten. Er ist lediglich Mittel zum Zweck. Zudem lassen sich in einigen Absätzen doch versteckte Hinweise z. B. auf den doch interessanten Umgang mit dem "Job" finden, die dem Buch mehr Tiefe verleihen. Man merkt, dass sich die Autorin bei jedem Absatz etwas gedacht hat. Einzigster kleiner Wermutstropfen: Die Geschichte hätte durchaus länger sein können, so dass den einzelnen Szenen mehr Raum zugestanden werden könnte. Fazit: Wer einen Liebesroman mit leichten, erotischen Fesselspielchen sucht, ist hier falsch. Genau richtig hingegen ist, wer Interesse an einem spannenden, härterem "Erotik-Krimi" hat, bei dem die Sexpraktiken lediglich Teil der Story sind.

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  • Er hat ihre Seele geraubt. Jetzt will sie Rache!

    Geraubte Seele
    Shadowgirl

    Shadowgirl

    24. November 2013 um 21:13

    Er hat ihr die große Liebe versprochen. Sie hat ihm ihre Seele gegeben. Dann hat er die damals 16-jährige Alex abgeschoben. Er hat sie weggeworfen, doch ihre Seele behalten. Er hat sie ihrer Seele beraubt. Seit Jahren arbeitet sie nur noch auf eines hin: Rache. Sie wird ihm seine Seele nehmen, wie er ihre genommen hat. "Geraubte Seele" stand schon länger auf meiner "Muss-ich-lesen-Liste". Als ich dann die Gelegenheit bekam, an einer Leserunde mit der Autorin Zoe Zander teilzunehmen und auch noch ein signiertes Print-Exemplar zu erhalten, war es dann endlich so weit. Was für ein Glück! Wer weiß, wie lange ich sonst noch damit gewartet hätte, dieses Buch zu lesen! Zoe Zander erzählt die Geschichte einer Edelhure. Alex wurde mit 16 von ihrer großen Liebe im Stich gelassen und in ein Bordell abgeschoben. Die folgenden Jahre hatte Alex dann nur noch den Plan, sich an diesem Mann zu rächen. Obwohl Zoe Zander darauf verzichtet, die Gefühle der Protagonistin zu stark zu beschreiben, bekommt der Leser einen guten Eindruck davon, wie sie sich bei ihrer Arbeit fühlt. Durch die leicht distanzierte Schreibweise kann aber wenigstens eine Distanz gewahrt werden, die in vielen anderen BDSM-Büchern nicht vorhanden ist. Während man in diesen Büchern dann sozusagen bei jedem Peitschenhieb selbst zusammenzuckt, ist es bei "Geraubte Seele" möglich, Abstand zu wahren. Statt des Schmerzes erlebt der Leser doch mehr von Alex inneren Gefühlen in diesen Momenten mit. An vielen Stellen hatte ich wirklich großes Mitleid mit ihr und es hat mir Leid getan, dass sie das alles auf sich nimmt - nur, um sich an diesem Mann zu rächen. Die Protagonistin scheint einzig und allein für ihre Rache zu leben. Zwar studiert sie Jura und hat einen Mitbewohner - doch die beiden leben eher aneinander vorbei. Auch sonst scheint es keine weiteren Freunde oder so zu geben. Dem Leser stellt sich die Frage, ob es sich wirklich lohnt, das ganze Leben auf den Moment der Rache auszulegen. Das Ende birgt dann auch noch einige kleine Überraschungen und ließ mich leicht unbefriedigt zurück. Es ist allerdings kein schlechtes Ende. Es ist einfach nur ein Ende, das Platz für eigene Überlegungen lässt. Mit dem letzten Satz ist nicht alles geklärt und der Leser ist rundum zufrieden, weil er alles weiß. Es bleibt die Möglichkeit, sich einiges selbst auszumalen und vor allem auch nachzudenken. Wo soll man dieses Buch nun einordnen? Alex' Dienste als Edelhure haben mit Liebe nichts zu tun. Da keine sinnliche Liebe im Spiel ist, fragt sich, ob man es bei Erotik einordnen könnte. Pornografie passt jedoch auch nicht, denn Zoe Zander beschreibt die Szenen mit Alex' Kunden eher dezent. In erster Linie erfährt der Leser, wie Alex sich fühlt. Andererseits - wozu braucht man eine Schublade, in die man dieses Buch stecken kann? Es lohnt sich, das Buch zu lesen. Das ist die Hauptsache, oder? :-)

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  • Geraubte Seele

    Geraubte Seele
    sunflower130280

    sunflower130280

    23. November 2013 um 15:13

    Inhalt : All die Schläge, Erniedrigungen, Demütigungen und Qualen waren unbedeutend im Vergleich mit dem Ziel, dem einzigen Ziel,das ich verfolgte. Diesen Mann zerstören, ihn seiner Freiheit berauben, sein Ansehen ruinieren. Das war das Einzige, worauf es in meinem Leben noch ankam. Ihn seiner Seele berauben, so wie er es mit mir getan hatte Der Roman entführt mit dezent prickelnder Erotik in die Welt einer Edelhure, die ihre Dienste als "Sklavin" in den angesehensten Kreisen für sehr viel Geld anbietet und dabei den Männern das Gefühl von Macht verkauft, solange sie sich an ihre Regeln halten. Meine Meinung : Die Edelprostituierte (die sich als Sklavin anbietet) Alex hat eine einzige Lebensaufgabe, sich an dem Mann zu rächen, der ihr Leben so ruiniert hat. Verlassen von dem Mann, den sie liebte, abgeschoben zu einem Zuhälter bei dem sie seine Schulden abarbeiten muss. Beraubt von jeglicher Menschlichkeit und jeglichem Gefühl wird sie misshandelt, muss jedes Mal an ihre eigenen Grenzen des Geschmacks gehen und erdulden. Alles um diesen einen Mann jedes mal einen Schritt näher zu kommen um die Rache endlich ausführen zu können.  Mit Geraubte Seele hat Autorin Zoe Zander einen tollen Rache Roman geschrieben. Er ist intensiv und hat mich manchmal hart schluck lassen. Der Schreibstil ist super und die Geschichte rund um die Antiheldin Alex lässt sich flüssig lesen.  Wer hier harte "Sex Szenen" erwartet, den muss ich enttäuschen, die gibt es hier nicht! Aber das ist auch nicht schlimm, da dieses Buch den Leser auf eine andere Art fesselt... Absolut EMPFEHLENSWERT! Danke an Zoe Zander für dieses Lesevergnügen!

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  • Ein Blick hinter die Kulissen des BDSM - ohne zu beschönigen oder zu verurteilen

    Geraubte Seele
    sadako

    sadako

    02. September 2013 um 14:53

    Mit Geraubte Seele hat die Autorin Zoe Zander einen Rache-Roman geschaffen, welcher sich nur schwerlich mit anderen aus diesem Genre vergleichen lässt. Nicht nur das Grundthema, welches sich mit dem in unserer Gesellschaft als Tabu aufgefassten SM/BDSM befasst, auch die Art und Weise, wie sich die Protagonistin auf ihren Rachefeldzug macht, gibt dem Leser ein Gefühl, welches er möglicherweise in dieser Richtung noch nicht gekannt hat. Ich muss gestehen, dass ich bezüglich des Themas SM/BDSM nur relativ oberflächlich informiert bin und auch andere Romane, welche sich mit diesem Thema auseinandersetzen, habe ich zuvor noch nicht in der Hand gehabt. Dennoch wage ich einfach zu behaupten, dass die Autorin weiß, worüber sie schreibt, was anhand des recht radikalen Detailreichtums und drastischen Darstellungen der „Sessions“ kaum anderes vermuten lässt. Aber kommen wir einfach mal ohne zu spoilern zum Inhalt des Romans. Die Antiheldin Alex hat sich zur Lebensaufgabe gemacht sich an dem Mann zu rächen, welcher für das gebrochene Glas, das ihr Leben nun darstellt, verantwortlich ist. Der Weg, den sie jedoch dabei beschreitet, unterscheidet diesen Roman bis aufs äußerste von anderen Rachegeschichten und stellt die Autorin als eine zumeist gefühlsmäßig abgestumpfte und einzig auf ein Ziel fixierte Person da, welche sich mit ihrem Körper allen arten von Qualen, Leid und vielleicht auch Perversionen hingibt, nur um ihrem Ziel Schritt für Schritt ein Stück näher zu kommen. Die Autorin geht sehr intensiv auf die „Sessions“ ein was erneut vermuten lässt das die Autorin entweder extrem gut recherchiert hat, oder selbst aus der Szene kommt. Schmerzen, Demütigungen, Ausscheidungen und Blut sind von mir nur oberflächlich genannte Elemente, durch welche sich die Protagonistin quälen tut. Man muss schon etwas härter im Nehmen und offen für die anderen Seiten der menschlichen Seele sein, um dieses Werk verkraften und genießen zu können. Zoe Zander hat es durchgehend geschafft mit als Leser ein beinahe schon monoton graues Bild in meinem Kopf zu vermitteln und dieses Gefühl zieht sich durchgängig bis kurz vor das letzte Kapitel. Das Ende selbst, möchte ich nun natürlich nicht vorgreifen, doch kann ich mir vorstellen, das sich eventuell mancher Leser ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlt, weil es einen anderen und vielleicht auch sehr plötzlichen Ausgang nimmt. Das mag man nun auch negativ hinstellen können, ich aber finde das die Autorin es geschafft hat dem letzten Abschnitt die Farbe zu verleihen, welche im ganzen Rest des Buches nur schemenhaft zum Vorschein kommen wollte. Ob man als Leser das Ende nun für die Protagonistin als Positiv oder Negativ betrachten möchte, kann jedem Selbst überlassen sein und ich werde meine Theorie hier natürlich nicht veröffentlichen. Eines kann aber gesagt sein. Das Leben endet nicht immer mit einem glücklich aufsteigenden Luftballon oder vernichtenden Knall. Die Geschichten des Lebens sind einfach nicht immer perfekt wie die Struktur eines Romans. Eines möchte ich aber trotz meiner Begeisterung anmerken, und zwar sind mir kurz hinter dem wirklich gelungenen Anfang ein oder zwei Sätze aufgefallen, welche in ihrer Formulierung nicht ganz günstig gewählt scheinen. Zumindest hatte ich den Eindruck, weil ich etwas auf und ab lesen musste, um die Szenerie genauer zu verstehen. Dieses kleine holprige Erlebnis kam mir jedoch nur zu beginn und wiederholte sich nicht immer wieder im Verlauf des Buches. Also werde ich dem Werk, weil ich wirklich gut unterhalten worden bin, dennoch die volle Punktzahl erteilen. Wer kein Problem mit moralisch fragwürdigen Themen hat oder vielleicht sogar selbst in der SM/BDSM Szene aktiv ist, dem würde ich dieses Buch wirklich gerne weiterempfehlen.

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  • Verkleidung, Gewalt mit Details -Zoe Zander & „Geraubte Seele“

    Geraubte Seele
    Schnatterinchen

    Schnatterinchen

    27. August 2013 um 13:40

    Zoe Zander – eine Person, welche sich mit einem Pseudonym einen Namen machen will. Der Debutroman: „Geraubte Seele“ ist schonungslos und eindringlich, er raubt einem jeglichen Schlaf. Was vom Cover her eher an ein Graphic Novel erinnert, ist ein Novel im andersartigen Sinne. Auf nicht einmal knapp hundert Seiten wird ein Eindruck der vollständigen Einsamkeit, des Verlassenseins, einem einzigen Wunsch: Rache zu verüben, geschaffen. Knappe, präzise aneinander gereihte Sätze, detailliert beschriebene Szenen, welche unter die Haut gehen lassen den Leser emotional an Handlungen und Gefühlen von Alex' teilhaben. Alex ist die Hauptfigur, die Antiheldin, die Figur, welche sich mithilfe des Buches in die Realität, in unsere Realität, kämpft und anschaulich zeigt, dass auch ihr Leben, das Leben einer Edelhure, weder einfach, noch billig ist. Dass es Gründe gibt, warum Menschen sich von ihren Gefühlen leiten lassen, ist klar – doch gibt es Gründe, seinen eigenen Körper zu verkaufen? Drei Tage vor einem anstehenden Treffen zu hungern, sich selbst zu belügen, zu verkaufen und missbrauchen zu lassen – und das alles freiwillig? Gibt es Gründe, alles von Bord zu werfen, kein Licht mehr in sein Leben zu lassen und sich den Trieben anderer vollständig, nackt in sämtlichen Varianten hinzugeben? Platon's These „Gute Menschen brauchen keine Gesetze, um gezeigt zu bekommen, was sie nicht dürfen, während böse Menschen einen Weg finden werden, die Gesetze zu umgehen.“ bekommt mit „Geraubte Seele“ einen eigenen Touch. Alex ist verkauft worden an ein Bordell. Wegen einem Mann, blieb für einen Mann – lässt vieles mit sich machen. Schonungslos wird man gleich zum Romanbeginn in eine Petplay Szene eingeschleust, wird zum weiterlesen aufgefordert aufgrund der sich unablässig, durchziehenden Sogwirkung der detailreichen Wortgewalt Zoe Zander's. Aufstaffiert wird der Inhalt durch den Hurenalltag der Antiheldin, welche tagsüber, tagelang ihren Schmerzen der SM / BDSM Treffen erliegt, um nachts alle paar Wochen einen Termin erneut wieder wahrzunehmen. Kalt, gefühllos, attributlos, doch nicht wertlos werden Beschreibungen vermittelt. Knappe, kurze Sätze sprechen von Dringlichkeit, einem Hilferuf von Alex'. Manifestiert wird dieser Eindruck sehr gut durch die Ich-Bezogenheit der Erzählweise. Dies wird gewahrt trotz der nicht gegenwärtigen Sprache. - Doch die Vergangenheit bleibt bekanntlich immer ein Teil der Gegenwart, oder? Auch die Struktur ist sehr darauf fixiert. Kapitel gibt es nicht, dafür allerdings Absätze, um Personen- und Tempowechsel wahrzunehmen, sie zu steigern. Doch gerade das ist es, was den Debutroman ausmacht – ständiger Wechsel, Tempo im gesteigerten Sinne der Beschreibungen, welche nach Ende des Werkes mich als Leser schlucken ließen und ich mich zeitweise fragte: Ist es nicht eher eine lange, ausführliche Kurzgeschichte? Betrifft Alex' Schicksal nicht auch Andere? Wurden nicht viel mehr Menschen ihrer Seele beraubt? Haben nicht mehrere Seelen den Körper verloren? Man verliert sich oft in Alex' Körper. Auch, wenn so manche Gedanken unausgesprochen bleiben, nicht geschrieben stehen – Zoe schafft Freiheit und Raum für den Leser. Platz für Ideen. Letztlich gelingt Alex' dies auch. Am Ende. - Den Grund die Gewalt, Befehle, das Unterdrücken der eigenen Emotionen zuzulassen, wird mit „Rache“ benannt. Einem starken Wort. Ausdrucksraffiniert. Unangenehme Aufträge zu ertragen, gehört zu ihrem Job, gehört zu ihrem Ziel ihrem damaligen Peiniger, ihrem ehemaligen Geliebten das Handwerk zu legen. Als Wahnsinn beschrieben, und auf Seite 43 dargestellt als „der kleine Tod“, finanziert sich die in einer WG lebende Studentin dadurch, schafft sich selbst Narben und zwingt sich und ihren Körper stets zum Selbstheilungsprozesses. Welche Rolle ihr damaliger Mitbewohner, gleichnamig, jedoch einnimmt, dem will ich nicht vorweggreifen. Nur so viel: Der Wahnsinn geht nicht spurlos an ihm vorbei. In „Geraubte Seele“ finden sich viele Rachemotive, Hinweise, welche darauf hindeuten, es wird dazu kommen. Alex wird sich rächen. Spannend ist hierbei: Sie lässt weiterhin körperliche Nähe von ihm zu, schottet sich gedanklich jedoch ab. Psychologisch gesehen, eine Selbstlüge? Nicht zwangsläufig. Geht man davon aus, dass Sie zielorientiert vorankommen will, ist es ein Mittel zum Zweck. Denn: Wie bereits oben im Platonschen Zitat erwähnt, war der Rachebestimmte derjenige, welcher verantwortlich ist, dass Alex' dort ist, wo sie jetzt ist. Dass sie das macht, was sie macht. Dass sie es mit sich machen ließ, was geschehen ist – ohne Beistand. Ohne Hilfe. Und das alles anfangs aus Liebe. Fazit? Missbrauchte Liebe, Raub der Gefühle in Form des Unterdrückens. Beides zusammen? Eine sich und durch andere beraubte Seele, welche sich frei kämpft aus all den Zwängen der Gesellschaft, sich verziert und verkleidet, vulgäre Sprachweise auffährt, um dem Leser sich der Realität und seiner Umwelt bewusst zu werden, was es bedeutet – beraubt zu werden, missbraucht zu werden, dass es nicht nur Triebe sind, welche die Menschen steuern. Alexandra Gerin – eine Figur, erschaffen zur Macht, zur Verwirklichung vieler Sexfantasien, welche sich durch die SM / BDSM Szene von einem zum nächsten Auftrag hangelt, authentisch, real und klar. Unverblümte Schreibweise, vulgäre Sprache. Nahegehend. Dafür, dass es seitenweise Beschreibungen hagelte, war der Schluss zwar überraschend, jedoch zu hektisch und zu kurz. Der Detailreichtum vom Anfang zerbröckelt schlagartig, sehr schade.

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  • Absolut fesselnd und empfehlenswert!

    Geraubte Seele
    Jeanette_Peters

    Jeanette_Peters

    20. August 2013 um 15:08

    Lesen ist für mich immer eine Gelegenheit mich in eine andere Welt zurückzuziehen. Voraussetzung hierfür ist es, dass das Buch spannend und die Geschichte nachvollziehbar ist. Etwas, was einen von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln vermag. Geraubte Seele hat genau das bei mir erreicht. Einmal angefangen zu lesen, konnte ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen, und trotz zahlreicher Termine am nächstem Tag hatte ich eine schlaflose und dennoch wundervoll ausgefüllte Nacht. Mehr davon!!! Ich fand es mehr als gelungen und empfehle es auch in meinem Freundes- und Bekanntenkreis immer wieder gerne :). So nun auch hier. Ein mehr als gelungendes Werk von einer sehr talentierten Autorin.

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  • Erfüllte Rache bringt die Seele zurück

    Geraubte Seele
    kiki62

    kiki62

    16. July 2013 um 23:33

    Zoe Zander ist das Pseudonym einer Autorin, die versucht, mit dem Schreiben sich wieder ins Leben zurückzuschreiben. „Die Frau hinter Zoe“, wie sich selbst bezeichnet, erlitt das Schlimmste, was einer Mutter aufgebürdet werden kann. Sie musste ihr Kind beerdigen. „In dieser Zeit brach ich mit vielen Glaubenssätzen, Verhaltensmustern, alten Gewohnheiten und auch Tabus.“ Um nicht gegen die „gesetzlichen“ Verhaltensdoktrien zu verstoßen, wurde Zoe geboren. Sie war es, die die Geschichte von Alex erzählt, die durch die vermeintliche Liebe zu einem verheirateten Mann in das Prostituiertenmilieu gelangte. Es begann alles noch vor ihrem 18. Geburtstag. Verlassen von dem Mann, den sie liebte, verstoßen von der Mutter, in deren Augen Alex nur eine Versagerin war, dient sie Männern. Und es sind nicht irgendwelche Männer. Es sind die, die sich in den gehobenen Kreisen der Gesellschaft bewegen. Ihre Phantasien bedient sie. Beraubt von jeglicher Menschlichkeit und jeglichem Gefühl wird sie misshandelt, muss jedes Mal über ihre Grenzen des Geschmacks und des zu Erduldetem gehen. Sie erleidet Schmerzen, bleibende Wunden und tritt oft an den Rand des Todes. Dabei ist Alex nicht eine gewöhnliche Nutte. Sie ist eine sogenannte Edelprostituierte. Meist denken Unwissende, dass gerade solche Frauen vor Gewalt und Zerstörung gefeit sind. Alex lässt den Leser an ihrem Leben teilhaben, beschreibt die „Sessionen“, wie sie die Treffen bezeichnet, sehr genau. Beim Lesen gerät man schnell an seine Grenzen des Erträglichen. Auch wenn das Buch nur hundert Seiten umfasst, braucht man schon einige Zeit, um es zu lesen. Es ist, weiß Gott, kein Buch für das Lesen im Bett. Es ist kein Buch, das sich als Urlaubslektüre eignet. Dennoch ist es ein sehr lesenswertes Buch, weil der Leser in die Abgründe des menschlichen Wesens geführt wird. Auch die Gefühle der Freude bringenden Damen beschreibt die Autorin so ausführlich, dass man als Frau nur noch vom Ekel gepackt wird. Mir wurde das Buch als psychologischer Leckerbissen vom Verlag 3.0 empfohlen. Ich muss jedoch sagen, dass es weit mehr ist. Eigentlich kritisiert Zander ganz offensichtlich die gehobene Gesellschaft. Männer, die die Geschicke einer Gesellschaft in den Händen haben, entwickeln sich in ihrem Privatleben zu perversen Elementen. Abscheulich, widerwärtig. Mit Geld kaufen sie sich die Seelen von professionellen Frauen, die in der Gesellschaft mit gerümpfter Nase betrachtet werden. Wird dieses Buch von den richtigen Leser konsumiert, kann es zu heißen Diskussionen führen, denn abartiger Sex und gesellschaftlich gehobene Position sind in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabu. Alex hat sich eine Grenze gesetzt. Ihre Überlebenskraft schöpft sie aus ihrem Ziel, den Mann, der sie an ein Bordell verkaufte, zu zerstören. Nur dieser eine Gedanke lässt sie all das ertragen, gibt ihr die Kraft ihre Treffen zu überstehen. Dass sie ihren Peiniger in den Tod treibt, scheint dem Leser noch eine sehr milde Bestrafung zu sein, bedenkt man, dass sich eine Seele, die auf diese Art und Weise zerstört wurde, muss das weitere Leben ertragen, kann sich nicht einfach wegstehlen. Alex selbst erkennt am Ende, dass sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern in dieser Zeit aufgebaut hat. Die Wunden der Misshandlungen werden heilen, jedoch ist es unklar, ob jemals ihre Seele zumindest mit Wunden leben kann.

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