Zola Emile Nana

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  • Rezension zu Émile Zola - Nana

    Nana
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    27. March 2013 um 17:05

    "Nana", neunter Band der Rougon-Macquart Reihe von Émile Zola, erzählt die Geschichte der jungen und lebenshungrigen Nana. In "L'Assommoir" begegnet sie dem Leser als Tochter der tüchtigen aber vom Glück verlassenen Gervaise und von Coupeau, einem Säufer, der die Familie ins Verderben stürzt. Nana hat mehr vor mit ihrem Leben, sie will berühmt werden und träumt von der Karriere im Theater. Als blonde Venus erhält sie ihre Chance und verzaubert die Männer auch ohne das geringste Talent. Ihren Traum vom Luxus finanziert sie auf den Rücken der Liebhaber, diese sind nicht nur zahlreich, sondern auch gutsituiert und lesen ihr jeden Wunsch von den Augen ab. Skrupel kennt Nana nicht, nur manchmal erinnert sie sich an ihren Sohn Luiset, den sie von einer Tante aufziehen lässt, oder es kommen ihr religiöse Zweifel -dass sie bei ihrem Lebenswandel in der Hölle landen muss, steht außer Frage. Nana ist stark, auch in schlechtesten Zeiten weiß sie sich zu helfen und geschickt spielt sie alle gegeneinander und zu ihrem Vorteil aus. Leichen pflastern im wahrsten Sinne des Wortes ihren Weg und sie selbst muss sich ebenfalls dem Schicksal ergeben. Mit Nana erlaubt Zola einen Blick in die Pariser Frauenwelt der Zeit vor dem deutsch-französischen Krieg. Leichte Mädchen mit großen Träumen, angesehene Herren mit gefülltem Portemonnaie und Abenteuerlust, die sich gerne auf die jungen Damen einlassen und sich mit ihnen vergnügen. Der Roman besticht, typisch für den Naturalismus, mit detaillierten Beschreibungen - die jedoch bisweilen für den Leser auch sehr anstrengend werden. Wie auch in den anderen Werken der Reihe sind die Figuren in ihrer Entwicklung das zentrale Thema, so manches Mal lässt Nana den Leser schier verzweifeln und zwischen Mitgefühl und nahezu Hass hin und her springen. Ein Klassiker außer Frage, typisch für seine Epoche und für Émile Zola.

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