Zora DelBuono Canitz' Verlangen

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Inhaltsangabe zu „Canitz' Verlangen“ von Zora DelBuono

Als er in der Morgendämmerung aus einem Berliner Club und ans Ufer der Spree tritt, sieht er, zwischen Ästen treibend, die Leiche einer Frau. Statt zur Polizei zu gehen, behält Hubert Canitz den Fund für sich. Doch der Anblick verfolgt ihn – und er beschwört die Erinnerung an eine Totenmaske herauf, die während seiner Kindheit im Flur der Eltern hing: die Unbekannte aus der Seine. Als er seine Mutter danach befragt, bildet sich ein aprikosengroßer hektischer Fleck in ihrem Gesicht, nervös weicht sie ihm aus. Getrieben, beginnt er über Wasserleichen zu forschen, in der Literatur, Kunst und Geschichte, bis ihm etwas dämmert. War nicht die Schwester seiner Mutter auf der Flucht aus Westpreußen im Frischen Haff ertrunken, in den kalten Monaten des Jahres 1945? Liegt hier der Grund für das merkwürdige Verhalten der Mutter, für ihr beharrliches Schweigen? Es kommt zu einem dramatischen Richtungswechsel in Canitz’ Suche, und die Entdeckung, die er schließlich macht, ist schockierend und befreiend zugleich. In ihrem Debütroman verbindet Zora del Buono ein spektakuläres Ereignis deutscher Geschichte mit einer bewegenden Familiengeschichte – meisterhaft erzählt und spannend bis zur letzten Seite.

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  • Rezension zu "Canitz' Verlangen" von Zora DelBuono

    Canitz' Verlangen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. November 2008 um 10:43

    Nicht ganz dumm, aber zu viel erklärt und zu wenig beschrieben.

  • Rezension zu "Canitz' Verlangen" von Zora DelBuono

    Canitz' Verlangen
    dubh

    dubh

    08. August 2008 um 09:43

    Ein sehr interessantes Thema, das sich Zora del Buono, immerhin ein Gründungsmitglied der Zeitschrift 'mare', hier vorgenommen hat: Canitz, die Hauptperson des relativ schmalen Buches, tritt morgens aus einem Berliner Club und findet eine Wasserleiche. Da ihn der Fund nicht mehr loslässt, beginnt er zu recherchieren, sammelt Gedichte in denen Wasserleichen vorkommen (erstaunlicherweise sind das gar nicht so wenige) und erforscht Bilder. Dass er dabei völlig aus dem Tritt kommt, bemerkt er selbst gar nicht - und so ist er ganz auf seine eigene Familiengeschichte versteift: ist die Schwester seiner Mutter nicht ebenfalls ertrunken? Auf der Flucht im Frischen Haff? "Canitz´ Verlangen" hat sehr viel Spannung - man ahnt schon als LeserIn, dass dem etwas sonderbaren Verhalten der Mutter etwas zugrunde liegen muss - und diese Spannung zieht sich 1A durch die Geschichte, steigert sich und löst sich tatsächlich erst am Ende. Sehr gelungen! Einziger Kritikpunkt ist eigentlich eine Nebenhandlung: Canitz ist schwul und hat vor seinem Fund offensichtlich nur gefeiert und in den Tag gelebt. Während der Geschichte blitzen immer wieder Szenen auf, die in der großstädischen Homosexuellenszene spielen und die teilweise sehr roh sind. Nicht dass ich damit ein Problem hätte - mir war einfach nicht schlüssig, was das so richtig mit der Geschichte zu tun hat. Denn für ein näheres Bild des Protagonisten reicht es wiederum nicht aus... Worauf ich allerdings wirklich gespannt bin, ist eine eventuelle Pressereaktion - denn das Buch behandelt ein Geschehnis während des II. Weltkrieges, was bislang weitestgehend unthematisiert blieb.

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