Zoran Drvenkar

 4.1 Sterne bei 945 Bewertungen
Autor von Still, Der letzte Engel und weiteren Büchern.
Zoran Drvenkar

Lebenslauf von Zoran Drvenkar

Aller Anfang ist poetisch: Zoran Drvenkar, wurde 1967 in Kroatien geboren und zog im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Berlin. Nach einer schweren Zeit in der Schule wurde ihm klar, dass ein Klassenzimmer nicht der richtige Ort für ihn ist. Angafangen mit Gedichten schrieb er bald schon Kurzgeschichten, die er mit der Zeit immer weiter ausbaute. Seit 1989 ist er als freier Schrifsteller tätig  und ein vielfach ausgezeichneter Kinder-und Jugendbuch-Autor. Er schreibt auch unter den Pseudonymen Victor Caspak und Yves Lanois. In seiner literarischen Karriere wurde er z.B. vom Autor Paul Maar gefördert, den er bei einer freiberuflichen Tätigkeit beim Berliner Tagesspiegel kennen lernte. Heute wohnt der Autor in einer alten Kornmühle bei Berlin.

Neue Bücher

Licht und Schatten

Erscheint am 17.07.2019 als Hardcover bei Julius Beltz GmbH & Co. KG.

Alle Bücher von Zoran Drvenkar

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Still

Still

 (224)
Erschienen am 08.03.2016
Der letzte Engel

Der letzte Engel

 (192)
Erschienen am 08.09.2014
Du

Du

 (158)
Erschienen am 13.01.2012
Sag mir, was du siehst

Sag mir, was du siehst

 (72)
Erschienen am 01.02.2005
Du bist zu schnell

Du bist zu schnell

 (67)
Erschienen am 10.06.2011
Der letzte Engel - Der Ruf aus dem Eis

Der letzte Engel - Der Ruf aus dem Eis

 (37)
Erschienen am 11.07.2016
Touch the flame

Touch the flame

 (22)
Erschienen am 10.08.2015
Cengiz & Locke

Cengiz & Locke

 (15)
Erschienen am 01.01.2004

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Neue Rezensionen zu Zoran Drvenkar

Neu

Rezension zu "Du" von Zoran Drvenkar

Bist DU bereit?
FranzysBuchsalonvor 10 Tagen

Inhalt
Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn.

Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie.

Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn.

Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest. (Quelle: Lesejury)

Anfang
So sehr wir dem Licht entgegenstreben, so sehr wollen wir auch von den Schatten umschlossen werden. Dassebe Verlangen, das sich nach Harmonie sehnt, sehnt sich in einer dunklen Kammer unseres Herzens nach Chaos. Wir brauchen dieses Chaos in Maßen, denn wir wollen ja keine Barbaren sein.

Positiv
Wie auch schon bei Sorry ist mir hier der Schreibstil wieder positiv aufgefallen. Ich hoffe, dass ich noch das ein oder andere Buch des Autors finde, das er auf diese Weise geschrieben hat.
Neben dem Stil hat mir auch die Art zu schreiben sehr gut gefallen. Dinge, Menschen und Situationen werden ausreichend beschrieben um sich ein Bild davon machen zu können, aber nicht unnötig und nervtötend bis ins letzte Detail ausgeschmückt. Das kann ich nicht leiden, da es mir oft das Gefühl gibt, dass versucht wird Seiten zu füllen ohne etwas zu sagen zu haben.
Es dauert ganze 429 von 575 Seiten, bis man erfährt, wer sich hinter Der Reisende verbirgt. Die Frage danach hat mich persönlich seit dem ersten Kapitel durch das gesamte Buch begleitet. Es ist keine sonderlich spektakuläre Enthüllung und man leitet es sich mehr oder weniger selbst her, aber zu einem "Ach das ist der Reisende"-Moment hat es mich dann doch geführt.

Negativ
Jedes Kapitel ist aus der Sicht eines anderen Charakters geschrieben. Dabei bekommt man die Geschichte von einem Erzähler näher gebracht, der die kapitelgebende Person oftmals direkt mit ' du' anspricht. Quasi als wäre der Leser gemeint. Das ist mal völlig anders und sehr ungewohnt, aber nicht unbedingt schlecht. Im Laufe der Zeit habe ich mich sehr gut daran gewöhnen können und es fühlte sich völlig normal an. Allerdings hat dieser Umstand und die Tatsache, dass es am Anfang ziemlich viele Personen sind dazu geführt, dass es eine Weile dauerte, bis ich richtig in der Geschichte war. Ich kann verstehen, wenn Leser das Buch nach ein paar Seiten entnervt in die Ecke legen. Wäre durch Sorry nicht so eine Liebe für den Autor in mir entbrannt, hätte ich das vermutlich auch getan.
Zwischendrin habe ich mich gefragt, ob man die ganze Geschichte nicht hätte kürzer halten können. Ich hatte oftmals das Gefühl gar nicht voran zu kommen und eigentlich unwichtige Handlungsstränge zu lesen. Allerdings wird das daran liegen, dass ich mir sehr viel Zeit für das Buch gelassen und zwischendrin andere Bücher gelesen habe. Alle Dinge, die in dem Buch geschehen, sind tatsächlich unabdingbar für die Geschichte und das Ende. Dementsprechend ist das eigentlich kein Minuspunkt, sondern nur ein Gefühl, das ich zwischendrin (vermutlich selbstverschuldet) hatte.
Das Ende allerdings war ein Minuspunkt für mich. Es hat mich zeimlich ratlos zurück gelassen und dadurch einiges verhunst.

Besonderheit
Der Schreibstil und die besondere Art zu schreiben, haben mich bereits in Sorry begeistern können und sind mir auch hier wieder mehr als poistiv aufgefallen. Einfach mal völlig anders und speziell.

Schreibstil
Wie nun schon erwähnt, ist der Schreibstil ziemlich speziell und (zumindest für mich) besonders.
Es ist mal wieder eine "Entweder man mag es oder nicht...es gibt nichts dazwischen" Sache, weswegen ich definitiv zu einer Leseprobe raten würde, wenn Interesse an dieser Geschichte besteht. Es wäre nicht fair, wenn man die Geschichte verteufelt, nur weil einem der Schreibstil nicht zusagt. Dem kann man ja durchaus entgegenwirken.

Fazit
Der Einstig in die Geschichte ist nicht gerade einfach und stellenweise wirklich verwirrend, da man ohne große Vorwarnung auf recht viele Charaktere trifft. Diese Charaktere waren mir mal mehr und mal weniger sympathisch. Viele Handlungen konnte ich stellenweise nicht nachvollziehen und waren mir zu unlogisch, was aber sicherlich daran lag, dass es sich bei den " süßen Schlampen" um 16-jährige Teenager handelt. Da sehe ich vieles mit über 30 einfach anders.
Die Geschichte an sich war nicht unspannend, aber sie hat mich auch nicht durch die Seiten gepeitscht. Ich wollte immer wissen wer Der Reisende ist und wie der ein oder andere Handlungsstrang weitergeht, aber ein nervenaufreibender Thriller, für den ich die Nacht durchgemacht hätte, war es leider einfach nicht.
Jede Nebenhandlung und jedes Ereignis ergeben zum Schluss absolut Sinn und greifen ineinander - eine Logik ist also definitiv gegeben. Leider hat mir das Ende nicht gefallen und mich mit einem fragenden Ausdruck im Gesicht zurückgelassen. Es ist kein offenes Ende in dem Sinn, also die Handlung ist durchaus abgeschlossen, aber es stellt mich einfach nicht zufrieden. Schade!

Bewertung
Die Bewertung stellt mich tatsächlich vor eine Herausforderung. Es gibt viele positive Aspekte und diesen unglaublich guten Schreibstil, aber leider auch ein paar negative Punkte.
Da es im Endeffekt zwei negative Punkte für mich gab (an einem war ich eigentlich selbst schuld), würde ich zwei Sterne abziehen. Für den tollen Schreibstil gibt es noch einen halben obendrauf, den ich aber für den ein oder anderen nervigen Charakter wieder abziehe.

Somit lautet meine Bewertung: 3 Sterne


Diese und meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog


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Rezension zu "Der letzte Engel - Der Ruf aus dem Eis" von Zoran Drvenkar

Nicht schlecht, aber zog sich etwas - ich hatte es mir irgendwie anders erwartet
Aleshaneevor einem Monat

Kurzes Fazit: Man sollte zwischen Band 1 und 2 nicht zuviel Zeit vergehen lassen, weil die Handlung wirklich sehr komplex ist - fand ich zumindest. Grade die Zusammenhänge, die über mehrere Jahrhunderte gehen, muss man immer im Kopf behalten und die Schreibweise von Zoran Drvenkar ist auch nicht so einfach. Er wechselt ja gerne die Perspektiven zwischen den Charakteren, wechselt dabei auch die Zeitform und bei einer Figur schreibt er sogar aus der Sicht des Lesers, also als ob man selbst die Person wäre. Ziemlich cool, finde ich, das mag ich an seinen Büchern, aber mir war es insgesamt doch etwas zu lang. Es zog sich zwischendurch, auch wenn es wichtige Momente gab, um alles verstehen zu können, hätte eine Kürzung hier und da schon gutgetan.
Es geht um einen uralten Krieg, eine ebenso alte Prophezeiung, den letzten Engel, die Auferstehung der Toten, zwei alte Gräfinnen, ein Mädchen das Erinnerungen berühren kann und einen risikobereiten Söldner - brutal, aber mit einem gewissen humorvollen Charme, aber dennoch nicht ganz das, was ich erwartet hatte.

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Rezension zu "Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar

Ich liebe seinen ungewöhnlichen Stil :)
Aleshaneevor 2 Monaten

Da ich schon zwei Bücher vom Autor gelesen habe weiß ich, dass er einen sehr ungewöhnlichen Stil hat: Er springt zwischen den Perspektiven der Protagonisten hin und her - hier auch in der Zeit und scheut sich nicht, den Leser dadurch aufs besondere herauszufordern.
Die Geschichte beginnt ohne Vorwarnung, man ist mitten im Geschehen, wird dann aber immer wieder zurückbefördert in die Vergangenheit, die in Etappen nach und nach aufklärt, wie es zu den jetzigen Ereignissen kam und wie sie zusammenhängen.
Ein äußerst ungewöhnlicher und pfiffiger Aufbau - denn obwohl man immer nur Häppchen erfährt, verliert die Geschichte nicht den roten Faden und baut immer mehr Spannung auf, während ständig eine Menge passiert.
Es ist teilweise etwas düster, manchmal auch brutal, wird aber durch die schwarzhumorigen Einlagen immer wieder aufgelockert. Mir hats richtig gut gefallen und ich bin gespannt auf Teil 2 - das Ende verspricht einige böse Überraschungen in der Fortsetzung!

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Zusätzliche Informationen

Zoran Drvenkar wurde am 19. Juli 1967 in Križevci (Kroatien) geboren.

Zoran Drvenkar im Netz:

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