Der letzte Engel

von Zoran Drvenkar 
3,8 Sterne bei185 Bewertungen
Der letzte Engel
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Positiv (115):
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Auch beim zweiten Mal wieder genial!

Kritisch (22):
Universum_der_Woerters avatar

Es war leider nicht mein Fall. Ich habe mich durch die Geschichte gekämpft in der Hoffnung am Ende noch positiv überrascht zu werden.

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Inhaltsangabe zu "Der letzte Engel"

Virtuos, vielschichtig, überraschend - ein abgründiger fantastischer Thriller von SPIEGEL Bestsellerautor Zoran Drvenkar!
Motte ist sechzehn Jahre alt, als der Tod an seinem Fenster kratzt. An einem harmlosen Wochenende kurz nach Mitternacht bekommt er eine anonyme E-Mail: "sorry für die schlechte Nachricht, aber wenn du aufwachst, wirst du tot sein. Wir wollten nur, dass du das weißt" Mieser Scherz, denkt Motte, wird aber dennoch ein wenig nervös und beschließt, die Nacht durchzumachen. Natürlich schläft er ein und natürlich wacht er auf - und fühlt sich wie immer. Bis darauf, dass sein Herz nicht mehr schlägt. Und dann sind da noch diese zwei Flügel auf seinem Rücken ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783570401347
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:cbt
Erscheinungsdatum:08.09.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 10.10.2012 bei Random House Audio, Deutschland erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Universum_der_Woerters avatar
    Universum_der_Woertervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Es war leider nicht mein Fall. Ich habe mich durch die Geschichte gekämpft in der Hoffnung am Ende noch positiv überrascht zu werden.
    Ein Teenager wird zum Engel um die Welt zu retten.

    Als ich dieses Buch damals in der Buchhandlung in den Händen hielt war ich sehr begeistert vom Cover als auch von der Beschreibung des Romans. Ich brauchte nicht lange darüber nachdenken und habe es einfach gekauft.

    Jedes Kapitel beginnt mit einem anderem Charakter. Es passiert am Anfang schon sehr viel und man muss sich merken wer zu wem gehört oder was mit wem passiert.
    In den ersten 3 Kapitel passiert einiges doch der Zusammenhang blieb unklar. 
    Der Schreibstil ist einfach und die Sätze sind kurz gehalten. Am Anfang kam ich damit klar doch mitten in der Geschichte wechselte der Autor seinen Stil und das Lesen wurde anstrengend.
    Die Situationen die die Charaktere im Buch erleben, werden mehrmals aus anderen Blickwinkeln beschrieben. Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass irgendwie nichts neues passiert. Jedes Kapitel ist anders und an dem Schreibstil muss man sich erstmal gewöhnen. Da es in jedem Kapitel um einen anderen Charakter geht hemmt es etwas die Leselust und der Zusammenhang war mir immer noch nicht klar.
    Mal schreibt der Autor in der Erzählform, dann in der Du-Form und in der Ich-Form. Es wurde anstrengend und machte bald keinen Spass mehr.
    Kaum war ich in der Geschichte drin, wird man quasi 'rausgeschleudert' da der Schreibstil sich ändert und immer aus der Sicht von anderen Charakteren geschrieben wird. Es nervte irgendwann nur noch und machte keinen Spass mehr. Man musste sich schon sehr konzentrieren damit man den Szenenwechsel innerhalb eines Abschnitte mitbekommt und versteht.

    Am Anfang kommen einem die Ereignisse merkwürdig vor, doch wenn man aufmerksam liest, dann merkt man, dass es sich Stück für Stück aufklärt. Auch wenn ich mich schon bald durch das Buch schleppte, war ich doch neugierig wie die Geschichte endet. Leider hatte ich auch absolut keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen können.
    Ich hatte die Hoffnung, dass es noch ein großer 'Aha- Effekt' kommen würde. Der blieb leider aus.

    Ich freute mich auf eine sehr spannend und spezielle Geschichte. Am Anfang habe ich auch tatsächlich gedacht 'Wow, das ist ein tolles Buch.' Doch je weiter ich las desto größer wurde die Enttäuschung.
    Es gibt noch einen zweiten Teil. Doch nachdem ich dieses Buch gelesen habe, weiß ich, dass ich absolut kein Interesse an einer Fortsetzung habe.


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    Karaundfederminuskiels avatar
    Karaundfederminuskielvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Potenzial dieser Geschichte ist auf jeden Fall da, doch viele Figuren sind zu blass und es kommt keine richtige Spannung auf.
    Ein paar Schwächen, aber Potenzial

    Ein Titel, in dem das Wort Engel vorkommt, klingt für mich auf der einen Seite interessant, auf der anderen Seite nach Da lass ich lieber die Finger von, da ich z.B. ungern etwas lesen würde, was sehr in die esoterische oder religiöse Richtung geht. Dies ist hier nicht der Fall, daher finde ich gut, dass ich die Finger nicht davon gelassen habe. Allerdings habe ich das Buch auch nicht mit allzu großer Begeisterung gelesen. Die Story ist auf jeden Fall interessant, war jetzt aber nicht wirklich packend. Der Protagonist Motte, der eigentlich Markus heißt, wird plötzlich über Nacht zum Engel und gilt als einziger seiner Art, denn die Engel sind vor tausenden von Jahren ausgelöscht worden. An und für sich klingt das schon mal nach meinem Geschmack.
    In dem Buch gibt es drei Erzählperspektiven. In den Kapitel über Motte finden wir den Ich-Erzähler, in allen anderen den personalen und manchmal auch den auktorialen Erzähler. Dies unterstreicht, dass Motte unser Hauptcharakter ist. Wir erfahren im Laufe der Zeit von verschiedenen Personen, wie es dazu kommt, dass Motte plötzlich ein Engel ist und was das alles zu bedeuten hat. Die Geschichte ist nicht chronologisch, was ich eigentlich ganz gut finde, denn in gewisser Weise schließt sich so am Ende der Kreis. Was mir bei all diesem ganzen Erzähler-und Zeitwechsel aber nicht gefallen hat, ist, dass man eigentlich nur wenig von Motte selbst liest, obwohl sich alles um ihn dreht. Seine Kapitel machen Spaß zu lesen, während ich die anderen schnell hinter mir haben wollte, um wieder was von Motte zu erfahren, was leider so gut wie nicht passiert. Große Sympathie für fast alle anderen Figuren kann ich nicht empfinden, noch gibt es großartige Bösewichte, deren Handlungen große Spannung erzeugen. Die Figuren sind alle doch recht blass und man vermisst richtig, dass man mit ihnen mitfiebern kann.
    Die Idee des Buches ist gut, man hätte meiner Meinung nach aber noch mehr daraus machen können, vor allem aus den Figuren! Den zweiten Teil werde ich aber lesen, denn ich will trotz allem wissen, wie es weitergeht.

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    BeaSwissgirls avatar
    BeaSwissgirlvor 3 Jahren
    Der letzte Engel

    Mein Leseeindruck subjektiv, aber spoilerfrei ;)

    Bisher habe ich drei Bücher des Autors gelesen, welche ja ganz klar als Thriller deklariert waren. Umso neugieriger war ich auf dieses Jugendbuch, welches ja anscheinend wie vom Titel her schon ersichtlich eher in die Sparte Fantasy passt...

    Der Schreibstil ist wie immer typisch Zoran Drvenkar, entweder man mag das oder eben nicht ;) Virtuos wechselt er zwischen kurzen, knappen Sätzen und teilweise schon fast poetischen Zeilen hin und her. Wie schon in seinen Erwachsenenromanen wählt der Autor auch hier zeitweise die charakteristische DU- Form, ansonsten haben wir es bis auf Motte ( ICH- Form) mit der Sicht des allwissenden Erzählers zu tun. Zusätzlich ergeben sich innerhalb der Geschichte noch einige Zeitsprünge!

    Zwar wird alles klar am Anfang eines jeden Kapitels deklariert trotzdem benötigte ich höchste Konzentration um nicht den Überblick zu verlieren! Angefangen hatte ich übrigens mit dem Hörbuch und der Sprecher war wirklich grandios! Jedoch musste ich zwischenzeitlich auf das Buch umsteigen um nicht vollends die Orientierung zu verlieren. Gekonnt spielte der Autor mit mir und ich wusste oft nicht wer ist nun wer, wo liegt die Verbindung zwischen den verschiedenen Personen oder wer sind die Guten und wer die Bösen? Aber keine Angst, es ist wie bei einem Puzzle und am Schluss sieht man das grosse Ganze. Obwohl so ganz stimmt dies auch nicht, denn es gibt ja noch eine Fortsetzung.....;)      

    Die Charaktere, welche wichtig waren für den Verlauf der Geschichte waren genau im richtigen Mass ausgearbeitet. Oft staunte ich übrigens, wie eine für mich " bedeutungslose" Figur in den Vordergrund gerückt wurde!

    Ein Buch dass mich gefesselt, aber auch immer wieder verwirrt hat, ein wahres Meisterwerk und meiner Meinung nach auch mit nichts anderem in der Bücherwelt zu vergleichen! Mit den Erkenntnissen am Ende der Geschichte hätte ich am liebsten nochmals von vorne begonnen und ich bin sicher, dass es auch beim wiederholten Lesen wieder zu neuen Aha- Erlebnissen gekommen wäre ;)

    Ich vergebe hiermit 5 Sterne und bin froh den zweiten Band schon im Regal zu haben ;)                           

     

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    Abendsterns avatar
    Abendsternvor 3 Jahren
    Noch nie so ein verwirrendes Buch gelesen

    Mysteriös, spannend, komplex, spektakulär, faszinierend und anspruchsvoll. Das sind die Adjektive, die mir zuerst einfallen.

    Blutig und grausam? Ja, auch das. Ist schließlich ein Thriller. Ein Fantasy-Thriller um genau zu sein. Aber keine Angst - für Auflockerung und Entspannung ist zwischendurch immer wieder mit einer Prise Humor gesorgt.


    Es geht um Engel. Wer dabei jetzt an Religion denkt, liegt allerdings falsch. Es hat nichts, aber auch gar nichts mit Religion zu tun. Für mich ein weiterer Pluspunkt dieses Buches.


    Leicht zu lesen? Sicher nicht. Man muss mit voller Konzentration dabei bleiben, um den verschiedenen Erzählsträngen und Zeitsprüngen zu folgen.


    Geschrieben in oft mehr als knappen Sätzen, die sich anfühlen, als wollte sie mir der Autor mit dem Hammer eintrichtern. Sätze, die meine Fantasie anregen, die mich zum Grübeln bringen, die ich nicht selten zweimal lesen muss, nur um festzustellen, dass ich sie doch (noch) nicht kapiert habe.


    Zoran Drvenkar mutet seinen Lesern dabei einiges zu und ich bin froh, dass es noch (Fantasy-) Autoren gibt, die nicht nur 08/15 Geschichten erzählen können.


    „Der letzte Engel“ ist als Jugendbuch deklariert. Ist mir egal. Für mich muss ein Buch gut geschrieben, die Handlung nachvollziehbar geschildert und unterhaltsam sein.


    Ich habe ein Händchen dafür, mir hochgejubelte Langweiler ins Regal zu stellen, die ich oft nicht mal zur Hälfte lesen, geschweige denn beenden will. Da bin ich froh, wenn nach x-fachen Fehlkäufen auch mal wieder eine Besonderheit den Weg zu mir findet.


    Fazit:

    Was kann uns Lesern Besseres passieren, als Bücher zu finden, die zum Mitdenken anregen? Geschichten, die unsere volle Aufmerksamkeit fordern und nicht vorhersehbar sind, wie das Wetter von gestern? Danke, für dieses außergewöhnliche Leseerlebnis!

    „Der letzte Engel“ ist ein Zweiteiler und mit Band zwei gehe ich jetzt zu Bett.

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    Svanvithes avatar
    Svanvithevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein komplex, rasant und anspruchsvoll erzähltes Abenteuer mit offenem Ende, das unbedingt der Fortsetzung bedarf.
    DER LETZTE ENGEL

    "Das Leben ist manchmal voller Zufälle, das Leben ist manchmal voller Absichten." (Seite 371)

    Kannst du dir das vorstellen? Du denkst an nichts Böses, und dann bekommst du eine E-Mail, in der steht, dass du am nächsten Tag tot bist. Du glaubst, einer erlaubt sich einen Scherz mit dir und lachst, als du dich am nächsten Morgen noch lebendig fühlst. Und doch musst du begreifen, oder zumindest es versuchen, dass MOTTE, der du bisher warst, tatsächlich tot im Bett liegt und nicht mehr atmet. Und dass dir auf deinem Rücken Flügel wachsen.

    Da vergeht dir echt das Lachen, und Verwirrung macht sich in dir breit. Denn deine Zukunft sieht nicht rosig aus: Du wirfst keinen Schatten, dein Herz schlägt nicht, und am nächsten Pinkelwettbewerb darfst du nicht teilnehmen, weil dir das Werkzeug fehlt. Da ist es ein schwacher Trost, dass dich dein bester Freund Lars sehen kann. Denn dein Vater kann es nicht.

    Jetzt bist du DER LETZTE ENGEL.

    Und es ist der Anfang von etwas Neuem.
    Oder das Ende?
    Oder das Mittendrin?
    Jedenfalls ist es ein Hin und Her.
    Eine Irrfahrt. Für dich. Für den Leser.
    Zwischen die Zeiten.
    Zwischen die Welten.
    Zwischen die Interessen.

    In ein Haus nach Irland, in dem acht Mädchen und ihre Gouvernanten gemeuchelt werden. Es gibt nur eine einzige Überlebende: MONA, die Erinnerungen der Person abrufen kann, die sie berührt. Und sich einen weiteren ENGEL damit an Land zieht: ESKO. Das ist der, der später die E-Mail schreibt. Aber das nur am Rande. Verantwortlich für das Massaker zeichnet LAZAR, ein Söldner, der aussieht wie Christopher Walken, ein schwer bis gar nicht zu durchschauender Typ.

    Der Leser lernt viele weitere Protagonisten kennen, unter anderem zwei Gräfinnen, die Brüder Grimm und den Zaren in Sankt Petersburg. In einem Moment ist es 1815, dann wieder heute, und erneut wandert der Leser in die Vergangenheit. Fliegende Wechsel allenthalben. Daneben abstruse Experimente, viele sterbende Jungen, die meisten davon tun dies nicht freiwillig, eine Bruderschaft, die (sogenannte) Familie, über deren Zweck und Ziele der Leser wenig Klarheit erhält. Gleichzeitig lässt sich die Frage nach Gut oder Böse nicht beantworten. Eine ständige Ungewissheit liegt über dem Geschehen.

    Die vielen unerwarteten Zeitsprünge und Positionswechsel und die Informationsdichte verlangen hohe Aufmerksamkeit vom Leser. Gekonnt werden nicht nur Zeitepochen und Schauplätze und Zeitformen, sondern auch das biblische ENGELsmotiv mit fantastischen Fäden verwoben. Denn Zoran Drvenkar greift die Thematik der Existenz von ENGELN auf eine besondere Weise auf. Seine ENGEL sind männlich, gleichwohl (im wahrsten Sinne des Wortes) geschlechtslos.

    So erscheint die Geschichte des letzten ENGELS zwar äußerst komplex und unübersichtlich. Trotzdem reizen die zügigen Wechsel den Leser zum Weiterlesen, bannen ihn ans Buch und lassen ihn hoffen, einen angefangenen Faden verfolgen zu können. Allerdings hält er oft ein loses Ende in der Hand, so dass sich der Sinn (noch) nicht begreifen lässt.

    Dadurch bleibt die Charakterisierung der Figuren manchmal etwas auf der Strecke, der Leser entwickelt zum Teil nur andeutungsweise Sympathie und Ablehnung.

    Mit MOTTE trifft der Leser auf einen Jungen einnehmenden Wesens, mit dem er sich identifizieren kann, weil er vielleicht ein wenig träge, aber trotzdem mit seiner Zuversicht versehen ist, dass er alles packen wird, was auf ihn zukommt. Ihm zur Seite steht Lars, sein bester Freund, nicht der Mutigste, der erst wegrennt, den aber danach sein Ego schüttelt und fragt, ob er denn vollkommen ohne Ehre und Würde wäre. Das ist er natürlich nicht. Und auch Rike muss erwähnt werden, das Mädchen, bei dem Motte von Liebe spricht, und die es wert ist.

    Äußerst geschickt positioniert der Autor historische Personen in der Geschichte und haucht diesen gleich den fiktiven Figuren Leben ein, spielt mit dem ihm dadurch gegebenen Möglichkeiten.

    Zoran Drvenkars Erzähltempo ist durchaus rasant und anspruchsvoll, dürfte den jugendlichen Leser jedoch nicht überfordern. Wer sich darauf einlässt, den erwartet ein mitreißendes Abenteuer, dessen offenes Ende und ungelösten Fragen zugegebenermaßen einerseits nicht befriedigt, andererseits jedoch zum Lesen der Fortsetzung verlockt.

    "Sucht den Schlüssel, der das Tor zu den Engeln öffnet. Und suchen müsst ihr, denn der Schlüssel ist verborgen im Kern des Lebens, verborgen tief in den Gebeinen. Denn wie das Wasser die Erde erweckt, werden es vier Engel sein, die uns erwecken." (Seite 212)

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    odenwaldcolliess avatar
    odenwaldcolliesvor 4 Jahren
    Stell dir vor, du wachst auf und bist tot!

    Genau das passiert dem 16-jährigen Markus, genannt Motte, genau so wurde es in der Mail angekündigt, die er kurz zuvor bekommen hat. Irgendwie ist Motte aber auch nicht richtig tot, immerhin kann er noch seinen besten Freund Lars anrufen, aber er atmet definitiv nicht mehr – dafür hat er Flügel auf dem Rücken! Was Motte nicht weiß, daß er als Engel mitten in eine uralte Geschichte rein geraten ist: plötzlich hat er Feinde und Freunde, die er bisher noch nie gesehen hat.

    Laut Autorenseite ist dieses Buch der Auftakt zu einer Dilogie und ohne bisher den zweiten Teil zu kennen, behaupte ich, daß man in jedem Fall dieses Buch zuerst lesen sollte, um die ganzen Zusammenhänge und Hintergründe zu kennen.

    Der Autor erzählt eine spannende Geschichte von Engel und Menschen, „der Familie“ und der Bruderschaft, mysteriöse Experimente, gnadenlose Rächer und Erlöser, die Gebrüder Grimm und russische Gräfinnen sowie einer uralten Prophezeiung.

    Wie man das bei Zoran Drvenkar kennt, springen die Zeitebenen munter hin und her, der Leser bekommt immer mehr Brocken hingeworfen, ohne sie wirklich einordnen zu können. Dann, wenn die Verwirrung am größten ist, führt der Autor die verschiedenen Handlungsstränge geschickt zusammen und gibt dem Leser Antworten auf seine zahlreichen Fragen.

    Der Zeitrahmen beläuft sich von 1816 bis in die Gegenwart – obwohl, das ist nicht ganz richtig, denn es spielt noch eine Schlacht zwischen Engel und Menschen eine Rolle, die vor ungefähr einer halben Million Jahren stattgefunden hat, so genau können sich die Beteiligten auch nicht mehr daran erinnern.

    Ebenfalls gewohnt, wechselt der Autor immer wieder die Erzählsperspektiven, oftmals wird der Leser miteinbezogen, in dem Drvenkar in die Du-Perspektive wechselt.

    Die Charaktere sind ebenfalls wieder sehr gelungen, es gibt kein einfaches Gut und Böse – und nach der Lektüre dieses ersten Bandes bin ich mir immer noch nicht sicher, wer auf welcher Seite steht und welche Ziele verfolgt. Ich habe den Verdacht, es steckt ein uralter Plan dahinter, nur habe ich keine Ahnung (und wahrscheinlich auch die Beteiligten), wer die Regeln tatsächlich bestimmt. Ebenfalls typisch für den Autor ist, daß nicht gerade wenige Figuren ihr Leben lassen – und nie ist vorher klar, wer überlebt und wer nicht.

    Ich fand es etwas schade, daß Motte schlussendlich relativ wenig Raum in dem Buch hat, aber ich denke, das wird sich im zweiten Teil grundlegend ändern; der erste Band lässt den Leser und Motte in die Vergangenheit eintauchen, um zu verstehen, warum er zum letzten Engel wurde.

    Einige Fragen werden beantwortet, aber es bleiben auch noch genügend Fragen offen, auf deren Beantwortung im zweiten Band ich sehr gespannt bin. Da das Buch mit einem fiesen Cliffhanger endet, bin ich froh, daß der zweite Teil in wenigen Tagen erscheinen wird.

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 5 Jahren
    Kann man durchaus lesen, muss man aber nicht

    Eines der Jugendbücher die einen super Einstieg in die Geschichte haben!
    Leider hat sich der Effekt aber nicht bis zum Ende gehalten, sondern schon ab dem 1/3 ging die Spannung für meinen Geschmack zu sehr nach unten. Bitte nicht falsch verstehen: SCHLECHT fand ich den Titel nicht - aber eben auch einfach nicht berauschend. 
    Für mich ebenfalls ein Titel der ganz eindeutig in die Abteilung "Kann man gute lesen um die Zeit zu vertreiben - muss man aber nicht" gehört.

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    Buecher-Fanss avatar
    Buecher-Fansvor 5 Jahren
    Der letzte Engel von Zoran Drvenkar

    "Der letzte Engel" von Zoran Drvenkar

    Kennt ihr das, wenn ihr in der Buchhandlung seid und eigentlich kein bestimmtes Buch kaufen wollt, sondern einfach nur stöbern möchtet und plötzlich springt euch ein Cover ins Auge und es lässt einen einfach nicht mehr los? Dann braucht man natürlich noch Glück, dass der Klappentext einen anspricht. Und wenn der Verlag dann noch so lieb ist und das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellt, kennt das Glück natürlich keine Grenzen. Deswegen möchte ich mich bei dem cbj Verlag bedanken, weil er mir „Der letzte Engel“ von Zoran Drvenkar zukommen ließ. Auf 430 Seiten konnte ich Motte in sein neues Leben begleiten und viele interessante Bekanntschaften machen.

    Markus alias Motte lebt mit seinem Vater in Berlin und ist eigentlich ein ganz normaler Junge seines Alters. Er geht zur Schule, ist heimlich in seine beste Freundin Rike verliebt und hängt am liebsten mit seinem besten Freund Lars ab. Das einzige, was er vermisst, ist seine Mutter. Sie verließ ihn, als die beiden in Dänemark im Urlaub waren. Am Abend sagte sie ihm noch, dass er seinen Comic zu Ende lesen darf und sie noch einen Spaziergang machen würde, doch als er am nächsten Morgen erwachte, war sie nicht da. Und so wurde sein Vater alleinerziehend und er hatte auf einmal keine Mutter mehr. Jedes Mal, wenn er seinen Vater oder Großvater fragte, warum sie sie denn verlassen hatte und ob sie je wieder kommen würde, wichen die beiden Mottes Fragen aus.
    Doch diese Fragen beschäftigten ihn auch eines Abends noch, obwohl das inzwischen alles viele Jahre her war. Zum Glück weiß Motte genau, wie er sich ablenken kann: Er denkt einfach an Rike. Bisher hat ihn das immer aufgeheitert. Seine Tagträumereien werden jedoch jäh unterbrochen, als sein Laptop den Eingang einer Mail verkündet. Mit dieser Mail verändert sich sein ganzes Leben. Denn kurz gefasst steht darin: Du wirst diese Nacht sterben.
    Natürlich würde erst einmal jeder, der so eine Mail bekommt, denken, dass es ein blöder Scherz wäre und sich keine Gedanken machen. Doch irgendwie überfällt einen dann doch die Angst. Und so ergeht es auch Motte. Er verbarrikadiert sich in seinem Zimmer und versucht die ganze Nacht nicht zu schlafen. Doch irgendwann übermannt ihn die Müdigkeit und er schläft ein. Als er nachmittags erwacht, war er sehr erleichtert, dass er doch noch lebt. Oder doch nicht? Denn als er sich im Bad im Spiegel betrachtet, fallen ihm einige Veränderungen auf. Die größte allerdings erschreckt ihn bis ins Mark: Er hat Flügel! Und mit seinem Tod beginnt sich eine Jahrhundertelange Prophezeiung zu erfüllen...

    Ich war wirklich sehr gespannt auf das Buch, da mich der Klappentext sehr ansprach. Ich hatte eine großartige und fantasiereiche Geschichte über Engel erwartet und wurde leider etwas enttäuscht. Versteht mich nicht falsch, die Ideen waren super und auch die Grundidee hat mir sehr gut gefallen, doch leider scheiterte es an der Umsetzung.
    Das Buch kann man eigentlich in einem Wort zusammenfassen: Rückblenden. Die eigentliche Handlung um Motte nahm maximal 100 Seiten ein. Ich finde es ja eigentlich klasse, wenn Nebencharaktere ausführlich beschrieben werden und man etwas über deren Geschichte erfährt, aber irgendwann verschwamm die Grenze zwischen Hauptcharakter und Nebencharakter. Denn Motte kam eigentlich kaum zu Wort. Das Buch lebte von zahlreichen Personen und diese wurden immer in Rückblenden vorgestellt. Das nahm dem Buch die Spannung. Denn die Handlung geriet dadurch ins Stocken, da die Geschichte aus vielen Perspektiven erzählt wird, aber fast immer die gleiche Szenerie. Aufgrund der ganzen Rückblenden wird der Leser immer mehr verwirrt und irgendwann kam ich einfach total aus der Geschichte raus. Jedoch gab es auch positive Dinge an den zahlreichen Rückblenden. Zum einen wären die Informationen. Ich finde es immer wichtig zu wissen, warum eine Person so handelt, wie sie eben handelt. Ich finde es ganz schlimm, wenn Autoren uns Leser vor vollendete Tatsachen stellen und das war zum Glück bei Zoran Drvenkar nicht der Fall. Er erklärt ausführlich, was die jeweilige Person zu ihrer Handlung „gezwungen“ hat. Die zweite Sache, die ich an den Rückblenden gut fand, war, dass man verschiedene Epochen kennenlernen konnte. Viele „Zeitsprünge“ waren über hunderte Jahre, und die Lebensweise fand ich schon sehr packend.
    Doch was mich wirklich fesselte, waren diese sehr facettenreichen Personen. Es war eigentlich für jeden etwas dabei. Ob nun der schüchterne Teenager, der seinen Mut erst wieder entdecken muss, die mutige 10-jährige, die eigentlich meist mehr drauf hat, als jeder Erwachsene, oder der hinterhältige Opa, der eigentlich nur auf sein Wohl aus ist – sie waren alle großartig und sprachen meine Gefühle an. Sie sprangen auch nie aus ihrer Rolle, was ich als sehr angenehm empfand. Zoran Drvenkar hat sehr viel Herzblut in seine Charaktere gesteckt, das hat man gespürt. Leider kam ich einfach mit dem Schreibstil nicht zurecht.
    Ab und zu flammte dann doch etwas Spannung auf und so konnte mich „Der letzte Engel“ trotzdem gut unterhalten. Und ich hoffe ganz stark, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, denn das Ende lässt dies definitiv zu.
    Das Cover ist sehr düster gehalten und zeigt eine Hand, die Federn in der Hand hält. Mit dem Titel “Der letzte Engel“ macht die Gestaltung des Covers Lust auf mehr.
    „Der letzte Engel“ von Zoran Drvenkar konnte mir angenehme Lesestunden bereiten. Jeder, der Geschichte liebt und auch Rückblenden, dem lege ich das Buch sehr ans Herz.

    >Maria<

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    B
    BookLover21vor 5 Jahren
    Der letzte Engel

    "Er kann die toten Mädchen am Kiesstrand sitzen sehen. Sie könnten auch Felsen sein, denkt er, aber Felsen bringen keine Augen zum Tränen." (Seite 14)

    Tolles Buch! Mann muss sich aber sehr konzentrieren beim lesen. Ich habe mir auch eine Liste mit den Namen gemacht, um sie nicht zu verwechseln.
    Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven und Gegenwarten geschrieben, man kann diese aber sehr gut unterscheiden mithilfe der unterschiedlichen Schrift.

    Leider ist das Buch auf der letzten Seite nicht zu Ende sondern nur "das Ende vom 1. Buch".

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    Tatsus avatar
    Tatsuvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Auch beim zweiten Mal wieder genial!
    Der letzte Engel

    Mehr als fünf Sterne!

     ----------

    Diesen Titel hatte ich mit Erscheinung im Oktober 2012 auf meinen Wunschzettel gesetzt. Damals dachte ich wohl, dass sich die Kurzbeschreibung in dem Büchermagazin ganz nett anhört. Vor ca. zwei Wochen (Ende Dezember 2013) stolperte ich dann über ein Mängelexemplar des letzten Engels und ich griff zu, weil ich wusste, dass es auf meinem Wunschzettel steht, auch wenn ich von Inhalt her nicht mehr genau wusste, worum es geht. Ich hatte nur noch im Kopf, dass ein Jugendlicher eines Morgens aufwacht und plötzlich Engelsflügel auf seinem Rücken hat.

    Zwei Wochen später, Anfang Januar 2014, stand ich dann vor meinen ungelesenen Büchern und entschied mich spontan für „Der letzte Engel“, in der Hoffnung, über rund 400 Seiten gut unterhalten zu werden.

    Doch was ich bekam, war so viel mehr!

     ----------

    Mir persönlich fällt es schwer, den Inhalt dieses Buches zusammenzufassen. Die Kurzbeschreibungen z.B. auf Lovelybook und amazon befassen sich größtenteils mit dem bereits oben erwähnten Teenager Motte und damit, dass er eines Morgens erwacht, ohne noch einen Puls zu haben oder zu atmen, jedoch mit Engelsflügeln auf dem Rücken. Er sei der letzte Engel auf Erden und dieses Erscheinen wird etwas Großes auslösen.

    Natürlich spielt das Auftauchen des letzten Engels eine zentrale Rolle in diesem Buch, Motte selber erhält aber nur ca. fünf Kapitel. Denn neben Motte gibt es noch so viele weitere Charaktere und Handlungsstränge, die dieses ganze Buch mit Leben füllen.

    Wir lernen die zehnjährige Mona kennen, die mit ihrem Begleiter Esko unterwegs ist, und einem Weg folgt, der ihr von toten Mädchen angezeigt wird.

    Dann gibt es Lazar, der aus seiner Überzeugung heraus mit seinem Söldnertrupp ein Haus am Meer stürmt und ein Blutbad hinterlässt.   

    Während oben genannte Handlungen im Hier und Jetzt spielen, erfahren wir zu Beginn auch bereits von den beiden Gräfinnen Pia und Natasha, die ca. 1870 im russischen Zarenreich leben und einen erstaunlichen Fund machen.

     -----------

    Anfangs werden dem Leser einzelne Puzzelteile geliefert und nach und nach setzen sich diese zusammen, man erkennt den roten Faden und fiebert der Auflösung entgegen.

    Die ersten paar Seiten empfand ich noch als etwas irritierend, doch nach dem Einstieg hatte mich das Buch gepackt und in seinen Bann gezogen.

    Die Handlungsstränge wechseln sich Kapitelweise ab, sodass man stückchenweise immer etwas mehr erfährt. Dabei wechselt die Erzählweise häufig von der Gegenwart in Rückblenden und andersherum. Geschichten werden von einer Person begonnen und im nächsten Kapitel aus einer anderen Sicht weitergeführt.

    Für mich einfach ein grandioses Zusammenspiel der verschiedenen Erzählweisen, einfach genial.

    Dazu merkt man auch deutlich Schreibstiländerungen, wenn sich die Perspektive ändert. Wunderbar.

     ----------

    Wie oben schon erwähnt ist das Buch gespickt mit unzähligen Charakteren. Öfter mal komme ich bei Stories mit vielen Charakteren durcheinander, gerade wenn man bereits am Anfang gehäuft mit ihnen konfrontiert wird. Dies war hier aber nicht der Fall. Die Charaktere werden nach und nach (eben durch die Kapiteleinteilung und der Erzählperspektive) vorgestellt und blieben mir auch im Gedächtnis ohne farblos zu bleiben. Von jedem Charakter hatte ich ein genaues Bild vor Augen und konnte dadurch die Geschichte wirklich sehr bildlich genießen.


    Recht schnell erinnerten mich der Aufbau und das Zusammenspiel von Gegenwart und Rückblenden und der Wechsel der Erzählperspektiven insbesondere an ältere Werke von Kai Meyer wie z.B. „Die Geisterseher“ oder „Der Schattenesser“, und so freute ich mich sehr, als auch die Brüder Wilhelm und Jacob ihren Auftritt und bekamen und eine entscheidende Rolle spielten.

     

    Das Buch ist insgesamt sehr düster und teilweise auch sehr brutal. Es beinhaltet viel Spannung, ein großes Mysterium und einfach alles, was ein gutes Buch meiner Meinung nach benötigt.

     --------

    Fazit:

    Das Jahr 2014 ist noch sehr jung und dies ist erst das dritte Buch, dass ich in diesem Jahr gelesen habe, doch ich wage es jetzt schon zu sagen: Auf jeden Fall ein Highlight meines Lesejahres 2014!

    Wie man an meinem Profil sehen kann, schreibe ich sehr selten Rezensionen, eigentlich nur, wenn ich es wegen eines Leseexemplars „muss“ oder eben wenn mir ein Buch so gut gefallen hat, dass ich meine Meinung dazu einfach kundtun muss; und bei „Der letzte Engel“ handelt es sich bei mir nicht um Lesexemplar!

     

    Geniales Buch!

     

    Einziges Manko: Die Story ist nach den 432 Seiten leider noch nicht abgeschlossen. Dies habe ich auch erst mit dem Lesen der letzten Seite erfahren und dachte mir nur, dass das doch nicht wahr sein kann. Aber dafür freue ich mich auch auf ein hoffentlich baldiges Erscheinen der Fortsetzung.

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