Zoran Drvenkar Du

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Inhaltsangabe zu „Du“ von Zoran Drvenkar

Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn.

Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie.

Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn.

Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.

Nach "sorry" und "still" waren meine Erwartungen sehr hoch, leider wurde diese nicht erfüllt, dennoch gutes Buch

— flyfluffy

4,5 Sterne. Unglaublich tolle Geschichte <3

— _Unspoken_

Wieder einmal ein genial konstruierter und unvergleichlicher Thriller, der aber leider einige Längen aufweist.

— milkshakee

Du ist kein Buch für Leser mit schwachen Nerven. Es ist ein Psychothriller mit besonderem Perspektivwechsel.

— Osilla

abgebrochen

— sonnenblume252

Von Anfang an spannend, ein fast episches Ende, ein genial geiler einnehmender Schreibstil. Für mich ist DAS ein Thriller!

— kirara

Für mich ein richtiges Abenteuer und um ehrlich zu sein etwas ekelig für mich,aber dafür einfach brilliant☺

— Nickylovesbooks

Die DU perspektive verwirrt am anfang zieht ein später aber echt mit ! super spannende geschichte !! werde gerne mehr von ihm lesen

— Mariet

Vollkommen abgedrehter spannender Roadtrip! Unbedingt lesen!

— wlatata

Wieder ein absolutes Muss für alle Drvenkar-Fans. Tolle Story mit einem ganz eigenen, grandiosen Schreibstil.

— LeseBlick

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Eine interessante Geschichte mit sehr unerwarteten Wendungen, die dieses Buch ausmachen... hat mir insgesamt gut gefallen...

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  • Du -Wir -Er

    Du

    Babscha

    02. October 2017 um 19:29

    Ein im Roman universell verwendeter Buchtitel, dieses Du, dessen nähere Bedeutung sich erst im Laufe der Lektüre offenbart.  Da ist zum einen "Der Reisende", ein unheimlicher Mann mittleren Alters aus Norddeutschland mit offensichtlich gespaltener Persönlichkeit, der im Abstand mehrerer Jahre wiederholt zum Killer mutiert und grauenhafte Morde begeht, ansonsten aber völlig unauffällig lebt.Da sind fünf Schulmädchen aus Berlin, alle 16, best friends, teils sozialgeschädigt, für ihr Alter schon ziemlich erfahren und abgebrüht und natürlich mit losem Mundwerk ausgestattet, letztlich aber natürlich naiv. Und genau diese Eigenschaft bringt sie dann in echte Schwierigkeiten und auf die Abschussliste von Kriminellen, nachdem sie durch Zufall in den Besitz einer größeren Menge Drogen gelangen, eine von Ihnen spontan meint, diese im entsprechenden Milieu zu Geld machen zu können und damit die ganze Truppe in Lebensgefahr bringt.  Und da ist Ragnar mit seiner Bande, eine hochkriminelle Berliner Kiezgröße, ein eiskalter Hund ohne jede Skrupel, moralisch und charakterlich komplett verbogen. Wer meint, ihn erwarte hier jetzt solide durchschnittliche Krimikost, wird angenehm überrascht. In einem von Anfang bis Ende furiosen Spannungsbogen lässt der Autor alle Beteiligten gekonnt aufeinander zulaufen, arbeitet die einzelnen Charaktere mittels vieler Rückblenden sorgfältig aus, macht sie dem Leser mit allen ihren Schwächen und Verfehlungen verständlich, vernetzt und verschachtelt ihre Schicksale miteinander, bis es für niemanden mehr ein Entrinnen gibt. Und erfindet dabei immer wieder neue Kniffe, Wendungen und Entwicklungen, mit denen niemand rechnet. Das Buch hat (mit ganz leichten Abstrichen bei den Mädchen, deren teils dumm-dreist-görenhaftes Verhalten und Gerede dann gelegentlich doch leicht, aber letztlich unbedeutend nervt) eine starke, direkte Sprache, die zu fesseln vermag. Es lebt ebenso durch die tiefe Ausarbeitung ihrer einzelnen Charaktere. Jedes Kapitel wird in beliebiger, aber stimmiger Abwechslung durch einen der vielen beteiligten Protagonisten selbst und dann in der zweiten Person Singular erzählt, was hier als sehr gelungen zu bezeichnen ist und Distanzen zum Leser völlig eliminiert. Und auch der showdown stellt den Leser am Ende eines -glücklicherweise- ziemlich lang geratenen Buches letztlich zufrieden. Insgesamt für mich ein rundum gelungener, superspannender Krimi auf hohem Niveau, wie man ihn nicht alle Tage zu Lesen bekommt. Von daher volle Punktzahl und Leseempfehlung.

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  • 5 Sterne Plus!

    Du

    YouDecide

    18. March 2017 um 20:22

    Ich weiß nicht, wie er das macht, aber seine Bücher lassen mich mit einem Gefühl der Sprachlosigkeit zurück. Dieses Buch war unglaublich! Mehr kann ich dazu nicht sagen, außer dass der Autor definitiv zu den besten Thriller Autoren gehört. Sein Stil ist einzigartig!!!!!

  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 23.10.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  13                           22                     79,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     181                         181                    53,00€ annlu                                       38                         100                   287,00€Nelebooks                            422                        703                      152,30€ulrikeu                                      81                          50                      30,00€Oanniki                                    27                          38                      25,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     126,80€ Kurousagi                             374                        251                     -2,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€

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  • EIN FULMINANTER PSYCHOTHRILLER FÜR LESER MIT STARKEN NERVEN

    Du

    Osilla

    28. September 2016 um 20:56

    Ein Roman mit besonderer Erzählperspektive. Zoran Drvenkar wählt die besondere Perspektive der zweiten Person „Du“, sie dient in dem vorliegenden Werk dazu, den Leser ganz dicht an die Protagonisten zu führen, die Geschichte also aus Sicht der verschiedenen Charaktere zu erzählen. Die zahlreichen Protagonisten wechseln sich mit ihren Schilderungen ab und schnell stellt sich der Leser die Frage: Wer ist diese allwissende Personen, die in alle Köpfe, sogar in die der Toten, hineinschauen kann? Denn hin und wieder macht es den Anschein, als würde diese allwissende Person die Protagonisten direkt ansprechen. Er kennt ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und auch ihre Zukunft.Zoran Drvenkar wurde 1967 in Kroatien geboren. Mit drei Jahren kam er nach Deutschland und wuchs in Berlin auf. Er arbeitet als freier Schriftsteller und publiziert neben seinen Romanen auch Kinder- und Jugendbücher. Seine beiden Thriller Du bist zu schnell (2003) und Sorry (2009) sollen verfilmt werden.Der Einstieg in die Geschichte fällt zunächst aufgrund der zahlreichen Charaktere etwas schwer. Mehr als zehn Protagonisten treten abwechselnd Kapitel für Kapitel auf die Bühne und erzählen ein Fragment der Geschichte aus ihrer Sicht. Der dynamische Fortlauf der Handlung reißt einen aber dennoch mit. Das Tempo erhöht sich vorlaufend, selbst wenn man als Leser denkt, schneller und drastischer kann es nicht werden. Doch! Das geht! Zoran Drvenkar schreckt vor keiner Brutalität zurück, er lässt seine Protagonisten ungehindert morden und ins Verderben laufen.Zunächst einmal aber zur Handlung. Da gibt es den Reisenden, der immer wieder einmal auftaucht und eine große Anzahl an toten Menschen hinter sich lässt. Da er nicht gefasst werden kann ist er ein regelrechter Mythos, von dem jeder weiß, aber keiner ahnt, dass er ihm bald begegnen wird. Dann sind da fünf Freundinnen, die aufgrund eines Heroinfundes auf der Flucht sind. Sie werden von einem Mann gejagt, der „Der Logist“ genannt wird. Alle Protagonisten scheinen nichts miteinander zu tun zu haben, aber dennoch rauschen sie in voller Fahrt aufeinander zu. Ihr Weg ist gepflastert mit Brutalität und Tod. Teilweise fand ich aber gerade diese Brutalität fragwürdig. Kann ein Vater den Freund seines Kindes töten? Auch die wirklich turbulente Handlung ist zum Teil etwas unglaubwürdig. Fünf junge Mädchen, die vor einem brutalen Drogenliferanten fliehen und dabei greift kein einziges Mal die Polizei wirklich in diese Verfolgung ein, obwohl es zu Todesfällen kommt? Das Cover macht die Düsternis dieser Erzählung sehr deutlich und alles scheint von einem Mann abzuhängen: dem Reisenden. Doch wie passt er in die Geschichte hinein?Zoran Drvenkar erzählt in gnadenloser Grausamkeit die Geschichte. Kalt und hart lässt er einen Teil seiner Protagonisten erscheinen, während die anderen, die es bisher nicht waren selbst diesen Weg einschlagen. Der Autor hat einen fast poetischen Erzählstil, der in jeder Minute der Geschichte passt. Durch die Du-Perspektive werden die Taten aller Protagonisten irgend wie nachvollziehbar und verständlich. Mal empfindet der Leser Mitleid oder Verständnis, ein anderes Mal wird er aber voller Abscheu die Taten und Gefühle des Protagonisten verfolgen.Du ist kein Buch für Leser mit schwachen Nerven. Es ist ein Psychothriller mit besonderem Perspektivwechsel. Drvenkar bietet keinen leichten Einstieg in seine Geschichte, aber die zig verschiedenen Handlungsstänge und Charaktere fügen sich Stück für Stück zu einem großen Ganzen zusammen. Wenn man sich darauf einlässt, wird man nicht enttäuscht werden. Auch wenn hier und da die Erzählung zu dramatisch und unglaubwürdig erscheint, so wird man spätestens mit dem fulminanten Schluss der Geschichte entschädigt.

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  • Nichts für empfindliche Gemüter, aber grandios

    Du

    Gwee

    28. August 2016 um 14:28

    Dies ist das erste Buch von Zoran Drvenkar, das ich bisher lesen durfte, und auch mein erster Thriller. Er schreibt sowohl Kinder- und Jugendbücher als auch Thriller. Zwei davon werden mittlerweile auch verfilmt, "Sorry" und "Du bist zu schnell". Drvenkar lebt in Berlin, aber das merkt man dem Buch nicht wirklich an. Es gibt nicht viele Beschreibungen von der Stadt, die anfangs der Schauplatz der Handlungen ist. Ebenso gut könnte jeder andere mal kurz recherchieren und ein ähnliches Resultat erzielen.Aber natürlich geht es bei "Du" nicht um langwierige Beschreibungen. Das Buch ist in drei Teile gegliedert, die noch einmal Unterkapitel haben. In jedem Unterkapitel wird aus der Sicht jedes Protagonisten geschrieben. Beim nächsten Unterkapitel geht das dann wieder von vorne los. Da die Charaktere viel miteinander zu tun haben, ist das auch kein Problem, den bei den Mädchen zum Beispiel wird die Handlung einfach fortgesetzt, sobald die Sicht gewechselt wird, da sie fast immer zusammen sind. Auch die Absätze sind gut gehalten und nicht zu lang.Ich hatte mir das Buch nicht ganz so düster vorgestellt. Für mich wirkt es ein wenig als wäre es nicht Berlin zur jetzigen Zeit, sondern vor vielen Jahren. Die Personen sind vom Charakter her noch sehr streng, wenn ich sie jetzt mit meinen Verwandten vergleiche. Dennoch wäre das Buch natürlich nicht das, was es ist, wenn die Charaktere nicht so wären, wie sie sind. Alles passt perfekt. Jeder Charakterzug muss sein. Es gibt viele Bücher, in denen Dinge geschildert werden, die nicht von Belang sind. Hier braucht man diese Dinge. Um zu verstehen, warum die Charaktere so handeln und wer sie sind. Sie sind glaubhaft gestaltet und keineswegs eindimensional. Jeder Charakter wird sehr vertieft.Die Handlung ist heftig, aber was erwartet man auch von einem Thriller? Alles ist genau durchdacht und wirklich sehr spannend. Selbst auf der letzten Seite lag noch Spannung. Dieses Buch fesselt seinen Leser wirklich bis zum Schluss und natürlich auch von Anfang an. So viele Fragen kommen auf, die über die Kapitel hinweg geklärt werden. Für mich war die Handlung eindeutig originell. Besonders fasziniert hat mich, dass am Ende nichts so war, wie es geschienen hat.Drvenkars Schreibstil ist sehr intensiv und man erfährt wirklich genug, aber nie zu viel. Alles ist flüssig geschrieben. Es gibt keine verwirrenden Stellen, nichts Unerklärliches. Die Handlung und die Beschreibung sind ausgeglichen. Es gibt einige gemeine Cliffhanger, die aber genau richtig gesät sind. Für den ersten Teil, habe ich mir zwar Zeit genommen, aber die zweite Hälfte habe ich innerhalb von zwei Tagen durchgebracht.Das Cover finde ich besonders schön. Das große "Du" fällt direkt auf und sticht hervor. Und bei dem Mann auf dem Bild fragt man sich natürlich: Ist es Ragnar, ist es der Reisende? Und die Farben Schwarz und Rot passen sehr gut zueinander. Auch der Klappentext ist gut gelungen. Erst dadurch wurde ich dazu bewegt, die Leseprobe zu lesen, die mich direkt vom Hocker gerissen hatte.Fazit:Ich empfehle das Buch jedem, der nicht allzu empfindlich ist, was Gewalt angeht. Diesen Roman muss man einfach gelesen haben, besonders wenn man ein Thrillerfan ist. Es wird nicht zu viel beschrieben, es gibt viel Handlung, die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und Drvenkars Schreibstil ist einfach fantastisch.Gesamt: 5/5Handlung: 5/5Charaktere: 5/5Lesespaß: 4/5Gestaltung: 5/5Schreibstil: 5/5Preis/Leistung: 4/5

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  • Wenn man nicht erzählen kann, wendet man nen Stilgriff an....

    Du

    awogfli

    11. August 2016 um 08:18

    Meine Aussage : "Wenn man nicht erzählen kann, wendet man einen Stilgriff an" trifft leider auch auf Zoran Drvenkar zu.Wer mich kennt, weiß ganz genau, dass ich es nicht leiden kann, wenn ein Autor den Leser mit Sprache und Schreibstil verarscht, um dadurch zu kaschieren, dass er keine Geschichte zu erzählen hat bzw. schlechte laangweilige Geschichten erzählt. Solche Schriftsteller, die Form vor Inhalt stellen (darunter befinden sich auch äußerst berühmte, die ich bereits kritisiert habe), haben meiner Meinung nach nichts in der Sparte Roman verloren, sondern sollten entweder in die Lyrik wechseln, sich auf den Sinn einer Geschichte konzentrieren oder das Schreiben sein lassen. In diesem Roman ist die Handlung total dekonstruiert durch den Wechsel der Erzählperspektiven ca. alle 10 Seiten. Dvenkar zerhackt den Plot nicht nur durch die üblichen 4 sondern durch 14 Figuren, die aus ihrer Sicht die Geschichte schildern. Auch die direkte Anrede des Lesers mit DU, was auch der Titel des Buches sein soll, ist zwar eine nette innovative Spielerei, nervt aber nur angesichts des bis auf die erste Szene sehr langweiligen Plots auf den ersten 300 Seiten. Ich kann wirklich jeden verstehen, der nicht die Geduld aufbrachte und diesen bis zur Hälfte komplett nervigen, schnarchnasigen Thriller abbrach.Dann kommt die Story ein bisschen in Schwung, man gewöhnt sich an die vielen Figuren und Sichtweisen und es entsteht eine Thrillerhandlung, die aber durch die im Übermaß konstruierten Zufälle völlig an den Haaren herbeigezogen ist. Es ist ja auch schwierig, eine entzückende renitent pubertierende Mädchenclique, ein bzw. zwei Familengeheimnisse, Drogen, mehrere Gangsterclans und einen irren Massenmörder zu einem konsistenten glaubwürdigen Plot zusammenzuweben, was dem Autor auf keinen Fall gelungen ist. Fazit: Von mir gibt es keine Empfehlung. Das Buch ist zwar um einen Hauch besser als zwei Sterne, alles andere zu behaupten, wäre unfair von mir, aber ich werde den Teufel tun, um es auf drei aufzurunden, dafür hat es mich zu oft geärgert und gelangweilt.

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    • 3
  • DU bist...

    Du

    kirara

    23. June 2016 um 11:52

    Inhalt: ...eine fünf-köpfige Clique aus total egozentrischen, durchgeknallten und risikobereiten sechzenjährigen Mädchen, die alle ihr persönliches kleines schmutziges Geheimnis haben. ...ein eiskalter Drogenbaron, der rücksichtslos nach Rache verlangt. ...ein seelenloser Massenmörder, der irgendwie in die Sache hineingerät und plötzlich mitmischt. Was soll dabei herauskommen? Das kannst nur DU in diesem Buch herausfinden. Meinung zur Geschichte: Es geht sofort spannend los mit einem Massenmord auf der Autobahn und schwingt um zu einer einfachen Großstadtzicke, die keinen Bock auf Kinoabend hat. Du denkst dir als Leser Okkkkay. Erst nach und nach verweben sich alle Du-Charaktere zu einem gemeinsamen Geflecht, zu einem "Freundschaftsbändchen", das gar keines ist. Dabei wirst du als Leser nur ganz langsam und unchronologisch mit Infos gefüttert, was dich fast ein wenig wahnsinnig macht. Was bitte hat wer mit wem zu tun und warum macht was wer? Du bekommst die Antwort, aber dann ist es eigentlich schon zu spät und die Ereignisse können nicht mehr aufgehalten werden. Wie kann man als sechzehjähgrige Mädchen nur solche falschen Entscheidungen treffen? Wie kann man als erwachsener und im drogenmilieu so erfolgreicher Mann nur so fanatisch blind sein? Wie kann man nur so seelenlos Menschen wie Fliegen erschlagen? Am Ende dann eine wahnsinige unerwartete (und zugegeben auch total absurde, aber mei...) Wendung und dann die Antwort und ich dachte mir noch kurz davor - Puh, das ist jetzt aber etwas wenig - aber nein, Drvenkar löst das Ende regelrecht episch auf. Meinung zum Schreibstil: Einfach und mal wieder gibt es nur eines zu sagen: Genial Geil! Drvenkar ist das deutsche Pendant zu Stephen King und co., die für ihre experimentellen Schreibstile bekannt sind, die ihren Geschichten erst die richtige Intensität geben. Man muss nicht immer auf den englischsprachigen Büchermarkt schauen um einen perfekt verrückt geschriebenen Thriller in Originaldeutsch lesen zu können. Ok, aber zurück zur eigentlichen Bewertung - Ich habe ja im Deutschunterricht gelernt, dass, wil man eine Geschichte für den Leser besonders persönlich und lebhaft machen, benutzt man die Ich-Erzälung. Von wegen. Drvenkar pfeifft auf seinen Deutschlehrer und nimmt stattdessen das Gegenteil - eine DU-Erzählung. Ich hätte es nicht gedacht, aber das Du war so intensiv, wie kaum ein Buch, das ich im Ich gelesen habe. Du machst... Du hast... Du sagst... Du bist als Leser jeder und erlebst alles als wärst du jedes Ich. Manchmal wird über den Kopf des aktuellen Du-Charakters hinweggesehen und der Leser erfährt seine Zukunft, seine Vergangenheit oder einfach das innerste seiner Seele. Eben einfach Genial Geil! Und JA, es ist MÖGLICH ein ganzes Buch in Du-Perspektive zu lesen, ohne dass man sich dauernd angesprochen fühlt und dauernd das Du sucht. Wer das nicht kann, der sollte vielleicht bei Rosamunde Pilcher bleiben, schön einfach, übersichtlich, vorhersehbar und langweilig unexperimentel. Mal abgesehen davon, finde ich Metaphern wie "…bevor du deine Faust so tief in seinem Magen vergräbst, dass du seine Innereien spüren kannst, wie sie sich unter der Wucht neu sortieren" oder "Die Brötchen sind durchgeweicht, blasse Mayonnaise quillt an den Seiten hervor, als hätten die Brötchen eine Panikattacke und würden ihre Seelen ausschwitzen." einfach zitatreif! Fazit: Psychologisch deutlich leichter zu verdauen als "Still" aber genauso intensiv, unerwartet, spannend und ja, auch absurd. Ein Thriller nicht wie jeder andere und genial geschrieben. Maximale Sternenanzahl!

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  • erfrischend neu

    Du

    CoffeeToGo

    18. December 2015 um 10:33

    Ein rastloser Reisender. Ein gefährlicher Drogenboss. Und fünf Freundinnen, die beiden in die Quere kommen. Angesprochen hat mich das Buch durch den interessanten Klappentext, bei dem ich praktisch die Hauptperson war. Anfangs fand ich es sehr schwer in einen vernünftigen Lesefluss zu kommen, was daran lag, dass immer von der 2. Person die Rede war, nämlich "Du". Zwar wechseln sich die Handlungsstränge der sieben Personen ab, doch immer liest es sich, als wenn ich diejenige bin, die gerade agiert. Schwierig war auch, dass die Erzählungen der Personen zu Anfang nicht in der gleichen Zeit spielten und sich erst nach und nach annäherten. Aber es war großartig zu lesen, wie Drvenka scheinbar verschiedene Handlungsstränge am Ende zu einem perfekten ganzen verwoben hat. So etwas habe ich noch nie gelesen und es war schön zu sehen, wie es nach anfänglichen Schwierigkeiten doch zu einem großen Lesegenuß wurde. Zuerst erschuf Drvenka eine heile Welt, die er Seite für Seite mehr zerstörte, bis schließlich am Ende der große Showdown kommt. Zwar ist die Geschichte alles andere als glaubwürdig, dennoch fesselt sie einen von Anfang an. Eine Geschichte über Familie und Freundschaft und wie sich beides gegenseitig zerstört.

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  • Nichts für schwache Nerven

    Du

    wlatata

    26. October 2015 um 17:28

    Inhalt: 5 Freundinnen, die auf Umwegen an einen Haufen Drogen kommen, ein Gangster, der diese Drogen wiederhaben möchte, komme was da wolle, Familienbande hin oder her und ein Reisender, der sein Verlangen zu töten alle paar Jahre exzessiv ausleben muss. Alle diese Personen verbindet etwas und früher oder später werden sich ihre Wege kreuzen. Bis dahin wartet ein rasanter Roadtrip, der alle Beteiligten in Atem hält. Fazit: So etwas wie diesen Roman habe ich noch nicht gelesen. Er vermischt viele Genres, wie Krimi, Thriller, Roadmovie und auch Satire und herauskommt ein einzigartiger und ungewöhnlich guter Mix! Das Rätsel, wie all die verschiedenen Protagonisten, aus deren Perspektiven abwechselnd erzählt wird, zusammenhängen, wird genau wie die gesamte Vorgeschichte der Protagonisten nach und nach aufgelöst, sodass es nie langweilig wird. Das kann es auch deswegen nicht werden, weil es unentwegt spannend bleibt. Man zittert und bebt mit der Mädelsbande und kann die Seiten gar nicht schnell genug umblättern. Der Roman ist sehr rasant geschrieben und lässt sich fast in einem Rutsch durchlesen, vor allem auch, weil fast jedes Kapitel mit einem Cliffhanger endet. Richtig gut! Klare Leseempfehlung!

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  • Zoran Drvenkar - DU

    Du

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 10:53

    Allgemeines zum Buch und dessen Aufbau: Zunächst etwas zum Cover des Buches und dessen farblicher Gestaltung: Wenn man das Buch im Buchladen sieht, wird man wohl magisch vom Cover angezogen, denn von diesem geht eine mystische Atmosphäre aus. Ein Mann mit geschlossenen Augen strahlt so viel aus, dass man wohl gar nicht anders kann, als das Buch in die Hand zu nehmen. Die bestimmenden Farben sind Schwarz, Weiß und Rot und dies ist auch der Fall, wenn man den Schutzumschlag entfernt. Das Buch selbst ist Schwarz, der Autorenname und das Symbol des Ullstein Verlags sind in Rot abgedruckt, während der Titel des Buches, der aus zwei simplen Buchstaben besteht, in weißer Schrift abgebildet ist. Das Lesebändchen ist ebenfalls rot, genauso wie das Vorsatzpapier. Ich äußere mich deshalb so ausführlich zur farblichen Gestaltung des Buches, weil sie mich sehr beeindruckt hat. Das tiefe Rot wirkt einfach sehr anziehend auf mich, strahlt schon eine gewisse unheimliche Stimmung aus und bei jedem Öffnen des Buches musste ich das Vorsatzpapier für eine Weile betrachten. Nun aber mehr zum Inhalt des Buches: Mit seinen 575 Seiten ist das Buch sehr umfangreich, was mir sehr gut gefällt, denn ich finde es toll, dicke Bücher in der Hand zu halten. Das Buch gliedert sich in drei Teile. Innerhalb dieser Teile gliedert es sich wiederum in kleinere Teile sowie Kapitel und Abschnitte. Jeder der Teile wird von einem Zitat aus einem Liedtext eingeleitet. Sehr bezeichnend ist die Widmung des Autors, die aus den zwei Wörtern "für dich" besteht und mir aus irgendeinem Grund Gänsehaut verursacht. Ergänzt und abgerundet wird das Buch durch eine Danksagung des Autors. Diese habe ich sehr erfreut gelesen, denn auch mein Name taucht in dieser Danksagung auf mit dem Zusatz "... ihr habt wie besessen gelesen..." und in diesen wenigen Worten erkenne ich mich durchaus wieder. In diesem Buch gibt es drei große Handlungsstränge. Zu zwei der drei Handlungssträngen gehören mehrere Personen, während ein Handlungsstrang allein von einer einzigen Person bestimmt wird. Im Laufe des Buches begegnen sich alle Handlungsstränge nach und nach. Das Besondere und Einzigartige an diesem Buch ist, dass jedes Kapitel mit dem Namen des Charakters überschrieben ist, der im jeweiligen Kapitel die Hauptperson darstellt. Der Charakter wird jedoch nicht namentlich erwähnt oder mit "Er" oder "Sie" beschrieben, sondern mit "Du", denn der Leser übernimmt die Rolle des jeweiligen Charakters. Das Buch spielt in den Städten Berlin und Hamburg sowie in Norwegen. Geschrieben ist es aus der Sicht eines allwissenden Erzählers in der Gegenwartsform. Allein Szenen, die in der Vergangenheit spielen, eine Erinnerung eines Charakters darstellen und nicht ausdrücklich mit einer Jahreszahl überschrieben sind, sind in der Vergangenheitsform geschrieben. Meine Meinung zum Buch: Wie bereits erwähnt, hat die Widmung bei mir Gänsehaut verursacht und sollte nicht der einzige Auslöser dafür bleiben. Schon nach den ersten Seiten steht für mich fest, dass dieses Buch mich gefangen hat. Gefangen in einer Welt, die düster und unheimlich ist, in der ich mich aber doch wohl fühle, weil ich den Autor an meiner Seite spüre, der mir schnell so vertraut wird, dass es mich nicht stört, von ihm mit einem persönlichen und intimen "Du" angesprochen zu werden. Die Idee des Autors, den Leser die verschiedensten Rollen des Buches übernehmen zu lassen, finde ich großartig. Teilweise liest sich das Buch so wie ein Drehbuch. Man fühlt sich wie in einem Gedankenexperiment, bei dem man die Identität eines anderen Menschen annimmt. Der Autor beschreibt dem Leser, welche Rolle man übernimmt und führt ihn dann durch die Handlung, sagt ihm, wie er sich zu verhalten hat und legt ihm Wörter in den Mund. Der Autor gibt Anweisungen, denen man als Leser zu folgen hat. Ich fand es einfach genial, die verschiedensten Rollen anzunehmen und jeder Charakter wurde so greifbar und real, dass ich schon allein beim Lesen der jeweiligen Kapitelüberschrift, die ja den Hauptcharakter des jeweiligen Kapitels angibt, wusste, wie ich mich im jeweiligen Kapitel zu verhalten hatte. Das Gedankenexperiment ist also geglückt, denn die Rollen sind alle vollkommen in mir aufgegangen und jeder Charakter war so detailliert und facettenreich beschrieben, dass es mir keine Mühe gemacht hat, sie zu unterscheiden. Ich habe ihr Wesen in mir gespürt und konnte ihre Gedanken und Handlungen problemlos nachvollziehen. Dennoch verlangt das Buch Aufmerksamkeit von seinem Leser. Dies liegt vor allem daran, dass man die vielen Charaktere zunächst einmal kennenlernen muss. Es ist also wichtig, sich in die verschiedenen Rollen hineinzuversetzen und sich mit jedem neuen Kapitel darüber klar zu werden, welche Rolle man übernimmt. Dazu kommt, dass das Buch auf mehreren unterschiedlichen Zeitebenen spielt, die ebenfalls durchschaut werden müssen. Zwar umfasst das Buch einen Zeitraum von weniger als einer Woche, doch werden manche Ereignisse zeitversetzt erzählt. Für mich war es ein großartiges Vergnügen, den drei Handlungssträngen zu folgen und nach und nach viele kleine Puzzleteile zu einem großen Bild zusammenzusetzen. Denn alle Handlungsstränge laufen irgendwann zusammen und für mich sind diese Zusammenhänge ganz großartig und genial ausgedacht. Nichts wirkt hier konstruiert, alles ist nachvollziehbar und logisch und wunderbar durchdacht. Es sind viele Kleinigkeiten, die man vielleicht als gar nicht so wichtig erachtet, die letztlich aber notwendig sind, um das Puzzle zu lösen. Zoran Drvenkar hat hier tolle Arbeit geleistet, den Leser von Zeit zu Zeit auf eine falsche Fährte zu setzen und ihn zu verwirren, aber letztlich ergibt alles Sinn. Einmal angefangen, fiel es mir sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Denn die Geschichte hat mich sofort gefangen genommen. Die Handlung ist durchweg fesselnd und spannend. Es gab für mich während des Lesens keinerlei Längen - im Gegenteil! Jede Seite konnte nicht schnell genug erfasst werden, jeder Absatz nicht schnell genug gelesen werden, jedes Kapitel nicht schnell genug durchblättert werden. Und am Ende bleibe ich zurück und wünsche mir noch mehr Seiten, noch mehr Absätze, nur noch ein weiteres Kapitel. Doch wenn ich ganz ehrlich zu mir bin und den Sog, den das Buch auf mich ausgeübt hat, etwas abschüttel, gebe ich auch zu, dass das Ende an der richtigen Stelle kam. Wenn es am Schönsten ist, soll man aufhören. Auch wenn es schwer fällt. Und das tut es. Denn ich hatte in letzter Zeit selten ein solches Lesevergnügen. Das Buch ist ein Thriller, deshalb sollte man sich auf Tote und Verletzte einstellen. Denn die gibt es in diesem Buch zuhauf. Dazu kommen Drogendelikte, Erpressungen, Folterungen. Es ist nicht immer schön, was dem Leser hier geboten wird, aber es passt in das Gesamtwerk. Und es gibt Szenen, die die düstere und unheimliche Stimmung ausgleichen. Aber dazu sage ich hier nicht mehr - lest am besten selbst! Stilistisch ist das Buch einzigartig. Jedes Wort sitzt, kein Satz ist überflüssig. Die Besonderheit des Autors ist es, bei wörtlicher Rede keine Anführungszeichen zu verwenden, sondern Bindestriche. Aber daran gewöhnt man sich schnell und dies tut dem Lesefluss keinen Abbruch. Toll fand ich, dass die Handlungsorte greifbar werden, indem der Autor Straßennamen oder bekannte Sehenswürdigkeiten der jeweiligen Städte einfügt. So können Leser, die sich in Hamburg oder Berlin gut auskennen, die Handlung noch genauer verfolgen. Kleine Rechtschreib- und Grammatikfehler fallen zwar auf, können meiner Begeisterung für dieses Buch aber keinen Abbruch tun. Mein Fazit: Zoran Drvenkar, für dieses Buch danke ich DIR!

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  • Ein grandioses Verwirrspiel, welches wieder einmal begeistert!

    Du

    LeseBlick

    06. July 2015 um 14:34

    Inhaltsangabe Du kannst dir nicht trauen! Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn. Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie. Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn. Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest. Meine Bewertung Ist das nicht ein verwirrender Klappentext? Und genauso verwirrend beginnt auch dieses Buch. Nach 100 Seiten nahm ich dann doch meinen Stift und einen Zettel, um mich zurecht zu finden und danach war ich im Buch drin und wollte so schnell auch nicht wieder aufhören mit lesen. Wie im KT erwähnt geht es um den Reisenden, die süßen Schlampen und den Logisten. Wer mir bis fast zum Schluss ein Rätsel war, war der Reisende und meines Erachtens der interessanteste Charakter. Ich konnte oder wollte einfach nicht hinter diese Fassade schauen. Drvenkar hat sich hier mächtig Mühe gegeben den Leser zu verwirren und auf eine ganz besondere Reise mitzunehmen. Wer die süßen Schlampen waren, verriet er uns relativ schnell. Das süß kam denk ich aufgrund des Alters zu Stande, was sich der Autor bei Schlampen dachte, bleibt mir ein Rätsel. Diese 5 Charaktere konnten den Leser aber ganz schön an sich selbst zweifeln lassen, denn Drvenkar bringt hier nicht nur ihre 5 Namen, sondern auch ihre 5 Spitznamen ins Spiel, und diese waren alles andere als normal. Im Endeffekt war jeder Charakter sehr eigen, aber auch sehr spannend. Und auch die Geschichte um den Logisten war für mich relativ schnell erfasst, leider war das nicht mein Charakter, aber ich denke eher aus der Rolle heraus, als in Hinsicht auf Drvenkars Darstellung. Als Leser begleiten wir alle Charaktere auf derselben Reise. Diese Reise konnte mich schockieren, überraschen und zum Grübeln anregen. Das Ziel der Reise war das Zusammentreffen und wie Drvenkar es wieder geschafft hat diese zunächst völlig unterschiedlichen Gegebenheiten zu verknüpfen, war einfach wieder der Wahnsinn. Diese Art wie er es bereits zum dritten Mal geschafft hat, ist für mich wirklich ein Zeichen von Talent. Wie vorausschauend er bei seinen Büchern denkt, ist toll. Drvenkar ist meines Erachtens niemand der einfach losschreibt, sondern der weiß, wo seine Geschichte hingehen soll. Auch wieder sehr gut dargestellt sind seine Perspektivwechsel, die er einbringt, wären da nur nicht manch fiese Cliffhanger am Ende eines Kapitels und ich muss zugeben ich habe einige Mal vorgeblättert, wann es mit diesem Charakter denn weitergeht. Besonders in Erinnerung bleiben mir bei diesem Buch die Charaktere, das Ende und vor allem die Dramatik der verschiedenen Existenzen. Kleine Abzüge bekommt das Buch von mir wegen der anfänglichen Schwierigkeiten in dieses Buch zu finden, denn ich glaube einige Leser, die solche verwirrenden Anfänge nicht gewohnt sind, legen dieses Buch beiseite und wissen gar nicht was sie verpassen. Minimale Längen hätten für mich gerne noch gegen ein wenig mehr Action ausgetauscht werden können, dann wäre dieses Buch perfekt gewesen. Bedeutendstes Zitat für mich „Wenn dir etwas sehr am Herzen liegt, dann darfst du es nicht hergeben, denn was immer es ist, dein Herz wird es vermissen.“ (S. 165) Fazit Auch mein drittes Buch von Zoran Drvenkar konnte mich fesseln und abschließend begeistern und glücklich stimmen. Der Mann hat es einfach drauf und ja ich werde mich zeitnah auf die Suche nach einem weiteren Werk machen. Bisher habe ich seine Bücher immer mit anderen Bloggern und Bloggerinnen gelesen und ich glaube dieser Autor und seine Bücher sind perfekt für LR geeignet, denn durch den regen Austausch verinnerlicht man die Storys viel besser.

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  • Ein typisches Drvenkar Buch - einfach genial!

    Du

    Uwes-Leselounge

    05. May 2015 um 17:08

    Wie bereits bekannt, gliedert Zoran Drvenkar seine Bücher in mehrere Protagonisten, die er uns vorstellt und die alle jeder für sich auf ein ihnen nicht bekanntes Ziel zusteuern. Zum einen haben wir einen Mann, der Der Reisende genannt wird und durch ganz Deutschland fährt und mordet. Er ist ein Mythos, denn überall, wo er auftaucht, bleibt niemand am Leben. Du solltest ihn fürchten. Zudem haben wir fünf jugendliche Mädchen, nennen wir sie Die süßen Schlampen, die gemeinsam durch dick und dünn gehen. Eine von Ihnen findet bei Ihrem Vater jede Menge Drogen und gönnt sich davon reichlich. Als sie einen "Notruf" an Ihre Freundinnen absetzt, nimmt das Chaos seinen Lauf und schon bald befinden sich die fünf auf der Flucht. Ihre Reise führt quer durch Deutschland, über Holland bis nach Norwegen. Zum Schluss haben wir noch einen Vater, genannt Der Logist, der von seiner Vergangenheit verfolgt wird. Er ist ein Gangsterboss und um seine Ziele zu erreichen geht er über Leichen. Und er ist hinter den fünf Mädchen her, denn er muss sie aufhalten, um jeden Preis. Du solltest ihn meiden. Eine spannende und brutale Jagd nimmt seinen Lauf und niemand ahnt, das du sie beobachtest. Ich habe das Buch zusammen mit der lieben Andrea von LeseBlick in einer kleinen aber feinen Leserunde gelesen und es hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht, danke liebe Andrea. Insgesamt war das Buch in vier Leseabschnitte eingeteilt und ich muss sagen, dass mir der 1. Leseabschnitt so einiges abverlangt hat. Denn gleich auf den knapp 120 Seiten stellte uns Zoran fast sämtliche Protagonisten vor und ich hatte meine Mühe diese alle in eine Reihenfolge und Zugehörigkeit zu bekommen. Hierzu hatte ich mir kurzer Hand eine Mind Map erstellt. Ansonsten wäre es, glaube ich, für mich schwierig geworden der Geschichte zu folgen. Was nicht heißen soll, dass die Geschichte schlecht und ohne Spannung wäre, ganz im Gegenteil! Der Beginn der Geschichte hat es auch gleich in sich, denn als ersten Protagonisten lernen wir einen Mann kennen, der im Winter in Deutschland auf einer verschneiten Autobahn im Stau steht. Es geht nichts mehr und irgendwann steigt dieser Mann aus, geht von Auto zu Auto und als er fertig ist, haben wir zig Leichen in den "besuchten Autos". Der Reisende hat zugeschlagen! Wow, was für ein Beginn, oder ? Und dabei ist dieser Mann ein liebender Familienvater... Ein genialer Protagonist, ich habe ihn geliebt! Als Zoran dann seine Süßen Schlampen vorstellte, ging für mich das "Durcheinander im Kopf" los. Alleine schon die Spitznamen untereinander (Rute, Nessi, Schnappi, Taja und Stinke) sorgten bei mir für einen leichten Schwindelanfall und auch die Verbindungen zu unserem letzten Protagonisten Der Logist erschloss sich mir nicht sofort. Doch dank der erstellten Mind Map und dem vorschreiten der Geschichte kam ich immer besser hinein und die Spannung baute sich von Seite zu Seite immer mehr auf. Taja streitet sich mit Ihrem Vater Oskar, der dabei plötzlich im Sessel sitzend, stirbt. Hat er einen Hirnschlag oder Herzinfakt bekommen? Als sie begreift, was gerade passiert ist, wirft sie dieses völlig aus der Bahn. Sie lässt zunächst ihren toten Vater im Wohnzimmer sitzen, besäuft sich und findet schließlich im Dachgeschoss Drogen und beschließt diese zu konsumieren. Als der Gestank der Leiche immer mehr zu nimmt, schleppt Taja Ihren Vater in den Keller und steckt ihn in die Kühltruhe! Ihre Freundinnen machen sich bereits seit Tagen Sorgen um Taja und als sie einen "Notruf" bekommen, eilen Sie zu ihr und das Chaos nimmt seinen Lauf. Viel mehr möchte ich euch über die Geschichte nicht verraten, denn sonst braucht ihr das Buch ja nicht mehr zu lesen :D Trotz des zu Beginn etwas verwirrenden Verlaufs, nimmt die Geschichte ab Seite 200 so richtig Fahrt auf und dies kontinuierlich bis zum Ende. Zoran schafft es wieder einmal mich an die Seiten zu fesseln und sein Schreibstil ist einzigartig. Die Protagonisten waren gut bis sehr gut ausgearbeitet, wobei ich mich, wie bereits erwähnt, mit den fünf Mädels zu Beginn etwas schwer getan habe. Besonders hervorheben möchte ich, Der Reisende. Von den bisher gelesenen Büchern von Zoran Drvenkar hat mich noch keines enttäuscht und ich kann sie uneingeschränkt empfehlen.

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  • Klasse Thriller mit schwierigem Einstieg

    Du

    gesil

    13. February 2015 um 10:48

    Ein Mann auf Reisen tötet scheinbar ohne Grund und ohne irgendeine Spur zu hinterlassen. Fünf Freundinnen, die gerade die Schule abgeschlossen haben, stolpern erst über einen Toten, dann über fünf Kilo Heroin und sind seither auf der Flucht. Der Besitzer des Stoffs verfolgt die Mädchen gnadenlos und begegnet schließlich seiner größten Angst. Zoran Drvenkar hat einen sehr guten, aber auch recht eigenwilligen Thriller geschrieben. Diese Eigenwilligkeit wird wohl der Grund sein, warum ich nur wenige Bücher des Autors lesen werde. Denn der Einstieg ist mir alles andere als leicht gefallen. Jedem Kapitel ist ein Name einer der Protagonisten vorangestellt. Das kann eines der Mädchen sein, aber auch „Der Reisende“ oder einer der jungen Männer, denen die Mädchen auf ihrer Flucht begegnen. Zoran Drvenkar erzählt seine Geschichte, als würde der Leser jeweils in die Haut dieses Protagonisten schlüpfen, dem der Autor seine eigene / des Lesers Geschichte erzählen. Das macht es gerade am Anfang schwer, den Überblick zu behalten, wer „du“ gerade bist. Nach etwa der Hälfte des Buches hatte ich mich aber daran gewöhnt. Denn abgesehen davon, ist dieses Buch wirklich klasse geschrieben. Man erfährt, wie die Personen zu denen wurden, die sie sind und wie alles am Ende so kommen musste, wie es der Autor in seiner klaren, oft brutal direkten Art, die manches Mal sogar Züge von Humor aufweist, beschrieben hat. Und doch war ein Punkt am Ende überraschend, als sich zeigt, dass eben doch nicht alles so ist, wie man dem Leser Glauben gemacht hat. Aber diese Wendung hat genauso gepasst, wie alles, das davor geschah. Nun wartet noch „Der letzte Engel“ in meinem Regal darauf, von mir gelesen zu werden. Da dies aber ein Roman aus dem Kinder- und Jugendbuchverlag ist, hoffe ich, dass mir der Einstieg hier leichter fällt.

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  • Abgedreht, spannend, originell

    Du

    winter-chill

    Zugegeben: Leicht macht es dieses Buch dem Leser nicht gerade. Das fängt schon mit der Erzählperspektive an. Das Buch ist nämlich durchgehend in der zweiten Person Singular Präsens geschrieben. Drvenkar spricht den Leser also ständig an und lässt ihn somit in verschiedene Rollen schlüpfen: Wir sind ein Massenmörder, der während eines Schneesturms in einem Stau auf der Autobahn stecken bleibt und ein Massaker anrichtet; ein Berliner Großkrimineller, der die gefrorene Leiche seines Bruders findet; ein jugendlicher Nachwuchsdealer; ein reicher Berufsjugendlicher und fünf 16 Jahre alte Mädchen, die an ein paar Kilo Heroin geraten und eine Gewaltspirale auslösen. Letztendlich entwirft Drvenkar zehn verschiedene Handlungsstränge, die fast bis zur Hälfte des Buches fast nichts miteinander zu tun haben. Lange wird viel erzählt, aber nichts erklärt. Irgendwann bewegen sich aber die einzelnen Handlungen aufeinander zu und man erkennt, dass Drvenkar hier eigentlich eine brillant konzipierte Geschichte mit einem extrem gut ausgeklügelten Spannungsbogen vorgelegt hat. Auch sprachlich hat der doch recht stattliche Roman einiges zu bieten: Drvenkar schreibt klar, oft schonungslos und schafft doch auch immer wieder sehr elegante, fast schon kunstvolle Formulierungen. Die Handlung ist nicht unbedingt realistisch und zum Teil echt abgehoben. Aber gerade das macht die Geschichte aus. Sehr oft musste ich beim Lesen übrigens an Quentin-Tarantino-Filme denken. Letztendlich hat mir der Roman trotz einiger zu vielen „Dus“ wirklich gut gefallen.

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    • 2
  • sperrig

    Du

    wusl

    10. November 2014 um 11:28

    Also mir hat sich das Buch leider nur teilweise erschlossen. Es waren mir einfach zu viele "Du's". Da die Einsichten in die einzelnen Akteure sehr intim und bis ins kleinste beschrieben waren, viel es mir zunehmend schwerer, zwischen den einzelnen Personen hin- und herzuswitchen. Dies lag nicht nur an den vielen Characteren sondern auch an dem sperrigen Stil in der zweiten Person zu schreiben. Ich war überfordert von all den Einblicken und die Zusammenhänge gingen unter in den einzelnen Sichtweisen und Handlungssträngen. Dadurch kam für mich nicht genug Spannung auf und ich musste mich zwingen weiterzulesen. Der Autor versteht sein Handwerk ohne Zweifel. Und seine Sprache und Ausdruckskraft sind eindringlich und abwechslungsreich. Die Geschichte hat einen ansprechenden Plot und das Ende wurde gut herausgearbeitet. Dennoch fand ich es einfach nur sperrig und nicht so ansprechend wie seine Vorgänger-Romane. Dieses Buch spaltet die Leser. Entweder man findet es super oder man kann nicht viel damit anfangen. Leider gehöre ich eher zur zweiten Fraktion.

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