Still

von Zoran Drvenkar 
4,5 Sterne bei220 Bewertungen
Still
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Positiv (195):
Dem-Hans-seine-Gretels avatar

Bedrückende, sehr emotionale Story, die einen schalen Eindruck hinterlässt. Absolute Leseempfehlung, jedoch nichts für empfindsame Gemüter

Kritisch (6):
T

Etwas ungewöhnlich

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Inhaltsangabe zu "Still"

Wenn es Winter wird und Schnee und Eis
alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen
Wäldern Brandenburgs das Böse.
Über Nacht verschwinden auf mysteriöse
Weise Jungen und Mädchen. Kein Kind
wurde je wiedergesehen. Nur ein Mädchen
taucht unerwartet und verstört wieder auf,
ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Erst
als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust
zu ermitteln beginnt, bricht sie ihr Schweigen.
Doch damit dreht sich die Spirale des
Bösen nur noch schneller.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453419346
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.03.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2014 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Frenx51vor einem Jahr
    Wenn der Winter kommt...

    Im Winter kommen SIE und gleichzeitig verschwinden kleine Jungen und Mädchen spurlos. Keins dieser Kinder wurde je wieder gesehen, außer einem Mädchen, das entkommen konnte. Doch ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Aber ein Vater sucht weiter nach seiner Tochter und kommt ihnen nah, doch dabei gelangt er in einen Sog, der ihn immer tiefer hineinzieht. Können SIE entlarvt werden?

    Zuerst sollte gesagt werden, dass dieser Thriller nichts für schwache Nerven ist. Das Thema Kindesmissbrauch spielt in diesem Buch nämlich eine große Rolle und wird auf sehr grausame und doch sachliche Art und Weise dargestellt, womit wahrscheinlich nicht jeder Leser umgehen kann. Jedoch ist dies trotzdem ein Thema, das thematisiert werden sollte und mich als Thriller-Liebhaberin kann so schnell auch nichts schocken.

    Zu den Personen möchte ich nicht viel sagen, um die Spannung aufrecht zu erhalten. Das Buch wird aus drei Perspektiven geschrieben, die „ich“, „du“ und „Sie“-Perspektive. Mit „Sie“ sind die Jäger gemeint, diejenigen die die Kinder entführen. „Du“ sind die Abschnitte über Lucia, die als einziges Mädchen den Jägern entkommen konnte, seitdem aber schweigt. „Ich“ sind aus Sicht des Vaters Mika geschrieben, dessen Tochter ebenfalls entführt wurde und der seitdem versucht die Täter und somit seine Tochter zu finden.

    Der Schreibstil des Autors ist sehr speziell, da er durch die unterschiedlichen Perspektiven eine hohe Spannung erzeugt. Nur die „Ich“-Abschnitte werden aus Sicht des Vaters also in der Ich-Form geschrieben und haben den größten Anteil im Buch. Die anderen beiden Perspektiven ermöglichen einen außenstehenden aber trotzdem sehr nahen Einblick in die Geschehnisse und Gedanken. Ansonsten nutzt der Autor einen sehr authentischen, passenden, zum Teil brutalen und trotzdem sehr knappen und direkten Schreibstil. Dadurch ergaben sich bei mir immer wieder auch sehr beängstigende, betroffene Gefühle, jedoch wirkte die ganze Geschichte auch sehr skurril auf mich. Da das Buch in Deutschland spielt, fühlte ich mich noch umso näher an dem Geschehen. Das Buch war durchweg spannend, ebenso habe ich das Ende so nicht erwartet, leider fehlten mir noch einige Informationen, vor allem über „Sie“ um den Inhalt vollkommen zu verstehen.


    Ein Buch, das tiefe Abgründe und schreckliche Szenen beschreibt, wenn Jäger sich auf die Jagd nach kleinen Kindern begeben. Skurril und beängstigend zugleich.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schweres Thema, mutige Umsetzung!
    Schwere Kost, aber gut umgesetzt.

    Dieses Hörbuch war schon etwas länger auf meinem SuB. Nachdem der letzte Roman mich gelangweilt hat, brauchte ich nun etwas spannendes und wurde hier nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil!

    Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden Mädchen und Jungen auf mysteriöse Weise. Kein Kind wird je wiedergesehen. Nur ein Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, seine Lippen sind seitdem verschlossen. Erst als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, bricht es sein Schweigen. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.

    Zoran Drvenkar wurde in Kroatien geboren und zog im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Berlin. Seine Thriller »Sorry« und »Du« wurden in in 14 Sprachen übersetzt, 2010 wurde »Sorry« mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Er ist auch der Autor vielfach ausgezeichneter Kinder- und Jugendbücher, unter anderem schrieb er unter Pseudonym die Bestsellerreihe »Die Kurzhosengang«.

    Es war eine ungekürzte Version, die ich über Napster gehört habe. Sie wurde von Christoph Maria Herbst großartig und absolut passend vertont, er ist ohnehin einer meiner Lieblingssprecher. Es waren ingesamt 7h und 36 Min Hörzeit. Das Hörbuch kostet über Amazon14,85€ und wurde 2014 im dav-Verlag veröffentlicht.

    Mikas Tochter ist wie so viele Kinder des Winters in Berlin entführt worden. Die meisten Kinder werden leider nicht mehr gefunden, doch Mikas Tochter konnte fliehen. Die Zusammenarbeit mit Traumaspezialisten verweigerte das Kind, sie sprach einfach nicht und wollte unbedingt unter ihrem Krankenhausbett schlafen. Ihr Zustand bessert sich etwas, als sie zu ihrem Vater nach Hause zurück kehrt und Mika schwört sich, seine Tochter zu rächen. So beginnt er, zu recherchieren und tritt undercover in Kontakt mit einer pädophilen Entführergruppe.

    Ich bin ein Fan von originellen Erzählperpektiven, die Geschichte wird hier aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ich, Du und Sie. Das hat dazu geführt, dass es keinerlei Längen in der Geschichte gab, die Erzählung blieb immer interessant. Es geht hier nicht in einem rasanten Tempo zur Sache, sondern wird ein einem ruhigen Tempo erzählt, weshalb auch das Cover und der Titel des Thrillers hervorragend passen.

    Ich mag es ebenfalls, wenn ein Autor es schafft, mich aufs Glatteis zu führen. Anfangs habe ich gedacht, Mika ist tatsächlich ein Mann mit pädophilen Neigungen und wollte schon abbrechen. Kurz danach habe ich aber die Geschichte verstanden und habe das Hörbuch nur sehr ungerne unterbrochen. Trotz der bedrückenden Stimmung hat mir das Werk so gut gefallen, dass ich hier 5 Sterne vergeben möchte!

    Das Thema Kindesentführung- und -missbrauch wurde hier in einem tollen Rahmen behandelt. Es ist nun mal leider ein Teil unserer Gesellschaft, den es immer gegeben hat und wahrscheinlich immer geben wird. Hier wird nichts verherrlicht und beschönigt, ganz im Gegenteil. Mikas Motivation ist für viele von uns sicherlich nachvollziehbar, und auch, wenn ich kein Fan von Selbstjustiz bin - wenn ich Mutter wäre, würde ich hier sicherlich eine Ausnahme machen. Aber das ist nur meine Meinung, zu der ich aber voll und ganz stehe.

    Mir wurde Drvenkar als Autor schon oft empfohlen, und ich muss sagen, absolut zurecht Ich habe noch einige Bücher auf dem SuB, die ich demnächst auch in Angriff nehmen werde. Für mich gehört er mit "Still" von nun an zu den großen Thrillermeistern!

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    Summer-Sarahs avatar
    Summer-Sarahvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das extremste Buch, das ich je gelesen habe - ich weiß nicht,ob ich 5 oder keinen Stern geben sollte
    Still

    Ich habe mir dieses Buch ausgesucht, da ich vor einer Zeit lang ein paar Bücher von Zoran Drvenkar gelesen habe ("sag mir was du siehst" , "Du bist zu schnell") die mich durch ihre Außergewöhnlichkeit sehr fasziniert haben. Ich wurde definitiv nicht enttäuscht! Das Buch hat mich schockiert und etwas unsicher zurück gelassen. So viel wie bei diesem Buch ging mir noch nie während dem Lesen durch den Kopf. Schon nach den ersten zwei Kapitel habe ich immer wieder überlegt ob ich das Buch abbrechen sollte, da die Richtung in die es verlief mir einfach zu krass und abartig erschien. Der Schreibstil und auch gerade diese Geschocktheit haben mich jedoch den ganzen Roman hindurch in ihren Bann gezogen, sodass ich ihn innerhalb von einem Tag beendet hatte. Ich weiß nicht, ob man das überhaupt schaffen würde das Buch nicht an einem Stück zu lassen. Es hat allen Raum in meinen Gedanken eingenommen.

    Die beklemmende Atmosphäre wird unterstützt von den drei verschiedenen Erzählperspektive:

    DU - das Opfer, sehr eindrücklich und beängstigend, da man persönlich durch die Perspektive mit verwickelt wird

    ICH- ein Mann, schwer zu durchschauen, aber noch die normalste Erzählweise der drei

    SIE- die Täter, immer nur kurze verwirrende Einschübe

     

    Das Thema ist nur etwas für schwache Nerven und ich weiß nicht, ob ich entsetzt darüber sein soll, dass ein Mensch dazu in der Lage ist sich so etwas auszudenken und vertieft zu vernetzen in einer Geschichte oder ob ich einfach beeindruckt sein soll, dass Drvenkar sich getraut hat so ein Tabuthema zu behandeln.

    Die Spannung in diesem Buch ist unglaublich: immer wenn man denkt, es könnte nicht schlimmer werden, wird es schlimmer -> Bis zum Ende hin! Das Ende ist echt abgefahren, aber mir hat es gefallen und es passt zum Rest.

    "Still" ist wirklich eine alptraumhafte Geschichte und ich weiß nicht ob ich vor ihr warnen oder sie empfehlen sollte. Der Schreibstil ist jedoch ohne Frage erste Klasse!

     

     

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    KruemelGizmos avatar
    KruemelGizmovor einem Jahr
    Kurzmeinung zu Still

    Inhalt: Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden auf mysteriöse Weise Kinder. Nur ein einziges Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Ein verzweifelter Vater beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.

    Still stammt aus der Feder von Zoran Drvenkar.

    An dieses Buch bin ich aufgrund der vielen positiven Bewertungen und Rezensionen mit hohen Erwartungen herangegangen. Und meine Erwartung wurde bei diesem Thriller auch nicht enttäuscht. Der Autor schafft eine beklemmende Atmosphäre, in der die Geschichte aus drei Perspektiven vorangetrieben wird. Jede Perspektive erzählt in ihrem eigenen Tempo einen Teil der Geschichte, dabei bleibt der Spannungsbogen die ganze Zeit erhalten und steuert auf ein für mich überraschendes, gelungenes und spannendes Ende hin. Das Buch ist nichts für zartbesaitete Leser, dieser Thriller ging mir in seinen Schilderungen, die auch Kinder betreffen, und durch die geschaffene Atmosphäre oftmals ziemlich unter die Haut.

    Mein Fazit:

    Ein spannender und beklemmender Thriller, der mich wirklich begeistern konnte.

    Kommentare: 9
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    sinaslesewelts avatar
    sinasleseweltvor 2 Jahren
    Nichts für schwache Nerven!

    Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt:

    ICH: Der Vater

    DU: Das Mädchen

    SIE: Die Täter

    Die Perspektive wird deutlich vor jedem Kapitel angezeigt und so wie die Kapitel beschriftet sind, so schreibt Drvenkar diese Abschnitte auch: Im Singular der ersten und zweiten Person sowie im Plural der dritten Person. Die Kapitel sind zum größten Teil ziemlich kurz, was den Lesefluss sehr fördert.

    Auch Drvenkar´s Schreibstil ist speziell. Er schreibt oft kurz und knapp, nüchtern und ausdrucksvoll zugleich. Wörtliche Rede wird dabei nie in Anführungszeichen gesetzt, sondern mit Spiegelstrichen angezeigt, und er bedient sich an der alten Rechtschreibung. Daran muss man sich gewöhnen, mir persönlich hat der Schreibstil aber sehr gut gefallen.

    Doch kommen wir zum Inhalt. Ich lese viele Thriller und bin was das angeht auch nicht gerade zimperlich. Meinetwegen kann da literweise Blut fließen – das macht mir nichts aus. Auch mit dem Thema Kindesmissbrauch bzw Gewalt gegen Kinder bin ich bisher gut zurechtgekommen, doch Drvenkar hat es mit diesem Buch geschafft mir das Gegenteil zu beweisen. Denn er überschreitet eine Grenze, was bisher noch kein mir bekannter Autor getan hat und stellt die Grausamkeit so bildhaft dar, dass mir die Geschichte nicht nur einmal ziemlich an die Nieren ging.

    Damit ist nicht gemeint, dass er Kindesmissbrauch detailliert beschreibt – das tut er nicht und solche Bücher würde ich auch niemals gutheißen. Aber er beschreibt die Gedanken und Gefühle der Täter so eindringlich, dass einem schlecht davon werden kann.

    Immer wenn man denkt, man wäre ganz unten in den Abgründen der menschlichen Grausamkeit angelangt, verpasst Drvenkar seinen Lesern einen weiteren Schlag in die Magengegend. Dabei kommt er über weite Strecken fast komplett ohne Blut aus, was er auch gar nicht nötig hat, denn auch ohne Gewaltorgien ist dieses Buch schlimmer als vieles, was ich bis jetzt gelesen habe.

    Deshalb an dieser Stelle eine ausdrückliche Warnung: Dieses Buch ist nichts für zart besaitete. Wer auch nur ansatzweise Probleme mit dem Thema Kindesmissbrauch in Büchern hat sollte einen großen Bogen um dieses Buch machen!

    Zum Ende hin ging die Geschichte in eine Richtung, die ich wirklich nicht erwartet hätte und welche mir auch nicht unbedingt zugesagt hat. Für mich hat das einfach nicht ganz gepasst. Doch den Gesamteindruck schmälert dieser Punkt überhaupt nicht, weshalb ich ihn kaum in die Bewertung einfließen lasse. Die Wirkung, die dieses Buch auf mich hatte, hat für mich da doch einen größeren Stellenwert.

    Fazit

    Ein eindringlicher, beklemmender Thriller, der garantiert nicht jedermanns Sache ist. Nur zu empfehlen für hartgesottene Thrillerfans!

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    thesmallnobles avatar
    thesmallnoblevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Verstörend!
    Eine verstörende Handlung

    Ich finde den Namen Mika Stellar aufgesetzt (auch als Pseudonym). Er passt für mich nicht zur Figur und müsste in der Gruppe der "sie" eigentlich sofort "Verdacht" erregen. Ein gewöhnlicherer Name wäre für mich glaubhafter und authentischer gewesen.
    Ich halte es für ganz und gar ausgeschlossen, dass man so lange klatschnass bei Eisekälte im Schnee überlebt.
    Ich finde die Urgeschichte, die zum "Trauma" der "sie" geführt hat, nicht wirklich nachvollziehbar. Persönlich hätte ich sie nicht gebraucht.

    Ich glaube an das "Böse" , das Perverse, das Psycho- und Soziopathische. Insofern finde ich die Grundstory überhaupt nicht an den Haaren herbeigezogen. Jedesmal, wenn Kinder verschwinden und nicht wieder auftauchen, stelle ich mir vor, was wohl mit ihnen passiert. Es ist der absolute Horror. Und diesem Horror hat der Autor mit seinem Thriller ein Gesicht gegeben. Das ist schwer zu ertragen, aber meiner Ansicht nach keine Effekthascherei, sondern schlicht ein Teil einer Wahrheit, der wir ungern in die Augen sehen.

    Für mich ist dieser Roman alles andere als unsensibel. Er ist auch nicht still. Im Gegenteil. Für mich ist er laut, kalt und kompromisslos. Und damit auch so etwas wie ein Plädoyer, nicht zu tabuisieren, sondern hinzuschauen, das tun wir nämlich noch immer nicht (ausreichend).
    Ich bin mir sehr sicher, dass der Autor mit diesem Thriller Kinder nicht verletzlicher machen wollte, als sie ohnehin schon sind. Er hat nur einfach seinen Finger sehr tief in eine nahezu unheilbare Wunde gelegt.

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    Dorfwolfs avatar
    Dorfwolfvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gutes Buch. Habe jedoch ein Problem mit einem Teil der Geschichte.
    Ein Teil hat gestört.

    Die Geschichte handelt von einem Vater, welcher seine Tochter durch einen Mord verloren hat und sich bei den Mördern rächen will. 
    Die Männer auf welche es der Vater abgesehen hat, sind eine Gruppe Pädophile welche im Winter ein gewisses "Spiel" spielen.
    Die Geschichte wird in 3 Perspektiven erzählt. Das Ich, welches der Vater ist, das Du, ein Mädchen, welche es schaffte von den Männern zu entkommen und das Sie, welche die Mörder der Tochter sind.
    Dieser ungewohnte Erzählstil stört aber keinesfalls beim Lesen.

    Das Buch hat mir nicht so gut gefallen wie erwartet. Der Kern der Geschichte währe nicht mal so schlecht gewesen, doch hat mir das drumherum mit den Pädophilen nicht gefallen. Mich hat es gestört wenn ich lesen musste, was diese Männer mit den Kindern machten.
    Ohne diesen Punkt hätte mir das Buch sehr viel besser Gefallen.
    Auch die "Mindfucks" gegen ende der Handlung haben mich nicht so umgehauen, da es vom Anfang an klar war, dass es sie gibt.

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    LinusGeschkes avatar
    LinusGeschkevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Toller Stil, spannend und düster: Eines der Bücher, die man nach dem Lesen nicht so schnell vergisst...
    Eiskaltes Meisterwerk

    Es gibt Bücher, die liest man. Bücher, die begeistern. Und solche, die man nie mehr vergisst. "Still" von Zoran Drvenkar gehört zu den Letztgenannten. Über den Inhalt ist viel geschrieben worden, über die ungewöhnlichen Perspektiven (Ich/Du/Sie) ebenfalls. Vollkommen neidlos muss ich als Autor anerkennen: "Still" ist ein Meisterwerk - für mich der beste deutsche Thriller, den ich jemals gelesen habe!

    Der Plot ist ebenso ungewöhnlich wie spannend, die Schreibweise genial, die erzählerische Kraft einzigartig: Jedes Lob, das einem hierzu einfällt, ist mehr als berechtigt.

    Man spürt die Kälte der Umgebung, die sich in der Kälte der Protagonisten widerspiegelt und sich auf die Leser überträgt. Es ist ein schwieriges, ein krasses Thema, meisterhaft umgesetzt. Vielleicht nicht ideal für Menschen, die selbst Kinder haben, weil manche Schilderungen wehtun, an die Grenze und darüber hinaus gehen - und gerade das macht es aus und brennt sich ins Gedächtnis.

    Danke, Zoran, für einen der großartigsten Thriller!

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    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hochspannender, stilistisch außergewöhnlich geschriebener Thriller über den Abschaum der Gesellschaft, der zwar brutal ist, aber auf reißeri
    Hochspannender Thriller über den Abschaum der Gesellschaft

    Jahrelang verschwinden im Raum Berlin/ Brandenburg jeden Winter Kinder. Die ermittelnden Behörden konnten bisher weder belegen, dass die Taten in einem Zusammenhang stehen noch den oder die Täter dingfest machen.
    Mika Stellar, der dem Leser nur unter seiner neuen Identität bekannt gemacht wird, hat den Glauben an die Polizei verloren und ermittelt auf eigene Faust, um das Verschwinden seiner Tochter aufzuklären. Er geht davon aus, dass seine Tochter von einer Bande Pädophiler entführt wurde und begibt sich selbst in dieses Milieu.
    Während seiner Suche trifft er auf Lucia, ein Mädchen, das vor sechs Jahren entführt worden ist, als einzige der verschwundenen Kinder jedoch entkommen konnte. Seit diesem Zeitpunkt schweigt sie und lebt wie erstarrt in einem Pflegeheim. Mika versucht ihr zu helfen, um ihr Schweigen zu brechen, in der Hoffnung, etwas über die Täter und den Verbleib seiner Tochter zu erfahren.

    Der Thriller ist raffiniert aufgebaut und wird aus den Perspektiven ICH, DU, SIE erzählt. Zu Beginn tappt man als Leser im Dunkeln, wodurch von Anfang an Spannung aufgebaut wird, die sich bis zum Ende durchzieht. Nach und nach stellt sich heraus, wer sich dahinter verbirgt und welche grausame Geschichte sie erzählen.

    "Still" ist so kalt wie die Jahreszeit, in der er spielt: Kälte, Schnee und Eis prägen das Landschaftsbild in den Wäldern Brandenburgs.
    Zoran Drvenkar stellt die Brutalität der Verbrechen grausam subtil dar, was besonders beklemmend wirkt, da es sich bei den Opfern um Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren handelt, die mitunter selbst völlig verstört als Täter missbraucht werden.
    So entwickelt sich ein spannendes Katz- und Mausspiel von Jägern und Gejagten, die den Gegebenheiten der Natur unerbittlich trotzen müssen.
    Rachegelüste und der Wunsch nach Vergeltung prägen darüber hinaus das Verhalten von Mika, "ICH", der nichts mehr zu verlieren hat.
    "Hass ist, was bleibt, wenn dir alles genommen wurde."

    "Still" ist ein hochspannender, stilistisch außergewöhnlich geschriebener Thriller über den Abschaum der Gesellschaft, der zwar brutal ist, aber auf reißerische, quälende Details verzichtet.

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    zusteffis avatar
    zusteffivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dunkel, überraschend und ein ganz besonderer Stil
    Still, aber sehr aufwühlend

    Zum Inhalt:
    In der Stille des Schnees verschwinden Kinder spurlos. Nur ein Mädchen taucht wieder auf, aber sie schweigt und äußert sich nicht zu dem Geschehenen.
    Mika verfolgt einen detaillierten Plan. Er setzt seinen gesamten Lebeninhalt auf die Suche, die Suche nach seiner Tochter und ihren Peinigern.

    Meine Meinung:
    Der Schreibstil des Buches ist sehr speziell. Nach den ersten Seiten war ich mir nicht schlüssig, ob das Buch und ich Freunde werden. Die Wechsel der verschiedenen Sichtweisen und die (zuerst) befremdliche Schreibweise benötigten etwas Zeit. Aber es hat sich gelohnt. Es ist anders, aber toll.

    Die Charaktere wandeln zwischen Sympathieträger und dem schlimmsten Albtraum - in einer Person vereint. Die Tiefgründigkeit und die verschiedenen Facetten haben mich besonders überrascht und immer wieder verwundert.

    Die Thematik des Buches ist düster und bedrückend. Pädöphilie ist ein sehr schwieriges Thema, wird hier aber sehr speziell und gut behandelt. Ich musste einige Male schwer schlucken, aber mein größter Respekt für den Hauptprotagonisten Mika.

    Perfekt gelungen ist das Cover. Still und minimalistisch passt es ideal zu diesem Buch.

    Mein Fazit:
    Wer bereit ist sich auf das Buch und die düstere Stimmung einzulassen wird belohnt!

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