Zoran Zivkovic Versteckte Kamera

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Inhaltsangabe zu „Versteckte Kamera“ von Zoran Zivkovic

»Ich fand den Umschlag in die Wohnungstür eingeklemmt.«§Mit der mysteriösen Einladung zu einer Kinovorstellung beginnt für den namenlosen Protagonisten und Erzähler, einen überaus korrekten und in sich gefangenen Bestattungsunternehmer, eine unglaubliche Verfolgungsjagd. Eine Nacht lang hierhin und dorthin durch die Stadt gelockt, verstrickt in immer skurrileren und beängstigenderen Situationen, ist er schon bald davon überzeugt, »Held« der Fernsehserie Versteckte Kamera zu sein. Er sitzt in einem Film, dessen Hauptdarsteller er selbst ist, er wird in eine Buchhandlung gelockt und stößt auf ein Buch, dessen Titel noch zu finden ist, er landet im Zoo und sitzt im Bärenkäfig fest und stürzt auf der Flucht in die Kanalisation. Immer wieder tauchen dieselben Menschen auf, was ihn verwirrt und beunruhigt, und immer wieder begegnet er dem flüchtigen Blick einer schönen Frau. Wie besessen möchte er seine schattenhaften Beobachter durchschauen und ihnen zuvorkommen - es gelingt ihm nicht.In seiner dichten, zurückhaltenden, nüchternen Sprache gelingt es ivkovic auf eindrucksvolle Weise, den Leser die quälende Beklemmung miterleben zu lassen und ihm, da er ihm gleichzeitig Distanz verschafft, die Absurditäten des Lebens vor Augen zu führen.

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  • Rezension zu "Versteckte Kamera" von Zoran Zivkovic

    Versteckte Kamera

    Hallogen

    12. February 2011 um 17:02

    Ein merkwürdiges Buch. Aber nur in der Sinnbedeutung von 'seltsam'. Es baut eine recht große mysteriöse Kulisse auf, die einem allerdings nicht eben neu vorkommt, denn ein Mann findet an seiner Wohnungstür einen Umschlag mit einer Kinokarte und ist dort dann nur einer von zwei Besuchern, bekommt eine (leicht erklärbare) Szene aus seinem Alltag auf der Kinoleinwand vorgespielt, und entdeckt fortan immer mehr Indizien dafür, dass jemand seinen Alltag genau kennt und ihn von einem Missgeschick ins nächste schickt (er bekommt immer neue Kuverts). Deshalb muss er Opfer der 'Versteckten Kamera' sein... Fast das ganze Buch spielt an einem Abend zwischen 18 und 24 Uhr, und zum Ende will ich nur sagen, dass es recht enttäuschend ausfällt. Eine Auflösung, die mir zu schwach erscheint für ein Buch, dessen Versatzstücke aus den banalsten 'Filmszenen' bestehen, nämlich der rasanten Taxifahrt, dem Trip durch die Kanalisation oder um Mitternacht auf dem Friedhof. Dazu noch Aufenthalte im Antiquariat, in einer Kirche oder dem nächtlichen Zoo und fertig ist das Buch. Spätestens seit dem Film "Die Truman Show" muss der Stoff als eine Herausforderung gelten, d. h. man sollte schon eine wirklich gute Idee haben, wenn man das Thema nochmal neu auflegt. Manchmal ist es durchaus amüsant zu beobachten, wie er sich in seine Paranoia reinsteigert, und die Szene an der Bushaltestelle ist äußerst gelungen. Nur hat der Autor dann völlig den Faden verloren, und ich kann ihm nur wünschen, dass er mit der Niederschrift des Buches nicht ebenfalls fünf Jahre verplempert hat. Vieles wirkt hier mindestens wie aus bekannten Filmen 'geborgt', auch hatte ich manchmal den Eindruck, es ziele auch nur auf eine Verfilmung ab. Die eine oder andere Szene weiss durch kleine Skurrilitäten zu unterhalten, aber insgesamt ist das Verhalten der Hauptfigur nur sehr bedingt nachvollziehbar und wenn er etwa in den Bärenkäfig klettert, fragt man sich schon ein Stück weit, was das eigentlich soll. Es gibt zwei, drei gute Einfälle, aber das ist ein bisschen wenig für einen Roman. Manchmal denkt man bei einem Buch, dass man vielleicht nicht alles voll und ganz verstanden hat, aber hier ist dem nicht so...

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