Zsolt Harsanyi Whisky-Soda

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Inhaltsangabe zu „Whisky-Soda“ von Zsolt Harsanyi

Roman. Sonderausg. 660 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.12.1984')

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  • Rezension zu "Whisky-Soda" von Zsolt Harsanyi

    Whisky-Soda
    Talen D.

    Talen D.

    02. November 2010 um 19:01

    Der ruhmlose Zeichenprofessor Tihamer Balog unterrichtet in einer Kleinstadt nahe Budapest, um sich seinen täglichen Lebensunterhalt zu verdienen, als sein Onkel verstirbt und ihm so das Glück hold wird. Eine Achterbahnfahrt durch die ariostrokatische Gesellschaft beginnt und schließt mit einem ernüchterndem Ende. Tihamer, genannt Titi, wird seine alltägliche Anstellung als Zeichenprofessor langsam zum Verdruss. Er lernt Anna kennen, eine bereits verheiratete Dame, doch sie scheint in höheren Kreisen zu verweilen als er. Bald darauf kontaktiert ihn ein gewisser Anwalt namens Pethö, um ihm die glückliche Nachricht einer Erbschaft von einer halben Millionen Pengö zu überbringen. Titi kündigt daraufhin rasch seinen Beruf und zieht nach Budapest, wo er zuerst in der Gesellschaft Pethös dinniert und so schließlich weitere Kontakte knüpft. Als Künstler und Zeichner ist er stehts enthaltsam und gütig gewesen und behält diese Linie in der verschleierten Aristrokatie bei. Bald darauf trifft er Anna wieder, die getrennt und in Trauer arm in Budapest zurecht kommen muss. Titi beschließt ihr Herz zu erobern, doch sein nun gehobener Lebensstandart ist das Gegenteil von dem, was Anna nun braucht. Tihamer Balog gerät in einen Zwiespalt zwischen einem Leben voller Whisky, Bridge-Spielen und maßgeschneideteren Anzügen und der Liebe zur bodenständigen Anna. Das 1942 veröffentlichte Werk liest sich in den ersten Zeilen, wie ein bodenloser Roman ohne Hintergrund und entpuppt sich am Ende als ernüchternder und gesellschaftskritisches Stück Ungarngeschichte. Der Autor bringt einen gewöhnlichen Bürger in die Aristrokatie und schafft es, die Linie eines gütigen und warmherzigen Menschens beizubehalten. Dadurch entsteht automatisch ein detailreicher Blick auf die Gesellschaft Ungarns und ihre Marotten im Umgang mit Beziehungen und Geld. Tits Auf- und Abschwünge, die zahlreichen Anekdoten und Blamierungen, sowie Geldverluste und Annas Herzenseroberungen lassen den Lesern mitfiebern und bangen um den Ausgang der Geschichte. Das nüchterne Ende ist gewünscht und vielleicht auch ein klein wenig realistisch, denn Geld macht nicht glücklich, das war vor 70 Jahren nicht anders, wie heute.

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