Zsuzsa Bánk Der Schwimmer

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Inhaltsangabe zu „Der Schwimmer“ von Zsuzsa Bánk

Ungarn 1956: Die Panzer rollen, der Aufstand schlägt fehl, die Hoffnung scheitert, daß die Welt eine andere hätte werden können. Ohne ein Wort verläßt Katalin ihre Familie und flüchtet über die Grenze in den Westen. Ihr Mann Kálmán verkauft Haus und Hof und zieht fortan mit den Kindern Kata und Isti durch das Land. Während Kálmán in Schwermut verfällt, errichten sich Kata und ihr kleiner Bruder Isti ihre eigene Welt: Isti hört, was die Dinge zu erzählen haben - das Haus, die Steine, die Pflanzen, der Schnee -, während Kata den Geschichten der Menschen zuhört, denen sie auf ihrer jahrelangen Reise begegnet. Der genaue Blick der Kinder trifft auf eine Welt, die sie nicht verstehen. Nur wenn sie am Wasser sind, an Flüssen, an Seen, wenn sie dem Vater zusehen, wie er seine weiten Bahnen zieht und wenn sie selber schwimmen - nur dann finden sie verzauberte Momente der Leichtigkeit und des Glücks. Beide ahnen, dass ihr Leben erst beginnt.

Ein melancholischer Roman über eine Kindheit ohne Mutter und ohne festes Zuhause in einer ganz besonderen Sprache.

— Barbara62
Barbara62

Leises, aber schönes Buch

— Jana_Hadam
Jana_Hadam

atmosphärisch dicht geschriebenen Roman über eine bedrückende Zeit während des Ungarnaufstands

— wiebeke
wiebeke

Berührend, bezaubernd, poetisch und traurig! Die Ereignisse in Ungarn des Jahres 1956 und später aus Sicht eines jungen Mädchens.

— Mrs_Nanny_Ogg
Mrs_Nanny_Ogg

Eins meiner absoluten Lieblingsbücher! Atmosphärisch, berührend, wunderbar.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Sprachlich sehr gut, aber konnte mich nicht wirklich packen, vieles blieb irgendwie unklar.

— Apfelgruen
Apfelgruen

Dieses Buch hat mich sehr mitgerissen...

— katkatbanana
katkatbanana

Selten ein Buch so gern gelesen. Die Sprache ist so schön, dass man das Drama kaum spürt und doch wieder spürt und es einem ans Herz geht.

— YvonneKaeding
YvonneKaeding

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  • Eine Geschichte über eine Kindheit ohne Mutter und ohne festes Zuhause

    Der Schwimmer
    Barbara62

    Barbara62

    21. June 2017 um 19:50

    In den Wirren nach dem Aufstand in Ungarn verlässt Katalin im Spätherbst Ungarn und ihre Familie ohne ein Abschiedswort. Zurück bleiben die Ich-Erzählerin Kata, ihr kleiner Bruder Isti und Velencei Kálmán, der Vater, der von nun an immer wieder nicht ansprechbar ist, pausenlos raucht, zur Decke starrt, „taucht“, wie die Kinder es nennen. Die Mutter hat dem Vater nie widersprochen, sie ist einfach ohne Gepäck mit einer Freundin in einen Zug gestiegen und über einen wenig bewachten Grenzabschnitt in den Westen geflohen. Kálmán verkauft daraufhin Haus und Hof und lebt fortan mit den Kindern abwechselnd bei verschiedenen Verwandten in unterschiedlichen Landesteilen. Zsuzsa Bánk erzählt in ihrem mehrfach preisgekrönten Debütroman Der Schwimmer aus dem Jahr 2002 von einer Kindheit ohne Mutter und ohne Zuhause. Immer wieder heißt es Abschied nehmen, alles zurücklassen, schnell vergessen werden, neue Verwandte, neue Bleibe auf Zeit und immer nur geduldet. Über den Kindern liegt wie eine Glocke eine nie nachlassende Sehnsucht nach der Mutter und Kata leidet sowohl unter der Angst, dass die Erinnerung verblassen könnte, als auch unter der Angst um ihren zunehmend psychisch auffälligen Bruder, die sich zuletzt als berechtigt erweist. Zum Vater bleibt eine große Distanz und die Kinder haben das Gefühl, lediglich „Zusätze“ zu sein, die er nicht abschütteln kann. Einzig das Schwimmen, das zu Istis großer Leidenschaft wird, bringt er ihnen bei. Der Roman besteht aus 17 Kapiteln, die außer dem ersten („Wir“) alle mit den Namen der darin im Mittelpunkt stehenden Personen betitelt sind. Erst das letzte, kürzeste, trägt den Namen der Ich-Erzählerin, Kata, die Ende der 1960er-Jahre erwachsen geworden ist und nun auch mehr von den politischen Zusammenhängen begreift. Sie hat die Belastungen besser überstanden als Isti und Kálmán, weil sie davon erzählen konnte. Die Besonderheit an Zsuzsa Bánks Roman besteht in der ruhigen, melancholischen Sprache mit dem ganz eigenen Rhythmus, die die Atmosphäre der Orientierungslosigkeit und der Erstarrung sehr gut unterstreicht. Gleichzeitig hat diese Sprache aber auch ein Gefühl von Depression bei mir hervorgerufen, so dass ich zwischen Faszination und dem Wunsch, das Buch aus der Hand zu legen, hin- und hergerissen war. Ersteres hat aber zum Glück gesiegt.

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    • 7
  • Schwimmen in einer anderen Welt

    Der Schwimmer
    Lucinda4

    Lucinda4

    17. December 2016 um 13:30

    Der Schwimmer ist ein sehr ruhiges Buch, das von der genauen Charakterisierung und Darstellung der Figuren lebt, die Handlung ist Nebensache. Jedes Kapitel konzentriert sich auf eine Figur des Buches, enthält Hintergründe, die gleichzeitig auch ein neues Licht auf die anderen Charaktere und die persönliche Situation aller werfen, sodass ein zunehmend komplexes Gesamtbild entsteht. Die politischen Hintergründe der Handlung werden nur angedeutet. Im Mittelpunkt stehen die einzelnen Menschen, ihr Umgang mit ihrem Leben, ihre Träumen und Hoffnungen. Ein sehr atmosphärisches Buch wie aus einer anderen Welt.

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  • Berührend

    Der Schwimmer
    Milagro

    Milagro

    Meine Gedanken sind noch völlig gefangen. Wie diese Autorin es schafft, auf 284 Seiten eine so atmosphärisch dichte Geschichte zu entwickeln, ist mir unbegreiflich. Schon vom ersten Absatz war ich gefangen und ich musste das Buch zeitweise einfach aus der Hand legen, weil ich diese melancholische, eingehende Schilderung einfach nicht aushalten konnte. Das Buch hat mich unendlich berührt. Gleich zu Beginn erfahren wir vom Verlust der Mutter, die Mann und ihre zwei kleinen Kinder in Ungarn zurück gelassen hat und mit einer Bekannten in den Westen gegangen ist. Ob aus persönlichen Gründen oder wegen der politischen Situation in den 1950igern Jahren , bleibt offen. Das ist den zurückgelassenen Kindern natürlich auch egal. Isti, der Sohn, wird ebenso wenig damit fertig wie Kata, die ältere Schwester, aus deren Sicht das Geschehen erzählt wird. Beide leiden, ich litt mit.. Die Kinder, noch nicht in der Schule , haben sich selbst nur als Trost, der Vater spricht wenig, versunken in den eigenen Gedanken bleibt er unfähig, den Kindern das für sie Unfassbare zu erklären. Wie auch, er selbst ist gefangen, man weiß nur nicht, was in seinem Kopf vor sich geht, wenn er auf dem Rücken liegend der Welt entflieht Die Entscheidung, die er dann plötzlich trifft, ist überraschend, die Kinder kommen zur Oma, doch dann holt er sie ab, es wird wenig gesprochen, vieles bleibt ungesagt. So reisen die Kinder mit dem Vater von einem Ort zum nächsten, immer zu Verwandten und bleiben, bis sie weiterziehen müssen, warum auch immer. Dieser ständige Aufbruch, dieses Heimatlose, das Weiterziehen steht im Kontrast zu der gleichförmigen, keinesfalls langweiligen Erzählweise. Schleppend, wie die Hitze im Sommer, durchbrochen von einigen schönen Tagen, an deren Ende doch wieder die Frage nach dem Warum steht Die Großmutter bringt eine Erklärung mit vom Besuch im Westen, einen Erklärungsversuch, der den Kindern unverständlich bleibt, sie bleiben allein, auch bei den Verwandten.

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    • 8
  • Die Sehnsucht nach Sommer und Glück

    Der Schwimmer
    Mrs_Nanny_Ogg

    Mrs_Nanny_Ogg

    Kata und Isti können es nicht begreifen: Eines Morgens ist ihre Mutter einfach verschwunden, weg aus dem kleinen ungarischen Dorf, wohin weiß niemand. In den Westen, munkelt man. Ihr Vater Kalmán versinkt in Tagträumen und weiß nichts mit sich und mit den Kindern anzufangen. Er reist von Verwandten zu Verwandten, von Dorf zu Dorf. Manchmal kann die kleine Familie länger bleiben und die Kinder fangen an sich wohl zu fühlen, manchmal müssen sie schon bald wieder fort. Am schönsten finden es Kata und Isti bei den Verwandten am großen See. Dort lernen sie auch das Schwimmen und vorallem Isti übt es verbissen und kann es nicht abwarten, bis es endlich wieder warm genug ist, ins Wasser zu gehen. Kata beschreibt ihre Umgebung und die Menschen aus ihrer Sicht. Oft bezieht sie auch die Aussagen ihres kleinen Bruders Isti mit ein. Isti ist ein ganz besonderer Junge, der viele Dinge hört und sieht, die normalen Menschen entgehen. Kata ist ein paar Jahre älter, die vernünftigere, wie es scheint, doch auch sie hat einen unverstellten Blick auf die Menschen. Jedes Kapitel widmet sich einer anderen Person näher und gleichzeitig wird aber die Geschichte weitererzählt. Der Schwimmer ist das Erstlingswerk der Autorin Zsuzsa Bánk und wurde zurecht mit Preisen überhäuft (aspekte-Literaturpreis, Deutscher Bücherpreis, Jürgen-Ponto-Preis, Mara-Cassens-Preis sowie dem Adalbert-von-Chamisso-Preis). Ihre Sprache verströmt eine tiefe, traurige Poesie, die doch vom Glück der Kindertage erzählt. Ein wahres Ausnahmebuch, bitte lesen!

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    • 4
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    bookgirl

    bookgirl

    09. July 2015 um 11:22

    Inhalt An einem Novembertag im Jahr 1956 steigt die Mutter in den Zug und lässt ihre Familie in Ungarn zurück. Sie flieht, ohne ihren Mann Kálmán und die beiden Kinder Isti und Kata, über die Grenze in Österreich, wie viele ihrer Landsleute nach der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands. Nach anfänglicher Erstarrung ziehen nun auch der Vater und die Kinder weiter zunächst zur Großmutter, dann zur Cousine des Vaters, zu Verwandten am See – quer durchs Land. Meine Meinung "Der Schwimmer" ist der vielfach ausgezeichnete Debüt-Roman von Szusza Bank, die nach der Veröffentlichung als die neue Entdeckung am Autoren-Himmel gefeiert wurde. Ihr Buch beginnt mit der Flucht der Mutter und endet mit einem schrecklichen Todesfall. Mit großem Einfühlungsvermögen schildert Zsuzsa Bank das Gefühlsleben der Protagonistin Kata, die als Ich-Erzählerin in Erscheinung tritt. Mit achtzehn erinnert sie sich an die Zeit zurück, als sie mit ihrem Vater und dem kleinen Bruder durch Ungarn zog. Durch die Großmutter Rozsa erfährt der Leser hingegen, wie es der Mutter in Westdeutschland ergeht. Die Autorin verfügt über eine poetische, wenn auch nüchterne Sprache, durch die es ihr dennoch gelingt starke Gefühle und eine melancholische Stimmung zu erzeugen. Besonders die Angst der Kinder, dass auch der Vater eines Tages verschwinden könnte, wird überdeutlich in dieser Geschichte um Verlust und Trauer: Er würde allein in einen Zug steigen, vergessen, zurückzukommen, vergessen, uns abzuholen", schwant es Kata. "Oder er würde uns abstellen, irgendwo auf unserem Weg, vielleicht an einem Wegrand, und es wäre unmöglich, ihn einzuholen." Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die Autorin teilweise zu sehr abschweift und die vielen Wiederholungen dadurch manchmal eintönig wirken. Fazit "Der Schwimmer" ist das gelungene Debüt von Zsuzsa Bank, die es versteht Gefühle von Verlust und Trauer zu vermitteln, wenngleich sie aufpassen muss, dass ihr Erzählstil nicht zu ausschweifend und dadurch eintönig wird.

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  • Rezension zu "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk

    Der Schwimmer
    AnnaChi

    AnnaChi

    Ein Buch für Menschen, die die Stille lieben. Zwei Geschwister ziehen gemeinsam mit ihrem Vater ziellos durch das Ungarn der 50er und 60er Jahre, nachdem die Mutter die Familie verlassen hat, um in den Westen zu gehen. Mit intensiver und kraftvoller Sprache erzählt Zsuzsa Bánk die Geschichte der Geschwister, die die Sprachlosigkeit des Vaters ertragen müssen und sich in wechselnden Lebenssituationen gegenseitig Halt und Heimat zu sein versuchen. Ein Buch, zärtlich und melancholisch wie ein Blick in den verregneten Garten in der Dämmerung, den Kopf voller wehmütiger Gedanken. Wundervoll!

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    • 3
  • Buch-Assoziationen - Bücher passend zu Substantiven, Adjektiven und Verben lesen!

    Die Verratenen
    Daniliesing

    Daniliesing

    Hallo ihr Lieben, gerade hatte ich spontan eine Idee und vielleicht haben ja ein paar Lust dabei mitzumachen! In diesem Thema soll in jeder Woche ein anderes Wort im Mittelpunkt stehen. Dieses Wort kann eigentlich jeder Art sein, egal ob Substantiv, Adjektiv, Verb, Farbe etc. - dabei ist nur wichtig, dass man dazu gut etwas assoziieren kann. Für die erste Woche, die am 3. Mai startet, gebe ich als Wort "Muster" vor. Wenn ihr Lust und Zeit habt, dann könnt ihr in dieser Woche ein Buch beginnen, das hierzu passt. Wie ihr das Wort "Muster" für euch interpretiert, bleibt euch dabei natürlich überlassen. Hat das Cover vielleicht ein bestimmtes Muster oder handelt eine Figur im Buch nach einem bestimmten Muster? Das vorgegebene Thema soll einfach als Anregung dienen, sich vielleicht mal ein passendes Buch vom Stapel ungelesener Bücher (= SuB) zu schnappen! Natürlich soll es viele verschiedene Wörter für Buch-Assoziationen geben - genauer gesagt für jede Woche eins! Wer hier gern mitmachen möchte, kann also direkt auch ein Wort vorschlagen. Die vorgeschlagenen Wörter würde ich einfach in der Reihenfolge eurer Anmeldungen oben für die einzelnen Wochen eintragen. Wer mitmachen möchte, muss das selbstverständlich nicht in jeder Woche tun, sondern ganz so, wie man Spaß daran hat. Wenn ihr euch über die Bücher, die ihr gerade zu einem bestimmten Assoziations-Wort lest, austauschen möchtet, dann tut das bitte immer im zugehörigen Unterthema oben. Einfach auf das Thema klicken und dort eure Beiträge schreiben :-) Falls ihr Fragen und Ideen habt, richte ich dafür auch ein extra Thema ein. Nun wünsche ich uns ganz viel Spaß!

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    • 368
  • Debütroman mit deutlichen Schwächen

    Der Schwimmer
    fraeuleinbuecherwald

    fraeuleinbuecherwald

    08. March 2014 um 14:43

    Zsuzsa Bánk, ein Name, den man wahrscheinlich schwer wieder vergisst, weil er so außergewöhnlich ist, so außergewöhnlich klingt. Ein Name, der sich anhört, als hätte er schon eine lange Reise hinter sich, als könnte er Geschichten erzählen aus weit entfernten und doch so nahen Ländern Osteuropas. Ihr Debütroman „Der Schwimmer“ stand deshalb schon länger auf meiner Leseliste, ebenso wie ihr Nachfolgeroman „Die hellen Tage“. Großartige Kindheitsgeschichten würde die in Deutschland geborene Tochter ungarischer Eltern erzählen, wurde mir gesagt. Trotzdem muss ich sofort feststellen, dass mich das Buch nicht überzeugt, nicht gepackt hat. Zsuzsa Bánk berichtet von der Kindheit zweier Geschwister in Ungarn (vermutlich Mitte des 20. Jahrhunderts). Nur durch Recherche erfährt man, dass die Geschichte wohl kurz vor dem Ungarischen Volksaufstand 1956 spielen muss. Die Mutter der beiden Hauptfiguren, Kata und Isti, macht sich zu Beginn der Geschichte erstmal aus dem Staub, flieht vor einer bedrückenden Enge im Dorf und der Perspektivlosigkeit ihres Daseins. Später erfährt man, dass sie es geschafft hat, bis nach Westdeutschland zu gelangen. In verschiedenen Kapiteln wird dann die nun beginnende Odyssee der Kinder beschrieben – mit einem unfähigen Vater, der beinahe autistisch sein Leben lebt, ohne jedes Interesse für seine beiden Schutzbefohlenen, pendelnd zwischen verschiedenen Verwandten und Bekannten, die die kleine Familie so lange aufnehmen, wie es nur irgendwie geht – und oft geht es nicht sehr lange. Besonders Katas kleiner Bruder Isti leidet sehr unter den unsteten Verhältnissen, dem ständigen Aufbrechen, aber niemals Ankommen. Er zieht sich in seine eigene Welt zurück, fantasiert, weiß nicht mehr, wann er schläft und träumt oder wach ist. Kata scheint von alldem unberührt. Obwohl sie die Ich- Erzählerin ist, gibt sie keine Gefühle preis, man erfährt so gut wie nichts von ihrem Charakter. Sätze wie: „In diesem Sommer machte ich mir noch größere Sorgen um Isti“ kann man als wahre Gefühlsexplosionen bezeichnen. Sie erträgt stoisch oder gar nicht – die Grenze ist da fließend. Allgemein scheint Zsuzsa Bánk Gefallen daran zu finden, den Leser „hängen“ zu lassen. Oft deutet sie gewisse Umstände nur an und wenn man sich fragt „Was ist denn da jetzt los“, wechselt sie lieber das Kapitel und lässt einen enttäuschten Leser zurück. Ansonsten verläuft die Geschichte geradezu ereignislos. Der Vater unfähig, die Verwandten lieblos, nur einmal, bei einer Tante, scheinen die Kinder etwas zur Ruhe zu kommen, doch diese ist nicht von langer Dauer. Das Ende wirkte auf mich geradezu erlösend, die letzten 50 Seiten habe ich nur noch überflogen. Was ich besonders schade finde ist, dass man nichts, aber auch wirklich gar nichts über Ungarn zu der Zeit erfährt. Das hätte mich wirklich interessiert. Nur auf der Flucht der Mutter kann man herauslesen, dass es wohl „Missstände“ gab, aber welche, das wird nicht benannt. Auch dass die Verwandten in ärmlichen Verhältnissen auf dem Land leben, sagt natürlich etwas aus. Aber das Bild, das von Ungarn gezeichnet wird, ist mehr als unscharf. Die Geschichte könnte als solche überall auf der Welt passiert sein – in Australien wie in Afrika wie in Ungarn. Deshalb ist mir auch nicht klar, was das Buch aussagen soll. Ob es überhaupt etwas aussagen will. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas über eine „ungarische Kindheit“ erfahren habe. Würden nicht ab und zu Städtenamen genannt werden, ich hätte nicht mal gewusst, dass es in Ungarn spielt. Vielleicht steckt aber auch ein ganz tiefer, verborgener Sinn in dem Buch, den ich einfach nicht verstanden habe und ich tue dem Roman absolut Unrecht, wenn ich sage, dass er mich nicht überzeugt hat. Aber vielleicht gibt es wirklich nichts, was man daraus ziehen kann. Ich bin enttäuscht, werde „Die hellen Tage“ aber trotzdem noch lesen, denn ein Debütroman darf Schwächen haben. Und nun werde ich weiter wütend über Eltern sein, die ihre Kinder so unverfroren im Stich lassen.

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. Teilnehmer: AefKaey, (3) Ajana, (2) Anendien (5/15) angiana, Anneblogt, Annilane, (2) battlemaus, (5/20) Bellchen, (2/20), Birnchen (0/14) Bluebell2004,  (2) BluevanMeer, (6/12) books4life, bookscolorsandflavor, (6/16) Buchrättin, (1) Buechermaus96, (1) Büchernische (0/12) Buecherwurm1973, (1/15) Carina2302, carooolyne, Caruschia, celynn, (4/15) christiane_brokate, CitizenWeasel, Clairchendelune, Clouud, Code-between-lines, Daniliesing, (1/18) Desaris,, die_moni (0/12) Dunkelblau, (4/15) Eatacatify, (2) eighttletters, (3) elena2607, (2/12) Elfendy, (9/24) Emma.Woodhouse, Eskarina*, (1) Fanny2011, (7/18) FantasyDream, Fay1279, (5) Federchen, (1/18) fireez, franzzi, (2) frozenhighways, (4/15) Ginger1986 (1/12), grinselamm (1/12) Gruenente, (2) HarIequin, (2), Hello-Jessi (0/35) irishlady, jana_confused (7/12) janaka, Jeanne_Darc, (6/20) jess020, (1) Juliaa, Julia_Ruckhardt, justitia, (2) kabahaas, Kajaaa, (0/12) Kanujga, (5/20) Karokoenigin, (3/20) Katesbooks, KatharinaJ, (4/12) kathrineverdeen, , katrin_langbehn (0/14) Kendall, (9/20), Kirschbluetensommer (0/12) kiwi_,  Kleine1984, (4/10) Kleines91, (11/15) kolokele, (1) kornmuhme, (1) Krisse, (2) kugelblitz85, Kurousagi, LaDragonia, (6/12) LadySamira091062, LaLecture, Larischen, (4) Leochiyous, , Leopudding (0/15) LeseAlissaRatte, lesebiene27 (1/20 Leselotteliese, (1) Lesemaus85, (1) Lialotta, LibriHolly, (1/12) Lilawandel, (6/15) Lilli33, (11/18) lilliblume, (4) lisam, (11/20) Literatur, (1/20) Lizzy_Curse, Loony_Lovegood, (2) Lovely_Lila (0/12) LuluCookBakeBook, (1) Lumpadumpa (0/12) Lyiane, (3) mamenu, (1) Manja82, (4) manu2581 (5/25) mareike91, (3), maristicated (0/12) mecedora, (1) merlin78, (5/12) MiHa_LoRe, (5) Mikki, (4/12) milasun, minnimaus, (1/12) Mira123, (1) MissMisanthropie, (4/12+1) MoniUnwritten, moorlicht, Moosbeere, (4/12) Morrighan, Naddlpaddl, (2) NaGer, (1) Nancymaus, (5/12) Ninasan86, Niob, (2/12) Normal-ist-langweilig, (6/12) NussCookie, (4/13) oOVioOo, pamN, (2/15) paschsolo, (12/12) passionelibro, (3/12) Philip, Phini, problembaum, (0/12) Queenelyza, (11) Rine, (5) RinoaHeartilly, Ritja, , Robsi (0/16) Rocio, (4/20) Roxy Malon, Salzstaengel, (1) samea, Schlehenfee, (7/12) schokoloko29, (4/12) SchwarzeRose, sechmet, (2/12) Seelensplitter, (3) sKy, (8/20) Sommerleser, (4/12) Starlet, sternblut, (2) sugarlady83, (3) summi686, (5/25) Sunny Rose, Sunny87, Sunshine_Books, (5/20) supertini, (1/12) Sweetybeanie, (5/12) Synic (0/12) The iron butterfly, (3/12) Tiana_Loreen, (1/15) Tini_S, (4/12) Tintenelfe, (2) viasera, (4/15), weinlachgummi (3/12) werderaner, (3) Wiebkesmile, (1) Wildpony, World_of_tears91, xXeflihXx, (1) Yvonnes-Lesewelt, (1) Zidisbuecherwelt, Zuellig, (5)

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    • 2011
  • trauriges Buch über Kinder ohne Halt, bis einer von ihnen untergeht

    Der Schwimmer
    Gruenente

    Gruenente

    18. September 2013 um 10:28

    Ungarn 1965. Im Land herrschen schwierige politische Zustände. Manch einer versucht in den goldenen (?) Westen zu fliehen. Das macht auch Katalina, die spontan mit einer Freundin einen Zug besteigt und über einen Schleuser nach Deutschland gelangt. Schön für sie, aber bitter für Ihre, ohne einen Abschied, zurückgelassene Familie Kálmán, ihr Mann und die Kinder Kata und Isti. Das Buch beschreibt aus Katas Sicht das Leben einer entwurzelten Familie. Aus Sicht des heranwachsenden Kindes bleiben viele Szenen bruchstückhaft, unerklärt. Der Leser kann sich allerdings im Laufe der Zeit viele Zusammenhänge selbst erschließen. Der Vater verlässt das Heimatdorf um fortan mit den Kindern bei verschiedenen Verwandten unterzukommen. So wachsen die Kinder ohne Heimat, ohne Fixpunkte auf. Denn Kálmán kümmert sich kaum um die Kinder, er stellt sie irgendwo ab und gibt sich der Schwermut hin. Während Kata sich flexibel auf vieles einstellen kann, verliert der jüngere Isti zunehmend den Halt. Der Vater, selbst versierter Schwimmer, bringt den Kindern im Plattensee das Schwimmen bei. Für Isti ist das Wasser  die eigentliche Heimat, was ihm später auch zum Verhängnis wird. Auch das Leben der Mutter in Deutschland wird beschrieben, Ihre Motive bleiben für mich total unklar. Sie scheint auch nur per Zufall geflüchtet zu sein und treibt selbst auch einfach dahin wohin sie der Zufall führt. Auch der Vater hat die Kinder eigentlich verlassen, er schleppt sie nur herum wie lästiges Gepäck, was er an ihnen hat geht ihm erst auf, als es schon zu spät ist. Das Buch ist zutiefst melancholisch, traurig, hoffnungslos. Die scheinbaren Dorfidyllen beherbergen viele traurige Schicksale. So schwimmen alle Protagonisten irgendwie hilflos in ihrer Zeit: die Kinder, der Vater, die Mutter, die eine Großmutter, die im Heimatdorf allein zurückgelassen wird, de andere, die von einem bessere leben träumt und immer von den Schrecken der Vergangenheit heimgesucht wird, die Tante in Budapest, die von der Hand in den Mund lebt und einsam stirbt, der Onkel dem die Schädeldecke einsinkt… Jedes Kapitel ist einem dieser hilflos Schwimmenden  gewidmet. Die tragischste Figur ist aber Isti. Er ist auch am Anfang noch so jung und sensibel, dass sein Untergang fast unabwendbar ist. Die Sprache ist nicht üppig, aber ausdrucksvoll. Der Inhalt wird immer in kleinen Häppchen angeboten, so wie ein Kind halt die Welt erlebt. Und so, wie es in dem Buch auch nicht erklärt wird, wird für die Kinder immer unbegreiflich sein, warum die Mutter sie einfach zugunsten eines einsamen Lebens verlassen hat.

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  • der Untergang des schwächsten Schwimmers

    Der Schwimmer
    Gruenente

    Gruenente

    18. September 2013 um 10:18

    Ungarn 1965. Im Land herrschen schwierige politische Zustände. Manch einer versucht in den goldenen (?) Westen zu fliehen. Das macht auch Katalina, die spontan mit einer Freundin einen Zug besteigt und über einen Schleuser nach Deutschland gelangt. Schön für sie, aber bitter für Ihre, ohne einen Abschied, zurückgelassene Familie Kálmán, ihr Mann und die Kinder Kata und Isti. Das Buch beschreibt aus Katas Sicht das Leben einer entwurzelten Familie. Aus Sicht des heranwachsenden Kindes bleiben viele Szenen bruchstückhaft, unerklärt. Der Leser kann sich allerdings im Laufe der Zeit viele Zusammenhänge selbst erschließen. Der Vater verlässt das Heimatdorf um fortan mit den Kindern bei verschiedenen Verwandten unterzukommen. So wachsen die Kinder ohne Heimat, ohne Fixpunkte auf. Denn Kálmán kümmert sich kaum um die Kinder, er stellt sie irgendwo ab und gibt sich der Schwermut hin. Während Kata sich flexibel auf vieles einstellen kann, verliert der jüngere Isti zunehmend den Halt. Der Vater, selbst versierter Schwimmer, bringt den Kindern im Plattensee das Schwimmen bei. Für Isti ist das Wasser  die eigentliche Heimat, was ihm später auch zum Verhängnis wird. Auch das Leben der Mutter in Deutschland wird beschrieben, Ihre Motive bleiben für mich total unklar. Sie scheint auch nur per Zufall geflüchtet zu sein und treibt selbst auch einfach dahin wohin sie der Zufall führt. Auch der Vater hat die Kinder eigentlich verlassen, er schleppt sie nur herum wie lästiges Gepäck, was er an ihnen hat geht ihm erst auf, als es schon zu spät ist. Das Buch ist zutiefst melancholisch, traurig, hoffnungslos. Die scheinbaren Dorfidyllen beherbergen viele traurige Schicksale. So schwimmen alle Protagonisten irgendwie hilflos in ihrer Zeit: die Kinder, der Vater, die Mutter, die eine Großmutter, die im Heimatdorf allein zurückgelassen wird, de andere, die von einem bessere leben träumt und immer von den Schrecken der Vergangenheit heimgesucht wird, die Tante in Budapest, die von der Hand in den Mund lebt und einsam stirbt, der Onkel dem die Schädeldecke einsinkt… Jedes Kapitel ist einem dieser hilflos Schwimmenden  gewidmet. Die tragischste Figur ist aber Isti. Er ist auch am Anfang noch so jung und sensibel, dass sein Untergang fast unabwendbar ist. Die Sprache ist nicht üppig, aber ausdrucksvoll. Der Inhalt wird immer in kleinen Häppchen angeboten, so wie ein Kind halt die Welt erlebt. Und so, wie es in dem Buch auch nicht erklärt wird, wird für die Kinder immer unbegreiflich sein, warum die Mutter sie einfach zugunsten eines einsamen Lebens verlassen hat.

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  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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    • 37
  • Rezension zu "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk

    Der Schwimmer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. November 2012 um 12:42

    Ich bin damit spät dran, aber ich bereue es nicht: Das ist eines der besten Bücher, die ich in jüngster Zeit gelesen habe. Es besticht durch klare, kraftvolke, schlichte Sprache, durch beeindruckende Protagonisten, durch Poesie und Traurigkeit. Grandios.

  • Rezension zu "Der Schwimmer" von Zsuzsa Bánk

    Der Schwimmer
    Joshy2

    Joshy2

    19. September 2012 um 17:54

    Ungarn in den 50er Jahren, eine Mutter verlässt in der Nacht ihre Familie und flüchtet nach Deutschland. Zurückbleiben ihr Mann und zwei kleine Kinder. Und es beginnt die Odysee der drei durch Ungarn - von Verwandtem zu Verwandtem, verknüpft mit episodischen Geschichten, Rückblicken, zeitgeschichtlichen Verknüpfungen. Schnell ziehen einen die Kinder in ihren Bann und nehmen einen mit auf die Reise, lassen Empfindungen und Erlebnisse nachvollziehbar vor dem eigenen Auge wach werden.

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