Zuhal Soyhan Ungebrochen

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Inhaltsangabe zu „Ungebrochen“ von Zuhal Soyhan

Als Dreijährige wird Zuhal Soyhan in ihrer türkischen Heimat bei einem Erdbeben verschüttet und erst sieben Stunden später mit zerschmetterten Knochen gefunden. Diagnose: Osteogenesis Imperfecta, die sogenannte Glasknochenkrankheit. Drei Jahre in einem Münchner Krankenhaus, zehn Jahre Verwahrung in einem Heim für Körperbehinderte, an die hundert Knochenbrüche und unzählige Operationen schließen sich an. Doch jammern oder resignieren – das kommt für die nur ein Meter dreißig große Zuhal nicht infrage. Heute ist sie eine beliebte Fernsehjournalistin. „Ich bin ein Glückspilz“, sagt sie von sich. Ein Buch über das abenteuerliche Leben einer starken Frau, die allen Widrigkeiten und Vorurteilen zum Trotz ihr Leben selbst in die Hand nimmt und ihre Träume verwirklicht.

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  • Rezension zu "Ungebrochen" von Zuhal Soyhan

    Ungebrochen

    michael_lehmann-pape

    05. March 2012 um 14:56

    Ein erfolgreiches Leben mit Osteogenesis imperfecta Landläufig als „Glasknochenkrankheit“ bezeichnet man jene Krankheit, deren Hauptmerkmale instabile und leicht brechende Knochen mit hinzukommenden Verwachsungen in verschiedenen Schweregraden sind. Eine Krankheit, die Zuhal Soyhan nicht nur mit ihren Symptomen, sondern auch mit besonders ausgeprägten sozialen Folgen seit ihrer Kindheit zu tragen hat. Das Buch gibt Auskunft über dieses „Tragen der Krankheit“ und der Titel des Buches ist dabei im übertragenen Sinne Programm. Trotz hunderter von Brüchen, die Person Soyhan stellt sich dem Leser tatsächlich „ungebrochen“, im Gegenteil, stark und erfolgreich, vor. In der Türkei geboren, im Zuge eines Erdbebens als Dreijährige verschüttet, mit hochgradig „zerbrochenen“ Knochen aufgefunden und dann erst in der Krankheit diagnostiziert, folgt eine Lebensweg, der entweder eine starke Persönlichkeit hervorbringt oder einen daran zerbrechen lässt. Operationen, Heimaufenthalte vor allem und damit eine Form des „weggesperrt werdens“, Schmerzen, Rückschläge und so manches mehr schildert Zuhal Soyhan in ihrer lebendigen, immer optimistischen Art, die schon in der Form ihrer Sprache erkennbar ist. Hier berichtet eine, die den Kampf mit dem Leben, der Krankheit, dem Schicksal und den Widrigkeiten, die das alles mit sich brachte, erfolgreich und offensiv aufgenommen hat. Und trotzdem, trotz des „guten Ausgangs“ und des optimistischen Grundtons, man liest den Lebensbericht Soyhans gerade in Bezug auf ihre Erlebnisse als Kind mit echter Betroffenheit. In der Türkei, umgeben von Menschen, die mit ihrer Behinderung zunächst so gut wie nichts anzufangen wussten, ein Arzt, der sich für „unnormale Knochen“ schlichtweg nicht für zuständig erklärt, hart Zeiten in und mit der Krankheit für das kleine Kind, von denen Soyhan nüchtern erzählt. So fließt es zusammen in jenem Bild in der Mitte des Buches, welches Soyhan untertitelt: „26 Jahre alt - das Leben kann nun endlich beginnen“. Nach überstandenen Operationen, einem Leben im Heim, der Knüpfung von Kontakten und Freundschaften, der Regelung der Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland und dann, irgendwann, der Bezug eines eigenen Zimmers in einer Wohngemeinschaft mit der Freundin. Auch dies wieder eine typische Szene für die Fährnisse des Lebens der Autorin, denn die Missbilligung, die ihr vom Vater der Freundin entgegenschlägt ist fast spürbar in den beschreibenden Worten des Buches. Gut, dass Zuhal Soyan, neben so manch anderen Durchhaltekräften, über ein ganz wesentliches „Talent“ verfügt. Sich auf jene Personen, jene Aufgaben, jene Ziele zu konzentrieren, die ihr wichtig sind und von denen sie sich sicherlich nicht freiwillig abbringen lässt. Eine Kraftquelle in gleicher Form, wie ihre Familie. Wie der Klappentext es sagt, „heute ist sie Deutschlands einzige Moderatorin im Rollstuhl“. Das Buch beschreibt den langen Weg zu diesem erfolgreichen und, folgt man Soyhan in ihren Eigensaussagen, erfüllten und glücklichem Leben. „Zuhal, der Glückspilz“ untertitelt sie ein anderes der (wenigen) Bilder des Bildteils und nach Abschluss der Lektüre kann man ihr in ihrem Leben nur zustimmen. Das Buch ist Zeugnis eines ganz außergewöhnlichen Lebensweges, der einen Einblick gibt in das Leben mit der Glasknochenkrankheit, aber auch Hinweise bereit hält, wie wichtig (und wie lohnenswert) es ist, die eigenen Ziele, das eigene Leben, mutig auch immer wieder neu anzugehen. Und sich nicht von vielfältigen Reaktionen und Abwehrhaltungen „der anderen“ entmutigen zu lassen.

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