e-book LYX 5 Jahre, 5 Geschichten

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Inhaltsangabe zu „5 Jahre, 5 Geschichten“ von e-book LYX

Abwechslungsreich und spannend - macht Lust auf mehr

— Argentumverde
Argentumverde
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    5 Jahre, 5 Geschichten
    Argentumverde

    Argentumverde

    17. November 2016 um 22:06

    Um den Geschichten im Einzelnen gerecht zu werden, werde ich sie auch einzeln bewerten. Die Gesamtbewertung von 4 Sternen gebe ich für die Auswahl und Zusammenstellung der Geschichten. Annika Dick: "Die Entführung der Persephone" * * * * * (5 Sterne) Die erste Geschichte im Buch schafft es einen vom ersten Wort an gefangen zu nehmen. Annika Dick fesselt den Leser mit wenigen Worten bereits emotional an Ihre Protagonisten. Auch wenn die Geschichte relativ schnell durchschaubar ist, ist man als Leser nicht gewillt das Buch aus der Hand zu legen bevor nicht das letzte Wort gelesen ist, bevor nicht die Liebenden einander wiedergefunden haben. Eingebettet in die griechische Mythologie gelingt es der Autorin der Erzählung einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken. Keine Persephone die mit ihrem Schicksal und ihrem Mann hadert, sondern ein verliebtes Paar präsentiert die Autorin dem faszinierten Leser. In meinen Augen ein toller Einstieg in das Buch, der Lust auf mehr macht, nicht nur mehr von diesem Buch, sondern auch mehr von dieser Autorin. Julia Drube: "Seelenfänger" * * (2 Sterne) Eine Geschichte um Engel, Gefallene und Fänger, die die Aufgaben des Sensenmannes und eines Traumfängers in sich vereinen. Figuren die leider allzu einfach und vorhersehbar sind. Dazu kommt ein platter Schreibstil mit vielen Wiederholungen und vielen Wörtern ohne Aussage. Die Geschichte selbst krankt an der Vorhersehbarkeit und zum Teil aufeinander aufgesetzten Handlungen, die logisch nacheinander abgehandelt werden. Selbst das Ende blieb vorhersehbar und ohne Esprit. Aus meiner Sicht ein guter Versuch, der zu viel mehr getaugt hätte, aber leider weder sprachlich noch inhaltlich noch durch seine Protagonisten überzeugen konnte. Die Autorin tut sich mit dieser Geschichte in diesem Buch keinen großen Gefallen, insbesondere nicht nach der tollen Einführung. Bianca Iosivoni: "Bis der Tod uns vereint" * * * (3 Sterne) Ein toller Stoff aus Leben und Sterben, Sinn und Sinnhaftigkeit unseres Strebens, Familie und Liebe, aber auch Tod, Enttäuschung und Wut wird hier von der Autorin in einer anrührenden Geschichte verarbeitet, die Nähe geht. Die Protagonistin ist nicht nur nachvollziehbar, nein sie zieht den Leser förmlich in ihre Rolle, bringt ihn dazu darüber nachzugrübeln wie er sich selbst an ihrer Stelle fühlen würde. Überhaupt nimmt diese Geschichte emotional stark gefangen. Um so enttäuschender war dann das schnelle Ende, 2 komplett konträre Entscheidungen kommen so kurz hintereinander und am Ende erhält die Protagonistin gar noch eine Sonderstellung, da auch sie Erinnerungen hat und behält. Schade! Einen ganzen Roman der Autorin kann ich mir sehr gut vorstellen, in einer so begrenzten Geschichte allerdings war mir persönlich der finale Teil zu flach und zu sehr erzwungen. Nadine Kühnemann: "Tränen der Ewigkeit" * (1 Stern) Ein engelsgleiches Geschöpf und ein dämonartiger Wolverineverschnitt treffen im Frankreich des 18. Jahrhunderts aufeinander. Trotz aller Widersprüche und eines brutalen Gemetzels fallen die beiden vor Lust übereinander her. Die Geschichte nimmt mit immer mehr Irrungen und Wirrungen ihren zum Teil nicht ganz logisch nachvollziehbaren Verlauf. Kein Klischee wird ausgelassen, bis hin zum Held der sich gegen eine Übermacht vor seine holde Maid stellt ist alles vorhanden, inklusive der göttlichen Errettung in allerletzter Sekunde. Auch wenn der Schreibstil angenehm, ja fast schon fesselnd ist, so ist es die Story und ihre Charaktere noch lange nicht. Nur zu empfehlen, wenn es gerade gar nichts anderes zu lesen gibt. Laura Nefzger: "Das Tier in mir" * * * * * (5Sterne) Die Autorin entführt den Leser in eine andere und doch ganz bekannte Welt. Nach einer kurzen Erklärung begleitet man die Protagonistin durch ein ganz normales Leben, mit einigen einschneidenden Veränderungen. Laura Nefzger versteht es die Gefühle der jungen Hauptperson so intensiv darzustellen und ihre Erfahrungen so plastisch zu beschreiben, dass man selbst zum Teil das Gefühl bekommt mit der Protagonistin durch den Wald zu streifen oder sich der erdrückenden Präsenz von Keenan entziehen und gleichzeitig hingeben zu wollen. Trotz des vorhersehbaren Finales blieb die Geschichte von Anfang bis Ende spannend und fesselte dermaßen ans Buch, dass man überhaupt nicht mehr aufhören mochte. Ein tolles Finale, mit einer ganz eigenen Dynamik, die besser nicht hätte sein können. Fazit: Ein absolut lohnendes Buch um neue Autoren kennenzulernen und mit tollen und abwechslungsreichen Geschichten. Ich habe 2 Autorinnen entdeckt, die sicherlich demnächst mal auf meiner Wunschliste landen werden und einige interessante Lesestunden verbracht.

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  • Rezension zu "5 Jahre, 5 Geschichten" von e-book LYX

    5 Jahre, 5 Geschichten
    susanna_montua

    susanna_montua

    29. January 2013 um 20:09

    Rezension 5 Jahre - 5 Geschichten 29. Januar 2013 Zur Einleitung möchte ich sagen, ich werde alle Geschichten einzeln bewerten. Dies mache ich, da die Gesamtwertung sonst nicht gerecht wäre. Annika Dick: "Die Entführung der Persephone" * * * * * (5 Sterne) Zugegeben, ich hatte noch nie etwas mit den griechischen Göttern am Hut. Diese Einstellung darf ich nun von Grund auf revidieren. Lieben Dank, Frau Autorin. Deine Geschichte, Deine Interpretation, wie die Liebe zwischen Hades und Persephone und der Zorn Demeters miteinander verwoben sind, traumhaft. Man hegt einen Verdacht, wie die Puzzelteile ineinander gehören, man fühlt die Schwere der Kette und die Zweifel von Aides, der seine Corie wieder haben will und man leidet mit ihnen. Und obwohl ich sonst noch nichts so göttliches gelesen habe, schafft es Annika Dick eine Stimmung zu erzeugen, die mir Gänsehaut bereitet. Mit wenigen Worten (und hier muss ich besonderes Augenmerk darauf legen, wie ich später extrem feststellen darf), zaubert sie eine Welt, jenseits der Vorstellung, die so plastisch und real erscheint, dass man sich mühelos hinein versetzt. Ganz zu schweigen von den Gefühlen, die man selbst spüren kann. Eine gelungene Einleitung, die ihr Ziel erreicht hat. Sobald ich ein Buch, von Annika Dick geschrieben, irgendwo stehen sehe, kaufe ich es, ohne weiter auf Details zu achten, sie versteht ihr Handwerk! Julia Drube: "Seelenfänger" * * (2 Sterne) Eine Feindschaft, oder besser, ein Dulden zwischen den Engeln und den Gefallenen. Ein Institut in London und Spione auf beiden Seiten. Ein Gefallener, der einen Engel tötet, eine verprellte Freundin, die nun zur Chefin wurde und eine saloppe Sprache. Alles in einen Topf und man erhält... ja was eigentlich? Nachdem Annika Dick die Messlatte der Texte sehr hoch setzte, gab es einen rapiden Abfall. Nur schwer konnte ich an der zweiten Geschichte dranbleiben, doch ich zwang mich dazu. Die einfache Sprache passte wahrlich zu dem Setting, machte aber die Geschichte gleichermassen unglaubwürdig. Auch die Tatsache, dass die Autorin mit dem Leser in Kontakt trat, erschien mir einfach Fehl am Platz. Überraschungen gab es kaum welche. Hier und da ein Witz, der zum Schmunzeln anregte, aber viel mehr zu loben finde ich leider nicht. Die Autorin wiederholte oft Worte, Sätze, um Nachdruck zu vermitteln. Nutzte des öfteren DIE GROSSE SCHRIFT, um Wichtigkeit zu vermitteln, brachte Details herein, wie der Hinweis darauf, dass Matthew Delaware (dessen Name im Übrigen zig mal ausgeschrieben wurde) altert, aber mit keiner Silbe erwähnt wird, wieso, wenns die anderen denn nicht tun. Hier wird fleißig mit Himmel und Hölle gespielt, daher war ich enttäuscht, als die verfeindeten Parteien so einfache Mittel wie Pistolen nutzten, aber ein Kuss ausreichend war, um gestorbene wieder zu beleben. Mir war es einfach nicht durchdacht genug und wäre es ein Roman gewesen, hätte ich ihn nach dem Anlesen eher wieder weggestellt. Die Autorin gebraucht, gerade auf den ersten paar Seiten viele Worte, ohne was zu sagen. Bianca Iosivoni: "Bis der Tod uns vereint" * * * * (4 Sterne) Eine traumhafte Geschichte über Leben und Tod und die Hoffnung der zweiten Chance. Mit wenigen, aber starken Worten erzeugt die Autorin eine Atmosphäre, die einen sowohl Trauer, als auch Wut vermittelt. Gleichermaßen hebt sie eine Beziehung hervor, zwischen zwei Zurückgesandten, die so echt ist, dass man diese nicht in Frage stellt. Selbst der Entschluss von Kara, so schwer und doch richtig - super. Eine Geschichte zum Mitfiebern, die zudem ein Thema aufgreift, welches wohl seid Menschenbestehens ihre Daseinsberechtigung hat. Diese Geschichte hatte alles, was sie brauchte, vielleicht hätte sie hier und da ein paar mehr Details vertragen können, doch das ist das Los der Kurzgeschichten/Novellen. Sie hat mich jedenfalls berührt, Danke! Nadine Kühnemann: "Tränen der Ewigkeit" * (1 Stern) Was hatte ich für Erwartungen nach diesem Literatopia -Interview. Na endlich was, das vom Unterton recht dunkel und düster daherkommt. In nahezu einem Rutsch flogen die Seiten nur so dahin. Man sog jeden Fetzen in sich auf und dachte am Ende - Wow. Und dann, wenn die letzte Seite vorbei ist, man alles Revue passieren lässt, denkt man, und das sage ich völlig unverblümt: what the hell... Fassen wir zusammen. Wir schreiben 1775, "kurz vor" der französischen Revolution (1789). Die Stimmung, ohne Frage, sehr plastisch eingefangen. Und dann passiert es: da taucht das Koma auf. ein, laut wiki: "In der Medizin ist ein voll ausgeprägtes Koma (griechisch κῶμα, „tiefer Schlaf“) die schwerste Form einer quantitativen Bewusstseinsstörung. In diesem Zustand kann das Individuum auch durch starke äußere Stimuli, wie wiederholte Schmerzreize, nicht geweckt werden." Und, oh Wunder, dieser Zustand ist bekannt, obwohl es das Wissen um ein Koma erst seit dem 19. Jahrhundert gibt. Ich bin in Mathe nicht gut, vermute jedoch hier ein nennenswertes Loch! Naja, dessen ungeachtet, wartet die Autorin mit sagenhaften Worten wie "Eluvir" und eines, dass ich trotz der zig Seiten nicht ansatzweise auswendig kann, irgendwas mit "Avridingens" - was übersetzt nicht viel mehr als Engel und (nicht)Engel, wohl Dämon bedeutet, Bestie, irgendwas in dieser Art so rein vom optischen Gesichtspunkt her. Diese Bestie, ein weißer Vorfahr Wolverines, ist wahrlich kein netter Zeitgenosse, wohingegen Emine ein göttliches Wesen ist und Krankheiten heilen kann. Doch da sind auch jene, die von ihrer Kraft profitieren wollen, wo wir wieder bei Evrel, dem Biest, sind und natürlich mehreren seiner Art. Nun denn, durch, wohl ein Gift, injiziert von einem fragwürdigen Grafen, ist Emine ein Mensch, mit allem was dazu gehört. Und nach einer recht brutalen Party, die auch von niemandem überlebt wurde, außer Emine, treffen sich das Engelswesen und das Biest, um nach einer eher flüchtigen Wiedersehensfreude ans Eingemachte zu gehen. Hier wirds dann auch gleich etwas unglaubwürdig. Im Nebenzimmer liegen, wie von der Autorin erwähnt, weit mehr als ein Dutzend brutalst abgeschlachteter Menschen, während es im Garten zur heißen Wiedersehensfreude kommt. Die dann auch noch mit Gedanken und Unterhaltungen durchsetzt ist, die jeden Menschen in einen Umstand völliger Erregungslosigkeit versetzt hätte. Mich zumindest. Ein Umstand, welcher der Geschichte ziemlich an Glaubwürdigkeit raubt. Nun denn, es kommt zum Finale - hier gibt es etwas Action aber auch Widersprüche. Mal ist die Menschenform schmerzhaft für den Avridingens und mal ist es nicht, ich wusste am Ende schon nicht mehr, wann es weh tut und wann nicht und ... ja, verwirrend, aber dann auch die Frage, weshalb wird er sterben? Weshalb wird er zerfallen? Evrel labt sich doch an Menschen, oder sogar an Emine, wenn sie es zulässt... Fragen über Fragen. Alles in allem, wenn man Paris mag und nicht wert auf Tatsachen legt, kann man unterhalten werden. Meine Erwartung wurde, wie gesagt, enttäuscht. Laura Nefzger: "Das Tier in mir" --ohne Wertung-- Ich habs versucht, wirklich. Immer wieder zwang ich mich, ohne Erfolg. Die Tatsache, dass die Geschichte auf der ersten Seite rasch abgehandelt wurde "Das war, das passierte und das ist jetzt so", um dann mit der Geschichte zu starten, die dann in der Ich-Form und in der Gegenwart geschrieben wurde, gefiel mir überhaupt nicht. Ich versuchte es noch ein paar Seiten, verhedderte mich in viel zu langen Erklärungen, dass ich es schließlich bleiben ließ. Daher kann ich hier nichts dazu sagen. Fazit: Die Aufmachung ist super, der Preis unschlagbar und lohnenswert für die Perlen im Buch. Eine Anthologie ist eben immer wie ein Überraschungsei und immerhin weiß ich nun, nach welchen Namen ich Ausschau halten sollte.

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