Anstelle einer Inhaltsbeschreibung muss ich bei "Wie die Dinge sind" den außergewöhnlich feinen und klaren Zeichenstil loben, der einerseits simplistisch und andererseits wie ein klarer Blick in einen sauberen stillen Teich wirkt. Das Spiel mit Grauabstufungen, schwarzen glatten Flächen und weißen Kontrasten ist wunderschön anzuschauen.
Anstelle von Textblasen werden die Gespräche unter den Bildern dargestellt. Und da beginnt mein Problem:
Wir verfolgen eine Geschichte einer jungen Frau die gerne fotografiert und sich in ein anderes Leben träumt. Sie scheint zu Besuch in ihrer Heimat (Korea?) zu sein, kommt aber eigentlich aus Kanada. Kleinere Kommunikationen mit Mitmenschen werden dargestellt, am Ende hat sie einen langen Traum und ist wieder zurück in ihrer Wahlheimat.
Es fiel mir schwer dem roten Faden der Geschichte zu folgen weil Bilder und Text so wenig zusammen arbeiten. Wenn mehrere Leute sprechen, fiel es mir schwer auseinander zu halten wer was sagt.
Ich denke hinter dem ganzen Novel liegt eine tiefere Message, die mir aber leider zu großen Teilen verborgen geblieben ist. Schade, denn ich glaube in länger und mit mehr Text und richtigen Textblasen wäre das ganze wirklich gut geworden!



