„Crush on Teen Edge“ verspricht auf den ersten Blick viel: Drama, Erotik und eine Prise Nostalgie durch die Konstellation zweier Jugendfreunde, die sich nach Jahren in völlig neuen Rollen wiederbegegnen. Der Zeichenstil war leider auch nicht meins. Die Zeichnungen grundsätzlich gut, aber die Proportionen der Protagonisten hat nicht gepasst. Oft waren die Körper viel groß im Vergleich zum Kopf, was mich sehr verwirrt hat.
Inhaltlich konnte mich die Geschichte auch nicht mitreißen. Die Story blieb eher oberflächlich. Die Dynamik zwischen Chihaya und Shion hätte deutlich mehr Tiefe vertragen – gerade bei einem Spice-Level von 5 von 5 Chilischoten wäre es schön gewesen, wenn auch emotionale Entwicklungen und innere Konflikte intensiver ausgearbeitet worden wären. So wirkt die Handlung stellenweise überhastet, mit plötzlichen Wendungen, die nicht immer überzeugend aufgebaut sind.
Chihayas plötzlicher Rollenwechsel vom Schauspieler zum Manager wirkt konstruiert, und Shions ablehnende Haltung scheint zu oft einfach dem Drama zuliebe inszeniert. Zwar blitzt zwischen den beiden gelegentlich eine interessante Chemie auf, aber wirklich mitfühlen oder mitfiebern kann man selten.
Leider konnte mich "Crush in Teen Edge" nicht abholen.



