jamie brook thompson Jayne Doe

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Inhaltsangabe zu „Jayne Doe“ von jamie brook thompson

Jayne is my sister. Johnny is her boyfriend. A week ago he murdered me. Today he put Jayne in the hospital. Tomorrow he's going to die. I'll make sure of that.

Nicht für zarte Gemüter

— takaronde
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  • geht eiskalt unter die Haut

    Jayne Doe

    takaronde

    11. December 2014 um 20:15

    Jayne Doe ist ein Buch, dass unter die Haut geht, weil es mit alltäglicher Sprache eine Geschichte erzählt, die nicht alltäglich ist. Jill ist Jayne's kleine Schwester. Sie soll mit Johnny, Jayne's Freund, eben zur Tankstelle fahren, sich dort etwas zu essen holen und dann wieder heimkommen. Alles das, weil die Mutter der Mädchen anstatt etwas zu kochen mal wieder besoffen auf der Couch liegt. Doch Johnny fährt mit Jill nicht zur Tankstelle, sondern an einen entlegenen ort und fällt über das Mädchen her. Was genau geschieht erzählt die Geschichte nicht. Später – lange nachdem Johnny Jill zurück zum Trailerpark gebracht hat - schleicht er sich noch einmal in den Trailer der Familie und erstickt Jill mit ihrem Kissen. Von nun an wacht die tote Jill über das Leben von Jayne, die von Johnny tyrannisiert und regelmäßig geschlagen wird. Sie versucht alles, um ihre Schwester zu schützen und gleichzeitig Johnny zur Rechenschaft zu ziehen. Der Stil geht unheimlich unter die Haut. Man ist selbst als Leser fassungslos was Jayne sich von ihren Geschwistern, der Mutter und vor allem Johnny gefallen lässt. Es scheint, als habe sie keinerlei Selbstachtung oder Mut, die ausweglose Situation zu verlassen. Was mich besonders deprimiert hat, ist das Bild der Mutter, die sich um Herz und Verstand gesoffen hat, ihren Kindern an allem die Schuld gibt, ohne auch nur zu realisieren, dass sie es ist, die alles um sie herum kaputtmacht. Das besondere an diesem Buch ist, dass man sich von Anfang an als Leser unwohl fühlt. Man glaubt in einen kleine Mikrokosmos der Familie hineinzusehen, wie ein Spanner, der sich nicht abwenden kann. Gleichzeitig hat man das Gefühl Jill zur Seite stehen zu müssen, die als Tote versucht der lebenden Jayne ein schlimmes Schicksal zu ersparen. Es lässt einen nicht los, was in dieser Familie geschieht. Ich zumindest konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bis ich wusste, dass Johnny nicht so davongekommen ist. Mir war aber die Rache an ihm zu gering. Ich hätte ihn lieber als Vergewaltiger im Gefängnis gewusst, damit er auch mal leidet. Denn – auch wenn Johnny seine eigene traurige Geschichte hat- hätte er weder Jill noch Jayne etwas antun dürfen. Ein absolut lesenswertes Buch, dass nichts für zarte Gemüter ist, auch wenn es nicht haarklein erzählt was geschehen ist. So reicht doch die Vorstellung im eigenen Kopfkino was passiert ist, um einen wütend zu machen.

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