sara reichelt Lies mich

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Inhaltsangabe zu „Lies mich“ von sara reichelt

Der Roman hat zwei Erzählstränge: Einen narrativem in der dritten Person, in dem Konkretes geschildert wird (Zeitstufe: Vergangenheit) und einen reflexiven in der ersten Person (Zeitstufe: Gegenwart), in dem das jeweilige Buch seine eigenen Empfindungen zum Ausdruck bringt.
Der erste Strang besteht aus 25 Geschichten vom „Urbuch“ und seinen 24 Klonen, die – und das ist die Ausgangssituation – noch ungelesen in einem Karton eingesperrt liegen. Es sind kleine, ein- bis mehrseitige Anekdoten teilweise mit Dialogen, in denen die einzelnen Bücher mit ihren Lesern oder mit einer Tageszeitung oder auch untereinander diskutieren. Es werden die konkreten Erlebnisse des Urbuchs Nummer eins und der anderen 24 identischen Ausgaben erzählt. Diese 25 Buch-Geschichten bilden das Gerüst des Romans.
Der zweite Erzählstrang beschreibt aus der Innenperspektive des jeweiligen Buchs die Gedanken bezügliches seines jeweiligen (Er)lebens. Inhaltlich handeln diese in lyrischer Prosa geschriebenen Zwischentexte vom Entstehen und Vergehen, vom Übersetztwerden, von der Liebe zwischen Buch und Leser, vom Zitiert- und Kopiertwerden, von einer möglichen neuen Existenz als e-book und von Vielem mehr.
Der Roman LIES MICH huldigt dem Buch als Kulturgegenstand genauso wie dem Lesen als Kulturtechnik. Das Buch als solches meldet sich als ein poetisches Ich zu Wort, das seine Existenz genießt oder rechtfertigt oder sogar aufgibt. LIES MICH soll Lust auf Bücher machen und aufs Lesen.

Ein Buch erzählt – hören wir ihm zu! Eine wunderbare Geschichte und perfekt für jeden, der Bücher liebt.

— Igelmanu66

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  • Ein Buch erzählt – hören wir ihm zu!

    Lies mich

    Igelmanu66

    30. July 2016 um 17:26

    »Bevor ich geboren wurde, war alles weiß. Bevor ich geboren wurde, hätte ich alles werden können. Der erste Satz zerstörte das Weiß und machte das übrige Weiß umso weißer. Zu diesem Satz gesellte sich ein zweiter, der einen dritten nach sich zog, der einen vierten mit sich brachte. So begann ich zu wachsen und spürte wonnevoll, wie sich meine Seiten füllten. Ich war noch nicht in dieser Welt, aber ich fühlte mich bereits lebendig.« Als bibliophiler Mensch stellte ich mir immer schon vor, dass Bücher lebendige Wesen sind, die mich durchs Leben begleiten. Folglich zog mich diese Geschichte eines Buches und seiner Klone magisch an. Und mein Kurzfazit nach der Lektüre ist ganz eindeutig: Es hat sich gelohnt! „Lies mich“ erzählt in kleinen Episoden, wie es einem neugeborenen – noch ungelesenen – Buch und seinen „Klonen“ ergeht, was ihnen auf ihrem Weg und bei ihrer Suche nach einem Leser so alles widerfährt. Die Ausgangssituation unseres Buchs ist nicht gut, seine Zukunftsaussichten nicht gerade rosig, denn… »Es war einmal ein neugeborenes Buch, das nicht laufen lernte. Es war nicht in der Lage zu laufen, weil seine Schöpferin unbekannt war, bekam es zu hören.« Das arme Buch! Erschwerend kommt noch hinzu, dass es in keine der gängigen Kategorien gehört… »Es fehlt also ein Toter in mir…« An den Zitaten merkt man schon: Die Bücher reden. Sie reden mit ihren Lesern, sie reden miteinander. Sie diskutieren, teilen ihre Sorgen, Ängste und Hoffnungen. Wenn man sich als Leser darauf einlässt, bieten einem die einzelnen Kapitel viel Abwechslung, denn sie greifen so ziemlich alles auf, was einem Buch so geschehen kann. Dabei wird es manchmal richtig witzig, ein anderes Mal berührend oder traurig. Ich für mein Teil war immer mit ganzem Herzen dabei und fühlte mit dem Buch mit. Der Stil der Autorin gefiel mir sehr! Sie muss den Umgang mit der Sprache sehr lieben, denn Ausdrucksweise und Wortwahl wirkten anspruchsvoll, ohne durch Fremdworte oder komplizierte Satzkonstruktionen schwer lesbar zu werden. Inhaltlich sollte man das Buch nicht unterschätzen, denn die Geschichten regen immer wieder zum Nachdenken an und hinterfragen sowohl den allgemeinen, als auch den persönlichen Umgang mit dem gedruckten Wort. Zwischen den Kapiteln konnte ich jeweils einen kleinen Ausflug in die Welt der Lyrik unternehmen und auch dabei bewunderte ich die treffende und ausdrucksstarke Wortwahl der Autorin. Fazit: Ein Buch erzählt – hören wir ihm zu! Eine wunderbare Geschichte und perfekt für jeden, der Bücher liebt. »Es wäre einfacher, wenn ich einfacher wäre und wenn das Lesen nicht eine gewisse Anstrengung, eine gewisse Ruhe, eine gewisse Zeit erforderte, um mich aufzunehmen, Seite für Seite, um mich zu verstehen, Gedanke für Gedanke.«

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