Takopi ist ein kleines Alien, das einem pinkfarbenen Oktopus ähnelt. Seine Mission ist es, Happiness ins Universum zu bringen. Als er Shizuka begegnet, die ihm mit ihrem Pausenbrot geholfen hat, seinen Hunger zu stillen, ist der kleine Happianer entschlossen, dem melancholischen Mädchen ihr Lächeln zurückzubringen. Motiviert geht Takopi ans Werk und versucht alles in seiner Macht Stehende, um Shizuka glücklich zu machen – doch das Leben hat manchmal andere Pläne …
Der zwei Bände umfassende Manga „Takopi und die Sache mit dem Glück“ von TAIZAN5 wurde dieses Jahr mit großem Erfolg als Anime umgesetzt. Ich habe mich jedoch dazu entschieden, erst einmal auf das Original zurückzugreifen, das von Hayabusa in einer deutschen Übersetzung publiziert wurde. Und was soll ich sagen: Dieser Manga haut einen um – und das mit voller Wucht, mit der Kraft eines Vorschlaghammers.
Was die einzelnen Figuren durchmachen, ist nichts für zarte Gemüter: körperliche, psychische und emotionale Gewalt sowie Vernachlässigung in der Familie, Mobbing und sozialer Ausschluss, Gruppendruck und Körperverletzung durch Mitschüler, Depression, Hoffnungslosigkeit und Suizidgedanken – aber auch Freundschaft, Empathie und die Suche nach dem Glück. In starkem Kontrast zu den negativen Erlebnissen steht das naiv-unschuldige Alien Takopi, das unweigerlich das Gute im Menschen sieht und lediglich an dumme Missverständnisse glaubt, die man mit einem klärenden Gespräch einfach aus der Welt schaffen kann.
Mich hat die Geschichte sehr schockiert, weil sie einmal mehr aufzeigt, mit welcher Grausamkeit Menschen einander begegnen können. Gleichzeitig war sie aber auch sehr versöhnlich, weil sie ebenfalls verdeutlicht hat, wie viel wir Menschen gemeinsam haben, wenn wir nur genauer hinsehen. Auch wenn diese zwei Bände verdammt harter Tobak sind, fand ich sie ausgesprochen gut. Wer also eine ansprechende Geschichte lesen möchte, die einen auseinandernimmt und nicht unbedingt zum Wohlfühlen gedacht ist, ist hiermit bestens bedient.



















