walter kovenz Budapest

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Inhaltsangabe zu „Budapest“ von walter kovenz

Das Buch zerfällt in drei Teile: Im ersten wird die Kindheit, Schul- und Jugendzeit des Erzählers in Budapest chronologisch dargestellt. Dies ist der „nachmythische“ Teil, da darin der Ich-Erzähler unmittelbar Erlebtes von der Kindheit bis zur Umsiedlung in die Bundesrepublik Deutschland verarbeitet. Der dritte Teil dagegen enthält die interessanten Familiengeschichten des Erzählers väterlicher- bzw. mütterlicherseits. Dieser Abschnitt der Schrift hat die Überschrift „Mythischer Teil“ erhalten, da er eben nicht selbst erlebte, sondern innerhalb der Familie überlieferte, also von ihrer „historischen“ Wahrheit her nicht mehr überprüfbare oder nicht mehr überprüft wollende Geschichten enthält – nach eigenem Bekunden will der Erzähler nicht als möglicherweise irrender Chronist, sondern allenfalls als Erzähler beurteilt werden. Schließlich dient der mittlere Teil gleichsam als "Scharnier" zwischen den beiden anderen: Dieser enthält ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis, ein Lexikon aller Budapester Objekte und Sehenswürdigkeiten, die im Leben des Erzählers eine besondere Rolle gespielt haben, zu denen er heute noch gewissermaßen „wechselseitige Liebesbeziehungen“ unterhält. Ferner werden auch Bereiche grundsätzlicher Natur wie die Fragen nach der sprachlichen und religiösen Identität bzw. der Beziehung zur Musik angerissen. So ist das Ganze auch gedacht als eine sehr persönlich gefärbte "Liebeserklärung" an die herrliche Stadt an der Donau, in welcher der Erzähler aufgewachsen ist. Gleichzeitig beinhalten die Erzählungen auch die privaten Wahrnehmungen derRealität im "Gulasch-Kommunismus" der 1950- bis 1970-er Jahre wie auch die Darstellung der Situation einer deutschstämmigen bürgerlichen Familie in Budapest im Zeitabschnitt von etwa 1890 bis 1970. Die drei inhaltlichen Abschnitte enthalten mehrere Privatfotos des Verfassers, seiner Angehörigen und des Schauplatzes.

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