*Jessy*

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20 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

six of crows, fantasy, freundschaft, crooked kingdom, befreiung

Crooked Kingdom

Leigh Bardugo
Flexibler Einband
Erschienen bei Henry Holt, 27.09.2016
ISBN 9781250119315
Genre: Fantasy

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, kaz, matthias, nina, heist

Six of Crows

Leigh Bardugo
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Orion Children's Books, 29.09.2015
ISBN 9781780622279
Genre: Sonstiges

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Tags: auftrag, crookedkingdom, crows, diebe, drogen, einbrechen, fjerdan, gang, gangs, gangster, geisha, halunken, jesper, kaz, kazbrekker, ketterdam, lügner, matthias, mörder, nina, oceans11, ravka, sixofcrows, spione, spy, stealing, stehlen, thieves, tief, waffen, wylan   (31)
 

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297 Bibliotheken, 13 Leser, 3 Gruppen, 16 Rezensionen

russland, katharina die große, historischer roman, intrigen, 18. jahrhundert

Der Winterpalast

Eva Stachniak , Peter Knecht
Flexibler Einband: 532 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 16.09.2013
ISBN 9783458359708
Genre: Historische Romane

Rezension:  
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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

An Illustrated History of Notable Shadowhunters and Denizens of Downworld

Cassandra Clare
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Childrens Books, 03.11.2016
ISBN 9781471161209
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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(43)

81 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, liebe, magie, feen, feyre

A Court of Mist and Fury

Sarah J. Maas
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury USA Childrens, 03.05.2016
ISBN 9781619634466
Genre: Sonstiges

Rezension:

“No one was my master – but I might be master of everything, if I wished. If I dared.”

“To the stars who listen – and the dreams that are answered.”


Inhalt (Achtung "A Court of Thorns and Roses" Spoiler!)

Prythiens sieben High Lords haben ihre Macht wiedererlang und die jahrzehntelange Schreckensherrschaft Amaranthas durch Feyres aufopfernden Kampf überstanden.
Der Spring Court befindet sich unterdessen mitten in den Hochzeitsvorbereitungen für High Lord Tamlin und seine geliebte Feyre. Feyre hat nicht nur Under the Mountain überlebt, sondern ist durch die Macht der sieben High Lords als unsterbliche Fae widerauferstanden. Die Nachwirkungen der Transformation und ihrer todbringende Gefangenschaft verfolgen sie jedoch nachts bis in ihre Träume hinein, rauben ihr den Schlaf und ihre Lebensfreude. Tamlin glänzt vor allem mit Abwesenheit und versucht – von seinen Gefühlen besessen – mit aller Macht Feyre gegen ihren Willen vor allen äußeren Einflüssen und Gefahren abzuschirmen.
Zudem gibt es immer noch das ungeliebte Bündnis, das sie mit Rhysand, dem High Lord des Night Court im Gegenzug für seine Hilfe geschlossen hat. Obwohl ihm Feyres Gesellschaft eine Woche im Monat zusteht, hat er sich Monaten nicht bemerkbar gemacht Als er sie schließlich aus einer brisanten Lage befreit und mit in sein Reich nimmt, stellt sich für Feyre die Frage, wem sie wirklich trauen kann. Wer ist Rhysand? Welche Person möchte sie selbst sein? Welche Geheimnisse verbergen sich in den Winkeln des Night Courts, den kaum ein Eindringling bisher lebend wieder verlassen hat?...


Kritik (mit inhaltlichen Spoilern im gekennzeichneten Abschnitt)

Sarah J Maas Acotar-Trilogie entfaltet erst in diesem zweiten Band in vollen Zügen seine unglaublich fesselnde Story, indem die Geschichte ziemlich schnell in eine völlig unerwartete, gänzlich andere Richtung gelenkt wird. Einige Züge konnten sich im Fortgang von Acotar schon erahnen lassen, manche Leser werden die Wendung sehnlichst herbeifiebern, für andere wird der Umschwung fast zu abrupt erfolgen.

Der Geschichte tut dies aber keinen Abbruch, denn sie wird tiefgründiger, komplexer, leidenschaftlicher, spannender und überzeugt mit einer Vielzahl von neuen Orten und Nebencharakteren, die nicht nur sympathischer sind, als die bisher vorgestellten, sondern auch charakterlich mehr Tiefe und Komplexität aufweisen. Die mächtigsten Wesen des Reiches sind von eigenen Schmerzen und Leiden gezeichnet, von ihren Träumen, Hoffnungen und Visionen geleitet und kämpfen für all das, was ihnen teuer ist.

- Anfang leichte Spoiler -

Die Kulisse des Night Court baut eine atemberaubenden Landschaft auf, die voller Träume und Albträume, romantischen Berglandschaften und pulsierenden Städten ist sowie von einem endlosen sternenbespickten Himmel übersäht wird.

Rhysands wahre Beweggründe, seine Vorgeschichte und die Beziehung zu seinem Reich und seinen Freunden kontrastieren mit Tamlins strikter Regentschaft und auch das Verhalten des gefürchteten High Lords gegenüber Feyre stellt sich als aufrichtiger, tiefgründiger, vertrauensvoller und ebenbürtiger dar, als dem Leser und der Protagonistin bisher vorgespielt worden ist. Rhysand charakterliche Entwicklung hängt demnach weniger mit einer tatsächlichen Entwicklung vom Anti-Held zum Helden ab, sondern von der Bereitschaft lang beschützte Informationen preiszugeben und sich auch persönlich zu öffnen. Außerdem hat er ein Geheimnis vor Feyre, das er mit sich herumträgt und das noch ein weiteres Mal einiges verändern könnte: Rhysand ist Feyres Mate. Ein Bund, der tiefer geht als alle anderen emotionalen und seelischen Bindungen, stärker als jegliche Liebe, Ehe und andere Bündnisse.

Feyre weiß davon nicht nichts. Sie taut aber in Rhysand Gegenwart langsam wieder auf und fühlt sich deutlich zu ihm hingezogen. Sie bekämpft diese Nähe, denn Schuldgefühle plagen sie, seit sie Tamlins einkesselnder Liebe entflohen ist. Doch sie merkt, dass nicht erst seit ihrem Pakt eine unerklärliche, unausgesprochene Verbindung zwischen ihr und Rhys steht, die ihren Umgang miteinander prägt. Feyre wird Freiheit für eigene Entscheidungen überlassen, Mitbestimmungsrecht gewährt und ihre Fähigkeiten werden gestärkt. Die Beziehung zu Rhysand ist gefühlvoll, leidenschaftlich, manchmal fast schmerzlich zu spüren und emotional aufwühlend. Die beiden dürfen dabei die Zukunft Prythiens nicht vergessen, denn der Kampf um das Land und die Zukunft von Menschen und Faen steht noch bevor.

- Ende Spoiler  -

Feyre macht als weiblicher Hauptcharakter eine tolle Entwicklung zu einer jungen Frau heran, die aufblüht und ihren Platz im Geschehen standhaft behaupten kann, nachdem sie erkennt, welche Wünsche und Ziele ihre eigenen sind. Ihr Charakter ist ein toller Mix aus einer mutigen Kämpferin und einer phantasievollen Künstlerin mit Feingespür und Leidenschaft.
Einerseits muss sie sich an ihre herausragende Stellung, als unsterbliche, übermächtige Fae mit menschlichem Herzen gewöhnen, andererseits geht sie nach dem Trauma der Gefangenschaft persönlich durch eine emotionale Hölle, die ihr alle Lebensfreue entzieht. Sarah J Maas stellt nicht nur Feyres depressive, verzweifelten Phasen und ihre innere Zerrissenheit und Emotionslosigkeit authentisch dar, sondern (u.a. auch durch andere Charaktere) auch die Last von emotionalen Fesseln, von körperlichem Missbrauch, Vergewaltigung, Gewalttaten und die Folgen, mit denen solche Wesen später leben müssen.

Auch in diesem Band sind wieder einige sexuelle Anspielungen und Handlungen in die Geschichte eingeflochten worden, wobei diese nicht im Vordergrund stehen. Ein entsprechendes Rating oder ein expliziter Verweis wäre für junge Teenager aber dennoch angebracht.

Am Ende von Acomaf heizt sich die Stimmung durch eine Vielzahl von neuen Plot-Twists, Intrigen, Kämpfen und Geheimnissen noch einmal richtig auf und eröffnet dem lang ersehnten dritten Band (A Court of Wings and Ruin), welcher im Mai 2017 erscheinen wird, unzählige neue Handlungsstränge mit neuen Konstellationen, Gefahren und Charakteren.

Das Buch bekommt von mir „nur“ 5 Sterne, obwohl ich seit Jahren nicht mehr in dem Maße von dem Komplettpaket eines Buches aus Geschichte, Emotionen, Spannung und Charakteren begeistert worden bin. Ich würde wirklich gerne mehr geben können! Also sagen wir, es sind 5 mit Sternchen :)  Die Chemie zwischen den Hauptcharakteren und den Nebencharakteren ist unglaublich und Sarah J. Maas schafft es mit fortschreitendem Plot sich immer noch einmal zu übertrumpfen und spannungsgeladen einen Cliffhanger für den weiteren Fortgang aufrecht zu erhalten.
Von ganzem Herzen: Lest es! Vor allem, lest Acotar fertig, auch falls ihr zu den Lesern gehört, die nicht mit Leib und Seele davon begeistert seid. Acomaf bringt eine ganz neu Sicht auf diese Ereignisse und ist feinstes, alleinstehendes Lesevergnügen, das keinen Vergleich mehr mit dem ersten Band hat. Sowohl Spannung auf Handlungsebene, als auch Romantik stehen sich gegenseitig in keiner Weise nach.

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Tags: dunkel, fantasy, fee, feyre, feysand, highfae, highlord, innersquad, kampf, licht, liebe, love, mate, nacht, prythie, rhsand, rhys, romance, sexy, sterne, velaris   (21)
 

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(68)

153 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

fantasy, magie, märchen, sarah j. maas, feen

A Court of Thorns and Roses

Sarah J. Maas
Flexibler Einband: 419 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury UK, 05.05.2015
ISBN 9781408857861
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Be glad of your human heart, Feyre. Pity those who don't feel anything at all.”


Inhalt

Seit dem unerbittlichen Kampf vor 500 Jahren sind die Menschen und Faen Prythiens durch eine unsichtbare Mauer getrennt. Die Faen werden von sieben High Lords regiert, deren Macht alle anderen Feen überstrahlt. Unter den Menschen kursieren ängstliche Gerüchte und Aberglaube an diese alten Zeiten. Was sich wirklich jenseits der Mauer abspielt, weiß allerdings niemand.

Feyre ist im winterlich verschneiten Wald auf der Jagt, als ein ungewöhnlich großer Wolf ihre Beute zu verjagen droht. Von ihrem tiefen Überlebenswillen und Unerschrockenheit geprägt, erlegt sie den Wolf und bringt die Beute für ihre zwei Schwestern und ihren Vater mit nach Hause. Wenige Tage später taucht ein furchteinflößendes Wesen auf, das eine Entschädigung für den in der Wolf-Gestalt erlegten Fae fordert. Feyre muss sich entscheiden, ob sie mit ihrem eigenen Leben bezahlen oder ihre Familie für immer verlassen und mit dem Biest auf die andere Seite der Mauer kommen will. Dort, im Schloss von Tamlin, einem High Lord der Feen, wird sie in die Intrigen des Feenreiches hineingezogen, während sich unerwartet eine Leidenschaft und Liebe entfesselt, von der das Schicksal ganz Prythiens abhängt.


Kritik

A Court of Thorns and Roses ist ein fabelhaftes „Die Schöne und das Biest“ retelling, das sich in seinem Werdegang zu einem packenden eigenständigen Fantasy-Epos voller Leidenschaft, Drama, Machtkämpfen und Abenteuern entwickelt.

Die Haupthandlung baut sich - dem ursprünglichen Märchen folgend - erst im Fortgang des Plots auf und nimmt Gestalt an. Dieser Aufbau ist wichtig, um die Entwicklung der Protagonistin Feyre glaubhaft und authentisch rüberzubringen. Man muss verstehen, wer sie war, wer sie ist und wer sie sein will, um richtig deuten zu können, in welchem Geflecht von Figuren sie sich befindet. Das ist allein durch den ersten Band schwer, da dem Leser erst der Folgeband (A Court of Mist and Fury #Acomaf) viele Parallelen, vorige Ungereimtheiten und Geheimnisse aufzeigt, einen vielleicht auch bestimmte Stellen anders lesen und erleben lässt.

Dieser langsam fortschreitende Prozess kann beim Lesen durchaus erst einmal den Anschein erwecken, dass mehr Charaktertiefe wünschenswert sei und die Geschichte schleppend voran geht. Richtig spannend wird es erst in der zweiten Hälfte des Buches, vor allem die letzten 150 Seiten lassen einen mitfühlen, mitfiebern, bangen und hoffen. Dazu tragen nicht nur weitere Charaktere bei, sondern auch ein übergreifender Sinn über die Verhältnisse im Lande Prythiens.

Acotar endet in mancher Hinsicht sehr geschlossen, doch mit einem Cliffhanger, der viel Raum für Spekulationen offen lässt und dazu führt, dass man direkt in den zweiten Band, Acomaf, eintauchen will. Wer das macht, wird einige (positive) Überraschungen erleben, auf die hier aber nicht näher eingegangen wird. Ich will schließlich Spoiler vermeiden. Acotar bietet auf jeden Fall mehr als der erste Blick den Anschein gibt. Mehr zum Inhalt zu verraten, würde aber sofort zu viel von der Handlung und möglichen Plot-twists preisgeben, was vermutlich auch der Grund ist, warum die Kurzfassung auf dem Cover der englischen Ausgaben so knapp und (beinahe würde ich sagen) bedeutungsleer gehalten worden ist.

Die Geschichte glänzt vor allem durch Sarah J. Maas unglaubliche Erzählkunst, ihre komplexen faszinierenden Charaktere, ihre unerwarteten Wendungen, durch Gefühle und Leidenschaft, aber auch schonungslose Gewaltszenen, derbe Sprüche und Witze, sexuelle Anspielungen und Szenen, die der Story ihren Reiz und ihren authentischen Charme geben. Es ist daher allerdings ein Fantasy-Epos für junge Erwachsene, weniger für junge Teenager!

Durch den langsamen Aufbau der Erzählstruktur und weil ich mich anfangs weniger mit Feyres Charakter und ihrer Chemie mit den High Lord des Spring Court anfreunden konnte, bekommt Acotar 3,5 Sterne, wobei mehr als doppelt so viel Potential mit dem Ende des ersten Bandes gegeben wird. Dieser abschließende Höhepunkt war definitiv 5 Stern wert und macht Lust auf mehr! Das hängt nicht nur mit der actionreichen Handlung und der Spannung der zweiten Hälfte zusammen, sondern auch mit unerwartet auftauchenden Charakteren, die erst spät auf den Schauplatz treten, aber dafür so stark überzeugen können, dass sie einem noch lange im Gedächtnis bleiben.


Zur deutschen Ausgabe

Nächstes Jahr wird auch die deutsche Übersetzung bei dtv Erscheinen – unter dem (furchtbaren) Namen Das Reich der Sieben Höfe – Rosen und Dornen. Leider als Jugendbuch ab 12 Jahre (Ich nehme daher stark an, dass einiges zensiert sein wird...Echt schade, andererseits wünschenswert und notwendig bei der Altersfreigabe). Zudem bin ich nicht gerade glücklich mit der deutschen Übersetzung und der Cover-Gestaltung (um es milde auszudrücken). Auf meiner Instagram Seite (@zeilenmagie) findet ihr dazu noch einen ausführlichen Gedankengang (auf englisch). Kurz gefasst: Auf deutsch klingen viele Komponente und Eigennamen der Geschichte einfach nur dämlich und unglaubwürdig. Sie werden nicht diesem dunklen sexy Epos gerecht, sondern lassen an eine kitschige Märchenerzählung denken, was einfach in keinem Punkt der Kern der Story ist. Selbst die Darstellung auf dem Cover verfälscht den Blick auf die Geschichte und spricht eindeutig die falsche Zielgruppe an bzw. erweckt falsche Erwartungen. Selbst die Darstellung der Protagonistin ist schrecklich und hat nichts mit der atemraubenden, starken und unerschrockenen Feyre zu tun, die von ihrem Wesen einerseits eine sensible Künstlerin, aber gleichzeitig eine mutige Jägerin ist und nichts in einem Ballkleid zu suchen hat. Ich frage mich außerdem sehr, wie diese Story als Jugendbuch ab 12 Jahren eingeordent werden konnte?!


Design der englischen Ausgaben:

Das Cover von Acotar ist im dunklen Rot-Ton gehalten, von dem sich Dornenranken und eine in prunkvolle, aber rüstungsartig gekleidete Frau frontal im Vordergrund abheben. Ihr Gesicht ist dabei nur halb zu sehen, an ihrem linken Arm rekeln sich Pflanzen empor. Die weißen Dornen, aus der Vorderseite des Covers, fungieren auch innen als Kapitelunterteilung.

Bei Acomaf wird dieses Design auf dunkel-rauch-blauem Hintergrund erneut aufgenommen. Im Hintergrund erhebt sich in der Ferne schemenhaft – wie bei dem Blick durch ein Burgfenster - die Kuppeln einer Stadt, während die in schwarzes Kampfgewandt gekleidete Frau mit wehendem braunen Haar und einem verschnörkeltem Tatoo am linken Arm sich von der rechten Bildhälfte dem Zuschauer entgegendreht. Die Dynamik wird von weißen Nebelschwaden/Windschwaden aufgefangen, die durch die Luft schweben und dieses Mal als Kapitelunterteilung dienen.

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Tags: dunkel, fae, fantasy, feen, feyre, gewalt, highlord, kampf, macht, magie, märchen, mauer, prythien, retelling, rhysand, schön und das biest, sex, springcourt, tamlin   (19)
 

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

arm, factor, geld, maschinen, pressbac

Metaltown

Kristen Simmons
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Tor Teen, 13.10.2016
ISBN 9780765336620
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Metaltown
where factories rule,
Food is scarce,
and hope is in short supply."


Inhalt

Die post-apokalyptische Welt in der Colin, Ty und Lena leben, ist von einem starken Wohlstandsgefälle, Krieg, Gewalt, Hunger und einer seuchenartigen Krankheit gekennzeichnet.
Metaltown ist ein Distrikt der Nördlichen Föderation, in dem die Menschen hungrig und verarmt jeden Tag auf neue auf der Straße um ihr Leben kämpfen. Die Fabrikarbeit, die auch Colin und Ty leisten, läuft unter menschenunwürdigen Bedingungen ab. Denn: Ein Menschenleben der Arbeiterklasse ist nichts wert. Zu leicht, kann es durch ein anderes ersetzt werden. Auch außerhalb der Fabrik findet jeden Tag ein Machtkampf statt, denn Geld und dubiose Bekanntschaften führen zu Machteinfluss und Intrigen.
Ty kennt nur dieses harte Schicksal. Sie war es, die Colin unter ihren Schutz genommen und ihm die Regeln der Straße beigebracht hat. Colin träumt von Veränderungen und einer besseren Zukunft während Lena als Tochter des reichsten Mannes und Fabrikbesitzers ahnungslos über diese schrecklichen Umstände im River District heranwächst. Schon bald stellt sich heraus, dass Lenas heile Welt auch nur eine Fassade ist. Wissbegierig, stolz und mit einem starken Sinn für Gerechtigkeit ausgestattet, beharrt sie darauf selbst auf die politischen Umstände Einfluss nehmen zu dürfen, um sich gegenüber ihrem Vater zu beweisen. Tys Welt gerät aus den Fugen als Lena nicht nur die Fabrik ihres Vaters in Augenschein nimmt, sondern auch verunsichert und wehrlos auf den Straßen von Metaltown auf Colin trifft, der ihr einen Einblicken in die wahre Welt der Slums und in die Konsequenzen der gnadenlosen Arbeitsführung ihrer Familie offenbart. Er scheint mehr in Lena zu sehen, als Ty, die in der Erbin nur einen reichen, machtvollen Gegner erkennen kann.


Kritik

Kirsten Simmons hat mit ihrem neuen Buch „Metaltown“ eine Parallelwelt geschaffen, die einerseits actionbepackten populären Dystopien wie Divergent gleicht, doch mit einem weitaus „heimlicheren“ Schauplatz und dem Charme seiner drei unterschiedlichen Protagonisten besticht. In der Geschichte lassen sich zahlreiche Anlehnungen und Ähnlichkeiten zu Charles Dickens „Oliver Twist“ und Victor Hugos „Les Miserables“ finden, was Liebhabern dieser klassischen Erzählungen sehr gefallen wird. Doch auch wer actionreichen Handlungsstränge, wechselnde Erzählperspektiven und ein bisschen Romantik nicht verschmäht, kommt hier auf seine Kosten.

Jedes Kapitel wird aus der Sicht von Colin, Ty oder Lena erzählt, wobei sich diese drei Erzählstimmen in regelmäßiger Reihenfolge abwechseln, ohne, dass der Handlungsstrom dabei groß unterbrochen wird. Auf diese Weise wird die Kluft der unterschiedlichen Stände verdeutlicht und auch die persönlichen Ansichten und Erfahrungen, die jeder einzelne auf unterschiedliche Weise mit den gegebenen Umständen machen und lernen muss.
Die Charaktere und ihre Schicksale machen auf jeden Fall das Herzstück der Erzählung aus. Man kommt nicht umhin mit ihnen zu leiden, zu bangen und bis zum Schluss zu hoffen, sich zu freuen oder sie vielleicht auch einmal innerlich zu kritisieren.

Metaltown ist ein fesselndes, spannendes Lesererlebnis, das zum Eingang hin ein paar wenige Kapitel braucht, um richtig in Schwung zu kommen, nachdem im ersten Kapitel direkt Mitten in das Geschehen eingetaucht wird. Es ist aber nicht nur ein unterhaltender Roman, denn es geht neben der eigenen Selbstfindung und inneren Stärke auch um gesellschaftskritische und politische Fragen, um Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Korruption, Intrigen, Macht, Gewalt und all ihre positive Gegenpole wie Vertrauen, Freundschaft, Toleranz, Hingabe, Loyalität oder Hoffnung. Die Autorin hat dabei eine Menge eigener Erfahrung als den Bereichen Sozialarbeit und Psychologischer Beratung einbringen können.

Das Buch bietet sich somit durchaus auch als Lektüre für den Schulunterricht an. Möglicherweise eist es sogar darauf ausgelegt, denn im Anhang finden sich ein „Reading and Activity Guide“ mit detaillierten Fragestellungen, um die Gesellschaftsstrukturen, die Charaktere und den Handlungsablauf im Gesamtzusammenhang besser beantworten und deuten zu können.
Wegen der längeren Einlaufphase, die ich gebraucht habe, der abrupten Konfliktlösung am Schluss und den eindeutigen Ähnlichkeiten v.a. zu Les Miserable gebe ich kleine Abzüge und gebe Metaltown insgesamt 4 von 5 möglichen Sternen. Mein eigenes persönliches Leseerlebnis war aber durchaus 4,5 Sterne; für den letzten Rest hat noch das kleine Etwas gefehlt, das diese Geschichte einzigartig macht und mich sie nie vergessen lassen wird.



Design

Das Cover von Metaltown setzt sich aus einer Mischung von Fabrikstätte, Steampunksymbolen und schmückenden Verzierungen zusammen. Einerseits finden sehr robuste, harte Elemente wie eine lodernde Fabrikschlote und ein Metallbeschlagener Titel ihren Platz, andererseits verlaufen im Hintergrund Ornamente wie Blumenranken, die in Zahnrädern enden und damit die Steampunk Symbolik verstärken. Das ganze ist in düsteren, „schmutzigen“ Farben gehalten wie braun, grau, weiß und orange als Höllenfeuer in Mitten des Fabrikgebäudes. Der Umschlag führt einem schon die Hitze der Fabrikarbeit vor und lässt einen den verruchten Himmel, die verschmutzte Luft, die dreckigen Straßen und die rußigen Gesichter der Menschen vor dem inneren Auge erblicken.
Auf der Rückseite werden die Zahnrad-Symbolik und das grelle Orange des Feuers noch einmal auf einfarbigem Hintergrund aufgenommen. Das Orange wirkt fast als leuchtende Signalfarbe einer Rebellion oder Protestaktion, was inhaltlich auf jeden Fall passend ist.

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Tags: arm, armut, dystopie, einfluss, fabrik, factor, geld, gewalt, ghett, krankheit, krieg, les miserables, mach, maschinen, metall, metalltow, olivertwist, pressbac, reich, revolt, slums, straßenkinder, streik, waffen, wohlstand   (25)
 

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(33)

52 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

mobbing, drama, liebe, young adult, familie

Holding Up the Universe

Jennifer Niven
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 06.10.2016
ISBN 9780141357058
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“We're all weird and damaged in our own way. You're not the only one."

Inhalt:

Libby ist klug, witzig, verständnisvoll, ehrlich. Sie ist leidenschaftliche Tänzerin, eine schnelle Läuferin und sie liest gerne. Doch seit sich Trauer und Angst nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter als unermesslich viel Körpergewicht festgesetzt haben, ist sie nur noch als „Americas Fattest Teen“ bekannt. Die ganze Nation konnte mitverfolgen, wie sie als 13 Jährige mit einem Krahn aus dem Haus gehoben und in eine Klinik gebracht werden musste. Das alles hat unsichtbare Spuren hinterlassen. Nach Jahren der Abwesenheit, nach Therapien, Gewichtsverlust, einsamen Stunden in ihrem Bett wagt Libby einen Schritt ins wahre Leben zurück. Doch die Rückkehr in die High School verunsichert Libby, denn sie rechnet fest damit, dass sie sich innerlich für all die demütigenden Worte und Taten wappnen muss, die dort auf sie warten werden...

Jack scheint ein ganz normaler High-School-Typ zu sein. Eine Schar frecher Freunde um sich herum und eine on-off Beziehung mit einem der hübschesten und beliebtesten Mädchen des Jahrgangs. Er hat oft einen abfälligen oder spöttischen Spruch auf den Lippen und wirkt damit arrogant oder überheblich. Doch keiner weiß, dass all das nur eine Fassade ist, um von einem gute versteckten Geheimnis abzulenken: Jack kann keine Gesichter erkennen, nicht einmal die von seiner eigenen Familie. Für ihn verschwimmen alle Menschen zu einer unkenntlichen Masse aus fremden Personen, der er hilflos gegenübersteht.

Als einer von Jacks Freunden in der Schule auf die glorreiche Idee kommt ein Spiel namens „Fat Rodeo Girl“ anzufechten und Jack widerwillig dem Gruppenzwang folgt, treffen Jack und Libby auf unliebsame Weise aufeinander und ihr Leben wird nicht mehr so sein, wie es vorher war.


Kritik

„Holding Up the Universe“ ist Jennifer Nivens zweites Jugendbuch, das wieder mit speziellen Charakteren und deren Schicksalen, Eigenarten und Krankheiten glänzt. Die Autorin schafft es erneut mit einer leichten verständlichen Sprache und treffenden Erklärungen einen leichten Lesefluss zu gewährleisten, aber inhaltlich auf ernste Problematiken und Themen einzugehen, welche vielen Lesern vermutlich nicht einmal bekannt sind. Was ist es, das das Buch und die Art, wie es die Thematik behandelt ausmacht? Nivens Darstellungen sind schonungslos, aber dennoch unterhaltsam und voller Humor. Die ausgewählten Themen wie Übergewicht, Prosopagnosia, Gruppenzwang, Erwachsenwerden, Verlust eines Elternteils oder Scheidung regen zum Nachdenken an und bestärken einen selbst darin, sich in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen und mit innerer Haltung, Ausdauer und Mut durch das Leben zu gehen. Auf diese Weise ist es auch ein tolles Buch für eine Schullektüre, da es insbesondere um das Jugendmilieu in der Schule geht und Jugendliche noch am häufigsten lernen müssen eigene Schwächen und die von ihren Mitmenschen zu akzeptieren. Niven erleichtert es aber Menschen jedes Alters sich besser einzufühlen und mit einem erweiterten Horizont erkrankten Menschen zu begegnen bzw. offener und toleranter im Allgemeinen gegenüber eigenen und anderen „Flecken“ d.h. Schwächen, Unsicherheiten, Eigenheiten und Schicksalsschlägen zu sein. Es geht vor allem darum, über sich hinauszuwachsen und selbstbewusst nach vorne zu blicken. Wie schwer das, eingebunden in gesellschaftlichen Konventionen, sein kann und auf welche Hindernisse „gezeichnete“ Personen stoßen, stellt Nivens Buch wundervoll vor. Andersartigkeit führt auch in der Geschichte von Jack und Libby leider zu oft zu Ausgrenzung, Bloßstellung bis hin zu verbalen und körperlichen Übergriffen, die auch psychisch Spuren hinterlassen.

Ein paar Spoiler im nachfolgenden Teil, in dem ich näher auf mein Leseerlebnis eingehe:

Die recht ernste Thematik wird von Niven in eine Art Liebesgeschichte eingebunden, in der auch der Wert von Familie und Freundschaften nicht zu kurz kommt.

Nachdem ich persönlich am Anfang einige Kapitel gebraucht habe, um in die Story hineinzukommen und mich auf die beiden Hauptcharakteren einzustellen, hatte ich sehr viel Spaß dabei, die Geschichte von Libby und Jack hautnah mitzuverfolgen, ihren einsichtigen Worten zu lauschen, ihre innere Stärke zu bewundern und mit jedem einzelnen von ihnen auf einen guten Ausgang hoffen.

Das Ende hätte für mich etwas weniger aus „rosaroter“ Brille betrachtet werden können, andererseits war es Niven unter Umständen wichtig, die Liebesgeschichte zu einem solchen Abschluss zu bringen, da es ein Jugendbuch. Ich denke es ist auch gut, dass Libby nicht in einer platonischen Schwebe hängen bleibt, sondern als attraktive junge Frau wahrgenommen wird. Die enge Beziehung der beiden zueinander wäre aber auch ohne den Kuss und die Liebesbekundung am Ende eindeutig zu erkennen gewesen, vielleicht war sie sogar in der Mitte des Buches ohne die kitschige Darstellung um einiges intensiver und authentischer. Die Fragen, die zum Ende offen bleiben sind: Wieso kann Jack Libby auf einmal „sehen“? Wieso kann er nur sie „sehen“? Sollte man diese Aussage eventuell nur sinnübertragend verstehen? Auch war etwas unklar, wieso er zwischenzeitlich mit ihr Schluss macht, da es eher weniger zu seinem sonst sehr reifen und überlegten Charakter gepasst hat. Zudem hätte ich gerne eine ausführlichere Szene mit Jacks Eltern gehabt, als se von der Einschränkung ihres Sohnes erfahren.

Aufgrund der zuletzt genannten Gründen gibt es einen Stern Abzug. Im großen und Ganzen stehe ich aber hitnern Nivens Büchern und ihren wundervollen Charakteren, von daher: 4/5 Sternen.


Design

Das Cover ist schlicht, aber schön, fast ein wenig rätselhaft, weil man es ohne Kontext sieht und nicht viele Bezüge zur Inhaltszusammenfassung feststellen kann. Die blauen Farbflecke erinnern an Regentropfen oder an ans Papier eingesogene Wasserfarben. Nur ein blauer Wassertropfen sticht heraus und glänzt in ihrem dreidimensionalen Erscheinen mit den Lichtstrahlen, die auf sie fallen. Dabei ist er so gut versteckt, dass er auf den ersten Blick kaum auffällt. Vielleicht geht es gerade darum. Den perfekten runden Tropfen in einer gesichtslosen Masse zu übersehen, obwohl er am schönsten ist und in all seiner Pracht funkelt und strahlt - fast wie eine Perle oder Murmel. Genau das ist nämlich diese dreidimensionale runde Kugel: eine wunderschöne Murmel, die sich von den matten Flecken abhebt. Vielleicht braucht man manchmal einfach die richtige Bestätigung von sich und von anderen, um in sich selbst diese Murmel (sprich Schönheit und Einzigartigkeit) zu erkennen.

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184 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, drachen, elfen, eragon, christopher paolini

Eragon - Das Erbe der Macht

Christopher Paolini , Michaela Link
Flexibler Einband: 960 Seiten
Erschienen bei cbj, 08.12.2014
ISBN 9783570402535
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags: äleäsia, arya, belagerung, blut, dorn, drachen, elfen, eragon, fantasy spannung, galbatorix, kampf, kämpfen, krieg, magie, murtagh, roran, saphira, schwert, taktik, tod, urugal, war, werkatzen, zwerge   (24)
 

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(250)

469 Bibliotheken, 19 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, schmuckausgabe, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

J.K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 06.10.2015
ISBN 9783551559012
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(33)

52 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

mobbing, drama, liebe, young adult, familie

Holding Up the Universe

Jennifer Niven
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 06.10.2016
ISBN 9780141357058
Genre: Jugendbuch

Rezension:

“We're all weird and damaged in our own way. You're not the only one."

Inhalt:

Libby ist klug, witzig, verständnisvoll, ehrlich. Sie ist leidenschaftliche Tänzerin, eine schnelle Läuferin und sie liest gerne. Doch seit sich Trauer und Angst nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter als unermesslich viel Körpergewicht festgesetzt haben, ist sie nur noch als „Americas Fattest Teen“ bekannt. Die ganze Nation konnte mitverfolgen, wie sie als 13 Jährige mit einem Krahn aus dem Haus gehoben und in eine Klinik gebracht werden musste. Das alles hat unsichtbare Spuren hinterlassen. Nach Jahren der Abwesenheit, nach Therapien, Gewichtsverlust, einsamen Stunden in ihrem Bett wagt Libby einen Schritt ins wahre Leben zurück. Doch die Rückkehr in die High School verunsichert Libby, denn sie rechnet fest damit, dass sie sich innerlich für all die demütigenden Worte und Taten wappnen muss, die dort auf sie warten werden...

Jack scheint ein ganz normaler High-School-Typ zu sein. Eine Schar frecher Freunde um sich herum und eine on-off Beziehung mit einem der hübschesten und beliebtesten Mädchen des Jahrgangs. Er hat oft einen abfälligen oder spöttischen Spruch auf den Lippen und wirkt damit arrogant oder überheblich. Doch keiner weiß, dass all das nur eine Fassade ist, um von einem gute versteckten Geheimnis abzulenken: Jack kann keine Gesichter erkennen, nicht einmal die von seiner eigenen Familie. Für ihn verschwimmen alle Menschen zu einer unkenntlichen Masse aus fremden Personen, der er hilflos gegenübersteht.

Als einer von Jacks Freunden in der Schule auf die glorreiche Idee kommt ein Spiel namens „Fat Rodeo Girl“ anzufechten und Jack widerwillig dem Gruppenzwang folgt, treffen Jack und Libby auf unliebsame Weise aufeinander und ihr Leben wird nicht mehr so sein, wie es vorher war.


Kritik

„Holding Up the Universe“ ist Jennifer Nivens zweites Jugendbuch, das wieder mit speziellen Charakteren und deren Schicksalen, Eigenarten und Krankheiten glänzt. Die Autorin schafft es erneut mit einer leichten verständlichen Sprache und treffenden Erklärungen einen leichten Lesefluss zu gewährleisten, aber inhaltlich auf ernste Problematiken und Themen einzugehen, welche vielen Lesern vermutlich nicht einmal bekannt sind. Was ist es, das das Buch und die Art, wie es die Thematik behandelt ausmacht? Nivens Darstellungen sind schonungslos, aber dennoch unterhaltsam und voller Humor. Die ausgewählten Themen wie Übergewicht, Prosopagnosia, Gruppenzwang, Erwachsenwerden, Verlust eines Elternteils oder Scheidung regen zum Nachdenken an und bestärken einen selbst darin, sich in seiner eigenen Haut wohl zu fühlen und mit innerer Haltung, Ausdauer und Mut durch das Leben zu gehen. Auf diese Weise ist es auch ein tolles Buch für eine Schullektüre, da es insbesondere um das Jugendmilieu in der Schule geht und Jugendliche noch am häufigsten lernen müssen eigene Schwächen und die von ihren Mitmenschen zu akzeptieren. Niven erleichtert es aber Menschen jedes Alters sich besser einzufühlen und mit einem erweiterten Horizont erkrankten Menschen zu begegnen bzw. offener und toleranter im Allgemeinen gegenüber eigenen und anderen „Flecken“ d.h. Schwächen, Unsicherheiten, Eigenheiten und Schicksalsschlägen zu sein. Es geht vor allem darum, über sich hinauszuwachsen und selbstbewusst nach vorne zu blicken. Wie schwer das, eingebunden in gesellschaftlichen Konventionen, sein kann und auf welche Hindernisse „gezeichnete“ Personen stoßen, stellt Nivens Buch wundervoll vor. Andersartigkeit führt auch in der Geschichte von Jack und Libby leider zu oft zu Ausgrenzung, Bloßstellung bis hin zu verbalen und körperlichen Übergriffen, die auch psychisch Spuren hinterlassen.

Ein paar Spoiler im nachfolgenden Teil, in dem ich näher auf mein Leseerlebnis eingehe:

Die recht ernste Thematik wird von Niven in eine Art Liebesgeschichte eingebunden, in der auch der Wert von Familie und Freundschaften nicht zu kurz kommt.

Nachdem ich persönlich am Anfang einige Kapitel gebraucht habe, um in die Story hineinzukommen und mich auf die beiden Hauptcharakteren einzustellen, hatte ich sehr viel Spaß dabei, die Geschichte von Libby und Jack hautnah mitzuverfolgen, ihren einsichtigen Worten zu lauschen, ihre innere Stärke zu bewundern und mit jedem einzelnen von ihnen auf einen guten Ausgang hoffen.

Das Ende hätte für mich etwas weniger aus „rosaroter“ Brille betrachtet werden können, andererseits war es Niven unter Umständen wichtig, die Liebesgeschichte zu einem solchen Abschluss zu bringen, da es ein Jugendbuch. Ich denke es ist auch gut, dass Libby nicht in einer platonischen Schwebe hängen bleibt, sondern als attraktive junge Frau wahrgenommen wird. Die enge Beziehung der beiden zueinander wäre aber auch ohne den Kuss und die Liebesbekundung am Ende eindeutig zu erkennen gewesen, vielleicht war sie sogar in der Mitte des Buches ohne die kitschige Darstellung um einiges intensiver und authentischer. Die Fragen, die zum Ende offen bleiben sind: Wieso kann Jack Libby auf einmal „sehen“? Wieso kann er nur sie „sehen“? Sollte man diese Aussage eventuell nur sinnübertragend verstehen? Auch war etwas unklar, wieso er zwischenzeitlich mit ihr Schluss macht, da es eher weniger zu seinem sonst sehr reifen und überlegten Charakter gepasst hat. Zudem hätte ich gerne eine ausführlichere Szene mit Jacks Eltern gehabt, als se von der Einschränkung ihres Sohnes erfahren.

Aufgrund der zuletzt genannten Gründen gibt es einen Stern Abzug. Im großen und Ganzen stehe ich aber hitnern Nivens Büchern und ihren wundervollen Charakteren, von daher: 4/5 Sternen.


Design

Das Cover ist schlicht, aber schön, fast ein wenig rätselhaft, weil man es ohne Kontext sieht und nicht viele Bezüge zur Inhaltszusammenfassung feststellen kann. Die blauen Farbflecke erinnern an Regentropfen oder an ans Papier eingesogene Wasserfarben. Nur ein blauer Wassertropfen sticht heraus und glänzt in ihrem dreidimensionalen Erscheinen mit den Lichtstrahlen, die auf sie fallen. Dabei ist er so gut versteckt, dass er auf den ersten Blick kaum auffällt. Vielleicht geht es gerade darum. Den perfekten runden Tropfen in einer gesichtslosen Masse zu übersehen, obwohl er am schönsten ist und in all seiner Pracht funkelt und strahlt - fast wie eine Perle oder Murmel. Genau das ist nämlich diese dreidimensionale runde Kugel: eine wunderschöne Murmel, die sich von den matten Flecken abhebt. Vielleicht braucht man manchmal einfach die richtige Bestätigung von sich und von anderen, um in sich selbst diese Murmel (sprich Schönheit und Einzigartigkeit) zu erkennen.

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326 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, freundschaft, jugendbuch

Was die Spiegel wissen

Maggie Stiefvater , ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.09.2015
ISBN 9783785583302
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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701 Bibliotheken, 19 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

maggie stiefvater, fantasy, träume, liebe, jugendbuch

Wer die Lilie träumt

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Larissa Kulik
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei script5, 15.09.2014
ISBN 9783839001547
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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1.807 Bibliotheken, 27 Leser, 3 Gruppen, 168 Rezensionen

fantasy, liebe, maggie stiefvater, magie, jugendbuch

Wen der Rabe ruft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 496 Seiten
Erschienen bei script5, 09.10.2013
ISBN 9783839001530
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„If Blue was to kiss her true love, he would die.“


Inhalt

Henrietta, Virginia: Blue ist nicht wie andere Mädchen; als Tochter einer Seherin in einem Haus voller Frauen mit übernatürlichen Gaben ist ihre Welt seit jeher von Magie und Übernatürlichem bestickt. Nur sie selbst scheint nichts von diesen besonderen Gaben erhalten zu haben. Aber eines weiß sie durch diese wundersamen Frauen in ihrem zu Hause 300 Foxway: Sobald Blue ihre wahre Liebe küssen wird, würde dieser Junge sterben. Ein Grund mehr, um jeglichen Jungs aus dem Weg zu gehen. Doch das fällt ihr gar nicht so schwer, denn in ihrer Stadt gibt es vor allem nur reiche Schnösel der privaten Jungenschule Aglionby, die teure Autos fahren und ihren Luxus breit zur Schau stellen. Als Blue wie jedes Jahr am Markusabend mit ihrer Mutter auf dem Friedhof die umherwandelnden Seelen derjenigen aufschreibt, die im Laufe des kommenden Jahres sterben werden, kann sie das erste Mal selbst einen dieser Geister sehen. Es ist ein Junge ihres Alters, der einen Pullover mit einem bestickten Raben trägt – das Zeichen der Aglionby Jungs. Es gibt nur eine Möglichkeit als Nicht-Seher eine verstorbene Seele zu sehen: Entweder, weil man seine wahre Liebe vor Augen hat, oder weil man für diesen Tod verantwortlich ist...

Der besagte Junge steht für alles, was Blue an Aglionby verabscheut. Er ist einer der reichsten und begehrtesten Jungen auf dem Aglionby Campus, Richard Campell Gansey III. Gansey ist aus bestimmten Gründen seit Jahren besessen auf der Suche nach dem walisischen König Glendower, dessen Grabkammer irgendwo auf den Brachlandlinien ("the ley lines" – so etwas wie Energiepfade) vermutet wird. Wer ihn wiedererweckt hat laut einer Sage einen Wunsch frei.
Blue trifft durch Zufall auf Gansey und seine Anhänger, Ronan, Adam und Noah und fügt sich bald (nach ersten Zweifeln) wie vorherbestimmt als fehlendes Glied in die abenteuerlustige Gruppe ein, um sich mit Ihnen auf die Suche nach Glendower zu machen. Doch nur sie weiß, dass Gansey innerhalb des Jahres sterben wird...


Kritik

Die Raven Cycle Reihe ist eine der spannendsten und fesselndsten Buchserien seit langem. Die Ravenboys sind mir alle so schnell ans Herz gewachsen – ein magischer Hauch, Mythen, Geisterwelten, ein verbotener Kuss und mittendrin: Blue. Die Liebesgeschichte steht dabei keinesfalls im Zentrum der Handlung (nach meinem Geschmack hätte da über die Bände hinweg ruhig ein klein wenig mehr sein können). Die Erzählstränge laufen aus allen Perspektiven zusammen und spiegeln jeden einzelnen Charakter in vollem Umfang, mit allen Stärken und persönlichen Schwächen wieder. Die Handlung ist Action-bepackt und weist neben Fantasy-Merkmalen auch leichte Elemente aus Krimis und Thrillern wieder.
Die abenteuerliche Suche nach Glendower wird in jedem Band weiter ausgebaut und komplexer. Es kann hier aber nicht auf die vielen cleveren Schachzüge und Charakteristiken der Figuren eingegangen werden, ohne dabei zu viel von der Handlung vorwegzunehmen, deshalb wartet um einiges mehr auf den Leser, als hier vorgestellt werden kann. Das gilt sowohl für die Geheimnisse einzelner Charaktere, für ihre Beziehungen zueinander als auch für die zauberhaften Orte und Kreaturen, denen Stiefvater Leben einhaucht. Alles ist miteinander verknüpft und spielt einem größerem Ganzen zu, dessen Bedeutung erst am Ende erfasst werden kann.


Fazit

Ich bin von der Welt, die Maggie Stiefvater hier entworfen hat, und Stiefvaters Recherche über die Ley Lines sowie die walisischen Mythen total begeistert. Ihre Erzählung hat mich seit dem Prolog des ersten Bandes mitgerissen. Die Charakterdarstellungen und ihre faszinierende und nachvollziehbare Entwicklung, die Dialoge, die Kopplung von Magie und Realität, von Träumen und Wünschen hat mich nicht mehr losgelassen und die unerwarteten Handlungsstränge und Wendungen haben ihr übrigen beigetragen, um diese Serie zu einer besten seit langen werden zu lassen – zumindest in meinen Augen. Die Serie zählt damit nicht nur zu meinen liebsten Büchern des Jahres, sondern zu den besten überhaupt und reiht sich definitiv in die Top 5 meiner Lieblingsbücher ein. Die Serie hat hin und wieder kleine Schwächen z.B. bleiben viele Fragen am Ende des vierten und letzten Bandes unbeantwortet und hin und wieder fehlt im Gesamtbild ein Funke, um unabhängig von meinen Gefühlen und meinem Leseerlebnis die volle Punktzahl zu geben – besonders im Vergleich zu anderen Fantasy-Serien – aber für mich bleibt diese Serie ein Goldstück, das ich nicht zu finden gehofft habe, als ich das erste Buch zu lesen begonnen habe.
Zum Glück hat Stiefvater vor einiger Zeit ein Sequel in Form von einer Fortsetzung über Ronan angekündigt. Mit viel Glück kommen da vielleicht auch die einen oder anderen bekannten Gesichter vor. Ich hoffe es sehr! „Make way fort he Raven King“ und lasst euch von der Magie und dem Charme der Raven Boys und Blue in den Bann ziehen. Lesen! ☺

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Tags: aglionby, bäume, bluesey, bruchlandlinien, cabeswater, chainsaw, dream, ganse, geister, glendower, hellseher, henrietta, latein, leyline, liebe, love, lynch, magic, nicht-seher, pynch, raben, raven, ravenboys, sargent, seele, seher, tarot, tod, traum, träume, virginia, wald   (32)
 

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292 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 94 Rezensionen

frankreich, schwestern, resistance, zweiter weltkrieg, krieg

Die Nachtigall

Kristin Hannah , Karolina Fell
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 19.09.2016
ISBN 9783352008856
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Der Zweite Weltkrieg erreicht Frankreich. Auf den Spuren von zwei ungleichen Schwestern führt die Autorin den Leser in die Mitte der Kriegsgeschehnisse und lässt ihn die jahrelangen Entwicklungen auf zwei Wegen verfolgen, die unterschiedlicher nicht sein können – so, wie es auch die beiden Protagonistinnen sind. Eine der Frauen sollte mehr Angst verspüren, die andere mutiger sein.
Vianne, deren Ehemann zu Kriegsbeginn als Soldat einberufen wird, verbleibt mit ihrer Tochter zu Hause in einer eher ländlichen Gegend, wo bald Flüchtlingsströme durchziehen und deutsche Soldaten nach Behausungen suchen, nachdem sie die Stadt eingenommen haben.
Isabelle, die jüngere der beiden, ist eine attraktive junge Frau, die ihre Gedanken über den Zustand und ihren Unmut über die Belagerung laut äußert und nach einer persönlichen Bestimmung im Kampf gegen die Deutschen sucht.
Während Vianne, die besonnenere der beiden Frauen, um jeden Preis ihre Familie beschützen will, schließt sich Isabelle schließlich mit Leib und Seele einer Gruppe von geheimen Widerstandskämpfern an.
Die Lage spitzt sich sich mit jedem Jahr mehr zu, die Schlinge zieht sich enger um die jüdische Bevölkerung und die harten Winter sowie die knappen Ressourcen bedrängen das Leben der Menschen in Europa. Wie wird es den beiden Frauen ergehen?


Kritik

"Die Nachtigall" ist wirklich eine literarische Glanzleistung, unglaublich authentisch, emotional, tiefgründig und tragisch, ohne dabei kitschig oder unglaubwürdig zu erscheinen. Ein toll recherchierter historischer Roman mit wundervollen Hauptcharakteren, der einem die Schrecken und das Leid der Kriegszeit unbarmherzig offenlegt. Er unterscheidet sich von thematisch ähnlichen Romanen (wie z.B. „Alles Licht, das wir nicht sehen“ & „Die Bücherdiebin“), da Hannah im Alltäglichen ein Grauen vorzeigt, das sich langsam und dann immer heftiger bis zum Ende hin aufbaut und von Schicksalen einer ganzen Generation erzählt.
Der Leser ist mitten in der Entscheidungsfindung der Protagonistinnen dabei und erfährt, wie schwer eine Klassifikation zwischen richtig oder falsch, sympathisch und unsympathisch, unsicher und mutig sein kann.
Die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich mit dem Leid der Kriegsjahre und den Entscheidungen, die sie moralisch und für ihr eigenes Leben fällen müssen.
Ich konnte am Ende kaum glauben, welche Frau am Rednerpult steht und welche Nachwirkungen und Bürden diese Generation aufnehmen musste für eine bessere Zukunft, für Liebe, Hoffnung, für ihre Freunde und Familien, die manchmal in völliger Unkenntnis über die Leistungen und Opfer ihrer Elterngeneration ist. Dabei sieht man einmal wieder, wie gut es uns heute geht, spürt aber gleichzeitig auch Parallelen zu aktuellen politischen Unsicherheiten und Konflikte umso stärker.
Der große Erfolg in den USA und die geplante Filmadaption sind in allen Punkten nachvollziehbar. In der Mitte schwankte ich noch zwischen 4-4,5 Sternen mit Tendenz nach oben, doch das Ende hat mich noch einmal ganz überzeugen können: 5/5 Sterne für dieses tolle Buch!

  (3)
Tags: angst, deportation, familie, flüchtling, frankreich, hitle, hoffnung, holocaust, juden, krieg, leid, liebe, mut, nachtigall, nazi, nazis, schwestern, soldat, verzweiflung, wehrmacht, zweiterweltkrieg   (21)
 

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fantasy, jugendbuch, liebe, blue lily lily blue, maggie stiefvater

The Raven Cycle #3: Blue Lily, Lily Blue

Maggie Stiefvater
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 21.10.2014
ISBN 9780545424967
Genre: Kinderbuch

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46 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, jugendbuch, maggie stiefvater, the dream thieves, ley-linien

The Dream Thieves

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 19.09.2013
ISBN 9781407136622
Genre: Fantasy

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62 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

fantasy, blue, the raven boys, empfehlung, jugendbuch

The Raven Boys

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 454 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 21.09.2012
ISBN 9781407134611
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Henrietta, Virginia: Blue ist nicht wie andere Mädchen; als Tochter einer Seherin in einem Haus voller Frauen mit übernatürlichen Gaben ist ihre Welt seit jeher von Magie und Übernatürlichem bestickt. Nur sie selbst scheint nichts von diesen besonderen Gaben erhalten zu haben. Aber eines weiß sie durch diese wundersamen Frauen in ihrem zu Hause 300 Foxway: Sobald Blue ihre wahre Liebe küssen wird, würde dieser Junge sterben. Ein Grund mehr, um jeglichen Jungs aus dem Weg zu gehen. Doch das fällt ihr gar nicht so schwer, denn in ihrer Stadt gibt es vor allem nur reiche Schnösel der privaten Jungenschule Aglionby, die teure Autos fahren und ihren Luxus breit zur Schau stellen. Als Blue wie jedes Jahr am Markusabend mit ihrer Mutter auf dem Friedhof die umherwandelnden Seelen derjenigen aufschreibt, die im Laufe des kommenden Jahres sterben werden, kann sie das erste Mal selbst einen dieser Geister sehen. Es ist ein Junge ihres Alters, der einen Pullover mit einem bestickten Raben trägt – das Zeichen der Aglionby Jungs. Es gibt nur eine Möglichkeit als Nicht-Seher eine verstorbene Seele zu sehen: Entweder, weil man seine wahre Liebe vor Augen hat, oder weil man für diesen Tod verantwortlich ist...

Der besagte Junge steht für alles, was Blue an Aglionby verabscheut. Er ist einer der reichsten und begehrtesten Jungen auf dem Aglionby Campus, Richard Campell Gansey III. Gansey ist aus bestimmten Gründen seit Jahren besessen auf der Suche nach dem walisischen König Glendower, dessen Grabkammer irgendwo auf den Brachlandlinien ("the ley lines" – so etwas wie Energiepfade) vermutet wird. Wer ihn wiedererweckt hat laut einer Sage einen Wunsch frei.
Blue trifft durch Zufall auf Gansey und seine Anhänger, Ronan, Adam und Noah und fügt sich bald (nach ersten Zweifeln) wie vorherbestimmt als fehlendes Glied in die abenteuerlustige Gruppe ein, um sich mit Ihnen auf die Suche nach Glendower zu machen. Doch nur sie weiß, dass Gansey innerhalb des Jahres sterben wird...


Kritik

Die Raven Cycle Reihe ist eine der spannendsten und fesselndsten Buchserien seit langem. Die Ravenboys sind mir alle so schnell ans Herz gewachsen – ein magischer Hauch, Mythen, Geisterwelten, ein verbotener Kuss und mittendrin: Blue. Die Liebesgeschichte steht dabei keinesfalls im Zentrum der Handlung (nach meinem Geschmack hätte da über die Bände hinweg ruhig ein klein wenig mehr sein können). Die Erzählstränge laufen aus allen Perspektiven zusammen und spiegeln jeden einzelnen Charakter in vollem Umfang, mit allen Stärken und persönlichen Schwächen wieder. Die Handlung ist Action-bepackt und weist neben Fantasy-Merkmalen auch leichte Elemente aus Krimis und Thrillern wieder.
Die abenteuerliche Suche nach Glendower wird in jedem Band weiter ausgebaut und komplexer. Es kann hier aber nicht auf die vielen cleveren Schachzüge und Charakteristiken der Figuren eingegangen werden, ohne dabei zu viel von der Handlung vorwegzunehmen, deshalb wartet um einiges mehr auf den Leser, als hier vorgestellt werden kann. Das gilt sowohl für die Geheimnisse einzelner Charaktere, für ihre Beziehungen zueinander als auch für die zauberhaften Orte und Kreaturen, denen Stiefvater Leben einhaucht. Alles ist miteinander verknüpft und spielt einem größerem Ganzen zu, dessen Bedeutung erst am Ende erfasst werden kann.


Fazit

Ich bin von der Welt, die Maggie Stiefvater hier entworfen hat, und Stiefvaters Recherche über die Ley Lines sowie die walisischen Mythen total begeistert. Ihre Erzählung hat mich seit dem Prolog des ersten Bandes mitgerissen. Die Charakterdarstellungen und ihre faszinierende und nachvollziehbare Entwicklung, die Dialoge, die Kopplung von Magie und Realität, von Träumen und Wünschen hat mich nicht mehr losgelassen und die unerwarteten Handlungsstränge und Wendungen haben ihr übrigen beigetragen, um diese Serie zu einer besten seit langen werden zu lassen – zumindest in meinen Augen. Die Serie zählt damit nicht nur zu meinen liebsten Büchern des Jahres, sondern zu den besten überhaupt und reiht sich definitiv in die Top 5 meiner Lieblingsbücher ein. Die Serie hat hin und wieder kleine Schwächen z.B. bleiben viele Fragen am Ende des vierten und letzten Bandes unbeantwortet und hin und wieder fehlt im Gesamtbild ein Funke, um unabhängig von meinen Gefühlen und meinem Leseerlebnis die volle Punktzahl zu geben – besonders im Vergleich zu anderen Fantasy-Serien – aber für mich bleibt diese Serie ein Goldstück, das ich nicht zu finden gehofft habe, als ich das erste Buch zu lesen begonnen habe.
Zum Glück hat Stiefvater vor einiger Zeit ein Sequel in Form von einer Fortsetzung über Ronan angekündigt. Mit viel Glück kommen da vielleicht auch die einen oder anderen bekannten Gesichter vor. Ich hoffe es sehr! „Make way fort he Raven King“ und lasst euch von der Magie und dem Charme der Raven Boys und Blue in den Bann ziehen. Lesen! ☺

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fantasy, henrietta, raben, empfehlung, ley-linien

The Raven King

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Scholastic Press, 26.04.2016
ISBN 9781407136646
Genre: Fantasy

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amsterdam, worte, familie, schreiben, emanzipation

Worte in meiner Hand

Guinevere Glasfurd , ,
Audio CD
Erschienen bei Hörbuch Hamburg, 07.08.2015
ISBN 9783957130105
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Raven Boys (Raven Cycle)

Maggie Stiefvater
Flexibler Einband: 409 Seiten
Erschienen bei Scholastic Paperbacks, 30.07.2013
ISBN 9780545424936
Genre: Sonstiges

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

poesie

Chasers of the Light: Poems from the Typewriter Series

Tyler Knott Gregson
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Perigee Books, 02.09.2014
ISBN 9780399169731
Genre: Sachbücher

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371 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

harry potter, magie, hogwarts, fantasy, umbridge

Harry Potter and the Order of the Phoenix

Joanne K. Rowling
Flexibler Einband: 766 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing Plc, 04.06.2007
ISBN 9780747591269
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: black, dementor, dementoren, derordendesphoenix, derordendesphönix, dumbledore, fantasy, firenze, ginny, grawp, hagrid, harry potter, hedwig, hermine, hogwarts, luna, lunalovegood, lupin, magic, magie, ministerium, muggle, neville, phoenix, potter, prophezeiung, riesen, ron, sirius, snape, tonks, trelawney, umbridge, wand, weasley, wizar, zauberer, zaubern, zauberstab   (39)
 

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613 Bibliotheken, 40 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

harry potter, magie, hogwarts, theaterstück, zauberei

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

zukunft, science fiction klassiker, dystopie, zeitmaschine, science fiction

Die Zeitmaschine

H. G. Wells , Lutz-W. Wolff
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.01.2017
ISBN 9783423145466
Genre: Klassiker

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