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210 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

venedig, verlag fischer, romantasy, jugendroman, liebe

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Fantasy

Rezension:


Als Einstieg ins Buch begleiten wir Pearl zu ihrem Date mit John. Er könnte der Richtige sein und sie erlösen. Doch sollte er nicht ihr Seelenpartner sein, würde sie ihm durch den Kuss seine Liebe rauben, so dass er nie wieder dieses Gefühl empfinden könnte. Und da sich Pearl einfach nicht sicher ist, schliesslich hat sie selber noch nie Liebe empfunden, lässt sie ihn ziehen.


Trotzdem gerät sie in den Fokus der Jäger, die 'böse' Suchende ausfindig machen und eliminieren.
Julie Heiland startet recht einfach in ihr neues Buch "Pearl - Liebe macht sterblich", bevor sie immer tiefer in ihre Thematik eintaucht. 


Pearl ist damals mit 18 Jahren ungeliebt gestorben und weilt nun schon seit 200 Jahren als Suchende auf der Erde, um ihre wahre Liebe zu finden und erlöst zu werden. Trotz dieser langen Zeit, in der sie Erfahrungen sammeln konnte, erschien sie mir zu Beginn recht naiv. Zum Glück entwickelt sie sich jedoch weiter, so dass sie einem immer mehr ans Herz wächst.
Pearl wohnt mit zwei anderen Suchenden in einem wunderschönen Palazzo. Damian und Alexa sind ihre Familie und ich fand es sehr spannend, die beiden besser kennenzulernen, denn sie zeigen einem sehr schön auf, in welche beiden Richtungen Suchende sich entwickeln können.


Auch in "Pearl" schafft Julie Heiland eine dichte Atmosphäre. Das Setting in Venedig, der Stadt der Liebe, könnte nicht passender sein und die Autorin setzt die typischen Merkmale der Lagunenstadt gekonnt ein.
Die Idee der Suchenden und Jäger bringt wieder einmal etwas frischen Wind in den Buchmarkt und hat mir sehr gut gefallen. Die komplexe Thematik wird sehr gut eingeführt und mit kursiv gedruckten Rückblicken auf Pearls bitteres Leben eindrucksvoll untermauert.


Unsterblichkeit, die Suche nach der wahren Liebe, Venedig .... all diese Stichwörter deuten daraufhin, dass "Pearl" ein Buch der grossen Gefühle ist. Und ja, wir erleben Freundschaft, Eifersucht, Hass, Sehnsucht und selbstverständlich auch die Liebe. Manchmal war mir die Geschichte sogar etwas zu kitschig.


Julie Heilands Schreibstil ist schlicht, aber auch bildhaft und mitreissend. Ihre oft kurzen Sätzen entwickeln beim Lesen eine tolle Dynamik so dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann.
Die Geschichte ist meistens aus der ich-Perspektive von Pearl erzählt, so dass wir ihre Gefühlswelt sehr schön zu spüren bekommen. Zwischendurch bekommen wir jedoch auch Einblicke in das Leben eines verbittertenJägers, was sehr interessant ist.


Fazit:
Mit "Pearl - Liebe macht sterblich" bietet uns Julie Heiland einmal mehr Lesestoff, den man kaum aus der Hand legen kann. Ihre Idee und das Setting ist grandios umgesetzt und die Geschichte löst beim Lesen viele Emotionen aus - ab und zu jedoch auch ein Augenrollen, weil es etwas zu kitschig ist. Der Ausflug nach Venedig lohnt sich aber trotzdem!

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Tags: ab 14 jahren, urban fantasy, venedig   (3)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

kinderbuch, gefühle, lächeln, bilderbuch, liebe

Ein Lächeln für Fröschlein

Przemyslaw Wechterowicz , Emilia Dziubak
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354226
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als der Flussbarsch und auch der Schwalbenschwanz-Schmetterling das traurige Fröschlein sahen, wollten sie es trösten. Sogar die Sonne versuchte, es aufzuheitern, doch Fröschlein wurde nur noch trauriger. Zur gleichen Zeit hatte Mama Frosch in ihrem Laden alle Hände voll zu tun, doch mit einem Mal spürte sie einen Stich im Herzen und sie machte sich Sorgen um ihr Fröschlein. Da wandte sie sich an den Biber, der gerade bezahlen wollte, und bat ihn, ihrem Fröschlein ein strahlendes, liebevolles Lächeln zu bringen. Dies wollte der Biber gerne tun, doch unterwegs entdeckte er einen Haufen Zweige, die für seinen neuen Damm geeignet waren. Aber er hatte ja versprochen, Fröschlein das Lächeln zu bringen. Nur gut, dass da gerade Frau Otter daher kam. Der Biber lächelte sie strahlend an und bat sie, dieses Lächeln von Mama Frosch ihrem kleinen Fröschlein zu bringen. Frau Otter machte sich auf den Weg, ein Lächeln von einem Ohr zum andern auf dem Gesicht. Da erinnerte sie sich an den Kochtopf Milch auf dem Herd.... So wird Mama Froschs Lächeln von einem Tier zum nächsten weitergegeben und man fragt sich, ob es schlussendlich wirklich Fröschlein erreichen wird.
Die Thematik, dass Mama arbeiten muss und die Kinder 'heimweh' nach ihr haben, ist sicher vielen Müttern bekannt. Was wir mit einem kurzen Telefongespräch oder einem Foto überbrücken können, ist für Mama Frosch ein bisschen komplizierter. Umso schöne ist ihre Idee, ihr Lächeln überbringen zu lassen. Unbewusst erfreut sie damit nicht nur ihr Fröschlein sondern zaubert ganz vielen Waldbewohnern ein Lächeln aufs Gesicht.
Der Autor Przemystaw Wechterowicz hat die Problematik sehr liebevoll und sensibel aufgegriffen, so dass eine warmherzige Geschichte entstanden ist. Ich finde es toll, wie vielen unterschiedlichen Waldbewohnern wir in "Ein Lächeln für Fröschlein" begegnen und wie sie zusammenarbeiten, damit das Lächeln sein Ziel erreicht.
Emilia Dziubak konnte mich schon mit ihren Illustrationen in "Ein Jahr im Wald" begeistern. Auch dieses Bilderbuch besticht mit wunderschönen, harmonischen Bildern. Sie sind vorwiegend in der ganzen Palette an Grüntönen und anderen Naturfarben gehalten. 
Geschichte und Illustrationen ergeben zusammen einen wundervollen Stafettenlauf des Lächelns, den ich nur weiterempfehlen kann. 
Fazit:"Ein Lächeln für Fröschlein" ist ein Bilderbuch, in dem ganz viele Liebe steckt und das wohl jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Eine Geschichte, die man am besten eng aneinandergekuschelt immer wieder anschaut.

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Tags: ab 4 jahren, bilderbuch, gefühle   (3)
 

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63 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

federwelt, elisabeth denis, federherz, liebe, urban fantasy

Federwelt

Elisabeth Denis
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Oetinger 34 ein Imprint von Verlag Friedrich Oetinger, 26.09.2016
ISBN 9783958820081
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Mit "Federherz" war Elisabeth Denis eine geheimnisvolle Fantasygeschichte gelungen, die Lust auf mehr machte und so freute ich mich auf "Federwelt", den zweiten Band dieser Dilogie. Wenn es schon in der Menschenwelt atmosphärisch und mysteriös zu und her ging, wie würde das nur in Hain werden?


Doch obwohl Mischa nun in eine fantastische Welt eintaucht und ihren Vater nach Jahren wiedersieht, fehlt die spezielle Atmosphäre aus dem ersten Band. Mischa ist sich nicht einmal sicher, ob sich ihr Vater über das Wiedersehen freut und würde am liebsten sofort wieder zurück in ihre Welt. Doch das ist nicht so einfach, wie sie denkt, denn es werden ihr von mehreren Seiten Steine in den Weg gelegt.


Mischa steht zwischen zwei Welten, der Menschen- und der Federwelt. Hain ist für sie total neu und sie trifft nach sieben Jahren wieder auf ihren Vater. Kein Wunder also, dass sie hin- und hergerissen ist. Mischa zweifelt, hat Angst und würde am liebsten sofort zurück in die Menschenwelt, zurück zu ihrer Mutter und zu Basil.


Das Dilemma der Protagonistin wird schön beleuchtet. Elisabeth Denis konnte ihre Gefühle gut verständlich transportieren.
Obwohl man sich vieles in der Geschichte zusammenreimen kann, weiss "Federwelt" doch auch zu überraschen. Einige Personen sind nun total anders als noch im ersten Band.
Das Ende ist zwar in sich abgeschlossen, trotzdem jedoch so offen, dass es Freiraum für eigene Spekulationen oder vielleicht sogar einen dritten Teil zulässt.


Die Autorin hat mit Hain eine komplexe Welt geschaffen, die vielen fantastischen Völkern eine Heimat ist. Dazu kommen verschiedene politische Strukturen, Intrigen, .... Alles wird recht oberflächlich und auf wenigen Seiten erklärt, so dass ich am liebsten mindestens eine Karte gehabt hätte. Dieser Weltenentwurf ist meiner Meinung nach für ein so kurzes Buch eigentlich zu komplex.
Auch finde ich es sehr schade, dass Basil so in eine Nebenrolle gedrängt wird. Zwar sind Mischas Gedanken oft bei ihm, aber er hat keine tragende Rolle mehr in "Federwelt". Erst gegen Ende tritt er kurz in Aktion.


Auch wenn Elisabeth Denis es nicht schafft, in dieser Fortsetzung wieder eine gleich geheimnisvolle Atmosphäre zu schaffen, liest sich der Schreibstil angenehm und flüssig, so dass man auch "Federwelt" am liebsten in einem Rutsch lesen würde. 


Fazit:
Mit "Federwelt" findet die Dilogie von Elisabeth Denis ein spannendes Ende, das noch einiges offen lässt. Die Geschichte liest sich ganz anders als noch Band 1, denn nicht nur das Setting, auch die Atmosphäre hat sich stark verändert. Leider wurde das Potential von Hain mit seinen vielen fantastischen Wesen meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft.

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Tags: ab 12 jahren, urban fantasy   (2)
 

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kinderbuch, vorlesen, familie, freundschaft, ab 4 jahren

Greta Glückspilz.Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken.

Sandra Grimm , Elli Bruder
Fester Einband: 88 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401706924
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Bilderbuch "Greta Glückspilz. Du bist meine Freundin!" konnten wir mitverfolgen, wie Greta Marie als Freundin gewinnen konnte, was nämlich gar nicht so einfach war. Da meine Tochter ganz begeistert von den süssen Illustrationen ist, freute sie sich riesig, dass es mehr von Greta Glückspilz gibt - dieses Mal jedoch nicht ein Bilderbuch, sondern zauberhafte 5-Minuten-Abenteuer zum Vorlesen.

"Greta Glückspilz. Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken" umfasst elf kurze Geschichten, in denen wir Greta, ihre Familie und Freunde besser kennenlernen. Auf der ersten Doppelseite wird Greta Glückspilz und ihr Wohnort Minzhausen mit einem kurzen Text und einem Bild vorgestellt, was ein wirklich gelungener Einstieg in dieses Vorlesebuch ist. 

Jede Geschichte umfasst etwa 6 - 8 Seiten, was eine ideale Länge ist. So eignet sich "Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken" perfekt als Gutenachtgeschichte oder zum Vorlesen zwischendurch. 

Die einzelnen Abenteuer von Greta sind sehr abwechslungsreich. Einmal baut sie mit ihrem Grossvater eine Schaukel, dann vertreibt sie mit Hannes den Winter, verschönert gemeinsam mit Marie ihren kleinen Hund Bommel oder findet ein Eichhörnchen als neuen Freund. Greta ist einfach ein Glückspilz .... doch in der allerletzten Geschichte, muss auch Greta einmal erfahren, was ein Pechtag ist.

Sandra Grimm hat elf tolle Abenteuer geschrieben. Mir gefällt es sehr gut, dass Greta viel Zeit draussen verbringt und so die Natur oft eine wichtige Rolle spielt. Aber man merkt auch, wie wichtig ihr die Familie und die Freunde sind, denn die Charaktere sind alle sehr liebevoll geschildert und haben eine innige Beziehung.

Auch dieses Buch von Great Glückspilz wurde von Elli Bruder illustriert. Jede Seite wird von einem farbenfrohen, süssen Bild bereichert, so dass das Vorlesen gleich doppelt Spass macht.


Fazit:
"Greta Glückspilz. Von Eichhörnchen, besten Freunden und Zimtschnecken" umfasst elf Vorlesegeschichten rund um Familie, Freundschaft und die Natur. Diese sind sehr abwechslungsreich und eignen sich von der Länge her perfekt als Gutenachtgeschichte oder für zwischendurch. Ergänzt durch herzallerliebste Illustrationen ist dies ein klasse Vorlesebuch, das ich sehr gerne weiterempfehle.

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Tags: ab 4 jahren, familie, freundschaft, kinderbuch, vorlesen   (5)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ab 4 jahren, tauschen, tulipan verlag, kinderbuch, bilderbuch

Tokkis Reise

Till Penzek , Julia Neuhaus
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei TULIPAN VERLAG , 20.01.2017
ISBN 9783864293184
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Nur schon das Cover von "Tokkis Reise" ist ein Eyecatcher. Es gibt nicht viele Bilderbücher mit Ausserirdischen und UFOs und genau diese Thematik interessiert und fasziniert viele Kinder. 


Tokki ist ein kleiner Ausserirdischer, der auf einem fernen Planeten lebt. Am liebsten düst er in seinem Raumschiff herum oder spielt Space-Ball. Doch dann bekommt er von seiner Mutter den Auftrag, eine Kanne Milch von den Mondkühen zu holen. Unterwegs hält er an, um noch Andomeda-Äpfel zu pflücken. Als er weiterfliegt fängt sein Motor plötzlich Feuer und er muss auf einem fremden Planeten, der Erde, notlanden. Entsetzt muss er feststellen, dass sein Schwups-Kompensator kaputt ist. Sein Bordcomputer führt ihn zu einem Erfinder, der ihm weiterhelfen können soll. Als dieser die Andromeda-Äpfel entdeckt, ist er bereit, Tokki seinen Schwups-Kompensator gegen einen Andromeda-Apfelkuchen zu tauschen.


Doch Tokki hat noch nie einen Kuchen gebacken und geht dafür lieber zu einer Bäckerei. Aber dem Bäcker fehlt die Milch zum Backen, der Kuh das Gras zum Milchgeben, dem Rasenmäher Öl, ....
So entsteht eine ganze Tauschkette und Tokki lernt einige Erdbewohner kennen, denen er etwas besorgen muss, um das Gewünschte zu erhalten. Er lernt also, dass man selten etwas geschenkt bekommt, aber mit etwas Einsatz sein Ziel erreichen kann. Wenn man sich gegenseitig hilft, kann man miteinander reüssieren.
Und so ist es auch in "Tokkis Reise": Am Ende sind alle glücklich und zufrieden. Tokki kann sein Raumschiff reparieren und somit zurück zu seiner Mutter fliegen, der er ganz exotische, weisse Milch mitbringt.


Mir ist "Tokkis Reisen" wegen den Illustrationen sofort ins Auge gestochen. Ich liebe die Technik und vor allem die spezielle Farbpalette von Julia Neuhaus. Die Kinder sind dafür vom süssen grünen Tokki mit seinem Rüssel und der Antenne begeistert. Zudem müssen sie auf jeder Seite immer gleich seinen Begleiter suchen. Der kleine ausserirdische Hund macht nämlich meistens etwas Lustiges.


Aber auch die Geschichte macht richtig Spass. Durch die vielen Personen kann man beim Erzählen schön die Stimme verstellen.
Obwohl Till Penzek für die Kinder bisher unbekannte Begriffe wie Space-Ball, Schwupps-Kompensator oder Andromeda-Äpfel verwendet, ist die Sprache sehr gut verständlich und ich war erstaunt, wie schnell diese besonderen Begriffe im Kopf geblieben sind - vielleicht gerade weil sie etwas Spezielles sind.


Fazit:
"Tokkis Reise" steht bei uns hoch im Kurs.
Mit einer spannenden Tauschgeschichte und wunderschönen Illustrationen zeigt uns der kleine Ausserirdische, wie wichtig es ist, einander zu helfen, so dass schlussendlich alle ihr Ziel erreichen.

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Tags: ab 4 jahren, ausserirdisch, bilderbuch, tauschen   (4)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

rituale, bilderbuch, ab 4 jahre, humor

Grododo

Michaël Escoffier , Anna Taube , Kris Di Giacomo
Fester Einband: 56 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2017
ISBN 9783551515094
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Hase Cäsar freut sich nach einem langen Tag endlich schlafen zu gehen. Wie jeden Abend stellt er ein Glas Wasser auf seinen Nachttisch und seine Pantoffeln auf den kleinen Teppich, überprüft, dass sich kein Monster unter seinem Bett versteckt, drückt seinen Teddy, schliesst ein Auge, dann das zweite und schläft auf beiden Ohren ein. Doch plötzlich schreckt er hoch. Wer wagt es, ihn beim Schlafen zu stören? Er schaut nach und sorgt für Ruhe. Aber die währt leider nicht lange. Cäsar wird immer wieder geweckt, wird immer wütender und müder, so dass sein Zubettgeh-Ritual immer mehr durcheinander gerät.

Es gibt Bilderbücher, die kaufe ich einfach für mich. "Grododo" von Michaël Escoffier und Kris Di Giacomo war so eines. Ich habe das Cover gesehen, und mich sofort verliebt. Auch wenn ich mir dachte, dass meine Kinder dieses spezielle Buch nicht sonderlich mögen würden, konnte ich nicht widerstehen.

Die Illustrationen von Kris Di Giacomo sind nämlich kunstvoll und in grau-braun-Tönen gehalten, was eine tolle Atmosphäre ergibt. Die Geräusche, die Cäsar aufwecken, werden als immer wiederkehrende Wörter auf einer ganzen Doppelseite optisch dargestellt. Damit kann man beim Erzählen spielen und die Spannung erhöhen.

Aber genau wegen den eher düsteren, sehr speziellen Bildern dachte ich, dass meine Kinder nicht so auf "Grododo" anspringen würden. Doch ich wurde überrascht. Vor allem mein Sohn (bald 5) hat nun ein neues Lieblingsbilderbuch. Als wir Cäsar das erste Mal beim Zubettgehen begleitet hatten, lachte er sich kringelig. Kinder lieben Wiederholungen und Rituale. Michaël Escoffiers Spiel mit den kleinen Verwechslungen bringt sehr viel Humor und wird hier geliebt.
Die letzte Doppelseite bringt übrigens noch einen krönenden Abschluss, an dem vor allem die Erwachsenen ihre Freude haben.

Fazit:
"Grododo" ist ein wunderbares Bilderbuch, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Die Geschichte spielt humorvoll mit den Ritualen vor dem Zubettgehen und besticht mit kunstvollen und atmosphärischen Illustrationen.
Vielen Dank Michaël Escoffier und Kris Di Giacomo! Wir haben ein neues Lieblingsbilderbuch!

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Tags: ab 4 jahre, bilderbuch, humor, rituale   (4)
 

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kunst, zwillinge, liebe, jugendbuch, young adult

Ich gebe dir die Sonne

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei cbt, 21.11.2016
ISBN 9783570164594
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt Bücher, da weiss man schon nach wenigen Seiten, dass man sie lieben wird. "Ich gebe dir die Sonne" von Jandy Nelson ist so eine Geschichte. Eine Geschichte, die mich tief beeindruckt und begeistert hat und die ich kaum in Worte fassen kann. Eine Geschichte, die man selber erleben muss.

Die Zwillinge Noah und Jude sind mit 13 Jahren zwar sehr unterschiedlich, aber unzertrennlich. Doch dann schleicht sich die Eifersucht ein, um den Stellenwert bei den Eltern aber auch aufeinander. Drei Jahre später sprechen sie kaum noch ein Wort miteinander und es hat den Anschein, als hätten sie die Rollen getauscht. Mit 13 Jahren war Noah sehr introvertiert und drückte sich vor allem durch das Malen aus, Jude war dagegen draufgängerisch und frei. Doch heute studiert sie an der Kunsthochschule, die immer Noahs Traum war. Er hingegen nimmt keinen Pinsel, keine Stifte mehr in die Hand.

Die Erzählweise ist etwas ganz Besonderes, denn wir erleben Noah als 13-jährigen in der Vergangenheit und Jude heute als 16-jährige. Obwohl wir so mit jedem Perspektivenwechsel auch noch einen Zeitsprung haben, bereitet es keine Schwierigkeiten, der Handlung zu folgen.

Erst nach und nach erkennt man, wie die unterschiedlichen Charkatere zusammenspielen, was es mit den Familiengeheimnissen auf sich hat und was dann schlussendlich wirklich zum Bruch zwischen den Zwillingen geführt hat. Jandy Nelson zieht im Hintergrund geschickt die Fäden und schafft die Balance zwischen dem individuellen Schicksal und dem gemeinsamen Drama.

"Ich gebe dir die Sonne" ist ein ruhiges Buch, das mit facettenreichen Charaktere überzeugt. Was die Geschichte jedoch hervorhebt ist die Sprache. Jandy Nelson erzählt so intensiv, zum Teil poetisch, dass man als Leser auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgerissen wird. Einmal begonnen, konnte ich mich dieser Sprachgewalt nicht mehr entziehen. Das ist Erzählkunst!

Jandy Nelson hat mir ein wundervolles und intensives Leseerlebnis geschenkt und obwohl das Buch doch knapp 500 Seiten umfasst, hätte ich NoahundJude nur zu gerne noch ein Stück weiter begleitet.

Fazit:
tiefgründig, intensiv, sprachgewaltig
Jandy Nelson vereint in "Ich gebe dir die Sonne" eine tiefgründige, fesselnde Geschichte mit Sprachkunst. Mir fehlen immer noch die Worte, um diesem Meisterwerk der Jugendliteratur gerecht zu werden. Ich kann euch nur ans Herz legen, NoahundJude selber kennenzulernen.

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Tags: coming-of-age, jugendliteratur   (2)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bilderbuch, fliegende kiste, originel, vergangene zeite, oldtimer

Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste

Peter Bently , Salah Naoura , David Roberts
Fester Einband
Erschienen bei Knesebeck, 16.02.2017
ISBN 9783868739206
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es gibt Bilderbücher, die schaue ich als Mutter an, bin begeistert, denke aber, dass es eher ein Buch für Erwachsene sei. Meistens habe ich recht, doch dann überraschen mich meine Kinder ab und zu. Genau das ist mir bei "Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste" passiert.

Die Illustrationen sind farbenfroh, detailliert, zum Teil witzig und begeistern mit einem Hauch Nostalgie, denn Peter Bently und David Roberts haben sich wohl nicht nur beim Titel sondern auch bei der Kleidung und den Flugzeugen beim Film "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten" inspirieren lassen.
Ausser auf dem ersten Bild findet sich sonst überall zumindest ein Teil des gelben Flugzeuges und auf beinahe jede Seite hat sich ein blauer Vogel geschlichen. So kann man beim Erzählen gleich noch ein kleines Suchspiel initiieren. Ich hätte es aber noch besser gefunden, wenn David Roberts dieses süsse Details wirklich durch die ganze Geschichte gezogen hätte.

Peter Bentlys Geschichte ist sehr humorvoll und bekommt durch die Reimform eine ganz eigene Dynamik. Beim Vorlesen hebt man beinahe ab, so dass es dem Leser und den Zuhörern grossen Spass bereitet. Der Text ist nicht immer gleich gross geschrieben und manchmal werden die Sätze sogar Teil der Geschichte und schlingern mit dem Flugzeug um die Wette.

So ist "Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste" meiner Meinung nach nicht das typische Bilderbuch, auf das alle Kinder fliegen. Es ist künstlerisch, originell, witzig und eher anspruchsvoll. Aber ich kann euch verraten, dass es seit einiger Zeit zu den beiden Lieblingsbüchern meines Sohnes zählt. Immer wieder möchte er es vorgelesen bekommen, was uns beiden grossen Spass bereitet.

Fazit:
"Die tollkühnen Schafe in ihrer fliegenden Kiste" ist ein äusserst originelles und humorvolles Bilderbuch. Die charmanten Illustrationen und der temporeiche Text in Reimen stösst bei uns auf grosse Begeisterung, so dass wir immer wieder im knallgelben Flugzeug Platz nehmen und eine Runde drehen.

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Tags: bilderbuch   (1)
 

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203 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

angelfall, susan ee, engel, apokalypse, raffe

Angelfall - Tage der Dunkelheit

Susan Ee , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453317482
Genre: Fantasy

Rezension:


Was hatte ich mich gefreut, als ich hörte, dass "Angelfall" doch noch weiter übersetzt werden würde. Dem ersten Band "Nacht ohne Morgen" hatte ich damals nämlich sogar die Goldene Leseente verliehen. Da ich das Ende von Band 1 nochmal etwas aufgefrischt hatte, fiel mir der Einstieg in "Tage der Dunkelheit" leicht. Die Handlung setzt nämlich nahtlos an den Vorgänger an, doch Susan Ee hat auch sowieso einige Wiederholungen eingebaut.


So steckt man schnell wieder in der apokalyptischen USA, muss aber leider feststellen, dass die Geschichte etwas auf der Stelle tritt. Penryn versucht immer noch ihre Schwester zu retten und ihre Familie zusammenzuhalten und Raffe ist immer noch auf der Suche nach seinen Engelsflügeln - nun bedauerlicherweise jedoch alleine.
Schon bald musste ich feststellen, dass sich die so spannende Engelsfantasy aus Band 1 in ein etwas zu gewolltes Horrosszenario im Monsterkabinett gewandelt hatte.


Je länger die Geschichte dauerte, desto mehr hatte ich zu bemängeln. Der grösste Kritikpunkt ist ganz klar die Abwesenheit von Raffe. Die spritzigen Dialoge zwischen den beiden so unterschiedlichen Charaktere hatten Band 1 so richtig aufgemischt und ohne die blieb fast nur noch die Angst vor den schrecklichen Skorpionen.
Dann entwickelte Raffes Schwert, das nun in Penryns Besitz war, plötzlich ein Eigenleben und zeigte ihr Einblicke in Raffes Leben. Vielleicht wollte die Autorin damit Raffes Abwesenheit ausgleichen, doch das missriet meiner Meinung nach gleich doppelt. Zum einen war das Schwert weder arrogant, sarkastisch noch sexy und zum anderen waren mir diese Rückblicke fast zu viel, sie zogen die Handlung zu sehr in die Länge.


Dann endlich, leider erst etwa 100 Seite vor dem Ende, tritt Raffe wieder in Action und "Angelfall - Tage der Dunkelheit" zeigt uns kurz, was wir an seinem Vorgänger so geliebt haben: Sarkasmus, einige humorvolle Wortgefechte und die Anziehung der beiden. Und so versöhnt der Abschluss etwas und lässt mich hoffnungsvoll auf das grosse Finale warten.


Auch wenn ich einiges an diesem zweiten Band zu bemängeln habe, ist und bleibt Penryn eine tolle Protagonistin. Obwohl ihre Situation alles andere als rosig ist, versinkt sie nicht in Selbstmitleid. Sie weiss genau, was sie will und dieses Ziel verfolgt sie - knallhart, aber mit der nötigen Portion Menschlichkeit.


Der Schreibstil von Susan Ee ist einfach und sehr flüssig zu lesen. Auch dieses Mal baut sie eine düstere Atmosphäre auf und schafft einige Gruselmomente, gleich faszinieren konnte mich das Setting jedoch nicht mehr.
Leider ist "Tage der Dunkelheit" doch ein typischer Mittelteil und so stehen wir am Ende des Buches eigentlich wieder am gleichen Punkt wie nach Band 1. Sehr schade.


Fazit:
Ehrlich gesagt bin ich gerade etwas fassungslos. Wie konnte es passieren, dass eine Trilogie, die so fulminant und innovativ gestartet ist, so ins Mittelmass abrutscht? Hatte ich meine Erwartungen zu sehr geschürt?
Nur gut, dass sich "Angelfall - Tage der Dunkelheit" trotz meinen Kritikpunkten sehr flüssig lesen lässt und mich das Ende doch noch etwas versöhnlich stimmen konnte, so dass ich doch unbedingt das Finale lesen möchte. Ich würde doch so gerne nochmals eine Goldene Leseente verleihen ....

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Tags: endzeit, postapokalypse, urban fantasy   (3)
 

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127 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

homosexualität, listen, favoriten, herzklopfen, verwirrung

Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass du du bist

Todd Hasak-Lowy , Karsten Singelmann
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 11.07.2016
ISBN 9783407821713
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Spezielle Bücher verlangen nach einer speziellen Rezension.
Damit ihr ein genaueres Bild davon bekommt, wie sich "Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatasache, dass du du bist" von Todd Hasak-Lowy liest, habe ich meine Meinung im gleichen Stil verfasst.




Eine Rezension in Listen:




3 erste Gedanken zum Buch:
- Wow, ist das ein Wälzer!
- Oh ja, ein spezielles Buch braucht auch eine besondere Aufmachung.
- Ein Roman in Listen .... ich bin gespannt, wie das der Autor löst.


4 Themen, die "Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass du du bist" anspricht:
- Homosexualität eines Vaters
- Die Suche nach Liebe und sich selbst
- Drogensucht
- Pubertät


5 Fakten zum Protagonisten Darren Jacob:
- Darren ist 15 Jahre alt und geht zur North High School
- Er ist weder mit seinem Namen noch mit sich selbst zufrieden.
- Darren vermisst seinen Bruder Nate, der in Ann Arbor aufs College geht
- Nachdem sich seine Eltern haben scheiden lassen, eröffnet ihm nun sein Vater, dass er schwul ist. Daraufhin ist er so verwirrt und wütend, dass er mit dem Bus zu seinem Bruder fährt
- Darren hat ein gutes Herz, ihn plagen aber die ganz normalen Probleme der Pubertät.


4 bestimmte Orte, an denen ich dieses Buch gelesen habe:
- in der Toskana, wo ich mit meiner Familie und der meines Bruder für eine Woche im Urlaub war
- auf dem Sofa, eingekuschelt in eine Wolldecke, weil es zurück in der Schweiz richtig kalt ist
- am Esstisch, nachdem die Kinder fertig gegessen hatten
- auf dem Klo, als ich für fünf Minuten meine Ruhe suchte  -  naja, vielleicht auch für zehn Minuten


13 Wörter, die ich mir beim Lesen notiert habe:
- Darren Jacobs
- North High School
- Vater
- schwul
- Nate, Bruder
- Spind
- Maggie
- Ensemble
- Busfahr
- Zoe
- Ann Arbor
- küssen
- Drogen


5 positive Punkte zum Buch:
- Ich mag spezielle Bücher und das ist "Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatasache, dass du du bist" ganz klar.
- Ein Buch nur in Listen zu verfassen ist eine tolle Idee und ich war erstaunt, wie gut es Todd Hasak-Lowy gelingt, damit auch eine fortlaufende Handlung zu erzählen.
- Die Charaktere sind sehr facettenreich und zeigen wunderbar, dass niemand perfekt ist.
- Toll, wie der Autor Musik in die Geschichte einfliessen lässt. Zum einen spielt Darren in einem Ensemble Bass, zum anderen hört er in der Pause Jazzmusik. Ihm ist Musik sehr wichtig und so schickt er auch Zoe Songlisten, mit denen er seine Gefühle ausdrückt.
- Auch wenn dieser Roman 'nur' aus Listen besteht, gewährt er uns einen authentischen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt eines Teenagers.


3 Dinge, die mich beim Lesen gestört haben:
- Darren verliert mit seinen Listen oft den roten Faden und zählt völlig nebensächliche (aber dafür oft auch amüsante) Dinge auf. So hatte ich oft das Gefühl, in der Handlung nicht vorwärts zu kommen und musste mich an der Nase nehmen, nicht zu überfliegen und nur die Überschriften der Listen zu lesen.
- In der Pubertät will man sich abgrenzen und so blieb mir auch Darren stellenweise zu distanziert. Zum Teil hätte ich mir viel mehr Emotionen vom Protagonisten gewünscht.
- Darrens Selbstfindungstrip beginnt eigentlich mit dem Coming-out seines Vaters. Er sagt auch immer wieder, dass er keine Problem damit habe und doch ist er wütend. Schade, dass die Thematik immer mehr in den Hintergrund gerückt ist und schlussendlich nicht wirklich gelöst wird.


5 Bestandteile meines Lese-Outfits:
- schwarze Trainingshose
- Ringelshirt
- Kapuzensweater
- graue Socken mit Sternchen
- schwarz-lindgrüne Brille 


1 Schlusswort zum Buch:
-"Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatasache, dass du du bist" ist ein ganz aussergewöhnlicher Jugendroman. Todd Hasak-Lowy erzählt nur in Listen von den familiären und persönlichen Problemen eines Teenagers. Äusserst spannende Charaktere und der spezielle Schreibstil zeichnen dieses Buch aus. Darrens ausschweifende Gedanken und einige völlig belanglose Listen haben meinen Lesespass jedoch leider in Grenzen gehalten.

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Tags: homosexualität, jugendprobleme, jugendroman, listen, pubertät   (5)
 

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151 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

liebe, jugendbuch, krankheit, fischer, tabletten

Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden

Emily Barr , Maria Poets
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440075
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Flora Banks ist ein ganz aussergewöhnlicher Teenager. Sie leidet nämlich an anterograder Amnesie, das heisst, dass sie sich an nichts erinnern kann, das nach ihrem 10. Geburtstag passiert ist. Sie hilft sich mit einem Erinnerungs-Buch, einer Flut Notizzettel und den wichtigsten Stichwörtern auf ihren Armen.
Doch dann küsst sie Drake, den Freund ihrer einzigen und besten Freundin. Dies ist für Flora so einschneidend, dass sie sich daran erinnern kann. Drake kann ihr helfen, sich zu erinnern! Nur dumm, dass er zum Studieren in die Arktis fährt und Flora mit ihrem Gefühlschaos alleine lässt. Doch wir erleben, wie sich Flora weiterentwickelt, über sich hinaus wächst und so das Abenteuer ihres Lebens erlebt.


"Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist aus der ich-Perspektive der 17-jährigen Flora erzählt. Emily Barrs Schreibstil ist zwar sehr einfach und schlicht gehalten, doch durch die vielen Wiederholungen durch Floras Amnesie, schafft es die Autorin super, uns Floras Leben und Probleme näher zu bringen. Klar können diese sich ständig wiederholenden Sequenzen den Lesefluss etwas stören und man muss sich erst etwas an diesen doch sehr speziellen Erzählstil gewöhnen, doch man kann sich dadurch viel mehr in die Protagonistin hineinversetzen.


Flora Banks ist ein toller Charakter. Komplex und facettenreich gezeichnet, bekommt man einen wunderbaren Einblick in ihr Innerstes. Durch den Kuss realisiert sie immer mehr, dass sie ja keine zehn Jahre mehr ist sondern eine junge Frau. Durch die Amnesie hat sie viele Ängste und Zweifel, doch sie ist mutig und springt immer wieder über ihren Schatten.


"Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" beginnt sehr ruhig. Emily Barr lässt sich Zeit, uns ihre Protagonistin vorzustellen und uns in ihre Krankheit zumindest zu einem Teil einfühlen zu können. Gekonnt zieht sie nach und nach die Spannung an, Floras Lage spitzt sich immer mehr zu, bis sie sich wirklich auf die Reise macht. Gegen den Schluss überschlagen sich die Dinge regelrecht. Die Autorin überrascht mit unerwarteten Wendungen, gibt eine gehörige Portion Drama hinzu und bringt Licht ins Dunkle. Dazu schleicht sich leider die eine oder andere Ungereimtheit ein. Mir persönlich war es schon fast ein bisschen zu viel in zu kurzer Zeit, doch das Ende lässt einen versöhnlich und hoffnungsvoll zurück.


Fazit:
"Jeder Tag kann der schönste in deinem Leben werden" ist ein wirklich aussergewöhnlicher Coming-of-Age Roman! Emily Barrs Debüt ist zwar nicht ganz rund, dafür aber ein ungeschliffener Diamant mit starker Protagonistin, interessanter Thematik und einer wichtigen Botschaft: Sei mutig!

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Tags: coming-of-age, krankheit, liebe   (3)
 

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kinderalltag, schnuller, bilderbuch

Schnulleralarm

Maria Jönsson , Ruth Nikolay
Fester Einband
Erschienen bei Hanser, Carl, 13.03.2017
ISBN 9783446255388
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Valdemar liebt seinen Schnuller über alles, doch sein Vater meint eines Tages, dass Schnuller nur etwas für kleine Wölfe seien. Er nimmt Valdemars Schnuller und schneidet ihn auseinander. Nur gut, dass das Wolfskind noch einen Schnuller im Schrank hat ... und noch einen roten Schnuller unter dem Bett ....
Valdemar findet auch, dass er schon ein grosser Wolf ist und so darf er doch auch selber bestimmen, wann er seinen Schnuller abgibt. Doch dann verliert seine kleine Schwester ihren Schnuller und Valdemar lernt, was es heisst, ein grosser Wolf und vor allem ein grosser Bruder zu sein.

Die meisten Kleinkinder lieben ihren Schnuller. Ich persönlich hatte auch das Gefühl, dass sie, je älter sie werden, immer fixierter auf das Kautschukteil reagieren. Da stellt sich dann irgendwann die Frage, wann damit Schluss sein soll und wie man das am besten anstellt. Es gibt nur wenige Kinder, die den Schnuller von sich aus in den Abfalleimer werfen. Andere geben ihn dem Nikolaus mit, gehen einen Handel mit ihren Eltern ein oder binden ihn an einen Schnullerbaum.

"Schnulleralarm" ist ein tolles Buch, um ein Kind, das nicht auf seinen Schnuller verzichten möchte, für die Problematik zu sensibilisieren. Am besten ist es nämlich immer, wenn ein Kind aus eigenen Beweggründen den Schnuller abgibt.
Maria Jänsson bietet uns eine sehr humorvolle Geschichte, denn nur schon die Kombination Wolf und Schnuller zaubert einem ein Schmunzeln aufs Gesicht.
Ihre Illustrationen sind sehr schlicht und mit wenigen Farben gestaltet, so dass sie das Erzählte genau auf den Punkt bringt.

Meine Kinder brauchen beide keinen Schnuller mehr, doch sie haben sich köstlich über "Schnulleralarm" amüsiert. Und wenn es das Buch schon vor drei Jahren gegeben hätte, hätte ich damit bestimmt versucht meinen Sohn von seinem geliebten Nuggi zu trennen.

Fazit:
"Schnulleralarm" kann hilfreich und unterhaltsam sein.
Zum einen kann man mit dem Wolf Valdemar versuchen, seinem eigenen Kind aufzuzeigen, dass man irgendwann zu alt für einen Schnuller ist oder aber man amüsiert sich einfach ob der süssen und witzigen Geschichte.

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Tags: bilderbuch, kinderalltag, schnuller   (3)
 

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bilderbuch, biene, natur, urban gardening, artenvielfallt

Mia und das Blumenwunder

Alison Jay , Erwin Grosche , Alison Jay
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401711485
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Mia liebt Blumen, aber davon gibt es leider in der grossen Stadt, in der sie lebt, nicht viele. Als sich eine Biene in ihr Zimmer verirrt, erschrickt Mia zuerst und fängt die Biene. Dann liest Mia, wie nützlich Bienen sind und sie gibt ihr Zuckerwasser zu trinken, damit Bienchen gross und stark wird. Danach lässt sie die Biene wieder frei. Doch nach einem Unwetter klopft es an ihrem Fenster. Bienchen steht ganz nass davor. Mia hilft ihr und die beiden erleben einen tollen Sommer. Bienchen wächst und wächst, bis es sogar grösser als Mia ist

Doch eines Tages ist die Biene ganz traurig. Sie träumt vom Duft der fernen Wiesen. Mia weiss, wo es Blumen gibt und gemeinsam fliegen sie aus der Stadt hinaus. Dort zeigt Bienchen Mia ihre Lieblingsblumen: Mohn, Löwenzahn und Gänseblümchen. Gemeinsam sammeln sie ihre Samen und streuen sie über der ganzen Stadt aus. Als es Herbst wird, verabschiedet sich Bienchen von Mia. Nach dem Herbst und Winter kommt der Frühling und Mia lernt Max kennen. Und als die Sonne richtig scheint, erleben die beiden neuen Freunde ein richtiges Blumenwunder in der Stadt. Und von all den Blumen werden auch ganz viele Insekten angelockt.

"Mia und das Blumenwunder" ist ein zauberhaftes Bilderbuch. Es begeistert mit wunderschönen, harmonischen Bildern, die zum Teil eine ganze Doppelseite einnehmen, dann aber wieder im Stil einer Bildergeschichte angeordnet sind. So kann man die aufkeimende Freundschaft zwischen Mia und der Biene wunderbar mitverfolgen und sieht, wie die Zeit vergeht.

Aber auch die Geschichte selber ist sehr schön und fantasievoll. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich nach dem Erzählen einige Kinder ausmalen, wie es ist, auf dem Rücken einer Biene über die Stadt zu fliegen.

Der Anhang "Sag Ja zur Biene!" bietet noch mehr Informationen zu den Bienen und hat mir sehr gut gefallen. Die meisten Kinder sind nämlich sehr wissbegierig und fragen einem nach dem Erzählen eines Bilderbuches gerne Löcher in den Bauch.

Fazit:
"Mia und das Blumenwunder" von Alison Jay ist ein zauberhaftes Bilderbuch. Es ist wunderschön illustriert und es würde mich nicht wundern, wenn die Kinder danach Bienen mit ganzen anderen Augen betrachten und eigene Blumen ansäen wollen würden.

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Tags: biene, bilderbuch, freundschaf, natur   (4)
 

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abenteuer, sterne, suche, sensibilitä, ferkel

Krümel und Fussel - Immer dem Rüssel nach

Judith Allert , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 30.01.2017
ISBN 9783473446902
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die beiden Wollschweine Krümel und Fussel lieben ihr Leben bei ihrer Grossfamilienwollschweinsippe auf dem Hof. Doch eines Abends bemerkt Krümel einen Schatten und er folgt ihm neugierig - bis er gegen den Holzzaun läuft. Und da funkelt etwas über dem Zaun! Doch das Funkellicht ist am nächsten Morgen weg. Fussel ist das schweinspupsschnurz, doch Krümel ist das ewige suhlen, buddeln und Nickerchen machen leid. Er riecht das Abenteuer! Und als er beobachtet, wie eine Maus durch den Zaun nach draussen huscht, ist ihm klar, dass er das auch schafft.Und so machen sich die beiden Wollschweine auf die Suche nach dem Funkellicht. Dabei verbringen die beiden eine Nacht im Wald und gruseln sich vor schaurigem Geheul, treffen den Fuchs, der sich hungrig über das Maul leckt und sehen auch den Schatten wieder, vor dem sogar der Fuchs Angst hat.
Ich bin ein grosser Fan der Illustratorin Joëlle Tourlonias. Sie drückt jedem Buch ihren ganz eigenen Stempel auf, so dass man sofort erkennt, welche Werke sie gestaltet hat. So hat mich auch "Krümel und Fussel" angelacht, denn nur schon das schlichte Cover verspricht eine süsse Geschichte.
Die beiden frechen Wollschweinferkel sind wirklich allerliebst und gross und klein wird sie sofort ins Herz schliessen. Ganz toll finde ich, dass sich die Autorin Judith Allert von ihren eigenen Wollschweinen hat inspirieren lassen und Joëlle Tourlonias auf ihren Hof einlud, um Krümel und Fussel zu studieren und malen.
Kinder lieben meistens kunterbunte Bilderbücher, hier machen sie ganz bestimmt eine Ausnahme. "Krümel und Fussel" ist nämlich in gedeckten grün-braun-blau-Tönen gehalten und, weil ein Teil der Geschichte in der Nacht spielt, recht dunkel. Dies gibt den liebevollen Bildern sogar noch einen ganz eigenen Charme.
Aber auch die Geschichte der beiden Wollschweinferkel, die alleine die Welt erkunden wollen, ist allerliebst. Die Autorin hat ganz viele schweinische Wortkreationen einfliessen lassen, so dass wirklich ein wunderbrostiges, schweinotastisches Bilderbuch entstanden ist, das ich nur weiter empfehlen kann.Da "Immer dem Rüssel nach" der Auftakt einer Bilderbuch-Reihe ist, freue ich mich schon riesig auf ein weiteres Abenteuer mit Krümel und Fussel.
Fazit:Vergrunzt noch mal! Solche Bilderbücher sollte es definitiv mehr geben!Es gibt Bilderbücher, bei denen sieht man auf den ersten Blick, dass man sie lieben wird. "Krümel und Fussel - Immer dem Rüssel nach" ist eines davon. Das wollschweinische Abenteuer mit viel Humor wird von den liebevollen Illustrationen perfekt ergänzt, so dass es auch bei grösseren Kindern (und ganz grossen Erwachsenen) auf Begeisterung stösst. Nur gut, dass dies der Auftakt zu einer Bilderbuch-Reihe ist, denn ich will definitiv mehr von den beiden Wollschweinen ....

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Tags: bilderbuch, tiere   (2)
 

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fantasie, mädchen, erstes lesen, erstlesebuch

Erdbeerinchen Erdbeerfee. Im Erdbeergarten ist was los

Stefanie Dahle , Stefanie Dahle
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401708171
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Es gibt sehr viele Erstlesebücher, doch die Reihe "Der Bücherbär: Mein Abc-Lesestart" aus dem Arena Verlag konnte mich als Mutter und Erdbeerinchen Erdbeerfee meine Tochter begeistern. Die Bücherbär-Reihe richtet sich an Leseanfänger nach dem Abschluss des Buchstabenlernens. 


In "Erdbeerinchen Erdberfee. Im Erdbeergarten ist was los" werden zuerst einmal alle vorgestellt, die in der Geschichte mitspielen und schwierige Wörter im Text werden mit einer Zeichnung bildlich dargestellt. Erst dann geht die Geschichte wirklich los. Jede Seite enthält nur sehr wenig Text, der schön gross gedruckt ist. So kann das Kind gut seinen 'Lesefinger' nutzen und ist motiviert, weil es gut vorwärts kommt.


Jede Seite ist wirklich allerliebst illustriert und so wird Erbeerinchen Erdbeerfee bestimmt jedes Mädchenherz im Sturm erobern. Zwischendurch gibt es immer mal wieder eine Seite, die wie eine Bildergeschichte gegliedert ist, was das Textverständnis erleichtert und Abwechslung bringt. Stefanie Dahl arbeitet zusätzlich mit Sprechblasen, welche meine Tochter immer als erstes lesen musste.


Aber nicht nur die Gliederung und optische Aufmachung der Geschichte konnte uns überzeugen, auch der Inhalt ist sehr ansprechend. Meine Tochter war ganz erfreut, dass Erdbeerinchen Erdbeerfee den Tieren ein eigenes Hotel baut. Man könnte das Buch auch gut als Anlass nehmen, ein eigenes Insektenhotel zu bauen oder in der Umgebung welche zu suchen.


Als Abschluss gibt es noch Buchstaben- und Leserätsel, welche das Gelesene nochmal abrufen und zum Erzählen ermuntern.


So ist "Im Erdbeergarten ist was los" ein rundum gelungenes Erstlesebuch, das meine Tochter motivieren und begeistern konnte. Bei uns werden definitiv noch mehr Bücherbären einziehen.


Fazit:
"Erdbeerinchen Erdberfee. Im Erdbeergarten ist was los" von Stefanie Dahle ist ein wunderschönes und auch inhaltlich ansprechendes Erstlesebuch, das sehr abwechslungsreich gestaltet ist. 

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Tags: erstes lesen, erstlesebuch, fantasie, mädchen   (4)
 

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kinderbuch, bilderbuch, großvater, bäume, gartenbaukunst

Großvaters Bäume

Lane Smith
Fester Einband: 44 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354233
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein Junge erzählt vom Leben seines Grossvaters. Wie er auf einem Bauernhof aufwuchs, in der vierten Klass Windpocken bekam, dass er Gartenbau studieren wollte, aber in den Krieg ziehen musste, wie er eine wunderschöne Frau kennenlernte und heiratete und wie die beiden Kinder und noch viel mehr Enkelkinder bekamen ...

Früher hat sich der Grossvater an alles erinnert, heute vergisst er vieles. Doch sein Garten bewahren sein Leben, hüten seine Erinnerungen. Und so geht der Junge beim Erzählen durch diesen Garten und die Lebensgeschichte seines Grossvaters wird durch beschnittene Sträucher und Bäume untermalt.

Die Bilder von Lane Smith sind wunderschön. Der Kontrast der satten Grüntöne und den feinen schwarzen Linien ergänzen sich perfekt und ist sehr harmonisch. So laden die Bilder zum Staunen und Entdecken ein, denn "Grossvaters Bäume" lebt von den Illustrationen.
Die Geschichte selber ist sehr ruhig und unspektakulär. Der tiefere Sinn wird erst beim genauen Hinschauen entdeckt.

Zu diesem kunstvollen Bilderbuch greifen wahrscheinlich vor allem Erwachsene. Für Kinder wird es ab 4 Jahren empfohlen. Um der Geschichten aber Gewicht zu geben, muss man es erzählen und besprechen - am besten sogar mit den Grosseltern.


Fazit:
"Grossvaters Bäume" kann auf unterschiedliche Weise in die Hand genommen werden. Entweder man bestaunt einfach die kunstvollen Illustrationen von Lane Smith, man lässt sich Grossvaters Lebensgeschichte erzählen oder aber man setzt sich mit dem Leben, Erinnerungen, dem älter werden intensiver auseinander.So ist dieses wunderschöne Bilderbuch für gross und klein zu empfehlen. (Für klein am besten zusammen mit dem Grossvater.)

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Tags: ab 4 jahren, bilderbuch, famili, grosseltern   (4)
 

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sekte, carlsen, liebe, lügen, leseempfehlung

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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storch, froschkönig, frosch, kugel;

Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung

Gerlis Zillgens , Katja Jäger
Fester Einband: 92 Seiten
Erschienen bei Südpol, 28.02.2017
ISBN 9783943086386
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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kinderbuch, familie, vater, ab 6 jahre

Löwenväter singen nicht!

Martin Baltscheit , Martin Baltscheit , Martin Baltscheit
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407747594
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Martin Baltscheit kenne ich vor allem von seinem Bilderbuch "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte", das schon fast ein Klassiker ist. Seit letztem Jahr gibt es nun genau diesen Löwen, der nicht schreiben kann, auch für etwas ältere Kinder, zum Vorlesen aber auch zum ersten Selberlesen.


In "Löwenväter singen nicht!" fährt die Löwin zu ihrer Schwester und der Löwe muss auf die drei Äffchen aufpassen. Dass die drei so viel Aufmerksamkeit brauchen, passt ihm jedoch gar nicht, denn er ist gerade dabei, lesen zu üben. Nach dem Spielen und Essen organisieren muss sich der Löwe auch noch im Erzählen einer Gutenachtgeschichte üben. Und das, obwohl er doch nicht so gut vorlesen kann und sich deshalb etwas ausdenken muss ....
Nach dem dritten Versuch zittern die Äffchen vor Angst und wünschen sich nur noch ein Gutenachtlied. Doch Löwen können doch nicht singen. Wie kann er die drei Äffchen doch noch zum Schlafen bringen?


Ich habe "Löwenväter singen nicht!" vorgelesen und es hat Tochter und Sohn begeistert. Die Geschichte hat eine ideale Länge, so dass sie gut an einem Abend vorgelesen werden kann.


Die Illustrationen wirken sehr gut und haben einen enorm hohen Wiedererkennungswert. Gelungen ist auch die Kombination aus farbigen Bildern und Figuren im comicstil, die zum Teil mit Sprechblasen ergänzt wurden.
Die Äffchen sind wild und die letzte Gutenachtgeschichte ist doch etwas gruselig (vor allem das Bild dazu), so dass das Buch ganz bestimmt auch Jungs in seinen Bann zieht.


Erwähnenswert ist auch noch, dass der Text in drei verschiedenen Farben gedruckt ist. Die Normale Geschichte und auch die Ankündigungssätze sind schwarz, die direkte Rede hebt sich in einer anderen Farbe hervor. Der Löwe brüllt in braun, die Äffchen rufen in Türkis. Das ist wirklich sehr gelungen und erleichter das Selberlesen und Verstehen. Zudem variert auch die Grösse einzelner Textstellen. Je lauter ein Satz gebrüllt wird, desto grösser ist er abgedruckt.


Fazit:
"Löwenväter singen nicht!" ist ein rundum gelungenes Kinderbuch, das meine Kinder wie auch mich begeistert. Die löwenstarke Geschichte wird mit eindrücklichen Bildern untermauert und der unterschiedlich formatierte Text erleichtert das erste Selberlesen.
Martin Baltscheits Bücher sollten definitiv in keinem Kinderbuchregal fehlen!

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Tags: ab 6 jahre, familie, kinderbuch, vater   (4)
 

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fantasy, ein meer aus tinte und gold, traci chee, jugendbuch, abenteuer

Ein Meer aus Tinte und Gold (Das Buch von Kelanna 1)

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Noch vor dem ersten Kapitel erfahren wir einiges über eine Welt namens Kelanna, eine wundervolle und schreckliche Welt aus Wasser, Schiffen und Magie. Die Menschen waren wie wir, doch sie konnten weder lesen noch schreiben, es wurde nie ein Alphabet entwickelt. Wichtige Geschichten wurden von Mund zu Mund weitergegeben, andere gerieten in Vergessenheit. Und dann gab es eine Geschichte über ein geheimnisvolles Ding namens Buch, das einen grossen Zauber barg.

Sefias Eltern wurden schon früh ermordet. Seither kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Als diese dann jedoch entführt wird, macht sie sich alleine auf, um Nin zu befreien und ihre Eltern zu rächen. Sie glaubt, dass alles mit dem geheimnisvollen Paket, das einzige, was ihr von ihren Eltern geblieben ist, zusammenhängt. Darin findet Sefia nämlich ein sagenumwobenes, verbotenes Buch.

Sefia ist eine sehr eigenwillige Protagonistin, die ich jedoch schnell ins Herz geschlossen hatte. Zwar konnte ich nicht alle Entscheidungen gut heissen, doch sie hat Ecken und Kanten und das mag ich sehr.
An ihrer Seite kämpft Archer. Er hat eine wirklich schlimme Vergangenheit. Seine Ausbildung zum todbringenden Kämpfer rettet Sefia und ihm jedoch einige Male das Leben. Gemeinsam geben sie ein sehr interessantes Gespann ab, das sich sehr gut ergänzt.
Neben den beiden Protagonisten bietet uns Traci Chee noch eine breite Palette an Charaktere, die die Geschichte gehörig durcheinander wirbelt.

Eine Welt zu erschaffen, in der die Menschen nicht lesen können, ist ja für uns Lesebegeisterte recht fies. Doch als ich dann realisierte, dass genau von so einem verbotenen Buch die Magie ausgeht, war ich schnell fasziniert.
Ganz toll ist auch die Geschichte in der Geschichte. Zum einen ist sie im Buch optisch hervorgehoben und zum anderen lässt die Autorin diese geschickt in die eigentliche Handlung einfliessen.
Optisch ist "Ein Meer aus Tinte und Gold" ein richtiges Highlight. Schon von aussen sticht einem das Goldstück sofort ins Auge, aber auch mit der Innengestaltung hat sich der Verlag einiges überlegt. Wunderbar!

"Ein Meer aus Tinte und Gold" ist kein einfaches Buch. Mit seinen verschiedenen Handlungssträngen und Zeitsprüngen ist es sehr komplex. Einige Dinge hätten sicherlich etwas genauer erklärt werden können. So muss man sich Zeit zum Lesen nehmen, sich auf die Welt Kelanna einlassen und wird dann mit einem geschickt eingefädelten Plot und einem magischen Märchen belohnt.

Der Schreibstil von Traci Chee ist märchenhaft poetisch, schon fast literarisch. Er liest sich zwar flüssig, ist für ein Jugendbuch jedoch recht anspruchsvoll.
Die meiste Zeit verfolgen wir zwar Sefia bei ihrer Suche, doch immer wieder machen wir auch einen Abstecher zu einem anderen Charakter.
Durch den personalen Erzählstil bleibt die Protagonistin etwas auf Distanz. Ich hätte sehr gerne einen etwas tieferen Blick in ihre Gedankenwelt geworfen.

Fazit:
"Ein Meer aus Tinte und Gold" ist nicht nur optisch ein Goldstück. Sobald man sich einen Überblick über die komplexe Welt Kelannas und die verschiedenen Handlungssträngen geschaffen hat, bekommt man eine ganz aussergewöhnlich Geschichte geboten, die mit viel Fantasie und einem Hauch Magie zu verzaubern vermag.

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Tags: ab 14 jahren, fantasy   (2)
 

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kinderbuch, ab 6 jahren, tiere, freundschaft

Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt

Meike Haberstock , Meike Haberstock
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 14.07.2016
ISBN 9783845810898
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dass Paula und Pelle zusammengehören, war allen sofort klar, als der Hund am Tag von Paulas Geburt einfach vor der Tür sass, die Fussmatte frass und sich weigerte, wieder zu gehen. Im Gegenteil: Als Papa ihn ins Haus liess, legte er sich neben Paulas Wiege und wich nicht mehr von ihrer Seite. Von da an machten Paula und Pelle alles gemeinsam. So entdeckten sie auch zusammen das Plakat, auf dem ein Wettbewerb angekündet wurde. Gesucht wurde der beste Hund der Welt. Für Paula stand sofort fest, dass die nur Pelle suchen konnten und schnell rannten die beiden Richtung Stadthalle. Doch leider konnten sie nicht einfach so reinmarschieren und den 1. Preis abholen.

Zu viel möchte ich von der Geschichte nicht verraten, nur so viel: Das Buch hat eine sehr schöne Aussage. Man muss nicht anderen nacheifern und sich verbiegen um zu gefallen. So wie man selbst ist, ist es am besten.

"Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt" ist für mich kein Erstlesebuch mehr, sondern eher ein 'Zweitlesebuch'. Sobald die Kinder etwas Routine im Lesen haben und sich auch an eine etwas kleinere Schrift und etwas mehr Text wagen, ist dieses Buch genau das Richtige. Paula und Pelle sind ein richtig tolles Gespann und begeistern bestimmt alle Kinder. Zudem ist die Geschichte zwar einfach und kindgerecht geschrieben, aber mit einer guten Portion Humor angereichert, so dass die Geschichte nicht nur unterhaltsam sondern auch sehr lustig ist.

Meike Haberstock hat ihr Buch auch gleich selber illustriert. Die einfachen, farbenfrohen Bilder sprechen die Kinder sofort an, komplettieren die Geschichte und motivieren zum Weiterlesen.

Fazit:
"Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt" von Meike Haberstock ist ein sehr unterhaltsames und humorvolles Kinderbuch, das auch mit seinen farbenfrohen Bildern punkten kann. Paula und Pelle sind ein richtig tolles Gespann und so macht (vor-)lesen gleich doppelt Spass.

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Tags: ab 6 jahren, freundschaft, kinderbuch, tiere   (4)
 

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fantasy, young elites, marie lu, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Marie Lus neue Reihe "Young Elites" ist im Fantasybereich angesiedelt. Ihre Welt erinnert mich etwas an die Römer, denn die meisten Namen stammen aus dem Italienischen und auch vom Setting her hatte ich immer eine mediterrane Stadt vor Augen.
In Kennattra herrschen aber brutale Zeiten. Nach dem Blutfieber, das mich an die Pest erinnert, überleben nur wenige Kinder. Diese sind gekennzeichnet und können über übernatürliche Kräfte verfügen. Diese Malfettos haben keine Rechte und werden oft von Inquisitoren abgeholt und öffentlich verbrannt. Kein Wunder also, dass sich einige reiche und einflussreiche Malfettos zur Gemeinschaft der Dolche zusammenschliessen.


Die Idee und die Welt von Marie Lu ist sehr gut durchdacht, detailliert geschildert und wird mit einer Karte untermauert. Das hat mir alles ausgesprochen gut gefallen. "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" konnte mich schnell in seinen Bann ziehen, denn die Geschichte geht ohne grosses Vorgeplänkel los und die Autorin beweist einmal mehr ihr Können. Sie hat einen klasse Schreibstil, der mich immer wieder begeistert.


Im Kinder- und Jugendbuchbereich malen die Autoren meist schwarz-weiss. Marie Lu zeigt uns, wie facettenreich und interessant Grau sein kann. Sie wollte uns für einmal auch keine Heldin mit blütenweisser Weste auftischen, sondern eine düstere, böse Protagonistin. Meiner Meinung nach ist ihr dies jedoch nicht ganz gelungen, denn genau mit Andelina lässt sie mich sehr zwiegespalten zurück. 
Adelina hat durch ihre Zeichnung und durch ihren Vater eine harte Kindheit, was erst Mitleid und Verständnis beim Leser weckt. Sie ist zwar recht unsicher, aber man entdeckt in ihr ein starker Wille, der gefällt. Sie könnte eine taffe Protagonistin, eine raffinierte Schurkin werden, doch irgendwie kann sie sich einfach nicht entscheiden. Wir durchleben mit ihr ein Hin und Her, das meine Nerven doch ab und zu etwas strapaziert hat.


Auch der am Anfang so schöne Spannungsbogen erlitt im Mittelteil den einen oder anderen Durchhänger. Dazu kam, dass mir der Fantasyaspekt in dem Bereich zu viel Platz einnahm. Doch dann kommt eine überraschende Wendung und Marie Lu nimmt wieder alle Fäden in die Hand und beweist, dass sie schreiben kann. Ein überaus spannendes letztes Drittel und ein vielversprechender Epilog schüren das Interesse auf die Fortsetzung.


Fazit:
"Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" ist ein besonderes Buch, das mich aber auch ein bisschen zwiegespalten zurücklässt. Marie Lu hat eine eindrucksvolle Welt geschaffen, mit der sie mich sofort in den Bann ziehen konnte. Adelina ist eine sehr spannende, für einmal nicht nur gute, Protagonistin, die aber nicht immer meine Sympathie bekommen hat.
Die Autorin trumpft gegen das Ende mit einer überraschenden Wendung auf, so dass man sich auf einen fantastischen zweiten Teil freuen kann.

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Tags: ab 14 jahren, fantasy   (2)
 

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diabolic, science fiction, liebe, weltall, dystopie

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nemesis ist eine Diabolic, eine künstlich geschaffene Killerin. Jede grosse Familie hat einen Diabolic, einen auf sie geprägten Leibwächter und so möchte auch der Senator von Impyrean sein einziges Kind nicht schutzlos lassen. So bekommt Sidonia Nemesis, deren einziges Ziel es ist, ihre Herrin zu beschützen. Gefühle zu empfinden ist ihr nicht möglich, denn sie ist eine Kampfmaschine und nicht menschlich.


Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mit "Diabolic". Ich wusste zwar, dass die Geschichte im Genre Science Fiction angesiedelt ist, doch mit einem solchen intergalaktischen Abenteuer hatte ich dann doch nicht gerechnet. So musste ich mich im vielschichtigen Kosmos von S.J. Kincaid erst zurecht finden, bevor sie mich mit der Handlung völlig fesseln konnte. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, je mehr ich in das Universum von Sidonia und Nemesis eintauchte, desto mehr faszinierte mich diese Welt und desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen.


Das Buch ist aus der ich-Perspektive der Diabolic Nemesis erzählt. Wir lernen sie schon vor ihrer Prägung auf Sidonia kennen, so dass wir einen Blick auf die Urinstinkte eines Diabolic werfen können. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung. Nemesis lebt schon seit acht Jahren bei Sidonia. Die beiden sind Seite an Seite aufgewachsen und kennen sich sehr gut.


Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und ich fand es sehr spannend mitzuverfolgen, wie sich Nemesis weiterentwickelt, welche Probleme sie im Kopf hin- und herwälzt, denn als künstliches Wesen denkt und agiert sie ja sehr nüchtern und kontrolliert.


So passt auch der Schreibstil sehr gut zur Protagonistin, denn er ist sehr sachlich und konzentriert sich auf die wichtigsten Tatsachen. Der Text ist nicht mit ausschweifenden Beschreibungen überladen und lässt so Platz für die eigene Fantasie. Trotzdem hatte ich keine Probleme, mir die Geschichte vorzustellen.


"Diabolic" zielt mit seiner taffen Protagonistin ganz klar auf das weibliche Publikum ab und ist so eines der wenigen Bücher für dieses Zielpublikum, das ein richtiges Weltraumabenteuer auf diversen Planeten und mit Raumschiffen ist. Dieser frische Wind hat mir richtig gut gefallen. Zusammen mit den facettenreichen Charaktere und viel Spannung durch diverse Intrigen am Königshof und überraschenden Wendungen ist "Diabolic" also nicht nur optisch ein Highlight.


Fazit:
"Diabolic: Vom Zorn geküsst" ist eine perfekte Mischung aus Science Fiction Abenteuer, intriganter Spannung und intergalaktischer Romantik. Wenn man sich erst einmal im Universum von S.J. Kincaid zurecht findet, packt einen ihre gut durchdachte Welt dermassen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.
(4.5 Sterne)

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kinderbuch, fantasie, schule, familienhit, tiere

Die Schule der magischen Tiere (1)

Margit Auer , Nina Dulleck
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.07.2015
ISBN 9783551314000
Genre: Kinderbuch

Rezension:

An der letzten Buchmesse wurde mir der erste Band von "Die Schule der magischen Tiere" mit dem Kommentar "Das musst du unbedingt lesen!" zugesteckt. Und ich muss zugeben, dass bei mir nur schon der Titel das Interesse geweckt hat, denn die Kombination von Schule, Tieren und Magie klingt doch wirklich verlockend und erfolgsversprechend.
Zu Beginn der Geschichte lernen wir Mortimer Morrison kennen, der in der Antarktis unterwegs ist. Er ist auf der Suche nach magischen Tieren, die unter anderem mit Menschen sprechen können. In seiner magischen Zoohandlung finden diese speziellen Tiere ein Zuhause, bis er ein Kind entdeckt, das einen speziellen Freund brauchen kann. Meistens findet er diese in der Klasse seiner Schwester Miss Cornfield.
Im ersten Band von "Die Schule der magischen Tiere" stehen Ida und Benni im Mittelpunkt. Ida ist erst vor kurzem in die Stadt gezogen und somit neu in der Klasse. Benni ist nicht sehr beliebt und wird ab und zu Opfer von Hänseleien. Ein Glück sind die beiden in der Klasse von Miss Cornfield und haben so die Chance auf ein magisches Tier, denn einen Freund, dem sie all ihre Sorgen anvertrauen könnten, käme ihnen genau recht.
Es ist toll, wie wir zuerst Ida und Benni in ihrem normalen Alltag kennenlernen und erst dann Mortimer Morrison mit seinen magischen Tieren seinen Auftritt hat. So können sich die Kinder sehr gut in die Situation einfühlen und schnell wünscht sich jeder Leser, jeder Zuhörer sein eigenes magisches Tier. Diese sind nämlich ganz klar die Lieblinge in dieser Geschichte.Es ist sehr schön mitzuverfolgen, wie jedes Tier auf seine ganz eigene Weise seinem Kind hilft.
Margit Auer erzählt mit viel Charme, spricht aber auch das eine oder andere schwierigere Thema an. Dabei verliert sie ihre Zielgruppe jedoch nie aus den Augen und behandelt diese sehr feinfühlig und mit einer gewissen Leichtigkeit, die ein richtiges Wohlfühlbuch ausmacht. Nebenbei müssen Benni und Ida mit ihren Tieren noch ein Rätsel an der Schule lösen, womit die Autorin auch noch eine gute Portion Spannung mit eingebaut hat.Dazu kommen die wunderschönen, für einmal in schwarz-weiss gehaltenen Illustrationen von Nina Dulleck, die "Die Schule der magischen Tiere" zu einem gelungenen Ganzen abrunden.
Gut gibt es bisher schon sieben weitere Abenteuer mit den magischen Tieren, so kann ich mir die Zeit bis meine Tochter diese Bücher selber lesen kann, überbrücken.
Fazit:"Die Schule der magischen Tiere" macht richtig Spass!
Die Kombination aus dem Schulalltag mit bekannten Problemen und den magischen Tieren fasziniert und begeistert garantiert gross und klein.
Eine ganz klare (Vor-) Lese-Empfehlung von mir!

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schafe, bilderbuch, aussenseite, tiere, mut

Arnold, Retter der Schafheit

Gundi Herget , Nikolai Renger
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734820304
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Endlich! Hier kommt Arnold, der Retter der Schafheit!

Während Arnold also joggt, Kniebeugen, Liegestützen und Klimmzüge macht und in die Luft boxt, stehen die anderen Schafe um ihn herum und tippen sich an die Stirn. Nur Manni, der Maulwurf, steht ganz hinter dem selbst ernannten Superschaf, denn er ist Arnolds bester Freund und grösster Fan. Er unterstützt Arnold vor allem mit seiner Bewunderung, doch manchmal hilft er auch ein bisschen mit. Aber nur ein bisschen, denn ein echtes Superschaf braucht schliesslich keine Hilfe.

Und dann an einem schönen, sonnigen Tag, erzählt Mah-Mah, dass der Wolf in der Nähe sei. Die Schafe wollen davonlaufen, sich verstecken und den Hütehund rufen. Doch nicht Arnold, er will kämpfen. Da lachen ihn die anderen aus. Doch als der Wolf da ist, stellt sich Arnold ihm wirklich in den Weg.

"Arnold, Retter Schafheit" besticht schon mit seinem farbenfrohen Cover im Comicstil. Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass wir es mit einer witzigen und frechen Geschichte zu tun bekommen, die Mädchen, aber vor allem auch Jungs anspricht. Gerade diese sind meistens sehr angetan von Superman, Batman und Co., da erobert ein Superschaf ihr Herz im Nu.

Auch die Illustrationen im Buch sind ein Hingucker. Schmunzelnd beobachten wir Arnold bei seinem Training oder bekommen eindrücklich aufgezeigt, wie gross und angsteinflössend so ein Wolf im Vergleich zu einem Schaf ist. Da hat Nikolai Renger wirklich ganze Arbeit geleistet, denn mein Sohn ist begeistert von den Bildern.

Unter der coolen Superschaf-Fassade, zeigt uns Gundi Herget jedoch auch, wie ein Aussenseiter es schafft, sich selber treu zu bleiben und trotzdem am Ende von den anderen seiner Art akzeptiert, ja sogar bewundert zu werden.

Fazit:
"Arnold, Retter der Schafheit" schenkt den Kindern einen neuen Helden, nämlich ein Superschaf, das den Wolf verjagen will. Gundi Herget und Nikolai Renger haben ein tolles Bilderbuch geschaffen, das mit einer humorvollen Geschichte und farbenfrohen Bildern besticht und einfach Spass macht.
Arnold ist aus unserem Kinderbuchregal nicht mehr wegzudenken. Vor allem Jungs werden grossen Spass mit dem Superschaf haben.

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