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102 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

sekte, drama, jugendbuch;

Hier musst du glücklich sein

Lisa Heathfield , Birgit Schmitz
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.12.2016
ISBN 9783551583383
Genre: Jugendbuch

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

Hipp und Hopp retten Papa Grünsprung

Gerlis Zillgens , Katja Jäger
Fester Einband: 92 Seiten
Erschienen bei Südpol, 28.02.2017
ISBN 9783943086386
Genre: Kinderbuch

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

kinderbuch, familie, vater, ab 6 jahre

Löwenväter singen nicht!

Martin Baltscheit , Martin Baltscheit , Martin Baltscheit
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407747594
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Martin Baltscheit kenne ich vor allem von seinem Bilderbuch "Die Geschichte vom Löwen, der nicht schreiben konnte", das schon fast ein Klassiker ist. Seit letztem Jahr gibt es nun genau diesen Löwen, der nicht schreiben kann, auch für etwas ältere Kinder, zum Vorlesen aber auch zum ersten Selberlesen.


In "Löwenväter singen nicht!" fährt die Löwin zu ihrer Schwester und der Löwe muss auf die drei Äffchen aufpassen. Dass die drei so viel Aufmerksamkeit brauchen, passt ihm jedoch gar nicht, denn er ist gerade dabei, lesen zu üben. Nach dem Spielen und Essen organisieren muss sich der Löwe auch noch im Erzählen einer Gutenachtgeschichte üben. Und das, obwohl er doch nicht so gut vorlesen kann und sich deshalb etwas ausdenken muss ....
Nach dem dritten Versuch zittern die Äffchen vor Angst und wünschen sich nur noch ein Gutenachtlied. Doch Löwen können doch nicht singen. Wie kann er die drei Äffchen doch noch zum Schlafen bringen?


Ich habe "Löwenväter singen nicht!" vorgelesen und es hat Tochter und Sohn begeistert. Die Geschichte hat eine ideale Länge, so dass sie gut an einem Abend vorgelesen werden kann.


Die Illustrationen wirken sehr gut und haben einen enorm hohen Wiedererkennungswert. Gelungen ist auch die Kombination aus farbigen Bildern und Figuren im comicstil, die zum Teil mit Sprechblasen ergänzt wurden.
Die Äffchen sind wild und die letzte Gutenachtgeschichte ist doch etwas gruselig (vor allem das Bild dazu), so dass das Buch ganz bestimmt auch Jungs in seinen Bann zieht.


Erwähnenswert ist auch noch, dass der Text in drei verschiedenen Farben gedruckt ist. Die Normale Geschichte und auch die Ankündigungssätze sind schwarz, die direkte Rede hebt sich in einer anderen Farbe hervor. Der Löwe brüllt in braun, die Äffchen rufen in Türkis. Das ist wirklich sehr gelungen und erleichter das Selberlesen und Verstehen. Zudem variert auch die Grösse einzelner Textstellen. Je lauter ein Satz gebrüllt wird, desto grösser ist er abgedruckt.


Fazit:
"Löwenväter singen nicht!" ist ein rundum gelungenes Kinderbuch, das meine Kinder wie auch mich begeistert. Die löwenstarke Geschichte wird mit eindrücklichen Bildern untermauert und der unterschiedlich formatierte Text erleichtert das erste Selberlesen.
Martin Baltscheits Bücher sollten definitiv in keinem Kinderbuchregal fehlen!

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Tags: ab 6 jahre, familie, kinderbuch, vater   (4)
 

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294 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

fantasy, ein meer aus tinte und gold, bücher, traci che, abenteuer

Das Buch von Kelanna 1: Ein Meer aus Tinte und Gold

Traci Chee , Sylke Hachmeister
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 25.11.2016
ISBN 9783551583529
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Noch vor dem ersten Kapitel erfahren wir einiges über eine Welt namens Kelanna, eine wundervolle und schreckliche Welt aus Wasser, Schiffen und Magie. Die Menschen waren wie wir, doch sie konnten weder lesen noch schreiben, es wurde nie ein Alphabet entwickelt. Wichtige Geschichten wurden von Mund zu Mund weitergegeben, andere gerieten in Vergessenheit. Und dann gab es eine Geschichte über ein geheimnisvolles Ding namens Buch, das einen grossen Zauber barg.

Sefias Eltern wurden schon früh ermordet. Seither kämpft sie mit ihrer Tante Nin ums Überleben. Als diese dann jedoch entführt wird, macht sie sich alleine auf, um Nin zu befreien und ihre Eltern zu rächen. Sie glaubt, dass alles mit dem geheimnisvollen Paket, das einzige, was ihr von ihren Eltern geblieben ist, zusammenhängt. Darin findet Sefia nämlich ein sagenumwobenes, verbotenes Buch.

Sefia ist eine sehr eigenwillige Protagonistin, die ich jedoch schnell ins Herz geschlossen hatte. Zwar konnte ich nicht alle Entscheidungen gut heissen, doch sie hat Ecken und Kanten und das mag ich sehr.
An ihrer Seite kämpft Archer. Er hat eine wirklich schlimme Vergangenheit. Seine Ausbildung zum todbringenden Kämpfer rettet Sefia und ihm jedoch einige Male das Leben. Gemeinsam geben sie ein sehr interessantes Gespann ab, das sich sehr gut ergänzt.
Neben den beiden Protagonisten bietet uns Traci Chee noch eine breite Palette an Charaktere, die die Geschichte gehörig durcheinander wirbelt.

Eine Welt zu erschaffen, in der die Menschen nicht lesen können, ist ja für uns Lesebegeisterte recht fies. Doch als ich dann realisierte, dass genau von so einem verbotenen Buch die Magie ausgeht, war ich schnell fasziniert.
Ganz toll ist auch die Geschichte in der Geschichte. Zum einen ist sie im Buch optisch hervorgehoben und zum anderen lässt die Autorin diese geschickt in die eigentliche Handlung einfliessen.
Optisch ist "Ein Meer aus Tinte und Gold" ein richtiges Highlight. Schon von aussen sticht einem das Goldstück sofort ins Auge, aber auch mit der Innengestaltung hat sich der Verlag einiges überlegt. Wunderbar!

"Ein Meer aus Tinte und Gold" ist kein einfaches Buch. Mit seinen verschiedenen Handlungssträngen und Zeitsprüngen ist es sehr komplex. Einige Dinge hätten sicherlich etwas genauer erklärt werden können. So muss man sich Zeit zum Lesen nehmen, sich auf die Welt Kelanna einlassen und wird dann mit einem geschickt eingefädelten Plot und einem magischen Märchen belohnt.

Der Schreibstil von Traci Chee ist märchenhaft poetisch, schon fast literarisch. Er liest sich zwar flüssig, ist für ein Jugendbuch jedoch recht anspruchsvoll.
Die meiste Zeit verfolgen wir zwar Sefia bei ihrer Suche, doch immer wieder machen wir auch einen Abstecher zu einem anderen Charakter.
Durch den personalen Erzählstil bleibt die Protagonistin etwas auf Distanz. Ich hätte sehr gerne einen etwas tieferen Blick in ihre Gedankenwelt geworfen.

Fazit:
"Ein Meer aus Tinte und Gold" ist nicht nur optisch ein Goldstück. Sobald man sich einen Überblick über die komplexe Welt Kelannas und die verschiedenen Handlungssträngen geschaffen hat, bekommt man eine ganz aussergewöhnlich Geschichte geboten, die mit viel Fantasie und einem Hauch Magie zu verzaubern vermag.

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Tags: ab 14 jahren, fantasy   (2)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kinderbuch, ab 6 jahren, tiere, freundschaft

Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt

Meike Haberstock , Meike Haberstock
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 14.07.2016
ISBN 9783845810898
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dass Paula und Pelle zusammengehören, war allen sofort klar, als der Hund am Tag von Paulas Geburt einfach vor der Tür sass, die Fussmatte frass und sich weigerte, wieder zu gehen. Im Gegenteil: Als Papa ihn ins Haus liess, legte er sich neben Paulas Wiege und wich nicht mehr von ihrer Seite. Von da an machten Paula und Pelle alles gemeinsam. So entdeckten sie auch zusammen das Plakat, auf dem ein Wettbewerb angekündet wurde. Gesucht wurde der beste Hund der Welt. Für Paula stand sofort fest, dass die nur Pelle suchen konnten und schnell rannten die beiden Richtung Stadthalle. Doch leider konnten sie nicht einfach so reinmarschieren und den 1. Preis abholen.

Zu viel möchte ich von der Geschichte nicht verraten, nur so viel: Das Buch hat eine sehr schöne Aussage. Man muss nicht anderen nacheifern und sich verbiegen um zu gefallen. So wie man selbst ist, ist es am besten.

"Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt" ist für mich kein Erstlesebuch mehr, sondern eher ein 'Zweitlesebuch'. Sobald die Kinder etwas Routine im Lesen haben und sich auch an eine etwas kleinere Schrift und etwas mehr Text wagen, ist dieses Buch genau das Richtige. Paula und Pelle sind ein richtig tolles Gespann und begeistern bestimmt alle Kinder. Zudem ist die Geschichte zwar einfach und kindgerecht geschrieben, aber mit einer guten Portion Humor angereichert, so dass die Geschichte nicht nur unterhaltsam sondern auch sehr lustig ist.

Meike Haberstock hat ihr Buch auch gleich selber illustriert. Die einfachen, farbenfrohen Bilder sprechen die Kinder sofort an, komplettieren die Geschichte und motivieren zum Weiterlesen.

Fazit:
"Paula und Pelle - Der beste Hund der Welt" von Meike Haberstock ist ein sehr unterhaltsames und humorvolles Kinderbuch, das auch mit seinen farbenfrohen Bildern punkten kann. Paula und Pelle sind ein richtig tolles Gespann und so macht (vor-)lesen gleich doppelt Spass.

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Tags: ab 6 jahren, freundschaft, kinderbuch, tiere   (4)
 

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620 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 135 Rezensionen

fantasy, marie lu, jugendbuch, young elites, verrat

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Marie Lus neue Reihe "Young Elites" ist im Fantasybereich angesiedelt. Ihre Welt erinnert mich etwas an die Römer, denn die meisten Namen stammen aus dem Italienischen und auch vom Setting her hatte ich immer eine mediterrane Stadt vor Augen.
In Kennattra herrschen aber brutale Zeiten. Nach dem Blutfieber, das mich an die Pest erinnert, überleben nur wenige Kinder. Diese sind gekennzeichnet und können über übernatürliche Kräfte verfügen. Diese Malfettos haben keine Rechte und werden oft von Inquisitoren abgeholt und öffentlich verbrannt. Kein Wunder also, dass sich einige reiche und einflussreiche Malfettos zur Gemeinschaft der Dolche zusammenschliessen.


Die Idee und die Welt von Marie Lu ist sehr gut durchdacht, detailliert geschildert und wird mit einer Karte untermauert. Das hat mir alles ausgesprochen gut gefallen. "Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" konnte mich schnell in seinen Bann ziehen, denn die Geschichte geht ohne grosses Vorgeplänkel los und die Autorin beweist einmal mehr ihr Können. Sie hat einen klasse Schreibstil, der mich immer wieder begeistert.


Im Kinder- und Jugendbuchbereich malen die Autoren meist schwarz-weiss. Marie Lu zeigt uns, wie facettenreich und interessant Grau sein kann. Sie wollte uns für einmal auch keine Heldin mit blütenweisser Weste auftischen, sondern eine düstere, böse Protagonistin. Meiner Meinung nach ist ihr dies jedoch nicht ganz gelungen, denn genau mit Andelina lässt sie mich sehr zwiegespalten zurück. 
Adelina hat durch ihre Zeichnung und durch ihren Vater eine harte Kindheit, was erst Mitleid und Verständnis beim Leser weckt. Sie ist zwar recht unsicher, aber man entdeckt in ihr ein starker Wille, der gefällt. Sie könnte eine taffe Protagonistin, eine raffinierte Schurkin werden, doch irgendwie kann sie sich einfach nicht entscheiden. Wir durchleben mit ihr ein Hin und Her, das meine Nerven doch ab und zu etwas strapaziert hat.


Auch der am Anfang so schöne Spannungsbogen erlitt im Mittelteil den einen oder anderen Durchhänger. Dazu kam, dass mir der Fantasyaspekt in dem Bereich zu viel Platz einnahm. Doch dann kommt eine überraschende Wendung und Marie Lu nimmt wieder alle Fäden in die Hand und beweist, dass sie schreiben kann. Ein überaus spannendes letztes Drittel und ein vielversprechender Epilog schüren das Interesse auf die Fortsetzung.


Fazit:
"Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche" ist ein besonderes Buch, das mich aber auch ein bisschen zwiegespalten zurücklässt. Marie Lu hat eine eindrucksvolle Welt geschaffen, mit der sie mich sofort in den Bann ziehen konnte. Adelina ist eine sehr spannende, für einmal nicht nur gute, Protagonistin, die aber nicht immer meine Sympathie bekommen hat.
Die Autorin trumpft gegen das Ende mit einer überraschenden Wendung auf, so dass man sich auf einen fantastischen zweiten Teil freuen kann.

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Tags: ab 14 jahren, fantasy   (2)
 

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359 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

diabolic, liebe, weltall, science fiction, intrigen

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nemesis ist eine Diabolic, eine künstlich geschaffene Killerin. Jede grosse Familie hat einen Diabolic, einen auf sie geprägten Leibwächter und so möchte auch der Senator von Impyrean sein einziges Kind nicht schutzlos lassen. So bekommt Sidonia Nemesis, deren einziges Ziel es ist, ihre Herrin zu beschützen. Gefühle zu empfinden ist ihr nicht möglich, denn sie ist eine Kampfmaschine und nicht menschlich.


Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mit "Diabolic". Ich wusste zwar, dass die Geschichte im Genre Science Fiction angesiedelt ist, doch mit einem solchen intergalaktischen Abenteuer hatte ich dann doch nicht gerechnet. So musste ich mich im vielschichtigen Kosmos von S.J. Kincaid erst zurecht finden, bevor sie mich mit der Handlung völlig fesseln konnte. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, je mehr ich in das Universum von Sidonia und Nemesis eintauchte, desto mehr faszinierte mich diese Welt und desto weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen.


Das Buch ist aus der ich-Perspektive der Diabolic Nemesis erzählt. Wir lernen sie schon vor ihrer Prägung auf Sidonia kennen, so dass wir einen Blick auf die Urinstinkte eines Diabolic werfen können. Danach macht die Geschichte einen Zeitsprung. Nemesis lebt schon seit acht Jahren bei Sidonia. Die beiden sind Seite an Seite aufgewachsen und kennen sich sehr gut.


Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und ich fand es sehr spannend mitzuverfolgen, wie sich Nemesis weiterentwickelt, welche Probleme sie im Kopf hin- und herwälzt, denn als künstliches Wesen denkt und agiert sie ja sehr nüchtern und kontrolliert.


So passt auch der Schreibstil sehr gut zur Protagonistin, denn er ist sehr sachlich und konzentriert sich auf die wichtigsten Tatsachen. Der Text ist nicht mit ausschweifenden Beschreibungen überladen und lässt so Platz für die eigene Fantasie. Trotzdem hatte ich keine Probleme, mir die Geschichte vorzustellen.


"Diabolic" zielt mit seiner taffen Protagonistin ganz klar auf das weibliche Publikum ab und ist so eines der wenigen Bücher für dieses Zielpublikum, das ein richtiges Weltraumabenteuer auf diversen Planeten und mit Raumschiffen ist. Dieser frische Wind hat mir richtig gut gefallen. Zusammen mit den facettenreichen Charaktere und viel Spannung durch diverse Intrigen am Königshof und überraschenden Wendungen ist "Diabolic" also nicht nur optisch ein Highlight.


Fazit:
"Diabolic: Vom Zorn geküsst" ist eine perfekte Mischung aus Science Fiction Abenteuer, intriganter Spannung und intergalaktischer Romantik. Wenn man sich erst einmal im Universum von S.J. Kincaid zurecht findet, packt einen ihre gut durchdachte Welt dermassen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.
(4.5 Sterne)

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Tags: ab 14 jahren, abenteuer, intergalaktisch, science fiction   (4)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kinderbuch, fantasie, schule, familienhit, tiere

Die Schule der magischen Tiere

Margit Auer , Nina Dulleck
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 30.07.2015
ISBN 9783551314000
Genre: Kinderbuch

Rezension:

An der letzten Buchmesse wurde mir der erste Band von "Die Schule der magischen Tiere" mit dem Kommentar "Das musst du unbedingt lesen!" zugesteckt. Und ich muss zugeben, dass bei mir nur schon der Titel das Interesse geweckt hat, denn die Kombination von Schule, Tieren und Magie klingt doch wirklich verlockend und erfolgsversprechend.
Zu Beginn der Geschichte lernen wir Mortimer Morrison kennen, der in der Antarktis unterwegs ist. Er ist auf der Suche nach magischen Tieren, die unter anderem mit Menschen sprechen können. In seiner magischen Zoohandlung finden diese speziellen Tiere ein Zuhause, bis er ein Kind entdeckt, das einen speziellen Freund brauchen kann. Meistens findet er diese in der Klasse seiner Schwester Miss Cornfield.
Im ersten Band von "Die Schule der magischen Tiere" stehen Ida und Benni im Mittelpunkt. Ida ist erst vor kurzem in die Stadt gezogen und somit neu in der Klasse. Benni ist nicht sehr beliebt und wird ab und zu Opfer von Hänseleien. Ein Glück sind die beiden in der Klasse von Miss Cornfield und haben so die Chance auf ein magisches Tier, denn einen Freund, dem sie all ihre Sorgen anvertrauen könnten, käme ihnen genau recht.
Es ist toll, wie wir zuerst Ida und Benni in ihrem normalen Alltag kennenlernen und erst dann Mortimer Morrison mit seinen magischen Tieren seinen Auftritt hat. So können sich die Kinder sehr gut in die Situation einfühlen und schnell wünscht sich jeder Leser, jeder Zuhörer sein eigenes magisches Tier. Diese sind nämlich ganz klar die Lieblinge in dieser Geschichte.Es ist sehr schön mitzuverfolgen, wie jedes Tier auf seine ganz eigene Weise seinem Kind hilft.
Margit Auer erzählt mit viel Charme, spricht aber auch das eine oder andere schwierigere Thema an. Dabei verliert sie ihre Zielgruppe jedoch nie aus den Augen und behandelt diese sehr feinfühlig und mit einer gewissen Leichtigkeit, die ein richtiges Wohlfühlbuch ausmacht. Nebenbei müssen Benni und Ida mit ihren Tieren noch ein Rätsel an der Schule lösen, womit die Autorin auch noch eine gute Portion Spannung mit eingebaut hat.Dazu kommen die wunderschönen, für einmal in schwarz-weiss gehaltenen Illustrationen von Nina Dulleck, die "Die Schule der magischen Tiere" zu einem gelungenen Ganzen abrunden.
Gut gibt es bisher schon sieben weitere Abenteuer mit den magischen Tieren, so kann ich mir die Zeit bis meine Tochter diese Bücher selber lesen kann, überbrücken.
Fazit:"Die Schule der magischen Tiere" macht richtig Spass!
Die Kombination aus dem Schulalltag mit bekannten Problemen und den magischen Tieren fasziniert und begeistert garantiert gross und klein.
Eine ganz klare (Vor-) Lese-Empfehlung von mir!

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Tags: abenteuer, fantasie, kinderbuch, schule, tiere   (5)
 

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

schafe, bilderbuch, aussenseite, tiere, mut

Arnold, Retter der Schafheit

Gundi Herget , Nikolai Renger
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734820304
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Endlich! Hier kommt Arnold, der Retter der Schafheit!

Während Arnold also joggt, Kniebeugen, Liegestützen und Klimmzüge macht und in die Luft boxt, stehen die anderen Schafe um ihn herum und tippen sich an die Stirn. Nur Manni, der Maulwurf, steht ganz hinter dem selbst ernannten Superschaf, denn er ist Arnolds bester Freund und grösster Fan. Er unterstützt Arnold vor allem mit seiner Bewunderung, doch manchmal hilft er auch ein bisschen mit. Aber nur ein bisschen, denn ein echtes Superschaf braucht schliesslich keine Hilfe.

Und dann an einem schönen, sonnigen Tag, erzählt Mah-Mah, dass der Wolf in der Nähe sei. Die Schafe wollen davonlaufen, sich verstecken und den Hütehund rufen. Doch nicht Arnold, er will kämpfen. Da lachen ihn die anderen aus. Doch als der Wolf da ist, stellt sich Arnold ihm wirklich in den Weg.

"Arnold, Retter Schafheit" besticht schon mit seinem farbenfrohen Cover im Comicstil. Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass wir es mit einer witzigen und frechen Geschichte zu tun bekommen, die Mädchen, aber vor allem auch Jungs anspricht. Gerade diese sind meistens sehr angetan von Superman, Batman und Co., da erobert ein Superschaf ihr Herz im Nu.

Auch die Illustrationen im Buch sind ein Hingucker. Schmunzelnd beobachten wir Arnold bei seinem Training oder bekommen eindrücklich aufgezeigt, wie gross und angsteinflössend so ein Wolf im Vergleich zu einem Schaf ist. Da hat Nikolai Renger wirklich ganze Arbeit geleistet, denn mein Sohn ist begeistert von den Bildern.

Unter der coolen Superschaf-Fassade, zeigt uns Gundi Herget jedoch auch, wie ein Aussenseiter es schafft, sich selber treu zu bleiben und trotzdem am Ende von den anderen seiner Art akzeptiert, ja sogar bewundert zu werden.

Fazit:
"Arnold, Retter der Schafheit" schenkt den Kindern einen neuen Helden, nämlich ein Superschaf, das den Wolf verjagen will. Gundi Herget und Nikolai Renger haben ein tolles Bilderbuch geschaffen, das mit einer humorvollen Geschichte und farbenfrohen Bildern besticht und einfach Spass macht.
Arnold ist aus unserem Kinderbuchregal nicht mehr wegzudenken. Vor allem Jungs werden grossen Spass mit dem Superschaf haben.

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Tags: aussenseite, bilderbuch, freundschaft, humor, tiere   (5)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gefühle, kuschel, bilderbuch

Tapsi will kuscheln

Sean Julian , Anna Schaub , Sean Julian , Sean Julian
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783314103636
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als ich das Cover von "Tapsi will kuscheln" gesehen hatte, wusste ich sofort, dass ich dieses Bilderbuch einfach haben musste und auch bei meiner Tochter war es wohl Liebe auf den ersten Blick.

Autor und Illustrator Sean Julian spielt hier schön mit den Erwartungen, die ein Drache und eine Elfe wecken. Doch für einmal ist der Drache alles andere als wild, denn Tapsi will kuscheln. Die Elfe Pünktchen erscheint alles andere als zart und einfühlsam, sondern widersetzt sich vehement dem Walddrachen. Sie weiss nämlich noch ganz genau, was beim letzten Mal passiert ist.

Da versucht es Tapsi mit seinen Drachentricks, doch seine Freundin will weder einen Ast, noch einen Stein und auch kein wildes Tier. Und als die kleine Elfe dann auch noch mit allen anderen Tieren kuschelt, wird der Walddrache richtig traurig und geht davon. Doch Pünktchen lässt den Drachen nicht aus den Augen und sieht so, wie er jemandem hilft. Sie entscheidet, dass Tapsi nun einen dicken Kuschler verdient hat, denn schliesslich ist er ja auch ihr Freund.

Ganz eindrücklich finde ich, wie treffend Sean Julian die unterschiedlichsten Emotionen seinen Figuren aufs Gesicht gezaubert hat. So können die Kinder an den Bildern sofort erkennen, wie es den Tieren und der Elfe gerade geht und können sich in sie hineinversetzen. Vor allem der Walddrache Tapsi hat bei uns die Sympathien auf seiner Seite. Doch das Ende hält eine grosse Überraschung bereit und sorgt für einige Lacher.

Die Kombination der beiden fantastischen Protagonisten Walddrache und Elfe mit den bekannten Waldtieren ist sehr gelungen und spricht Kinder sofort an. Dazu kommen die süssen Illustrationen und die charmante Geschichte mit einer guten Prise Humor, so dass "Tapsi will kuscheln" das Herz der Kinder ganz bestimmt im Sturm erobern wird.

Fazit:
"Tapsi will kuscheln" besticht mit herzallerliebsten Bildern und einer sehr charmanten, humorvollen Geschichte. Die Thematik des Kuschelns und das Wechselbad der Gefühle sprechen die Zuhörer sofort an, so dass das Bilderbuch immer wieder erzählt werden muss.

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Tags: bilderbuch, gefühle, kuschel   (3)
 

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vorlesen, ab 8 jahren, klassiker, abenteuer

Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü

Franz Caspar , Ursula M. Williams
Sonstige Formate
Erschienen bei DIOGENES VERLAG, 01.11.1991
ISBN 9783257250435
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit den Abenteuern des kleinen Holzpferds, das auszieht, um Onkel Peter zu helfen, sind ganze Generationen aufgewachsen. Auch ich selber kam im Kindergarten in den Genuss vom Rösslein Hü. Als ich dann vor einiger Zeit entdeckte, dass der Orell Füssli Verlag diesen Klassiker neu aufgelegt hat, wusste ich, dass auch meine Kinder das Holzpferdchen kennenlernen mussten.

Onkel Peter ist Spielzeugschnitzer. Seine Spielsachen packt er in einen Sack und zieht von Dorf zu Dorf um diese zu verkaufen. Wenn Onkel Peter kommt, rennen ihm die Kinder entgegen und die Erwachsenen plaudern mit ihm. Es gab damals nämlich an den meisten Orten noch keine Zeitungen und schon gar kein Radio und so erfahren sie vom herumreisenden Spielzeugschnitzer die neusten Nachrichten.
Ein Holzpferdchen gelingt ihm besonders gut und er freut sich, dass er dafür bestimmt einen Taler bekommen würde. Aber das Rösslein weint, denn es möchte nicht verkauft werden. So behält Onkel Peter das Pferdchen und die beiden werden Freunde.

Die Geschäfte mit dem Spielzeug läuft aber immer schlechter, und als Onkel Peter auch noch krank wird, rollte Hü los, um seinem Freund zu helfen. Es möchte unbedingt Geld verdienen, wird aber erst einmal fortgejagt und dann vom Pächter Michel gefangen genommen. Als es dann frei kommt, beginnen die Abenteuer des kleinen Holzpferds: Es fährt mit dem Elefanten Dumbo übers Meer, arbeitet im Bergwerk, besucht den Königshof, wird zum Rennpferd, tritt im Zirkus auf, landet auf einem Piratenschiff und entdeckt eine Schatzinsel. So hat es viel zu erzählen, als es dann endlich wieder nach Hause kommt.

Wenn man "Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü" lesen möchte, muss man sich bewusst sein, dass das Buch erstmals 1938 erschienen ist. Die Sprache ist dementsprechend alt. So wird mit Groschen und Talern bezahlt und der Schreibstil ist sehr direkt und einfach gehalten. Einige Szenen sind auch wirklich brutal und das Rösslein Hü muss viele Schicksalsschläge einstecken. Das lebendig gewordene Holzpferdchen, das alles tut, um seinem Freund zu helfen geht ans Herz.

Das Buch wird vom Verlag ab 8 Jahren empfohlen. Ich habe es meinen Kindern (4 und 7 Jahre) vorgelesen und beide fieberten mit, waren fasziniert und nun hat das Rösslein Hü zwei Fans mehr.
Ich finde es einen idealen Vorlesespass. Beinahe jedes Kapitel bringt ein neues Abenteuer, so dass die Handlung äusserst abwechslungsreich ist. Zudem können so alte Begriffe geklärt und grausame Szenen aufgefangen werden.

Fazit:
"Die lustigen Abenteuer des Rösslein Hü" ist die Neuauflage des Klassikers, mit dem mehrere Generationen aufgewachsen sind. 1938 erstmals erschienen, ziehen die Abenteuer des lebendig gewordenen Holzpferdchens die Kinder noch heute in ihren Bann. Für mich ist das ein ideales Vorlesebuch, bei dem die Erwachsenen in Erinnerungen schwelgen und die Kinder fasziniert zuhören können.

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Tags: ab 8 jahren, abenteuer, klassiker, vorlesen   (4)
 

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kinderbuch, jungs, abenteuer, ab 8 jahre, humor

Hier kommt Oma

Stefan Boonen , Verena Kiefer , MELVIN
Fester Einband: 88 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2016
ISBN 9783401601588
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Bei Oma wird man bekanntlich immer etwas verwöhnt. Es gibt mehr Süsses zum Naschen, man darf etwas länger aufbleiben und vielleicht auch Dinge tun, die sonst nicht erlaubt sind. Und so soll es ja auch sein. 
Auf eine sehr überspitzte und provokante Art zeigt uns Stefan Boonen, was bei Oma los sein kann, wenn Mama und Papa weg sind. 

Einmal im Jahr holt Oma nämlich ihre zehn Enkel mit ihrem alten Klapperbus ab und sie fahren  übers Wochenende zum alten Haus im Wald, das wie ein Drache aussieht. Hier dürfen sie reden wie sie möchten und Oma erzählt unheimliche Geschichten von zahnlosen Zombies oder schmutzigen Hexen in Badewannen voll Schleim. Gemeinsam erleben sie viele Abenteuer und Oma geht immer mit grossen Schritten voraus. 
Und auch wenn Oma am Tag etwas spröde und vor allem cool ist, setzt sie sich nachts mit den Enkeln, die nicht schlafen können aufs Dach und kuschelt. Und der jährliche Besuch an Opas Grab darf auch nicht fehlen.

An "Hier kommt Oma" ist wirklich alles unkonventionell: die Geschichte selbst, der Schreibstil und auch die comicartigen Illustrationen von Melvin, die den Text ergänzen. Zusammen ergeben sie jedoch ein sehr witziges und unterhaltsames Ganzes, das bei den Kindern sehr gut ankommt.

Empfohlen wird das Buch ab 8 Jahren und ich denke, ab da ist es auch gut aufgehoben, denn es ist wild, frech und provokant - genau wie manch ein Junge in dem Alter.

Leider ist der Besuch bei Oma viel zu schnell vorbei, doch die Enkel wissen, in einem Jahr werden sie wieder mit dem Klapperbus abgeholt.

Fazit:
Um "Hier kommt Oma" vorzulesen, braucht es als Mutter doch etwas Mut, denn es ist total überspitzt und provokant. Aber genau das kommt beim Publikum ab 8 Jahren sehr gut an. Eine Oma, bei der man alles darf und die bei jedem Blödsinn dabei ist, klingt ja auch sehr abenteuerlich und witzig. Vor allem Jungs werden von der skurrilen Geschichte mit den comicartigen Illustrationen begeistert sein.

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Tags: ab 8 jahre, abenteuer, humor, jungs, kinderbuch   (5)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

alltagsbeobachtung, schule, lebe, alltag, jugendroman

Vierzehn

Tamara Bach
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 29.09.2016
ISBN 9783551583598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mit "Vierzehn" hält man ein ganz besonderes Buch in der Hand. Es ist nicht nur optisch wunderschön gestaltet, sondern weiss auch inhaltlich zu faszinieren und zu begeistern.

Wir begleiten die vierzehnjährige Beh und erleben ihren ersten Schultag - vom Aufwachen über den Schulweg, das Zusammentreffen nach den Ferien bis hin zum Schwimmbadbesuch und dem 'Gute Nacht'. Wir erleben den ganz normalen Alltag mit seinen Höhen und Tiefen, mit der ganzen Bandbreite an Gefühlen. Und eigentlich könnte man denken, dass dies zu normal, zu langweilig ist, doch Tamara Bach weiss zu fesseln.

Sie legt nämlich einen aussergewöhnlichen Schreibstil an den Tag. Die Du-Perspektive ist immer etwas Besonderes, doch Tamara Bach lebt diesen Erzählstil. Es gibt Sequenzen, da beginnt sie fast ausschliesslich mit 'Du'. Dazu kommen ihre kurzen, prägnanten Sätze, so dass "Vierzehn" schon fast poetisch anmutet.
Sicherlich muss man sich erst etwas an den Schreibstil gewöhnen, doch dann wird nur schon die Sprache zum Lesegenuss.

"Vierzehn" ist ein ruhiges Buch, das jedoch nur schon durch den Schreibstil fasziniert. Dazu kommen Andeutungen, so dass man sich bei der Lektüre immer fragt, was da in der Vergangenheit los war, was da wohl noch kommt. Und als der Tag um ist und Beh zu Bett geht, ist man fast ein bisschen wehmütig, dass die gemeinsam Zeit um ist, denn dieses Mädchen hätte man gerne noch etwas besser kennengelernt. Doch so ist das Leben. Manchmal bekommt man nur einen Einblick ....

Fazit:
authentisch, tiefgründig, einzigartig
Tamara Bach hat es in "Vierzehn" geschafft, den ganz normalen Alltag auf eine sehr besondere Art einzufangen. Mit ihrem ganz eigenen Schreibstil ist ihr ein stilistisches Meisterwerk gelungen.

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Tags: jugendroman   (1)
 

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Ich sehe was, was du nicht siehst - Der verrückte Zoo

Manuela Ancutici
Fester Einband
Erschienen bei Kosmos, 09.03.2016
ISBN 9783440151259
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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gefühle, hänseln, bilderbuc, ausgrenzung, mut

Jimmy Milchohr - Ein Fuchs wird rot

Christian Seltmann , Astrid Henn
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2016
ISBN 9783401704340
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Im Mittelpunkt dieses tollen Bilderbuchs stehen der kleine Fuchs Jimmy Milchohr und seine Wildschwein-Freundin Pina. Beides sind sie Aussenseiter und werden von den anderen Waldtieren ausgelacht und gehänselt.

Nachdem die zwei wieder einmal gemeinem Gespött ausgeliefert waren, treffen sie sich - wütend und traurig. Da entschliessen Jimmy und Pina, dass sie weg von zuhause wollen und sie rennen bis der Wald zu Ende ist. Da treffen sie auf ein unheimlich grosses und graues Wesen. Nach dem ersten Schreck finden sie, dass das Tier gar nicht grässlich sondern witzig aussieht und die beiden Freunde beginnen zu lachen. Als das grosse Tier sich traurig abwendet, realisieren die beiden, dass sie nicht besser reagiert haben als die Waldtiere zuhause. Schnell entschuldigen sie sich und gemeinsam schmieden sie einen Plan, damit Jimmy und Pina nicht mehr ausgelacht werden.

"Jimmy Milchohr" bewegt die Kinder sofort. Schon beim ersten Verspotten kommen Reaktionen und sie leiden mit den Tierkindern mit.

Optisch ist das Bilderbuch wunderschön aufgemacht. Freche und doch harmonische Bilder werden von einigen hervorgehobenen Textsequenzen ergänzt. Sonst hat es für ein Bilderbuch ab 3 Jahren jedoch eher viel Text. Wenn die Geschichte bekannt ist, kann dieser natürlich auch abgekürzt werden. Junior (4) ist richtig begeistert von "Jimmy Milchohr" und auch Favolina (6) hört die Geschichte sehr gerne.

Aber auch ich als Erwachsene bin begeistert von dem Werk von Christian Seltmann und Astrid Henn. Ich finde es nicht nur optisch wunderschön, sondern mir gefällt auch, wie die goldene Regel 'Was du nicht magst, was man dir tut, das füg auch keinem andern zu' in die Geschichte eingebaut wird, so dass sie jedem Kind sofort auffällt und einleuchtet.

Fazit:
"Jimmy Milchohr: Ein Fuchs wird rot" ist nicht nur optisch ein Highlight. Mit den beiden sympathischen 'Aussenseiter-Helden' der Geschichte vermitteln uns Christian Seltmann und Astrid Henn wichtige Werte und sprechen gross und klein an.

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Tags: aussenseiter, bilderbuch   (2)
 

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ab 3 jahren, bilderbuch, weihnachten

Das Eselchen und der Weihnachtsmann

Elizabeth Clark , Jan Ormerod
Fester Einband
Erschienen bei Coppenrath, 19.09.2016
ISBN 9783649621140
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Nur schon optisch hat mich "Das Eselchen und der Weihnachtsmann" sofort angesprochen, doch auch die Geschichte ist ein weihnachtliches Highlight.

Wir erleben die Sicht eines alten, lahmen Eselchen, das auf der Suche nach einem Grasbüschel war, der nicht gefroren war. Es fühlte sich sehr einsam, denn sogar die braune Kuh, die sonst mit ihm auf der Weide stand, war in den Stall geholt worden.
Doch plötzlich hörte es ein helles Läuten und sah eine breite Gestalt mit einem dicken Pelzmantel und einem langen, weissen Bart auf sich zukommen.
Der Weihnachtsmann hatte die Rentiere schon nach Hause geschickt und so half ihm das Eselchen mit den letzten Geschenken und trug den schweren Sack.

Die Geschichte ist sehr ruhig und passt perfekt zum Weihnachtsgedanken. Für mich ist "Das Eselchen und der Weihnachtsmann" eine der schönsten Weihnachtsgeschichten. Jan Ormerod hat mit seinen Illustrationen nämlich eine spezielle Atmosphäre eingefangen. Da das Eselchen und der Weihnachtsmann grösstenteils in der Nacht unterwegs sind, hat er blau-grau-Töne benutzt und mit Schwarz, Weiss und Silber Akzente gesetzt. Erst als die Sonne aufgeht, hat er auch andere Farben ins Spiel gebracht. 

Fazit:
"Das Eselchen und der Weihnachtsmann" von Elizabeth Clark ist die ideale Vorlesegeschichte am heiligen Abend. Es ist wunderschön gestaltet und die Geschichte passt perfekt zum weihnachtlichen Gedanken.

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Tags: ab 3 jahren, bilderbuch, weihnachten   (3)
 

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freundschaft, liebe, schule, jugendbuch, familie

Eine Woche voller Montage

Jessica Brody , Lara Tunnat
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850226
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe "Eine Woche voller Montage geliebt" - und das, obwohl ich ab Seite 17 wusste, wie es wohl ausgehen würde. Tja, gegen einige Klischees ist auch Jessica Brody nicht gefeit, doch nutzt sie diese mit einem derartigen Charme, dass man sich sogar darauf freut.

Den Film "Und täglich grüsst das Murmeltier", in dem Bill Murray immer und immer wieder den gleichen Montag erlebt, kennen wohl die meisten. Und so ergeht es nun Ellisons Sparks in "Eine Woche voller Montage".
Ihr Freund ist der Mädchenschwarm schlechthin, denn er ist der Schulrockstar, den alle anhimmeln. Doch am Sonntagabend hatten Ellie und Tristan ihren ersten grossen Streit und so möchte die Protagonistin am nächsten Tag ihre Beziehung wieder kitten. Doch es wird ein Montag wie er im Buche steht, alles geht schief und er endet in Ellisons persönlicher Katastrophe. Was könnte noch schlimmer sein? Genau! Wenn am nächsten Morgen genau dieser schlimmste Tag noch einmal von vorne beginnt ....

Eigentlich will sie es ja nicht wahr haben, doch nach einer Weile muss sich Ellie einfach eingestehen, dass sie wirklich in ihrem ganz eigenen Montag-Alptraum gefangen ist. So möchte sie die Katastrophe abwenden und beginnt, Dinge anders zu machen als am Vortag. Doch dadurch löst sie eine Kettenreaktion aus und jeder einzelne Montag ist ganz anders, obwohl natürlich einige Elemente festen Bestand haben. Klar ist Handlung zu einem Teil vorhersehbar, doch genau damit spielt die Autorin gekonnt und weiss zu überraschen.
Entgegen der Vermutung, das Buch könnte langweilig werden, war es wunderbar spritzig und abwechslungsreich. Ich klebte regelrecht an den Seiten und fieberte dem nächsten Montag entgegen.

Das Buch punktet mit tollem Humor und einem enorm hohen Unterhaltungswert. Und trotz diesen beiden Attributen gewinnt die Geschichte auch immer mehr an Tiefe, denn Ellison beginnt, sich mit sich selber und ihrer Umwelt genauer auseinanderzusetzten, was sehr spannend ist.

Der Schreibstil von Jessica Brody ist frisch und jugendlich, so dass man eine moderne und authentische Geschichte geboten bekommt. Von der ersten Seite an habe ich mich in ihrer Erzählung wohl gefühlt und Ellison ist mir mit ihrer Selbstironie sofort ans Herz gewachsen, so dass ich gar nicht wollte, dass das Buch endet.

Fazit:
humorvoll, frisch, erstklassig
Da soll noch jemand sagen, Montage seien doof ..... In "Eine Woche voller Montage" bekommt man gleich einige davon geboten und hält damit definitiv ein Lesehighlight in der Hand. Jessica Brody überzeugt mit ihren Charaktere, ihrem klug eingefädelten Plot, ausgezeichnetem Humor und auch immer wieder mit Musik.
Mit einem Buch wie "Eine Woche voller Montage" könnte ich gerne in einer Zeitschlaufe gefangen sein ....

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Tags: freundschaft, humor, jugendroman, zeitschlaufe   (4)
 

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entführung, jugendbuch, familie, spannung, cat clarke

Falsche Schwestern

Cat Clarke , Jenny Merling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.08.2016
ISBN 9783841402257
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Den Fall Natascha Kampusch haben wohl damals sehr viele mitverfolgt, denn wenn jemand nach so langer Gefangenschaft frei kommt, bewegt das die Leute und wirft viele Fragen auf.
"Falsche Schwestern" wird aus der Sicht der jüngeren Schwester erzählt, so dass der Leser hautnah miterlebt, wie es ist, wenn die eigene Schwester 13 Jahre vermisst wird und wie es sich anfühlt, wenn diese dann plötzlich wieder auftaucht.

Wenn einer Familie so ein schwerer Schicksalsschlag wie Kindesentführung widerfährt, hinterlässt dies seine Narben. Faiths Eltern haben sich getrennt. Sie lebt bei ihrer Mutter, die über die Jahre alles dafür getan hat, dass der Fall Laurel Logan nie in Vergessenheit geraten ist. Die Wochenenden verbringt sie bei ihrem Vater, der mit seinem Freund zusammen wohnt. Faith hat sich, so gut es geht, mit ihrer Situation arrangiert und versucht, jegliche Aufmerksamkeit zu vermeiden. Das Auftauchen der Schwester lässt sie sehr vieles hinterfragen.

Faith hat es wirklich nicht einfach. Erst muss sie jahrelang mit der Situation zurecht kommen, dass zum einen ihre Schwester vermisst ist, zum anderen muss sie miterleben, wie sich ihre Eltern unter dieser schweren Last verändern. Als Laurel dann wieder auftaucht, ist sie zwiegespalten. Selbstverständlich freut sie sich, dass ihre Schwester wieder da ist, doch sie muss auch erst lernen, mit der neuen Familiensituation umzugehen, vor allem, weil sich nun noch mehr alles um Laurel dreht und die Presse an jeder Ecke lauert.

Cat Clarke hat eine schwierige und brisante Thematik sehr eindringlich umgesetzt. Zudem erzählt Faith sehr fesselnd. Mit "Falsche Schwestern" bekommen wir eine äusserst interessante Charakterstudie und viel unterschwellige Spannung. Die Emotionen beim Lesen schwanken zwischen Neugierde und Beklemmung, so dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann.

Leider verraten die Inhaltsangabe und vor allem der Titel schon sehr viel über die Geschichte. Doch dies ist nur ein Wermutstropfen, "Falsche Schwestern" ist trotzdem sehr spannend.

Der Schreibstil von Cat Clarke ist ruhig und eindringlich. Allein mit ihren Charaktere und einer unheimlich dichten Atmosphäre schafft die Autorin es, die Leser total an die Seiten zu fesseln. Sie setzt viel mehr auf den psychologischen Blick in Faiths Gefühlswelt als auf actionreiche Szenen.

Fazit:
"Falsche Schwestern" ist ein sehr gelungener psychologischer Spannungsroman. Cat Clarke überzeugt mit facettenreichen Charaktere, einer sehr dichten und bedrückenden Atmosphäre und dem brisanten Thema einer Kindesentführung, die sofort unsere Erinnerungen an den Fall Natascha Kampusch wecken.
Obwohl der Titel leider schon einiges verrät, konnte ich mich dem Lesesog des Buches nicht entziehen und konnte es kaum noch aus der Hand legen. Eine tiefgründige Geschichte, die man nicht so schnell vergessen wird.

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Tags: entführung, familie, psychogramm, spannung, spychologischer spannungsroma   (5)
 

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wüste, fantasy, alwyn hamilton, liebe, jugendbuch

AMANI - Rebellin des Sandes

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164365
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Nicht nur optisch kann mich "Amani - Rebellin des Sandes" begeistern, auch inhaltlich weiss Alwyn Hamilton zu überzeugen. Sie hat ihre Fantasygeschichte in der Wüstenland angesiedelt und mit einem Hauch von 1001 Nacht und einem Schuss Western versehen. Wir begegnen Djinis, Nachtmahren, Guhlen, magischen Wüstenpferden und einer Revolverheldin. Das Setting ist einfach grandios und man bekommt das Gefühl, der Sand sickert durch alle Seiten.

Amani ist ein Wüstenkind. Sie liebt die Hitze, den Sand, nur ihren Heimatort Dustwalk will sie hinter sich bringen, koste es, was es wolle. Um an das nötige Geld für ihre Flucht zu kommen, verkleidet sie sich als Junge und nimmt an einem Schiesswettbewerb teil. Dort lernt sie den fremden Jin kennen, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird.

Amani ist eine grossartige Protagonistin, die man einfach ins Herz schliessen muss. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Onkel, wo sie jedoch nur geduldet wird. Kein Wunder also, dass sie ein klares Ziel vor Augen hat, in der Hauptstadt ein neues Leben zu beginnen. Sie ist taff und nicht auf den Mund gefallen, hat aber auch ihre verletzliche Seite. Und genau diese Attribute machen sie so sympathisch und authentisch. Zudem legt sie während der Geschichte eine tolle Entwicklung hin.

Wir auch Amani ist auch der Leser sofort von Jin fasziniert. Auf der einen Seite ist er hilfsbereit und offen, auf der anderen Seite realisiert man schnell, dass er mehr als nur ein Geheimnis mit sich herumträgt.

"Amani - Rebellin des Sandes" bietet nicht nur sehr viel Spannung sondern zeigt sich auch von der romantischen Seite. Nicht oft kann mich eine Liebesgeschichte in in einer rasanten Story überzeugen, doch Alwyn Hamilton beweist viel Feingefühl, die nötige Leidenschaft und hält diese Balance meisterhaft.

Mit ihrem bildgewaltigen Schreibstil lässt Alwyn Hamilton verzauberte Wüstenpferde auferstehen, lässt einen die Hitze spüren und wirbelt viel Staub auf. Sie entführt in eine atemberaubende Wüstenwelt, die voller Magie und Geheimnissen steckt, und einen erst wieder auftauchen lässt, wenn der Lesedurst gestillt ist.

Fazit:
mitreissend, magisch, grandios
"Amani - Rebellin des Sandes" ist eine excellente Fantasygeschichte mit einem Hauch von 1001 Nacht und einem Schuss Western. Mit viel Spannung, einem atemberaubenden Setting und perfekt dosierter Leidenschaft entführt uns Alwyn Hamilton nach Maraji und wirbelt viel Staub auf.
Unbedingt lesen und die Hitze der Wüste spüren, die Geheimnisse des Sandes aufdecken und sich verzaubern lassen!

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Tags: fantasy, wüste   (2)
 

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jugendbuch, parallelwelt, zimt, zeitsprung, dagmar bach

Zimt und weg

Dagmar Bach
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 28.07.2016
ISBN 9783737340472
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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bretagne, liebe, frankreich, familie, eltern

Herzmuschelsommer

Julie Leuze
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 18.05.2016
ISBN 9783473401017
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kim erfährt von ihrer Mutter, dass sie als Baby im Krankenhaus vertauscht worden ist. Mit dieser Information bricht Kims Welt zusammen. Sie redet sich ein, dass ihre Mutter sie gar nicht liebt, dass sie viel lieber ihre leibliche Tochter hätte. So entscheidet sie sich, den Sommer bei ihren genetischen Eltern in der Bretagne zu verbringen.

Dies wäre ja schon genügend Stoff für eine interessante Geschichte, doch dann lernt Kim den nachdenklichen Padrig kennen, der sehr viel Zeit auf der Klippe am Meer verbringt. Die zwei beginnen, die Zeit gemeinsam zu verbringen und schnell realisiert man, dass sich beide von etwas ablenken wollen.

Kim ist eine sympathische Protagonistin, die plötzlich in eine Identifikationskrise stürzt. Sind ihre 'Eltern' nun noch ihre Eltern? Hätte ihre Mutter nicht lieber ihre leibliche Tochter? Zu wem und wohin gehört sie nun? In dieser schwierigen Situation lernt sie Padrig kennen, der ihr die Gegend zeigt und mit dem sie reden kann.
Auch Padrig ist mir schnell ans Herz gewachsen, denn man spürt, dass er ein grundgütiger Mensch ist, aber einen Schicksalsschlag erleben musste, der ihn einfach nicht mehr loslässt.

Ich habe "Herzmuschelsommer" geliebt. Mit meinen Eltern bin ich früher beinahe jedes Jahr in die Bretagne gefahren und mir gefällt die Region wahnsinnig gut. Julie Leuze hat viel Hintergrundwissen und einige Sagen der Bretagne einfliessen lassen, so dass eine dichte, zum Teil sogar mystische Atmosphäre geschaffen hat.
Obwohl "Herzmuschelsommer" eine ruhige Geschichte ist, konnte sie mich völlig in ihren Bann ziehen. Geschickt zieht die Autorin den Spannungsbogen an und lässt alles in einem dramatischen Ende zusammenkommen.

Nicht alle Reaktionen und Handlungen von Kim waren für mich nachvollziehbar, aber in der Pubertät agiert man nicht immer so, wie das Erwachsene tun würden und dann kommt auch noch ihre schwierige Situation hinzu.

Julie Leuzes Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Sie erzählt ihre Geschichte aus der ich-Perspektive von Kim, so dass man sich wirklich gut in die Protagonistin hineinversetzen und so ihre Gedankengänge besser nachvollziehen kann.

Fazit:
Einmal mehr ist es Julie Leuze gelungen, in "Herzmuschelsommer" ein kritisches Thema berührend, aber vor allem auch authentisch aufzuarbeiten. Eine feinfühlige Liebesgeschichte und die sagenumwobene Bretagne runden die Geschichte perfekt ab und haben mir fesselnde Lesestunden beschert.
"Herzmuschelsommer" und die Bretagne sind definitiv eine (Lese-)Reise wert!

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Tags: bretagne, contemporary young adult, familie, liebe   (4)
 

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geocaching, 2016, freundschaft, jugendroman, liebe

Cache

Marlene Röder
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 28.07.2016
ISBN 9783737340267
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Max ist in den Herbstferien im Schwimmcamp, denkt jedoch die ganze Zeit an seine Freundin Leyla. Schon ein Jahr sind die beiden nun ein Paar, doch Leyla ist doch etwas neidisch, dass er sich eine schöne Zeit in Spanien macht. Und dabei möchte Max nur eines: Leyla beweisen, wie sehr er sie liebt und zwar mit einem Schloss mit ihren eingravierten Namen, das sie gemeinsam an einer Brücke befestigen können.

Endlich haben Max Leyla einen Moment für sich und er möchte ihr seine Überraschung geben. Doch dann bekommen sie von Red eine geheimnisvolle sms. Doch auch Red selber ist mysteriös. Sie wissen kaum etwas von ihm, nur dass er ein leidenschaftlicher Geo-Cacher ist. Nun fordert er sie zu einem ganz persönlichen Cache auf und die Suche nach Red beginnt.

Leyla hat es momentan nicht ganz einfach. Ihre Grossmutter ist erst vor kurzem gestorben und so muss sie oft auf ihre kleine Schwester aufpassen. Zudem ist sie sehr unsicher. Wie kann ein so perfekter Junge wie Max sie wirklich lieben? Ist er wirklich der Richtige für sie?
Max ist ein Einzelkind und stammt aus einem reichen Elternhaus. Er schwimmt erfolgreich und Leyla findet alles an ihm perfekt - bis auf seine Hände, die sie aus diesem Grund so mag.
Der charismatische Geocacher Red ist in dieser Geschichte die grosse Unbekannte. Leyla reagiert sehr stark auf ihn, denn er ist alles andere als perfekt und kommt so gut mit ihrer Schwester aus. Und Red drängt sich immer mehr zwischen Max und Leyla.

"Cache" ist sehr spannend und bekommt mit dem Geo-Caching eine ganz besondere Note. Gekonnt lässt Marlene Röder Lelya immer wieder zurückzublicken, so dass sich uns als Leser nach und nach die ganze Geschichte offenbart.
Schonungslos zeigt die Autorin, was passieren kann, wenn man zu wenig miteinander redet, einander nicht vertraut.

Ich mag es, wenn ein Buch mich zu überraschen vermag, doch "Cache" hat mich total auf dem falschen Fuss erwischt und schockiert. Obwohl man Max in der ich-Perspektive erlebt, war dieses Ende nicht absehbar. Und obwohl mir bewusst ist, dass dies genau so gewollt ist, stimmt es mich nachdenklich.

Marlene Röders Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen. Sie schafft eine dichte Atmosphäre, die einen ans Buch fesselt.
Sie begleitet abwechselnd Leyla und Max. Wo er in der ich-Perspektive erzählt, bleibt Leyla in der 3. Person. Speziell ist auch, dass die Geschichte im Präsens geschrieben ist.

Fazit:
"Cache" ist überraschend anders, facettenreich und tragisch. Geo-Caching ist die Thematik, die sich quer durchs Buch zieht, doch hier geht es noch um viel mehr als um ein Hobby: Vertrauen, Kommunikation und die Suche, die Leben verändert.
(4.5 Sterne)

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Tags: geocaching, jugendroman   (2)
 

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transgender, kinderbuch, mut, transidentität, freundschaft

George

Alex Gino , Alexandra Ernst
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 25.08.2016
ISBN 9783737340328
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Die Thematik Transgender hat man in letzter Zeit vermehrt in Jugendbücher angetroffen, "George" ist nun sogar für noch Jüngere geschrieben worden. Alex Gino ist selber seit über 20 Jahren in der transgender Bewegung aktiv und möchte mit seinem Roman transgender Kinder Mut machen, sie bestärken.

Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass er mit seiner Geschichte nicht polarisieren möchte, sondern uns eine Normalität aufzeigt: ein Mädchen im falschen Körper. So wird George von Anfang an als 'sie' bezeichnet, was genau dieses Normale schön zum Ausdruck bringt. So erleben wir Georges Alltag, wie sie zuhause Mädchenzeitschriften versteckt und in der Schule für die weibliche Hauptrolle vorsprechen möchte. George hat eine tolle beste Freundin und auch ihre Mutter und ihr grosser Bruder akzeptieren, dass George anders ist. Wie anders sie ist, ahnen sie jedoch nicht im Entferntesten.

Georges Geschichte hat mich berührt und das, obwohl es eigentlich ein Kinderbuch ab 10 Jahren ist. Aber gerade durch dieses Schlichte geht zu Herzen und obwohl Alex Gino die personale Erzählweise gewählt hat, konnte er die Gefühle sehr gut transportieren, so dass man die Protagonistin sehr gut verstehen konnte. Obwohl George nämlich schon mir zehn weiss, dass sie als Mädchen in einem Jungenkörper feststeckt, ist ihr auch bewusst, was ein Coming-out für sie bedeuten würde. Schon jetzt wird sie in der Schule oft belächelt und gehänselt.
Und genau aus diesem Grund ist "George" so ein wichtiges Buch. Alex Gino zeigt auf, wie wichtig es ist, so leben zu können, wie man sich fühlt. Feinfühlig fördert er das Bewusstsein für die transgender Bewegung und macht Mut, zu seinem Anders-sein zu stehen - auch schon als Kind.

Fazit:
berührend, feinfühlig, lesenswert
Die zehnjährige George steckt in einem Jungenkörper fest. Feinfühlig und schlicht erzählt Alex Gino ihren Alltag. Und trotz der ruhigen Normalität rüttelt er wacht und fordert nach Akzeptanz.

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Tags: transgender   (1)
 

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205 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

fantasy, königin, erika johansen, krieg, die königin der schatten

Die Königin der Schatten - Verflucht

Erika Johansen , Sabine Thiele
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.05.2016
ISBN 9783453315877
Genre: Fantasy

Rezension:

"Die Königin der Schatten" hat schon mit dem ersten Band richtiges Schmökerpotential bewiesen. Erika Johansen bot ein Genremix par excellence, facettenreiche Charaktere und ganz viel Spannung und Intrigen. So war es kein Wunder, dass ich mich riesig auf die Fortsetzung freute. Kaum mit lesen begonnen, durfte ich feststellen, dass "Verflucht" seinem Vorgänger in nichts nachstand. Im Gegenteil: die Autorin wob noch einen zweiten Zeit- und Handlungsstrang ein.

So werden bei Kelsea in Tearling weiterhin Intrigen gesponnen, politische Diskussionen geführt und die Armeen rüsten sich zum Kampf.
Kelsea selber ist immer noch eine starke Protagonistin. Sie ist enthusiastisch und alles andere als auf den Mund gefallen. Durch das tragen der Juwelen verändert sie sich jedoch nach und nach. Äusserlich wird sie zwar immer schöner, doch in ihrem Innern wird es immer dunkler, sie wird immer mehr von Zweifeln geplagt. So wird man von ihren Gedankengeängen und Handlungen ab und zu negativ überrascht, was jedoch sehr spannend mitzuverfolgen ist. Immer wieder hat sie auch Visionen von einer gewissen Lily.

Diese Lily Mayhew lebt in Manhatten und zwar noch in der alten Zeit vor der grossen Überfahrt. "Die Königin der Schatten" ist zwar in erster Linie im High Fantasy angesiedelt, doch dadurch, dass die Geschichte in der Zukunft spielt, gibt ihr Erika Johansen zusätzlich noch dystopische Züge. Und nun erfährt man endlich, was es mit dieser Überfahrt, von der schon im ersten Band die Rede war, auf sich hat, wie die alte Welt aussah.

Gerade die Charaktere sind es oft, die eine Geschichte ausmachen. Und diese hat Erika Johansen klasse skizziert und weiterentwickelt. Gerade dass die meisten ihre Ecken und Kanten, aber auch Schwächen haben, machen sie so sympathisch und authentisch. Und durch die unterschiedlichen Perspektiven lernt man die Personen zum einen besser kennen und zum anderen bekommt man einen tollen Überblick über das grosse Ganze.

Der Schreibstil ist auf der einen Seite sehr angenehm und flüssig zu lesen, auf der anderen Seite mitreissend und bildgewaltig.
Zwar brauchte ich zu Beginn etwas Zeit, um mich an die beiden Handlungsstränge und an Lily zu gewöhnen, doch danach entfaltete sich der gleiche Lesesog, den ich schon vom ersten Teil her kannte und liebte. Nur gut, dass "Verflucht" über 600 Seiten hat, sonst wäre der Schmökerspass viel zu schnell vorbei gewesen. Und so freue ich mich schon riesig auf die Fortsetzung, denn wer einen solch fesselnden und überzeugenden Mittelteil schreiben kann, legt bestimmt ein fulminantes Finale hin.

Fazit:
mitreissend, facettenreich, atemberaubend
"Die Königin der Schatten. Verflucht" steht definitiv nicht im Schatten seines Vorgängers. Die Charaktere werden authentisch und konsequent weiterentwickelt, ein neuer Handlungsstrang gekonnt eingewoben, Intrigen gesponnen und Kämpfe ausgetragen. Erika Johansen bietet 1A Schmökerstoff, den man nicht mehr so schnell aus der Hand legt.
Lesespass pur!

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Tags: fantasy   (1)
 

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(60)

84 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

liebe, götter, griechische mythologie, unterwelt, mythologie

Küsse keine Capulet

Stefanie Hasse
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 04.08.2016
ISBN 9783646602265
Genre: Liebesromane

Rezension:

Der erste Band "Liebe keinen Montague" endete mit einem fiesen Cliffhanger.
Im Prolog erfahren wir nun, dass sich die Götter schlussendlich überzeugen liessen, eine erneute Prüfung der Liebe zuzulassen. Nun sei es jedoch an Luca Montague, sich der Prüfung zu stellen.

Und hier hat mein erstes Problem begonnen. Eigentlich erwartete ich, dass die Rollen getauscht würden, dass wir nun mehr von Luca erfahren würden. Nicht nur der Prolog liess darauf schliessen, auch Cover und Titel weckten diese Erwartungen in mir.

Doch auch in "Küsse keine Capulet" steht ganz klar Allegra im Mittelpunkt und auch dieses Mal ist sie die Unwissende und muss sich schlussendlich durch die Unterwelt kämpfen, um Luca zu retten. Ich hatte mich gefreut, Luca und seine Familie besser kennenzulernen, doch dies blieb mir leider verwehrt.

Die Grundidee, ihre eigene Geschichte mit der von "Romeo und Julia" und der griechischen Mythologie zu verweben, finde ich richtig klasse. Man merkt, dass sich Stefanie Hasse sehr gut in der Unterwelt und den Verwandtschaftsgraden der Götter auskennt.
Auch vom Setting am Gardasee war ich wieder angetan. Schade, dass wir dieses Mal nur so kurz da waren. Aber auch die Unterwelt hat mir als Bühne des zweiten Aktes gefallen.

Für dass die Dilogie so mit "Romeo und Julia" vermarktet wird, hat dieser zweite Band jedoch eher wenig mir Shakespears Drama zu tun. Dafür hat sich Stefanie Hasse wieder grosszügig in der griechsichen Mythologie bedient. Ich muss ehrlich zugeben, dass es mir stellenweise einfach zuviel des Guten war. Der Schlagabtausch der unterschiedlichsten Göttern verwirrte mich mehr, als dass er Spannung schuf und die Emotionen, die Romantik blieb meiner Meinung nach leider auf der Strecke.

Zu Beginn stolperte ich über einige Wiederholungen, doch das legte sich bald. Der Schreibstil von Stefanie Hasse ist sehr schlicht gehalten, so dass sich die Geschichte sehr flüssig lesen lässt. Anfangs plätscherte die Handlung ein bisschen vor sich her, doch dann zog die Autorin das Tempo rasant an, so dass sich die Handlungen beinahe überschlugen und ich mir zwischendurch eine kurze Verschnaufspause zur Vertiefung gewünscht hätte.

Fazit:
Leider habe ich mir von "Küsse keine Capulet" mehr versprochen - vor allem mehr von Luca.
So wurde ich mit diesem zweiten Band nicht so richtig warm. Erst musste ich mich damit abfinden, dass wieder Allegra die Unwissende war und im Zentrum stand und danach überschlug sich alles und die vielen Götter überforderten mich.
Schade, denn Stefanie Hasses Grundidee, eine neue Geschichte, angelehnt an "Romeo und Julia", mit der griechischen Götterwelt zu kreuzen finde ich immer noch sehr spannend. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Autorin hier schlichtweg zu viele Ideen hatte, die sie alle in ihrer Geschichte unterbringen wollte.
(2.5 Sterne)

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Tags: fantasy, gardasee, griechische mythologie, stefanie hasse   (4)
 
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