Leserpreis 2018

-Favola-s Bibliothek

407 Bücher, 384 Rezensionen

Zu -Favola-s Profil
Filtern nach
407 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

aufräumen, beton, bilderbuch, dachs, flut, kinderbuch, laub, natur, ordnung, presslufthammer, sauberkeit, staubsauger, über ordentlich, vöge

Aufgeräumt!

Emily Gravett
Fester Einband: 40 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355223
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Aufräumen ist ein leidiges Thema. Also ich habe zumindest immer einen Kampf, bis Junior endlich einmal seine Sachen wegräumt. Und dabei bin ich selber auch chaotisch veranlagt und so muss eine Lösung gefunden werden, mit der alle zufrieden sind. Und genau das muss auch der Dachs in "Aufgeräumt!" lernen.

Er verfällt nämlich einem regelrechten Sauberkeitswahn. Nachdem alle Vogelschnäbel geputzt, die Steine poliert und das Laub eingesaugt ist, stört er sich an den kahlen Bäume. Auch diese müssen also weichen. Doch als regnet, kommt die grosse Flut, die Lawinen aus Schlamm hinterlässt. Da holt der Dachs den Bagger und betoniert des ganzen Waldboden zu. Endlich ist alles schön sauber. Doch die Freude hält nicht lange an, dann merkt der Dachs, dass die Würmer und Käfer, sein Lebgericht, und auch sein Bau unter der Betonschicht liegen.

Dachs realisiert, dass er in seiner Putzwut über das Ziel hinausgeschossen ist und macht sich am nächsten Tag daran, Wald wieder aufzubauen. Nur gut, dass ihm die anderen Waldtiere zu Hand gehen.
Der Dachs verspricht, nicht mehr aufzuräumen. Aber ob sich alte Verhaltensmuster so leicht ablegen lassen? Wichtig ist vor allem, dass er seine Fehler einsieht und Kompromisse eingehen kann.

Emily Gravetts neustes Werk ist auf der einen Seite witzig und originell, auf der anderen Seite zeigt es auf, dass es nie gut ist, in ein Extrem zu verfallen, dass man Kompromisse finden muss, mit denen alle Leben können. Und zwischen den Zeilen sieht man auch, was mit der Natur passiert, wenn man ganze Waldstücke rodet und zu viel zubetoniert.

"Aufgeräumt" ist wirklich ein ganz wunderbares Bilderbuch. Nur schon das Cover ist mit der Ausstanzung ein Hingucker. Auch die Illustrationen im Buch finden grossen Anklang. Mal gibt es Bildabfolgen, dann wieder grosse, doppelseitige Bilder, die Eindruck machen.

Die Geschichte ist in Reimform geschrieben, was eine ganz eigene Dynamik ins Vorlesen bringt.
Fazit:"Aufgeräumt!" von Emily Gravett besticht nicht nur mit wunderbaren Illustrationen und humorvollen Reimen, es überzeugt vor allem mit Messages auf zwei Ebenen. Zum einen muss nicht immer alles tadellos aufgeräumt sein, zum anderen ist es wichtig, die Natur auch sich selbst zu überlassen.
Ein Bilderbuch, das bei gross und klein gut ankommt.

  (2)
Tags: aufräumen, bilderbuch, natur   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

96 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

"humor":w=1,"jugendbuch":w=1

Zimt und ewig

Dagmar Bach
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.09.2017
ISBN 9783737340496
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dagmar Bach hatte mich mit "Zimt und weg" und "Zimt und zurück" köstlich unterhalten. Es sind humorvolle Jugendbücher allererster Sahne und ehe man sich versieht, sind die Bücher leider auch immer schon wieder verschlungen. So las ich "Zimt und ewig" mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Auf der einen Seite freute ich mich riesig auf ein neues Abenteuer mit Vicky und war gespannt, wie alles aufgelöst werden würde, auf der anderen Seite ist es schade, dass dann diese tolle Reihe zu Ende ist.
Auch "Zimt und zurück" ist wieder köstlich unterhaltsam und zaubert einem ein ums andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht. Wir treffen altbekannte Charaktere und lernen neue kennen. Ganz klar stehen Vicky und Konstantin im Vordergrund. Die beiden sind immer noch ein Paar und Vicky hat sich so langsam daran gewöhnt, einen Freund zu haben und diesen auch zu küssen. Doch dann verbringt Konstantins Ex den Sommer bei ihm und es ist absehbar, dass das zu Missverständnissen und Misstönen zwischen den beiden führt.
Da Konstantin seit neustem auch mit in die Parallelwelt springt, gibt es natürlich auch zwei Doppelgänger. Schnell wird klar, dass diese irgend etwas im Schilde führen, denn zum einen wird Vicky mit Aufgaben beschäftigt zum anderen herrscht immer ein riesiges Chaos, wenn sie wieder in ihrer eigenen Welt sind. Das ist sehr spannend, aber ich hätte sehr gerne noch etwas mehr über 'Vici' und 'Konsti' erfahren.
Neben dem tollen Humor sind die Charaktere ganz klar Dagmar Bachs grosse Stärke. Auch in "Zimt und ewig" hat sie wieder eine ganze Bandbreite an Charaktere skizziert und ihnen Leben eingehaucht. Sie sind authentisch, sympatisch, chaotisch oder aber auch etwas durchgeknallt. In diesem letzten Band bekommen auch Vickys Grosseltern mehr Platz, was einen enormen Unterhaltungswert bedeutet.
Für Vicky hält "Zimt und ewig" einige Hochs und Tiefs bereit. So erlebt sie wunderschöne Dinge, muss aber auch traurige Situationen bewältigen. Nur gut kann sie sich da auf ihre beste Freundin Pauline verlassen. Die beiden sind wirklich ein perfekt eingespieltes Team. Toll fand ich, dass wir Claire  wieder treffen und auch sie ihren Platz gefunden hat.
Im finalen Band der Zimt-Trilogie ist wirklich einiges los, so dass es oft etwas chaotisch und emotional zu und her geht. Doch Dagmar Bach löst wirklich alle Fragen und bringt ihre Reihe so zu einem runden Ende.Sie bietet einmal mehr eine turbulente, originelle und lustige Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte und die einen etwas wehmütig zurück lässt, weil die Trilogie nun zu Ende ist. Da bleibt nur zu hoffen, dass es bald etwas Neues aus der Feder von Dagmar Bach zu lesen geben wird.
Fazit:turbulent, charmant, humorvollIn "Zimt und ewig" wird es turbulent und emotional. Dagmar Bach bringt ihre Zimt-Trilogie zu einem schönen, runden Ende und versüsst einem damit einmal mehr den Alltag mit viel Humor. Wer diese Wohlfühlbücher noch nicht kennt, sollte dies unbedingt nachholen!

  (0)
Tags: humor, jugendbuch   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

"liebe":w=3,"jugendbuch":w=3,"mißverständnisse":w=2,"familie":w=1,"spannung":w=1,"humor":w=1,"freunde":w=1,"liebesroman":w=1,"beziehung":w=1,"musik":w=1,"jugendroman":w=1,"hund":w=1,"erste liebe":w=1,"humorvoll":w=1,"baby":w=1

So was passiert nur Idioten. Wie uns.

Sabine Schoder
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 21.09.2017
ISBN 9783733504281
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vor zwei Jahren konnte mich Sabine Schoder mit ihrem Debüt "Liebe ist was für Idioten. Wie mich" positiv überraschen und begeistern. Selten passiert es mir, dass ich am Morgen erst das Buch beenden muss, bevor ich etwas anderes machen kann. Eigentlich dachte ich ja, dass die Geschichte rund um Viki und Jay abgeschlossen sei, umso mehr freute ich mich, als ich erfuhr, dass ich die beiden nochmals ein Stück begleiten darf.
Inzwischen sind drei Jahre vergangen, die beiden wohnen gemeinsam in Vikis Wohnung und gelten als das Traumpaar schlechthin. Doch dann schleicht sich bei Viki der Verdacht ein, dass Jay sie betrügt und nachdem sie sein Handy gecheckt hat, schmeisst sie ihn raus.
Ich muss zugeben, dass ich ganz zu Beginn etwas verwirrt war, denn ein kurzer Prolog spielt neun Tage nachdem Jay im Krankenhaus aufgewacht ist, danach geht es weiter, als Melanie, Vikis beste Freundin nach Hause kommt und die Beziehung schon in die Brüche gegangen ist. Nachdem ich aber zeitlich alles sortiert hatte, konnte der Lesespass in die zweite Runde gehen.
Wie wir Viki und Jay im ersten Buch kennengelernt haben, agieren sie auch drei Jahre später: stur. Sie setzen sich nicht in Ruhe zusammen und können ihre Befürchtungen, Vermutungen offen legen, sie gehen einander aus dem Weg und verrennen sich in Dinge. Viki sucht bei ihrer besten Freundin Mel Trost und Jay findet bei seinem Kumpel Dave Unterschlupf. Toll finde ich, dass die beiden auch ihre eigenen Kapitel bekommen haben, so dass "So was passiert nur Idioten. Wie uns." aus noch mehr Perspektiven geschildert wird, was absolut abwechslungsreich und unterhaltsam ist. Sehr gelungen und witzig sind übrigens auch die Kapitel aus der Sicht von Kid, dem Hund von Viki und Jay.
Immer wenn die beiden aufeinander treffen beginnt es zu knistern. Sie spüren, wie sie förmlich zum anderen hingezogen werden, können aber nicht über ihren Schatten springen. Beide blicken auf Schlüsselszenen ihrer Beziehung zurück und überlegen, wie und ob es überhaupt weitergehen soll. So erleben Viki und Jay viele Hochs und Tiefs, ein Missverständnis jagt das nächste und es wird ziemlich chaotisch. Gerade diese Szenen zu zweit bringen sehr viel Spass und schnell entwickelt sich wieder der altbekannte Lesesog, dem man sich einfach nicht widersetzen kann.
Sabine Schoder versteht es, eine dramatische Liebesgeschichte mit viel Emotionen, aber auch mit einer guten Portion Witz zu erzählen. Dabei kommt sie gänzlich ohne Kitsch aus, was ich richtig erfrischend finde. Dazu kommt ihr toller Schreibstil, der mich wieder begeistern konnte. Sie schreibt auf der einen Seite frech, locker und flüssig, auf der anderen Seite jedoch auch sehr intensiv. Die jugendliche Sprache wird mit bildhaften Metaphern und zum Teil sogar beinahe poetischen, oft sehr kurzen Sätzen angereichert, so dass sich "So was passiert nur Idioten. Wie uns." einmal mehr zu einem richtigen Lesegenuss entwickelt.
Doch es geht hier nicht nur um die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten. Durch die Familiensituation einer Nachbarin wird Viki nochmals in ihre eigene Kindheit katapultiert und muss sich ihrer dunklen Vergangenheit und dem Albtraumbild Vater stellen. Dieser Handlungsstrang gibt dem Buch noch eine zusätzliche Tiefe, so dass "So was passiert nur Idioten. Wie uns" eine runde Sache ist. Bitte mehr davon!
Fazit:authentisch, emotional, humorvollMit "So was passiert nur Idioten Wie uns." ist Sabine Schoder eine klasse Fortsetzung gelungen. Die Autorin konnte mich wieder mit vielen Emotionen, einiges an Drama, Spannung, einer guten Portion Humor und vor allem ihrem ausserordentlichen Schreibstil begeistern. Dieses Buch ist ein richtiger Lesegenuss mit Suchtpotential.

  (1)
Tags: contemporary young adult, humor, liebe   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

75 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

"thriller":w=3,"freundschaft":w=1,"spannung":w=1,"vergangenheit":w=1,"new york":w=1,"geheimnisse":w=1,"psychologie":w=1,"gefahr":w=1,"manipulation":w=1,"freundschaf":w=1,"psyche":w=1,"fischer":w=1,"4":w=1,"soziopath":w=1,"ab 14 jahren":w=1

Beware That Girl

Teresa Toten , Brigitte Jakobeit
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783733504205
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Beware that Girl" soll laut der Rückseite des Buches das "Gossip-Girl"-Milieu mit dem verunsichernden psychologischen  Terrain von "Gone Girl" kombinieren. Beide Titel sind sehr bekannt, gelesen habe ich jedoch keinen von beiden. Trotzdem reizte mich die Geschichte sofort, denn Teresa Toten hat diese zum einen in einer reichen Privatschule und zum anderen im Szenemilieu von New York angesiedelt.
Das Buch startet mit einem kurzen ersten Kapitel, in dem wir von aussen her einen Blick auf die beiden Protagonistinnen Kate und Olivia werfen können. Dieses macht sofort neugierig und wirft Fragen auf. Danach geht es ein halbes Jahr in die Vergangenheit und wir erfahren Schritt für Schritt, wie es zur Situation am Anfang kam. Die Autorin hat die Story seht geschickt aufgebaut und die Spannung geschürt, so dass man unbedingt dem Geheimnissen auf den Grund gehen muss und das so schnell wie möglich.
"Beware that Girl" ..... wie der Titel schon sagt, sollte man sich wirklich vor Kate in Acht nehmen. Sie wirkt nämlich völlig kühl und egoistisch und ist sehr intelligent und durchtrieben. Ihr Ziel ist es, an der Elite-Uni Yale angenommen zu werden und dafür braucht sie ein privilegiertes und reiches Leben. Dies soll ihr ihre neue 'Freundin' Olivia ermöglichen, denn diese stammt nicht nur aus sehr betuchtem Hause, sie hat auch einige Probleme, so dass Kate sie einfach manipulieren kann - so hat es zu Beginn zumindest den Anschein.
Doch nicht nur Kate treibt mit Olivia ihre Spielchen. Recht schnell bekommt man das Gefühl, dass die Autorin auch gerne mit ihren Lesern spielt und bald weiss man nicht mehr so genau, welches Mädchen nun das gute und welches das schlechte ist. Je weiter die Geschichte fortschreitet, umso schwieriger wird es, Kate und Olivia einzuschätzen. Man beginnt zu spekulieren und versucht die Lügen und Beweggründe aufzudecken. Und auch wenn man viele Ideen und Möglichkeiten hat, bleibt das Buch unvorhersehbar und weiss zu überraschen.
Gegen Ende weicht die psychologisch dichte Spannung leider einem actionreicheren Teil. Kate und Olivia verlieren plötzlich ihre clevere Überlegenheit und handeln impulsiv, ja sogar töricht. Nur gut, dass Teresa Toten den Rank wieder findet und die Geschichte endet in der Anfangsszene, was sehr gelungen ist. Nun wurde endlich Licht ins Dunkle gebracht - oder etwa doch nicht?
"Beware that Girl" besteht aus vielen kurzen, knackigen Kapiteln, welche den Spannungsbogen noch mehr anziehen und eine tolle Dynamik entwickeln.Erzählt wird aus den Perspektiven der beiden Protagonistinnen und zwar im personalen Stil. Jedes Kapitel enthält in der Überschrift das Datum und den Namen, was einen guten Überblick ermöglicht.
Fazit:psychologisch, spannend, aufwühlend"Beware that Girl. Sie weiss alles über dich" strotzt nur so vor Lügen, Geheimnissen und Intrigen. Geschickt zieht Teresa Toten den Leser mit in ihr Verwirrspiel und weiss zu überraschen. Das Buch entwickelt einen enormen Lesesog, so dass man es kaum noch aus der Hand legen kann und gerne über den einen oder anderen Kritikpunkt hinwegsieht.(4.5 Sterne)

  (0)
Tags: ab 14 jahren, freundschaf, manipulation, psychologie, spannung, thriller   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(122)

332 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

"fantasy":w=7,"paris":w=6,"liebe":w=3,"magie":w=3,"schreiben":w=3,"kathrin lange":w=3,"jugendbuch":w=2,"geschichte":w=2,"worte":w=2,"arena verlag":w=2,"tod":w=1,"kampf":w=1,"drama":w=1,"macht":w=1,"liebesgeschichte":w=1

Die Fabelmacht-Chroniken - Flammende Zeichen

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 19.06.2017
ISBN 9783401603391
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wenn man die Inhaltsangabe von "Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen" liest, schlägt das Bücherherz gleich höher. Bücher über Bücher oder das Schreiben stehen wohl bei allen begeisterten Lesern hoch im Kurs. Wie der Reihentitel schon verrät, geht es hier um die Fabelmacht. Das ist eine Gabe, mit der man durch das Schreiben von eigenen Geschichten die Realität umändern kann. Eine klasse Idee, die mir sehr gut gefallen hat. Ich hätte aber gerne noch etwas mehr über die Fabelmacht erfahren, doch da dies der erste Band ist, wird man bestimmt in der Fortsetzung mehr erfahren. Kathrin Lange ist ja dafür bekannt, dass sie ein grosses Netz auslegt, die Fäden immer in der Hand behält, aber erst im letzten Teil alles zusammenfliessen lässt.

Die 17-jährige Mila hat sich mit ihrer Mutter gestritten, woraufhin sie sich in den Zug nach Paris setzt um zu einer Freundin zu fahren. Schon auf dieser Reise lässt die Autorin einige Schlüsselelemente einfliessen. So wird Mila von einem alten Mann angesprochen, was sie etwas unheimlich findet und der Leser erfährt, dass die Protagonistin schon immer gerne geschrieben und immer ein Notizbuch dabei hat.


Das Setting Paris ist beliebt, denn die Stadt verströmt einfach ein tolles Flair. Kathrin Lange schafft es auch dieses Mal, eine dichte Atmosphäre aufzubauen und das Ambiente der Stadt in die Geschichte einfliessen zu lassen.
Kaum am Gar de l' Est angekommen, geht es erst richtig los. Es beginnt eine regelrechte Jagd durch Paris und Mila gerät nicht nur einmal in Gefahr. Ihr zur Seite stehen zwei Jungs, bei denen sie sich nicht sicher ist, ob sie ihnen vertrauen kann. Doch Mila hat kaum Zeit, diesem Problem auf den Grund zu gehen, denn sie bekommt kaum eine Verschnaufspause und so geht es auch dem Leser. Der versucht nämlich mit dem rasanten Tempo der Geschichte mitzuhalten und gerät in einen regelrechten Lesesog.

Mit dem Ende dieses ersten Bandes beweist Kathrin Lange wieder einmal, dass sie eine Meisterin ihres Fachs ist. Nach einem grandiosen Showdown könnte "Flammende Zeichen" eigentlich sogar abgeschlossen sein, doch dann ändert ein letztes Wort wieder alles, so dass man gespannt auf die Fortsetzung wartet.

"Die Fabelmacht-Chroniken" ist abwechslungsreich, spannend und gut durchdacht.  Manchmal überwog der letzte Punkt leider etwas, denn die Geschichte wirkte auf mich ab und zu etwas zu konstruiert.



Fazit:
rasant, fesselnd, abwechslungsreichMit „Die Fabelmacht-Chroniken. Flammende Zeichen“ ist Kathrin Lange ein toller Auftakt zu ihrer neuen Fantasyreihe gelungen. Dieser begeistert mit einer genialen Grundidee, dem Flair von Pairs und einer rasanten Handlung, die einen kaum zur Ruhe kommen lässt.Zwar wirken einige Sequenzen etwas zu konstruiert, doch ich bin mir sicher, dass die Fortsetzung noch einige (böse) Überraschungen für Mila bereit hält.

  (0)
Tags: ab 14 jahren, fantas, paris, urban fantasy   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(533)

1.556 Bibliotheken, 86 Leser, 1 Gruppe, 187 Rezensionen

"fantasy":w=28,"leigh bardugo":w=26,"das lied der krähen":w=23,"grischa":w=10,"krähen":w=9,"abenteuer":w=8,"magie":w=8,"diebe":w=8,"jugendbuch":w=6,"kaz":w=6,"six of crows":w=6,"freundschaft":w=5,"knaur":w=5,"inej":w=5,"spannung":w=4

Das Lied der Krähen

Leigh Bardugo , Michelle Gyo
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426654439
Genre: Fantasy

Rezension:

"Six of Corows" ist in den USA ein Nr.-1-Bestseller und so ist die Begeisterung für dieses Buch schon vor einiger Zeit auch in den deutschsprachigen Raum übergeschwappt. Es ist also kein Wunder, dass die Vorfreude auf die deutsche Übersetzung gross war. "Das Lied der Krähen" spielt zwar in der gleichen Welt wie die Grischa-Trilogie von Leigh Bardugo, doch sind diese Bücher keine Voraussetzung für den Lesegenuss in Ketterdam. Zwar könnte ich mir gut vorstellen, dass einem der Einstieg in das Buch etwas leichter fällt, wenn man "Grischa" kennt, doch wenn man als Bardugo-Anfänger etwas Geduld mitbringt, entfaltet sich schnell die Faszination dieser fantastischen Welt.
In einem Interview hat die Autorin zugegeben, dass sie ein grosser Fan von "Ocean's Eleven" ist und so unbedingt eine Fantasy-Gaunergeschichte schreiben wollte. Dies ist ihr mit "Das Lied der Krähen" wirklich gelungen!
Kaz Brekker ist ein gewiefter und skrupelloser Dieb, der sich als Dirtyhands einen Namen gemacht hat. Als er einen schier unlösbaren Auftrag bekommt, schart er eine bunt gemischte Truppe um sich, mit der er einen wichtigen Mann aus dem ausbruchsicheren Eistribunal entführen will.
Kaz ist zwar Drahtzieher und Kopf der sechs Krähen, doch die Geschichte wird aus insgesamt fünf Perspektiven erzählt. So bekommt jeder Charakter eine enorme Tiefe und gekonnt verwebt Bardugo die verschiedenen Sichtweisen und lässt geschickt in die Vergangenheit der Krähen zurückblicken. Jeder hat ganz bestimmte Talente, weswegen er bei dem Coup dabei ist, doch alle haben auch ihr Päckchen zu tragen, jeder Charakter muss mit seinem eigenen Dämonen fertig werden.
Die Autorin versteht es, ihren Figuren Leben einzuhauchen und obwohl die Schurken alle ihre Macken haben, schliesst man sie schnell ins Herz.
"Das Lied der Krähen" besticht ausserdem mit einer ausserordentlich dichten Atmosphäre. Wir starten in den Strassen der Hafenstadt Ketterdam, stechen dann in See und machen uns dann auf den beschwerlichen Weg im eisigen Fjerda.Zu Beginn widmet sich Leigh Bardugo vorwiegend ihren Charaktere und der Dynamik der Gruppe, denn die ist so zusammengewürfelt, dass sie ein grosses Konfliktpotential birgt. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass Kaz' Masterplan immer wieder über den Haufen geworfen wird und als Leser fragt man sich nicht nur einmal, wie viele Asse er noch im Ärmel hat.
Sobald man sich in Ketterdam und seinen zwielichtigen Gestalten etwas auskennt, reisst einen diese abenteuerliche Geschichte mit sich. Gekonnt wird der Spannungsbogen angezogen und im Eistribunal wird viertelstündlich die Perspektive gewechselt, so dass man das Buch bestimmt nicht mehr aus der Hand legen kann. Das Ende ist richtig klasse gemacht und endet zwar nicht mit einem fiesen Cliffhanger, aber doch so, dass man unbedingt sofort weiterlesen möchte.
Fazit:facettenreich, genial, explosivMit "Das Lied der Krähen" ist Leigh Bardugo eine Fantasy-Gaunerschichte par excellence gelungen.Sie trumpft vor allem mit sechs aussergewöhnlichen Charaktere mit Tiefe auf, doch auch der mitreissende, ausgeklügelte Plot steht dem in nichts nach. Eine dichte Atmosphäre, ein erstklassiger Schreibstil und ein Schuss Sarkasmus runden das Ganze zu einem einmaligen Leseerlebnis ab. Unbedingt lesen!

  (0)
Tags: fantasy, high fantasy, ya, young adult   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(229)

437 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 129 Rezensionen

"fangirl":w=12,"fanfiction":w=10,"jugendbuch":w=8,"college":w=7,"rainbow rowell":w=7,"zwillinge":w=6,"liebe":w=5,"rainbowrowell":w=4,"erste liebe":w=3,"schreiben":w=3,"coming-of-age":w=3,"hanser":w=3,"familie":w=2,"leben":w=2,"rezension":w=2

Fangirl

Rainbow Rowell , Brigitte Jakobeit
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.07.2017
ISBN 9783446257009
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cath und Wren sind eineiige Zwillinge. Charakterlich sind sie zwar recht verschieden, doch sie ergänzen sich sehr gut. So haben sie gemeinsam Fanfiction geschrieben und auch sonst sind sie immer Seite an Seite durchs Leben gegangen. Wo Wren war, war auch Cath. Doch jetzt beginnt für die beiden ein neuer Lebensabschnitt, sie gehen ans College. Und diese Zeit möchte Wren alleine bestreiten und sich vor allem so richtig ausleben. Wren möchte feiern und Jungs kennenlernen, das Studentenleben in vollen Zügen geniessen.
Cath ist da ganz anders. Für sie ist es nur schon schlimm, das Zimmer mit einem fremden Mädchen zu teilen. Am liebsten würde sie sich den lieben langen Tag verkriechen und allen Menschen aus dem Weg gehen. Viel lieber schwelgt sie in der Fantasywelt ihres Lieblingsbuches und schreibt mit diesen Charaktere ihre eigene Fanfiction-Geschichte. Doch dann realisiert sie, dass sie sich ihrem Leben stellen und lernen muss, mit der Realität klarzukommen.
"Fangirl" ist ein sehr ruhiges Buch, das mich auch ohne Action und ohne aufgebauschtes Drama völlig fesseln konnte. Rainbow Rowell setzt ihren Schwerpunkt ganz klar auf ihre Charaktere, deren Entwicklungen und Beziehungen untereinander. So sind die Personen liebevoll ausgearbeitet und wirken authentisch. Sie alle haben nämlich nicht nur Träume sondern auch Probleme und Macken. Die meisten Charaktere habe ich sofort ins Herz geschlossen, mit einzelnen musste ich mich etwas länger auseinander setzen, bis sie mir sympathisch waren.
Die Geschichte spielt grösstenteils auf dem Collegegelände. Doch Cath und Wren haben auch eine nicht ganz einfache Vergangenheit zu bewältigen. Ihre Mutter hat sie nämlich verlassen und will nun plötzlich wieder Kontakt mit ihren Töchtern. Auch diese Familienproblematik und wie unterschiedlich die beiden Teenager damit umgehen, hat Rainbow Rowell hervorragend und glaubwürdig umgesetzt.
Ausserdem konnte die Autorin auch mit der Liebesgeschichte bei mir punkten. Diese bahnt sich nämlich langsam und nicht übertrieben an und fügt sich genau richtig in das Gesamtkonstrukt ein. Wo es mir in den meisten Jugendbüchern oft zu schnell und zu emotional geht, habe ich mich hier einfach wohl gefühlt und mich auf jede romantisch angehauchte Szene gefreut.
Rowell schreibt sehr angenehm und lässt eine gute Portion Humor einfliessen. So fliegt man mit einer charmanten Leichtigkeit durch die Seiten und kann das Buch kaum noch aus der Hand legen. Die eigentliche Geschichte wird immer wieder mit einer Passage Fanfiction aufgemischt, so dass man weiss, in welcher Welt Cath so oft in Gedanken ist. Zudem schüren diese Abschnitte auch die Neugierde auf das Spin-off "Aufstieg und Fall des ausserordentlichen Simon Snow ".
Fazit:"Fangirl" ist ein ruhiges Buch mit viel Tiefgang und einer guten Portion Humor. Rainbow Rowell konnte mich mit ihren facettenreichen Charaktere und deren Entwicklung faszinieren und mit ihrem angenehm leichten und humorvollen Schreibstil fesseln. Ich freue mich schon auf mehr von der Autorin.(4.5 Sterne)

  (0)
Tags: ab 13 jahren, coming-of-age, fanfiction   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

48 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

"jugendbuch":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"leben":w=1,"schule":w=1,"außenseiter":w=1,"2017":w=1,"all ag":w=1,"sarah moore fitzgerald":w=1

All die verborgenen Dinge

Sarah Moore Fitzgerald
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.03.2017
ISBN 9783737351973
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sarah Moore Fitzgerald hat sich mit ihrem charmanten "Das Apfelkuchenwunder oder Die Logik des Verschwindens" in mein Herz geschrieben und so stand für mich sofort fest, dass ich auch ihr neues Buch lesen musste. Auch in "All die verborgenen Dinge" steht die Freundschaft im Vordergrund - sogar ein sehr aussergewöhnliche Freundschaft.
Minty führt eigentlich ein ganz normales Leben, doch in letzter Zeit scheinen sich ihre Eltern immer mehr voneinander zu entfernen, was sie sehr beschäftigt.Ned ist neu an Mintys Schule und wohnt bei seiner Grossmutter in einem Wohnwagen im berüchtigten Nettleblog. Nicht nur deshalb gilt er in der Schule als Sonderling. Er traut sich auch Dinge, die sonst niemand wagen würde und schert sich nicht um Regeln und Gepflogenheiten.Minty hält nichts von Vorurteilen und Ned und Nettleblog üben auf sie eine grosse Anziehungskraft aus. Ned bietet ihr die ideale Ablenkung von ihren Familienproblemen und so bahnt sich eine Freundschaft zwischen den beiden an.
Sarah Moore Fitzgerald ist einmal mehr eine besondere Geschichte gelungen und das auf gerade einmal 240 Seiten. Auf den ersten Blick mag "All die verborgenen Dinge" als ein ruhiges Buch erscheinen, doch wie der Titel schon verrät, verbergen sich in seinen Tiefen ungeahnte Dinge. Es ist nicht nur die Geschichte über eine Freundschaft, sondern auch über den Mut, sich gegen Konventionen aufzulehnen, sich gegen die Mehrheit der Menschen zu stellen.Ein grosser Pluspunkt ist für mich auch die Atmosphäre und Naturverbundenheit im Buch. Die Autorin schafft es, Nettleblog zu einem geheimnisvollen Platz, zu einem Zufluchtsort zu machen.
Nach dem Apfelkuchenwunder hatte "All die verborgenen Dinge" sicherlich einen etwas schweren Stand, denn es musste hohen Erwartungen gerecht werden. Leider muss ich zugeben, dass ich da doch ein kleines bisschen enttäuscht wurde. Vielleicht will Sarah Moore Fitzgerald doch etwas zu viel auf wenig Seiten, denn sie schneidet eine grosse Anzahl bedeutungsvolle Themen an, und schafft es meiner Meinung nach nicht ganz, alle rund unter einen Hut zu bringen.
Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig, ist aber auch ausdrucksstark. Einmal mehr habe ich mir sehr viele Zitate markiert, da mich immer wieder wunderschön geschriebene Sequenzen berührten.
Fazit:Auch in "All die verborgenen Dinge" erzählt uns Sarah Moore Fizgerald von einer aussergewöhnlichen Freundschaft und den Mut, sich gegen Konventionen aufzulehnen um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Autorin greift einige tiefgründige Themen auf, die mir aber oft doch zu sehr an der Oberfläche blieben.Eine Geschichte, die ich gerne gelesen habe, an der einen oder anderen Stelle jedoch etwas mehr vertragen hätte.

  (0)
Tags: jugendbuch, liebe   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

83 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

"coming-of-age":w=2,"jugendbuch":w=1,"erste liebe":w=1,"2017":w=1,"damaris liest":w=1,"philosophische erkenntnisse":w=1,"familienkonzepte":w=1,"philosophische freundschaftsbetrachtungen":w=1

Das Glück hat vier Farben

Lisa Moore , Maren Illinger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 27.04.2017
ISBN 9783737354806
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Von Anfang an bekommen wir einen guten Einblick in Flannerys Leben. Sie hat es nämlich nicht leicht. Sie wohnt mir ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder in einer Sozialwohnung, ihren Vater kennt sie nicht. Die Mutter ist Künstlerin und ihre unkonventionellen Projekte bringen kaum Geld ein. Und wenn sie doch einmal Geld hat, gibt sie es lieber für völlig Unvernünftiges aus als zum Beispiel die Stromrechnungen oder das Biobuch, das Flannery dringend für die Schule braucht, zu bezahlen.
So muss Flannery schon viel mehr Verantwortung übernehmen, als es es für eine 16-jährige sein sollte. Dazu kommt, dass ihre beste Freundin plötzlich lieber die Zeit mir ihrem Freund verbringt, der wohl ein Keil zwischen die beiden Mädchen treiben möchte. Einziger Lichtblick ist Tyron, den Flannery schon immer kennt und in den sie total verliebt ist.
Als sie dann mit ihm zusammen ein Schulprojekt auf die Beine stellen soll, hat sie grosse Hoffnungen. Schnell muss sie jedoch erkennen, dass sich Tyron wirklich stark verändert und ganz andere Prioritäten hat als sie.
Wenn man die Inhaltsangabe von "Das Glück hat vier Farben" liest, erwartet man eine süsse Liebesgeschichte mit der witzigen Idee, bei einem Schulprojekt Liebestränke zu produzieren, die in der Schule dann einen regelrechten Hype auslösen. Und ja, zu einem Teil erfüllt Lisa Moore auch diese Erwartungen. Doch die Mixturen-Sache kommt erst recht spät ins Spiel und die ganze Geschichte ist nicht wirklich süss, sondern holt einen ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.
Dies ist meiner Meinung nach jedoch kein grosser Kritikpunkt, denn Flannerys Geschichte ist ernster und tiefgründiger als man erwarten würde und so bietet "Das Glück hat vier Farben" viel mehr. Es geht um eine Familie, die trotz Problem zusammen hält wie Pech und Schwefel. Es geht um Freundschaften, die sich verändern und dass nicht jeder Lebensabschnitt, jedes Buch mit einem Happy End abschliessen muss, sondern dass es vor allem darum geht, welche Lebenserfahrungen man daraus zieht.
Lisa Moore Schreibstil ist angenehm und erfrischend zu lesen und enthält oft einen ironischen Beigeschmack. Auch wenn "Das Glück hat vier Farben" ausschliesslich aus Flannerys ich-Perspektive geschildert ist, setzt sich die Handlung aus ganz vielen kleinen Geschichten um die verschiedenen Charaktere zusammen, was das Buch zu etwas Besonderem macht.
Fazit:feinfühlig, emotional, authentisch"Das Glück hat vier Farben" ist so viel mehr als die erwartete süsse Liebesgeschichte. Lisa Moore beginnt ihre Geschichte ganz schlicht, bringt dann jedoch immer mehr kleine Geschichten rund um ihre lebensnahen und facettenreichen Charaktere ein, so dass die Handlung immer komplexer und scharfsinniger wird und einen richtigen Lesesog ausübt.Ein Buch, wie es das Leben schreibt.

  (0)
Tags: coming-of-age, jugendbuch   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(155)

312 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 102 Rezensionen

"dschinny":w=11,"liebe":w=10,"aladdin":w=10,"jessica khoury":w=9,"1001 nacht":w=8,"ein kuss aus sternenstaub":w=8,"fantasy":w=7,"magie":w=7,"orient":w=6,"jugendbuch":w=5,"dschinn":w=5,"freiheit":w=4,"cbj verlag":w=3,"orientalisch":w=3,"lampe":w=3

Ein Kuss aus Sternenstaub

Jessica Khoury , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.07.2017
ISBN 9783570403532
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Märchenadaptionen und orientalische Welten sind sehr beliebt und können auch mich immer wieder faszinieren. Und dass diese beide Attribute ausgezeichnet kombiniert werden können, beweist uns Jessica Khoury schon im ersten Kapitel von "Ein Kuss aus Sternenstaub". Sand scheint aus jeder Seite zu rieseln und die Magie der eingesperrten Dschinny in der Lampe ist beinahe greifbar.
Zahra ist nämlich schon 500 Jahren in ihrer Lampe gefangen. Die Dschinny war mir mit ihrer offenen Art von der ersten Seite an sympathisch. Sie weiss genau, was sie will und versucht diesen Wunsch nach Freiheit mit allen Mitteln zu realisieren. Sie ist clever, gerät jedoch in einen Gewissenskonflikt: Soll sie ihrem Kopf oder dem Herzen folgen?
Nachdem Aladdin die Lampe gefunden und Zahra aus ihrem Gefängnis befreit hat, muss sie ihm nun drei Wünsche erfüllen - so besagen es die Regeln. Eigentlich sollte dies für eine so mächtige und 4000 Jahre alte Dschinny auch kein Problem sein, doch erst kommen ihr ihre eigenen Wünsche in die Quere und danach die Liebe. 
Die Adaption von "Aladdin und die Wunderlampe" ist Jessica Khury meiner Meinung nach sehr gelungen. Vor allem das orientalische Setting konnte mich begeistern. Uralte Tempel, trockene Wüsten und prächtige Paläste wecken in uns das 1001 Nacht-Gefühl und hauchen der Geschichte viel Magie ein.Die Autorin wartet hier mit viel Frauenpower auf. Neben der gewieften Dschinny erleben wir auch noch die taffe Prinzessin Caspida und ihre vier Wachmaiden, die die Männer das Fürchten lernen.
Aladdin ist zwar gewieft und charmant, aber leider blieb er mir viel zu blass. Auch seine Gefühle konnte mich nicht wirklich überzeugen und so hinkte die Romantik etwas dem Rest der Geschichte hinterher.
Jessica Khoury erzählt im Präsens und aus der ich-Perspektive von Zahra. Ihr Schreibstil liest sich leicht und ist doch etwas Besonderes. Sie spielt mit den Worten und nur schon der immer wieder eingewobene Begriff tausendundein lässt einen das Märchenhafte aus 1001 Nacht nicht vergessen.
Fazit:orientalisch, magisch, mitreissend"Ein Kuss aus Sternenstaub" ist eine gelungene Märchenadaption und weiss mit seinem orientalischen Setting zu verzaubern. Jessica Khoury trumpft mit vielen starken Frauen auf und beschert uns zauberhafte Lesestunden.(4.5 Sterne)

  (1)
Tags: fantasy   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(177)

301 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 148 Rezensionen

"fantasy":w=16,"aditi khorana":w=9,"jugendbuch":w=6,"amrita":w=6,"amrita am ende beginnt der anfang":w=6,"märchen":w=5,"orientalisch":w=4,"liebe":w=3,"roman":w=3,"freundschaft":w=3,"prinzessin":w=3,"orakel":w=3,"dressler verlag":w=3,"magie":w=2,"flucht":w=2

Amrita. Am Ende beginnt der Anfang

Aditi Khorana , Peter Klöss
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Dressler, 21.08.2017
ISBN 9783791500560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich lasse mich sehr gerne von schönen Covern verführen und wenn der Klappentext dann noch so interessant wie der von "Amrita. Am Ende beginnt der Anfang" klingt, steht schnell fest, dass ich das Buch lesen muss. Im Nachhinein muss ich jedoch sagen, dass die Inhaltsangabe viel zu viel verrät und die wunderschöne Optik das Highlight des Buches ist.
Die Geschichte startet allerdings sehr vielversprechend. Sie steigt mit der Parabel vom Land der Bäume ein, einer mythischen Legende über altes Wissen, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Danach begeben wir uns nach Shalingar, wo Prinzessin Amrita alles tun würde, um ihr Königreich zu retten, auch den Tyrannen und Kaiser des Nachbarlandes zu heiraten. Sikander tritt jedoch die Menschenrechte mit Füssen und unterjocht sein Volk. Auch den Besuch im Palast von Amritas Vater missbraucht er für einen Hinterhalt und die Prinzessin ist gezwungen zu flüchten - nicht wie geplant mit ihrem Geliebten sondern an der Seite einer ehemaligen Sklavin Sikanders, dem Orakel Thara.
Nachdem wir uns ein Bild von Amritas Umfeld machen konnte, zieht Aditi Khorana das Tempo an und baut Spannung auf. Auch zauberte sie eine dichte Atmosphäre, die mich überzeugen konnte. Zwar ist das Königreich Shalingar ihrer Fantasie entsprungen, doch Sikander hat unter anderem auch Anatolien, Syrien und Persien unterjocht, so dass man sich die Landschaft gut vorstellen kann.Sobald Amrita jedoch den Palast verlassen hat, ging das orientalische Flair verloren und die Autorin legte ihr Hauptaugenmerk auf die Mythologie und das Fantastische. Und an diesem Punkt beginnt die Geschichte meiner Meinung nach zu schwächeln.
Es gibt viele tolle Ideen und interessante Charaktere, doch dies alles auf gerade einmal 330 Seiten unterzubringen ist ein Kunststück, das Aditi Khorana leider nicht ganz gelingt. Vieles wirkt zu konstruiert, wird zu schnell abgehandelt oder nur angerissen. Interessante Ideen werden so nebensächlich abgehandelt, dass sie im Nachhinein sogar als überflüssig erscheinen. So hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl, in einer total anderen Geschichte gelandet zu sein.
Nach einem verheissungsvollen Start flachte so meine Begeisterung bald ab und machte erst einer Ernüchterung, dann sogar einer Enttäuschung Platz. Nachdem ich mich im Mittelteil ab und zu zum Weiterlesen motivieren musste, wird es dann gegen das Ende immer skurriler und abgedrehter. Schlussendlich habe ich das Buch bedauernd zugeklappt. Es hätte so gut werden können, aber  das mit "Amrita. Am Ende begann der Anfang" und mir hätte nicht sollen sein. Schade ....
Fazit:Sagt man nicht immer so schön, dass man nicht nach dem Äusseren urteilen sollte?"Amrita. Am Ende beginnt der Anfang" hat mir dies wieder einmal vor Augen geführt. Zwar startet die Geschichte vielversprechend und Aditi Khorana zaubert ein tolles, orientalisches Flair, doch viel zu schnell schwenkt sie den Fokus auf andere Dinge und schenkt ihren zahlreichen Ideen und Charaktere zu wenig Platz um sich zu entfalten und Gewicht zu bekommen. Die Geschichte wirkte auf mich viel zu konstruiert, als dass sie mich hätte begeistern können.(2.5 Sterne)

  (2)
Tags: fantasy   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

freundschaft, fußball, highschool, hochzeit, humor, jugendbuch, jugendprobleme, liebe, magellan, rachelmcintyre, rachel mcintyre, rezension, sternschnuppenstunden, strei, tattoo

Überlieben in 10 Schritten

Rachel McIntyre , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734850141
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In vielen Jugendbüchern erleben Teenager ihre erste grosse Liebe und schweben dabei auf Wolke 7. Auch in "Überlieben in 10 Schritten" geht es um Liebe, eine Liebe, die erst blind macht, so dass Daisy erst spät merkt, dass sie manipuliert und benutzt wird. Und gerade weil diese Thematik oft totgeschwiegen wird, finde ich McIntyres neustes Werk umso wichtiger.
Die Autorin schafft es sogar, dieses ernste Thema überaus frech und witzig aufzuarbeiten.Die Geschichte wird aus der ich-Perspektive der Protagonistin Daisy erzählt. Sie ist ein aufgewecktes Mädchen mit einem extravaganten Kleidergeschmack und nicht auf den Mund gefallen. So erstaunt es nicht, dass sich "Überlieben in 10 Schritten" frisch liest und gespickt mit witzigen Details ist. Ich muss zugeben, dass ich mich an den sehr jugendlichen Schreibstil erst etwas gewöhnen musste, denn manchmal wurde es mir schon beinahe zu albern. Dazu kommen ausgeprägte Schwärmereien, was jedoch wieder zu Daisy und zur Situation passte.
Als Daisys Freund Matt mit seiner Mutter nach Spanien zieht, beendet sie die Beziehung und ignoriert seine Mails. Um auf andere Gedanken zu kommen, lässt sie sich auf den schockschönen Toby ein, denn sonst hat sie am neuen College noch kaum Freunde. Umso mehr freut sie sich über die Aufmerksamkeit, die Toby ihr zukommen lässt.
Toby scheint sehr galant und freundlich zu sein, doch als Leser realisiert man schnell, wie berechnend er ist und je mehr Zeit er mit Daisy verbringt, desto mehr mutiert er zum Kontrollfreak. Aber bemerkt das auch eine verliebte Sechzehnjährige?
Toll finde ich, dass Rachel McIntyre den Fokus nicht nur auf die Liebesgeschichte gelegt hat, sondern auch der Freundschaft zwischen Daisy, Ayesha und Beth genügend Gewicht gibt. Diese wird sehr authentisch dargestellt. Sie haben zehn Regeln festgelegt, die wir in der Geschichte nach und nach erfahren, die letzte rundet sogar das Ende perfekt ab.
Und so ist "Überlieben in 10 Schritten" ein äusserst unterhaltsames Buch mit ernster Thematik. Neben viele Humor erleben wir auch die Kreativität der Autorin, denn sie lässt ihre Protagonistin auch mit eigenen Wortkreationen um sich werfen. So ist Toby schockschön, sie hält einen Leugnolog (Leugnen - Monolog) und einiges ist glitzinfiziert.
Fazit:bittersüss & glitzinfiziert"Überlieben in 10 Schritten" ein äusserst unterhaltsames Buch. Es ist schon fast erstaunlich, wie viel Witz Rachel McIntyre in die bittersüsse Liebesgeschichte mit fadem Beigeschmack einfliessen lässt. Manchmal wirkt dies schon etwas überdreht und albern, es passt jedoch gut zur quirligen Protagonistin.

  (1)
Tags: contemporary young adult, humor, jugendprobleme, liebe   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(69)

186 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 38 Rezensionen

"jugendbuch":w=4,"geheimnis":w=3,"liebe":w=2,"familie":w=2,"gentechnik":w=2,"freundschaft":w=1,"spannung":w=1,"leben":w=1,"science fiction":w=1,"geschwister":w=1,"jugendroman":w=1,"erwachsenwerden":w=1,"scifi":w=1,"jugendbuc":w=1,"genetik":w=1

Einzig

Kathryn Evans , Sabine Reinhardus
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 24.05.2017
ISBN 9783733502973
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon wenn man die Inhaltsangabe liest, ist einem klar, dass "Einzig" ein sehr spezielles Buch ist. Die Idee ist grandios, aber kaum vorstellbar. Und so erlebt man im Prolog mit, wie die neue Teva im Körper erwacht, wie sie sich aus dem Körper von Fünfzehn herauskämpft.


Die aktuelle Teva und Protagonistin ist Nummer Sechzehn. Sie lebt mit ihrer Mutter, ihrer jüngsten Schwester Eva und den jüngeren Ausgaben von sich in einem abgeschotteten Haus. Nur die aktuelle Teva darf das Haus verlassen, denn sonst würde schnell auffallen, dass irgend etwas mit diesen Schwestern nicht stimmt.Teva ist klar, dass auch sie nur ein Jahr lang ihr Leben leben kann, bevor sie von Siebzehn abgelöst wird. Doch das will sie unter allen Umständen verhindern.

Allerdings spürt sie viel zu früh ein Kribbeln unter der Haut und bekommt Angst, dass Siebzehn viel stärker ist und sie verdrängt. Doch auch Fünfzehn bereitet Teva grosse Probleme. Diese ist im letzten Jahr mit Ollie zusammen gekommen und will ihren Freund unter keinen Umständen aufgeben oder mit Teva teilen. So findet sie einen Weg, aus dem Haus zu kommen und bringt Teva an der Schule in Erklärungsnot.
Die Idee von "Einzig" ist frisch, spannend und einzigartig und weiss zu unterhalten.
Kathryn Evans schafft es hervorragend, die Verzweiflung, den Wunsch weiterzuleben zu transportieren.
Toll fand ich, wie die Autorin die unterschiedlichen Versionen charakterisiert hat. Obwohl es alles Versionen von Teva sind, ist doch jede anders und so bekommt man aufgezeigt, wie sich eine Person vom Kind bis zum Teenager weiterentwickelt.
Als Leser verfolgt man gespannt die fortschreitende Handlung und macht sich gemeinsam mit der Protagonistin Gedanken über den Grund der Teilung.

Sogar auf dem Cover steht der Begriff Thriller. Doch ich muss ehrlich zugeben, dass ich von diesem Genre wirklich nichts zwischen den Buchdeckeln entdecken konnte. Für mich ist "Einzig" eher eine dramatische Science Fiction Geschichte aus dem Blick einer Heranwachsenden (Coming-of-Age).
Kathryn Evans konnte mich zwar fesseln und faszinieren, doch zwischendurch hätte ich mir doch noch etwas mehr Tempo, etwas mehr Spannung gewünscht. Einiges blieb mir zu oberflächlich und ich hätte gerne einen Abstrich bei Tevas 0815-Teenager-Alltag gemacht, um mehr Platz für die tolle Grundidee zu bekommen.
Kathryn Evans Schreibstil ist schlicht gehalten und liest sich sehr angenehm und locker. Die Kapitel sind alle recht kurz, so dass man mit der Lektüre sehr rasch vorwärts kommt.



Kathryn Evans wartet in "Einzig" mit einem einzigartigen Grundgerüst auf.
Die Geschichte fasziniert und liest sich sehr flüssig und unterhaltsam. Meiner Meinung nach hätte man jedoch definitiv noch mehr aus dieser innovativen Idee herausholen können.(3.5 Sterne)

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

ab 4 jahren, bilderbuch, haustier, kinderalltag, wachsen,h

Mias Bohne

Stephanie Schneider , Astrid Henn
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737351232
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ich mag Bücher, die Kinder dazu animieren, aktiv zu werden. "Mias Bohne" von Stephanie Schneider gehört genau in diese Sparte.
Eigentlich möchte Mia ja ein Tier. Am liebsten einen Elefanten, mindestens aber einen Hund. Doch die Eltern wollen davon nichts wissen, denn ein Haustier gibt bekanntlich viel Arbeit und braucht genügend Platz, damit es sich wohl fühlt. So viel Mia jammert, die Eltern geben nicht nach.Eines Tages gibt Mama Mia einen weissen glatten Kern. Es ist zwar kein Tier, aber trotzdem etwas Lebendiges. Mia soll den Samen in die Erde stecken und gut giessen, dann würde bald ihre eigene Bohne wachsen.
Erst ist Mia enttäuscht, denn so eine Bohne ist doch kein Elefant. Als dann aber wirklich eine grüne Spitze aus der Erde guckt, ist sie doch begeistert. Für sie steht nun fest, dass diese Bohne ihr Haustier wird. Und so ist Britta-Brigitte von nun an immer an Mias Seite. Jeden Tag gehen sie gemeinsam spazieren, sitzen zusammen auf der Treppe vor dem Haus, Mia erzählt ihrer Bohne Gruselgeschichten von Blattläusen und der Bohneneintopf zum Mittagessen wird boykottiert. Wer isst denn schon sein Haustier?!
Pflanzentierpflegerin zu sein ist zwar toll - zumindest für ein paar Tage. Danach werden wieder andere Prioritäten gesetzt, ganz oben stehen nun ihrer Freundin und deren neues Trampolin. So vergisst Mia erst das Giessen um danach Britta-Brigitte zu überschwemmen, damit es für ein paar Tage hält. Da muss es doch eine bessere Lösung geben ....
Viele Kinder wünschen sich ein Haustier. "Mias Bohne" greift diesen Wunsch auf und zeigt, dass man damit aber auch eine Verantwortung übernimmt. Die Idee der Mutter, ihrer Tochter dies mit einer Pflanze zu zeigen gefällt mir sehr gut. Stephenie Schneider zeigt schön die erste Begeisterung auf, die nach und nach abflaut. Schön, dass Mia dann eine Lösung sucht, die ihr und ihrer Bohne zugutekommen. Hier hätte ich mir aber den Link zum Haustier gewünscht, das man nicht einfach in den Garten stellen kann, wenn einem die Arbeit zu viel wird.
Wie schon am Anfang gesagt, finde ich es toll, wenn ein Buch dazu animiert, aktiv zu werden. Meine beiden Kinder wollten nach der Geschichte sofort ihre eigenen Bohnen ansäen. Und ich bin erstaunt, denn bis heute giessen sie ihren Topf mit grosser Begeisterung.
Übrigens wurde in Zusammenarbeit mit Lehrern Unterrichtsmaterial zu "Mias Bohne" entwickelt. So gibt es auf der Verlagsseite kostenose Tipps und Arbeitsblätter für den Einsatz im Kindergarten und der Grundschule.
Fazit:"Mias Bohne" ist ein pädagogisch wertvolles Bilderbuch, das mit farbenfrohen, frischen Bildern aufwartet und zum aktiv werden animiert. Es zeigt, was es heisst, Verantwortung zu übernehmen und kann so vielen Eltern, deren Kinder sich ein Haustier wünschen, eine Hilfe sein. Neben der Thematik Haustier wird auch das Pflanzenwachstum schön aufgegriffen, so dass nach dem Bilderbuch ganz bestimmt auch noch ein Topf mit Bohnen Einzug halten wird.

  (1)
Tags: ab 4 jahren, bilderbuch, haustier, kinderalltag, wachsen,h   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(278)

626 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 112 Rezensionen

"fantasy":w=26,"magie":w=22,"wald":w=14,"naomi novik":w=10,"zauberer":w=9,"jugendbuch":w=7,"liebe":w=6,"drache":w=6,"das dunkle herz des waldes":w=6,"märchen":w=5,"hexe":w=5,"turm":w=5,"königin":w=4,"freundschaft":w=3,"zauberei":w=3

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich lasse mich sehr gerne von schönen Covern verführen und wenn man im Nachhinein sagen kann, dass die Optik perfekt zum Inhalt passt, erfreue ich mich noch mehr an einem Buch.
Die Inhaltsangabe zu "Das dunkle Herz des Waldes" verrät nicht viel und so muss man sich einfach auf dieses Fanatsy-Erlebnis einlassen. Ich brauchte eine kurze Zeit um in Dvernik anzukommen und mich mit der Tatsache anzufreunden, dass der Drache eigentlich ein Zauberer war, doch dann konnte ich mich ganz der Faszination des Waldes hingeben.

Doch der Dunkle Wald hat ein Eigenleben entwickelt und er bedroht die Dörfer im Tal, in dem Agnieszka lebt. Eine dunkle, böse Macht scheint den Wald ergriffen zu haben, die die Menschen verdrängen will. Menschen und Tiere werden von einer schlimmen 'Krankheit' befallen oder der Wald schickt die abscheulichen Wanderer um Menschen zu verschleppen. Nur der Drache kann die Macht des Dunklen Waldes eindämmen, doch er ist bei den Dorfbewohnern sehr unbeliebt. Alle zehn Jahr wählt er nämlich ein Mädchen aus, das bis zur nächsten Wahl bei ihm im Turm leben muss. Über ihre Aufgabe ranken sich wilde Gerüchte.

"Das dunkle Herz des Waldes" wird aus der ich-Perspektive von Agnieszka erzählt, deren Leben von einem auf den anderen Augenblick völlig aus den Angeln gehoben wird. Eigentlich steht nämlich für alle fest, wer dieses Mal vom Drachen ausgewählt wird und sein Zuhause verlassen muss: Kasia, Agnieszkas beste Freundin. Sie ist nämlich ausserordentlich hübsch und begabt und hat sich fast ihr Leben lang vorbereitet. Agnieszka ist das Gegenteil von ihrer Freundin: unscheinbar, ungeschickt, aber auch etwas stur. Als die Wahl des Drachen auf sie fällt, bricht für sie eine Welt zusammen.

Naomi Novik hat eine hochwertige und besondere Geschichte geschrieben, die mit einer dichten Atmosphäre überzeugen kann. Die Talbewohner würden ihre Dörfer nie im Stich lassen, obwohl der Dunkle Wald ihre Existenz, ja ihr Leben bedroht. Dieses magisch-düstere Setting ist fesselnd und mitreissend. Das Buch entwickelt epische Ausmasse und überrascht mit einigen ungewohnten Wendungen.

Bis zur Mitte wird stetig Spannung aufgebaut und Stück um Stück werden Geheimnisse aufgedeckt. Leider muss man dann einige Längen am königlichen Hof überbrücken, bevor sich Naomi Novik wieder aufs Wesentliche konzentriert und die Geschichte stimmig beendet.

Fazit:
"Das dunkle Herz des Waldes" ist ein Fantasy-Schmöker, in dem beinahe alles stimmt. Naomi Novik konnte mich mit ihrem bildhaften Schreibstil, dem magisch-düsteren Setting, facettenreichen Charaktere und vielen überraschenden Wendungen begeistern, so dass ich die eine oder andere Länge im Mittelteil gut verkraften konnte.
Wer komplexe, hochwertige Fantasy mag, die völlig anders herauskommt als erwartet, sollte sich in den Dunklen Wald wagen.

  (1)
Tags: fantasy   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

66 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

"freundschaft":w=5,"jugendbuch":w=5,"familie":w=3,"selbstfindung":w=3,"probleme":w=2,"leben":w=1,"drama":w=1,"gegenwartsliteratur":w=1,"erwachsenwerden":w=1,"depression":w=1,"freundinnen":w=1,"abhängigkeit":w=1,"coming-of-age":w=1,"all-age":w=1,"damaris liest":w=1

Du & Ich - Best friends for never

Hilary T. Smith , Jenny Merling
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.03.2017
ISBN 9783841440044
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt viele Bücher, die von grossen Freundschaften erzählen, von Freunden, die durch dick und dünn gehen. Doch es gibt auch Freundschaften, die von einem Tag auf den anderen zerbrechen und wieder andere, die immer mal wieder Aussetzer haben, die wieder und wieder repariert wurden, bis sich so viel daran geändert hat, dass man sie kaum noch wiedererkennt. Hilary T. Smith hat mit "Du & Ich - Best friends for never" genau hier angesetzt. Denn kann das Ende einer Freundschaft nicht auch der Beginn von etwas Neuem sein?

Annabeth ist sehr schüchtern und hat familiäre Probleme, die sich stark auf ihr Selbstwertgefühl auswirken. Richtig wohl fühlt sie sich nur im Schatten ihrer besten Freundin Noe. Immer mehr passt sie sich Noe an und wird zum Beispiel zur Vegetarierin oder tritt dem Turnteam bei, obwohl sie sich da überhaupt nicht wohl fühlt. Dabei geraten ihre eigenen Interessen immer mehr in den Hintergrund. Annabeth würde alles für Noe und ihre Freundschaft tun.

Noe ist da ganz anders. Auch wenn sie manchmal etwas wankelmütig erscheint, geht sie ihren Weg ohne einen Kompromiss einzugehen. Immer öfter verbringt sie die Zeit mit ihrem Freund Steven, so dass Annabeth viel Zeit hat, um über sich selber und ihre Freundschaft nachzudenken.

"Du & Ich - Best friends for never" ist ein ruhiges Buch der lauten Zwischentöne. Die Autorin nimmt sich Zeit, die Freundschaft der beiden aufzuzeigen. Zu Beginn ist Noe nämlich alles für Annabeth und sie redet sich jeden Misston schön. Doch nach und nach fällt ihr das Ungleichgewicht ihrer Freundschaft auf und sie fragt sich, warum sie ihr gesamtes Leben nach Noe ausrichtet.

Diese Geschichte ist jedoch noch so viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Hilary T. Smith greift auch Themen wie Ängste, Essstörungen und Selbstfindung auf. Ein-, zweimal habe ich mich gefragt, ob sie nicht etwas gar viel in diese eine Geschichte packen möchte, doch es ergibt eine runde Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Obwohl sich der Schreibstil sehr locker und flüssig liest, hat das Buch viel Tiefgang und macht betroffen.
Die Geschichte ist wenig vorhersehbar und befasst sich mit der nötigen Portion Humor mit ernsten, zum Teil sogar dramatischen Themen vom Erwachsenwerden.

Fazit:
"Du & Ich - Best friends for never" ist so viel mehr, als es auf den ersten Blick scheint.
Hilary T. Smith greift einige ernste Themen vom Erwachsenwerden auf, behandelt diese jedoch tiefgründig und realistisch. Mit ihrem lockeren Schreibstil, reisst sie einen mit und macht betroffen. Eine Freundschaftsgeschichte der anderen Art, die ich nur weiterempfehlen kann.

  (1)
Tags: coming-of-age, drama, familie, gegenwartsliteratur, jugendbuch, probleme   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

anregen, ballon, bilderbuch, einfühlsa, kinderbuc, phantasievoll, rege, regentag, rote ballo, stimmungsvoll

Der rote Ballon

Liniers , Ulrike Becker
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 14.09.2016
ISBN 9783956141393
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Wenn man "Der rote Ballon" aufschlägt, erkennt man sofort, dass man es mit einem ganz speziellen Bilderbuch zu tun hat. Der argentinische Cartoonist Liniers erzählt einfühlsam die Geschichte zweier Schwestern und zwar in Comic-Form.


Matilda liebt den Samstag, denn da kann man tausend Sachen machen. Picknicken, Blumen pflücken, .... und so weckt sie voller Vorfreude ihre kleine Schwester. Nach dem Frühstück realisieren sie jedoch, dass es regnet. Matilda findet das überhaupt nicht schlimm, denn schliesslich macht Regen Spass. Man muss nur das Richtige anziehen. Sie ist voller Tatendrang, Clemmie ist jedoch sehr skeptisch und findet den Regen nur nass. So versucht ihr ihre grosse Schwester den Regen schmackhaft zu machen, denn da kann man so viel machen: Regentropfen mit der Zunge auffangen, in die Pfützen springen oder Regenwürmer suchen.


"Der rote Ballon" ist nicht nur ein Plädoyer für die Freizeit der Kinder, eine Anregung in allem das Positive zu sehen, sondern auch eine wunderbare Geschichte einer Geschwisterbeziehung. Matilda möchte ihrer kleinen Schwester zeigen, wie toll Samstage sind, zeigt ihr viele Möglichkeiten und übernimmt für sie Verantwortung. So ist die ganze Geschichte eigentlich ein Monolog von ihrer Seite, der nur von einzelnen Wörtern, die Clemmie dazwischen sagt, unterbrochen wird.


"Der rote Ballon" weckt aber auch eigene Kindheitserinnerungen, denn Regen war noch nie ein Hindernis für Kinder. Da möchte man selber nochmals klein sein und barfuss im Sommerregen in die Schule gehen, in die grössten Pfützen springen und Schneckenrennen veranstalten.


Die Illustrationen von Liniers sind wunderbar. Passend zum Regenwetter hat er mit Wasserfarbe und Tinte gearbeitet, zum Teil scheint der Regen sogar auf die Bilder getropft zu haben. Zwar sind die Farben eher gedeckt, doch die Emotionen, die Lebensfreude quillt aus jeder Seite.


Fazit:
"Der rote Ballon" ist ein wunderbares Buch über Geschwisterliebe, über die Freiheit der Samstage und über die Schönheit von Regen.
Liniers hat eine stimmungsvolle und liebevolle Geschichte geschaffen, die durch die Comic-Form etwas ganz Besonderes ist und gross und klein in seinen Bann zieht.

  (4)
Tags: bilderbuch   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(66)

142 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

"zeitreise":w=2,"liebe":w=1,"fantasy":w=1,"humor":w=1,"jugendbuch":w=1,"rezension":w=1,"love":w=1,"erste liebe":w=1,"zeitreisen":w=1,"buchtipp":w=1,"wundervol":w=1,"weltenspringen":w=1,"dagmar bach":w=1,"verliebtindiesesbuc":w=1,"zimt und we":w=1

Zimt und zurück

Dagmar Bach
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340489
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Dagmar Bach hatte mich mit ihrem ersten Band "Zimt und weg" köstlich unterhalten. Der Trilogieauftakt war ein humorvolles Jugendbuch allererster Sahne und ehe man sich versah, war das Buch leider auch schon verschlungen. So freute ich mich riesig auf die Fortsetzung und ich kann euch jetzt schon verraten, dass mit "Zimt und zurück" mindestens so gut gefallen hat.


Sofort habe ich mich in den vertauschen Welten der Victoria King wieder zurecht gefunden und spürte schon nach wenigen Seiten, dass ich hier wieder einmal ein humorvolles Wohlfühlbuch der Sonderklasse in der Hand hielt. 
Auch im zweite Band riecht Vicky Zimtschnecken, doch sie tauscht dieses Mal nicht mit Tori aus "Zimt und weg" die Plätze sondern mit Parallelwelt-Victoria. So ist der erste Band im Grunde genommen in sich abgeschlossen, was einem den Einstieg ins Buch sehr leicht macht.


Vicky ist inzwischen 15 Jahre alt geworden und seit kurzem mit Konstantin zusammen. Die Beziehung der beiden nimmt einigen Platz in Anspruch, kommt aber ganz ohne Drama aus und ist erfrischend realistisch. Vicky pendelt nämlich zwischen Wolke 7 und Unsicherheit hoch 2 hin und her. Konstantin ist einfach toll, aber wie funktioniert so eine Beziehung eigentlich? Und wie genau küsst man? Sie findet sich einfach zu schüchtern. Warum also nicht ihre Sprünge ausnutzen und in der Parallelwelt ein bisschen üben? Doch damit bricht das Chaos aus und sie bringt ihre Doppelgängerin in die eine oder andere peinliche Situation.


Auch "Zimt und zurück" ist wieder köstlich unterhaltsam und zaubert einem ein ums andere Mal ein Schmunzeln aufs Gesicht. Wir treffen altbekannte Charaktere und lernen neue kennen. So taucht Tante Polly im Prinzessin-Elsa-Nachthemd auf, ihre Grosseltern setzen sich beim romantischen Open-Air-Kino-Date zu Vicky und Konstantin auf die Picknickdecke und 'Röschen' treibt im heimischen Bed & Breakfast alle fast in den Wahnsinn. 


Dagmar Bach bietet einmal mehr eine turbulente, originelle und lustige Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte und die einen etwas wehmütig zurück lässt, weil sie viel zu schnell fertig ist. Nur gut, dass im September das Finale der Zimt-Trilogie erscheint.


Fazit:
originell, charmant, humorvoll
Auch "Zimt und zurück" liest sich locker flockig und versüsst einem den Alltag mit viel Humor. Dagmar Bach hat ein Wohlfühlbuch der Extraklasse geschaffen, aus dem man einfach nicht mehr auftauchen möchte. 
Bitte mehr davon!

  (3)
Tags: erste liebe, fantasy, humor, jugendbuch, zeitreise   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(185)

400 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

"elfen":w=16,"fantasy":w=9,"holly black":w=9,"prinz":w=6,"der prinz der elfen":w=6,"jugendbuch":w=5,"liebe":w=4,"wald":w=4,"freundschaft":w=3,"magie":w=3,"märchen":w=3,"erlkönig":w=3,"rezension":w=2,"urban fantasy":w=2,"homosexualität":w=2

Der Prinz der Elfen

Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 03.04.2017
ISBN 9783570164099
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Schon die ersten Sätze versprechen eine magische, sagenhafte Geschichte.
Die Geschwister Hazel und Ben leben in Fairfold, das ans Elfenreich grenzt. Im Wald steht ein gläserner Sarg, in dem ein wunderschöner Elfenprinz schläft. Um ihn ranken sich viele Geschichten und er ist ein grosser Anziehungspunkt für Touristen. Hazel und Ben fühlen sich seit Kindheitstagen zum Elfenprinzen hingezogen, haben sich viele Geschichten um ihn ausgedacht und ihm all ihre Geheimnisse anvertraut.


Doch eines Tages ist der Sarg eingeschlagen und der gehörnte Junge ist weg. Genau an dem Morgen, an dem Hazel mit dreckigen Füssen aufwacht und eine geheime Botschaft findet. Die Geschwister müssen sich den Geheimnissen ihrer Vergangenheit stellen und Hazel muss in die Rolle schlüpfen, die sie sich als Kind immer erträumt hat. Als Ritter möchte sie ihren Bruder und ganz Fairfold retten, denn in dem Ort scheint nichts so zu sein, wie es ist.


Protagonisten sind äusserst wichtig für eine Geschichte. Holly Black hat eine ganze Palette an facettenreichen und interessanten Charaktere geschaffen, die vor allem eines sind: anders. Sympathieträger sind sie auf jeden Fall nicht, was aber meiner Meinung nach perfekt in die Geschichte passt.
Hazel und Ben sind total unterschiedlich und doch sind sie beide in den schlafenden Elfenprinzen verliebt. Während Hazel einen Jungen nach dem anderen küsst und sich mit oberflächlichem Flirten schützen möchte, wartet ihr Bruder auf den einen Richtigen. 


Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. 
Tief im Wald herrscht der Erlkönig, dazu kommen die verschiedensten Elfen und andere fantastische Wesen, der geheimnisvolle gehörnte Junge und dann ist da auch noch das Monster, das Fairfold in Angst und Schrecken versetzt. All dies wird mit einigen Mythen und zahlreichen Geheimnissen verwoben, so dass eine unheimlich dichte Atmosphäre entsteht.


Die Geschichte wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zudem bekommt man manchmal das Gefühl, Holly Black, habe den roten Faden verloren. Ab und zu verliert sie sich in Details und die Geschichte wirkt zum Teil etwas skurill und wirr. So muss man etwas Geduld mitbringen und sich durch den Wald an Intrigen und Fragezeichen kämpfen.


Holly Blacks Schreibstil lässt sich flüssig lesen. Sie schreibt meistens in kurzen, prägnanten Sätzen.
"Der Prinz der Elfen" wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was zwar sehr interessant ist, manchmal jedoch etwas sprunghaft wirkt.


Fazit:
In "Der Prinz der Elfen" entführt uns Holly Black in eine magische Welt mit einer dichten Atmosphäre. Die Geschichte ist düster, geheimnisvoll, zum Teil blutig und etwas eklig, wirr und skurill und vor allem anders.
Man muss etwas Durchhaltewillen mitbringen und sich durch den Wald an Fragezeichen und geheimen Machenschaften kämpfen, bevor Holly Black einen in den Bann ziehen kann. Dann bekommt man jedoch eine spezielle Elfengeschichte geboten, in der nichts so ist, wie es scheint.

  (5)
Tags: ab 14 jahre, elfen, jugendbuch, urban fantasy   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

52 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

"krimi":w=7,"jugendbuch":w=5,"england":w=4,"robin stevens":w=3,"mord":w=2,"30er jahre":w=2,"teestunde":w=2,"familie":w=1,"spannung":w=1,"reihe":w=1,"kinder":w=1,"vertrauen":w=1,"ermittlungen":w=1,"betrug":w=1,"großbritannien":w=1

Teestunde mit Todesfall

Robin Stevens , Nadine Mannchen
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knesebeck, 16.02.2017
ISBN 9783868739084
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Robin Stevens konnte mich damals mit "Mord ist nichts für junge Damen" begeistern und auch dieses Mal ging ihr Rezept auf: Man nehme zwei erfolgreiche Komponenten von früher - hier zum Beispiel Hanni und Nanni und Miss Marple -, schüttle sie kräftig durch und reichere sie mit eigenen Ideen an. Und ich kann euch jetzt schon verraten, dass sich der Mix von "Teestunde mit Todesfall" noch süffiger liest.

Dieses Mal ermitteln Daisy Wells und Hazel Wong jedoch nicht an ihrer Mädchenschule Deepdean sondern bei Daisy zuhause in Fallingford. Dort verbringen die beiden Mädchen nämlich ihre Ferien. In diese Zeit fällt auch Daisys Geburtstag, den ihre Mutter bei einem Teekränzchen mit der ganzen Familie und den Schulfreundinnen Kitty und Küken feiern möchte. Hazel fühlt sich auf dem in die Jahre gekommenen Landsitz jedoch nicht richtig wohl und sie würde lieber nach Hause nach Hong Kong. Als dann Mr Curtis vergiftet wird, erstellen die beiden wieder eine Liste mit Verdächtigen und machen sich auf die Suche nach Hinweisen und Alibis.

"Teestunde mit Todesfall" ist wieder humorvoll, aber auch sehr spannend. Und dafür sind vor allem die beiden unterschiedlichen Protagonistinnen verantwortlich. Daisy ist immer noch sehr forsch und von sich selbst eingenommen. Sie kann aber auch ausserordentlich gut beobachten und kombinieren, nur wenn die eigene Familie zum Kreise der Verdächtigen gehört, ist das alles nicht mehr einfach. Man ist voreingenommen und will manchmal der Realität nicht ins Auge blicken. So wird dieser zweite Fall eine harte Bewährungsprobe für die erfolgsverwöhnte Daisy.
Auch dieses Mal ist die ruhige und besonnene Hazel der Ausgleich zu Daisy. Sie kann ihr sehr gut nachfühlen und ist sehr einfühlsam.

Das Setting auf dem heruntergekommenen Landsitz Fallingford ist klasse. Dazu baut Robin Stevens eine dichte Atmosphäre auf und spätestens, als alle Anwesenden wegen eines Unwetters fest sitzen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Obwohl der Kriminalfall nicht mit Pauken und Trompeten sondern mit Befragungen und Kombination gelöst wird, liest sich auch der zweite Fall von Wells & Wong sehr spannend. Gekonnt spinnt die Autorin ein Netz an Hinweisen und Spuren, so dass irgendwann jeder auf Fallingord der Mörder sein könnte. So kann man auch als Leser fleissig miträtseln und ist sich bis am Ende nicht sicher, wer nun wirklich Mr Curtis vergiftet hatte.

"Teestunde mit Todesfall" konnte mich noch mehr begeistern als der erste Band und so warte ich schon ungeduldig auf den Spetember, wenn die Detektei Wells & Wong ihren nächsten Fall zu lösen hat.

Fazit:
"Teestunde mit Todesfall" ist ein grandioser zweiter Fall für die beiden jungen Ermittlerinnen Daisy und Hazel. Robin Stevens überzeugt mit viel Spannung, einer dichten Atmosphäre, sympathischen Protagonistinnen, feinem Humor und vor allem sehr viel Lesespass. Wer diese Reihe noch nicht kennt, sollte sie sich unbedingt genauer anschauen!

  (1)
Tags: jugendbuch, krimi   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(152)

338 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

"liebe":w=10,"teufel":w=7,"gott":w=6,"anima":w=6,"engel":w=5,"böse":w=5,"kim kestner":w=5,"magie":w=4,"gut":w=4,"fantasy":w=3,"jugendbuch":w=3,"gut und böse":w=3,"tod":w=2,"religion":w=2,"mystery":w=2

Anima - Schwarze Seele, weißes Herz

Kim Kestner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.02.2016
ISBN 9783401602523
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als Einstieg begleiten wir Abby und ihre Familie auf der Autofahrt nach Arcadia, einem Nationalpark in Kanada. Jedes Jahr arbeitet ihr Vater den Sommer über dort als Reverend. Abby liebt die Zeit im Ferienpark und geniesst die Ruhe, ihre Schwester Virginia würde hingegen viel lieber Party machen.


Erst nimmt alles seinen gewohnten Lauf, doch dann erscheint Juspinn auf der Bildfläche. Er ist der neu engagierte Magier und sorgt mit seinen Illusionen und seinem überirdisch guten Aussehen für Wirbel. Auch Abby fühlt sich wie magische von ihm angezogen, hat aber das Gefühl, dass irgend etwas nicht mit ihm stimmt. Die Ferienbesucher werden plötzlich neidisch und aggressiv und auch ihre Familie verändert sich. Kann es sein, dass Juspinn etwas damit zu tun hat?


Abby ist der Inbegriff des Guten. Sie hält sich immer an Regeln, hasst Unzuverlässigkeit, ist eine miserable Lügnerin und hat ständig den Drang, anderen Menschen zu helfen. Sie macht im Laufe der Geschichte eine enorme Entwicklung durch, erscheint zeitweise aber ein bisschen naiv.
Juspinn umgibt eine dunkle Aura. Er ist geheimnisvoll, überaus attraktiv und seine düstere Ausstrahlung übt nicht nur auf Abby eine enorme Anziehung aus.


Die Grundidee mit dem Kampf von Gut und Böse hat mir sehr gut gefallen. In dieser Geschichte gibt es ganz klar Schwarz und Weiss, aber auch viele Grauschattierungen. Mir hat gut gefallen, dass in einigen Dialogen Fragen aufgeworfen werden, die auch den Leser zum Nachdenken anregen.
Auch wenn der Spannungsbogen immer mal wieder zusammenfällt, ist "Anima" ein richtiger Pageturner, der sich sehr süffig liest.
Ich muss sagen, dass "Anima" einen richtig tollen Start hinlegte. Vor allem das Setting und die Atmosphäre im Feriencamp ist Kim Kestner sehr gut gelungen. 


Doch als Abby und Juspinn das Feriencamp verlassen, bricht für mich die Geschichte etwas ein. Ich fühlte mich irgendwie nicht mehr wirklich wohl, es hat nicht mehr alles so richtig gepasst. Nach dem letzten Ortswechsel wird das Tempo enorm angezogen und die Ereignisse überschlagen sich. Das Ende wirkt etwas gehetzt und es ging mir leider alles etwas zu schnell.
Neben den Fantasy-Fans kommen hier auch die Romantiker nicht zu kurz. Wenn man zu "Anima" greift, muss einem bewusst sein, dass hier geschmachtet und geschwärmt wird. Mir persönlich war es stellenweise zu kitschig und zu klischeebehaftet.


Kim Kestners Schreibstil ist leicht, jugendlich und sehr flüssig zu lesen. Es finden sich aber auch immer wieder sehr bildhaft beschriebene Szenen, was mir gut gefallen hat. 
Die Geschichte ist meistens aus der ich-Perspektive von Abby erzählt, so dass wir ihre Gefühlswelt sehr schön zu spüren bekommen. Zwischendurch werden aber auch immer mal wieder kurze Sequenzen aus Juspinns Sicht geschildert. Diese haben sogar eine andere Schriftart.


Fazit:
"Anima: Schwarze Seele, weisses Herz" lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite hat mir der Einstieg in die Geschichte sehr gut gefallen und ich wurde super unterhalten. Auf der anderen Seite habe ich jedoch den einen oder anderen Kritikpunkt.
Wer gerne romantische Fantasy liest und etwas Kitsch und Klischee nicht abgeneigt ist, soll sich "Anima" ruhig genauer anschauen. Im Juni erscheint nämlich das Taschenbuch.
(3.5 Sterne)

  (1)
Tags: ab 14 jahren, fantasy, jugendbuc   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(78)

176 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

"liebe":w=6,"selbstmord":w=3,"fluch":w=3,"klippen":w=3,"jugendbuch":w=2,"beziehung":w=2,"mystery":w=2,"depression":w=2,"david":w=2,"charlie":w=2,"juli":w=2,"kathrin lange":w=2,"herz zu asche":w=2,"mord":w=1,"usa":w=1

Herz zu Asche

Kathrin Lange
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Arena, 13.07.2015
ISBN 9783401600338
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Herz zu Asche" ist das Finale der Herz-aus-Glas-Trilogie von Kathrin Lange. Schon in den ersten beiden Bänden hat sie beweisen, dass sie ihr Handwerk versteht. Sie schafft es wie kaum eine andere, eine dichte, beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Band 2 endete mit einem richtig fiesen Cliffhanger, so dass ich mich fragte, was die Autorin Juli und David noch alles zumuten wird. Und schon nach wenigen Seiten muss man als Leser feststellen, dass dies nicht wenig ist. 


"Herz zu Asche" steigt am gleichen Ort ein, wo Band 2 so dramatisch geendet hat, nämlich auf den Klippen. So fühlt man sich gleich wieder 'zuhause' und kann sich in die Geschichte stürzen. 


Die ganze Trilogie lebt ganz klar von ihren facettenreichen Protagonisten. Leicht schafft die Autorin es, die Emotionen zu transportieren, so dass man Julie sehr gut versteht und mit ihr mitleidet. Die beiden erleben auch diese Mal wenige Hochs und viele Tiefs.
Ja, Kathrin Lange legt ihren Figuren viele Steine in den Weg und vor allem Juli muss einiges wegstecken. Und obwohl sie emotional ist und oft impulsiv handelt, wirkt sie reif. Sie wächst an ihrem Schicksal und ist nicht gewillt aufzugeben.


David ist nun noch negativer und manchmal sehr anstrengend. Juli wird von Visionen gequält und hätte die Unterstützung ihres Freundes bitter nötig, doch er ist überzeugt, dass er Juli nur retten kann, wenn er sie von sich stösst. Sein Benehmen wird immer ruppiger und ab einem gewissen Punkt konnte und wollte ich sein Handeln nicht mehr nachvollziehen. Nur gut, dass Juli wirklich eine starke Persönlichkeit ist, sich nicht so schnell einschüchtern lässt und unbedingt den Fluch brechen will.


Ein Lichtblick war immer Julis Freundin Miley. Sie hat der Geschichte sehr gut getan, denn sie zaubert einem zwischendurch ein Lächeln aufs Gesicht. Sie trägt das Herz nämlich auf der Zunge und sagt frei heraus, was man als Leser selber oft denkt.


Obwohl mir die Geschichte von Anfang an gefallen hat, konnte mich die Autorin dieses Mal nicht gleich fesseln. Nun ist klar, dass es keinen Fluch gibt. So steht in "Herz zu Asche" mehr die Psyche des Menschen im Mittelpunkt. Dieser medizinischen Bereich ist sicher gut recherchiert und interessant, trotzdem hat mir das Mysteriöse, was die ersten beiden Teile so speziell machte, gefehlt.


Der Schreibstil ist wieder grandios. Kathrin Lange ist einfach ein Profi durch und durch. Mit einem einzigen Satz schafft sie es, die Spannung enorm anzuziehen, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. Nicht nur deshalb merkt man, dass Kathrin Lange auch Thriller schreibt. Die ganze Trilogie ist perfekt durchdacht und im Finale laufen nun alle Fäden zusammen. Erst ganz am Schluss werden die letzten Intrigen aufgedeckt und alle Zusammenhänge geklärt, so dass man zufrieden auf eine tolle Trilogie zurückblicken kann.


Fazit:
"Herz zu Asche" ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Noch einmal werden wir mit interessanten Charaktere, einem tollen Setting und Kathrin Langes grandiosem Schreibstil belohnt. Alle Fäden laufen zusammen, die gesponnenen Intrigen werden aufgelöst, den Emotionen werden freien Lauf gelassen, ein romantisch angehauchter Mystery-Thriller nimmt sein Ende. 

  (1)
Tags: jugendbuch, liebe, mysterythriller   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

sachbuc

Das große Buch der wilden Tiere

Cornelia Panzacchi , Yuval Zommer
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 27.04.2017
ISBN 9783737355049
Genre: Kinderbuch

Rezension:


"Das grosse Buch der wilden Tiere" heisst nicht nur gross, sondern überragt mit seinen 24 x 35 cm auch die meisten anderen Bücher in unserem Regal. So wird es von den Kindern gerne in die Hand genommen, denn die mögen grossformatige Bücher.
Ich habe mich sofort in das klasse Cover verliebt, auf dem sich rund um den Titel schon viele wilde Tiere tummeln und ihre Spuren hinterlassen haben. So bekommt man schon einen ersten Eindruck, mit welchen gefährlichen Kreaturen man es gleich zu tun bekommt.


Wenn man das Buch dann aufschlägt, bekommt man noch vor der Titelseite einen Auftrag. Man muss nämlich einen ganz bestimmten Fussabdruck 15-mal im Buch finden. Genaues Beobachten und Vergleichen ist also wichtig.


Dann geht es erst richtig los. Immer auf einer Doppelseite wird ein Thema oder ein Tier behandelt. Zuerst wird erklärt, was Säugetiere sind und in welche verschiedenen Gruppen sie unterteilt werden. Dann geht es um Zähne und Krallen, also wie sich die Tiere verteidigen, und unter dem Titel 'Heulen, knurren und stinken' erfährt man, wie sich die Tiere bemerkbar machen.
Danach werden 18 wilde Tiere genauer vorgestellt. Da finden sich selbstverständlich die bekannte n Kandidaten wie Tiger, Wolf und Braunbär. Richtig spannend wird es dann bei etwas exotischeren Tierarten wie dem Honigdachs, dem Marderbär oder dem Tasmanischen Teufel. Die Auswahl der Tiere ist sehr abwechslungsreich und spannend.


Nach den  Tiervorstellungen gibt es als Abschluss nochmals einige allgemeine Informationsseiten. Da können wilde Spuren entdeckt und gesucht werden, einige wilde Eiszeittiere werden vorgestellt, man erfährt, welche Tiere in Schwierigkeiten stecken, und welche Wildtiere in der Stadt vorkommen. Als krönenden Abschluss werden noch einige Tierwörter erklärt, so dass dann auch die Kinder wie Tierexperten reden können.


Die ganze Familie ist richtig begeistert von "Das grosse Buch der wilden Tiere".  Die Bilder von Yuval Zommer sind wunderschön, so dass man das Buch auch einfach nur so durchblättern und staunen kann.
Die Informations-Häppchen, bestehend aus einer fett gedruckten Frage und der Antwort, sind gut dosiert und sehr spannend, so dass gross und klein noch etwas"Das grosse Buch der wilden Tiere" von Yuval Zommer ist ein rundum gelungenes Sachbuch, das die ganze Familie begeistert. Wunderschöne Illustrationen und spannende Informations-Häppchen ergänzen sich perfekt und laden zum Verweilen ein. Ich kann euch dieses grossartig grossformatige Werk nur ans Herz legen.

  (1)
Tags: sachbuc   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(153)

516 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 72 Rezensionen

"liebe":w=8,"fantasy":w=5,"venedig":w=5,"unsterblichkeit":w=3,"pearl":w=3,"julie heiland":w=3,"jugendbuch":w=2,"romantik":w=2,"jugendroman":w=2,"jäger":w=2,"roman":w=1,"tod":w=1,"liebesgeschichte":w=1,"urban fantasy":w=1,"love":w=1

Pearl - Liebe macht sterblich

Julie Heiland
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 24.05.2017
ISBN 9783841440174
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als Einstieg ins Buch begleiten wir Pearl zu ihrem Date mit John. Er könnte der Richtige sein und sie erlösen. Doch sollte er nicht ihr Seelenpartner sein, würde sie ihm durch den Kuss seine Liebe rauben, so dass er nie wieder dieses Gefühl empfinden könnte. Und da sich Pearl einfach nicht sicher ist, schliesslich hat sie selber noch nie Liebe empfunden, lässt sie ihn ziehen.


Trotzdem gerät sie in den Fokus der Jäger, die 'böse' Suchende ausfindig machen und eliminieren.
Julie Heiland startet recht einfach in ihr neues Buch "Pearl - Liebe macht sterblich", bevor sie immer tiefer in ihre Thematik eintaucht. 


Pearl ist damals mit 18 Jahren ungeliebt gestorben und weilt nun schon seit 200 Jahren als Suchende auf der Erde, um ihre wahre Liebe zu finden und erlöst zu werden. Trotz dieser langen Zeit, in der sie Erfahrungen sammeln konnte, erschien sie mir zu Beginn recht naiv. Zum Glück entwickelt sie sich jedoch weiter, so dass sie einem immer mehr ans Herz wächst.
Pearl wohnt mit zwei anderen Suchenden in einem wunderschönen Palazzo. Damian und Alexa sind ihre Familie und ich fand es sehr spannend, die beiden besser kennenzulernen, denn sie zeigen einem sehr schön auf, in welche beiden Richtungen Suchende sich entwickeln können.


Auch in "Pearl" schafft Julie Heiland eine dichte Atmosphäre. Das Setting in Venedig, der Stadt der Liebe, könnte nicht passender sein und die Autorin setzt die typischen Merkmale der Lagunenstadt gekonnt ein.
Die Idee der Suchenden und Jäger bringt wieder einmal etwas frischen Wind in den Buchmarkt und hat mir sehr gut gefallen. Die komplexe Thematik wird sehr gut eingeführt und mit kursiv gedruckten Rückblicken auf Pearls bitteres Leben eindrucksvoll untermauert.


Unsterblichkeit, die Suche nach der wahren Liebe, Venedig .... all diese Stichwörter deuten daraufhin, dass "Pearl" ein Buch der grossen Gefühle ist. Und ja, wir erleben Freundschaft, Eifersucht, Hass, Sehnsucht und selbstverständlich auch die Liebe. Manchmal war mir die Geschichte sogar etwas zu kitschig.


Julie Heilands Schreibstil ist schlicht, aber auch bildhaft und mitreissend. Ihre oft kurzen Sätzen entwickeln beim Lesen eine tolle Dynamik so dass man das Buch kaum noch aus den Händen legen kann.
Die Geschichte ist meistens aus der ich-Perspektive von Pearl erzählt, so dass wir ihre Gefühlswelt sehr schön zu spüren bekommen. Zwischendurch bekommen wir jedoch auch Einblicke in das Leben eines verbittertenJägers, was sehr interessant ist.


Fazit:
Mit "Pearl - Liebe macht sterblich" bietet uns Julie Heiland einmal mehr Lesestoff, den man kaum aus der Hand legen kann. Ihre Idee und das Setting ist grandios umgesetzt und die Geschichte löst beim Lesen viele Emotionen aus - ab und zu jedoch auch ein Augenrollen, weil es etwas zu kitschig ist. Der Ausflug nach Venedig lohnt sich aber trotzdem!

  (1)
Tags: ab 14 jahren, urban fantasy, venedig   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

ab 4 jahren, bilderbuch, gefühle, kinderbuch, lächeln, liebe, mutter-kind-geschichte, mutter-kind-story, mutterliebe, stille post, traurig

Ein Lächeln für Fröschlein

Przemyslaw Wechterowicz , Emilia Dziubak
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354226
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als der Flussbarsch und auch der Schwalbenschwanz-Schmetterling das traurige Fröschlein sahen, wollten sie es trösten. Sogar die Sonne versuchte, es aufzuheitern, doch Fröschlein wurde nur noch trauriger. Zur gleichen Zeit hatte Mama Frosch in ihrem Laden alle Hände voll zu tun, doch mit einem Mal spürte sie einen Stich im Herzen und sie machte sich Sorgen um ihr Fröschlein. Da wandte sie sich an den Biber, der gerade bezahlen wollte, und bat ihn, ihrem Fröschlein ein strahlendes, liebevolles Lächeln zu bringen. Dies wollte der Biber gerne tun, doch unterwegs entdeckte er einen Haufen Zweige, die für seinen neuen Damm geeignet waren. Aber er hatte ja versprochen, Fröschlein das Lächeln zu bringen. Nur gut, dass da gerade Frau Otter daher kam. Der Biber lächelte sie strahlend an und bat sie, dieses Lächeln von Mama Frosch ihrem kleinen Fröschlein zu bringen. Frau Otter machte sich auf den Weg, ein Lächeln von einem Ohr zum andern auf dem Gesicht. Da erinnerte sie sich an den Kochtopf Milch auf dem Herd.... So wird Mama Froschs Lächeln von einem Tier zum nächsten weitergegeben und man fragt sich, ob es schlussendlich wirklich Fröschlein erreichen wird.
Die Thematik, dass Mama arbeiten muss und die Kinder 'heimweh' nach ihr haben, ist sicher vielen Müttern bekannt. Was wir mit einem kurzen Telefongespräch oder einem Foto überbrücken können, ist für Mama Frosch ein bisschen komplizierter. Umso schöne ist ihre Idee, ihr Lächeln überbringen zu lassen. Unbewusst erfreut sie damit nicht nur ihr Fröschlein sondern zaubert ganz vielen Waldbewohnern ein Lächeln aufs Gesicht.
Der Autor Przemystaw Wechterowicz hat die Problematik sehr liebevoll und sensibel aufgegriffen, so dass eine warmherzige Geschichte entstanden ist. Ich finde es toll, wie vielen unterschiedlichen Waldbewohnern wir in "Ein Lächeln für Fröschlein" begegnen und wie sie zusammenarbeiten, damit das Lächeln sein Ziel erreicht.
Emilia Dziubak konnte mich schon mit ihren Illustrationen in "Ein Jahr im Wald" begeistern. Auch dieses Bilderbuch besticht mit wunderschönen, harmonischen Bildern. Sie sind vorwiegend in der ganzen Palette an Grüntönen und anderen Naturfarben gehalten. 
Geschichte und Illustrationen ergeben zusammen einen wundervollen Stafettenlauf des Lächelns, den ich nur weiterempfehlen kann. 
Fazit:"Ein Lächeln für Fröschlein" ist ein Bilderbuch, in dem ganz viele Liebe steckt und das wohl jedem ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Eine Geschichte, die man am besten eng aneinandergekuschelt immer wieder anschaut.

  (1)
Tags: ab 4 jahren, bilderbuch, gefühle   (3)
 
407 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.