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127 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Tausend strahlende Sonnen

Khaled Hosseini
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 03.02.2014
ISBN 9783596030934
Genre: Romane

Rezension:

Mariam wächst als uneheliches Kind fernab der nächsten Stadt auf. Ihr einziger Kontakt sind ihre Mutter, die ihr immer wieder sagt, dass Männer Frauen schlecht behandeln, ihrem Vater Jalil, der viele freudige Stunden mit ihr verbringt, und dem Koranlehrer. Mit 15 fordert sie zu viel Aufmerksamkeit von ihrem Vater ein, der sie maßlos enttäuscht. Nachdem auch noch ihre Mutter gestorben ist, drängen die Frauen von Jalil ihn, Mariam zu verheiraten. So kommt sie nach Kabul zu Raschid, der reichlich veraltete Ansichten bezüglich des Frauenbildes hat.

Vor dem Lesen habe ich eine schwere Kost erwartet, doch das Buch lässt sich sehr leicht und schnell lesen. Inhaltlich erschüttert es den Leser sehr, wie Frauen in Afghanistan von den 70ern bis Anfang des 21. Jahrhunderts behandelt werden und von ihrem Vater bzw. Mann abhängig sind. Der Schreibstil vermittelt dies jedoch auf eine sehr leichte und empathische Art, sodass man sich nicht zu sehr auf die Geschichte konzentrieren muss. Das Buch erzählt leise und eindringlich, wie Mariam und Laila von ihrem Mann unterdrückt und misshandelt werden und aufgrund der Kinder und ihrer Freundschaft ein kleines bisschen Glück erleben. Die Beziehung der beiden wurde sehr intensiv und nachvollziehbar dargestellt, sodass die Zuneigung der Frauen zwischen den Seiten spürbar war.

Das Ende des Buches hat mich erschüttert und einige Tränen gekostet. Die Geschehnisse verlangen viel von Mariam und Laila, doch sie sind so starke und kluge Frauen, die auch dies aushalten werden. Obwohl  schlimme Dinge passieren, strahlt das Ende so viel Liebe und Hoffnung aus.


Fazit:

Tausend strahlende Sonne erzählt von einem entbehrungsreichen und abhängigen Leben der afghanischen Mariam. Durch Laila und die Kinder erfährt sie wieder Liebe. Khaled Hosseini erzählt die Erlebnisse der beiden Frauen auf eine sehr feinfühlige und leichte Art, sodass die Geschichte trotz der Thematik nicht zu schwer wird.

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(98)

162 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 78 Rezensionen

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Träume, die ich uns stehle

Lily Oliver
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426518977
Genre: Liebesromane

Rezension:

Lara hatte einen Unfall und befindet sich nun im Krankenhaus in  der Psychiatrie, da sie zwanghaft redet um die Wörter aus ihrem Kopf zu bekommen und sich an die letzten beiden Jahre nicht mehr erinnern kann. Thomas hatte ebenfalls einen Unfall und liegt seitdem im Koma. Lara findet zu Thomas‘ Zimmer und spürt eine Verbindung zwischen sich, weshalb sie ihm Geschichten über sie beide erzählt.

Abwechselnd erzählen die beiden Protagonisten wie es ihnen ergeht. Lara berichtet von ihren Treffen mit dem Therapeuten, der Qual, ihre Worte nicht im Kopf behalten zu können, und ihren Kontakt zu anderen Kranken und dem Krankenhauspersonal. Sie kommt wesentlich öfter zu Wort als Thomas, was aber angesichts ihrer beiden Erkrankungen nachvollziehbar ist. Thomas liegt im Koma und hat beklemmende Träume. Anfangs fand ich diese Szenen sehr wirr und musste sie aufmerksam lesen, aber eben weil man nichts über Thomas weiß, habe ich mich auf diese Kapitel am meisten gefreut. Seine Träume waren oft symbolisch, enthalten aber auch stets einen wahren Gehalt, den Thomas beschäftigt.

Der Anfang war sehr spannend, da man unbedingt wissen möchte, in welche Unfälle oder gar welchen Unfall die beiden verwickelt waren. Außerdem fragt der Leser sich auch, warum sich Lara an die letzten beiden Jahre ihres Lebens nicht erinnern kann. Schnell kommt auch die Frage auf, ob die beiden sich vor dem Unfall bereits kannten. Hier streut Lily Oliver geschickt entsprechende Details, durch die man einmal glaubt, die beiden würden sich schon kennen und oftmals, dass sie sich vorher noch nie begegnet waren. Man kann sich auch nie sicher sein, ob bzw. wie viel von Laras Erzählungen wahr sind. Dies fand ich sehr gelungen, denn man hat immer darüber nachgedacht und nach Hinweisen gesucht, wodurch man sich eine Theorie aufgebaut hat. Aber glaubt mir, man kommt nicht so schnell darauf, ob die beiden sich vor dem Krankenhaus schon kannten und ich habe auch oftmals meine Meinung darüber geändert. Lily Oliver spielt hier geschickt mit dem Leser.

Lily Oliver hat Laras Charakter sehr gut aufgebaut und ihren derzeitigen psychischen Zustand gut umgesetzt. Anfangs konnte ich damit nicht viel anfangen, aber mit jeder Therapiesitzung und jedem Redeschwall wurde mir das Krankheitsbild klarer. Beim Lesen hat sich ihre Unruhe und Ungeduld auch total auf mich übertragen, sodass ich das Buch mal kurz zur Seite legen musste oder ein anderes Mal gar nicht mehr aufhören konnte, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen – was mir besonders am Schluss passiert ist, um zwei Uhr war ich dann durch.

Im ersten Drittel gab es eine kleine Durstrecke, in der die Spannung abgeflaut ist. Aber man ist durchweg völlig gespannt und von der Geschichte eingenommen, wodurch man dem Ende entgegenfiebert. Rückblickend rücken die einzelnen Geschehnisse ins richtige Licht und man erkennt sehr viele geschickt platzierte Puzzleteile, die sich perfekt zusammenfügen.

Fazit:

Lily Oliver schrieb hier nicht nur eine emotionale Geschichte über Lara und Thomas, die beide einen Unfall hatten und mit den Folgen zu kämpfen haben, sondern spielt auch geschickt mit der Wahrnehmung der Leser. Man fragt sich immer, ob sich die beiden vor dem Zusammentreffen im Krankenhaus kannten oder nicht. Auch der Wahrheitsgehalt von Laras Geschichten und die Geschehnisse hinter Thomas wirren Träumen, waren lange unklar. All die vielen Details fügen sich am Ende zu einem absolut passenden und überraschenden Gesamtbild zusammen, wodurch sich ein schönes und nachvollziehbares Ende ergibt.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

City of Ashes

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.02.2019
ISBN 9783442486830
Genre: Fantasy

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129 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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City of Bones

Cassandra Clare , Franca Fritz , Heinrich Koop
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.11.2017
ISBN 9783442486823
Genre: Fantasy

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885 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

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Die Bücherdiebin

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei cbt, 28.01.2015
ISBN 9783570403235
Genre: Jugendbuch

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(8.882)

10.571 Bibliotheken, 77 Leser, 10 Gruppen, 386 Rezensionen

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Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2014
ISBN 9783423625838
Genre: Jugendbuch

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204 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Der Hobbit

J. R. R. Tolkien , Wolfgang Krege , John R Tolkien
Leder / Künstlerischer Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 21.09.2012
ISBN 9783608938401
Genre: Klassiker

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(189)

422 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

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Schiffbruch mit Tiger

Yann Martel , Manfred Allié , Gabriele Kempf-Allié
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 12.11.2012
ISBN 9783596196982
Genre: Romane

Rezension:


Charaktere:
Die Protagonisten dieses Buches sind Piscine Molitor Patel und der Tiger Richard Parker.
Pi (gesprochen wie die Zahl π) ist 16 Jahre alt und sehr religiös – er ist Muslim, Christ und Hindu. Weiterhin finde ich, dass Pi sehr schlau und intelligent ist, da ich in sehr vielen Situationen bestimmt nicht so besonnen hätte handeln können wie er.
Richard Parker ist ein bengalischer Löwe und – ja, wie sollte ich ihn auch anders beschreiben? – wird von seinen Instinkten getrieben.

Außerdem treten am Anfang des Buches noch seine Eltern und sein Bruder Ravi auf. Und noch viele weitere Nebencharaktere.

Meine Meinung:
Der Roman ist in drei Teile aufgegliedert. Im ersten Teil, der schon fast 1/3 des Buches einnimmt, wird Piscine Molitor Patels Kindheit und Jugend in dem indischen Ort Pondicherry beschrieben. Dabei kann man Pi und die Lebensumstände seiner Familie gut kennenlernen. Der Leser kann beispielsweise gut nachvollziehen, warum Pi die drei Religionen so anziehend findet und nicht nur eine bestimmte von ihnen. Diesen Abschnitt des Buches fand ich fast etwas zu langatmig und war froh, als endlich die Reise von Indien nach Kanada begann. 

Im Hauptteil des Buches wird beschrieben, wie Pi und Richard Parker ganz alleine auf dem Meer für ihr Überleben sorgen müssen. Man fragt sich, was während 227 auf dem offenen Meer alles geschehen kann – tatsächlich sehr viel. Es wird so viel beschrieben: Wie Pi mit Richard Parker umgeht, wie er sie beide ernährt, wie Pi sich für Probleme intelligente Lösungen einfallen lässt, wie das Wetter ist, wie das Meer und der Himmel auf Pi einwirken, wie der physische und psychische Zustand von Pi gerade ist, wie er ungeahnte Entdeckungen macht und noch sehr vieles mehr! Das kann man alles gar nicht beschreiben und wenn man es versuchen würde, dann käme eine Zusammenfassung hervor, die dem Buch nicht im Geringsten gerecht werden würde. Also lest es selbst!

Im dritten und letzten Abschnitt des Buches wird noch kurz die Zeit nach der Reise auf dem offenen Meer beschrieben. Wobei ich zwei Dinge sehr traurig bzw erschütternd fand.

"Das Leben ist wie ein Blick durchs Schlüsselloch, ein winziger Zipfel der Unendlichkeit, den wir erhaschen - was soll ich denn anderes tun als mich an diesen einen, kurzen Augenblick zu klammern? Das Schlüsselloch ist doch alles, was ich habe!" Pi, S. 218

Der Schreibstil ist ganz anders, als der von vielen anderen Büchern – und zwar im positiven Sinne. Nach ein paar Seiten hat man sich daran gewöhnt und wird von dem Schreibstil in die Geschichte hineingetragen. Yann Martel beschreibt die Umgebung und Pis Gefühle sehr gut. Außerdem benutzt er sehr oft Metaphern und Vergleiche, über die ich mich jedes Mal gefreut habe, da sie so passend und außergewöhnlich waren.

Ich habe mit Pi gelacht, mit ihm geweint und oft um sein Leben gebangt. Auch wenn ich sehr, sehr selten bei Büchern Tränen in den Augen habe, bei Life of Pi war dies definitiv der Fall. Die Geschichte ist so rührend, gleichzeitig aber auch so voller Lebensenergie und mit sehr vielen Weisheiten bespickt.

Fazit:
Yann Martel erzählt eine Geschichte, die wunderschön und erschütternd zugleich ist. Und welche man - wie ich finde - gelesen haben muss.

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(193)

444 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Requiem

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551315236
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Charaktere:
Lena hat mittlerweile mit dem neuen Leben in der Wildnis zu kämpfen. Im ersten Band war sie noch geblendet von der Liebe, im zweiten entwickelte sie einen starken Charakter und nun hat sie Angst vor der Zukunft als „Invalide“. Sie erkennt, wie ihr weiteres Leben aussehen wird, wenn die Städte weiterhin gegen die Krankheit deliria vorgehen und wirft sich mehr denn je in die Arbeit der Widerständler.
Alex ist abweisend geworden und oft in sich gekehrt. Er fügt sich dennoch gut in die Gesellschaft der „Invaliden“ ein und übernimmt auch einige Aufgaben.

Julian macht sich in der Gruppe der „Invaliden“ sehr gut, angesichts dessen, dass er bis dahin vehement für die Ausrottung der Liebe gekämpft hat. Er ist immer für Lena da und agiert ihr gegenüber immer sehr liebevoll.

Meine Meinung:
In "delirium" wurde das Geschehen chronologisch von Lena erzählt. In "pandemonium" beschreibt Lena dann die Begebenheiten, die sie jetzt erlebt und solche, die sie in der Vergangenheit erlebt hat. Nun, im dritten Teil requiem befinden wir uns wieder ausschließlich in der Gegenwart, wobei Lena die Geschichte wieder mittels der Ich-Perspektive schildert, sowie deren Freundin Hana. Durch die Nennung des jeweiligen Namens der Mädchen wird deutlich, wer das vorliegende Kapitel erzählt. Somit erfährt man immer, was die „Invaliden“ in der Natur als nächstes planen und auch umsetzen und auch was sich bei den Bewohnern von Portland abspielt. Dass die Geschichte nun wie in den beiden vorherigen Bänden nicht nur von Lena beschrieben wurde, war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig. Schnell habe ich mich aber auf die Beschreibungen der zwei Mädchen gleichermaßen gefreut. Lauren Oliver hat hier im dritten Band eine tolle Verbindung zu Lenas Vergangenheit und somit zu Band 1 eingearbeitet.

"Ich sehe zur Seite, zu den Hunderten und Aberhunderten Menschen, die aus ihren Häusern und aus ihren Leben an diesen staubigen, schmutzigen Ort getrieben wurden, nur weil sie die Macht wollten, selbst zu fühlen, zu denken, zu entscheiden. Sie konnten nicht wissen, dass selbst das eine Lüge war - dass wir uns in Wirklichkeit nie frei entscheiden, nicht ganz. Wir werden immer in die eine oder andere Richtung gedrängt und geschubst." Lena, S. 178

Insgesamt fand ich den dritten Teil aber gar nicht mehr so spannend, wie den Anfang der Trilogie. In "pandemonium" trifft Lena auf ihre Mutter. Diese hat sich dabei jedoch maskiert, was Lena erst später durch einen Zufall herausfindet. Warum hat Lenas Mutter sich nicht zu erkennen gegeben? Dann hat sich das Ende unglaublich gesteigert, weil plötzlich der totgeglaubte Alex auftritt. Diesen Schachzug von Lauren Oliver fand ich richtig gut und hab mich sehr auf den dritten Band und das weitere Zusammentreffen von Alex und Lena gefreut. Alex ist in "requiem" jedoch sehr distanziert und behandelt Lena, als wäre sie nicht da. Dieses „Problem“ wurde am Ende nicht gut gelöst, da es sich irgendwie einfach in Luft aufgelöst hat. Auch das Auftauchen von Lenas Mutter gab zwar noch einige Konflikte, trotzdem war die Andeutung im zweiten Band auf etwas Spannendes eine zu hohe Erwartung. Schad e, dass Lauren Oliver daraus nicht mehr gemacht, bzw. es zu „dramatisch“ angekündigt hat. Das Geschehen und die Gefühle der Charaktere, insbesondere Lena, haben mich in "delirium" und "pandemonium" mehr gefesselt.
 
Das Ende von "requiem" ist ganz anders, als man von vielen dystopischen Romanen gewöhnt ist. Es ist nicht ganz abgeschlossen, aber eben darum so gut, weil der Leser trotzdem weiß, wie es weitergehen könnte. Das Ende der Trilogie gibt Hoffnung, dass sich nun vieles ändern wird und mehr Menschen zufrieden leben können.

Fazit:
"requiem" ist ein guter Abschluss der dystopischen Trilogie, jedoch nicht mehr ganz so fesselnd, wie die vorherigen Bände. Einige Aspekte, die im zweiten Teil angedeutet wurden und neugierig auf den dritten Teil machte, lösten sich einfach auf. Das Ende war dennoch gut und gab den Charakteren sowie den Lesern Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

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940 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 39 Rezensionen

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Pandemonium

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.09.2014
ISBN 9783551313683
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Charaktere:
Lena wird in diesem Buch ein Stückchen erwachsen. In Band 1 hatte sie noch ein behütetes Leben, auch wenn sie bei ihrer Tante aufwachsen musste. Hier ist sie nun alleine für ihr Leben verantwortlich und wird auch mit dem Überleben konfrontiert. Außerdem ist sie gebrochen, da sie um Alex trauert, fängt sich jedoch nach einer Phase der Trauer wieder.
Raven ist ca. 20 Jahre alt und lebt in der Wildnis. Sie ist sehr hart und distanziert, da sie früher viel erlebt hat und dies am liebsten in ihrem Innersten verschließen möchte. Im Laufe des Buches erfährt man, was sie als Kind erlebt hat und kann ein Stück weit nachvollziehen, warum sie nie an die Vergangenheit denkt.

Julian ist der Sohn von dem Leiter des VDFA, der Vereinigung für ein Deliria-freies Amerika, deren Mitglieder sich stark für ihr Ziel einsetzen.

Meine Meinung:
Zu Beginn des Buches befindet sich die Ich-Erzählerin Lena im „jetzt“. Das nächste Kapitel befasst sich mit „damals“, als Lena aus der Stadt geflüchtet und ohne Alex hinter dem Zaun gelandet ist. Hier schließt die Geschichte direkt nach dem Ende von „delirium“ an. Daraufhin werden im Wechsel Kapitel im „jetzt“, die ca. ein halbes Jahr nach der Flucht spielen, und im „damals“ erzählt. Anfangs hat mich der Wechsel irritiert und ich habe mich gefragt, ob das einen besonderen Grund hat. Einen solchen konnte ich nicht finden, aber ich denke, dass Lauren Oliver die Geschichte spannender gestalten wollte und dem Leser die neuen Protagonisten in zwei unterschiedlichen Umgebungen und Rollen vorstellen wollte. Die Erzählung in chronologischer Reihenfolge hätte ich jedoch auch nicht langweilig empfunden.

Nachdem Lena über den Zaun geklettert ist, rennt sie stundenlang in der Wildnis umher. Nachdem sie erschöpft zusammengebrochen ist, wird sie von Raven gefunden. Diese nimmt sie mit zu ihrer Gruppe von Invaliden, wo Lena eine neue Heimat findet. Nach ungefähr einem halben Jahr („jetzt“) schließt sie sich der Widerstandsbewegung an und landet so mit den beiden Invaliden Raven und Track in New York.
 
Lauren Olivers Schreibstil überzeugt auch hier wieder. Ich finde es sehr gut, wie Lenas Trauer um Alex beschrieben wird. Der Leser spürt hautnah, wie elend sie sich fühlt. Die Trauer zieht sie runter und zeitweise lebt sie einfach von einem Tag auf den anderen. Sie vermisst Alex, ihre große Liebe so sehr, dass sie sich von den anderen zurückzieht. Als Raven sie jedoch für wichtige Arbeiten in der Gemeinschaft der Invaliden einteilt und Lena wieder das gute Gefühl des Laufens für sich entdeckt, rafft sie sich auf und glaubt an eine Zukunft in der Wildnis. Auch der Kampf ums Überleben der Invaliden wird sehr gut dargestellt. Ich konnte ihre harte Arbeit und ihre Verzweiflung nachvollziehen. Die Invaliden können nur von dem Leben, was sie in der Wildnis finden und jagen können. Richtige Häuser oder eine Heizung haben sie jedoch nicht. Ich fand es sehr interessant, wo und wie die Invaliden wohnen.
 
„pandemonium“ hat mir ein bisschen besser gefallen, als „delirium“, weil es nicht so offensichtlich war, was passieren wird. Auch das Geheimnis um Lenas Mutter wurde etwas klarer, jedoch nicht ganz aufgedeckt. Trotzdem haben mich auch einige Dinge gestört, wie z. B. die Art der Beziehung die Lena zu Julian hat. Das finde ich leider nicht ganz realistisch.
 
Das Ende hält eine überraschende Szene bereit, die Lust auf Band 3 „requiem“ macht.

Fazit:
„pandemonium“ ist etwas besser als sein schon guter Vorgänger „delirium“. Lauren Oliver kann auch hier wieder mit ihren Ideen und ihrer Darstellung des Geschehens punkten. Lena wurde anfangs mit ihrer Trauer um Alex realistisch dargestellt, später leider nicht mehr ganz so sehr
4,5 Sterne

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Delirium - Amor Deliria Nervosa

Lauren Oliver , Katharina Diestelmeier
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 10.11.2014
ISBN 9783833309922
Genre: Romane

Rezension:

Charaktere:
Lena ist 17 Jahre alt, hat die Schule beendet und wird in wenigen Monaten von amor deliria nervosa geheilt.
Hana ist ebenfalls 17 Jahre alt und Lenas beste Freundin. Sie hat reiche und angesehene Eltern.
Rachel ist Lenas größere Schwester, die schon länger geheilt und auch verheiratet ist.
Carol ist Lenas und Rachels Tante, die die beiden aufgenommen hat, seitdem deren Eltern tot sind.
Alex ist ca. 20 Jahre alt und bereits geheilt. Er studiert und jobbt nebenbei als Wachmann am Labor, in dem die 18-Jährigen von der Krankheit Liebe geheilt werden.

Meine Meinung:
Das Geschehen in "delirium" wird mittels der Ich-Perspektive aus Lenas Sicht erzählt. Somit erfährt man schrittweise mit ihr immer mehr Details über die Krankheit, die Heilung, die Gesetze der Regierung und später auch ihre Zweifel am System. Ihre Empfindungen, die sie nur bis zu dem Eingriff haben wird, werden ebenfalls sehr detailliert beschrieben.

Der Schreibstil von Lauren Oliver ist toll. Anfangs musste ich in die Geschichte hineinfinden, aber mit jeder Seite bin ich immer öfter gerne in Lenas Welt eingetaucht. Besonders die Charaktere und deren Verhalten und Gefühle werden besonders genau beschrieben. Somit merkt man ab der Hälfte deutlich, wie sehr sich die jungen und ungeheilten Menschen von den Gesunden unterscheiden.

Lena ist nicht die sympathischste Protagonistin, die es in einem Buch geben kann. Jedoch bin ich gut mit ihr klar gekommen und habe sie auch bald verstanden, wenn ich auch ihr Verlieben zu schnell empfand. Kaum hat Lena die „Symptome von amor deliria nervosa“ verspürt, hat sie sie auch schon akzeptiert. Hier hätte ich mir mehr Scheu und Angst vor der Krankheit gewünscht. Ebenfalls etwas unverständlich war für mich, dass Hana Lieder gehört hat, die verboten sind, Lena hingegen die brave 17-jährige ist und sich später ihre Rollen vertauscht haben.
 
Der Klappentext deutet es an und dem Leser ist es von vornherein klar, dass die Protagonistin der dystopischen Welt, in der die Liebe eine Krankheit darstellt, sich trotzdem verlieben wird. Also ist vieles und besonders das Grundgeschehen des Buches schon vor der Lektüre vorhersehbar. Trotzdem ist wegen dem besonders angenehmen Schreibstil das Buch eine tolle Lektüre - und auch durch die vielen Details, die ich an dieser Stelle nicht verraten möchte. Lauren Oliver hat in dieser Welt nicht nur die Liebe zur Krankheit erklärt, sondern auch die Überwachung der Leute, die Heilung an sich und die einzelnen Menschen vielschichtig kreiert und ihnen besondere Details zugedacht, die die Geschichte interessant machen.
 
Mit jeder Seite erhält die Dystopie ihren besonderen Schliff und kann somit am Ende einem großen Schock für den Leser bereithalten.

"Alles wird gut. Worte, die in Wirklichkeit nichts bedeuten, nur Geräusche, die wir in die endlose Weite und Dunkelheit sprechen, verzweifelte kleine Versuche, uns im Fallen an etwas festzuklammern." - Lena, S. 326

Fazit:
"delirium" hat trotz der teilweise vorhersehbaren Handlung viele Details, die die Geschichte aufwerten. Auch wenn der Leser den Charakteren auf emotionaler Ebene nicht sehr nahe kommt, kann Lauren Oliver mit ihrem tollen Schreibstil und der detaillierten Beschreibung der Handlungen und Gefühle punkten.

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192 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

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Wunder

R.J. Palacio , André Mumot
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.12.2017
ISBN 9783423086547
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der junge August hat einen schlimmen Gendeffekt, weshalb prognostiziert wurde, dass er nicht lange leben wird. Nun ist er mittlerweile 10 Jahre alt, hat unzählige Operationen über sich ergehen lassen und hat ein deformiertes Gesicht. Er ist die Reaktionen der Menschen bereits gewöhnt und weiß genau, wie sie sich verhalten werden. Trotzdem schmerzt es ihn, dass er wegen seinem Aussehen auffällt und möchte normal sein. Nachdem er jahrelang in seiner behüteten Familie aufgewachsen ist, soll er nun eine Schule besuchen. August stößt auf Mitschüler, die ihn mobben und auf solche, die sich mit ihm anfreunden. In dieser Geschichte wird erzählt, wie Menschen mit besonderen Merkmalen ausgegrenzt und gemobbt werden, aber auch, wie einige wenige Menschen sie so behandeln, als hätten sie diese Besonderheit nicht. Es geht darum, wie Augusts Mitschüler ihn sehen, wie sie ihn behandeln und darum, wie sich seine Krankheit auf die Beziehungen in seiner Familie auswirkt.


》Ich glaube, es ist so: Der einzige Grund dafür, dass ich nicht normal bin, ist der, dass mich niemand so sieht.  
August, S. 9

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen, sehr einfühlsam und beschreibend. Die Charaktere werden vor dem inneren Auge sehr lebendig und gefühlvoll dargestellt. Aufgrund der bildlich dargestellten Charaktere, deren Empfindungen und der einfühlsamen Schreibweise hatte ich am Ende oft Tränen in den Augen.

Das besondere an diesem Buch ist nicht nur die tolle Erzählweise der Autorin, sondern auch, dass abschnittsweise andere Protagonisten das Geschehen schildern. In der Geschichte geht es immer um August, wie seine Krankheit ihn einschränkt und sich auf seine Mitmenschen auswirkt. Zunächst schildert er einige Kapitel lang, wie seine Eltern ihm mitteilen, dass er eine Schule besuchen soll und wie er dort aufgenommen wird. Anschließend erzählen seine Schwester, seine Freunde, Mitschüler und andere Personen jeweils einige Kapitel lang die Geschichte weiter.


Fazit:
Wunder ist ein wundervolles Buch über Freundschaft, Liebe, Freundlichkeit und Empathie. August hat ein sehr auffälliges Gesicht, weshalb seine Mitmenschen mit mitleidvollen Blicken und sogar Mobbing auf ihn reagieren. Andere jedoch sehen hinter seine Fassade und freunden sich mit ihm an. Raquel J. Palacios Schreibstil ist sehr gefühlvoll und einfühlsam, weshalb man den Protagonisten des Buches sehr nahe kommt.

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Die Dinge, über die wir schweigen

Lea Dittrich
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Südpol Verlag, 28.02.2018
ISBN 9783943086560
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Mimi vermisst ihre Mutter sehr stark. Außer, dass sie bei ihrer Geburt gestorben sein soll, redet ihr Vater aber nicht über sie. Zu ihrer Familie besteht kein Kontakt mehr. Mimi hat Träume und Flashbacks von einer Frau, die ihr über den Kopf streicht oder mit ihr in Schneeflocken tanzt. Sind das Erinnerungen? Als ihr Onkel, zu dem sie lange keinen Kontakt mehr hatte, eine Postkarte schreibt, dass er nun in Berlin leben würde, reist sie kurzerhand zu ihm.

Zu Beginn des Buches merkt man sehr stark, wie wichtig Mimi die Suche nach ihrer Mutter ist. Nicht nur die Frage, ob sie wirklich noch leben könnte bzw. der Besuch des Grabes, sondern auch ihr Charakter ist für Mimi wichtig. Die Jugendliche braucht Antworten, doch ihr Vater blockt immer ab. Nicht einmal über seine gemeinsame Zeit mit ihr redet er. Mimi fixiert sich total darauf und verfolgt auf der Straße Frauen, die dem Aussehen oder den Gesten her ihre Mutter sein könnten. Mit ihrer Kamera hält sie alle potenzielle Mütter fest und sammelt die Fotos. Es wird sehr intensiv geschildert, wie Mimi de Frauen fast schon stalked und kriminelle Handlungen begeht. Das Fehlen ihrer Mutter und Erzählungen über sie beherrscht Mimis Gedanken und Alltag.

Lina hatte irgendwann mal gesagt, dass sich mit Musik irgendwie alles besser anfühlte. Selbst das Traurigsein. Und sie hatte recht. - S. 157f

Lea Dittrich verwebt auf Mimis Suche auch wichtige Themen, mit denen man sich auseinandersetzen muss, wenn man erwachsen wird. Mimi trifft auf chronische Krankheiten, sexuelle Orientierung und ihre erste Liebe. Diese ernsteren Themen werden stückweise in die Geschichte eingeflochten, sodass man sich trotzdem noch auf das große Geheimnis hinter Mimis Mutter konzentrieren kann und die Geschichte nie zu schwer wird.

Das Ende hat mir gut gefallen, da sich Mimi stark weiterentwickelt hat und sich die Geheimnisse um ihre Mutter aufgelöst haben. Mimi wurde während ihrer Reise erwachsen. Anfangs ist sie noch impulsiv und läuft von zu Hause weg, ohne zu ihrem Vater Kontakt zu halten und ihn zu beruhigen, weshalb die Situation etwas eskaliert. Mit der Wahrheit über ihre Mutter und der Zukunft geht sie später sehr reif und besonnen um. Der Schluss wurde nur leicht offen gehalten, sodass man sich Mimis Zukunft selbst gut ausmalen kann.

Fazit:

„Die Dinge, über die wir schweigen“ erzählt Mimis Suche nach ihrer Mutter. Sie taucht tief in die Geschichte und Charaktere ihrer Familie ein und macht auf ihrer Reise eine positive Entwicklung durch. Lea Dittrich verbindet eine lockere Sommergeschichte mit der Suche nach der Identität und einigen wichtigen Aspekten, mit denen sich Jugendliche auseinandersetzen müssen.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

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Nicu & Jess

Sarah Crossan , Brian Conaghan , Cordula Setsman
Fester Einband
Erschienen bei mixtvision, 05.03.2018
ISBN 9783958541061
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nicu und Jess haben beide geklaut, wurden dabei erwischt und müssen nun gemeinnützige Stunden ableisten: Mit einer Gruppe von Jugendlichen sammeln sie Müll im Park. Die beiden stammen aus völlig anderen Lebenssituationen, aber eines haben beide gemeinsam: Sie sind in einem Leben gefangen, das sie nicht führen wollen. Jess fühlt sich zu Hause gar nicht wohl und es gibt ein großes Problem, das ich aber nicht nennen möchte um nicht zu spoilern. Ihren Stiefvater kann sie nicht leiden und ihre Mutter nimmt alles hin und steht nie für etwas ein. Jess zieht sich von ihren falschen Freundinnen zurück und kapselt sich auch bei der Tätigkeit im Park ab. Nicus Eltern möchten bald wieder zurück nach Rumänien, wenn sie genug Geld verdient haben. Doch der Jugendliche erkennt seine Chance, die er hier in England hat, obwohl er wegen seiner fehlenden Sprachkenntnisse oft ausgegrenzt wird, statt unterstützt, was mich besonders bei der Lehrerin in der Schule schockiert hat. Schnell fällt Jess Nicu auf, er sucht ihre Nähe und die beiden finden in der jeweilig anderen Person eine Vertraute bzw. einen Vertrauten.

Wie bereits in „Eins“ von Sarah Crossan erwartet den Leser hier ein ganz besonderer Schreibstil. Kurze Sätze und vor allem viele Absätze machen das Lesen somit außergewöhnlich. Obwohl ich überhaupt kein Fan von Kurzgeschichten oder wenigen Beschreibungen bin, finde ich den Stil sehr angenehm. Mir gefällt es, dass Sarah Crossan und Brian Conaghan mit wenigen Wörtern so viel Gefühl vermitteln können. Ich war durchweg sehr betroffen, traurig, erschüttert und erschrocken.

Das Geschehen wird aus Sicht der beiden Protagonisten beschrieben. Bei Nicus Kapiteln kommt noch eine Besonderheit dazu: Da er noch nicht lange mit der englischen (bzw. durch die Übersetzung deutschen) Sprache vertraut ist, schildert er seine Gefühle in einem sehr gebrochenen Deutsch. Hier habe ich etwas gebraucht, um mich an den Satzbau zu gewöhnen und einige Dinge habe ich trotz mehrmaligem Lesen nicht genau verstanden. Nicu nutzt viele Vergleiche und schafft somit oft eine intensivere Bedeutung, als das eigentliche Wort selbst es vermitteln kann.

"Seine Stimme tanzt
mit Worten, die zwar durcheinander sind,
aber wirklich was bedeuten."
Jess, S. 122

Die Geschichte ist sehr realitätsnah und beinhaltet einige Dinge, die sehr erschütternd und tiefgründig sind. Wir erhalten einen guten Einblick in Randgruppen unserer Gesellschaft, die mit Situationen umgehen müssen, die alles andere als leicht sind. Das Schicksal von Nicu und Jess wurde durch den Schreibstil intensiv vermittelt und hat mich sehr berührt.

Das Ende hat mich etwas enttäuscht. Ich konnte nicht genau nachvollziehen, was in Nicu vorging und das Geschehen war relativ offen. Da die Geschichte aber so realitätsnah ist, kann ich mich damit anfreunden.

Fazit:

„Nicu & Jess“ erzählt deren schwierige Lebenssituationen und ist sehr gesellschaftskritisch. Nicht nur durch die Erzählperspektive ist dieses Buch außergewöhnlich. Trotz weniger Worte ist die Geschichte sehr intensiv zu lesen, aufwühlend und realitätsnah.

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153 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Ein Hauch von Schicksal

Lara Wegner
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 04.05.2016
ISBN 9783959910675
Genre: Liebesromane

Rezension:


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668 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 179 Rezensionen

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New York Diaries – Claire

Ally Taylor
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.10.2016
ISBN 9783426519394
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ich spüre, wie viel Spaß alle anderen haben. Sie sind unterwegs mit Freunden. Sie haben ihren Platz. Nur ich nicht. So als bräuchte man fürs Leben eine verdammte Reservierung, und mir hat niemand etwas davon gesagt. S. 33

Charaktere:
Claire ist 32 und nach einer gescheiterten Beziehung wieder in ihrem Kinderzimmer gelandet. Sie ist eine aus dem Leben gegriffene Protagonistin, die jammern, weinen, aber auch ihr Leben anpacken kann.
June ist seit Jahren Claires beste Freundin. Neben ihrem IT-Job ist sie jedoch sehr aufgeweckt, liebevoll verrückt und hat ein ausgeprägtes Sexleben.
Danny ist der beste Freund von Claire und June. Die drei haben schon zu Collegezeiten zusammengewohnt, wobei Danny sie über Claires Ex hinweggetröstet hat.
Jamie wohnt direkt über Claire und Danny. Er war Claires erste große Liebe, die sie nie vergessen konnte.

Meine Meinung:
Claire landet nach eineinhalb Jahren London und einer gescheiterten Beziehung wieder in ihrem alten Kinderzimmer. Mit ihrer exzentrischen Mutter, all den Erinnerungen und der jugendlichen Claire, die ihre Spuren an den Zimmerwänden hinterlassen hat, ist es mehr als ungemütlich, weshalb sie zu ihrer Freundin June ins Knights Building zieht. Allein schon Claires Ankunft über das Dach und die Tatsache, dass sie in dem begehbaren Kleiderschrank ihrer Freundin wohnt, lässt den Leser schmunzeln. Mit einem Ex-Freund über Claire und ihrem besten Freund im Zimmer nebenan ist das Chaos schon vorprogrammiert – Gefühlschaos pur.
In der Geschichte geht es nicht nur um Claires (verpatztes) Liebesleben sondern auch der Suche nach ihrem Platz im Leben. Ernsthafte Gespräche der Protagonisten wechseln sich mit lustigen Begebenheiten ab, sodass das Buch stets gut unterhält. Durch die Ich-Perspektive und Claires Tagebucheinträgen erhält man einen guten Einblick in ihre turbulente Gefühlswelt.

Mit ihrem lockeren Schreibstil erzählt Ally Taylor (Anne Freytag) von Claires Ängsten, Gefühlen und oft witzigen Gedanken. Ihr Humor und ihre spritzigen, ungewöhnlichen Vergleiche peppen die gesamte Geschichte auf. Die Leserin kann gar nicht anders, als mit Claire mitzufiebern, zu heulen und mit den Männern zu flirten. Die Nebencharaktere sind auch alle sehr gut ausgearbeitet. Claires Bruder Josh erfährt eine Wende in seinem Liebesleben und June ist für den Moment zufrieden und hört deshalb noch lange nicht zu Träumen auf. Auch Sahra, deren Geschichte im zweiten Buch erzählt wird, lernt man hier schon kennen. Am liebsten möchte ich jetzt schon mehr (Lese-)Zeit mit ihr verbringen.

Ab und zu haben mir ein paar Kleinigkeiten gefehlt, was aber nicht sonderlich gestört hat, denn oftmals passierte genau das einige Seiten später.

Das I-Tüpfelchen an dem Buch ist der Soundtrack, der als Playliste mitgeliefert wird. Ich kann beim Lesen normalerweise keine Musik nebenbei hören, aber bei New York Diaries – Claire habe ich die gesammelten Lieder der Autorin hoch und runter gehört.

Fazit:
New York Diaries – Claire überzeugt durch den humorvollen und lockeren Schreibstil, der der sarkastischen und vom Liebesleben gezeichneten Protagonistin Claire ihren einzigartigen Charakter verleiht. Auch wenn man langsam wahrnimmt, in welche Richtung die Liebesgeschichte laufen wird, lassen die Wendungen und vielen kleinen Details die Leserin mitfiebern. Ich hatte viel Spaß mit den Bewohnern des Knights Building und freue mich im Januar Sarah näher kennenzulernen.
4,5/5*

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229 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Ein Teil von uns

Kira Gembri
Fester Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.03.2016
ISBN 9783401602288
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Je genauer mich Timo beobachtet, desto mehr versuche ich, so zu tun, als wäre das hier die normalste Sache der Welt. Alle Menschen waschen ihre Klamotten, manche waschen Geld und ich wasche eben mein Blut. Kein Thema, oder?
Aaron, S. 9

Charaktere:
Nia ist Jurastudentin, sehr zielorientiert und redet sehr viel über Faktenwissen, wenn sie nervös ist.
Aaron ist 19 und leidet unter Nierenversagen. Er überspielt seinen Kummer über die Krankheit mit sehr viel Sarkasmus und Humor. Wenn er an der Dialyse hängt, träumt er davon stattdessen viele Abenteuer zu erleben.
Laura ist Nias Tante und ein fröhlicher Wirbelwind, die das Leben positiv auffasst und sehr gerne und viel reist.
Tim ist Aarons noch einziger verbleibender Freund. Er ist energiegeladen, sportlich sehr aktiv und läuft Parcours. Er ist ebenfalls humorvoll und bringt Aaron immer gewisse Zeitschriften oder T-Shirt mit anzüglichen Sprüchen mit.

Meine Meinung:
Die Geschehnisse in „Ein Teil von uns“ werden abwechselnd von den beiden Protagonisten geschildert. Hierbei ist am Anfang des Kapitels vermerkt, ob gerade Nia oder Aaron erzählt, aber man merkt dies auch sehr deutlich am Geschriebenen. Nia und Aaaron habe eine ganz eigene Art über Dinge nachzudenken, sie zu beschreiben oder etwas zu empfinden. Schon alleine hierdurch erfährt der Leser so viel über die Einzigartigkeit der beiden.
Nia und Aaron sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Anfangs ist Nia sehr verklemmt und erschreckend brav. Aaron ist sehr locker drauf und macht sich über viele Dinge lustig – auch über Nia. Diese ist nicht eingeschnappt und merkt es auch oftmals überhaupt nicht. Ihre belehrende Art trifft dabei auf Aarons Sarkasmus, wodurch sehr erheiternde Dialoge und Szenen entstehen. Ich habe beim Lesen sehr oft schmunzeln müssen.
Aus bestimmten Gründen machen die beiden eine gemeinsame Reise nach Australien. Das rote Land, die Bewohner, eigenartige Begegnungen und die gemeinsame Zeit der beiden, verändern Nia und Aaron. Nia befreit sich aus den Fängen ihrer Eltern und wird lockerer und Aaron lernt zeitweise seine gesundheitlichen Probleme zu vergessen bzw. sie zu akzeptieren. So werden die beiden immer mehr zu den Menschen, die sie sein wollen und schütteln alle festgefahrenen Charaktereigenschaften ab, die sie bisher „brauchten“ um in ihrer Situation „zu überleben“. Hierbei erkennen die beiden auch positive Eigenschaften im Gegenüber und nähern sich immer weiter an, bis eine sehr intensive Freundschaft und mehr entsteht.
Die Nierenerkrankung von Aaron ist im Buch stets präsent. Der Leser erfährt viel über Nierenversagen, Nierentransplantation und die Einnahme von wichtigen Medikamenten. Trotz der ernsten Thematik befindet sich aber sehr viel Leichtigkeit in der Geschichte. Durch Aarons Sarkasmus und Kira Gembris lockeren Schreibstil bleibt die Leichtigkeit in der Geschichte enthalten, wodurch man auch sehr schnell ein Kapitel nach dem anderen hinter sich lässt. Die Krankheit von Aaron begleitet ihn im ganzen Buch, aber nie rückt sie in den Vordergrund.
Kira Gembri hat nicht nur eine sehr angenehme und erfrischende Art über die Geschehnisse und Charaktere zu schreiben, sondern stellt auch die Details gekonnt dar. Die Merkmale der Nierenerkrankung und des Kontinents Australien wurden sehr genau recherchiert und detailgetreu wiedergegeben. Die eigensinnigen Bewohner (Russell :D), die weite karge Landschaft, Buschfeuer und das Leben auf der Farm wurden so intensiv beschrieben, dass ich mich fühlte als wäre ich dabei und vermittelt enorme Reiselust.

Fazit:
„Ein Teil von uns“ ist mit vielen Fakten über Nierenversagen und Australien, aber auch sehr viel Humor bespickt. Schon alleine die erste Seite hat mich zum Grinsen und Aaron näher gebracht. Auch Nia ist eine liebenswerte Protagonistin, deren Aufeinandertreffen mit Aaron viele erheiternde Dialoge und Szenen ergibt. Trotz des mitschwingenden ernsten Themas versprüht die Geschichte sehr viel Leichtigkeit und wird nie von Aarons Krankheit dominiert.
4,5 von 5 Sternen

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266 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 36 Rezensionen

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Alba & Seven

Natasha Ngan , Michael Koseler
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Arena, 12.01.2016
ISBN 9783401601380
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Charaktere:
Alba ist immer gut gekleidet, hat stets genug zu Essen und geht zur Schule. Man könnte meinen, ihr geht es als Tochter einer der wichtigsten Männer Londons gut, doch ihre Mutter hat Phasen, in denen sie Alba hasst, ansonsten auch nicht gerade liebevoll behandelt und durch Albas Stellung hat sie wenig Freundinnen unter ihren Mitschülerinnen. Alba ist einsam und fühlt sich in dem Hyde-Park-Anwesen ihrer Familie bzw. ihrem Leben gefangen.
Seven ist seit Jahren auf sich alleine gestellt, da ihn seine Eltern als Kleinkind ausgesetzt haben, was im verwahrlosten Süden nicht selten der Fall ist. Er lebt in einer Wohnung mit zwei anderen Mitbewohnern und verdient sich sein Geld mit dem Stehlen von Erinnerungschips.
Dolly ist Albas Zofe und ihre einzige und allerbeste Freundin. Dolly ist nur wenige Jahre älter als Alba und kümmert sich schon seit Jahren um sie. Die Zofe ist die einzige, die sich für Albas Wünsche und ihrem Wohlergehen interessiert.
Alastair White, Albas Vater, ist Oberstaatsanwalt und für die Prozesse der Erinnerungsdiebe zuständig. Er ist der zweitwichtigste und –mächtigste Mann in London.
Loe ist ebenfalls Erinnerungsdiebin und Mitglied in der gleichen Bande wie Seven. Sie ist ruppig, aber auch sehr beschützend.

Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus Albas und Sevens Sichtweise mittels der personalen Erzählperspektive geschildert. Die Kapitel sind zu Beginn mit dem Namen des Protagonisten beschriftet, der gerade seine Erlebnisse erzählt und auch oft relativ kurz. Meist abwechselnd erfährt der Leser so, was Alba und Seven zur gleichen Zeit erleben. Somit lernt man anfangs ihre Lebenssituation und deren Unzufriedenheit damit kennen. Mit ihrer ersten Begegnung verweben sich die beiden Erzählstrenge immer weiter miteinander.

Die Geschichte in „Alba & Seven“ spielt in der Zukunft, in der Großbritannien in acht unabhängige Stadtstaaten aufgeteilt wurde, die von Premierministern regiert werden. Das und das Erinnerungssurfen und –handeln sind die wichtigsten Unterschiede zu unserer heutigen Zeit. In dem Buch sind die Menschen in der Lage ihrer Erinnerungen auf einem Digitalen Speicherchip festzuhalten und jederzeit darin zu surfen und es somit nochmals erleben können. Die Erinnerungen sind das wertvollste, das die Leute in „Alba & Seven“ haben, weshalb einige Chips in Banken aufbewahrt werden und auf Diebstahl die Todesstrafe steht.
Während des Buches baut sich langsam die Spannung auf.

In der Mitte plätscherte das Geschehen kurzzeitig etwas vor sich hin und handelt fast ausschließlich von Alba und Sevens Gefühlen, aber dann gibt eine erschütternde Entdeckung der Geschichte wieder eine andere Wendung. All das führt dann am Ende zu einem spannenden und nervenaufreibenden Showdown, bei dem nochmal einiges ans Licht tritt. Am Ende des Buches gibt es einen Epilog, in dem kurz beschrieben wird, wie es den Charakteren nun ergeht und wie die Regierung und Machtverhältnisse in London aussehen. Obwohl keine Fragen offen bleiben, wäre aus meiner Sicht eine Fortsetzung denkbar, da ein paar kleinere Details weiter ausgebaut werden könnten.

Fazit:
„Alba & Seven“ behält ein interessantes Zukunftsszenario bereit, in dem London ein eigenständiger Stadtstaat ist und durch das Verhältnis Arm und Reich in den Süden und Norden unterteilt werden. In dieser Welt können Erinnerungen auf Chips gespeichert und somit immer wiedererlebt oder auch verkauft werden. Die Protagonisten Alba, die die Tochter des zweitmächtigsten Mannes ist, und Seven, der ein armer Erinnerungsdieb aus dem Süden ist, treffen zusammen und werden mit ihren völlig unterschiedlichen Leben konfrontiert. Mit deren wachsenden Zuneigung und vielen Intrigen, schafft die Autorin eine spannende Geschichte.

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211 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

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Jane & Miss Tennyson

Emma Mills , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 18.03.2016
ISBN 9783551560254
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Darüber konnte ich nicht mit Mrs Wentworth reden. Sie würde nicht verstehen, wie tröstlich ich es manchmal fand, die Welt aus Janes Perspektive zu betrachten. Sie würde unmöglich nachvollziehen können, welche Befriedigung ich daraus zog, mir auszumalen, ich sei Miss Devon Tennyson und ganz und gar gewöhnlich statt der normalen Devon Tennyson, die einfach nur langweilig war.
Devon, S. 10


Devon ist 17 Jahre alt, fürsorglich, humorvoll und ein großer Jane Austen Fan. Sie hat einen durchschnittlichen Charakter, ist aber ein außergewöhnlicher Buchcharakter, den man einfach lieben muss.
Cas ist neben Lindsay Devons bester Freund, in den sie heimlich verliebt ist. Er ist fürsorglich, war mir aber aus bestimmten Gründen nur bedingt sympathisch.
Foster ist Devons jüngerer Cousin, der aufgrund des Todes seines Vaters und der schlechten Verfassung seiner Mutter zu Devons Familie zieht. Forster ist ab und zu unsicher, aber auch sehr schlau und liebenswürdig.
Ezra ist der Star der Football -Mannschaft, sehr in sich gekehrt und undurchschaubar.

Meine Meinung:
Die Geschehnisse in „Jane & Miss Tennyson“ werden von Devon aus der Ich-Perspektive erzählt. Devon ist in der 12. Klasse der Highschool und stellt sich der Frage, was sie danach tun möchte. Job oder Studium? Was und wo studieren? Das Finden ihres weiteren beruflichen Weges war hier sehr nachvollziehbar dargestellt. Anfangs hatte Devon noch keine Ahnung, was sie beruflich machen möchte. Durch eine fixe Idee und der weiteren Beschäftigung mit sich selbst, findet Devon ihren Platz im Leben und einen geeigneten beruflichen Weg für ihre Zukunft.
Anfangs war ich etwas verwirrt, wohin das Buch führen soll. Der Leser erfährt, dass sich Devon Gedanken um ihre Zukunft machen muss, lernt Forster und Devons Freunde kennen. Ich ließ mich dann in die Geschichte fallen und machte mir nur wenige Gedanken, warum was geschehen ist. Dadurch entfaltet das Buch seinen ganz eigenen Charme und als Leser fühlt man sich darin sehr wohl.
Devons Lieblingsschriftstellerin ist Jane Austen, deren Bücher sie alle schon mehrmals gelesen hat. Zwischen ihrem Leben und dem der Protagonistinnen zieht Devon oft einen Vergleich und überlegt sich, wie Jane Austen die Situation, in der sie gerade steckt, wohl beschreiben würde. Hierdurch und durch einige kleine parallelen zu „Stolz und Vorurteil“ tritt im Buch ein Jane Austen –Feeling auf.
An Devons Charakter mag ich sehr, dass sie eher durchschnittlich und gewöhnlich ist. Devon ist wie du und ich. Sie hat kaum besondere Fähigkeiten und Talente, zeichnet sich aber durch besondere Charakterzüge zu dem Menschen aus, der sie ist. Auch die Nebencharaktere waren alle gut ausgearbeitet und sehr vielfältig. Foster zum Beispiel befindet sich in der Pubertät und hat gerade seine Eltern auf unterschiedlicher Weise verloren. Manchmal ist er etwas seltsam, aber in anderen Momenten war ich sehr beeindruckt von ihm, weil er schlau ist, sehr überlegt denkt und sich seine eigene Meinung nicht kleinreden lässt. Auch die etwas sonderbare, einzigartige und liebesnwürdige Mirabelle hat der Geschichte viel gegeben. Die Menschen wurden von Emma Mills so dargestellt, wie wir sind: Kurz betrachtet mögen einige langweilig oder doof sein, aber wenn man sich näher mit einer Person beschäftigt, bemerkt man ihre Charakterstärken und versteht, warum sie in einer bestimmten Art und Weise handelt oder denkt.

Fazit:
„Jane & Miss Tennyson“ ist nicht nur für Jane Austen Fans ein Muss. Das Buch verbreitet seinen ganz eigenen Charme und bewirkt, dass man sich in der Geschichte wohlfühlt. Wenige Details haben mich gestört, aber die außergewöhnlichen Charaktere tragen ebenfalls zu einem einzigartigen Leseerlebnis bei, weshalb ich „Jane & Miss Tennyson“ euch gerne weiterempfehle.

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813 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 211 Rezensionen

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Mein Herz wird dich finden

Jessi Kirby , Anne Brauner
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 25.02.2016
ISBN 9783737353526
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Tage vergingen, einer nach dem anderen, wohl dosiert in einem ununterbrochenen, nicht enden wollenden Rhythmus. Scheinbar unendlich, und doch in einem Wimpernschlag vergangen -  wie Wellen, die an den Strand branden, wie der Wechsel der Jahreszeiten. | Oder wie der Schlag eines Herzens.
S. 14

 

Charaktere:
Mia ist 18 Jahre alt und tief in ihrer Trauer versunken. Hinter der Fassade kann man manchmal das lebensfrohe, lustige und begeisterungsfähige Mädchen entdecken.
Noah lebt am Meer und hilft im Kajakladen seiner Eltern aus, wenn er nicht gerade selbst auf dem Wasser ist. Er ist störrisch und möchte sein Leben selbstbestimmt führen.
Ryan ist Mias ältere Schwester und ein wahrer Goldschatz. Sie ist immer für Mia da und steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. Ryan ist ein total positiver Mensch mit viel ausstrahlendem Optimismus.

 

Meine Meinung:
Mia hat vor über einem Jahr, bei einem tragischen Unfall, ihren Freund Jacob verloren. Dieser hat nach dem Tod seine Organe gespendet. Gemeinsam mit seiner Mutter hat Mia zu den Organempfängern Kontakt aufgenommen, wodurch Mia etwas mit Jacobs Tod abschließen kann. Deshalb begibt sie sich auf die Suche nach dem letzten Organempfänger: Noah.

Die Geschichte von Mias Suche wird mittels der Ich-Perspektive aus ihrer Sicht erzählt. Dadurch kann man als Leser ihre Gefühle hautnah mitverfolgen und wissen, ob sie kurzzeitig glücklich oder voller Trauer in Erinnerungen an Jacob ist. Mias Sicht auf die Welt und ihre Empfindungen haben mich sehr gefesselt.

Der Schreibstil und die Handlung haben mich total berührt. Die genaue und emotionale Beschreibung Jessi Kirbys von Mias Gefühlen und Gedanken haben mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Schon der Prolog ist wahnsinnig emotional und traurig – und bereits auf den nächsten Seiten muss ich angesichts Mias Erinnerungen lächeln. Mias Gewissensbisse, ihre Trauer,  aber auch ihr seltenes Glück konnte die Autorin perfekt vermitteln. Auch die liebevolle Art ihrer Familie, insbesondere Ryan, hat die Geschichte bereichert.  Ich kann es nicht richtig beschreiben, aber manchmal zieht ein Buch einen absolut in seinen Bann und man kann gar nicht mehr aufhören es zu lesen bzw. zu lieben. Und genauso erging es mir hier.

Das Ende von „Mein Herz wird dich finden“ hat mir leider nicht mehr so gut gefallen, wie der Rest bis dahin. Die Geschichte wird hier gewöhnlich und nimmt ein typisches Ende eines Jugendromans an. Hier verbindet sich manches zu „perfekt“ und zu schnell.


 Fazit:
Jessi Kirbys „Mein Herz wird dich finden“ ist eine sehr emotionale Geschichte, die mich absolut mitgerissen hat. Dieser Roman lebt von Emotionen, die im Schreibstil, in den Charakteren und in dem Verlauf der wunderbaren Geschichte stecken. Auch wenn mir das Ende nicht hundertprozentig zugesagt hat, liebe ich dieses Buch und kann es jedem ans Herz legen.
4,5 von 5 Sternen

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Anima - Schwarze Seele, weißes Herz

Kim Kestner
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Arena, 10.02.2016
ISBN 9783401602523
Genre: Jugendbuch

Rezension:

"Weil Gut gut bleibt und Schlecht schlecht", erwiderte ich trotzig, obwohl seine Worte etwas in mir auslösten. Im Prinzip hatte er wohl recht. Manchmal entpuppte sich Böses im Nachhinein als Gutes. War es dann nicht aber von Anfang an etwas Gutes gewesen und wir hatten es nur falsch zugordnet? Wie oft stecken wir Dinge einfach nur in Schubladen statt uns mit ihnen auseinanderzusetzen? Sämtliche Vorurteile beruhen auf diesem Prinzip und ich nahm mich davon nicht aus.
Abby, S. 391f

 

Charaktere:
Abby wird 18 Jahre alt und ist ein ganz toller Mensch. Sie ist hilfsbereit, selbstlos, hat immer ein offenes Ohr und ist einfach ein „Engel“, wie sie auch oft genannt wird. Sie ist so gut, dass sie sogar die Eifersucht und verbalen Angriffe ihrer Schwester einfach hinnimmt.
Virginia ist Abbys größere Schwester, aber ein typischer Teenager. Kein Handyempfang kommt einem Weltuntergang gleich und Jungs sind ihr Hauptinteresse. Allerdings lässt sich ihre gelegentlich gemeine Art gegenüber Abby damit erklären, dass sie auf Abby eifersüchtig ist, da diese das „Musterkind“ ist und ihrer Meinung nach von den gemeinsamen Eltern mehr geliebt wird.
Juspinn ist zunächst als Magier engagiert, der für die Camp-Gäste als Unterhalter dienen soll. Hinter dieser Fassade steckt aber viel mehr.
Abbys Vater ist ein sehr weltoffenerer Pastor und
ihre Mutter steckt voller Energie und ist ein Blumenkind.

 

Meine Meinung:
Die Geschichte wird hauptsächlich aus Abbys Sicht erzählt. Das hat mir sehr gut gefallen, weil Abby so eine ehrliche Haut ist und immer positive Gefühle und Ansichten anderen Leuten gegenüber hat. Gelegentlich schildert auch Juspinn seine Sichtweise der Geschehnisse. Hier erhält man einen Einblick hinter seine Fassade, wodurch er dem Leser noch sympathischer wird. Jedoch verrät dies nicht allzu viel seiner, dem Leser noch unbekannten, Existenz, wodurch die Geschichte und die Frage nach seiner Identität spannend bleiben.

In dem Nationalpark Acadia leben sehr unterschiedliche Charaktere, die alle besondere Eigenheiten und Charakterzüge aufweisen. Kim Kestner hat hier tolle Figuren geschaffen, die selbst als Randfiguren etwas Besonderes sind und im Gedächtnis bleiben. Wie z. B. Abbys beste Freundin Eyota, die eine Indianerin ist oder der Camp-Leiter Mr. Handson, dessen Hosen ständig rutschen.

Einzig gestört hat mich, dass Abbys Glaube von einem Moment auf dem anderen verschwunden war, statt allmählich in den Hintergrund zu rücken. Abbys Charakter ist von Grund auf gut und fast schon perfekt, außerdem ist sie durch ihren Vater, der Pastor ist, schon von klein auf religiös erzogen worden. Dieser Glaube und Überzeugung kann man nicht so schnell abschütteln. Hier wäre, meiner Meinung nach, ein langsamer Verlauf passender.
Ich liebe Bücher, die mit einem emotionalem Ende aufhören und dies auch noch in wunderschönen Worten beschrieben wird. Die letzten Sätze vor dem Epilog von „AnimA“ haben mich sehr bewegt und die Geschichte wunderbar abgeschlossen. Eigentlich würde ich sie hier als Zitat zeigen, aber ich finde, letzte Sätze eines Buches haben so etwas Intimes und deshalb sollt ihr sie lesen, nachdem ihr die Geschehnisse selbst „erlebt“ habt. Auch die Worte der ersten Sätze des Buches hat Kim Kestner sehr gut gewählt.

Normalerweise verlier ich in einer Rezension kein Wort zum Cover, da es vom Verlag kommt und nicht von der Autorin, aber hier ist es wirklich perfekt. Die beiden Flügel – schwarz und weiß – passen sehr gut zur Geschichte, sowohl bildlich als auch im übertragenen Sinne, da die Geschichte in den Kampf Gut gegen Böse eingebettet ist. Das gefällt mir richtig gut.

Fazit:
„AnimA“ von Kim Kestner erzählt die Geschichte Gut gegen Böse, wobei die Protagonistin Abby zwischen die Fronten gerät. Die Autorin kann wunderbar mit Worten umgehen und hat sehr authentische Charaktere entworfen, die alle ihre besonderen Macken und Eigenschaften haben, die der Leser nur lieben kann.

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198 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

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Immer wenn es Sterne regnet

Susanna Ernst
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.12.2015
ISBN 9783426516805
Genre: Liebesromane

Rezension:

Charaktere:
heute:
Mary ist Anfang 30, sehr liebenswert, wenig selbstbewusst und glaubt an den Traummann, obwohl ihr bewusst ist, dass sie ihn vielleicht nie treffen wird oder er nicht existent ist.
Amy ist Marys beste Freundin, hat ein süßes, aufgewecktes Kind und vor kurzem ihren Mann verloren.
Eliah restauriert alte Möbel, zieht sich auch dementsprechend mit altmodischen Hosen, Hosenträgern, Hemd und Mützen aus längst vergangenen Zeiten an. Eliah ist einfach ein unbeschreiblich toller Charakter. Ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen.
Jeremy ist erfolgreicher Anwalt und hat zu Frauen nur oberflächliche Beziehungen. Er ging früher mit Mary in eine Klasse, wodurch die beiden bereits einiges „gemeinsam“ erlebt haben. Jeremy hat ein sehr hohes Pflichtgefühl, da er sich momentan nicht traut seine Exfreundin aus seine Wohnung zu schmeißen - hehe :D – da sie wegen ihm nach Amerika gekommen ist.
Rob ist Jeremys bester Freund und gleichzeitig sein Partner in der Kanzlei.
früher:
Adam Winterfield ist seit dem Tod seiner Mutter für einige Jahre ein Straßenjunge gewesen. Der junge Mann möchte nun etwas aus sich machen und erlernt bei einem reichen Gönner das Handwerk der Schreinerei.
Gracey ist behütet aufgewachsen und kommt aus gutem Hause. Sie rebelliert gerne gegen die gesellschaftlichen Normen, empfindet aber auch ein Pflichtgefühl gegenüber ihrer Familie.

Meine Meinung:
Anfangs war die Geschichte etwas holprig, weil Amy und Mary beide um ihre große Liebe, nämlich Amys Mann, trauern. Das hat mich etwas verwirrt, vor allem weil Amy weiß, dass Mary in ihren Mann verliebt war. Die Freundschaft der beiden konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht richtig einschätzen, später jedoch erkannte ich die enge und vertrauensvolle Beziehung zwischen den beiden Frauen.
   Zum Beispiel zu dem Zeitpunkt, als Amy Verständnis für Marys Verzweiflung zeigt und das gemeinsame Wochenende abbricht. Mary sollte nämlich zu einem Blind Speed Dating – im wahrsten Sinne des Wortes – gehen. Hier wurden die Frauen und Männer von Blinden zum gemeinsamen Gespräch in die Dunkelheit gesetzt, damit man den bzw. die Gegenüber nicht nach dem Aussehen beurteilt. Zum Schluss wurden die Paare, die sich gerne weiter kennenlernen wollen, zusammengeführt und das Licht angemacht. Mary hat bei einem Mann eine sehr große Anziehungskraft und viel Gemeinsamkeiten im Gespräch empfunden. Doch als das Licht angeht, sitzt Jeremy vor ihr, der sie in der Schule gemobbt hat. Und so fängt die Geschichte der beiden an, woraufhin Mary nach Hause flüchtet und Jeremy sich entschuldigen und ihr erklären will, warum er damals so ein Idiot war.

Natürlich ahnt man jetzt schon, dass die beiden zusammenfinden werden. Obwohl Jeremy und Mary bereits am Anfang diese Anziehungskraft spüren, dauert es noch eine Weile bis die beiden langsam ein Paar werden. Mir hat es hier sehr gut gefallen, dass sich, neben der verletzenden Vergangenheit, auch ansonsten die Beziehung langsam entwickelt hat. Ich hatte Angst, dass das Mobbing von Jeremy gegenüber Mary ein Problem darstellen wird, weil es durch ein Argument aus der Welt geschaffen würde, das mir gar nicht zusagt. Aber Susanna Ernst hat hier einen echt plausiblen Grund gefunden, der zwar nichts entschuldigt, aber die feindliche Stimmung zwischen den beiden Protagonisten eliminieren kann. Die Liebe der beiden entwickelte sich mit der Zeit und wurde immer intensiver. Nachdem sie das Problem zwischen ihnen aus der Welt geschaffen hatten, lernen sie sich besser kennen und schaffen eine emotionale Grundlage für ihre Beziehung. Die Liebesgeschichte wurde von Susanna Ernst echt toll entwickelt und hat mir sehr gut gefallen.

Neben der Liebe zwischen Jeremy und Mary spielt aber auch noch die von Adam und Gracey eine Rolle. Durch die Briefe, die Mary im alten Sekretär findet, wird auch die aufkeimende Liebe zwischen Gracey und Adam erzählt. Die beiden haben sich ineinander verliebt und möchten allen gesellschaftlichen und familiären Widerstand brechen und träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Vor allem Gracey zeigt hier sehr viel Hingabe um trotzdem mit Adam Kontakt halten zu können. Werden die beiden eine Chance auf eine gemeinsame Zukunft haben?
Der Schreibstil von Susanna Ernst hat mir sehr gut gefallen. Er ließ sich leicht lesen und hat viele Details kombiniert, ohne zu ausschweifend oder die Erzählungen zu verwirrend zu gestalten. Die Charaktere konnte sie so alle durch geeignete Worte nachzeichnen, sodass ich sie lebensecht vor meinem inneren Auge sah. Besonders Eliahs Art sich zu bewegen, artikulieren und anzuziehen liebe ich und als Leser spürt man sofort, dass er etwas Besonderes ist.

Das Ende war wunderschön und sehr poetisch. Hier wurden alle Handlungsstränge perfekt miteinander verknüpft. Die Zukunft und Vergangenheit wurde durch die beiden Paare zusammengeführt, wie ich es niemals erwartet hätte. Auch Details aus dem Leben der Protagonisten, z. B. der zu frühe Tod von Jeremys Bruder, wurden hier miteingeflochten. Mir hat das Ende unglaublich gut gefallen und ich hatte oft Tränen der Rührung oder Freude in den Augen.

 

Fazit:
Wie ihr seht, bin ich nur am Schwärmen ;) Ich kann wirklich nichts Schlechtes in „Immer wenn es Sterne regnet“ entdecken. Die Charaktere regnen wie ein glitzernder Sterneregen vom Himmel und verbinden sich durch ihre Liebe, wodurch sie nur noch mehr Strahlen. Der Schreibstil von Susanna Ernst ist das weitere farbige und glänzende Glitter, das zwischen den Sternen vom Himmel regnet. Das Ende der Geschichte ist das sanfte aufkommen und Sammeln der Sterne, indem die Handlungsstränge der Vergangenheit und Gegenwart miteinander verflochten und passend zusammengeführt wurden.
Ja, das war jetzt sehr poetisch, aber wer durch die Vergleiche nicht ganz abgeschreckt wurde, sollte nun definitiv zu dem Buch greifen!

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Rocky Mountain Kid

Virginia Fox
Flexibler Einband: 294 Seiten
Erschienen bei Dragonbooks, 05.09.2015
ISBN 9783952444740
Genre: Liebesromane

Rezension:

[Ace:] „Und? Gefällt dir, was du siehst?“
[Paige] „Entweder das oder der Kaffee hier hat bewusstseinsverändernde Eigenschaften“, gab sie schlag fertig zurück. […]
Hatte sie wirklich von Drogen im Kaffee gesprochen? Meinte sie, er sah nur gut aus, wenn sie medikamentös nachhalf? [... ] Als sie seine momentane Verwirrung bemerkte, verdrehte sie innerlich die Augen. Was hatte er denn gedacht? Dass sie sagte, er sei Gottes Geschenk an die Frauen auf Erden?
S. 3


Charaktere:
Paula ist Mitte 30 und führt, etwas außerhalb von Independence, einen Rinderhof mit vielen Pferden und Hunden. Sie ist es gewohnt ständig Arbeitskleidung zu tragen und alle Aufgaben alleine zu meistern.
Leslie ist 13 Jahre alt, hat ihre Eltern nie kennengelernt und ist von ihren Pflegeeltern ausgerissen, weshalb sie nun bei Paula gelandet ist. Sie ist unglaublich tierlieb und gegenüber Menschen, die ihr nur Gutes wollen, sehr scheu, weil sie nicht glauben kann, dass jemand dauerhaft Kontakt zu ihr haben möchte.
Nate ist erst seit kurzem in der Stadt und verdient seinen Lebensunterhalt als Tierarzt.
Paige ist Journalistin und kurzzeitig in Independence. Sie ist neugierig, mischt sich oft in fremde Dingen ein – natürlich, Journalistin eben ;) – und hat Angst vor Hunden.


Meine Meinung:
Das Buch wird aus vielen verschiedenen Sichtweisen erzählt, was aber nie störend wird. Der Leser bemerkt durch die personale Erzählperspektive sofort, welcher der Charaktere das Geschehen schildert. Ich finde das gut, weil ich so die Gedanken der wichtigsten Protagonisten erfahren habe und auch, was gleichzeitig an unterschiedlichen Orten geschieht.

Wie der Titel „Rocky Mountain Kid“ und der Zusatz „Paula + Nate“ schon sagt, handelt das Buch hauptsächlich um Leslies Erlebnisse und das Liebeslieben ihrer neuen Ziehmutter Paula. Der Leser erfährt so einiges über Leslies bisheriges Leben, ihre momentane Situation und auch über ihre leiblichen „Eltern“. Auch die Liebe zwischen Paula und Nate wird oft thematisiert und hält ebenfalls einige Wendungen bereit. Durch den Klappentext hätte ich erwartet, dass Leslie auf Paulas Hof stößt und diese kennenlernt. Anfangs war ich vor den Kopf geschlagen, weil Leslie und Paula sich bereits getroffen hatten. Schön fand ich dann, dass deren Beziehung erst begonnen hat und noch lange reifen musste, was man im Weitern als Leser hautnah miterleben durfte.

Was mir besonders gut an Virginia Foxs Schreibstil gefallen hat, war die Beschreibung der Charaktere. Leslies Unsicherheit gegenüber Paula und ihrem neuen Leben allgemein, konnte ich stets nachvollziehen und habe über ihre Gedanken und Vermutungen oft traurig den Kopf geschüttelt. Auch Paulas Familie wurde so gut geschildert, dass ich ihre herzliche Art und enge Verbundenheit untereinander sofort ins Herz geschlossen habe. An einigen Stellen hatte ich auch Tränen in den Augen, weil mich das Geschehen und Virginia Foxs Art zu Schreiben sehr berührt haben. Lustig hingegen war der Umgang der Liebespaare miteinander. Beispielsweise Paula und Nate, deren Geschichte hier hauptsächlich erzählt wird, haben viele Gespräche, in denen sie sich gegenseitig geneckt haben, geführt und einen schlagfertigen Dialog nach dem anderen geliefert. Ich musste sehr oft grinsen oder gar lachen!

Ich habe mich in der Kleinstadt Independence am Fuße der Rocky Mountains sehr wohlgefühlt. Dass die Bewohner im einzigen Diner Wetten über die  unterschiedlichsten Dinge abgeschlossen haben, ist eine echt geniale Idee. Die Wetten gehen z. B. darüber, wer mit wem zusammenkommt - also nichts Ernstes, wodurch die Betroffenen verletzt werden würden.

Etwas enttäuschend war, dass kaum Beschreibungen über die Berge Rocky Mountains vorgekommen sind. Die landschaftlichen Begebenheiten rund um Independence, insbesondere bei Paulas Hof, wurden gelegentlich erwähnt, jedoch kaum der Anblick der Rockys. Ich bin aber nicht allzu unzufrieden damit, denn vielleicht kamen die gewünschten Beschreibungen in den bisherigen Bänden vor, die ich noch nicht gelesen habe.

Das Ende wartete dann mit einem Show-Down auf, der sehr spannend war. Bis zur letzten Minute des Geschehens habe ich gehofft und gebangt. Es gab auch viele Details, unter anderem mit der Journalistin Paige, deren optimale Auflösung ich mir bis zum Schluss nicht vorstellen konnte, die mich dann aber vollends überzeugen konnten.


Fazit:
„Rocky Mountain Kid“ ist eine tolle Geschichte, die mit einem wunderbaren Schreibstil erzählt wird. Die klitzekleinen Kritikpunkte stören kaum, sodass man sich in die Geschichte fallen lassen kann. Ich bin wirklich begeistert und werde die anderen Bände der Reihe auch noch lesen.
4,5 von 5 Sternen

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Für alle Tage, die noch kommen

Teresa Driscoll ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.09.2015
ISBN 9783426653715
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe dir ein paar Ratschläge versprochen, meine Tochter. Was die Menschen anbelangt, die du wirklich liebst, ist es sehr einfach. Du bekommst zurück, was du gegeben hast.
Elenaor, S. 155
 

Charaktere:
Melissa ist 25 Jahre alt. Sie hat einen Freund und ihr steht eine wichtige berufliche Entscheidung an. Melissa ist eher ein kühler Charakter, der
Max ist Melissas Vater und arbeitet an der Universität. Er hat den Tod seiner Frau Eleanor besser verarbeitet als Melissa und ist momentan single.
Eleanor ist Melissas Mutter und Max Ehefrau, die vor 17 Jahren an Krebs gestorben ist. Eleanor hat sehr gerne gebacken.
Sam ist Melissas Freund. Er war schon lange in Melissa verliebt, weshalb es für ihn der nächste Schritt ist, sie zu heiraten. Er ist sehr loyal und immer für seine Familie und auch Melissa da.

 
Meine Meinung
In „Für alle Tage, die noch kommen“ erzählt die Autorin die Geschichte von Eleanor, die mit Anfang 30 gestorben ist und eine Familie hinterlassen hat, von ihrer Tochter Melissa, die noch Jahre danach ihre Gefühle verleugnet und Eleanors Ehemann Sam, der seine große Liebe verloren hat. Als Eleanor weiß, dass ihr nicht mehr lange bleibt, gestaltet sie ein Buch, das Melissa bekommen soll, wenn sie erwachsen ist. Denn als Eleanor stirbt ist Melissa erst 8 Jahre alt. Um ihre wichtige Dinge mit auf den Weg zu geben und ihre erwachsenen Gedanken zu vermitteln, schreibt Eleanor dieses Buch. Darin sind Rezepte enthalten, die sie gerne gekocht hat, gemeinsame Erinnerungen an die Zeit des Kochens und ihre Gedanken und Gefühle bezüglich ihrer Krankheit und Melissa.

Dieses Buch wird von drei Protagonisten erzählt. Zunächst ist hier Melissa, die in der heutigen Zeit (2011) 25 Jahre alt ist, mit ihrem Freund Sam zusammenwohnt und von ihm einen Heiratsantrag bekam, den sie abgelehnt hat. Melissa erhält an ihrem Geburtstag überraschend einen Anruf eines Anwalts, der ihr ein Buch von ihrer Mutter gibt. Die Abschnitte dieses Buches werden auch teilweise abgedruckt. Hierdurch erzählt Eleanor, wie sie den Knoten in ihrer Brust entdeckt und die letzten Monate verbracht hat (1994). Während dieser Zeit ist das Rezeptbuch für Melissa entstanden. Als dritte Erzählperspektive dient Max. Max schildert hier hauptsächlich seine Ängste um Melissa und seine Beziehungen, die er momentan hat bzw. anfangen möchte. Wer von den Dreien die Geschehnisse erzählt und wann diese passieren, ist immer über dem Kapitel vermerkt. 

Teresa Driscoll kann die Charaktere in diesem Roman, wie deren Gefühle gut beschreiben. Trotzdem fand ich Melissas Gefühlslosigkeit störend. In ihren Kapiteln wurden kaum Empfindungen beschrieben, außer, dass sie wahnsinnig aufgewühlt und geschockt war, so ein Buch zu erhalten. Deshalb haben mir die Passagen ihrer Mutter Eleanor am besten gefallen. Hier war so viel Angst, ihre kleine Familie zurücklassen zu müssen, und Liebe ihrer kleinen Tochter gegenüber zwischen den Zeilen versteckt. In Max‘ Kapiteln war vor allem am Ende hin sehr viel Hin- und her zwischen seinen Gefühlen zu seiner Kollegin aber auch Zweifel, weil die letzte Beziehung mit einer Kollegin nicht funktioniert hat. Es hat mir gut gefallen, dass Max zwar traurig ist Eleanor verloren zu haben, aber trotzdem sein Leben weitergelebt und auch ein paar Beziehungen mit anderen Frauen geführt hat. Hier wären seine Zweifel vielleicht verständlicher gewesen, wenn er wegen Eleanor Gewissensbisse hätte, sodass sie nicht ganz so störend gewesen wären.

Der rote Faden vom Verlust der Mutter bzw. Ehefrau war im ganzen Buch über da. Kombiniert mit dem jetzigen Leben - 17 Jahre danach - ergibt dies eine schöne Geschichte über den Verlust eines geliebten Menschen und der Akzeptanz, dass eben dieser nicht mehr da ist. Manchmal waren mir aber ein paar Details zu viel, die zu weit von dem Thema des Buches abgeschweift sind. Deshalb hat es mich kaum interessiert, dass Max Angebetete einen Sohn hat der, typisch Teenager, momentan etwas schwierig ist. Auch ein Detail von Sams und Melissas gemeinsamen Urlaub zu Beginn des Buches wurde leider nicht mehr aufgegriffen. Die Probleme von Sams Bruder habe ich gerne gelesen, weil ich so Sam besser kennenlernen konnte und er mir dadurch sehr sympathisch wurde, trotzdem hätte man diese Szenen weglassen oder vielleicht sogar ausbauen sollen.

Das letzte Drittel des Buches hat mir besser gefallen, weil ich hier endlich mit der Protagonistin Melissa etwas warm wurde. Hier hat sie endlich etwas gefühlt und deshalb u. a. impulsiv gehandelt. Teresa Driscoll hat hier insbesondere einen Aspekt zu perfekt dargestellt. Zwar hat Melissa hier Verantwortung gegenüber ihren Gefühlen übernommen und sich gründlich überlegt, wie sie handeln soll, aber dies hat nicht wirklich zu ihrem bis dahin beschriebenen Charakter gepasst. Nichtsdestotrotz habe ich mit den Charakteren mitgelitten und mich gefreut, dass die Geschichte so gut für sie alle endet.


Fazit:
„Für alle Tage, die noch kommen“ ist ein gefühlvoller Roman, der über Melissa, Eleanor und Max erzählt. Eleanors Idee und ihr Geschriebenes im Rezeptbuch haben mir sehr gut gefallen. Auch das Zusammenwirken von der Vergangenheit (1994) bevor Eleanor starb und der jetzigen Zeit (2001), in der sich Melissa und Max weiterentwickelt haben, wurde gut aufeinander abgestimmt. Trotzdem haben mich einige Details, die von dem Verlust der Mutter bzw. der Ehefrau etwas abgelenkt haben, gestört. Auch das Ende war etwas zu perfekt, auch wenn es positiv für Mellissa und Max ausgefallen ist.

3,5 von 5 Sternen

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312 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

"solitaire":w=14,"jugendbuch":w=8,"alice oseman":w=6,"depression":w=5,"liebe":w=4,"freundschaft":w=4,"jugendroman":w=4,"teenager":w=4,"leben":w=3,"blog":w=3,"england":w=2,"schule":w=2,"jugendliche":w=2,"einsamkeit":w=2,"dtv":w=2

Solitaire

Alice Oseman ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.08.2015
ISBN 9783423761192
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt Tage, an denen ich mich gern mit Dingen beschäftige, die anderen Leuten egal sind. Das gibt mir das Gefühl, etwas Bedeutsames zu tun, vor allem deswegen, weil es sonst niemand tut.
Tori, S. 15

Charaktere:
Tori ist 16 Jahre alt und in der Oberstufe der Highschool. Sie hat kaum Interessen, bloggt aber für ihr Leben gerne. Tori ist unsozial, desinteressiert, abweisend und lügt, weil es ihr Spaß macht.
Becky ist Toris‘ beste und einzige Freundin. Sie hat einen Freundeskreis, in den sie Tori gerne mehr integrieren möchte. Becky ist liebenswürdig und ist ein typischer Teenager, der gerne auf Partys geht.
Charlie ist Toris Bruder, der seit Jahren mit ein paar Problemen zu kämpfen hat, aber ansonsten ein echt toller Kerl ist.
Michael hat vor kurzem die Schule gewechselt und trifft auf Tori. Er ist schräg, aber auf positiver Art und Weise. Mit jeder Seite habe ich ihn umso mehr gemocht.
Lucas ist ein ehemaliger Kindheitsfreund von Tori. Seit sie mit ca. 10 Jahren den Kontakt verloren haben, haben sie nicht mehr miteinander gesprochen. Als Lucas auf Toris‘ Schule wechselt möchte er die Freundschaft wieder aufleben lassen.

Meine Meinung:
Schnappt euch „zuckerfreie Zitronenlimonade“, lehnt euch zurück und viel Spaß mit meiner Rezension ;)

„Solitaire“ wird mittels der Ich-Perspektive aus Toris‘ Sichtweise erzählt, wodurch man die geballte Ladung ihres einzigartigen Charakters abbekommt. Trotzdem konnte ich bis zum Schluss nicht ihr Handeln nachvollziehen und verstehen, warum bzw. wie sie sich überhaupt fühlt. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das in der Ich-Perspektive geschrieben ist und so wenig über den Protagonisten preis gegeben hat.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr jugendlich und locker leicht. Hier kommt der Autorin Alice Oseman wohl zugute, dass sie den Roman mit 17 Jahren verfasst hat. Dadurch, und auch wegen der großen Schrift, konnte ich das Buch sehr schnell lesen.

Ich hasse es, wenn ich den/die Protagonist/in nicht leiden kann. Und hier war dies auch der Fall – und zwar sehr extrem. Das ist lustig, weil es wahr ist. Tori ist pseudo-deprimiert. Ich glaube, die Autorin wollte sie deprimiert darstellen, aber das ist ihr kaum gelungen. Tori hat nicht wirklich Probleme, also warum sollte sie depressiv sein? Außerdem hat ihr Bruder Charlie mit einigen Dingen zu kämpfen, die ihn sehr belasten. Also warum sollte sie die Deprimierte spielen, wenn sie weiß, dass ihr Bruder es tatsächlich ist? Weitestgehend konnte ich mir ihr Verhalten damit erklären, dass ihr alles egal ist und sie sich für kaum etwas interessiert. Aber irgendwie hat ihr noch freundliches Verhalten bei Gesprächen auch nicht zur typisch jugendlichen Null-Bock-Stimmung gepasst. Dann habe ich mir es damit erklärt, dass Tori unsozial ist und keinerlei Interesse an ihren Mitmenschen hat. Aber dies hat nicht hundertprozentig gepasst, da sie sich um Charlie wirklich sorgt und mit ihrem kleinen, ca. 10-jährigen, Bruder sehr oft spielt. Tori ist einfach unbeschreiblich und von allem etwas. Und dieses seltsame Verhalten hat mich so aufgeregt!  Als sie mehr mit Michael unternimmt, wurde sie zum Glück erträglicher, wobei diese Phase leider nicht sehr lang anhielt. Über das ganze Buch über hat sie sich nicht wirklich gebessert und verändert (nur kurzzeitig). Das ist lustig, weil es wahr ist.
Protagonisten machen oft eine Entwicklung durch, die zur Geschichte und zur Grundaussage passen, aber hier hat dies leider gefehlt. Ich denke, wenn es hier auch so gewesen wäre, hätte ich mich mit ihrem restlichen Verhalten im Buch zufrieden geben können. Das ist lustig, weil es wahr ist. Tori betreibt ziemlich intensiv einen Blog, den sie geheim hält und ihr noch näher ist als ihre beste Freundin und Familie. Hier hätte die Autorin Posts von dem Blog in das Buch einarbeiten sollen, vielleicht wäre mir Toris Verhalten dadurch verständlicher geworden.

Die Sache mit der geheimen Gruppe Solitaire machte mich anfangs total neugierig. Zwar machten diese einen eher kindischen Streich, aber die Aussage, dass sie durch ihre Aktionen gegen die Langeweile an der Schule vorgehen wollen, hat mein Interesse geweckt. Leider wurden die Aktionen immer gefährlicher und dämlicher. Die letzte Aktion zeugte von Naivität und brachte leider nicht den gewünschten Showdown. Wer hinter Solitaire steckt und warum die Aktion gestartet wurde, war dann leider auch keine Überraschung mehr, da man als Leser sehr bald auf die Möglichkeit kam. Das ist lustig, weil es wahr ist. Außerdem blieben viele Fragen offen: Was soll „Abwarten kann tödlich sein“ bedeuten? Was genau war mit Ben? Was ist mit Michaels Familie?

Fazit:
„Solitare“ erzählt über Tori, die pseudo-depressiv und desinteressiert ist, und über die gleichnamige Gruppierung, die der Langeweile auf der Highschool entgehen will. Die nervige Protagonistin, die dämlichen Aktionen, die am Schluss bestätigte Vermutung und viele offene Fragen trugen dazu bei, dass mir das Buch beim Lesen kaum Vergnügen bereitet hat. Da können total sympathische Nebencharaktere und ein sehr leichter Schreibstil leider auch nicht mehr viel Positives bewirken.

PS: Wem es zu viel „Das ist lustig, weil es wahr ist“ ist, sollte lieber die Finger von dem Buch lassen, ihr würdet euch sonst nur aufregen ;D

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