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19 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

steampunk, krimi, floodlands, ersticktesmatt, gesichtsanalyse

Ersticktes Matt (Floodlands 1)

Nina C. Hasse
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei null, 25.07.2016
ISBN B01J2MYUIO
Genre: Krimi und Thriller

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20 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

zombie, jugenbuch

Anyone Dies in Paradise

Laura Newman
Fester Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.08.2016
ISBN 9783741241277
Genre: Jugendbuch

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104 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

geister, london, geisterjäger, lockwood & co., jugendbuch

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 4 der Reihe Lockwood & Co.

Vier Monate ist es nun her, das Lucy Carlyle die Geisterjägeragentur Lockwood & Co. verlassen hat und nun als freiberufliche übersinnliche Ermittlerin arbeitet. Sowohl Anthony Lockwood, als auch Lucy selbst sind nicht wirklich glücklich mit der Entscheidung, Lucy jedoch hatte einen ganz bestimmten Grund dafür. Doch ein besonderer und sehr gefährlicher Fall lässt sie wieder zusammenarbeiten. Darüber hinaus kommen sie hinter ein großes Verbrechen, in dem eine der berühmtesten Institutionen Londons verwickelt ist. Zusammen mit Lucy gehen Lockwood & Co. der Sache auf den Grund - und finden bei ihren Nachforschungen Unglaubliches heraus...
Und auch anderswo versammeln sich unheimliche Kräfte - Ein kleines Dorf außerhalb Londons wird von einer mächtigen und bisher unbekannten Erscheinung heimgesucht. Lucy, Anthony, George und Holly ahnen noch nicht, welche Gefahr sie dort wirklich erwartet...

"Die Kälte, die der Geist wie die Schleppe eines Brautkleides hinter sich herzog, war immer noch zu spüren. Sie verlor sich in der Dunkelheit. Die Seitenwand des Sekretärs war mit einem Muster aus Eiskristallen überzogen, so kunstvoll wie allerfeinste Spitze."
-Seite 22, eBook

Auch im vierten Band hat Anthony Lockwoods kleine Agentur zur Bekämpfung und Erforschung übersinnlicher Phänomene wieder alle Hände voll zu tun. Da ist es gut, das Lucy für den aktuellen Fall als Beraterin zurückkehrt. Noch ahnen sie nicht, welche Ereignisse sie mit ihren Nachforschungen in Gang setzen...
Sehr schön ist hier, das wieder viele schon bekannte Charaktere dabei sind. Auch Lucys spezieller "Freund", der Wispernde Schädel im Geisterglas, spielt hier eine zentrale Rolle. Nur Lucy hat die spezielle Gabe, mit ihm zu kommunizieren. Die Dialoge sind manchmal wirklich zum Schmunzeln! Doch der Schädel hat Lucy schon so manches Mal mit entscheidenden Hinweisen geholfen. Gerade in dieser Sache bleibt es sehr spannend.
Auch die Aufträge haben es wieder in sich - noch unheimlicher, gefährlicher und spezieller als in den vorigen Bänden - eine gelungene Steigerung von Band zu Band. Wie gewohnt ist "Das Flammende Phantom" wieder aus Lucys Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Dieses passt sehr gut, man kann die Geschehnisse und unheimlichen Vorkommnisse sehr gut verfolgen.
Das Cover ist ebenfalls wieder ein Kunstwerk - schön und auffallend gestaltet passt es perfekt zu den drei Vorgängern.

"Wir sollen aufgeben?", fragte Lockwood ungläubig, dann tätschelte er Kipps gönnerhaft die Schulter. "So etwas gibt's bei Lockwood & Co. nicht". - Seite 120, eBook

Mein Fazit: Das vierte Abenteuer um die Agentur Lockwood und Co. hat wieder einiges zu bieten: Übersinnliche Phänomene, viele Geister und düstere Schauplätze - alles perfekt aufeinander abgestimmt mit einer schönen unheimlichen Atmosphäre. Die sympathischen Hauptprotagonisten erleben einiges, man lernt sie hier sogar noch etwas besser kennen. Geheimnisse werden gelüftet, es gibt einige spannende Entwicklungen. Wie schon seine Vorgänger ist auch Band 4 rundum gelungen. Sehr, sehr lesenwert!

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Tags: das flammende phantom, geister, jonathan stroud, jugendfantasy, lockwood & co., london   (6)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

mystery-thriller, kai meyer, fantasy, das zweite gesicht, phantastik

Das zweite Gesicht

Kai Meyer
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blitz, 27.11.2012
ISBN 9783898403498
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die schildernde Welt der Schauspielerei - und ihre dunklen Seiten...

Berlin in den 1920er Jahren: Die 24-jährige Chiara Mondschein reist zur Beerdigung ihrer Schwester Jula nach Berlin. Diese war einst eine gefeierte Schauspielern. Chiara, die viele Jahre keinen Kontakt zu Jula hatte, versucht nun, mehr über ihre ältere Schwester zu erfahren. Aufgrund der verblüffenden Ähnlichkeit wird ihr die Rolle in einem Film angeboten, für den zuvor Jula schon vor der Kamera gestanden hat. Zuerst unsicher, willigt Chiara schließlich ein. Schnell lernt sie neben der glänzenden Fassade auch die Schattenseiten der Schauspielwelt kennen. Schließlich gerät sie immer tiefer in eine gefährliche Spirale aus Drogen, Lügen und bizarren Veranstaltungen. Auch wenn sich ihr Leben immer mehr verändert, verliert sie eine Frage nicht aus den Augen: Was für ein Leben hat Jula wirklich geführt? Um dieses herauszufinden, lässt sie sich auf waghalsige Experimente ein. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Ein Mensch verschwindet und mysteriöse Ereignisse häufen sich...

"Als der Wagen sie vor der Pension absetzte, kam ihr ein schwarz gekleideter Pantomime entgegen. Auf sein weißes Gesicht war das Zifferblatt einer Uhr gezeichnet; die Zeiger standen auf kurz vor zwölf. Er tänzelte stumm um Chiara herum, betrachtete sie von allen Seiten mit ausdruckslosen Augen und lief dann auf spindeldürren Beinen weiter. Als er sich noch einmal zu ihr umschaute, war der große Zeiger auf Mitternacht vorgerückt." - Seite 53

Das zweite Gesicht ist eine fesselnde und sehr unheimliche Geschichte, in der Autor Kai Meyer den Leser in das Berlin der 20er Jahre entführt und damit einen interessanten Einblick in die damalige Zeit der Stummfilm-Ära gewährt. Im Mittelpunkt steht die junge Frau Chiara Mondschein, die immer mehr zum Schatten ihrer verstorbenen Schwester wird und so die ihr bis dahin unbekannte schillernde Welt der Schauspielerei kennenlernt - und auch deren dunklen Seiten. Vieles wird immer rätselhafter und bald muss sie sich fragen: Was ist wahr und was nur Einbildung? Neben Chiara gibt es noch weitere besondere und auch sonderbare Charaktere, wie beispielsweise der Drehbuchautor und Filmproduzent Felix Masken, der Jula einst zum Star machte. Immer mehr wird klar, dass er das ein oder andere dunkle Geheimnis zu haben scheint. Klasse beschrieben sind hier auch die vielen verschiedenen Schauplätze - ob es nun Julas extravagante Villa, Maskens speziell eingerichtetes Haus oder auch die Ateliers und Kulissen sind - alles wird wunderbar detailreich beschrieben. Über all dieses schwebt eine sehr düstere Atmosphäre, die die mysteriösen Geschehnisse sehr gut in Szene setzt.

Ich habe diesen besonderen Roman, der erstmals 2002 veröffentlicht wurde, nun zum zweiten Mal gelesen. Diesmal in der signierten und nummerierten Sonderausgabe, die 2013 im Blitz-Verlag erschienen ist, limitiert auf 666 Exemplare. Diese enthält auch noch umfangreiches Bonusmaterial: Neben einem aussagekräftigen Vorwort von Regisseur Dominik Graf gibt es im Anhang noch einen sehr interessanten und ausführlichen Bericht zu der Entstehung des Romans, verfasst von Hanka Joebke und einen kleinen Einblick in die Phantastik der 1920er Jahre.

"Jetzt aber, für einen Moment, wurde das ganze Gebäude aus Schein und falschen Träumen transparent, und was sie sah, flößte ihr solche Furcht ein, dass sie beinahe in die Knie ging." - Seite 125

Mein Fazit: Ein ganz besonderer und außergewöhnlicher Roman, der eine gute Mischung aus Mystery-Thriller, etwas Horror und Phantastik ist. Sehr gelungen ist hier die unheimliche Atmosphäre, die sich schon von Beginn an durch den ganzen Roman zieht. Genau wie Asche und Phönix und Phantasmen gehört dieses Buch eher zu Kai Meyers düsteren Romanen. Das zweite Gesicht ist bisher das außergewöhnlichste Buch, was ich von dem Autor gelesen habe, eben weil es sich so von seinen anderen Romanen unterscheidet. Auch wenn manche Abschnitte nicht ohne sind, ist ihm hier ein sehr gutes Werk gelungen. Sehr packend und leseswert!

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Tags: das zweite gesicht, fantasy, kai meyer, mystery-thriller, phantastik   (5)
 

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283 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 11 Rezensionen

london, krimi, vermisst, england, thriller

Die letzte Spur

Charlotte Link
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 13.10.2014
ISBN 9783442383719
Genre: Krimi und Thriller

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177 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

usa, roadtrip, genie, vater, las vegas

Fast genial

Benedict Wells
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.04.2013
ISBN 9783257241983
Genre: Romane

Rezension:

Ein abenteuerlicher Road-Trip durch die USA...

Der fast achtzehnjährige Francis Dean lebt zusammen mit seiner Mutter in einem Trailerpark am Stadtrand von Claymont. Nach der Scheidung von seinem Stiefvater geht es bei den beiden bergab, seine Mutter wird psychisch krank. Als diese schließlich in eine Klinik eingewiesen wird, offenbart sie Francis, dass sein leiblicher, ihm unbekannter Vater ein Genie ist. Fest entschlossen, seinen Erzeuger kennen zu lernen, macht sich Francis auf die Suche nach dem Mann. Auf ihn wartet ein abenteuerlicher Road-Trip quer durch die USA, der schließlich zum Abenteuer seines Lebens wird. Von dieser Reise, die er nicht allein antritt, erhofft er sich vieles, vielleicht sogar ein besseres Leben. Was erwartet ihn wirklich an der Westküste?

"Es gab diese Momente im Leben, in denen alles einen Sinn bekam und in denen man von einer auf die andere Sekunde wusste, was man zu tun hatte. Francis sah die Dinge nun klar: Er musste seinen Vater finden. Alles würde sich ändern, wenn er ihn traf." - Kapitel 2, NEW YORK

Nach Vom Ende der Einsamkeit ist das mein zweites Buch von Benedict Wells. Hier geht es um einen Teenager, der plötzlich erfährt, wer sein Vater ist und welche Geschichte hinter alldem steckt. Fest entschlossen, diesen Mann kennen zu lernen, macht er sich auf eine weite Reise...
Bevor Francis sich auf den abenteuerlichen Road-Trip begibt, lernt man ihn und sein derzeitiges Leben kennen. Sehr schnell wird klar, dass seine Mutter und er es nicht immer leicht hatten. Man merkt, das Francis seine Mutter trotz allem liebt und sich um sie kümmert, gleichzeitig wird auch klar, dass er große Angst vor der Zukunft hat und vielleicht für immer im Trailerpark leben wird. Dieses wird sehr detailreich und verständlich beschrieben. Auch die weiteren Protagonisten -alle sehr unterschiedlich- lernt man sehr gut kennen, auch sie haben Sorgen und Ängste. Der Road-Trip selbst ist spannend, niemand weiß, was Francis und seine Freunde an der Westküste wirklich erwartet. Es wird schließlich ein Abenteuer mit Höhen und Tiefen...

"Die Sonne schien ihm ins Gesicht, eine leichte Brise kam auf. Er ahnte, dass das ein glücklicher Moment in seinem Leben war, und blickte in die Weite des pazifischen Ozeans." - Kapitel 4, SAN FRANCISCO

Mein Fazit: Ein interessanter und unterhaltsamer Roman, der zugleich spannende als auch traurige Momente hat. Die Geschichte, die meist sehr abenteuerlich ist, lässt sich flüssig lesen und überrascht mit einem packenden und sehr ungewöhnlichen Ende. Einzig im Mittelteil der Handlung gab es kleine Schwächen, einige Szenen wirkten etwas verloren und fehl am Platz. Alles in allem ist es aber ein gutes und lesenswertes Buch.

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Tags: amerika, benedict wells, fast genial, roman   (4)
 

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515 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 109 Rezensionen

einsamkeit, liebe, verlust, tod, familie

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

Rezension:

Das Überwinden von Einsamkeit und Verlust

Jules und seine beiden älteren Geschwister Marty und Liz wachsen behütet auf. Doch ihre schöne Kindheit endet schlagartig, als ihre Eltern bei einem tragischen Unfall ums Leben kommen. Schließlich kommen die Geschwister, die schon immer grundverschieden waren, auf ein Internat. Doch jedoch entfremden sie sich noch weiter voneinander und verlieren sich schließlich aus den Augen. Bei jedem von ihnen hat der viel zu frühe Tod der Eltern tiefe Spuren hinterlassen und jeder versucht anders, den Verlust zu verarbeiten. Im Internat lernt der verträumte Jules schließlich das geheimnisvolle Mädchen Alva kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft, erst viel später wird er sich seiner Gefühle bewusst und erfährt, was sie ihm bisher verschwiegen hat. Erst als Erwachsene begegnen sich die einst so guten Freunde wieder...
Ebenfalls als Erwachsene kreuzen sich die Wege der Geschwister erneut - inzwischen führt jeder sein eigenes Leben mit Höhen und Tiefen. Doch die Vergangenheit holt Jules, Marty und Liz gleichermaßen wieder ein. Finden die drei nach langer Zeit wieder einen gemeinsamen Weg?

" Wie ein sich ausbreitender Riss nahmen meine Ängste zu. Ich begann, mich vor dem Dunkeln fürchten, vor dem Tod, vor der Ewigkeit." - Seite 55

Benedict Wells hat hier eine sehr einfühlsame Geschichte geschrieben, die man, einmal angefangen, nur sehr schwer wieder aus der Hand legen kann. Im Mittelpunkt stehen drei Geschwister, die durch den plötzlichen Tod der Eltern mitten aus ihrer behüteten Kindheit gerissen werden - jeder geht anders mit dem Schicksalsschlag um. Das Buch ist aus Sicht des jüngsten Bruder Jules geschrieben, der als Erwachsener seine Vergangenheit Revue passieren lässt. Er erzählt, wie sein Leben und das seiner Geschwister verlaufen ist, das vom schmerzhaften Verlust der Eltern geprägt ist. Auch das geheimnisvolle Mädchen Alva, dass er im Internat kennen gelernt hat, spielt in seinen nächsten Lebensjahren eine zentrale Rolle. An vielen Stellen wird es traurig, doch gerade diese, manchmal sensiblen Situationen werden sehr gut wiedergegeben. Gerade bei Jules ist das Überwinden von Einsamkeit und Verlust ein großes Thema.

"Zu Hause erwartete mich Stille, ein mir seit Jahren vertrautes Geräusch." -Seite 162

Die Charaktere sind hier sehr gut beschrieben, wie sie denken, fühlen, handeln - alles ist hier sehr gut beschrieben. Der Schreibstil und die Erzählweise sind unheimlich gelungen.

"Dann sieht er zu mir und lächelt plötzlich. Es ist ein schönes, seltenes Lächeln, hintergründig und fast ein bisschen weise. Ein Lächeln, mit dem er alles retten kann." -Seite 347

Mein Fazit: Vom Ende der Einsamkeit ist ein sehr besonderes und tiefgründiges Buch. Es ist eine schöne, sehr berührende und traurige Geschichte - jedoch lässt sie den Leser nicht völlig traurig zurück. Benedict Wells findet die richtigen Worte zum Thema Einsamkeit und Verlust, aber auch eine große Liebesgeschichte hat hier ihren Platz. Es war mein erstes Buch von dem Autor -  und sicherlich nicht mein Letztes. Ein sehr gelungener Roman, der durch seine besondere Schreibweise überzeugt.

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Tags: benedict wells, roman, vom ende der einsamkeit   (3)
 

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181 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

thriller, island, yrsa sigurdardóttir, mord, krimi

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ungeahnte Verknüpfungen...

Eine junge Mutter wurde mitten in der Nacht in ihrem Haus in Reykjavik brutal ermordet. Die einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter Margrét, die sich unbemerkt verstecken konnte. Doch das Mädchen ist seitdem verschlossen. Kommissar Huldar, dem der Fall übertragen wurde und zum erstem Mal eine Ermittlung leitet , ist erschüttert und fest entschlossen, den Täter so schnell wie möglich zu fassen. Als jedoch wenig später eine weitere Frau auf ähnlich schreckliche Weise ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Um mehr von der sensiblen Margrét zu erfahren, wird die Psychologin und Leiterin eines Kinderhauses hinzugezogen. Für Huldar ein weiteres Problem - mit Freyja hat er einst eine Nacht verbracht und sich ihr als Zimmermann vorgestellt. Doch um dem Mörder auf die Spur zu kommen, müssen Freyja und Huldar zusammen arbeiten. Was hat das siebenjährige Mädchen wirklich mitbekommen?
Währenddessen stößt der Hobbyfunker Karl auf einen isländischen Funksender, der kryptische Botschaften zu den beiden Opfern hinterlässt. Als er beschließt, der Sache selbst auf den Grund zu gehen, gerät er unwissentlich in große Gefahr...

"Irgendwie lag etwas Unheimliches in der Luft, wirkte das gräuliche Winterlicht düsterer als bei den benachbarten Häusern. Aber natürlich bildete sie sich das nur ein. Sie schüttelte das unbehagliche Gefühl ab, steckte den Schlüssel in die Jackentasche und atmete ruhig aus." -Seite 108

Bei dem neuen Thriller der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttir fällt schon das spezielle Cover direkt ins Auge: Schlicht gehalten, doch über Namen und Buchtitel prangen zwei Streifen silbernes Klebeband - mit Blutspritzern. Und dieses spielt in dem Roman eine zentrale Rolle...
Die Handlung ist gut aufgebaut, man lernt die Charaktere sehr gut kennen. Im Mittelpunkt stehen Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja, die sich vor den Ermittlungen schon mal begegnet sind. Neben der spannenden Suche nach dem Mörder und dessen Beweggründe erfährt man auch einiges aus dem Privatleben der beiden. Hier wird gut zwischen ruhigen und rasanten Abschnitten gewechselt - so bleibt die Spannung auf den gesamten 480 Seiten gut erhalten. Schon der Prolog ist geheimnisvoll.

"Keiner von beiden nahm war, dass sich im Garten auf der Rückseite des Hauses etwas regte. Dort war jemand, der sich tiefer in den Garten zurückzog und schließlich in der Dunkelheit der Nacht verschwand." -Seite 293

Mein Fazit: Ein sehr guter Thriller. Es ist sehr spannend zu verfolgen, wie sich die einzelnen Puzzleteile am Ende zusammen setzen - dort warten einige Überraschungen! Als Leser kann man fleißig mit rätseln, was es mit den Morden auf sich hat und wer hinter alldem steckt. Bis auf wenige Stellen, wo die Geschichte vom eigentlichen Geschehen etwas abschweift, ist dieses Buch ein wirklich gelungener Thriller, besonders weil alles ganz anders kommt als gedacht...Ich vergebe 4,5 Sterne.

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17 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

buchhandlungen, torsten woywod, in 60 buchhandlungen durch europa, reise, reisebericht

In 60 Buchhandlungen durch Europa

Torsten Woywod
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 11.10.2016
ISBN 9783959100731
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Buchhandlungen machen jede Stadt ein bisschen schöner und jeden Tag ein bisschen besser" - Seite 6

Buchhandlungen waren schon immer wunderschöne Orte - sie strahlen oft eine ganz eigene und magische Atmosphäre aus. Auch für den Buchhändler Torsten Woywod sind Buchhandlungen schon immer etwas ganz Besonderes gewesen. Und so brach er im Sommer 2015 zu einer ganz besonderen Reise auf: Mit seinem ganzen Jahresurlaub und einem Europa-Interrail-Ticket im Gepäck machte er sich auf den Weg und besuchte die schönsten und außergewöhnlichsten Buchhandlungen Europas. In den vier Wochen besuchte er zwölf Länder und legte über elftausend Kilometer zurück. Insgesamt besuchte er über sechzig Buchhandlungen, von denen jede einzelne eine ganz besondere Geschichte zu erzählen hat.

"Ich liebe Buchhandlungen."
- mit dieser Liebeserklärung beginnt der besondere Reisebericht von Torsten Woywod, der seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat. Der gelernte Buchhändler erfüllte sich mit dieser Reise einen ganz besonderen Traum und lässt uns mit diesem Buch an seiner Reise teilhaben. Diese konnte man bereits auf seiner Facebook-Seite "Around the World in 100 Bookshops" verfolgen, wo er während seiner Reise immer wieder tolle Fotos postete. Da ich, wie viele andere Buchliebhaber auch, eine Vorliebe für schöne und außergewöhnliche Buchhandlungen habe, habe ich die Website mit großem Interesse verfolgt. Daher habe ich mich besonders gefreut, dass es nun ein Buch dazu gibt. Dieses listet nochmal alle besuchten Länder, Städte und Buchhandlungen von Torsten Woywod auf, er erzählt ausführlich von seinen Erlebnissen der Reise. Was mir besonders gut gefallen hat, sind die ausführlichen Beschreibungen der Buchhandlungen. Gerade wenn kein Foto davon vorhanden ist, kann man sich diese sehr gut bildlich vorstellen.

"Was von außen zunächst einmal wie eine große gotische Kirche aussieht, die mit ihren haushohen Fenstern und den kupferroten Backsteinen zufrieden in der Mittagssonne schlummert, entpuppt sich beim Betreten als Eintausend-Quadratmeter-Buchhandlung, die wahrhaft ihresgleichen sucht."
(Buchhandlung "Waanders in de Boeren", Niederlande) -Seite 30

Natürlich gibt es auch viele Fotos in diesem Band, die den Leser oft in Staunen versetzen. Man möchte am liebsten sofort die Koffer packen und hinreisen. Neben seinen persönlichen Eindrücken listet Woywod auch immer wieder interessante Fakten zu den verschiedenen Orten auf. Hier hat wahrlich jedes Haus eine eigene Geschichte. Sehr schön ist auch das Vorwort von Autor Benedict Wells, der ebenfalls eine Leidenschaft für Buchhandlungen hat.

"Der Raum ist schwarz gehalten und ähnelt einer Lounge, was durch die rot bespannten Chesterfield-Sofas an der hinteren Wand unterstrichen wird. Das eigentliche Highlight sind jedoch die über fünfhundert Bücher, die von der Decke herabhängen und dafür sorgen, dass man sich beim Betreten des Raumes wie unter einem Himmel voller Bücher fühlt." (Buchhandlung "Cook and Book", Belgien) - Seite79

Mein Fazit: Ein wundervolles Buch, bei dem jeden Buchliebhaber sofort das Fernweh packt! Sehr interessant voller beeindruckender Orte, schön geschrieben mit vielen gut recherchierten Hintergrundinfos. Das ideale Buch für jeden, der in Buchhandlungen ganz besondere Orte sieht. Und natürlich ist dieses Buch auch ein guter, buchiger Reiseführer. Sehr lesenswert.

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Tags: buchhandlungen, in 60 buchhandlungen durch europa, reisebericht, torsten woywod   (4)
 

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168 Bibliotheken, 13 Leser, 7 Gruppen, 14 Rezensionen

horror, roman, haus, usa, labyrinth

Das Haus

Mark Z. Danielewski , Christa Schuenke , Olaf Schenk
Flexibler Einband: 797 Seiten
Erschienen bei btb, 19.10.2009
ISBN 9783442739707
Genre: Romane

Rezension:

Ein Haus, das ein Eigenleben führt...

Johnny Truant hatte es nicht immer leicht im Leben. Doch dieses ändert sich nochmal schlagartig, als der sonderbare alte Mann namens Zampanò stirbt. In dessen Nachlass findet Johnny etwas , das viel größer ist, als er zunächst ahnt: Unmengen an Seiten, Karten und Schnipsel - alles eng beschrieben. Denn Zampanò hat an einem Projekt gearbeitet, dem er den Namen Der Navidson Record gegeben hat. Eine Art Dokumentarfilm, das ein mysteriöses und unaussprechliches Geheimnis birgt. Der preisgekrönte Fotojournalist Will Navidson, der einst den Pulitzer Preis erhielt, zieht mit seiner Familie in ein neues Haus. Schon bald merkt er, dass dieses über besondere Eigenschaften verfügt - das Haus verfügt über Räume, die nicht im Grundriss verzeichnet sind. Anfangs ahnt Navidson noch nicht, in welchen Albtraum er geraten wird. Bei einer ersten Erkundung gerät er in Lebensgefahr. Schließlich zieht er Spezialisten hinzu und beginnt, die mysteriösen Ereignisse und das seltsame Eigenleben des Hauses filmisch festzuhalten...

"Das Ganze hier, nehmen Sie es einfach nur als das, was es ist. Und falls Sie irgendwann einmal zufällig an diesem Haus vorbeikommen sollten, bleiben Sie nicht stehen, gehen Sie auch nicht langsamer, sondern laufen Sie einfach weiter. Da ist nichts. Seien Sie vorsichtig." -Seite 5

Schon lange wollte ich dieses außergewöhnliche Debüt lesen. Außergewöhnlich und sehr speziell ist dieses Buch in der Tat: Die Story besteht aus verschiedenen Sichtweisen und Erzählebenen. Sozusagen eine Geschichte in der Geschichte. In der Einleitung lernen wir zunächst Johnny Truant kennen, der in einer unheimlichen Art und Weise berichtet, wie er im Nachlass des verstorbenen Mannes Zampanò dessen Mammutprojekt namens Der Navidson Record entdeckt. Dieses ist eine Art Dokumentation, auf vielen Seiten festgehalten über ein Haus, dass ein schlimmes Geheimnis birgt... Im Laufe der Handlung erfährt man mehr über den eigenbrötlerischen Zampanó, der das Verhalten Will Navidsons und die Veränderungen des Hauses bis ins kleinste Detail durchleuchtet und analytisch festhält. Dem zugrunde liegen die Videoaufnahmen von Navidson. Die zentrale Geschichte dieses Romans bildet dann Zampanòs Aufzeichnungen - bestehend aus unzähligen Fußnoten und Kommentaren von Johnny Truant, dessen Erlebnisse ebenfalls fortgeführt werden. Im ersten Moment etwas kompliziert, doch wenn man sich erst mal eingelesen und sich an den Stil gewöhnt hat, ist das Buch sehr gut verständlich.
Nicht nur die Geschichte sondern auch deren Gestaltung ist speziell: Die Schriftarten ändern sich, Seiten, die spiegelverkehrt geschrieben sind. Manche Seite sind nur mit einem Wort bedruckt, andere sind eng beschrieben. Ein wahrlich sonderbares Leseabenteuer. Dennoch gerät durch die vielen Verschachtelungen, die eigentliche Geschichte um das Haus, das ein Eigenleben führt, in den Hintergrund. Dieses finde ich sehr schade, da gerade diese Abschnitte die Besten im ganzen Buch waren. Die vielen Unterbrechungen und analytischen Abschweifungen zerstören die gerade aufgebaute Spannung, zudem werden die eingestreuten Sichtweisen von Johnny Truant auf die Dauer etwas nervig.

"Das Zuhause der Navidsons war während ihrer Abwesenheit zu etwas anderem geworden, und wenn die Veränderung auch nicht unbedingt unheilvoll oder gar bedrohlich war, so hatte sie dennoch jedes Gefühl von Sicherheit oder Wohlbehagen zerstört." -Seite 36

Mein Fazit: Dieses Buch ist wohl das außergewöhnlichste, welches ich bisher gelesen habe. Es ist schon beeindruckend, was der Autor hier erschaffen hat. Leider konnte es mich nicht ganz überzeugen. Die Idee von einem Haus, dass sich verändert, ist perfekt und hätte als "Solo-Story" einen klasse Horror- bzw. Mystery-Roman abgegeben. Mir war das ganze Drumherum zu viel, die Spannung wird zerstört, es wird etwas langweilig. Die innere Gestaltung des Buches ist allerdings etwas ganz besonderes mit seinen vielen Schreibarten, kreuz und quer beschriebenen Seiten, usw. Dieses Spezielle hat mir gut gefallen. Dieses Werk ist eine echte Herausforderung für das man sich Zeit nehmen sollte. Man kann es nicht mal eben nebenbei lesen und muss sich wirklich darauf einlassen.
Mich konnte es leider nicht ganz überzeugen, weil es einfach viel zu überladen ist. Ich vergebe hierfür zwei Sterne. Schade.

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Tags: das haus/house of leaves, der navidson record, mark z. danielewski, roman   (4)
 

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29 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gilmore girls, serie, für zwischendurch, stars hollow, lustiges

Gilmore Girls - 100 Seiten

Karla Paul
Flexibler Einband
Erschienen bei Reclam, Philipp, 11.11.2016
ISBN 9783150204450
Genre: Sachbücher

Rezension:

Gilmore Girls - Ein Blick hinter die Kulissen

Gilmore Girls ist eine amerikanische Fernsehserie, die die Herzen von Millionen Zuschauern im Sturm erobert hat. Die Story: Lorelai Gilmore wird mit 16 Jahren ungeplant schwanger, überwirft sich mit ihren Eltern und zieht mit ihrer kleinen Tochter in das beschauliche Städtchen Stars Hollow, wo sie sich ein neues Leben aufbaut. Die Serie beginnt 16 Jahre später, als Lorelais fleißige Tochter Rory die Möglichkeit bekommt, eine angesehene Privatschule zu besuchen. Da Lorelai sich die hohen Gebühren aber nicht leisten kann, bittet sie ihre Eltern um Hilfe. Diese übernehmen gerne die Studiengebühren für ihre Enkeltochter - im Gegenzug möchten sie aber wieder enger an Lorelais und Rorys Leben teilhaben. Daher verlangen sie, das Tochter und Enkeltochter ab sofort jeden Freitag zum Abendessen kommen - der Trubel ist vorprogrammiert.

So beginnt die Serie, die in bisher 7 Staffeln und 153 Episoden so manches zu bieten hat. Die mit Spannung erwartete 8. Staffel, die aus 4 Folgen mit je 90 Minuten besteht, wird ab dem 25. November 2016 auf Netflix ausgestrahlt. In diesem schönen Buch wirft Karla Paul einen Blick hinter der Kulissen der so besonderen Fernsehserie. Während des Lesens merkt man, dass es ein richtiges Herzensprojekt ist. Karla erzählt, wie sie die Gilmore Girls kennen und lieben gelernt hat und diese schließlich Teil ihres Lebens wurden.

"Die Gilmore Girls sind ein Zufluchtsort, ein Ort ohne größere Sorgen (wenn Kirk nicht mal wieder vergisst die Ostereier einzusammeln), mit liebevollen Menschen in bunt gestrichenen Holzhäusern und einem Café, in dem immer ein Platz mit einem Stück Kuchen für den Zuschauer frei ist." - Seite 4

Neben interessanten Fakten zur Entstehung der Serie und dem Stammbaum der Familie Gilmore werden in diesem Buch auch Fragen beantwortet, die man sich schon immer gestellt hat, u.a. wie viele Jobs Kirk in den 7 Staffeln wirklich hatte und welche Stadt als Vorlage für das fiktive Stars Hollow diente. Besonders gefallen hat mir die Vorstellung aller wichtigen Personen: Man erfährt nicht nur alles über die schon bekannten Rollen, sondern auch etwas zu den Schauspielern hinter den Figuren und deren Projekte außerhalb von Gilmore Girls.

Doch ich möchte nicht zu viel verraten. Auf den unheimlich gut recherchierten 100 Seiten erfährt man alles wichtige, auch einiges, dass den ein oder anderen eingefleischten Gilmore Girls-Fan doch noch überrascht. Was mir als Buchliebhaberin natürlich auch noch sehr gut gefallen hat, ist die Auflistung der über 300 ins Deutsche übersetzten Bücher, die in den 7 Staffeln erwähnt werden.

"Literatur spielt in der Serie eine mindestens ebenso große Rolle wie die Liebe zu viel Kaffee und Fast Food. Sie verbindet Rory mit ihrem belesenen Großvater sowie dem wilden Jess, und ihre Bücher sind in fast jeder Folge zu sehen." - Seite 55

Mein Fazit: Gilmore Girls. 100 Seiten ist das perfekte Buch für alle Fans der Serie - und solche, die es werden wollen. Ich habe dieses sehr schön geschriebene Werk mit großer Begeisterung gelesen und musste bei vielen von Karlas Ansichten nicken, weil ich ganz ihrer Meinung bin. Man merkt an dem Schreibstil und der sehr guten Recherche, dass es ein echtes Herzensbuch ist - und genau das macht es so besonders. Sehr schön, interessant und lesenswert!

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Tags: gilmore girls, gilmore girls. 100 seiten, karla paul, serie   (4)
 

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endzeit, justin cronin, dystopie, vampire, fantasy

Die Spiegelstadt

Justin Cronin , Rainer Schmidt
Fester Einband: 992 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 31.10.2016
ISBN 9783442311804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band 3 der Passage-Trilogie

Nach einem dramatischen Finale ist die hundertjährige Schreckensherrschaft der Zwölf nun zu Ende. Die Zwölf waren einst Schwerstkriminelle, die durch ein Virus zu unsterblichen Wesen wurden, zu Kreaturen der Dunkelheit. Durch ein Experiment, das entsetzlich schiefgelaufen ist, fielen sie über die Welt her und wurden zu den Todfeinden der Menschen. Doch nun sind sie und ihre Nachkommen vernichtet, langsam trauen sich die Überlebenden, die bis dahin in eng ummauerten, streng abgeriegelten Zufluchten gelebt haben, in Freie. Sie fassen neuen Mut, wollen die in Trümmern liegende Welt wieder aufbauen, siedeln sich in neuen Gebieten an, hoffen auf eine bessere Gesellschaft.
Doch nur wenige ahnen, dass es noch nicht vorbei ist. In einer fernen, längst verlassenen Metropole lebt Zero. Er ist der Eine, der Erste und der Vater der Zwölf, der das Ursprungsvirus in sich trägt. In einem Leben lange vor diesem war er ein angesehener Wissenschaftler, der aus bestimmten Gründen nach Rache sinnt. Sein Ziel: Die endgültige Vernichtung der Menschheit. Seine Truppen sind zahlreich und bald bereit.
Die einzige Hoffnung für die Menschheit ist Amy - das Mädchen von Nirgendwo. Nur sie ist Zero wirklich ebenbürtig . Schließlich rüsten sich die Mutigen für den alles entscheidenden Kampf - der Kampf in dem es um ALLES geht...

"Der weite Bogen der menschlichen Geschichte näherte sich der letzten Prüfung. Wann die Stunde kommen würde, konnte man nicht wissen, aber sie würde kommen, und es wäre die Stunde der Krieger." - Seite 47

Diese Inhaltsangabe ist nur ein kleiner Einblick in das umfangreiche, fast eintausend Seiten umfassende Werk. Mit der Spiegelstadt, dem schon lang ersehnten Finale der Passage-Trilogie hat Justin Cronin sich nochmal selbst übertroffen. Da zwischen dem letzten Band Die Zwölf und diesem fast vier Jahre liegen, hatte ich im Vorfeld leichte Bedenken, dass man vielleicht nicht sofort wieder in die Geschichte rein findet. Doch diese Bedenken waren grundlos: Der Prolog ist nicht nur sehr besonders geschrieben, sondern listet auch alle wichtige Details aus den beiden Vorgängern auf. In den ersten Kapiteln gibt es auch immer wieder hilfreiche Rückblicke, sodass man ohne Probleme sofort wieder mitten in der Geschichte ist.

"Die Welt war real, und man war in ihr, hatte kurz dazugehört, aber immerhin dazugehört, und wenn man Glück hatte - und vielleicht sogar, wenn man keins hatte -, würden die anderen sich an das, was man aus Liebe getan hatte, erinnern." -Seite 83


Neben dem Wiedersehen mit vielen bekannten Charakteren und einen genauen Einblick in deren aktuelle Lebenssituationen, gibt es auch einige neue Protagonisten, die hier eine größere Rolle spielen. Zudem lernen wir auch Zero genauestens kennen -der Vater der vernichteten Zwölf- der vor über hundert Jahren noch ein ganz normaler Mensch und berühmter Wissenschaftler war. Man erfährt was hinter seiner Wut und dem Rachedurst steckt.

"Stadt der Erinnerungen. Stadt der Spiegel. Bin ich allein? Ja und nein. Ich bin ein Mann mit vielen Nachkommen. Sie liegen im Verborgenen." - Seite 326

Auch der Schreibstil ist wieder beeindruckend. Zwischendurch wird es mal leicht poetisch, dann wieder sehr detailreich, dann wieder schnell, dramatisch und packend. Eine sehr gute Mischung. Sowohl Orte, einzelne menschliche Schicksale und auch alles Weitere wird sehr gut wieder gegeben. Die Handlung ist groß und umfassend, aber nicht unübersichtlich. Obwohl man durch den Klappentext schon einen guten Einblick bekommt, hält dieses Werk einiges an Überraschungen bereit, Sachen womit man überhaupt nicht rechnet. Lasst euch überraschen...
Sehr gut gefällt mir auch das Cover. Mit dem schönen, dunklen Blau und dem Mädchen ist es perfekt gestaltet - genau so stellt man sich Amy vor.

"Er fühlte, wie die Luft sich veränderte. Alles um ihn herum schien innezuhalten. Aber im nächsten Moment erregte etwas seine Aufmerksamkeit - ein Rascheln, hoch oben in einem Pecanbaum am Waldrand. Was sah er da? Vögel waren es nicht; die Bewegung war zu stark." - Seite 534

Mein Fazit: Um es mit den Worten von Stephen King zu sagen: Ein grandioses Finale!
Die lange Wartezeit auf das große Abschlusswerk hat sich mehr als gelohnt. Hier wird es noch einmal richtig spannend, es gibt natürlich ein Wiedersehen mit der liebgewonnenen Heldin: Amy, das Mädchen von Nirgendwo, das tausend Jahre lebte. Der Schreibstil ist locker und sehr verständlich, es wird packend, dramatisch mit unvorhersehbaren Wendungen und einem wahrlich großen Finale! Ein echtes Meisterwerk, dass auf jeden Fall zu meinen Highlights des Jahres gehört. Ganz großes (Lese-)Kino!

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Tags: die spiegelstadt, dystopie, endzeit, justin cronin, passage-trilogie, roman   (6)
 

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300 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

thriller, hamburg, darknet, anonym, internet

Anonym

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.09.2016
ISBN 9783805250856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein anonymes Voting, das tödlich enden kann...

Der erste Fall für Kriminalhauptkommissar Oliver Buchholz und seiner neuen Kollegin Nina Salomon hat es in sich: Auf einem Hamburger Fabrikgelände wird eine schlimm zugerichtete Leiche gefunden. Schnell erfahren sie, dass hinter dem entsetzlichen Mord eine Website mit dem Namen "Morituri" steckt - ein Forum, das ein grausames Spiel treibt: Die Mitglieder können Kandidaten auf eine Liste setzen für die dann abgestimmt wird - dem Gewinner winkt der Tod. Trajan, der Admin der Seite, ist sich seiner Anonymität sicher und glaubt, dass die Polizei ihm niemals auf die Spur kommen wird - denn seine Seite liegt im Darknet, einem nur sehr schwer zugänglichen Bereich im Internet. Für das LKA ist es ein Wettlauf gegen die Zeit, denn schon bald sollen neue Personen zur Wahl gestellt werden.
Buchholz und Salomon -zwei Personen wie sie unterschiedlicher nicht sein können- geraten bei ihren Ermittlungen zwar immer mal wieder aneinander, doch gemeinsam suchen sie fieberhaft nach einer Spur - doch Trajan ist ihnen immer einen Schritt voraus. Währenddessen findet "Morituri" immer mehr Zulauf und nimmt schreckliche Ausmaße an...

"Ich starre auf den Bildschirm. Die Mitgliederzahl des Forums erhöht sich stetig, vor meinen Augen, und das Bewusstsein, dass wir dem machtlos gegenüberstehen, weckt in mir den Wunsch, etwas kaputt zu machen. Vielleicht Buchholz' merkwürdige Designer-Schreibtischlampe, die aussieht wie ein sich im Wind blähendes chromfarbenes Segel." - (Nina Salomon) Seite 49

Der neue gemeinsame Thriller von Ursula Poznanki und Arno Strobel hält, was er verspricht. Schon auf den ersten Seiten wird es spannend. Kriminalhauptkommissar Oliver Buchholz, immer korrekt gekleidet und stets darauf bedacht, einen guten Eindruck zu machen, trifft erst am Tatort auf seine neue Kollegin Nina Salomon, die aus Bremen nach Hamburg versetzt wurde. Und sie ist das genaue Gegenteil von ihm: Lässig gekleidet, wird schnell mal etwas lauter und nimmt kein Blatt vor dem Mund. Genau das macht die gemeinsamen Ermittlungen hier sehr interessant: Denn auch wenn ihre Meinungen bei Ermittlungsvorgängen manchmal etwas auseinander gehen, so werden sie doch nach und nach zu einem guten Team. Denn der Fall hat es in sich: Eine Website, tief verborgen im Darknet, auf der man Personen für einen Mord nominieren kann. Sie können nicht ahnen, wie dramatisch sich die Sache noch zuspitzen wird...

Sehr besonders ist hier der Schreibstil: Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, und zwar im Wechsel aus Buchholz' und Salomons Sicht. Anfangs vielleicht etwas verwirrend, doch man findet sich schnell sehr gut zurecht. Die Schreibweise passt sehr gut, denn so erfährt man immer genau, was beide über das jeweilige Geschehen denken und lernt die beiden Charaktere immer besser kennen. Auch gibt es ein paar kurze Zwischenspiele, wo man den Täter, der Admin des Forums, kennen lernt und einen Einblick in einen erschreckenden Abgrund bekommt.

"Ich bin aufgewühlt, kann nicht einschlafen. Zu viele Dinge, die mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Der Mord. Dieses Forum, dessen Betreiber, die Gründe für sein Tun." (Oliver Buchholz) Seite 89

Mein Fazit: Ein gelungener Thriller mit einem sehr interessanten Ermittlerduo. Von der ersten Seite an packend, mit einem ganz besonders grausamen Fall. Besonders die Details über das bizarre Forum und dessen Anonymität wird hier sehr unheimlich wiedergegeben. Die Handlung bleibt durchweg spannend und nimmt zum Ende nochmal richtig Fahrt auf - dieses hält so einige Überraschungen bereit! Ein Pageturner, erschreckend, unheimlich und sehr lesenswert.

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Tags: anonym, arno strobel, darknet, hamburg, thriller, ursula poznanski   (6)
 

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86 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

harry hole, australien, sydney, krimi, jo nesbo

Der Fledermausmann

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.07.2013
ISBN 9783548611723
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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455 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 123 Rezensionen

drohne, jugendbuch, thriller, elanus, ursula poznanski

Elanus

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 22.08.2016
ISBN 9783785582312
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.

Jona Wolfram ist 17 Jahre alt und ein Ausnahmetalent. Aufgrund seiner hohen Auffassungsgabe und seiner Intelligenz erhält er ein Stipendium für die Victor-Franz-Hess-Privatuniversität. Doch auch wenn er oft als Wunderkind bezeichnet wird, schafft Jona es immer wieder, sich mit seiner besserwisserischen Art bei anderen unbeliebt zu machen. Ohne es recht zu wollen, passiert ihm das bereits an seinem ersten Tag an der Universität. Er beschließt nun, mehr über das Leben einiger seiner Kommilitonen herauszufinden - mit Elanus, seinem großen Geheimnis. Elanus ist eine Drohne, die er selbst entworfen hat, bis aufs feinste abgestimmt und mit Kamera und Mikrofon ausgestattet. Jona schickt Elanus schließlich auf den Weg - und entdeckt etwas, das Fragen aufwirft. Nichtsahnend, in welches Wespennest er da tatsächlich gestochen hat, spioniert Jona weiter. Schon bald geschehen rätselhafte Dinge und ihm wird schließlich klar, dass er in großer Gefahr schwebt...

"Es war noch viel zu früh, den Koffer zu öffnen. Wozu auch. Es lohnte sich bisher noch bei niemandem, ihm Elanus auf den Hals zu hetzen." - Seite 12

Der neuen Jugendthriller von Ursula Poznanski hält, was er verspricht. Genau wie schon bei Erebos und Saeculum schafft es die Autorin, ihre Leser von Anfang an zu packen. Auch die Story ist wieder sehr besonders und aktuell. Im Mittelpunkt steht eine Drohne namens Elanus, die von ihrem Entwickler Jona regelmäßig ausgeschickt wird, um verschiedene Leute auszuspionieren. Doch sein Geheimnis bleibt nicht lange unentdeckt und schon bald sind ihm Unbekannte auf den Fersen. Sehr gefallen hat mir, wie die Drohne hier zusammen mit den riskanten Ausflügen beschrieben wird. Der Name Elanus ist sehr gut gewählt, im Laufe der Handlung erfährt man, was dieser bedeutet.
Genau so außergewöhnlich wie das Hauptobjekt ist auch der Hauptcharakter: Jona ist ein 17-Jähriger Teenager, hochbegabt und macht sich auf den ersten Seiten durch seine Arroganz schon sehr unbeliebt. Doch mit der Zeit bekommt man einen anderen Eindruck und fragt sich: Wem kann Jona wirklich vertrauen?

"Jona blieb abrupt stehen. Wenn er jetzt umkehrte und rannte, rannte, rannte - hatte er dann eine Chance?" - Seite 215

Mein Fazit: Ein sehr gelungenes Buch! Die Handlung ist spannend, entwickelt sich gut und hält so einige Überraschungen bereit. Als Leser selbst kann man fleißig mitraten, was hinter den rätselhaften Geschehnissen steckt. Der Schreibstil ist flüssig, man würde es am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Wie auch in ihren anderen Bücher überrascht Ursula Poznanski hier wieder mit unvorhersehbaren Wendungen und einem spannendem Finale. Elanus hat mit sehr gut gefallen und bekommt daher 5 Sterne von mir.

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Tags: drohne, elanus, jugendbuch, jugendthriller, ursula poznanski   (5)
 

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306 Bibliotheken, 28 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

thriller, david hunter, simon beckett, england, totenfang

Totenfang

Simon Beckett , Sabine Längsfeld , Karen Witthuhn
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 14.10.2016
ISBN 9783805250016
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band 5 der David Hunter-Reihe

Nachdem sich David Hunter von den letzten dramatischen Ereignissen erholen konnte, ist es beruflich ruhig bei ihm geworden. Doch das ändert sich schlagartig, als der forensische Anthropologe einen Anruf erhält - seine Kenntnisse sind erneut gefragt. In den Backwaters, einem abgelegenen Mündungsgebiet in Essex wird ein Toter auf einer Sandbank gefunden. Die Wasserleiche ist in einem schlechten Zustand und auf den ersten Blick nicht zu identifizieren, zudem fehlen Hände und Füße. Detective Inspektor Lundy, der Hunter um Hilfe gebeten hat, klärt ihn schließlich über ein rätselhaftes Verschwinden auf: Seit mehreren Wochen wird der 31-jährige Leo Villiers vermisst. Der rebellische Sohn einer einflussreichen Familie aus der Gegend soll eine Affäre mit einer verheirateten Frau gehabt haben und steht im Verdacht, Emma Darby etwas angetan zu haben - denn die Frau ist seit über sechs Monaten spurlos verschwunden.
Durch unglückliche Umstände beschließt David Hunter schließlich, in der Gegend zu bleiben und mietet ein zum Ferienhaus umgebautes Bootshaus an. Der Besitzer begegnet ihm zuerst alles andere als freundlich. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Neben einem einzelnen Fuß spülen die Gezeiten noch weitere dunkle Geheimnisse ans Land.

"Ich ging zu meinem Wagen und dachte über die Szene am Kai nach. Egal, wie oft ich das Ganze im Kopf durchging oder meine Einschätzung des Todeszeitpunkts nachrechnete, ich war nicht beruhigt." - Seite 62

Der neue Fall für den forensischen Anthropologen David Hunter hat es in sich: Diesmal führt ihn eine Wasserleiche ihn ein abgelegenes Gebiet in Essex, wo sich die Grenzen von Land und Wasser durch die Gezeiten auflösen und die überschwemmten Gebiete schnell zur Gefahr werden können. Während er versucht, den Toten zu identifizieren, wird er unfreiwillig Zeuge von rätselhaften und gefährlichen Ereignissen...
Auch in seinem fünften Band um David Hunter geht Simon Beckett wieder ins Detail: Hier gibt es wieder genaue Zustandsbeschreibungen der Toten und die Vorgehensweise eines forensischen Anthropologen. Die Obduktionen bringen wieder einiges ans Licht. Vielleicht nicht unbedingt ein Roman, den man beim Essen lesen sollte, doch lesenswert ist er allemal. In der Ich-Perspektive aus Hunters Sicht geschrieben, bekommt man neben dem Fall auch wieder einen guten Einblick in dessen Leben und in das, was ihn beschäftigt. Neben den Toten sind das auch die dunklen Geheimnisse, die die Bewohner der einsamen Gegend zu haben scheinen.
Das Cover ist schlicht und wie gewohnt in schwarz-weiß. Damit passt es perfekt zu den anderen Bänden der Reihe, die im gleichen Stil gestaltet wurden.

" 'Das nennen Sie also die Füße stillhalten, ja?' - Es wurde ohne Vorwurf gesagt. Aber wir wussten beide, dass das hier etwas anderes war als der Fund des Turnschuhs. Es änderte alles." -Seite 201

Mein Fazit: David Hunter ist zurück - und das mit einem sehr spannenden Fall! Von Anfang an packend, die Handlung birgt so einige Geheimnisse. In Kombination mit dem unheimlichen Schauplatz ein sehr gelungener Roman. Als Leser kann man miträtseln, was es mit den mysteriösen Geschehnissen auf sich hat. Wie sich schließlich die Puzzleteile am Schluss zusammenfügen ist mehr als überraschend. Totenfang ist wieder ein sehr guter Thriller, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Lesenswert!

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Tags: david hunter-reihe, simon beckett, thriller, totenfang   (4)
 

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magie, zauberer, schweden, lars vasa johansson, waldfee

Anton hat kein Glück

Lars Vasa Johansson , Ursel Allenstein , Antje Rieck-Blankenburg
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 21.10.2016
ISBN 9783805203876
Genre: Romane

Rezension:

Ein Berufszauberer trifft auf Magie...

Anton ist 45 Jahre alt und arbeitet seit vielen Jahren als professioneller Zauberer. Doch er merkt, dass es mit seiner Karriere immer weiter bergab geht. Ganz anders sieht es da bei seinem ehemaligen Jugendfreund und inzwischen Erzfeind Sebastian aus - er tourt mit Antons Ex-Freundin Charlotta als Zauberer-Duo erfolgreich durchs ganze Land.
Noch ahnt er nicht, dass sich an seinem 45. Geburtstag einiges in seinem Leben ändern wird: Nach einer kurzen, einsamen Feier mit sich selbst auf einem Rastplatz und einem eher mäßigen Auftritt in einem Altenheim beschließt er, noch in der Nacht nach Hause zu fahren. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Er kommt vom Weg ab, wandert auf der Suche nach Hilfe durch einen dichten Wald und begegnet dort einem Mädchen, das ihn bittet, sieben Blumen für sie zu pflücken. Anton lehnt entnervt ab und wird danach plötzlich vom Pech verfolgt. Ein freundliches Paar, das am Waldrand lebt, klärt ihn schließlich auf: Das Mädchen ist eine Waldfee und hat Anton nun mit einem Todesfluch belegt. Anton will das alles nicht so recht glauben: Er als professioneller Zauberer glaubt er schließlich nicht an Magie...

"Nachdem ich mir die Seerosen unters Kinn geklemmt hatte, schwamm ich ans Ufer. Schließlich entstieg ich mit schwankenden Schritten dem See und sank ermattet auf einen Baumstumpf. Ich sammelte mich ein paar Minuten, bis ich merkte, dass der Stumpf Teil eines gigantischen Ameisenhaufens war."
-Seite 120

Eine ereignisreiche Begegnung mit einem roten Chesterfield-Sofa bringt Antons Leben gehörig durcheinander. Ein kleines Mädchen entpuppt sich als Waldfee, die ihm seine Ablehnung sehr übelnimmt und den armen Anton verflucht. Doch es besteht die Möglichkeit, den Fluch aufheben zu lassen - was aber gar nicht so einfach ist...
Dieses Buch fällt einem schon aufgrund des besonderen Cover ins Auge: Der schwarze Umriss eines Mannes vor einem leuchtend grünen Wald - es passt perfekt zum Inhalt. Diese Geschichte ist gespickt mit einigem Humor und einer guten Portion Magie. Der etwas grummelige Anton ist mit seiner speziellen Art eine interessante Figur. Doch auch wenn er mir anfangs noch ganz sympathisch war, entwickelt er sich zwischenzeitlich auch mal zu einem etwas anstrengenden Protagonisten.
Was hier aber sehr gut gelungen ist, sind die magischen Elemente, die sehr schön in die Geschichte eingebracht wurden. Es tauchen viele interessante, skurrile Figuren auf und auch die Schauplätze sind schön beschrieben. Besonders im Wald Tiveden gibt es einigen Zauber zu entdecken.

"Wir wohnen seit sieben Monaten hier, sagte Janine. Der Spiegel hängt schon seit unserem Einzug dort, doch der Großvater hat erst vor einigen Wochen angefangen zu spuken" - Seite 225

Mein Fazit: Ein herrliche, leicht verrückte Geschichte um einen schwedischen Zauberer, der Magie bisher für unmöglich gehalten hat. Aus Sicht der Hauptfigur Anton geschrieben, gibt es immer mal wieder etwas zum schmunzeln. Kleine Schwächen gab es im Mittelteil, wo sich ein bestimmter Abschnitt etwas zog und Anton etwas anstrengend wird. Zum Glück ändert sich das zum Finale wieder, das Ende hat mir sehr gut gefallen. Eine wirklich interessante Story mit besonderem Charme!

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Tags: anton hat kein glück, fantasy, humor, lars vasa johansson, schweden   (5)
 

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hörbuch, christian tielmann, die weihnachtsmann-verschwörung, adventskalende, mark bremer

Die Weihnachtsmann-Verschwörung

Christian Tielmann , Uta Dänekamp , Mark Bremer
Audio CD
Erschienen bei Rubikon Audioverlag, 03.10.2016
ISBN 9783945986356
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln

Die Geschwister Slalom und Lykke staunen nicht schlecht, als plötzlich der Weihnachtsmann vom Himmel fällt und vor ihnen im Schnee landet. Die beiden holen sofort Hilfe und bringen ihn ins Krankenhaus. Dort stellt sich heraus, dass er sein Gedächtnis verloren hat und sich einfach nicht mehr an den Vorfall erinnern kann. Anscheinend ist er von seinem Schlitten gestoßen worden. Doch wer tut sowas? Slalom und seine kleine Schwester Lykke sind fest entschlossen, den Täter zu finden. Denn bis Weihnachten sind es nur noch wenige Tage und ein Weihnachtsmann, der sich an nichts erinnern kann ist eine Katastrophe. Für die beiden beginnt ein großes, turbulentes Abenteuer und schon bald folgen sie einer vielversprechenden Spur...

"Sie tranken Kakao. Denn Kakao macht schlau, wie Papa zu sagen pflegte. Nach dem zweiten Becher hatte Slalom endlich die rettende Idee." - aus Kapitel 7

Die Weihnachtsmann-Verschwörung ist das Hörbuch zum gleichnamigen Kinderbuch von Christian Tielmann. Gelesen wird es von Uta Dänekamp und Mark Bremer, die den kleinen Krimi sprachlich sehr gut umsetzen. Hauptcharakter ist der Weihnachtsmann, der nach einem Sturz sein Gedächtnis verloren hat. Doch es sieht ganz danach aus, als wäre er vorsätzlich gestoßen worden. Der Junge Slalom versucht zusammen mit seiner kleinen Schwester Lykke das Rätsel zu lösen und kommen dem Täter schon bald auf die Spur.
Besonders toll ist die Aufteilung in 24 kurze Kapitel, sodass man diese auch als eine Art Adventskalender nutzen kann. Besonders und hauptsächlich für Kinder ist es eine schöne Vorweihnachtsgeschichte. Das Cover ist ebenfalls passend zur Story gestaltet.

"Normalerweise zog sich die Zeit bis Weihnachten wie ein Kaugummi in die Länge. Und in die Breite. Und irgendwie auch in die Höhe und die Tiefe. Aber in diesem Jahr war alles anders. Die Tage rauschten weg wie durch eine wildgewordene Klospülung und Slalom wünschte sich, das die Zeit nicht so rasen würde." - aus Kapitel 11

Mein Fazit: Ein gelungener, kleiner Weihnachtskrimi. Die Geschichte ist schön aufgebaut, sehr gut verständlich und ein spannendes Hörabenteuer für Kinder. Wie schon oben erwähnt, gefällt mir die Aufteilung in 24 Kapitel gut, sodass man es perfekt in der Vorweihnachtszeit hören kann. In erster Linie perfekt auf die jüngeren Hörer zugeschnitten, doch natürlich auch für Erwachsene geeignet. Ich vergebe 4,5 Sterne.

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Tags: christian tielmann, die weihnachtsmann-verschwörung, hörbuch, kinderbuch, weihnachtsgeschichte   (5)
 

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usa, geister, nathan hill, chicago, gesellschaftskritisch

Geister

Nathan Hill , Werner Löcher-Lawrence , Katrin Behringer
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492057370
Genre: Romane

Rezension:

Die Geister der Vergangenheit...

Der 34-jährige Englischprofessor Samuel Anderson unterrichtet Literatur und führt ein eher unaufgeregtes Leben. Das ändert sich schlagartig, als er einen Anruf von der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers erhält: Mr. Rogers ist der Anwalt seiner Mutter, die vor einigen Tagen den Gouverneur und Präsidentschaftskandidaten Sheldon Packer tätlich angegriffen haben soll. Und nun bittet man Samuel für sie zu bürgen. Im ersten Moment unvorstellbar für den jungen Mann - seit zwanzig Jahren besteht kein Kontakt zu seiner Mutter. Faye Anderson hatte ihren Sohn von heute auf morgen verlassen als er elf Jahre alt war. Die schmerzhafte Erinnerung sitzt tief.
Doch da Samuel beruflich in der Klemme steckt und er darüber hinaus endlich wissen will, was damals wirklich geschehen ist, sucht er seine Mutter auf. Das Wiedersehen läuft schließlich ganz anders als erwartet - schon ihre ersten Worte wecken schmerzhafte Erinnerungen in ihm. Die Vergangenheit ist plötzlich wieder ganz nah und er macht sich auf der Suche nach der Wahrheit...

"Die Worte brennen sich tief in ihm ein, reichen Jahrzehnte zurück und machen ihn aufs Neue zu dem schüchternen Jungen, der er einst war. 'Hab keine Angst'. Das war das Letzte, was sie zu ihm gesagt hat."
- Seite 79 eBook

Mit Geister hat Nathan Hill ein beeindruckendes Debüt hingelegt. Der 864 Seiten starke Roman erzählt die Geschichte von Samuel Anderson, der es nicht immer leicht im Leben hatte und nun nach zwanzig Jahren Funkstille wieder auf seine Mutter trifft.
Schon die ersten Kapitel überraschen den Leser: Denn sie sind so ganz anders, als man erwartet. Sehr besonders sind hier die Ausführungen zu Samuels aktuellem Hobby, in das man einen ausführlichen Einblick bekommt. Neben dem Hauptprotagonisten, in dessen gesamtes Leben man im Laufe der Kapitel einen sehr guten Einblick erhält, lernt man auch Samuels Mutter Faye nach und nach immer besser kennen. Die Frau, dessen Bild plötzlich überall in der Presse ist, hatte kein leichtes Leben. Was schließlich ans Licht kommt, ist sehr überraschend.
Auch alle anderen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. So unterschiedlich und manchmal skurril sie auch sind - es passt alles sehr gut zusammen. Die Geschichte wechselt regelmäßig zwischen der Vergangenheit und den aktuellen Geschehnissen. Dieses ist gut gewählt, denn so bekommt man einen genauen und manchmal auch sensiblen Einblick in Vergangenes, was hier eine sehr große Rolle spielt.
Im Laufe der Handlung erfährt man auch, was es mit dem Buchtitel Geister und auch dem englischen Originaltitel The Nix auf sich hat. Das fand ich persönlich sehr interessant und besonders. Auch das Cover gefällt mir unheimlich gut. Es ist so schön schlicht gehalten und passt mit dem Titel perfekt zum Inhalt des Romans.

"Warum hatte sie ihn verlassen? Das war die Frage, die ihn jahrelang Nacht für Nacht wach gehalten hatte, bis es ihm gelungen war, sie herunterzuschlucken, zu verleugnen, dass es überhaupt eine Frage gab. Sie jetzt zu stellen, ließ alles wieder hervorbrechen. Scham, Einsamkeit und Selbstmitleid erfüllten ihn." -Seite 190, eBook

Mein Fazit: Ein ganz großes Werk, beeindruckend geschrieben. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht und psychologisch sehr spannend. Es gibt viele detailreiche Einblicke in das Leben der Charaktere - genau dieses ist dem Autor hier sehr gut gelungen. Ich war im Vorfeld ziemlich gespannt auf dieses Debüt und wurde nicht enttäuscht. Ein Roman, der gerade durch die perfekte Ausarbeitung der Figuren besticht und viele Facetten hat: Oft wird es dramatisch und mal erschütternd, dann wieder berührend und irgendwie auch spannend mit einem Ende, dass einige Überraschungen bietet. Auch wenn es zwischendurch hin und wieder kleinere Längen gab, so hat dieses außergewöhnliche Buch doch 5 Sterne verdient. Ich hoffe, wir werden in Zukunft noch viel von Nathan Hill hören und lesen!

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Tags: chicago, drama, geister, nathan hill, the nix   (5)
 

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

demenz, fossilien, erinnerungen, kapstadt, südafrika

Memory Wall

Anthony Doerr , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 135 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 10.02.2016
ISBN 9783406689611
Genre: Romane

Rezension:

Fast vergessene Erinnerungen...

Die 74-jährige Alma Konachek lebt in einem Vorort in Kapstadt und verliert Tag um Tag mehr von ihrem Gedächtnis. Daher hat sie in ihrem Gästezimmer eine große Wand voller Erinnerungen erstellt, die aus vielen Zetteln, Fotos, Notizen und einer Unmenge von Speichermedien besteht. Und irgendwo dort gibt es eine Erinnerung zu einem großen Geheimnis: Der fehlende Hinweis zu einem wertvollen Fossilienfund ihres verstorbenen Mannes. In ihr Haus wird mehrfach eingebrochen, ihre Erinnerungen durchstöbert. Schließlich gerät ein Junge in den Besitz dieses wertvollen Geheimnisses und erhält einen Einblick in das gemeinsame Leben von Alma und Harold. Auf den Spuren einer längst vergangenen Zeit reist er schließlich die Karoo-Wüste, einer weiten Landschaft - mit großen Hoffnungen im Gepäck...

"Dieser Wind, begreift Luvo, der in diesem Moment durch Almas Garten fährt, kommt jeden November nach Kapstadt, seit er sich erinnern kann, seit Alma sich erinnern kann, und er wird auch im nächsten November kommen und in dem danach und immer so weiter, über Jahrhunderte, bis jeder, den sie kennen und je kennenlernen werden, nicht mehr da ist."
- Seite 65

Memory Wall ist eine Novelle aus der Feder von Anthony Doerr und hat den gleichen Zauber wie schon seine Romane Winklers Traum vom Wasser und Alles Licht, das wir nicht sehen. Auch wenn der Klappentext schon einen guten Einblick in die Geschichte gibt, so gibt es doch noch viel mehr zu entdecken, einiges das überrascht und außergewöhnlich ist. Auch die Charaktere, die sehr unterschiedliche Leben führen, kommen sehr gut zur Geltung. Durch die schon bekannte grandiose Erzählweise von Anthony Doerr wird diese kurze Geschichte mit ihrer besonderen Handlung sehr lebendig, man sieht alles bildlich vor sich und fühlt mit den verschiedenen Schicksalen der Protagonisten mit.
Auch äußerlich ist das Buch ein wirkliches Schmuckstück. Es ist gebunden, sehr schön verarbeitet und mit einem wundervollen und sehr passendem Cover auf dem Schutzumschlag.

"Unser Leben, unsere Welt werden durch unsere Erinnerungen zusammengehalten. Was geschieht mit uns, wenn wir sie verlieren, und welche Möglichkeiten tun sich auf, wenn andere unsere Erinnerungen wiederbeleben können?" - Klappentext

Mein Fazit: Eine besondere und außergewöhnliche Geschichte, die man nicht so schnell vergisst. Der einzigartige Erzählstil von Anthony Doerr kommt hier wieder sehr gut zur Geltung und hat mich erneut begeistert. Die vielen Details und ganz bestimmte Momentaufnahmen werden sehr gut in Szene gesetzt. Eine wundervolle Novelle, poetisch, schön, geheimnisvoll, berührend und manchmal auch traurig. Gerade diese Mischung macht dieses Büchlein so besonders. Ein Lesehighlight!

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Tags: anthony doerr, erzählung, memory wall, novelle   (4)
 

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26 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

hannah rothschild, dva verlag, roman, die launenhaftigkeit der lieb

Die Launenhaftigkeit der Liebe

Hannah Rothschild , Monika Baark
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei DVA, 12.09.2016
ISBN 9783421047137
Genre: Romane

Rezension:  
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stephen king, thriller, bill hodges-trilogie, usa, krimi

Mind Control

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2016
ISBN 9783453270862
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Grauen kehrt zurück...

Über sechs Jahre ist es her, als Brady Hartsfield das Mercedes-Killer-Massaker verübt hat. Kurz bevor ein weiteres Attentat verüben konnte wurde er außer Gefecht gesetzt. Seitdem liegt er in einer Klinik für Hirnverletzungen im Wachkoma und dämmert vor sich hin. So hat es zumindest den Anschein. Doch Brady ist längst wieder hellwach und plant Schreckliches...
Der pensionierte Detektive Bill Hodges und seine Partnerin Holly Gibnes, die damals den Mercedes-Killer überführt haben, glauben nicht an den hilflosen Zustand Hartsfields. Das wird ihnen immer mehr klar, als in der Stadt ungewöhnliche und viele Selbstmorde geschehen. Und alle Hinweise scheinen in Zimmer 217 zusammen zu laufen. Denn dort ist etwas aufgewacht, das neue, tödliche Kräfte besitzt und nur eines will: Rache. Ein mörderischer Wettlauf gegen die Zeit beginnt...

"Dunkelheit! Er schrie es aus vollem Halse, zumindest innerlich."
-Seite 139

Der dritte Teil der Reihe um den pensionierten Detective Bill Hodges ist der unheimlichste Band der Trilogie. Ich habe schon länger kein Buch mehr gelesen, wo ein Charakter so dermaßen furchteinflößend wirken kann. Denn der Mercedes-Killer Brady Hartsfield hat seinen Schrecken auch im finalen Band in keinster Weise verloren. Es gibt immer wieder Rückblicke aus Mr. Mercedes, dem Auftakt der Trilogie. Dieses finde ich sehr hilfreich, gerade wenn es mit dem Lesen des Buches schon eine Weile her ist. Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und entwickelt sich in einem Ausmaß, mit dem man am Anfang so gar nicht rechnet. Auch gibt ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren, die man schon aus den beiden Vorgängern kennt.
Das Cover von Mind Control ist sehr gut gewählt, weil genau diese Fische eine ganz zentrale Rolle spielen.

"Eigentlich kann Hodges es selbst kaum glauben, aber die Puzzleteile fügen sich zusammen, und auch wenn das Bild, das sich ergibt, absolut irrsinnig ist, weist es eine gewisse scheußliche Logik auf." -Seite 276

Mein Fazit: Ein sehr guter Abschluss der Trilogie, der fast an den gelungenen Vorgänger Finderlohn heranreicht. Hier wird es nochmal richtig spannend, es warten einige Überraschungen und viel Übernatürliches - am Ende gibt es ein dramatisches Finale. Die Horror-Elemente sind sehr gut eingesetzt und geben diesem Thriller eine furchteinflößende Note. Ein sehr lesenswerter King, dem ich 4,5 Sterne gebe.

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Tags: bill hodges-trilogie, horror, mind control, stephen king, thriller   (5)
 

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harry potter, theaterskript, j.k. rowling, fantasy, harry potter und das verwunschene kind

Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne , Klaus Fritz
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559005
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später.

Viel Zeit ist vergangen, seit Harry Potter zusammen mit seinen besten Freunden Ron Weasley und Hermine Granger Hogwarts besucht hat, die Schule für Hexerei und Zauberei. Heute ist er 37 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Zusammen mit seiner Frau Ginny verabschiedet er am Gleis 9 3/4 nun seinen mittleren Sohn Albus, der nun ebenfalls Hogwarts besuchen wird. Doch anders als seine beiden Geschwister tut sich Albus schwer mit dem großen Vermächtnis seines Vaters. Er möchte damit nichts zu tun haben. Als er zufällig ein Gespräch belauscht, schmiedet er zusammen mit seinem besten und einzigen Freund einen Plan - nichts ahnend wie gefährlich dessen Ausführung wirklich ist. Auch das Dunkle ruht nicht länger, seltsames geht vor...

"Der sprechende Hut geht mitten durch die Schar der Schüler, die in ihre Häuser hüpfen. Es wird schnell deutlich, dass er auf Rose zusteuert, die gespannt ihrem Schicksal entgegenblickt." - Seite 25

Dieses ist nur ein kleiner Einblick in die Geschichte, mehr würde einfach zu viel verraten. Als vor mehreren Monaten verkündet wurde, dass es einen weiteren Harry Potter-Band geben würde, war ich natürlich sehr gespannt. Wie schon bekannt, ist dieser 8. Band kein normaler Roman, sondern ein Theaterstück, das auf J. K. Rowlings neuer Geschichte basiert und gemeinsam mit John Tiffany und Jack Thorne geschrieben wurde. Dieses hatte am 30. Juli 2016 seine Premiere in London. Für alle Harry Potter-Fans -die die bis weit ins nächste Jahr ausverkauften Aufführungen nicht besuchen können- ist dieses Buch etwas ganz besonderes - Es ist die Special Rehearsal Edition des Theaterskripts. Nachdem man sich an den Aufbau und die Schreibweise gewöhnt hat (was erstaunlich schnell geht) ist man auch schon mittendrin in der Geschichte: Nur so viel: Es wird spannend, manchmal düster und überraschend. Ganz besonders gefiel mir, dass es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Figuren und vergangener Ereignisse gibt. Lasst euch überraschen!
Auch die Buchgestaltung ist unheimlich gut gelungen - Das Cover fällt sofort ins Auge und auch ohne den Schutzumschlag ist das Buch ein kleines Schmuckstück: Schwarz mit leuchtend goldener Schrift.

"Er würde sich am liebsten unsichtbar machen, doch die anderen Schüler lachen. Er blickt auf und wendet sich an sie. - Ich hab mir das nicht ausgesucht, versteht ihr? Ich hab es mir nicht ausgesucht, sein Sohn zu sein." - Seite 35

Mein Fazit: Gleich am Anfang werden Erinnerungen wach: Gleis 9 3/4, Hogwarts, Gryffindor, der sprechende Hut - Es ist wie nach Hause kommen. Nach eine kleinen Gewöhnungsphase an den Skriptaufbau war ich sofort gefangen von der Geschichte. Sie ist anders und nicht vergleichbar mit den sieben großen Harry Potter- Büchern, aber auf seine eigene Weise richtig gut. Dieses Skript hätte auch durchaus das Potential zu einem richtigen Roman gehabt. Dennoch bin ich sehr begeistert von der Geschichte, die packend, etwas düster, überraschend und unvorhersehbar ist. Es hat mir sehr gut gefallen und kann es allen Harry Potter-Fans nur empfehlen.

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Tags: fantasy, harry potter, harry potter und das verwunschene kind, j.k. rowling, special rehearsal edition, theaterskript   (6)
 

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nicholas flamel, flamel, tsagaglalal, abraham, monste

Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der schwarze Hexenmeister

Michael Scott , Ursula Höfker
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.11.2013
ISBN 9783570402085
Genre: Jugendbuch

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lehrer, deutschland, familie, kinder, portugal

Willkommen im Meer

Kai-Eric Fitzner
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 24.08.2015
ISBN 9783426519110
Genre: Romane

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