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40 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

2017, paul auster

4 3 2 1

Paul Auster , Thomas Gunkel , Werner Schmitz , Karsten Singelmann
Fester Einband: 1.264 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 31.01.2017
ISBN 9783498000974
Genre: Romane

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199 Bibliotheken, 47 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

überwachung, rache, experiment, terranauten, kameradschaft

Die Terranauten

T. C. Boyle , Dirk van Gunsteren
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 09.01.2017
ISBN 9783446253865
Genre: Romane

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211 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

todesmarsch, stephen king, horror, dystopie, richard bachman

Todesmarsch

Stephen King , Nora Jensen
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453436916
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Marsch um Leben und Tod...

Es ist der 1. Mai. Wie jedes Jahr an diesem Tag findet ein Wettbewerb statt, bei dem nur einer gewinnen kann: Der Todesmarsch. Einhundert Jugendliche, alle siebzehn Jahre alt, brechen an der kanadischen Grenze zu diesem Marsch auf - mit Regeln, die strengstens eingehalten werden müssen. Es wird nur einen einzigen Gewinner geben, dem mit dem Sieg alle Türen offen stehen. Den neunundneunzig Verlieren hingegen erwartet das Schlimmste...

"Der Major blickte auf eine Taschenuhr aus rostfreiem Stahl. Langsam hob er seine Hand, und jetzt hing alles von seinen Fingern ab. Die hundert Jungen blickten ihn aufmerksam an; die Stille war grauenvoll intensiv. Die stille füllte alles aus." - Seite 8, eBook

Todesmarsch ist eines von Stephen Kings älteren Werken, das zuerst unter seinem Pseudonym Richard Bachmann erschienen ist. (Die erste deutsche Ausgabe erschien 1987). Es ist ein sehr unheimliches Buch, dessen Handlung schnell erzählt ist: Einmal im Jahr, am 1. Mai treten einhundert Jugendliche zu dem sogenannten Todesmarsch an, bei dem es sprichwörtlich um Leben und Tod geht. Die Regeln sind einfach, aber knallhart. Auch der 16-jährige Ray Garraty gehört zu den Teilnehmern. Er ist die Hauptfigur des Buches, in dessen Leben man im Laufe der Handlung kleine Einblicke bekommt. Auch über einige Teilnehmer, die in seinem Umkreis marschieren, erfährt man etwas. Jedoch bleibt das meiste eher vage und oberflächlich.
Die Story plätschert zwar so vor sich hin, doch sie verliert in keinem Moment von ihrem Schrecken. Dieses Element ist Stephen King sehr gut gelungen. Im letzten Drittel kann man das Buch dann nur noch schwer aus der Hand legen, weil man wissen muss, wer gewinnt - und wann. Allerdings ist das Ende dann doch etwas abrupt.
Das aktuelle Cover mit dem blutigen Turnschuh ist gut gewählt und passt zur Handlung.

"Alle starrten mit fasziniertem Entsetzen auf die Straße hinunter, als wäre sie ein Seil über einem bodenlosen Abgrund, den sie unbedingt überqueren mussten."
-Seite 71, eBook

Mein Fazit: Ein Roman, der es trotz seiner eher ruhigen Handlung in sich hat. Es wird unheimlich - mit einem Horror, der während der ganzen Geschichte bestehen bleibt. Wie oben schon beschrieben, ist dieses sehr gut gelungen. Doch mir hat bei diesem Buch etwas die Tiefe gefehlt - der Kern der Handlung ist klar, doch es fehlt ein Gerüst drum herum. Zudem bleiben einige Fragen offen, die mich etwas ratlos zurück gelassen haben. Dennoch ist es kein schlechtes Buch, sondern im guten Mittelbereich angesiedelt. Für King-Fans lesenswert, ich vergebe hierfür 3,5 Sterne.

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Tags: horror, stephen king, todesmarsch   (3)
 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

stephen king, düster, albträume, grusel

Albträume

Stephen King , Joachim Körber
Flexibler Einband: 700 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453436862
Genre: Krimi und Thriller

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145 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

becky chambers, der lange weg zu einem kleinen zornigen planeten, galaxie, tor, science-fiction

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Becky Chambers , Karin Will
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.10.2016
ISBN 9783596035687
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Auf abenteuerlicher Reise mit der Wayfarer...

Mit ihrer neuen Stelle als Verwaltungsassistentin auf der Wayfarer erhofft sich die junge Rosemary Harper einen Neuanfang. Der etwas ramponierte und altmodisch wirkende Raumkreuzer, der Verbindungswege zwischen weit entfernten Galaxien schafft, indem sie Löcher ins Weltall bohrt, soll ihr neues Zuhause werden. An Bord wird sie herzlich empfangen und lernt die besondere Crew, die aus verschiedenen Spezies besteht, kennen.
Captain Ashby hofft unterdessen auf profitablere Angebote im Tunnelbau und erhält schon bald ein Angebot, das zugleich sehr lukrativ, aber auch gefährlich ist: Die Wayfarer soll einen neuen Raumtunnel zu dem weit entfernten Hauptplaneten der Toremi anlegen. Bisher unbekanntes Territorium, da das Volk der Toremi als sehr angriffslustig gilt. Doch Ashby sagt zu - damit beginnt für Rosemary und die restliche Crew ein großes Abenteuer, dessen Ausgang noch ungewiss ist...

"Sie befand sich weit weg von allem. Hier gab es keine Planeten, keine Raumschiffe, keine funkelnden Orbiter. Nichts als Leere, grauenhafte Leere, und hin und wieder ein paar Felsbrocken." -Seite 7, eBook

Ich war im Vorfeld sehr gespannt, was mich in diesem Roman erwarten wird - der Inhalt ist tatsächlich überraschend. Überraschend in dem Sinne, dass die Handlung unheimlich locker aufgebaut ist und es einige Situationen gibt, die den Leser zum schmunzeln bringen. Mir hat besonders der Anfang des Buches sehr gefallen: Rosemarys Ankunft auf dem Raumschiff Wayfarer, man lernt die interessante Crew, die nicht nur aus Menschen besteht, sehr gut kennen. Auch die Wayfarer an sich mit ihren vielen interessanten Räumen ist toll beschrieben. Neben diesen Abschnitten wird aber auch schnell klar, das Rosemary ein Geheimnis verbirgt...
Neben außergewöhnlichen Orten wird auch das Zusammenleben der verschiedenen Spezies sehr gut geschildert. Besonders die Gemeinschaft und der Respekt gegenüber anderer Kulturen spielt eine zentrale Rolle. Gerade dieses ist der Autorin wirklich gut gelungen.

"Eine Menagerie aus Geschöpfen, die sich in einer schwindelerregenden Vielfalt von Sprachen unterhielten, Hände schüttelten, Pfoten packten und über Tentakel strichen. Wie konnte man einen solchen Ort
nicht großartig finden?"
(Captain Ashby über den Markt Port Coriol) -Seite 101, eBook

Doch es gibt leider auch ein 'aber': Auch wenn mir die Wayfarer-Crew schnell sehr sympathisch war, hat mir bei der reinen Handlung etwas der rote Faden gefehlt. Ich hatte das Gefühl, dass diese zwischendurch immer wieder von Weg abkommt und sich in Nebensächlichkeiten verliert. Dieses fand ich etwas schade, gerade weil die Idee der Story mir sehr gut gefallen hatte.

Mein Fazit: Ein Space-Abenteuer der etwas anderen Art! Doch auch wenn mir der Schreibstil, die tollen Beschreibungen der verschiedenen Handlungsorte und die vielfältigen Figuren sehr gefallen haben, konnte mich die Handlung nur teilweise überzeugen. Nach einem vielversprechendem Anfang geht die eigentliche Story etwas unter. Dadurch wurde anfängliche Begeisterung etwas gedämpft.

Kurz gesagt: Toller Schreibstil, spannende Schauplätze, interessante Figuren - leider mit schwacher Handlung, die etwas untergeht. Ich vergebe 3 Sterne hierfür.

  (20)
Tags: becky chambers, der lange weg zu einem kleinen zornigen planeten, science-fiktion, space-opera   (4)
 

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144 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

freundschaft, college, mord, geheimnis, studium

Die geheime Geschichte

Donna Tartt , Rainer Schmidt
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.12.2013
ISBN 9783442480579
Genre: Romane

Rezension:  
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199 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

neuseeland, goldrausch, astrologie, goldgräber, historischer roman

Die Gestirne

Eleanor Catton ,
Fester Einband: 1.000 Seiten
Erschienen bei btb, 09.11.2015
ISBN 9783442754793
Genre: Romane

Rezension:

Rätselhafte Verbrechen, Geheimnisse und die Suche nach der Wahrheit...

Neuseeland im Jahre 1866: Es ist die Zeit der Goldgräber. So ist das Küstenstädtchen Hokitika inzwischen ein begehrter Anlaufpunkt für viele Goldsucher. Eines Tages trifft auch der junge Walter Moody dort ein. Nach einer anstrengenden Überfahrt möchte er eigentlich nur noch etwas Ruhe im Hotel genießen. Doch der erste Abend in der Hafenstadt gestaltet sich anders als erwartet: Im Rauchzimmer des Crown-Hotel trifft er auf zwölf Männer, die sich nicht zufällig dort getroffen haben. Sie wollen sich über einige rätselhafte Verbrechen, die sich in kürzester Zeit in Hokitika ereignet haben, unterhalten. Nach und nach erfährt Moody die ganze Geschichte und wird, eher er sich's versieht, mitten in die Geheimnisse und mysteriösen Verstrickungen hineingezogen...

"Die im Rauchzimmer des Crown Hotel versammelten zwölf Männer wirkten, als hätten sie sich dort zufällig eingefunden. Aus ihrem Betragen und ihrer Kleidung zu folgern - Gehrock, Frack, Seemannsjacken mit Gürtel und Beinknöpfen, gelber Moleskin, Kammertuch und Serge -, hätten sie zwölf Fremde in einem Eisenbahnwaggon sein können, jeder von ihnen auf dem Weg zu einem anderen Viertel einer Stadt mit genug Nebel und Wasserläufen, um sie voneinander zu trennen."
-Seite 19, eBook

...mit diesem Satz beginnt die besondere und umfangreiche Geschichte von Eleanor Catton, die im 19. Jahrhundert während der Goldgräberzeit angesiedelt ist. Schon auf den ersten Seiten merkt man, das dieser Roman sehr ausführlich und mit vielen kleinen Details ausgestattet ist - wie beispielsweise Walter Moodys erster Eindruck von den zwölf so unterschiedlichen Personen, die die sich im Rauchzimmer des Hotels versammelt haben - Ihr Aussehen, ihre Handlungen und ihre Position im Raum wird genauestens beschrieben. Gerade dieses hat mir unheimlich gut gefallen und gibt einen ersten Einblick in die außergewöhnliche Schreibweise der Autorin. Die erste Hälfte des 1.040 Seiten starken Roman erfährt man aus vielen Blickwinkeln alles über die rätselhaften Verbrechen und Vorkommnisse, die sich jüngst in Hokitika ereignet haben. Man lernt die zwölf Männer und auch Walter Moody sehr gut kennen, bekommt einen informativen Einblick in deren einzelner Leben. Und auch über die Zeit des Goldrauschs, der in diesen Jahren auf dem Höhepunkt ist, gibt es ein paar interessante Fakten. Das Besondere an diesem Roman: Man weiß lange überhaupt nicht, in welche Richtung die Geschichte gehen könnte und was noch so alles passieren wird. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber sie nimmt aufgrund der ganzen Verstrickungen einen wirklich sehr interessanten Verlauf...

Damit man bei der umfangreichen Handlung nicht den Überblick verliert, gibt es immer wieder hilfreiche Zusammenfassungen der Geschehnisse, dieses fand ich sehr gut. Dazu gibt es auch ein kleines Personenregister am Anfang des Buches.
Wie schon gesagt, sticht hier die einzigartige Schreibweise hervor: Lange verschachtelte Sätze, bildhafte, ausführliche Beschreibungen und durch die ungelösten Verbrechen auch ein kleiner Krimi - Gerade durch diese ganzen Elemente ist dieser Roman etwas besonderes.

"Im Rauchzimmer des Crown Hotel trat Schweigen ein - ein Schweigen, das wirkte, als hielte für einen Augenblick jeder Anwesende den Atem an und als verharrte sogar der Rauch, der von den Pfeifen, Zigaretten und Zigarren aufstieg." - Seite 331, eBook

Mein Fazit: Ein außergewöhnlicher und atmosphärisch sehr dichter Roman, der mir sehr gut gefallen hat! Es ist unheimlich spannend zu sehen, wie sich die Geschichte entwickelt. Es gibt anfangs viele lose Fäden - wie sich einiges dann zusammensetzt, ist völlig überraschend. Nach und nach kommt man schließlich hinter so manches Geheimnis. Toll geschrieben, doch es ist kein Buch für zwischendurch - es erfordert an vielen Stellen vollste Konzentration und vielleicht auch etwas Durchhaltevermögen - doch es lohnt sich auf jeden Fall! Auch wenn es zwischendurch immer mal kleinere Längen gab, hat Die Gestirne mir sehr gefallen und kann es allen empfehlen, die mal ein etwas anderes Buch lesen wollen. Von mir gibt es hierfür 4,5 Sterne.

  (20)
Tags: 19. jahrhundert, die gestirne, eleanor catton, neuseeland, roman   (5)
 

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314 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

dorf, brandenburg, gesellschaftsroman, wende, ddr

Unterleuten

Juli Zeh
Fester Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 08.03.2016
ISBN 9783630874876
Genre: Romane

Rezension:

Wenn die Idylle trügt...

Das kleine Dorf Unterleuten liegt mitten in Brandenburg, etwa eine Stunde von Berlin entfernt. Auf den ersten Blick findet man hier alles, was man sich unter einem idyllischen Dorfleben vorstellt: Weitläufige Grundstücke, schöne Häuschen, ländliche Ruhe, unberührte Natur mit einer seltenen Vogelart und eine Gemeinschaft, die zusammenhält. Doch diese anscheinend so friedliche Idylle trügt, denn unter der Oberfläche brodelt es gewaltig: Egal ob die Alteingesessenen oder die neu zugezogenen "Großstadtaussteiger", die sich den Traum vom eigenen Haus auf dem Land erfüllen wollen - überall gibt es den ein oder anderen Konflikt, hier und da kleine und große Probleme.
Als schließlich eine Investmentfirma plant, in Unterleuten einen Windpark zu errichten, ist kurz darauf die Hölle los im Dorf- die Ereignisse überschlagen sich, lang Verschwiegenes kommt an die Oberfläche...

"Er drehte sich um und stieg in den Roadster. Der gekühlte Innenraum empfing ihn mit jener sterilen Anonymität, die er so schätzte. Plötzlich hatte er den Eindruck, dass es ein Fehler war, hierherzukommen." -Seite 54, eBook

Mit Unterleuten hat Juli Zeh einen beeindruckenden Roman geschrieben. Im Mittelpunkt steht das Dorf Unterleuten in Brandenburg - ein Ort in dem jeder jeden kennt - oder dieses zumindest glaubt. Die Geschichte beginnt ruhig, nach und nach lernt man die Bewohner kennen. Man erhält einen detailreichen Einblick in deren Leben. Ob es Sorgen, Ängste oder große Zukunftspläne sind - jeder ist mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt und glaubt, das Richtige zu machen. Dieses jedoch entwickelt sich in manchen Fällen völlig anders als geplant. Auch gibt es immer wieder kleine Rückblicke in die Vergangenheit. Gerade hier erfährt man, wie manches zusammenhängt und warum die manchmal angespannten Situationen bis heute so festgefahren sind. Was von Anfang an klar ist: Die Idylle trügt - das Dorf gleicht einem Hexenkessel. Die Autorin schildert mit packender Schreibweise, wie die Maske des Ortes fällt und dahinter einiges zutage kommt...
Neben den vielen so unterschiedlichen Charakteren, die hier aufeinandertreffen, ist das fiktive Dorf Unterleuten mit seinen vielen Handlungsorten unheimlich gut beschrieben. Auf der Website www.unterleuten.de gibt es neben einer Skizze vom Dorf auch alle wichtigen Infos zu dessen Bewohnern.

"Ich bin gekommen, damit du mir etwas versprichst. Halt dich aus diesen Unterleuten-Geschichten heraus. Mit dem Dorf stimmt was nicht. Ganz massiv." (Miriam) - Seite 354, eBook

Mein Fazit: Ein gelungener Roman mit einem speziellen Thema. In der Inhaltsangabe stand geschrieben, dass sich Unterleuten so spannend liest wie ein Thriller - dieser Aussage kann ich voll und ganz zustimmen. Es ist unheimlich interessant zu verfolgen, wie die einzelnen Fäden im Laufe der Geschichte zusammenkommen und das große Drama schließlich seinen Lauf nimmt. Das Besondere und Spannende hier: Es ist völlig unvorhersehbar, wie die Geschichte zu Ende gehen könnte. Das Ende hält dann Überraschungen bereit, mit denen man so nicht gerechnet hätte...
Ein sehr lesenswerter und packender Roman, der mit seinem detaillierten Schreibstil überzeugt!

  (33)
Tags: brandenburg, drama, gesellschaftsroman, juli zeh, unterleuten   (5)
 

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

iphosia, parallelwelt, manuel timm, die federn des windes, iphos, verrat

Die Federn des Windes

Manuel Timm
E-Buch Text: 408 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 20.01.2017
ISBN 9783740773724
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eine Reise in eine geheimnisvolle Parallelwelt...

Als es eines Abends an der Haustür klingelt, ahnen die beiden Schwestern Ellie und Anna noch nicht, dass sie bald Unglaubliches erwartet. Vor der Tür steht ein Mann namens Horace Finton, der auf der Suche nach einem besonderen Buch ist, dass sich im Besitz ihrer verstorbenen Großmutter befinden soll. Nachdem sie den Fremden abgewiesen haben, macht Anna sich auf die Suche - und findet das sagenumwobene Buch. Plötzlich geht alles ganz schnell: Sie wird von Horace entdeckt und von ihm samt Buch durch ein Portal in eine andere Welt entführt. Ellie, die das Verschwinden ihrer kleinen Schwester fassungslos mit ansehen muss, kann in letzter Sekunde noch durch das sich bereits schließende Portal treten. Allein, und ohne Ahnung, wo Anna sich in dieser fremden Welt befindet begegnet sie dem geheimnisvollen jungen Mann Kellan, der ihr schließlich das Leben rettet. Doch irgendwas scheint er zu verbergen. Kann sie ihm trauen?
Auch Anna ist zunächst überwältigt von der unbekannten Landschaft. Doch nach und nach erfahren die beiden mehr über Iphosia, deren Völker und Pläne. Schon bald wird klar, dass die geheimnisvolle Welt lange nicht so märchenhaft ist, wie sie auf den ersten Blick scheint...

"Anna war erschrocken und fasziniert zugleich. Die Stadt wirkte wie aus einem Science-Fiction-Roman. Sie war kunstvoll errichtet, überall leuchteten und blinkten Lampen in unterschiedlichen Farben, erschufen aus dem Straßennebel bunte Watte." -Seite 110

Mit Die Federn des Windes hat Autor Manuel Timm ein neues spannendes Fantasy-Abenteuer geschaffen. Bisher nur als drei einzelne Episoden erhältlich, gibt es diese nun als Gesamtausgabe. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Schwestern Ellie und Anna, die aufgrund eines unglücklichen Zufalls durch ein Portal in einer anderen Welt landen - getrennt voneinander. Auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester lernt die achtzehnjährige Ellie den jungen Kellan kennen und erfährt schließlich mehr über die fremde Welt, in der es alles andere als friedlich und ungefährlich ist...
Die Parallelwelt namens Iphosia ist gut konstruiert, man erfährt nach und nach mehr über die beiden herrschenden Völker, die seit Ewigkeiten zerstritten sind - die derzeitige Waffenruhe droht zu zerbrechen. Die Magischen und die Techniker leben völlig unterschiedliche Leben, gerade hier erhält man einen übersichtlichen und detailreichen Einblick. Bei der Umgebung der Techniker kommt sogar ein kleiner Hauch von Steampunk auf - auch wenn dieses nur am Rande ist, hat mir das sehr gut gefallen.
Anhand der Karte vorn im Buch kann man sich über Iphosia einen sehr guten Überblick verschaffen. Die Handlung beginnt anfangs sehr ruhig, nimmt dann aber schnell an Fahrt auf und wird spannend und abenteuerlich. Sehr gut gefallen haben mir hier auch die Abschnitte um das geheimnisvolle Buch, das viel wichtiger ist, als es zunächst aussieht.
Die einzelnen Kapitel, die regelmäßig zwischen den einzelnen Charakteren wechseln, sind kurz, flüssig zu lesen und gut verständlich. Der ständige Wechsel ist sehr gut gewählt, da durch die verschiedenen Blickwinkel die Spannung die ganze Zeit über aufrecht erhalten wird.
Sehr interessant ist auch, was es mit dem Buchtitel auf sich hat - im Laufe der Geschichte erfährt man, welche Bedeutung Die Federn des Windes hat.
Das Cover, das für diese Gesamtausgabe komplett neu gestaltet wurde ist ein richtiger Blickfang - eher dunkel gehalten mit verschiedenen Personen, ist es sehr gut abgestimmt auf den Roman.

"Viele Fäden des Schicksals verliefen in der Dunkelheit, unsichtbar für den Betrachter, und fügten sich erst zu ihrer gesamten Macht zusammen, wenn es nicht mehr zu verhindern war. Jedenfalls sollte es so sein und Horace Finton tat alles, was in seiner Macht stand, um die Fäden in der Dunkelheit zu belassen." - Seite 226

Mein Fazit: Ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, die den Leser in eine fremde Welt entführt. Spannend aufgebaut und gut konstruiert, findet man sich in Iphosia sehr gut zurecht. Die Handlung entwickelt sich schnell und spannend, die Geheimnisse, die sich um die verschiedenen Charaktere ranken, werden nach und nach gelüftet. Alles ist sehr gut aufeinander abgestimmt, einzig das geheimnisvolle Buch, das mir persönlich sehr gut gefallen hat, gerät im Laufe der Geschichte etwas zu sehr in den Hintergrund. Gerade zu diesem Thema hätte ich mir noch mehr Ausführungen gewünscht. Doch davon abgesehen hält die Geschichte einige Überraschungen bereit, zum Ende gibt es einige dramatische Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hat. Ein sehr lesenswertes Fantasy-Abenteuer!

  (26)
Tags: die federn des windes, fantasy, iphosia, manuel timm, parallelwelt   (5)
 

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119 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

kaffee, historischer roman, abenteuer, diebstahl, sonnenkönig

Der Kaffeedieb

Tom Hillenbrand
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 10.03.2016
ISBN 9783462048513
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein Dieb auf gefährlicher Mission...

Im Jahr 1683: In Europa gibt es ein neues Getränk, das inzwischen jeder begehrt: Kaffee. In Kaffeehäusern treffen sich Philosophen, Künstler, Dichter und Händler um bei einer Schale Kaffee alles wichtige zu besprechen. Doch die wertvolle Bohne ist nicht nur beliebt, sondern auch sehr teuer - die Osmanen haben das Monopol darauf. Sie wachen streng darüber, auf Diebstahl der wertvollen Kaffeebohnen steht der Tod.
Auch der junge Engländer Obediah Chalon ist regelmäßiger Gast in den Kaffeehäusern Londons und geht dort seinen Geschäften nach. Doch nachdem er sich an der Börse verspekuliert hat und auch einiges andere schiefgelaufen ist, führt ihn sein Weg nach Amsterdam. Dort wird Obediah ein Angebot gemacht, das er unmöglich ausschlagen kann - den nur damit kann er seinen drohenden Ruin abwenden. Er soll den Türken den Kaffee klauen. Auch wenn die Gefahr, erwischt zu werden, sehr hoch ist, bereitet Obediah akribisch die gewagte Expedition vor. Zusammen mit einer ausgewählten Truppe begibt er sich schließlich auf die abenteuerliche Reise - ohne zu wissen, ob er und seine Gefährten diese überleben werden....

"Obediah ging weiter, bis er 'Jonathan's Coffee House' erreichte. Als er den bis zum Bersten gefüllten Raum betrat, schlugen ihm die Aromen von Tabak, Kaffee und Aufregung entgegen." -Seite 23

Der Kaffeedieb spielt Ende des 17. Jahrhunderts und ist ein historischer Roman, der einige Abenteuer bereithält. Im Mittelpunkt steht der Kaffee - das neue Getränk, das jedermann in den unzähligen Kaffeehäusern konsumiert. Schnell bekommt man einen sehr guten Einblick in die damalige Zeit und dessen Flair: Ob es der Handel, die Korrespondenz, die Ausdrucksweise oder die Bekleidung ist - alles wird hier detailreich beschrieben.
Ich musste mich anfangs zwar erst an den Schreibstil und an die Fremdwörter gewöhnen, doch mithilfe des Glossars hinten im Buch findet man sich schließlich gut zurecht. Neben der interessanten Hauptfigur Obediah Chalon, der den Leser immer wieder durch sein Handeln in Staunen versetzt, gibt es noch eine Reihe weiterer, sehr unterschiedlicher Personen. Genau diese heuert Obediah für seine Mission an, die alles andere als ungefährlich ist - Er will den Osmanen ihr Monopol abluchsen und die wertvollen Kaffeebohnen stehlen. Neben der abenteuerlichen Expedition gibt es noch einen weiteren Handlungsstrang, denn Obediahs Aktivitäten bleiben nicht unbemerkt...
Beide Wege sind interessant zu verfolgen. Auch wenn die Geschichte in der ersten Hälfte des Buches ein paar Längen aufweist und sich dadurch manchmal etwas verliert, wird es in der zweiten Hälfte wieder richtig spannend.
Sehr gut gefallen haben mir die beiden abgebildeten Karten vorne und hinten im Buch. So kann man sich sowohl über die Reiseroute, als auch über die damalige Länderverteilung ein sehr gutes Bild machen.

"Der Anführer dieser Expedition muss einen messerscharfen Verstand besitzen, Beziehungen zu Personen mit vielerlei Talenten haben und die neuesten naturphilosophischen Errungenschaften kennen. Ihr seid der perfekte Mann für die Aufgabe."
-Seite 57

Mein Fazit: Ein sehr lesenswerter historischer Abenteuerroman mit einem wirklich interessanten Hauptthema: Der Kaffee. Die damalige Zeit wird wunderbar geschildert und nach kleinen Längen am Anfang wird es in der zweiten Hälfte sehr packend. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, ist nach kleinen Anfangsschwierigkeiten gut verständlich und überrascht mit einem interessanten Verlauf. Auch das Abenteuer kommt hier nicht zu kurz. Trotz kleiner Kritikpunkte hat mir dieses Buch insgesamt sehr gut gefallen. Wer mal einen etwas anderen historischen Roman mit großem Abenteuer lesen möchte, dem kann ich Der Kaffeedieb sehr empfehlen!

  (23)
Tags: 17. jahrhundert, abenteuer, der kaffeedieb, historischer roman, kaffee, tom hillenbrand   (6)
 

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45 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

mord, gerhard jäger, schuld, tiro, brand

Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Gerhard Jäger
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blessing, 26.09.2016
ISBN 9783896675712
Genre: Romane

Rezension:

Auf der Suche nach der Wahrheit...

Im Herbst des Jahres 1950 reist der junge Historiker Max Schreiber aus seiner Heimatstadt Wien in ein kleines Tiroler Bergdorf, um mehr über ein mysteriöses Verbrechen zu erfahren, das sich Mitte des 19. Jahrhunderts dort ereignet hat. Als Max, der den ganzen Winter dort verbringen will, sich bei den Dorfbewohnern umhört, stößt er auf Misstrauen und Ablehnung. Irritiert von dem Verhalten zieht sich der 25-jährige immer mehr zurück, konfrontiert mit der Abgeschiedenheit der Berge. Einzig eine stumme junge Frau erweckt seine Aufmerksamkeit...
Doch eines Tages überschlagen sich die Ereignisse: Es gibt einen seltsamen Todesfall, eine Scheune brennt bis auf die Grundmauern nieder und der Winter hält Einzug - in diesem Jahr mit einer unglaublichen Wucht. Mit den Schneemassen brechen tödliche Lawinen über das Dorf herein. Doch damit nicht genug: Max Schreiber gerät unter Mordverdacht und plötzlich fehlt jede Spur von ihm.
Über fünfzig Jahre später reist ein älterer Mann in die Gegend mit dem Ziel, die Wahrheit herauszufinden. Was ist damals, als der Winter mit aller Macht kam, wirklich passiert? Die Spurensuche beginnt...

"Es gibt Momente, Orte, die dir Angst machen. Du weißt, dass da etwas ist, das auf dich wartet, gesichtslos, namenlos, jenseits aller Begriffe, jenseits aller Konturen, und doch, es ist da, du spürst es, und du weißt nur eines: Es ist nichts Gutes." - Seite 20

Dieses Buch hat mir mit seinem beeindruckendem Erzählstil sehr gefallen! Es ist eine Mischung aus Krimi, einer kleinen Liebesgeschichte und einem großen Drama - alles angesiedelt in einem kleinen Tiroler Bergdorf. Vor einem beeindruckendem Bergpanorama spielt sich eine Geschichte ab, die sich langsam dramatisch zuspitzt - die unerwarteten Schneemassen spielen dabei eine traurige Rolle...

Die Handlung hat zwei Erzählebenen: Zuerst lernen wir den älteren Mann Mr. Miller kennen, der zu einer Reise aus den USA nach Innsbruck aufbricht, mit der Hoffnung, dort die Wahrheit zu finden: Anfang der fünfziger Jahre verschwand ein Verwandter spurlos. Dabei wird er immer wieder von Erinnerungen eingeholt. Dann geht es in die Vergangenheit, ins Jahr 1950, als sich der Wiener Historiker Max Schreiber in ein abgeschiedenes Bergdorf aufmacht, um dort nach einem Verbrechen zu forschen, dass ein Jahrhundert zurückliegt. Doch mit dem, was er in diesem Winter erlebt, hat er nicht gerechnet...
Die regelmäßigen Wechsel der beiden Ebenen sind sehr gut aufeinander abgestimmt, nach und nach kommt alles ans Licht.
Dieses Buch sticht vor allem mit einem heraus: Dem bildgewaltigen, großartigem Erzählstil. Sehr detailreich und mit einer poetischen Note schildert der Autor hier die Atmosphäre des kleinen Dorfes und des Winters, dessen Idylle trügt. Gerade die Momente, als der Schnee alles einhüllt, sind sehr aussagekräftig. Doch neben den Schauplätzen gibt es auch eine sehr spannende Handlung, die einiges zu bieten hat. Die Sätze sind oft verschachtelt und lang - aber gerade das macht diesen leicht poetischen Schreibstil aus.
Das Cover -ganz in Weiß gehalten mit einer einsamen Gestalt, die durch den Schnee stapft- ist, genau wie der Titel, sehr gut auf den Inhalt abgestimmt.

"Und er blickt zurück zum Dorf, alles liegt unter einer dicken weißen Schneedecke, auf der die Sonne blinkt, fast schon meterhoch die Schneewände auf den Seiten der freigeschaufelten Straßen, Gassen und Wege, eine idyllische Szene, eine friedliche Szene, die nichts verrät von den Leichen, die im Keller liegen, und Schatten, die nachts ihrer Wege gehen." -Seite 249

Mein Fazit: Ein beeindruckendes Buch, dass mit seiner wunderbaren Erzählweise überzeugt. Ein detailreich geschildertes Winterpanorama, hinter dem sich eine tödliche Gefahr verbirgt. Dazu gibt es noch eine packende Handlung, die einerseits sehr spannend ist, andererseits aber -aufgrund der Katastrophe- auch berührend und traurig ist. Es gibt ausgewählte Momentaufnahmen, in denen man die Hauptcharaktere sehr gut kennen lernt - ihr Denken und Handeln wird bis in kleinste Detail beschrieben. Alles ist sehr gut aufeinander abgestimmt.
Ein sehr gelungener Roman - anders, besonders und sehr lesenswert!

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Tags: der schnee das feuer die schuld und der tod, drama, gerhard jäger, roman, tiro   (5)
 

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217 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

menschenhandel, frankreich, krimi, charlotte link, bulgarien

Die Entscheidung

Charlotte Link
Fester Einband: 580 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 05.09.2016
ISBN 9783764504410
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Entscheidung mit fatalen Folgen...

Der vierzigjährige Simon möchte zusammen mit seinen Kindern die Weihnachtsfeiertage in Südfrankreich verbringen. Doch alles kommt anders. Die Kinder sagen kurzfristig ab und seine Freundin gibt ihm den Laufpass. Enttäuscht vom Leben macht Simon einen Strandspaziergang und trifft dort auf Nathalie - die junge Frau ist verwahrlost, völlig verängstigt, ohne Unterkunft und Papiere. Da trifft Simon spontan eine Entscheidung, zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnend, in welche lebensgefährliche Geschichte er mit hineingezogen wird: Aus Mitgefühl bietet er Nathalie seine Hilfe an und nimmt sie mit in sein Haus. Nach und nach erfährt er schließlich ihre Geschichte - die zu unglaublich ist um wahr zu sein. Doch schließlich geht er zusammen mit ihr einer Sache auf den Grund, unwissend, welche Folgen das haben wird. Dann überschlagen sich die Ereignisse...
Das die anfangs rätselhafte Geschichte bis nach Bulgarien führt und erschreckende Ausmaße annimmt, ahnt niemand der Beteiligten...

"Die Sache gefiel ihm nicht. Er hatte das deutliche Empfinden, auf einer Schwelle zu stehen, von der aus er am besten keinen weiteren Schritt tun sollte. Es war, als bekäme er eine Warnung, unhörbar und unkonkret, und dennoch so intensiv, dass er fröstelte.
Da er sich diesen Vorgang nicht erklären könnte, beschloss er, ihn zu ignorieren."
-Seite 62, eBook

Der aktuelle Roman von Charlotte Link beginnt gleich mit einem unheimlichen Prolog: Ein junges Mädchen, scheinbar in Todesangst, flüchtet aus einem Haus. Danach nimmt die rätselhafte Geschichte ihren Lauf : Durch verschiedene Blickwinkel geschildert-die im ersten Augenblick viele Fragen aufwerfen- wird jedoch nach und nach klar, worum es geht. Man beginnt zu ahnen wie manche Schicksale zusammen passen könnten. Im ersten Moment vielleicht etwas verwirrend, doch nach einigen Kapiteln hat man einen guten Überblick. Die Hauptgeschichte spielt in Frankreich, wo der nichtsahnende Simon aus Mitleid eine Entscheidung trifft, die sein ganzes Leben verändert. Als ihm das klar wird, ist es zu spät, um noch auszusteigen. Auch in Bulgarien wurde aus einer großen Not heraus eine falsche Entscheidung getroffen...
Charlotte Link gelingt es sehr gut, die unheimliche Atmosphäre, die während des ganzen Romans herrscht, komplett aufrecht zu erhalten: Dunkles Winterwetter in der zurzeit verlassenen Provence, dazu die detailreich geschilderten Ängste und Empfindungen der Hauptcharaktere.

"Der einzige Moment, an dem ich diese ganze Geschichte hätte vermeiden können, war der allererste. Als ich den Strand entlang durch den Regen lief und mich idiotischerweise in eine Situation eingemischt habe, die mich nichts anging. Es war die falsche Entscheidung, im Bruchteil von Sekunden getroffen..." (Simon) -Seite 190, eBook

Mein Fazit: Ein spannender Kriminalroman mit einem ernsten und brisanten Thema. Nach und nach fügen sich die einzelnen Puzzleteile an seinen Platz und geben ein schockierendes Ergebnis preis. Atmosphärisch sehr dicht und eher düster gehalten, wird es packend. Es kommen Details ans Licht mit denen man so nicht gerechnet hat - genau diese ungeahnten Entwicklungen machen dieses Buch zu einem spannendem Krimi. Einzig der etwas unübersichtliche Anfang ist ein kleiner Kritikpunkt. Ansonsten sehr gut geschrieben und aufgebaut. Ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.

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Tags: bulgarien, charlotte link, die entscheidung, frankreich, krimi, kriminalroman   (6)
 

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weltraum, science fiction, hexen, raumschiff, kai meyer

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Unterwegs in fernen Galaxien...

In den Weiten der Galaxis liegt das galaktische Reich Tiamande. Dieses wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Alle fünf Standardjahre werden junge Frauen als Bräute ausgewählt und zu ihr auf die Thronwelt gebracht. Niemand weiß, was mit den Mädchen dort geschieht - sie wurden nie wieder gesehen.
Nun ist die Wahl auf die junge Adelige Iniza Talantis gefallen, die in der Baronie Koryantum lebt. Sie soll nun an Bord einer riesigen Raumkathedrale von den Hexen nach Tiamande zur Gottkaiserin gebracht werden und sich ihrem Schicksal ergeben. Doch Iniza hat andere Pläne. Zusammen mit ihrem heimlichen Geliebten Glanis hat sie einen Plan geschmiedet. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse - zusammen mit dem geheimnisvollen Waffenmeister Kranit -um den sich einige Mythen ranken- und der Alleshändlerin Shara Bitterstern versuchen sie die Pläne der Hexen zu durchkreuzen. Ein gefährliches Abenteuer führt sie quer durch das Reich zu fernen Planeten und unbekannten Wegen. Doch während die vier unterschiedlichen Menschen um ihre Zukunft kämpfen, entdecken sie während ihr Flucht etwas, dass das Leben im gesamten Reich Tiamande für immer verändern könnte...
Ist an den vielen Mythen und Legenden, die Iniza in ihrer Kindheit gehört hat, doch etwas Wahres dran?

"Sie durfte nicht daran denken, dass einzig sein Griff um den Lauf sie davon abhielt, hilflos ins All zu driften. Das Panorama der funkelnden Sterne, dessen Schönheit sie am Fenster überwältigt hatte, entpuppte sich jetzt als Abgrund, über den sie wie an einem seidenen Faden baumelte." - Seite 36

Der neue Roman von Kai Meyer hat einiges zu bieten. Ein packendes Abenteuer in einer fernen Galaxie, mit mächtigen Raumkathedralen, besonderen Raumschiffen, Laserwaffen und vielem mehr. Ein besonderes Extra wartet gleich zu Beginn des Buches: Auf mehreren Doppelseiten gibt es anhand mehreren Illustrationen schon vorab einen tollen Einblick in die Geschichte. Diese stammen von Jens-Maria Weber.
Beeindruckend ist auch die Galaxis mit ihren Reichen, Planeten und deren unterschiedlichen Machtverhältnissen. Dank der ausführlichen Beschreibungen zu Anfang fällt einem der Einstieg in die Geschichte schon nach ein paar Seiten sehr leicht. Es gibt tolle Beschreibungen zu den Welten, den Laserwaffen und den einzelnen Fahrwerken. Im Mittelpunkt stehen hier u.a. die mächtigen Raumkathedralen des Hexenordens oder auch die Nachtwärts - das beeindruckende Raumschiff mit ihrem besonderen Aussehen. Zu allem gibt es detailreiche Ausführungen, jedoch wird es nie zu technisch. Neben den verschiedenen Schauplätzen gibt es auch eine spannende Handlung mit interessanten Charakteren. Im Mittelpunkt steht die junge Frau Iniza, die als Braut der Gottkaiserin ein ungewisses Schicksal erwartet - doch die Pläne hat sie zusammen mit einigen Helfern schnell durchkreuzt...
Sehr gefallen haben mir auch die Abbildungen vorne und hinten in der Klappenbroschur, die es zusätzlich zu den Illustrationen gibt. Es gibt Abbildungen der Galaxis und des Reichs Tiamande, sowie eine Skizze der Nachtwärts, dessen Aussehen ich besonders toll finde. Zusammen mit dem leicht schimmernden Cover ist das Buch ein sehr schöner Hingucker.

"Die Nachtwärts stand am Ende der Plattform, sie konnte ein kleines Stück davon zwischen den übrigen Schiffen erkennen. Shara spürte einen Anflug von Euphorie, der an einem Ort wie diesem tödlich sein konnte, weil er sie unvorsichtig machte, Man hatte ihr die Schwingen gestutzt, aber nicht abgeschnitten. Bald würde sie wieder fliegen." -Seite 87

Mein Fazit: Space-Fantasy vom Feinsten! Mich hat dieser Roman sehr positiv überrascht - toll geschrieben mit vielen phantastischen Elementen, spannender Science Fiction und einer sehr packenden Handlung - alles angesiedelt in einem beeindruckenden Universum. Die Krone der Sterne ist eines von jenen Büchern, die man, einmal angefangen, am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Die Handlung hat vieles zu bieten - sie hält einige Überraschungen bereit, ganz besonders zum Ende hin. Lasst euch überraschen... Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die Lust auf ein spannendes Abenteuer haben. Sehr lesenswert!

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Tags: die krone der sterne, galaxis, kai meyer, science-fiction, space-fantasy   (5)
 

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episches zeitporträt 1948 - 2001, peter prange, brd-rm, historischer roman, zeigeschichte

Unsere wunderbaren Jahre

Peter Prange
Fester Einband: 976 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 13.10.2016
ISBN 9783651025035
Genre: Historische Romane

Rezension:

Der große Deutschland-Roman

Es ist der 20. Juni 1948 - der Tag der Währungsreform. Die D-Mark wird eingeführt und jeder erhält 40 DM "Kopfgeld". Auch in der kleinen Stadt Altena im Sauerland stehen die Menschen in langen Schlangen vor der Geldausgabe. Unter ihnen auch sechs junge Leute: Die drei Schwestern Ruth, Ulla und Gundel - die Töchter des erfolgreichen Drahtfabrikanten Wolf. Und auch Tommy, Bernd und Benno sind gespannt - jeder der sechs hat eigene Pläne und Träume für die Zukunft, jeder weiß genau, wofür er das Kopfgeld verwenden möchte.
So geht jeder der sechs seiner Wege - und diese können unterschiedlicher nicht sein: Freud und Leid, Liebe und Einsamkeit, Glück und Pech können in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht enger beieinander liegen. Mancher von ihnen findet das große Glück und andere wiederum scheitern...

"Während die anderen über seinen Witz lachten, beschlich Ulla ein seltsames Gefühl. Plötzlich war ihr, als würden diese fremden, unbekannten Frauen auf den neuen Scheinen von jetzt an ihr Leben bestimmen." - Seite 45

Dieses ist nur ein ganz kleiner Einblick in den neuen, großen Roman von Peter Prange. Den Leser erwartet ein eindrucksvolles Zeitporträt vom Jahre 1948 bis hin zu 2001. Die Zeit der D-Mark, des Aufschwungs, der Rezession und dem Mauerfall - alles wird detailreich in diesem umfangreichen Roman geschildert und mit dem Schicksal der Hauptcharaktere verwoben. Im Mittelpunkt stehen sechs junge Leute, die mit den 40 DM ihre ganz eigenen Wege gehen. Es wird mal packend und dramatisch, die Zeiten sind mal traurig und mal glücklich. Neben den Hauptfiguren spielen aber auch noch viele andere Charaktere eine zentrale Rolle. Sowohl die vielen einzelnen Figuren und Schicksale, die Handlungsorte, als auch historische Fakten - alles hat Peter Prange hier sehr gut wiedergegeben und zu einem packendem Familiendrama gemacht. Der Roman ist aufgeteilt in drei Bücher, die, angegeben mit dem jeweiligen Zeitabschnitt, in Teile gegliedert wurde. Die jeweiligen Kapitel sind relativ kurz und wechseln zwischen den Charakteren hin und her. Dieses ist sehr gut gewählt und man erhält so einen wunderbaren großen Überblick über die gesamte Geschichte.

"Seine Mutter war nur vierundvierzig Jahre alt geworden... Wie oft hatte er sich für sie geschämt, weil sie nur eine Putzfrau gewesen war und ihm keinen Vater gegeben, sondern ihn allein aufgezogen hatte. Jetzt war er so stolz auf sie, wie sie es zeit ihres Lebens auf ihn gewesen war. Doch es war zu spät, um es ihr zu sagen." - Seite 366

Mein Fazit: Dieser große Deutschland-Roman hat einiges zu bieten: Auf seinen 976 Seiten gibt es eine dramatische Familiengeschichte, die im Zeitraum von 1948-2001 spielt. Es ist unheimlich packend, die Lebenswege der sechs Hauptprotagonisten und deren Familien, Freunde und Feinde zu verfolgen. Es passiert einiges, es gibt Überraschungen, sowie schöne und auch traurige Momente. Der Schreibstil ist sehr klar und nimmt den Leser sofort gefangen. Ein beeindruckender Schmöker, der ideal für lange Wintertage ist. Ich lese sehr gerne umfangreiche Bücher, weiß aber auch, dass manche vielleicht vor der Seitenzahl zurückschrecken könnten. Doch die Geschichte lässt sich von Anfang an sehr flüssig lesen, sodass man hier überhaupt keine Bedenken haben muss.
Kurz gesagt: Unsere wunderbaren Jahre - Ein deutsches Märchen ist sehr lesenswert und ein erstes Lesehighlight im neuen Jahr!

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Tags: deutschland, historischer roman, peter prange, unsere wunderbaren jahre   (4)
 

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salzburg, facebook, thriller, lyrik, krimi

Blinde Vögel

Ursula Poznanski , , ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 30.01.2015
ISBN 9783499259807
Genre: Krimi und Thriller

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1.003 Bibliotheken, 10 Leser, 7 Gruppen, 98 Rezensionen

geocaching, thriller, krimi, mord, salzburg

Fünf

Ursula Poznanski , , ,
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.07.2013
ISBN 9783499257568
Genre: Krimi und Thriller

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karma, freundschaft, schicksal, liebe, mission

Der Joker

Markus Zusak , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.11.2014
ISBN 9783570402979
Genre: Kinderbuch

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fantasy, jackaby, william ritter, krimi, sherlock holmes

Jackaby

William Ritter , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310885
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jackaby - der spezielle Detektiv für alles Übernatürliche 

New Fiddleham im Jahre 1892: An einem verschneiten Januartag erreicht die junge Abigail Rook nach einer langen Reise die Stadt und macht sich sofort auf die Suche nach einem Job. Zufällig trifft sie dabei auf Mr. R.F. Jackaby, der eine Assistentin für seine Detektei sucht. Doch Jackaby ist kein gewöhnlicher Detektiv - mit seinem Sinn für alles Ungewöhnliche und der Fähigkeit, Fabelwesen zu sehen, kümmert er sich um alle übernatürlichen Fälle in der Stadt. Abigail dagegen hat das Talent, alltägliche und noch so kleine Details wahrzunehmen, die später von enormer Wichtigkeit sein können. Schon der erste Fall hat es in sich: Ein Serienkiller scheint nach einem bestimmten Muster vorzugehen. Jackaby merkt sofort, dass der Täter kein normaler Mensch ist und beginnt mit seinen speziellen Ermittlungen. Dabei begegnen ihm und Abigail allerhand Übernatürliches - was natürlich nicht ganz ungefährlich ist...

"Eigentlich glaube ich nicht an...an...Okkultes. Weder an Hausgeister noch an Kobolde noch an den Weihnachtsmann!" (Abigail)

- "Selbstverständlich nicht, das wäre ja auch albern. Nicht die Sache mit den Hausgeistern und Kobolden natürlich, die existieren selbstverständlich, aber dieser Unsinn mit dem Weihnachtsmann ist wirklich absurd." (Jackaby) - Seite 43

Nachdem ich die Inhaltsangabe von Jackaby gelesen habe -Mit einem Detektiv als Hauptperson, der einen Sinn für alles Übernatürliche hat - war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Und es hat wirklich eine schöne, außergewöhnliche Note: Der skurrile Mr. R.F. Jackaby hat mit der jungen Abigail Rook endlich eine gute Assistentin für seine Detektei gefunden, deren Spezialgebiet ungeklärte Phänomene sind. Zuerst ist für die junge Frau alles neu und ein wenig unglaublich, besonders als Jackaby anmerkt, dass sich ein kleiner Kobold in Abigails Mantel eingenistet hat. Doch nach und nach bekommt sie ein Gespür dafür und gerät in ein spannendes Abenteuer - und in einen Mordfall, der es in sich hat...
Mir hat die Geschichte von Anfang an gut gefallen: Die Charaktere sind klasse: Sowohl die normale Abigail, als auch der außergewöhnliche Jackaby, der einen mit seinen Aussagen so manches Mal zum Schmunzeln bringt. Doch auch die Handlung bietet einiges: Eine düster angehauchte Stadt mitten im verschneiten Januar, in dem ein Mörder herumläuft, der höchstwahrscheinlich kein Mensch ist. Es warten einige Überraschungen für das neue Detektiv-Duo.
Das Cover finde ich auch sehr gelungen, es fällt einem sofort ins Auge: In hellblau/türkis gehalten mit der Silhouette eines Mannes (Jackaby) und Details, die auf einen phantastischen Roman hindeuten.

Mein Fazit: Dieses Buch ist eine sehr gute Mischung aus Krimi und Mystery mit fantastischen Elementen, angesiedelt am Ende des 19. Jahrhunderts. Eher in düsterer Atmosphäre gehalten mit einem etwas speziell-skurrilem Detektiv und einer sympathischen Assistentin bietet die Handlung einen interessanten Verlauf. Mir hat hier nur ein wenig die Tiefe gefehlt, trotz toller Ideen blieb die Geschichte an manchen Stellen etwas blass. Dennoch ein guter und unterhaltsamer Auftakt mit noch etwas Luft nach oben.

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Tags: 19. jahrhundert, fantasy, jackaby, krimi, mystery, william ritter   (6)
 

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träume, kerstin gier, fantasy, liebe, silber

Silber - Das dritte Buch der Träume

Kerstin Gier
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei Fischer E-Books, 08.10.2015
ISBN 9783104029900
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 3 der Silber-Trilogie

Nachdem Liv und ihre Freunde im letzten Moment noch eine schlimme Katastrophe abwenden konnten, wird ihnen eines bewusst: Das Träumen wird immer gefährlicher. Zusammen mit ihrem Freund Henry und Stiefbruder Grayson versuchen sie hinter das Geheimnis der immer stärker werdenden Macht des Gegners zu kommen. Denn dieser wird immer unberechenbarer. Und damit nicht genug: Eine alte und gefürchtete Bekannte taucht wieder in der Traumwelt auf und verunsichert Liv immer mehr...
Doch auch in Liv Silbers realem Leben ist einiges los: Ohne es recht zu wollen, hat sie Henry angelogen. Kann sie das wieder geradebiegen? Auch in ihrer Patchwork-Familie ist wieder einiges los und bald steht die Hochzeit von Ihrer Mutter und Ernest an. Ob alles nach Plan läuft?
Während Liv immer noch über bestimmte Geschehnisse grübelt, die in der Traumwelt passiert sind, passiert auch im wachen Leben einiges - auch dort lauert Gefahr...

"Die vielen verzweigten Gänge schienen kein Ende zu nehmen und verloren sich irgendwo im Schatten. Trotzdem liebte ich diesen Ort und die Vorstellung, dass hinter jeder der Türen eine andere Seele träumte und alle Menschen auf dieser Welt durch dieses Labyrinth miteinander verbunden waren. Es war ein magischer Ort, geheimnisvoll und gefährlich - eine Mischung, die ich einfach unwiderstehlich fand." -Seite 60

Im dritten und letzen Band der Trilogie der Träume wird es noch einmal spannend. Liv und ihre Freunde merken immer mehr, wie gefährlich die Traumwelt ist und dort verheerendes angerichtet werden kann. Zudem stehen sie noch vor einigen Rätseln, die gelöst werden müssen...
Die inzwischen liebgewonnenen Hauptcharaktere kommen hier nochmal sehr gut zur Geltung, es gibt wieder eine Mischung von spannenden und geheimnisvollen Abschnitten, aber auch die schönen Momente, die zum Schmunzeln sind, kommen nicht zu kurz.
Die Traumwelt mit ihren unendlichen Korridoren und den vielen unterschiedlichen Türen mit den Welten dahinter hat mich auch im dritten Band wider sehr begeistert. Alles wird wunderbar detailreich beschrieben - genauso wie die Handlungsorte im realem Leben.
Das Cover -sowohl beim Einzelband (oben) wie auch als Sonderausgabe im Schuber (türkis) - sind wunderbar phantasievoll gestaltet und passen perfekt zur Geschichte.

Mein Fazit: Ein sehr guter Abschluss der Trilogie, in dem es nochmal richtig packend wird. Alle Geheimnisse werden gelüftet, offene Fragen werden beantwortet - und gerade hier warten so einige Überraschungen! Auch das dritte Buch der Träume lässt sich wieder unheimlich flüssig lesen, die inzwischen gewohnte Ich-Perspektive ist sehr gut gewählt und passt hervorragend zur ganzen Idee der Geschichte. Einen halben Stern ziehe ich ab, weil ich die Abschnitte mit Livs "Flugsimulator" etwas langatmig fand. Alles andere ist toll gelungen.
Kurz gesagt: Im Finale wird es nochmal spannend, unvorhersehbar und mit einem guten Ende. Sehr lesenswert! 4,5 Sterne von mir.

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Tags: das dritte buch der träume, jugendbuch, kerstin gier, silber-trilogie   (4)
 

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(2.978)

4.587 Bibliotheken, 52 Leser, 14 Gruppen, 263 Rezensionen

träume, silber, kerstin gier, liebe, jugendbuch

Silber - Das zweite Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.06.2014
ISBN 9783841421678
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 2 der Silber-Trilogie

Nachdem Liv hinter das Geheimnis der mysteriösen Rituale und deren Gründe gekommen ist, sowie gefährlich-abenteuerliches erlebt hat, kehrt langsam wieder Normalität in ihr Leben ein: Frisch verliebt genießt sie die Zeit mit Henry - auch in ihren Träumen. Denn dort, in der Traumwelt vor ihren Türen im langen Korridor treffen sie sich regelmäßig. Doch diese Ausflüge sind nicht ganz ungefährlich - nach einem unheimlichen Rascheln taucht plötzlich eine mysteriöse Gestalt auf, die keine guten Absichten hat. Doch wer steckt dahinter und was hat sie vor? Entgegen der Warnungen ihres Stiefbruder Grayson vor den nicht ganz ungefährlichen Traumbesuchen sucht Liv weiter nach der Wahrheit...
Doch auch im wahren Leben geht es für Liv turbulent weiter - Die geheimnisvolle Secrecy, die über sämtlichen Klatsch und Tratsch in ihrem Blog berichtet hat es nun auf Liv abgesehen und veröffentlicht sehr private Sachen von ihr, die sie eigentlich nicht wissen kann. Doch damit nicht genug: In ihrer frischgebackenen Patchwork-Familie müssen Liv und Mia es mit der intriganten Großmutter aufnehmen. Und dann ist da noch ihr Freund Henry, der einige Geheimnisse vor ihr zu haben scheint...

"Ich brachte die Veränderungen der Tür mit den Veränderungen in Verbindung, die ich selber durchgemacht hatte. Das Gleiche hatte ich auch bei anderen Türen in diesem Labyrinth beobachtet. Manche wechselten nur die Farbe, bei anderen blätterte der Lack ab, wieder andere veränderten ihrer kompletten Form und Größe." -Seite 65

Auch im zweiten Teil der Trilogie der Träume geht es genau so interessant und spannend weiter, wie es im ersten Band aufgehört hat. Liv ist weiter regelmäßig in der Traumwelt unterwegs, in der es nicht ganz ungefährlich ist. In den Korridoren treibt ein Unbekannter sein Unwesen. Doch auch ihr reales Leben ist derzeit alles andere als ruhig. Allerhand Fragen und merkwürdige Ereignisse tauchen auf, oft sehr Ernste. Aber es gibt auch einiges zum Schmunzeln, besonders diese Momente kommen durch die schon bekannte Ich-Perspektive von Liv sehr gut zur Geltung. Was mir besonders gut gefällt, ist die Konstruktion der Traumwelt - die Idee mit dem Korridor und den vielen verschiedenen Türen, die so individuell gestaltet sind wie ihre Besitzer, ist sehr gelungen.
Die Handlung bleibt weiterhin überraschend mit einem dramatisch-spannendem Ende.
Auch die Covergestaltung passt -sowohl bei den einzelnen Hardcover (oben) als auch bei der Sonderausgabe im Schuber (schwarz mit einem Leoparden)- sehr gut zur Geschichte.

"Die Küchenuhr verriet mir, dass es bis zum Morgen noch ewig hin war, und ich war viel zu erschöpft, um nachzurechnen, wie lange der Albtraum denn nun gedauert hatte."
-Seite 374

Mein Fazit: Ein wunderbarer zweiter Teil. Hier passiert einiges - sowohl in Livs realem Leben als auch in der Traumwelt. Fragen kommen auf, Rätsel müssen gelöst und Unheimliches aufgedeckt werden. Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz, gerade das lockert die Geschichte immer wieder auf. Kombiniert mit einer herrlich lockeren Schreibweise, lässt sich dieses Buch wieder sehr flüssig lesen. Ich war viel zu schnell fertig. ;) Umso neugieriger bin ich nun, was im dritten Buch der Träume wartet.

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(5.158)

7.324 Bibliotheken, 87 Leser, 13 Gruppen, 564 Rezensionen

träume, kerstin gier, silber, liebe, fantasy

Silber - Das erste Buch der Träume

Kerstin Gier
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 20.06.2013
ISBN 9783841421050
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 1 der Silber-Trilogie

Nach sechs Umzügen innerhalb von acht Jahren hoffen die 15-jährige Liv Silber und ihre jüngere Schwester Mia nun in London endlich ein dauerhaftes Zuhause gefunden zu haben. Danach sieht es jedenfalls aus - ihre Mutter ist neu verliebt und plant schon eifrig die Familienzusammenführung.
So beginnt für die beiden Schwestern der Start in der neuen Heimat etwas turbulent, besonders für Liz, die plötzlich verrückte Sachen träumt. Neben einer geheimnisvollen, grünen Tür mit einem Eidechsenknauf begegnen ihr auch vier Jungs, die auf einem düsteren Friedhof mitten in der Nacht ein mysteriöses Ritual abhalten. Dieses tut Liz mit einem Kopfschütteln ab und staunt nicht schlecht, als ihr wenig später genau diese vier Jungs in der Schule begegnen! Eigentlich sind Grayson und seine Freunde ganz nett, wenn auch geheimnisvoll. Noch ahnt Liz nicht, was es mit dem Traum wirklich auf sich hat. Doch Liz liebt Rätsel - nach und nach erfährt sie mehr. Über Korridore, Türen und eine ganz besondere Welt - und das Geheimnis der vier...

"Wie beim letzten Mal stand ich auch jetzt in einem Korridor, der sich in die Unendlichkeit auszudehnen schien. Fasziniert betrachtete ich die unzähligen Türen. Wie Fenster in einem Adventskalender wirkten sie und genauso individuell, was Größe, Form und Farbe anging." -Seite 144

Nachdem ich schon mit Begeisterung Kerstin Giers Edelstein-Trilogie gelesen hatte, war ich dementsprechend gespannt auf die Trilogie der Träume, die ich zu Weihnachten einem wunderschönen Schuber geschenkt bekommen habe. Und bisher hält die Geschichte, was sie verspricht. Aus Sicht der fünfzehnjährigen Hautperson Liv Silber geschrieben, ist man sofort mittendrin in der Handlung. Diese geht sofort mit einem witzigen Zwischenfall am Londoner Flughafen los. Auch der weitere Verlauf ist locker, interessant und auch spannend geschrieben. Besonders die Geschehnisse in Livs Träumen und was es mit den vier Jungs auf sich hat, ist spannend zu verfolgen. Hier gibt es interessante Wendungen und einige Überraschungen, mit der man, besonders am Ende, nicht rechnet.
Auch die Gestaltung des Buches ist wunderschön und fällt sofort ins Auge. Sowohl das Cover des Bandes, was man einzeln kaufen kann (oben), als auch das Cover der Sonderausgabe im Schuber sind sehr schön anzusehen. (Anders als das bekannte schwarze Cover ist dieses Rot mit einer grünen Tür).

"Er hatte die Tür geöffnet, und hinter ihm konnte ich das diffuse Licht des Korridors erkennen. Aber jetzt ließ er die Eidechse los und war mit ein paar Schritten wieder bei mir." -Seite 263

Mein Fazit: Ein sehr gelungener Auftakt einer bisher wunderbaren Reihe! Ich bin sehr gespannt, was mich in den beiden Folgebänden noch erwartet, doch zum ersten Buch der Träume kann ich sagen, dass es eine schöne, fantasievolle und fesselnde Geschichte ist. Man lernt die Charaktere, besonders natürlich Liv Silber, ihre Schwester Mia und ihre etwas chaotische, aber sehr sympathische Mutter sehr gut kennen. Und dann gibt es ja noch einige Rätsel zu lösen...
Zu der interessanten Handlung passt auch der lockere, etwas freche Schreibstil perfekt. Ein schönes Jugendbuch, dass auch für Erwachsene sehr geeignet ist. Wirklich Lesenswert!

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kurzgeschichten, geschichten die verfilmt wurden, stephen king, entwicklung eines psychopathe, schicksal

Frühling, Sommer, Herbst und Tod

Stephen King , Harro Christensen
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.08.2013
ISBN 9783453436886
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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fantasy, berun, blaustein, die blausteinkriege, mord

Die Blausteinkriege - Sturm aus dem Süden

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453317062
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 2 der Blausteinkriege-Trilogie 

Das einst so mächtige Kaiserreich Berun verliert zunehmend an Macht. Der aktuelle Kaiser ist schwach und seinem starken Vater kein guter Nachfolger. Am Hof regieren Intriganten - ein Anschlag auf Ann Revin, der Mutter des Kaisers, konnte im letzten Moment verhindert werden. Dabei ist sie es, die mit ihren Verbündeten versucht, mögliche Verschwörer aufzudecken und das Kaiserreich zu retten.
Doch im ganzen Land liegt Unruhe in der Luft - im Süden plant der Fürst des Protektorat Macouban den Umsturz, im Osten erhebt sich das Königreich Kolno. Und auch in den anderen Gegenden brodelt es. Die Zeit der Blausteinkriege ist unweigerlich angebrochen. Können Sara und Thoren, die an der Seite der Kaiserinmutter kämpfen, und auch Schwertkämpfer Marten, der tief im Süden unterwegs ist, das Schlimmste abwenden? Allen stellt sich die Frage: Wer ist Freund und wer ist Feind?

"Sara, Thoren, Hilger und Ann Revin. Eine seltsame Gruppe von Verrückten ist das, dachte sie kopfschüttelnd. Auf einem Feldzug gegen eine Bedrohung, von der keiner so recht wusste, woher sie kam und wohin sie führen würde, nur dass sie real war, und das bereits eine ganze Menge Menschen gestorben waren." - Seite 244, eBook

Nach dem packenden Auftakt der Blausteinkriege-Trilogie bleibt es auch im zweiten Teil anfangs spannend. Die Verschwörungen und Intrigen gehen weiter und nehmen immer größere Ausmaße an. Bei manchen ahnt man schon, was es damit auf sich hat, bei anderen wiederum tappt man weiterhin im Dunkeln. In diesem Band erfährt man aber, welches Geheimnis manche Charaktere haben und warum sie deshalb so wichtig für die Zukunft des Kaiserreichs sind. Besonders interessant fand ich die Abschnitte, die direkt mit dem Blaustein und dessen Magie zu tun haben. Da die Blausteinmagie ja ein großes Thema ist, hätte ich mir hier gerne noch mehr Ausführungen gewünscht. Jedoch erfährt man hier schon Einiges, mit dem man so nicht rechnet...
Ein großes Thema sind auch wieder die Mythen und Legenden um Die Reisenden und verschiedene Götter - dieses wurde im Mittelteil etwas zäh, doch zum Ende hin warten hier einige Überraschungen.
Das Cover ist sehr ansprechend und passt sehr gut zu dieser großen High Fantasy-Saga.

Mein Fazit: Eine gute Fortsetzung, jedoch meiner Meinung nach nicht ganz so stark wie der Auftakt. Doch zuerst zum positiven: Sturm aus dem Süden geht spannend los - Einige Geheimnisse werden gelüftet, neue tauchen auf, anderes bleibt weiter im Verborgenen. Man erfährt neues über die Hauptprotagonisten, gerade dieses hat mir sehr gut gefallen. Auch lässt sich die Geschichte flüssig lesen, es gibt einen stetigen Wechsel zwischen den verschiedenen Charakteren, was gut gelungen ist.
Was ich dagegen etwas schade fand: Anfangs noch sehr spannend, ist der Mittelteil etwas zäh. Die Geschichte kommt nicht recht von der Stelle, die Kampfszenen, die mitunter sehr brutal sind, wurden mir auf die Dauer etwas zu viel. Die Handlung verliert sich etwas und wird undurchsichtig.
Zum Ende jedoch wird es wieder richtig interessant. Die Spannung kehrt nochmal zurück, es gibt einige Überraschungen und unerwartete Wendungen.
Kurz gesagt: In Band zwei hat mir persönlich etwas der Zauber gefehlt, dennoch ist es eine ganz gut geschriebene Fortsetzung und macht am Ende neugierig auf Band drei.

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Tags: die blausteinkriege, die blausteinkriege-trilogie, high-fantasy, t.s. orgel   (4)
 

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fantasy, magie, krieg, heyne, intrigen

Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453316881
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 1 der Blausteinkriege-Trilogie

Das Kaiserreich Berun war bis zu dem Tod des einstigen Herrschers sehr mächtig. Doch seit dessen Sohn den Thron bestiegen hat, verliert Berun an Stärke und Macht. In den umliegenden Ländern kommt Unruhe auf, Gerüchte von geheimen Zusammenschlüssen, Abspaltungen vom Kaiserreich und geplante Aufstände erreichen Ann Revin, die Mutter des Kaisers. Diese versucht mit ihren Verbündeten, das Schlimmste abzuwenden...
Inmitten dieser unruhigen Zeit kreuzen sich die Wege dreier Menschen: Ein Mädchen mit einer besonderen Gabe; ein Schwertmann, der durch einer Aneinanderreihung unglücklicher Umstände plötzlich gezwungen wird, einen ganz anderen Weg einzuschlagen; und ein Spion, dessen Wege sehr geheimnisvoll sind. Niemand von ihnen ahnt, wie sehr ihre Schicksale mit der Zukunft Beruns verwoben sind.
Auch im Süden gegen Veränderungen vor: Der Fürst von Macouban schmiedet im Verborgenen Pläne, um das einst so mächtige Kaiserreich in die Knie zu zwingen. Die Zeit der Blausteinkriege rückt unaufhaltsam näher und wird die Welt von Tertys für immer verändern...

"Er trat ans Fenster und hielt den blassen Stein in die Nachmittagssonne. Im selben Augenblick flammte der Stein strahlend blau auf. Ein azurfarbenes Feuer schien ihn zu erfüllen, so intensiv, wie der Himmel über Berun nur an klaren Frühlingstagen leuchtete." -Seite 125 eBook

Das Erbe von Berun ist der große Auftakt der Blausteinkriege-Trilogie. Die Saga spielt in der Welt Tertys, die aufgeteilt ist in verschiedene Kontinente und Reiche. Im Mittelpunkt steht das einst so mächtige Kaiserreich Berun. Einen sehr guten und hilfreichen Überblick über die Lage der Länder und Staaten bietet die Karte vorn im Buch. Diese werden aber auch im Laufe der Handlung sehr gut beschrieben. Am Anfang der umfangreichen Handlung steht eine lange Einleitung, in der man die einzelnen Charaktere und ihr Umfeld sehr gut kennen lernt. Zuerst wirkt alles sehr kompliziert, doch nach und nach erfährt man, wie die einzelnen Abschnitte zusammenhängen, wie die Charaktere zueinander stehen und welchegeheimen Pläne geschmiedet werden. Hier gibt es einige Überraschungen und es wird sehr packend.
Neben den vielen Legenden, Mythen und Sagen, die hier sehr gut beschrieben werden, erfährt man hier auch einiges über den geheimnisvollen Blaustein und deren Magie. Ich bin gespannt, wie sich diese Thematik in den Folgebänden noch entwickeln wird.

Mein Fazit: Ein gelungener Auftakt zu einer großen High-Fantasy Saga! Eine gut konstruierte und interessante Welt, eine geheimnisvolle Magie und unterschiedliche Herrscher, die an die Macht wollen - Die Geschichte hält einiges bereit. Macht, Intrigen und geheime Bündnisse - alles ist vorhanden, wird sehr gut beschrieben und natürlich gibt es einige Überraschungen. Auch wenn es etwas länger dauert, bis man versteht wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen - Band 1 der Blausteinkriege ist sehr lesenswert! Hierfür vergebe ich 4,5 Sterne und bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

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zombie, jugenbuch

Anyone Dies in Paradise

Laura Newman
Fester Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 03.08.2016
ISBN 9783741241277
Genre: Jugendbuch

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