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38 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

expedition, luchterhan, insel, antarktis, everland

Everland

Rebecca Hunt , pociao
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 13.06.2017
ISBN 9783630874630
Genre: Romane

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142 Bibliotheken, 31 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

entführung, new york, paris, frankreich, musso

Das Mädchen aus Brooklyn

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 02.06.2017
ISBN 9783866124219
Genre: Romane

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

fantasy, humor, kobold, schriftsteller

Die Murdstone-Trilogie

Mal Peet , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2016
ISBN 9783492280693
Genre: Fantasy

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307 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

historischer roman, waringham, england, freibeuter, rebecca gablé

Der Palast der Meere

Rebecca Gablé ,
Fester Einband: 960 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 10.09.2015
ISBN 9783431039269
Genre: Historische Romane

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

oberammergau, kreuzigung, passionsspiele, kuisl, historischer krimi

Die Henkerstochter und das Spiel des Todes

Oliver Pötzsch
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.01.2016
ISBN 9783548287379
Genre: Historische Romane

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409 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, bibliothek, roman, london

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 3 der Reihe um die "besonderen Kinder" 

Auch wenn sie sich im letzten Moment aus den Fängen der Wights befreien konnten, müssen Jacob, Emma und der Hund Addison hilflos mit ansehen, wie ihre Freunde von den Feinden entführt werden. Sofort machen sie sich auf die Suche nach den Gefangenen. Ihre Spur führt sie schließlich in die Zeitschleife "Devil's Acre" - dem gefährlichsten Ort überhaupt. In dieser Zeitschleife lebt unter anderem eine Gesellschaft der Besonderen, die einst mehr als nur vom Weg abgekommen sind. Ausgerechnet hier befindet sich die geheime und streng abgeriegelte Festung der Wights. Während Jacob und Emma fieberhaft überlegen, wie sie die besonderen Kinder und die Ymbrynen befreien können, stoßen sie auf ein großes Geheimnis - einer sagenumwobenen Seelenbibliothek, mit der ihr Feind unglaubliche Pläne hat. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

"Allein der Anblick erfüllte mich mit Angst und gleichzeitig mit Entschlossenheit, als spürte ich, wie die Stränge meines diffusen Lebens auf einen einzelnen Punkt zuliefen, der unsichtbar hinter diesen Mauern lag. Dort war es: das, was ich tun sollte - oder mein Tod bei dem Versuch, es zu tun. Die Schuld, die ich begleichen musste." - Seite 93, eBook

Nachdem Band 2 völlig anders als erwartet endete und einen großen Cliffhanger bereithielt, ging es für mich sofort mit dem dritten und finalen Band der Trilogie um die besonderen Kinder weiter. Dieser schließt nahtlos an seinen Vorgänger an und beschreibt den Weg von Jacob und Emma, die sich im letzten Augenblick vor den feindlichen Wights retten konnten. Mit Hilfe von Addison, einem besonderen Hund, verfolgen sie schließlich die Spur der Entführten und landen in einer Zeitschleife, die gefährlicher nicht sein kann...
Auch im dritten Teil warten wieder neue Abenteuer, interessante Schauplätze und allerhand skurril-phantastische Figuren auf den Leser - gleichzeitig ist es aber auch der gruseligste Teil. Die düstere Atmosphäre, die in Zeitschleife "Devil's Acre" herrscht, aber auch die manchmal etwas heftigen Geschehnisse dort tragen enorm dazu bei. Es warten einige Überraschungen auf den Leser - vor allem, was es mit der mysteriösen Seelenbibliothek auf sich hat, ist mehr als unheimlich. Doch auch Jacob entdeckt einiges, womit er überhaupt nicht gerechnet hat...
Der Schreibstil ist wie schon gewohnt in der Ich-Perspektive aus Sicht der Hauptfigur Jacob geschrieben und liest sich leicht und flüssig. Der finale Band hat einen starken Anfang und ein starkes Ende - einzig im Mittelteil schwächelt die Handlung etwas, da sie etwas auf der Stelle tritt. Dieses löst sich zum Glück nach einiger Zeit wieder auf.
Wie bei den Vorgängern auch gibt es auch hier wieder die besonderen schwarz-weiß Fotografien, die manche Szenen und Figuren darstellen und sehr außergewöhnlich sind. Ebenso ist das Cover wieder ein unheimlicher Blickfang - insgesamt eine sehr gelungene Gestaltung, die den Inhalt des Buches wirklich gut präsentiert.
Sehr gut gefallen hat mir das kleine Glossar am Anfang der Geschichte. Hier werden nochmal Begriffe wie Ymbryne, Hollows oder Wights beschrieben und man kann so sein Wissen auffrischen. Natürlich auch sehr hilfreich für Leser, die die beiden vorigen Bände noch nicht kennen. Ich würde allerdings empfehlen, die Reihe von Anfang an zu lesen, denn so bekommt man einen ausführlichen Einblick in die Geschehnisse rund um Jacob und die besonderen Kinder.

"Man hätte in weniger als einer Minute auf die andere Seite sprinten können, aber warum hätten wir rennen sollen? Weil, dachte ich und hatte plötzlich eine Zeile aus Tolkien im Kopf, man nicht einfach nach Mordor hineinspaziert."
- Seite 97, eBook

Mein Fazit: Ein gutes Finale, das noch offene Fragen beantwortet und die ein oder andere Überraschung bereithält. Hier haben mir wieder die vielen plötzlichen Wendungen der Handlung gefallen - genauso wie die vielen Fantasy-Elemente und außergewöhnlichen Figuren. Bis auf kleine Längen im Mittelteil, wo sich die Geschichte kurze Zeit irgendwie im Kreis zu drehen scheint, durchaus spannend und fast genauso packend zu verfolgen wie seine Vorgänger. Das Finale hält nochmal einige Abenteuer bereit und macht es zu einem gelungenen Abschluss der Trilogie. Ein wenig schwächer als der Vorgänger Die Stadt der besonderen Kinder, aber dennoch sehr lesenswert.

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Tags: die besonderen kinder, die bibliothek der besonderen kinder, fantasy, ransom riggs   (4)
 

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370 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, besondere kinder, kinder, die stadt der besonderen kinder

Die Stadt der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2016
ISBN 9783426517185
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 2 der Reihe um die "besonderen Kinder" 

Nach den dramatischen Ereignissen schaffen es Jacob und die Kinder im letzten Augenblick, vor ihren Feinden zu fliehen - aus der Zeitschleife und somit von der Insel Cairnholm, wo die besonderen Kinder behütet von Miss Peregrine viele Jahre lang gelebt haben. Doch der Kampf blieb nicht ohne Folgen: Miss Peregrine, eine der Ymbrynen, die die Zeitschleifen bewachen, kann sich nicht mehr in ihre Menschengestalt zurück verwandeln und benötigt dringend Hilfe. Um sie zu retten, machen sich Jacob und die Kinder auf den Weg nach London, wo sich andere Ymbryne aufhalten soll, die Miss Peregrine helfen kann. Es wird eine gefährliche Reise, denn sie befinden sich im Jahr 1940 in England - mitten im 2. Weltkrieg . Zudem sind ihnen die Feinde auf der Spur, die einen finsteren Plan verfolgen...

"Es geht nicht um Schicksal", sagte ich, "aber ich glaube, dass die Welt im Gleichgewicht sein muss, und manchmal greifen unbekannte Kräfte ein, um die Waagschalen wieder ins rechte Lot zu bringen. Miss Peregrine hat meinen Großvater gerettet - und jetzt bin ich hier, um sie zu retten."
(Jacob) -Seite 72, eBook

Da mir der erste Band Die Insel der besonderen Kinder schon gut gefallen hatte, war ich nun umso gespannter, wie es nach der Flucht aus der Zeitschleife mit Jacob und den Kindern weitergeht. Die Stadt der besonderen Kinder schließt nahtlos an seinen Vorgängern an und ist meiner Meinung nach noch etwas packender. Die Handlung entwickelt sich sehr gut, es tauchen wieder tolle Fantasy-Elemente auf, die hier wunderbar beschrieben werden: Ob es die besonderen Orte in den Zeitschleifen, die phantastisch-skurrilen Figuren oder der abenteuerliche Weg der Gefährten selbst ist - alles ist spannend zu verfolgen. Erwähnenswert sind natürlich vor allem die Hauptfiguren der Geschichte: Jacob, der aus der Gegenwart kommt und im ersten Band das Geheimnis seines verstorbenen Großvaters gelüftet hat und natürlich die besonderen Kinder, von denen jeder eine einzigartige Fähigkeit hat. Im Vorgänger lernt man die einzelnen Personen mit ihren Besonderheiten ja schon kennen, hier erfährt man aber noch Einzelheiten über ihr früheres Leben - dieses hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jacob geschrieben, der selbst auch eine Fähigkeit hat, die für ihre gefährliche Reise sehr nützlich ist.

"Trotz der Schwierigkeiten und Gefahren und trotz der Tatsache, dass diese seltsame Welt in dem Moment auseinanderzufallen begann, als ich sie entdeckte, war ich zutiefst froh, hier zu sein." (Jacob) - Seite 102, eBook

Unbedingt erwähnenswert sind neben der besonderen Covergestaltung auch die vielen schwarz-weiß Fotografien im Buch, die verschiedene Situationen und Personen zeigen und der Geschichte nochmal einen etwas nostalgischen Flair gibt.

Mein Fazit: Eine sehr gelungene Fortsetzung einer wirklich besonderen Trilogie. Die Stadt der besonderen Kinder hat mir noch etwas besser gefallen als der Auftakt. Die Handlung ist spannend, es passiert einiges - man kann das Buch nur schlecht aus der Hand legen. Es gibt wunderbare Fantasy-Elemente, phantastische Figuren und einige Abenteuer, die natürlich neugierig auf den letzten Band machen. Der Schreibstil ist flüssig und die Ich-Perspektive sehr gut gewählt. Es war wirklich eine Überraschung, dass sich die Geschichte noch so steigern konnte. Wirklich lesenswert!

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Tags: die besonderen kinder, die stadt der besonderen kinder, fantasy, ransom riggs   (4)
 

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

überlebenskampf, tod, insel, extremsituation, auszeit

Herz auf Eis

Isabelle Autissier , Kirsten Gleinig
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Mare Verlag, 07.03.2017
ISBN 9783866482562
Genre: Romane

Rezension:

Wie aus einer Abenteuerreise ein Überlebenskampf wird...

Um aus ihrem eintönigen Pariser Alltag auszubrechen, beschließen Louise und Ludovic ein Sabbatjahr einzulegen. Sie haben sich dazu entschieden mit einem Boot den südlichen Atlantik zu durchqueren. Auf dem Weg nach Südafrika machen sie einen kleinen Abstecher zu einer weit abgelegenen, kleinen Insel, die die beiden sofort mit ihren Gletschern beeindruckt. Doch dann passiert das Unglaubliche: Nach einen Sturm ist ihr Boot spurlos verschwunden. Weit weg von der Zivilisation und umgeben von tausenden Kilometern Wasser versuchen sie zu überleben. Was als Urlaub aus dem Berufsalltag gedacht war, entwickelt sich nun zum dramatischen Überlebenskampf, der das Paar auf eine harte Probe stellt. Noch ahnen sie nicht, wie viel diese Insel wirklich von ihnen fordert...

"Eine unwirkliche Stille hüllt sie ein. An diesem Abend rührt kein Wind an der Station und dem großen Haus, nur Stille, als wären sie nicht da, als hätte die Insel sie bereits verschlungen." -Seite 58

Auf dieses besondere Buch bin ich durch eine Buchempfehlung von Karla Paul aufmerksam geworden. Und es lohnt sich: In Herz auf Eis geht es um ein Paar, das bei ihrer Segeltour durch den Atlantik auf einer einsamen, weit abgelegenen Insel vor Kap Hoorn strandet. Ihr Boot wird vom Sturm verschluckt und plötzlich geht es ums nackte überleben, wobei sie auch ihre Beziehung infrage stellen.
Dieses Buch hat einen unheimlich tollen und bewegenden Schreibstil. Alles wird detailliert und intensiv beschrieben: Die Insel selbst -auf der bis Mitte der 50er Jahre noch eine Walfangstation betrieben wurde- und inzwischen ein Naturschutzgebiet ist, als auch Louise und Ludovic selbst. Zwei starke Charaktere mit unterschiedlichen Wesenszügen. Der Leser lernt neben der aktuellen Situation auch ihre Vergangenheit kennen. Dieses hat mir sehr gut gefallen, da man so noch ein besseres Bild von den beiden Hauptfiguren bekommt. Sehr packend auch aus psychologischer Sicht, denn wie verändert sich eine Beziehung unter diesen harten Bedingungen? Wie viel hält Liebe aus? Die Veränderungen zwischen Louise und Ludovic sind sehr ausdrucksstark geschildert.
Auch wenn der Roman nur 224 Seiten lang ist, hat er doch eine starke Aussagekraft . Es wird auf einer ganz bestimmten Art und Weise packend, dramatisch und ein wenig gruselig. Die Entwicklung der Handlung ist unvorhersehbar und daher mehr als überraschend.

Ja, sie haben alles richtig gemacht, bis zu dieser Nacht im Januar." -Seite 36

Die Gestaltung des Buches ist sehr hochwertig: Es ist gebunden mit Lesebändchen und einem schlichten, in hellen Blautönen gehaltenem Cover - Perfekt.

"Die Stille ist ein Nicht-Geräusch, wie die Nicht-Existenz, die sie leben. Wie ein Albtraum, in dem alles verschwunden ist. Immer häufiger passiert es ihr, so aufzuwachen nachts, alarmiert von einer Stille, die das Gegenteil von innerer Ruhe ist."
-Seite 111

Mein Fazit: Ein besonderes Buch, das mit seiner einzigartigen und packenden Erzählweise überzeugt. Die Handlung ist dramatisch mit sehr überraschenden Entwicklungen. Starke Charaktere, ein beeindruckender Schauplatz und eine Story, die an manchen Stellen sehr traurig ist. Ein sehr bewegendes und anspruchsvolles Buch, das einen so schnell nicht mehr loslässt. Sehr lesenswert.

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Tags: drama, gegenwartslieratur, herz auf eis, isabelle autissier   (4)
 

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135 Bibliotheken, 13 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, vergnügungspark, jonas winner, murder park, zodiac island

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Willkommen im Murder Park...

Zwanzig Jahre ist es her, als der beliebte Freizeitpark Zodiac Island schließen musste. Damals hat ein Serienmörder auf grausame Weise drei Frauen getötet. Nun will ein Unternehmer den Vergnügungspark, der vor der Ostküste der USA auf einer Insel liegt, neu eröffnen - mit völlig neuem und sehr speziellem Konzept. Der Murder Park soll gezielt mit den Ängsten der Besucher spielen und widmet sich unter anderem den grausamen Geschehnissen von damals. Bevor der Park eröffnet wird, werden zwölf Menschen auf die Insel eingeladen - zum Probelauf. Doch schon bald zeigt sich, dass dort etwas vorgeht, was so nicht geplant war. Als Grausames geschieht, wird eines schnell klar: Niemand kann dem anderen vertrauen. Ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn die nächste Fähre kommt erst in drei Tagen....

"Schwarz und schartig war die Silhouette des Eilands zwischen den Regenfäden jetzt deutlich zu erkennen. Wie eine düstere, turmhohe Schildkröte erhob sich die Insel dicht vor ihnen, und das Rauschen der Brandung erfüllte die Luft mit dumpfen Brausen. Ein kalter, kahler Felsen, der tief unten am Meeresboden verankert war und von der salzigen Gischt, den eisigen Regentropfen und dem scharfen Wind umtost wurde wie von fliegenden Nadelspitzen." - Seite 45

Da mir im letzten Jahr Die Zelle von Jonas Winner schon sehr gut gefallen hatte, war ich im Vorfeld schon sehr gespannt auf seinen neuen Thriller. Schon der Klappentext lässt erahnen, dass den Leser Unheimliches erwartet: Drei Morde in einem beliebten Vergnügungspark auf einer Insel. Zwanzig Jahre später eine Neueröffnung: Eine Gruppe von ausgewählten Personen wird exklusiv vor der offiziellen Eröffnung des Murder Parks auf die Insel geladen. Dort gerät nach kurzer Zeit alles aus den Fugen...
Schon zu Anfang ist die unheimliche Atmosphäre spürbar, die Geschichte nimmt schon nach kurzer Zeit an Fahrt auf. Der Schreibstil ist flüssig, ich persönlich hätte mir gerne noch etwas detaillierte Beschreibungen der Insel gewünscht. Aber es ist trotzdem alles sehr gut vorstellbar. Es gibt zwei Perspektiven: Zum einen die aktuellen Geschehnisse im Murder Park und zum anderen zwölf Interviews mit den Teilnehmern, die vier Wochen vor dem Besuch stattgefunden haben. Diese sind sehr interessant, denn hier erfährt man einiges über die Charaktere: Details aus ihrem Leben und das ein oder andere dunkle Geheimnis.
Was mir hier besonders gut gefallen hat: Diese Geschichte ist sehr packend und entwickelt sich völlig unvorhersehbar - genau so sollte es sein. Als Leser stellt man sich die ganze Zeit die Frage: WAS passiert als nächstes? Das große Rätselraten beginnt... lasst euch überraschen!

Auch das Cover des Buches gefällt mir sehr gut: In schwarz-weiß gehalten ist die Silhouette des Vergnügungsparks sichtbar - dazu die fast neongelbe Schrift. Dieses hat eine tolle Wirkung und macht neugierig auf den Inhalt.

"Jetzt sah auch er es. Ein ... Mantel - Schatten - Schlackern? Eine Gestalt wie eine Vogelscheuche - weg. Es kam Paul vor, als hätte man ihn binnen Sekunden von der Sohle bis zum Scheitel mit Eissplittern gefüllt." - Seite 93

Mein Fazit: Sehr spannend und mit vielen überraschenden Wendungen - genau so sollte ein Thriller sein! Dazu ein besonderer Schauplatz, der schon von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre ausstrahlt - dieses ist Jonas Winner sehr gelungen! Es wird so manches Mal ziemlich gruselig und -zugegeben- auch etwas heftig. Doch wie oben schon erwähnt, hat mir besonders gefallen, dass die Handlung sehr unvorhersehbar ist - der Ausgang ist mehr als überraschend. Ein packendes Finale gibt es natürlich auch. Ein Buch, das sich nur sehr schwer aus der Hand legen lässt. Besonders für Thriller-Fans sehr lesenswert!

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Tags: jonas winner, murder park, thriller   (3)
 

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911 Bibliotheken, 55 Leser, 4 Gruppen, 29 Rezensionen

horror, stephen king, clown, es, freundschaft

Es

Stephen King , Alexandra von Reinhardt , Joachim Körber
Flexibler Einband: 1.536 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Kleinstadt Derry wird von etwas Bösem heimgesucht. Das erste Opfer ist 1957 der kleine George, der "ES" in Gestalt eines gruseligen Clowns begegnet. Sein Bruder Bill versucht mit seinen Freunden "ES" zu töten. Aber "ES" wird nur verletzt....
27 Jahre später: Nach einer erneuten Mordserie ruft Mike Hanlon seine Freunde wieder zusammen und erinnert sie an den Schwur, den sie als Kinder getan haben, nämlich "ES" zu bekämpfen. Erneut tun sie sich zusammen und steigen in die Abwasserschächte von Derry hinab um das Grauen endgültig zu besiegen....
Eines der besten Romane von Stephen King. Die Charaktere sind sehr ausfürlich und gut beschrieben. "ES" ist spannend und sehr gruselig, wie ich finde. Aber einfach gut geschrieben. Fesselt bis zum Schluss!!

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157 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

stephen king, dystopie, horror, virus, endzeit

The Stand - Das letzte Gefecht

Stephen King , Harro Christensen , Joachim Körber , Wolfgang Neuhaus
Flexibler Einband: 1.488 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2016
ISBN 9783453438187
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein gefährliches Virus, das in einem geheimen Labor gezüchtet wird, gelangt wegen einer Sicherheitslücke nach draußen. Ein Mitarbeiter, der bereits infiziert ist, bemerkt den Fehler und flüchtet noch bevor der Alarm ausgelöst wird. So werden nach und nach immer mehr Menschen mit dem Virus infiziert, das zuerst schwere Grippe-Symptome aufweist und dann zum schmerzhaften Tod führt. Nach kurzer Zeit hat die Supergrippe, die auch Captain Trips genannt wird, den Großteil der amerikanischen Bevölkerung ausgelöscht. Die hilflosen Überlebenden schließen sich in Gruppen zusammen und machen sich auf die Reise. Sie werden von Träumen und Visionen begleitet, die um eine alte Frau -die Hoffnung und das Gute vermittelt- kreisen, aber auch um einen dunklen Mann, der das absolut Böse verkörpert. So bilden sich schon bald zwei Gruppen um diese beiden Personen. Gut und Böse. In der Wüste von Nevada kommt es schließlich zum Entscheidungskampf um das Schicksal der Menschheit...

Ich hatte dieses Buch lange im Regal stehen und habe mich jetzt endlich an das Meisterwerk mit seinen 1.200 Seiten herangetraut. Und bin nicht enttäuscht worden. Eine fesselnde Geschichte mit vielen Charakteren, die ausführlich von King vorgestellt werden. Ein Endzeit-Thriller mit vielen Horrorelementen, so wie man es von King gewohnt ist. Sehr ausführlich und umfassend geschrieben, in dem Zusammenhang vergleichbar mit 'Die Arena', dass ich schon vorher gelesen habe. Spannend und lesenswert, ich kann es nur empfehlen!!

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Tags: amerika, dystopie, horror, stephen king, the stand, the stand - das letzte gefecht   (6)
 

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76 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

herbst, vampire, kraft, baumhaus, vampir

Herbstbringer

Björn Springorum
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783843210652
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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248 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 77 Rezensionen

liebe, freundschaft, ruth hogan, verlorene dinge, down-syndrom

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

Ruth Hogan , Marion Balkenhol
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 19.05.2017
ISBN 9783471351475
Genre: Romane

Rezension:

Verlorene Dinge und zweite Chancen...

Vor vierzig Jahren änderte sich innerhalb eines Tages für Anthony Peardew alles: Er verlor das wertvolle Medaillon, dass ihm seine große Liebe Therese einst schenkte. Am selben Tag starb sie unter tragischen Umständen. Anthony hat bis heute den Tod seiner Liebsten nicht verkraftet und sammelt seit vielen Jahren Gegenstände, die Menschen verloren haben: Ob ein einzelner Handschuh, ein Knopf, oder ein Teegeschirr - alles beschriftet er sorgfältig und bewahrt es in seinem Arbeitszimmer auf - in der Hoffnung, es seinen ehemaligen Besitzern einmal zurückzugeben. Zugleich erhofft er sich dasselbe von dem Medaillon, das ihm so viel bedeutet.
Als seine Zeit schließlich zu Ende geht, übergibt er sein Erbe an Laura, die jahrelang seine Assistentin und gute Freundin war. Zuerst weiß Laura nicht wie sie mit diesem Erbe umgeben soll, doch nach und nach taucht sie in die Welt ein und erkennt die Geschichten hinter den verlorenen Gegenständen...

"Vielleicht dachte ich, wenn ich jeden verlorenen Gegenstand rettete, den ich fand, würde jemand das Einzige auf der ganzen Welt retten, an dem mir wirklich etwas lag, und ich würde es eines Tages zurückbekommen, um mein gebrochenes Versprechen doch noch einzulösen."
(Anthony Peardew) -Seite 93, eBook

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge ist ein wundervoller Roman, der mit einer sehr schönen Schreibweise überzeugt. Zuerst ist dort die viktorianische Villa mit dem schönen Rosengarten, in dem Anthony Peardews lebt. Die Umgebung wird unheimlich toll beschrieben, alles wirkt etwas verwunschen und passt perfekt zu der ganzen Geschichte. Neben Mr. Peardews ist Laura eine der weiteren Hauptcharaktere, die schließlich das Erbe von ihrem Arbeitgeber und liebgewonnenen Freund antritt: Der Versuch, zu den sorgfältig gesammelten Gegenstände die ehemaligen Besitzer zu finden. Dieses ist natürlich nicht so einfach...
Die Geschichte entwickelt sich langsam und ist aufgeteilt in zwei Handlungsstränge: Im Jahre 1974, (vierzig Jahre vor den aktuellen Geschehnissen) lernen wir die junge Frau Eunice kennen, die später noch eine ganz bestimmte Rolle spielt und natürlich Laura, die sich viele Jahre um Mr. Peardews und sein Haus gekümmert hat.
Was mir neben der Handlung noch besonders gut gefallen hat: Die kleinen Geschichten zu einzelnen Gegenständen, die zwischendurch immer wieder auftauchen und sehr schön zu lesen sind. Wirklich gelungen ist auch, wie sich letztlich alles zusammenfügt. Lasst euch überraschen!
Was mir natürlich als erstes aufgefallen ist: Das wunderschön gestaltete Cover. Die Farbwahl ist gut gewählt und zusammen mit dem tollen Titel sehr gut gelungen.

Mein Fazit: Ein wundervoller Roman - sehr schön und warmherzig geschrieben. Die Geschichte handelt von verlorenen Dingen, einer verlorenen Liebe und neuen Chancen - eine sehr schöne Mischung, die zudem noch mit besonderen Charakteren überzeugt. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und kann es jedem ans Herz legen, der besondere Bücher mag. Sehr lesenswert!

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Tags: gegenwartsliteratur, mr. peardews sammlung der verlorenen dinge, roman, ruth hogan   (4)
 

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248 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

freundschaft, roman, ich eleanor oliphant, gail honeyman, trauma

Ich, Eleanor Oliphant

Gail Honeyman , Alexandra Kranefeld
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 24.04.2017
ISBN 9783431039788
Genre: Romane

Rezension:

Wie Eleanor Oliphant sich selbst fand...

Eleanor Oliphant steht kurz vor ihrem 30. Geburtstag, arbeitet in der Buchhaltung und ist ein wenig anders als andere Menschen. Die Wochen sind genau durchgeplant und daher für sie völlig unvorstellbar, einfach mal so in den Pub oder auf eine Shoppingtour zu gehen. Doch Eleanor ist einsam, auch wenn sie es sich selbst nicht eingestehen möchte.
Doch dann wird ihr Leben auf den Kopf gestellt, denn sie verliebt sich. Um sich mit der ihr völlig unbekannten Welt draußen vertraut zu machen, verlässt sie schließlich ihr Schneckenhaus und entdeckt viel Neues - auch lernt sie sich selbst nochmal von einer anderen Seite kennen.
Schließlich läuft vieles ganz anders, als Eleanor geplant hatte...

" Ich bin eine Einzelkämpferin, die letzte Überlebende. Ich bin Eleanor Oliphant. Ich brauche niemanden sonst. Es gibt keine große Leere in meinem Leben, kein fehlendes Puzzleteil, das mich vervollständigen würde. Ich bin mir selbst genug, ein kleines Elementarteilchen. Das habe ich mir zumindest immer eingeredet. Bis gestern Abend, als ich der Liebe meines Lebens begegnet bin." - Seite 16, eBook

Ich, Eleanor Oliphant ist der Debütroman von Gail Honeyman und mir auf den ersten Blick durch das schöne, farbig gestaltete Cover aufgefallen. Nachdem mich auch der Klappentext sehr neugierig gemacht hat, war ich gespannt, was mich in diesem Buch erwartet. Und ich muss sagen, dass es mich sehr positiv überrascht hat! Der Schreibstil ist wirklich angenehm und die Ich- Perspektive sehr gut gewählt. So lernt man die junge Frau Eleanor sehr gut kennen - ihr durchgeplantes Leben, ihren Alltag und ihre Ansichten. Schnell merkt man aber, dass hinter der starken Fassade ein trauriges Geheimnis steckt.
Als Eleanor sich schließlich verliebt, der Glückliche aber noch nichts davon weiß, will sie sich akribisch auf das erste Treffe vorbereiten. Dafür wagt sie sich schließlich aus ihrem gewohnten Umfeld heraus. Es gibt einige Abschnitte, die zum wirklich Schmunzeln sind, weil Eleanors Kommentare einfach schräg sind. Doch es gibt auch eine andere Seite - man erfährt nach und nach die traurige Geschichte aus ihrer Vergangenheit und die Wahrheit, warum sie so ist wie sie ist. Zudem gibt es im Laufe der Handlung eine Situation, die man so nicht erwartet hätte...
Was mir außerdem noch sehr gut gefallen hat: Diese Geschichte ist überhaupt nicht kitschig, sondern interessant, einfühlsam und gleichzeitig sehr erfrischend geschrieben.

"Ich spürte ein jähes Glücksgefühl in mir aufflammen, als hätte jemand ein Streichholz angerissen. Ganz hell war es, licht und warm. Ich konnte mich nicht erinnern, dass ich jemals zu etwas beglückwünscht worden war, aber es fühlte sich gut an. Wirklich. Sehr angenehm, in der Tat." -Seite 218, eBook

Mein Fazit: Ein großartiges Debüt! Dieses Buch gehört zu denen, wo man beim Lesen die Zeit vergisst. Eine wunderbare Geschichte mit einer besonderen Hauptfigur, die einem während des Lesens ans Herz wächst. Mal humorvoll, mal anrührend und auch mal traurig - ein Buch mit vielen Facetten. Der lockere Schreibstil ist angenehm zu lesen und durch den interessanten Verlauf wird es an keiner Stelle langweilig. Sehr berührend und lesenswert!

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Tags: drama, gail honeyman, ich - eleanor oliphant, roman, schottland   (5)
 

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eric stehfest, 9 tage wac, edel, 9 tage wach, drogen

9 Tage wach

Eric Stehfest , Michael J. Stephan
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Edel Germany, 30.03.2017
ISBN 9783841905185
Genre: Biografien

Rezension:

Die Vergangenheit von Eric Stehfest 

Der Schauspieler und Filmproduzent Eric Stehfest (*1989) ist vielen bekannt durch seine Rolle des Chris Lehmann in der Serie "Gute Zeiten, Schlechte Zeiten". Zudem produziert er mit seiner eigenen Firma Station B3.1 auch eigene Filme, die sich mit dem Thema Abhängigkeit auseinandersetzen - und genau darum geht es in diesem Buch, das er zusammen mit Michael J. Stephan geschrieben hat: Seiner Drogenvergangenheit. Hier erzählt Eric seine Geschichte - knapp zehn Jahre war er abhängig von Crystal Meth - einer Partydroge, die ihn fast zerstört hätte. Doch er findet den Ausweg, macht einen Entzug und erzählt von seinem Leben danach.

"Ein scheußlicher Name. "Christ'l". "Christin" hasst falsche Namen und Chronologie. Erstkontakt. Gläsernes Knirschen beim Zerkleinern, Brennen, Durchströmen, Tränen in den Augen. Erst Schmerz, dann Betäubung. Tanzende Nervenbahnen, Puls in den Zähnen, zu den Augen hoch bis zur Kopfhaut. Sieh her, das ist mein Preis." -Seite 28

9 Tage wach ist eine Biografie, die Erics Lebensgeschichte erzählt - von seiner Kindheit, von Träumen und Beziehungen bis hin zu seinem ersten Kontakt mit diversen Drogen, insbesondere Crystal Meth, das ihn fast zehn Jahre beherrschte. Doch als Eric am tiefsten Punkt seines Lebens angekommen ist, fängt er an zu kämpfen und macht einen Entzug.
Dieses Buch hat einen sehr speziellen Schreibstil, an den ich mich erst gewöhnen musste. Die Sätze sind kurz, direkt und bringen die Sache sofort auf den Punkt. Man bekommt einen sehr privaten Einblick in Erics Vergangenheit. Durch seine ehrlichen Schilderungen führt er vor Augen, wie schnell man in diesen gefährlichen Strudel rutschen kann und was die Substanzen mit dem Körper machen. Neben einer Warnung ist es aber auch ein Mutmacher für alle, die vielleicht selbst betroffen sind: Denn Eric hat nach vielen Jahren Abhängigkeit den Entzug geschafft und ein neues Leben begonnen. Wie er auf seiner Facebook-Seite schreibt, hat er schon während des Schreibens von 9 Tage wach Menschen in die Therapie begleitet - über Nachrichten.

"Da entdeckte Eric das Lächeln in seinen Händen, musste sie nur nebeneinander halten. Hielt beide Handflächen nebeneinander und fand, dass sie ihn anlächelten, die Linien auf der Innenseite. Ein verhaltenes feines Lächeln."
-Seite 232

Mein Fazit: Eine sehr bewegende Biografie, die einen so schnell nicht mehr loslässt. Mit schonungslos ehrlichen Worten wird hier die Lebensgeschichte von Eric Stehfest erzählt. Von der Abhängigkeit, dem Entzug und seinem Leben danach.
Der Schreibstil ist sehr speziell, gewöhnungsbedürftig und mit seinen abgehackten Sätzen manchmal etwas kompliziert, jedoch auch schnell und direkt, was zum Buch passt. Da ich mich aber nicht an allen Stellen damit anfreunden konnte, ziehe ich einen halben Stern ab.
9 Tage wach ist ein Buch, dass noch lange nachhallt, nicht ohne ist und sehr berührt. Die Aussage "Ein Buch wie ein Rausch" trifft es sehr gut. Lesenswert, ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.

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Tags: 9 tage wach, biografie, eric stehfest   (3)
 

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(2.497)

3.684 Bibliotheken, 77 Leser, 6 Gruppen, 273 Rezensionen

selbstmord, jay asher, mobbing, jugendbuch, tote mädchen lügen nicht

Tote Mädchen lügen nicht

Jay Asher , Knut Krüger
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 08.10.2012
ISBN 9783570308431
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Geschichte von Hannah Baker - und ihre Abrechnung...

Als Clay Jensen von der Schule nach Hause kommt, liegt vor seiner Tür ein Paket, das an ihn adressiert ist - ohne Absender. Der Karton enthält sieben Kassetten, alle Seiten nummeriert. Als Clay die erste Kassette in den Recorder legt und schließlich die Stimme von Hannah Baker hört, läuft es ihm kalt den Rücken runter - denn Hannah hat sich vor zwei Wochen das Leben genommen. Ihr Tod kam für alle in der Schule überraschend und war ein Schock.
Clay setzt sich Kopfhörer auf und wandert ziellos durch die nächtlichen Straßen. Schnell wird ihm klar: Auf diesen Kassetten rechnet Hannah mit ihren Mitschülern ab - es gibt dreizehn Gründe, die zu ihrem Selbstmord geführt haben und dreizehn Menschen, die daran ihren Anteil hatten. Clay ist einer davon...

"Ich wünschte, ich hätte diese Schachtel und die sieben Kassetten darin nie zu Gesicht bekommen. Das erste Mal auf "Play" zu drücken war einfach gewesen. Ein Kinderspiel. ich hatte nicht geahnt, was ich hören würde. Doch jetzt ist es eines der beängstigendsten Dinge, die ich je getan habe." - Seite 11, eBook

Auf diesen Roman, der in Deutschland erstmals im Jahr 2009 veröffentlicht wurde, bin ich durch die die gleichnamige Netflix-Serie aufmerksam geworden, die ich beim stöbern entdeckt habe. Doch bevor ich diese zum Vergleich schauen werde, war ich neugierig auf die Romanvorlage, wo schon der Klappentext zeigt, dass das Thema keine leichte Kost ist: Ein junges Mädchen begeht Selbstmord und bringt danach sieben Kassetten in Umlauf, auf der sie ausführlich erzählt, welche Gründe sie zu diesem dramatischen Schritt bewegt haben und wer alles seinen Anteil daran hatte...
Das Buch hat einen speziellen und besonderen Schreibstil. Die Kapitel sind in Kassettenseiten aufgeteilt und begleitet Hauptfigur Clay Jensen, während er sich diese anhört. Der Schriftart wechselt regelmäßig zwischen kursiv (Hannahs Erzählung) und normal (Clays Perspektive und Gedanken). Auch wenn man sich erst an diesen Schreibstil gewöhnen muss, ist er doch sehr gut gewählt, denn die einzelnen Unterbrechungen die durch die beiden Erzählperspektiven entstehen, erhöhen die Spannung.
Die Atmosphäre des Romans ist beklemmend und unheimlich. Einmal angefangen, man kann das Buch nur noch schlecht aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen muss, was Hannah durchlebt hat und was sie zu diesem unglaublichen Schritt bewogen hat. Es ist alles sehr realistisch erzählt - auch, wie sich durch kleine Ereignisse schließlich etwas so Schreckliches entwickeln kann - der kleine Schneeball, der plötzlich zur gefährlichen Lawine wird.

"Ich schließe, die Augen und versuche, die Ruhe zu bewahren. Doch in Wahrheit habe ich sie schon seit Stunden verloren." - Seite 106

Mein Fazit: Ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Eine erschreckende und beklemmende Geschichte, die eigentlich tieftraurig ist. Durch den besonderen Schreibstil bleibt das Buch die ganze Zeit über packend und überrascht durch einige Wendungen und unvorhersehbare Geschehnisse in Hannahs Erzählung. Puzzleteile fügen sich schließlich zusammen. Es ist eine sehr emotionale und ernste Geschichte, die erschreckend vor Augen führt, wie schnell etwas zum Selbstmord führen kann. Kein leichtes Buch - aber dennoch ein sehr wichtiges Thema. Von mir gibt es hierfür 4,5 Sterne.

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Tags: drama, jay asher, jugendbuch, tote mädchen lügen nicht   (4)
 

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100 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

jason segel, cypress creek, albträume, trilogie, nachtmahre

Nightmares! - Die Stunde der Ungeheuer

Jason Segel , Kirsten Miller , Simone Wiemken
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Dressler, 20.02.2017
ISBN 9783791519494
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Band 3 der Nightmares! - Trilogie 

Nachdem Charlie und seine Freunde erfolgreich das Geheimnis um die schlafwandelnde Nachbarstadt Orville Falls lösen konnten, warten bereits neue Abenteuer auf sie: Mehr denn je müssen sie das Portal zur Anderwelt -das Land der Albträume- im Auge behalten, das sich im Turmzimmer ihres Zuhauses befindet. Denn von den mysteriösen Zwillingsmädchen INK und ICK, die zusammen fast drei Welten zerstört hätten, scheint weiter Gefahr auszugehen. Während INK plötzlich an Charlies Schule auftaucht, sitzt ihre Schwester ICK noch in der Anderwelt fest, wo seltsame Dinge vor sich gehen. Planen die beiden etwas Großes oder ist alles nur Zufall?
Und dann ist da noch der rätselhafte Albtraum von jemanden, in dem Charlie Nacht für Nacht landet - mitten auf einer unheimlichen Wiese mit schwarzen Schafen. Zusammen mit seinem kleinen Bruder Jack, seiner Stiefmutter Charlotte und den Freunden Paige, Alfie und Rocco geht der 12-jährige den Geheimnissen auf den Grund und findet Überraschendes heraus...

"Sie schritten durch das Portal und betraten die schwarze Villa der Anderwelt - die, abgesehen von der Farbe, völlig identisch mit der lila Villa in der wachen Welt war. Als sie aus dem Fenster des Turms blickten, sahen sie unter sich die Albtraumversion von Cypress Creek liegen." -Seite 195

Auch im dritten Band von Jason Segels Nightmares!-Trilogie gibt es wieder ein spannendes Abenteuer mit allerhand Monstern und interessanten Welten. Charlie und seine Freunde bekommen es gleich mit mehreren mysteriösen Vorkommnissen zu tun: Die Zwillinge INK und ICK -von denen man nicht weiß, was sie als nächstes planen- halten sie in Atem, zudem gibt es seltsame Entwicklungen in der Anderwelt und dann ist da noch die neue Lehrerin an Charlies Schule, die eine Vorliebe für hochgiftige Pflanzen hat....
Nach wie vor gefällt mir der Schreibstil hier sehr gut - das Buch lässt sich flüssig lesen, die Geschichte entwickelt sich sehr gut und hat auch einige Überraschungen zu bieten. Die vielen tollen Schauplätze, sowie die vielen phantastischen Figuren werden sehr verständlich und detailliert dargestellt. Mir hat vor allem die lila Villa, in der Charlie mit seiner Familie lebt, sehr gut gefallen. Die Hauptfiguren sind alle sehr sympathisch, vor allem Charlies kleiner Bruder Jack, der sich als kleiner Held entpuppt.

"Tut mir Leid. Aber du kannst nichts dagegen machen: Ich komme mit", antwortete Jack trotzig und wirkte so ernst, wie man in einem Captain-America-Schlafanzug mit einem riesigen weißen Stern auf dem Bauch nur wirken kann." -Seite 190

Wie bei den beiden Vorgängern ist die Buchgestaltung hier wieder absolut gelungen. Besonders die gefärbten Buchseiten machen die Trilogie zum absoluten Hingucker: Beim 1. Band sind sie orange, beim 2. Teil giftgrün und beim 3. und finalen Band blau gefärbt. Auch auf dem Cover gibt es wieder viele schöne gruselige Details und im Buch taucht auch die ein oder andere kleine monstermäßige Illustration auf.
Was man vielleicht hätte beibehalten können: Beim ersten Band leuchtet der Schriftzug im Dunkeln, bei den beiden Folgebänden leider nicht mehr. Aber das ist nur ein kleines Detail am Rande.

"Die Monster fingen an zu tuscheln." -Seite 203

Mein Fazit: Ein gelungener Abschluss der Nightmares-Trilogie! Auch hier wird es nochmal spannend und abenteuerlich - das ein oder andere Monster taucht natürlich auch auf. Durch den schönen, gut verständlichen Schreibstil lässt sich die Geschichte sehr gut lesen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und wachsen einem schnell ans Herz. Das Finale ist stimmig und lässt keine Fragen mehr offen. Eine sehr gelungene Kinder-/Jugendfantasy-Reihe, die auch Erwachsene begeistern kann.
Wer Shane Hegartys Darkmouth-Bücher kennt und mag, wird die Nightmares-Trilogie lieben. Umgekehrt natürlich auch. :-)

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Tags: cypress creek, die stunde der ungeheuer, jason segel, kinder-/jugendfantasy, kirsten miller, nightmares!-trilogie   (6)
 

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171 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

london, magie, peter grant, krimi, fantasy

Der Galgen von Tyburn

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423216685
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 6 der Rivers of London - Reihe

Nachdem ihn sein letzter Fall tief in die Provinz führte, ist Peter Grant nun zurück in London - wo bereits der nächste Einsatz auf ihn wartet - und der verlangt dem Police Constable und Zauberlehrling einiges ab: Zunächst führt ihn ein mysteriöser Todesfall in die Welt der Reichen und Schönen. In dem Zusammenhang fordert Lady Ty einen Gefallen ein, der natürlich alles andere als einfach ist. Es sich mit ihr zu verscherzen, wäre nicht ratsam. Und dann ist da auch noch der gesichtslose Magier, dessen "Begegnung" Peter nun schon zum zweiten Mal auf wundersame Weise überlebt hat. Und hätte er nicht schon genug zu tun, taucht auch noch ein Haufen rätselhafter Amerikaner auf und -völlig unerwartet- eine alte Bekannte...
Mit der Hilfe von seinem Vorgesetzten und Mentor Nightingale versucht Peter die verschiedenen Fäden zu entwirren und stößt schließlich auf etwas, womit er nicht gerechnet hat...

"Der Aufzug führte auf einen Flur, wo wir den Tanz der weißen Overalls aufführten, bei dem die Würde des Gesetzes unweigerlich gewisse Einbußen erleidet, während man auf einem Bein herumhüpft und versucht, das andere in den blöden Papieranzug hineinzumanövrieren." -Seite 17

Auch in seinem sechsten Fall hat Police Constable und Experte für alles Magische Peter Gant wieder alle Hände voll zu tun: Ein tragischer Todesfall auf einer Party, die heimlich in Londons teuerster und gut bewachter Immobilie stattfand. Schnell wird klar, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zuging und sich überraschende Verbindungen auftun...
Peter Grant, auf seine ganz spezielle Art charmant wie eh und je, erzählt in der schon bekannten Ich-Perspektive seine Geschichte selbst - locker und frech, mit seinen ganz eigenen Ansichten, die einen manchmal zum Schmunzeln bringen. Die Schauplätze sind wieder interessant und schön detailliert beschrieben, es gibt ein Wiedersehen mit den schon bekannten Charakteren, von denen mir die Figur des Nightingale immer noch am besten gefällt - da er im letzten Band nur am Rande aufgetaucht ist, hatte ich gehofft, dass er hier wieder mehr in der Vordergrund rückt. In dem Fall hätte ich mir noch etwas mehr gewünscht.
Womit ich mich im ersten Band nur teilweise anfreunden konnte, aber inzwischen richtig interessant finde, sind die Abschnitte mit den Flussgöttern und -göttinnen - sehr skurril, aber wirklich gut gemacht. Peter hat ja inzwischen einen sehr guten Draht zu den Leuten und will es sich natürlich nicht mit Lady Ty - Göttin des Flusses Tyburn- verscherzen. Denn das könnte weitreichende und nasse Folgen haben...

"Wir alle standen wieder auf, aber diesmal hatte Lady Ty sich unter Kontrolle und sah ohne größeren Sachschaden zu, wie ihre Tochter abgeführt wurde. Trotzdem nahm ich mir vor, heute Nachmittag mal beim Wasserwerk nachzufragen - nur zur Sicherheit." - Seite 35

Neben einem spannenden Krimi kommt natürlich auch das Magische nicht zu kurz - alles wieder perfekt eingewoben ist das (anscheinend) so normale London. Der Fall selbst führt mit seinen vielen Puzzleteilen schließlich zu einer überraschenden Entwicklung...

Das Cover ist diesmal in violett-lila gehalten und mit vielen kleinen, passenden Details ausgestattet. Es reiht sich perfekt in die Reihe seiner bunten Vorgänger ein und ist im Regal ein echter Hingucker. Was es genau mit dem Titel "Der Galgen von Tyburn" auf sich hat, erfährt man im Laufe der Geschichte.

Noch kurz zu der Frage, ob man dieses Buch auch lesen kann, wenn man die Vorgänger noch nicht kennt: Natürlich ist es von Vorteil wenn man auch die vorigen Bände gelesen hat. Der Fall ist zwar in sich abgeschlossen, jedoch gibt es immer wieder Verweise auf die Geschehen der vorigen Bände. Vielleicht im ersten Moment etwas kompliziert, jedoch in kurzen Abschnitten sehr gut erklärt. Daher würde ich auch Neulingen das Buch ans Herz legen, die mal einen Einblick in Peter Grants magische Welt bekommen möchten.

Mein Fazit: Ein magisch-abenteuerlicher sechster Band, der mir noch etwas besser als die letzten beiden Bücher gefallen hat. Die Handlung selbst entwickelt sich spannend, viele Verbindungen tun sich auf und offene Geschichten aus den Vorgängern gehen weiter. Einen halben Stern ziehe ich ab, da ich mir hier etwas mehr Aufklärung gewünscht hätte. Dieses zieht sich leider etwas zu sehr in die Länge. Davon mal abgesehen hat mir das Finale gut gefallen. Wieder ein gelungener Fantasy-Krimi im typischen Aaronovitch-Stil. Lesenswert! 4,5 Sterne von mir.

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Tags: ben aaronovitch, der galgen von tyburn, fantasy-krimi, londo, rivers of london-reihe   (5)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

handbuch, drachen, humor, drachentöter, fantasy

Handbuch für Drachentöter

Manuel Timm
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei TWENTYSIX, 31.03.2017
ISBN 9783740728465
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

joe hill, fireman, fantasy, pandemie, dystopie

Fireman

Joe Hill , Ronald Gutberlet
Flexibler Einband: 944 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.05.2017
ISBN 9783453318342
Genre: Fantasy

Rezension:

Eine mysteriöse Pandemie und ihre Folgen...

Plötzlich ist nichts mehr wie es war - Amerika liegt in Schutt und Asche. Eine weltweite Pandemie ist ausgebrochen, die sich rasend schnell verbreitet. Bei den Infizierten zeigt sich zuerst ein Muster auf der Haut, das ähnlich wie ein Tattoo aussieht und daher Dragonscale genannt wird. Nach den ersten Anzeichen ist es dann meist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Betroffenen urplötzlich in Flammen aufgehen. Die Krankenschwester Harper Grayson kümmert sich aufopferungsvoll um die Betroffenen, bis sie schließlich selbst die ersten verschlungenen Muster auf ihrer Haut entdeckt. Doch sie will kämpfen, denn sie ist schwanger. Um sich und ihr ungeborenes Kind zu schützen, macht sie sich auf die Suche nach dem Mann, der von allen nur "Fireman" genannt wird - er scheint das Feuer kontrollieren zu können. Ihr Weg führt sie schließlich zu einer Gemeinschaft, die Unglaubliches entdeckt hat...
Jedoch spitzt sie die weltweite Lage immer mehr zu...

"Mit einem Mal war ihr das 21. Jahrhundert abhanden gekommen, genauso plötzlich wie ihre maskierten Besucher. Es war ohne Vorwarnung und ohne Entschuldigung ganz einfach verschwunden und ließ sie nun völlig auf sich allein gestellt zurück." -Seite 94

Dieses ist nur ein kleiner Einblick in den 960 Seiten starken Roman, der eine außergewöhnliche Geschichte bereit hält: Eine Pandemie, die sich durch schwarz-goldene Muster auf der Haut bemerkbar macht und von allen Dragonscale genannt wird, verbreitet sich rasend schnell und lässt die Menschen urplötzlich in Flammen aufgehen - ganze Städte wurden durch die Feuer schon vernichtet. Auch die schwangere Harper hat die Male auf der Haut und hofft sich Hilfe vom mysteriösen Fireman, der Dragonscale anscheinend kontrollieren kann....
Nach einem spannendem Anfang, wo beschrieben wird, wie nach und nach immer mehr Menschen die Dragonscale-Male aufweisen, ist man sofort mittendrin in der Geschichte. Der Schreibstil von Joe Hill -der, wie schon bekannt, der Sohn von Stephen King ist- ist klar und sehr gut verständlich. Man lernt die Charaktere sehr gut kennen und bekommt einen guten Einblick in die Situation. Diese Dystopie hat einige Facetten: In einer oft düsteren und manchmal auch beklemmenden Atmosphäre gibt es neben abenteuerlichen Abschnitten auch unheimliche Fantasy- und Horror-Elemente.
Nach einem rasanten Anfang wird es aber dann erst mal etwas ruhiger, wo doch ab und an mal einzelne Längen auftauchen - doch das Durchhalten lohnt sich: In der zweiten Hälfte kommt Schwung in die Geschichte und entwickelt sich im Gesamten so ganz anders, als ich zuerst vermutet hätte...

"Vor gar nicht allzu langer Zeit hatte dieses Gerät die Zukunft symbolisiert, dachte Harper, aber jetzt gab es kein Gerät auf der Welt, das so sehr die Vergangenheit repräsentierte wie ein Smartphone." -Seite 436, eBook

Mein Fazit: Eine spannende und außergewöhnliche Dystopie, die mit seinen vielen Facetten und einem unvorhersehbaren Verlauf überrascht. Detailliert und sehr klar schildert der Autor die dramatischen Szenen und den Verlauf der Pandemie, die anscheinend aus dem Nichts aufgetaucht ist. Auftauchende Fragen werden im Laufe der Geschichte beantwortet. Bis auf einzelne Längen in der ersten Romanhälfte ein sehr lesenswertes Buch, bei dem mir das packende Finale am besten gefallen hat.

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Tags: dystopie, fantasy, fireman, joe hill   (4)
 

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(30)

56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

häusliche gewalt, schuld, berlin, naturkundemuseum, erinnerungen

Museum der Erinnerung

Anna Stothard , Kathrin Bielfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.04.2017
ISBN 9783257300482
Genre: Romane

Rezension:

Erinnerungen an eine dunkle Vergangenheit...

An einem heißen Sommertag feiert das Berliner Naturkundemuseum seinen 200. Geburtstag. Auf der Feier soll am Abend auch die junge Britin Cathy für ihre Forschung ausgezeichnet werden. Doch sie wird am Morgen von ihrer Vergangenheit eingeholt: Auf ihrem Schreibtisch wartet ein Paket auf sie - ohne Absender. Doch als sie es öffnet und den Inhalt in den Händen hält, weiß sie sofort, vom wem es stammt. Vor vier Jahren hat sie das letzte Paket von ihm bekommen - von dem Mann, vor dem sie um die halbe Welt geflüchtet ist und gehofft hatte, dass sie in ihrem neuen Leben in Berlin zusammen mit ihrem neuen Partner Tom ihre dunkle Vergangenheit hinter sich lassen konnte.
Doch nun ist das Päckchen da und weckt traurige Erinnerungen an die Vergangenheit - an die Zeit, wo Cathy die Flucht als einzigen Ausweg sah. Doch auch in der Gegenwart erwartet sie im Museum unerwartetes...

"Die Vergangenheit ist nicht beständig. Der Vorgang des Erinnerns verändert uns, und jedes Leben kann innerhalb eines Tages neu geschrieben werden." - Seite 9

Auf dieses Buch bin ich durch eine Leserunde auf Lovelybooks aufmerksam geworden und die Inhaltsangabe hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Eine junge Frau, die auf der Flucht vor einem Mann zweimal den Kontinent gewechselt hat und nun von der Vergangenheit eingeholt wird...
Diese fesselnde Geschichte spielt zudem noch an einem ungewöhnlichen und sehr interessanten Ort: Das Museum für Naturkunde in Berlin. Die Autorin schafft mit ihrem sehr detaillierten und fließendem Schreibstil, den Leser mit auf eine besondere Reise durch das Museum zu nehmen. Tolle Beschreibungen, sowohl von den Ausstellungsstücken, als auch von Berlin lässt die besondere Atmosphäre sehr lebendig werden. Die Geschichte selbst ist atmosphärisch sehr dicht und hält einige Überraschung bereit, mit denen man so nicht gerechnet hat. Nach und nach erfährt man schließlich alle Hintergründe, die manches Mal sehr bedrückend und traurig sind.
Auch das Äußere kann sich sehen lassen: Das Buch ist eine hochwertige Klappenbroschur und im bekannten Stil der Bücher aus dem Diogenes-Verlag gestaltet. Mir gefällt diese Gestaltung sehr gut.

"Sie mochte es nicht, wenn Erinnerungen unkontrolliert in ihrem Kopf herumschossen, sich Synapsen und chemische Verbindungen beständig auf neue Gemütszustände einstellen mussten, und dadurch ins Ungleichgewicht gerieten. In ihrem eigenen kleinen Museum hatte sie die Erinnerungen im Griff und konnte die Tür hinter ihnen schließen." -Seite 19

Mein Fazit: Eine sehr bewegende Geschichte, die den Leser sofort in ihren Bann zieht. Man taucht sofort in die Handlung ein, die langsam vor sich hinfließt (im positiven Sinne!) und nach und nach einige traurige und dunkle Geheimnisse offenbart. Das Buch hat viele Facetten: Mal bedrückend, mal berührend, mal traurig und mal packend. Eine gelungene Mischung.
Mit seinem tollen, detaillierten Schreibstil und einem spannenden Schauplatz ist "Museum der Erinnerung" ein sehr besonderer und lesenswerter Roman.

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Tags: anna stothard, berlin, drama, museum der erinnerung, roman   (5)
 

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(197)

380 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

magie, fantasy, peter grant, england, krimi

Fingerhut-Sommer

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.08.2015
ISBN 9783423216029
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 5 der Rivers of London-Reihe

Nachdem es bei Peter Grants letztem Fall in luftige Höhen ging, geht es für den Police Constable und Zauberlehrling nun aufs Land. Für Peter, der sich kaum mal in die Londoner Randbezirke wagt, fast schon unvorstellbar. Doch in Herefordshire im kleinen Örtchen Rushpool sind zwei Mädchen verschwunden. Möglicherweise erfolgte dieses unter magischen Umständen. Um dieses zu überprüfen, reist Peter in die tiefste Provinz und macht sich mit Flusstochter Beverly Brook auf die Suche. Schon bald erfahren sie etwas über die berühmt-berüchtigten magischen Geschichten von Wales, das direkt an Herefordshire grenzt. Ihre Ermittlungen führen sie schließlich in die umliegenden Wälder, wo die beiden ungeahntes erwartet...

"Jenseits des Flüsschens Teme gab es dann nur noch verschlungene, einspurige Sträßchen, die durch ein derart fotogenes ländliches Idyll führten, dass ich nicht überrascht gewesen wäre, wenn mir hinter der nächsten Kurve Bilbo Beutlin persönlich entgegengekommen wäre, immer vorausgesetzt, der hatte sich inzwischen einen Nissan Micra angeschafft." -Seite 17

Auch im 5. Band gibt es für Peter Grant wieder einiges zu tun - sein neuer Fall führt den Police Constable und Zauberer in Ausbildung in die tiefste Provinz, nicht ganz einfach für den Vollblut-Städter. Doch da an dem Verschwinden von zwei elfjährigen Mädchen vielleicht etwas Magisches dran sein könnte, macht er sich auf den Weg und ahnt nicht, auf WAS er während seiner Ermittlungen schließlich stoßen wird. Dieses ist in der Tat überraschend und auch noch einige Punkte mehr.
Wie schon gewohnt ist Fingerhut-Sommer auch wieder in der Ich-Perspektive geschrieben - Hauptfigur Peter erzählt somit in schon gewohnt lockerem-frechen Stil seine Geschichte selbst. Neben normaler Polizeiarbeit gibt es auch wieder allerhand magische Ermittlungen. Diese Fantasy-Elemente sind in die scheinbar ganz normale ländliche Gegend sehr gut verwoben. Die Charaktere und Figuren sind sehr interessant und vielfältig. Lasst euch überraschen!
Das Cover -diesmal im leuchtendem grün gehalten- reiht sich sehr schön in die Reihe seiner bunt gestalteten Vorgänger ein und ist in jedem Fall ein Hingucker.

"In der Nähe dieses Tors war etwas machtvoll Magisches geschehen und ließ alle anderen Spuren in dem magischen Äquivalent von weißem Rauschen verschwinden." - Seite 141

Mein Fazit: Ein lesenswerter Fantasy-Krimi mit Überraschungen. Neben unheimlichen Elementen, gibt es auch mal Momente, die zum schmunzeln sind, bevor es dann wieder spannend wird. Eine gelungene Kombination. Bis auf einige kleine Schwächen im Mittelteil, wo sich die Geschichte kurz im Kreis zu drehen scheint, (aber danach wieder an Fahrt aufnimmt) erneut eine tolle Geschichte mit ordentlich Magie. Von mir gibt es vier Sterne und ich bin gespannt, was mich im 6. Band erwartet, der gerade erschienen ist. Lesenswert!

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Tags: ben aaronovitch, fantasy-krimi, fingerhut-sommer, rivers of london-reihe   (4)
 

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(449)

843 Bibliotheken, 30 Leser, 2 Gruppen, 146 Rezensionen

jugendbuch, thriller, ursula poznanski, layers, obdachlos

Layers

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.08.2015
ISBN 9783785582305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Wahrheit oder Vision? 

Ein halbes Jahr ist es nun her, seit Dorian von Zuhause abgehauen ist. Seitdem schlägt sich der 17-jährige auf der Straße durch, was ihm bisher ganz gut gelungen ist. Doch eines Morgen ändert sich plötzlich alles - er wacht neben einem toten Obdachlosen auf. Was ist passiert? Dorian gerät in Panik, er kann sich an nichts erinnern. In dieser schwierigen Lage bietet ihm plötzlich ein Fremder seine Hilfe an: Er bringt Dorian in eine Villa, dessen Besitzer sich für Jugendliche in Not einsetzt und ihnen ein normales Leben ermöglichen will. Und tatsächlich sieht es zuerst so aus: Dorian hat ein eigenes Zimmer, bekommt Unterricht und eine regelmäßige Mahlzeit. Als Gegenleistung für diese Annehmlichkeiten müssen die Jugendlichen Flyer verteilen oder geheimnisvolle Werbegeschenke verteilen. Doch nach und nach stellt sich Dorian immer mehr Fragen - als er nach einer missglückten Übergabe das Werbegeschenk behält, wird er plötzlich gnadenlos gejagt...

"Er fühlte sich nach wie vor nicht schuldig, weil er die Gelegenheit genutzt und durch die Lücke geschlüpft war - doch immer stärker wuchs in ihm das Gefühl, es könnte ein Fehler gewesen sein." - Seite 82

Nachdem mich schon Ursula Poznanskis andere Jugendthriller sehr begeistert haben, war ich im Vorfeld sehr gespannt auf Layers. Wie schon in Erebos, Saeculum und Elanus greift die Autorin wieder ein top aktuelles Thema auf - dieses kann ich hier leider nicht verraten, weil es erst im Laufe der Handlung enthüllt wird. Von daher: Lasst euch überraschen!
Hauptfigur ist hier der 17-jährige Dorian, der vor seinem gewalttätigen Vater geflohen ist und sich auf der Straße durchschlägt. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein Toter liegt neben ihm, er kann sich an nichts erinnern. Er wird schließlich von dem sympathischen Nico aufgegriffen, der ihn zu einer Villa bringt, die sich als Einrichtung für wohnungslose Jugendliche herausstellt. Doch was wirklich hinter alldem steckt, ahnt Dorian zu diesem Zeitpunkt noch nicht...
Der Schreibstil ist flüssig, man ist sofort mittendrin in der Geschichte. Die Handlung entwickelt sich gut und sehr interessant. Nur in der Mitte kommt die Story für kurze Zeit nicht richtig von der Stelle. Doch die Kurve kommt und es geht danach mit einigen Überraschungen weiter.

Das Cover der Klappenbroschur ist toll gestaltet - es hat ein viereckiges Loch in der Mitte, das passend zum Titel aus mehreren Schichten besteht, die man aufklappen kann. Ein toller Hingucker.

"Dorian presste sich an die Hauswand, bedacht darauf, sich im Schatten zu halten. Die Angst kroch nicht langsam in ihm hoch, sondern war mit einem Schlag da."
- Seite 150

Mein Fazit: Ein gelungener Jugendthriller mit einem aktuellen Thema. Vielleicht ein klein wenig schwächer als die anderen Romane von Ursula Poznanski, da die Spannung in der Mitte kurz mal abflaut. Jedoch nur minimal, danach geht es rasant weiter. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung sehr gut verständlich. Besonders die starke Hauptfigur überzeugt - man kann jeden Schritt von Dorian detailliert verfolgen, was mir besonders gut gefallen hat. Layers ist sehr lesenswert!

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(32)

54 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

alan bradley, krimi, verlag penhaligon, familie, flavia de luce

Flavia de Luce 8 - Mord ist nicht das letzte Wort

Alan Bradley
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 25.04.2017
ISBN 9783641203627
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band 8 der Reihe um Flavia de Luce

Nach den turbulenten Ereignissen im Mädcheninternat in Kanada kehrt Flavia de Luce endlich heim nach Buckshaw - doch leider hat Dogger -Mann für alles auf dem Anwesen und Flavias engster Vertrauter- traurige Neuigkeiten. Ihr Vater liegt mit einer Lungenentzündung im Krankenhaus. Auch ihre beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne haben mal wieder das Kriegsbeil ausgegraben und sind alles andere als einfühlsam. Um der grauen Stimmung zu entkommen, schwingt Flavia sich auf ihr treues Fahrrad Gladys und stattet der Pfarrersfrau Cynthia einen Besuch ab. Diese bittet sie, dem abgeschieden lebenden Holzbildhauer Mr. Sambridge eine Nachricht zu übermitteln. Als niemand die Tür öffnet, betritt Flavia das Haus und staunt nicht schlecht: Mr. Sambridge ist tot und hängt kopfüber an der Schlafzimmertür. Sofort nimmt die begeisterte Hobbydetektivin die Ermittlungen auf und kommt einigen Geheimnissen auf die Spur...

"Ich stieg ab und lehnte Gladys an die Friedhofsmauer. Hier war sie gut aufgehoben, bis ich sie wieder abholte, um nach Hause zu fahren. Außerdem liebte Gladys Friedhöfe, sodass die Wartezeit trotz des Regens für sie geradezu ein Vergnügen war." -Seite 23, eBook

Nachdem mir die im März 2017 veröffentlichte Kurzgeschichte Das Geheimnis des kupferroten Toten schon sehr gut gefallen hatte, war ich nun noch gespannter auf den achten Band um Flavia de Luce - der 12-jährigen charmanten Hobbydetektivin, die eine Vorliebe für Chemie und Gifte hat. Auch nach ihrer Rückkehr aus Kanada gibt es wieder einiges zu tun - ein Toter, der kopfüber an seiner Schlafzimmertür hängt. Flavia ist sofort in ihrem Element und ermittelt - natürlich bevor die Polizei eintrifft. Bei ihrer Bestandsaufnahme entdeckt sie, dass der Tote auffallend viele und gut erhaltene Kinderbücher in seiner Sammlung hat - eine Sache, der sofort nachgegangen werden muss...

"Erstaunlich, was für ein Hochgefühl so ein Leichenfund auslösen kann! Ich leckte meinen geistigen Bleistift an und machte mir ein paar Notizen."
-Seite 34, eBook

Auch im achten Band gibt es eine spannende Story: Eine Hobbydetektivin in ihrem Element und viele interessante Entwicklungen. Wie bei den vorigen Bänden ist auch dieses Buch wieder in der Ich-Perspektive geschrieben, was sehr gut passt. Neben ihren cleveren Gedankengängen lässt Flavia uns Leser hier wieder das ein oder andere Mal schmunzeln. Genau dieses lockert die Geschichte immer so schön auf. Auch gibt es hier ein Wiedersehen mit schon bekannten Nebencharakteren: Die Haushälterin Mrs Mullet, der unersetzbare Dogger und natürlich die etwas fiesen Schwestern Feely und Daffy - und seit kurzem neu im Hause Buckshaw: Cousine Undine.
Die Handlung bleibt durchgehend spannend, lässt sich gut lesen und hält einige Überraschungen bereit - besonders zum Ende hin.
Das Cover gefällt mir ganz gut - wobei ich aber sagen muss, das mir die ursprüngliche Covergestaltung (bunt und wunderschön illustriert mit Flavia auf dem Titelbild) noch etwas besser gefallen hat. Doch diese Veränderung tut der Reihe inhaltlich natürlich keinen Abbruch.

Noch kurz zu der Frage, ob man Mord ist nicht das letzte Wort auch lesen kann, ohne die Vorgänger zu kennen: Ja. Die Geschichte an sich ist ein abgeschlossener Fall, es tauchen zwar immer wieder kurze Rückblicke auf vergangene Ereignisse auf, die aber in kurzen Sätzen schnell erklärt werden. Dennoch würde ich empfehlen, die Reihe von Anfang an zu lesen - so lernt man die gute Flavia einfach noch etwas besser kennen und erfährt einfach mehr über die Hintergründe.

Mein Fazit: Wieder ein tolles und gelungenes Abenteuer mit der inzwischen liebgewonnenen Hobbydetektivin! Ein interessanter neuer Fall und die spannende, spezielle Ermittlung im Flavia-Stil machen auch den achten Band wieder zu einem Krimi der etwas anderen Art. Aus Flavias Sicht geschrieben lässt es sich flüssig lesen, ist sehr gut verständlich und hält besonders zum Ende hin einige Überraschungen bereit. Mir hat es sehr gut gefallen und kann die Geschichte allen an Herz legen, die mal eine ganz besondere Ermittlerin kennen lernen wollen. Sehr lesenswert!

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46 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 26 Rezensionen

abenteuer, mississippi, kinderbuch, freundschaft, die mississippi-bande

Die Mississippi-Bande

Davide Morosinotto , Cornelia Panzacchi
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522184557
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wie aus dem Fund von drei Dollar ein großes Abenteuer wurde...

Als die vier Freunde Eddie, Te Trois, Julie und Tit an einem Sommernachmittag mit ihrem selbst gebauten Einbaum durch die Sümpfe des Bayou paddeln, ahnen sie noch nicht, dass sie bald ein großes Abenteuer erwartet. Sie wollen ein paar Fische angeln, doch stattdessen hat Peter, der von allen nur Te Trois genannt wird, nur eine verbeulte Blechdose am Haken. Als sie diese jedoch öffnen, staunen sie nicht schlecht über den Inhalt: Drei Dollar!! Sofort werden Pläne geschmiedet, was sie mit dem unerwarteten Reichtum anstellen wollen. Als die Entscheidung schließlich gefallen ist, beginnt für die vier ein großes Abenteuer, mit dem sie so nicht gerechnet haben...

"Alles begann mit dem Mord an Mr Darsley." - Seite 9

...mit diesem Satz beginnt die Geschichte der Mississippi-Bande, das so einige Abenteuer bereithält. Ich möchte gar nicht so viel über den Inhalt verraten - nur das alles mit drei Dollar beginnt, die die vier Freunde in einer alten Blechdose aus dem Fluss fischen. Die vier Freunde - das sind Peter, genannt "Te Trois", Eddie, Julie und ihr kleiner Bruder Francis, der den Spitznamen "Tit" (Petit) trägt. Alle vier sind sehr unterschiedlich - was hier ganz toll zur Geltung kommt, ist der Zusammenhalt und das Miteinander. Man schließt die vier Kinder sofort ins Herz.
Die Entwicklung der Geschichte ist spannend und hält einige Überraschungen bereit. Auch wenn es eigentlich ein Kinderbuch ist - ich kann es allen empfehlen, egal ob jung oder alt. Auch für Erwachsene bietet dieses Buch ein tolles Leseerlebnis, weil es unheimlich toll und detailreich geschrieben ist. Die Erzählform ist die Ich-Perspektive, die aus Sicht der Kinder geschrieben ist, was dem Buch zusätzlich einen besonderen Charme gibt. Am Ende erfährt man auch, was es mit dieser Schreibweise auf sich hat.

"Mein Herz schlug immer noch viel zu schnell und mir fehlten immer noch einige Dinge, wie zum Beispiel der Kompass, den mir mein Vater geschenkt hatte und der jetzt in der Schublade meines Schreibtischs lag, unerreichbar wie ein verlorener Schatz. Vor allem aber fehlten mir meine Bücher."
-Seite 107

Was unbedingt noch erwähnt werden muss: Die Gestaltung des Buchs. Das Cover ist wunderschön gestaltet - schön nostalgisch und sehr passend zur Geschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts, im Jahre 1904, spielt. Sehr schön zu Geltung kommt auch der typische Mississippi-Schaufelraddampfer, der oben in der Ecke abgebildet ist und sich auch immer wieder als Illustration im Buch wiederfindet. Dieser spielt natürlich auch in der Handlung auch eine zentrale Rolle. Eine Besonderheit ist auch, dass es am Anfang eines jeden Kapitels eine Seite mit tollen Abbildungen und Illustrationen gibt, die besonders im zweiten Teil auch interessante Informationen bereithält. Alles zusammen eine rundum gelungene Gestaltung.

"Der Mississippi floss langsam und majestätisch dahin. Die Sonnenstrahlen spiegelten sich auf der Oberfläche. Die entlang der Kais vertäute Dampfer sahen mit den Rauchwolken, die aus ihren Schornsteinen kamen, wie stolze Indianerhäuptlinge mit hohen weißen Federhauben aus."
-Seite 129

Mein Fazit: Ein sehr hochwertiges Kinder-/Jugendbuch, dass mit seiner wundervollen und spannenden Geschichte aber auch Leser allen Alters überzeugt. Vier sympathische Freunde, ein großes Abenteuer und die nostalgische Atmosphäre der Südstaaten aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts - zusammen mit dem tollen Schreibstil und der schönen Buchgestaltung ein wirklich rundum gelungenes Werk. Sehr empfehlenswert für groß und klein!

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Tags: abenteuer, davide morosinotto, die mississippi-bande, kinderbuch, mississippi   (5)
 
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