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237 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

zeit, matt haig, liebe, roman, leben

Wie man die Zeit anhält

Matt Haig , Sophie Zeitz
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.04.2018
ISBN 9783423281676
Genre: Romane

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17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

der letzte gast, krimi, sabine kornbichler, www.die-rezensentin.de

Der letzte Gast

Sabine Kornbichler
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492061063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein rätselhafter Mord…

Mia ist 34 Jahre alt, lebt in München und arbeitet als Dogwalkerin. Zu ihren Kunden gehört auch die schwerkranke Frau Berna, dessen Hündin Coco sie regelmäßig ausführt. Doch an einem Tag ist alles anders als sonst: Als Mia die Hündin zu der alten Dame zurückbringen will, wartet diese bereits an der Haustür auf sie - Berna wirkt benommen und fahrig. Mia macht sich Sorgen und bietet ihr sofort ihre Hilfe an – doch diese lehnt sie vehement ab und behauptet, ihr Neffe sei zu Besuch. Doch sie bittet Mia, in zwei Stunden nochmal wieder zu kommen, um Coco am Nachmittag auszuführen. Als Mia später zurückkommt, bewahrheitet sich ihr ungutes Gefühl: Niemand reagiert auf ihr klingeln - als sie schließlich das Haus betritt, findet sie neben Spuren einer Auseinandersetzung Berna leblos vor – es war kein natürlicher Tod. Von nun an ist sie eine wichtige Zeugin für die Polizei und für den Täter eine gefährliche Bedrohung…

„Die Stille, die sich über das Haus gelegt hatte, war bedrückend. Normalerweise musste ich nur eintreten und nach Coco rufen, da schallte mir schon ihr aufgeregtes Gebell entgegen. Aber jetzt war kein Ton zu hören.“ – Seite 30, eBook

Von Sabine Kornbichler habe ich schon mit Begeisterung die Krimi-Reihe um die Nachlassverwalterin Kristina Mahlo gelesen – nun war ich sehr gespannt auf ihren neuen Roman. In „Der letzte Gast“ geht es um den rätselhaften Mord einer schwerkranken älteren Dame, die von der Dogwalkerin Mia gefunden wird. Mia ist eine wichtige Zeugin, denn schon am Vormittag kam ihr einiges seltsam vor. Sie ahnt nicht, dass auch sie nun in Gefahr schwebt…
Die Geschichte entwickelt sich langsam – zuerst lernt man die Hauptfigur Mia und ihr Leben kennen, aus deren Sicht auch die Handlung geschrieben ist. Zunächst scheint klar, wer der Täter ist – die Beweise sind eindeutig, doch natürlich kommt alles anders als gedacht – gerade diese Wendungen in der zweiten Hälfte des Romans haben mir sehr gut gefallen. Es wird spannend, denn um Mia herum geschieht rätselhaftes…
Was mir ebenfalls gut gefallen hat, sind die Hunde, die immer wieder auftauchen, da Mia ja Dogwalkerin ist – sie haben zum Teil eine zentrale Rolle. Dieses fügt sich schön ein und lockert die Geschichte auf.

„Alles ist wie immer – diese Worte gingen mir nicht aus dem Kopf. Im Angesicht von Bernas Tod klangen sie absurd. Etwas ganz Entscheidendes war nicht wie immer gewesen, nur hatte es offensichtlich niemand beobachtet.“ – Seite 97, eBook

Mein Fazit: Ein guter Krimi, der nach und nach immer spannender wird. Langsam fügen sich die einzelnen Puzzleteile zusammen und ergeben ein Bild, das überrascht. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und wird besonders zum Ende hin sehr spannend. Von mir gibt es 4,5 Sterne hierfür – Lesenswert!

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Tags: der letzte gast, krimi, sabine kornbichler   (3)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

drachen, fantasy

Drachen

Markus Heitz
Flexibler Einband: 1.664 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492704786
Genre: Fantasy

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36 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

david mitchell, horror, mystery, paranormal, phantastik

Slade House

David Mitchell , Volker Oldenburg
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 15.05.2018
ISBN 9783498042769
Genre: Romane

Rezension:

Ein mysteriöses Haus mit dunklen Geheimnissen…

Die Slade Alley ist eine schmale, dunkle Gasse, deren Eingang man zwischen zwei Häusern fast übersieht. Hinter der ersten Biegung befindet sich auf der rechten Seite in der Mauer ein kleines, schwarzes Eisentor – völlig unscheinbar ohne Griff oder Schlüsselloch – doch wenn man dagegen drückt, schwingt es auf und offenbart etwas, mit dem man nicht gerechnet hat: Dahinter verbirgt sich ein heller prachtvoller Garten, der etwas verwunschen wirkt – im Hintergrund befindet sich eine prachtvolle Villa. Was hat es mit dem „Slade House“ auf sich? Sicher ist, dass es ein Geheimnis verbirgt – denn alle neun Jahre, am letzten Sonntag im Oktober, wird ein „Gast“ in das Slade House eingeladen. Doch zu welchem Zweck? Das Geheimnis liegt hinter einer der unzähligen Türen…

„Das Slade House ragt drohend auf. Der rote Efeu ist röter, als roter Efeu normalerweise ist. Die Fenster im Erdgeschoss liegen so hoch, dass man nicht hineingucken kann, und außerdem spiegeln sich darin sowieso nur Himmel und Wolken.“ (Nathan) – Seite 19, eBook

Eine düstere Gasse, ein unscheinbares Tor und ein mysteriöses Haus mit einem verwunschenen Garten – schon die Inhaltsangabe von David Mitchells neuem Roman verspricht eine unheimliche Geschichte. Diese beginnt im Jahr 1979, wo eine Mutter mit ihrem 13-jährigen Sohn einer Einladung ins Slade House folgt – schon die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze sind dem Autor gut gelungen. Die Handlung selbst ist sehr mysteriös und in mehrere Abschnitte unterteilt, die im Neun-Jahres-Rhythmus erstellt wurden – und mit jedem Abschnitt kommt man dem gut gehüteten Geheimnis des Slade House ein klein wenig näher. Mit insgesamt 240 Seiten eine eher kurze Geschichte, doch dafür kommt hier die unheimlich-düstere Atmosphäre sehr gut zur Geltung. Der Schreibstil von Mitchell ist wie gewohnt speziell – man braucht am Anfang der einzelnen Kapitel immer einen Moment, um sich zu recht zu finden, da diese jeweils aus der Ich-Perspektive einer neuen Figur erzählt wird. Auch wenn es manchmal etwas wirr und skurril wird, fügen sich nach und nach die einzelnen Fäden zusammen. Welches mysteriöse Geheimnis sich schließlich um dieses besondere Haus rankt – lasst euch überraschen!

„Ich habe das Gefühl, nach oben zu stürzen.“
(Gordon) –Seite 61, eBook

Mein Fazit: Ein gelungener Schauerroman, der auf nur 240 Seiten eine packende Geschichte erzählt. Besonders gefallen hat mir die dunkle Atmosphäre, die sich durch den ganzen Roman zieht. Detaillierte Schauplätze und interessante Charaktere tun sein übriges. Der Schreibstil ist etwas speziell, manchmal wird es etwas wirr – daher ziehe ich einen Stern ab. Ansonsten ist es eine gute Gruselgeschichte mit einer kleinen Portion Horror. Lesenswert!

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Tags: david mitchell, mystery, slade house   (3)
 

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25 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

cyril avery, gesellschaftsliteratur, john boyne, roman

Cyril Avery

John Boyne , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.05.2018
ISBN 9783492058537
Genre: Romane

Rezension:

Das Leben des Cyril Avery…

Irland: Schon bei seiner Geburt im Jahr 1945 ist klar, das der Junge Cyril Avery es nicht immer leicht in seinem Leben haben wird. Als uneheliches Kind zur Welt gekommen, wird er von einem exzentrischen Dubliner Ehepaar adoptiert. Doch das Zuhause mit Liebe und Geborgenheit, das er sich wünscht, hat er dort nicht. Jahre später lebt Cyril in dann einem Internat, wo er schließlich Julian Woodbead wiedersieht, der ihm von einem Treffen aus seiner Kindheit noch in Erinnerung geblieben ist. Obwohl sie so verschieden sind, werden die beiden Zimmergenossen die besten Freunde. Doch Cyril merkt schnell, dass er mehr als nur Freundschaft für Julian empfindet. Als schließlich auch diese Verbindung auseinandergeht, beschließt Cyril, das Land zu verlassen. Seine Reise führt ihn schließlich an verschiedene Orte, wo er hofft, ein glückliches Leben führen zu können…

„Ich empfand Wärme, Freundschaft und Glück, und all das für einen Fremden, für einen Mann, dessen wirklichen Namen ich wahrscheinlich nicht einmal kannte.“
(Cyril) – Seite 182, eBook

„Das Schweigen war schlimmer als alles.“ - Seite 183, eBook

Von John Boyne ist mir der Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ noch gut in Erinnerung geblieben – ein Buch, das man nicht so schnell vergisst. Nun bin ich auf sein neustes Werk aufmerksam geworden: „Cyril Avery“ ist ein 736 Seiten umfassender Roman, der den Lebensweg eines Jungen beschreibt, der es nicht immer einfach hatte im Leben. Das Buch, das im Deutschen den Namen der Hauptfigur als Titel trägt, beginnt im Jahr 1945 kurz vor Cyrils Geburt. Schon diesen ersten Einblick in das Leben seiner leiblichen Mutter hat eine gewisse Intensität. In der Ich—Perspektive aus Cyrils Sicht geschrieben, bekommt man einen detaillierten Einblick in sein Leben. Die Abschnitte sind im 7-Jahres Rhythmus verfasst und führen bis ins Jahr 2015. Eindringlich schildert John Boyne hier das Leben des Jungen mit allen Höhen und Tiefen, mit schockierenden und dramatischen Erlebnissen, aber auch mit einigen glücklichen Ereignissen und Momenten.
Ich gebe zu, dass ich mich mit machen Stellen in der ersten Hälfte des Romans etwas schwer getan habe: Manchmal wurden mir die Beschimpfungen und Ausdrücke etwas zu viel, auch mit manchen Nebencharakteren bin ich zuerst nicht richtig warm geworden. Doch Cyril als Hauptfigur ist stark und sympathisch – als Leser hofft man die ganze Zeit, dass er sein Glück findet.
Die zweite Hälfte hat mir deutlich besser gefallen – Es wird lesenswerter und konnte mich nochmal richtig packen. Auch die Menschen, die dann in Cyrils Leben auftauchen, sind gut beschrieben.

„Und dann wandte er sich mir zu und lächelte mich auf eine Weise an, die mir sagte, dass er in diesem Moment niemanden auf der Welt lieber sah als mich.“ (Cyril) – Seite 280

Mein Fazit: Ein besonderes Buch, das mich nicht so schnell loslassen wird. Beeindruckt haben mich der intensive und packende Schreibstil Boynes, sowie die gut ausgearbeitete Hauptfigur, die man in allen Lebenslagen erlebt – man leidet und freut sich mit ihm. Die Handlung hat viele Facetten – es passiert schreckliches, es wird dramatisch und auch mal sehr emotional. Aber auch glückliche Momente tauchen in Cyrils Leben auf. Nachdem ich mich mit einigen Stellen aus der ersten Hälfte etwas schwer getan habe, fand ich den zweiten Abschnitt wiederum sehr packend.
Auch wenn ich einen Stern abziehe, ist es dennoch ein sehr lesenswertes Buch und kann es empfehlen!

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Tags: cyril avery, gesellschaftsliteratur, john boyne, roman   (4)
 

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127 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

aids, coming-of-age, homosexualität, carol rifka brunt, sag den wölfen ich bin zu hause

Sag den Wölfen, ich bin zu Hause

Carol Rifka Brunt , Frauke Brodd
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Eisele Verlag, 23.02.2018
ISBN 9783961610075
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Verlust und Erinnerung…

New York im Jahr 1987: Für die 14-jährige June Elbus ist ihr Patenonkel Finn der einzige Mensch, von dem sie sich verstanden fühlt. In der Schule ist sie eher eine Einzelgängerin und von ihrer älteren Schwester Greta wird sie nicht wirklich ernst genommen. Daher fühlt sie sich nur in Finns Gesellschaft wirklich wohl. Doch als dieser plötzlich und viel zu jung an einer Krankheit stirbt, bricht für June eine Welt zusammen. Auf der Beerdigung bemerkt sie einen schüchternen, jungen Mann, der alles aus dem Hintergrund verfolgt. Ein paar Tage später erhält June ein Päckchen – darin eine Teekanne die Finn gehörte, zusammen mit einer Nachricht von Toby, dem fremden Mann. Sie scheint mit ihrer tiefen Trauer um Finn nicht allein zu sein. Zuerst begegnet sie Toby mit großem Misstrauen, doch nach und nach entwickelt sich eine zarte Freundschaft…

„Für einen kurzen Augenblick, der vielleicht so lang währte wie ein Sandkorn im Stundenglas oder ein Tropfen in einem undichten Wasserhahn, trafen sich unsere Blicke, und Finn, mein Onkel Finn, durchschaute mich – zack – einfach so. In diesem winzigen Sekundenbruchteil erkannte er, dass ich Angst hatte.“ – Seite 16, eBook

Auf dieses Buch war ich im Vorfeld schon sehr gespannt – die Handlung erzählt die Geschichte der 14-jährigen June, die ein sehr enges Verhältnis zu ihrem Patenonkel hatte – nach dessen Tod gerät ihr Leben aus den Fugen, die Trauer ist groß und sie fühlt sich von ihrer Familie nicht wirklich verstanden. Dann lernt sie Toby kennen, der genau so um Finn trauert wie sie selbst…
Der Roman fesselt von Anfang an – in der Ich-Perspektive aus Junes Sicht geschrieben wird die traurige Atmosphäre sofort spürbar, auch das Feingefühl ist unheimlich gut gelungen. Neben den aktuellen Geschehnissen gibt es auch immer wieder kleine Rückblicke in die Vergangenheit, wo June sich an gemeinsame Unternehmungen mit Finn erinnert. Im Laufe der Handlung werden auch einige Geheimnisse gelüftet und Missverständnisse aufgeklärt – es wird mal traurig und emotional, aber auch packend. Auch das schwierige Verhältnis zu Junes älterer Schwester spielt eine zentrale Rolle. Mir hat der atmosphärisch dichte Verlauf sehr gut gefallen. Auch erfährt man, was es mit dem Buchtitel „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ auf sich hat.

Ich versprach es. Dann drückte er fest meine Hand, ließ mich los und lächelte mich an. „Genau das wünsche ich mir für dich“, sagte er. „Ich will, dass du nur die aller-, allerbesten Menschen kennenlernst.“
– Seite 58, eBook

Mein Fazit: Ein großartiges Buch, das eine besondere Geschichte erzählt. Von Anfang an hat mir der atmosphärisch dichte Verlauf sehr gefallen – es wird emotional und auf gewisse Weise auch packend. Die Charaktere sind unheimlich stark beschrieben - vor allem June, die Hauptfigur beeindruckt. Manches bleibt anfangs noch geheimnisvoll, was aber nach und nach aufgeklärt wird. Ein sehr lesenswertes Debüt, das eine besondere Tiefe hat!

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Tags: carol rifka brunt, gegenwartsliteratur, roman, sag den wölfen ich bin zu hause   (4)
 

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40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

drachen, fantasy, high fantasy

Drachengift

Markus Heitz
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492281089
Genre: Fantasy

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

drachen, drachentöter, fantasy, flammen, high fantasy

Drachenkaiser

Markus Heitz
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492281072
Genre: Fantasy

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52 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

drachen, dark fantasy, fantasy, spannung, urban fantasy

Die Mächte des Feuers

Markus Heitz
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492281065
Genre: Fantasy

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868 Bibliotheken, 37 Leser, 2 Gruppen, 179 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, neal shusterman, scythe

Scythe / Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dieser augenblick, erschreckend und schön, jugendbuch, marci lyn curtis

Dieser Augenblick, erschreckend und schön

Marci Lyn Curtis , Nadine Püschel
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schöne Augenblicke und schmerzliche Erinnerungen…

Nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters bricht für Grace eine Welt zusammen. Zwei Jahre später kehrt sie nach New Harbor zurück, einem kleinen Ort an der Küste Floridas. Hier, bei ihrem Onkel Rusty hat Grace einen Großteil ihrer Kindheit verbracht. Schnell kommen die Erinnerungen zurück – auch ihr geliebter Vater war oft mit ihr hier. Auch ihr Ex-Freund Owen lebt noch hier, ebenso ihre beste Freundin Janna – doch seit zwei Jahren ist nichts mehr so wie es einmal war. Grace nimmt wieder Kontakt mit den beiden Menschen auf, die ihr so viel bedeutet haben – was ist damals wirklich geschehen? Grace stellt sich schließlich der Vergangenheit und muss erkennen, dass manches nicht so war, wie sie zuerst dachte. Eine Zeit voller schmerzlicher Erinnerungen, aber auch schönen Augenblicken beginnt…

„Ich weiß nicht, was mich zum Reden bringt, aber ich rede, ein Schwall beunruhigender, hässlicher, offenherziger Worte, die sich meiner Brust, meiner Kehle, meinem Mund entringen, ohne dass ich dafür irgendwas tue.
Und als ich es hinter mich gebracht habe, rede ich einfach weiter. Ich lasse Janna nicht zu Wort kommen, indem ich tausendmal das Gleiche sage, nur minimal abgewandelt.“
– (Grace) – Seite 237

Von Marci Lyn Curtis habe ich bereits das Buch „Alles, was ich sehe“ gelesen, welches mich sehr berührt hat. Auch ihr neues Buch ist sehr emotional und auf besondere Weise geschrieben. Hauptfigur ist die siebzehnjährige Grace, die zwei Jahre nach dem Tod ihres Vaters zu ihrem Onkel Rusty zieht. Grace leidet noch sehr unter dem schmerzlichen Verlust – doch es gibt noch etwas Schreckliches, was ihr damals, vor zwei Jahren bei einem ihrer vielen Besuche in New Harbor passiert ist. Nur langsam beginnt sie die Vergangenheit aufzuarbeiten und macht dabei eine schreckliche Entdeckung…
Neben einem sehr ernsten und traurigen Thema verliert das Buch aber nie seine gewisse Leichtigkeit – die Autorin hat auch viele schöne Momente für Grace geschaffen. Der Schreibstil tut sein übriges: Flüssig geschrieben, aus der Ich-Perspektive von Grace erfährt man nach und nach ihre Geschichte – eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielen Janna, mit der sie einst eng befreundet war und Owen – ihre erste große Liebe. Mir hat dieser emotionale Roman sehr gefallen – gerne hätte ich auch noch ein paar Nebenfiguren besser kennen gelernt und mehr über sie erfahren – wie beispielsweise von Faith – der Freundin von Grace‘ Onkel. Doch das sind nur kleine Details – das Buch ist sehr gut gelungen.
Wundervoll ist auch wieder die ganze Buchgestaltung – nicht nur der Buchumschlag ist toll, darunter verbirgt sich auch noch ein wunderschöner Buchaufdruck.

„Das ist das Persönlichste, was ich von ihm habe.
Ich schlage eine Hand vor den Mund, doch trotzdem purzeln alle meine Gefühle aus mir heraus – Traurigkeit, Glück, Hoffnung, Kummer, Seligkeit, Freude, Hilflosigkeit.
Das bedeutet mir alles auf der Welt.“
(Grace) – Seite 297

Mein Fazit: Ein berührendes Buch mit einem ernsten Thema, das sich trotzdem noch gut und leicht lesen lässt. Neben traurigen Augenblicken gibt es auch immer wieder Lichtblicke – nach und nach erfährt man die Geschichte von Grace und wie sie sich schließlich der Vergangenheit stellt. Der Schreibstil ist flüssig und gibt die vielen emotionalen Momente sehr gut wieder. Ein paar mehr Details zu manchen Nebenfiguren hätte ich mir noch gewünscht, aber ansonsten ist es ein wundervolles Buch, das mich sehr berührt hat.

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Tags: dieser augenblick, erschreckend und schön, jugendbuch, marci lyn curtis   (3)
 

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232 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 24 Rezensionen

anne freytag, nicht weg und nicht da, annefreytag, jugendbuch, suizide

Nicht weg und nicht da

Anne Freytag , Martina Vogl
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453271593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Veränderungen und Erinnerungen…

Nach dem Tod ihres Bruders Kristopher ist für Luise nichts mehr so wie es mal war. Sie macht einen radikalen Schnitt: Sie trennt sich von ihren Haaren – übrig bleiben nur drei Millimeter und eine tiefe Traurigkeit. Sie zieht sich zurück und lässt niemanden an sich heran – bis sie Jacob begegnet. Er ist sofort fasziniert von ihr, aber Luise bleibt etwas auf Distanz. Doch ihr Leben ändert sich an ihrem sechzehnten Geburtstag: Denn an diesem Tag bekommt sie eine E-Mail von ihrem toten Bruder – die Erste von vielen. Zusammen mit den Nachrichten aus der Zwischenwelt und Jacob an ihrer Seite gelingt es ihr, wieder langsam am Leben teilzuhaben. Diese Zeit ist aufwühlend und traurig, aber gleichzeitig auch mit vielen tollen Momenten gespickt…

„Mein Bruder war die finsterste Nacht und das hellste Licht. Ein Vakuum und drei Tage später wieder euphorisch und voller Tatendrang. Früher dachte ich, alle Menschen wären so. Aber nur er war so. So laut und so leise.“ (Luise) – Seite 32

Von Anne Freytag hat mir „Mein bester letzter Sommer“ unheimlich gut gefallen. Dementsprechend neugierig war ich auch auf ihr neuestes Buch. „Nicht weg und nicht da“ ist genau so intensiv und berührend geschrieben wie ihr Debüt. Hauptfigur ist die fast sechzehnjährige Luise, die den schrecklichen Tod ihres Bruders Kristopher verarbeiten muss. Sie rasiert sich ihre Haare ab und baut um sich herum eine Mauer – zu tief sitzt der Schmerz. Dann tritt Jacob in ihr Leben – und auch Kristopher kehrt zurück: Er hat ihr E-Mails geschrieben.
Das Buch ist aus zwei Ich-Perspektiven geschrieben – abwechselnd aus Luises und Jacobs Sicht – das ist sehr gelungen, denn so erfährt man immer, wie es in dem Leben und Gedanken der beiden aussieht. Denn nicht nur Luise hat etwas Schlimmes erlebt – auch Jacob hat seine eigene Geschichte, die man nach und nach erfährt.
Das Buch ist sehr emotional. Mal unheimlich traurig, dann wieder unheimlich schön – aber in keinster Weise kitschig. Die Charaktere sind unheimlich gut ausgearbeitet und genau das macht die Geschichte so besonders.

„Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass Zeit nicht wiederkommt. Dass eine Minute nach der anderen unerbittlich aus unserem Leben stirbt und dass wir jeden Moment aufs Neue entscheiden müssen, ob wir sie verschwenden oder nutzen. Das ‚Jetzt‘ sollte gut sein. Denn uns bleibt nur das ‚Jetzt‘.“ (Luise) – Seite 187

Mein Fazit: „Nicht weg und nicht da“ ist ein wundervolles Buch mit vielen Facetten: Mal unheimlich traurig, mal unheimlich schön – immer berührend und ohne kitschig zu sein. Der Schreibstil ist toll, es lässt sich sehr gut lesen -man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Sehr gelungen und daher eine Leseempfehlung von mir!

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82 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

gilmore girls, lauren graham, humorvoll, lustige anekdoten, sehr aufschlussreich und lesenswert

Einmal Gilmore Girl, immer Gilmore Girl

Lauren Graham , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.08.2017
ISBN 9783596299577
Genre: Biografien

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(1.407)

2.347 Bibliotheken, 57 Leser, 5 Gruppen, 351 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Alptraum. Das Grauen. Das Paket.

Seit die junge Psychiaterin Emma Stein in einem Hotelzimmer Schreckliches durchmachen musste, verlässt sie nicht mehr das Haus. Sie war das dritte Opfer eines Psychopathen, der von der Presse als „Der Friseur“ betitelt wird – denn nach seiner Tat rasiert er seinen Opfern die Haare ab. Emma ist die einzige, die überlebt hat. Ihre Tage werden seitdem von der Angst beherrscht, dass der „Friseur“ zurück kommen könnte – um seine grausige Tat zu vollenden.
Nur in ihrem kleinen Haus am Rande des Berliner Grunewalds fühlt sie sich noch sicher – bis der Postbote sie bittet, ein Paket für ihren Nachbarn anzunehmen. Das Seltsame daran: Der Empfänger ist ein Mann, dessen Name sie noch nie gehört hat, und diesen auch noch nie gesehen hat – obwohl sie seit Jahren in dieser Straße lebt…

„Und weil sie wohl keine andere Wahl hatte, begann sie mit brüchiger Stimme ihre Geschichte zu erzählen. Von dem Paket. Und wie mit ihm das Grauen, das in jener Nacht im Hotel seinen Anfang genommen hatte, an die Tür des kleinen Hauses mit dem Jägerzaun am Ende der Sackgasse anklopfte und bei ihr Einzug erhielt.“ – Seite 58/59

„Das Paket“ gehörte bisher zu den wenigen Büchern, das ich noch nicht von Sebastian Fitzek gelesen hatte. Doch das habe ich nun nachgeholt. Hier geht es um ein Paket, dass die junge Psychiaterin Emma für ihren Nachbarn annehmen soll – einem Mann von dem sie noch nie gehört hat. Sie ahnt nicht, dass sie damit die Schrecken jener Nacht vor sechs Monaten heraufbeschwört – denn ihr ist damals Schreckliches angetan worden von einem Psychopathen, der noch immer frei herumläuft…
Natürlich fragt man sich als Leser sofort: WAS ist in dem Paket? Und: Hat der Täter es geschickt? Anfangs ist alles sehr rätselhaft, nach und nach kommt langsam Licht ins Dunkel. Der Handlungsverlauf ist, wie schon von Fitzek gewohnt, rasant - einiges ist nicht so, wie zuerst gedacht, es gibt interessante Wendungen und unheimliche Geschehnisse, die manchmal auch sehr heftig sind. Bis auf wenige Abschnitte in der ersten Hälfte, die sich ein klein wenig in die Länge ziehen, ist der Spannungsbogen immer oben. Das Buch lässt einen keine Ruhe – man muss unbedingt wissen, wie es ausgeht – das Ende ist völlig anders als man vielleicht zunächst vermutet.
Sehr lesenswert ist auch das kleine Extra hinten im Buch: Sebastian Fitzek schreibt über die letzten zehn Jahre als Autor und hat hier einige der unzähligen E-Mails, die er von seinen LeserInnen bekommen hat, veröffentlicht.

„Hatte sich der Vorhang eben bewegt? Nein, er hing ruhig, und es brannte auch kein Licht dahinter, das einen Schatten hätte werfen können. Und dennoch. Emma fühlte sich von unsichtbaren Blicken verfolgt.“ – Seite 132

Mein Fazit: Ein spannender Psychothriller, der einige Geheimnisse birgt und einen interessanten Verlauf nimmt. Natürlich ist nichts so, wie es zunächst scheint – gerade die zweite Hälfte des Romans ist spannend. Der Schreibstil ist, wie schon gewohnt, klar und an den Kapitelenden sind meist kleine Cliffhanger eingebaut – ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Bis auf Kleinigkeiten ist Sebastian Fitzek hier wieder ein packender Thriller gelungen. Lesenswert!

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63 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

künstliche intelligenz, silicon valley, die tyrannei des schmetterlings, it, frank schätzing

Die Tyrannei des Schmetterlings

Frank Schätzing
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 24.04.2018
ISBN 9783462050844
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Geheime Forschungen und künstliche Intelligenz…

Sierra Nevada, Kalifornien: Eigentlich hat Provinzsheriff Luther Opoku es meist mit Kleindelikten, entlaufenen Haustieren und illegalem Drogenanbau zu tun. Noch ahnt er nicht, dass der aktuelle Einsatz alles verändern wird: Eine Frau ist unter rätselhaften Umständen in eine Schlucht gestürzt. War es ein Unfall oder doch Mord? Die Ermittlungen führen Luther und seine Kollegin Ruth Underwood schon bald zu einer geheimen Forschungsanlage, die in den tiefen Wäldern Sierras verborgen liegt. Betrieben wir diese von Nordvisk Inc., einem Hightech-Konzern, der im zweihundert Meilen entfernten Silicon Valley ansässig ist. Schnell erfährt Luther, dass der Konzern an einer maschinellen Superintelligenz arbeitet. Doch was geht in seinem ansonsten beschaulichen Naturidyll wirklich vor? Luther forscht nach und gerät bald schon in einen gefährlichen Sog von Ereignissen, die für ihn unvorstellbar werden – und die nicht nur ihn in höchste Gefahr bringen. Schon bald gerät Raum und Zeit aus den Fugen…

„Was ist da unten? Etwas Verlockendes. Abstoßendes. Angst und Einsamkeit, aber auch machtvolles Wissen, als sich in der Flüchtigkeit des Lichts erlangen lässt. Wer einmal die Bekanntschaft der Tiefe gemacht hat, hineingeworfen in ihre wispernde Leere und Konturlosigkeit, wo alles Mögliche und Unmögliche Gestalt annehmen kann, bleibt ihr verfallen.“ – Seite 159

Von Frank Schätzing sind mir vor allem die Bücher „Der Schwarm“, „Limit“ und „Breaking News“ im Gedächtnis geblieben – umso gespannter war ich nun auf seinen neuen Thriller, der ein hochaktuelles Thema beinhaltet: Künstliche Intelligenz. Angesiedelt ist die Geschichte im beschaulichen Sierra County in Kalifornien – ein dünn besiedeltes Gebiet, das in früheren Zeiten vor allem als Goldgräberregion bekannt geworden ist. Die beindruckende Naturidylle und die einzelnen Orte sind bildgewaltig und detailreich beschrieben – man bekommt einen unheimlich guten Eindruck von den Schauplätzen. Die Handlung an sich ist schon von Anfang an spannend zu verfolgen: Wie oben beschrieben führen Mordermittlungen den Undersheriff Luther Opoku zu einer geheimen Forschungsanlage. Von da an ändert sich alles - denn die Geschehnisse in Sierra Valley sind nur der Anfang von einer Geschichte, die Ausmaße annimmt, wie sie anfangs noch nicht zu erahnen ist.

Mit seinen 736 Seiten ist der Roman nichts für zwischendurch – man sollte sich Zeit nehmen und sich auf die ausführliche und mit vielen Details gespickte Geschichte einlassen. Es lohnt sich in jedem Fall. Die Story entwickelt sich sehr überraschend und völlig unvorhersehbar – sie enthält viele Geheimnisse, die nach und nach gelöst werden, auch Fantasy- und Science-Fiction-Elemente kommen nicht zu kurz.
Alles in allem ist dieser Roman meisterhaft recherchiert – sowohl die Schauplätze, als auch das immer voranschreitende digitale Zeitalter und das Thema künstliche Intelligenz an sich – man bekommt einen sehr guten Einblick. Aus allem hat Frank Schätzing seine ganz eigene Geschichte geschrieben, die den Leser einmal mehr staunen lässt.
Das Cover und auch der Titel sind außergewöhnlich – und gleichzeitig perfekt passend zu diesem besonderen Buch, in dem sich Zeit und Raum verliert.

„Luther fühlt ein vages Grauen. Er ist es gewohnt, dass die Dinge nicht sind, wie sie scheinen. Eine ganz andere Sache ist es, wenn sie nicht sind, wie sie unter allen Umständen sein müssten“ – Seite 168

Mein Fazit: Mit „Die Tyrannei des Schmetterlings“ ist Frank Schätzing ein packender Thriller gelungen - gespickt mit besonderen Fantasy- und Science-Fiction-Elementen, die den Leser staunen lassen. Meisterhaft recherchiert und mit einem hochaktuellem Thema hat der Autor seine ganz eigene Geschichte geschaffen, die in ihrem Verlauf mehr als überrascht. Der Schreibstil ist detailreich und besonders, an einigen Stellen vielleicht auch manchmal etwas wirr – jedoch bleibt es immer gut verständlich.
Kurz gesagt: Ein Buch das voller Geheimnisse steckt, die nach und nach gelüftet werden – packend, überraschend und völlig unvorhersehbar. Auch wenn man ein klein wenig Geduld beim Lesen benötigt - mir hat es sehr gut gefallen und vergebe 4,5 Sterne hierfür!

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Tags: die tyrannei des schmetterlings, frank schätzing, künstliche intelligenz, science fiction, thriller   (5)
 

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204 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

science fiction, virtual reality, 80er jahre, dystopie, computer

Ready Player One

Ernest Cline , Sara Riffel , Hannes Riffel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296590
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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116 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

kunst, liebe, berlin, roman, künstler

Leinsee

Anne Reinecke
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.02.2018
ISBN 9783257070149
Genre: Romane

Rezension:  
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(50)

69 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

kurzgeschichten, strafe, ferdinand von schirach, fesselnd, justiz

Strafe

Ferdinand von Schirach
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 05.03.2018
ISBN 9783630875385
Genre: Romane

Rezension:

Zwölf Kurzgeschichten – zwölf Schicksale...

Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind?

Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem neuen Buch "Strafe" zwölf Schicksale. Wie schon in den beiden Bänden "Verbrechen" und "Schuld" zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von "gut" und "böse" oft sind.
Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. (Klappentext)

Anders als sonst in meinen Rezensionen verwende ich als Inhaltsangabe hier mal den Klappentext vom Verlag – denn der beschreibt diese Story-Sammlung perfekt und gibt einen kleinen Einblick in das, was den Leser erwartet, ohne zu viel zu verraten. „Strafe“ ist mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach gewesen und ich bin sehr beeindruckt von seinem Schreibstil. Dieser ist in allen zwölf Kurzgeschichten sehr direkt, ohne viel drum herum. Er kommt sofort zum Punkt und schafft es, auf wenigen Seiten eine eindringliche Atmosphäre zu schaffen. Die jeweiligen Charaktere werden sehr gut beschrieben – man bekommt einen detaillierten Einblick in deren Leben – und das auf wenigen Seiten. Zu den Inhalten der einzelnen Geschichte möchte ich gar nicht viel erzählen, denn damit würde ich vielleicht etwas von der Spannung nehmen. Nur so viel: Es wird manchmal erschütternd und schockierend, mal traurig und mal überraschend - aber immer sehr packend. Man taucht jedesmal sofort in die jeweilige Situation ein und muss nach mancher Story erst einmal durchatmen. Ein sehr fesselndes Buch.
Das Cover ist in schlichtem schwarz-weiß gehalten und passt sehr gut.

Er stand auf und ging vor bis zur Klippe. Ich folgte ihm. Wir sahen zusammen in die Wellen, die unten gegen die Felsen schlugen.
„Vielleicht hast Du Recht und es gibt kein Verbrechen und keine Schuld“, sagte er, „aber es gibt eine Strafe.“
– aus „Der Freund“ Seite 105, eBook

Mein Fazit: Eine sehr packende Kurzgeschichtensammlung, die einen so schnell nicht loslässt. Intensiv, sehr direkt und ohne viel Ausschmückung beschreibt Ferdinand von Schirach die Schicksale von zwölf Personen. Mal erschütternd und schockierend, mal traurig und dramatisch – alles ist dabei. Der Schreibstil ist sehr klar und macht jede Story auf wenigen Seiten zu einer fesselnden Geschichte. Sehr lesenswert!

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Tags: ferdinand von schirach, kurzgeschichten, strafe   (3)
 

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71 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

fantasy, stephan m. rother, high fantasy, die königs-chroniken - ein reif von bronze, chroniken

Ein Reif von Bronze

Stephan M. Rother
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 27.03.2018
ISBN 9783499403576
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 2 der Königschroniken

Nach einer langen Zeit ist es dem Stammesfürst Morwa endlich gelungen, die Völker des Nordens zu vereinen. Hierfür wurde er mit dem Reif aus Bronze gekrönt. Jedoch droht neue Gefahr, die alles infrage stellen könnte, denn ein uralter Fluch wurde heraufbeschworen. Nun greifen seine Söhne zu den Waffen…
Morwas Tochter Sölva kümmert sich indes um die verletzte Ildris und muss sich gleichzeitig einer rätselhaften Magie stellen – diese kann die endgültige Vernichtung bringen oder aber auch die einzige Hoffnung auf Rettung sein…
Auch die junge Frau Leyken steht vor einer schweren Entscheidung: Auf der Suche nach ihrer entführten Schwester Ildris wurde sie gefangen genommen und sitzt seitdem in einem goldenen Käfig. Doch dann bietet sich ihr unerwartet ein Weg zur Flucht. Ist es wirklich der Weg in die Freiheit oder eine gefährliche Falle? Schließlich kommt sie einem unglaublichen Geheimnis auf die Spur…

Aktuell bricht die gefürchtete Raunacht an – die längste, dunkelste und kälteste Nacht des Jahres. Sie nimmt ihren Lauf und vielen Menschen stehen einschneidende Veränderungen bevor…

„Seine Hand streckte sich aus, ohne dass er sich bewusst dazu entschlossen hatte, und dann lag das Silberstück in ins einen Fingern. Es zeigte einen Baum, die Äste ineinander verschlungen, auf eine Weise, dass er das Bild auf der Stelle erkannte. Das Bild, das Zeichen, das auf den Bannern ihrer Gegner wehte, Seite an Seite mit den kaiserlichen Raben. Die heilige Esche des Kaiserreichs, in deren Ästen die Rabenstadt thronte.“
– Seite 26

Da mir der der erste Band der Königschroniken schon gut gefallen hatte, war ich dementsprechend neugierig, wie die Geschichte rund um die heilige Esche weitergeht. Schon der Prolog, der kurz in die Vergangenheit zurückblickt, lässt Spannendes erahnen. Im Vorfeld hatte ich etwas Bedenken, ob ich nach einigen Monaten sofort wieder in die komplexe Geschichte reinfinden würde – doch meine Sorge war unbegründet: Die Geschichte wird, wie schon bekannt, aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und der Autor hat in den ersten Kapiteln geschickt einen guten Rückblick mit eingewoben. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind in der ganzen Welt verteilt, sodass man einen guten Überblick behält, was an den verschiedenen Orten passiert – und diese Entwicklungen sind oft überraschend. Es gibt ein Wiedersehen mit Pol, Leyken und Sölva, deren Geschichten sich unheimlich interessant entwickeln. Lasst euch überraschen.
Wie auch schon in „Ein Reif von Eisen“ sticht hier der spezielle Schreibstil wieder hervor. Er ist ausführlich und in einem besonderen Stil, daher sollte man sich für das Buch etwas Zeit nehmen. Dieser passt aber hervorragend zur Geschichte und hat mir jetzt im zweiten Band noch etwas besser gefallen.
Auch die Buchgestaltung ist sehr gelungen – ein tolles, auffallendes Cover, das dem bekannten Stil treu geblieben ist. Dazu gibt es vorne und hinten im Buch zwei tolle Karten zum Aufklappen. Zusammen mit einem kleinen Personenregister, das sich hinten im Buch befindet, behält man immer den Überblick und kann den Weg der Charaktere genauestens verfolgen.

Es war ein Eindruck kurz wie ein Lidschlag. Wie ein Nachtvogel, der durch das Dämmerlicht huschte, zu rasch, als dass der Blick der Richtung seines Fluges zu folgen vermochte. Kürzer als ein Atemzug – und doch eine ganze Welt, die vor Leykens Augen aufblitzte.“ – Seite 46/47

Mein Fazit: Eine gelungene Fortsetzung der Königschroniken! „Ein Reif von Bronze“ schließt nahtlos an den Vorgänger an und hat mir sogar noch ein wenig besser gefallen als der erste Band. Die Geschichte geht spannend weiter mit starken Charakteren, die so manches Abenteuer erleben. Die Fantasy-Welt ist sehr gut konstruiert und birgt so manche Überraschung. Der schon bekannte, besondere Schreibstil passt sehr gut und hebt die Hauptfiguren noch mehr hervor. Wem der erste Teil schon gefallen hat, wird auch vom zweiten begeistert sein – sehr lesenswerte High-Fantasy, die neugierig auch den nächsten Band macht!

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Tags: die königschroniken, die königs-chroniken - ein reif von bronze, high fantasy, stephan m. rother   (4)
 

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125 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, invisible, hamburg, ursula poznanski, arno strobel

Invisible

Ursula Poznanski , Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 27.03.2018
ISBN 9783805200158
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band 2 um das Ermittlerduo Salomon & Buchholz 

Auf die beiden Hamburger Kriminalkommissare Nina Salomon und Daniel Buchholz wartet ein Fall, wie er rätselhafter nicht sein kann: Es geschehen kurz hintereinander mehrere grauenvolle Morde – Ein Patient wird während einer OP mit einem Stich ins Herz getötet, ein Mann wird erschlagen und ein weiterer niedergestochen. Die Täter werden schnell gefasst. Erschreckend für die Ermittler ist, mit welcher Brutalität die Täter vorgegangen sind – es herrschte blanker Hass. Und noch etwas lässt sie stutzen: Keiner der Täter schien sein Opfer persönlich zu kennen.
Kann es sein, dass sie manipuliert wurden? Und wenn ja, wie? Salomon und Buchholz ermitteln weiter und stoßen auf etwas mit dem sie so nicht gerechnet haben…

„Blutrausch, geht es mir durch den Kopf. Vierundzwanzig Mal zustechen, das nimmt sich niemand vor, dafür ist eine riesige Menge Hass nötig. Unbeherrschbare Wut. Ein Ausschalten des ganzen Denkapparats.“ - (Nina Salomon), Seite 47

„Invisible“ ist das inzwischen dritte gemeinsame Buch der Autoren Ursula Poznanski und Arno Strobel und der zweite Band der Reihe um die Kommissare Nina Salomon und Daniel Buchholz. Da mir der Vorgänger „Anonym“ schon gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf den neuen Thriller. Auch hier geht es sofort spannend los und wird mit jeder Seite mysteriöser. Denn die Mordserie, mit denen die Hamburger Kriminalkommissare betraut werden, ist ein großes Rätsel. Sowohl zwischen den einzelnen Fällen, als auch bei Opfer und Täter scheint es keine Verbindungen zu geben. Die Frage: Was steckt dahinter?
Als Leser kann man hier fleißig miträtseln - man weiß überhaupt nicht, wohin die Geschichte führen wird – genau das macht es so spannend. Wie auch schon im ersten Teil ist das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben, abwechselnd aus Ninas und Daniels Sicht. Das ist gut gewählt, doch muss man sich daran erst ein wenig gewöhnen, ich bin anfangs immer mal wieder durcheinander gekommen. Doch abgesehen davon ist der Schreibstil flüssig und die Handlung gut verständlich.
Die vielen einzelnen Puzzleteile fügen sich nach und nach zu einem Bild zusammen, mit dem man so zuerst vielleicht nicht gerechnet hat.
Das Einzige, was mir in der Geschichte nicht so gefallen hat, war die dauernde Missstimmung und die Streiteren zwischen den Kollegen – das wurde mit der Zeit etwas nervig. Das dämpft den ansonsten interessanten Verlauf zwischenzeitlich ein wenig.

„Die Stille nach diesem Satz ist fast greifbar. Meine Gedanken überschlagen sich, während mein Verstand schon an der Antwort auf die Frage arbeitet, die sich in meinem Kopf formuliert: Wie kann das sein?“
- (Daniel Buchholz), Seite 160

Mein Fazit: Wieder ein spannender neuer Thriller aus der gemeinsamen Feder von Ursula Poznanski und Arno Strobel. Die Handlung ist packend und voller Rätsel. Gekonnt führen die beiden Autoren die losen Fäden der Geschichte nach und nach zusammen. Die Entwicklung ist überraschend und im nachhinein sehr logisch. Bis auf Kleinigkeiten hat mit dieser Thriller sehr gut gefallen und kann ihn nur empfehlen! 4,5 Sterne von mir.

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Tags: arno strobel, invisible, thriller, ursula poznanski   (4)
 

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65 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

meerjungfrau, london, 18. jahrhundert, imogen hermes gowar, bordell

Die letzte Reise der Meerjungfrau

Imogen Hermes Gowar , Angela Koonen
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 29.03.2018
ISBN 9783431040821
Genre: Romane

Rezension:

Der Kaufmann und die Meerjungfrau…

Im Jahr 1785: Der Kaufmann Jonah Hancock führt ein bescheidenes Leben. Doch dieses ändert sich schlagartig, als sein Kapitän Tysoe Jones aus Übersee eine Meerjungfrau mitbringt. Diese Nachricht verbreitet sich in Windeseile in sämtlichen Kaffeehäusern und Salons der Stadt und versetzt bald darauf ganz London in Staunen. In kürzester Zeit steigt Jonah Hancock in die oberen Kreise der Gesellschaft auf und verkauft seine Meerjungfrau schließlich für eine hohe Summe.
In dieser Zeit lernt er auch die Edelkurtisane Angelica Neal kennen, von der er sofort hingerissen ist. Doch Angelica zeigt Hancock die kalte Schulter und fordert von ihm eine eigene Meerjungfrau. Jonah setzt schließlich alles daran, um ihr diesen Wunsch zu erfüllen. Doch alles hat seinen Preis…

„An der allerletzten Kerze dreht sie sich um, das Gesicht im Halbdunkel, während ihre Haare im Lichtschein leuchten. Ihr Blick huscht zu dem dunklen Schreibtisch, wo die gekrümmten Finger der Meerjungfrau wie ein Schattenriss zu sehen sind.“ – Seite 43, eBook

Auf dieses Buch bin ich durch den vielversprechenden Klappentext aufmerksam geworden, der eine besondere und außergewöhnliche Geschichte verspricht. Anfangs hat mir die ruhige Art gefallen, mit der man als Leser die Hauptfiguren langsam kennenlernt. Der Schreibstil ist speziell, genau wie die Charaktere, was mir zunächst sehr gut gefallen hat. Doch leider kommt die Handlung nicht richtig in Schwung – sie nimmt einen Verlauf, der nach einer Weile etwas langatmig wird und nicht richtig von der Stelle kommt. Auch die Rolle der Meerjungfrau ist etwas zu blass – hier habe ich mit etwas speziellem und besonderem gerechnet. Von daher war ich von dem Mittelteil des Romans etwas enttäuscht – jedoch wurde es im letzten Drittel dann wieder interessanter und manche Entwicklungen der Charaktere haben mich sehr überrascht.
Was mir ebenfalls gut gefallen hat: Die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze im Roman, sowie einzelne Ausführungen von bestimmten Augenblicken – dieses ist der Autorin hingegen sehr gut gelungen:

„Er starrt aus dem Fenster. Er fühlt sich, als segelte er mitten auf dem Ozean, schon zu weit weg von zu Hause, um umzukehren, aber noch so fern vom fremden Ufer, dass sein Schiff von den Wellen zerschlagen werden wird, ehe es das Land erreicht.“ – Seite 398

Mein Fazit: Ein besonderer Roman, der mich mit einer zweigeteilten Meinung zurücklässt. Positiv waren die Darstellung der Hauptfiguren und deren Entwicklungen, sowie die detailreiche Beschreibung der Schauplätze und dem Flair des 18. Jahrhunderts. Nicht so überzeugt hat mich der Handlungsverlauf – er ist oft langatmig und tritt auf der Stelle, auch das Thema „Meerjungfrau“ rückte oft viel zu sehr in den Hintergrund. Im letzten Drittel wurde die Geschichte dann wieder etwas packender. Alles in allem ein interessantes Buch mit kleinen Schwächen, dem ich drei Sterne gebe.

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Tags: 18. jahrhundert, die letzte reise der meerjungfrau, imogen hermes gowar, roman   (4)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

der nachstferne ort, drama, hayley long, jugendbuch, kinder- und jugenbuch

Der nächstferne Ort

Hayley Long , Josefine Haubold
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560407
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Flucht zum nächstfernen Ort…

Von einem auf den anderen Moment wird das Leben der beiden Brüder Griff und Dylan aus den Fugen gerissen. Bei einem schrecklichen Autounfall kommen ihre geliebten Eltern ums Leben. Während dem 13-jährigen Griff die Trauer fast zu überwältigen droht, versucht Dylan mit aller Kraft, für seinen jüngeren Bruder da zu sein und ihn zu schützen. Doch wie geht man mit dieser unendlichen Trauer um? Langsam gelingt es den beiden allmählich, ins Leben zurück zu finden – jeder auf seine eigene Weise, aber trotzdem gemeinsam…

Griff sank zurück in sein Bett. In Zeitlupe ließ er den Kopf in die Hände und die Ellbogen auf die Knie sinken und flüsterte: „Ich will meine Familie zurück.“
Und obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass das medizinisch unmöglich ist, glaubte ich zu spüren, wie mir genau in diesem Augenblick das Herz brach.
– Seite 77/78

„Der nächstferne Ort“ ist am 21. März 2018 im aktuellen und zugleich leider letzten Programm des Königskinder-Verlags erschienen. Es ist ein sehr berührendes Buch, das von zwei Brüden erzählt, die ihre Eltern verloren haben. Schon am Anfang besticht das Buch mit seiner unheimlich guten und sensiblen Schreibweise. In der Ich-Perspektive aus der Sicht des 15-jährigen Dylan geschrieben, erfährt man von dem schrecklichen Moment und der Zeit danach. Die Traurig- und die Hilflosigkeit wird sofort spürbar, besonders einzelne Momente und Wahrnehmungen werden hier hervorgehoben. Sehr gut gefallen haben mir die Rückblicke von Dylan, die ihn oft an einen „nächstfernen Ort“ geführt haben – Erinnerungen an bestimmte Momente aus seinem Leben, oft mit seinen Eltern – so lernen wir diese besonderen Menschen auch sehr gut kennen.
Auch wenn es eine eher ruhige Geschichte ist – sie ist sehr aussagekräftig und hält später noch eine Überraschung bereit, mit dem man so nie gerechnet hätte…
Die Gestaltung des Buches ist sehr gelungen. Schlicht, schön und still – es passt perfekt zur Story. Im Buch gibt es noch eine Besonderheit: Je nachdem ob geflüstert (klein) und laut geredet (groß) wird – passend dazu verändert sich die Schriftgröße.

„Wow.“ Ich streckte die Hand aus, um vorsichtig die Buchseite zu berühren. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Worte unter meinen Fingerspitzen zerrieselten. So traurig und schön waren sie.“
– Seite 132

Mein Fazit: Ein berührendes Buch, das die traurige Geschichte zweier Brüder erzählt. Die Handlung ist eher still, aber von unheimlich intensiver Erzählkraft. Oft sehr traurig, doch auch gespickt von schönen, vergangenen Erinnerungen und von aktuellen Ereignissen, die den ein oder anderen Lichtblick erkennen lassen. Ein besonderes Buch, das den Leser überraschen wird. Sehr lesenswert!

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Tags: der nachstferne ort, drama, hayley long, jugendbuch   (4)
 

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37 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

briefroman, erziehung 19. jh, gesellschaftlicher spiegel, gesellschaftsstudie, jean webster

Lieber Feind

Jean Webster , Ingo Herzke
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.03.2018
ISBN 9783551560452
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Jean Websters zweiter Briefroman…

Als Sallie McBride von ihrer Freundin Judy das Angebot bekommt, das John-Grier-Heim zu leiten lehnt sie zunächst ab. Unvorstellbar für die junge Frau, plötzlich ein Waisenhaus zu leiten und für über einhundert Kinder verantwortlich zu sein! Doch nachdem Sallies Verlobter Gordon ihr lachend zu verstehen gegeben hat, dass sie dafür völlig ungeeignet ist, sagt sie zu – denn nun ist ihr Ehrgeiz erst recht geweckt.
Anfänglich ist sie über die Zustände im Heim etwas entsetzt und bringt sofort frischen Wind in die tristen Räume. Mehr und mehr erwärmt Sallie sich für ihre Aufgabe, auch wenn diese mitunter sehr anstrengend sein kann – denn als 113-fache Mutter hat man es nicht leicht! Doch sie setzt alles daran, den Kindern ein schönes und herzliches Zuhause zu schaffen. Jedoch wird ihr Tatendrang nicht von allen gut aufgenommen – wie beispielsweise vom Kinderarzt Dr. McRae, der regelmäßig zu den Kindern ins Heim kommt. Mit ihrem „liebsten Feind“ und seiner speziellen Art hat Sallie manchmal alle Hände voll zu tun…

„Außerdem ist es ganz egal, was der Herr Doktor will: Er hat eine so überzeugte und diktatorische Auftrittsweise, dass man ihm schon aus Selbstachtung widersprechen muss. Wenn er behauptet, dass die Erde rund sei, versichere ich sofort, sie sei dreieckig.“
(Sallie) – Seite 79

„Lieber Feind“ ist der zweite Briefoman von Jean Webster, der erstmals im Jahre 1915 veröffentlicht wurde. Damit folgt es seinem wunderbaren Vorgänger „Lieber Daddy-Long-Legs“. Hauptfigur hier ist die junge Frau Sallie McBride, die von ihrer Freundin Judy die Leitung des John-Grier-Waisenhauses angeboten bekommt. Judy McAbbott wird vielen bekannt sein aus dem Vorgänger, in dem sie Briefe an ihren geheimnisvollen Wohltäter „Daddy-Long-Legs“ schreibt. Auch wenn es hier um das Leben von Sallie geht, ist es unheimlich interessant, auf indirekte Weise zu erfahren, wie es Judy inzwischen ergangen ist. Denn ein Großteil ihrer Briefe schreibt Sallie an ihre hochgeschätzte Freundin. Wie schon bekannt, ist auch dieses Buch ein Briefroman – mit einem Unterschied: Sallie kommuniziert mit drei verschiedenen Personen, was eine schöne Abwechslung ergibt. Ihre erfrischende Art und ihr großes Herz für die Waisenkinder wird schnell spürbar:

„Ich habe eine unverrückbare Regel aufgestellt – alle anderen sind dehnbar. Kein Kind wird in eine Familie gegeben, wenn diese ihm nicht ein besseres Leben bieten kann, als wir hier.“
– Seite 86

Natürlich gibt es auch immer wieder charmant-bissige Kommentare in ihren Briefen:

„Neun Uhr abends. Meine Kinder sind im Bett, und mir kommt gerade ein Gedanke. Wäre es nicht wunderbar, wenn auch Menschenjunge in den Winterschlaf fallen würden? Es wäre wirklich angenehm, ein Waisenhaus zu leiten, wenn man die kleinen Herzchen am 1. Oktober ins Bett stecken und dort bis zum 22. April lassen könnte.“ – Seite 133/134

Das ganze Buch ist wunderbar geschrieben und entwickelt sich nach und nach zu einer interessanten und schönen Geschichte. Ich hätte mir nur noch etwas mehr Tiefe der Charaktere gewünscht und auch einige Kinder gern besser kennen gelernt. Diese bleiben meist nur an der Oberfläche. Doch ansonsten ist Sallies Weg interessant zu verfolgen. Wie alle erschienenen Bücher aus dem Königskinder-Verlag ist auch hier die Buchgestaltung wieder rundum gelungen. Eine wunderschöne Neuauflage!

Mein Fazit: Auch wenn „Lieber Feind“ schon über 100 Jahre alt ist, hat er in all den Jahren nichts von seinem Charme verloren. Der zweite Briefroman ist charmant, überwiegend humorvoll und lässt sich sehr gut lesen. Und auch wenn es mal nachdenklich und ernster wird, so verliert das Buch nichts von seiner angenehmen Art. Einen halben Stern ziehe ich ab, da ich mir bei den Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht habe. Ansonsten hat es mir sehr gut gefallen und vergebe 4,5 Sterne hierfür. Wer „Lieber Daddy-Long-Legs“ mochte, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!

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Tags: briefroman, jean webster, klassiker, lieber feind   (4)
 

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95 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

andy weir, artemis, science fiction, mond,         artemis

Artemis

Andy Weir , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.03.2018
ISBN 9783453271678
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Leben auf dem Mond…

Seit ihrer Kindheit lebt die 26-jährige Jazz Bashara in Artemis – der einzigen Stadt auf dem Mond. Doch hier ist das Leben alles andere als einfach. Um ihren Lebensunterhalt etwas aufzustocken, schmuggelt Jazz für ihre reichen Kunden regelmäßig Zigaretten und weitere Luxusgüter auf den Mond, die eigentlich strengstens verboten sind. Eines Tages bekommt sie einen speziellen Auftrag angeboten, der zwar sehr lukrativ, aber genau so illegal ist. Trotz Bedenken sagt Jazz zu – und ahnt nicht, das ihr Leben bald aus den Fugen geraten wird. Die Lage spitzt sich schließlich lebensgefährlich zu…

„Dann trat ich in die Luftschleuse, schloss die Innentür und ließ die Luft ab. Sobald das erledigt war, öffnete ich die Außentür. Guten Morgen Mond!“ – Seite 100, eBook

Nachdem mir „Der Marsianer“ sehr gut gefallen hatte, war ich dementsprechend gespannt auf Andy Weirs neues Werk. Der Klappentext klingt vielversprechend – doch bereits hier habe ich eine kleine Kritik: Dieser verrät im Vorfeld bereits viel zu viel von der Handlung, sodass die Überraschungsmomente etwas verloren gehen. Doch zunächst geht es sehr interessant los: Man lernt neben der Hauptfigur Jasmine „Jazz“ Bashara auch die Stadt Artemis kennen. Die Lebensweise in der Mondstadt, sowie dessen Aufbau und der Alltag dort sind unheimlich interessant und sehr gut beschrieben. Anfangs waren auch die technischen Details überschaubar und gut platziert, jedoch wird dieses nach einer Weile zu viel. Hier hätten kurze Beschreibungen gereicht.
Die Handlung beginnt spannend, der Anfang ist gut aufgebaut. Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Jazz geschrieben - nach und nach erfährt man, wie ihr Lebensweg bisher verlaufen ist. Doch nach einer Weile flachte meine Begeisterung etwas ab, denn mit den Charakteren und deren Verhalten wurde ich einfach nicht warm. Auch Jazz ist mir nicht sympathisch geworden. Was mich besonders enttäuscht hat: Die anfangs so vielversprechende Handlung nimmt nach einer Weile merklich ab. Das sehr schade, denn Andy Weir hat mit Artemis einen Schauplatz geschaffen, der großartiges Potential bietet. Leider wird es etwas langatmig und durch viele unnötige Abschweifungen verliert sich der rote Faden. Zum Ende hin fängt sich die Geschichte jedoch wieder etwas und wird wieder interessanter.
Gut gefallen haben mir hingegen die Karten von Artemis und deren Umgebung, die vorne im Buch abgebildet sind. Hier bekommt man eine sehr gute Vorstellung der Schauplätze.

„Endlich ließ ich die Molke-Berge hinter mir, und vor mir ersteckte sich bis zum Horizont das Mare Tranquillitatis. Weit entfernt schimmerte Artemis, es waren sicher noch zwei Kilometer. Das unbehagliche Gefühl, das mit der Einsicht kam, wie allein ich hier draußen war, schob ich weg.“
– Seite 122, eBook

Mein Fazit: „Artemis“ kann leider nicht mit „Der Marisaner“ mithalten. Die Mondstadt ist zwar wunderbar beschrieben und damit ein großartiger Schauplatz, jedoch hat mir das Besondere in der Handlung gefehlt. Die Charaktere waren mir persönlich zu blass und unsympathisch, und die Story verliert durch viele unnötige Details oft den roten Faden. Sehr schade! Mich konnte dieses Buch leider nicht ganz überzeugen, daher vergebe ich 2,5 Sterne. Wer aber mal etwas von Andy Weir lesen möchte, dem kann ich sein Erstlingswerk  „Der Marsianer“ wärmstens ans Herz legen.

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Tags: andy weir, artemis, science fiction   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

antiquitäten, biographie, der schatzsucher, fabian kahl, ratgeber

Der Schatzsucher

Fabian Kahl
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 08.03.2018
ISBN 9783959101516
Genre: Biografien

Rezension:

Auf der Jagd nach Kunst und Kuriositäten…

Der 26-jährige Fabian Kahl ist vielen bekannt aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“. Zusammen mit anderen Antiquitätenhändlern ist er dort immer auf der Suche nach antiken Schätzen. Auch wenn er der Jüngste in der Runde ist, begann seine Leidenschaft für Antikes und außergewöhnliche Stücke bereits in der Kindheit. Schon im Alter von siebzehn Jahren führte er ein eigenes kleines Antiquitätengeschäft und eröffnete mit 20 die Kunstgalerie „SansvoiX“ in Leipzig. In diesem Buch erzählt er von Erfolgen und Misserfolgen, von seinen Projekten und Ideen und gibt uns einen ganz persönlichen Einblick in seinen Werdegang. Dazu gibt es auch wertvolle Tipps für alle Kunst- und Trödelliebhaber.

„Ich habe diese Passion, dieses „Schatzsucher-Gen“ bereits in meiner Kindheit in mir verspürt. Es ist wie ein Kribbeln in den Händen, ein Zwicken im ganzen Körper, ein Stromschlag, der mich durchzuckt, und schon bin ich elektrisiert. Ein wachsames und prüfendes Auge ist dabei mein wichtigstes Werkzeug und natürlich viel Spaß und Freude an meinem Beruf. Mut, Liebe und Geduld sind unverzichtbare Attribute für eine Reise in die abenteuerlichen Gefilde der Antikwelt.“
– Seite 7/8

„Bares für Rares“ gehört mit zu den Sendungen, die ich sehr gerne schaue. Aufgefallen ist mir besonders Fabian Kahl, der mit seiner interessanten Persönlichkeit und seinem Fachwissen überzeugt. In seinem Buch erzählt er seine persönliche Geschichte, in der man sofort merkt, dass er eine große Leidenschaft für seinen Beruf hegt. Neben viel Persönlichem gibt er uns einen detaillierten Einblick in die Welt von Kunst und Kuriositäten, erzählt von seiner Suche nach Schätzen und gibt wertvolle Expertentipps in verschiedenen Kategorien. Dieses Buch enthält außerdem in der Mitte einige Bilder von Fabian – aus seiner Kindheit, vom Familienschloss Brandenstein und der Eröffnung seiner Kunstgalerie.
Besonders interessant fand ich das Kapitel „Wasser in den Schuhen“, in dem er von der Sanierung des Familienschlosses und der Eröffnung seiner Kunstgalerie berichtet. Nicht immer lief alles nach Plan, auch Rückschläge hat er im Laufe der Jahre einstecken müssen.
Der Schreibstil ist flüssig und hat seinen eigenen Charme, es ist interessant und sehr gut verständlich.
Die Kombination aus Biographie und Ratgeber finde ich sehr gelungen. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Antikwelt.

„Mit meinen 21 Lenzen, den zu einem Sidecut rasierten Haaren, Piercings in Ohren, Nase und Mund und gedehnten Ohrläppchen wirkte ich für alles passend, nur nicht für eine gediegene Nachmittagssendung im Zweiten Deutschen Fernsehen. Aber gerade dieser Gegensatz war es, der die ganze Sache auch für mich so spannend machte.“
– Seite 74

Mein Fazit: Ein sehr interessantes und lesenswertes Buch! Antiquitätenhändler Fabian Kahl erzählt hier aus seinem Leben – die Kombination aus Biographie und Ratgeber ist sehr gelungen. SeinWeg ist unheimlich interessant zu verfolgen, mit vielen erstaunlichen Details aus der Welt des Antiken. „Der Schatzsucher“ mir sehr gut gefallen und kann es nur weiterempfehlen.

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