Leserpreis 2018

-nicole-s Bibliothek

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59 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

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BECOMING

Michelle Obama , Harriet Fricke , Tanja Handels , Elke Link
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.11.2018
ISBN 9783442314874
Genre: Biografien

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96 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

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Das Geheimnis der Grays

Anne Meredith , Barbara Heller
Fester Einband: 297 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 22.09.2018
ISBN 9783608962994
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Porträt eines Mörders…

England, im Jahr 1931: Wie jedes Jahr im Dezember lädt Adrian Gray - das Familienoberhaupt der Grays – seine sechs Kinder samt Anhang in sein abgelegenes Landhaus in King’s Poplar ein. Auch wenn die Verhältnisse zwischen dem Vater und den bereits erwachsenen Kindern etwas angespannt ist und auch durchaus Hass in der Luft liegt, kommen sie alle – denn alle sind auf Adrians Geld aus. Den Heiligabend verbringen noch alle Familienmitglieder zusammen – doch am Weihnachtsmorgen wird das Familienoberhaupt tot aufgefunden – ermordet. Schnell stellt sich die Frage: Wer von seinen Kindern ist zu so einer Tat fähig?

„Das Verbrechen geschah aus dem Augenblick heraus, ohne Vorsatz, und der Mörder, noch nicht beunruhigt, geschweige denn verängstigt, stand nur stumm da, starrte ungläubig die Waffe auf dem Tisch an und sah dann zu dem Toten hin, der im Halbdunkel am Fuß der schweren Vorhänge lag.“
– Seite 8, eBook

„Das Geheimnis der Grays“ erschien erstmals im Jahre 1933 und nun, 2018, zum ersten Mal auf Deutsch. Es ist ein klassischer, weihnachtlicher Kriminalroman, der eine ganz besondere Note hat. Der Inhalt ist schnell erzählt: Adrian Gray lädt seine sechs erwachsenen Kinder über die Weihnachtsfeiertage zu sich in sein abgelegenes Landhaus ein – sie alle verstehen sich nicht sonderlich gut mit ihm. Am ersten Weihnachtstag wird er ermordet in seiner Bibliothek aufgefunden. Wer von den Geschwistern hat sich zu einem Mord hinreißen lassen? Zunächst lernt man sowohl den siebzigjährigen Adrian Gray und seine Marotten kennen, danach seine sechs Kinder und deren Anhang. Jeder von ihnen führt ein Leben, in dem nicht alles perfekt ist – nur das nicht gerade freundschaftliche Verhältnis zum Vater haben sie gemeinsam. Der Handlungsverlauf ist besonders: Denn nachdem man alle Charaktere kennen gelernt hat, schildert plötzlich der Täter den Tatverlauf selbst – so ist man als Leser schnell im Bilde und kann nun mit verfolgen, wie die Ermittlungen laufen und ob der Mörder doch noch überführt wird. Dieses ist ungewöhnlich, aber doch spannend geschrieben. Auch im sehr lesenswerten Nachwort findet man noch interessante Fakten über den Roman und seine Autorin. Ab und an gibt es kleinere Längen, besonders im ersten Drittel, doch danach wird es von Seite zu Seite interessanter. Es ist kein rasanter Krimi, aber auf psychologischer Ebene sehr spannend.

„Im Haus waren die beunruhigenden nächtlichen Geräusche alter Häuser zu vernehmen. Türen knarrten, die leeren Flure und die dunkle Treppe schienen von namenlosen Leben erfüllt, und einmal glaubte Miles geisterhafte Schritte zu hören, die vor seiner Tür innehielten, doch das tat er schnell als Einbildung ab.“ – Seite 46, eBook

Mein Fazit: Ein schöner, klassischer Weihnachtskrimi, der mit einer besonderen Note überzeugt. Ganz im Stil von Agatha Christie hat Meredith Anne hier einen Krimi erschaffen, der sich psychologisch spannend und interessant entwickelt. Die Charaktere lernt man sehr gut kennen und bekommt einen detaillierten Einblick in deren Leben. Bis auf Kleinigkeiten hat mir hat dieser Krimi mit seinem nostalgischen Charme gut gefallen. Perfekt für die Vorweihnachtszeit!

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Tags: anne meredith, das geheimnis der grays, klassiker, weihnachtskrimi   (4)
 

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7 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Ministerium des äußersten Glücks

Arundhati Roy , Anette Grube
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 24.10.2018
ISBN 9783596036745
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

JACKABY - Der leichenbleiche Mann

William Ritter , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 10.12.2018
ISBN 9783570311813
Genre: Jugendbuch

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(188)

429 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

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Das Spiel

Stephen King
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.06.2009
ISBN 9783453433977
Genre: Krimi und Thriller

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1.106 Bibliotheken, 25 Leser, 3 Gruppen, 58 Rezensionen

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Friedhof der Kuscheltiere

Stephen King , Christel Wiemken
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.02.2011
ISBN 9783453435797
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Tierfriedhof und sein dunkles Geheimnis dahinter…

Aufgrund einer neuen Arbeitsstelle zieht Louis Creed zusammen mit seiner Frau Rachel und den beiden Kindern Ellie und Gage von Chicago nach Ludlow, Maine. Schnell ist die junge Familie von der Gegend beeindruckt: Direkt hinter dem Haus mit seinem großen Garten erstrecken sich weitläufige Wälder, die noch im Besitz der Micmac-Indianer sind. Einzig die Schnellstraße direkt vor dem Haus macht den Creeds Sorgen. Und schon bald darauf wird die Idylle erstmals zerstört, denn Church, der geliebte Kater der 5-jährigen Ellie, wird überfahren. Auf Anraten seines Nachbars Jud Crandall, mit dem Louis sich angefreundet hat, begräbt er den Kater seiner Tochter nicht auf dem nahegelegenen, liebevoll von den Kindern angelegten Tierfriedhof, sondern auf einer verborgenen, geheimnisvollen Grabstätte. Schnell wird ihm klar, dass mehr hinter dem unheimlichen Ort steckt – denn am nächsten Tag kehrt der Kater lebendig zurück – jedoch ist er ein anderer als vorher. Doch damit nicht genug: Das Schicksal schlägt erneut zu und verwandelt das Leben der Beteiligten in ein unsagbares Grauen…

„Der Tod war eine verschwommene Vorstellung; der Haustier-Fritof war Wirklichkeit. Auf seinen unbeholfenen Grabinschriften standen Wahrheiten, die sogar Kinderhände greifen konnten.“ – Seite 74

Kaum zu glauben, aber „Friedhof der Kuscheltiere“ ist schon einige Jahre alt – im Jahr 1985 erschien der Roman erstmals in deutscher Übersetzung, 1983 im Original. Doch das Alter spielt bei den Romanen von Stephen King absolut keine Rolle. Nach wie vor hat „Pet Sematary“, wie das Buch im Original heißt, nichts von seinem Grauen verloren. Vor vielen Jahren habe ich diese Geschichte zum ersten Mal gelesen und nun beim re-read, war der Horrorroman genau so fesselnd wie damals.
Ich habe nun die überarbeitete Neuauflage gelesen, mit einem Vorwort von Stephen King, das aus dem Jahr 2000 stammt. Hier schildert er nochmal, wie es zu der Entstehung des Romans gekommen ist und warum er gerade dieses Buch vom ihm selbst als am furchtbarsten empfindet.
Wie oben beschrieben, beginnt die Geschichte erst ganz normal und leicht idyllisch – das Grauen schleicht sich nach und nach ein und nimmt gerade zum Ende in einen furchtbaren Verlauf. Die Handlung ist sehr gut zu verfolgen, die Charaktere lernt man sehr gut kennen und die unheimliche Atmosphäre wird mit jeder Seite mehr spürbar.
Besonders gefallen hat mir die Beschreibung des Tierfriedhofs, als der Nachbar Jud die Familie Creed zum ersten Mal dorthin führt. Es wirkt alles sehr geheimnisvoll und etwas unheimlich. Man merkt schnell, dass noch viel mehr dahinter steckt. Doch das ist natürlich nur der Anfang….
Das aktuelle Cover gefällt mir sehr gut – ich finde den Stil und den besonderen Schriftzug der Neuauflagen sehr gelungen, sie passen auf wunderbar zusammen.

„Sie erreichten die Lichtung, und der Mond glitt wieder hinter seinem Wolkenriff hervor und tauchte den Friedhof in gespenstisches Licht. Die schiefen Grabmale – Kistenbretter und Dosen, mit Vaters Blechschere geschnitten und dann zu groben Rechtecken flach gehämmert, angeschlagenen Schieferplatten - ragten mit dreidimensionaler Deutlichkeit auf und warfen scharf begrenzte, schwarze Schatten.“ – Seite 125

Mein Fazit: Auch nach weit über 30 Jahren immer noch lesenswert – „Friedhof der Kuscheltiere“ gehört nach wie vor zu den besten und unheimlichsten Romane von Stephen King. Geheimnisvoll, düster und grausam – nach und nach zieht der typische Stephen King-Horror in die Geschichte ein und überrascht mit einem Verlauf, wie er unheimlicher nicht sein kann. Sehr lesenswert!

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Tags: friedhof der kuscheltiere, horror, stephen king   (3)
 

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21 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Ein Reif von Silber und Gold

Stephan M. Rother
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 20.11.2018
ISBN 9783499274060
Genre: Fantasy

Rezension:

Band 3 der Königschroniken

Die Raunacht –die längste, kälteste und dunkelste Nacht des Jahres- ist vorüber. Doch in diesen Stunden ist viel Dramatisches geschehen und viele Plänewurden zunichte gemacht. Sölva, die auch etwas Außergewöhnliches erlebt hat, hält nun Ildris‘ Kind in den Armen – erst nach und nach erfasst sie das ganze Ausmaß, das geschehen ist und unweigerlich Veränderungen nach sich ziehen wird. Zudem bricht die Dunkelheit herein – mysteriöse Laute dringen aus dem tiefen Norden zu ihnen herüber und kommen unaufhaltsam näher…
Auch Leyken, die sich in der Rabenstadt hoch oben in der heiligen Esche befindet, bekommt die Veränderungen des gesamten Landes zu spüren. Die Blätter des Baumes beginnen zu welken, in der sonst so sicheren Umgebung zeigen sich immer größere Risse…
Überall im Land sind dunkle Wolken aufgezogen: Intrigen, Aufstände, Missernten und Überschwemmungen gefährden das Leben vieler Menschen. Der Krieg rückt langsam näher. Schließlich liegen die Geschicke der Welt in den Händen von zwei Frauen – aus dem Norden und dem Süden…

„Sie wussten, wie sich das zerschlissene Gewebe der Welt unter den zerstörerischen Kräften spannte. Ein Riss in diesem Gewebe, und entstünde er auch am äußersten entlegenen Rand der Welt, musste zu einer tödlichen Gefahr werden für das Große Ganze.“ – Seite 16

Nach dem packenden und dramatischen Ende des zweiten Bandes war ich schon sehr gespannt auf das Finale der Königschroniken. Was mir schon am Anfang besonders gut gefallen hat: Der Autor hat in die aktuellen Geschehnisse auf eine ganz besondere Art und Weise einen detaillierten Rückblick eingebaut – somit ist man sofort wieder auf dem Laufenden, was zuletzt mit Pol, Sölva und Leyken geschehen ist. Die drei Hauptfiguren sind wieder sehr gut ausgearbeitet. Die Raunacht, in der einiges geschehen ist, ist vorbei – doch so manches gefährliche Abenteuer beginnt gerade erst. Nach und nach werden Geheimisse gelüftet und einiges, was vorher noch nicht ganz klar schien, wird aufgeklärt.
Natürlich sticht auch hier wieder sehr besondere Schreibstil heraus, an den man sich am Anfang der Trilogie erst gewöhnen musste. Doch inzwischen merkt man, dass genau dieser die Geschichte so besonders macht. Die Bücher sind aufeinander aufgebaut und auch „Ein Reif von Silber und Gold“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Was es mit dem Reif von Bronze auf sich hat, hat man bereits im zweiten Teil erfahren – was der silber-goldene Reif bedeutet, erfährt man im Laufe der Handlung.
Spannend ist nach wie vor das Szenario der heiligen Esche und die Stadt, die sich in ihrem Geäst befindet. Hier hätte ich mir zum Ende hin gerne noch mehr Details gewünscht, denn da ging es etwas abrupt vorbei. Ansonsten bleibt die Handlung bis auf wenige Momente durchgehend interessant und packend.

Alles hat eine Bedeutung, dachte sie. Alles. Kein Atemzug in ihrem Leben war ihr je so schwer gefallen. „Alles ist mit allem verbunden“, wandte sie sich an die Männer zu Füßen der erhöhten Plattform. – Seite 254/255

Wie auch schon bei den Vorgängen ist die Buchgestaltung wieder sehr gelungen: Das Cover hat eine schöne Prägung und in der Klappenbroschur befindet sich die schon bekannte Karte des Reiches.

Mein Fazit: Ein gelungenes Finale der Königschroniken, das nochmal einiges bereithält. Hier werden die dramatischen Geschehnisse gekonnt fortgeführt und einzelne Puzzleteile zu einem Ganzen zusammengefügt. Auch die starken Hauptcharaktere überzeugen erneut. Das Ende ist überraschend, geheimnisvoll und gut gewählt. Wieder gelungene High-Fantasy mit besonderem Schreibstil aus der Feder von Stephan M. Rother!

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Tags: die königschroniken, ein reif von silber und gold, high fantasy, stephan m. rother   (4)
 

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182 Bibliotheken, 11 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

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Die Suche

Charlotte Link
Fester Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.10.2018
ISBN 9783764504427
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dunkle Geheimnisse und eine gefährliche Suche…

Vor gut einem Jahr verschwand die 14-jahrige Saskia Morris spurlos. Nun gibt es die schreckliche Gewissheit: Ihre Leiche wurde in den Hochmooren Englands gefunden. Eine Spur zu dem Täter gibt es nicht. Kurz darauf verschwindet ein weiteres Mädchen – Amelie Goldsby, ebenfalls 14 Jahre alt. Detective Chief Inspector Caleb Hale von der Polizei in Scarborough nimmt sofort die Ermittlungen auf – ist es derselbe Täter, der in der Presse bereits als Hochmoor-Killer bezeichnet wird?
Zur gleichen Zeit ist auch Kate Linville, die in London bei Scotland Yard arbeitet, in der Gegend, um ihr ehemaliges Elternhaus zu verkaufen. Durch Zufall lernt sie die völlig verzweifelten Eltern der vermissten Amelie kennen und wird so zur unfreiwilligen Ermittlerin. Das Drama nimmt seinen Lauf und plötzlich ist ein weiteres Mädchen verschwunden…

„Lass mich eine Spur finden, dachte er, ohne zu wissen, an wen und wohin er diese Bitte richtete, eine Spur, die dieses Mädchen zurückbringt. Die den Eltern ihr Kind wiedergibt. Die den Albtraum dieser Familie beendet! Das Zimmer blieb stumm.“ – Seite 70, eBook

In dem neuen Kriminalroman von Charlotte Link gibt es neben einem spannenden Fall auch ein Wiedersehen mit den beiden Detectives Caleb Hale und Kate Linville, die im Roman „Die Betrogene“ schon aufeinandertrafen. Beides sind jedoch in sich abgeschlossene Geschichten – man kann beide Krimis unabhängig voneinander lesen. Hier bekommt es die Polizei von Scarborough mit einem Fall zu tun, der rätselhafter nicht sein kann – mehrere Mädchen verschwinden spurlos und eine Leiche wird im einsamen Hochmoor gefunden… Anfangs lernt man mehrere Charaktere kennen, die zunächst wie lose Fäden wirken – jedoch verbindet die Autorin diese gekonnt und völlig überraschend miteinander. Ab und an gibt es auch einen beklemmenden Einblick in das Leben des Täters – diese Abschnitte sind gut zu erkennen, da sie eine andere Schriftart haben. So wird es tatsächlich noch rätselhafter und bleibt natürlich spannend. Neben den Ermittlungen, die ausführlich beschrieben werden, erfährt man auch einiges über Kates Privatleben – sie muss wichtige Entscheidungen treffen. Das alles ist packend zu verfolgen, einzig im Mittelteil lässt die Spannung kurz nach – die Geschichte dreht sich ein wenig im Kreis. Jedoch ist dieser Moment nur kurz – denn im letzten Drittel nimmt die Geschichte nochmal an Fahrt auf und hält so manche Überraschung bereit.

„Die Hochmoore. Eine endlose Gegend. Voller Hügel, Täler, Hochflächen. Einsamer Gehöfte. Eine Stecknadel im Heuhaufen, dachte Caleb.“ – Seite 181, eBook

Mein Fazit: Wieder ein gelungener Krimi aus der Feder von Charlotte Link. Es wird dramatisch, geheimnisvoll und packend. Die anfangs so lose wirkenden Fäden werden nach und nach verwoben und ergeben ein sehr überraschendes Bild. Nach einem eher ruhigeren Mittelteil nimmt das letzte Drittel nochmal an Fahrt auf und fördert dramatisches und unglaubliches zutage. Bis auf Kleinigkeiten ein wirklich spannender Krimi, dem ich 4,5 Sterne gebe.

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Tags: charlotte link, die suche, krimi   (3)
 

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31 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 5 Rezensionen

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Traum des Lebens

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453271876
Genre: Romane

Rezension:

Eine Entscheidung fürs Leben…

Im Jahr 1968: Der junge Alexander Karpenko und seine Mutter Elena sind auf der Flucht vor dem KGB und müssen im Hafen von Leningrad eine Entscheidung treffen, die ihr weiteres Leben bestimmen wird: Auf welches Schiff wollen sie als blinde Passagiere mitreisen – das Frachtschiff, das nach Großbritannien zurückfährt, oder das, was nach Amerika ausläuft? Mit einer Münze besiegelt Alexander das weitere Leben von sich und seiner Mutter.
Welches war der richtige Weg? Über viele Jahre hinweg und auf zwei Kontinenten wird es dramatisch, herzlich und spannend. Alexander und Elena machen viele Erfahrungen und erleben einiges…

„Warum lassen wir nicht das Schicksal entscheiden?“, erwiderte Alexander und nahm eine Fünf-Kopeken-Münze aus der Tasche. Er balancierte sie einen Augenblick lang auf seinem Daumen. „Kopf Amerika, Zahl England“, sagte er und schnippte sie hoch in die Luft. Die Münze hüpfte über den Asphalt, bevor sie schließlich direkt vor seinen Füßen liegen blieb. Alexander beugte sich nach vorn und betrachtete die Prägung. Dann nahm er den Koffer seiner Mutter und seine Brotdose und stellte sie auf den Boden der gewählten Kiste.“ – Seite 38, eBook

… und mit dieser Entscheidung beginnen die Geschichten – es sind zwei Geschichten nach dem „Was wäre wenn“-Prinzip. Denn Jeffrey Archer erzählt in einem regelmäßigen Wechsel, wie es Alexander und Elena ergeht, als sie sich für das Schiff nach Amerika entscheiden und auch, wie es verlaufen ist, wenn sie in die Kiste steigen, in der sie nach England reisen. Dieses ist spannend zu verfolgen. Damit man nicht durcheinander kommt, wird Alexander in Amerika-Geschichte „Alex“ genannt und in der Story in England „Sascha“. Auch sind die einzelnen Kapitel immer mit den jeweiligen Orten und den beiden Vornamen beschriftet, somit behält man sehr gut den Überblick. Beide Geschichten entwickeln sich von Anfang an spannend – deutliche Unterschiede sind schon auf der Schiffsreise zu merken. Auf beiden Kontinenten erfahren Mutter und Sohn Freud und Leid, Glück und Unglück, aber immer finden sie einen cleveren Weg. Die Lebenswege der beiden, die immer aus Alexanders Sicht geschrieben sind, sind spannend zu verfolgen – in deiner Zeitspanne von über dreißig Jahren erfährt der Leser nach und nach, ob eine Entscheidung damals vielleicht die Bessere war. Tatsächlich gibt es sogar einen Moment, wo sich beide Geschichten kreuzen.
Die Handlung schreitet schnell, aber dennoch detailreich und präzise voran – es gibt so gut wie keine Längen, denn Jeffrey Archer kommt sofort zum Punkt. Genau diese Schreibweise hat mir in der Clifton-Saga schon sehr gut gefallen – man ist sofort gefesselt. Was mir persönlich auch besonders gut gefallen hat: Man findet kleine Hinweise auf die Clifton-Saga – wer diese gelesen hat, dem wird es sofort auffallen.

„Wir sollten nie vergessen“, sagte die Gräfin, „dass es Erfolgsleiter heißt, und eine Leiter muss man hinaufklettern. Hinab geht es dann mit dem Lift.“
„Dann werden wir eben wieder klettern müssen“, sagte Elena.
– Seite 374, eBook

Mein Fazit: Ein packender Familienroman, der zwei Lebensgeschichten erzählt. Ob Amerika oder England – beide Wege sind spannend und interessant zu verfolgen. Der Schreibstil ist wie schon in der Clifton-Saga schnörkellos und direkt, aber gleichzeitig auch detailreich. Es gibt in beiden Geschichten interessante Wendungen und Überraschungen – auf über 700 Seiten hat Jeffrey Archer ein beeindruckendes Werk geschaffen. Sehr lesenswert!

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Tags: jeffrey archer, roman, traum des lebens   (3)
 

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(66)

121 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

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Die Unsterblichen

Chloe Benjamin , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 29.10.2018
ISBN 9783442758197
Genre: Romane

Rezension:

Vier unterschiedliche Lebenswege und kostbare Zeit...

Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? (Quelle: Klappentext vom Verlag)

„Was, wenn die Frau in der Hester Street recht hatte und die nächsten Jahre seine letzten Lebensjahre sind? Allein der Gedanke lässt sein Leben in einem anderen Licht erscheinen. Alles ist plötzlich dringend, glitzernd und kostbar.“ – Seite 37, eBook

„Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst?“ – Schon der erste Satz des Klappentextes macht neugierig auf dieses besondere Buch. Allein der Prolog, der den Besuch der vier Geschwister bei der Wahrsagerin schildert, ist fesselnd. Danach erfährt man, wie jeder der vier sein Leben lebt – und diese könnten unterschiedlicher nicht sein. Man merkt sofort, dass die Charaktere hier sehr gut ausgearbeitet sind. Jeder der vier –Simon, Klara, Daniel und Varya- hat seine ganz eigene Geschichte und diese erzählt die Autorin mit einer Tiefe und Detailliertheit, wie man es selten erlebt. Gerade das macht das Buch so besonders. Es tauschen viele Facetten auf - mal wird es extrem, mal traurig, mal berührend und auch dramatisch. Auch regt so manches zum Nachdenken an. Um alle vier Leben kreist der Besuch bei der Wahrsagerin, den jeder auf ganz eigene Weise verarbeitet.
Die vier Lebensgeschichten halten einige Überraschungen bereit – als Leser fragt man sich natürlich, ob die vorhergesagten Todesdaten tatsächlich so eintreffen werden. Zudem gibt es in den einzelnen Geschichten ein paar Punkte, die alles noch interessanter und mysteriöser machen. Ich persönlich fand die beiden mittleren Geschichten am stärksten.

„Seine Worte berührten etwas in ihr, das tief vergraben gewesen ist. Klara hat immer gewusst, dass es ihr bestimmt ist, eine Brücke zu sein: zwischen der Wirklichkeit und der Illusion, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen dieser Welt und der nächsten. Sie muss nur herausfinden, wie das geht.“ – Seite 149, eBook

Mein Fazit: Ein gelungener Roman, der eine besondere Geschichte erzählt: Vier Geschwister, die unterschiedliche Lebenswege gehen, aber eine Sache gemeinsam haben: Sie wissen ihr eigenes Todesdatum. Wie gehen sie damit um? Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet – detailliert erfährt mal alles, was sie erleben und wovon sie träumen. Die Lebensgeschichten entwickeln sich interessant und regen an manchen Stellen zum Nachdenken an. Von mir gibt es 4,5 Sterne für diesen besonderen Roman!

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Tags: chloe benjamin, die unsterblichen, roman   (3)
 

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

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Erhebung

Stephen King , Bernhard Kleinschmidt
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.11.2018
ISBN 9783453272026
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Rückkehr nach Castle Rock…

Scott Carey führt ein ruhiges Leben in dem kleinen Städtchen Castle Rock. Doch eines Tages bemerkt er Seltsames: Er nimmt rasend schnell ab – jedoch ändert sich sein eher korpulentes Äußeres nicht. Und es wird noch unheimlicher: Egal ob er mit oder ohne Bekleidung auf die Waage steigt – sie zeigt immer exakt das gleiche an. Sogar mit schweren Hanteln. Scott ist zunehmend ratlos und hat Angst, dass er, wenn er sich medizinisch untersuchen lässt, zu einem Versuchskaninchen wird. So wendet er sich schließlich an seinen guten Freund und pensionierten Arzt Bob Ellis. Der hat jedoch auch keinen hilfreichen Rat.
Zudem gerät Scott eher unfreiwillig in einen städtischen Kleinkrieg – seine beiden Nachbarinnen werden von den Einwohnern gemieden – diese mögen keine Frauen, die lesbisch und zudem noch verheiratet sind. Nach und nach erfährt Scott, was Vorurteile anrichten und stellt sich auf die Seite der beiden Frauen.
Weitere interessante Geschehnisse, Scotts mysteriöser Gewichtsverlust und der alljährliche Stadtlauf in Castle Rock fördern schließlich etwas zutage, was schon längst als verloren galt…

„Wie viele Leute mit einem zum Tode führenden Zustand konnten von sich behaupten, sich völlig gesund zu fühlen? Manchmal musste er an einen Spruch denken, den Nora von ihren AA-Meetings nach Hause gebracht hatte: Die Vergangenheit ist Geschichte, die Zukunft ein Geheimnis. Das schien ganz gut zu seiner jetzigen Situation zu passen.“ – Seite 50, eBook

Nach der Novelle „Gwendys Wunschkasten“ kehrt Stephen King mit einer weiteren Kurzgeschichte in das Städtchen Castle Rock zurück, in dem schon u.a. die Romane „Needful Things“ und „Cujo“ gespielt haben. In „Erhebung“ lernen wir zunächst die Hauptfigur Scott Carey kennen, der mit einem mysteriösen Leiden kämpft: Er nimmt rasend schnell ab, ohne das man es ihm ansieht – und egal ob er sich mit oder ohne Bekleidung auf die Waage stellt, sie zeigt exakt das gleiche Gewicht an. Was steckt dahinter? Doch dieses ist nicht das Einzige, was in dieser Geschichte eine Rolle spielt.
Obwohl nur 144 Seiten lang, hat die Handlung einiges zu bieten – starke Charaktere, detaillierte Schauplatzbeschreibungen und ein mysteriöses Phänomen, das unaufhaltsam weiterschreitet. Der Schreibstil ist angenehm – man befindet sich sofort mitten in der Geschichte, die sich interessant entwickelt. Es ist kein typischer King-Horror, sonder eher ein ruhiges Buch mit guter Mystery.

„Das Lächeln kam zum Vorschein, so vorhersehbar wie der Sonnenaufgang im Osten. Es war ihre Rüstung. Vielleicht verbarg sich dahinter eine Frau, die ebenso verletzt wie zornig war, aber beschlossen hatte, dass niemand auf der Welt das zu sehen bekam.“ – Seite 57, eBook

Mein Fazit: Ein gelungenes Buch, das auf nur wenigen Seiten den Leser in seinen Bann zieht. Es geht zurück in die Stadt Castle Rock, in dem neben einem unheimlichen Phänomen auch interessante und starke Charaktere auftauchen. Die Novelle ist nur 144 Seiten lang, aber sie ist toll ausgearbeitet mit gelungener Mystery und einem überraschenden Ende. Sehr lesenswert!

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Tags: erhebung, kurzgeschichte, mystery, stephen king   (4)
 

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685 Bibliotheken, 60 Leser, 1 Gruppe, 134 Rezensionen

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Der Insasse

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer, 24.10.2018
ISBN 9783426281536
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die albtraumhafte Suche nach der Wahrheit…

Für Till Berkhoff begann vor einem Jahr ein Albtraum: Sein kleiner Sohn Max wurde entführt und ist seitdem spurlos verschwunden. Bisher verlief die Suche ergebnislos – doch nun wurde der Täter gefasst. Er hat zwar ein Geständnis über andere schreckliche Mordfälle abgelegt, doch über Max schweigt er beharrlich. Derzeit sitzt der Psychopath im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie und Till sieht nur eine Möglichkeit, um Max’ Verbleib herauszufinden: Er muss selbst zum Insassen der Steinklinik für Forensische Psychiatrie werden. Doch was er dort persönlich erlebt, übersteigt seine Vorstellungskraft…

„Till hörte ein trockenes Knacken, gefolgt von einer kurzen Pause, die sofort von der reinen, ungefilterten Stimme des Schmerzes gefüllt wurde. Geboren im tiefsten Inneren seiner selbst.“ – Seite 133

Mit „Der Insasse“ hat Sebastian Fitzek wieder einen Psychothriller hingelegt, wie er unheimlicher nicht sein kann: Mit zum Teil angsteinflößenden Charakteren, einem besonderen Schauplatz und einer erschreckenden Story, die furchtbarer nicht sein kann: Der kleine Max Berghoff wird vor seiner Haustür von einem Psychopath entführt – dieser wird ein Jahr später schließlich aufgrund von anderen Fällen gefasst, doch Max bleibt verschwunden. Der Täter schweigt. Um mit dem abgeschirmten Mann, der zurzeit gut gesichert in der Psychiatrie sitzt, in Kontakt zu kommen, lässt sich Max‘ Vater unter anderer Identität dort einweisen – und ahnt nicht, dass er bald in Lebensgefahr schwebt…
Die Handlung beginnt mittendrin – schon das erste Kapitel ist voller Schrecken und Grauen. Wie bei vielen Thrillern des Autors kann man diesen während des Lesens nur noch schwer aus der Hand legen. Schuld daran ist der rasante Verlauf und die geschickten Cliffhanger, die oft am Ende der einzelnen Kapitel auftauchen. Die Story selber verbirgt noch viel mehr, als die Inhaltsangabe preisgibt – es gibt interessante Verstrickungen, einige Überraschungen und Wendungen, mit denen man nie gerechnet hätte. Oftmals wird es auch bizarr und schockierend, an einigen Stellen auch fast unerträglich - es ist keine leichte Lektüre. Doch besonders das letzte Drittel ist unheimlich packend – man möchte unbedingt wissen, ob Till sein Ziel erreicht. Es bleibt spannend!
Was auch unheimlich gelungen ist: Die ganze Gestaltung des Buches. Die erste Auflage ist eine limitierte Edition, die nicht nur einen roten Buchschnitt hat, sondern auch spezielle Buchdeckel, die eine weiche Oberfläche haben und sich leicht gepolstert anfühlen. Sehr gut gemacht!

„Till schluckte schwer und fragte sich, wie das Böse so harmlos aussehen konnte.“ - Seite 221

Mein Fazit: Wieder ein Psychothriller aus Fitzeks Feder, wie er unheimlicher nicht sein kann. Die Handlung ist rasant, oft schockierend und erschreckend. Dennoch fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen - die gelungenen Cliffhanger am Ende der einzelnen Kapitel tragen dazu bei. Die Geschichte nimmt oft ungeahnte Wendungen, mit denen man niemals gerechnet hat – es dreht sich vieles überraschend um und wird dadurch völlig unvorhersehbar. Ein gelungener Psychothriller, den man am liebsten in einem Rutsch durchlesen würde.

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Tags: der insasse, psychothriller, sebastian fitzek   (3)
 

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187 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 56 Rezensionen

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Die kleinen Wunder von Mayfair

Robert Dinsdale , Simone Jakob
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur, 01.10.2018
ISBN 9783426226728
Genre: Romane

Rezension:

Spielzeug und dessen Magie…

Jedes Jahr pünktlich zum ersten Winterfrost öffnet ein ganz besonderer Spielzeugladen seine Türen. Dahinter erwartet die Besucher das Wunderland von Papa Jacks Emporium: Spielzeug, soweit das Auge reicht – und alles ist einem magischen Zauber versehen.
Es ist November im Jahr 1906: Als die 15-jährige Cathy auf eine besondere Zeitungsannonce von Papa Jacks Emporium stößt, schöpft sie wieder Hoffnung. Denn die junge Frau ist alleinstehend und sucht dringend ein neues Zuhause - sie ist schwanger. So macht sie sich auf die Reise nach Mayfair und hofft auf eine Anstellung in Londons magischstem Spielzeugladen. Cathy ist sofort überwältigt von dem, was sie in diesem Geschäft entdeckt und ist glücklich, dort arbeiten zu dürfen. Doch schon bald gerät sie zwischen die Fronten von Papa Jacks Söhnen: Kaspar und Emil wetteifern um Cathys Gunst…
Als Jahre später der Erste Weltkrieg ausbricht, ist plötzlich vieles anders – kann das Emporium auch in dieser schweren Zeit bestehen bleiben?

„Es gibt viel zu sehen. Was von außen wie ein bescheidenes kleines Geschäft gewirkt hat, entpuppt sich als weitläufiges Labyrinth. Auf in den Boden eingelassene Schienen gleitet eine Miniaturlokomotive an ihm vorbei, gleich dahinter teilen sich die einzelnen Gänge in Dutzende weitere auf, die wild übereinandergestapelten Etagen wirken wie die optische Täuschung eines Meistermathematikers.“ – Seite 9/10, eBook

Schon auf den ersten Seiten dieses Buches wird man vom Zauber des besonderen Spielzeugladens eingenommen, der hier die Hauptrolle spielt. Papa Jacks Emporium – eine Welt voller Wunder und Magie, die nur in der Winterzeit geöffnet hat. Besonders gefallen haben mir die vielen detailreichen Beschreibungen dieses besonderen Schauplatzes – auch die magischen Spielzeuge sind toll: Ob es Papierbäume sind, die aus Pappschachteln sprießen, Patchworkhunde oder Spielzeugsoldaten – alles wird hier wundervoll beschrieben.
Doch die Hauptfigur hier ist die anfangs 15-jährige Cathy. Sie ist schwanger und weißt nicht wohin. So kommt sie über eine geheimnisvolle Annonce schließlich in das Emporium. Schnell lernt sie die beiden Brüder Kaspar und Emil kennen, die in einer ganz eigenen Welt zu leben scheinen. Doch beide suchen ihre Aufmerksamkeit…
Die Handlung geht über viele Jahre – auch der Erste Weltkrieg spielt hier eine Rolle. In dieser Zeit verändert sich für Cathy und das Emporium vieles. Die Handlung nimmt vor allem im letzten Drittel einen sehr überraschenden Verlauf – und ein noch überraschenderes Ende.
Der Schreibstil ist flüssig und detailreich – der Autor schafft es, den Leser zu begeistern. Doch neben dem Magischen findet man hier auch ernstere Abschnitte, die eher traurig sind. Die Charaktere lernt man besonders zum Anfang hin sehr gut kennen. Auch wenn mir die Zeitsprünge manchmal etwas zu groß waren, ist sie Handlung spannend und interessant zu verfolgen. Auch erfährt man, wie das Emporium schließlich seinen Anfang nahm.

"Die Lichter sind kaum größer als Stecknadelköpfe und so weiß wie die Schneeflocken, und doch kann man den Blick nicht von ihnen wenden. Lichter wie diese können den Bann der Dunkelheit brechen und die zynischsten Menschen verzaubern.“
– Seite 9, eBook

Mein Fazit: Ein besonderer Roman voller Magie und Überraschungen, der sich ganz anders entwickelt, als man zunächst denkt. Im Mittelpunkt steht ein besonderer Spielzeugladen, der sich jeden Winter in ein Wunderland verwandelt. Die magischen Elemente wurden hier sehr schön und detailliert in die Handlung eingefügt – diese ist spannend zu verfolgen und verbirgt so manche Überraschung. Bis auf winzige Kleinigkeiten ist es eine wundervolle und außergewöhnliche Geschichte. Lesenswert!

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Tags: die kleinen wunder von mayfair, fantasy, robert dinsdale, roman   (4)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Runas Schweigen

Vera Buck
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 03.09.2018
ISBN 9783734106132
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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93 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 44 Rezensionen

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Der Platz an der Sonne

Christian Torkler
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 02.09.2018
ISBN 9783608962901
Genre: Romane

Rezension:

Auf der Suche nach Glück…

Berlin, 1978: Die Hauptstadt der Neuen Preußischen Republik liegt in Trümmern, die Kinder klauen Kohlen und in der Politik geben sich die Halunken die Klinke in die Hand. In dieser Welt entfaltet sich die faszinierende Lebensgeschichte von Josua Brenner – ein wagemutiger Tausendsassa, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Doch als ihn die Ereignisse überrollen, wird der Gedanke an eine Flucht ins reiche Afrika plötzlich real.
Josua Brenner kennt sich aus im Leben der kleinen Leute. Im zerbombten Berlin fährt er Suppe aus, schachert auf dem Schwarzmarkt und holt sich Ratschläge fürs Leben bei Opa Lampbrecht. Eine Zeitlang scheint er die Nase vorn zu haben. Die Umstände sind ihm gewogen, seiner kleinen Familie geht es prächtig und auch die Geschäfte laufen gut. Die Strippenzieher in der Neuen Preußischen Republik versuchen zwar, ihm das Leben schwerzumachen, doch so leicht gibt Josua Brenner nicht auf. Ihn treibt ein unbezwingbarer Wille zum Glück, egal wie oft ihm der Teufel ins Handwerk pfuscht. Erst als es für ihn so richtig knüppeldick kommt, bricht er auf in Richtung Süden. Wie all die anderen vor ihm hat er vor allem ein Ziel: ein besseres Leben in einer besseren Welt. (Quelle: Klappentext vom Verlag)

Auf dieses Buch bin ich zum einen durch das wunderschön gestaltete Cover und zum anderen natürlich durch die außergewöhnliche Inhaltangabe aufmerksam geworden. Der Klappentext des Buches beschreibt die Geschichte sehr gut - denn der Autor hat hier in seinem Debütroman ein unheimliches Szenario erschaffen und die Weltgeschichte ziemlich verändert: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es weitere Ereignisse und die Zukunft Deutschlands hat sich anders entwickelt als bekannt. Das Land ist in mehrere Staaten aufgeteilt, es gibt strenge Grenzkontrollen, überall herrscht Armut und viele Städte liegen weiterhin in Trümmern. So auch Berlin, die Hauptstadt der „Neuen Preußischen Republik“. Hauptfigur hier ist Josua Brenner, der sich wagemutig durchs Leben schlägt und von einem besseren Leben träumt. Als junger Erwachsener scheint er es tatsächlich geschafft zu haben – das Glück steht auf seiner Seite.

„Man braucht nicht die weite Welt, um sein Glück zu finden. Die Welt kann klein sein, wenn man nur darin zuhause ist. Jeder von uns hatte seinen Teil zu machen und gemeinsam haben wir alles geschafft.“ – Seite 111, eBook

Doch nach einer turbulenten Zeit, vielen Auf und Abs verlässt ihn das Glück und er beschließt, zu fliehen – in den Süden, nach Afrika, wo stabile politische Verhältnisse herrschen. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt…
Überrascht hat mich hier zunächst der Schreibstil: Dieser ist mit seiner eher lässigen und fast schon zu lockeren Art zunächst gewöhnungsbedürftig. Jedoch legt nach einigen Seiten das Extreme etwas und es liest sich angenehmer. Nachdem ich mich eingelesen hatte, habe ich den Lebensweg von Josua Brenner mit Spannung verfolgt. Denn dieser erzählt seine Geschichte selbst – vom Jahr seiner Geburt bis hin ins Erwachsenenalter. Diese Lebensgeschichte hat einiges zu bieten und steht hier auch im Vordergrund – die Entwicklung der Weltgeschichte und wie es dazu gekommen ist, erfährt man eher so nebenbei.
Ab und an gibt es kleine Längen in der Geschichte, doch insgesamt ist die Handlung spannend zu verfolgen und hat mich mit ihrer Detailliertheit überrascht. Josua erlebt sehr viel – oft wird es auch dramatisch.

„Zuerst blieb das im Hintergrund. Da lauerte etwas, aber ich hab es nicht ernst genommen, wollte es nicht ernst nehmen. Doch mit jedem Tag rückte es ein Stückchen näher. Eines Tages setzte es zum Sprung an und in dem Moment wusste ich, was es war: Angst!“
– Seite 123, eBook

Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Buch mit einer starken Hauptfigur in einem erschreckenden Szenario, das nachdenklich macht. Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, doch schon nach einigen Seiten konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen. Gerade die vielen Details sind hier sehr gut eingearbeitet. Josuas Lebensweg ist spannend zu verfolgen und hat viele Höhen und Tiefen. Ein spezielles, aber sehr lesenswertes Buch, das ich gern weiterempfehle.

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Tags: christian torkler, der platz an der sonne, roman   (3)
 

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148 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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Der Pakt der Bücher

Kai Meyer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2018
ISBN 9783841440068
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die Fortsetzung von „Die Spur der Bücher“ 

Der Cecil Court ist die Straße der Buchhändler – in dieser Gasse reihen sich die Buchhandlungen aneinander, es gibt unzählige Regale, die voller Geschichten und auch Geheimnisse stecken. Auch das Antiquariat „Liber Mundi“ gehört dazu, dass die junge Mercy Amberdale von ihrem Stiefvater übernommen hat. Zusammen mit ihren Freunden Tempest und Philander führt sie das Geschäft und praktiziert die Magie der Bücher. Nach den letzten dramatischen Abenteuern wartet noch ein Auftrag auf sie, an den sie ungern denkt: Für den undurchsichtigen Mister Sedgwick soll sie das letzte der insgesamt acht Kapitel des verschollenen Flaschenpostbuches auftreiben. Als es soweit ist, gerät plötzlich die Welt der Bibliomatik aus den Fugen – vergiftete Bücher, ein magisches Luftschiff und unheimliche Rituale kreuzen ihren Weg – Mercy wird in einen Strudel von tödlichen Intrigen hineingerissen.
Noch ahnt niemand, was passieren wird, wenn alle acht Kapitel des Flaschenpostbuches wieder vereint sind – denn wer dieses tut, kann die Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit niederreißen und die Welt in Chaos stürzen. Kann Mercy die Gefahr und ihre Gegner aufhalten? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

„In der Straße der Buchhandlungen, einer schmalen Schlucht aus Schaufenstern, hinter denen die Wunder aller Welten auf Entdecker warteten, drang der Duft von Papier bei Tag und Nacht unter den Türen hervor.“ – Seite 7

Da ich begeisterte Leserin der Bibliomantik-Romane bin, war die Vorfreude auf die Fortsetzung von „Die Spur der Bücher“ groß. Auch das zweite Prequel zur Trilogie „Die Seiten der Welt“ ist wundervoll geschrieben. Man taucht sofort wieder in die Welt der Bibliomatik ein und begleitet Hauptfigur Mercy Amberdale bei ihrem neuen Abenteuer. Kai Meyer hat anfangs geschickt einige Erinnerungsstützen eingebaut, sodass man schnell wieder in die Geschichte hineinfindet. Hier geht es nun um das Flaschenpostbuch, dessen geheimnisvolle Macht weit größer ist, als geahnt.
Neben dem wundervollen Bücherzauber, den die Handlung umgibt, kann man hier auch wieder bibliomantischen Wunderwerke bestaunen – alte Bekannte, wie der „Besserwisser“ (mein persönlicher Favorit) tauchen in bekannter Manier auf und lockern machen Szenen herrlich auf.
Doch es wird auch spannend – die Bücherwelt gerät aus den Fugen und Mercy setzt alles daran, diese zu retten. Hier gibt es rasante Wendungen und einige Überraschungen. Zum Schluss gibt es noch ein großes Finale, das unter anderem Sedwicks wahre Absichten preisgibt…
Auch die Schauplätze sind wieder beeindruckend und bildgewaltig beschrieben – ob unendliche Bücherlabyrinthe, magische Luftschiffe oder geheimnisvolle Keller – das und noch vieles mehr gibt es hier zu entdecken.

„Origamis huschten vor den Buchrücken in den Fächern umher, sprangen einzeln und in Schwärmen von Regal zu Regal. Eine Handvoll hatte sich der Treppe genähert, als die Tür noch offenstand, doch jetzt, da der Ausgang geschlossen war, zogen sie sich wieder in den Irrgarten der Bücher zurück.“ – Seite 63

Erwähnen möchte ich noch das wundervoll gestaltete Cover, das perfekt zu den anderen Büchern passt und wirklich edel aussieht.

„Die Buchmagie in dieser Halle speiste sich aus nichts als der Liebe zum Lesen.“ – Seite 64

Mein Fazit: Ich liebe Bücher, in denen Bücher eine Hauptrolle spielen – diese besondere Buchmagie ist Kai Meyer in seinem neuen Bibliomatik-Roman wieder wunderbar gelungen. Packend wie ein Krimi, aber auch mit vielen buchigen Details ausgestattet, ist „Der Pakt der Bücher“ wieder ein Buch zum eintauchen und staunen. Es warten viele phantastische Elemente, tolle Dialoge, actionreiche Abschnitte und natürlich: Bücher. Diese Elemente wurden hier perfekt vereint und machen diesen Roman zu einem Lesehighlight.

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Tags: der pakt der bücher, die seiten der welt, fantasy, kai meyer, prequel   (5)
 

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89 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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DOORS X - Dämmerung

Markus Heitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band X – Dämmerung

Kann man in einem Haus verschwinden? Die Spuren von Anna-Lena van Dam führen zwar eindeutig hinein in die seit Jahrzehnten leer stehende Villa ihres Urgroßvaters – aber nicht wieder heraus. Ihr Vater vermutet sie in einem geheimen Höhlensystem unter dem Haus und schickt ein Geo-Expertenteam aus, um seine Tochter zu suchen. Eine mysteriöse, mit einem „X“ gekennzeichnete Tür führt das Team unerwartet in einen Albtraum, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. Und der einzige Fluchtweg aus der Finsternis führt in eine bedrohliche Vision der Zukunft… (Quelle: Klappentext)

„Coco sah zu Friedemann. Das Zittern hatte ihren ganzen Körper erfasst, ihr Denken war wie gelähmt. Das Unheil. Das Unheil hatte sie erreicht.“ – Seite 149

3 Türen, 3 Welten, 3 Abenteuer – Beginnen tut jedes Buch mit einem 80-seitigen Intro, das schon vorab als kostenloses eBook verfügbar war, aber natürlich auch in jedem der drei DOORS Romane zu finden ist. Denn der Beginn ist immer gleich - danach beginnt für die sechsköpfige Gruppe jeweils ein Abenteuer, wie es unterschiedlicher nicht sein kann. In diesem Buch entscheidet sich das Team (unter anderem) für die Tür mit dem X, dessen Durchgang sie geradewegs in einen Albtraum führt. Und hier beginnt ihre gefährliche Reise erst, denn ihr Weg führt sie noch viel weiter…
„Dämmerung“ ist für mich nun das letzte Buch der Reihe. Ich habe es mir bewusst für den Schluss aufgehoben, weil es die Geschichte war, dessen Inhaltsangabe für mich am geheimnisvollsten klang. Tatsächlich verläuft die Handlung anders, als zunächst erwartet – denn man erfährt nicht nur, was sich hinter die Tür mit dem gekennzeichneten „X“ wirklich verbirgt, sondern auch mehr Details über das gigantische, unterirdische Höhlensystem, dessen Eingang im Keller der verlassenen, alten Villa liegt. Hier werden die Experten mit unerklärlichen Phänomenen, mysteriösen Vorgängen und geheimnisvollen Räumen konfrontiert. Auch merken sie schnell, dass sie nicht alleine sind…

„Das Sterben lauert. Auf uns alle.“ – Seite 182

Dieses Buch hat viel zu bieten – neben vielen unheimlichen Vorgängen mit gut eingesetzten Horror-Elementen bekommen wir auch einen Einblick in eine Welt, die im Jahr 2049 angesiedelt ist – diese hält ebenfalls Beängstigendes bereit. Der Schreibstil ist wie gewohnt klar – und trotz der nur 288 Seiten (inkl. Intro) sind die vielen Schauplätze detailreich erklärt – das hat mir unheimlich gut gefallen. Die Blickwinkel wechseln ab, was die Spannung konstant aufrecht hält – ich würde hier jedoch zu viel verraten, aus wessen Sicht diese bestehen. Lasst euch überraschen.
Wenn man zudem die beiden anderen Bände schon gelesen hat, wird man hier in der Handlung ab und an Kleinigkeiten und Andeutungen wiedererkennen – das wurde sehr gut eingefügt.

Unbedingt erwähnt werden muss noch die gesamte Covergestaltung der Reihe – jedes Buch hat ein Schlüsselloch vorne auf dem Cover, das jeweils mit verschiedenen und sehr passenden Elementen versehen ist. Zudem findet man innen zur besseren Übersicht von allen Hauptcharakteren Steckbriefe mit allen wichtigen Infos.

Mein Fazit: „Dämmerung“ habe ich mir für den Schluss aufgehoben und ist das Buch, das mir auch am besten aus der Reihe gefallen hat. Hier wird es düster-geheimnisvoll mit unheimlichen Kreaturen, unerklärlichen Phänomenen und so manchem Albtraum. Die einzelnen Fantasy- und Horror-Elemente sind sehr gut eingesetzt und lassen diese Geschichte zu einem packenden Mystery-Thriller werden. Sehr lesenswert und meiner Meinung nach mit kleinem Abstand das Beste aus der Reihe.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass die komplette DOORS-Reihe wirklich gelungen ist – ich habe die drei Bücher innerhalb von wenigen Tagen verschlungen, da ich sehr neugierig auf die einzelnen Versionen war. Man kann die Bücher in beliebiger Reihenfolge und völlig unabhängig voneinander lesen. Meine gewählte Reihenfolge war „Kolonie“ (?), dann kam „Blutfeld“ (!) und zum Schluss „Dämmerung“ (X). Eine abenteuerliche Mystery-Serie, die viele Überraschungen bereithält und wirklich lesenswert ist!

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Tags: doors-reihe, doors x - dämmerung, markus heitz, mystery thriller   (4)
 

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83 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

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DOORS ! - Blutfeld

Markus Heitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523896
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band ! – Blutfeld

Im Höhlenlabyrinth unter der Villa der van Dams lauert ein uraltes Geheimnis – hinter mysteriösen Türen, versehen mit rätselhaften Symbolen. Auf der Suche nach der vermissten Anna-Lena van Dam öffnet das Geo-Expertenteam, das die junge Frau suchen soll, eine mit einem „!“ gekennzeichnete Tür – und gelangt unversehens ins frühe Mittelalter den 9. Jahrhunderts. Doch den Teammitgliedern wird schnell vor Augen geführt, dass die Welt, die sie aus Geschichtsbüchern kennen, so nie existiert hat… (Quelle: Klappentext)

Auf dieses besondere Buchprojekt von Markus Heitz war ich schon im Vorfeld sehr gespannt. Starten tut jedes der drei DOORS-Romane mit einem 80-seitigen Intro, das zwar schon vorab kostenlos als eBook verfügbar war, aber natürlich auch in jedem der drei Bücher vorne zu finden ist. Denn der Beginn ist immer gleich – erst als sich das Expertenteam für eine bestimmte Tür entscheidet, nehmen die unterschiedlichen Geschehnisse ihren Lauf. Als Viktor und seine Gefährten durch die Tür mit dem aufgemalten „!“ schreiten, landen sie im frühen Mittelalter – im Jahr 841. Jedoch ist dort einiges anders, als sie aus der Historie kennen: Hier wird neben den Männern die Herrschaft auch von den Frauen ausgeübt – zwei Kaiserinnen stehen sich unmittelbar in einer Schlacht gegenüber, die ein gigantischen Ausmaß haben wird. Zudem gibt es Intrigen und Verschwörungen. Und mittendrin suchen Viktor, Dana und die anderen nach der vermissten Anna-Lena. Können sie womöglich Schlimmeres verhindern?

„Ein Meer aus Fahnen, Wimpeln, Bannern und Flaggen wellte und wogte über den Gegnern im lauen Frühsommerwind, was wunderschön, poetisch, und beeindruckend wirkte. Fußsoldaten, Bogenschützen, leichte und schwere Kavallerie. Hundertfünfzigtausend Feinde. Jeder von ihnen wollte sie tot sehen. Mit Schwertern, Lanzen, Pfeilen trachteten sie ihr nach dem Leben.“
– Seite 264

Nach dem Buch „Kolonie“ ist „Blutfeld“ für mich der zweite Roman aus der DOORS-Reihe. Wie schon bekannt, erwartet die Figuren ein völlig anderes Abenteuer – auch die persönlichen Schicksale gehen einen neuen Weg. Der Blickwinkel wechselt regelmäßig zwischen den Geschehnissen im frühen Mittelalter und den Vorgängen in der Gegenwart ab. Gerade der stetige Wechsel zwischen mittelalterlich und modern finde ich sehr gelungen - die jeweilige Atmosphäre ist von Beginn der Kapitel sofort da und gut umgesetzt. In der Gegenwart werden einige der Rätsel aus dem Intro gelöst und etwas Licht ins Dunkel gebracht – zudem taucht ein mysteriöser Fremder auf, den geheimnisvolles umgibt. Beide Zeiten sind unheimlich spannend zu verfolgen und steuern auf ein Ende zu, das einige Überraschungen bereithält. Es bleibt in jedem Fall spannend. Auch über die geheimnisvollen Portale und deren Funktionsweise erfährt man einiges – deren Geschichte reicht weit…

„Bevor er einen Schritt durch das Kraftfeld machte, hob er einen Gebeinrest auf und verkeilte die Art-déco-Tür, damit sie nicht zufiel. Sie brauchten eine Passage zurück … in ihre Zeit? In ihre Realität? Viktor ahnte, dass dies kein gewöhnlicher Durchgang war und er sich auf alles gefasst machen musste.“ – Seite 91


Mein Fazit. „Blutfeld“ ist mein zweites Buch aus der DOORS-Reihe und hat mir etwas besser gefallen als „Kolonie“. Die Tür mit dem „!“ führt das Team in das frühe Mittelalter, in dem ein Abenteuer das nächste jagt. Zudem erfährt man Neues aus dem DOORS-Universum, das mit ihren Türen ungeahnte Ausmaße umfasst. Der Schreibstil ist klar und gibt die Schauplätze mit der jeweiligen Atmosphäre sehr gut wieder. Ein spannender Mystery-Thriller – sehr lesenswert!

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Tags: doors ! - blutfeld, doors-reihe, markus heitz, mystery-thriller für kids   (4)
 

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94 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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DOORS ? - Kolonie

Markus Heitz
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2018
ISBN 9783426523889
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Band ? - Kolonie

Der schwerreiche Vater der vermissten Anna Lena van Dam schickt den Ex-Soldaten Viktor mit einem fünfköpfigen Geo-Expertenteam aus, um seine Tochter zu retten. In dem gigantischen Höhlensystem, in dem die junge Frau verschwunden ist, entdeckt die Gruppe mehrere mysteriöse Türen. Als sie die Tür mit dem „?“ öffnen, gelangt das Team plötzlich mitten hinein in die 40er Jahre. Doch hier hat die Weltgeschichte einen ganz anderen Verlauf genommen… (Quelle: Klappentext)

Nachdem ich vor einigen Wochen schon das 80-seitige Intro gelesen habe, war ich sehr gespannt, was mich in den einzelnen Romanen erwartet. Das Intro ist kostenlos als eBook verfügbar, aber natürlich auch in jedem der drei DOORS-Romane enthalten. Gestartet bin ich mit „Kolonie“, das in den Jahren 1944/1945 spielt. Jedoch ist in dieser Zeitlinie einiges anders, denn die Weltgeschichte hat einen völlig anderen Verlauf genommen. Dennoch ist es gefährlich, sich in dieser Welt zu bewegen – das bekommen Viktor und die anderen schnell zu spüren. Die Suche nach Anna-Lena gestaltet sich schwierig, da sie in ihrer modernen Kleidung zu sehr auffallen. Zudem erfahren sie bald, dass die USA, die die Kontrolle über Europa übernommen haben, etwas Unglaubliches plant. Das Team steht vor einem lebensgefährlichen Wettlauf mit der Zeit…

„Viktor, Dana, Ingo und Coco schauten sich perplex an und dachten mehr oder minder dasselbe. Ein Paralleluniversum, in dem das Stauffenberg-Attentat geglückt war?“ – Seite 139

Die Handlung wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt: Zum einen aus Sicht der Gruppe und zum anderen erfahren wir auch, was Anna-Lena erlebt und wie ihr Weg verläuft. Gleichzeitig bleibt der Leser auch über die Geschehnisse in der Gegenwart auf dem Laufenden, wo Walter van Dam, Anna-Lenas Vater, einige unheimliche Entdeckungen macht. Besonders die Informationen zu den Türen fand ich unheimlich interessant – man bekommt einen guten Einblick, wie diese funktionieren.
Die Handlung schreitet schnell voran und steckt voller unvorhersehbarer Entwicklungen. Einzig zwischendrin wurde es mir dann doch manchmal zu brutal. Doch davon mal abgesehen hat mir besonders das letzte Drittel sehr gut gefallen – hier wird nochmal einiges auf den Kopf gestellt. Eine Überraschung ist auch, dass Markus Heitz hier geschickt etwas eingebaut hat, was gleichzeitig neugierig auf die anderen beiden DOORS-Romane macht.

„Das Holz fühlte sich warm an, viel zu warm für die kühlen Temperaturen im Keller. Im Lampenschein betrachtete er die Tür genauer und bewegte sie, beleuchtete den Klopfer, das Maul, den Ring, die Aufschlagplatte, die Schnitzereien und den Staub darin, den jemand vor ihm stellenweise abgewischt hatte.“ – Seite 194

Mein Fazit: „Kolonie“ ist das erste Buch, das ich aus dem DOORS-Universum gelesen habe. Hinter der Tür mit dem ? verbirgt sich eine Geschichte, die voller unvorhersehbarer Wendungen steckt – besonders das packende Finale stellt nochmal einiges auf den Kopf. Von kleineren Schwächen mal abgesehen ist die gesamte Handlung (vor allem der Verlauf in der Gegenwart) spannend zu verfolgen. Am Ende gibt es auch einen interessanten Cliffhanger, der vielleicht erklärt, warum das DOORS-Projekt mit „Staffel 1“ gekennzeichnet ist.
„Kolonie“ ist jedenfalls ein gutes und lesenswertes Buch und macht neugierig auf die beiden anderen Versionen!

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57 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

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Die Katze und der General

Nino Haratischwili
Fester Einband: 750 Seiten
Erschienen bei Frankfurter Verlagsanstalt, 31.08.2018
ISBN 9783627002541
Genre: Romane

Rezension:

Die Schatten der Vergangenheit…

Tschetschenien, 1995: Nura ist siebzehn, als die russische Einheit in die Schlucht einzieht, in der ihre Familie lebt. Mit dem Ausbruch des ersten Tschetschenienkrieges zerschellt ihr Traum, der Enge des Dorfes zu entfliehen.
Moskau, 1995: Der junge Alexander Orlow sieht seine Zukunft zersplittern: Die große Liebe zurückgelassen, mit einem Armeesack und mütterlichen Erwartungen auf den Schultern, muss er an die nordkaukasische Front.
Berlin, 2016: Orlow, genannt „Der General“, ist zu Oligarchen aufgestiegen und nach Deutschland gezogen. Die Vergangenheit lässt ihn nicht ruhen: Es ist Zeit für eine Abrechnung. Doch zuerst muss er „Die Katze“, eine eigenwillige georgischstämmige Schauspielerin, von seinem Vorhaben überzeugen. (Quelle: Klappentext vom Verlag)

„Sie sah zum Himmel, vom Mond fehlte jede Spur. Die Dunkelheit war allumfassend, aber sie fühlte sich in ihr sicher, sie spendete Schutz und Trost. Ja, ihr Vater hatte recht gehabt, manchmal, da war das Licht nur eine Tarnung für die Dunkelheit. Und daraus zog sie eine Schlussfolgerung, die sie für den Augenblick zuversichtlich stimmte: Die Dunkelheit war demnach vielleicht nur eine Tarnung für das Licht.“ – Seite 68

Die Inhaltsangabe ist nur ein kleiner Einblick in eine Geschichte, die ihre vielen Geheimnisse erst nach und nach enthüllt. Zunächst stellt die Autorin Nino Haratischwili die Hauptcharaktere ausführlich vor. Dabei wechselt sie zwischen der Vergangenheit (1995) und der Gegenwart (2016) regelmäßig hin und her. Die einzelnen Figuren wirken mit ihren unterschiedlichen Lebensgeschichten zunächst unabhängig voneinander. Die Autorin geht hier sehr ins Detail: Sie schildert neben dem Leben der zentralen Figuren auch die Lebenswege von Familienmitgliedern, erläutert sie Schicksale der Einzelnen und auch deren Umfeld. Oftmals spielt der erste Tschetschenienkrieg eine schreckliche Rolle. Zugegeben, man benötigt etwas Geduld – wenn man einen rasanten Roman erwartet hat, wird man wahrscheinlich enttäuscht. Ich persönlich fand aber den ausführlichen Schreibstil und die Vorstellung der Figuren sehr gelungen. Erst nach und nach erfährt man, worauf die Geschichte hinausläuft und selbst dann gibt es noch einige, oft dunkle Geheimnisse. Wie dann schließlich die anfangs so lose wirkenden Fäden miteinander verknüpft werden ist überraschend und sehr gut gelungen.
Auch der regelmäßige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Personen mit Vornamen und welchen, die zunächst nur mit ihren Spitznamen genannt werden, ist nach kurzer Eingewöhnung gut zu verfolgen und außergewöhnlich gemacht.
Das ganze Buch wirkt mit seiner Ausführlichkeit atmosphärisch sehr dicht – man sollte sich auch etwas Zeit nehmen für die Geschichte, es ist nichts für zwischendurch. Doch die ganze Entwicklung ist interessant und auf eine besondere Art auch packend zu verfolgen.

„Parallel dazu begleitete mich der Gedanke an das Mädchen wie ein Refrain, das Mädchen, das der neue Schlüssel zu einer alten Geschichte geworden war und das mit sich und allem rang, was ihr bevorstand, weil ihr die Geschichte schon über den Kopf gewachsen war, bevor sie richtig angefangen hatte.“ (Die Krähe) – Seite 227

Mein Fazit: Ein besonderes Buch, das dank seiner Ausführlichkeit atmosphärisch sehr dicht ist. Die Charaktere und ihre Lebenswege werden detailliert beschrieben, Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft und anfangs scheinbar lose Fäden auf überraschende Weise zusammen gefügt. Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Es wird dramatisch, berührend und auf eine besondere Art auch packend. Alle, die ausführliche Bücher mögen, in denen sich nach und nach alles entwickelt, kann ich dieses Werk nur empfehlen. Sehr gelungen und lesenswert!

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Tags: die katze und der general, drama, nino haratischwili, roman   (4)
 

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Dancing Jax - Finale

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 14.10.2014
ISBN 9783839001363
Genre: Jugendbuch

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Dancing Jax - Zwischenspiel

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 16.01.2013
ISBN 9783839001356
Genre: Jugendbuch

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Dancing Jax - Auftakt

Robin Jarvis , Nadine Mannchen
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei script5, 20.01.2014
ISBN 9783839001714
Genre: Krimi und Thriller

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Sechs Koffer

Maxim Biller
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.08.2018
ISBN 9783462050868
Genre: Romane

Rezension:

Sechs Koffer – sechs Geschichten

In jeder Familie gibt es Geheimnisse und Gerüchte, die von Generation zu Generation weiterleben. Manchmal geht es dabei um Leben und Tod. In seinem neuen Roman erzählt Maxim Biller von einem solchen Gerücht, dessen böse Kraft bis in die Gegenwart reicht. „Sechs Koffer“ – die Geschichte einer russisch-jüdischen Familie auf der Flucht von Ost nach West, von Moskau über Prag nach Hamburg und Zürich – ist ein virtuoses literarisches Kunststück. Aus sechs Perspektiven erzählt der Roman von einem großen Verrat, einer Denunziation. Das Opfer: der Großvater des inzwischen in Berlin lebenden Erzählers, der 1960 in der Sowjetunion hingerichtet wurde. Unter Verdacht: die eigene Verwandtschaft. Quelle: Auszug aus dem Klappentext)

Auf dieses Buch bin ich durch dessen Nominierung für den deutschen Buchpreis aufmerksam geworden. Die Inhaltsangabe verspricht eine besondere Geschichte und eine spannende Suche nach der Wahrheit: Es geht um den Großvater des Erzählers, der im Jahr 1960 aufgrund seiner Schwarzmarkt- und Devisengeschäfte festgenommen und wenig später hingerichtet wurde. Doch den Enkel lässt dieser Fall nicht los, denn er ist fest davon überzeugt, dass ein Familienmitglied Schuld am Tod des Großvaters ist.
Das Buch ist in sechs Kapitel aufgeteilt, in denen der Erzähler von den einzelnen Familienmitgliedern erzählt. Der Schreibstil bleibt während der ganzen Handlung gewöhnungsbedürftig: Es ist in der Ich-Perspektive aus Sicht des Erzählers geschrieben, der aber gleichzeitig auch aus dem Blickwinkel der einzelnen Familienmitglieder berichtet. Ich habe auf einen spannenden Roman mit Krimi-Elementen gehofft, doch ich habe irgendwie nicht richtig in die Handlung herein gefunden - diese ist eher gestückelt und nicht fließend und wechselt oft zwischen den Jahren hin und her. Dabei ist der Anfang sehr vielversprechend – denn gerade im ersten Kapitel bekommt man einen guten Einblick in das, was einen erwartet. Jedoch ließ meine Begeisterung dann schon kurz darauf nach – mir fehlte einfach der rote Faden und das Ende ist auch eher schwach.
Das Cover finde ich allerdings schön gestaltet – der große Schriftzug fällt sofort ins Auge.

Mein Fazit: Leider konnte mich „Sechs Koffer“ nicht ganz überzeugen. Der Anfang hat mir noch gut gefallen – danach verliert sich die vielversprechende Geschichte leider oft in Nebensächlichkeiten. Die Handlung wirkt gestückelt, dadurch kam keine richtige Spannung auf. Zudem hat mir einfach der rote Faden in dem Buch gefehlt. Sehr schade!

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Tags: maxim biller, roman, sechs koffer   (3)
 

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Wandernde Himmel

Hao Jingfang , Marc Hermann
Flexibler Einband: 752 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 25.09.2018
ISBN 9783499274183
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Leben zwischen zwei Welten…

2096: Die Erde hat eine Kolonie auf dem Mars gegründet, um neuen Lebensraum zu erschließen. Doch die will unabhängig sein: Während die Mars-Bewohner den Raubtierkapitalismus der Erde verdammen, halten die Erdenmenschen den roten Planeten für ein System unkontrollierter Alleinherrschaft. Zur Verständigung zwischen den Völkern sendet der Mars hundert Jahre später einige Jugendliche auf die Erde – darunter auch die kürzlich verwaiste Luoying, eine Enkelin des Mars-Machthabers. Ihr Bruder bleibt zurück. Fünf lange Jahre dauert es, bis die nun erwachsene Frau den loyalen und erfolgreichen Rudy in der roten Heimat wiedersieht. Die Weltenwanderin Luoying muss sich entscheiden: Für oder gegen das starre System - mit möglicherweise tödlichen Konsequenzen nicht nur für sie selbst. (Quelle: Klappentext vom Verlag)

„Am liebsten hatte er sie gefragt, was sie denn machen wolle, wenn sie einmal groß sei. Jetzt wusste sie die Antwort: Sie wollte nicht nur verstehen, was die anderen sagten, sondern hinter die Fassade ihrer Worte blicken.“ – Seite 83, eBook

Als ich den Klappentext gelesen habe, war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen musste. Denn diesen Roman enthält ein spannendes Szenario. Wie oben erwähnt, hat die Erde im Jahr 2096 die erste Kolonie auf dem Mars gegründet – die Handlung des Buches spielt aber gut 100 Jahre später, als die 18-jährige Luoying nach einem fünfjährigen „Schüleraustausch“ zurück auf den roten Planeten kommt – dort ist sie aufgewachsen. Doch das Leben auf der Erde hat sie verändert – sie beginnt das System zu hinterfragen, auch gibt es in ihrem Leben einige Unklarheiten. Sie versucht den Geheimnissen auf die Spur zu kommen…

„Sie war eine Wanderin zwischen den Welten, doch sie konnte nicht entscheiden, welche von beiden die unfreiere war: der Mars, wo das System alle grundlegenden Bedürfnisse erfüllte, oder die Erde, auf der einem ständig die Armut drohen konnte. Aber eines wusste sie: Alle Menschen liebten die Freiheit. Sie mochten noch so verschieden sein, in diesem Punkt waren sie alle einander gleich.“
– Seite 168, eBook

Man wird an diese komplexe Geschichte langsam herangeführt - am Anfang des Buches bekommt man einen kurzen, aber sehr guten Einblick, was in den 100 Jahren seit der Marsbesiedelung geschehen ist – es gab einen großen Krieg zwischen Erd- und Marsbewohnern. Nun, im Jahr 2190, sind die beiden Planeten dabei, sich langsam wieder anzunähern. Diese Entwicklung ist spannend zu verfolgen.
Neben der interessanten Geschichte rund um die Hauptfigur Luoying hat mir besonders die sehr gute Ausarbeitung gefallen - die Autorin beschreibt hier detailreich, wie das Leben der Marsianer aussieht. Man bekommt einen Einblick in die Architektur der Stadt, die aktuelle Technologie und natürlich auch, wie das marsianische Gesellschaftssystem gestaltet ist - dieses unterscheidet sich sehr zu den Bewohnern der Erde.
Alles in allem ist es aber eine eher ruhige Geschichte – ein besonderer Science-Fiction-Roman, der zwar nicht sehr actionreich ist, aber durch gute Dialoge überzeugt und manches Mal zum Nachdenken anregt.

Mein Fazit: Ein ruhiger, aber beeindruckender Science-Fiction-Roman über zwei Welten, deren Lebensumstände unterschiedlicher nicht sein können. Ende des 22. Jahrhundert angesiedelt, gibt die Autorin einen interessanten und detaillierten Einblick auf den inzwischen besiedelten Mars und dessen Beziehung zur Erde. Die gesamte Ausarbeitung ist sehr gut gelungen – es gibt viele Hintergrundinfos. Anders als die bekannte, oft rasante Science-Fiction-Action, aber lesenswert. Ich vergebe 4,5 Sterne hierfür.

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Tags: 22. jahrhundert, hao jingfang, roman, science fiction, wandernde himmel   (5)
 
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