-sabine-s Bibliothek

425 Bücher, 405 Rezensionen

Zu -sabine-s Profil
Filtern nach
425 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

prager frühling, familienroman, flucht, flucht in den westen, biografischer roman

Das hungrige Krokodil

Sandra Brökel
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 02.02.2018
ISBN 9783865326089
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin durch eine Leserunde auf das Buch aufmerksam geworden, das aus alten Aufzeichnungen des Arztes Pavel Vodák entstanden ist, die jahrelang in seiner Arzttasche geschlummert haben. Die Autorin hat sich die Mühe gemacht, alles zu sichten, natürlich auch zu recherchieren und dann einen spannenden und authentischen Familienroman geschrieben.

Die Geschichte Pavels ist spannend und sehr interessant. Ich habe bisher noch nicht viele Bücher gelesen, die in Prag spielen – und so habe ich eine Menge gelernt. Beginnend im Jahr 1939 begleitet man den Kinderarzt und Psychiater bis in die Gegenwart, ins Jahr 1990. Dabei erlebt man mit ihm viele historische Ereignisse – nicht nur den Krieg, auch den Prager Frühling, die Revolution und schließlich Pavels Flucht (keine Sorge, das ist nicht gespoilert, davon erfährt man schon auf den ersten Seiten).

Pavel ist ein interessanter Mensch – und auch wenn man ihn hier nur von einer bestimmten Seite kennenlernt, nämlich einer ernsten, bedachten, kritischen und sorgenvollen, schimmern zwischendurch doch auch sein Humor und seine Lebensfreude hindurch. Er wird sehr authentisch dargestellt, was sicherlich daran liegt, dass es ja seine eigenen Aufzeichnungen sind, mit denen die Autorin gearbeitet hat. Dabei hat sie die Stimmung und Atmosphäre der damaligen, sehr schwierigen Zeit, sehr gut einfangen können. War sie in der Familie meist sehr warmherzig und freundlich, wirkte sie im Land eher unterkühlt und bedrohlich.

Nicht so gefallen haben mir die Zeitsprünge; es wird immer nur von wichtigen Ereignissen oder aber Wendepunkten berichtet; ich hätte es schön gefunden, auch mehr Einblick in die Normalität zu erhalten, das ganz normale Leben – so könnte der Eindruck entstehen, dass immer nur alles schlecht und ernst und bedrohlich war, das wiederum kann ich mir aber nicht vorstellen. Sicher hat die Familie Vodák auch schöne Momente gehabt – doch die haben mir leider ein wenig gefehlt.

Der Schreibstil ist im ersten Teil sehr eindringlich und dicht, so dass ich schnell gefangen war. Im mittleren Teil hat sich das für mich ein wenig verloren, und ich habe ihn als distanziert und fremd empfunden. Das letzte Drittel wird dann wieder packender, und ich fühlte mich mittendrin – auch wenn hier der Stil mit seinen kurzen, abgehakten Sätzen mir nicht zugesagt hat, passte er doch exzellent zur Situation und zu den Ereignissen.

Fand ich den Titel des Buches erst noch etwas befremdlich, hat sich das bald gelegt, denn er wird immer wieder aufgegriffen und bekommt so eine ganz besondere Bedeutung – der Vergleich des hungrigen Krokodils mit der politischen Lage und der Gefahr, die von ihr ausging, passt einfach sehr gut und immer wieder musste ich über diese Analogie nachdenken.

Die Geschichte ist sehr eindrücklich und macht nachdenklich – lediglich im Mittelteil habe ich vor allem des Stils wegen ein bisschen gehadert; dennoch empfehle ich das Buch gerne weiter und gebe 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Aus Aufzeichnungen des Arztes Pavel Vodák ist diese Geschichte entstanden, die sich über einen Zeitraum von gut 50 Jahren zieht und sich viel mit dem Nachkriegsleben in Prag beschäftigt. Ich fand diese Einblicke sehr interessant, nur im Mittelteil habe ich ein wenig mit dem dort eher distanzierten und wenig emotionalen Stil gekämpft – trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter und gebe 4 von 5 Sternen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

27 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

1. weltkrieg, 20. jahrhundert, familie, familiensaga, historischer roman

Das Versprechen der Jahre

Penny Vincenzi , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 654 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.03.2018
ISBN 9783442486731
Genre: Historische Romane

Rezension:

Genau meins - dachte ich, als ich das Buch in den Verlagsvorschauen enteckte. Ich liebe Familiengeschichten, insbesondere auch, wenn sie im 20. Jahrhundert spielen. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, was aber gar nicht an der Idee der Trilogie lag, sondern eher an der Umsetzung.

Der Einstieg ist mir sehr gut gelungen und man wird als Leser auch direkt ins Geschehen geschmissen. Lady Celia heiratet gegen den Willen der Eltern den Verleger Oliver Lytton – und damit schafft sie nicht nur einen Schritt in eine andere gesellschaftliche Schicht, sondern entdeckt auch ihre Liebe und Leidenschaft für das Verlagswesen. Hat sie anfangs noch Probleme, in der männerdominierten Domäne Fuß zu fassen, ändert sich alles, als der Krieg ausbricht und sie den Verlag vor dem Untergang rettet.

Das Thema Verlagswesen zur Zeit des Krieges hat mir sehr gut gefallen und in der ersten Hälfte ist dies auch tatsächlich ein vorherrschendes Thema. Das dies nicht das einzige Thema bleibt, war mir klar, doch dass sich die Geschichte zunehmend zu einer Soap entwickelt und Liebes-Dreiecksgeschichten in den Vordergrund rücken, damit habe ich nicht gerechnet. Zwar spielt auch der Krieg eine Rolle und die Stellung der Frau in der Gesellschaft, ebenso wie einige historische Ereignisse in die Geschichte verwoben werden, dennoch liegt der Fokus doch mehr und mehr auf der Romanze mit allem hin und her, das eine Dreiecksgeschichte braucht.

Auch mit dem Schreibstil bin ich nicht gut klargekommen – ob es an der Übersetzung liegt oder am Stil selber kann ich nicht sagen. Gewundert hat mich nur, dass jeder Band der Trilogie von einer anderen Übersetzerin bearbeitet wird. Der Stil ist sehr einfach und schlicht – so lässt er sich zwar gut lesen, wirkt aber auch sehr trocken und hat bei mir keine Emotionen erzeugt. Auch die Stimmung und Atmosphäre, die die Zeit ja eigentlich mit sich bringt, konnte ich nicht spüren. Es gibt zudem viele kleine Absätze, in denen auch zwischen den Handlungsorten hin und hergesprungen wurde – vermutlich sollte so die Spannung erhöht werden, bei mir hat das aber leider nicht gut funktioniert.

Die Charaktere waren gelungen, auch wenn manche in ihrer Gestaltung etwas flach wirkten. Trotzdem hat mir die Protagonistin Celia gefallen, weil sie für die Zeit unkonventionell ist und so ihren ganz eigenen Weg durch eine schwierige Zeit geht.

Der Auftakt der Trilogie bietet leichte Unterhaltung, ohne dass ich richtig gefesselt war – leider haben die Versuche, die Spannung aufzubauen und hochzuhalten, bei mir nicht funktioniert. Obwohl ich die Idee des Buches wirklich gut fand, hat mir die Umsetzung nicht so gut gefallen – ich gebe diesem Buch daher 3 von 5 Sternen, bin aber noch unschlüssig, ob ich die Reihe weiter verfolgen soll.

Mein Fazit
Die Idee zu dieser Trilogie hat mir sehr gut gefallen, leider konnte mich der Auftaktband nicht ganz überzeugen. Während die erste Hälfte noch durch interessante Themen und Wendungen punktet, stand mir in der zweiten Hälfte zu sehr eine Liebes-Dreiecksgeschichte im Vordergrund. Auch der Schreibstil ist eher gewöhnungsbedürftig – trotzdem wurde ich gut unterhalten, so dass ich 3 von 5 Sternen gebe, aber noch nicht sicher bin, ob ich die Reihe weiter verfolgen werde.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

4 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

sachbuch

Happy

Fearne Cotton , Ulrike Kretschmer
Flexibler Einband
Erschienen bei Irisiana, 26.03.2018
ISBN 9783424153347
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wow - das Cover hat mit seinen frohen Farben und dem zwar einfachen, aber genialen Titel sofort angesprochen! Und auch den Klappentext fand ich sehr ansprechend – und wer sich bisher wenig mit dem Thema Happiness, Glück und Zufriedenheit beschäftigt hat, wird mit diesem Buch wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. Wer sich allerdings schon Einblicke in das Thema hatte, der wird vermutlich nur wenig neue Anstöße erhalten.

Es ist wirklich die Aufmachung, die mich immer noch überzeugt – nicht nur die frohen Farben, sondern auch die liebevolle Gestaltung im Innenteil mit kleinen Illustrationen, einem ansprechenden, nicht zu überladenen Schriftbild und ermunternden und anregenden Übungsaufgaben. Auch der Schreibstil ist angenehm – die Autorin erzählt von ihrer eigenen Depression, dem schweren Gang durch den langen dunklen Tunnel und was ihr letztlich durch dieses Tief wieder herausgeholfen hat. Sie schreibt lebendig, und dadurch ist der Text nicht nur leicht zu lesen, sondern wirkt auch sehr authentisch.

Mir hat die Autorin ein bisschen zu viel von sich selber geredet – ich hätte mir gewünscht, dass die Praxistipps und Übungen mehr im Vordergrund stehen, dass mehr darauf eingegangen wird. Damit will ich nicht sagen, dass es nur unzureichende Erklärungen gibt, an manchen Stellen wirken sie auf mich aber wie „runtergeleiert“ und damit nicht wirklich motivierend. Auch die Seiten, auf denen man selber etwas eintragen soll, sind wirklich toll gestaltet – aber es gibt sie leider immer nur einmal, so dass der Eindruck entstehen könnte, dass es reicht, die entsprechende Übung auch nur einmal zu machen.

Hat man sich schon mit dem Thema Glück, Zufriedenheit, Resilienz und Gelassenheit beschäftigt, wird man nur wenige neue Impulse entdecken – ist man aber noch ganz unbedarft, gibt es viele schöne Anregungen. Als Weg aus einer Depression finde ich das Buch dagegen nicht hilfreich, erst wenn man sich schon wieder gefangen hat und im „Aufschwung“ ist, kann das Buch motivieren und neue Perspektiven aufzeigen. Mitten in einer Depression glaube ich nicht, dass man sich mit den Themen wirklich sinnvoll auseinandersetzen kann.

Das Glück finden, richtige Entscheidungen treffen, der Umgang mit sich selbst, sich annehmen und lieben, aber auch im Hier und Jetzt leben oder neues ausprobieren sind nur einige Themen, die angesprochen werden – immer mit dem Ziel, das Glück zu finden und das Leben in der Gegenwart zu genießen. Vielleicht bin ich einfach schon zu tief im Thema drin, aber mir hat das Buch keine neuen Aspekte geben können – daher gebe ich 3 von 5 Sternen, und das vor allem wegen der wirklich ansprechenden und motivierenden Aufmachung.

Mein Fazit
Die Aufmachung ist wirklich toll, und ich habe das Buch mit seinen vielen kleinen Illustrationen, der liebevollen Seitengestaltung und der frohen Farben wegen gerne in die Hand genommen – der Inhalt hat mich dagegen nicht überzeugen können; das liegt aber eher daran, dass ich mich mit dem Thema schon beschäftigt habe. Wer da noch ganz unbedarft ist, wird sicher einige interessante Anregungen erhalten und genau diesen Menschen würde ich das Buch auch empfehlen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

108 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

berlin, claire winter, 1949, kriegsverbrechen, nachkriegszeit

Die geliehene Schuld

Claire Winter
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 05.03.2018
ISBN 9783453291942
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte spielt nur über einen kurzen Zeitraum, von August 1948 bis Mai 1949. Zunächst ist man nur in Berlin, bald aber entführt die Autorin den Leser auch nach Köln und Düsseldorf und in weiter entfernte Gefilde. Es sind 4 Hauptfiguren, die im Mittelpunkt stehen. Vera, eine Journalistin in Berlin, die eigentlich nur im Kulturressort arbeitet, verliert plötzlich ihren besten Freund Jonathan durch einen „Unfall“ – Jonathan hat an einer brisanten Geschichte gearbeitet und ihr in einem mysteriösen Brief davon erzählt. Vera glaubt nicht an einen Unfall und recherchiert auf eigene Faust. Und das wird für sie von Tag zu Tag gefährlicher. Im Rheinland lebt Marie - ihr Vater ist im Krieg gefallen, doch näheres gibt ihre Familie nicht preis, so dass sie selber recherchiert und auf Unglaubliches stößt. Bei dieser Suche lernt sie die junge Jüdin Lina kennen und schon bald verbindet die beiden eine ungewöhnliche Freundschaft.

Die Autorin hat nicht nur exzellent recherchiert und ein interessantes Thema aufgegriffen, über das ich in Romanen bisher noch nichts gelesen habe, sondern auch interessante Handlungsstränge entworfen, die zunächst nebeneinander herzulaufen scheinen und sich erst im weiteren Verlauf zu einem Strang verknüpfen. Das besetzte Deutschland ist noch in verschiedene Zonen eingeteilt, eine Verfassung ist noch im Entstehen, die Nürnberger Prozesse versuchen, Gerechtigkeit walten zu lassen und trotzdem gibt es Kriegsverbrecher, die dem System entkommen konnte. Um diese geht es in der Geschichte.

Gerade Vera hat mir sehr gut gefallen – sie ist eine starke Persönlichkeit, die beharrlich an der Sache dranbleibt; und das, obwohl sie viel Angst hat – und das auch mit gutem Grund. Denn mehr als einmal gerät sie in große Gefahr. Trotzdem lässt sie nicht locker und geht jeder Spur nach. In Rückblicken kommt auch Jonathan zu Wort, den ich gleich in mein Herz geschlossen habe und den ich leider auch gleich zu Anfang wieder verloren habe. Bei Marie habe ich richtig mitgelitten – sie ist sehr verletzt und man kann den Schmerz beim Lesen geradezu spüren. Gut, dass sie Lina hat, die sie immer wieder tröstet und ihr gut zuredet. Dabei hat auch Lina einiges zu bewältigen und gerät mehr und mehr in Gefahr. Alle Charaktere sind sehr gut gezeichnet, mit Stärken und Schwächen – so wirken sie sehr authentisch. Durch die unterschiedlichen Erzählperspektiven konnte ich mich zudem gut in sie hineinversetzen und ihre Gedanken und Handlungen besser nachvollziehen – und da vor jedem Kapitel steht, um wen es sich gerade dreht, kommt man als Leser auch nicht durcheinander.

Schon der Einstieg in die Geschichte ist gut gelungen und ich habe mich direkt als Teil von ihr gefühlt; die Autorin versteht es, Spannung aufzubauen – und hat diese auch bis zum Schluss gehalten. Dachte ich zunächst, es handelt sich um eine Familien-Nachkriegsgeschichte, entpuppt sich der Roman dann eher zu einem Krimi. Zur Spannung beigetragen hat natürlich auch der Schreibstil, der mich völlig eingenommen hat – angenehm zu lesen und voller Bildgewalt, ohne dass es langatmige Passagen von Beschreibungen gibt; ich hatte viele Bilder im Kopf und konnte die Atmosphäre im Nachkriegsdeutschland geradezu spüren.

Das Buch hat mich wirklich packen können – wegen des interessantes Themas und der spannenden Erzählweise. Ich habe viel Neues erfahren und auch jetzt noch denke ich viel über die Geschichte nach. Trotzdem hat mir irgendetwas gefehlt, um 5 Sterne zu geben – was es ist, kann ich gar nicht richtig in Worte fassen. Aber 4,5 Sterne sind es allemal – und gerne empfehle ich das Buch an alle, die sich für die Nachkriegszeit in Deutschland interessieren.

Mein Fazit
Bisher habe ich nie etwas gelesen über Kriegsverbrecher, die dem System entkommen konnten – und genau darum geht es in diesem Buch, das eher an einen Krimi erinnert denn an einen Roman. Die Autorin hat die Geschichte spannend und fesselnd erzählt und kann die Spannung auch bis zum Schluss halten. Die zunächst parallel verlaufenden Erzählstränge verbinden sich nach und nach und ergeben dann am Ende ein schlüssiges Bild. Gerne habe ich die tollen Charaktere begleitet und gebe 4,5 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bienen, coming-of-age

Das Schweigen der Bienen

Valerie Geary , Joannis Stefanidis
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 01.12.2017
ISBN 9783959671279
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover hat mich neugierig gemacht, der Klappentext lässt dann an einen Krimi denken – doch auch wenn es um die Suche nach einem Mörder geht, ist die Geschichte doch eher eine ruhige, die leise und eindringlich erzählt wird und erst am Ende richtig an Fahrt aufnimmt.

Sam und Olli haben ihre Mutter verloren und ziehen nun zu ihrem Vater Bear, der in einem Zelt lebt und sein Geld mit der Bienenzucht verdient. Als eine junge Frau ermordet aus dem Fluss gezogen wird, denken alle, der exzentrische Bear ist der Mörder – und alles scheint auch auf ihn als Täter hinzuweisen. Nur die fünfzehnjährige Sam glaubt an seine Unschuld.

Auch wenn die Geschichte erst auf den letzten 50 Seiten richtig spannend wird und ich das Buch da dann auch kaum aus der Hand legen konnte, haben mir auch die Seiten davor gut gefallen, die sehr eindringlich sind und mich in diese ganz andere Welt entführt haben. Intensiv, aber dennoch ruhig erzählt die Autorin von der Vergangenheit der Mädchen, von ihrem neuen Leben auf der Weide und von den neuen Nachbarn und Freunden. Die Beziehung zwischen den beiden Geschwistern Sam und Ollie ist dabei eine ganz besondere. Während Sam eher robust und selbstbewusst auftritt und gerne mal nach vorne pirscht, ist die zehnjährige Olli ganz zurückhaltend – was auch daran liegt, dass sie seit dem Tod der Mutter nicht mehr spricht. Den Mystery-Anteil habe ich jetzt nicht so gemocht, richtig störend fand ich ihn aber auch nicht, zumal er zwar eine Rolle spielt, die Geschichte aber auch ohne ihn glaubhaft erscheint. Olli ist sehr sensibel und feinsinnig und steht so in großem Gegensatz zu Sam.

Aber auch die anderen Figuren sind gut gezeichnet, einfach Menschen mit Ecken und Kanten. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen und fand sie sehr authentisch.

Der Schreibstil ist toll – nicht nur angenehm zu lesen, sondern voller Kraft und Atmosphäre, eindringlich und oft auch voller Poesie. Gerade die Beschreibungen der Landschaft oder auch der Handlungen verschiedener Leute habe ich sehr genossen.

Während es die ersten dreiviertel des Buches eher ruhig und leise zugeht, dabei aber nie langweilig ist, steigt die Spannung am Ende rasant an. Ich fand, das Finale hat nicht zur restlichen Geschichte gepasst, auch wenn es wirklich gefesselt hat und ich das Buch hier kaum mehr aus der Hand legen konnte. Mir erschien die Auflösung eher konstruiert und leider nicht nachvollziehbar – zu sehr hat es die Autorin hier für mich auf „Schockmomente“ angelegt. Trotzdem hat mir die Lektüre insgesamt gut gefallen, deshalb gebe ich gerne 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine leise, dafür aber eindringlich Geschichte, die eine subtile Hintergrundspannung enthält und erst im letzten Viertel richtig an Fahrt aufnimmt. Tolle Charaktere und ein beeindruckender Schreibstil haben mir viel Lesefreude geschenkt. Nur das Ende und die Auflösung waren mir zu konstruiert – trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten und gebe 4 von 5 Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

zirkus, 2018, drama, elefanten, freakshow

Die bittere Gabe

Ellen Marie Wiseman , Sina Hoffmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.02.2018
ISBN 9783492312219
Genre: Romane

Rezension:

Ich war mir nicht sicher, ob mich diese „Zirkusgeschichte“ wirklich packen könnte, trotzdem war ich neugierig, weil mir die anderen Bücher der Autorin gut gefallen hatten – und tatsächlich hat mich die Autorin mit ihren beiden Erzählsträngen, die nach und nach ineinandergreifen, fesseln und auch unterhalten können.

In den 30er Jahren ist Lilly die Protagonistin, die die ersten 10 Jahre ihres Lebens auf einem Dachboden versteckt wird, weil sie ein Monster sei und die Menschen sich bei ihrem Anblick erschrecken würden. Als sie von ihrer Mutter zu einem Zirkus gebracht wird, ahnt sie noch nicht, was ihr noch alles geschehen wird.

In den 50er Jahren erbt Julia überraschenderweise ein Anwesen – beim Aufräumen entdeckt sie mehrere Unterlagen, die ein Geheimnis bergen. Und je mehr sie in diese Geschichte eintaucht, umso mehr unglaubliches kommt zutage – und das macht auch vor ihrem eigenen Leben keinen Halt.

Mich hat die Geschichte von Anfang an packen können – sowohl der Erzählstrang von Lilly als auch der von Julia. Während ich bei Lilly eher bedrückt und erschüttert war, bei dem, was sie durchmacht und erleben muss, ist es bei Julia eher spannend, und ich habe mitgerätselt bei all den Hinweisen, die sie nach und nach findet.

Mit Lilly habe ich gelitten – nicht nur, dass sie auf einem Dachboden eingesperrt aufwächst, auch ihre Zeit im Zirkus ist alles andere als leicht. Sie macht eine unglaubliche Entwicklung vom kleinen, schüchternen Mädchen zur gestandenen, selbstbewussten jungen Frau durch, die mich an mancher Stelle doch verwundert hat. Den Grund, warum sie in einer kleinen Kammer aufwachsen musste, fand ich nicht sonderlich glaubhaft, auch nicht für die Zeit, in der dieser Erzählstrang spielt. Trotzdem aber war ich davon natürlich berührt.

Für die Zeit m Zirkus hat die Autorin sich viel Zeit genommen – sie beschreibt ausführlich, wie es im Zirkus zugeht, erzählt von anderen „Artisten“, den sogenannten Freaks, deren Lebensumständen und den Tieren, die zwar liebevolle Pfleger haben, trotzdem aber gequält und zu Kunststücken gezwungen werden. Mir waren die Beschreibungen ein wenig zu langatmig, auch wenn sie natürlich viele Bilder im Kopf haben entstehen lassen und einen guten Einblick zum Zirkusgeschehen in der damaligen Zeit gegeben haben – dafür ist die Handlung ein wenig zu kurz gekommen, und Lillys Erzählstrang bleibt ein wenig auf der Stelle stehen.

Anders ist das bei Julia, die immer wieder neue Puzzlesteine findet, die zur Lösung des Geheimnisses um ihre Familie beitragen. Dieser Erzählstrang ist spannend und lädt zum Mitraten ein – denn erst nach und nach wird klar, wie die beiden Erzählstränge miteinander verbunden sind und wie Lilly und Julia zueinander stehen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, wirkt an manchen Stellen vielleicht ein wenig „hochgestochen“, was für mich nicht zur Geschichte gepasst hat. Bei manchen Beschreibungen hatte ich das Gefühl, dass die Autorin unbedingt poetisch klingen wollte, was aber etwas gekünzelt gewirkt hat – große Teile aber sind sehr lebendig geschrieben und haben auch die ganz eigene Atmosphäre des Zirkus‘ einfangen können.

Das Ende hat mir dann leider nicht gefallen – das war mir einfach zu viel der unglaublichen und schrecklichen Geschehnisse und wirkte auf mich konstruiert. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt fesseln und unterhalten können, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

Mein Fazit
Eine packende Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt und den Leser in die ganz eigene Welt des Zirkuslebens in den späten 30er Jahren entführt. Ich habe mich in beiden Erzählsträngen wohl gefühlt und mit den Charakteren gelitten – an manchen Stellen war es mir dann aber zu viel dessen, was ein Mensch aushalten soll, so dass ich einiges dann nicht mehr glaubhaft fand. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

101 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

rügen, liebe, familie, anne barns, freundschaft

Drei Schwestern am Meer

Anne Barns
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 05.03.2018
ISBN 9783956497926
Genre: Romane

Rezension:

Die Autorin hat es geschafft, eine Insel-Stimmung zu schaffen und in mir den Wunsch geweckt, sofort nach Rügen zu reisen; die Geschichte selber hat mich dagegen leider nicht ganz überzeugen können.

Im Mittelpunkt stehen die ganz unterschiedlichen Schwestern Rina, Jana und Pia, die sich bei ihrer Großmutter auf Rügen treffen, nachdem diese ins Krankenhaus geliefert werden musste. Jede der dreien hat zudem noch ein eigenes Päckchen zu tragen, und dann gibt es auch noch ein Familiengeheimnis, dass die drei aufzulösen versuchen. Warum hat Oma ihren drei Enkelinnen nicht früher davon erzählt?

Erzählt wird die Geschichte aus Rinas Sicht in Ich-Form, so dass man gerade ihre Gedanken und Gefühle gut kennenlernt und sich auch gut in sie hineinversetzen kann. Dabei ist der Schreibstil leicht und locker, sehr angenehm zu lesen, und er kann diese besondere Insel-Atmosphäre von Rügen wunderbar einfangen.

Alle drei Schwestern waren mir gleich sympathisch, so unterschiedlich sie auch sind. Rina steckt gerade sowohl in einer beruflichen als auch privaten Krise und muss für sich einige Entscheidungen treffen; eigentlich lebt sie in Berlin, erkennt aber bald, dass sie sich mit Rügen tiefer verbunden fühlt, als sie sich bisher eingestanden hat. Auch Pia und Jana mochte ich gerne – und auch die beiden tragen einige, eher private Probleme mit sich rum. Doch als Geschwister-Trio sind die drei unschlagbar – sie stehen zueinander und helfen sich gegenseitig aus der Misere.

In der Geschichte gibt es unglaublich viele Probleme, die zunächst unüberwindbar erscheinen. Letztlich lösen sie sich dann aber fast von alleine auf – und das ist auch mein Kritikpunkt an der Geschichte, denn ich fand das leider nicht glaubwürdig und zu konstruiert. Die drei Schwestern treffen immer genau auf die richtigen Menschen, die ihnen wohlgesonnen sind, ihnen sofort zur Seite stehen und zudem auch noch immer „Gutmenschen“ sind. Hier haben mir ein paar Ecken und Kanten gefehlt, um die Charaktere für mich authentischer wirken zu lassen. Auch der Schreibstil hat für mich nicht zur Geschichte gepasst. So angenehm er auch zum Lesen war, so wenig hat seine Leichtigkeit und Beschwingtheit zu den vielen Problemen der verschiedenen Figuren gepasst.

Insgesamt habe ich die Insel-Atmosphäre im Buch wirklich gemocht und am liebsten würde ich sofort nach Rügen aufbrechen, der Plot hat mich dagegen nicht so begeistern können. Ich gebe daher gute 3 von 5 Sternen, werde die Autorin aber weiter im Auge behalten.

Mein Fazit
Wer Inselatmosphäre schnuppern möchte, ist mit diesem Roman sicherlich gut bedient, denn die hat die Autorin wunderbar einfangen können. Auch der Schreibstil ist wunderbar, locker und beschwingt – passt aber leider für mich nicht zu der Geschichte, die doch einiges an Problemen bietet, die sich dann alle fast schon wie von selber lösen. Ich fand das leider nicht glaubwürdig und gebe daher insgesamt gute 3 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(31)

58 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

england, jeanne d'arc, bogenschützen, frankreich, mac p. lorne

Der Herr der Bogenschützen

Mac P. Lorne
Flexibler Einband: 704 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2017
ISBN 9783426520826
Genre: Historische Romane

Rezension:

Mich hat dieses Buch sehr zwiegespalten zurückgelassen: streckenweise habe ich es als sehr spannend und interessant empfunden, in anderen Abschnitten aber als langatmig und langweilig – ich bin wirklcih unentschlossen, wie ich es nun bewerten soll.

Der Einstieg in das Buch ist gut gelungen, denn man wird direkt mitten reingeschmissen ins Geschehen und lernt John Holland als junges Kind kennen. Ihn begleitet man dann auf seinen weiteren Jahren – Schwerpunkt ist hier insbesondere seine Ausbildung und seine Teilnahme am hundertjährigen Krieg. Anfangs waren diese Schilderungen auch noch spannend und interessant, im Mittelteil des Buches stehen aber die Schlachten zunehmend im Vordergrund, die ausführlich und detailreich beschrieben werden – auch die politischen Fädenzieher, ihre Pläne und Intrigen spielen hier natürlich eine Rolle; mich hat dies nur leider gar nicht fesseln können, so dass ich den Mittelteil als sehr langatmig empfunden habe. Erst im letzten Drittel wird es wieder spannender, als Johanna von Orleans auf der Bildfläche erscheint - vom Klappentext her könnte man meinen, sie stünde im Mittelpunkt des ganzen Buches, dem ist aber nicht so – erst im letzten Drittel kommt ihr eine größere Rolle zu, davor wird sie immer nur mal im Nebensatz erwähnt. Zwar geht es hier auch immer wieder um Kämpfe und da spart der Autor auch nicht an detaillierten Beschreibungen, trotzdem aber hat mir die Geschichte um Johanna gefallen – sie umgibt ein unglaubliches Charisma, das der Autor sehr gut eingefangen hat und Johanna richtiggehend lebendig hat werden lassen. Besonders gefallen haben mir die politischen Diskussionen, die sie, aber auch John führen und die das rhetorische Geschick beider Charaktere gezeigt haben.

Johanna fand ich als Charakter großartig gezeichnet – erscheint sie anfangs noch als gläubiges liebes Mädchen, wird ihr göttlicher Wahn zunehmend stärker, bis sie damit auch erfahrene Kriegsführer einzunehmen weiß. Das hat mich schon sehr beeindruckt. Auch John ist gut gezeichnet, auch wenn er mir an manchen Stellen zu „gut“ war – ein paar Ecken und Kanten hätten ihm meiner Meinung nach gut getan, so wirkte er wie ein Gutmensch und als solcher leider nicht authentisch. Daneben tauchen noch viele weitere Figuren auf, die mal besser, mal schlechter ausgearbeitet sind, je nachdem, wie wichtig sie für die Geschichte sind. Zum Glück gibt es ein Personenregister zum Nachschlagen, wenn man bei den oft gleich klingenden Namen unsicher ist.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich leicht und locker lesen. Manche Beschreibungen waren mir zu ausführlich, insbesondere die der Schlachten und politischen Diskussionen – ich kann mir aber vorstellen, dass gerade dieser Schwerpunkt andere Leser begeistern wird. Anfang und Ende sind mir durchaus 5 Sterne wert, der Mittelteil hat meine Begeisterung aber deutlich geschmälert, so dass ich insgesamt 3 von 5 Sternen gebe, das Buch aber dennoch allen denen empfehle, die gerne über Schlachten und Kriege lesen.

Mein Fazit
Die Geschichte um John Holland, der als Bogenschütze zum Heerführer im 100-jährigen Krieg wird und dort auch mit Johanna von Orleans zusammentrifft – die langen Beschreibungen der Schlachten und politischen Überlegungen haben mich leider eher gelangweilt, Beginn und Ende des Buches fand ich dagegen grandios. Ich gebe daher 3 von 5 Sternen, spreche aber dennoch eine Leseempfehlung aus.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(8)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

Das Glück des Schmetterlings beim Fliegen

Barbara Imgrund
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 13.11.2017
ISBN 9781979723756
Genre: Sonstiges

Rezension:

Obwohl das Buch mit seinen knapp 200 Seiten ein wirklich dünnes ist, bin ich abgetaucht in die Geschichte voller Kraft, Energie und Atmosphäre.

Marie liegt im Krankenhaus, nachdem sie ihren Sohn tot zur Welt gebracht hat und nun keine Kinder mehr bekommen kann. Sie weiß mit dem Verlust nicht umzugehen und flüchtet auf einen Friedhof – hier trifft sie Menschen, die sie verstehen und bei denen sie nicht das Gefühl hat, „die zu sein, die übrig bleibt“.

Es ist eine leise Geschichte, die hier erzählt wird und man sollte bei der Thematik keine Angst haben – trotz des ernsten Themas ist sie voller Energie und hat mich am Ende das Buch voller Hoffnung im Bauch zuschlagen lassen.

Marie ist kein Charakter, den ich sofort ins Herz geschlossen habe, mir hat sie es oft schwer gemacht – natürlich tut sie mir leid nach ihrem Verlust und auch ihre Reaktionen sind mehr als verständlich; dennoch hat es wehgetan zu lesen, wie sie mit ihrem Mann umgeht, dass sie keinen gemeinsamen Weg sucht, die Krise zu meistern und sie meint, es alleine mit sich ausmachen zu müssen. Erst mit ihrer Ankunft auf dem Friedhof wird sie mir sympathischer, vor allem, weil sie sich mit sich selbst beschäftigt und sich reflektiert und dann auch einen für sie gehbaren Weg findet.

Gerade die Abschnitte auf dem Friedhof sind sehr märchenhaft und haben mich oft lächeln lassen. Ich mochte diesen Gegensatz zwischen dem Friedhof, wo es eigentlich kalt und tot sein sollte und der Wärme der Menschen, die Marie dort kennenlernt, deren Energie und Hoffnung, die sie ausstrahlen. Hier ist die Geschichte sehr dicht erzählt, voller Atmosphäre und wohliger Stimmung – dass Marie hier Kraft schöpft und Energie tankt, habe ich gut verstanden. Schön fand ich auch, dass sie die Situation, so surreal sie auch scheint, einfach annimmt und dann im Laufe der vergehenden Zeit erkennt, was es eigentlich mit diesen Menschen auf sich hat. Marie entwickelt sich in dieser Zeit ungemein vorwärts, so, als ob ein Knoten in ihrem Kopf und Herz zu platzen scheint. Und am Ende werde auch ich als Leser versöhnlich gestimmt.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es schafft, Stimmungen einzufangen und Atmosphäre zu schaffen. Er ist eindringlich und voller Poesie, dennoch auf den Punkt und angenehm zu lesen. Es entsteht ein ganz eigener Sog in der Geschichte, der mich das Buch nur schlecht aus der Hand hat legen lassen – und auch nach Beenden der Lektüre hat die Geschichte noch in mir nachgehallt.

Mein Fazit
Eine leise, dennoch aber sehr eindringliche Geschichte, die trotz des ernsten Themas voller Energie steckt und mich als Leser mit einem warmen Gefühl im Bauch zurückgelassen hat. An mancher Stelle war mir die Geschichte zu märchenhaft, trotzdem hat sie mir gut gefallen und auch noch länger in mir nachgehallt. Ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

47 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 22 Rezensionen

australien, familie, geheimnis, romer, vergangenheit

Der Schattengarten

Anna Romer , Roberto Hollanda , pociao
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.01.2018
ISBN 9783442486847
Genre: Romane

Rezension:

Es ist mein zweites Buch der Autorin und mit „Das Rosenholzzimmer“ hat sie begeistern können, so dass ich sehr neugierig war auf diese Geschichte. Und auch diesmal war ich gepackt, auch wenn es nicht immer leicht war, bei den vielen verschiedenen Erzähl- und Zeitsträngen den Überblick zu bewahren.

Die Geschichte ist sehr komplex. Im Jahr 1993 reist Lucy zurück in ihre Heimat nach Australien, weil sie geheimnisvolle Post von ihrem Großvater erhalten hat. Und kaum in Melbourne angekommen überschlagen sich die Dinge: Lucy macht sich auf Wunsch ihres Vaters auf die Suche nach einem alten Fotoalbum und stößt so auf immer neue Geheimnisse. Was ist mit ihrer Mutter passiert, was mit ihrem Großvater? Warum gibt es solche verbissene Streitereien in ihrer Familie? Immer tiefer gräbt sie sich zurück in die Vergangenheit und kommt nach und nach allem auf die Spur – aber auch sie selbst muss sich einigen Ängsten und Wahrheiten stellen, die auch ihr eigenes Leben beeinflussen werden.

Mich hat die Autorin gleich von Anfang an packen können, auch wenn ich die verschiedenen Erzählstränge zunächst sehr verwirrend fand. Es ist kein Buch, das man mal nebenbei liest oder das man nach wenigen Seiten beiseitelegt und dann auch sofort wieder zurückfindet – es braucht Aufmerksamkeit, die verschiedenen Charaktere und die verschiedenen Zeiten auseinanderzuhalten. Neben dem Erzählstrang in der Gegenwart gibt es noch welche in den Jahren 1917, 1931 und 1977. Zwar ist den Abschnitten immer vorangestellt, in welchem Jahr man sich befindet, trotzdem ist die Familiengeschichte an manchen Stellen verzwickt und verwirrend. Erst nach und nach entwirren sich die Fäden und laufen am Ende dann zu einem für mich schlüssigen, wenn auch tragischen Ende zusammen. Ich habe beim Lesen richtig mitgefiebert und selber gerätselt, wie die Dinge zusammenhängen – auf die tatsächliche Auflösung bin ich aber nicht gekommen.

Mir hat die Charakterzeichnung gut gefallen – es gibt viele verschiedene Figuren und auch wenn vordergründig Lucy im Mittelpunkt steht, die in Ich-Form die Geschehnisse der Gegenwart erzählt, ist doch eigentlich ihr Großvater der wirkliche Protagonist. Seine Figur fand ich sehr interessant und es hat sich gelohnt, ihn näher kennenzulernen und hinter seine Fassade zu schauen. Lucy ist mir gleich sympathisch gewesen, auch wenn sie vor sich selber davonrennt und ich sie gerne manches Mal geschüttelt hätte. Ich mochte aber ihre Beharrlichkeit und ihre Verbundenheit zu Land und Familie. Sie macht eine interessante Entwicklung durch, und so deckt sie nicht nur ein Familiengeheimnis auf, sondern entdeckt auch einige neue Seiten an sich selber.

Der Schreibstil ist angenehm und an vielen Stellen sehr eindringlich. So entsteht eine fast durchweg düstere Atmosphäre und das in allen Handlungssträngen. Mich hat das nicht weiter gestört, denn ich fand es spannend – nur im Mittelteil gab es mal die eine oder andere langatmige Stelle, in denen sich die Autorin in Beschreibungen, die die Geschichte nicht wirklich voranbringt, verliert. Leider auch hat sie bei mir kein „australisches“ Feeling erzeugen können – die Geschichte hätte auch an vielen anderen Orten der Welt spielen können, wäre nicht immer mal wieder die Stadt Melbourne gefallen.

Trotzdem hat mich diese Geschichte gut unterhalten und ich hatte spannende Lesestunden. Ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ein verzwickte Familiengeschichte die man mit Aufmerksamkeit lesen sollte, um sich auf den vier Zeitebenen nicht zu verlieren – dafür ist die Geschichte spannend und mitreißend und voller Atmosphäre. Auch die Charaktere konnten mich begeistern, und es hat Spaß gemacht, sie näher kennenzulernen und nach und nach ihre Geheimnisse zu entdecken. Mich hat dieses Familiengeheimnis gut unterhalten, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

mittelalter, venedig, glasbläser, historischer roman, glas

Das Geheimnis des Glasbläsers

Ralf H. Dorweiler
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176274
Genre: Historische Romane

Rezension:

Von der ersten Seite an war ich gefesselt, und ich konnte das Buch nur schlecht aus der Hand legen - ein wirklich toller Abenteuerroman!

Im Mittelpunkt steht der junge Glasbläser Simon, der im Auftrag Kaiser Friedrich III. das Geheimnis des Kristallglases lüften soll. Was zunächst ganz einfach klingt, entpuppt ich bald zu einer gefährlichen Reise, die ihn nicht nur nach Italien führt, sondern auch ins ferne osmanische Reich. Zum Glück ist Simon nicht alleine und kann auf seine Freunde zählen.

Schon der Einstieg ist wirklich gelungen und sofort war ich mittendrin in der Geschichte. Simon ist ein sympathischer Protagonist, der manches Mal ein wenig tollpatschig und naiv wirkt, im Laufe seiner Abenteuer dann aber doch einiges dazu lernt. Zum Glück hat er Ulf dabei, ein einfältiger, dafür aber sehr sensibler Freund, der Simon durch sein gutes Menschengespür aus mancher Patsche wieder raushilft. Und die gibt es zuhauf. Simon lässt keinen Fettnapf aus und einige Male habe ich mich gefragt, wie ein Mensch so viel Pech haben kann – dann aber auch, wie viel Glück, denn immer wieder kann er sich aus zunächst unwegsam erscheinenden Situationen retten.

Während seiner Reise lernt er viele andere Menschen kennen, manche sind ihm wohlgesonnen, manche dagegen nicht. Alle Charaktere aber sind lebendig und gut gezeichnet – da gibt es keinen, der einfach nur böse oder gut ist, jeder hat verschiedene Seiten, und bei den Hauptfiguren lernt man auch deren Geschichte kennen, so dass man besser versteht, warum sie jetzt so und nicht anders handeln.

Der Autor hat zudem sehr gut recherchiert und ich habe einiges über die Glaskunst gelernt. Gelungen ist auch die Einbettung der Geschichte vor dem historischen Hintergrund – so habe ich ganz nebenbei auch noch etwas Geschichte gelernt.

Der Schreibstil ist sehr lebendig und schafft eine unglaubliche Atmosphäre. Ich fühlte mich zurückversetzt in die damalige Zeit, trotzdem bleibt er gut und flüssig zu lesen. Der Autor versteht, Spannung aufzubauen, sie zu halten und dann doch stetig zu steigern. Aber auch der Humor kommt nicht zu kurz und es gab einige Szenen, die mich wirklich zum Schmunzeln gebracht haben.

Obwohl ich sonst nie etwas zur Gestaltung eines Buches sage, möchte ich diesmal den wunderbaren Einband und Gestaltung der Innenseiten mit Landkarten und vor allem die Bindung loben, die sehr gut in der Hand liegt und bei der man sich keine Gedanken über Leseknicke machen muss.

Ich hatte tolle und abenteuerliche Lesestunden – an manchen Stellen war mir nur der Zufall zu häufig im Spiel. Trotzdem empfehle ich dieses Buch gerne weiter und gebe gute 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine tolle Abenteuergeschichte, die den Leser ins Jahr 1452 entführt und bei der im Mittelpunkt die Glasbläserkunst steht. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, der Schreibstil gewinnend und sehr lebendig, die Spannung konstant hoch – lediglich die vielen Zufälle, die dem Protagonisten zuspielen, haben mich ein wenig gestört, trotzdem hatte ich tolle Lesestunden und gebe gute 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(74)

151 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

liebe, tod, liebesroman, clare swatman, zeitreise

Before you go - Jeder letzte Tag mit dir

Clare Swatman , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 15.01.2018
ISBN 9783734103698
Genre: Liebesromane

Rezension:

Auch wenn dieses Genre sicher nicht zu meinen Lieblingsgenres gehört, war ich dennoch neugierig, wie der interessant klingende Plot umgesetzt wurde. Leider hat mir das Buch gar nicht gefallen, ich bin aber trotzdem sicher, dass es seine Anhänger finden wird.

Es ist eine „Zweite-Chance-Geschichte“, die im Ansatz wirklich gut klang. Zoe fällt in ein tiefes Loch, als ihr Mann Ed plötzlich durch einen Unfall stirbt, vor allem bereut sie die ganzen Streitereien, obwohl sie Ed doch abgöttisch geliebt hat. Nach einem Sturz auf den Kopf wacht sie in der Vergangenheit wieder auf und sieht nun ihre Chance, das Schicksal in andere Bahnen zu lenken.

Mir war die ganze Geschichte zu seicht – und letztlich haben mich dann auch das Ende und die Auflösung sehr enttäuscht. Mit Zoe konnte ich nicht wirklich viel anfangen, Ed war mir da viel sympathischer. Da das Buch aber in Ich-Form aus Sicht Zoes geschrieben ist, bekommt man natürlich viel mehr Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle. Und das ist ein wirkliches Wechselbad – entweder streiten die beiden oder sie schwören sich ewige Liebe und feiern diese dann. Mir war das zu dramatisch – auch wenn die beiden schwere Zeiten durchmachen und ich manchen Konflikt auch nachvollziehen konnte. Trotzdem war mir die ganze Geschichte zu „gefühlsdusselig“, mich hat sie trotz der vielen sowohl traurigen, als auch schönen Momente einfach nicht berühren können – vielleicht weil es einfach zu viel Extreme waren.

Der Schreibstil ist sehr einfach, es gibt viel wörtliche Rede und so sind die Seiten rasch dahingeflogen. Gefesselt war ich aber nicht, und letztlich war ich auch gar nicht neugierig, ob Zoes Plan aufgeht – das Ende hat in meinen Augen dann noch einen obendrauf gesetzt, so dass ich leider insgesamt die Geschichte als kitschig empfunden habe und so nur 3 von 5 Sternen vergeben kann.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

kreuzzug, historischer roman, amazon publishing, auf der burg, am rhein

Der fremde Reiter

Marion Johanning
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 16.01.2018
ISBN 9781542049788
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein toller historischer Roman, der mich von der ersten Seite an packen konnte und den ich auch Anfängern dieses Genres empfehlen würde!

Die Autorin weiß, den Leser zu fesseln – nicht nur, weil die Protagonistin Lioba sympathisch ist und man mit ihr fiebert, sondern weil es immer wieder Überraschungen und Wendungen gibt, die nicht vorherzusehen sind und die Geschichte so spannend bleibt. Dazu kommt der lebendige Schreibstil, der bei mir viele Bilder im Kopf hat entstehen lassen, der gut zur Zeit passt und dennoch aber flüssig und leicht zu lesen ist.

Lioba mochte ich gleich von Anfang an – sie hat es nicht leicht in ihrem Elternhaus, da die Stiefmutter kein gutes Haar an ihr lässt, dennoch behält Lioba ihre Großherzigkeit und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Als sie im Wald einen Verletzten findet und ihn ins Dorf bringen lässt, rettet sie ihm das Leben, und nicht nur das – sie fühlt sich auch zu ihm hingezogen. Doch ihre Zuneigung hat keine Zukunft und die beiden gehen getrennte Wege. Doch da erwarten Lioba einige Abenteuer.

Zwar spinnt sich zwischen Lioba und Thomas eine feine Liebesromanze, trotzdem aber nimmt diese keinen so großen Raum ein, sondern vielmehr die zum Teil schrecklichen Erfahrungen, die Lioba bei ihrer Flucht durch das Land machen muss. Man lernt als Leser viel über die damalige Zeit, über das Alltagsleben der Dorfbewohner, die Macht der Kirche und den herrschenden Aberglauben. Auch wenn mir vieles schon bekannt war, habe ich mich nicht gelangweilt, weil alles bildreich und lebendig erzählt wird. Lioba ist mir von Anfang ans Herz gewachsen und ich habe mit ihr gefiebert und gelitten. Thomas mochte ich am Anfang auch, er verändert sich aber im Laufe der Geschichte – und das hat ihn leider einige Sympathiepunkte gekostet. Seine Entwicklung am Ende der Geschichte fand ich dann leider auch nicht sehr glaubwürdig, auch wenn ich mich für Lioba gefreut habe.

Besonders gefallen hat mir noch Relindis, eine Kräuterkundige, die im Wald ein zurückgezogenes Leben führt. Anfangs wirkt sie sehr ruppig, doch auch sie hat ihr Herz am rechten Fleck, ist einfach nur zurückhaltend und skeptisch den Menschen gegenüber – hat man sie aber einmal als Freundin gewonnen, kann man sich ihrer Hilfe sicher sein.

Die Geschichte konnte mich von Anfang an packen und fesseln – langweilig ist es durch viele Wendungen nie geworden. Gerade im letzen Drittel wird es noch mal richtig spannend, so dass ich das Buch hier kaum mehr aus der Hand legen konnte. Insgesamt hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte wirklich gut unterhalten, so dass ich 4 von 5 Sternen vergebe.

Mein Fazit
Eine sympathische Protagonistin, ein lebendiger Schreibstil und eine spannende Geschichte mit vielen Wendungen lassen die Seiten rasch dahinfliegen und haben mir schöne Lesestunden geschenkt – ich gebe daher 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

sachbuch, mentaltraining für läufer, sport

Mentaltraining für Läufer: Weil Laufen auch Kopfsache ist

Michele Ufer
E-Buch Text: 272 Seiten
Erschienen bei Meyer & Meyer, 02.05.2016
ISBN 9783840336188
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im letzten Jahr habe ich selber angefangen zu laufen und habe auch schon meine ersten Erfolge, aber auch Misserfolge gehabt. Das Buch „Mentaltraining für Läufer“ habe ich daher genau zur richtigen Zeit entdeckt. Und meine Erwartungen wurde weit übertroffen – ich kann dieses Buch guten Gewissens empfehlen – und das nicht nur an Läufer!

Dass Laufen nicht nur rein physisches Training bedeutet, war klar – der Kopf spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Autor erklärt mit einfachen Worten und gut strukturiert, was ein Mentaltraining bewirken kann und – vor allem – wie man es denn praktisch angeht. Dabei sind die Beispiele zwar immer aus dem Sport gewählt, viele Methoden können aber auch in anderen Bereichen, beruflich oder privat, angewandt werden. Es wird erklärt, wie und in welcher Form man sich Ziele setzen sollte, dass sie entsprechend der SMART-Formel formuliert werden sollten, und dann geht’s auch schon an die Praxis. Im 7-D-Kopfkino werden verschiedene Methoden des Mentaltraining vorgestellt und zu praktischen Übungen aufgefordert, im Kapitel Ressourcen geht es dann ans Eingemachte. Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch ein Kapitel über die Schattenseiten des Mentaltrainings und wie man mit Verletzungen oder Misserfolgen umgeht.

Mir hat die Lektüre nicht nur Spaß gemacht, sondern ich bin durch die vielen praktischen Beispiele und Übungen auch tatsächlich in Aktion gekommen. Es war nicht alles neu, was ich gelesen habe, irgendwie aber hat mich der Autor gepackt und motiviert, die verschiedenen Übungen und Methoden tatsächlich auch auszuprobieren und anzuwenden. Die Zeit seit dem Lesen ist zu kurz, um beurteilen zu können, ob es mir etwas gebracht hat, positiv beeinflusst ist aber auf jeden Fall meine Stimmung und ich bin sehr motiviert, an diesen Themen auch dranzubleiben.

Der Text ist leicht verständlich geschrieben und das Layout sehr ansprechend: Es gibt immer wieder motivierende Zitate, Bilder und farblich abgehobene Übungskästen. Die eigenen Erfahrungen, von denen der Autor schreibt, machen zusätzlich Mut und motivieren ungemein. Mir hat das Buch sehr viel Anregungen gegeben, die ich jetzt nach und nach auch in die Praxis umsetzen werde, dazu hatte ich nie den Eindruck, ein Sachbuch zu lesen, so angenehm ist es geschrieben und so ansprechend ist die Aufmachung. Ich gebe daher gerne 5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ich empfehle dieses Buch nicht nur Läufern, denn es gibt viele Übungen und Anregungen, die sich auch zur Anwendung im Privaten oder Beruflichen eignen. Einiges war mir schon bekannt, trotzdem habe ich dieses Buch gerne gelesen, auch, weil das Layout sehr ansprechend und der Schreibstil sehr eingehend ist. Ich habe viele Anregungen erhalten und gebe daher 5 von 5 Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(56)

90 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

prag, theresienstadt, konzentrationslager, liebe, holocaust

Abschied in Prag

Alyson Richman , Norbert Möllemann , Charlotte Breuer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.12.2017
ISBN 9783453359598
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen es um den Holocaust geht und trotzdem gibt es immer wieder neue Aspekte, die mich berühren und mich dazulernen lassen – so auch in diesem Buch, in dem die Kunst in Theresienstadt eine besondere Rolle spielt.

Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen – einer spielt in der Gegenwart, in dem sich Lenka und Josef nach über 60 Jahren wiedersehen, der andere in der Vergangenheit, in dem die unterschiedliche Lebenswege von Lenka und Josef in Rückblicken erzählt wird, beginnend im Jahr 1934. Beide Erzählstränge hatten ihre Reize und ich fand den Handlungsstrang der Gegenwart als Rahmen sehr gelungen. Emotionaler und ergreifender waren natürlich die Erlebnisse zur Zeit des Krieges, das Grauen in Theresienstadt und später in Auschwitz.

Der Schreibstil ist einfach und dennoch aber eindringlich. Es entsteht eine bedrückende und beklemmende Atmosphäre beim Lesen, die den grausamen Erlebnissen geschuldet ist. Josef und Lenka erzählen ihre Geschichte selber aus der Ich-Perspektive, den einzelnen Kapiteln ist immer vorangestellt, aus wessen Sicht erzählt wird. So ist es nochmal mehr gelungen, sich in die Figuren hineinzufühlen und ihr Handeln und Denken besser zu verstehen.

Ich mochte beide Charaktere sehr gerne. Vor Lenka habe ich großen Respekt, weil sie die Möglichkeit gehabt hätte, ihrem Schicksal zu entgehen, sie sich aber bewusst für ihre Familie und damit auch für die Deportation entschieden hat. Und trotz aller Widrigkeiten hat sie nie aufgegeben – sie hat sich dem Schicksal gestellt und immer das Beste draus gemacht. Interessant fand ich vor allem die Aspekte der Kunst in Theresienstadt als Ausdruck des Widerstands – für mich war das ganz neu und sehr interessant. Auch Josef mochte ich, auch wenn er neben Lenka eher schwach wirkt. Ich konnte seine Entscheidung aber verstehen und auch wenn er rechtzeitig den Absprung geschafft hat, musste auch Josef viel Leid erfahren. Besonders berührt hat mich seine anhaltende Liebe zu Lenka – obwohl er erneut geheiratet und auch eine Familie gegründet hat.

Beide Charaktere sind wirklich sehr detailliert gezeichnet, aber auch die Nebenfiguren sind gelungen und fernab jeglicher Klischees. Die Autorin hat sich ein schwieriges Thema ausgesucht und es dennoch gut gemeistert – berührend und ergreifend geschrieben ohne Effekthascherei hat sie mich als Leser fesseln können. Wer gerne Romane über diese Zeit liest, der sollte sich auch diesen unbedingt anschauen – ich gebe 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine berührende Geschichte um ein Liebespaar, das der Krieg voneinander trennt und die sich erst 60 Jahre später wiedersehen – dabei haben die sympathischen Protagonisten ganz unterschiedliche Lebenswege, die die damalige Zeit sehr gut wiederspiegeln. Obwohl die Atmosphäre oft bedrückend ist, konnte ich das Buch schlecht beiseitelegen und musste immerzu weiterlesen. Ich gebe daher gerne 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(55)

91 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, unzustellbare post, freundschaft, briefe, anna paulsen

Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen

Anna Paulsen
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penguin, 09.01.2018
ISBN 9783328101574
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bisher hatte ich nichts vom „Amt für nicht zustellbare Post“ gehört und war gleich begeistert von der Idee des Buches – schon die ersten Seiten haben mir gut gefallen, so dass ich neugierig war auf den Rest der Geschichte. Und auch diese hat mich nicht enttäuscht und wirklich gut unterhalten.

Matilda führt trotz ihres jungen Alters ein eher zurückgezogenes Leben und fühlt sich in Briefen und Büchern wohler als in realer Gesellschaft. Sie arbeitet im „Amt für nicht zustellbare Post“. Dort fällt ihr ein Liebesbrief in die Hände, der sie nicht mehr loslässt, so dass sie auf private Faust recherchiert – und so schließlich ein neues Hobby für sich entdeckt.

Bereits nach wenigen Seiten hatte mich die Geschichte gefangen, weil sie so lebendig und gewinnend erzählt ist. Matilda wirkt zwar zurückgezogen und auch ein bisschen altmodisch, trotzdem hat sie ihr Herz am rechten Fleck. Aufgrund schlechter Erfahrungen hat sie die Liebe für sich abgeschrieben, aber als Glücksbotin tritt sie bei anderen gerne auf. Das ist nicht immer ganz einfach und oft muss sie dafür über ihren eigenen Schatten springen – das hat mir an ihr sehr gut gefallen, dass sie Hürden nicht ausweicht, sondern sie als Herausforderung annimmt; und mit jeder bestandenen Herausforderung wächst sie weiter über sich hinaus. Aber auch andere Charaktere sind wirklich gelungen, vor allem der Nachbar Knut ist mir gleich sympathisch gewesen. Er ist ganz anders als Matilda, unterstützt sie, wo er nur kann und trägt damit eine ganze Menge nicht nur bei der Recherche nicht zustellbarer Briefe bei, sondern auch zur Entwicklung Matildas. Ein bisschen überzogen dargestellt fand ich die Kollegen Matildas und hier hat die Autorin auch ein wenig in die Klischeekiste gegriffen – das konnte ich aber gut verschmerzen bei den sympathischen Hauptfiguren.
Obwohl es immer wieder um einzelne Briefe geht, bei denen Matilda versucht, sie doch noch an ihren Zielort zu bringen, ist es doch sie selber, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, das aber ganz unaufdringlich. Es war einerseits spannend zu verfolgen, wie die Briefe dann doch noch ihre Empfänger erreichen, aber auch, wie Matilda sich verändert, sie Herausforderungen annimmt und das Leben dann auch wieder mit anderen Augen betrachten kann.

Natürlich gibt es ein Happy End, das habe ich gar nicht anders erwartet – und auch wenn manches vorhersehbar war, hat das meine Lesefreude überhaupt nicht getrübt. Ganz im Gegenteil – durchweg hatte ich ein tolles Gefühl beim Lesen und eine wohlige Wärme im Bauch. Mich hat dieses Buch wirklich sehr gut unterhalten und ich gebe daher gerne 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine gelungene Geschichte um nicht zustellbare Briefe, sympathische Charaktere, die sich Herausforderungen stellen und ein lebendiger und angenehmer Schreibstil. Ich hatte schöne Lesestunden geschenkt und gebe 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

84 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

mittelalter, werwolf, fantasy, wolf, wölfe

Blut schreit nach Blut

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.07.2017
ISBN 9783743187450
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich lese sehr gerne historische Romane, im Genre Fantasy bin ich dagegen sehr selten unterwegs – daher war ich sehr neugierig auf diesen Roman, in dem beide Genres vermischt sind; und ich bin positiv überrascht, wie gut mir diese Geschichte gefallen hat, was vor allem am Schreibstil und der unglaublichen Atmosphäre liegt.

Im Mittelpunkt steht Luna, deren Eltern bei einem Überfall auf die Schwarzburg getötet werden – Luna überlebt und flüchtet in den Wald. Hier erscheint ihr ein Lichterpaar- doch es sind keine Sterne, sondern Augen und ab diesem Zeitpunkt geschieht merkwürdiges mit Luna.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt leicht, denn man wird direkt rein geschmissen ins Geschehen und wird Zeuge des grässlichen Überfalls auf die Burg. Danach wird es erst mal ruhiger, dennoch ist die Geschichte fesselnd und interessant. Man lernt Luna näher kennen und erhält vor allem Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle – irgendwas geht in ihr vor und das macht ihr Sorge. Sie führt innere Kämpfe und Zwiegespräche, und das so eindringlich und intensiv, dass ich mich sehr gut in sie hineinversetzen konnte. Erst in der zweiten Hälfte kommt wieder mehr Handlung ins Spiel – dafür aber umso rasanter, so dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte, weil es so spannend war und ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Das Ende ist schlüssig, auch wenn ich mir einen anderen Abschluss gewünscht hätte – auf jeden Fall aber lässt er viel Spielraum für die Nachfolgebände.

Es ist vor allem der Schreibstil, der es mir angetan hat – sicherlich mag nicht jeder diese poetische und ausschweifende Art des Erzählens, deshalb würde ich empfehlen, erst mal in eine Leseprobe reinzuschnuppern. Mir aber hat diese Eindringlichkeit sehr gefallen, die eine unglaubliche Atmosphäre schafft, der ich mich kaum entziehen konnte. Es gibt viele Beschreibungen, so dass bei mir ein Film vor Augen ablief. Gefehlt haben mir lediglich Dialoge, denn gerade in der ersten Hälfte sind es vor allem die Gedanken Lunas, die die Geschichte prägen – und an einigen Stellen war es mir dann auch zu viel der Gedanken und blumigen Umschreibungen, weswegen ich einen halben Stern abziehe.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut gezeichnet und bieten zudem viele Überraschungen. In Lunas Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen war sehr interessant, und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, so dass ich in großen Teilen auch mit ihr gelitten habe. Aber auch andere Figuren haben mir gut gefallen – egal, ob sie zu den Guten oder Bösen gehört haben; sie waren in sich schlüssig und man hat immer auch eine eigene Geschichte von ihnen erfahren, so dass man manche Handlungen und manchen Gedanken besser nachvollziehen konnte.

Mich hat die Geschichte wirklich in ihren Bann gezogen und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung – an manchen Stellen war mir der Schreibstil dann aber doch zu ausschweifend und blumig, so dass ich einen halben Stern abziehe. Dass mir der Schriftsatz so gar nicht zugesagt hat, weil die Seiten einfach „zu voll“ gesetzt sind, kritisiere ich zwar auch, lasse ich aber bei der Bewertung außer Acht – ich gebe 4,5 von 5 Sternen und freue mich auf die Fortsetzung.

Mein Fazit
Ein toller Mix aus historischem und Fantasy-Roman, der vor allem durch einen eindringlichen Schreibstil besticht und so eine unglaubliche Atmosphäre schafft – aber auch die Geschichte selber ist interessant und spannend und mit einigen überraschenden Wendungen. Ich gebe diesem Auftaktband 4,5 von 5 Sternen und freue mich auf die Fortsetzung.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(24)

43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

trauer, familie, vater, neustart, australien

Nur zusammen ist man nicht allein

Mike Gayle , Katja Bendels
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2017
ISBN 9783458363163
Genre: Romane

Rezension:

Eine berührende Geschichte, die aber trotz aller Tragik nicht nur traurig und melancholisch ist, sondern auch schöne und witzige Momente bietet, die mich zum lächeln gebracht hat und mir am Ende ein gutes Gefühl im Bauch gemacht hat.

Nach dem Tod seiner Frau stürzt Tom sich in die Arbeit – zum Glück kümmert sich seine Schwiegermutter um die Kinder, doch lange schaut sie sich nicht an, wie die ihren Vater vermissen – kurzerhand entschließt sie sich, eine Freundin in Australien zu besuchen. Und Tom ist gezwungen, sich mit seinen Kindern, vor allem aber auch mit sich und seiner Trauer zu beschäftigen.

Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen. Mike Gayle hat einen angenehmen Schreibstil, der sich nicht nur gut lesen lässt, sondern der die unterschiedlichen Stimmungen auch gut einfangen kann – von melancholisch und traurig bis hin zu witzig und lustig; dabei driftet die Geschichte aber nie ins Klamaukige ab. Für mich gab es eine ganze Bandbreite von Emotionen, und ich habe mit den Charakteren richtig gefühlt.

Geschrieben wird die Geschichte immer wechselnd aus Sicht von Tom und der seiner Schwiegermutter Linda – so konnte ich mich noch mal mehr in ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen hineinversetzen.

Tom hat sich nach dem Tod seiner Frau völlig in der Arbeit verschanzt, nur so konnte er den Schmerz und das Leben überhaupt ertragen. Im Laufe der Geschichte ändert er sich aber völlig und wird vom Workaholic zum treusorgenden Familienvater. Dabei erlebt er Höhen und Tiefen, entdeckt Stolpersteine und lernt, sie zu umgehen oder aber auch, einen Weg aus ihnen zu bauen. Als Leser ahnt man natürlich, dass sich alles zum Guten wendet, trotzdem aber habe ich die Geschichte und vor allem auch das Ende nie als kitschig empfunden.

Auch Linda hat mir sehr gut gefallen – auch sie ist in einer bestimmten Weise in ihrem Leben gefangen und braucht einen Stupser von außen, um ein neues Lebensgefühl zu entwickeln – und auch sie macht eine tolle Entwicklung durch, die ich einfach nur klasse fand.

Die Geschichte ist nicht spannend im eigentlichen Sinne, dennoch aber konnte ich das Buch schlecht beiseitelegen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Und gerade im letzten Drittel gibt es dann einige Überraschungen und Wendungen, die richtig Fahrt aufkommen lassen. Und trotz aller Turbulenzen habe ich das Buch am Ende doch mit einem wohligen Gefühl im Bauch zugeschlagen. Eine schöne Geschichte, die berührt, aber auch schmunzeln lässt – ich gebe 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine wirklich schöne Geschichte, die sowohl melancholisch und berührend ist, dennoch aber auch eine gehörige Portion Humor zu bieten hat, ohne dabei klamaukig oder kitschig zu werden. Die Entwicklung der sympathischen Charaktere ist klasse und durch die Wahl der Ich-Erzählung kann man sich gut in sie hineinversetzen. Ich hatte angenehme und unterhaltsame Lesestunden und gebe 4 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(45)

94 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

familiensaga, jeffrey archer, familie, die clifton-saga, politik

Winter eines Lebens

Jeffrey Archer , Martin Ruf
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.12.2017
ISBN 9783453421776
Genre: Historische Romane

Rezension:

Gut zwei Jahre habe ich die Cliftons begleitet, und es gab Höhen und Tiefen – sowohl in deren Leben als auch bei mir beim Lesen; auf den letzten Band war ich daher sehr gespannt, habe ich doch gehofft, dass sich der Kreis zum ersten Band schließt und die Familiengeschichte wieder mehr in den Vordergrund rückt. Doch leider wurde ich enttäuscht - für mich war dieser Band der schwächste der ganzen Saga.

Ich hätte ahnen können, dass Politik, Intrigen und Wahlen auch in diesem Band wieder eine große Rolle spielen, da das ja schon in den Vorgängern immer mehr Raum eingenommen hat. Trotzdem hätte ich mir Emma und Harry mehr im Mittelpunkt gewünscht. Außerdem hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, es ist gar nicht Jeffrey Archer, der erzählt, so hat sich die Erzählweise gewandelt. Nichtigkeiten und für die Handlung nicht relevante Ereignisse wurden episch in die Länge gezogen, Dinge, die die Cliftons betreffen, wurden dagegen oft nur in einem Nebensatz erwähnt. Plötzlich sind Kinder adoptiert, gestorben wird im Nebensatz, geboren aber auch, wieder andere Handlungsstränge bleiben offen und lassen Raum zur Spekulation – in ausführlicher Breite erhält man aber wieder Einblicke in das politische Geschehen, diesmal in den 1980er Jahren in England, und auch die altbekannte Lady Virginia kann das intrigieren nicht lassen. Emmas und Harrys Geschichte wird dagegen in wenigen Seiten erzählt – man könnte auch sagen in wenigen Absätzen, als ob sie nur Nebenfiguren sind, die nicht groß erwähnt werden müssen.

Auch der Schreibstil hat sich geändert – ich habe das Mitreißende vermisst, die besondere Atmosphäre und Stimmung, der ich mich im ersten Band nicht entziehen konnte, dafür haben mich die Zeitraffer enorm gestört – vieles geschieht, das ausführlicher hätte dargestellt werden können, dafür hätte man überdrüssige und immer wiederkehrende Themen kürzen können.

Mich hat dieser Band leider gar nicht überzeugt – über Strecken war ich gelangweilt, Spannung ist bei mir nicht aufgekommen, dafür hat sich Enttäuschung bei mir immer breiter gemacht. Ich gebe diesem Band knappe 3 von 5 Sternen – und das ist schon sehr wohlwollend und mit Respekt vor dem Autor, der insgesamt doch eine beeindruckende Saga geschrieben hat.

Mein Fazit
Ein enttäuschender Abschluss, der streckenweise langatmig ist und leider nur wenig auf die mir wichtigsten Charaktere eingeht. Wieder stehen Intrigen und politische Themen im Vordergrund, Emma und Harry nehmen leider nur Nebenrollen ein, Nebensächlichkeiten werden breit ausgewalzt, wichtige Ereignisse dann aber nur im Nebensatz erwähnt. Ich bin sehr enttäuscht und kann leider nur wohlwollende knappe 3 von 5 Sternen vergeben.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

frankreich, stockrosen, neuanfang, trennung, freundschaft

Madame hat andere Pläne

Julie Jo Stark
E-Buch Text: 113 Seiten
Erschienen bei creative space, 11.10.2017
ISBN B076DF14FK
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hätte die Autorin mich nicht angesprochen, wäre ich wohl nicht auf dieses kleine Büchlein aufmerksam geworden – und hätte dann eine erfrischende Sommerlektüre verpasst; denn zwischen den Buchdeckeln verbirgt sich eine lebendige Geschichte voller Humor und Überraschungen, aber auch mit Tiefsinn und Esprit.

Nach 37 Jahren ist ihre Ehe Geschichte, denn Debbies Mann hat sich für eine Jüngere entschieden. Für Debbie die Chance, endlich ihren Traum vom Périgord in die Tat umzusetzen – mit ihrem Wagen macht sie sich auf zu neuen Ufern nach Frankreich.

Das Buch ist wirklich erfrischend, und das von der ersten Seite an. Obwohl der Auslöser, der die Geschichte ins Rollen bringt, ja ein trauriger ist, bläst Debbie nicht Trübsal, sondern nimmt ihr Schicksal in die Hand. Rasch lernt sie freundliche und hilfsbereite Menschen kennen, die ihr die Ankunft in Frankreich sehr erleichtern. Und hier hat die Autorin wirklich interessante Charaktere geschaffen – fernab von Stereotypen habe ich die verschiedenen Figuren rasch ins Herz geschlossen, egal ob es die etwas schrullig wirkende Nachbarin Muriel ist oder der gutaussehende Julien, der Debbie mit einem Schuss aus seinem Jagdgewehr begrüßt. Auch Debbie selber mochte ich von Anfang an, nicht nur, weil sie sich nicht unterkriegen lässt und mutig einen Neuanfang wagt, sondern weil sie so herzerfrischend und einfach sympathisch ist.

Der Schreibstil ist locker und leicht und passt damit wunderbar zur Geschichte. Es gibt viele Dialoge, die das Ganze sehr lebendig werden lassen, an manchen Stellen hätte ich mir nur vielleicht die eine oder andere Beschreibung mehr gewünscht. Insgesamt ist die Geschichte voller Energie und mit vielen Überraschungen gespickt, so dass ich immer wieder erstaunt war über die pfiffigen Wendungen. An vielen Stellen müsste ich innerlich schmunzeln und trotzdem hat die Geschichte auch ihre ernsten Seiten mit einer schönen Botschaft. Lediglich das Ende hat mir nicht gefallen – es kam einfach zu schnell und plötzlich und wurde mir dann zu schnell „abgehandelt“. Leider sind da auch einige Fragen offen geblieben, aber vielleicht werden die ja in den folgenden Teilen beantwortet – denn dies ist erst der erste Band der „Bonjour Paradies“-Reihe. Ich hatte schöne Lesestunden und fühlte mich gut unterhalten, schade nur, dass das Buch so dünn ist – von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine locker leichte Geschichte, die erfrischend und mit einigen Überraschungen daherkommt – ich habe mich bei der Lektüre sehr wohl gefühlt, musste oft schmunzeln und habe die Protagonistin in mein Herz geschlossen. Ich hoffe, der nächste Band erscheint bald – diesem Auftakt gebe ich 4 von 5 Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(25)

40 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

serafina, freiburg, historischer roman, begine, astrid fritz

Tod im Höllental

Astrid Fritz
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.12.2017
ISBN 9783499273476
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dies ist der vierte Band um die Begine Serafina, die im historischen Freiburg ermittelt – doch auch wenn man die Vorgänger-Bände nicht kennt, ist die Lektüre kein Problem; ich hatte kurzweilige Lesestunden und habe Serafina gerne begleitet.

Ein Wanderprediger verteufelt die Beginen und wünscht sie auf den Scheiterhaufen – und als wäre das nicht schon schlimm genug, wird schon bald eine Schwester erschlagen aufgefunden. Auch wenn Serafina bald heiratet und die Schwestern verlassen wird, steht sie weiter zu ihnen und sucht nach dem Mörder – und begibt sich selber in große Gefahr.

Der Einstieg in die Geschichte ist gut gelungen, auch wenn ich die Vorgänger-Bände nicht kannte. Alle Figuren werden gut eingeführt, und sollte man doch einmal nicht recht wissen, um wen es sich gerade handelt, hilft das ausführliche Personenverzeichnis schnell auf die Sprünge. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr leicht und flüssig lesen – und trotzdem passt er zur Zeit, in der die Geschichte spielt und kann die Atmosphäre gut einfangen.

Serafina mochte ich gleich von Anfang an – sie ist eine tatkräftige Frau, die sich nicht so leicht unterkriegen lässt und zupackt, auch wenn es manches Mal nicht schicklich erscheint. Sie geht beherzt an die Sache heran und beweist viel Mut, und zusammen mit ihrem zukünftigen Gatten kann sie den Mörder dann auch stellen. Natürlich werden den beiden da einige Steine in den Weg gelegt und gerade in der zweiten Hälfte des Buches gibt es viele Überraschungen und Wendungen, die nicht abzusehen waren und die Spannung haben aufkommen lassen. Und obwohl ich fleißig mit gerätselt habe, bin ich auf die Lösung nicht gekommen.

Die erste Hälfte ist da weitaus ruhiger, dennoch aber interessant – über das Beginenleben erfährt man leider nicht mehr so viel, dafür aber umso mehr über die anstehende Hochzeit. Langweilig war es dennoch nicht und ich bin gerne abgetaucht in das mittelalterliche Freiburg. Denn die Stimmung und Atmosphäre hat die Autorin wirklich toll eingefangen und so Geschichte lebendig werden lassen – ich hatte schöne Lesestunden und gebe daher 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine lebendige Geschichte rund um die sympathische Begine Serafina, die wieder einmal in einem Mordfall ermittelt – gerade die zweite Hälfte ist sehr spannend und bietet viele Überraschungen und Wendungen. Durch den flüssigen Schreibstil fliegen die Seiten rasch dahin und der Leser taucht ab ins mittelalterliche Freiburg. Ich habe diesen vierten Band um Serafina gerne gelesen und gebe 4 von 5 Sternen.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

sterben, leben, tod, philosophie, bester freund

Die Kostbarkeit des flüchtigen Lebens

Claudel Philippe
Fester Einband
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 16.08.2017
ISBN 9783851793796
Genre: Romane

Rezension:

Wer glaubt, in der Geschichte ginge es um die Begleitung des sterbenden Freundes, wie es der Klappentext vermuten lässt, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Vielmehr ist es eine episodenhaft erzählte Geschichte mit verschiedenen Themen – auch der Tod spielt eine Rolle, aber auch Freundschaft, Liebe und das Leben als solches.

Der namenlose Ich-Erzähler erfährt von seinem besten Freund, dass er Krebs hat – zunächst scheint die Erkrankung gar nicht bedrohlich, doch trotz Therapie kehrt sie wieder und Eugène stirbt. In Rückblicken erinnert er sich der 50-jährige Filmemacher an seinen besten Freund und fragt sich oft, wie dieser in seiner Situation reagiert hätte – denn auch steht gerade an einem Wendepunkt seines Lebens.

Es ist vor allem die Sprache, die mich überzeugt hat. Sie ist warmherzig und einfühlsam, voller Poesie und Atmosphäre – auch wenn diese meist melancholisch ist, bleibt am Ende des Buches doch ein gutes Gefühl beim Leser zurück. Es gibt viele gute Gedanken, die mich haben innehalten lassen und viele Passagen, die ich angestrichen habe – ein Buch, dass ich sicherlich noch häufiger in die Hand nehmen werde.

Ich mochte den Ich-Erzähler. Er ist ein Mensch mit Ecken und Kanten und wirkt so sehr authentisch und glaubhaft – viele seiner Gedanken konnte ich gut nachvollziehen, habe aber auch einige neue Impulse erhalten. Eugène lernt man nur in Rückblicken kennen, hier zeigt er sich aber als intelligenter und lebensfroher Mensch, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt und der viele gute Ideen und Gedanken in sich trägt. Trotz seiner Erkrankung ist er immer noch positiv gestimmt – und so ist er in der ganzen eher melancholischen Geschichte fast schon der „Fels in der Brandung“.

Ich mochte die Stimmung in der Geschichte, die leise und ruhig erzählt wird. Ich habe die Melancholie nicht als bedrückend empfunden, sondern eher als zauberhaft, weil die Sprache voller Poesie, Zärtlichkeit und Gefühl ist. Sicherlich mag das nicht jeder, ich aber habe die Lektüre sehr genossen und gebe 4,5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Eine leise und ruhige Geschichte, die vor allem durch die poetische Sprache voller Gefühl und Emotion glänzt und die trotz aller Melancholie doch ein gutes Gefühl hinterlässt. Ich habe die vielen Gedanken über das Leben und die Liebe, über Freundschaft und Tod sehr genossen und gebe 4,5 von 5 Sternen.

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(158)

245 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 114 Rezensionen

flugzeugabsturz, dani atkins, liebe, kanada, roman

Sieben Tage voller Wunder

Dani Atkins , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.10.2017
ISBN 9783426520888
Genre: Liebesromane

Rezension:

Durch die Gestaltung des schönen Covers weiß man direkt, dass es ein Buch von Dani Atkins ist – mich hat das Cover an eine Liebesgeschichte denken lassen, die aber sucht man zwischen den Buchdeckeln vergeblich; trotzdem hat mir das Buch gut gefallen.

Hannah und Logan sind die einzigen Überlebenden nach einem Flugzeugabsturz – mitten im Nirgendwo kämpfen sie ums Überleben, doch mit jedem Tag in der verschneiten Wildnis sinkt die Chance, doch noch gefunden zu werden…

Ich war sehr erstaunt, dass es in diesem Buch ums Überleben nach einem Flugzeugabsturz geht, war aber schnell in der Geschichte gefangen, weil sie leicht zu lesen und spannend geschrieben ist. Das ist sicher dem Schreibstil Dani Atkins geschuldet, der angenehm und flüssig ist, lebendig durch viele Dialoge und voller bildhafter Beschreibungen, die aber nie langweilig wurden, sondern das eigene Kopfkino angeschaltet haben.

Hannah und Logan sind zwei interessante Charaktere, vielleicht auch, weil sie so verschieden sind und sich gut ergänzen. Hannah wirkt dabei sehr authentisch und glaubhaft mit ihrer Unsicherheit und Panik, Logan dagegen ist selbstsicher und optimistisch – er macht das Beste aus der verzweifelten Situation und lässt sich nicht unterkriegen. Toll fand ich auch die Entwicklung, die gerade Hannah in diesen sieben Tagen mitmacht. Beide sind mir sympathisch, auch wenn ich bei Logan bald gedacht habe, dass er zu perfekt und gut ist – und wer Dani Atkins kennt, der weiß, dass es am Ende oft eine überraschende Wendung gibt.

Nachdem die beiden dann sieben Tage in der Wildnis ums Überleben kämpften, bleibt diese Wendung auch nicht aus. Ich habe geradezu drauf gewartet und natürlich kam sie dann auch – mir hat sie aber leider gar nicht gefallen und zudem auch noch die Geschichte kaputt gemacht. Vorher war ich gefesselt, fand die Story spannend und habe mit den beiden gefiebert, das Ende hat mich sehr enttäuscht und dann das Buch kopfschüttelnd zuschlagen lassen. Schade – obwohl die Botschaft, die sich dahinter verbirgt, wirklich eine tolle ist, hat das Buch für mich leider nun einen schalen Beigeschmack. Trotzdem gebe ich 4 von 5 Sternen, weil mir die ersten ¾ wirklich gut gefallen haben und ich hier das Buch auch schlecht aus der Hand legen konnte – und ich will die Geschichte wegen weniger Seiten, die mir nicht zugesagt haben, nicht schlecht bewerten.

Mein Fazit
Einen Großteil der Geschichte fand ich toll – ich habe mit den sympathischen Charakteren gefiebert und konnte das Buch schlecht beiseitelegen. Irgendwie habe ich aber schon geahnt, dass noch eine überraschende Wendung kommen wird – und obwohl die Botschaft, die diese mit sich bringt, wirklich toll ist, hat mich diese Wendung doch enttäuscht. Nichtsdestotrotz hatte ich spannende Lesestunden und gebe daher 4 von 5 Sternen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

iny lorentz, flucht, geschwister, historisch, erbe

Die Widerspenstige

Iny Lorentz
Fester Einband: 688 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.10.2017
ISBN 9783426663837
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Idee der Geschichte ist wahrlich keine neue – junge Frau auf der Flucht muss sich als Junge verkleiden und durchschlagen –, trotzdem hat mir die Umsetzung gefallen: ich hatte schöne Lesestunden und fühlte mich gut unterhalten.

Das Autorenduo hat es wieder geschafft, mich zu fesseln und in eine andere Zeit zu katapultieren. Man wird direkt rein geschmissen ins Geschehen und es dauert auch nicht lange, bis sich die Geschwister Johanna und Karl auf die Flucht machen – und hier erleben sie einiges: es gibt Schlachten und Kriege, Intrigen und Verrat, Freundschaft und Kameradschaft und im Laufe der Geschichte auch ein bisschen Romanze. Die nimmt aber wirklich nur einen kleinen Teil ein und steht nie im Vordergrund.

Johanna und Karl mochte ich beide – auch wenn sie ganz unterschiedlich sind. Während Karl eher zurückhaltend und vorsichtig ist, prescht Johanna immer direkt nach vorne, ist neugierig und selbstbewusst und lässt sich so schnell nicht einschüchtern. Gegen sie wirkt Karl immer ein wenig blass, obwohl auch er sich nicht verstecken muss. Beide haben ihr Herz am rechten Fleck und sind sehr loyal – ich habe sie gerne begleitet und mit beiden gefiebert. Aber auch andere Charaktere sind gut gezeichnet – auch wenn die Bösen böse und die Guten gut sind und es da leider nur wenige Abstufungen gab, fand ich die Figuren doch gelungen.

Die Geschichte selber ist gut recherchiert und man erfährt als Leser einiges über das osmanische Reich – ich fand das interessant, da ich bisher dazu nur wenig gelesen habe. Dabei wird es aber nie langweilig, sondern die Geschichte ist lebendig erzählt und besticht durch einige Überraschungen und Wendungen. Lediglich im Mittelteil waren es mir dann zu viele der Schlachten und es wurde etwas langatmig – diese „Durststrecke“ hat aber nicht lange angehalten und bald war ich wieder gefesselt. Auch wenn man als Leser ahnt, wie sich die Geschichte um Johanna auflösen wird, hat das den Lesespaß nicht getrübt.

Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen, schafft es, die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und wird durch viele Dialoge sehr lebendig – so sind die Seiten rasch dahingeflogen. Ein wenig gefehlt hat mir lediglich die Tiefe in der Geschichte, weil sie doch sehr konstruiert wirkt – dennoch hatte ich unterhaltsame Lesestunden und gebe daher 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Auch wenn ich schon viele Geschichten gelesen habe, in denen sich eine Frau als Mann verkleidet durchs Leben schlägt, hat mich „Die Widerspenstige“ doch überzeugen können – die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil angenehm und das Szenario für mich mal ein anderes. Lediglich die Tiefe hat mir bei dieser eher konstruiert wirkenden Geschichte gefehlt, trotzdem wurde ich gut unterhalten und gebe 4 von 5 Sternen.

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(22)

118 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 21 Rezensionen

tee, china, botanik, robert fortune, nicole c. vosseler

Der englische Botaniker

Nicole C. Vosseler
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959671033
Genre: Historische Romane

Rezension:


  (1)
Tags:  
 
425 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.