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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Abtrünniges Blut

Jakob Bedford
Flexibler Einband: 596 Seiten
Erschienen bei Dittrich, 01.09.2018
ISBN 9783947373161
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Cover:
Ein Ausschnitt aus einem alten Stadtplan (18. Jhdt.?) führt bereits ohne den Inhalt zu kennen, in die vergangene Zeit - in die Nähe von St. Paul. Klar und ohne Schnörksel präsentiert sich der blutrote Schriftzug mitten auf der Themse. Einzig der helle Rand auf der rechten Seite scheint nicht recht zu passen, er wirkt wie ein Klebestreifen, doch wer weiß, welche Absicht dahinter steckt?

Zum Inhalt:
Im London des 18. Jhdts. passieren grauenvolle Morde. Zumeist sind es Dirnen, die auf bestialische Weise ums Leben kommen.
Und da ist noch John Shinfield - aus altem englischen Adel, dessen Frau auf tragische Weise ums Leben kam, ihm jedoch ein ansehnliches Vermögen hinterließ. Der Witwer, als potentieller Ehemann heiß begehrt, hat sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen, um den Avancen zu entgehen, doch die Ruhe sollte ihm nicht vergönnt sein.
Weitere Morde geschehen nun in seinem Umfeld und unversehens befindet sich der Protagonist mitten im Geschehen. Zweifelhafte Personen tauchen auf, Angriffe, Bedrohungen und Einbrüche häufen sich. Der mysteriöse Paul de l'Estagnol präsentiert sich als Retter in der Not. Aber was hat er wirklich vor? Und wer ist das Monster, das London in Angst und Schrecken versetzt?

Meine Meinung:
Das Buch ist von Beginn an spannend. Einige Kapitel beginnen mit Dialogen zwischen Personen, die im Dunklen bleiben. So erfährt man teilweise von der Gesinnung der Täter, ohne verraten zu bekommen, um wen es sich handelt.
Der bildhafte, anschauliche Schreibstil lässt zahlreiche Bilder vor dem Auge des Lesers entstehen, sodass man sich mitten hinein versetzt fühlt, in Johns Haus, in die verwinkelten Gassen, in die Abgründe der Gesellschaft und in die Welt der gehobenen Klasse. Fährten werden ausgelegt, erweisen sich als falsch, Verdachtsmomente erhärten sich oder verpuffen im Nichts.
Der Autor schafft es gekonnt, mit dem Leser zu spielen, ihn in die Irre zu führen und dabei die Spannung bis zum Ende aufrecht zu erhalten. Obwohl das Buch mit knapp 600 Seiten keine Lektüre für zwischendurch ist, möchte man es kaum aus der Hand legen.
Da nicht alle Fragen geklärt wurden, fiebere ich einer Fortsetzung entgegen.

Ich vergebe gut und gern 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Mit Vivienne Westwood an der Nähmaschine

Gernot Uhl
E-Buch Text: 96 Seiten
Erschienen bei hockebooks: e-book first, 30.05.2017
ISBN 9783957512192
Genre: Sonstiges

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Vergeltung (Kurzgeschichte, Krimi) (Die booksnacks Kurzgeschichten-Reihe)

Rainer Güllich
E-Buch Text: 36 Seiten
Erschienen bei booksnacks.de
ISBN 9783960872184
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein blutiges Messer auf dem Kaffeetisch ziert das Cover dieses Book-Snacks.

Der Krimi ist rasch zu lesen. Die einfachen Formulierungen erleichtern das Leseverständnis.

Kurz und knackig wird die Lebensgeschichte einer gedemütigten Frau erzählt, die einen konsequenten Entschluss fasst, der ihr Leben verändern soll. Da es sich um einen „Snack“ handelt, werden die Figuren eher nur angerissen, trotzdem erscheinen sie klar vor dem inneren Auge.

Die Story ist interessant, aber ziemlich durchschaubar. Das finde ich schade, denn bis zuletzt hatte ich auf eine überraschende Wendung gehofft.

 

Trotzdem kann ich das Lesen dieser Kurzgeschichte empfehlen. Unterhaltsam ist sie allemal.

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Geborgen im Schatten deiner Flügel

Anita Dittman , Jan Markell , Eva-Maria Nietzke
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.08.2018
ISBN 9783957344977
Genre: Biografien

Rezension:

Als Anita Dittman 6 Jahre alt ist, lernt sie die Schrecken von Hitlers Herrschaft kennen und fürchten. Ihr Vater, ein deutscher Sozialdemokrat, wendet sich von seiner jüdischen Frau und seiner Tochter ab. Hella, Anitas Schwester, schafft es nach England auszureisen, doch Anita und ihre Mutter müssen in Deutschland bleiben. Weil sie jüdische Christen sind, erfahren sie zuerst ein wenig Schonung, doch bald wird die Diskriminierung stärker und allmählich trifft sie die Grausamkeit des Regimes in vollem Umfang.

Auf ihrem Weg, der durch einen unerschütterlichen Glauben geprägt ist, lernt Anita Pastor Hornig kennen, der sie nicht nur in ihrem Glauben unterstützt, sondern ihr auch den weiteren Besuch einer Schule ermöglicht. Während rundum Juden abgeholt werden, bleibt den Dittmans vorerst dieses Schicksal erspart, sie sind aber den Schikanen der Nazis ausgesetzt und schließlich wird Anitas Mutter nach Theresienstadt deportiert. Sie selbst landet in einem Arbeitslager.

Trotz der Strapazen und der menschenunwürdigen Behandlung bleibt Anita fest in ihrem Glauben, der ihr hilft, alles Schreckliche zu überstehen.

 

Die heute 92-jährige Zeitzeugin hat mit Unterstützung von Jan Markell, einer US-Schriftstellerin, das Buch geschrieben und tiefe Einblicke in ihr Leben gewährt. Sie hat ihren festen Glauben als Überlebenselixier präsentiert und ihr Schicksal zu Papier gebracht und dabei aufgezeigt, wie sehr das Gottvertrauen ihr geholfen hat zu überleben.

Die Schilderungen der Lebensumstände (auf engem Raum, mit Wanzen, immer in der Angst abgeholt zu werden, den Anfeindungen der Mitbürger ausgesetzt…) zeigen, wie schwer es Menschen hatten, die dem Regime zum Opfer fielen. Man erfährt als Leser auch von Gräueln und Attacken, die betroffen machen, jedoch nicht anklagend erzählt werden, was offensichtlich auch auf Anita Dittmans Glauben zurückzuführen ist.

Vielleicht ist es für Nichtgläubige schwer nachvollziehbar, dass man in Zeiten, in denen Gott die Welt verlassen zu haben scheint, trotzdem Kraft aus der inneren Überzeugung gewinnen kann und diese mithilft, auch Unerträgliches geduldig zu ertragen. Das Buch präsentiert den Glauben als Überlebensstrategie.

Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, diesen Lebensbericht zu lesen, auch wenn man nicht so stark im Glauben gefestigt ist oder überhaupt Atheist ist.

Was zählt, sind die Erinnerungen von jemandem, der überleben konnte und besonders in der heutigen Zeit wieder die Aufmerksamkeit schulen hilft - gegen Diskriminierung und Ausgrenzung und ihre gefährlichen Folgen.

 

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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86 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 55 Rezensionen

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Briefe an die grüne Fee

Salih Jamal
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.10.2017
ISBN 9783744832809
Genre: Romane

Rezension:

Der Protagonist findet sich auf einem Hochhaus wider, bereit seinem Leben ein Ende zu setzen - und er lässt genau dieses Leben nochmals Revue passieren.
Die gewählte Sprache ist ein Mix aus Poesie, Umgangssprache, Slang und teilweise recht vulgären Ausdrücken, in der sich das Leben des "Helden" auch abgespielt hat. Gezeichnet wird das Bild eines eigentlich recht sensiblen Lebenskünstlers, der zwar hart erscheinen mag, jedoch sehr scharfsinnig seine ihn umgebenden Mitmenschen analysiert. Sein Ziel ist das Leben so intensiv wie möglich zu leben, jede Änderung wird hingenommen. Doch als jemand sein Innerstes berührt, zeigt sich, wie verletzlich der Protagonist eigentlich ist. Er sieht nur mehr im Selbstmord den Weg aus der ihn verletzenden Situation herauszukommen.
Aber ist der Tod wirklich ein Weg?

Als Leser wirft man an manchen Stellen die Frage auf, wie viel davon der Autor selbst erlebt hat, so authentisch klingt es. Dann wieder wirken Stellen überzeichnet.
Dieses Buch kann nicht als unterhaltende bezeichnet werden. Es fordert viel mehr heraus, bringt zum Reflektieren und Nachdenken.
Es wird möglicherweise polarisieren, doch keinesfalls kaltlassen.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Ich bin dann mal was Blödes tun

Mad Köninger
Flexibler Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.10.2017
ISBN 9783744882132
Genre: Humor

Rezension:

ADHS - eine Krankheit, die vielleicht gar keine Krankheit ist, oder doch? Der Autor hat jedenfalls mit der Krankheit zu kämpfen, die ihn zum Pausieren des Studiums zwingt und in einer Klinik behandelt wird. Mit einem gesunden Schuss Humor zieht er alles durch den Kakao, was ihm vor die Feder kommt, sich selbst mit eingeschlossen. Das Buch wird zu einem vergnüglichen Leseabenteuer, bei dem man sich diebisch freut, wenn andere "ihr Fett" abbekommen, um kurz darauf festzustellen, dass man nun grad selbst an der Reihe ist.
Die Schwächen werden mit so viel Witz und Herzlichkeit aufgezeigt, dass man kaum aus dem Schmunzeln herauskommt.
Eine vergnügliche Unterhaltung, nicht nur für lange Winterabende.

Ich vergebe gern 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Verloren im Traum

Karolyne Stopper
E-Buch Text: 391 Seiten
Erschienen bei null, 05.05.2016
ISBN B01F9ISMYS
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Cover:

Ein verschneiter Feldweg im Vordergrund führt zu einer Burg inmitten einer abendlichen Schneelandschaft, in der noch immer dichte Flocken fallen. Dieses Cover ist ein Aquarell, dass der Autorin für dieses Buch zur Verfügung gestellt wurde.

 

Zum Inhalt:

Die Erzählung spielt im Mittelalter.

Caroline soll heiraten – frisch aus dem Kloster sofort zum Traualtar. Doch leider ist der für sie von ihrem Vater ausgewählte Ehemann alles andere als liebenswert und so kommt, was kommen muss. Um dem Schicksal ihrer Schwestern zu entgehen und an der Seite eines ungeliebten Mannes leben zu müssen, flieht die junge Frau

Hals über Kopf aus der elterlichen Burg.

Rasch gerät sie von einem Abenteuer ins nächste. Tollkühn begibt sie sich in Gefahren, meist ohne recht zu überlegen, welche Konsequenzen ihre Handlungen haben könnten, dabei findet sie immer wieder Mitstreiter, die sie aus misslichen Situationen retten bzw. Kontrahenten, die sie in diese Situationen bringen.

 

Zum Stil:

Sehr anschaulich und spannend erzählt die Autorin vom Schicksal Carolines. Sie schafft es dabei, ohne Schilderungen von brutaler Gewalt auszukommen, ohne dass das Buch an Spannung einbüßt.

 

Fazit:

Das Buch hat alles, was ein romantisches Frauenherz höher schlagen lässt – das ist einerseits das Tolle daran, andererseits nährt es jegliches vorstellbare Klischee. Caroline (mutig – eigentlich aber eher unüberlegt und unvorsichtig, frei – und trotzdem ständig gefangen) blamiert sich eigentlich oft bis auf die Knochen, kommt mit ihrer Art jedoch gut bei Männern an und kann sie daher oft um den Finger wickeln. Zu ihr, der Heldin der Geschichte, konnte ich leider nur ein ambivalentes Verhältnis aufbauen, weil mich dieses Frauenbild ärgert – ein wenig wie Shakespeares Widerspenstige, die doch immer wieder den tollen männlichen Helden braucht und begehrt sein will.

Trotzdem: Das Buch hat was, man kann es kaum aus der Hand legen.

 

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

                                   

 

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Das gläserne Tor: Roman (Gracia & Anschar)

Sabine Wassermann
E-Buch Text: 539 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 27.07.2018
ISBN 9783962151638
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das gläserne Tor_Sabine Wassermann

 

Das ansprechende Cover zeigt eine junge Frau, die, umgeben von Wasser, eine fremde Welt betritt.

Berlin, im 19.Jhdt. – Grazia wächst als Tochter eines Gelehrten auf, erzogen im Stil ihrer Zeit. Als sie eines Tages ihren Verlobten Friedrich bei archäologischen Ausgrabungen begleitet, erlebt sie eine mysteriöse Begegnung mit einem Mann, bei dem es sich um einen Wassergott handeln könnte. Dies stellt ihre Welt auf den Kopf.

Sie fällt in einen See und erwacht plötzlich in einer ganz anderen, fremdartigen Welt wieder, in der Wassermangel zu herrschen scheint. Zu Anschar, einem Gefangenen des Wüstenvolkes, bei dem sich Grazia wiederfindet, fühlt sie sich hingezogen.

Flucht, Abenteuer, Gefahr, freizügige Sitten und eine schwebende Stadt ziehen Grazia einerseits an, andererseits ist sie in ihren Konventionen gefangen, aus denen sie sich nur schwer befreien kann.

Anschar hat viel zu erdulden, er wird zum Spielball zwischen zwei Herrschern. Die brutale Gewalt, die er erlebt, scheint teilweise etwas zu dick aufgetragen. Die beiden Herrscher werden ein wenig klischeehaft als gut bzw. böse dargestellt.

 

Die Sprache ist anschaulich, die fremde Welt entsteht rasch vor dem Auge des Lesers. Es ist vergnüglich Grazias und Anschars unterschiedlichen Lebenseinstellungen zu folgen und mitzuerleben, dass Liebe alle Schwierigkeiten zu überwinden scheint, wenn es da nicht einige gäbe, die da kräftig mitmischen…

 

Fazit: Das spannende Buch ist ausdrucksstark, teilweise humorvoll geschrieben, es ermöglicht einen zwar fantasievollen aber doch auch faszinierenden Blick auf unterschiedliche Kulturen.

Leider scheinen beim Korrekturlesen einige Fehler übersehen worden zu sein, das stört beim Lesen ein wenig.

Auch wenn man manchen Teile ein wenig straffen könnte (die Folterschilderungen sind mir persönlich zu langatmig), kann ich dieses Buch mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen und freue mich schon auf den nächsten Band dieser Reihe.

 

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

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Kreaturenjagd

Vianka Van Bokkem
E-Buch Text: 29 Seiten
Erschienen bei Domus Supernaturalis, 07.09.2015
ISBN 9781507119747
Genre: Sonstiges

Rezension:

Kreaturenjagd_Vianka van Bokkem

 

Elixia wird geschaffen, um die Welt vor bösartigen Kreaturen zu schützen. Sie scheint einzigartig zu sein, doch hat man ihr alles gesagt, was es zu wissen gibt?

 

Das sehr kurze Buch ist im Stil einer Inhaltsangabe geschrieben, es wirkt wie eine Zusammenfassung eines Fantasyromans. Einfache Wortwahl, knappe Dialoge und grob strukturierte Ereignisse sind die Essenz, aus der diese Geschichte gemacht ist.

 

Wer sich Ideen für Geschichten holen möchte, ist mit dem Buch gut beraten. Es bietet viele Möglichkeiten, um sich selbst mehr Details zu erfinden und die Geschichte damit auszuschmücken.

Wer allerdings spannende Action und abwechslungsreiche, niveauvolle Dialoge erwartet, wird enttäuscht.

 

Für die Grundidee vergebe ich 4 Punkte, doch der Gesamteindruck führt zu 3 von 5 Sternen.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Schlaglöcher

Corina Lendfers
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 30.07.2018
ISBN 9783746037202
Genre: Romane

Rezension:

Eine junge Frau, die angespannt in steifer Haltung an einer bekritzelten Wand lehnt, scheint ihre Hoffnung verloren zu haben. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die Verwendung von kalten Farben. Meine ersten Assoziationen im Zusammenhang mit dem Titel, als ich das Cover betrachtete, waren „Gewalt“ und „Flucht“.

 

Die schwangere Protagonistin Josephine, Lehrerin, die lieber auf den Namen Jo hört, lebt mit ihrem Freund Patrick, einem Anwalt, augenscheinlich glücklich. Doch als sie sich für einen Obdachlosen, der im Park von Jugendlichen zusammengeschlagen wird, einsetzt und dafür selbst im Spital landet, ändert sich ihr Leben schlagartig. Gegen den Widerstand ihres Freundes begibt sie sich auf die Suche nach dem Opfer. Sie setzt alles aufs Spiel – ihre Beziehung gerät ins Wanken, ihre Mutter würde Hilfe benötigen, die Schwangerschaft scheint ihr nicht besonders wichtig zu sein – sie passiert so nebenbei) – und das macht die Erzählung leider absolut unglaubwürdig.

 

Was interessant und vielversprechend begonnen hat, verkommt immer mehr zu einem verklärten Hollywood-Klischee, sodass die heile Welt eher in der Obdachlosigkeit zu liegen scheint, denn im „normalen“ Leben, ohne das es aber nie möglich wäre, all die vielen Dinge zu kaufen, die Jo sich immer noch leisten kann, um die Situation der Obdachlosen zu verbessern.

Die Wirklichkeit sieht meiner Meinung nach anders aus. Das Buch hätte das Potential dazu gehabt, wirklich aufzurütteln und betroffen zu machen – das tut es auch in einigen Teilen, aber eben leider nicht in allen, schade.

Was das Buch aber bewirken kann, ist die Schulung der Aufmerksamkeit Obdachlosen gegenüber. Man lernt Lebensgeschichten kennen und kann sich so in die Situation der Menschen hineinversetzen. Vielleicht hilft das Buch ja mit, wieder mehr Respekt vor Menschen zu lernen, die Schicksalsschläge zu verkraften haben und denen es nicht immer gelingt, sich dem System unterzuordnen. Es stellt auch die Sinnhaftigkeit von sozialen Maßnahmen in Frage und zeigt auf, wie kompliziert es manchmal ist, an Hilfe zu gelangen.

 

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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16 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Das Rosenmedaillon

Betty J. Wendl
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 12.06.2018
ISBN 9783752862713
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Cover:

 

Ein Medaillon auf einem Stoff, der mich irgendwie an eine Riesenschlange erinnert, ziert das Cover. Vielleicht ist das so beabsichtigt, denn „falsch wie eine Schlange“ scheinen hier mehrere Figuren des Buches zu agieren.

 

Zum Inhalt:

Die 16-jährige Helena ist eigentlich ein ganz normales Mädchen, das in der Schule nicht unbedingt zu den beliebtesten gehört. Seit sie auf einem Flohmarkt ein altes Medaillon erstanden hat, plagen sie seltsame Träume. Und dann tauchen auch noch zwei neue Mitschüler auf, deren Vater zu allem Überfluss der Chef ihres eigenen Vaters wird.

Helena beginnt allmählich an ihrem Verstand zu zweifeln, da die Träume real wirken. Erst langsam begreift sie, was dahinter steckt und sie beginnt mehrere Paralleluniversen zu erforschen. Das bringt nicht nur sie selbst in Gefahr und bald schon weiß sie nicht mehr, ob bzw. wem sie überhaupt trauen kann.

 

Zum Stil:

Die Grundidee von mehreren Paralleluniversen ist hochinteressant, birgt aber auch die Gefahr Verwirrung zu erzeugen, daher ist das Lesen nicht immer nur angenehm. Es verlangt eine hohe Konzentration, um sich in den verschiedenen Welten, mit den häufig wiederkehrenden Personen, die trotzdem irgendwie anders sind, zurechtzufinden. Die am Ende des Buches angefügte Information über die Protagonisten und die Welten hilft, sich besser zu orientieren, nimmt aber nicht alle Fragen, die sich stellen.

 

Fazit: Man kann gut mit der Protagonistin mitfühlen und so wie sie Vertrauen zu Personen fassen, um im nächsten Moment wieder voller Zweifel von ihnen abzurücken.

Die überraschende Wende am Schluss macht Lust auf den Folgeband. Trotz einiger Ungereimtheiten bleibt zu sagen: „Das Buch hat was.“

 

Ich vergebe 4 von 5 Punkten und freue mich schon auf die Fortsetzung.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

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Bäume pflanzen am Meeresgrund

Elias Wittekind
E-Buch Text: 298 Seiten
Erschienen bei null, 21.07.2018
ISBN B07FS41YS6
Genre: Sonstiges

Rezension:

Bruno und Leander - eine Liebesgeschichte der anderen Art, die wie der Blitz ins Leben der beiden einschlägt!
Bruno ist vom Leben geprägt. Die vielen Enttäuschungen, die er erlebt hat, machen aus ihm einen misstrauischen Menschen, der zwar geliebt, aber eben doch nicht geliebt werden möchte. Er ist zwiespältig in seinem Verhalten, in seinen Gedanken.
Ganz anders erscheint Leander, ein lebensbejahender, unkomplizierter Idealist, der Bruno seine ganze Liebe schenken will.
Doch die Sache ist nicht so einfach, denn Bruno muss erst lernen, jemandem uneingeschränkt zu vertrauen. Ob es ihm gelingt?

Der Autor hat mit diesem Roman eine tiefgründige, ans Herz gehende Geschichte geschrieben, in der zarte, zutiefst emotionale Gedichte und Gedanken auf philosophisch anmutende Gedanken treffen, in der auch Schilderungen der Kindheit dem Leser Einblick in die Entwicklung der Protagonisten geben und in der auch die Darstellung brutaler sexueller Handlungen ihren Platz hat.

Für dieses Buch benötigt man Zeit, für die vielen Facetten, um das Innenleben der Liebenden zu begreifen und um ihre Zweifel und Verzweiflung mitzufühlen.

Ist die Liebe zwischen den beiden möglich? Oder kann sie so viel Bestand haben, wie ein Baum, der am Meeresgrund gepflanzt wird?

Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die bereit sind, sich auf fordernde, detailreiche Texte einzulassen.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

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Engel der Frequenzen

Jay Kay
Flexibler Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 10.07.2018
ISBN 9783752805321
Genre: Fantasy

Rezension:

In zwei Vignetten erzählt der Autor Geschichten von Kinderarbeit und der Gefahr des Lebens auf der Straße.
Die Mischung aus Realität und dem Eingriff übernatürlich-natürlicher Wesen in das menschliche Leben machen die Erzählungen interessant und regen zum Nachdenken an.
Das Büchlein ist schnell gelesen, die Gedanken bleiben aber länger beim Inhalt.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Das Schweigen der Rohrsänger

Thomas Christen
E-Buch Text: 263 Seiten
Erschienen bei Bookshouse, 11.05.2018
ISBN 9789963539123
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Frauen (Mutter und Tochter) sind auf der Suche nach Sicherheit. Nachdem die Lebensumstände (Tod des Ehemanns/Vaters, Bedrohung und ungewisse Zukunft) nur eine Möglichkeit zu bieten scheinen, begeben sich die beiden auf einen gefährlichen Weg, der sie bis Deutschland führen soll.
In Zeitsprüngen gibt der Autor einen Einblick in die afghanische Vergangenheit und die Gegenwart. Der im Titel genannte Rohrsänger spannt einen beinahe poetischen Bogen vom Beginn zum Ende des Buches.
Die Schilderung der Flucht lässt den Leser miterleben, welche unterschiedlichen Menschen die beiden Frauen kennenlernen, welche schwierigen bzw. gefährlichen Situationen sie zu meistern haben und welche menschenunwürdigen Bedingungen die beiden ertragen, um ihrem Lebenstraum ein Stückchen näher zu kommen.
Das Buch räumt mit Vorurteilen auf, ohne belehren zu wollen. Es lädt zum Nachdenken und Mitfühlen ein und ermöglicht ein besseres Verständnis von kulturellen Unterschieden, ohne Bewertungen aufzudrängen.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Träumer

Simon Belling
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei epubli, 05.12.2017
ISBN 9783745063264
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Till hat Alpträume, eigentlich nur einen - immer wieder den selben. Allmählich verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit. Und aus Angst seine Mutter zu verlieren, lässt sich Till auf einen gefährlichen Handel ein - er soll für einen toten Mörder tätig werden...
Was ist Wirklichkeit? Was Traum? Wodurch wird unser Leben beeinflusst? Was macht uns von jemandem anderen abhängig?
Das sind die Hauptfragen, um die es in diesem Buch geht.
Obwohl die Grundidee gelungen ist und inhaltlich auch das Ende für Überraschungen sorgen kann, gibt es einige Verbesserungsmöglichkeiten. Während Nebensächliches (wie die Wohnumgebung der Psychologin) beinahe akribisch beschrieben werden, werden wichtige persönliche Entscheidungen, über die jeder halbwegs denkende Mensch mindestens monate-, wenn nicht jahrelang nachdenken würde, innerhalb von Tagen getroffen. Diese Stellen sind meiner Meinung nach für den Leser nicht nachvollziehbar.
Es sind gute Ansätze vorhanden, die noch gut ausgebaut werden können.

Ich vergebe 2,5 von 5 Sternen.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Die Teufelsmalerin

Sabine Wassermann
E-Buch Text
Erschienen bei Edel Elements, 07.06.2018
ISBN 9783962151669
Genre: Romane

Rezension:

Das katholische Mainz wird während des 30-jährigen Krieges von den protestantischen Schweden eingenommen. Zu den Gräueltaten der Besatzer kommt der Kleingeist der Spießbürger von Mainz, die in einer malenden Frau wie Henrietta Güntelein eine "Teufelsmalerin" sehen und der der Hexenprozess gemacht werden soll.
Es gelingt ihr mit Hilfe von Thomas Hartenberg, einem Maler im Gefolge der Besatzer, ihre Unschuld zu beweisen - wie kann damit zwar ihr Leben retten, es wird ihr aber verboten zu malen.
Henrietta lebt allein und unverheiratet mit ihrem schwerkranken Vater und der Magd Priska in einem aufgelassenen Gasthof, der zum Quartier einer Rotte Besatzer wird.
Thomas Hartenberg verliebt sich in Henrietta und macht sie zu seiner Malergehilfin, er versucht sie vor den Soldaten zu schützen.
Sehr lebendig wird die Lage der Menschen in der besetzten Stadt geschildert, zudem bekommt der Leser einen Einblick in das Leben des Trosses und erfährt u.a. vom Schicksal der Trosshure Jette und einem stummen Jungen, der sich aus Not ebenfalls seinen Peinigern anschließen musste.
Obwohl Henrietta verboten wurde zu malen, drängt ihr Vater darauf, dass das begonnene Gemälde von ihr fertiggestellt werden solle, weil er dazu nicht mehr in der Lage war.
Welche Entscheidung wird Henrietta treffen? Beginnt sie heimlich zu malen? Wie wird es ihr mit den Soldaten im Haus ergehen? Welche Rolle wird Thomas in ihrem Leben spielen?

Der Erzählstil ist flüssig, die Charaktere wurden lebendig dargestellt, sodass sich die Geschichte gut lesen lässt. Es wird anschaulich erzählt, wie jemand konsequent seinen Lebenstraum zu verwirklichen sucht. Insgesamt sind viele Teile des Romans glaubhaft, einige Stellen wirken eher oberflächlich.
Das Buch ist als Urlaubslektüre gut geeignet, wer aber nach Tiefgründigem sucht, wird enttäuscht.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Feliccima - Am Ende des Regenbogens

Katrina Lähn
E-Buch Text: 239 Seiten
Erschienen bei null, 28.07.2018
ISBN B07CWX6B84
Genre: Sonstiges

Rezension:

Emma hat Probleme. Eigentlich ist sie ja nur der Platzhalter für den wahren Herrscher von Feliccima, trotzdem trachten ihr viele nach dem Leben. Ein Ball, der ihr helfen soll, dem Frieden einen Schritt näher zu kommen, entwickelt sich zu einer Katastrophe.
Wer sind die Rädelsführer? Wer unterstützt sie? Als Leser kann man mitraten, doch die Autorin versteht es geschickt, falsche Fährten zu legen, sodass es bis zum Ende hin abwechslungsreich bleibt.
Kämpfe, der Verlust geliebter Menschen und die Suche nach dem wahren Herrscher von Feliccima prägen diesen finalen Band.

Alle Fragen, deren Antwort man drei Bände lang herbeisehnte, werden auch wirklich beantwortet. Dieses spannende, im Vergleich zu den ersten drei Bänden, etwas kürzere Buch wartet mit temporeicher, fantasievoller und nachvollziehbarer Handlung auf und verspricht einen wahren Lesegenuss.

Man darf gespannt sein, ob diese Reihe auch einmal auf der Leinwand zu sehen sein wird. Das Potenzial dazu hat es allemal.
Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Chris. Immer weiter.

Rainer Schneider
Flexibler Einband: 259 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 19.04.2017
ISBN 9781541035553
Genre: Romane

Rezension:

Die zwölfjährige Chris hat Glück. Sie ist hübsch, hat Bühnenpräsenz und gesangliches Talent. Kein Wunder also, dass sie bei einer Castingshow zu einer Märchenrevue allen anderen vorgezogen wird.
Dann beginnen die Proben mit ihrem "Entdecker" Bremer, die sie bis an ihre Grenzen bringen. Unerfahren, wie sie ist, muss sie die Schattenseiten erkennen, denn ihre Stimme reicht nicht aus - das redet ihr Bremer ein, der ja von Beginn an ganz was anderes im Sinn hatte. Und so zerstört er Stück für Stück Chris' Leben. Was als große Chance begonnen hat, ist ein Alptraum geworden, aus dem es Jahrezehnte später noch immer kein Entkommen gibt, obwohl Bremer physisch gar keine Gewalt mehr über die junge Frau hat.
Vor dem Hintergrund der Wende werden die Machenschaften des DDR-Regimes angeprangert, die es einem Opfer beinahe unmöglich machen zu seinem Recht zu kommen. Mit einer analytischen Deutlichkeit führt der Autor dem Leser vor Augen, wie "erlernte Hilflosigkeit" funktioniert, denn alle, die Chris irgendwie helfen könnten, schauen weg, verleugnen Offensichtliches oder helfen nur halbherzig, um die eigene Haut zu schützen - vielleicht nicht immer aus Berechnung, oft auch aus einer Ohnmacht heraus - dem Staat/ dem Materialismus gegenüber.
Wird es Chris gelingen aus diesem Teufelskreis auszubrechen und ihr Leben "wieder auf die Reihe" zu kriegen?

Der Leser dieses Buches muss bereit sein, sich auf schwere Kost einzulassen. Die Klarheit der Sprache bringt die Methoden des Regimes deutlich zum Vorschein, mit denen unerwünschtes Verhalten einfach weggeleugnet wird, weil man weiß, dass die Bürger aus Angst das Aufdecken von Missständen vermeiden werden. Chris Schicksal wir aufgezeigt, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Das schätze ich sehr.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Jamies Schuld

Arian Freyberg
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 28.09.2018
ISBN 9783752880724
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Jamies Schuld“ ist ein Roman, der im England des 19. Jhdts. spielt.

Die Schuld, die Jamie angelastet wird, ist der Tod seiner Mutter bei seiner Geburt. Sir Robert hasst Jamie daher und auch sein Bruder George spielt ihm übel mit. Aus diesem Grund hat Jamie seinen Frieden in der Natur gefunden, im Eichenwald des riesigen Anwesens.

Doch die Idylle soll ein jähes Ende finden, als sich die beiden Brüder in ein und dieselbe Frau verlieben. Darüber hinaus verlangt sein Vater eine Vernunftehe, die ihm ein profitables Holzgeschäft ermöglichen soll. Jamie bemüht sich um die Anerkennung und Liebe seines Vaters und setzt alles daran zu zeigen, dass er etwas wert ist.

Kann er gegen seinen Bruder bestehen und die Achtung seines Vaters erlangen? Und gibt es vielleicht doch eine Schuld, die Jamie zu verantworten hat?

 

Dieses Buch ist einfach zu lesen, aber keine einfache Lektüre. Es spielt es mit Erwartungshaltungen und Klischees, die unerwartet gebrochen werden. Der Roman ist tiefgründig, er stürzt den Leser in einen wahren Gefühlscocktail und lässt einen bis zum Ende hin nicht los.

Eine eigene Note hat das Buch auch dadurch, dass der Vorname des Autors nur im Impressum ausgeschrieben ist, sonst steht A.

 

Ich vergebe 5 von 5 Punkten und eine Leseempfehlung für alle, die auch mit einem Ende umgehen können, das man sich eigentlich so nicht wünschen würde.

 

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Der Kuss des Menschenfressers: Staatsanwalt Oberlins dritter Fall

J. J. Caesing
E-Buch Text: 186 Seiten
Erschienen bei null, 20.06.2018
ISBN B07DX2MDDR
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zum Cover:

Das Cover zeigt einen Wasserspeier des Doms zu Straßburg, der von den Einheimischen „Menschenfresser“ genannt wird. Der Blick wird von einer steinernen Figur angezogen, besonders das weit aufgerissene Maul mit dem gähnenden schwarze Schlund bietet eine ausgesprochen passende Symbolik, denn vor dem Kuss des Täters in diesem Buch, sollte man sich fürchten, besonders wenn man ein kleines Mädchen ist.

 

Zum Inhalt:

Nach „Der dritte Tote“ und „Tod eines Ehrenmannes“ ist dies bereits der dritte Fall des Militärstaatsanwalts Jean Oberlin. Ohne diese beiden Bücher zu kennen, ist es trotzdem einfach, sich einzulesen und dem Protagonisten zu folgen, der in der Zeit des 1. Weltkrieges den abscheulichen Mord an einem kleinen Mädchen im Elsass aufklären soll. Welche Bedeutung hat der Uniformknopf in der Hand des Kindes? Details dieser Tat erinnern ihn an seine Kindheit, denn vor ca. 30 Jahren war in seinem Heimatort an seiner Klassenkameradin Beatrice ein ähnliches Verbrechen verübt worden, das nie aufgeklärt wurde.

Im Rahmen seiner Ermittlungen stößt Oberlin auf immer mehr Parallelen, sodass er sich bald sicher sein kann, einen Serienmörder zu verfolgen. Das gestaltet sich allerdings schwierig, denn die Front verläuft genau da, wo Oberlin Nachforschungen anstellen muss. Außerdem werden mehrere Personen unter Druck gesetzt mit dem Ziel, die Ermittlungen fallenzulassen.

Wer steckt dahinter? Wer schützt den Verbrecher? Und: Wer ist der Täter?

 

Zum Stil:

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und lässt den Leser das Geschehen aus der Sicht des Ermittlers erleben, seine Überlegungen und Gedanken mitdenken. Darüber hinaus wird die Stimmung, die Angst und Gefahr, die durch den Frontverlauf gegeben ist, plastisch eingefangen.

Die Kritik an der Vorgehensweise von kirchlichen Würdeträgern und sozialkritische Gedanken sind geschickt in der Story verpackt.

 

Fazit:

Der gut recherchierte Roman bietet nicht nur spannende Unterhaltung, er wartet auch mit vielen informativen Details über Land und Leute auf. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend, der sympathische und menschliche Militärstaatsanwalt Oberlin wächst einem sofort ans Herz.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen und werde die ersten beiden Bände lesen.

 

 

 

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119 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

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Das Erbe der Macht - Opfergang

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 161 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 15.05.2017
ISBN 9783958342620
Genre: Fantasy

Rezension:

Leonardo ist in den Händen der Feinde, während sich Alex, Jen und Co. in Teams auf die Jagd nach dem 3. Sigilsplitter machen. Kleopatra hat diesmal Heimvorteil, wobei man bei den Gefahren, die sie, Chris und Chloe erwartenh, nicht wirklich von Vorteil sprechen kann. Natürlich hat auch diesmal die Schattenfrau ihre Hand im Spiel und sie ist wieder einmal einen Schritt voraus.
Und dazu taucht noch ein alter/neuer Feind auf, der Alex, Jen und Kevin zusetzt.
Welche Rolle spielt der Liebhaber von Jen? Und hat Johanna einen Teil der Prophezeiung enträtselt? Was hat Max vor?
Viele Fragen, die vielleicht in einem der nächsten Bände geklärt werden.

Ich vergebe auch diesmal 5 von 5 Sternen und beginne sofort mit dem nächsten Lesen des nächsten Bandes.

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Lord Breakinghams Geheimnis: Ein Internatsroman (Überarbeitete Neuauflage)

Frank W. Werneburg
E-Buch Text: 355 Seiten
Erschienen bei null, 13.06.2018
ISBN B07DR15L8P
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Cover:

Alles, was für eine Reise notwendig ist, ist auf dem Cover zu sehen. Diese Grundidee gefällt mir, trotzdem spricht es mich nicht richtig an, weil die Dinge am Rand abgeschnitten erscheinen, was auch so beabsichtigt war. Das gefällt mir persönlich nicht so gut, daher würde ich in einer Buchhandlung eher nicht zugreifen.

 

Zum Inhalt:

Das Waisenkind Chris lebt bei seinen Pflegeeltern in Hongkong, gemeinsam mit seinen beiden „Geschwistern“. Ihr Leben verläuft alltäglich, bis sich sein Leben schlagartig ändert. Ein geheimer Gönner ermöglicht ihm den Besuch einer Eliteschule mit Internat in Großbritannien.

Chris, der bis zu diesem Zeitpunkt in bescheidenen Verhältnissen gewohnt hat, muss sich nun erst mal einleben in einer für ihn ganz anderen Welt. Schnell schafft er es Freunde zu gewinnen, die mit ihm durch dick und dünn gehen.
Wovon viele Kinder träumen, wird für Chris zur Wirklichkeit – und die ist noch viel überraschender, als er es zu denken wagt.

Das Buch erzählt die Entwicklung des Protagonisten und seine Freundschaft mit dem klugen Lamar, mit Twilla, mit der er sich mehrere Kraftproben liefert und mit der scharfzüngigen Branwen sowie deren Familien, ausgeschmückt mit detaillierten Schilderungen von Landschaften und dem Londoner U-Bahnnetz. Die Story ist relativ vorhersehbar, leider enthält sie nur wenig Spannung, man könnte sagen, sie plätschere einfach so dahin.


Zum Stil:
Eine Auffälligkeit war das zeitliche Zurückspringen in der Geschichte. Manchmal ist dieses Stilmittel interessant, weil man Genaueres über ein bestimmtes Ereignis in Form der Rückblende erhält, oft wirkt es aber auch verwirrend. Ich musste öfter zurückblättern, um den Zusammenhang zu begreifen.

Die Geschichte wird nett erzählt, eher unspektakulär. Wer eine beschauliche Erzählung mag, in der es kaum Höhepunkte oder Spannung gibt, wird Freude daran finden.

 

Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

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Agalstra

Anna Herzog
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 20.06.2018
ISBN 9783649624516
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Cover:
Das Cover ist ein Erlebnis - der Theatervorhang bildet den Einband, darunter ist die erste Seite zu erkennen. Der 3D-Effekt hat es in sich.
Wenn man das Buch zur Hand nimmt, fällt der fehlende Mittelteil des Covers immer wieder auf, es wirkt irritierend, wenn kein stabiler Widerstand erwartet werden kann - eine ganz neue Erfahrung.

Zum Inhalt:
Merle fährt mit ihrem 7-jährigen Bruder Felix zu einem Theatercamp, das auf einer alten Burg stattfindet. Schnell sind zwei absolut unterschiedliche Teams gebildet ("Snobs gegen Normalos"), Konkurrenz entsteht, da die beiden Gruppen je ein Theaterstück entwickeln sollen, das dann zur Aufführung kommt. Am Ende winkt ein wertvoller Preis.
Für Jannis, Wladimir, Merle und Felix ist das Entwickeln des Stücks nicht einfach, die Burg wirkt an manchen Stellen bedrohlich und mysteriös, genauso wie der Burgherr. Überall scheint es zu flüstern und kann es sein, dass ein Bild lebendig ist. Eine beinahe vergessene Melodie und ein alter Mann mit Vogel (nicht im Kopf) helfen weiter.
Und dann entdecken die Kinder einen geheimen Zufluchtsort, in dem sie eine Truhe mit Kostümen entdecken. Die Geschichte nimmt ihren Lauf. Sind die Kostüme magisch?

Zum Stil:
Der Leser übernimmt die Rolle des allwissenden Beobachters. Man erlebt mit, was in Merle vorgeht und was rund um sie geschieht. Man verschmilzt nicht mit der Protagonistin und das ist gut so, denn der Text ist vielschichtig. Es gibt - optisch deutlich voneinander getrennt - flüsternde Stimmen, das gespielte Stück und die Handlungen und Vorgänge der Realität. Um dies unterscheiden zu können, ist es notwendig, distanziert zu bleiben.

Fazit: Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren empfohlen. Sicher gibt es viele Kinder, die dieses Buch bereits mit 10 lesen können, aber nicht alle. Es bedarf einer reifen Leseleistung, um die unterschiedlichen Inhalte erfassen zu können. Einige Themen sind mir nur angerissen, aber nicht genauer ausgeführt, auch die Betreuer des Theatercamps sind enttäuschend dargestellt. Sie wirken meiner Meinung nach zwar begeistert, aber ein wenig hilflos, was mir persönlich sauer aufstößt, da ich die Rolle von Theaterpädagogen für wichtig und wertvoll halte und nicht auf diese Weise dargestellt sehen will.
Alles in allem ist die Geschichte spannend, zum Ende hin turbulent und gut zu lesen, daher vergebe ich 3,5 von 5 Sternen.

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Die Kreuzler von Kadmos

Julian B. Simon
Flexibler Einband: 456 Seiten
Erschienen bei tredition, 02.05.2018
ISBN 9783746936468
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Cover:
Der stechende Blick des Kapuzenmannes zieht einen sofort in den Bann. Das Cover mutet seltsam an, so wie der Titel. Die kalten Farben vermitteln zusätzlich das Gefühl einer latenten Bedrohung.

Zum Inhalt:
Max und Gosch, zwei pubertierende Jugendliche sind die Protagonisten dieses Buches. Nicht genug, dass es im Privat- und Schulleben genug Probleme mit lästigen Geschwistern, prügelnden Eltern und mobbenden Mitschülern gibt, passiert Unglaubliches. Zuerst verschwinden Menschen spurlos, ohne dass Lösegeld gefordert wird, dann entdecken sie eine Höhle mit einem Toten, der altertümlich gekleidet ist. Daneben befinden sich unbeschreibbare Dinge, die anmuten, als seien sie aus einer anderen Welt.
Und dann tauchen zwei mysteriöse Kapuzenmänner auf (Oder waren sie vielleicht schon vorher da?), die sich auf die Fersen der beiden Abenteurer heften.
Parallel dazu lebt Celina in einer mittelalterlich anmutenden Welt, wo Dungaber (wie Lehensherren) für ihren Gott Goy den Zehent eintreiben und mit einer brutalen Härte vorgehen, die keinen Widerspruch duldet.
Ob es eine Verbindung zwischen den Welten gibt? Was hat es mit den geheimnisvollen Kreuzlern an sich?

Zum Stil:
Obwohl das Buch in der Kategorie "Jugendbuch" geführt wird, ist es diesem Genre nur bedingt zuzuordnen - inhaltlich schon, sprachlich eher nicht. Einerseits sind Begriffe wie Diorama, Häresie oder Toughe kaum im Sprachschatz von Jugendlichen zu finden und führen vermutlich zu Verständnisschwierigkeiten, andererseits enthält das Werk ein wahres Sammelsurium an abwertenden Ausdrücken, mit denen sich nicht nur die Protagonisten gegenseitig befetzen. Es ist begreiflich, dass damit der Stil von Jugendlichen getroffen werden soll und manchmal wirken diese Beleidigungen unterhaltend und witzig. Die Menge macht's aber aus. Weniger wäre hier wohl mehr.

Fazit:
Das Buch ist für mich als Erwachsene spannend geschrieben. Die einzelnen Handlungsstränge führen noch nicht zusammen, was die Neugier auf weitere Bände anheizt.

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Vampirerwachen

Stefanie Friedl
E-Buch Text
Erschienen bei Traumschwingen Verlag, 31.05.2018
ISBN 9783946127338
Genre: Fantasy

Rezension:

Dieses Buch ist der Auftakt zu einer Vampir-Trilogie.

 Zu Beginn: Hannah und Matthis - eine klassische Liebesgeschichte! Das ändert sich aber sehr schnell, denn als die beiden einander im Wald ihre Liebe schwören, droht Gefahr in Form eines Fledermausschwarms.

Der Biss einer Fledermaus bleibt nicht ohne Folgen, was Matthis „Leben“ für immer umkrempelt. Er begeht furchtbare Taten, verliert seine Familie und wird von Schuldgefühlen geplagt und lernt mühsam sich an das Dasein als Vampir anzupassen und seine neuen Fähigkeiten in den Griff zu bekommen.

Als er eines Tages Elizabet trifft und sich zu ihr hingezogen fühlt, passiert Entscheidendes. Ivan, Elizabets Bruder, wird zum Vampir, wodurch Matthis sich vor eine neue Aufgabe gestellt sieht… und Ivan wird nicht der letzte Vampir bleiben… Jeder Vampir scheint außerdem besondere Fähigkeiten zu besitzen.

Darüber hinaus stellen Gestaltwandler die Vampire vor weitere Herausforderungen, denn nicht alle sind ihnen wohlgesonnen.

Zum Ende der Geschichte hin überschlagen sich die Ereignisse. Matthis wird vor schwierige Entscheidungen gestellt, die weitreichende Konsequenzen haben. Ob er mit diesen Konsequenzen umgehen kann, wird sich in den nächsten Bänden zeigen.

 

Die Autorin schafft es, den Leser in seinen Bann zu ziehen. Man erlebt mit, welche Gedanken und Empfinden die Protagonisten antreiben und zu bestimmten Handlungen bringen. Einzig und allein am Ende werden meiner Meinung nach zu viele Informationen und Themen in die Story eingearbeitet. Es ist zwar wichtig, Vorgeschichten zu erfahren, die Menge wirkt aber ein wenig erdrückend.

 

Fazit: Dieses Buch ist verständlich und spannend geschrieben. Der klare Aufbau erleichtert das Verständnis. Auch für geübte Vampirbuch-Leser bringt die fantasievolle Umsetzung wieder neue Aspekte des Vampirseins, Stefanie Friedl setzt sich über die allgemein vorhandenen Eigenschaften von Vampiren teilweise hinweg, was dem Buch eine besondere Note gibt.

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