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68 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

historischer roman, senegal, floß, 1816, schiffsunglück

Das Floß der Medusa

Franzobel
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 30.01.2017
ISBN 9783552058163
Genre: Romane

Rezension:

Franzobel zeigt in seinem Roman anhand des Untergangs des Schiffes im Jahr 1816, zu welchen Grausamkeiten der Mensch fähig ist, wenn er um sein Überleben kämpft. Auf seiner ersten Fahrt als Kapitän ignoriert Hugues Duroy de Chaumareys alle Warnungen seiner Offiziere und lässt die Medusa auf eine Sandbank auflaufen. Da die wenigen Rettungsboote nur Platz für die gesellschaftlich höher gestellten Passagiere und Offiziere bieten, werden die übrigen 147 Menschen auf einem manövrierunfähigen Floß dem Meer überlassen. Der Hunger und Kampf um die wenig verbliebenen Ressourcen  führt zu Morden und Kannibalismus, sodass letztendlich nur 15 Personen die zwei Wochen auf hoher See überleben.Der Autor verschont einen bei der Schilderung der Grausamkeiten auf keinster Weise. Daher kam ich bei vielen Abschnitten aufgrund der detaillierten Schilderungen der Brutalität und den ekelhaften Vorgängen an Bord der Medusa und des Floßes an meine Grenzen und musste mich überwinden, weiter zu lesen. Auf der anderen Seite gelingt es Franzobel aber dadurch, einem klar zu machen, dass aus Menschen Bestien werden können, wenn sie in Extremsituationen sind.Besonders gelungen fand ich den allwissenden Erzähler in dem Buch, der aus der Warte unserer heutigen Zeit zum Teil Anmerkungen zum Geschehen macht. So schlägt er Besetzungen für Charaktere im Buch vor, sollte das Buch einmal verfilmt werden oder vergleicht die Situation mit den derzeitigen Flüchtlingen im Mittelmeer. Der Schreibstil ist gut zu lesen, man sollte aber doch Interesse am Seemanns-Vokabular haben, da Franzobel die Schiffskatastrophe – so weit ich das beurteilen kann - nautisch korrekt und detailliert beschreibt.Das Floß der Medusa ist somit ein Buch, das einem viel abverlangt – definitiv keine bequeme Lektüre. Aber es ist definitiv auch ein lehrreiches Buch, das einen das Monster in uns Menschen erkennen lässt. 

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61 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

österreich, berge, berg, bergwelt, liebe

Durch alle Zeiten

Helga Hammer
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Ullstein fünf, 13.10.2017
ISBN 9783961010080
Genre: Romane

Rezension:

Elisabeth ist in einfachen Verhältnissen in Österreich groß geworden. Mit siebzehn verliebt sie sich in einen Sohn aus gutem Hause. Da jedoch diese Liebe nicht unter einem guten Stern steht, sucht sich Elisabeth ihren Weg in England. Das Buch beschreibt ihren oft harten Lebensweg von der Kindheit bis in Alter.Der Autorin gelingt es, die Mentalität der einfachen Leuten in den österreichischen Bergen, aber auch die Dünkel der vermeintlich besseren Gesellschaft gut zu vermitteln. Auch wenn mir persönlich die Handlungsweisen von Elisabeth oft fremd waren, so versteht man im Laufe des Buches doch ihre Beweggründe. Wunderbar gelungen ist auch die Darstellung des harten Lebens als Bergbauer, aber auch die herrliche Natur in den Alpen. Dieser Roman ist ein ruhiges, aber immer fesselndes Buch über das Leben einer starken Frau. Wie Elisabeth im Buch sagt: „Geburt und Tod haben Ähnlichkeiten … man muss sich ergeben, so wie der Baum sich dem Sturm ergibt oder der Tag der Nacht.“ (Seite 33). Doch in anderen Lebenslagen ergibt sich Elisabeth nicht ihrem Schicksal, sondern packt es aktiv an. Ich empfehle dieses Buch für ein gemütliches Herbstwochenende auf der Couch. Man sollte sich aber nichts anderes vornehmen, denn man wird das Buch nicht mehr aus den Händen legen können, bis man Elisabeths Geschichte ganz kennt.

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Tags: österreich, starke frau   (2)
 

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belletristik / jugendbuch, mobbing, freundschaft

Ikarus fliegt

Sally Christie , Martina Tichy
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Aladin Verlag, 31.08.2017
ISBN 9783848920891
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Alex will in der Schule nur nicht auffallen, um nicht mit Alan und seinen Kumpeln aneinanderzugeraten. So ist sein oberster Grundsatz immer, nur nicht reagieren. Dies ändert sich zwangsläufig, als er einen Zettel in seiner Schultasche findet, mit der Ankündigung, dass ein Junge fliegen werde. Alex macht sich auf die Suche nach dem Urheber dieses Briefs und muss bald erkennen, dass man manchmal doch etwas tun und Farbe bekennen muss.Das Buch setzt sich mit einem sehr wichtigen Thema, dem Mobbing unter Jugendlichen, auseinander, ohne dabei belehrend zu wirken. Gerade bei Alex finde ich es wunderbar, dass er sich nicht komplett wandelt in seinem Verhalten, sondern einfach nach und nach – oft wohl auch aus einem Zufall heraus – das Richtige tut. Der Schreibstil ist schön flüssig und jugendgerecht, ohne sich unnötig mit Jugendslang anzubiedern. Ich würde mir wünschen, dass dieses Buch auch als Schullektüre gelesen würde, da es sicher gutes Potenzial für Diskussionen über Mobbing bieten würde.

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Tags: freundschaft, mobbing   (2)
 
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