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How to be a girl

Julia Korbik
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Gabriel in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.09.2018
ISBN 9783522305099
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Begriff “Feminismus” ist seit einiger Zeit ja wieder in aller Munde. Doch was genau bedeutet Feminismus eigentlich? Leider herrscht immer noch das Vorurteil vor, dass Feministen Frauen mit Haaren auf den Zähnen und Büschen unter den Achseln sind, die alle Männer scheiße finden.
Nicht ganz so krass, aber mit ähnlichen Gedanken im Kopf bin ich an dieses Buch hier rangegangen. – Ja, tatsächlich, obwohl ich selber eine emanzipierte Frau bin, die auf ihre Rechte besteht und das, immer noch, herrschende Ungleichgewicht der Geschlechter unfair findet. Ich fordere meine Rechte nur nicht lautstark ein und das macht hier den kleinen Unterschied aus.
Diejenigen, die laut sind, fallen auf. Und die, die auffallen, sind nicht selten recht radikal eingestellt und durch die Präsenz dieser Frauen entsteht bzw. entstand leider auch das Vorurteil über Feminismus.

Hier mal eine kleine Definition:

    "Richtung der Frauenbewegung, die, von den Bedürfnissen der Frau ausgehend, eine grundlegende Veränderung der gesellschaftlichen Normen (z. B. der traditionellen Rollenverteilung) und der patriarchalischen Kultur anstrebt" (Quelle: Google)

Klingt in meinen Ohren gut und gar nicht so radikal wie es vorher in meinem Kopf war.
Warum ich euch das alles erzähle? Weil ich finde, dass “How to be a girl: stark, frei und ganz du selbst” meinen Blickwinkel auf das Thema verändert hat und mein Interesse dafür geweckt hat. Und das obwohl ich nicht mehr der Zielgruppe entspreche, denn dieses Buch richtet sich an Mädchen ab 13 Jahren.
Die Autorin, Julia Korbik, spricht in ihrem Buch die jungen Mädchen direkt an, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Das Buch ist altersentsprechend geschrieben und wird sicherlich Gehör und Gefallen bei Mädchen finden, die sich für das Thema interessieren.

Besonders gut gefallen haben mir die Kurzporträts wichtiger Frauen aus den letzten Jahrhundert und was sie für die Rechte der Frau getan haben. Dass wir Frauen wählen dürfen, studieren oder arbeiten, dass wir auch im Gesetz gleichberechtigt sind, ist gar nicht so lange her und sich das mal zu vergewissern, empfinde ich als sehr wichtig. Daher gefällt es mir auch, dass sich das Buch an Mädchen im Teenageralter richtet.
Julia Korbik zeigt auf, dass wir Frauen und Mädchen uns nicht alles gefallen lassen dürfen, auch wenn es sich um eine vermeintlich humorvolle Bemerkung des Mathelehrers handelt.

Das Buch beinhaltet zusätzlich noch weitere Themen, die das alltägliche Leben betreffen. Wieso ich mir für meine Rezension vorrangig den feministischen Hintergrund ausgewählt habe?
Zum Einen, weil das Buch auch etwas mit mir gemacht hat und mein Interesse am Feminismus neu entfacht hat und zum Anderen, weil ich hier auch meinen größten Kritikpunkt am Buch sehe.

Grundsätzlich mag ich das Buch, was ich aber kritisch sehe, ist die – mehr oder weniger – subtile Botschaft, die das gesamte Buch über mitschwingt und zum Ende hin immer konkreter wird: “Lehne dich auf und ändere etwas an deiner gesellschaftlichen Rolle!”
Das mag oberflächlich betrachtet nicht die schlechteste Botschaft sein, doch leider erzeugt sie auch Druck. Junge Mädchen im Alter von 13+ Jahren sind vollauf mit sich selbst beschäftigt. Da ist es wichtig herauszufinden, was sie wollen und was nicht. Ihnen allerdings implizit die Verantwortung zu übertragen, sich für ihr Geschlecht einzusetzen, kann auch nach hinten losgehen.
Mädchen, die bereits stark sind und dieses Buch lesen, denen wird die Botschaft vermutlich den richtigen Auftrieb geben. Mädchen, die noch eher unsicher sind, die könnten eventuell noch mehr verunsichert werden, weil sie sich vielleicht bestimmte Dinge nicht trauen, die im Buch vorgeschlagen werden.

Mädchen an das Thema Feminismus heranzuführen, ohne ihnen gleich die eigene Überzeugung überstülpen bzw. aufdrücken zu wollen, ist hier wohl der Knackpunkt.

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Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 10.11.2017
ISBN 9783446259034
Genre: Jugendbuch

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92 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 41 Rezensionen

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Timeless - Retter der verlorenen Zeit

Armand Baltazar , Tanja Ohlsen , Armand Baltazar
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei cbj, 23.10.2017
ISBN 9783570174470
Genre: Comics

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Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz , Jim Kay
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 04.10.2017
ISBN 9783551559036
Genre: Jugendbuch

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311 Bibliotheken, 7 Leser, 7 Gruppen, 26 Rezensionen

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Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Der unsterbliche Alchemyst

Michael Scott , Ursula Höfker
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.10.2008
ISBN 9783570133774
Genre: Fantasy

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758 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

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Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

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628 Bibliotheken, 23 Leser, 1 Gruppe, 178 Rezensionen

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Liebe findet uns

J. P. Monninger , Andrea Fischer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 14.07.2017
ISBN 9783548289557
Genre: Liebesromane

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

dämonen, engel, fantasy, gray, jugendroman, kuss, liebe, liebesroman, spannung, tod, übersinnlich, young adult

Gray Kiss

Michelle Rowen , Gisela Schmitt
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.12.2013
ISBN 9783862788811
Genre: Fantasy

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190 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 60 Rezensionen

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Dark Kiss

Michelle Rowen , Alexandra Hinrichsen
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 01.05.2013
ISBN 9783862787319
Genre: Fantasy

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Level 6 - Unsterbliche Liebe

Michelle Rowen
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.09.2015
ISBN 9783733785482
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman
E-Buch Text: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugend-E-Books, 21.09.2017
ISBN 9783733650155
Genre: Jugendbuch

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(27)

34 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

barbara ros, fee, feen, feenschule, internat, kinder, purpurwald, trolle

Die Feenschule - Zauber im Purpurwald

Barbara Rose , Naeko Ishida
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 22.08.2016
ISBN 9783789146268
Genre: Kinderbuch

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726 Bibliotheken, 41 Leser, 0 Gruppen, 149 Rezensionen

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Save Us

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 31.08.2018
ISBN 9783736306714
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit diesem Band habe ich Abschied genommen von Maxton Hall und von Ruby und James. Auch wenn mir alle drei Bücher ganz gut gefallen haben, muss ich sagen, dass ich froh bin, dass die Reihe nun zu Ende ist. Wieso genau, erläutere ich euch gleich in meiner Rezension.

Der erste Band “Save Me” war rasant und sehr spannend – das Buch hat mir sehr gut gefallen. Band 2 (“Save You”) war tiefgründiger, dafür aber wesentlich langsamer und mit viiiiel Drama.
Ich hatte etwas Sorge, dass sich das Drama aus dem zweiten Band in “Save Us” fortsetzen wird, war dann beim Lesen aber beruhigt, dass es sich auf ein, für mich, sehr erträgliches Maß reduziert hat.
Interessant fand ich auch, dass im ersten Band nur aus Sicht der beiden Protagonisten Ruby und James geschrieben wurde, in Band 2 kamen dann auch die Geschwister Ember und Lydia zu Wort und jetzt hier im letzten Band durften wir Leser noch aus den Perspektiven anderer Charaktere lesen. Das hat mir sehr gut gefallen und hat die Geschichte etwas aufgelockert.

Warum ich froh bin, dass die Reihe ein Ende gefunden hat? Weil ich einfach finde, dass Ruby und James’ Geschichte zu Ende erzählt wurde. Es gibt nichts mehr, was mich noch reizen würde, nichts mehr, weswegen ich noch einen weiteren Band lesen müsste bzw. wollen würde.
Während ich den ersten Band er Maxton Hall Trilogie noch inhaliert hatte, brauchte ich für den zweiten Band schon signifikant länger und jetzt für den Abschlussband sogar noch länger als für Band 2. Obwohl durchaus Neues und auch Interessantes passiert ist, konnte mich das Buch nicht mehr wirklich mitreißen.
Ich bin froh, dass die Trilogie einen schönen Abschluss gefunden hat und bereue es definitiv nicht die Bücher alle drei gelesen zu haben, aber, wie gesagt, ich bin jetzt durch damit.

Wie in den ersten beiden Bänden ist Mona Kastens Schreibstil gewohnt gut, locker und leicht. Mir gefällt es immer noch sehr wie überlegt Ruby ist und welche Wendung James und auch Lydia mitgemacht haben. Mir ist es wichtig, dass Charaktere sich in Büchern weiterentwickeln und das haben die Charaktere in der Maxton Hall Trilogie allesamt getan.

Einige, ganz wenige Punkte sind zwar noch offen geblieben, aber insgesamt hat die Trilogie, mit ihrem Happy End, einen guten Abschluss gefunden. Das hätte nach Band 2 auch anders enden können. Glücklicherweise hat sich die Autorin dafür entschieden.

Fazit

Nachdem schon der zweite Band von mir nur knappe vier Sterne erhalten hat und ich bei “Save Us” leider noch seltener zum Buch gegriffen habe, reicht es dieses mal “nur” für drei Sterne. Das Buch und auch die gesamte Trilogie hat mir insgesamt gut gefallen, doch meiner Meinung nach ist die Geschichte jetzt einfach zu Ende erzählt. Ein wenig Aufregung und Drama war noch drin (glücklicherweise nicht mehr), doch irgendwie hat mich das Ende der Trilogie nicht mehr so gereizt wie die ersten beiden Bände.

Für einen guten Abschlussband, der mich allerdings nicht ganz überzeugen konnte, gibt es von mir gute 3 von 5 Sternen.

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24 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Thalamus

Ursula Poznanski , Jens Wawrczeck
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.08.2018
ISBN 9783844530919
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich lese ich ja lieber Bücher und höre eher selten Hörbücher, besonders, wenn es um Bücher einer meiner Lieblingsautorinnen geht. Doch als “Thalamus” erschienen ist, hatte ich leider kaum Zeit zum Lesen, dafür aber zum Hören, da ich dafür sehr gut die Fahrten zur Arbeit und wieder zurück nutzen konnte und auch wollte.
Das Hörbuch musste also her. Als großer Drei ??? Fan ist mir dann auch sofort positiv aufgefallen, dass “Thalamus” von Jens Wawrczeck gelesen wird. Ich mag seine Stimme und finde, dass er die verschiedenen Charaktere sehr gut intonieren kann.

Eine Autofahrt dauert bei mir in der Regel so um die 20 Minuten, also dachte ich, ich wäre relativ schnell fertig mit dem Hörbuch. Als ich dann nach 8 Tagen immer noch am Hören war und mich wunderte, da die Geschichte nicht den Eindruck machte, das sie sich schon dem Ende zuneigen würde, wurde mir bewusst, dass ich einem Schreibfehler auf den Leim gegangen bin.
Auf der Verpackung meines Hörbuchs steht an zwei Stellen, dass das Hörbuch 2h und 8 Minuten lang sei. Ehrlich gesagt wunderte ich mich auch über diese kurze Laufzeit, da es sich ja um eine ungekürzte Lesung handeln sollte und ich angenommen hatte, das Buch sei relativ seitenstark.
Als die 2h und 8 Minuten dann schon etwas länger überschritten waren, nahm ich erneut die Verpackung des Hörbuchs zur Hand, um dann an einer dritten Stelle auf die tatsächliche Länge des Hörbuchs zu stoßen: 12h und 8 Minuten. Wie genau an gleich zwei Stellen der selbe Schreibfehler gemacht werden konnte, ist mir ein Rätsel, doch immerhin hatte ich mein persönliches Rätsel um die Laufzeit des Hörbuchs gelöst und konnte ganz entspannt weiter hören und mich darauf freuen, dass die Geschichte noch ein wenig länger gehen würde.

Der Klappentext ist ja schon ein wenig mysteriös und ich war sehr gespannt darauf, auf was die Geschichte hinaus laufen würde. Nach einem etwas langsameren Anfang, der mir persönlich fast schon ein wenig zu langsam war, begann dann ein spannender und interessanter Plot, den ich allerdings schon recht bald durchschaut hatte. Wahrscheinlich habe ich schon sehr viel in diesem Bereich gelesen und mich auch persönlich damit befasst, so dass das Thema für mich nicht mehr neu war und die Autorin mich damit leider auch nicht mehr überraschen konnte.
Nichtsdestotrotz habe ich das Buch sehr gerne gehört und war sehr gespannt darauf, wie Ursula Poznanski die Geschichte um Timo und den Markwaldhof aufgebaut hat und wie sie sie auflösen würde.
Viel mehr als der Klappentext hergibt, möchte ich auch gar nicht von der Geschichte erzählen, da sie davon lebt, dass eben nicht zu viel verraten wird und der Leser nach und nach zusammen mit Timo dem Geheimnis auf die Spur kommt. Dass ich nun schon recht bald wusste, worum es geht, ist sozusagen mein eigenes, persönliches “Problem”. Ohne meine Vorkenntnisse wäre ich vermutlich auch nicht so schnell auf des Rätsels Lösung gekommen, sondern erst mit Timo zusammen – so wie es von der Autorin auch gedacht war.
Alles wusste ich aber auch nicht und habe es auch vorher nicht erahnt, so dass meine letzten Fragen auch erst kurz vor Schluss beantwortet wurden. Das gefällt mir gerade bei Thrillern immer sehr gut, da so der Spannungsbogen noch lange aufrecht erhalten werden kann.

Die Idee hinter “Thalamus” ist wirklich sehr gut, interessant und vor allem sehr aktuell – fast schon ein wenig futuristisch. Auch Ursula Poznanskis Stil konnte mich wieder überzeugen. Ich mag es einfach wie sie schreibt. Es ist spannend, nicht langatmig und schön flüssig erzählt. Ich hatte selbst beim Hörbuchhören keine Schwierigkeiten mich auf den Text zu konzentrieren und habe alles, was Jens Wawrczeck vorgelesen hat, gut im Kopf behalten können.

Jens Wawrczeck gibt jedem Charakter eine leicht unterschiedliche Klangfarbe und Intonation, so dass ich die einzelnen Charaktere gut voneinander unterscheiden konnte. Mir ist das sehr wichtig, da ich sehr schnell den Faden verliere, wenn sich bei einem Hörbuch alles und jeder Charakter gleich anhört.

Fazit

Wieder ein sehr interessantes und spannendes Buch von Frau Poznanski. Mir hat es sehr gut gefallen und vermutlich wäre es eins meiner Highlights geworden, hätte ich nicht schon so früh gewusst, worum genau es in dem Buch geht. Da aber nicht jeder dieses Hintergrundwissen besitzt, wird “Thalamus” vermutlich sehr viele Leser überraschen und von sich überzeugen können.

Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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Pheromon 2: Sie sehen dich

Rainer Wekwerth , Thariot
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.07.2018
ISBN 9783522653893
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Band 2 beginnt dort, wo der erste Band geendet hat. Es geht nahtlos und ohne Umschweife weiter. Der zweite Band ist daher ohne Kenntnis des ersten Bandes gar nicht lesbar bzw. man würde beim Lesen weniger als die Hälfte verstehen.

Wieder ist die Geschichte in zwei Stränge unterteilt. Im Jahr 2018 begleitet der Leser erneut Jake, der sich nach dem gescheiterten Anschlag auf das HFP Gebäude auf der Flucht befindet. 2118 begleiten wir nicht mehr den pensionierten Arzt Travis, sondern dieses Mal die junge, ambitionierte Anwältin Giovanella.
Giovanella wird in der Zukunft damit engagiert herauszufinden, was in der Vergangenheit mit Jake passiert ist, der im Jahr 2018 – als vom FBI gesuchter Mörder – als spurlos verschwunden gilt.

Wie diese beiden Stränge zusammenhängen wird nach und nach immer weiter aufgedeckt. Allerdings werden ebenso viele neue Fragen aufgeworfen, die es dann im dritten Band zu klären gilt.

Genau wie der erste Band, ist auch dieser hier spannend und teilweise brutal. Wem Band 1 schon zu heftig war, der wird auch mit Band 2 nicht gut zurecht kommen. Die Altersempfehlung ab 14 Jahren hat hier durchaus seinen Sinn.

Auch wenn das gesamte Buch sehr spannend war, haben mir persönlich die Kapitel aus der Zukunft (geschrieben von Thariot) am besten gefallen. Ich empfand sie als sehr rasant und äußerst spannend geschrieben. Als die beiden Stränge sich einander anzunähern begannen, empfand ich auch die Kapitel im Jahr 2018 als immer spannender.

Im Vergleich zu Band 1 finden viel mehr Charaktere Beachtung und insgesamt habe ich das Buch auch als komplexer empfunden. Ich muss sagen, ich finde es einfach klasse, dass zwei Autoren zusammen eine Geschichte geschrieben haben, die so spannend ist und so gut harmoniert.
Die Sci-Fi Aspekte, die in Band 1 noch relativ wenig zum Tragen gekommen sind, werden im zweiten Band immer mehr und gewichtiger. Mir gefällt das sehr. Ich bin ein großer Science-Fiction Fan.

Auch nachdem ich den zweiten Band der Trilogie nun beendet habe, ist mein Kopf immer noch voller Fragezeichen, die sich hoffentlich nach Beendigung des Abschlussbandes auflösen werden.

Fazit

“Pheromon – Sie sehen dich” hat mir genauso gut gefallen wie sein Vorgänger. Das Buch hat mich gepackt und ich wollte unbedingt wissen wie es ausgeht. Nun bin ich schon sehr gespannt auf die finale Auflösung des Ganzen.
Für fünf Sterne hat es nicht ganz gereicht, da ich mich ab und an mit den Kapiteln aus der Gegenwart etwas schwer getan habe – sie waren mir teilweise etwas zu langsam im Vergleich zum restlichen Buch.

Von daher gibt es von mir gute 4 von 5 Sternen.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Kalle Körnchen

Lucy Astner , Julian Meyer
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Esslinger in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 13.09.2018
ISBN 9783480234707
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ist das Cover des Buches nicht zuckersüß?! Mich hat es sofort angesprochen. Als ich das Buch dann in Händen hielt, hat es mich noch ein ganzes Stück mehr bezaubern können, da der Traumsand und andere Kleinigkeiten golden glitzern. Ich liebe ja solche kleinen Spielereien auf Covern und meiner 26 Monate alten Tochter hat das Geglitzere auch gefallen.

Ursprünglich wollte ich das Buch haben, um meiner Tochter daraus vorzulesen. Sie ist zwar erst 26 Monate alt, doch sprachlich auf dem Level einer Dreijährigen. Daher dachte ich, es könnte jetzt schon mit einem Buch mit einer Altersempfehlung ab drei Jahren klappen.
Ich begann also vorzulesen und sie hörte zunächst auch geduldig zu. Allerdings wollte sie nach einer gelesenen Seite bereits umblättern, um sich die Bilder auf der nächsten Doppelseite anzugucken. Sie liebt die Illustrationen im Buch und kann sich nicht satt daran sehen. Der Text ist ihr allerdings noch zu lang. Obwohl sie sprachlich schon weit genug ist, fehlt ihr vermutlich noch die Geduld, die “echte” dreijährige Kinder mitbringen. Der Altersempfehlung frühstens ab 3 Jahren kann ich hier also absolut zustimmen.

Meiner Tochter und auch mir gefällt es sehr, dass die Geschichten in sich abgeschlossen sind und sie sich daher gleich vorne auf der ersten Doppelseite eine Geschichte selber aussuchen darf, die ich ihr dann vorlese.
Ich habe mir das Buch natürlich auch alleine durchgelesen und bin chronologisch vorgegangen. Das hat mir als erwachsene Leserin sehr gut gefallen, da ich so gemerkt habe, dass die Geschichten zwar in sich abgeschlossen sind, aber doch zusammengehören und auch ein Stück weit aufeinander aufbauen.

Als Mama fand ich die Geschichten super süß und schön erzählt. Die Illustrationen kamen – wie gesagt – bei meiner Tochter sehr gut an und auch ich mag mir die Bilder sehr gerne anschauen. Es gibt immer etwas zu entdecken. Ich mag den Zeichenstil und finde die Charaktere kindgerecht gezeichnet.

Kalle Körnchen und Flick sind keine Superhelden, sondern eher ein wenig zurückhaltend (im Fall von Kalle) und etwas übermütig (der liebe Flick). Das macht die beiden sehr sympathisch und ich finde, dass ältere Kinder sich so besser mit den beiden Protagonisten identifizieren können. Meine Tochter mochte die beiden auf jeden Fall sehr gerne. Witzig fand ich, dass es ihr wichtig war, dass es immer “Kalle Körnchen” heißen musste, wenn ich mal nur “Kalle” vorgelesen hatte. Der Name scheint es ihr angetan zu haben.

Fazit


“Kalle Körnchen” ist ein super süßes Kinderbuch, das ich definitiv für Kinder ab 3 Jahren empfehlen kann. Meiner Tochter und mir haben sowohl die Geschichten als auch die Illustrationen sehr gut gefallen. Wenn Puschel nächstes Jahr Drei wird, schaffen wir bestimmt auch mal eine ganze Geschichte am Stück, ohne dass wir uns nur die Bildern angucken müssen.

Von mir gibt es volle 5 von 5 Sternen und eine klare Empfehlung.

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347 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

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Cat & Cole: Die letzte Generation

Emily Suvada , Vanessa Lamatsch , punchdesign Johannes Wiebel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Planet! in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.06.2018
ISBN 9783522505598
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich kann mich noch daran erinnern wie hübsch ich das Cover fand, als ich das Buch das erste Mal gesehen habe. Nun…was soll ich sagen? Jetzt, da ich weiß, was dort auf dem Cover dargestellt wird, würde ich behaupten, ist “hübsch” definitiv nicht das passende Wort dafür.
Das Virus, das dafür gesorgt hat, dass weltweit Milliarden von Menschen einer Seuche erlegen sind, sorgt dafür, dass erkrankte Menschen quasi explodieren und in einer Wolke aus rosa und roten Partikeln die Viren in den Himmel pusten. Jetzt schaut euch nochmal das Cover genauer an, dann wisst ihr auch, was ihr darauf seht.
Lasst euch also nicht von dem ganzen rosa nicht verwirren, es handelt sich hierbei nicht um eine seichte Liebesgeschichte, die in der Zukunft spielt, sondern eher um eine, teils recht brutale und wissenschaftliche Dystopie.

Vor Jahren setzten Wissenschaftler einen Virus frei, der seitdem fleißig dabei ist die Menschheit auszurotten. Als das Virus weltweit immer mehr Opfer forderte, wurden viele unterirdische Bunker gebaut, um die Menschen in Sicherheit zu bringen. Einige entschieden sich jedoch weiterhin auf der Oberfläche zu leben – so auch Cat (Catarina Agatta).
Großes Misstrauen dem Konzern gegenüber, der die Bunker gebaut hat, lässt Cat auf der Oberfläche um ihr Überleben kämpfen. Ihr Vater wurde vor zwei Jahren von eben diesem Konzern brutal entführt, um an einem Impfstoff zu forschen, der die Menschheit retten soll.
Cats Vater ist es gelungen einen Impfstoff zu generieren, doch nach seinem Tod ist nur Cat alleine in der Lage diesen Impfstoff zu entschlüsseln. Ihr zur Seite gestellt ist Cole, ein gentechnisch veränderter Supersoldat, den Cats Vater noch vor seinem Tod mit der Aufgabe betraut hat, Cat um jeden Preis zu schützen und ihr dabei zu helfen den Impfstoff zu entschlüsseln.

Emily Suvada hat Mathematik und Astrophysik studiert, bevor sie sich irgendwann dem Schreiben widmete. Ich muss ehrlich sagen, dass man dem Buch diese Tatsache anmerkt. Es ist in Teilen sehr technisch geschrieben und beinhaltet Details, die von dem Ein oder Anderen als wissenschaftliches Kauderwelsch betitelt werden würden. Mir persönlich haben diese ganzen Details sehr gut gefallen, auch wenn ich nicht alle zu 100% verstanden habe. Allerdings könnte ich mir auch vorstellen, dass weniger technisch versierte oder computeraffine Leser sich von der Fülle der Details gestört fühlen könnten.
Lässt man sich darauf ein und versucht nicht alles haargenau zu verstehen, erhält man einen rasanten und spannenden High-Tech Thriller, der mit überraschenden Wendungen punkten kann.

Beworben wird das Buch als Jugendbuch ab 14 Jahren. Ich persönlich finde, dass es eher ein Buch ab 16 Jahren ist. Es ist stellenweise doch sehr brutal und außerdem recht anspruchsvoll geschrieben. Vom Schreibstil und auch von der inhaltlichen Tiefe ist es eher im Jugendbuchbereich anzusiedeln, doch ich könnte mir vorstellen, dass es für viele 14-Jährige noch nicht unbedingt geeignet ist.

Mich hat das Buch immer wieder zu sich zurückgezogen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Ich habe mich auf meine Lesezeit gefreut und habe das fast 500 Seiten starke Buch auch an drei Tagen durchgehabt – trotz Zeitmangel.

Für die volle Sternenanzahl hat es leider dennoch nicht ganz gereicht. Dafür war mir die Geschichte stellenweise dann doch ein wenig zu konfus und nicht tief genug. Die Tatsache, dass die Menschen – in Emily Suvadas kreierter Zukunft – alle mit einem Panel ausgestattet sind, das ihnen ermöglicht ihr Äußeres jederzeit zu verändern oder körperliche Einschränkungen einfach so verschwinden zu lassen, hat einen philosophischen Touch, der allerdings gar nicht weiterverfolgt wird. Sehr schade, denn ich finde, das wäre zusätzlich noch ein sehr interessanter Aspekt geworden.

Fazit

“Cat & Cole – Die letzte Generation” ist ein starker erster Band, der große Lust auf die Folgebände macht. Für fünf Sterne hat es, wie gesagt, leider nicht ganz gereicht. Doch das Buch hat mich so in seinen Bann gezogen, dass ich mit gutem Gewissen sehr gute 4 von 5 Sterne vergeben und damit eine Leseempfehlung aussprechen möchte.

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327 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

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Palace of Silk - Die Verräterin

C. E. Bernard , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 29.05.2018
ISBN 9783764531973
Genre: Fantasy

Rezension:

Oh, was habe ich mich auf die Fortsetzung dieser Reihe gefreut und eins kann ich euch jetzt schon verraten: ich wurde nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil sogar.
Leider habe ich Trilogiemittelbände häufig als recht langweilige Lückenfüller erlebt, in denen kaum etwas passiert und ich hatte etwas Sorge, dass dies hier auch der Fall sein könnte. Doch mitnichten! Band 2 der Palace-Saga ist spannend, interessant und vielschichtig.

Rea hat es geschafft und ist nach Paris geflüchtet. Endlich weg aus dem Land, das ihren Tod möchte. Am besten den Tod aller Magdalenen. Im Gegensatz zu Großbritannien leben Magdalenen ihre Fähigkeiten in Frankreich ganz offen aus und sind sogar offiziell im Königshaus angestellt. Die Menschen dürfen einander ohne Strafe berühren und alles wirkt irgendwie leichter, offener und freizügiger. Gleichzeitig ein einziger Kulturschock aber auch eine große Befreiung für Rea. Das Leben in Paris ist so anders als in London.
Rea versucht mit aller Macht Robin – den englischen Kronprinzen – aus ihrem Leben zu streichen, doch so einfach ist das leider nicht, denn sie liebt ihn immer noch und sehnt sich nach ihm. Doch sie können nicht zusammen sein und ihr letztes Aufeinandertreffen hinterließ tiefe Spuren: Robin verabscheut Magdalenen und damit auch Rea.
Als jedoch Robin plötzlich in Paris am königlichen Hof auftaucht, wirft das Rea völlig aus der Spur. Er ist gekommen, um um Ninons Hand anzuhalten. Der Besuch des englischen Kronprinzen bringt viel Aufruhr in Rea und in ganz Paris.

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir mit dem zweiten Band der Palace-Saga ähnlich ging wie mit dem ersten. Ich brauchte ein wenig Zeit um in die Geschichte zu finden und empfand die ersten 100 Seiten als etwas langatmig, doch dann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich musste unbedingt wissen wie es weiter geht und was mit den Charakteren passiert. Ich habe mich richtig auf meine Lesezeit gefreut und mich nach Paris zurückgesehnt und das ist bei mir eigentlich immer ein Zeichen dafür, dass mir ein Buch so richtig gut gefällt.
Beim Lesen selber war ich richtiggehend Teil der Geschichte. Ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen und habe mich – in meinem eigenen kleinen Kopfkino – im Paris von Rea, Ninon, Blanc und den anderen befunden.

Ich mochte wieder alle Charaktere auf ihre eigene Art und Weise. Sie sind so schön vielschichtig gezeichnet und das macht sie ganz besonders. Auch wenn ich Rea und Robin als Protagonisten sehr interessant finde, hängt mein Herz wieder einmal an den Nebencharakteren. Ach, ich liebe Ninon, Blanc, Liam und sogar den Comte. Mit René kam ein neuer, ganz wundervoller Charakter hinzu, der sich auch sofort in mein Herz gestohlen hatte.
Die Charaktere sind wirklich vielschichtig und manchmal muss man ganz genau gucken, um alle Nuancen zu entdecken. Und sie sind irgendwie so anders als die “typischen” Charaktere in Büchern. Gerade das Dreiergespann Comte, Blanc und René fand ich deswegen großartig.

Das Ende des Buches macht echt Lust den letzten Band zu lesen und zwar am besten sofort.

Fazit

“Palace of Silk” ist ein ganz wundervoller Mittelband, der zwar etwas leise anfängt, bis zum Ende hin aber immer lauter wird und in einem Feuerwerk an Emotionen endet. Die Autorin erzählt so viel durch und mit ihren Charakteren. Die gesamte Weltengestaltung gefällt mir ausgesprochen gut, ebenso die Umsetzung.
Ich mochte den zweiten Band sehr und hoffe, dass der dritte Band fulminant enden wird.

Von mir gibt es 5 von 5 Sterne.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Arthur und die Farben des Lebens

Jean-Gabriel Causse , Nathalie Lemmens
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 10.04.2018
ISBN 9783570103463
Genre: Romane

Rezension:

Habt ihr euch schon einmal Gedanken darum gemacht wie es in unserer Welt aussehen würde, wenn alle Farben verschwunden wären. Ja, klar – schwarz, weiß und grau. Doch das meine ich nicht. Bevor ich “Arthur und die Farben des Lebens” gelesen habe, waren Farben für mich absolut selbstverständlich. Erst durch das Buch ist mir bewusst geworden, was für einen Einfluss sie auf unser gesamtes Leben haben und das hat mir zu denken gegeben.

Arthur hatte früher das Glück nur so gepachtet, bis es ihn eines Tages ganz plötzlich verließ. Er verlor seinen Job, wurde Alkoholiker und lies sich gehen. Als das Amt nun droht seine Zuwendungen zu streichen, nimmt Arthur notgedrungen einen tristen Job in einer Buntstiftfabrik an. Doch eben diese Fabrik meldet schon nach kurzer Zeit Konkurs an. Am letzten Tag bevor die Maschinen endgültig abgeschaltet werden, folgt Arthur einem Impuls und kippt alle verbleibenden Farbpigmente in die Mischung für die Buntstifte – noch nie zuvor hat er solch intensiv leuchtende Farben gesehen. Doch diese Freude wärt nicht lange, denn nach und nach verschwinden plötzlich alle Farben. Zuerst das Gelb und dann der Rest, bis die Menschheit nur noch in schwarz, weiß und grau existiert.

Charlotte, Arthurs blinde Nachbarin und Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Farben, berichtet in ihrer täglichen Kolumne über den Verlust der Farben und die Auswirkungen dessen auf die Bevölkerung. Eins wird schnell klar: die Farben müssen schnellstmöglich zurück in die Welt gelangen.
Arthur, Charlotte, ihre Tochter und die Bewohner eines ziemlich speziellen Altenheims machen sich auf die Suche nach den Farben und werden dabei von einem Teil der chinesischen Mafia verfolgt.

Die Zusammenfassung des Inhalts klingt für euch leicht skurril? – Ja, genau so ist auch das gesamte Buch. Skurril, humorvoll und irgendwie leicht verrückt. Eine Mischung, die ich tatsächlich bisher eher von französischen Autoren gelesen oder auch als Film gesehen habe. Eine Mischung, auf die man sich einlassen muss, die einen dann aber sehr gut unterhält.
Ich möchte gar nicht “typisch französisch” schreiben, aber ich finde, dass man beim Lesen merkt, dass das Buch aus der Feder eines französischen Autors stammt. Wer diesen Stil so oder so gerne mag, der sollte auch unbedingt “Arthur und die Farben des Lebens” lesen.

Den Schreibstil fand ich die ersten Seiten lang etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich hatte mich sehr schnell daran gewöhnt und danach hat er mich kaum noch losgelassen. Es war, als hätte der Autor durch seine Schreibweise Bilder direkt in meinem Kopf entstehen lassen. So etwas mag ich ja immer sehr gerne.

Die Charaktere sind meiner Meinung nach recht speziell, aber auch sympathisch. Besonders gut hat mir die Idee gefallen einer blinden Farbenexpertin gefallen. Charlotte hat Farben noch nie gesehen, sie faszinieren sie aber so sehr, dass sie sie zu ihrem Beruf gemacht hat und eine Expertin auf dem Gebiet geworden ist. Für uns Sehende sind Farben normal, alltäglich, häufig gar nichts mehr besonderes. Doch auf Charlotte üben sie eine ganz besondere Faszination aus.
Ich fand es auch ganz großartig zu lesen, wie Causse Charlotte Leben eingehaucht hat. Eine so selbstbewusste und selbstsichere Frau, der keiner etwas vormachen kann. Es war echt klasse zu lesen, wie sie all ihre Sinne einsetzt, um zu “sehen”. Sie nimmt ihre Umwelt viel deutlicher und bewusster wahr als die meisten sehenden Menschen. Während sie ihre Umwelt hört, riecht und fühlt, verlassen wir uns häufig nur auf unsere Augen und verpassen damit oft sehr spannende und interessante Dinge.
Arthur ist eine Nummer für sich. Ich konnte mich beim Lesen teilweise nicht entscheiden, ob er mich abstößt oder ob ich ihn super sympathisch und hilfsbereit finde. Irgendwie war es eine Mischung aus beidem. Er trinkt zu viel, ist ab und an auch ziemlich ungepflegt und doch ist er ein herzensguter Mensch. Ein wirklich interessanter Protagonist.
Eigentlich sind alle Charaktere, die Causse gezeichnet hat wirklich interessant. Auf jeden Fall sind sie anders als die meisten Charaktere, denen ich sonst so in Büchern begegne.

Mit einem flüssigen Schreibstil und einer gewissen Leichtigkeit bringt uns Causse die Wichtigkeit der Farben in unserer Welt näher. Charlotte erzählt regelmäßig kleine historische Anekdoten zu den Farben, die ich sehr interessant fand und ehrlich gesagt auch hoffe, dass sie den Tatsachen entsprechen und keine Fiktion sind.
Causse zeigt mit seinem Buch auf, was mit uns Menschen passiert, wenn alle Farben weg sind oder wenn nur noch bestimmte Farben unser Leben dominieren. Werbung hat beispielsweise ohne Farben kaum noch eine Wirkung auf uns. Rot macht uns aggressiv und wollüstig und blau beruhigt uns. Es war wirklich sehr spannend zu lesen, wie wir teilweise mit Farben dazu manipuliert werden Dinge zu tun oder eben zu lassen.

Das ganze Buch ist wirklich sehr interessant und auch spannend aufgebaut. Einzig das Ende fand ich dann doch leicht überzogen und etwas too much. Für mich hätte es anders enden müssen für einen runden, stimmigen Abschluss.

Fazit


“Arthur und die Farben des Lebens” ist ein ganz besonderes Buch. Es ist interessant, informativ, spannend, humorvoll und auch skurril. Wer mal etwas anderes lesen möchte, dem rate ich auf jeden Fall zu diesem Buch. Und wer sowieso gerne Bücher französischer Autoren liest, der dürfte an diesem hier seine wahre Freude haben.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Alles so leicht

Meg Haston , Alexandra Ernst
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.06.2018
ISBN 9783551316110
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mir das Buch schon häufiger über den Weg gelaufen ist, wurde es nun endlich Zeit es zu lesen. “Alles so leicht” ist frisch als Taschenbuch im Carlsen Verlag erschienen und das war der Moment, wo es auch bei mir einziehen durfte und natürlich auch gelesen wurde.
Ich persönlich finde es richtig gut, dass dieses Buch nun als recht günstiges Taschenbuch erschienen ist, da ich es für ein Buch mir sehr wichtiger Thematik halte, das definitiv als Schullektüre eingesetzt werden kann. Und da wir wissen, dass Schullektüre nicht so teuer sein darf/sein sollte, finde es ganz wunderbar, dass Carlsen das Buch in neuem Format auf den Markt gebracht hat.

Stevie ist essgestört und hat nach dem Tod ihres Bruders beschlossen selber auch aus dem Leben zu scheiden – sich einfach aufzulösen. Nichts mehr essen, bis ihr Körper aufgibt und sie einfach aus dem Leben verschwinden kann. Stevie gibt sich die Schuld an dem Tod ihres Bruders und möchte mit ihren Taten Buße tun. Doch ihre Essstörung hat schon viel früher begonnen – ab dem Zeitpunkt, an dem ihre Mutter gegangen ist.
Stevies Vater lässt sie in ein Therapiezentrum einweisen und um diese Zeit in dem Therapiezentrum geht es in “Alles so leicht”. Stevie hat einen felsenfesten Plan gefasst und den möchte sie unter allen Umständen durchziehen. Sie möchte sich weder ihrer Therapeutin öffnen noch die anderen Mädchen aus ihrem Bungalow emotional an sich heranlassen. Sie verweigert auch im Therapiezentrum die Nahrung, damit sie ihren fest gefasten Plan einhalten kann. Doch mit jedem Tag, den sie im Zentrum verbringt, lernt sie Neues über sich und fasst Vertrauen, sowohl zu ihrer Therapeutin als auch zu den anderen Mädchen. Nie im Leben hätte Stevie das für möglich gehalten.

“Alles so leicht” ist meiner Meinung nach ein wichtiges Buch, aber es ist definitiv kein einfaches Buch. Es ist schonungslos, ungeschönt und teilweise echt schwer zu verdauen. Zumindest mir ging es beim Lesen so. Ich habe die Charaktere und die Thematik an mich herangelassen und war beim Lesen des Buches sehr häufig sehr bedrückt. Zum Ende hin habe ich sogar Tränen vergossen.

Anders als der Titel, ist das Buch nicht leicht, auch wenn es dennoch voller Hoffnung ist. Es ist definitiv ein Buch über das nach dem Lesen gesprochen werden muss – ein Buch, das noch lange nachhallt.

Da die Charaktere fast alle mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen haben, sind sie nicht unbedingt einfach und auch nicht unbedingt immer sympathisch. Aber genau das macht sie auch so authentisch; und genau das ist dieses Buch – authentisch. Ich habe mich richtig gut in den Kopf einer essgestörten 17-Jährigen versetzt gefühlt und dort zu sein ist kein schönes Gefühl. 
Die Autorin hat Stevies innere Kämpfe sehr gut beschrieben und uns während des gesamten Buches an ihrem Innenleben teilhaben lassen.

Meg Hastons Schreibstil ist poetisch und gleichzeitig knallhart. Ich brauchte beim Lesen zeitweise recht viel Konzentration, um dem Geschriebenen folgen zu können. Es ist kein Buch, das man mal eben nebenher liest. Man muss sich mit dem Gelesenen definitiv beschäftigen und dazu passen sowohl Schreibstil als auch die Umsetzung des Buches perfekt.

Fazit

“Alles so leicht” ist authentisch, schonungslos und ehrlich. Es ist definitiv keine weichgespülte Geschichte und hat mir auf jeden Fall die Augen geöffnet. Ich denke, ich weiß nun etwas besser, was es heißt nichts mehr essen zu wollen. Was es heißt, wenn Essen und Kalorien auf eine krankhafte Art und Weise das gesamte Leben bestimmen. Es ist heftig und ich bin mir sicher, dass mich das Buch noch eine ganze Weile beschäftigen wird.

Von mir gibt es gute 4 von 5 Sternen.

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1.223 Bibliotheken, 61 Leser, 0 Gruppen, 232 Rezensionen

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Save You

Mona Kasten
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Band 1 endete mit einem wirklich fiesen Cliffhanger, daher war ich umso gespannter darauf, wie Mona Kasten die Geschichte um Ruby und James weiter erzählen wird. Während ich den ersten Band, u.a. aufgrund seiner Schnelligkeit, sehr mochte, hatte ich hier im zweiten Band ein paar Schwierigkeiten mit der langsamen Vorgehensweise der Autorin.

Gerade als Ruby sich James voll und ganz geöffnet und hingegeben hat, passiert etwas Schreckliches und James macht all das Vertrauen, dass die beiden zueinander aufgebaut haben durch einen dummen Fehler wieder zunichte.
Ruby ist verletzt und gedemütigt und möchte James um jeden Preis vergessen und aus ihrem Leben streichen. Doch so einfach geht das leider nicht, denn ihre Gefühle für James verschwinden einfach nicht. Als dieser dann noch alles daran setzt sie zurückzugewinnen, wird es für sie erst so richtig kompliziert.

Der zweite Band der Maxton Hall Reihe ist im Gegensatz zum Ersten eher ruhig, langsam, bedächtig und tiefgehender. Ich muss ehrlich sagen, dass ich dem Buch ein wenig zwiegespalten gegenüber stehe.
Auf der einen Seite mochte ich wirklich sehr wie die einzelnen Charaktere sich entwickelt haben. Gerade James und Lydia haben, im Vergleich zu “Save me”, fast eine Wende um 180 Grad hingelegt. Sie sind ruhiger, bodenständiger und überlegter geworden. Dadurch hat “Save you” an Tiefe zugelegt, die mir persönlich sehr gefallen hat. Mona Kasten beschreibt sehr viel von der Innenwelt der einzelnen Charaktere und das hat mir echt gut gefallen.
Die einzelnen Konflikte, die die Charaktere mit sich selber und auch untereinander ausfechten, hat die Autorin gut herausgearbeitet. Im Vergleich zum ersten Band gibt das viel mehr Stoff, um darüber nachzudenken und es auch sacken zu lassen.
Mona Kasten legt in diesem Band den Fokus unter anderem auch noch auf Lydia und Ember – die Geschwister der Protagonisten. Das hat mir sehr gut gefallen, da so weitere wichtige Themen in den Vordergrund gerückt sind.
Die einzelnen Kapitel sind nun abwechselnd aus der Sicht von Ruby, James, Lydia und Ember geschrieben.

Das was “Save you” an Tiefe zugelegt hat, hat es allerdings auch an Schnelligkeit und Spritzigkeit verloren. Durch Band 1 bin ich regelrecht hindurchgeflogen und für den zweiten Band habe ich fast drei Mal so lange gebraucht.
Hier kommt auch meine Zwiespältigkeit durch. Einerseits mochte ich es wirklich sehr, dass das Buch an Tiefe gewonnen hat, andererseits ist es dadurch an einigen Stellen doch sehr langatmig geworden. Besonders die erste Hälfte des Buches war mir eindeutig zu langsam und zu langatmig. Meiner Meinung nach haben Ruby und James zu lange gebraucht, um wieder zu sich und zueinander zu finden. Es war zu viel Hin und Her und hat mich teilweise leider sogar ein wenig genervt.

Nichtsdestotrotz mochte ich auch den zweiten Band der Maxton Hall Reihe. Es ist eine sinnige Fortsetzung zum ersten Band, hätte für mich aber deutlich schneller sein dürfen.
Natürlich endet auch “Save you” wieder mit einem Cliffhanger, der die Vorfreude auf den letzten Band hoch halten soll. Ich persönlich bin gespannt wie die Reihe enden wird.

Fazit

“Save you” ist langsamer, ruhiger und tiefer als “Save me”, was mir einerseits sehr gut gefallen hat, das Buch andererseits aber auch etwas langatmig gemacht hat. Gerade die beiden Beauford Zwillinge haben – im Vergleich zum ersten Band – eine deutliche Wendung hingelegt, die ich definitiv positiv bewerte.
”Save you” ist eine gute Fortsetzung, die für mich allerdings etwas mehr Schnelligkeit gebraucht hätte. Von mir gibt es knappe vier von 5 Sternen.

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373 Bibliotheken, 8 Leser, 4 Gruppen, 48 Rezensionen

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Nicht weg und nicht da

Anne Freytag , Martina Vogl
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 19.03.2018
ISBN 9783453271593
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meine Meinung zum Buch

"Alle 53 Minuten nimmt sich ein Mensch das Leben. Das sagt die Statistik. Was sie nicht sagt, ist, wie es sich für die anfühlt, die bleiben.
[…]
In „Nicht weg und nicht da“ geht es nicht um einen Selbstmord. Es geht um das Danach. Um die verschiedensten Arten von Liebe. Und um das Leben – nach dem Tod."
(Quelle: Anne Freytags Essay zum Buch)

Anne Freytag schreibt wirklich einzigartig. Meiner Meinung nach eine der besten deutschen Autorinnen. Alleine am obigen Zitat könnt ihr ihren wundervollen Schreibstil schon erkennen.
”Nicht weg und nicht da” ist mein zweites Buch von Anne Freytag und ich habe es geliebt.

In dem Buch geht es hauptsächlich um Luise und Jacob – zwei junge Menschen, die bereits früh Bekanntschaft mit dem Schicksal gemacht haben.
Luises Bruder hat Selbstmord begangen und als wäre das nicht schon schlimm genug, war es auch noch Luise selber, die ihn gefunden hat. Luise versucht dieses Erlebnis damit zu verarbeiten, dass sie sich von ihrem alten, mausgrauen Ich trennen möchte – sie rasiert sich eine Glatze und lässt sich ein Piercing stechen, doch wirklich geholfen hat ihr das nicht, mit dem Tod ihres Bruders fertigzuwerden.
Nach einer ihrer Therapiestunden begegnet sie Jacob und beide sind sofort fasziniert voneinander. Jacob, der “silent angry boy”, der Junge, der niemanden an sich heranlässt und ständig einen wütenden Eindruck macht.
An ihrem 16. Geburtstag erhält Luise aus heiterem Himmel eine E-Mail von ihrem toten Bruder, mit einer Aufgabe. Es ist die erste E-Mail von vielen. Zusammen mit Jacob macht sie sich an die Erledigung der Aufgaben.

Nein, bei “Nicht weg und nicht da” handelt es sich nicht um einen Mystery-Roman. Luises Bruder spricht nicht plötzlich aus dem Reich der Toten zu ihr. Er hat noch vor seinem Tod eine ganze Reihe an E-Mails geplant, damit es Luise einfacher fällt von ihrem toten Bruder Abschied zu nehmen – sofern man hier überhaupt von einfach reden kann.

“Nicht weg und nicht da” ist ein ganz besonderes Buch. Trotz der schweren Thematik ist das Buch gar nicht schwer. Es lässt sich wunderbar schnell und einfach lesen. Ich bin regelrecht durch die kurzen Kapitel geflogen und habe zusammen mit Luise Abschied von ihrem Bruder genommen.
Das Buch ist ganz klar emotional, aber nicht bedrückend. Es ist ein Buch voller Hoffnung, Liebe, Freundschaft und natürlich auch über die Wichtigkeit von Trauer. Und wie Anne Freytag selber bereits erwähnt hat, ist es ein Buch über das Leben nach dem Tod eines Verstorbenen. Über etwas, über das in der Regel geschwiegen wird. Meiner Meinung nach ist es ein ganz wundervolles und auch wichtiges Buch. Es zeigt, was es bedeutet ein Hinterbliebener eines Menschen zu sein, der den Freitod gewählt hat.

Auch in diesem Buch von Anne Freytag sind die Charaktere wieder sehr authentisch und tief gezeichnet. Der Leser erfährt viel vom Innenleben der einzelnen Personen und begleitet die Charaktere in ihrer Entwicklung. Was mir besonders gut gefällt, ist die Authentizität – die Ecken und Kanten, die jeder Charakter nun einmal hat.

Wie bereits erwähnt, hat Anne Freytag einen ganz besonderen Schreibstil. Ich liebe ihn. Er ist gleichzeitig ernst, voller Poesie und doch so leicht und flüssig, dass ich das Buch in kürzester Zeit fertig gelesen hatte.
Ich habe direkt nach “Nicht weg und nicht da” ein neues Buch einer anderen deutschen Autorin begonnen und da wurde mir der Unterschied zwischen den beiden Schreibstilen erst so richtig bewusst.
Falls ihr noch kein Buch von Anne Freytag gelesen haben solltet, dann möchte ich euch sehr gerne ans Herz legen, dies so bald es geht nachzuholen.

Fazit

Auch Anne Freytags neuster Jugendroman ist wieder ein ganz besonderes Werk geworden. Je mehr Bücher ich von ihr lese, desto mehr verstehe ich selber, wieso sie zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden ist.
Sie schreibt voller Poesie, wählt die Worte mit Bedacht und schafft es dennoch den Leser nicht zu überfordern, sondern da abzuholen, wo er steht und ihn für ein paar Stunden mit in das Leben anderer Personen zu nehmen.
”Nicht weg und nicht da” ist meiner Meinung nach wieder ein rundum gelungener Roman aus Anne Freytags Feder, den ich jedem an’s Herz legen möchte.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen und damit eine ganz klare Leseempfehlung.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Zeitwächterin

Lillith Korn
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Zeilengold Verlag, 26.05.2018
ISBN 9783946955863
Genre: Fantasy

Rezension:

Mein erstes Buch aus dem Zeilengold Verlag und auch mein erstes Buch von Lillith Korn. Hach, schaut euch mal dieses wunderschöne Cover an. <3 Das macht doch wirklich was her, oder?
Doch nicht nur das Cover macht etwas her, der Inhalt kann definitiv auch etwas.

Ich mag Bücher über und mit Zeitreisen. Ich finde Zeit ist ein ganz faszinierendes Konstrukt und ich bin immer sehr neugierig, wie Autor*innen mit diesem Thema umgehen. In Lillith Korns neustem Werk kann die Protagonistin – Thekla – die Zeit anhalten und sogar darin reisen. Wie gefährlich das ist, wird im Laufe der Geschichte nur allzu deutlich klar.

18 Jahre lang lebte Thekla ein ganz normales Leben. Nichts Ungewöhnliches, keine besonderen Vorkommnisse – nehmen wir ihre schwierige Geburt mal außen vor, denn Thekla kam tot auf die Welt. Bis auf eine übervorsichtige und häufig besorgte Mutter, hatte Thekla also ein Leben wie jede*r andere auch. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie zum ersten Mal die Zeit angehalten hat. Noch völlig unbewusst und im ersten Moment an ihrem Verstand zweifelnd.
Durch einen Zufall begegnet Thekla daraufhin dem Antiquar Matteo, der sich mit dem Thema Zeit bzw. Zeitreisen auszukennen scheint. Sie begibt sich bei ihm in die “Lehre” und versucht hinter ihr eigenes und hinter Matteos Geheimnis zu kommen.

Ja, Thekla…ich muss ehrlich zugeben, dass ich meine Schwierigkeiten mit ihr als Protagonistin hatte. Ich mag grundsätzlich Charaktere, die nicht immer alles sofort schlucken und zu allem Ja und Amen sagen. Doch Thekla war hart an der Grenze zu “Boah, geht die Alte mir auf den Sack!”. Nicht völlig naiv zu sein und alles sofort zu glauben ist eine wirklich gute Eigenschaft, die ich auch mag, doch Thekla war mir doch etwas zu ungläubig und daher teilweise auch irgendwie zu störrisch. Sie hat sich meiner Meinung nach zu lange dagegen gesträubt, zu glauben, dass sie das kann, was sie eben kann. Ein bisschen weniger davon und ich hätte sie durchgehend durch die gesamte Geschichte gemocht. So hat sie irgendwann dann glücklicherweise doch noch die Kurve gekriegt und sich zu seiner wirklich tollen Protagonistin gemausert.

Matteo mochte ich auch gerne, nur irgendwie ist er mir ein wenig zu flach geblieben. Der Leser erfährt zwar recht viel von ihm, doch irgendwie hat er auf mich einen unnahbaren Eindruck gemacht und dass, obwohl er sich so rührend um Thekla gekümmert hat. Vielleicht war das so auch von der Autorin beabsichtigt. Ich hätte ihn mir, für mich persönlich, nur etwas greifbarer gewünscht.
Theklas beste Freundin – Holly – war ebenfalls ein Charakter ganz nach meinem Geschmack. Sie ist aber wirklich nur ein Nebencharakter, von dem wir nicht so viel erfahren, gerade das Nötigste. Ich hätte mir noch mehr Infos und mehr Kapitel mit und über Holly gewünscht.

Insgesamt mochte ich eigentlich alle Charaktere sehr gerne. Sie waren gut und authentisch und nicht überzogen gezeichnet. Ich hätte mir bei einigen einfach nur ein wenig mehr Tiefe gewünscht.

Lillith Korns Schreibstil ist angenehm flüssig und lässt sich daher gut lesen. Beim Lesen konnte ich durch den Schreibstil immer wieder mein Kopfkino anknipsen, was mir besonders gut gefällt, da ich so mehr mitgehe mit der Geschichte und den Charakteren.

Die Geschichte an sich war spannend und interessant zu lesen. Besonders das Ende fand ich sehr interessant, da es sich schon ein wenig von der Masse abhebt und unterscheidet. Ich mochte das Ende und richtig gut gefallen hat mir, dass das Buch ein Einzelband ist. Ich lese sehr gerne Einzelbände, da es momentan einfach zu viele Reihen auf dem Markt gibt, meiner Meinung nach.

Fazit


“Die Zeitwächterin” hat mir gut gefallen und ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich ein paar Kritikpunkte habe. Wen das Thema Zeit interessiert, der sollte einen Blick auf dieses Buch werfen. Ich könnte mir vorstellen, dass es euch auch gefällt.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und damit eine Leseempfehlung.

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demonstration, efeu, elfe, elfen, elfenhügel, entführung, erlkönig, fantasy, finn, freundschaft, gnome, goethe, naturschutz, wald, zeichnen

Der Fluch des Erlkönigs

Carola Wolff
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 01.03.2018
ISBN 9783944788609
Genre: Jugendbuch

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Dein Lächeln an diesen verdammten Tagen

Katie McGarry , Lisa Maria Rust , Carolin Liepins
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2018
ISBN 9783841505118
Genre: Jugendbuch

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