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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

roman, kundenberater-in, hamburg, probleme (psychisch), familie

Blutorangen Liebesduett

Frieda Lamberti
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 18.12.2016
ISBN 9781541203891
Genre: Sonstiges

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31 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

schlafstörung, mord, psychologin, außenseiter, krimi

Mordsmäuschenstill

Natalie Tielcke
E-Buch Text: 197 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 12.10.2017
ISBN 9783732552788
Genre: Sonstiges

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899 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

atomkraftwerk, katastrophe, jugendbuch, tod, atomkraft

Die Wolke

Gudrun Pausewang , Jens Schmidt
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.06.2017
ISBN 9783473580149
Genre: Jugendbuch

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, liebe, melzer, diebin

Whisper - Königin der Diebe

Brigitte Melzer
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.05.2007
ISBN 9783551364234
Genre: Fantasy

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130 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

krimi, kreuthner, mord, familie, bayern

Karwoche

Andreas Föhr
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2013
ISBN 9783426508596
Genre: Krimi und Thriller

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

reihe: beat lauber, krimi, schweizer autor-in, verlag: emons, reihe

Hohle Gasse

Peter Beutler
Buch: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.03.2013
ISBN 9783954510580
Genre: Krimi und Thriller

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dune: Der Wüstenplanet

Frank Herbert , Simon Jäger , Jürgen Prochnow , Marianne Rosenberg
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.01.2016
ISBN 9783785752159
Genre: Science-Fiction

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91 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

fantasy, dystopie, the chosen one, freundschaft, ausersehene

The Chosen One - Die Ausersehene

Isabell May
E-Buch Text: 216 Seiten
Erschienen bei beBEYOND by Bastei Entertainment, 10.10.2017
ISBN 9783732546558
Genre: Fantasy

Rezension:

Skadi ist eine Ausersehene, einer der wenigen Frauen, die nach einer grossen Seuche noch Kinder bekommen können. Darum wird sie wie eine Prinzessin umhegt, aber auch verpflichtet, mit durch die Regierung ausgesuchten Männern Kinder zu zeugen. Ihre erste "Vereinigung" steht bevor, und obschon sie sich im Grunde darauf gefreut hat, kann sich Skadi nun plötzlich nicht mehr vorstellen, ihren KöSkadi ist eine Ausersehene, einer der wenigen Frauen, die nach einer grossen Seuche noch Kinder bekommen können. Darum wird sie wie eine Prinzessin umhegt, aber auch verpflichtet, mit durch die Regierung ausgesuchten Männern Kinder zu zeugen. Ihre erste "Vereinigung" steht bevor, und obschon sie sich im Grunde darauf gefreut hat, kann sich Skadi nun plötzlich nicht mehr vorstellen, ihren Körper für die "Produktion" von Kindern, die sie nie sehen wird, zur Verfügung zu stellen…


Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht von Skadi erzählt. Skadi ist siebzehn, wirkte auf mich aber oft deutlich jünger, eher wie ein Teenager Anfang Pubertät als wie eine doch beinahe erwachsene Frau. Vor allem in der doch eher mittelalterlich wirkenden Welt, in der die Geschichte spielt, und in der die Menschen wohl früher erwachsen werden mussten als wir. Aber das liegt wohl daran, dass sie ihr gesamtes bisheriges Leben abgeschottet von der Aussenwelt verbracht und noch nie zuvor Kontakt zu "normalen Menschen" hatte. Dennoch mochte ich sie in ihrer unschuldigen, naiven Freundlichkeit. Über die anderen Figuren erfährt der Leser nicht besonders viel, vielleicht ändert sich das ja noch im Nachfolgeband. Jedenfalls scheint zumindest am Ende dieses Bandes ganz klar, wer zu den "Guten" und wer zu den "Bösen" gehört. Falls sich dies im Nachfolger nicht mehr ändern sollte, hätte ich mir hier etwas mehr Vielfalt und etwas vielseitigere Charaktere gewünscht.


Während sich die Handlung in den ersten paar Kapiteln hauptsächlich um Skadis Leben am Hof und ihre Zweifel drehen, schlägt sie gegen Ende des Buchs eine komplett andere Richtung ein, und aus einen Märchen über ein verwöhntes Mädchen, das lieber frei als sicher leben will, wird ein waschechter Fantasyroman, inklusive böser gegnerischer Magierin. Ich hätte das so nicht erwartet (auch wenn es der Klappentext bereits antönt), aber die Wandlung hat mich positiv überrascht. Besonders innovativ ist die Handlung nicht, alle Kernpunkte sind bereits zur Genüge aus anderen Büchern bekannt, aber dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Das Ende ist offen gestaltet und bereitet den Weg zu Band 2, der bereits im Dezember erscheinen wird.


Der Schreibstil der Autorin Isabell May lässt sich flüssig lesen, sodass ich das doch recht dünne Buch mit einem Umfang von gut 200 Seiten schnell durch hatte. Der zweite Band wird zwar rund 100 Seiten länger sein, ich hätte hier eine Veröffentlichung in einem Einzelband bei einem Gesamtumfang von weniger als 550 Seiten dennoch klar bevorzugt.


Mein Fazit

Nicht originell, aber unterhaltsam


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Tags: buchreihe, fantasy, jugendbuch   (3)
 

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236 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

fantasy, palast, horror, expedition, abenteuer

Palast der Finsternis

Stefan Bachmann , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257300550
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 17-jährige Anouk erhält zusammen mit einigen anderen Jugendlichen die Einladung, einen lang verschollenen französischen Palast zu untersuchen. Doch kaum in Frankreich angekommen merkt Anouk, dass hinter der archäologischen Mission wohl noch mehr steckt.

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive von Anouk in der Gegenwart erzählt. Leider konnte ich Anouk überhaupt nicht leiden, was wohl meine Schlusswertung auch noch etwas nach unten gedrückt hat. Sie ist zu allen unfreundlich, egal wie nett man ihr gegenübertritt, dazu überheblich und arrogant. Sie sieht sich selbst allen anderen überlegen, obschon ich während des ganzen Romans nie eine Situation gesehen hätte, wo sie es wirklich war. Sie erschien mit als ziemlich durchschnittlich begabte Person, die sich für deutlich klüger und begabter hält, als sie ist. Ein düsteres Geheimnis, das sie umgibt, wird angedeutet, entpuppt sich aber am Ende als weder sonderlich erschreckend oder überraschend. In einer zweiten Handlungsebene, mehr als 200 Jahre zuvor, wird eine zweite Geschichte aus der Sicht der jugendlichen französischen Adeligen Aurélie erzählt. Aurélie war mir deutlich sympathischer als Anouk, allerdings sind ihre Erlebnisse relativ eintönig. Die weiteren Figuren bleiben recht blass, viel mehr als ihre Namen erfährt der Leser nicht.

Bei der Handlung bleibt lange Zeit unklar, worum es eigentlich geht. Die fünf (respektive schon bald nur noch vier) Jugendlichen irren nach einer kurzen Einleitung Kopf- und Ziellos durch den unterirdischen Palast, der mich in gewisser Weise an die Filmreihe "Cube" erinnert hat, nur dass das Buch nicht gar so plastisch ausgearbeitet ist und im Vergleich zum Setting des Films eher zufällig erscheint. Erst gegen Schluss wird langsam klar, wer aus welchen Gründen hinter dem ganzen steckt. Allerdings konnte mich die Auflösung nicht überzeugen und liess viele Fragen offen. Wer nur absolut realistische Bücher mag, sollte sich von "Palast der Finsternis" fernhalten, gegen Ende driftet das Buch stark in Richtung Fantasy/Mystery ab.

In einem gewissen Ausmass hat mich das Buch durchaus unterhalten, allerdings hätte ich mir mehr Spannung und vor allem liebenswertere Figuren gewünscht. Der Schreibstil des Autors Stefan Bachmann liess sich flüssig lesen und ist mir weder positiv noch negativ sonderlich aufgefallen.

Mein Fazit
Lässt viele Fragen offen

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Tags: fantasy, mystery   (2)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

verschwörung, ermittlerduo blomkvist/salander, reihe, blomquist, millenium

Verschwörung

David Lagercrantz , Ursel Allenstein , Dietmar Bär
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 27.08.2015
ISBN 9783837131352
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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120 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

drachen, fantasy, krieg, das erwachen des feuers, high fantasy

Das Erwachen des Feuers

Anthony Ryan , Birgit Maria Pfaffinger , Sara Riffel
Fester Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608949742
Genre: Fantasy

Rezension:

In Mandinorien sind Drachen sehr begehrt, denn aus ihrem Blut können magische Tränke gebraut werden, die je nach Farbe des Drachen eine andere Auswirkung haben. Da kommt das Gerücht über einen weissen Drachen auf, dessen Blut noch viel mächtiger sein soll als alles, was man bisher an Drachenblut kennt..

Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt und wird aus der Sicht der beiden Protagonisten, Lizanne und Clay, erzählt. Lizanne ist eine Spionin, die verdeckt nach Informationen über den weissen Drachen sucht, während Clay mit einer Gruppe Abenteurern nach dem Tier selbst forscht. Ich hatte den Eindruck, dass die Lektüre viel Aufmerksamkeit abverlangt, wenn ich nur so locker drübergelesen hatte (was ich mir bei vielen Büchern leisten kann), verstand ich kaum einen Satz. Daher braucht der 800-Seiten-Wälzer viel Ausdauer und Konzentration. Dazu tragen auch die vielen Figuren bei, die man erst mal auseinander halten können muss. Am Ende des Buchs ist zwar ein Glossar mit einer Kurzbeschreibung aller relevanten Figuren enthalten, aber das habe ich erst nach der Lektüre entdeckt (das passiert, wenn man wie ich das Inhaltsverzeichnis ungelesen überspringt, um nicht durch die Kapitelnamen gespoilert zu werden).

Anders als das Cover erwarten lässt (und Eragon-Fans wohl erhoffen) spielen Drachen hier nicht die Hauptrolle neben oder sogar gemeinsam mit den Menschen. Sie kommen zwar vor, aber bleiben blosse Tiere, wenn auch mit übermenschlichen oder gar magischen Kräften (und durchaus intelligent). Insgesamt erweckt "Das Erwachen des Feuers" ohnehin mehr den Eindruck eines Kriegs- oder Politikromans, der per Zufall in einer Fantasywelt spielt, als dass es ein reiner Fantasyroman wäre. Bei "A Song of Ice and Fire" (das allerdings deutlich düsterer und brutaler gehalten ist) hat mich das nicht gestört, hier konnte mich die Handlung noch nicht so wirklich überzeugen. Durch die vielen Maschinen, die oft genaustens beschrieben werden, erhält das Buch auch eine Steampunk-Komponente. Komplett packen konnte mich das Buch noch nicht, aber ich schliesse nicht aus, auch den Nachfolger mal unter die Lupe zu nehmen, denn "Das Erwachen des Feuers" bildet den Auftaktband zu einer neuen Reihe.

Mein Fazit
Mehr Krieg und Politik als Fantasy.

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Tags: buchreihe, drachen, fantasy, krieg, steampunk   (5)
 

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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

thriller, mord, internet, london, finanzkrise

Sie zu strafen und zu richten

Luke Delaney , Ulrike Moreno
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.09.2017
ISBN 9783404175574
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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118 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

ostfriesland, krimi, arzt, norddeich, klaus-peter wolf

Totenstille im Watt

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783596297641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Ostfriesland werden mehrere Menschen ermordet. Was hat der neu nach Norden gezogene und allseits beliebte Dr. Sommerfeldt mit der Sache zu tun?

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Dr. Bernhard Sommerfeldt in der Gegenwart erzählt und stellt seine privaten Aufzeichnungen, gewissermassen sein Tagebuch dar. Zu Beginn der Erzählung heisst er noch nicht so und ist auch kein Arzt, aber wie es zum Namens- und Berufswechsel kam, wird nur kurz abgehandelt. Obschon Sommerfeldt gewisse Sympathien zu wecken vermag, mochte ich ihn nicht sonderlich. Er war mir zu sehr davon überzeugt, dass seine Sicht der Dinge die einzig richtige ist und geht im wahrsten Sinn des Wortes über Leichen, wenn er es als notwendig erachtet.

"Totenstille im Watt" ist im Grunde ein Spin Off der "Ostfriesen"-Reihe von Klaus-Peter Wolf. Auch hier tritt die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen auf, wenn auch nur in einer kleinen Nebenrolle. Kenntnisse der "Ostfriesen"-Reihe sind zum Verständnis allerdings nicht notwendig (da ich die Reihe toll finde, empfehle ich die Lektüre natürlich trotzdem). Anders als bei Wolfs Hauptreihe handelt es sich hier allerdings nicht um einen klassischen Krimi. Es geht nicht darum, ein Verbrechen aufzudecken und den Täter zu finden, nein, in "Totenstille im Watt" begleitet der Leser den Täter und erfährt so direkt, was ihn zu seinen Taten treibt. Das ist durchaus unterhaltsam, aber nicht übermässig spannend. Zudem ist der Roman stellenweise ziemlich unglaubwürdig geraten. Oder findet es irgendjemand normal, dass eine Person, die nicht einmal ihr Medizinstudium abgeschlossen, geschweige denn praktische Erfahrung als Arzt gesammelt hat, ohne weiteres zum besten Arzt mutiert, den seine Patienten kennen?

Der Schreibstil des Autors Klaus-Peter Wolf lässt sich flüssig lesen und zeigt auch hier wieder viel Sinn fürs Detail. Viele der im Buch genannten Orte, wie beispielsweise das Café ten Cate, gibt es tatsächlich, was wohl besonders Lesern, die den Handlungsort kennen, gefallen wird (oder sie stören sich an der Schleichwerbung, wahlweise).

Mein Fazit
Schöne Stimmung, allerdings fehlt die Spannung

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Tags: krimi, ostfriesland, serienmörder   (3)
 

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247 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

dystopie, fantasy, neal shusterman, utopie, zukunft

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In der Zukunft sind Krankheiten ausgerottet und wer einen Unfall erleidet, wird wiederbelebt. Schmerzen und Tod gehören der Vergangenheit an. Da die Unsterblichkeit schnell zu einer massiven Überbevölkerung führen würde, wurden die Scythe eingeführt. Sie haben das Recht und die Möglichkeit, Menschen endgültig sterben zu lassen. Die beiden Jugendlichen Citra und Rowan werden von Scythe Faraday aufgenommen, um diese ehrenvolle Aufgabe zu erlernen.

Die Geschichte wird kapitelweise abwechselnd aus der Sicht von Citra und Rowan in der dritten Person erzählt. Beide waren mir sympathisch, erschienen mir aber irgendwie etwas langweilig. Ausser dem Wunsch, trotz ihrer Aufgabe kein unnötiges Leid zu verursachen und damit ein guter Scythe zu werden, scheinen sie kein wirkliches Ziel im Leben zu haben. Hier hätte ich mir etwas mehr Ecken und Kanten gewünscht. Am Ende jedes Kapitels wird ein Auszug aus dem Tagebuch eines berühmten Scythe zitiert. Bei diesen Ausschnitten habe ich schon bald angefangen, den richtigen Autor zu erraten zu versuchen, bevor dieser in der letzten Zeile genannt wird.

Die Handlung ist nicht besonders vielfältig. Im Grunde dreht sie sich "nur" um die Ausbildung der beiden Protagonisten zum Scythe, auch wenn während rund der Hälfte des Buches auch ein gewisser Krimisapekt hinzukommt, der aber weit vor Schluss aufgelöst wird. Interessanter wird es erst, als die beiden Protagonisten getrennt werden und zu unterschiedlichen Lehrmeistern geschickt werden. Entgegen meiner Erwartungen enthält das Buch auch keine wirkliche Liebesgeschichte, die beiden Protagonisten sagen sich zwar einmal, dass sie sich lieben, das lässt sich aber durch die Handlung nicht wirklich nachvollziehen und spielt eigentlich auch keine Rolle im Ablauf der Geschichte.

Obschon die genannten Kritikpunkte wohl einen anderen Eindruck erwecken können, hat mich das Buch gut unterhalten. Das Konzept der angestellten "Sensenmänner", die in einer Welt ohne Krankheit, Schmerzen oder Tod die Überbevölkerung bekämpfen müssen (und dabei nicht immer ehrbare Motive haben) fand ich frisch und unverbraucht, und die meisten Figuren waren mir sympathisch, wenn auch etwas langweilig. Insgesamt hat sich "Scythe – Die Hüter des Todes" für mich eher wie eine ausgedehnte Einführung in eine neue Buch-Welt angefühlt, die nun auf den Beginn der eigentlichen Handlung wartet. Auf diese bin ich jedenfalls sehr gespannt und freue mich schon auf den Folgeband (auf der englischsprachigen Wikipediaseite ist von der "Scythe-Series" die Rede, auch wenn darunter bisher nur dieses eine Buch gelistet ist. "Hüter des Todes" soll wohl der Auftakt zu einer Trilogie bilden).

Der Schreibstil des Autors Neal Shusterman lässt sich flüssig lesen, sodass ich zügig durch die Kapitel kam. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, bleibt aber offen genug für Nachfolgebände.

Mein Fazit
Frisches Konzept, die Handlung wäre allerdings noch ausbaufähig

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Tags: fantasy, jugendbuch, zukunft   (3)
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

zürich, krimi, 1990gerjahre-anfang 2000, sachlich, mord

Der Mann am Gartenzaun

Roger Graf
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 01.01.2010
ISBN 9783865321640
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf einem verlassenen Fabrikgelände wird eine Leiche gefunden, die dort schon seit Jahren lag. Um den Mord aufzuklären müssen Damian Stauffer und sein Team erst mal herausfinden, wer der Tote überhaupt war.

Die Geschichte wird in der 3. Person erzählt, wobei der Erzähler in jeder Szene auf eine andere Figur fokussiert und den Leser an deren Gedanken teilhaben lässt. Dieser Erzählstil führt dazu, dass niemand so wirklich die Hauptrolle des Buches zu übernehmen vermag, da die Wechsel schnell kommen und man so trotz den teilweise tiefen Einblicken kaum etwas über die Figuren erfährt. Die meisten bleiben blosse Namen, die ich oft verwechselt habe (wer ist nun Teil des Ermittlerteams und wer Privatperson, wer ist Mann, wer Frau). Teilweise wird dem Leser auch gar nicht verraten, wer nun die Person ist, die gerade in Fokus steht, da nur er/sie erwähnt wird, ohne einen Namen zu nennen.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, der Suche nach dem Mörder der aufgefundenen Leiche sowie die Suche nach einem vor vielen Jahren verschwundenen Mädchen. Wie die beiden Stränge zusammenhängen wird erst spät klar. Leider ziehen sich beide Stränge ziemlich in die Länge, worunter die Spannung leidet. Hier hätten wohl eine Straffung und das Weglassen vieler falscher Spuren nicht geschadet.

Der Autor Roger Graf ist in der Schweiz vor allem als Autor und Erschaffer der Hörspielreihe "Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney" bekannt. Obschon ich diese Reihe liebe, konnte mich "Der Mann am Gartenzaun" nicht packen. Da fehlen einfach die prägnanten Figuren und der trockene Humor, die "Maloney" so anziehend machen. Wirklich schlecht fand ich das Buch allerdings nicht, ich konnte es gut lesen, ohne mich darüber zu ärgern, nur hätte ich mir mehr Spannung erhofft.

Mein Fazit
Fehlende Spannung mit blassen Figuren

  (73)
Tags: buchreihe, krimi, schweiz   (3)
 

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51 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

hypnose, mord, schweden, stockholm, entführung

Der Hypnotiseur

Lars Kepler , Paul Berf , Wolfram Koch , Andy Matern
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.12.2010
ISBN 9783785743737
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erik Maria Bark ist Psychiater und hat früher mit Hypnose therapiert. Nach einem Zwischenfall vor vielen Jahren hat er von dieser Therapieform Abstand genommen, muss aber dann einen Jungen hypnotisieren, damit er zu einem Vorfall, bei dem fast seine ganze Familie getötet und er schwer verletzt wurde, eine Aussage machen kann. Diese Hypnosesitzung zieht gravierende Folgen nach sich…

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Gegenwart geschildert. Dabei fokussiert der Erzähler je nach Szenen auf eine andere Figur, meistens entweder auf Erik, dessen Frau Simone oder den Polizisten Joona Linna. Manche Szenen werden mehrmals aus unterschiedlicher Perspektive erzählt, stellenweise bis zu drei Mal, was mich mit der Zeit ziemlich gelangweilt hat. Wieso die Erzählweise während längerer Zeit in die Ich-Perspektive von Erik wechselte, der dabei unter anderem detailliert von seiner Affäre berichtete, konnte ich nicht nachvollziehen. Erzählt er es Joona? Dann würde er aber nicht bis ins Ehebett gehen mit den Details, oder? Zudem hat diese Rückblende jegliches Tempo aus der Geschichte rausgenommen. Auch mit den Figuren hatte ich meine liebe Mühe, wirklich sympathisch war mir niemand. Erik belügt seine Frau und ist tablettenabhängig, ohne dass dem Leser ein Grund dafür genannt wird. Ausserdem übernimmt er nur ungern Verantwortung für seine Taten, so frag er sich beispielsweise, wie eine andere Frau ihn dazu bringen konnte, seine Ehefrau zu betrügen. Simone ist ständig eifersüchtig (nicht ganz grundlos) und glaubt Erik kein Wort, ihr gemeinsamer Sohn Benjamin ist ein typischer Teenager, mitsamt der dazugehörigen Arroganz und den Stimmungsschwankungen, benimmt sich aber stellenweise auch wieder ängstlich und weinerlich wie ein Kleinkind. Joona schlussendlich ist zwar ein guter Polizist, lässt sich aber immer von anderen bestätigen, dass er Recht hatte, wenn jemand zuvor in einer Sache anderer Meinung war.

Die Handlung konnte mich ebenso wenig überzeugen. Durch viele Zeitsprünge ist es stellenweise schwer, ihr zu folgen, zudem ist sie zutiefst unrealistisch. So soll es ein zwölfjähriger Junge, der zudem bis vor wenigen Stunden noch im Koma lag und in Lebensgefahr schwebte, schaffen, abzuhauen, mehrere Leute niederzuschlagen oder zu töten und die gesamte Stockholmer Polizei an der Nase herumzuführen, ohne dass er geschnappt wird. Und Erik muss wohl der beste Arzt des Universums sein. So schafft er es nicht nur, einen im Koma liegenden Patienten mit irreversiblen Hirnschäden mittels Medikamenten aufzuwecken, nein, dieser kann auch trotz Luftröhrenschnitt danach noch mündlich eine Zeugenaussage zum Besten geben. Die im Klappentext geschilderte Handlung nimmt im Übrigen nur eine kleine Rolle ein, in erster Linie dreht sich der Krimi (ich würde es eigentlich nicht wirklich als solchen bezeichnen wollen, es ist eher ein Drama) in erster Linie um Eriks Vergangenheit als Hypnosetherapeut und um sein Familienleben. Joona, von dem ich angenommen hatte, dass er der Protagonist sei, da die Buchreihe nach ihm benannt ist, spielt nur eine Nebenrolle. Ich hatte ausserdem den Eindruck, dass hier mindestens drei verschiedene Bücher in eines gequetscht wurden. So handelt das Buch nicht nur vom Mord an Josef Eks Familie und von Eriks Hypnosetherapiegruppe, sondern auch von einer Kinderbande und Eriks familiären Problemen. Obschon das Buch nicht gerade dünn ist, blieb für die einzelnen Themen einfach zu wenig Platz übrig. Verwirrt haben mich zudem die sehr abrupten Szenenwechsel, wobei ich aber nicht beurteilen kann, ob dies an der Hörbuchversion liegt, wo der Sprecher teilweise beinahe ohne Luft zu holen von der einen Szene zur nächsten gesprungen ist.

Der Schreibstil der beiden Autoren (es handelt sich hier um ein Ehepaar, das seine Bücher unter dem Pseudonym Lars Kepler veröffentlicht) wirkt abgehackt, verwendet kurze Sätze und ein wenig abwechslungsreiches Vokabular. So werden viele Dialoge mit ewig gleichem "er sagt, sie sagt, er sagt" begleitet. Was mich auch gestört hat ist die teilweise Inkonsequenz, was die Namen anbelangt. So werden alle Figuren nach der ersten Vorstellung ausschliesslich mit Vornamen erwähnt, mit Ausnahme von Joona, der immer wieder auch Joona Linna genannt wird.

Das Hörbuch wird von Simon Jäger gelesen, und seine Lesung ist das Einzige, das mich überzeugen konnte. Er hat eine angenehme Stimme, klingt bei der Aussprache der Namen und Ortsangaben schön schwedisch (soweit ich das mit praktisch nicht vorhandenen Schwedischkenntnissen beurteilen kann) und bring die Emotionen glaubhaft rüber. Er war wohl auch der ausschlaggebende Grund, weshalb ich mich bis zum Schluss durch dieses Hörbuch gekämpft habe (ok, und die 9.95, die ich für das Audible-Hörbuch gezahlt habe und nicht verschwendet wissen wollte…).

Mein Fazit
Unglaubwürdige und vollgestopfte Handlung mit unsympathischen Figuren. Das Fertighören war eine Qual.

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Tags: buchreihe, hörbuch, krimi, schweden   (4)
 

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195 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

rick riordan, götter, mythologie, percy jackson, halbgötter

Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel

Rick Riordan , Gabriele Haefs
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 31.08.2017
ISBN 9783551556882
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Der griechische Gott Apollo wacht in einer New Yorker Seitengasse auf und entdeckt zu seinem Entsetzen, dass er in einen Menschen verwandelt wurde. Da ihm dies nicht zum ersten Mal passiert ist, weiss er genau, was er nun zu tun hat: wenn er nur ein paar Jahre beweist, dass er ein anständiger Kerl ist, darf er wieder in den Olymp. Und wo wäre ein griechischer Gott wohl besser aufgehoben als im Camp Half Blood bei seinen Kindern? Doch Apollo stehen gefährliche Abenteuer bevor, als mehrere Orakel verschwinden…

"Das verborgene Orakel" ist der erste Band der "Abenteuer des Apollo"-Reihe. Theoretisch könnte man ihn also auch ohne Vorkenntnisse lesen. Dennoch empfehle ich, zuvor alle Bände der "Percy Jackson" und "Helden des Olymp"-Reihen zu lesen, da "Abenteuer des Apollo" darauf aufbaut und viele Anspielungen auf frühere Ereignisse enthält. Ich habe die letzten beiden Bände der "Helden des Olymp"-Reihe zuvor noch nicht gelesen und wurde ärgerlicherweise über die Geschehnisse darin gespoilert…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Apollo in der Vergangenheit erzählt. Apollo war mir dabei z Beginn nur bedingt sympathisch. Er erschien mir arrogant und überheblich. Kein Wunder, da es sich beim Protagonisten doch um einen Gott handelt, der im menschlichen Körper auf die Erde verbannt wurde. Was mich aber dann doch dazu brachte, Apollo zu mögen, ist sein Humor. Apollo ist einfach witzig, ob gewollt oder nicht. Es bleibt ihm ja schliesslich auch nicht viel Anderes übrig, gefangen im Körper eines pickligen, übergewichtigen Teenagers ohne irgendwelche nennenswerten Fähigkeiten. Die meisten der anderen Figuren sind dem Leser bereits aus den Reihen "Percy Jackson" und "Helden des Olymp" bekannt (wenn man die Reihen bereits gelesen hat, was ich wie gesagt wärmstens empfehle).

Wer Rick Riordan mag, den wird die Handlung nicht überraschen. Ein paar Halbgötter, hier zusammen mit einem "menschlichen Gott" bekommen die Aufgabe, etwas oder jemanden zu suchen. Anders als bei den bisherigen Büchern aus der griechisch-römischen Mythologie schickt der Autor seine Helden hier aber nicht auf eine Reise, sondern lässt das ganze Abenteuer in New York stattfinden. Im Osten (der USA) nichts Neues, bin ich daher versucht zu sagen, aber das altbekannte Schema vermag auch in diesem nunmehr 11. Band um Percy Jackson (der hier allerdings nur eine kleine Nebenrolle spielt) und Co. wieder gut zu unterhalten.

Der Schreibstil von Rick Riordan lässt sich wie gewohnt flüssig lesen, auch wenn das verwendete Vokabular nicht gerade vielseitig ist. Am Ende des Buchs findet sich ein Glossar, in dem der Leser die Namen der verschiedenen erwähnten Götter und Monster nachschlagen kann. Da mich die bisherigen Reihen von Rick Riordan gut unterhalten haben und auch dieses Buch keine Ausnahme ist, werde ich den "Abenteuern des Apollo" sicher weiter folgen.

Mein Fazit
Das altbekannte Schema unterhält auch im 11. Anlauf

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Tags: buchreihe, fantasy, griechische mythologie, jugendbuch, rick riordan   (5)
 

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

geister, kinderbuch, mutiert, untotes leben, party

Ghostsitter - Hilfe, Zombie-Party!

Tommy Krappweis , Timo Grubing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Egmont Schneiderbuch, 03.11.2016
ISBN 9783505139031
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Hilfe! Tom muss unbedingt ein Ritual für den Zombie Wombie durchführen, da dieser sonst seine Untotheit verliert und definitiv stirbt. Doch für das Ritual müssen erst mehrere magische Gegenstände beschafft werden, was alles andere als einfach ist. Doch zum Glück muss Tom sich nicht alleine darum kümmern, Vampir, Werwolf, Geist, Zombie und Mumie helfen ihm dabei.

"Hilfe! Zombie-Party!" ist der dritte Band der "Ghostsitter"-Reihe. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, ich empfehle aber, zumindest Band 1, "Geister geerbt" als erstes zu lesen, da dort die Figuren eingeführt und vieles erklärt wird.

Wie bei den anderen Bänden wird auch dieser in der 3. Person aus der Sicht des Protagonisten Tom erzählt. Tom ist ein eigentlich ganz normaler, aufgeweckter Teenager, der sich in erster Linie für Computerspiele und Mädchen interessiert. Seine Aufgabe als Leiter einer Geisterbahn, die mit echten Monstern bestückt ist, braucht viel Zeit, weshalb er nicht allzu oft dazu kommt, seinen Interessen nachzugehen. Die weiteren Figuren, Vlarad der Vampir, Wombie der Zombie, Mimi das Geistermädchen, Welf der Werwolf und Hop-Tep die Mumie sind alle sehr sympathisch und werden wohl auch den meisten Kindern keine Angst einflössen.

Die Handlung ist ähnlich aufgebaut wie bei den Vorgängern. Auch hier erhält Tom eine Aufgabe, die er unter Zeitdruck und mit der Hilfe seiner übernatürlichen Freunde erfüllen muss. Dieses Mal geht es um ein Todestagsritual für Wombie. Durch den Zeitdruck wird ein gewisses Mass an Spannung aufgebaut, obschon zumindest für Erwachsene ja wohl von Anfang an klar ist, dass die Besatzung der Geisterfahrt die Aufgabe rechtzeitig erfüllen wird. Im Vordergrund steht aber auch hier der Humor, mit dem der Autor Tommy Krappweis wie immer um sich wirft. Kaum ein Satz, der mich nicht zum schmunzeln oder sogar laut loslachen gebracht hat. Das Buch strotz vor Anspielungen, Witzen und manchmal auch platten Kalauern, sodass wohl nur sehr humorlose Mitmenschen beim Lesen keine Miene verziehen.

In Sachen Altersempfehlung mache ich es mir einfach: ich denke, das Buch ist für alle Alterskategorien (ausser wohl für die Allerkleinsten) geeignet, solange der Leser (oder Vorgelesen-Bekommer) genug Humor hat. Nur bei sehr ängstlichen Kindern sollten die Eltern bedenken, dass hier Geister, Werwölfe und Zombies vorkommen, auch wenn sie alle sehr nett sind. Aber ich denke, dass hier nicht nur Kinder und "mittelalte" Erwachsene wie ich ihren Spass haben, sondern dass man das Buch auch als ganze Familie, vom (Schul-)Kind bis zur Uroma, geniessen kann. Wenn Kinder das Buch selber lesen möchten ist es allerdings besser, wenn sie schon ziemlich gut lesen können, da Tommy Krappweis auch viele erfundene Wörter mit einbaut (wer Bernd das Brot kennt, weiss, was ich meine), sodass es für Leseanfänger frustrierend sein könnte, wenn sie ein Wort nicht entziffern können, weil sie bisher gar keine Möglichkeit hatten, es zu kennen.

Mein Fazit
Köstlich amüsant

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Tags: buchreihe, geister, humor, kinderbuch   (4)
 

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107 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

island, thriller, sog, missbrauch, mord

SOG

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei btb, 18.09.2017
ISBN 9783442756643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einer "Zeitkapsel", die eine Schulklasse vor zwölf Jahren vergraben hat, wird ein Aufsatz eines Schülers gefunden, der für das Jahr 2016 mehrere Morde ankündigt. Als dann Hinweise auftauchen, dass die angekündigten Morde tatsächlich ausgeübt wurden, macht sich Kommissar Huldar zusammen mit der Psychologin Freyja auf die Suche nach dem Autor des Aufsatzes. Der wird bald gefunden, doch ist er auch der Täter?

"Sog" ist nach "DNA" der zweite Band um den Polizisten Huldar und die Psychologin Freyja. Er enthält zwar einige Anspielungen auf Band 1, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Wer vorhat, beide Bände zu lesen, sollte dies allerdings in der Erscheinungsreihenfolge tun, da hier wohl doch zu viel über die Geschehnisse in Band 1 verraten wird.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der sich in jeder Szene auf eine bestimmte Figur konzentriert und den Leser nur an deren Gedanken teilhaben lässt. Durch die wechselnde Perspektive erhält man zwar Einblick in die verschiedenen Figuren, besonders interessant ist aber keine von ihnen. So denkt beispielsweise Huldar, der seinen Alkoholkonsum nicht im Griff hat und im Laufe der Geschichte mehr als nur ein alkoholbedingtes Blackout hat, in erster Linie an seine Frisur und an Frauen. Spannend. Freyja geht es vor allem darum, dass sie Huldar doof findet (der seinerseits total in Freyja verschossen ist). Die weiteren Figuren, die in den Fokus des Erzählers geraten, hauptsächlich (potentielle) Opfer, machen sich durch ihre Arroganz nicht gerade sympathisch.

Im Prolog begleitet der Leser die kleine Vaka, die nicht von der Schule abgeholt wurde und nun zu einer Klassenkameradin nach Hause geht. Diese Szene ist zwar wichtig für das Verständnis des ganzen Falles, verrät aber im Grunde zu viel, da ja klar ist, dass dieses Ereignis etwas mit dem zu klärenden Fall zu tun haben muss und somit das Motiv des Täters gleich zu Beginn verrät. So bleibt nur noch die Frage übrig, wer hinter dem Ganzen steckt. So hält sich die Spannung in Grenzen, da schon bald klar wird, dass es nur zwei mögliche Täter (respektive Tätergruppen) geben kann. Das Buch wird auf dem Cover als "Thriller" bezeichnet, ich betrachte es aber als Kriminalroman, die durchgehende Spannung, die einen Thriller auszeichnet, fehlt hier.

Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir lässt sich flüssig lesen. Anders als im letzten Buch, das ich von ihr gelesen habe ("Das letzte Ritual") wurde hier in der Übersetzung die skandinavische Eigenheit, alle Menschen, auch Fremde, zu duzen, nicht übernommen (obschon bei beiden Büchern die gleiche Übersetzerin tätig war). Schade, ich finde das immer sehr stimmungsvoll.

Mein Fazit
Der Prolog verrät bereits zu viel.

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Tags: buchreihe, island, krimi, serienmörder, thriller   (5)
 

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

krimi, schweiz, berner oberland, schweizer autor-in, verlag: emons

Kanderschlucht

Peter Beutler
Buch: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 01.09.2015
ISBN 9783954511365
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ab 1950 werden im beschaulichen Berner Oberland mehrere Prostituierte ermordet. Da bei den Tatorten jeweils ein Militärfahrzeug beobachtet wurde, schliesst sich Michael Bärtschi von der Kantonspolizei mit dem Militärpolizisten Max Schmocker zusammen, um den Hintergründen auf die Spur zu gehen.

Die Geschichte wird in der dritten Person von einem allwissenden Beobachter erzählt, der die meiste Zeit auf Michael "Miggu" Bärtschi fokussiert, aber auch Max Schmocker und weitere Beteiligte begleitet. Sehr viel erfährt man über die Figuren allerdings nicht, der Schwerpunkt liegt klar auf dem Kriminalfall, das Privatleben und die inneren Vorgänge der Figuren spielen kaum eine Rolle. Während die Anzahl der Charaktere zu Beginn noch einigermassen übersichtlich ist, kommen im Laufe der Geschichte immer mehr Figuren dazu, sodass es schwer wird, den Überblick zu behalten. Für Nicht-Schweizer werden die vielen klassisch Schweizerischen und daher ungewohnten Namen ihr übriges tun, um den Leser zu verwirren. Mich als Schweizerin hat das natürlich nicht gestört, in Gegenteil, ich habe mich darüber amüsiert, meinen eigenen Nachnamen im Buch zu lesen ;-)

Während die beiden Krimis, die ich bisher von Peter Beutler gelesen habe ("Kristallhöhle" und "Kehrsatz") auf wahren Straftaten basierten, handelt es sich bei "Kanderschlucht" um eine fiktive Geschichte, die jedoch an tatsächliche Begebenheiten angelehnt wird. Leider verraten hier die Widmung des Autors sowie der Klappentext etwas zu viel, da schon vor der Lektüre klar wird, was die Hintergründe der Tat sein müssen. Das hätte sich der Autor wohl besser für das Nachwort aufgespart, da es mir doch einiges von der Spannung genommen hat. So ging es nur noch darum herauszufinden, wer hinter dem Ganzen steckt, und da ich keine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufbauen konnte, war mir das mehr oder weniger egal.

Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren, einer Zeit, in der meine Eltern bereits lebten. Und doch fand ich es erschreckend, wie altertümlich es damals zu und her ging. Wer als unverheiratete Person Geschlechtsverkehr hatte, konnte verhaftet werden, mit einem Offizier per Du zu sein war eine grosse Ehre und wenn man Hilfe eines Polizisten benötigte, so musste man besonders freundlich und unterwürfig sein, da der Beamte ansonsten vielleicht keine Lust verspürte, seine Arbeit zu tun, ohne dass man etwas dagegen tun konnte. Wie froh bin ich, dass ich heute lebe und nicht vor 65 Jahren!

Auch in "Kanderschlucht" ist der Schreibstil des Autors Peter Beutler nüchtern, geradezu protokollartig gehalten. Peter Beutler verwendet viele Schweizer Ausdrücke und Ortsbezeichnungen, die am Ende des Buches in einem Glossar übersetzt werden.

Mein Fazit
Der Klappentext verrät zu viel und dämpft die Spannung stark

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Tags: berner oberland, krimi, schweiz   (3)
 

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island, mord, krimi, ritual, btb verlag

Das letzte Ritual

Yrsa Sigurdardottir , Tina Flecken
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei btb, 12.09.2016
ISBN 9783442714407
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem Wandschrank der Uni von Reykjavík wird die verstümmelte Leiche eines deutschen Studenten gefunden. Schon kurz darauf verhaftet die Polizei einen Verdächtigen, doch die Familie des Toten glaubt nicht an dessen Schuld und beauftrag die Rechtsanwältin Dóra mit der Suche nach dem wahren Täter. Liegt das Motiv in der wissenschaftlichen Arbeit des Toten, der sich mit den Hexenprozessen des Mittelalters beschäftigt hat?


Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, wobei der Fokus in erster Linie auf der Protagonistin Dóra liegt, deren Gedanken und Gefühle dem Leser mitgeteilt werden. So konnte ich mich gut in sie hineinfühlen, auch wenn ich nicht immer mit allem einverstanden war. Sie war mir jedenfalls recht sympathisch, auch wenn sie sich etwas zu stark auf ihre Wirkung auf andere konzentriert und manchmal etwas gar zickig erscheint.


Die Handlung ist spannend aufgebaut und endet überraschend. Sie ist aus mehreren Handlungssträngen zusammengesetzt, bei denen ich nur ausnahmsweise selber auf die Auflösung kam. Wie bei skandinavischen Krimis üblich, ist die Grundstimmung auch hier sehr düster gehalten, wer auf der Suche nach einen "Feelgood-Krimi" ist, wird hier nicht fündig, was aber bereits am Cover ersichtlich sein sollte. A propos Cover: dort steht zwar gross "Thriller", in meinen Augen handelt es sich hier aber um einen Kriminalroman, keinen Thriller. Auch der Regio-Aspekt kam für meinen Geschmack etwas zu kurz, abgesehen von den für mich ungewohnten Namen und dem geschichtlichen Hintergrund hätte das Buch auch in den USA oder sonstwo spielen können.


Der Schreibstil der Autorin Yrsa Sigurdardóttir lässt sich flüssig lesen, allerdings ist mir aufgefallen, dass manche Namen in zwei Schreibweisen vorkommen, mit und ohne Akzent (z.B. Maria/María), und doch jeweils die gleiche Person gemeint ist. Ob da die Autorin unsorgfältig war oder die Übersetzerin, weiss ich nicht, tippe jedoch auf Letzteres. Sehr schön fand ich allerdings, dass die Übersetzung die Eigenheit der Skandinavier, auch Fremde zu duzen, beibehalten hat. Das fehlt mir oft bei skandinavischen Krimis und Thrillern.


Mein Fazit

Spannend und düster.

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Tags: hexen, island, krimi, mord   (4)
 

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hörbuch, scifi, virtual reality, computerspiele

Ready Player One

Ernest Cline
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Erschienen bei Argon Verlag, 27.04.2017
ISBN B07166WK8T
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Leben in der Zukunft ist relativ trostlos. Die globale Energiekrise hat die meisten Menschen an der Grenze zur Armut zurückgelassen. Um dem grauen Alltag zu entfliehen, ziehen sich fast alle in die "Oasis" zurück, die virtuelle Realität, in der Geld eine eher untergeordnete Rolle spielt und man sich geben kann, wie man will. Als der Erschaffer der "Oasis" stirbt, hinterlässt er sein Vermögen demjenigen, der als erstes das in der virtuelle "Easter Egg" findet, wodurch bald der ganze Planet auf "Eierjagd" geht. Mittendrin befindet sich der Teenager Wade, der die "Oasis" vor den geldgierigen Konzernen schützen will…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive des Protagonisten Wade in der Vergangenheit erzählt. Wade ist der Klischee-Nerd, wie er im Buche steht: picklig, übergewichtig und schüchtern. Da er in der virtuellen Welt sein echtes Gesicht nicht zeigen muss, fühlt er sich dort natürlich deutlich wohler als in wahren Leben, wo er mit seiner Tante und ihrem Partner in einem Trailerpark lebt. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Wade vom Aussenseiter zum weltweiten Vorbild, womit er auch automatisch selbstsicherer wird und beginnt, in seine Fähigkeiten und seinen Wert als Mensch zu vertrauen. Allerdings wird Wade dadurch auch ziemlich unrealistisch, ein quasi unkaputtbarer, allwissender Kämpfer, dem keiner etwas anhaben kann. Das war mir teilweise dann doch etwas zu viel.

Die Handlung beginnt recht zäh. Der Autor Ernest Cline verbringt relativ viel Zeit damit, die Welt, in der seine Geschichte spielt, ausführlich zu erklären und wiederholt sich dabei oft. Immer wieder wird beispielsweise erwähnt, dass Halliday, der Erfinder der "Oasis", in den 1980ern ein Teenager war und sich darum für dieses Jahrzehnt, seine Musik, Filme, Fernsehserien und Computerspiele begeistert. Auch werden endlos Jahrzahlen heruntergerattert, bei jedem erwähnten Film oder Game wird erklärt, wann es von wem veröffentlicht wurde. Nachdem die Handlung aber in Schwung geraten ist, hat sie mich sehr mitgerissen, auch wenn das Tempo grösstenteils eher geruhsam geraten ist und die Handlung immer wieder durch ausschweifende Erklärungen unterbrochen wird. Wer sich allerdings nicht für Computerspiele und Virtual Reality begeistern kann, den wird "Ready Player One" wohl langweilen. Auch wer die 1980er nur vom Hörensagen kennt und sich ansonsten nicht für dieses Jahrzehnt interessiert, könnte seine Schwierigkeiten mit dem Buch haben, da die "80ies" doch eine grosse, wichtige Rolle in der Geschichte spielen.

Das Hörbuch wird von David Nathan gelesen, der gut zum Thema und zu Wade gepasst hat und als Synchronsprecher von Johnny Depp, Christian Bale oder Paul Walker bekannt ist. Im Bereich SciFi ist er kein Neuling, hat er doch bereits Nathan Fillion in "Firefly" synchronisiert. Ich habe David Nathan jedenfalls gerne zugehört.

Mein Fazit
Nach einem zähen Start sehr mitreissend für Gamer der 80er.

  (34)
Tags: computerspiele, hörbuch, scifi, virtual reality   (4)
 

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1.379 Bibliotheken, 22 Leser, 5 Gruppen, 162 Rezensionen

dystopie, sauerstoff, jugendbuch, kuppel, liebe

Breathe - Gefangen unter Glas

Sarah Crossan , Birgit Niehaus
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2013
ISBN 9783423760690
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine nicht näher genannte Zukunft. Sauerstoff ist ein knappes und teures Luxusgut geworden, weshalb sich nur reiche Menschen Aktivitäten wie Sport ausüben oder schon nur jemanden Küssen leisten können, die mehr Sauerstoff verbrauchen. Die Menschheit lebt unter Kuppeln und jeder weiss, dass das Leben ausserhalb dieser Kuppeln ohne Sauerstofftanks nicht möglich ist. Aber stimmt das wirklich? Gibt es keine Menschen ausserhalb der streng kontrollierten Kuppeln?

Die Geschichte wird von drei Personen in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, Alina, Bea und Quinn. Die drei sind etwa gleich alt, um die 16, stammen aber aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten. Bea und Quinn sind seit langem befreundet, Alina stösst erst bei Beginn der eigentlichen Handlung dazu. Bea war mir gleich von Beginn weg sympathisch, sie erschien mir ehrlich, bescheiden und um das Wohlergehen ihres Umfelds besorgt. Auf Dauer wirkt das allerdings etwas langweilig, da ihr Ecken und Kanten fehlen. Quinn stammt zwar aus der reichen Oberschicht, ist aber auch auf dem Boden geblieben. Bei ihm brauchte ich einige Kapitel, bis ich mich mit ihm angefreundet hatte, weil er zu Beginn doch noch nicht wusste, wie eingeschränkt das Leben der ärmeren Bevölkerung ist. Auch später zeigt er sich öfters etwas begriffsstutzig. Alina blieb mir bis zum Schluss etwas unfassbar, ich konnte sie nicht so richtig einschätzen. Die Nebenfiguren blieben recht eindimensional und konnten mich nicht so recht überzeugen, wie beispielsweise der ständig besoffene Präsident oder die Rebellenführerin, die ihre "Untertanen" mit hysterischer Gewalt "regiert".

Die Handlung ist für Dystopie-Fans nicht besonders überraschend, auch hier hat die Elite einen Weg gefunden, den grössten Teil der Bevölkerung zu unterdrücken, bis diese zu rebellieren beginnt. So weit, so altbekannt. Auch das Liebes-Dreieck darf hier nicht fehlen, auch wenn es im Unterschied zu vielen anderen Reihen hier der Junge ist, der zwischen zwei Mädchen steht. Hingegen fand ich die Idee mit dem knappen Sauerstoff und den Kuppeln, unter denen die Menschen leben müssen recht originell. Unterhaltsam ist das Buch alleweil, und wer noch keine (oder nur wenige) Dystopien gelesen hat, wird sicher auch das eine oder andere Mal überrascht werden.

Der Schreibstil der Autorin Sarah Crossan lässt sich flüssig lesen, allerdings hätte ich bei gleich drei ungefähr gleichwertigen Protagonisten eine Erzählung in der dritten Person passender gefunden als die Ich-Perspektive. Das Buch endet offen und bereitet so den Weg für den Nachfolgeband "Der Weg nach Sequoia".

Mein Fazit
Dystopie nach altbekanntem Schema, die gut unterhält.

  (47)
Tags: buchreihe, dystopie, fantasy, jugendbuch   (4)
 

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hörbuch, krimi, historisch, viktorianisches zeitalter, buchreihe

Inspector Swanson und der Fluch des Hope-Diamanten (Inspector Swanson 1)

Robert C. Marley
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Erschienen bei Audible GmbH, 05.01.2017
ISBN B01MU5CD5P
Genre: Sonstiges

Rezension:

London, 1893. In einem Juweliergeschäft wird dessen Besitzer ermordet aufgefunden. Bald darauf wird auch ein zweiter Juwelier ermordet. Inspector Swanson vom Scotland Yard sucht den Zusammenhang, um das Motiv und damit den Mörder zu finden.

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters in der dritten Person erzählt. Eine wirkliche Hauptperson gibt es hier nicht, auch wenn Inspector Swanson im Titel genannt wird, gibt es auch andere Figuren, die ebenso viel Raum einnehmen. Leider wuchs mir keine davon so richtig ans Herz, sie blieben alle ziemlich blass und mir daher egal.

Was die Handlung anbelangt, verrät der Titel des Buchs leider bereits viel zu viel. Während die Polizei noch rumrätselt, ob die Morde etwas mit privaten Verfehlungen der Opfer zu tun haben könnten, weiss der Leser schon vor Beginn der Lektüre, dass der geheimnisvolle Hope-Diamant hinter allem stecken muss. Die Handlung selbst erschien mit viel zu vollgestopft. Von Schmuckdiebstählen, Pornografie über Berühmtheiten wie Oscar Wilde, Arthur Conan Doyle (damals noch ohne Sir) und Agatha Christie (als Kind) hat der Autor Robert C. Marley offenbar alles hineingeworfen, was ihm gerade in den Sinn gekommen ist. Leider wird die Handlung so furchtbar unübersichtlich und durch die vielen Figuren und Nebenstränge einfach nur verwirrend. Vor allem die Prominenten werden schlussendlich verschwendet, da sie nichts zur Handlung beitragen, sondern deren Part auch von irgendeinen John Smith hätte übernommen werden können (oder in Agatha Christies Fall ohne Verlust ganz weggelassen).

Am Sprecher des Hörbuchs, Hans Jürgen Stockerl, habe ich nichts auszusetzen, er machte seine Sache gut.

Mein Fazit
Zu vollgestopft, um wirklich spannend zu sein.

  (37)
Tags: buchreihe, historisch, hörbuch, krimi, viktorianisches zeitalter   (5)
 

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hörbuch, krimi, bka, selbstmorde, sneijder & nemez

Todesreigen

Andreas Gruber , Achim Buch
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Erschienen bei Der Hörverlag, 21.08.2017
ISBN 9783844527728
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zwei ehemalige BKA Beamte bringen sich um, nachdem ein Familienmitglied gestorben ist. Sabine Nemez macht sich auf die Suche nach den Hintergründen, während Maarten S. Sneijder nach den Ereignissen von "Todesmärchen" nicht mehr für das BKA arbeitet…

"Todesreigen" ist bereits der vierte Band um Sabine Nemez und Maarten S. Sneijder. Zum Verständnis sind Vorkenntnisse nicht nötig, allerdings enthält der Band sehr viele Anspielungen auf Band 3. Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte also zumindest "Todesmärchen" zuvor gelesen haben.

Wie bei der Reihe üblich wird die Geschichte aus wechselnder Perspektive erzählt, hauptsächlich aus der Sicht von Sabine Nemez und dem vor kurzem aus der Haft entlassenen Hardy. Sneijder bleibt über lange Zeit hinweg eine Randfigur und greift erst im letzten Drittel so richtig in die Handlung ein. Während Hardys Gedankenwelt nachvollziehbar dargelegt wird, bleiben die anderen Figuren, auch die eigentlichen Protagonisten Nemez und Sneijder, eher blass. Das war allerdings auch in den früheren Bänden so und stört mich nicht sonderlich. Hardy hingegen hat sich im Laufe der Geschichte für mich zum heimlichen Helden entwickelt.

Die Geschichte ist aus zwei Handlungssträngen aufgebaut. Da ist einerseits Sabine Nemez, die diverse Selbstmorde aufklären soll, andererseits Hardy, der nach seiner Entlassung aus dem Knast seine alten Kumpels auf der Suche nach dem Mörder seiner Frau und Töchter abklappert. Dass die beiden Stränge irgendwie zusammenhängen müssen, ist von Anfang an klar, wie sie dies tun, wird erst später verständlich. Bei Szenenwechseln war ich teilweise recht verwirrt, bis ich verstanden habe, dass die beiden Stränge zeitlich nicht parallel ablaufen. Sobald ich das mal geschnallt hatte, wurde die Geschichte plötzlich viel verständlicher. Wie bei den Vorgängern darf aber nicht zu viel Wert auf Realismus gelegt werden. Was die Protagonisten hier aushalten können erinnert zwar an einen beliebigen Actionfilm, nicht aber an das wahre Leben…

Ich habe alle bisherigen Sneijder&Nemez-Fälle als Hörbuch gehört, und ich muss leider sagen, dass dieser hier für mich der schlechteste war. Mir hat etwas die Spannung und vor allem die grossen Überraschungen gefehlt. Die Suche nach dem Täter hat mich nicht besonders mitgerissen und atemberaubende Szenen gab es für mich kaum. So konnte mich "Todesreigen" nicht so begeistern wie seine Vorgänger.

Der Schreibstil des Autors Andreas Gruber ist wie gewohnt flüssig, aber eher einfach gehalten. Wie schon bei den Vorgängern sind mir vor allem die vielen Wiederholungen aufgefallen. Ich habe nicht mitgezählt, wie oft die Begriffe "Designeranzug" oder "Leichenhallenlächeln" fielen, aber wenn mir jemand erzählt, es sei ein Dutzend Mal gewesen, glaube ich das sofort.

Auch "Todesreigen" wird in der Hörbuchversion von Achim Buch gelesen. Ich war mit seiner Lesung grundsätzlich zufrieden, nur die taube Nora hat er für meinen Geschmack zu extrem betont, insbesondere, da der Text erwähnt, man höre ihr ihre Behinderung "leicht" an.

Mein Fazit
Konnte mich nicht mehr so mitreissen wie die Vorgänger.

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Tags: buchreihe, hörbuch, sneijder & nemez, thriller   (4)
 
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