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23 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 6 Rezensionen

fantasy

Die drei Opale - Über das tiefe Meer

Sarah Driver , Wolfram Ströle
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.02.2018
ISBN 9783551553713
Genre: Jugendbuch

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893 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 117 Rezensionen

liebe, jugendbuch, familie, boston, freundschaft

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Jessica Park , Bea Reiter
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785578674
Genre: Jugendbuch

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482 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, flaschenpost, sonderdezernat q

Erlösung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2014
ISBN 9783423214933
Genre: Krimi und Thriller

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

venedig, mysterie, verfluchte bilder, bilder, mystery

Das Vermächtnis des Künstlers

Gordon McBane
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Midnight, 09.03.2018
ISBN 9783958199323
Genre: Krimi und Thriller

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256 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 15 Rezensionen

julia durant, krimi, frankfurt, gift, mord

Letale Dosis

Andreas Franz
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.09.2000
ISBN 9783426617137
Genre: Krimi und Thriller

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

geheimnisvoll, kirche, thriller

Das Jesus-Video

Andreas Eschbach
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio, 18.07.2014
ISBN B00KQT24YA
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

heliosphere 2265, scifi, hörspiel, 2265

Heliosphere 2265 - Folge 9: Entscheidung bei NOVA

Andreas Suchanek
Audio CD
Erschienen bei Greenlight Press, 26.01.2018
ISBN 9783958340305
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Bei „Heliosphere 2265“ handelt es sich um eine Buch- respektive in diesem Fall Hörspielreihe (der Inhalt der Bücher und Hörspiele ist anscheinend nicht komplett deckungsgleich, die Hörspiele basieren aber eindeutig auf den Büchern), welche im Weltraum spielt, klassische Science Fiction. Die einzelnen Bände bauen inhaltlich aufeinander auf, bei Interesse sollte daher mit Band 1 begonnen werden, ein Quereinstieg ist nicht sinnvoll. „Entscheidung bei Nova“ ist der 9. Band der Hörspielreihe, die Buchreihe ist bereits bei Band 46 angelangt.

Inhaltlich ist die Serie sehr komplex, sodass ich mich beim Hören gut konzentrieren musste, um auch wirklich folgen zu können. Da der vorhergehende Teil schon eine ziemliche Weile her war, hatte ich zunächst etwas Mühe, wieder in die Handlung hineinzufinden. "Entscheidung bei Nova" ist ein eher ruhiger Band, bei dem es mehr um die politischen Verstrickungen geht als um atemberaubende Action.

Die Hörspielreihe wurde professionell vertont, sodass es ein Vergnügen ist, den qualitativ sehr hochwertigen Sprechern zuzuhören. Wer regelmässig synchronisierte Filme oder Serien schaut, wird sicherlich die eine oder andere Stimme erkennen. Auch die Hintergrundgeräusche wurden geschickt in Szene gesetzt, sodass man sich als Hörer mitten ins Geschehen hineinversetzt fühlt.


Mein Fazit

Eher ruhiger Band, der Handlung weiterbringt.

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Tags: heliosphere 2265, hörspiel, scifi   (3)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

hörbuch, roman, liebe, behinderung, rollstuhl

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell , Luise Helm , Ulrike Hübschmann
Audio CD
Erschienen bei Argon, 24.09.2015
ISBN 9783839892794
Genre: Romane

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

ostfriesland, späte rache, vergeltung, kriegsflüchtlinge, mord

Deichfürst

Heike van Hoorn
E-Buch Text: 330 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 30.01.2018
ISBN 9783732544714
Genre: Krimi und Thriller

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68 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

cold case, elbmarsch, krimi, mord, hamburg

Totenweg

Romy Fölck
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 23.02.2018
ISBN 9783785726228
Genre: Krimi und Thriller

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

freunde, amphitheater, prioritäten, schildkröte, zeit

Momo

Michael Ende , Gert Heidenreich
Audio CD
Erschienen bei Silberfisch, 23.08.2013
ISBN 9783867422468
Genre: Kinderbuch

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18 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kinderbuch, fantasie, freundschaft

Das wundersame Fräulein Gelblich

Audrey Harings , Stefanie Ziermann
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 15.01.2018
ISBN 9788494667381
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach dem Tod ihrer Mutter fühl sich Greta Gelblich ziemlich einsam. Ihr einziger Freund ist der Fisch Pupsi, den sie auf seinen Abenteuern im Meer begleitet. Obschon sie Analphabetin ist, findet sie eine Anstellung an einer Schule und findet nicht nur dort neue Freunde…

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt. Meist fokussiert der Erzähler auf Greta, aber auch andere Figuren werden näher beleuchtet. Greta ist eine Figur, die nicht nur der Leser, sondern auch die anderen Charaktere des Buches schnell ins Herz schliessen. Sie ist freundlich, ehrlich und immer bereit, anderen zu helfen.

Die Handlung ist aus zwei Strängen aufgebaut, einerseits begleiten wir Greta durch ihren Alltag, der nach dem Tod ihrer Mutter komplett auf den Kopf gestellt wird, andererseits erleben wir zusammen mit ihr und Pupsi Abenteuer auf dem Meeresgrund (ob diese nur eingebildet sind oder ob das Buch in einer Fantasiewelt spielt, in der diese tatsächlich möglich sind, wird offen gelassen. In meinen Augen ist diese Frage aber auch nicht wirklich relevant in einem Kinderbuch). Die beiden Stränge hätten auch gut separat von einander in zwei Büchern erzählt werden können, sie stören sich gegenseitig aber nicht.

Optisch ist das Buch klar für Kinder gedacht. Die Schrift ist gross genug, um auch Leseanfänger anzusprechen und die meisten Seiten sind mit schwarz/weissen Illustrationen verziert. In Farbe währen diese noch schöner anzuschauen, aber das hätte wohl den Kostenrahmen gesprengt. Der Schreibstil der Autorin Audrey Harings ist einfach genug, um Kinder nicht zu überfordern, ohne dabei für Erwachsene langweilig zu wirken. Mich hat das Buch jedenfalls sehr gerührt und zum Schluss hatte ich doch tatsächlich ein paar Tränchen in den Augen.

Mein Fazit
Berührende Kindergeschichte über Freundschaft

  (38)
Tags: freundschaft, kinderbuch   (2)
 

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184 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 103 Rezensionen

thriller, berlin, marc raabe, schlüssel, mord

Schlüssel 17

Marc Raabe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548289137
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Berliner Dom wird die Dompredigerin Brigitte Riss ermordet aufgefunden. Der Polizeikommissar Tom Babylon reisst den Fall sofort an sich, denn die Tote trägt einen Schlüssel um den Hals. Genau den Schlüssel, den Toms Schwester bei sich hatte, als sie vor 20 Jahren spurlos verschwand…

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Gegenwart erzählt, oft aus der Sicht von Tom Babylon, aber auch andere kommen zu Wort. Leider konnte ich mich nicht wirklich mit Tom anfreunden. Er lügt und stiehlt Beweismittel, was für einen Polizisten absolut nicht geht und zudem wegen Befangenheit alle von ihm getätigten Ermittlungsergebnisse vor Gericht unverwertbar erscheinen lassen würde. Die Suche nach seiner Schwester hat für ihn vor allem anderen Vorrang, auch vor der Aufklärung des Mordes, in dessen Untersuchung er sich drängt. Das kann ich zwar irgendwie nachvollziehen, aber absolut nicht gutheissen. Neben Tom nimmt auch die Kriminalpsychologin Sita eine grosse Rolle ein. Sie konnte ich nur schwer einordnen. Sie scheint eine geheimnisvolle, von Gewalt geprägte Vergangenheit zu haben, aber was genau dahintersteckt, bleibt im Verborgenen.

Die Handlung ist aus mehreren Strängen zusammengesetzt. Einerseits dreht sich das Buch um die Aufklärung des Mordes an der Dompredigerin, ein anderer Strang konzentriert sich auch die Geschehnisse in Toms Jugend (dieser Strang wird in der Vergangenheitsform erzählt) und als drittes wird die Geschichte von Klärchen, einer Patientin einer psychiatrischen Klinik erzählt. Zur Lösung des Falles tragen alle drei Handlungsstränge bei, aber vor allem zu Beginn haben mich die Wechsel zwischen den Erzählsträngen eher aus der Handlung gerissen, als mich tiefer hinein zu führen. So schwankte die Spannung für mich leider stark, anstatt konstant hoch zu bleiben, wie bei einem Thriller gewünscht.

Wirklich packen konnte mich die Geschichte um den geheimnisvollen Schlüssel leider nicht, was wohl vor allem daran lag, dass ich Tom nicht mochte und mit seiner Vorgehensweise nicht einverstanden war. So wie es aussieht bildet "Schlüssel 17" den Auftakt zu einer neuen Reihe. Da ich Tom nicht mag, werde ich diese voraussichtlich nicht weiterverfolgen.

Mein Fazit
Stark schwankende Spannung

  (23)
Tags: berlin, deutschland, krimi, thriller   (4)
 

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

jugendbuch, ein m.o.r.d.s-team, spannend, zirkusjungen, randy steinbeck

Ein MORDs-Team - Band 19: Der Preis der Macht

Andreas Suchanek
E-Buch Text: 110 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 09.01.2018
ISBN 9783958342842
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Der Preis der Macht" ist der 19. Band der "Ein MORDs-Team"-Reihe. Die Bände bauen inhaltlich aufeinander auf, wer sich für die Reihe interessiert sollte daher unbedingt mit Band 1 beginnen.

Auch dieser Band ist wieder sehr actionlastig. Etwas zu actionlastig sogar für meinen Geschmack. Alle paar Seiten gibt es einen Anschlag oder eine Explosion, ohne dass der Leser mal Zeit bekommt, durchzuatmen. Und trotzdem hatte ich nicht das Gefühl, dass sonderlich viel passiert. Ja, ein paar wichtige Spielfiguren (= Personen) werden vom Brett genommen und aus dem Spiel entfernt, aber ansonsten hat es sich für mich eher nach Stillstand angefühlt, die Gesamthandlung wurde hier für mich zu wenig vorangetrieben.

Trotz diesen Kritikpunkten ist "Der Preis der Macht" immer noch ein tolles Buch, wie man an meiner Wertung sehen kann. Bei Andreas Suchanek ist bei mir Jammern auf hohem Niveau angesagt, weil ich weiss, dass er es noch besser kann… Der Schreibstil liest sich wie immer sehr flüssig, die Figuren sind sympathisch (oder unausstehlich, je nach Rolle, die sie übernehmen) und auch der Humor kommt nicht zu kurz.


Mein Fazit

Sehr actionlastig

  (17)
Tags: buchreihe, ein m.o.r.d.s-team, jugendbuch, krimi   (4)
 

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(63)

81 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

dystopie, perfektion, hörbuch, moral, jugendbuch

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.09.2016
ISBN 9783839815199
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In nicht allzu ferner Zukunft sind (fast) alle Menschen perfekt. Wer das nicht ist und moralisch zweifelhafte Entscheidungen getroffen hat, wird als fehlerhaft gebrandmarkt. Die 17jährige Celestine hält das für richtig und sieht sich selbst den Fehlerhaften überlegen. Bis sie selbst aus Mitleid einen "Fehler" begeht und plötzlich als "die fehlerhafteste Person aller Zeiten" berühmt wird…

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Celestine im Präsens erzählt. Während ich mich gegen den Schluss etwas mit ihr anfreunden konnte, hatte ich über weite Strecken hinweg grosse Mühe mit ihr. Sie war mir zu ich-bezogen, zu selbstmitleidig, zu jammernd. Viel mehr als "warum ich, warum niemand anders" war oft nicht aus ihr herauszukriegen. Zudem ist sie unglaublich naiv und braucht Ewigkeiten, um die für mich absolut klaren Zusammenhänge zu verstehen, obschon sie immer wieder betont, wie intelligent und logisch denkend sie doch sei. Immerhin beginnt sie nach ihrer Brandmarkung endlich damit, etwas nachzudenken und all das zu hinterfragen, das sie bisher als selbstverständlich angesehen hat. Aber auch die anderen Figuren konnten mich nicht begeistern. Bis auf wenige Ausnahmen (Celestines Grossvater beispielsweise) erschien mir jede auf ihre eigene Art unausstehlich. Aufgefallen ist mir ausserdem, dass jede noch so kleine Nebenfigur einen Namen und teilweise auch eine Hintergrundgeschichte erhalten hat, was ich oft als unnötigen Platzfüller erachtete. Wenn eine Figur eine gewisse Wichtigkeit für die Geschichte hat, klar braucht sie einen Namen. Aber ich muss wirklich nicht den Namen jedes einzelnen von Celestines Klassenkameraden zu kennen, wenn er nie mehr erwähnt wird.

Die Handlung ist Dystopie-typisch aufgebaut. Eine Elite hat die Macht über das Land übernommen und drückt allen anderen ihre Ideale auf, und die meisten scheint das nicht zu stören. Die junge hübsche Protagonistin wird dabei gegen ihren Willen als Aushängeschild für den Widerstand verwendet (ob das als Spoiler gelten soll? Diese Entwicklung ist doch nun wirklich offensichtlich…). So weit so altbekannt. Trotzdem hat mich "Flawed" nicht gelangweilt, was wohl zu einem guten Teil daran lag, dass ich die Figuren so unausstehlich fand, dass ich am liebsten in die Geschichte hineingesprungen wäre und ein paar zünftige Trachten Prügel verteilt hätte… Allerdings steht die Logik hier auf wackligen Beinen. Wenn jeder, der einem Fehlerhaften hilft, und als Hilfe zählen bereits so einfach Dinge wie die Türe aufhalten oder im Bus einen Sitzplatz anbieten, in den Knast kommt oder selbst als Fehlerhaft gebrandmarkt wird, dann wäre doch innert kürzester Zeit praktisch jeder fehlerhaft, sollte man meinen. Ich werde aber die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen, ich muss doch herausfinden, ob auch der zweite Band so vorhersehbar ist, oder ob sie die Autorin Cecelia Ahern dafür ein paar Überraschungen aufgespart hat.

Das Hörbuch wird von Merete Brettschneider gelesen, deren jugendlich klingende Stimme gut zu Celestine gepasst hat.

Mein Fazit
Keine Überraschungen, aber trotzdem unterhaltsam

  (36)
Tags: cecelia ahern, dystopie, hörbuch, jugendbuch   (4)
 

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

krimi, weihnachten, england, mord, klassiker

Geheimnis in Weiß

J. Jefferson Farjeon , Eike Schönfeld , Martin Edwards
Fester Einband: 282 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 30.10.2017
ISBN 9783608961027
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Während eines Schneesturms an Heiligabend bleibt ein Zug auf offener Strecke stecken. Eine Gruppe von Passagieren will nicht auf die Weiterfahrt warten und macht sich zu Fuss auf den Weg zum nächsten Bahnhof. Vom Weg abgekommen treffen sie auf ein verlassenes Haus, in dem nicht alles mit rechten Dingen zu und her zu gehen scheint…

Die Geschichte wird in der Beobachterperspektive erzählt und bevorzugt keine der vielen verschiedenen Figuren. Zu Beginn hatte ich grosse Mühe, die vielen Namen auseinanderzuhalten. Mit der Zeit wurde das zwar besser, aber ein plastisches Bild konnte ich mir trotzdem von keiner der Figuren machen, sie waren mir einfach zu blass und zweidimensional.

Die Handlung beginnt recht spannend. Die Gruppe der Zugreisenden sucht während eines Schneesturms in einem Haus Unterschlupf, dass zwar offensichtlich leer ist, aber anhand des brennenden Kaminfeuers und des Teewassers auf dem Herd wird klar, dass bis vor wenigen Minuten noch jemand da gewesen sein musste. Wo sind die Bewohner hin, was ist mit ihnen passiert, hat hier ein Verbrechen stattgefunden? Leider driftet die Erzählung bald ins Übersinnliche ab und der alte Mann, der die Gruppe anzuführen scheint, zaubert die unmöglichsten Antworten aus dem Hut, ohne klar begründen zu können, wie er sie gefunden hat. Ich habe zwar eigentlich nichts gegen Gespenstergeschichten, aber hier hätte ich mir einen klassischen Krimi gewünscht.

Das Buch stammt aus den 1930ern und das ist den Schreibstil auch anzumerken. Die Frauen werden grundsätzlich als weniger gebildet, weniger belastbar und auch als dümmer erachtet (auch wenn eine der Protagonistinnen dagegen anzukämpfen versucht). Da mir das Entstehungsdatum des Romans bewusst war, hat mich das nicht gestört, damals hatte man halt einfach noch andere Ansichten als heute. Als Leser sollte man sich aber bewusst sein, dass hier heftig mit der Klischee-Keule ausgeteilt wird.

Mein Fazit
Starker, gruseliger Anfang, driftet dann aber ins Übersinnliche ab.

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Tags: england, krimi, weihnachten, winter   (4)
 

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(174)

272 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

ostfriesland, krimi, klaus-peter wolf, verein regenbogen, ann kathrin klaasen

OstfriesenKiller

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512461
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Ostfriesland geht ein Serienmörder um, und alle seine Opfer waren Mitglieder eines Vereins, der sich um Menschen mit Behinderungen kümmert. Ist da ein Behindertenfeind am Werk, oder steckt etwas Anderes dahinter? Ann Kathrin Klaasen ermittelt in dem Fall, dabei hätte sie ja eigentlich Urlaub und zu Hause genug um die Ohren…

Die Geschichte wird in der dritten Person in der Vergangenheit erzählt, in erster Linie aus der Sicht der Ermittlerin Ann Kathrin, einige Kapitel auch aus der Sicht der (zukünftigen) Opfer. Mit Ann Kathrin kam ich gut zurecht, auch wenn ich sie nicht sofort ins Herz schliessen konnte. Sie ist alles andere als perfekt, und ihre Welt bricht auseinander, als sie ihrem Ehemann nachweisen kann, dass er fremdgeht. Dass sie ihm dabei hinterherschnüffelt und sogar polizeiliche Methoden anwendet kann ich zwar nicht wirklich gutheissen, aber irgendwie nachvollziehen. Sie ist zwar stinksauer auf ihren Ehemann und dessen neue Freundin, schiebt aber zumindest wenn sie genauer darüber nachdenkt nicht ihnen die ganze Schuld zu, sondern überlegt sich auch, welche Fehler sie selbst begangen haben könnte (nachdem sie erst mal vor Eifersucht getobt und sich ans Haus der Nebenbuhlerin angeschlichen hat…).

Die Handlung ist nicht aussergewöhnlich, klassischer Krimistoff halt, aber nie langweilig. Auch wenn die zukünftigen Opfer schon im Voraus bezeichnet werden, schadet das der Spannung nicht. Neben der Krimihandlung nimmt auch Ann Kathrins Privatleben viel Raum ein, ohne aber dem Krimi-Teil an den Rand zu drängen. Im Gegenteil, die beiden Stränge sind so schön ineinander verflochten, dass die Lösung des Kriminalfalls unter Ausschluss von Ann Kathrins Privatleben wohl nicht geklappt hätte.

Der Schreibstil des Autors Klaus-Peter Wolf liest sich flüssig. Ich habe dieses Buch schon vor Jahren einmal gelesen und beim jetzigen Re-Read immer noch Gefallen daran gefunden, sodass ich die Reihe mit Freude weiterverfolgen werde. Sehr schön finde ich hier, dass alle erwähnten Orte, Restaurants und Läden tatsächlich existieren, was mich dazu animiert hat, parallel zur Lektüre Ann Kathrins Weg mit Google Maps zu verfolgen.

Mein Fazit
Viel Privatleben, das zur Falllösung beiträgt

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(93)

227 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

dark elements, dämonen, roth, steinerne schwingen, jennifer l. armentrout

Dark Elements 1 - Steinerne Schwingen

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671712
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Layla besucht die Highschool, unterscheidet sich aber stark von ihren Mitschülern. Sie lebt bei den Wächtern, Gargoyles, die Dämonen bekämpfen, und ist selber halb Dämonin und halb Wächterin. Bei ihrer Arbeit für die Wächter trifft sie auf den unglaublich gutaussehenden Roth und merkt sofort, dass dieser ein mächtiger Dämon ist. Nun stellt sich ihr die Frage, ob wirklich alle Dämonen böse sind…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Layla in der Vergangenheit erzählt. Während des ganzen Buches erschien sie mir wenig fassbar. Ich konnte trotz der gewählten Perspektive nicht wirklich nachvollziehen, wieso sie sich so verhielt und so fühlte, wie sie es tat. Da ist zum Beispiel ihre Beziehung zu Zayne. Sie sind zusammen aufgewachsen und sie scheint in ihn verliebt zu sein. Aber wieso? Weil er schon immer da war und sie sonst kaum Jungs kennt? Jedenfalls scheint sie Besitzansprüche gegen ihn zu erheben, aber was genau sie in ihm sieht, konnte ich nicht nachvollziehen. Die zweite Hauptfigur ist der Dämon Roth. Er ist arrogant und von sich selbst eingenommen, wie man es von einem Dämon erwartet, und natürlich verliebt sich Layla auch in ihn (das kann man doch nicht wirklich einen Spoiler nennen, oder?). Ist es das Bad-Guy-Verhalten, dass auf Mädels in Laylas Alter (sie ist 17) immer so anziehend wirkt, oder fühlt sie sich mit ihm dadurch verbunden, dass sie selber eine Halbdämonin ist? Auch das wird im Verlauf der Geschichte nicht wirklich klar.

Die Handlung beginnt ohne wirkliche Einführung, der Leser wird direkt in die Welt von Dämonen und Wächtern geworfen, die erst nach und nach erklärt wird. So stellten sich mir zu Beginn noch sehr viele Fragen, die jedoch zum grössten Teil im Laufe der Zeit beantwortet werden (für die noch offenen Fragen bleiben ja noch die weiteren Bände). Die Geschichte folgt dem altbekannten Schema: Aussenseiter-Mädel mit wenig Freunden trifft auf Adonis, verknallt sich, findet heraus, dass er der Feind ist, merkt, dass er gar nicht so böse ist wie gedacht, viele Missverständnisse führen zu grosser Gefahr. Im Westen nichts Neues also. Wer Twilight und Konsorten mag, wird sicher auch seinen Gefallen an "Dark Elements" finden. Mich hat der erste Band durchaus gut unterhalten, auch wenn ich vergeblich auf Überraschungen gehofft habe.

Der Schreibstil der Autorin Jennifer L. Armentrout lässt sich flüssig lesen. Ich werde wohl auch noch den zweiten Band der Reihe lesen, ob es die ganze Reihe wird, werde ich danach entscheiden.

Mein Fazit
Altbekanntes Schema funktioniert auch mit Dämonen und Gargoyles.

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund , Maximilian Artajo , Marie Bierstedt
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.11.2017
ISBN 9783838781303
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Laia und Elias sind aus der Militärakademie Schwarzkliff geflohen und machen sich auf die Suche nach Laias Bruder. Elias' Freundin Helena, die zur militärischen Leiterin des Imperiums, dem sogenannten Blutgreif, ernannt wurde, wird beauftragt, die beiden zu fangen und zurückzubringen, da sie hingerichtet werden sollen. Kann sich Helena wirklich ihrer Pflicht beugen, oder wird sie sich für die Freundschaft entscheiden?

"Eine Fackel im Dunkel der Nacht" ist der zweite Band um Elias und Laia und schliesst direkt an den ersten Band "Die Herrschaft der Masken" an. Die beiden Bände sollten unbedingt in der vorgesehenen Reihenfolge gelesen werden, ohne Vorkenntnisse könnte es sonst sehr verwirrend werden.

Die Geschichte wird auch hier in der Ich-Perspektive in der Gegenwart erzählt, aber anders als im ersten Band kommen hier nicht nur Laia und Elias, sondern mit Helena auch eine dritte Ich-Erzählerin zum Zug, die im Hörbuch durch drei verschiedene Sprecher verdeutlicht werden. Helena erschien mir ziemlich ähnlich wie Laia, ebenfalls immer jammernd und mit ihrem Schicksal hadernd. Ich hätte mir hier eine klarer unterscheidbare Charakterzeichnung gewünscht, so scheint die gleiche Figur in zwei verschiedenen Rollen mitzuspielen.

Die Handlung ist auch in diesem Band zu einem gewissen Grad vorhersehbar und die grossen Enthüllungen sind nicht wirklich überraschend. Zudem wirkt sie ziemlich repetitiv, viele Szenen ähneln einander. So passiert zwar viel, aber irgendwie doch immer das Gleiche. Trotz mancher zäher Längen konnte mich das Hörbuch doch wieder in seinen Bann ziehen, auch wenn eine straffere Handlung nicht geschadet hätte. Ich werde die Reihe sicher weiterverfolgen, auch wenn mich Band zwei weniger überzeugen konnte als der erste.

Wie bereits erwähnt kommt hier neben Marie Bierstedt, die mir immer noch zu weinerlich klingt und Maximilian Artajo, den ich immer noch mag, eine dritten Sprecherin, Julia Stoepel, zum Zug. Sie macht ihre Sache grundsätzlich gut, allerdings klingt sie für meine Ohren zu ähnlich wie Marie Bierstedt, sodass ich manchmal etwas verwirrt war, da ich den Personenwechsel zwischen Laia und Helena nicht gehört hatte. Auch dieser Band enthält wieder einige ziemlich brutale Szenen, sodass ich die Verlagsempfehlung von 14 Jahren etwas nach oben schieben würde.

Mein Fazit
Ziemlich repetitiv

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(210)

328 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 180 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, journalistin, norwegen

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Lo darf als Reisereporterin an der Jungfernfahrt eines neuen Luxuskreuzfahrtschiffes teilnehmen. Doch der Traum wird schnell zum Albtraum, als ihre Kabinennachbarin verschwindet und ihr niemand glauben will, dass sie überhaupt je an Bord war…

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Lo erzählt. Lo macht in diesem Buch vieles durch, schon bevor die Story wirklich losgeht, wird in ihre Wohnung eingebrochen und Lo wird dabei verletzt. So ist sie bereits ziemlich paranoid, als sie das Schiff zum ersten Mal betritt, und das Verschwinden der jungen Frau aus der Kabine nebenan hilft da natürlich nicht weiter. Ich hatte allerdings meine liebe Mühe, mich mit Lo anzufreunden. Das erste, was man über sie erfährt ist, dass sie ein ziemliches Alkoholproblem hat. Die Nächte, in denen sie nicht stockbesoffen im Bett landet, lassen sich an einer Hand abzählen. Ihre Arbeit scheint sie auch nicht wirklich zu interessieren. Sie erhält eine grosse Chance, nutzt sie aber nicht im Geringsten. Sie bereitet sich weder auf die Kreuzfahrt vor, noch unternimmt sie an Bord etwas im weitesten Sinne "reisejournalistisches". Dafür ist sie gut im Jammern, richtig nervig.

Während die Autorin Ruth Ware sehr geschickt eine unheimliche, klaustrophobische Stimmung aufbaut, hat die Handlung an sich doch recht wenig Substanz. Sehr viel passiert nicht, und der Hintergrund des Ganzen lässt sich schnell durchschauen. Die Geschichte lebt fast ausschliesslich von den Ängsten der Protagonistin, die anderen Figuren tragen nur wenig zur Handlung bei. Zudem läuft die Geschichte über lange Strecken hinweg sehr repetitiv ab. Jemand äussert eine Vermutung, wer die verschwundene Frau sein könnte, Lo sucht sie auf, sie ist es nicht. Sie äussert aber eine Vermutung, wer es stattdessen sein könnte, Lo sucht sie auf, und so weiter.

Zwischen den einzelnen längeren Handlungsabschnitten wird die Geschichte durch E-Mails und Zeitungsmeldungen unterbrochen, die meist nach dem jeweiligen Zeitpunkt der Haupthandlung spielen und mich daher zunächst etwas verwirrt hatten. So fragt beispielsweise Los Freund in ihrem Bekanntenkreis nach, ob jemand etwas von ihr gehört habe, da sie schon seit Tagen nicht auf seine Nachrichten reagiere, während Lo in der Haupthandlung erst vor wenigen Stunden zu Hause abgereist ist.

Mein Fazit
Schöne Stimmung, aber wenig Substanz

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(86)

113 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

krimi, sauerland, spieluhr, mord, linus geschke

Das Lied der toten Mädchen

Linus Geschke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289311
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jan Römer kümmert sich als Journalist um alte ungeklärte Kriminalfälle. Als er einen Mordfall aus den 1990ern untersucht, wird der alte Fall plötzlich wieder aktuell und brandheiss…

"Das Lied der toten Mädchen" ist bereits der dritte Krimi um den Journalisten Jan Römer. Ich kenne die Vorgänger nicht, konnte der Handlung aber problemlos folgen. Vorkenntnisse sind zum Verständnis daher nicht nötig.

Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, hauptsächlich aus der Sicht des Protagonisten Jan, bei Szenen, in denen er nicht vorkommt auch aus anderer Perspektive. Besonders oft kommt dabei ein gewisser "Uhrmacher" vor, bei dem lange nicht klar ist, wie er in der ganzen Sache drinhängt. Jan ist Anfang 40 und gerade mitten im Scheidungskampf mit seiner Noch-Ehefrau, die mit dem gemeinsamen Sohn nach Bayern ziehen will. So nimmt sein Privatleben einen nicht unwesentlichen Teil von Jans Gedanken und auch von der Handlung ein. Auch wenn an für meinen Geschmack etwas zu aggressiv ist, so war er mir doch sympathisch und ich konnte mit ihm mitfiebern und mitleiden.

Die Handlung ist komplex aufgebaut und entwickelt sich nur langsam, was beim gewählten Setting aber auch kein Wunder ist. Lange ad acta gelegte Fälle brauchen eine ziemliche Weile, bis wieder Bewegung ins Spiel kommt. Auch bis der Zusammenhang zwischen Haupthandlung, Prolog und den Szenen des "Uhrmachers" klar wird, dauert es seine Zeit. Dases sich bei den "Ermittlern" hier nicht um Polizisten, sondern um Journalisten handelt, drehen sich die Ermittlungen natürlich nicht um Fingerabdrücke und DNS-Spuren, sondern um Befragungen und Beobachtungen. Langweilig wird das nie, stellenweise hätte ich mir allerdings doch ein etwas höheres Erzähltempo gewünscht, wenn die Story etwas gar gemütlich vor sich hinplätscherte. Die Auflösung hat mich recht überrascht, da ich nie in die entsprechende Richtung gedacht hatte. So hat der Schluss meine Gesamtmeinung von "ganz ok, aber etwas zäh" zu "doch, gefällt mir gut" verbessert.

Der Schreibstil des Autors Linus Gerschke lässt sich flüssig lesen und ich werde die Reihe gerne weiterverfolgen.

Mein Fazit
Etwas zäher Kriminalfall mit spannender Auflösung

  (25)
Tags: buchreihe, cold cases, krimi   (3)
 

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dystopie, hörbuch, sklaven, fantasy, maske

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund , Max Felder , Gabrielle Pietermann
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783785750810
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Elias und Laia leben in der selben Stadt, könnten aber kaum unterschiedlicher sein. Sie gehört als Kundige zu einer unterdrückten Gruppe, er ist als "Maske" Teil der Armee der Herrschenden. Als Laias Bruder als Rebell gefangengenommen wird, schmuggelt sie sich als Sklavin bei der Militärkommandantin ein, was sie in Lebensgefahr bringt. Doch auch Elias Lebt nicht ungefährlich, denn er will vom Militär desertieren…

Die Geschichte wird aus der wechselnden Ich-Perspektive der beiden Protagonisten in der Gegenwart erzählt, was in der Hörbuchversion durch zwei verschiedene Sprecher verdeutlicht wird. Elias war mir dabei durchaus sympathisch, er kann sich nicht mit der brutalen Rolle anfreunden, in die er gedrängt wird, hinterfragt seine Aufgaben bei den Masken und ist der Ansicht, dass die verschiedenen Völker miteinander, nicht gegeneinander leben sollten. Laia hingegen konnte ich nicht wirklich ins Herz schliessen. Sie verbringt einen grossen Teil der Geschichte damit, mit ihrem Schicksal zu hadern und sich selbst zu bemitleiden, was durch den weinerlichen Tonfall der Sprecherin Marie Bierstedt noch betont wird. Beide Figuren scheinen mir allerdings nicht so wirklich in die harte, gewalttätige Welt passen zu wollen, die die Autorin Sabaa Tahir hier beschreibt. Sie wirken eher wie zwei Teenager, die bisher sehr behütet aufgewachsen sind und zum ersten Mal Kontakt mit der bösen Welt da draussen aufnehmen, als wie zwei junge Erwachsene, die ihr ganzes Leben hier verbracht haben.

Die Handlung ist in zwei Stränge aufgeteilt, wobei Szenen, in denen sich Laia und Elias treffen, meist zwei Mal aus beiden Sichtweise erzählt werden. Zu Beginn haben die Leben von Laia und Elias kaum etwas miteinander zu tun, verknüpfen sich aber immer wie mehr. Wie der Titel schon andeutet, entsteht zwischen Laia und Elias auch eine Liebesgeschichte (wie könnte es auch anders sein). Hier hat es die Autorin Sabaa Tahir in meinen Augen allerdings etwas übertrieben und gleich beiden Protagonisten eine Dreiecksliebschaft angedichtet. Die Handlung selbst ist grundsätzlich spannend, wenn auch recht vorhersehbar, zieht sich aber streckenweise ziemlich in die Länge. Vor allem, wenn Laia und Elias immer wieder die gleichen Gedankengänge wiederholen.

Das ungekürzte Hörbuch wird von Marie Bierstedt und Maximilian Artajo gelesen. Wie erwähnt habe ich Mühe mit Marie Bierstedts weinerlichem Tonfall (der hat mich schon bei "Caraval" gestört). An Maximilian Artajo habe ich nichts auszusetzen.

Der Verlag empfiehlt das Buch ab 14 Jahren, was ich so nicht unterstützen kann. Die Geschichte enthält viele sehr brutale Szenen und schreckt vor Gewalt nicht zurück. Für Jugendliche ist es daher in meinen Augen nichts.


Mein Fazit

Nichts für Jugendliche

  (16)
Tags: buchreihe, dystopie, fantasy, hörbuch   (4)
 

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dystopie

Last Haven – Tödliche Geheimnisse

Lisbeth Jarosch
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Piper, 12.01.2018
ISBN 9783492500098
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Nachdem es durch die Überbevölkerung zu bitteren Kriegen gekommen ist, lebt Aida in einer der wenigen Siedlungen, die es noch gibt. Durch einen Arbeitsunfall kann sie ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben und wird einer neuen Arbeit, ja gar einem neuen Leben zugeteilt. Doch ist Last Haven wirklich ein sicherer Hafen für die Menschheit?

Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der Protagonistin Aida erzählt. Während sie zu Beginn noch ziemlich naiv ist und zufrieden mit ihren Leben die Umstände in Last Haven nicht hinterfragt, beginnt sie schon bald zu merken, dass nicht alles so rosig ist, wie es scheint. Sobald sie die grossen Ungerechtigkeiten begreift, will sie sofort dagegen ankämpfen, nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für alle, die es schlechter haben als sie. Das machte sie mir sympathisch.

Die Handlung beginnt gleich ohne grosse Einleitung mit Aidas Alltag, der schon nach wenigen Seiten komplett verändert wird. Dabei wird aber genügend erklärt, dass grundsätzliche Fragen nicht lange offen bleiben. Das Setting würde ich als "klassisch dystopisch" beschreiben. Nach einer grossen Revolution lebt die Gesellschaft (oder zumindest der Teil davon, um den es in der Geschichte geht) in einem abgesperrten Bereich, in dem die verschiedenen Tätigkeiten strikt voneinander getrennt werden. Wer für Nahrung sorgt, hat keinen Kontakt zu den Handwerkern, die wiederum kennen die Bürokräfte nur vom hören sagen und so weiter. Schon als Kind wird man getestet, zugeteilt und kann seine Gruppe normalerweise nie wieder verlassen. Doch natürlich lassen sich die Menschen nicht auf ewig fremdbestimmen. Obschon das Setting und auch die Handlung nicht viel Neues bieten, so ist das Buch doch ansprechend aufgebaut und die sympathischen Figuren sorgen dafür, dass ich mit Spannung dabei blieb.

Der Schreibstil der Autorin Lisbeth Jarosch lässt sich flüssig lesen und wirkt eher jugendlich, was gut zu der erst 18jährigen Ich-Erzählerin passt.

Mein Fazit
Altbekannt, aber unterhaltsam.

  (35)
Tags:  
 

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thriller, hangman, daniel cole, london, köder

Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


In London und in New York werden Morde verübt, die augenscheinlich einen Zusammenhang haben. Die Londoner Polizei arbeitet mit FBI und CIA zusammen, um den Fall zu lösen, bevor es noch mehr Tote gibt…

Gemäss Nachwort sollte man zum Verständnis unbedingt den ersten Band der Reihe "Ragdoll" zuvor gelesen haben. Ich kenne den Vorgänger, finde aber, dass "Hangman" auch ohne Vorkenntnisse gut verstanden werden kann (einige Rezensenten scheinen da allerdings anderer Meinung zu sein).

Die Geschichte wird in der dritten Person aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der in alle Figuren hineinsehen kann. Ich fand das stellenweise ziemlich unübersichtlich, wenn innerhalb weniger Sätze nicht nur die Gefühle der einen, sondern auch gleich aller anderen Figuren beschrieben werden. Zudem fand ich praktisch alle Figuren ziemlich unausstehlich. Schon im ersten Band konnte ich den damaligen Protagonisten Wolf nicht leiden, gab der Reihe aber noch eine Chance, da dieser hier nicht mitspielt. Dafür nimmt Emily Baxter hier umso mehr Raum ein und bugsierte sich bei mir mit ihrer unfreundlichen, ruppigen und unanständigen Art direkt ins Abseits. Für meinen Geschmack gibt es in "Hangman" insgesamt zu viele Figuren, sodass ich es bald aufgegeben habe, die vielen Namen voneinander unterscheiden zu wollen.

Auch die Handlung fand ich nicht sonderlich spannend. Es gibt viele Tote und eine Actionszene jagt die andere, aber da der Leser bis auf eine niemanden zuvor kennengelernt hat, liessen mich die ganzen Opfer ziemlich kalt. Der Autor Daniel Cole versucht, die ziemlich brutale Handlung mit Humor aufzulockern, der mir allerdings zu plump war. Es wird sicherlich Leute geben, die darüber lachen können, wenn Special Agent Rouches Name immer wieder falsch ausgesprochen wird oder wenn drei hochrangige Ermittlungsbeamte die Nacht aus Angst vor einer Spinne aneinandergekuschelt im gleichen Bett verbringen, aber ich gehöre nicht dazu.

Leider konnte mich Daniel Coles Reihe auch mit dem zweiten Band nicht ansprechen. Das war's für mich, einen weiteren Band werde ich nicht mehr lesen.


Mein Fazit

Ich steige aus

  (26)
Tags: buchreihe, london, new york, serienmörder, thriller   (5)
 

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fantasy, zeitreise, venedig, krankheit, italien

Stravaganza - Stadt der Masken

Mary Hoffman , Eva Riekert
Flexibler Einband: 353 Seiten
Erschienen bei Arena, 23.01.2008
ISBN 9783401029740
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Teenager Lucien hat Krebs. Als ihm sein Vater zur Aufmunterung ein schönes Notizbuch mitbringt, weiss er nicht, dass es sich nicht um ein gewöhnliches Buch handelt. Wenn Lucien es beim Einschlafen in der Hand hält, reist er im Schlaf nach Bellezza, einer Stadt in einer Parallelwelt, die Venedig gleicht. Dort heisst Lucien Luciano, ist gesund und soll mithelfen, die Regentin der Stadt vor einer Verschwörung zu retten…

Die Geschichte wird aus der Sicht eines allwissenden Beobachters erzählt, der immer weiss, was in den Köpfen der Figuren vor sich geht. Am häufigsten liegt der Fokus dabei auf den Protagonisten Lucien und auf Arianna, einer gleichaltrigen Jugendlichen aus Bellezza. Lucien fand ich vor allem in den Szenen in unserer Welt sehr lebensecht dargestellt. Seine Frustration über seine Krankheit und vor allem die Schwäche, die die Chemotherapie hinterlassen hat konnte ich gut nachempfinden. In Bellezza wirkt er allerdings etwas blasser, da er da hauptsächlich in den Tag hineinlebt und sich wenig Gedanken macht. Arianna hingegen lehnt sich gegen die geltenden Regeln auf, die sie als Frau benachteiligen. So kann sie nicht Mandoliere werden, was ihr grosser Berufstraum ist, und sobald sie 16 wird, muss sie bis zu ihrer Heirat eine Maske tragen und darf ihr Gesicht in der Öffentlichkeit nicht mehr zeigen.

Die Handlung besteht aus zwei Strängen, die einerseits die Geschehnisse in unserer Welt, andererseits die in Bellezza beschreiben. Zur besseren Unterscheidung werden im Buch zwei verschieden Schriftarten verwendet. In unserer Welt passiert nicht sonderlich viel. Da Lucien an Krebs leidet, liegt er meist im Bett. Nur einmal unternimmt er mit seinen Eltern eine grössere Reise, während der sich die Geschichte auf unsere Welt konzentriert, die sonst nur eine Nebenrolle spielt.

Die Hauptgeschichte spielt in Bellezza, das unserem Venedig im 16. Jahrhundert sehr gleicht, aber doch nicht dieselbe Stadt ist. Ein Hauch von Magie scheint die Stadt zu umgeben, auch wenn wirkliche Zauberei nie wirklich sichtbar wird. Während Lucien zunächst nicht weiss, wieso er in Bellezza gelandet ist, wird bald klar, dass seine Anwesenheit mit der Duchessa, der Regentin der Stadt, zu tun haben muss. Die Handlung ist spannend aufgebaut und enthält auch die eine oder andere Wendung, wenn auch keine grossen Überraschungen. Vereinzelte Logiklöcher sind mir aufgefallen, haben mir den Spass an der Geschichte aber nicht verdorben.

Der Schreibstil der Autorin Mary Hoffman lässt sich flüssig lesen und bleibt unauffällig.

Mein Fazit
Märchenhafte, wenn auch etwas vorhersehbare Erzählung über ein fantastisches Venedig.

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Tags: buchreihe, fantasy, jugendbuch, venedig, zeitreisen   (5)
 
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