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japan, netsuke, rita klussmann, shinto-kult, geschichte

Hannya – im Bann der Dämonin

Dieter R. Fuchs
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Schwarzer Drachen , 01.09.2017
ISBN 9783940443731
Genre: Fantasy

Rezension:

„Manchmal geschieht Unglaubliches.
Also gemeint ist etwas wirklich Unglaubliches, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht nur etwas eher Unwahrscheinliches, irgendwie Überraschendes, nein, das würde bei unserer Geschichte hier zu kurz greifen. Was in Folgenden erzählt wird, stellt etwas so Unfassbares dar, dass es sich unserem Verstand vielleicht nicht wirklich erschließen will.“

Was für ein vielversprechender Anfang für einen historischen Roman, in dem die Magie der Mythen hineingreift. Versprechen, die vollends erfüllt werden.

Autor:
Fremde Welten für sich entdecken, Neues lernen und der eigenen Fantasie keine Grenzen setzen – das lag dem aus der Pfalz stammenden und nun in München lebenden Vielreisenden immer am Herzen.
Und genau dies will er in seinen magischen und geheimnisvollen Romanen auch seiner Leserschaft nahebringen. Seine Geschichten entfalten sich gerne um alte asiatische Antiquitäten wie japanische Natsuke und chinesische Amulette, haben aber immer auch einen Bezug zu unserer Zeit und den Lebenslinien interessanter Menschen.
Sein Anspruch: Gute und spannende Unterhaltung gemischt mit einer unaufdringlich verpackten Wissensvermittlung zu Themen der Geschichte und der Kunst.

Cover:
Das mystische Grün des Bambuswaldes gemeinsam mit dem goldenen Sonnenschein des Morgenlandes versetzt den Betrachter sogleich in das alte, mythenumwobene Japan. Wie von einem Bann angezogen wird der Blick von der Skulptur eingefangen und lockt einen dazu, das Buch aufzuschlagen und dessen Tiefen zu ergründen.

Buchlayout:
Das Buch liegt angenehm in der Hand und lässt sich bequem überallhin mitnehmen. Die Schrift ist groß und gut leserlich, der Zeilenabstand augenfreundlich, sodass der Text auch bei schummrigem Licht klar erkennbar ist.
In der Fußzeile finden sich immer wieder Anmerkungen zu verschiedenen Begriffen, die ich allesamt gern durchgelesen habe. So können Japanfans ohne große Unterbrechung noch mehr Hintergründe erfahren.

Schreibstil:
Trotz langer Sätze und vieler Adjektive ist der Schreibstil flüssig zu lesen und lässt den Leser durch die Seiten treiben. Besonders gefällt mir, dass es sich anfühlt, als würde man direkt den Gedankengängen der Charaktere verfolgen, wie am folgenden Zitat gut zu erkennen ist:
„Schließlich war Es nur ein Ding, kein Wesen – und schon gar kein Lebewesen. Obwohl ... so eine Art Lebensweg hatte Es durchaus – und was für einen!“

Die Geschichte wird lebendig durch die genau recherchierten, liebevollen Details, die der Autor geschickt in die Handlung einzustreuen weiß.
Als Beispiel gebe ich hier einen Teil der Beschreibung der Miniaturskulptur wider, die auch das Buchcover ziert.

„Seine von zahllosen Berührungen menschlicher Hände fast seidig geglättete Oberfläche trug eine ehrwürdige, von einer erfüllten Vergangenheit erzählende Patina. Den Begriff „Handschmeichler“ hätte man mit keinem Objekt besser verständlich machen können als mit dieser den Tastsinn regelrecht zurückliebkosenden Miniaturskulptur.“

Handlung:
„Auf welchen verschlungenen Wegen hatte es eine solche fernöstliche Kostbarkeit wohl hierher nach Nürnberg verschlagen? Welches Schicksal hatte sie schließlich in diesem Kramladen, unerkannt zwischen altem Ramsch und kitschigem Zierrat, stranden lassen?“
Der Leser schwingt auf einem Pendel zwischen der heutigen Zeit und der japanischen Vergangenheit bis zu 1.000 Jahre zurück. Nicht scharfe Grenzen, sondern weiche Übergänge voller Schatten, um es mit den Wortes des Autors auszudrücken. Nach dem Lesen des Romans hatte ich das Gefühl, von einer langen Reise voller neuer Einblicke zurückzukehren.

Die gelungenen Kapitelüberschriften machten mich immer so neugierig, dass ich nur kurz reinschnuppern wollte. Mit dem Ergebnis, dass ich das Buch in zwei Tagen durchgelesen habe.
Hier eine Aufzählung meiner Favoriten Kapitelnamen:

Gedankenflitter
Buße
Frevel
Zweifel
Hunger
Im Zwiespalt
Schamanengeheimnis
Kriegsdolch
Ein Geist auf Reisen
Ein Leben im Zeitraffer
Ein Geist wird erkannt
Ein Kreis schließt sich

Besonderheit:
Eindeutig wie viel der Leser über die Geschichte, Kunst, Kultur und Religion Japans neben der fesselnden Handlung lernt, ohne belehrt zu werden. Mein Erfahrungsschatz rundum die japanische Mythologie, den Samurai, der Schinto Kultur, dem Buddhismus, sowie die Machtkämpfe des Adels im japanischen Mittelalter wurden um so vieles bereichert. Dank der fesselnden Handlung bleiben diese auch im Gedächtnis haften.

Abschlussbemerkung:
In diesem Buch wurde die japanische Seele eingefangen. Eine glasklare Leseempfehlung meinerseits für alle, die sich gerne in andere Länder und Zeiten entführen lassen.

Ich schließe ab mit den Worten des Autors:
„Wer die Magie sucht, wird sie finden.“

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Tags: fantasy, geschicht, historischer roman, japa   (4)
 

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historischer krim, kanalinsel, krimi, mord, historisch

Crossroads

Jürgen Albers
Flexibler Einband: 616 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 05.06.2017
ISBN 9781545357613
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Nie war der Anschein von Frieden und Ruhe verlogener.“
Ein perfektes Zitat um die Rezension zu Crossroads einzuleiten.

Autor:
Die Wurzeln des Autors liegen ebenfalls in den britischen Kanalinseln, die Schauplatz des historischen Krimis sind. Bereits als Jugendlicher hat er die Landschaften durchstreift, wodurch es ihm gelingt, eine starke Atmosphäre aufzubauen, die den Leser mit auf die Reise nimmt.
Die Heimat seines britischen Großvaters kennenzulernen, bewegte ihn dazu, auch die ortslebenden Menschen und die Geschichte der Inseln zu erkunden.
Sein beruflicher Werdegang als Luftwaffenoffizier bescherte ihm über ein Jahrzehnt Wanderleben, wodurch er auch Italien und die U.S.A. näher kennenlernte. Heute ist Jürgen Albers von den Wolken auf den Boden zurückgekehrt und lehrt als Hochschuldozent.
In „Crossroads“ hat er seine Liebe zu den britischen Inseln verewigt, sowie ein Stück lebende Geschichte erschaffen. Nicht verwunderlich, dass er bereits emsig am zweiten Band arbeitet.
Ich bin schon sehr gespannt, was alles aus Jürgen Albers Feder entspringen wird.

Cover:
Das Cover saugt nahezu den Blick des Betrachters auf. Die selbst im Tod noch flehende Hand scheint einen an sich zu ziehen. Dazu die mystischen graubraunen Farben des Inseldorfes, schlichtweg rundum gelungen. Das Leichentuch ist ein Versprechen für viele Geheimnisse, die sich in den Buchseiten langsam enthüllen und die unterschiedlichsten Grausamkeiten zutage bringen. Ein Versprechen, das erfüllt wird.

Buchlayout:
Der Roman ist in einer gut lesbaren Schriftgröße gedruckt mit ausreichendem Zeilenabstand, sodass der Lesegenuss auch bei Nacht aufrecht erhalten bleibt. Für mich als abendliche Leserin immer ein Punkt, auf den ich achte.
Zu erwähnen ist noch die Karte am Buchanfang von den britischen Kanalinseln, zu der ich oftmals zurückgeblättert habe, um eine genaue Übersicht zu bekommen. So lernt man nebenbei auch noch etwas über Geographie. Ein weiterer Pluspunkt.

Schreibstil:
Der flüssige Erzählstil besticht schon vom ersten Satz an und zieht einen direkt ins Geschehen. Beim Lesen bin ich nur so durch die Seiten geglitten, obwohl Krimis für gewöhnlich nicht zu meinem gewählten Genre gehören. Bemerkenswert ist vor allem, wie der Autor historische Ausdrücke einfädelt, ohne den Lesefluss abzureißen. Etwas, das einen noch tiefer in die damalige Zeit versinken lässt.
Nun lasse ich die Worte des Autors selbst sprechen, die mit nur wenigen Zeilen genau die richtige Atmosphäre für einen Krimi erschaffen.
„Staubteilchen tanzten in den letzten Strahlen der Frühsommersonne. Sie tauchte den Raum in unschuldig warmes Orange, heuchelte Ruhe und Frieden. Die Bilder an der Tafel sprachen eine andere Sprache, zeigten den Tod in Schwarz-Weiß. Zeigten den Tod, der kein warmes Hinübergleiten kannte. Nur Kälte und grausige Schwärze.“

Handlung:
Zur Handlung verrate ich nicht gern allzu viel, da ich mich selbst am liebsten vollkommen überraschen lasse. Deswegen halte ich mich kurz und beschreibe nur die Anfangssituation.
1940 werden die britischen Kanalinseln Schauplatz eines grausamen Mordes an einer Frau. Inspector Charles Norcott muss unter schwersten Bedingungen ermitteln. Durch die Evakuierung ist die Zahl der Polizeibeamten stark dezimiert, dazu wird Guernsey von der deutschen Wehrmacht eingenommen, wodurch die Insel vollkommen abgeschnitten werden von der restlichen Welt. Nach einem zweiten Mord tritt ans Licht, dass noch weit noch hinter den Verbrechen steckt. Norcott kann niemanden mehr trauen und muss einiges riskieren, um herauszufinden, welche Gesichter sich hinter den aufgesetzten Masken verbergen.
Mir gefällt besonders, dass der Autor sich zu Anfang die Zeit nimmt, den Leser mit der damaligen Zeit, den Schauplätzen, den widrigen Umständen und den vielschichten Charakteren vertraut zu machen. Auf diese Weise baut er eine starke Intensität auf, die den Leser mitreißt, als sich im zweiten Teil des Romans die Ereignisse immer weiter zuspitzen, bis die Spannung kaum auszuhalten ist. 

Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auch, dass die düstere Stimmung, immer wieder durch eine Prise Humor erhellt wird.
„Schwere Kämpfe an der Papierfront, Sergeant?“ 

Charaktere:
„Etwas hatte sich in ihm verhärtet, das er im Zaum halten musste.“
Inspector Norcott hat mich vor allem durch seinen tiefen Hintergrund überzeugt, der ihn sehr menschlich macht. Denn neben den schwierigen politischen Umständen auf der Insel hat er jüngst seine geliebte Frau verloren. Gerne habe ich den nüchtern denkenden, doch immer mitfühlenden Charles Norcott bei seiner Arbeit begleitet, gerätselt, gelitten und gebangt. Es fiel mir schwer, mich am Ende des Romans von ihm zu lösen. Umso mehr freue ich mich auf die Fortsetzung!

Besonderheit:
Zu der Besonderheit zählt mich für mich eindeutig, wie viel man neben dem Lesegenuss auch über Geschichte lernt. Dazu gehören nicht nur die politischen Ereignisse, sondern vor allem wie die Menschen der damaligen Zeit damit umgegangen sind. Nicht zu vergessen die ganzen Details, die die Geschichte wieder lebendig werden lassen, wie die Sprache, die Kleidung, die Automobile, die technische Ausstattung und auch die Einstellung der Bevölkerung um 1940. Hier ist in jeder Einzelheit die intensive Recherche des Autors spürbar, die Liebe zu jedem einzelnen Detail. Das ist es, was mich an einem historischen Roman neben einer ergreifenden Handlung begeistert, und weshalb ich CROSSROADS mit voller Begeisterung weiterempfehle.

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Tags: historisch, historischer krim   (2)
 

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kinderbuch, illustrationen, lustig, drachen, kinder

Das kleine Gespenst, der kleine Drache und Mausemäuschen Himbeerpfötchen

Thomas Anton Baumgartner
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.07.2007
ISBN 9783837001341
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Zum Autor:
Thomas Anton Baumgartner war bereits als Kind von den Geschichten, die ihm seine Großmutter vorgelesen hat, begeistert und beherrschte einige schon auswendig. Als Vater von drei eigenen Kindern weiß er genau, was die Kleinen fasziniert und in den Bann schlägt. Angefangen hat es, dass er seinen Kindern eigene erfundene Märchen erzählte, die zum Glück im späteren Verlauf ihren Weg auf Papier fanden.

Zielgruppe:
Meine Tochter ist erst dreieinhalb, trotzdem liebt sie schon die Geschichten! Die Anthologie eignet sich allerdings auch für ältere Kinder, die sich gerne vorlesen lassen oder schon ihre eigenen Leseversuche machen.

Illustrationen:
Diese springen Kindern und Erwachsenen als erstes ins Auge. Mit dem aufschlagen des Buches wird man in eine schillernde neue Welt entführt und möchte gar nicht mehr weg. An jedem Kapitelanfang und Ende ist eine zu finden und alle sind sehr detailliert herausgearbeitet. Da können die Kinder auch ganz alleine auf Erkundungstour gehen und schmökern.

Handlung:
Ihr dachtet, ihr kennt Gespenster? Aber ein Skateboardfahrendes ist euch sicher noch nicht unter die Augen gekommen!
Was ist mit Drachen? Kennt ihr eines, das Zeitlupenzauber beherrscht?
Im Mondland sind alle Charaktere irgendwie anders, aber jeder auf seine eigene Art herrlich.
Mein liebster Charakter: Mausemäuschen Himbeerpfötchen!

Sehr mag ich dazu den flüssigen Schreibstil des Autors. So können auch die Kleinsten von der ersten Zeile an alles mitverfolgen, ohne durch verschachtelte Endlossätze das Interesse zu verlieren. Ebenso wird der Text immer wieder durch viele Dialoge unterbrochen, sodass die Geschichte viel Abwechslung bietet.

Was mir besonders gefallen hat und ich bis jetzt noch nie irgendwo so begegnet bin, sind die Fragen an die Leser und Zuhörenden am Ende jeder Geschichte. So werden die Kinder dazu animiert, sich tiefer mit der Handlung zu beschäftigen und sich selbst vorzustellen, wie die Dinge anders hätten verlaufen können.

Als großes Extra erwarten die Kinder bunte Rätsel, die die eigene Fantasie anregen.

Ich bin im Besitz vieler diverser Kinderbücher. Aber dieses liebevoll gestaltete Schmuckstück sticht besonders heraus.

PS: Ein Besuch auf die Website des Autors lohnt sich. Hier gibt es neben kostenlosen Malvorlagen, eine Hörprobe des Hörbuchs und vieles mehr. 



http://www.mondland.cc/

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Tags: bunt, drachen, gespenst, illustrationen, kinder, kinderbuch, leseempfehlung, lustig, maus, mond   (10)
 

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

mittelalter, werwolf, wölfe, burg, fantasy

Blut schreit nach Blut

Aikaterini Maria Schlösser
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.07.2017
ISBN 9783743187450
Genre: Fantasy

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

mord, wölfe, wald, thriller, dunkelheit

HALT STILL

Aikaterini Maria Schlösser
E-Buch Text: 20 Seiten
Erschienen bei neobooks, 09.08.2015
ISBN 9783738036305
Genre: Romane

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kurzgeschichte, zug

JAGD IM ZUG

Aikaterini Maria Schlösser
E-Buch Text: 23 Seiten
Erschienen bei neobooks, 18.09.2015
ISBN 9783738040098
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Die Hüter der Pandora

Aikaterini Maria Schlösser
E-Buch Text: 46 Seiten
Erschienen bei neobooks, 24.03.2016
ISBN 9783738064131
Genre: Romane

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