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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Rodion Raskolnikoff. Schuld und Sühne

Fjodor M. Dostojewski , E. K. Rahsin
Fester Einband: 776 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.01.1989
ISBN 9783492028752
Genre: Klassiker

Rezension:

Nachdem ich eine Inszenierung von "Schuld und Sühne" am Münchner Volkstheater gesehen hatte, habe ich es (mal wieder) mit einem russischen Klassiker versucht und mir den Roman vorgenommen.

Die Theateraufführung fand ich sehr gelungen, mit der literarischen Vorlage hatte ich so meine Probleme. "Schuld und Sühne", oder in neuerer Übersetzung "Verbrechen und Strafe", erschien ursprünglich als Fortsetzungsroman. Das erklärt die kurzen, wiederholten Spannungsbögen.
Obwohl ich ja die Handlung durch den Theaterbesuch kannte, viel es mir extrem schwer, der geschriebenen Geschichte zu folgen. Die russischen Namen verwirrten mich, ich musste trotz eigener Notizen immer wieder zurückblättern, auch weil Namen immer wieder abgewandelt werden.
Die Story an sich ist sehr lesenswert und bietet Stoff für mehrere Stunden Diskussion. Haben außergewöhnliche Menschen besondere Rechte über die gewöhnlichen Menschen, kann ein Mord moralische Legitimation erfahren?
Dostojewski zeigt die Zerrissenheit seines Protagonisten anschaulich auf, entwirft ein umfangreiches Psychogramm des Antihelden. Auch Ermittlungsbeamter Porfiri ist eine spannende Figur, einem heutigen Profiler nicht unähnlich.
Dennoch wollte sich bei mir kein Lesegenuss einstellen, ich habe mich wirklich durch den Roman gekämpft, daher nur drei Sterne.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Schuld und Sühne (5044 464)

Fjodor Michailowitsch Dostojewski
Sonstige Formate
Erschienen bei INSEL VERLAG /SUHRKAMP, 01.04.1986
ISBN 9783458323730
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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353 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 9 Rezensionen

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Einmal Rupert und zurück

Douglas Adams , Sven Böttcher
Flexibler Einband: 284 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.1995
ISBN 9783453082304
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In einem Interview erklärte Douglas Adams einmal, dass er noch einen sechsten Teil seiner Anhalter-Serie schreiben wolle. Ihm war das Ende von "Einmal Rupert und zurück" zu negativ, er wollte ein optimistischeres Ende schaffen.

Das hätte mir ehrlich gesagt auch besser gefallen; leider kam es aufgrund des Todes des Autors nicht mehr zur Umsetzung.
Ansonsten ist auch der fünfte Band ein typischer "Adams". Skurrile Figuren, bizarre Situationskomik, köstlich Abgedrehte Einfälle: Ob sich Arthur Dent in der Kunst übt, das perfekte Sandwich zu belegen oder Elvis Presley sein rosafarbenes Raumschiff verkauft - ich habe sehr gelacht!

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Macht's gut und danke für den Fisch

Benjamin Schwarz , Douglas Adams
Flexibler Einband: 174 Seiten
Erschienen bei Zweitausendeins, 01.01.1985
ISBN 9783807702117
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich setze jetzt mal voraus, dass potenzielle Leser die drei Vorgängerbände kennen, ansonsten macht die Lektüre von "Macht´s gut und danke für den Fisch!" wenig Sinn.

Und nun oute ich mich gleich vorweg als Douglas-Adams-Fan. Ich mag seinen skurrilen Humor, ich bin fassungslos (im positiven Sinn) welche abstrusen Gedanken seine Gehirnwindungen produzieren und zu Papier bringen konnten.
Aber ehrlicherweise war ich von diesem Band enttäuscht. Die Geschichte spielt fast ausschließlich auf der Erde, und auch in anderer Hinsicht passt der vierte Teil irgendwie nicht so richtig in die Reihe. Mir fehlt der philosophische Unterbau, es ist zu viel Lovestory und zu wenig Action.
Schade. Was bleibt ist der Titel, der es zum geflügelten Wort gebracht hat, mit dem sich Science-Fiction-Fans verabschieden.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Douglas Adams
Geheftet
Erschienen bei Rogner & Bernhard 1983, 01.01.1983
ISBN B002SSCFP0
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem ich die ersten beiden Bände der Sci-Fiction-Reihe voller Begeisterung geradezu verschlungen habe, war ich von "Das Leben, das Universum und der ganze Rest" etwas enttäuscht. (Und das, obwohl der ganze Text in meiner Lieblingsfarbe Grün gedruckt ist ...)

Zwar wartet auch dieser Band mit brillantem schwarzem Humor auf, aber die Handlung ist mir diesmal zu destruktiv. 
Blutige Schlachten, Krikkit-Kriege ... das ist nicht meine Form guter Unterhaltung. Manches habe ich vielleicht auch einfach nicht wirklich verstanden, so die extensive Unterhaltung zwischen einer Matratze und einem Roboter.
Dafür gibt es aber auch wieder geniale Szenen, etwa als Arthur Dent auf der prähistorischen Erde mit Frühmenschen Scrabble spielt - eine Anspielung auf das Infinite-Monkey-Theorem.
Nicht ganz so genial wie die beiden ersten Bände also, aber immer noch sehr gut!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Restaurant am Ende des Universums.


Flexibler Einband
Erschienen bei München, Rogner und Bernhard Verlag, 01.01.1982
ISBN B00638G18I
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wieder begleiten wir den (Ex-)Erdenbewohner Arthur Dent auf seiner wahnwitzigen Reise durchs Universum.
Im Vergleich zum ersten Band schlägt Autor Douglas Adams hier deutlich düsterere Töne an, die Grundstimmung des Romans ist recht negativ.
Das tut der Qualität jedoch keinen Abbruch: Eine der besten von Adams erschaffenen Figuren ist für mich der depressive Roboter Marvin, unvergessen dessen Verhandlung mit einem Kampfroboter!
Desweiteren erschafft Adams einige Zeit-Phänomene und seltsame Aliens mit besonderen Eigenheiten. Und alles in gewohnter bissiger Satire, das Buch ist schwarzer Humor at its best!

Es handelt sich um den zweiten Teil einer fünfbändigen Reihe, für ein ausreichendes Verständnis sollte man den ersten Teil, "Per Anhalter durch die Galaxis" auf jeden Fall gelesen haben.

Fazit: Für Fans ein Muss!

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430 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 21 Rezensionen

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Per Anhalter durch die Galaxis

Douglas Adams
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne
ISBN 9783453209619
Genre: Klassiker

Rezension:

"Per Anhalter durch die Galaxis" ist der Auftakt der fünfbändigen Science-Fiction-Reihe von Douglas Adams, die ich mit 18 Jahren das erste Mal gelesen, oder besser gesagt: verschlungen habe.

Nun, gut 30 Jahre später habe ich die Geschichte im Rahmen einer Lesechallenge wieder zur Hand genommen.
Und ja, die Bücher faszinieren mich als Erwachsene noch genauso wie als Jugendliche.
Die Handlung ist skurril, die Personen sind noch viel skurriler. Wer sich auch bei Zukunftsromanen fragt, wie wahrscheinlich oder realistisch ein vom Autor entworfenen Konstrukt ist, der sollte die Finger von dieser Geschichte lassen.
Wer Absurditäten liebt, der wird jedoch voll auf seine Kosten kommen. So viele chaotische Abenteuer und bizarre Begebenheiten bekommt man selten zwischen zwei Buchdeckeln serviert. Und dabei artet die Story nicht in anspruchslosen Klamauk aus, im Gegenteil. Adams vereint Gesellschaftskritik problemlos mit grandiosem Humor, unbedingt lesen (und zwar alle fünf Bände)!

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Tags: 42, universum, weltraum   (3)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Für immer sein Mond

Marie Enters
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Piper, 03.07.2018
ISBN 9783492501606
Genre: Liebesromane

Rezension:

Marie Enters erzählt eine autobiografisch angelegte Liebesgeschichte die sowohl inhaltlich als auch in ihrer Form ungewöhnlich ist.

Protagonistin Marie ist bereits über 50 Jahre als sie sich in den 35jährigen syrischen Flüchtling Melih verliebt.
Melih erwidert ihre Gefühle, und nach anfänglichem Zögern lässt sich Marie auf eine Beziehung ein. Eine Beziehung, die nur in geheimen Stunden und Minuten gelebt werden kann. Denn Marie ist verheiratet und auch Melih möchte nicht, dass seine syrischen Freunde und Verwandten erfahren, dass er ein Verhältnis mit Marie hat.
Die Geschichte steckt voller Spannungsfelder: Da ist der große Altersunterschied der Liebenden, sie stammen aus anderen Kulturkreisen, haben unterschiedliche Religiositäten,  es gibt finanzielle Unsicherheiten und bestehende Beziehungen.
Als Leser erleben wir alles aus Sicht der Protagonistin, dabei streut die Autorin zwischen die Kapitel jedoch wunderbare Gedichte, teils an arabische Dichter angelehnt, teils durch Songs inspiriert. Die Gedichte sind eine schöne Abwechslung und Ergänzung zu den kurzen Kapiteln. Es liest sich alles sehr flüssig, ich habe das Buch fast in einem Rutsch beendet.
Für mich deutlich zu farblos bleiben leider Jan, Maries Ehemann, und ihre Töchter. Denn ich bin mir sicher, dass alle Maries Beziehung zu Melih mitbekommen haben, und ich hätte gerne auch deren Sichtweise auf das Fremdgehen der Partnerin bzw. Mutter erfahren. Insgesamt ist mir die Erzählung etwas zu sehr auf Marie fokussiert, ich hätte mir gewünscht, ihr Geliebter wäre etwas mehr zu Wort gekommen.
Dennoch eine lesenswerte Geschichte, die zeigt, dass man in jeder Lebensphase zwischen Liebe und Vernunft hin- und hergerissen sein kann.

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Tags: flüchtling, flüchtlingshelferin, syrer   (3)
 

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 16 Rezensionen

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Franziska zu Reventlow

Kerstin Decker
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783827013620
Genre: Biografien

Rezension:

"Denn Liebesgenuss hat noch nie genutzt, man darf zufrieden sein, wenn er nicht schadete."

Dieser Aphorismus des griechischen Philosophen Epikur kam mir bei der Lektüre der Biografie von Franziska zu Reventlow in den Sinn.
Fanny (so ihr richtiger Vorname) ist von Kindesbeinen an unangepasst und extrem freiheitsliebend. So verwundert es auch nicht wirklich, dass die Tochter eines preußischen Landrats des Mädchenpensionats verwiesen wird.
In einem Pfarrhaushalt soll sie nach Willen der Eltern wieder auf den rechten Pfad geführt werden, doch sie flieht von dort und landet in der Münchner Boheme.
Ihre Ehe mit einem Lübecker hält nicht lange. Zwar finanziert ihr Ehemann ihr Malstudien im fernen Schwabing, aber sexuelle Untreue kann er dann doch nicht tolerieren. Und so ist Fanny schnell auf sich gestellt und schlägt sich finanziell - zunächst alleine, bald auch für ihren unehelichen Sohn Rolf verantwortlich - mehr schlecht als recht durch.
Sie nimmt was sie kriegen kann, das gilt für Jobs (Übersetzerin, Witzautorin, Prostituierte) genauso wie für Männer - es sei denn, sie stoßen sie körperlich ab. Fannys Leben ist ein ständiger Kampf ums Überleben, finanziell aber auch körperlich, immer wieder muss sie sich schweren Operationen unterziehen.

Ein ständiger Kampf war für mich leider auch die Lektüre dieser Biografie. Die Schilderung Ihrer Kindheit und Jugend ist Kerstin Decker noch interessant gelungen, doch je mehr Fanny sich in ihre zahlreichen Männerbekanntschaften verzettelte, desto weniger konnte ich ihrer Geschichte abgewinnen. Ich dachte, ich dürfte das Leben einer unangepassten Feministin nachvollziehen, der die persönliche Freiheit über alles ging. Gefunden habe ich eine zwar starke Frau, die vielen Schicksalsschlägen trotzte und die sich über gesellschaftliche Regeln hinwegsetzte, dabei aber nie wirklich frei war, sondern gerade finanziell immer wieder abhängig von anderen.
Sprachlich war Deckers Stil eine echte Herausforderung für mich. Immer wieder streut sie philosophische Bezüge ein, bezieht sich auf Philosophen, die ich, da ich im Gegensatz zur Autorin kein Philosophie-Studium vorweisen kann, nur dem Namen nach kenne. Der Lebensweg der Protagonistin wird sehr lückenhaft nachgezeichnet, viele Fragen bleiben offen, etwa was genau die Ursachen für die zahlreichen Operationen waren. 

Mein Fazit: Das Buch ist literarisch sehr fragwürdig, in großen Teilen schwer verständlich, wirr und abschweifend. Fanny von Reventlow war sicher eine sehr außergewöhnliche Frau, sie hat bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen, aber leider überwiegend negativen. Dies gilt auch für die Biografie.

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Tags: fanny, münchen, reventlow, schwabing   (4)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Harald Schmidt on air

Harald Schmidt , Harald Schmidt
Audio CD
Erschienen bei Audiobuch, 03.07.2018
ISBN 9783958620667
Genre: Humor

Rezension:

Ich gestehe: Ich bin Harald-Schmidt-Fan. Ich vermisse seine Late-Night-Show, und so war ich sehr froh, mir mit diesem Audiobuch einige seiner Sketche nach Hause holen zu können.

Die 19 Archivaufnahmen stammen aus den Jahren 1986 bis 1991, und man sollte diese Zeit auch bereits bewusst erlebt haben, ansonsten kann man viele der Anspielungen und Bezüge nicht richtig deuten.
Manches ist inzwischen etwas angestaubt, insgesamt zählen Schmidts bissige Satire und seine intelligenten Persiflagen für mich nach wie vor zum Besten, was deutscher Humor zu bieten hat.
Witzig sind nicht nur die Texte, sondern ebenso die Art und Weise der Darbietung; hier kommt Schmidt sicher sein Schauspielstudium zugute. 77 Minuten feinster Unterhaltung, die ich allen ab 50 Jahren nur wärmstens empfehlen kann!

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25 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Bis ans Ende, Marie

Barbara Rieger
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Kremayr & Scheriau, 26.07.2018
ISBN 9783218011204
Genre: Romane

Rezension:

Ich verbringe meinen Urlaub praktisch nie zwei Mal am selben Ort. Denn egal, wie sehr es mir gefallen hat - ich denke immer, dass es woanders vielleicht noch schöner ist.

Und so ähnlich geht es mir auch mit Büchern: Es gibt nur ganz wenige, die ich mehrfach gelesen habe, einfach aus der Angst heraus, dann vielleicht ein noch besseres zu verpassen.
Aber "Bis ans Ende, Marie" werde ich sicher noch einmal lesen. Barbara Rieger hat mit ihrem Erstlingsroman nicht nur grosartgro Literatur vorgelegt, sondern mich persönlich hat der Twist am Ende so überrascht, dass ich mich auf jeden Fall noch einmal auf die Suche nach vorab eingestreuten Hinweisen begeben möchte. Und mit dem Wissen, das ich nun nach vollendeter Lektüre habe, ändert sich wahrscheinlich auch die Beurteilung vieler Figuren im Roman.
Die Leser begleiten die namenlose Ich-Erzählerin, eine junge Psychologiestudentin, und ihre Freundin Marie durch wilde Partynächte, auf Familienfeiern und einen Urlaub mit der Clique. Dabei werden reichlich Alkohol und andere Drogen konsumiert, und nicht immer erkennt man leicht, wo die Realität aufhört und eine Traumsequenz beginnt. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich, auch das Lesen der Geschichte hatte für mich etwas Rauschhaftes.
Aber Vorsicht: Riegers Erzählung erfordert aufmerksame Leser. Die Sprache ist komplexer, als sie zunächst wirkt, und dies gilt für die Handlung noch viel mehr.
Es ist kein Buch für zwischendurch, nichts womit man einfach Mal ausspannen kann, sondern ich wurde durch diesen Roman gefordert, es gab Passagen, die schwierig zu lesen waren, manches muss man sich etwas "erkämpfen".
Und dennoch kann ich "Bis ans Ende, Marie" nur sehr empfehlen, es ist einfach großartige Literatur! 

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Tags: realitätsverlust, traum   (2)
 

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Mein wunderbares Bücherboot

Sarah Henshaw , Janine Malz , Torsten Woywod
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH, 03.08.2018
ISBN 9783959101813
Genre: Biografien

Rezension:

"Don't judge a book by its cover" - an diese Binsenweisheit musste ich beim Lesen dieser autobiografischen Geschichte immer wieder denken.

Denn so sehr mir der liebevoll gestaltete Einband gefällt, so wenig hat mir der Inhalt des Buches zugesagt.
Doch zunächst zu den Pluspunkten: Das Cover ist gleichermaßen ungewöhnlich wie reizend. Der Stil der Zeichnung wie auch die Schriftart des Titels erinnern mich an Kinderbücher aus den1960er Jahren, das angerauhte Hardcover und das farblich auf den orangen Rock der Protagonistin abgestimmte Lesebändchen lassen mein bibliophiles Herz höher schlagen. Auch die Typografie der Kapitelüberschriften sowie eine Karte der Reiseroute des Bücherbootes sind liebevolle Details; der Verlag Eden Books hat hier hervorragende Arbeit geleistet.
Der Klappentext ließ mich die abenteuerliche Reise einer Büchernärrin erwarten, die ein Kanalboot in einen Buchladen umwandelt und sechs Monate lang auf britischen Kanälen unterwegs ist , um ihren Traum zu leben.
Abenteuer schildert die Journalistin Sarah Henshaw in zahlreichen, kurzen Kapiteln, sie hat Humor und brachte mich oft zum Schmunzeln.
Dennoch hat mich das Buch nicht gut unterhalten. Das lag zum einen an vielen sich ähnelnden Episoden. Das eine Schleusendurchfahrt alleine körperlich höchste Anstrengung erfordert hat man als Leser schnell verstanden, zwei oder drei Beispiele dafür sind in Ordnung, danach beginnt es mich zu langweilen.
Wesentlich mehr hat mich aber Buchhändlerin Sarah genervt. Sie verwirklicht ihren schwimmenden Büchertraum auf Kosten anderer: Gern genommene Finanzierung des Projektes ist das hart ersparte Geld ihrer Eltern. Vorbereitung auf Sarah Leben als Buchhändlerin auf den Kanälen: Fehlanzeige. Weder hat sie Ahnung von nötigen Geschäftskenntnissen zum Führen einer Buchhandlung, noch macht sie sich mit den grundlegenden Handgriffen vertraut, um ihr Boot sicher zu steuern. Auch Regeln der Binnenschifffahrt sieht Sarah als unnötige Hürden an, die ihr böswillig in den Weg gestellt werden, und so fälscht sie schon Mal ein nötiges Dokument oder lügt, ohne mit der Wimper zu zucken.
Weder kann ich Sarahs Wertvorstellungen teilen, noch habe ich Verständnis für ihren Egotrip. 
Unterstützenswert ist ohne Frage Sarahs Anliegen, mit der Book Barge dem Online-Buchhandel und großen Buchhandelsketten etwas entgegen zu setzen. Ich würde gerne jederzeit in Sarahs schwimmendem Buchladen einkaufen. Darüber zu lesen hat mir leider nicht wirklich Freude bereitet.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

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Der Graf von Monte Christo - Mit 12 ganzseitigen Illustrationen - Komplett in 2 Bänden

Alexandre Dumas
Fester Einband: 937 Seiten
Erschienen bei Magnus Verlag, 01.01.1980
ISBN B002O8T34U
Genre: Klassiker

Rezension:

Wer den "Graf von Monte Christo" als Abenteuerroman für Jugendliche bezeichnet, wird diesem Monumentalwerk in meinen Augen nicht gerecht.

Alexandre Dumas ist mit seiner - zunächst als Fortsetzungsroman herausgegebenen - Geschichte von Rache, Neid, Liebe und Verrat ein Klassiker gelungen.
Der junge aufstrebende Seemann Edmont Dantès steht kurz vor seiner Ernennung zum Kapitän, als er aufgrund einer Intrige verhaftet wird. Während der folgenden vierzehn Jahre im Kerker stirbt sein geliebter Vater den Hungertod, Dantés Verlobte heiratet einen anderen und er schwört den Verursachern seines Leids ewige Rache. Durch die Gunst eines schwerstkranken Mitgefangenen gelingt Dantès nicht nur die spektakuläre Flucht, sondern sein Leidensgenosse vererbt ihm auch einen unfassbar großen Schatz.
Finanziell ausgesorgt nimmt Dantès mehrere Identitäten an (darunter auch die eines Grafen von Monte Christo) und spinnt ein geniales Netz aus Rache und Vergeltung.

Dumas schrieb den Roman vor über 170 Jahren, doch die Sprache ist nahezu zeitlos. Die Geschichte spielt in den Jahren 1814 bis 1838, nach der französischen Revolution, und ist ein anschauliches Sittengemälde der damaligen Zeit. Die Herren duellieren sich, standesgemäße Ehen werden von den Eltern arrangiert. Dumas spart nicht an Kritik an seinen Zeitgenossen, so manche Figur dreht sich mit den politischen Verhältnissen wie ein Fähnchen im Wind.
Die Protagonisten wirken authentisch und keineswegs stereotyp. Das Beziehungsgeflecht, das Dumas herstellt, ist kompliziert, aber es lohnt sich in jedem Fall, sich diesen Roman zu erarbeiten. Belohnt wird man mit einem Blick in die Tiefen der menschlichen Psyche.

Meine Ausgabe enthält zahlreiche bezaubernde Tuschzeichnungen, die eine hübsche optische Ergänzung sind.
Einen einzigen Verbesserungsvorschlag hätte ich: ein Personenregister. Denn in den fast 1.000 Seiten treten dermaßen viele Personen (und einige davon auch noch unter mehreren Namen) auf, dass es mir schwer fiel, die Übersicht zu behalten.

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Tags: abenteuer, flucht, gefängnis, graf, monte christo, napoleon   (6)
 

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145 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Macbeth

William Shakespeare , Dietrich Klose , Dorothea Tieck
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 01.01.1986
ISBN 9783150000175
Genre: Klassiker

Rezension:

Gerade habe ich Shakespeares kürzestes Drama beendet. Ich habe es bereits zum wiederholten Mal gelesen, und es werden weitere folgen.

Ich bin einfach begeistert von der Sprachmelodie, ich gerate beim Lesen in einen regelrechten Flow, wie ich es ansonsten nur vom deutschen Dichterfürsten Goethe kenne.
Ja, Shakespeare verliert in der Übersetzung, daher ist meine Empfehlung für alle, die ihre Englischkenntnisse als nicht ausreichend für das Original erachten: Lest zuerst die deutsche Übersetzung und danach eine zweisprachige Ausgabe.
Mehrfaches Lesen empfehle ich auch deshalb, weil für das Verständnis eines über 400 Jahre alten Klassikers etliche Anmerkungen und Erläuterungen nötig sind. Durch diese kommt man aber immer wieder aus dem Lesefluss und kann die Schönheit der Sprache nur eingeschränkt genießen.
Die Geschichte um Vorhersehung, Mord und Verrat mutet altertümlich an. Ich entdecke darin aber auch großartige Psychogramme. Etwa als die krankhaft geltungssüchtige Lady Macbeth den Gatten zum Mord drängt, indem sie ihm die Mannhaftigkeit abspricht, wenn er zu feige für eine derartige Tat wäre. Zum Mörder geworden ändert sich Macbeths seelischer Zustand, er wird extrem schreckhaft und sieht plötzlich Gespenster.
Sehr gut gefällt mir auch der teils etwas derbe Humor, wie z.B.: "... der Trunk ist ein großer Beförderer von drei Dingen ... rote Nasen, Schlaf und Urin."
Eine Kritikpunkt habe ich dennoch: In der Szene, als Hexen einen Zaubertrank brauen, ist Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit erkennbar, hier fehlt mir eine Anmerkung des Herausgebers.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Die Seidenhändlerin

Gabriela Galvani
E-Buch Text: 498 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 01.06.2018
ISBN 9783961482078
Genre: Historische Romane

Rezension:

Micaela Jary alias Gabriela Galvani versteht ihr Handwerk: Der vorliegende Roman hat einen spannenden Plot mit einigen unerwarteten Twists, die Sprache passt zur Zeit, in der die Geschichte spielt und ist doch soweit an  unseren heutigen Jargon angepasst, dass sich die Kapitel sehr flüssig lesen lassen.

Man  merkt, dass die Autorin die Originalschauplätze nicht nur gut kennt, sondern dem Tessin und der Lombardei freundschaftlich verbunden ist: Landschaftsschilderungen und die Erwähnung typischer Gerichte der Region vermitteln ein anschauliches Bild; wörtliche Rede im lombardischen Dialekt erzeugt auf sympathische Weise Authentizität.
Und auch sonst hat die Autorin ihre Hausaufgaben gemacht, was bei einem Historienroman für mich in erster Linie umfangreiche Recherche bedeutet.
Ich möchte durch die Lektüre eines historischen Romans gut unterhalten werden und gleichzeitig meine (ehrlich gesagt nur spärlich vorhanden) Geschichtskenntnisse erweitern können. Letzteres ist hier hervorragend gelungen. Jary bettet ihre Geschichte voller Liebe und Leid - samt Verwechslung, die für die nötige Portion Spannung sorgt - geschickt in die politischen Unruhen zur Zeit des napoleonischen Italienfeldzugs ein. Als Leser begleitet man so Gründung und Auflösung der Cisalpinen Republik und erfährt von den Grauen des Krieges, wie Plünderung und Vergewaltigung. Aber auch davon, wie "die einfachen Leute" von der Einführung eines neuen Kalenders verwirrt sind oder dem Adel die neuen, bürgerlichen Anredeformen in den Anfängen der Republik nur zögerlich über die Lippen kommen.
Auch unterhalten wurde ich durch den vorliegenden Roman hervorragend. Einzig die Häufung vieler - in meinen Augen an den Haaren herbei gezogener - Zufälle hat mich doch recht gestört. Ich lese durchaus auch gerne Märchen, aber bei Historienromanen mag ich es doch gerne realistischer.
Zuletzt aber noch ein Pluspunkt: Die Zeittafel am Ende des Buches bietet gute Orientierung in geschichtlicher Hinsicht.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

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Der höchste Bücherberg der Welt

Rocio Bonilla , Rocio Bonilla
Buch: 44 Seiten
Erschienen bei Jumbo, 20.07.2018
ISBN 9783833739132
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Was braucht ein gutes Bilderbuch? Schöne Illustrationen und eine gute Geschichte, die etwas zu erzählen hat.

Beides bietet "Der höchste Bücherberg der Welt". Die liebevoll gestalteten Zeichnungen von Rocio Bonilla lassen auch beim wiederholten (Vor-)Lesen immer wieder neue Details entdecken. Ältere Leser unterhalten dabei zahlreiche Reminiszenzen an Klassiker, wie den kleinen Prinzen, das Dschungelbuch oder King Kong.
Für ein Kinderbuch etwas ungewöhnlich ist, dass die Bilder in eher dunklen, gedeckten Farben gehalten sind; für uns eine durchaus willkommene Abwechslung zur üblichen grellen Farbpalette.
Die Geschichte selbst lässt mein Herz höher schlagen, ich liebe die zentrale Aussage: Bücher können dich so beflügeln, dass du auch ohne Flügel fliegen lernst!
Hübsches Gimmick: Ein herausnehmbares Maßband für Kids (bis 140 cm Körpergröße), thematisch passend mit einem Bücherstapel illustriert.
Von mir eine klare Leseempfehlung!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

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Hoffnung Liverpool

Elisabeth Marrion
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ibidem, 31.05.2018
ISBN 9783838206585
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich wünschte, mein Geschichtslehrer hätte seinen Unterricht nur halb so interessant und spannend gestaltet, wie Elisabeth Marrion ihre Romane verfasst.

So aber bin ich dabei, meine zahlreich vorhandenen Wissenslücken auch anhand von Historienromanen zu schließen.
Ich habe bereits "Mein Tanz mit Rommel" gelesen, der großartige erste Teil von Marrions Romantrilogie, in der sie ihre eigene Familiengeschichte verarbeitet.
Hatte mich der erste Band schon gefesselt, so konnte ich den zweiten kaum noch aus der Hand legen.
Der Leser begleitet Annie und ihre Freundin Flo, zwei junge Irinnen, die Ende der zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts keine Zukunft mehr in ihrer Heimat sehen und nach England auswandern. 
Marionn schafft es auch mit diesem Roman wieder, ein Stück europäische Geschichte für mich lebendig werden zu lassen. Sie charakterisiert ihre Protagonisten lebhaft, und die detaillierten Beschreibungen und zahlreichen Dialoge vermitteln ein anschauliches Bild der damaligen Verhältnisse. Und so habe ich sehr mit ihren Figuren mit gelitten, etwa als Annie ihre Tochter Dorothie nach einem kurzen Heimatbesuch in Irland bei den Großeltern zurück lässt, um ihr eine Kindheit ohne Luftangriffe und ständigen Hunger zu ermöglichen.
Noch eindrucksvoller wird die Erzählung, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es sich nicht um Fiktion handelt, sondern die Autorin - auf sehr fesselnde Weise - ihre eigene, wahre Familiengeschichte zu Papier gebracht hat.
Ein beeindruckendes Zeugnis von Auswanderung, Freundschaft, den Schrecken des Krieges und starken Familienbanden. Ich warte schon jetzt gespannt auf den dritten Teil.

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Tags: irland, liverpool, zweiter weltkrieg   (3)
 

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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Regenlichter

C. Greene
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 17.07.2018
ISBN 9783752878264
Genre: Romane

Rezension:

Ich geb's zu, ich steh auf Kurzgeschichten. Carolina Greene war mir als Autorin bislang allerdings unbekannt.

Die vorliegende Sammlung neun, sehr unterschiedlicher Kurzgeschichten hat mich überrascht, im Positiven. Zwar sagen mir nicht alle Stories gleichermaßen zu, aber das ist in meinen Augen auch nicht nötig. Ich mag es, wenn mich eine Geschichte auch mal außerhalb meiner Komfortzone lockt, wenn ich über Themen nachdenke, die in meinem Alltag nicht vorkommen.
Und "Regenlichter" bietet einen sehr bunten Blumenstrauß an Themen: Cyborgs, Nixen, das Leben im Alter, Tod u.v.m.
Auch sprachlich bieten diverse Erzählperspektiven anspruchsvolle Abwechslung. Ich warte schon gespannt auf weitere Geschichten!

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Tags: cyborg, hänsel und gretel, nixe   (3)
 

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238 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 19 Rezensionen

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Alles, was wir geben mussten

Kazuo Ishiguro
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Blessing, Karl, 15.08.2005
ISBN 9783896672339
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte beginnt wie eine typische Internatsgeschichte: Protagonistin Kathy, inzwischen 30jährig, erinnert sich an ihre Zeit im Landschulheim Hailsham in der englischen Provinz. Der Leser bekommt Einblick in den Schulalltag, wir erfahren, wer mit wem befreundet ist, wer gehänselt wird, und dass die Direktorin ein ziemlich strenges Regiment führt.

Und doch ist von Anfang an etwas anders, zwischen den Zeilen entsteht eine merkwürdig bedrückende Stimmung. Kazuo Ishiguro erweist sich auch hier für mich wieder einmal als Meister der leisen Töne. Vieles wird nur angedeutet, manches ist erst dadurch seltsam, dass es fehlt, etwa Besuche von Eltern oder Ausflüge der Schüler.
Mit der Zeit wird klar, dass die Erziehung in Hailsham nicht in erster Linie der Wissensvermittlung dient. Denn die Aufgaben, die die Absolventen erwarten, sind bereits bei Schuleintritt festgelegt, und so geht es im Internat eher darum, wichtige Regeln zur Lebensführung und moralische Richtlinien zu verinnerlichen. 

ACHTUNG, SPOILER!!!
Die Schüler sind allesamt menschliche Klone, lediglich am Leben, um als menschliche Ersatzteillager zu dienen. Nachdem sie das Internat verlassen, kommen sie in abgeschiedene Wohnheime, die sie nur zu ihren Organspenden verlassen. Es gibt eine Alternative zum Beruf des "Spenders", nämlich den des Betreuers, der dafür sorgt, dass die Spender möglichst  viele Organentnahmen überleben. Allerdings wird erwartet, dass man nach einigen Jahren als Betreuer zur wirklichen Bestimmung findet und dann auch selbst Spender wird.

Ishiguro hat es geschafft, dass ich mich stundenlang gegruselt habe. Und das ohne dass er explizit schreckliche Szenen beschrieben hat, sondern einzig und allein dadurch, dass ich beim Lesen immer und immer wieder den Gedanken hatte: "Ja, das könnte auch in unserer Gesellschaft so entstehen. Und zwar schon jetzt."
Die Vorstellung, dass Kinder es als ihre Bestimmung sehen, als junge Erwachsene als Organspender zu fungieren, wenn sie es nur früh und oft genug hören ist für mich gleichermaßen erschreckend wie realistisch. Was kann ein Mensch ertragen, wenn ihm von klein auf eingeimpft wird, dass sein Weg vorgezeichnet ist? Wieso begehren die Schüler nicht auf?
Der vorliegende Roman zeigt für mich, wie wichtig es ist, dass wir als Gesellschaft diskutieren, was von den vielen Möglichkeiten, die Gentechnologie, Klonen etc. bieten, wir auch wirklich wollen. Und diese Diskussion muss breit erfolgen und darf nicht spezialisierten Wissenschaftlern in exklusiven Ethikgremien vorbehalten bleiben.

Für mich ein hervorragendes Buch, das wichtige, grundlegende Themen des Menschseins behandelt.

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Tags: internat, klon, organspende   (3)
 

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195 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

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Der Marsianer

Andy Weir ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.09.2015
ISBN 9783453316911
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der Plot verspricht ein Maximum an Spannung: Astronaut Mark Watney verunfallt bei einem stürmischen Außeneinsatz auf dem Mars, wird von seiner Crew irrtümlich für tot gehalten und allein auf dem roten Planeten zurück gelassen.
Es folgen gut 500 Seiten bis zum turbulenten Finale, die wohl nur für hartgesottene Chemie-, Physik- und Technik-Freaks über alle Kapitel hinweg interessant bleiben.
Ich bin selbst Naturwissenschaftlerin, aber ehrlich gesagt habe ich an einigen Stellen über Details hinweg gelesen. Die wiederholten Berechnungen, etwa wie Mark mit einem Oxygenator aus CO2 Sauerstoff und aus Hydrazin Wasserstoff produziert, um aus den beiden Gasen schließlich lebenswichtiges Wasser herzustellen, waren für mich in der geschilderten Ausführlichkeit einfach zu ermüdend. Ich will auch nicht mit rechnen, wie viel Kilogramm Plutonium wie viel Watt Wärme erzeugen, die wiederum in welche Menge Elektrizität umgewandelt werden können - ich denke, es ist klar, was ich meine.
Dieses Zuviel an wissenschaftlichen Details ist aber auch schon mein einziger, wenn auch nicht unerheblich, Kritikpunkt.
Ansonsten hat Autor (und Software-Entwickler) Andy Weir mit seinem Debütroman ein überzeugendes und unterhaltsames Werk für alle Science-Fiction-Fans vorgelegt.
Alle Figuren agieren authentisch und sind hervorragend charakterisiert. Vor allem den Protagonisten Mark, der gerne den coolen Weltraumhelden mimt und der nur heimlich weint, habe ich schnell ins Herz geschlossen. Sein Humor ist einfach köstlich, etwa wenn er nach dem sekundenschnellen Versagen seines Laptops außerhalb seines Wohnzeltes überlegt: "Vielleicht schreibe ich mal eine Käuferbewertung im Internet. "Brachte Produkt auf den Mars. Sofort kaputt.""
Neben des schier unendlichen Ideenreichtums des Protagonisten sind es die ebenso glaubhaften übrigen Figuren, die die Geschichte tragen: die taffe Commanderin der Marsmission, der IT-Nerd bei der NASA, der ein wahnwitziges Rettungsmanöver berechnet, der Bürokrat, der kein unnötiges Risiko eingehen möchte oder die PR-Tante, die immer nur hinter einem guten Foto des gestrandeten Astronauten her ist.
Übrigens bin ich der Meinung, dass die Story mehr als nur Unterhaltung bietet. Ich habe das Buch nach einer Operation gelesen, und es kann durchaus dazu beitragen, eigenes Leid zu relativieren, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es Menschen gibt, die in ihrem Beruf bewusst ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen. Dafür vergebe ich einen Extra-Punkt.
Fazit: Gute, klassische Sci-Fi, als Leser sollte man aber unbedingt Interesse für naturwissenschaftliche Details mitbringen.

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Tags: mars, roter planet   (2)
 

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

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Rizin

Lothar Beutin
E-Buch Text: 318 Seiten
Erschienen bei neobooks, 03.09.2013
ISBN 9783847640813
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Als erstes habe ich eine Bitte an potentielle Leser dieses Romans: Lässt euch durch die ersten fünf relativ langatmigen und auch sprachlich nicht gerade herausragenden Kapitel nicht entmutigen, sondern haltet durch! Denn danach folgt eine spannender, intelligent verfasste Mischung aus Wissenschaftskrimi und Gesellschaftsroman.
Der Mikrobiologe und Autor Lothar Beutin ist - seit mehreren Jahrzehnten - selbst in der Forschung tätig. Und das merkt man seinem Roman auch an, er weiß worüber er schreibt.
Herausgekommen ist ein spannender Krimi rund um den Mikrobiologen Leo Schneider. Schneider entwickelt, mehr oder weniger zufällig, eine hochpotente Variante des Nervengiftes Rizin und wird unvermittelt zum Spielball von islamistischen Terroristen, Geheimdiensten und pharmazeutischen Konzernen.
Der Autor schafft es, komplexe wissenschaftliche Sachverhalte auch für Laien allgemeinverständlich und unterhaltsam zu erklären. Der Leser bekommt Einblick in die Welt der Forschung und erfährt, dass auch hier Ränkespiele und Intrigen an der Tagesordnung sind. Beutin zeigt auf, wie belastend es für die meisten Naturwissenschaftler ist, sich von Zeitvertrag zu Zeitvertrag hangeln zu müssen, und dass eine Festanstellung nicht unbedingt der qualifizierteste Bewerber für eine Stelle bekommt. Somit ist seine Geschichte auch Gesellschaftskritik, allerdings ohne Alternativen zu den bestehenden Verhältnissen aufzuzeigen.
Die Protagonisten bleiben anfangs etwas blass, nicht alle Handlungen sind für mich nachvollziehbar , und es gibt auch Nebenschauplätze, die Fragen offen lassen. 
Leider hatte das Buch wohl kein professionelles Lektorat, jedenfalls bin ich noch über etliche Rechtschreib- und Grammatikfehler gestolpert.
Im großen und ganzen ist "Rizin" jedoch eine spannende und informative Geschichte, die mich gut unterhalten hat.

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Tags: rizin, wissenschaftskrimi   (2)
 

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442 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 218 Rezensionen

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Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Setting versprach ein ungewöhnliches Buch: 

Die Reisejournalistin Lo bekommt aufgrund der Schwangerschaft ihrer Chefin die Chance auf einem Mini-Kreuzfahrtschiff durch die Norwegischen Fjorde zu reisen und darüber eine Reportage zu verfassen. Die berufliche Herausforderung tritt jedoch schnell in den Hintergrund, als sie glaubt, Zeuge eines Verbrechens an Bord zu werden. Und da wurde es für mich auch schon zum ersten Mal unglaubwürdig: Lo wirkt auf mich wie eine völlig inkompetente, verwirrte junge Frau, so gar nicht wie eine erfahrene Journalistin. Gab es in der Redaktion niemand besseren für diesen Job? 
Während der ganzen Reise kann niemand der geladenen Gäste Kontakt zur Außenwelt aufnehmen, es gibt kein Mobilfunknetz und auch das W-LAN funktioniert nicht. Obwohl fast alle einen Arbeitsauftrag haben, scheint diese völlige Isolation aber auch niemanden großartig zu stören - für mich unverständlich.
Über weite Strecken las sich die Story für mich eher wie ein klassischer "Whodunit"-Krimi, denn wie ein Thriller. Die Protagonistin (und der Leser mit ihr) tappt im Dunkeln und spekuliert über mögliche Täter: war es jemand von den anderen geladenen Journalisten oder Fotografen oder gar ein Mitglied der Crew? Hier wurde leider das Potenzial der Geschichte für mich nicht ganz ausgeschöpft. Viele der Charaktere bleiben relativ farblos, werden nur kurz skizziert. 
Journalistin Lo hat psychische Probleme, nicht erst seit in Ihre Wohnung eingebrochen wurde, während sie zu Hause war. Sie nimmt Antidepressiva, war in Psychotherapie und hat immer wieder Angstattacken. Doch dennoch vermochte ich mit ihr nicht so gut mitzufühlen, wie mir das mit den zentralen Gestalten anderer Romane gelingt, es hat mich einfach nicht gepackt. Vor allem den Mittelteil fand ich recht langweilig. Dass Lo zu viel trinkt könnte man vielleicht auch eleganter vermitteln, als für jeden Tag detailliert aufzuzählen, wann sie welches alkoholische Getränk zu sich nimmt. 
Einige wirklich überraschende Twists zum Ende hin haben mich aber dann doch noch mit dem Buch versöhnt, insgesamt ist es gute, durchschnittliche Unterhaltungslektüre.
Ein kreativer Pluspunkt (sonst hätte es nur für drei Sterne gereicht): Chatverläufe aus Sozialen Medien und E-Mail-Verkehr der Angehörigen und Freunde der Vermissten werden oft ans Ende der Kapitel gestellt. Diese neue Erzählperspektive ist erfrischend anders.

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Tags: aurelia boreolis, kreuzfahrt, nordlicht, norwegen   (4)
 

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11 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

gatsby, long island, roaring twenties, usa

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald
E-Buch Text: 248 Seiten
Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 28.08.2012
ISBN 9783257601992
Genre: Klassiker

Rezension:

Knapp hundert Jahre ist es her, dass F. Scott Fitzgerald seinen wohl berühmtesten Roman vollendet hat.

Der Sprache merkt man das nicht an, sie ist erfrischend aktuell. Und auch das Thema ist ein Dauerbrenner: Es geht um Einsamkeit, um die große Sehnsucht, das, was uns als Individuum ausmacht und gleichzeitig von allen anderen trennt, mit einem Seelenverwandten zu teilen.
Jay Gatsby gibt zur Zeit der Roaring Twenties legendäre Parties auf Long Island, in der Hoffnung, seine unerfüllte Liebe Daisy für sich gewinnen zu können. Wie der exaltierte Dandy zu seinem Reichtum kam, bleibt ominös.
Die dekadente, reiche Oberschicht versteht es, das Leben zu feiern, und dennoch haben die Exzesse gleichzeitig etwas Morbides, Destruktives.
Fitzgerald ist ein wahrer Sprachvirtuose. Er entwickelt die Story auf nur gut 200 Seiten präzise und messerscharf. Seine bildhaften Beschreibungen stecken voller Symbole; auch beim wiederholten Lesen entdecke ich noch Neues.
Der große Gatsby ist nicht nur eine hervorragende Skizze der amerikanischen gehobenen Gesellschaft der 1920er Jahre, sondern er ist auch wahrlich große Sprachkunst.

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Tags: gatsby, long island, roaring twenties   (3)
 

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2.297 Bibliotheken, 53 Leser, 4 Gruppen, 260 Rezensionen

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Harry Potter und das verwunschene Kind

Joanne K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war zugegebenermaßen etwas skeptisch, bevor ich "Das verwunschene Kind" las. Denn "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" hatte ich mir ebenfalls als Buch besorgt, noch bevor ich den Film kannte. Und dabei festgestellt, dass die Drehbuch-Form mir so gar nicht zusagte, die vielen Regieanweisungen meinen Lesefluss extrem störten.

"Das verwunschene Kind" ist ja das Script für das Theaterstück, und überraschenderweise hat mich hier die Form überhaupt nicht gestört, im Gegenteil, das Buch war ruck-zuck in einem Stück durchgelesen.
Ich bin nicht der allergrößte Potter-Fan auf Erden, schlichtweg deshalb weil ich an sich nicht dazu neige ein Fan von irgendetwas zu sein. Nichtsdestotrotz mag ich die Potter-Reihe und war sehr neugierig darauf, wie das Autorenteam den Sprung in die nächste Zauberergeneration schafft.
Das Ergebnis kann sich sehen (und lesen) lassen, ich wurde durchweg gut unterhalten. Im Zentrum des Geschehens steht Potters Sohn Albus, der es auf Hogwarths nicht einfach hat. Nicht nur, weil ihn der sprechende Hut ins Haus Slytherin schickt, sondern weitaus mehr, weil er mehr er selbst denn "Harrys Sohn" sein möchte.
Neben den üblichen Zauberzutaten (Zeitumkehrer, Trimagisches Turnier etc.) steht denn auch die komplizierte Beziehung zwischen Harry und dem pubertierenden Albus im Zentrum der Geschichte.
Für zusätzlichen Sprengstoff sorgt die Tatsache, dass Albus´bester Freund Scorpius Malfoy wird, der Sohn von Harrys Rivalen Draco.
Besonders gut haben mir die zahlreichen humorvollen Stellen gefallen. Dafür sorgt ein Wiedersehen mit der Maulenden Myrte und natürlich immer wieder mein persönlicher Liebling Ron.
Fazit: Eine gelungene Fortsetzung der Potter-Reihe. Wer nicht bis zur Aufführung in Hamburg (Premiere Frühjahr 2020) warten möchte, ist mit dem vorliegenden Skript bis dahin bestens bedient. Als eigenständiges Buch ist es jedoch nicht zu empfehlen, dazu sind die Bezüge zur Potter-Welt einfach zu zahlreich.

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Tags: albus potter, hogwarths, potter   (3)
 

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

arrakis, brian herbert, dune, fantasy, frank herbert, herbert, machtkampf, philosophie, religion, science fiction, science-fiction, sci-fi, utopie, wüstenplanet, zyklus

Die Ordensburg des Wüstenplaneten

Frank Herbert , Frank Lewecke ,
Flexibler Einband: 652 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.05.2001
ISBN 9783453186880
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die Ordensburg ist der letzte Band, den Frank Herbert mit seiner Dune-Saga veröffentlichte. Leider.

Denn eigentlich sollte es noch einen siebten Teil geben, diese Idee konnte der Autor aber nicht mehr realisieren, er verstarb zuvor. (Sein Sohn Brian Herbert und Co-Autor Kevin J. Anderson haben diese Lücke gefüllt und anhand hinterlassener Notizen noch zwei Folgebände veröffentlicht.)
"Die Ordensburg" ist gewohnt dialoglastig und keine einfache Kost. Wer kurzweilige Action sucht, wird hier enttäuscht, wenngleich deie zweite Hälfte durchaus an Fahrt gewinnt, zunehmend Spannung bietet und nicht ganz so langatmig wie der erste Teil daher kommt.
Wer in Herberts Zukunftsvisionen eintauchen möchte, muss allerdings bereits sein, sich mit philosophischen Fragen auseinander zu setzen.
Zur Belohnung tut sich aber ein Universum auf, das auch Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung noch seinesgleichen sucht. 

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