Alaiss Bibliothek

143 Bücher, 132 Rezensionen

Zu Alaiss Profil
Filtern nach
143 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"geschichte":w=1,"dänemark":w=1,"wikinger":w=1,"hans christian andersen":w=1,"kierkegaard":w=1

Dänemark Hören

Hans Klüche , Peter Kaempfe , Hans Klüche , Peter Kaempfe
Audio CD
Erschienen bei Silberfuchs-Verlag Hören und Wissen, 02.03.2012
ISBN 9783940665317
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als ich noch zur Schule ging, fand ich es schade, wie wenig Zeit dort der Geschichte mancher Länder gewidmet wurde – und leider habe ich immer noch viel zu große Wissenslücken. Daher war ich sehr froh, diesen kleinen Schatz zu entdecken: eine ganze Reihe von Hörbüchern, die einen schlaglichtartigen Blick in die Geschichte und Kultur verschiedener Länder werfen. Der Dänemark gewidmeten Ausgabe („Dänemark hören“) gelingt dies auf sehr entspannte, unterhaltsame Weise.
Die Produktion ist rundum gelungen – von den ansprechenden Texten aus der Feder von Hans Klüche, über die angenehme Stimme des Sprechers Peter Kaempfe bis hin zu dem schönen Beiheft mit Abbildungen (beispielsweise von dem erstaunlichen Sonnenwagen von Trundholm, der aus der Zeit um 1400 v. Chr. stammen soll), kurzen Begleittexten zu den Abbildungen und Zeittafel.
Die gesprochenen Texte spannen einen Bogen von der Vorzeit bis zur Gegenwart und werden von Zitaten und Textausschnitten (beispielsweise aus "Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern") begleitet. Natürlich finden sich auch so bekannte Namen wie Søren Kierkegaard, Hans Christian Andersen oder auch Lars von Trier. Viele Informationen waren mir jedoch neu und die Texte bieten auch die Gelegenheit, falsches Wissen zu korrigieren (beispielsweise erfährt man, dass die Wikinger nie Hörnerhelme trugen und wie es zu diesem Irrglauben kam), sowie schöne Wissensperlen, beispielsweise, dass der Name der modernen Bluetooth-Technik eine Hommage an einen alten dänischen König darstellt oder dass bei Odense ein kleiner Wald in Form eines Scherenschnitts von Hans Christian Andersen (Andersen Skoven) gestaltet wurde ... 

Vom Ur-Hamlet bis hin zu modernem dänischen Design - dieses Hörbuch zeigt eindrucksvoll, wie groß die Rolle dieses kleinen bescheidenen Landes in der europäischen Kultur war und immer noch ist - und das auf eine sehr angenehme, kurzweilige Weise!

  (0)
Tags: dänemark, geschichte, hans christian andersen, kierkegaard, wikinger   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

"freundschaft":w=1,"familie":w=1,"spannung":w=1,"abenteuer":w=1,"fantasie":w=1,"zusammenhalt":w=1,"treue":w=1,"gutenachtgeschichte":w=1,"vorlesegeschichte":w=1

Die Sockenfresser

Pavel Šrut , Alexander Kratochvil , Andreas Tretner , Galina Miklínová
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 21.03.2018
ISBN 9783737341165
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das war schön! Pavel Šrut (das Š mit dem Häkchen wird im Tschechischen wie „sch“ ausgesprochen) erzählt wie ein geübter Vorleser. Auch als inzwischen seeeehr großes Kind fühlte ich mich rundum wohl in seiner Erzählung und genoss die Lesezeit.
Sockenfresser sind jene heimlichen Mitbewohner von Menschen, die sich von Socken ernähren (aber immer nur jeweils ein Exemplar eines Sockenpaares verspeisen, denn auch Sockenfresser haben ihre Regeln und Gesetze), über eine Art Rüssel verfügen und sich wie Chamäleons tarnen können. Ihre von Pavel Šrut geschaffene Welt wirkt so skurril wie überzeugend und bietet augenzwinkernde Parallelen zur Menschenwelt.
Im Laufe der rasanten Erzählung geht es um viele verschiedenen Themen, beispielsweise Einsamkeit, Freundschaften zwischen unterschiedlichen Spezies und Gruppierungen, eine Entführung, schwierige Vater-Sohn-Beziehungen etc. etc. Obwohl diese Themen zum Teil sehr ernst sind, ist die abenteuerliche Erzählung von jeder Menge positiver Energie geprägt und der Einfallsreichtum des Autors sorgt für immer neue Wendungen. 

Wunderbar fand ich aber ganz besonders den Humor des Autors und die Tatsache, dass die Figuren sich nicht in Gute und Böse einteilen lassen - und das, obwohl es unter den Sockenfressern auch einen (allerdings schon etwas in die Jahre gekommenen) Gangsterboss ("Big Boss") inklusive Sockenimperium gibt ...
Die ausdrucksstarken Zeichnungen von Galina Miklínová (die auch an den tschechischen Harry-Potter-Ausgaben mitgewirkt hat) helfen dabei, sich die Sockenfresser vorzustellen, und wirken frisch und fröhlich.
Mal zum Brüllen komisch, mal poetisch, immer aber voller Fantasie und Liebe zur Welt - ein rundum gelungenes Kinderbuch, das auch Erwachsenen viel Freude bereiten kann!

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

"abenteuer":w=1,"atlantis":w=1,"meermenschen":w=1,"seejungfrau":w=1

Emily Windsnap – Die Bestimmung

Liz Kessler
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 22.02.2018
ISBN 9783737340694
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem ich gerade den Charme des Wiederlesens alter Kinderbücher entdeckt habe, war ich neugierig, was aktuelle Kinderbuchautoren so schreiben. Dieses Buch weckte vor allem durch seine mädchenhaft-verträumte Gestaltung mit silbernen Ranken auf dem Cover meine Neugier und tatsächlich ist es auch ideal, um sich ein Weilchen vom Alltag wegzuträumen. So mädchenhaft wie das Cover ist die Erzählung aber eher nicht. Sie bietet stattdessen ein spannendes Abenteuer, das mich ein bisschen an eine Mischung aus "Fünf Freunde" und "Percy Jackson" erinnerte, aber doch ganz anders ist:
Zwei Schülergruppen, von denen die eine aus Menschen und die andere aus Meerleuten besteht, erhalten eine Einladung auf die Fünfbuchteninsel. Dort sollen sie einander besser kennenlernen und unter anderem die Tier- und Pflanzenwelt der Insel erkunden. Doch die Insel birgt ein Geheimnis und schon bald sind Emily, die halb Meermädchen und halb Mensch ist, und ihre Freunde aus beiden Gruppen in ein gefährliches Abenteuer verstrickt ….
Es handelt sich um den 6. Band einer Reihe, aber die Geschichte ist in sich geschlossen. So hatte ich, obwohl ich die anderen Bände nicht gelesen hatte, nicht das Gefühl, dass mir Vorkenntnisse fehlten, denn alle Figuren werden gut eingeführt und bisherige Ereignisse bei Bedarf kurz zusammengefasst.
Anfangs merkte ich allerdings schon sehr, dass es nicht gerade für meine Altersgruppe geschrieben wurde. Aber irgendwann vergaß ich dies und die Geschichte begann mich so zu fesseln, dass ich meine ursprünglichen Pläne umstieß, alles stehen und liegen ließ, um zu lesen, lesen, lesen …
Was mir besonders gefiel: Als sich eine scheinbar ausweglose Situation ergab und einfallslosere Autoren nun vielleicht eine „Da kann man nichts machen“-Situation gesetzt hätten, weigerten sich Emily und die Autorin, das scheinbar Unvermeidliche zu akzeptieren, und fanden im besten Doctor-Who-Spirit durch Einfallsreichtum eben doch noch eine überzeugende Lösung.

Ein ideales Buch zum Abschalten vom Alltag!

  (0)
Tags: abenteuer, atlantis, meermenschen, seejungfrau   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"europäische vergangenheit":w=1,"krimi":w=1,"spannung":w=1,"polen":w=1,"vertreibung":w=1,"versöhnung":w=1,"elisabeth herrmann":w=1,"nazivergangenheit":w=1,"weinanbau in polen":w=1

Versunkene Gräber

Elisabeth Herrmann , Thomas M. Meinhardt
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 10.03.2014
ISBN 9783844515527
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Elisabeth Herrmann beherrscht die Kunst, literarisch äußerst ansprechende Texte im Krimi-Format zu präsentieren. Ihr Roman "Versunkene Gräber" bietet alles, was ich mir von Büchern wünsche: er fesselte mich durch eine spannende Erzählung, er berührte mein Herz, er brachte mich zum Nachdenken, Weinen, Lachen, er verzauberte mich mit wohlgeformten Sätzen, er ließ mich für eine Weile alles um mich herum vergessen und ließ mich auch nicht los, als die letzte Hörminute verklungen war ...
Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen dieses Hörbuchs leistete natürlich auch der Sprecher Thomas Meinhard. Er hat eine angenehme Stimme und bringt die schönen Sätze von Elisabeth Herrmann gut zur Geltung. Positiv finde ich auch, dass er sich nicht zu sehr bemüht, seine Stimme zu verstellen, wenn er in die Rollen der verschiedenen Personen schlüpft - seine Stimme wirkt immer völlig natürlich. So fiel es mir leicht, mich ganz in die Geschichte zu versenken.
Interessant sind vor allem auch zwei der Schauplätze des Romans: ein altes Weingut in Polen, das ein großes Geheimnis aus vergangenen Tagen verbirgt, und eine Seniorenresidenz in Deutschland, in der die Mutter einer der Hauptfiguren zusammen mit ihrer Freundin Miss Marple spielt ...
In unseren Zeiten ist es ja leider mal wieder nötig, einen Blick zurück in die Vergangenheit zu werfen, sich der Wunden und des Schadens bewusst zu werden, den die Hass-Ideologie der Nazis und der Teufelskreis des von ihnen provozierten Krieges angerichtet haben, mit den unmittelbaren Folgen und den Nachwirkungen bis in die heutige Zeit ... Aber es geht nicht nur um die Geschichte und Morde von damals und heute, sondern auch um Neuanfänge, um Menschen, die sich finden oder wiederfinden, um Familiengeschichten, die Beziehungen zwischen verschiedenen Generationen ... ein sehr facettenreicher, lesens- und hörenswerter Roman!

  (0)
Tags: europäische vergangenheit, polen, spannung, versöhnung, vertreibung   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(92)

190 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 50 Rezensionen

"thriller":w=12,"mord":w=5,"düsseldorf":w=5,"krimi":w=3,"serienmörder":w=3,"strobel":w=3,"max bischoff":w=3,"spannung":w=2,"trilogie":w=2,".teufel":w=2,"fliege":w=2,"arno strobel":w=2,"kalte angst":w=2,"fliegenmaske":w=2,"spannend":w=1

Im Kopf des Mörders - Kalte Angst

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 11.01.2018
ISBN 9783596296170
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diesem Fall haben es die Ermittler Max Bischoff und Horst Böhmer der Kriminalpolizei mit einem ausgesprochen gruseligen Verbrechen zu tun: ein Serienmörder geht um, der während seiner Taten eine Fliegenmaske inklusive riesigem Rüssel trägt ...

Gleich auf den ersten Seiten nimmt einem das Grauen den Atem, denn der Täter macht auch vor Kindern nicht Halt ... Gerade deshalb hatte ich aber anfangs etwas Angst, dass dieser Thriller wie viele andere seines Genres nur auf Blut und Schrecken aufbauen und ihm für mich das besondere Etwas fehlen könnte. Es ist manchmal ein großer Nachteil für mich, dass ich bereits unzählige Krimis und Thriller verschlungen habe, sodass mich einige wiederkehrende Themen - hier auch die Zweifel daran, ob der von einem anderen Fall traumatisierte Kollege den Ermittlungen gewachsen ist, und der Ärger der Kriminalbeamten darüber, dass Täter und Verdächtige so viele Rechte haben - langsam langweilen, tatsächlich aber überzeugte mich die Darstellung der Charaktere und die Handlung zog mich ganz in ihren Bann, sodass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte ... 
Dazu trug natürlich die rätselhafte Symbolik der Taten bei, die ich so faszinierend wie unheilvoll fand. Denn schnell wird klar, dass hinter diesen Taten kein gewöhnliches Mordmotiv stecken kann ...
Interessant fand ich auch das Thema Psychologie und Therapeuten, das hier von verschiedenen Seiten angegangen wird: vom traumatisierten Ermittler über den nervigen selbsternannten Psychotherapeuten, der unbedingt bei den Ermittlungen mitwirken will, bis hin zu einer Klinik für Forensische Psychiatrie, in der sich mehr als eine Person verdächtig verhält ...
Die Auflösung war für mich in jeder Hinsicht überraschend - ich hätte nicht gedacht, dass es möglich sein könnte, dass sich hinter diesen grauenvollen Verbrechen eine derart berührende Geschichte verbergen könnte ... 
Ein richtig guter Pageturner!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"träume":w=1,"heiraten":w=1,"wahre geschichten":w=1

Verkaufe Brautkleid, ungetragen

Hannah Winkler
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 25.04.2018
ISBN 9783596298631
Genre: Sachbücher

Rezension:

Weit entfernt von einem Plädoyer gegen die Idee des Heiratens, wie der Titel vermuten lassen könnte, versammelt dieses kleine Buch wahre Geschichten von zerbrochenen Träumen, die oft (aber keineswegs immer) tieftraurig sind, sehr häufig aber auch voller Hoffnung auf einen neuen Mut zur Liebe.
An dieses Buch habe ich mich ehrlich gesagt mit einer leichten Skepsis herangewagt, da Heiratenwollen sehr fern meiner eigenen Welt und meiner Träume ist, nie könnte ich einem anderen Menschen so sehr vertrauen. Aber dieses mit sehr viel Herzenswärme geschriebene Buch hat mich schnell verzaubert und die einfühlsame Autorin wurde mir gleich auf den ersten Seiten sympathisch.
„Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ betitelt Hannah Winkler auch passenderweise dieses erste einführende Kapitel, das auch als eine Art Prolog angesehen werden kann. Die (inzwischen glücklich verheiratete) Autorin schildert darin, wie sie während ihrer Suche nach einem Brautkleid für ihre eigene Hochzeit auf die Idee zu diesem Buch kam – und bietet nebenbei auch einen für mich spannenden kurzen Abriss der Geschichte des Brautkleids im Laufe der Jahrhunderte.
Der Aufbau des Buches ist so klar wie mit sehr viel Bedacht gewählt: Jedem Kapitel ist die Zeichnung eines Brautkleids vorangestellt und jede Kapitelüberschrift ist einer jener Frauen gewidmet, die ihre ungetragenen Brautkleider zum Verkauf anbieten und die der Autorin ihre Geschichten erzählten.
Keineswegs handelt es sich dabei immer um Frauen, deren Hochzeit nie zustande kam. So wird auch der Fall einer Frau geschildert, die sich aus Geldgründen für ein einfaches Brautkleid entscheiden musste, sich später darüber ärgerte und daher das Hobby entwickelte, Brautkleider zu kaufen, sie kurz und mit aller Vorsicht anzuziehen und dann wieder weiterzuverkaufen. Ein anderer (und unter anderen Umständen vielleicht auch ich, wie ich leider zugeben muss) hätte sich vielleicht darüber mokiert, aber die Autorin findet wunderbare Worte für diesen Spleen: "Miriam steht zu sich und ihrer Leidenschaft [...] versteht, was es heißt, frei zu sein und diese Freiheit zu leben. Auf ihre ganz eigene, spezielle Art und Weise." (S. 78)
Andere Geschichten hingegen sind weniger amüsant und manche so schlimm, dass sie einem die Sprache verschlagen ...

Aus diesem kleinen Buch lässt sich lernen, dass sich hinter dem Verkauf eines Brautkleids sehr viele unterschiedliche Geschichten verbergen können - und es erinnert daran, dass das Ende eines Traumes nicht das Ende aller Träume darstellt ...
Mich hat dieses Buch positiv überrascht – die Wahrhaftigkeit und die stark spürbare Liebe der Autorin zu den Menschen machten es für mich zu etwas ganz Besonderem.

  (1)
Tags: heiraten, träume, wahre geschichten   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(85)

162 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

"ostfriesland":w=13,"krimi":w=10,"klaus-peter wolf":w=5,"arzt":w=4,"serienmörder":w=3,"norddeich":w=3,"roman":w=2,"mord":w=2,"serienkiller":w=2,"watt":w=2,"ann kathrin klaasen":w=2,"dr sommerfeldt":w=2,"sommerfeldt":w=2,"dr. bernhard sommerfeldt":w=2,"totenstille im watt":w=2

Totenstille im Watt

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.06.2017
ISBN 9783596297641
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Totenstille im Watt“ ist ein Krimi, in dem die Liebe des Autors zu seiner ostfriesischen Wahlheimat spürbar ist und der mich mit seiner faszinierenden Hauptfigur gefesselt hat. 

Der Autor entfernt sich in seinem Roman weit vom klassischen Whodunit-Muster und schildert die Perspektive eines Täters. Dieser ist somit natürlich von Anfang an dem Leser bekannt, was jedoch meiner Meinung nach die Spannung in keiner Weise schmälert. Im Gegenteil – wer sich wie ich gerne mit der Frage beschäftigt, wie es dazu kommen kann, dass ein Mensch die Grenze überschreitet und einem anderen das Leben nimmt, wird sich über dieses gelungene Psychogramm sehr freuen. Für mich war es allerdings äußerst beunruhigend und verstörend, wie sympathisch mir Johannes Theissen, alias Bernhard Sommerfeldt, trotz seiner schrecklichen Verbrechen war …
Vielleicht liegt es daran, dass er sich etwas traut, was zum Träumen einlädt: Er bricht aus einem Leben aus, in dem er sich als Opfer fühlte – der Gefühlskälte seiner Eltern, der fehlenden Liebe seiner Frau, der Erwartungen seiner Kunden, eines Berufs, den er eigentlich nie ausüben wollte -, und beginnt einfach ein neues Leben unter neuem Namen und mit neuem Beruf (wobei für ihn die Kenntnisse aus einem abgebrochenen Medizinstudium sehr hilfreich sind ...). Und dieses Mal möchte er sich nichts gefallen lassen, sich nicht wieder in eine Opferrolle drängen lassen und auch nicht zulassen, dass andere in eine Opferrolle gedrängt werden. So einen Neuanfang voller Hoffnung und mit neuem Selbstvertrauen fand ich sehr spannend, deshalb hatte mich die Geschichte auch gleich gepackt.
„Ich wäre so gerne freundlich, aber die Welt ist leider eine andere.“ (S. 306) sagt er in seinem neuen Leben an einer Stelle - und ist das nicht im Grunde eine Haltung, die viele Menschen vertreten, wenn sie in ihrem Beruf beispielsweise aufgrund Gewinnorientierung oder anderen "Vernunftgründen" anderen Menschen Schaden zufügen?
Aber natürlich wäre dies kein Krimi, wenn er nicht hierfür einen Weg der körperlichen Gewalt einschlagen würde ... Er fühlt sich als Racheengel und lebt in seiner Rolle eine Grausamkeit aus, der er sich wohl gar nicht bewusst zu sein scheint. An irgendeiner Stelle kippte so meine Begeisterung für diese Figur, ihr Wahnsinn wurde spürbar und es ist dem Genie des Autors zu verdanken, dass ich nicht einmal genau sagen kann, an welcher Stelle. 
Gerne hätte ich mehr über die Sicht der Ermittler erfahren und die nervige Pedantin in mir ist gar nicht glücklich über einen Mini-Fehler auf Seite 407 („á la“ statt „à la“, ich mag diesen Fehler nicht, weil ich immer darüber nachgrübele, wie man denn dann „á“ aussprechen müsste und zu keinem Ergebnis komme), aber das sind nun wirklich ein unwichtige Kinkerlitzchen – ich finde den Schreibstil von Klaus-Peter Wolf sehr ansprechend, diesen Krimi sehr lesenswert und freue mich schon auf weitere Bücher von diesem Autor!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(671)

961 Bibliotheken, 27 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

"harry potter":w=55,"hogwarts":w=20,"magie":w=17,"theaterstück":w=16,"fantasy":w=14,"zauberei":w=11,"zeitreisen":w=10,"harry potter and the cursed child":w=8,"zeitreise":w=7,"voldemort":w=7,"cursed child":w=7,"theater":w=6,"albus":w=6,"freundschaft":w=5,"j.k.rowling":w=5

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(392)

775 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

"fantasy":w=45,"harry potter":w=37,"magie":w=22,"zauberei":w=21,"englisch":w=19,"hogwarts":w=13,"jugendbuch":w=9,"zauberer":w=9,"internat":w=8,"voldemort":w=7,"freundschaft":w=6,"abenteuer":w=6,"rowling":w=6,"tod":w=5,"jugend":w=5

Harry Potter and the Order of the Phoenix

Joanne K. Rowling
Fester Einband: 766 Seiten
Erschienen bei Bloomsbury Publishing, 01.01.2003
ISBN 9780747551003
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(68)

129 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

"fantasy":w=14,"harry potter":w=11,"englisch":w=8,"zauberei":w=6,"jugendbuch":w=5,"magie":w=5,"hogwarts":w=3,"joanne k. rowling":w=2,"potter":w=2,"voldemort":w=2,"liebe":w=1,"freundschaft":w=1,"tod":w=1,"abenteuer":w=1,"krieg":w=1

Harry Potter and the Deathly Hallows

Joanne K. Rowling
Fester Einband
Erschienen bei Bloomsbury Publishing
ISBN 9780747591061
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(94)

175 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 12 Rezensionen

"harry potter":w=18,"märchen":w=17,"fantasy":w=14,"magie":w=9,"englisch":w=9,"zauberer":w=5,"wizard":w=4,"albus dumbledore":w=4,"kurzgeschichten":w=3,"potter":w=3,"rowling":w=3,"fairy tales":w=3,"tales":w=3,"england":w=2,"jugend":w=2

The Tales of Beedle the Bard

Joanne K. Rowling
Buch
Erschienen bei Bloomsbury Publishing
ISBN 9780747599876
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4.277)

6.918 Bibliotheken, 32 Leser, 19 Gruppen, 71 Rezensionen

"harry potter":w=97,"fantasy":w=85,"magie":w=57,"zauberei":w=41,"hogwarts":w=38,"jugendbuch":w=30,"zauberer":w=30,"freundschaft":w=27,"dumbledore":w=21,"joanne k. rowling":w=19,"halbblutprinz":w=18,"ron":w=12,"hexen":w=11,"voldemort":w=11,"snape":w=11

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 19.03.2010
ISBN 9783551354068
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Finstere Zeiten für die Welt der Zauberer und Hexen sind angebrochen und auch und sogar ganz besonders die Muggels sind in großer Gefahr: Menschen verschwinden, es kommt zu Mordanschlägen. Auffallend ist, dass die für diesen Terror verantwortlichen Todesser sich aus denselben Zielgruppen wie Rechtsradikale rekrutieren: Schwächlinge, Geltungssüchtige, Schlägertypen (siehe S. 364).
Dieser sechste Band stellt einen wichtigen Baustein in der Harry-Potter-Reihe dar und bietet Ausflüge in die Vergangenheit, die den Werdegang von Voldemort beleuchten. Er zählt definitiv zu den Bänden dieser Reihe, die auf keinen Fall einzeln gelesen werden sollten, da er nicht nur auf Hintergrundwissen aus den vorherigen Bänden aufbaut, sondern auch ein kleiner, aber wesentlicher Teil des Geschehens durch Hintergrundinformationen im letzten Band eine neue Bedeutung erhält ...
Trotz des düsteren Charakters der Geschehnisse blitzt auch in diesem Roman wieder der brillante Humor Rowlings auf, als sie Rons Liebestrankerlebnis schildert - das allerdings schnell in einer dramatischen Situation mündet. Man spürt: Dieser Band bereitet auf das Finale vor, er wird sich nicht mit einem Jetzt-ist-die-Welt-wieder-in-Ordnung-Gefühl weglegen lassen.
Eine besonders interessante Figur finde ich Professor Slughorn. Für mich steht er für eines der zentralen Themen der letzten Bände: die Entthronung der Vorbilder als Begleiterscheinung des Erwachsenwerdens, das Erkennen, dass auch bewunderte erwachsene Vorbilder Fehler und Schwächen haben. Slughorn ist imstande, in aller Unschuld ungeheuerliche Äußerungen von sich zu geben, und gleichzeitig sich immer wieder auch sehr liebenswürdig zu zeigen, beispielsweise im Umgang mit dem trauernden Hagrid (wobei er freilich nebenbei ein eher eigennütziges Ziel verfolgte).
Dieses Motiv der Vorbilder und der Frage nach ihrer Berechtigung zieht sich auch durch andere Handlungsstränge, beispielsweise dem des rätselhaften Halbblutprinzen, dem Harry seinen neuen Erfolg im Zaubertrankbrauen zu verdanken hat ...
Aufgrund der Geschehnisse kein einfacher Band, aber für mich ein Roman, der wichtige Fragen stellt.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(113)

305 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

"dystopie":w=5,"fantasy":w=4,"magie":w=4,"geschick":w=4,"sklaven":w=3,"england":w=2,"sklaverei":w=2,"dark palace":w=2,"freundschaft":w=1,"reihe":w=1,"politik":w=1,"intrigen":w=1,"eltern":w=1,"kind":w=1,"rebellion":w=1

Dark Palace – Zehn Jahre musst du opfern

Vic James , Franca Fritz , Heinrich Koop
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 22.08.2018
ISBN 9783841440105
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vic James hat für ihren Roman eine düstere Welt geschaffen, die nah genug an unserer eigenen Erfahrungswelt liegt, um Identifizierungsmöglichkeiten zu bieten, und doch völlig anders ist. Sie ist bestimmt durch das „Geschick“, eine Form von Magie, die jedoch nur wenige, die sogenannten Ebenbürtigen, besitzen. Dieses Geschick ist von Ebenbürtigen zu Ebenbürtigen unterschiedlich ausgeprägt und verleiht diesen eine gefährliche Macht. So muss in dieser Welt jeder Geschicklose eine zehnjährige Sklavenzeit im Dienste der Ebenbürtigen absolvieren …
Die Autorin überzeugte mich bereits im Prolog, der Erzählung einer Flucht, durch ihre mitreißende Erzählweise. Ganz schnell fieberte ich mit den Figuren mit, obwohl mir diese in diesen Zeilen zum ersten Mal begegneten. Diese Faszination für die Handlungspersonen zog sich für mich durch das ganze Buch und dennoch hatte ich, bedingt durch die Wahl der Erzählung in der dritten Person, das Gefühl, dass mir die wahren Gefühle und Beweggründe der Personen oft verborgen blieben. Gerade das fand ich sehr spannend, denn die Autorin ist eine wahre Meisterin darin, vielschichtige Charaktere zu schaffen, die betörend und rätselhaft wirken, denen man einfach alles zutraut und die sich glücklicherweise auch nicht stupide in „die Guten“ und „die Bösen“ einteilen lassen …
Besonders geheimnisumwittert und dadurch herrlich unheimlich sind die ebenbürtigen Brüder Gavar, Silyen und Jenner Jardine. Noch mehr gefiel mir jedoch die Darstellung der geschicklosen Renie, ein junges Mädchen, fast noch ein Kind, das ganz allein in einer Sklavenstadt lebt und dort nach Kräften versucht, die Welt weniger trostlos zu gestalten - ein bisschen erinnerte sie mich mit ihrer Energie trotz aller widrigen Umstände an Pippi Langstrumpf, nur dass Renies Welt sehr viel grauer aussieht ... Noch viele weitere interessante Charaktere wären erwähnenswert, denn die Handlung in diesem Roman ruht nicht nur auf den Schultern einiger weniger Figuren.
Die Romanwelt, zu der auch ganz nebenbei Informationen über ihre Geschichte und die Entwicklung in anderen Ländern eingeflochten werden, wird meines Erachtens sehr stimmig und leider sehr realistisch dargestellt. Wenn man bedenkt, wie lange sich auch ohne das „Geschick“ mit seinen grauenvollen Möglichkeiten, anderen Menschen Schaden zuzufügen, in Europa beispielsweise die Leibeigenschaft hielt, ist es leider nicht verwunderlich und ich finde es auch verständlich, dass die meisten Geschicklosen nicht den Mut finden, sich gegen die Sklavenzeit auflehnen ... Umso mehr hat es mich gefreut, dass im Zentrum der Handlung unter anderem eine kleine Gruppe von Menschen steht, die dennoch keineswegs gewillt sind, dieses Gesellschaftssystem einfach hinzunehmen, denn „keine Magie ist mächtiger als der Geist des Menschen“ (S. 269) …
Diese Zweiteilung der Welt in Geschicklose und Ebenbürtige wird auch durch die beiden Handlungsorte Millmoor und Kyneston, zwei im Übrigen jeder auf seine Art sehr beeindruckende Kulissen, widergespiegelt. Während Kyneston das schillernde Anwesen der Jardines, einer vermögenden, leicht gruseligen Familie Ebenbürtiger, darstellt, bildet Millmoor eine düstere Fabriklandschaft, in der die Sklaven schwere körperliche Arbeit leisten müssen.
Die Situation der Sklaven hat mich überrascht – angesichts der Macht der Ebenbürtigen, der Rechtlosigkeit der Geschicklosen und meiner eigenen Erfahrungen in der Arbeitswelt hätte ich noch deutlich mehr Machtmissbrauch erwartet. Zwar kommt es in der Tat immer wieder zu schrecklichen Misshandlungen, doch ähnelt die Situation der Sklaven erschreckenderweise oft auch einfach der Situation einiger unterdrückter Arbeitnehmer in unserer Welt – ich könnte mir vorstellen, dass das durchaus so gewollt ist …
Die Erzählweise war für mich als Fan alter Klassiker mit zahlreichen Beschreibungen anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig – die Autorin konzentriert sich auf Highlights und lässt manches im Unklaren und im Geheimnisvollen. Dies regt natürlich dazu an, in Lesepausen immer wieder über das Buch nachzudenken und die wildesten Theorien zu entwickeln – und dieser Effekt gefiel mir schließlich sogar richtig gut. Auch hat es mich sehr beeindruckt, wie es Vic James gelingt, in wenigen Sätzen beispielsweise die ganze Tragödie eines schädigenden Vater-Sohn-Verhältnisse darzustellen, das fand ich einfach brillant!
Für das Ende hatte ich mir zwar etwas anderes erhofft, aber ich muss der Autorin zugestehen, dass sie auch hier ihre Erzählkunst unter Beweis und gute Weichen für die Folgebände stellt, die ich nun mit Spannung erwarte …

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"zeitoptimierung":w=1,"zeit":w=1,"zeitmanagement":w=1,"schildkröten":w=1,"zeitdiebe":w=1

Momo

Michael Ende , ,
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 19.08.2013
ISBN 9783522201872
Genre: Klassiker

Rezension:

Michael Endes Erzählung von dem kleinen Mädchen Momo, der Schildkröte Kassiopeia, dem geheimnisvollen Meister Horta und den unheimlichen grauen Herren der Zeit-Spar-Kasse liest sich wie ein abenteuerliches Märchen, kann jedoch noch sehr viel mehr als nur unterhalten und es wundert mich gar nicht, dass sie auch als Schullektüre genutzt wird. Es ist ein Text, den man einfach nur genießen, über den man aber auch nach der Lektüre noch lange nachdenken kann.
Wie oft bei Michael Ende wirkten die Figuren aus irgendeinem Grund auf mich zwar sehr berührend, zugleich jedoch auch etwas schemenhaft, nicht wirklich aus Fleisch und Blut. Es fühlte sich ein bisschen so an, als würde man ein Theatermanuskript lesen – was aber auch irgendwie passend ist, denn tatsächlich lebt die Protagonistin Momo in einem alten Amphitheater und die Erzählung hat einen leicht parabelhaften Charakter.
Die Geschichte an sich ist berückend schön, phantasievoll ausgestaltet und inspiriert sich von gesellschaftlichen Themen wie dem Aufschub des Genießens des Lebens bis zum Rentenalter. Dies ist natürlich eigentlich eine Frage, die vor allem Erwachsene bewegt, aber ich glaube, dass die meisten Leser, ob jung oder alt, in dieser Erzählung Themen wiederfinden werden, die für sie wichtig sind, und mir dieses nur durch meine Erwachsenenbrille besonders aufgefallen ist. Als einer der grauen Herren dem Friseur vorrechnet, wie viele Stunden dieser jeweils mit bestimmten Tätigkeiten „verliert“, erinnert diese Auflistung ohne Berücksichtigung des variablen Werts der Zeit außerdem sehr an den modernen Trend zur Selbstbeobachtung zwecks Selbstoptimierung bzw. an das gerade beliebte Zeitmanagement sowie Zeitoptimierung. 1973 geschrieben hat dieser Roman ganz offensichtlich nichts von seiner Aktualität eingebüßt. 
Momo setzt dem Zeitsparen etwas entgegen, für das es leider nicht in allen Sprachen einen Begriff gibt, wohl aber im Englischen: quality time – Zeit, die man anderen Menschen oder Haustieren widmet und die eben dadurch wertvoll wird, dass man sie verschenkt. Und genau dies stört die unheilvollen Pläne der grauen Herren der „Zeit-Spar-Kasse“ ...
Eine im wahrsten Sinne des Wortes fantastische, so märchenhafte wie philosophische Erzählung!

  (1)
Tags: schildkröten, zeit, zeitdiebe, zeitmanagement, zeitoptimierung   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

"abtreibung":w=2,"zweiter weltkrieg":w=1,"medizin":w=1,"arzt":w=1,"sinn des lebens":w=1,"rollstuhl":w=1,"waisenhaus":w=1,"waisen":w=1,"huren":w=1,"neger":w=1,"birma":w=1,"wanderarbeiter":w=1,"puppenhaus":w=1,"apfelplantage":w=1,"candy":w=1

Gottes Werk und Teufels Beitrag

John Irving , Rufus Beck (Sprecher)
Audio CD
Erschienen bei HörbucHHamburg, 01.05.2008
ISBN 9783899038019
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Hörbuch hätte ich fast abgebrochen, so schwer fiel es mir anfangs, mich in diese Erzählung einzufühlen – aber ich bin sehr froh, dass ich es nicht getan habe, denn es dauerte nicht lange und ich war begeistert von der geschilderten Kraft der Menschlichkeit und Güte von Dr. Larch, dem Leiter des Waisenhauses, in dem der kleine Homer Wells aufwächst. Wieder einmal zeigt es sich, dass es manchmal gerade die Werke sind, die für mich anfangs etwas sperrig sind, die mich später am meisten bewegen. So nahm mich auch Irvings Roman schließlich ganz für sich ein, was gut war, denn für diese ungekürzte Lesung mit ihren 1762 Hörminuten auf 23 CDs muss man doch recht viel Zeit investieren – diese Zeitinvestition lohnt sich aber auf jeden Fall!
„Gottes Werk und Teufels Beitrag“ ist eine leise Erzählung ohne übertriebene Dramatik und doch geht es um große philosophische Fragen und schwere Themen wie Vergewaltigung, Abtreibung, Waisenkinder, um den Sinn des Lebens und unsere Verantwortung anderen gegenüber … Da im Waisenhaus abends vorgelesen wird, spielen auch Bücher, „Jane Eyre“, „Große Erwartungen“ und „Klein Dorrit“, für die Waisen und die Handlung eine kleine Rolle.
John Irvings Erzählstil war für mich im positiven Sinne ungewohnt, es gelingt ihm, ohne Klischees auszukommen und das heikle Thema Abtreibung so zu behandeln, dass Gegner und Befürworter sich verstanden fühlen können, nur eben jene Menschen von beiden Seiten nicht, die anderen ihre Ansicht aufzwingen möchten. Genauso behutsam und alle Aspekte berücksichtigend geht er mit dem Thema Ehebruch um. Wenn Irvings Figuren in puncto Abtreibung auch schließlich mehr zu einer Seite tendieren, sind es doch vor allem Toleranz und die Demut, sich bewusst zu sein, dass sich manche Fragen einfach nicht für andere beantworten lassen, die diese Geschichte lehrt (oder, wie Dr. Larch es ausdrücken würde: „Wenn Hochmut eine Sünde war, dachte Dr. Larch, dann war moralischer Hochmut die größte Sünde“).
Großartig fand ich Melony, die gleichzeitig mit Homer in dem Waisenhaus aufwächst, aber deren Verhaltensweise, Einstellung und spätere Lebensgeschichte (nicht aber die Größe des Herzens) stark mit seiner kontrastieren. Viele Frauen in diesem Roman haben Gewalt erfahren – mit Melony hat Irving eine schlagkräftige Frauenfigur geschaffen, die Tätern Angst und Schrecken lehren kann …
Vielleicht lag es an der, wie ich finde, übertrieben unangenehmen Art, wie er Melony gesprochen hat, dass mir die Leistung des Sprechers, Rufus Beck, nicht hundertprozentig gefiel. Außerdem ließ er aus „Jane Eyre“ „Jane Eier“ werden (was andererseits natürlich auch ein bisschen Humor in die Geschichte bringt) und aus „Golden Delicious“ machte er „Golden Delizius“. An anderen Stellen ist er jedoch brillant, ganz besonders wenn er Dr. Larch spricht, da hätte ich ihm noch viele weitere Stunden zuhören können.
Ein einfach großartiger Roman, absolut empfehlenswert!

  (1)
Tags: abtreibung, medizin, sinn des lebens   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3.619)

6.369 Bibliotheken, 68 Leser, 12 Gruppen, 239 Rezensionen

"harry potter":w=127,"fantasy":w=94,"magie":w=85,"hogwarts":w=85,"zauberer":w=65,"zauberei":w=63,"freundschaft":w=49,"stein der weisen":w=37,"jugendbuch":w=31,"voldemort":w=29,"hermine":w=28,"ron":w=27,"joanne k. rowling":w=26,"harry":w=25,"hexen":w=24

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 23.01.2005
ISBN 9783551354013
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zwar erscheint mir dieser erste Band noch nicht so vielschichtig wie spätere Bücher aus dieser Reihe, dennoch liebe ich ihn heiß und innig und habe die englische Version schon unzählige Male gelesen, die deutsche Übersetzung leider erst jetzt, zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen. Ein richtiges Wohlfühlbuch – wem geht schon nicht das Herz auf, wenn er vom unglücklichen Waisenjungen Harry liest, der von der Familie seiner Tante, bei der er aufwächst, schlecht behandelt wird, dann aber erfährt, dass er über magische Kräfte verfügt und an einer Zaubererschule ein schönes neues Zuhause und seine ersten echten Freunde findet …
Eine Szene, die mich bei jedem erneuten Lesen immer wieder am meisten berührt, ist, als der junge Draco Malfoy Harry Potter im Zug (im Film kommt diese Szene etwas später, als sie gerade in Hogwarts angekommen waren) seine Hand entgegenstreckt und ihm seine Freundschaft anbietet, was leider gründlich fehlschlägt. Ich glaube, dass dieses Freundschaftsangebot ehrlich gemeint war und dass sich Draco dabei vielleicht sogar ein kleines bisschen von den Vorstellungen entfernt hat, die ihm seine Eltern gelehrt haben. Aber als Ron sich über seinen Namen lustig macht, kann er doch nicht aus der Vorstellungswelt, in der er aufgewachsen ist, heraus und Harry bleibt nichts anderes übrig, als seinen Freund Ron zu verteidigen. So schade, vielleicht hätten es Harry, Ron und Malfoy ja andernfalls sogar geschafft, wenn nicht Freunde, so doch Klassenkameraden, die einander trotz Meinungsverschiedenheiten respektieren, zu werden. Aber zumindest zeigt sich in dieser Szene bereits, dass Rowling das Schwarz-Weiß-/Freund-Feind-Denken nicht ganz so starr konstruiert hat, wie es auf dem ersten Blick scheint ...
Die deutsche Übersetzung finde ich im Übrigen sehr gelungen – nur die Anrede „Mein lieber Professor“ klingt für mich etwas seltsam, wenn eindeutig eine Frau angesprochen wird, hier hätte meiner Meinung nach eine andere Lösung gefunden werden sollen, und für „cool“ ist die Übersetzung „kühl“ auch nicht immer die optimale Wahl. Manchmal wäre es besser, tatsächlich „cool“ zu lassen (beispielsweise in dem Satz auf S. 271 „„In den Wald?“, wiederholte er [Malfoy], wobei er nicht mehr so kühl klang wie sonst“). Dafür gefällt mir „Goldener Schnatz“ sogar besser als das Original aufgrund der Erinnerung an „Schatz“ und auch der Name für einen geheimnisvollen Spiegel, der in dem Roman eine kleine, aber wichtige Nebenrolle spielt, wurde gut gewählt – gespiegelt ergibt das Wort „Nerhegeb“ auch im Deutschen Sinn und verschlüsselt klingt der Name angemessen erhaben und fantasymäßig.
Wunderbar finde ich immer wieder Rowlings Humor, so sorgt in diesem ersten Band Percy dadurch, dass er aber auch wirklich jede Gelegenheit nutzt, darauf hinzuweisen, dass er Vertrauensschüler ist, für einen gelungenen Running Gag. Und die Liebe, die Rowling in die Darstellung der Nebenfiguren gelegt hat, ist einfach großartig. Da verwundert es nicht, dass immer dann, wenn Potterfans gefragt werden, welche ihre Lieblingsfiguren sind, sehr häufig andere Figuren als die Protagonisten Harry, Ron und Hermine genannt werden. In Rowlings Romanwelt gibt es eben keine unwichtigen Gestalten und sie schildert die verschiedenen Charaktere sehr lebendig. Dennoch muss ich sagen, dass Professor Snape und Hagrid mir in der Verfilmung besser gefallen haben - ohne Rickmans Mienenspiel bleibt Snape in diesem ersten Buch ein bisschen blass und auch Hagrids Herzlichkeit kommt im Film etwas besser herüber. Dafür besticht der Roman mit vielen sorgsam ausgearbeiteten Details und es macht einfach Spaß, ihn zu lesen - ein wunderbares Leseerlebnis, das ich mir immer wieder gerne gönne!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

"fantasy":w=1,"london":w=1,"harry":w=1,"hogwarts":w=1,"ron":w=1,"sirius":w=1,"dumbledore":w=1,"hermione":w=1,"lupin":w=1,"kinder/jugend":w=1,"privet drive":w=1,"aunt marge":w=1

Harry Potter and the Prisoner of Azkaban

Joanne K. Rowling
Audio CD
Erschienen bei Bloomsbury Publishing
ISBN 9780747586500
Genre: Fantasy

Rezension:

Time flies with these 10 CDs, 12 hours and 5 minutes read by Stephen Fry! His reading appears so natural that you can completely immerse in the story. 

With this book, the Harry Potter series is getting slightly darker, a bit more serious than the first novels and yet it still shows the fabulous humour of the author. It starts by underlining the utter loneliness of the little orphaned boy within the family of this aunt who bullies him, and then his despair as he leaves the Dursleys, being convinced that he is also expelled from the Hogwards School of Witchcraft and Wizardry and has nowhere to go... 
This is my favourite book of the series because it tackles so many difficult subjects - the feeling of being completely alone in the world, betrayal, mourning, and also, though maybe less evident, depression and fear and opposes them with the value of friendship and finding a family where you would least expect it. And it provides practical solutions that can help a lot in difficult situations. When the students at Hogwarts learn how to deal with boggarts (a shape-shifter who takes the form of the viewers worst fear) they also learn a useful method that can help them dealing with fear itself. And when Harry learns how to deal with dementors (creatures who feed on human happiness and who affect those who have already gone through difficult periods in their lives worse than others) he also learns how to deal with depressions. When I went through a dark period in my life, I often thought about how to deal with dementors - concentrating on positive thoughts, conjuring up the love once received, it is not as simple as it seems but it did help me more than anything else. This is what I love about the Harry Potter series: You can feel the wisdom and caring of a mother who has written this story for her children and for me this is most evident in this third novel.
There is also a gripping Quidditch match in this novel though I must admit that I never liked this sport very much as the role of one player (the seeker) is so much more important than the others although all players try to give their best. Nethertheless the description of the match is as brilliant as always with Rowling.
Very interesting is also the important role played by animals, mainly by Crookshanks (Hermione's cat) and Buckbeak (Hagrid's newest friend), and the interconnections between animals and humans, the patronus conjured up to fight dementors takes the form of an animal and the students learn about animagi and werewolfs in class...



  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(613)

1.159 Bibliotheken, 5 Leser, 6 Gruppen, 56 Rezensionen

"kinderbuch":w=79,"räuber":w=59,"freundschaft":w=49,"abenteuer":w=47,"astrid lindgren":w=33,"wald":w=27,"ronja":w=25,"klassiker":w=20,"jugendbuch":w=18,"schweden":w=16,"burg":w=14,"fantasy":w=13,"natur":w=12,"kinder":w=11,"birk":w=11

Ronja Räubertochter

Astrid Lindgren , ,
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 01.02.1982
ISBN 9783789129407
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Dieses Buch stellt ein rundum gelungenes Gemeinschaftswerk von Autorin, Übersetzerin und Illustratorin dar, in dem ihr Genie und ihre Liebe zu ihren jeweiligen Tätigkeiten auf sehr angenehme Weise spürbar sind.
Astrid Lindgren zieht als Autorin ihre Leser schnell in den Bann ihrer Erzählung von den Abenteuern einer Räubertochter, die mit ihren Eltern und der Räuberbande ihres Vaters in einer Burg lebt. Umgeben ist die Räuberburg von einem Wald, in dem seltsame Wesen hausen. Für mich war es eine große Freude, in diese märchenhafte Welt einzutauchen – in einer solchen Welt mit so sagenhaften Gestalten wie Wilddruden, Graugnomen, Rumpelwichten und Dunkeltrollen erscheint einfach alles möglich. Ein perfektes Buch, um Kinder dazu anzuregen, ihre Fantasie spielen zu lassen und sich selbst Geschichten zu dieser Romanwelt auszudenken! Dennoch sind die Themen, die die Autorin behandelt, beispielsweise Konflikte zwischen Kindern und ihren Eltern, gar nicht so weit von unserer realen Welt entfernt …
Als echtes Räuberkind ist Ronja mutig, rebellisch und hat doch ein großes Herz. Sie ist für kleine und große Leser eine wunderbare Identifikationsfigur, die beweist, dass Eltern manchmal viel von ihren Kindern lernen können und dass es sich lohnt, den Mut zu haben, seinem Herzen zu folgen, auch wenn man dafür den Eltern widersprechen muss. Allerdings könnte ich mir denken, dass manche Eltern Ronjas ganz eigener Methode, sich vor Gefahren zu hüten, etwas kritisch gegenüberstehen …
Fabelhaft finde ich auch die Übersetzung von Anna-Liese Kornitzky mit so schönen Wortkreationen wie „so plutzplotz“ (Seite 50), der Entwicklung einer ganz eigenen und doch verständlichen Sprechweise der Rumpelwichte und der gelungenen Wiedergabe der atmosphärischen Schilderung des Waldes. Dazu kommen dann noch die Zeichnungen von Ilon Wikland, in denen jeder Strich den wilden Charakter und zugleich das Liebevolle der Geschichte widerspiegelt. Ihre Zeichnungen sind schwarz-weiß und dennoch voller Lebendigkeit.
Eindeutig ein Kinderbuch, aber eines, an dem auch Erwachsene noch viel Freude haben können!

  (0)
Tags: gnome, räubergeschichten   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(816)

1.803 Bibliotheken, 55 Leser, 2 Gruppen, 223 Rezensionen

"tod":w=34,"briefe":w=33,"liebe":w=26,"trauer":w=17,"freundschaft":w=16,"ava dellaira":w=16,"jugendbuch":w=15,"love letters to the dead":w=15,"familie":w=14,"verlust":w=12,"schwester":w=12,"leben":w=7,"musik":w=7,"schwestern":w=7,"kurt cobain":w=7

Love Letters to the Dead

Ava Dellaira , Katarina Ganslandt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 23.02.2015
ISBN 9783570163146
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ein schmerzlich-schöner Roman in Briefform, sehr zart erzählt: Laurel, die nach dem Tod ihrer Schwester an eine neue Schule kommt, hat Schwierigkeiten, mit ihrer Trauer umzugehen und gleichzeitig den Mut zu finden, sich in ihrem neuen Umfeld zu integrieren. Da stellt ihre kluge Lehrerin ihr die Aufgabe, einen Brief an eine tote Persönlichkeit zu verfassen und so findet Laurel einen Weg, sich zu öffnen. Bei dem einen ersten Brief an Kurt Cobain, dem Lieblingssänger ihrer Schwester, bleibt es nicht, bald schreibt sie auch an Amy Winehouse, River Phoenix, Judy Garland ...  
Das Schreibtalent von Ava Dellaira ist einfach bewundernswert. Ihre Sätze sind schlicht und dennoch versteht sie es, mit ihren Worten wunderbare Bilder entstehen zu lassen. Das wirkt sehr zart und poetisch, vor allem aber erinnert mich ihr Buch an das Werk einer begabten Malerin, so lebendig und voller Farbe sind auch die Beschreibungen der einzelnen Figuren.
Ein wenig unrealistisch (wenn auch erfreulich) fand ich zunächst, dass alle so feinfühlig und behutsam miteinander umgehen, aber leider erweist sich das im weiteren Verlauf als trügerisch ... und dem Leser wird auch schnell klar, dass Laurel unter einem Trauma leidet und ein Geheimnis in sich trägt, das mit dem Tod ihrer Schwester zusammenhängt ...
Verpackt in dieser so spannenden wie berührenden Erzählung werden viele Themen angeschnitten, die insbesondere, aber eben nicht nur für Teenager interessant sind. Es geht um Liebe, um Mut, um Angst, um die Sehnsucht danach, beschützt zu werden, um Familie und Freundschaft, Träume, Erwachsenwerden, Zerbrechlichkeit ... Und es finden sich in diesem Werk so wunderbare Sätze wie "Vielleicht ist das etwas, was man lernt, wenn man erwachsen wird: dass man nicht dazu verdammt ist, ein Charakter in einer Geschichte zu sein, dem Dinge passieren, sondern dass man auch derjenige sein kann, der die Geschichte schreibt." (S. 381), auch wenn ich diese Aussage leider nicht zutreffend finde, denn mir scheint eher, dass es bei vielen Menschen umgekehrt ist und sie ihre anfänglichen Ideale und ihren Mut, ihr Leben in die eigenen Hand zu nehmen und die Gesellschaft, in der sie leben, mitzugestalten, als Erwachsene aus "Vernunftgründen" aufgeben - was sehr traurig ist ...
Ich gebe zu, ich kann gegenüber diesem Buch nicht ganz objektiv sein, denn die Autorin hat anscheinend genau denselben Musikgeschmack wie ich und so kamen viele meiner Musikidole in ihrem Buch vor, was mich natürlich begeistert hat. Aber "Love Letters to the Dead" ist vor allem ein Buch, das tiefgründig ist und sich dennoch schnell liest - sehr lesenswert! Schade nur, dass für den Titel keine schöne Übersetzung gefunden wurde.

  (1)
Tags: trauma   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dobby, dursley, erwachsene, fantasy, harry potter, hermione granger, hogwarts, jugendliche, kinder, prof. dumbledore, racism, rassismus, ron weasley

Harry Potter and the Chamber of Secrets

Joanne K. Rowling
Audio CD
Erschienen bei Bloomsbury Publishing
ISBN 9780747586425
Genre: Fantasy

Rezension:

The second novel of the Harry Potter series, read by the incredibly talented Stephen Fry on 8 CDs plus 1 bonus CD, 9 hours and 40 minutes: Harry Potter meets the house elf Dobby: a charming and endearing creature and yet the elf is trying to prevent Harry from returning to Hogwarts School Of Witchcraft And Wizardry. But Harry has helpful and resourceful friends and so a new school year begins for him with a narcissistic new Defence Against the Dark Arts teacher and a dark and very dangerous secret of Hogwarts that will put the lives of students in danger…
Though this second Harry Potter novel did not appeal to me as much as the others, I still love it very much! To begin with, is a story full of fun – the reader learns how to de-gnome a garden, what you should not do with a flying car, what to expect at a death day party etc. etc. Furthermore, it contains a gripping adventure with a touch of horror and last but not least it forms an important part of the story of Harry Potter as a whole.
The adventurous storyline is indeed quite suspenseful and we learn some spellbinding details about the history of Hogwarts. However, even more compelling to me were the many different, quite amusing angles from which the themes fame and admiration were treated: Gilderoy Lockhart, the new Defence Against the Dark Arts teacher, renowned hero and author of several books, is so incredibly self-absorbed and, for this audio version, Stephen Fry with his wonderful talent lends such a befitting voice to this role that I could not stop laughing. Then there are Ron’s little sister Ginny who is full of shyness and bound to mishaps whenever she sees Harry whom she admires, Dobby who also admires Harry but brings him into a lot of trouble, and yet another fan of Harry: Colin Creevey who loves to follow him everywhere and take pictures of him which annoys Harry but Colin is such a nice guy that Harry does not know how to stop him until someone else stops him in the most brutal way…
The main theme of the story, however, is rather sinister and has also something to do with how a person is regarded in society: racism in the wizarding world, some dark wizards distinguishing between “pure-bloods”, “mudbloods” (insulting for muggle-born wizards) and “squibs” (wizard-born non-magical persons). Harry is disgusted but also worried as he discovers that he has a talent that is normally shared only by dark wizards and, after all, the sorting hat had originally wanted to put him into Slytherin where many dark wizards have come from... But at the end of the book, Dumbledore will teach him an important lesson which is for me one of the jewels of wisdom making this book series so precious to me.
A real treat is the bonus CD with the conversation between J. K. Rowling and Stephen Fry, with Rowling telling among other things that she puts a little bit of herself in most of the characters. A fantastic audio edition!

  (0)
Tags: racism, rassismus   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Quidditch Through the Ages

Kennilworthy Whisp

Erschienen bei Demco Media, 01.02.2002
ISBN 0606221417
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

beasts, contemporary fantasy, english literature, fabelwesen, fantasy, fremdsprache: englisch, harry potte, harry potter, hogwarts, lexikon, magic, newt scamander, sachbuch, zauberei

Fantastic Beasts and Where to Find Them

Joanne K. Rowling
Flexibler Einband: 42 Seiten
Erschienen bei Scholastic, 01.03.2001
ISBN 0439295017
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: harry potter   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

abenteuer, film, klassiker, reisen, verlag albatros, weltreise, wette

In 80 Tagen um die Welt

Jules Verne , Sabine Hübner
Fester Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Albatros Verlag
ISBN 9783491961708
Genre: Klassiker

Rezension:

Bei Jules Vernes muss ich immer zweimal auf das Jahr der Erstveröffentlichung blicken, um es zu glauben, so frisch und nur wenige Jahrzehnte von der Jetzt-Zeit entfernt erscheinen mir seine Romane und Protagonisten. So wirkt auch diese 1873 zum ersten Mal erschienene Erzählung von Phileas Fogg, der aufgrund einer Wette mit seinem Diener Passepartout in 80 Tagen um die Welt reist, so lebendig und wenig angestaubt, dass ich gleich (wieder einmal) in ihr versunken bin, obwohl sie gleichzeitig auch über einen altmodisch-britischen Charme verfügt und natürlich standen Fogg für seine Reise damals noch keine modernen Verkehrsmittel zur Verfügung ...

Während Fogg ganz als der kühle, unnahbare britische Gentleman dargestellt wird, über dessen Gedanken und Gefühle sich der Erzähler selbst nicht im Klaren zu sein scheint, kann Passepartout, trotz seiner leicht karikaturesken Darstellung, dem Leser als sympathische Identifikationsfigur dienen. Denn er trägt sein Herz auf der Zunge und wird auf der Reise nicht für einige Probleme sorgen, sondern auch Anstand und Mut beweisen.
Aufgrund der Wette haben Fogg und Passepartout leider natürlich nur wenig Zeit, sich die Städte und Länder, durch die sie reisen, anzusehen, dennoch erfährt der Leser nebenbei auch einiges über die Kulturen, mit denen sie in Berührung kommen - und das eine oder andere unverhoffte Abenteuer wartet auch auf sie ...
Was ich immer gut und nützlich finde: Im hinteren Teil befindet sich eine Karte mit der geplanten Reiseroute – von London nach Suez, von Suez per Dampfschiff nach Bombay, von Bombay per Bahn (unter anderem, aber ich will nicht zu viel verraten) nach Kalkutta, von Kalkutta per Dampfschiff nach Hongkong, von Hongkong per Dampfschiff nach Yokohama, von Yokohama per Dampfschiff nach San Francisco, von San Francisco per Bahn nach New York und schließlich von New York per Schiff und Bahn nach London. Dicht auf den Fersen von Fogg: Kriminalinspektor Fix, denn Phileas Fogg wird verdächtigt, in London einen Diebstahl begangen zu haben …
Illustriert wird diese Ausgabe mit Bildern von Alphonse de Neuville und Léon Benett, die anscheinend aus der Zeit der Erstveröffentlichung stammen, für meinen Geschmack leider meist zu dunkel sind und etwas steif wirken, aber dennoch gute Begleiter für die Geschichte sind. Seltsam irreführend ist hingegen das Cover, denn eine Fahrt im Heißluftballon zählt nicht zu den Abenteuern dieser Weltreise ...
Ein Buch, das ich immer wieder gerne lese!

  (0)
Tags: reisen, weltreise, wette   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(46)

96 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

"musik":w=6,"russland":w=4,"stalin":w=4,"komponist":w=4,"diktatur":w=2,"schostakowitsch":w=2,"angst":w=1,"gewalt":w=1,"terror":w=1,"unterdrückung":w=1,"kommunismus":w=1,"shakespeare":w=1,"sowjetunion":w=1,"sozialismus":w=1,"stalinismus":w=1

Der Lärm der Zeit

Julian Barnes , Gertraude Krueger
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048889
Genre: Romane

Rezension:

Julian Barnes erzählt in diesem Roman vom Leben des sowjetischen Komponisten Schostakowitsch im kommunistischen Regime. In einer Gesellschaft, in der es ratsamer erscheint, möglichst unauffällig zu bleiben, haben erfolgreiche Künstler im Rampenlicht es natürlich besonders schwer – und so fühlt Schostakowitsch mehr als einmal das Auge der Macht auf sich ruhen, muss sogar ein Telefongespräch mit Stalin höchstpersönlich bewältigen, wohl wissend, wie gestört und gefährlich dieser ist … Gerade das Beliebige der subjektiven Interpretation künstlerischer Werke kann zur Gefahr werden, da kann ein Komponist noch so überzeugt sein, ein patriotisches Werk geschaffen zu haben - wenn Stalin es anders sieht, gerät nicht nur die berufliche Karriere des Betroffenen in Gefahr ... Und tatsächlich zeigt sich Stalin bei einer Aufführung eines Werks von Schostakowitsch nicht gerade begeistert. Sofort stürzen Kritiker, auch diejenigen, die ihn zuvor gelobt haben, über das Musikgenie her – das Wort Volksverräter fällt und Schostakowitsch beginnt, um sein Leben zu fürchten …
Julian Barnes' Roman über den begabten Komponisten vermittelt sehr eindringlich das Gefühl, das Menschen haben müssen, wenn sie in einer repressiven Gesellschaft leben, in der sie über jeden kleinen Schritt, jedes kleine Wort, jede kleine Note nachdenken müssen und doch bei allem guten Willen Gefahr laufen, wegen kleiner Fehler oder einfach nur eines mangelnden Verständnisses ihrer Beobachter und Richter, eingesperrt zu werden oder gar ihr Leben zu verlieren. Ganz zu schweigen von der Angst um die Menschen, die man liebt und die man durch eine beabsichtigte oder unabsichtliche Heldentat, einen kleinen ehrlichen, ohne Nachdenken ausgesprochenen Satz, ebenfalls in große Gefahr bringen kann. Eine nervliche Belastung, die ich mir gar nicht vorstellen möchte ... 

Die Erzählung wirkt sehr authentisch und natürlich kommt gerade deshalb die Frage auf: Was ist Wahrheit, was ist Dichtung? Der Autor gibt in einem Nachwort Hinweise auf seine Quellen, deutet aber auch daraufhin, wie schwierig es ist, verlässliche Quellen zum Leben unter einem solchen Regime der Unterdrückung zu finden. Dies wird auch schon im Roman deutlich, immer wieder muss Schostakowitsch Reden vorlesen und Artikel veröffentlichen, die er nicht geschrieben hat und die er auch nie freiwillig geschrieben hätte ... Andererseits konnte so Julian Barnes verstärkt sein schriftstellerisches Talent zeigen und (nein, keine alternativen Fakten, sondern:) eine tiefere Wahrheit herausarbeiten.
Ein lesenswerter Roman mit vielen bemerkenswerten Stellen, die mein Notizbuch für Zitate bereichert haben, beispielsweise: "Es gehört zu den vielen Enttäuschungen des Lebens, dass es nie ein Roman war, ob von Maupassant oder sonst jemandem. Höchstens vielleicht eine kurze Satire von Gogol." (S. 55)

  (0)
Tags: kommunismus, musik, unterdrückung   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

"iran":w=7,"österreich":w=3,"jugend":w=2,"islam":w=2,"graphic novel":w=2,"liebe":w=1,"krieg":w=1,"comic":w=1,"erste liebe":w=1,"wien":w=1,"erwachsenwerden":w=1,"identität":w=1,"revolution":w=1,"erfahrung":w=1,"exil":w=1

Persepolis - Jugendjahre

Marjane Satrapi
Flexibler Einband: 191 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, C, 01.03.2006
ISBN 9783800051922
Genre: Comics

Rezension:

Nach dem brillanten ersten Band ihrer Comic-Autobiographie über ihre Kindheit im Iran geht es im Band "Jugendjahre" spannend weiter: Im Alter von nur vierzehn Jahren fliegt Marjane allein nach Österreich, wo sie von nun an leben soll. Ihre Eltern hoffen, sie so vor Krieg und Unterdrückung beschützen zu können. Doch das Einleben fällt ihr nicht leicht und die Freundin ihrer Mutter, bei der sie leben sollte, steckt sie in eine von Nonnen geführte Pension ...

In diesem Band zeigt Marjane sich als typischer Teenager, voreingenommen und aufsässig, in einer alles andere als typischen Situation für eine Vierzehnjährige: ganz allein meilenweit von zuhause entfernt und plötzlich als "die Iranerin" auf ihre Nationalität reduziert und mit Vorurteilen konfrontiert. So sympathisch wie im ersten Band fand ich sie nicht - dafür neigte sie etwas zu sehr dazu, die Menschen in ihrer Umgebung vorschnell zu verurteilen. Besonders unverständlich fand ich, wie sie sich zusammen mit ihrer Mutter über das Aussehen ihrer späteren Vermieterin Doktor Heller lustig machte. 
Allerdings lässt gerade diese ehrliche Darstellung diese Autobiographie sehr authentisch wirken. Und vielleicht lässt sich das gemeinsame Lachen über Frau Doktor Heller auch durch Satrapis spätere Erkenntnis "Man kann sich nur solange selbst bemitleiden, wie die eigenen Probleme noch erträglich sind ... ist diese Grenze einmal überschritten, ist Lachen die einzige Möglichkeit, das Unerträgliche erträglich zu machen." (S. 116) erklären, denn Marjane geht es in Österreich nicht immer gut. Sie leidet an Einsamkeit, findet ihren Weg nicht und hat deshalb ein schlechtes Gewissen, weil sie an ihre Familie denkt, die nicht diese Chance der Freiheit hat ...
Absolut bewundernswert finde ich immer wieder den Mut, zu dem sie in der Lage ist, und dies nicht nur in der Fremde, sondern selbst während eines späteren Aufenthalts im Iran, wo ein solcher Mut gefährlich ist ...
Wie der erste Band verfügt auch dieser über eine enorme Sogwirkung und man kann ihn kaum aus der Hand legen - eine spannende Erzählung über das Erwachsenwerden und die Suche nach dem richtigen Weg in einer ungewöhnlichen Situation.

  (0)
Tags: auswandern, erste liebe, erwachsenwerden, iran, migration   (5)
 
143 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks

Mit der Verwendung von LovelyBooks erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir und unsere Partner Cookies zu Zwecken wie der Personalisierung von Inhalten und für Werbung einsetzen.