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557 Bibliotheken, 10 Leser, 3 Gruppen, 87 Rezensionen

geister, london, lockwood, jonathan stroud, geisterjäger

Lockwood & Co. - Der Wispernde Schädel

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbj, 27.10.2014
ISBN 9783570157107
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nachdem mir der erste Teil der Reihe um Lockwood und sein Team aus Geisterjägern schon so gut gefallen hat habe ich mich voller Vorfreude auf den zweiten Teil gestürzt. Der Titel klang wieder sehr vielversprechend und es gefiel mir, wie er sich mit dem Rest der Geschichte verwoben hat.

Anfangs fand ich die Geschichte zwar noch nicht so gruselig wie den ersten Teil, das machte sie aber trotzdem nicht weniger spannend! Und spätestens als der berüchtigte whispernde Schädel aus dem ersten Teil näher auf den Plan tritt, hatte es sich mit dem bis dahin noch leichten Grusel auch erledigt, denn dank Lucys besonderer Gabe ist sie in der Lage mit ihm zu kommunizieren. Doch schnell stellt sich heraus, dass es vielleicht nicht die klügste Idee ist, ihm zu vertrauen.

Lockwood und sein Team haben es diesmal wieder mit besonders gefährlichen Geistern zu tun und müssen sich nebenbei auch noch mit den konkurrierenden Geisterjägern herumschlagen. Die Story rast von einem spannenden Ereignis zum nächsten und wirft ein Rätsel nach dem anderen auf. Nicht zuletzt erfahren wir in diesem Teil auch mehr über Lockwoods Vergangenheit und entdecken ein mysteriöses verschlossenes Zimmer...

In dieser tollen Fortsetzung arbeiten Lockwood, Lucy und George wieder Hand in Hand an der Lösung eines spannenden Falls im von Geistern befallenen London. Für neue Leser oder als Erinnerungsstütze zum ersten Teil werden sie nochmal kurz vorgestellt und man findet sich wieder leicht zurecht. Es hat mir so viel Spaß gemacht die drei zu begleiten, dass ich es kaum abwarten kann, den dritten und vierten Teil zu lesen, die zum Glück schon erschienen sind. Die drei sind mir mittlerweile richtig ans Herz gewachsen, was sicherlich auch an Jonathan Strouds tollem Schreibstil liegt, der Spannung, Humor und Gruselfaktor miteinander vereint. Das macht das Buch auch zu einem großen Spaß für die schon etwas älteren Leser ;)


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Tags: geister, grusel, jonathan stroud, jugendbuch, lockwood   (5)
 

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201 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

glühbirne, erfinder, stromkrieg, edison, thomas edison

Die letzten Tage der Nacht

Graham Moore , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783847906247
Genre: Historische Romane

Rezension:

Was zählt zu den größten Erfindungen des 19. Jahrhunderts? Die Glühbirne! Und wer hat sie eigentlich erfunden? Edison? Westinghouse? Wer war der erste? Mit dieser Frage beschäftigt sich „Die letzten Tage der Nacht“. Dabei begegnen einem große Namen: Thomas Edison und Nikola Tesla sind nur zwei von ihnen.

Der junge Anwalt Paul Cravath vertritt Westinghouse in diesem Patentstreit gegen Thomas Edison und ist für diese Aufgabe im Grunde noch viel zu unerfahren und naiv, verfügt aber über den nötigen Ehrgeiz. Er gerät schnell zwischen die Fronten und mitten in Intrigen und Lügen. Am Ende geht er als ein anderer aus diesem Rechtsstreit hervor.

Nikola Tesla wird als ein schrulliger Eigenbrötler dargestellt und die Sängerin Agnes Huntington sorgt für die nötige Prise Romantik und bringt ihr eigenes Geheimnis mit. Alles in allem haben mir alle Charaktere sehr gut gefallen und wirkten sehr authentisch auf mich.

Ich konnte mit diesem technischen Thema bisher so gar nichts anfangen und bin auch nicht sehr an Physik interessiert und trotzdem hatte ich viel Spaß beim Lesen der Geschichte. Der Schreibstil ist sehr flüssig und machte die hin und wieder vorkommenden technischen Erklärungen selbst für einen Laien wie mich verständlich. Nett fand ich auch, dass die Kapitel nicht zu lang sind und jedes von einem zum Thema passenden Zitat eingeleitet wird.

Das Buch ist eine tolle Kombination aus historischen Fakten und Fiktion, die so spannend verpackt wurden, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte und sehr viel Spaß beim Lesen hatte.



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368 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

buchhandlung, bücher, google, rätsel, bibliothek

Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra

Robin Sloan , Ruth Keen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.09.2015
ISBN 9783453418455
Genre: Romane

Rezension:

Den Kern der Geschichte macht die urige alte Buchhandlung von Mr. Penumbra aus, bei der man sich fragt, wie sie sich noch halten kann, insbesondere, da sie laut dem Erzähler fast hauptsächlich aus den „Ladenhütern“ besteht und rund um die Uhr geöffnet hat. Die einzigen Kunden scheinen schrullige Gestalten zu sein, die hin und wieder in die Buchhandlung stürmen und nach einem ganz bestimmten Titel fragen, um diesen dann auch nur auszuleihen. Es dauert nicht lange, bis das alles dem Erzähler, Clay Jannon, seltsam vorkommt und so macht er sich mit zwei Freunden daran das Geheimnis zu lüften.


Eine davon arbeitet bei Google und es wird bei dem Versuch der Lösung auf die Spur zu kommen so viel Bezug zu Google genommen, dass es mir teilweise schon wie eine Werbemaßnahme vorkam. Dabei soll es wohl lediglich symbolisieren wie das alte Rätsel mit Hilfe neuester Technik zu entschlüsseln versucht wird.
Die Charaktere sind allesamt zwar recht flach und nicht sehr ausgearbeitet, aber das empfand ich beim Lesen nicht als Nachteil, weil es für die Geschichte nicht so eine große Rolle spielt.


Die Geschichte um das Geheimnis der kleinen Buchhandlung hat mich wirklich in ihren Bann gezogen und ich hatte im Vorfeld überhaupt keine Idee, was es damit auf sich haben könnte. Die Idee ist richtig toll und durch die Rätsel spannend umgesetzt. Als ich nur noch wenige Seiten vor mir hatte war die Lösung für mich immer noch nicht in Sicht. Daher hatte ich mir auch von dem Ende etwas mehr versprochen und war ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht... Bis auf diesen kleinen Abzug hat mir dieses Buch über die Liebe zu alten Büchern und ein uraltes Rätsel aber viel Lesefreude bereitet.



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Tags: buc, bücher, buchhandlung, buchliebe, geheimnis, mysterie, rätsel   (7)
 

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japan, liebe, lebenslüge, paris, geschichte in der geschichte

Der Schneekimono

Mark Henshaw , Ursula Gräfe
Fester Einband: 381 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.10.2016
ISBN 9783458176824
Genre: Romane

Rezension:

Die Geschichte startet mit Kommissar Jovert. Er ist ein ernster und zurückgezogener Mann, der offensichtlich ein paar Geheimnisse zu haben scheint. Er meidet Orte, die bestimmte Erinnerungen in ihm wach rufen. Er achtet sehr auf die Menschen in seiner Umgebung, wie sie aussehen, wie sie sich verhalten... Manchmal wecken sie auch Erinnerungen in ihm. Er hatte einmal einen Sohn und eine Frau. Eines Tages erhält er Post von einer jungen Frau, die behauptet seine Tochter zu sein. Irgendwann entwickelt sich Omura zum eigentlichen Protagonisten des Buches, denn er steht plötzlich vor Joverts Tür und erzählt ihm eine lange, traurige Geschichte über seinen Freund Katsuo. Dieser ist ein Genie, dessen Talent verdorben und von Neid durchtrieben ist. Er wirkt ruhelos und missgönnt anderen ihren Erfolg. Früh wird klar, dass es mit ihm noch ein böses Ende nehmen muss.

„Es gibt Ereignisse im Leben eines Menschen, nach denen er nie mehr derselbe ist. Er mag direkt oder indirekt betroffen sein, vielleicht ist es auch nur etwas, das jemand zu ihm sagt. Doch was es auch sei, danach gibt es kein Zurück mehr. Und unweigerlich geschieht es plötzlich und ohne Vorwarnung.“
Seite 13

Mir hat das japanische Setting der Geschichte Omuras sehr gut gefallen. Und die Worte des Autors Mark Henshaw haben zum einen sehr schön die Kultur und Denkweise der Japaner widergespiegelt und zum anderen eine melancholische Stimmung heraufbeschworen, die gut zu den menschlichen Abgründen, bedrückenden Erinnerungen und Ver(w)irrungen dieser Geschichte passt.
Das Fehlen der Markierungen für wörtliche Rede machte es mir anfangs etwas schwer zu folgen und hin und wieder verlor ich den Überblick darüber, wer gerade sprach. Das und die zeitlichen Sprünge machen das Buch sicherlich zu keiner leichten Lektüre für zwischendurch. Das Dranbleiben hat sich für mich aber gelohnt und ich wurde mit einer außergewöhnlichen Geschichte und einem wirklich überraschenden Ende, mit dem ich absolut nicht gerechnet hatte und über das ich erst einmal nachdenken musste, belohnt.


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1.302 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 224 Rezensionen

liebe, colleen hoover, love and confess, kunst, tod

Love and Confess

Colleen Hoover ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.11.2015
ISBN 9783423740128
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Am Anfang fand ich die Geschichte noch etwas unspektakulär und ich habe mich gefragt, ob es zu unrecht so gehyped wurde aber das hat sich schnell geändert, denn dann hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen.

Ich habe die ganze Zeit so mit Auburn mitgefiebert und mich ständig gefragt, wie sich alles für sie nur wieder zum Guten wenden könnte, da es einfach so ausweglos schien. Ihre Geschichte hat mich so gefesselt und bewegt, dass es mich zum Weinen gebracht hat. Sie hat für ihr Alter so viel Stärke bewiesen, einfach bewundernswert. Und auch für Owen konnte ich mich total begeistern. Die Idee mit den Geständnissen, die er als Inspiration für seine Bilder nutzt, hat mir besonders gut gefallen und jedes einzelne hat mich sehr berührt. Owens Bilder sind ebenfalls unglaublich ausdrucksstark und eine tolle und sehr schöne Ergänzung.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Auburns und Owens Sicht erzählt, was dem ganzen für mich eine nette Abwechslung und spannende Perspektivenwechsel einbrachte. Der Schreibstil ist zwar einfach gehalten aber trotzdem wurde mir nie langweilig.
Und obwohl es natürlich um große Gefühle, Schmerz und Verluste geht empfand ich es niemals als kitschig oder abgehoben. Es hat unheimlich Spaß gemacht Owen und Auburn zu begleiten und das Ende war einfach nur der Hammer, sehr berührend und romantisch.

Abschließend würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Auch wenn es wohl nicht an ihre anderen Werke heranreichen soll hat es mir sehr gut gefallen und wird sicher nicht das letzte Buch von Frau Hoover für mich sein.


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mondprinzessin, mond, liebe, ava reed, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich bin total begeistert von dem Cover, die Farben sind total schön und auch das ganze restliche Buch ist durchzogen von Illustrationen, die die Geschichte gut ergänzen. Die Zitate an den Kapitelanfängen gefallen mir auch sehr und ich finde es ganz angenehm, dass die einzelnen Kapitel nicht so lang sind. Das Buch liest sich dadurch auch sehr flüssig.

Die Idee des Buches finde ich sehr interessant und die Charaktere gefallen mir auch, besonders Lynns Schutzgeist Tia hat es mir angetan und auch der Pferdeschutzgeist hat mich zum Lachen bringen können. Bei Lynn selbst hatte ich den Eindruck, dass sie vielleicht noch etwas zu gut mit der ganzen Sache zurecht kommt aber ich fand es toll, wie sie versucht hat, sich einzuleben und ich konnte gut mit ihr mitfiebern. Allerdings kam mir ihr Verhalten auch manchmal zu klischeehaft und vorhersehbar vor, z. B. wenn es um ihre Abneigung zu Kleidern ging.

Zwischendurch war ich wirklich skeptisch, ob die Geschichte mich aufgrund der doch wenigen Seiten überzeugen könnte und das hat sie definitiv, trotzdem hätte einiges aber detaillierter und ausgereifter sein können. So blieben bei mir doch einige Fragen offen und auch wenn ich finde, dass nicht immer alle Fragen beantwortet werden müssen, so hätte es die Geschichte doch runder gemacht. Die verschiedenen Eigenschaften der jeweiligen Planetenbewohner waren zum Beispiel sehr interessant aber Faras kam andererseits kaum vor und hatte im Grunde gar keine Bedeutung für den Lauf der Geschichte sondern war für mich eher irreführend. Auch die Hochzeit kam sehr plötzlich, nachdem Lynn doch gerade erst wiedergefunden wurde.

Das Ende hat mir allerdings wieder richtig gut gefallen, auch wenn es unfassbar traurig war und mir das ein oder andere Tränchen entlockt hat. Ich finde gerade dadurch, dass es kein Happy End ist, wirkt es viel glaubwürdiger und ich habe da so gar nicht mit gerechnet. Allerdings hätte ich mir wirklich mehr Hintergrundinformationen und mehr Drumherum gewünscht, damit nicht alles so kurz abgearbeitet gewesen wäre.


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dystopie, alexandra bracken, die überlebenden, flucht, lager

Die Überlebenden

Alexandra Bracken , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 550 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.08.2014
ISBN 9783442479085
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Während eine unbekannte Krankheit einen Großteil der Kinder und Jugendlichen dahin gerafft hat, verfügen die Überlebenden über besondere Fähigkeiten, durch die sich die Erwachsenen bedroht fühlen. Sie bringen alle übrigen Kinder ab einem bestimmten Alter in Rehabilitationslager, um sie dort kontrollieren zu können. Ruby gelingt die Flucht und sie schafft es, sich anderen Überlebenden anzuschließen. Sie machen sich gemeinsam auf den Weg zu einem geheimen Ort, an dem andere Überlebende in Sicherheit leben sollen...

Mir gefiel an diesem Buch wirklich sehr gut, dass man direkt ab der ersten Seite so richtig im Geschehen ist. Es gibt kein langes, langweiliges Vorgeplänkel sondern geht sofort los. Es wird auch zunächst gar nicht viel darüber erklärt, wie es zu dieser Lage kam oder was es damit auf sich hat. Erst zum Ende hin werden ein paar Dinge aufgeklärt. Das machte es für mich die ganze Zeit durchweg sehr spannend. Außerdem habe ich den Schreibstil als sehr angenehm empfunden. Alexandra Bracken hat es geschafft die Geschichte sowohl sehr rasant und düster als auch zwischendurch mit einer Prise Humor zu gestalten.

„Soweit ich wusste, war man fein raus, wenn man älter als dreizehn gewesen war, als sie angefangen hatten, die Kids zusammenzutreiben – man durfte auf dem Brettspiel des Lebens Freakland links liegen lassen und geradewegs nach Normalistan reisen.“

Seite 52

Die vielschichtigen Charaktere konnten mich durch ihre Authentizität alle überzeugen und für sich begeistern. Sie sind sehr liebevoll und durchdacht gestaltet. Einer meiner Lieblingscharaktere ist sicherlich die kleine Suzume, die zwar nicht mehr spricht aber trotzdem so quirlig und einnehmend ist, dass man sie einfach mögen muss.

Es gibt mittlerweile so viele Dystopien und trotzdem sticht diese für mich positiv heraus. Die Geschichte gewinnt von Anfang an sehr an Fahrt und ist unglaublich actiongeladen. Immer, wenn man gerade etwas zur Ruhe kommt, geschieht etwas neues.
Aber das Buch war für mich auch sehr emotional. Ich finde die Vorstellung, was Erwachsene selbst Kindern aus Angst antun würden, einfach schrecklich und die Umsetzung in diesem Buch sehr authentisch.

Ich denke, wenn man gerne Dystopien liest, kommt man an dieser nicht vorbei und ich bin gespannt auf die Fortsetzungen.

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iran, couchsurfing, reisen, reisebericht, reise

Couchsurfing im Iran

Stephan Orth
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei MALIK, 09.03.2015
ISBN 9783890294544
Genre: Biografien

Rezension:

Stephan Orth hat eine verbotene Art des Reisens, nämlich das Couchsurfen, in einem Land genutzt, dass für uns mit vielen Vorurteilen behaftet ist – dem Iran. Dabei hat er die unterschiedlichsten Menschen kennengelernt, die aber alle ihre Herzlichkeit und westliche Zugewandtheit gemeinsam haben. Er beschreibt seine Erlebnisse sehr humorvoll und erlebt so manche Überraschung. Dabei gewinnt er ein völlig neues Bild, denn alle Menschen, die ihm begegnen sind westlich sehr zugewandte junge Iraner, die keine andere Wahl haben, als hinter verschlossenen Türen zu „rebellieren“. Sie haben Angst für uns ganz normale und selbstverständliche Dinge auf offener Straße zu tun, weil sie im Iran verboten sind. Sie sehnen sich nach Freiheit und viele träumen davon nach Europa auszuwandern. Daher mangelte es Stephan Orth auch nie an einem Schlafplatz.

Ich fand es jedes Mal wieder lustig mit welch trockenem Humor er alles beschreibt. Trotzdem schaffte er es mich auch jedes Mal mitfiebern zu lassen, wenn er in eine brenzlige Situation geriet oder es um eine Visumsverlängerung ging.

„Der Mann, der aussteigt, sieht aus wie die afghanische Version von Johnny Depp […]. Beim Casting für einen al-Qaida-Kinofilm würde man ihn vor allen anderen Kandidaten reinlassen, schon aus Angst, dass er sonst wütend werden könnte. Es rumpelt ein bisschen im hinteren Bereich des Busses, es riecht nach Benzin, ein Tankstopp also.“

Seite 76

Obwohl der Schreibstil eher einfach und ehrlich ist, konnte mich der Reisebericht sehr gut unterhalten und war ein kurzweiliger Ausflug in ein fremdes Land. Die sehr eindrücklichen und schönen Fotos haben die Erlebnisse wunderbar untermalt und es gefiel mir, die Menschen aus den Erzählungen dort wiederzufinden.

Ich konnte viele interessante Einblicke in dieses Land, dass uns in vieler Hinsicht so fremd ist, gewinnen. Es steckt viel mehr dahinter, als man durch die Nachrichten erfährt. Der Iran ist ein spannendes und vielschichtiges Land und Stephan Orths Geschichte hat mir dieses viel näher gebracht und gleichzeitig auch meine Neugierde auf das Couchsurfing geweckt.

Für all die, die gerne ihren Horizont erweitern möchte, für die, die sich selber auf die Reise begeben wollen und auch für die, die lieber vom heimischen Sofa in die Welt hinaus ziehen.


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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

jonathan stroud, lockwood, trauer, die spur ins schattenland, spiegel bestsellerauto

Die Spur ins Schattenland

Jonathan Stroud , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 11.07.2016
ISBN 9783570225974
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Als Charlie mit ihrem besten Freund Max am See spielt fällt er plötzlich ins Wasser und taucht nicht mehr auf. Sie springt hinterher und versucht ihm zu helfen aber nymphenartige Wesen ziehen ihn mit in die Tiefe, fast hätten sie auch sie erwischt. Charlie ist sich sicher, dass ihr Freund noch lebt und in einer anderen Welt gefangen ist. Natürlich glaubt ihr niemand und sie versucht, auf sich allein gestellt, einen Weg zu finden ihm zu helfen.

Ich habe sehr lange darüber nachgedacht, wie meine Meinung zu diesem Buch ist, denn ich hatte etwas anderes erwartet. Zum einen, weil ich Strouds andere Bücher gelesen habe, zum anderen, weil ich beim Lesen des Klappentextes auch eher eine Fantasy-Geschichte erwartete.


Es ist ganz klar ein besonderes Buch, das sich mit einem schwierigen Thema befasst. Charlies Verzweiflung und Hilflosigkeit begleitete mich das ganze Buch hindurch und hat mich selber auch oft sehr traurig gemacht, weswegen ich es nicht in eins durchlesen konnte. Sie und Max verbindet eine so tiefe Freundschaft, dass sie ihn einfach nicht im Stich lassen kann. Niemand scheint sie zu verstehen und sie ist mit ihren Gefühlen völlig allein gelassen. Die Flucht in die andere Welt, von der sie sicher ist, dass sie Max dort noch retten kann, ist ihre Art mit dem traumatischen Erlebnis umzugehen.

Mir hat die düstere, bedrückende Art, wie das Schattenland beschrieben wurde sehr gut gefallen. Ich konnte auch gut Charlies Gefühlslage nachempfinden. Mit ihr selber als Charakter wurde ich allerdings aus irgendeinem Grund nicht richtig warm.

Ich habe mir sehr viel vom Ende versprochen, leider blieben viele Fragen für mich offen und es ließ mich unbefriedigt und aufgewühlt zurück.

Das Buch ist groß, keine Frage, aber wer einen typischen Stroud erwartet wird vielleicht enttäuscht werden.


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99 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fantasy, science fiction, george r. r. martin, fantastik, das lied von eis und feuer

Traumlieder 1

George R. R. Martin
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.10.2014
ISBN 9783453316119
Genre: Fantasy

Rezension:

„Traumlieder 1“ ist eine Sammlung von diversen früheren Werken eines meiner Lieblingsautoren, George R. R. Martin. Sie sind so vielseitig zusammengestellt, dass wirklich für jeden Sci-Fi- und Fantasy-Fan etwas dabei sein sollte. Doch wer etwas wie „Das Lied von Eis und Feuer“ erwartet, sollte wirklich bedenken, dass es sich hierbei um Kurzgeschichten handelt, die Martin zum Teil in seinen Anfängen als Autor in den 70er- und 80er-Jahren geschrieben und teils in Zeitschriften veröffentlicht hat – und das merkt man auch.

Nicht jede strotzt vor Genialität, manche waren für mich lediglich durchschnittlich oder haben mich völlig kalt gelassen (wie z. B. „Die Festung“ oder „Ein Turm aus Asche“). Manche empfand ich als gruselig, düster und wirklich spannend, wie zum Beispiel „Die Ausfahrt nach San Breta“, in der ein Auto samt Familie dazu verdammt ist, denselben Unfall immer wieder zu durchleben.

Auch „Die zweite Stufe der Einsamkeit“ nahm mich sehr gefangen und ist für mich definitiv eine der besseren Geschichten der Sammlung. Man erlebt des Leben eines Astronauten auf einer Raumstation durch seine Tagebucheinträge mit. Es wird zwar nur wenig über ihn selbst und seine Mission bekannt, allerdings erlebt man sehr bedrückend seine Erfahrungen mit der Einsamkeit und sein endloses Warten auf seine Ablösung. Das Ende bleibt offen und lässt viel Raum für Spekulationen.

„Abschied für Lya“ hat mich ebenfalls total begeistert und fasziniert. Eine fremde Art, die auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, eine Verbindung mit einem Parasiten eingeht, der sie über Jahre hinweg langsam „auffrisst“ und zu guter Letzt „vereinigen“ sie sich völlig... Mit knapp 100 Seiten ist die Geschichte nicht nur die längste in diesem Band sondern auch eine, die mich traurig und ergriffen machte.

„Das bleiche Kind mit dem Schwert“ war dann wieder eine dieser Geschichten, in die ich gar nicht rein kam. Ich wurde einfach überhaupt nicht warm damit, weder mit der Story noch mit den Charakteren. Es packte mich gar nicht und meine Gedanken schweiften sogar immer wieder ab.

Die Sammlung enthält also eine gute Mischung aus sehr gutem bis durchschnittlichem Sci-Fi und Fantasy. Als Einstieg für einen Martin-Neuling würde ich es jedoch auf keinen Fall empfehlen, da es natürlich nicht an seine bekannteste Reihe heranreicht.

Trotz dieser gemischten Gefühle hatte ich als eingefleischter Fan viel Freude beim Lesen. Nicht zuletzt wegen den sehr interessanten eingestreuten biografischen Kapiteln, die noch mal einen ganz anderen Einblick gewähren.


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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

reisebericht, christopher many, reise, südamerika, kultur

Hinter dem Horizont links

Christopher Many
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 04.07.2011
ISBN 9783768833486
Genre: Sonstiges

Rezension:

Christopher Many hat sich ohne viel Überlegens einen alten Land Rover gekauft und ihn Matilda getauft. Nach ein paar Umbauarbeiten packte er seine sieben Sachen und machte sich, zuerst noch mit einem Freund und Matilda auf eigene Faust auf eine Reise um die Welt, von der er erst nach acht Jahren wiederkehrte, für diese Zeit wurde Matilda zu seinem Zuhause.

Dabei beschreibt er, wie er im Vorfeld bereits ankündigte, oftmals auf eine bissige und nicht immer politisch korrekte und sozialkritische Weise, seine Erlebnisse mit anderen Kulturen, Menschen und Traditionen. An der ein oder anderen Stelle mag es etwas zu viel des „Guten“ sein und damit mag sicher nicht jeder klar kommen, allerdings handelt es sich hierbei ja auch um seine persönliche Meinung und soll keine Pauschalisierung darstellen.
Aber gerade seine bissige, sarkastische Art hat seine Geschichte für mich so interessant gemacht. Er erzählt nicht nur von den problemlosen und bereichernden Vorkommnissen, es gibt keine Beschönigungen, sondern auch von so manchen Tief- und Rückschlägen und wie er damit umgegangen ist und das macht sein Buch für mich sehr authentisch und unterhaltsam. Ich finde es einfach faszinierend, wie er so lange mit einem alten Auto, das immer wieder den Geist aufgab und gleichzeitig sein Zuhause darstellte, um die Welt reiste.
Davon abgesehen gibt er aber auch immer wieder kluge Denkanstöße und regt dazu an unsere westlichen Ansichten zu hinterfragen. Denn bekommen wir in den Medien nicht immer nur das aufgetischt, was wir sehen sollen?

„Letztendlich ist nur der unterdrückt, der sich unterdrückt fühlt.“ Seite 240

Ich hätte mich über noch mehr Alltagsinfos/ -probleme und genauere Umbaudaten von Matilda gefreut aber das liegt eher an meinem persönlichen Interesse an so einer Weltreise und hätte das ganze vielleicht zu theoretisch gemacht. Das Buch ist gut so wie es ist!

Für mich zählt Manys Reise mit Matilda definitiv zu den besten und spannendsten Reiseberichten und ich kann es nur jedem empfehlen, erst recht, wen das Fernweh plagt.

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1.580 Bibliotheken, 32 Leser, 1 Gruppe, 289 Rezensionen

erotik, liebe, geneva lee, royal, sex

Royal Passion

Geneva Lee , Andrea Brandl
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.01.2016
ISBN 9783734102837
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich dem ganzen Erotik-Genre noch eine Chance geben wollte und es so gehyped wurde. Allerdings scheinen wir einfach nicht miteinander warm zu werden.
„Royal Passion“ ist zwar nicht ganz so platt geschrieben wie viele andere Bücher dieses Genres und der Schreibstil ist flüssig, trotzdem strotzt die ganze Geschichte natürlich vor abgedroschenen Klischees und Vorhersehbarkeiten. Sie ist die bodenständige, wohl erzogene junge Frau, die sich nichts aus Klatsch und Tratsch macht und die zufällig auf einer Party mit dem begehrtesten Junggesellen des Landes, dem Prinzen, knutscht – ohne natürlich zu wissen, mit wem sie es zu tun hat. Er ist der klassische Bad Boy, unfassbar von sich überzeugt und sich seiner Wirkung mehr als bewusst, umgeben von einem dunklen Geheimnis.
Zwischen den beiden scheint es nur die körperliche Anziehung zu geben. Es geht einfach immer nur um Sex und das auch ziemlich ausführlich und ordinär. Trotzdem ist sie ihm scheinbar aus irgendeinem Grund völlig ergeben und vergisst sich selbst dabei.
Leider bleiben die Charaktere sehr oberflächlich und durchschaubar und ich konnte absolut keine Sympathie für sie entwickeln.

Meiner Meinung nach gibt das Buch einige gute spannende Ansätze vor (z. B. Alexanders Schuldgefühle), die leider, zumindest im ersten Teil, nicht weiter behandelt werden sondern regelmäßig von einer weiteren abgedroschenen Sex-Szene abgelöst werden. Somit bleiben leider auch nicht mehr viel Inhalt und Handlung übrig und es wurden keinerlei Emotionen in mir geweckt... An diesem Buch ist absolut nichts märchenhaftes zu finden. Für mich ist es ein schlechter Abklatsch vieler anderer Vorgänger („Shades of grey“ etc.).

Da mich „Royal Passion“ auf ganzer Linie enttäuscht hat, werde ich wohl auch nie erfahren, ob die Fortsetzungen den Spannungsbogen etwas anheben konnten.


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816 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

harry potter, hogwarts, magie, theaterstück, fantasy

Harry Potter and the Cursed Child

Joanne K. Rowling , Jack Thorne , John Tiffany
Fester Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Little, Brown, 31.07.2016
ISBN 9780751565355
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich habe natürlich, ebenso wie alle anderen Kinder der Harry Potter-Ära, sehnsüchtigst auf die Fortsetzung gewartet. Dabei war es mir egal, dass es sich um ein Theaterstück handelt, Hauptsache zurück nach Hogwarts.
Es gab ja im Vorfeld schon immens viele Gerüchte und Spekulationen und ich war auch kurzzeitig hin und hergerissen, ob ich nicht doch bis zum Erscheinen der deutschen Ausgabe warten oder es überhaupt lesen sollte, da ich Angst hatte, dass es meine Erwartungen nicht erfüllen könnte. Aber dann rückte der Termin immer näher und ich platzte förmlich vor Neugierde.

Anfangs fiel es mir aufgrund der Schreibweise ziemlich schwer mich in die Geschichte hinein zu finden aber das gab sich zum Glück schon nach ein paar Seiten. Dann war ich wieder voll und ganz dabei und es störte mich nicht weiter im Lesefluss.
Es war auch ein wenig gewöhnungsbedürftig, dass Harry, Ron und Hermine nun erwachsen sind und ihre eigenen Kinder zum Hogwarts Express begleiten. Sie hatten sich verändert, waren eben erwachsen geworden. Allerdings war es toll, die erste Fahrt zur Schule nochmal mit ihren Kindern mitzuerleben.

Die Darstellung von Ron, Hermine und Harry hat mir allerdings nicht so gut gefallen. Ron wird tatsächlich etwas ins Lächerliche gezogen, dem Genie Hermine unterlaufen schwerwiegende, „schlampige“ Fehler und Harry wird zu einem fürchterlichen Vater...
Es gibt sicherlich bessere und auch schlechtere Abschnitte, die sich etwas ziehen oder auch mal ungereimt wirken, trotzdem fand ich es spannend, Harrys Sohn Albus und Dracos Sohn Scorpius auf ihrem gemeinsamen Weg zu begleiten. Ich hätte es am liebsten wieder so ausführlich wie in den „richtigen“ Harry Potter Bänden gehabt. Die einzelnen Szenen sind recht kurz und es gibt auch größere Zeitsprünge aber das ist eben für ein Theaterstück notwendig und ich bin wirklich gespannt auf die Umsetzung.

Ich denke, man darf „Harry Potter and the cursed child“ nicht mit den anderen Harry Potter Teilen vergleichen. Man sollte nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein für das Theater konzipiertes Stück handelt und eben so ist das Buch auch geschrieben. Und mit diesem Hintergrund hat es mir sehr gut gefallen und ich habe mich gefreut noch einmal in die Welt von Hogwarts eintauchen zu dürfen!


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369 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

zombies, gena showalter, fantasy, jugendbuch, liebe

Rückkehr ins Zombieland

Gena Showalter , Constanze Suhr
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.06.2014
ISBN 9783956490378
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Rückkehr ins Zombieland“ ist die Fortsetzung von „Alice im Zombieland“ und somit der zweite Teil von Gena Showalters Reihe um Alice' Kampf mit den Zombies.

Es war schon eine Weile her, dass ich den ersten Teil gelesen habe, doch das war nicht schlimm, da am Anfang die Geschehnisse des Vorgängers nochmals aufgegriffen werden. Nicht zu ausführlich, sie werden eher eingestreut, aber genau richtig, um sie mir nochmal ausreichend in Erinnerung zu rufen.

Besonders gefreut hat mich, dass das Wolkenkaninchen aus dem ersten Teil, in dessen Form Alis Schwester Kontakt mit ihr aufnimmt, wieder mit dabei war. Die Idee gefällt mir nach wie vor sehr gut.

Die Nebencharaktere wurden schön weiterentwickelt und haben ihre eigene Persönlichkeit. Alis Freundin Kat hat mit ihrem eigenen Geheimnis zu kämpfen und verliert ihre gewohnte Leichtigkeit, Coles Exfreundinnen machen Ali das Leben schwer und schließlich taucht auch noch der mysteriöse Gavin auf und eine dunkle Seite in Ali versucht die Kontrolle zu übernehmen...

Das hin und her in der Liebesgeschichte zwischen Ali und Cole nahm meiner Meinung nach zu viel Platz ein und ich empfand es irgendwann leider nur noch als nervig. Es erinnerte mich an die Twilight Bücher, jegliche Klischees wurden hier bedient.

Aber das ist zum Glück nicht alles. Ali hat ihren eigenen Kampf zu bewältigen, nicht nur mit sich selbst sondern auch mit den immer wiederkehrenden verstörenden Visionen, die sie bekommt, wenn sie Gavin sieht und Dr. Bendari von der gefährlichen Anima Organisation, der immer wieder versucht mit ihr Kontakt aufzunehmen. Diese Ereignisse konnten mich wirklich fesseln.

Ich fand den zweiten Teil genauso unterhaltsam und kurzweilig wie den ersten. Der Schreibstil ist lustig und humorvoll und es macht Spaß diese etwas andere „Alice im Wunderland“-Geschichte zu lesen. Dennoch kommt er leider für mich durch den großen Liebesgeschichten-Schwerpunkt nicht ganz an den ersten Teil heran.


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hunters moon, drachenmond, britta strauss

Hunters Moon - Der Mond des Jägers

Britta Strauß
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Drachenmond Verlag, 01.06.2014
ISBN 9783931938888
Genre: Fantasy

Rezension:

„Hunter's Moon“ ist das erste Buch, dass ich von Britta Strauß und aus dem Drachenmond Verlag gelesen habe und ich war schon bevor ich es aufschlug von dem wunderschönen stimmigen Cover begeistert. Und auch während des Lesens gefiel mir die Geschichte weiterhin sehr gut.

Eine tolle historische Kulisse mit Indianervölkern und gewaltigen unbezwingbaren Bestien nahm mich sofort gefangen und die sehr beschreibenden Worte sorgten dafür, dass ich alles bildhaft vor Augen hatte. Das winterliche, düstere Setting war für mich mal etwas neues und daher fand ich es wohl besonders spannend.

Mit Kate hat die Geschichte einen starken weiblichen Hauptcharakter, der sich den Männern und ihrem tristen Schicksal widersetzt. Man merkt wie Kate im Laufe des Buches immer stärker wird und eine Entwicklung durchläuft.

Kainah ist der undurchsichtige Krieger, der als einziger die Bestien besiegen kann und eine starke Faszination auf Kate ausübt.Die Spannung zwischen den beiden war für mich förmlich spürbar und ich empfand ihren gemeinsamen Werdegang als sehr berührend.Ich empfand sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere nie als langweilig oder platt, im Gegenteil, ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Entscheidungen nachvollziehen.

Die Auflösung, was es genau mit den Bestien auf sich hat, hat mir sehr gut gefallen und mich wirklich überrascht. Von dem, was danach noch im Epilog geschieht war ich aber eher ziemlich enttäuscht. Abgesehen davon, dass ich zuerst Schwierigkeiten hatte mich zurecht zu finden konnte er mit dem sehr guten Rest der Geschichte nicht mithalten. Für mich wäre das Buch ohne den Epilog um einiges stimmiger. So hat er meine Lesefreude am Schluss leider noch etwas geschmälert.

Trotzdem hat mir „Hunter's Moon“ wirklich sehr gut gefallen und mich durchweg fesseln können. Ich empfand alles – Kulisse, Charaktere, Handlung und zuletzt auch das Cover - als sehr passend, schlüssig und spannend.


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rezension, blackbird, carey, cbt, anna carey

Blackbird

Anna Carey , Emma Galvin
Audio CD
Erschienen bei BLACKSTONE AUDIO BOOKS, 16.09.2014
ISBN 9781483028262
Genre: Sonstiges

Rezension:

Am Anfang wird man mitten ins Geschehen geworfen und es passiert viel und verspricht spannend zu sein. Zwischendurch gab es dann leider einige Längen und konnte mich einfach nicht richtig packen, trotzdem wollte ich wissen, wie es weitergeht und dem Ganzen eine Chance geben…

Alles wirkt irgendwie flach, unpersönlich und unausgereift. Man erfährt so gut wie nichts über die Charaktere, auch nicht über die Hauptperson. Aber im Fall der Hauptperson macht das für den Rest der Story sogar noch Sinn. Dadurch konnte aber auch keine der Personen Sympathien für sich in mir wecken.
Der Schreibstil ist auch irgendwie komisch, ich kann es gar nicht genauer beschreiben, vielleicht liegt es an der Perspektive, denn die Geschichte wird in der 2. Person erzählt, was ja schon eher ungewöhnlich ist und mir das Lesen erschwerte. Zwischendurch gibt es auch mal Abschnitte, die in der dritten Person geschrieben sind. Hier erfährt man, was gerade an einem anderen Schauplatz bzw. bei einer anderen Person geschieht.

Das Buch wird auf dem Buchrücken für Fans von „Die Bestimmung“ beworben aber das ist wirklich weit hergeholt. Es geht eher in die Richtung Jugendtriller und ohne jegliche Fantasy-Aspekte.
Ich finde es auch ziemlich schade, dass die Geschichte so in die Länge gezogen wurde um, so weit ich weiß, eine Trilogie daraus machen zu können, denn das Buch hat sowieso nur knapp 350 Seiten und die Schrift ist wirklich sehr groß.

Im letzten Drittel wurde die Story doch noch richtig spannend und konnte mich unerwartet noch packen. Trotzdem finde ich den Vergleich mit „Die Bestimmung“ nach wie vor sehr unpassend und nicht gerechtfertigt und das Ende konnte mich auch nicht davon überzeugen die Fortsetzungen noch zu lesen, daher kann ich leider nur zwei Sterne vergeben.


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brendt, andreas brendt, reise, surfen, reiseberich

Boarderlines - Fuck You Happiness

Andreas Brendt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Conbook Medien, 01.11.2016
ISBN 9783958891173
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nachdem Andi jahrelang auf der Suche nach der perfekten Welle um die Welt gereist ist, ist es Zeit für etwas neues. Andi wird Berufsschullehrer!

„Isch gebe Ihnen jetzt mal meine Numma mit. Wenn Sie eine Problem haben, dann rufen Sie misch an.[...] Dann komm ich mit den Jungs vorbei.“ […] Ich stecke die Nummer ein, für den Fall, dass ich mal Probleme habe – mit den Nachbarn oder so. Seite 128
„Boarderlines – Fuck you happiness“ ist einfach großartig, ich kann es gar nicht anders sagen! Es gefiel mir noch wesentlich besser als der erste Teil, weil ich so gespannt auf Andis Zeit in Deutschland war und es nicht mehr so schwerpunktmäßig ums Surfen geht sondern wie er sich „an Land“ schlägt. Er ist unsicher, ob er die richtige Entscheidung getroffen hat in Deutschland zu bleiben und quasi „sesshaft“ zu werden, mit einem festen Job und einer eigenen Wohnung, und ist weiterhin auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn des Lebens. Dann trifft er Paula und ist sich sicher ihn in ihr gefunden zu haben. Wir sind doch im Prinzip immer alle auf der Suche nach einem Sinn und dem Glück und wir sind selten zufrieden. Und Andi trifft auf seinen Reisen so viele tolle, unterschiedliche Menschen, die mit so wenig in ihrem Leben auskommen und trotzdem so glücklich und erfüllt sind. Durch die tollen Beschreibungen hatte ich das Gefühl direkt dabei zu sein. _______________________________________________________
Vorsicht Spoiler! Es war so spannend über seine Zeit mit Paula zu lesen und ich hätte mir so sehr ein anderes Ende für ihn gewünscht. Spoiler Ende _______________________________________________________
Ich finde es unglaublich toll wie ehrlich und schonungslos Andi schreibt und seine Ängste und Gefühle offenbart. Das weiß ich wirklich zu schätzen und das macht das Buch für mich so lesenswert und besonders. Ich erkenne mich in vielem wieder, habe gelacht und geweint. Ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Es regt sehr zum Nachdenken an und ist gleichzeitig sowas von lustig!
[...], sie holt Brot heraus und bestreicht eine Scheibe mit Rucolabrotaufstrich. Dabei grinst sie, weil ich ihr vor Jahren genau so einen zu Weihnachten geschenkt habe. […] Ein Fauxpax mit Langzeitwirkung. […] Die Gutenachtgeschichte mit dem bösen Andi, der einst vom Fluch befallen der schönen Paula einen Rucolabrotaufstrich schenkte. Seite 238
Wenn ich mehr als 5 Sterne vergeben könnte würde ich es tun! Definitiv eines meiner Lieblingsbücher – auf jeden Fall!

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aliens, dystopie, außerirdische, rick yancey, jugendbuch

Die fünfte Welle

Rick Yancey , Thomas Bauer
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.04.2014
ISBN 9783442313341
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich muss gestehen, ich wollte das Buch von Anfang an lesen aber da es einfach so viele gute Bücher gibt, kam es, dass ich zuerst den Film gesehen habe (der meiner Meinung nach übrigens sehr gut gelungen und sehr nah am Buch ist).

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt, obwohl ich ja schon wusste, was mich erwarten würde. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen und bin in jeder freien Minute wieder darin versunken. Der Schreibstil ist unheimlich fesselnd. Ich kann den Hype absolut verstehen. Es ist ein richtig spannendes Buch und ich hätte am liebsten sofort mit dem zweiten Teil weitergemacht.
„Ist das das letztendliche Ziel der Anderen, die Welle, die alle Wellen beendet: uns unsere Menschlichkeit bis auf die blanken, animalischen Knochen auszuziehen, bis wir nur noch seelenlose Raubtiere sind, die die Drecksarbeit für sie erledigen, so einsam wie Haie und mit genauso wenig Mitgefühl?“ Seite 378
Auch von den Charakteren war ich schwer begeistert. Sie sind nicht flach und austauschbar sondern wirklich etwas besonderes. Cassie ist ein starker Charakter, der sehr viel durchmachen muss und sie hat meinen vollen Respekt. Ich habe mit ihr gelitten und gebibbert, hatte auch den ein oder anderen Schmetterling beim Lesen im Bauch und musste sogar zwischendurch lachen. Aber auch ihr Bruder Sammy ist ein für sein Alter wirklich bemerkenswerter Junge und muss gewaltiges durchstehen.

Hin und wieder wird es auch ein wenig nachdenklich, wie zum Beispiel auf Seite 476:
„Mir ist egal, wie klein wir den Sternen erscheinen. Jeder, selbst der kleinste, schwächste, unbedeutendste, spielt eine Rolle.“
Natürlich ist es eine Endzeit-Dystopie und alles hat es irgendwie, irgendwo schon einmal gegeben. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr gefesselt und immer wieder positiv überrascht, weil sie abwechslungsreich, düster und ergreifend ist. Es gibt nichts, was mir an dem Buch nicht gefallen hätte und daher kann ich nur jedem raten, der es noch nicht getan hat: lest dieses Buch!


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glück, erfahrungsbericht, selbstversuch, hagn, liebe

Glück to go

Christiane Hagn
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Schwarzkopf & Schwarzkopf, 01.03.2012
ISBN 9783862650576
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Glück to go“ ist eine sehr humorvolle und unterhaltsame Zusammenfassung von Christiane Hagns 20 Selbstversuchen, dass Glück zu finden. Dabei lässt sie wirklich nichts aus, was vielversprechend klingt, von Fasten über Base-Flying bis hin zu einem Klosteraufenthalt.

Sie erzählt sehr humorvoll und man erfährt auch einiges über ihr persönliches Umfeld und ihr Leben, z. B. wenn sie mit ihrer Freundin über ihre neuesten „Glücks-Erfahrungen“ skyped. Ich konnte mich auch sehr häufig mit ihr identifizieren, vieles hätte so auch von mir kommen können und zwischendurch passieren ihr genauso schusselige Dinge wie mir (z. B. versinkt sie immer wieder in Tagträumen). Das machte sie mir sofort sehr sympathisch und hat mich oft zum Lachen gebracht!

Um mich von meinem Brechreiz abzulenken, fange ich an, das Wort „Wiederkäuer“ zu googlen. Wieso bin ich nicht einfach zu Hause geblieben...“ Seite 25

Obwohl es sich ja um einen Erfahrungsbericht handelt liest sich das Buch so flüssig und zusammenhängend wie ein Roman, da alles chronologisch erzählt wird und aufeinander aufbaut. Es gibt auch einige Fotos, die die Versuche dokumentieren.

"Ich bin in einer Boutique mitten im sozialen Brennpunkt, stehe vor einer Frau, die ich noch nie zuvor gesehen habe und die sagt: „Vertrau mir!““
Seite 186

Natürlich führt nicht jeder ihrer Selbstversuche zum Glück und vielleicht gerade deswegen macht einen das Buch auch etwas nachdenklich: vielleicht kann uns nichts mehr zufrieden stellen, vielleicht sind wir längst glücklich, vielleicht sehen wir das Glück in den kleinen Dingen nicht mehr...

Ich bin ohne irgendwelche großen Erwartungen an das Buch heran gegangen und wurde daher umso mehr im positiven Sinne überrascht. Es war sehr kurzweilig, hat mir ein paar interessante Anregungen gebracht und mich zum Nachdenken angeregt.

Ab und zu sollten wir auf unserer Jagd nach dem Glück innehalten und einfach mal nur glücklich sein.“
Seite 252


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krieg, flucht, asyl, jugendbuch, janne teller

Krieg

Janne Teller , Helle Vibeke Jensen , Sigrid Engeler
Fester Einband: 59 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 07.03.2011
ISBN 9783446236899
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Janne Teller hat in einem so kurzen Büchlein außerordentlich gut die Situation von Geflüchteten dargestellt und ist damit aktueller denn je. In ihrer Geschichte sind es die Deutschen, die vertrieben werden und in den Nahen Osten fliehen müssen. Sie schreibt so eindringlich und schonungslos und spricht den Leser direkt an sodass ich mich sehr gut in die Lage der Menschen hineinversetzen konnte, die alles zurücklassen, einen Schritt ins Ungewisse wagen müssen um zu überleben, und in dem Land, in dem sie um Asyl ersuchen, im schlimmsten Fall nicht einmal erwünscht sind sondern mit Vorurteilen und Hass kämpfen müssen.
Man hätte sicher noch viel mehr dazu schreiben können aber Janne Teller spricht im Nachwort ja selbst „nur“ von einem Essay. Und daher finde ich das Buch schon sehr gelungen. Es klingt nach.

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indien, wagenleben, auszeit, reise, roadtrip

Abenteuer Hippie Trail

Amelie de Boer
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei traveldiary Verlag, 01.02.2012
ISBN 9783941796362
Genre: Sonstiges

Rezension:

Beim Stöbern bin ich auf dieses Buch gestoßen, dass wie für mich gemacht zu sein scheint!
Amelie und Till wagen den Schritt zusammen mit ihrem Hund Ole und ihrem 30 Jahre alten Mercedes Rundhauber auf dem Landweg nach Indien zu reisen. Und genau das würde ich auch so gerne machen, deswegen habe ich mich voller Vorfreude auf dieses Buch gestürzt.

Auf den ca. ersten 80 Seiten werden alle Etappen bis hierhin sehr kurz beschrieben, obwohl die drei schon wochen-/ monatelang unterwegs waren. Dann sind sie endlich in Indien angekommen und ab hier wird alles etwas ausführlicher, schließlich ist Indien auch das Hauptreiseziel. Trotzdem fehlt es mir ein wenig an Details und Emotionen, das ganze wirkt eher wie eine relativ kurze und knappe Aneinanderreihung von Reiseerlebnissen. Auch die Landschaftsbeschreibungen kommen leider für meinen Geschmack zu kurz.

Dafür ist das Buch gespickt mit anschaulichen Fotos der Reise und es gibt genaue Beschreibungen der Stellplätze, sogar mit Koordinaten. Am Ende findet sich dann noch eine Karte auf denen zur Veranschaulichung ihre Reiseroute eingezeichnet ist. Perfekt zum Nachahmen.

Ich stelle mir die ganze Reise so schwierig vor aber die beiden zeigen, dass alles wunderbar klappen und man auch mit den Schwierigkeiten und Problemen gut umgehen kann – und das sogar mit Hund und Baby!

Durch das Buch habe ich zwar noch mehr Lust als vorher so etwas selber zu machen, allerdings weil es einfach so unglaublich sein muss auf diesem Wege nach Indien zu reisen – nicht weil ich so gefesselt gewesen wäre. Man hätte so ein dickes Buch über diese lange Reise schreiben können, es gäbe sicher so viel zu erzählen. Ich hätte mir viel mehr Details, Beschreibungen und Eindrücke gewünscht. So kommt es leider eher wie ein abgespeckter kurzer Reisebericht rüber. Wirklich schade, ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.


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fahrra, reise, reisebericht, weltreise, prüller

Als der Bär am Zelt anklopfte

Florian Prüller , Klara Prinz-Prüller
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.07.2014
ISBN 9783702234133
Genre: Sonstiges

Rezension:

Flo und Klara nutzen ihre Hochzeitsreise um mit dem Fahrrad um die Welt zu reisen. Dabei verschlägt es sie nach Island, quer durch die USA, nach Zentralamerika, Patagonien, Südostasien und Ostafrika.

Direkt die Einführung hat mir die beiden Autoren sehr sympathisch gemacht: ich finde ihre Idee, ihre Hochzeitsreise für ihren gemeinsamen Traum zu nutzen, sehr gelungen! Und so „stolpern“ sie hin und wieder recht chaotisch und zum Teil unvorbereitet von einem Abenteuer in das nächste. Genauso würde es mir wahrscheinlich auch ergehen.

Obwohl beide sehr sportlich sind, insbesondere Flo, geraten sie unterwegs regelmäßig an ihre körperlichen Grenzen und beschreiben voller Humor und Witz, wie sie sich gegenseitig wieder aufbauen und anstacheln und sich trotz diverser Schwierigkeiten nicht gegenseitig aus den Augen verlieren sondern immer näher zusammenwachsen.

Während des Lesens erhält man unterschiedliche Einblicke, da die Texte zum einen aus Flo’s Perspektive und zum anderen aus Klara’s geschrieben wurden und die beiden haben durchaus hin und wieder eine andere Wahrnehmung bzw. Sichtweise.  Dabei  werden ihre Schilderungen durch unzählige anschauliche und wunderschöne Fotos der Reise und eingängige Landschaftsbeschreibungen gestützt.

Ich fand das Buch besonders spannend, da der Schwerpunkt nicht, wie man vielleicht erwarten würde, auf dem Radfahren liegt, sondern auch sehr viel über die großartigen Erfahrungen der beiden und die vielfältigen Menschen, die sie getroffen haben, geschrieben wird. Besonders die Beschreibungen aus Asien und Afrika und das Leben der Menschen dort haben mich sehr bewegt.

Das Buch ist ideal für jeden, den das Fernweh gepackt hat und der auf eine etwas andere Art und Weise um die Welt reisen möchte. Vor allem wird man  auf Dinge aufmerksam, an  die man so vielleicht nicht denken würde, wenn man selber über so eine Reise nachdenkt. Für mich ist das Fernreisen per Rad durch dieses Buch definitiv eine neue spannende Option geworden!

Ich habe nun schon mehrere Reise-/ Erfahrungsberichte gelesen, bei denen es sich oft um eine emotionslose Aneinanderreihung von Reiseetappen handelte – dieses Buch ist keinesfalls so! Es ist lustig, unterhaltsam, humorvoll, chaotisch, menschlich, liebenswert und anschaulich!

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kz, holocaust, konzentrationslager, überleben, komiker

Das Lachen und der Tod

Pieter Webeling , Christiane Burkhardt
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blessing, 19.08.2013
ISBN 9783896674647
Genre: Romane

Rezension:

Dieses Buch ist wirklich äußerst bewegend. Ich habe zwar schon viel über den zweiten Weltkrieg gelesen, sowohl Romane als auch Sachbücher, aber dieses Buch hat mich trotzdem durch die beschriebenen Schrecken und Grausamkeiten zutiefst erschüttert. Ich glaube, ich habe selten so lange an einem Buch gelesen – und das nicht, weil es mir nicht gefallen hätte, sondern weil ich es zwischendurch immer wieder aus der Hand legen musste, weil es mich so traurig und betroffen machte...
Es ist so bildgewaltig, detailreich und realistisch geschrieben, ja, so erschreckend muss es damals in den Lagern wirklich gewesen sein.
Die Geschichte und Liebe von Ernst und Helena ist grausam und hoffnungsvoll zugleich und dieses Buch zeigt uns, wie Humor den Menschen unter solch schockierenden Bedingungen helfen konnte, zu überleben aber dennoch nicht dieselben zu bleiben.

Obwohl es mir sichtlich schwer fiel das Buch zu Ende zu lesen, kann ich es jedem nur wärmstens ans Herz legen. Für mich ist es eines der besten Bücher der letzten Zeit und vielleicht aktueller denn je.

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marion vogel, selbstfindung, reisebericht, reisen, vogelfrei um die welt - vom suchen und finden

Vogelfrei um die Welt - Vom Suchen und Finden

Marion Vogel , Martina Unterfrauner
Flexibler Einband: 388 Seiten
Erschienen bei Kastner, 02.11.2015
ISBN 9783945296226
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Marion Vogel hat eigentlich keinen Grund unzufrieden mit ihrem Leben zu sein, doch trotzdem stellt sie während des Urlaubes fest, dass dieses Leben sie nicht ausfüllt und ihr etwas Wichtiges fehlt. Sie beschließt kurzerhand alles hinzuschmeißen und den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Also reist sie los, auf der Suche nach ihrer Leidenschaft und sich selbst…zunächst als Tauchguide in Ägypten - dann entdeckt sie die Fotografie für sich.

„Mein Leitsatz für diese Reise stammte aus Marlo Morgans „Traumreisende“: „Geh einfach los. Glaube an dich selbst und vertraue auf den Weg.“

Ich finde es außerordentlich mutig von ihr als Frau alleine solche Reisen zu unternehmen und beneidenswert, dass sie diesen Schritt in die Ungewissheit gewagt hat. Dabei kommt sie ganz unten an und schafft es umso stärker aus diesem Loch hervorzugehen. Sie erzählt im Laufe des Buches immer mehr über sich selbst, ihre Sorgen, Probleme und Ängste. Es hat mir besonders gefallen, dass sie auch keine Scheu hatte auf die unangenehmen Momente ihrer Reise einzugehen. Auch der Weg, den sie in Deutschland als Fotografin geht, ist sehr erlebnisreich.

Das Buch liest sich sehr schnell und hat mich sofort gefangen genommen. Ich habe es nur ungerne aus der Hand gelegt und die eingestreuten Fotos haben es mir noch leichter gemacht, mich in der bildhaften Erzählung zu verlieren.

„Überall in diesem Land waren atemberaubende, goldene Pagoden zu besichtigen, damit verdeutlichen die Myanmarer ihren Glauben zur Lehre Buddhas.“

Was mir allerdings nicht besonders gefallen hat sind zum einen die zunehmenden Abschnitte über ihre Suche nach der großen Liebe und ihre damit verbundenen Sorgen. Meiner Ansicht nach sind die bereisten Länder, Menschen und Erfahrungen in diesen Ländern dadurch zum Ende hin etwas zu kurz geraten.
Zum anderen gefiel mir die leicht spirituelle Richtung, die das Buch nach einer Weile einschlägt, nicht so sehr.
Das ist allerdings nur ein kleiner Abzug in meiner Gesamtwertung, denn „Vogelfrei um die Welt“ ist wirklich ein außerordentlich toller und kurzweiliger Reisebericht, der sich wie ein Roman liest.

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surfen, andreas brendt, freiheit, studentenleben, reise

Boarderlines

Andreas Brendt
Buch: 361 Seiten
Erschienen bei Brendt, Andreas, 27.12.2012
ISBN 9783000402999
Genre: Sachbücher

Rezension:

Von einem Freund lässt sich Andy spontan zu einem Surftrip in den Semesterferien nach Bali überreden. Eigentlich ist sein Freund derjenige, der gerne surft doch für Andy ist dies der alles entscheidende Anfang seiner kommenden vielen Reisen und der Punkt, an dem er mit dem Surfvirus infiziert wird.

„Jetzt kann die Reise beginnen. Eine Reise ohne Ende. Ohne Wiederkehr.“

Surfen interessiert mich eher weniger, um ehrlich zu sein habe ich damit gar nichts am Hut, doch ich habe das Buch dann doch wegen einer Empfehlung gelesen. Da es anfangs wirklich sehr surflastig ist, hat es mir zunächst nicht so gut gefallen und ich kam erstmal nur schwer in die Story rein.
Ich kann es allerdings sehr gut nachvollziehen, dass es den Autor immer wieder in die Ferne und auf Reisen gezogen hat und er jede Gelegenheit genutzt hat um dem Alltag zu entfliehen.

Er berichtet sehr authentisch und auch humorvoll von seinen Erlebnissen und lässt auch die unschönen Begegnungen und Momente ebenso aus wie seine gelegentliche Unsicherheit und sein Heimweh nach Deutschland, seiner Familie und einem geregelten Leben. Daher finde ich es wirklich lobenswert, dass er es trotz seiner vielen Reisen geschafft hat sein Studium nebenbei erfolgreich abzuschließen und nicht alles auf eine Karte zu setzen. Andy macht eine erstaunliche Entwicklung durch, lernt immer mehr dazu, wird immer besser, arbeitet an sich selbst und wird sogar Campleiter in Frankreich.
Er ist auf der Suche nach sich selbst und dem Sinn seines Lebens…soll er seiner Leidenschaft nachgehen, mit wenig und unsicherem Einkommen – oder auf seinem Studium aufbauen und ein stabiles Standbein haben? Zum Ende hin geht es immer mehr um das Reisen an sich, was er von seinem Leben erwartet und was ihn ausfüllt, das hat mir sehr gut gefallen.

„Wer mir einen nachvollziehbaren Grund nennen kann, erwachsen zu werden, bekommt sämtliches Gold der Welt, einen Oscar in allen Kategorien und sei gleichzeitig in die Hölle verbannt.“

Andys Geschichte hat mich wirklich fasziniert und ich würde am liebsten selber direkt losziehen. Ich bin schon gespannt auf sein zweites Buch!

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